Dienstag, 28. April 2015

Alte Bekannte

Schon ganz kleine Kinder haben Menschen, mit denen sie sich in kürzester Zeit gut verstehen, und solche bei denen eben nicht so richtig ein Draht entstehen will. Letzte Woche konnte ich dann feststellen, dass BMs Vorlieben sich in den letzten Jahren nicht geändert haben. 

Zum einen besuchten wir ihren kleinen Babymassage-Kumpel R. und seine Familie in ihrem tollen neuen Haus. Da Zwee immer sehr, sehr traurig wird, wenn wir nicht rechtzeitig zum Abendprogramm zu Hause sind, hatten wir nur etwa zwei Stunden Zeit, die BM und R. aber bestens ausnutzen und sehr einvernehmlich miteinander spielten. Sie kennen sich nicht wirklich, sahen sich nach ihrer Babyzeit nur etwa einmal im Jahr, aber irgendwie passte es jedes Mal gleich. 

Dann besuchte uns Frau Mama. Wir hatten uns in der Elternzeit gelegentlich mit Zwee und Frau Mamas Babymaus getroffen. Diesmal durften jedoch unsere beiden Großen - die ehemaligen BKG-Mitglieder BM und Minimann - einen kitafreien Tag machen und mit dabei sein. Die beiden klickten auch sofort und stellten im besten Einvernehmen ein bisschen Blödsinn an. Da wurde im Bad aus Wasser, Badefarbe und viel, viel Handseife Bier hergestellt. Irgendwie stifteten sie sich dann gegenseitig dazu an, im Ehebett Verstecken zu spielen, in unserem Kleiderschrank wohl auch beim Verstecken allerhand Sachen von den Bügeln zu zotteln und - warum auch immer - die Waschmaschine abzuschalten. Und das alles in der kurzen Zeit bis ich merkte, dass sie ganz oben im Haus waren, wo sonst eigentlich nicht gespielt werden soll. Dann radelten sie zum großen Spielplatz - BM ein bisschen stolz vorneweg, weil sie ja den Weg kannte, und spielten da ebenfalls sehr schön miteinander während wir Mamas die Babys umherschuckelten und davon abhielten, Blumen zu essen. Es ist wirklich schade, dass wir soweit entfernt voneinander wohnen und uns somit nicht einfach so für einen Nachmittag auf dem Spielplatz treffen können. 


Montag, 27. April 2015

Mutti-Freigang

Seit ein paar Wochen kam in mir immer wieder der Wunsch auf, endlich mal wieder auszugehen - nachdem ich nun seit über einem Jahr zuerst als Risiko-Schwangere im Krankenhaus und auf der Couch und danach ausschließlich in Mama-Funktion unterwegs war.

Ein Mal nahm ich schon vor ein paar Wochen Anlauf, sagte aber im letzten Moment ab, weil Zwee mich bzw. meine Brust Abends immer noch sehr unvorhersehbar braucht. Das ist nun eigentlich immer noch so, aber letzte Woche setzte sich ein egoistischer Anflug durch. Ich musste wirklich endlich mal wieder raus und ohne Baby unter Leute. Immerhin lässt Zwee sich nun anstandslos von R. ins Bett bringen, wenn ich sie zuvor gestillt habe. Danach schläft sie manchmal selten drei Stunden bevor sie wieder Zuwendung braucht. Meistens weint sie mindestens einmal pro Stunde, lässt sich dann aber auch oft ohne Milch beruhigen... bis sie dann spätestens 23 Uhr endgültig untröstlich ist und gestillt werden muss. Danach hole ich sie zu uns in Schlafzimmer und die Stillerei geht die ganze Nacht im ein bis zwei Stunden Rhythmus weiter. Aber ich schweife ab.

Jedenfalls habe ich mich im Nachhinein sehr über meinen Rückzieher geärgert bzw. hatte das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Letzte Woche trafen dann gleich mehrere Anlässe aufeinander, so dass ich gleich drei Mal Gelegenheit hatte "mal raus zu kommen".

Am Mittwoch gingen wir Mamas vom Babyturnen abends gemeinsam essen (und die meisten auch etwas trinken). Es war so toll, mal einfach drauflos schwatzen zu können, ohne das irgendjemand dabei ein Kind schaukeln, stillen oder bespaßen musste. Außerdem schafften wir es, uns zumindest einen Teil der Zeit über andere Themen als die Babys zu unterhalten. Nachdem wir uns monatelang wöchentlich getroffen hatten, war es erstaunlich wie wenig wir bislang außerhalb von Babythemen von einander wussten. Jedenfalls hatten wir viel zu lachen, und die Zeit verging wie im Fluge. Ich kam genau zur rechten Zeit nach Hause, um Zwee zu stillen und meine übliche Nachtschicht zu absolvieren.

Am Freitag haben R. und ich einen Tag vorzeitig unseren Hochzeitstag mit einem Nachmittagsdate gefeiert während meine Eltern und PL Zwee für zwei Stündchen bespaßten, was wohl auch ganz gut klappte. Zwee fremdelt ja immer noch ziemlich doll und ist leider im Moment von ihrer Oma nicht so angetan - warum auch immer. Dafür ließ sie sich schön vom Opa umhertragen, der sich natürlich sehr darüber freute, Chefbetreuer vom kleinsten Enkelchen sein zu dürfen. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich endlich mal wieder ein bisschen für meinen Mann aufzubrezeln, so mit Schminke, richtigem BH und Hackenschuhen (in denen ich nicht mehr laufen kann). Leider musste ich mir das dann alles wieder ganz unromantisch vom Leibe reißen und gegen stilltaugliche Sachen eintauschen, sobald wir nach Hause kamen, aber es war trotzdem schön, mal wieder schön zu sein.

Am Samstag feierte Olo zu seiner großen Überraschung seinen 65. Geburtstag. Da es erst 19 Uhr losging, blieb R. mit den Kindern zu Hause und ich hatte allein Ausgang. Und was für eine Party das war! Olo wurde erst eine Stunde zuvor gesagt, dass er mal duschen gehen und den bereit gelegten Anzug anziehen solle. Dann wurde er mit verbundenen Augen zur Location gefahren und hineingeführt. Als das Tuch abgenommen wurde - ÜBERRASCHUNG - befand er sich in der Mixed Zone des Stadions an der Alten Försterei mit seiner Familie und seinen Freunden. Nach einer Stadionführung wurde in einem VIP-Bereich lecker gegessen, getanzt und gefeiert. Ja, auch ich habe nach werweißwielanger Zeit mal wieder getanzt. Um 22:30 Uhr wurde es dann leider Zeit für meinen frühzeitigen Cinderella-Abgang, so dass ich leider nicht um Mitternacht zum Geburtstag gratulieren konnte. Zu Hause hatte Zwee schon eine Stunde auf R.s Arm geschlafen und beide waren wohl ganz froh, dass ich wieder da war.

Ich muss zugeben, dass Zwee  meine Abwesenheit wohl nicht so leicht verdaut hat. Jedenfalls ist sie nun wieder noch anhänglicher geworden, will ganz viel kuscheln und stillen, folgt mir auf Schritt und Tritt und ist Nachts gefühlt noch öfter auf der Suche nach meiner Brust. Für mich war es aber höchste Eisenbahn, endlich mal wieder etwas für mich tun zu können. Jedenfalls konnte ich letzte Woche meinen Tank ein bisschen auffüllen und bin nun auch wieder besser gelaunt.


Montag, 20. April 2015

Neue Zwee-Gadgets

Unsere Zwee plappert zur Zeit ständig vor sich hin. Beim Essen tönt es daher nun immer in Stereo - links von der ununterbrochen erzählenden BM und rechts von Plappermäulchen Zwee.

R. und ich sind ein wenig uneins darüber, ob Zwee denn nun schon Mama sagen kann oder nicht. Sie übt es schon seit zwei/ drei Wochen. Na gut, ich gebe zu, dass ich es ihr auch ein paar Mal vorgesprochen habe. :-) Oft kommt statt Mama eher noch "Mammmma", "Amma" oder "Mamamama", aber ich höre am Klang, wenn sie mich meint und nicht nur Silben übt. Echt jetzt.

Letzte Woche beim Treffen der Krabbelcousins bei meiner Cousine krabbelte Zwee geschäftig umher, unter dem Tisch durch und im Kreis durch Küche, Flur und Wohnzimmer. Zwischendurch rief sie immer wieder nach mir und gab erst Ruhe, wenn ich z.B. meinen Kopf unter den Tisch steckte, damit sie mich von dort aus sehen konnte. Also ja, Zwee sagt definitiv Mama. In Variationen. Aber Hauptsache ist doch, dass ich mich im richtigen Moment angesprochen fühle.

Für die Annalen: Das war am Mittwoch, den 15. April, und Zwee war 11 Monate, 1 Woche und 2 Tage alt.

Da Zwee ihren Papa aber auch sehr lieb hat, übt sie auch "Baba" und "Babababa" und spätestens seit dem Wochenende meint sie auch eindeutig ihn damit. Mal sehen, wann sie sich nun an BMs Namen versucht.

Zwee weiß, wo ihre Nase und wo meine Nase ist. Tatsächlich ist meine Nase total zerkratzt, weil sie da so gern reingreift. Außerdem streckt sie mir die Füßchen hin, wenn ich danach frage. Meine Ohren kennt sie auch, ist sich aber scheinbar noch nicht darüber im klaren, dass sie auch welche hat.

Zwee macht Küsschen-Geräusche und schenkt mir dicke, feuchte Babyküsse, wobei sie mein Gesicht ganz doll festhält. Wir haben uns eben beide zum Fressen gern.

Und - Trommelwirbel!!! - gestern Abend stellte Zwee sich zum ersten Mal senkrecht hin. Während R. das Abendessen zubereitete spielten BM und ich ein paar Runden MauMau. Zwee schaute uns aus dem Laufgitter heraus zu und freute sich, wenn wir zwischendurch Quatsch mit ihr machten. Dann stellte sie sich einfach hin und blieb richtig lange stehen. Ganz kurz hielt sie sich sogar nur mit einer Hand fest, weil sie auf BM zeigen musste.

Damit hat sie mal wieder einen typischen "Zwee" gemacht, d.h. sie hat vorher überhaupt nicht geübt, sondern einfach irgendwann beschlossen, dass sie sich ja mal hinstellen könnte. Bislang hatte sie sich immer nur auf die Knie bzw. ein Knie und ein Bein gestellt, es aber augenscheinlich nicht mal versucht, noch höher hinaus zu kommen.

An- und Ausziehen findet Zwee total doof und wehrt sich mit Händen und strampelnden Beinchen. Trotzdem macht sie beim Ein- und Ausfädeln der Ärmchen mittlerweile schon ziemlich gut mit und schiebt sie in die richtige Richtung, so dass man nicht mehr mühevoll um jeden Zentimeter kämpfen muss, auch wenn sie dabei trotzdem lautstark meckern muss.

Zu guter Letzt noch ein kleines Zahn-Update. Über zwei Monate nachdem der erste Zahn an ungewöhnlicher Stelle heraus kam, ist nun dessen Zwilling oben rechts auch endlich draußen:


Freitag, 17. April 2015

Schwindelig

Schwindelig 1:

BM klagt in unregelmäßigen Abständen immer wieder über Kopfschmerzen. Daher ging ich gestern mal wieder mit ihr zum Augenarzt, nachdem wir vor zwei Jahren schon mal sicherheitshalber da gewesen waren, weil R. und ich beide kurzsichtig sind. Kurzum: Es ist alles in Ordnung.

Ich musste mich sehr zusammen reißen als BM schon wieder den Hund auf der Tafel nicht erkannt hat, sondern ihn erneut als Tier bzw. Tiger bezeichnete. Das war in den letzten Jahren auch bei den Us immer so. Dann bekam BM noch Augentropfen, damit die Augenärztin den Sehnerv gut ansehen kann. Da diese eine Weile einwirken mussten, gingen wir in der Zwischenzeit ein Schnitzel essen. Es sah zum Schreien komisch aus wie BM dabei ihren Teller anschielte, weil sie wegen der vergrößerten Pupillen in der Nähe nicht gut gucken konnte. Das blieb dann auch den ganzen Tag so und sah ehrlich gesagt ganz schön gruselig aus. Für BM war das ganz schön ermüdend und ihr wurde wohl auch ein bisschen schwindelig, so dass ich sie vom Augenarzt zum Auto und dann vom Parkplatz zum Haus tragen musste.


Schwindelig 2:

Ich glaube, jedes Kind findet das irgendwann toll. Jedenfalls liebt Zwee es im Moment, ihr Köpfchen hin und her zu schütteln bis ihr schwindelig wird. Besonders auf dem Hochstuhl macht ihr das irren Spaß, weil sie dann zusätzlich noch vor und zurück schaukeln kann. Der vermaledeite Hochstuhl kippelt minimal, was uns dann in Verbindung mit Zwees Freudenschreien ganz schön auf den Zünder geht.

Einhalt kann nur BM bieten. Die Kinder gucken und lachen sich dann an und zeigen mit den Fingern gegenseitig auf sich. Keine Ahnung, warum das so lustig ist, aber immerhin ist es dann etwas leiser am Esstisch.

Montag, 13. April 2015

145 Jahre

Vergangene Woche Donnerstag wurde R.s liebe Oma 85 Jahre alt. Dazu gratulieren wir auch an dieser Stelle noch einmal recht herzlich und wünschen vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und viel Spaß im neuen Lebensjahr. Im Dezember war zudem R.s Tante 60 Jahre alt geworden, was die beiden zum Anlass nahmen, an der Talsperre Pöhl ein Geburtstagswochenende mit der ganzen Familie zu veranstalten.

Am Freitag Morgen machten wir uns auf dem Weg und machten einem recht kurzfristigen Einfall zufolge unsere Rast in Dresden bei M. Wir kennen uns - nur online - seitdem wir mit unseren großen Mädels schwanger waren, also schon über fünf Jahre. Es war richtig schön, uns mal zwei Stunden in echt zu unterhalten. Die beiden Mädchen klickten sofort und spielten die ganze Zeit sehr einträchtig zusammen, auch wenn sie beide keine Lust hatten, gegenseitig ihre Namen zu verinnerlichen, sondern sich einfach "Mädchen" nannten.

Danach war es auch nicht mehr weit bis zu unserem Ziel, wo alle nach und nach eintrudelten und in der Nachmittagssonne im kleinen Biergarten saßen. BM rannte umher als hätte sie einen Tag im Auto gesessen und war bestens gelaunt, vor allem als dann auch noch ihre Cousins aus Bayern eintrafen. Für Zwee war alles ein bisschen viel und laut, so dass sie ganz viel kuscheln musste. Erst als wir mit ihr ins Hotelzimmer gehen wurde sie wieder mopsfidel und krabbelte und spielte eine Stunde lang zufrieden vor sich hin. Da Zwee ja ein... äh... eher unzuverlässiger Schläfer ist, trauten wir uns nicht, sie mit Babyphone-App im Zimmer schlafen zu lassen, sondern wechselten uns Abends beim Essen und geselligem Beisammensein ab. Derweil rannte unser Duracell-Häschen großes Kind stundenlang ohne Unterlass um die Tafel herum. Woher nimmt sie nur die Energie.

Am nächsten Tag machten wir alle zusammen eine kleine Schiffstour auf dem Stausee bevor wir die Kinder auf den nahe gelegenen Spielplatz scheuchten. Da es dort auch eine kleine Rutsche gab, machte ich mein Versprechen wahr und ließ BM und Zwee zusammen rutschen, was beide total lustig fanden. Zwee bekam sich vor Lachen gar nicht mehr ein, wenn sie nur sah, wie BM erneut auf die Rutsche kletterte. Nach einer Runde Bungeetrampolin war BM dann reif für eine Mittagsruhe, die sie mit R. im Zimmer verbrachte, während ich Zwee einen Manduca-Mittagsschlaf bescherte und die Gegend ein bisschen erkundete.

Zur eigentlichen Feier am Nachmittag und Abend kam dann zu Omas besonderer Freude auch ihr Bruder mit seiner Familie aus Leipzig. Ich glaube, für Oma war es etwas ganz besonderes, ihre ganze Familie so um sich zu scharren. Eine Fotografin kam, um nicht nur ein großes Familienbild sondern auch einzelne Familienbilder in unterschiedlichen Zusammenstellungen zu schießen. Ich freue mich schon sehr auf die Ergebnisse. BM hatte dann zwar leider einen Weltklasse-Bock wegen nicht auf Familienfotos sein, wo sie nicht drauf gehört, wegen Klackerschuhe nur im Haus anziehen und Sack Reis in China, bekam sich dann aber zum Glück irgendwann wieder ein und spielte wieder schön mit ihrem Cousin. An diesem Abend wechselten R. und ich uns andersherum ab, so dass ich mit den anderen Gästen zusammen essen und etwas länger schnacken konnte bis wir dann wieder die Plätze tauschten.

Ich hätte mir gern noch etwas von der Gegend rund um den Stausee angesehen, aber das Wochenende war leider wie im Fluge zu Ende. Die Heimreise am Sonntag Vormittag verlief dafür erstaunlich friedfertig zumal Zwee einen Großteil der Fahrt verschlief und den letzten Rest zufrieden spielte.


Mittwoch, 8. April 2015

Einfall der wilden Horde

Im Rahmen des Kita-Projekts "Das bin ich" besuchen die Kinder in BMs Gruppe zur Zeit nacheinander das Zuhause aller Kinder. Heute früh machten sich die Kinder mit Erzieherin S. und Erzieher M. auf den Weg zu uns. Dafür hatten BM und ich Pizzabrötchen und Kirschkuchen gebacken. Daher skandierten die zehn Kinder laut: "Piz-za-bröt-chen! Kir-schen-ku-chen!" als ich ihnen kurz nach 10 Uhr die Tür öffnete. 

Davon wurde Zwee wach, so dass ich kurz nach oben eilte, während die Erzieher den Kindern in unserem Mini-Flur aus den Sachen halfen. Als ich mit Zwee unten ankam, brachen die Kinder aus und trampelten nach oben in BMs Zimmer, wo BM sich sofort in ihr Elsa-Kleid schmiss. Es war zwar echt laut, aber ich fand es eigentlich trotzdem ziemlich gesittet. Die Mädels verkleideten sich alle, die Jungs hatten vor allem mit dem Inhalt von BMs Krimskrams-Schublade Spaß, verkleideten sich aber auch als Wikinger, Feuerwehrmann und Hexe. Als alle ein bisschen Scheibe gespielt hatten gab es die ersehnten Snacks, wobei es m.E. sehr sittlich zuging. BM war verantwortlich für das Aufgeben des Kuchens und war dabei eine tolle Gastgeberin. Leider blieb das nicht so als ihre beste Freundin sich "heimtückisch" das Elsa-Kleid anzog während BM noch Hände waschen war. Fortan saß sie laut heulend hinter der Couch, was wiederum C. nicht besonders anhob. 

Auch Zwee war bis dahin schon total durch und hatte mehrfach doll weinen müssen, weil es ihr wohl einfach zu laut war. Es war ein bisschen schade, dass der Besuch somit sehr laut und etwas hektisch endete. Außerdem hatte ein Mädchen Bauchschmerzen und Durchfall bekommen, so dass es umgezogen und mit einem Kirschkernkissen auf einer Matratze gelegt werden musste.

BMs Laune besserte sich schlagartig als sich die Kinder zum Gehen bereit machten und somit das Elsa-Kleid wieder frei wurde. Auf dem Gruppenfoto vor unserem Haus ist sie daher auch nicht wie alle anderen in Jacke und Mütze sondern im Elsa-Kleid abgebildet. Ein bisschen Heimvorteil ist ja auch in Ordnung, finde ich. Außerdem durfte BM dann natürlich gleich zu Hause bleiben.

Da Zwee in ihrem Bettchen Mittagsschlaf hielt machten BM und ich uns dann eine gemütliche Mittagspause mit Kinder-Kniffel und Bibi-Blocksberg-Filmchen bevor am Nachmittag PL und mein Bruder zu Besuch kamen. Theoretisch wollten B. und ich an seinem Lebenslauf arbeiten während die großen Mädels sich verkleideten und lieb zusammen spielten, praktisch ist Zwee aber schon wieder stark erkältet (so wie die gesamte Familie Isndingwa) und war am Nachmittag plötzlich sehr, sehr unleidlich. Oh Mann, ich hoffe wirklich sehr, dass sie das diesmal schnell abschütteln kann. Und wir anderen natürlich auch. 

Ostern oder Disney-Aktien?

Der Osterhase brachte BM dieses Jahr u.a. ein Anna-Kleid, einen Eiskönigin-Schlafanzug, ein Elsa-T-Shirt, ein Puzzleset (Eiskönigin, klar), das Eiskönigin-Buch und das dazugehörige Hörspiel. Eine ziemliche Geschenkeflut, aber BM hat sich unglaublich über jedes einzelne Geschenk gefreut. Damit haben wir die Disney dieses Jahr wohl einiges an Umsatz beschert. 

Insgesamt ging mir die Sucherei dieses Jahr ein bisschen zu schnell. Nächstes Jahr müssen wir definitiv bessere Verstecke finden, damit es nicht wieder ein bloßes Einsammeln ist. 

Am Ostersonntag waren wir im Wald bei R.s Familie. Das Wetter war zum Glück etwas besser als in den Tagen davor. Zumindest gab es keinen Sturm, Regen oder Hagel, so dass wir draußen Ostereier suchen und einen schönen Spaziergang machen konnten. Zum Essen waren wir dann aber in der Hütte, was Klein-Zwee leider ziemlich mitnahm, weil es dort laut und ziemlich duster war. Als wir wieder zu Hause waren, holte sie die fehlende Spielzeit aber sofort nach und spielte sehr ausdauernd und juchzend mit ihren neuen Spielsachen während BM beschloss, dass sie im Anna-Kleid auch Eis zaubern könne, nicht nur Elsa. 

Am Ostermontag waren wir dann im Dorf bei meinen Eltern. Dort hatte der Osterhase schon von der Straße aus eine Naschi-Spur in den Garten gelegt. Natürlich gab es da auch noch allerhand zu finden. Unter anderem bekam BM ein Kinder-Kniffel geschenkt, das wir jetzt schon ein paar Mal gespielt haben. Ihr fehlt natürlich noch der Sinn für die Strategie, aber ich bin trotzdem erstaunt, wie gut sie die Regeln versteht und v.a. wie ausdauernd mein Zappelinchen das schon spielt. Na ja, sie muss beim Würfeln liegen-stehen-sitzen-oder-an-mir-hängen, aber trotzdem. 

Zum Mittag aß Zwee übrigens zum ersten Mal "Erwachsenen-Essen" - d.h. Kartoffeln, Bohnen, Blumenkohl und Soße - richtig mit. Bislang hatte sie das zwar oft gewollt, aber sich dann doch geschüttelt, weil ihr das Essen wohl zu intensiv gewürzt war. Aber Ehre, wem Ehre gebührt: Bei Oma hat es ihr sehr gut geschmeckt. 

Am Nachmittag wollten BM und PL ein Geheimversteck im Wald bauen. Tatsächlich besorgte Opa dann allerhand Äste und Zweige und baute mit meinem Bruder zusammen um zwei Bäume herum eine tolle Höhle. Mit Zwee in der Manduca konnte ich außer vielen nützlichen Tipps leider nicht viel beitragen. Die Mädchen kümmerten sich derweil um die "Beschmückung", d.h. sie besorgten getrocknete Gräser zum verzieren und legten die ganze Höhle mit Moos aus. Das hat richtig Spaß gemacht und erinnert mich sehr an eine ähnliche Behausung, die wir vor vielen Jahren als Kinder im Wald beim Garten meiner Freundin A. bauten. 

Samstag, 4. April 2015

Elf Monate Zwee

Mit elf Monaten ist unsere Zwee nun endlich wieder richtig gesund und sie selbst - nämlich ein absoluter Sonnenschein. Beim Spielen quietscht und kichert sie ständig vor sich hin. Wenn sie uns sieht, schenkt sie uns ihr zauberhaftes, breitestes Lächeln. Der süße Grinsemund, die runden Bäckchen, das kleine Grübchen an der linken Wange - ich könnte meine Zwee ständig nur abknutschen. Man merkt auch, dass Zwee dabei ist, ein "richtiger" kleiner Mensch zu werden, sie wirkt kaum noch wie ein Baby.

Zwee hat in den letzten Tagen einige Standardgadgets zu ihrem Können hinzugefügt. Sie kniet immer selbstverständlicher, stellt oft einen Fuß auf. Als R. heute neben ihr auf dem Boden lag, drückte sie sich an seinem Oberkörper zum ersten Mal hoch in einen wackeligen Stand. Kurz darauf tat sie dasselbe an der Treppe. Bislang hatte sie kein Interesse am Stehen gezeigt, war offenbar mit Krabbeln und Knien total zufrieden. Das passt wieder einmal in unsere Annahme, dass Zwee eine recht genügsame und gemütliche Art hat. Mal sehen, ob wir das in ein paar Monaten oder Jahren immer noch so sehen. Es ist übrigens sehr interessant, dass Zwee sich immer noch nur im größten Notfall im Liegen dreht. Ich habe sie testweise jetzt mal öfter auf den Rücken gelegt anstatt sie im Vierfüßlerstand auf den Boden zu setzen. So lag sie dann immer erstmal ein paar Minuten da und spielte im Liegen bevor sie sich bequemte sich umzudrehen und hinzusetzen.

Hatte ich schon mal über Zwees Winken berichtet? Sie macht das ja schon eine ganze Weile, aber besonders niedlich, denn sie winkt nicht mit dem Händchen sondern schwingt dabei den ganzen Arm soweit es geht hin und her. Sie winkt auch ungefragt gern ihren Menschen, vor allem aber, muss sie immer doll winken, wenn wir aus ihrem Fenster sehen. Keine Ahnung, wen sie damit grüßen will. Die große weite Welt vielleicht?

Ganz neu ist seit wenigen Tagen das Klatschen. Sie fand es schon lange toll, wenn ich in die Hände klatschte. Bei Backe-Backe-Kuchen griff sie immer meine Daumen und machte mit. Dinge schlug sie schon lange zusammen, nur selber klatschen wollte sie nicht... bis sie es dann ohne Fehlversuche einfach so tat. Jetzt klatscht sie besonders gern, wenn ihre große Schwester vorbei tobt.

Und ebenfalls diese Woche fing Zwee an zu "tanzen". Sie hat einen musikmachenden Autoschlüssel, den sie ganz toll findet. Sie drückt darauf herum, um ihn anzuschalten, und wippt dann (im Sitzen natürlich) mit. Das sieht so niedlich aus! Bald wird sie wohl mit BM zusammen "Vorstellungen" machen.

Das alles passierte innerhalb weniger Tage nachdem Zwee endlich gesund geworden war. Wahrscheinlich hatte das kleine Körperchen davor einfach zuviel mit sich selbst zu tun, so dass sie sich die neuen Eroberungen erstmal aufhob.

Zu all dem Kranksein kamen dann noch drei weitere Zähnchen, wobei ich nicht sagen kann, ob Zwee das gemerkt hat, denn sie war ja über zwei Wochen lang ziemlich krank und sowieso unleidlich. Sie findet die Zähne aber anscheinend ziemlich cool, denn sie knirscht damit, was das Zeug hält.


Mit den Zähnchen kam auch der Wunsch nach festerer Nahrung. Genau genommen hätte Zwee wohl gern immer das, was wir auf dem Teller haben. Dann wedelt sie mit den Ärmchen - das sieht aus als ob ein Küken mit den kleinen Flügel flattert - oder klatscht in die Hände. Bekommt sie das dann nicht, meckert und kreischt sie sehr eindringlich. Überhaupt ist es recht neu, dass sie ihrem Unmut so deutlich und laut Ausdruck gibt. Leider ist eben nicht alles für sie geeignet bzw. sie schafft es auch noch nicht, sich z.B. an Stulle satt zu essen. Nichtsdestotrotz "isst" (a.k.a. speichelt ein) sie alles, was kein Brei ist, mit großer Leidenschaft. Meist bekommt sie daher nun etwas zum kauen in die Hand und wird anschließend bzw. zwischenher mit Brei gefüttert, damit sie auch satt wird. Dabei müssen wir nun aber immer einen normalen Teelöffel zum Füttern nehmen, denn Plastiklöffel sind schließlich nur was für Babys und daher doof. Ich glaube, wir bekommen hier einen recht guten Esser, auch wenn Zwee zur Zeit nicht so sehr für das Mittagessen zu begeistern ist. Über den Reinigungsaufwand von Zwee, ihrer Klamotten, des Hochstuhls und des Bodens in einem 1-Meter-Radius um sie herum mag ich nichts schreiben. Eingespeichelte Stulle und so. Bäh!

Mit dem Trinken hapert es immer noch. Am besten klappt es zur Zeit mit einer Kindertasse mit Schnabelaufsatz (also ohne Ventil), weil das Wasser da eben einfach heraus läuft und nicht gesaugt werden muss. Nach ein paar einzelnen Schlucken lässt Zwee das Wasser dann aber leider ebenso einfach wieder aus dem Mund heraus laufen. Mittlerweile bin ich darüber schon ganz schön verzweifelt.

Somit wird Zwee also immer noch etwa drei Mal am Tag und recht viele Male in der Nacht gestillt. Ich will noch gar nicht abstillen, Zwee ist offenbar auch noch nicht soweit, aber langsam wünschte ich mir wirklich, dass sie für ihren Flüssigkeitshaushalt nicht mehr von mir abhängig wäre.

Nun stecken wir also in Zwees letztem Babymonat, und ich bin schon ein bisschen wehmütig, weil sie gar kein Minibaby mehr ist. Ich denke auch viel an die Zeit vor einem Jahr zurück. So doof das auch alles war (und so sehr ich auch immer noch daran knabbere), kann ich mir doch kaum noch vorstellen, dass Zwee jemals nicht bei uns war. Mein Sonnenschein, mein kleines, kuscheliges, lachendes Baby.

Donnerstag, 2. April 2015

BM im gar nicht so kleinen Urlaub

BM hatte - mal wieder - einen richtig tollen Urlaub mit Oma, Opa und PL. Für uns war es besonders schön, dass sie jeden Abend mit uns telefoniert und ganz viel vom Tag erzählt hat. Sie ist eben schon ein richtiges großes Mädchen. Beim Telefonieren lief hetzte sie hin und her - kein Wunder, denn wir machen das auch so. Irgendwann setzte sie sich dann immer auf das Fensterbrett in Schlafzimmer der Mädels, wohl um ein bisschen auszuruhen.

Jedenfalls hörten wir dann immer die Geschichten hinter den vielen Bildern, die meine Eltern den ganzen Tag über per WhatsApp geschickt hatten. Tatsächlich haben die Urlauber in vier Tagen soviel erlebt wie manche nicht in zwei Wochen. Ein besonderes Highlight war für BM, dass sie "boijen" waren und dass sie auch "mitboijen" durfte. Das hatte sie sich nun schon eine ganze Weile gewünscht. Sie sah zuckersüß mit den Boijen-Schuhen aus und hat (mit Omas Hilfe) mit den GANZ schweren Kugeln geboijt.


Das Wetter war ja leider mit Regen und Hagel eher winterlich. Trotzdem waren die Kinder reiten, wobei PLs Pferd wohl nicht so richtig auf Opa hören sondern lieber selbst die Laufwege bestimmen wollte. Außerdem waren sie noch im Kino (Shawn, das Schaf), diverse Male im Schwimmbad, draußen und drinnen auf Spielplätzen und zu guter Letzt noch auf dem Heimweg im Affenpark.



Als dann beide Kinder wieder zu Hause abgeliefert waren, kam zuletzt dann dieses Bild von meinen Eltern:

Sie haben ihren Enkelkindern wieder einmal einen sehr erlebnisreichen, tollen Urlaub beschert... und haben sich den Kaffee in Ruhe und Frieden redlich verdient.

Montag, 30. März 2015

Weil es mir gerade einfällt

Wenn wir Kuchen backen, muss BM jede Zutat kosten. Also rohes Ei lasse ich sie natürlich nicht, aber ansonsten eigentlich alles.

Und wie schmeckt Mehl? Nach nichts, oder? -  "Doch, das schmeckt zart."

Halbsturmfrei

Heute morgen trudelten meine Eltern und PL zu einem kurzen Boxenstop (a.k.a. Frühstück) bei uns ein bevor sie samt BM in den Urlaub fuhren. Nun haben R. und ich also so halb kindfrei, und ja, bislang scheint ein Kind wie kein Kind, denn Zwee schläft schon. Das heißt wir haben jetzt um 19:30 Uhr schon Feierabend!

Derweil hoffe ich, dass es meiner Mutti langsam besser geht, denn sie hat noch mit den Ausläufern eines Magen-Darm-Dings zu tun, was so einem Urlaub ja nicht gerade zuträglich ist. Heute Abend soll jedenfalls mit Opa eine Mitternachtsparty steigen... sobald Oma schläft.

Samstag, 28. März 2015

Wieso wir?

Wie andere Eltern Dinge tun sind ja schon oft eine Überlegung wert, sei es, weil man das ganz toll oder ganz doof findet. Selbst die, die ich doof finde, kann ich meist irgendwie nachvollziehen, wenn es nicht ganz offensichtlich das Kindeswohl gefährdet. Ein Beispiel war da neulich eine Mama in einer Facebookgruppe, die ihr 5 Monate altes Baby mit der Babyschale vorwärts anschnallte und sich dann über meine -  wie ich finde -  wirklich sachliche Antwort ärgerte.

Nun, meistens halte ich eben doch meinen Mund, weil ja doch alle irgendwie das Beste für ihre Kinder wollen und bestimmt auch nicht alle super finden, was wir so machen. Baby ständig rumschleppen und so. ;-)

Es gibt jedoch eine Sache, wo sich mir echt die Fußnägel hochkräuseln, so dass ich regelrecht weghören muss, um nicht auszurasten. Warum nur sagen soviele Mutter "wir", wenn sie von ihren Kindern sprechen. Ich meine: "Wir können jetzt krabbeln. Wir bekommen Zähnchen und müssen darum viel weinen. Wir wollen überhaupt nicht schlafen. Wir sind jetzt 10 Monate alt. usw... "

Ich finde, das ist eine echt fürchterliche Angewohnheit. Das Kind ist das Kind, die Mama ist die Mama. Dass mein Kind irgendwann krabbeln, sitzen, laufen kann, ist weder mein Verdienst noch habe ich es selbst zufällig gleichzeitig mit meinem Kind gerade erst gelernt. Na klar, bin ich auch stolz auf jeden Meilenstein, den meine Kinder erreichen, aber diese Wir-Ausdrucksweise geht mir echt gehörig auf den Senkel.

Dienstag, 24. März 2015

Große Sinen

Am Frühlingsanfang feierte meine Schwiegermutter ihren Geburtstag. Leider konnten Fieber-Zwee  nur aus der Ferne gratulieren... und waren so auch nicht dabei als das größte Geschenk offenbart wurde, auf das wir alle schon ziemlich ungeduldig gewartet haben.

Die liebe Kimmy ist schwanger!

Das kleine Herbst-Bambino wird irgendwann um den 29. Oktober zur Welt kommen. Wir freuen uns so sehr für Kimmy und M. und für uns natürlich auch, denn Onkel und Tante sein ist auch cool. BM war besonders begeistert als wir feststellten, dass sie und Zwee dann nicht mehr nur kleine (Cou)Sinen sondern auch große Sinen sein werden.

Größenunterschied

Zwee hat nun auch endlich eine Matschhose damit sie draußen krabbeln kann -  nachdem BMs erste Matschhose nicht mehr auffindbar war. Vermutlich war sie kommt zerschlissen.

BM trägt nun Größe 110, Zwee trägt die 74.

Sonntag, 22. März 2015

Schlaflos

Meine kleine Baby-Zwee liegt in ihrem Zimmer um eigenen Bett. Und ich liege in meinem Bett, habe Sehnsucht und warte, dass sie wach wird, damit ich sie hoch holen, stillen, ins Babybay legen und zum Einschlafen ihr Händchen halten kann. Zu meinem Einschlafen, meine ich.

Gute Besserung

Nachdem unsere Zwee auch am Donnerstag noch ein Häufchen Elend war, immer wieder über 39°C fieberte, die Tage in der Manduca verschlief und zwischendurch Eigenschaften nur zum Weinen aufwachte, ging ich nochmal mit Uhr zum Arzt. Nach anderthalb Stunden warten, warf die Ärztin eine Blick auf Zwee und stellte gleich fest, dass sie ja ganz dolle krank aussieht. Tatsächlich ist unser Baby auch ganz dünn geworden. Also jedenfalls deutlich dünner.

Die Untersuchung ergab, dass der Paukenerguss schlimmer geworden war und ein Pieks in den armen kleinen Babyfinger zeigte einen recht hohen Entzündungswert. Der Arztbesuch war wieder eine ziemliche Tortur für meine Zwee, aber mittlerweile machte ich mich  auch wirklich Sorgen, weil es ihr gar nicht besser gibt. Jedenfalls bekommt Zwee nun mit zarten 10 1/2 Monaten zum ersten Mal ein Antibiotikum.

Nun geht es ihr seit gestern langsam wieder besser. Sie ist wieder längere Zeit wach und hatte auch endlich wieder ein bisschen Lust zu spielen. Außerdem hat sie auch schon wieder ein bisschen was gegessen, was hoffentlich recht schnell dazu führt, dass sie ihre Speckröllchen wieder ausfüllt, und den ständigen Stillkackawindelexplosionen ein Ende setzt. Allein heute hat Zwee sich nämlich durch vier Outfits gekackert.

Morgen gehen wir Tür Kontrolle noch mal zu Arzt, und dann hat haben die ständigen Krankheiten hoffentlich wirklich erstmal ein Ende. Schließlich ist jetzt Frühling.

Samstag, 21. März 2015

Nächtlicher Ausflügler

Letzte Nacht hatte ich nach dem soundsovielten Stillen gerade Zwee noch im Arm, damit sie wieder einschlafen und ich sie ablegen könnte, als plötzlich BM mit hellwacher Stimme nach mir rief. Na, wunderbar dachte ich. Wenn man sich doch nur zweiteilen könnte. Zwee hatte es aber just in dem Augenblick ins Land der Träume geschafft und ließ sich ablegen, so dass ich nach BM schauen konnte.

Zum Glück mache ich auf dem Weg nach unten immer schön die Taschenlampe im Handy an, denn sonst wäre ich unweigerlich auf BM getreten, denn sie lag nicht im Bett sondern auf dem Teppich davor. Sie konnte mir nicht erklären, was sie da einfach machte sondern schlief sofort weiter als ich sie wieder in ihr Bett gelegt hatte. Heute früh konnte sie sich an den Vorfall nicht mehr erinnern.

Sie kann nicht heraus gefallen sein, weil das Bett von einem Schutzgitter umrandet ist. Das heißt sie muss irgend etwas geträumt haben, das sie zum Herausklettern animierte. Danach hatte sie auf dem Teppich einfach weiter geschlafen. Ich vermute, dass sie mich gerufen hat, weil ihr kalt war. Oder vielleicht war sie auch einfach desorientiert.

BM ist zwar ein rechter Wildfang, aber sie war noch nie ein Bettflüchtling. Sie kommt weder Abends einfach wieder raus, noch steht sie morgens einfach auf, ohne vorher nach uns zu rufen -  zumindest, wenn noch alles ruhig ist. Ein paar Mal hat sie mich schon im Bad überrascht und zu Tode erschreckt.

Na, jedenfalls ist nach der Aktion BMs Wunsch nach einem Hochbett mit Rutsche in noch weitere Ferne gerückt. Genau auf dieselbe Weise ist PL schließlich mal im Schlaf über das Kopfteil ihres Hochbettes geklettert und hinunter gestürzt.

Mittwoch, 18. März 2015

Lazarett Isndingwa

Schon vor über einem Monat schrieb ich, dass ich die Nase gestrichen voll habe von den ständigen Krankheiten. Murphy war das scheißegal und präsentierte mir stattdessen eine kranke BM als R. in Singapur weilte.

Tatsächlich war BM nur einen Tag in der Kita bevor sie Abends beim MauMau spielen verkündete: "Ich fühle mich so an, ich spuckern muss." Während ich noch überlegte, ob das ernst zu nehmen sei (BM hat ja vor allem Abends immer leichte hypochondrische Ansätze), stand mein tapferes Mädchen von der Couch auf, raffte ihr Elsa-Kleid aus dem Weg und erbrach sich auf den Couchtisch neben die Spielkarten. Danach war sie erstmal guter Dinge und vor allem stolz, ihr Kleid gerettet zu haben. Ein paar Schlucke Wasser kamen dann jedoch auch recht zügig wieder heraus. Sie schlief völlig ermattet ein. Nachts wachte sie auf und ich ließ sie schluckweise trinken - was leider auch wieder direkt heraus kam. Die Spuckerei hatte damit zwar ein Ende, aber BMs Bäuchlein zwickte noch ein paar Tage und sie konnte kaum etwas essen.

Irgendwann kam noch ein zunächst harmloser Schnupfen dazu, der - nachdem BM genau einen Tag wieder in der Kita gewesen war - noch Fieber mitbrachte. BM kriegt eigentlich nicht so leicht Fieber - tatsächlich hatte sie seit ihrer Scharlacherkrankung vor anderthalb Jahren kein Fieber mehr gehabt und nun in kürzester Zeit zweimal mehrere Tage lang. Wahrscheinlich war der kleine Körper immer noch von der Krankheit in der Strohwoche geschwächt.

Am vergangenen Donnerstag ging BM dann wieder in die Kita. Als ich sie dort abholte, erklärte sie, dass sie Ohrenschmerzen habe. Also war sie am Freitag wieder zu Hause bzw. bei Oma. Seit Montag geht sie nun wieder in die Kita - heute immerhin schon den dritten Tag, und wir hoffen sehr, dass sie diesen hartnäckigen Infekt nun endlich abgeschüttelt hat.

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Dafür hat Zwee den Fiesling nun wohl nahtlos übernommen. Obwohl sie ihren Schnupfen am Freitag fast überwunden zu haben schien und vor allem die ganze Woche fieberfrei war, irrten wir und die Kinderärztin uns über die Unbedenklichkeit des Infekts - denn am Samstag Nachmittag wurde Zwee plötzlich ganz kuschelig und knatschig. Nach dem Abendessen fieberte sie dann plötzlich hoch. Das kann noch nicht von der Impfung kommen, weil die Lebendviren erst in etwa einer Woche eine Reaktion bewirken. Nichtsdestotrotz hat das kleine Körperchen mit Infekt und Impfung nun wohl allerhand zu tun. Zwees Temperatur steigt immer wieder auf 39°C, was sie sehr unglücklich macht. Wie BM scheint sie nicht zu den Kindern zu gehören, die auch mit Fieber einfach weiter spielen.

Am Montag ging also mit meiner schlappen, traurigen Zwee wieder zum Arzt, wo festgestellt wurde, dass die Erkältung ihr zwischenzeitlich auf die Ohren geschlagen ist. Auf einer Seite ist das Trommelfell streifig (was auch immer das heißt) und auf der anderen hat sie einen Paukenerguss. Wenn es Zwee bis morgen früh nicht besser geht, werde ich wohl noch einmal mit ihr zum Arzt gehen. Ich hoffe, dass sie diesen Infekt nun recht schnell abwirft und dann Ende der Woche nicht allzu hart von den Impfnebenwirkungen getroffen wird.

Derweil verbringe ich die Tage mit Zwee in der Manduca. Sie will nur kuscheln, gar nicht spielen. Steigt das Fieber wird sie sofort ganz arm, wimmert vor sich hin und weint heiße Kullertränen. Nachts lässt sie sich kaum mal 20 Minuten ablegen. Manchmal darf ich im Liegen mit ihr kuscheln, aber eigentlich will sie nur auf meinem Schoß liegend schlafen. Das heißt, ich soll dabei sitzen bleiben.

R. hilft mir, wo er kann, aber die Tage sind echt lang und Nachts muss er ja auch mal schlafen, um für die Arbeit fit zu sein. Gerade bin ich einfach nur froh, dass Zwee noch so gern an der Brust trinkt, denn auch wenn sie sehr appetitlos ist und oft nur nuckelt, kommt doch immer genug Flüssigkeit heraus, um die Windeln regelmäßig zu füllen. Mit Wasser würde das im Moment bestimmt nicht so gut klappen.

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Dass ich eigentlich auch erkältet bin, spielt ja kaum eine Rolle. Aber hey, ich würde auch gern mal wieder einfach ganz in Ruhe krank sein können. Stattdessen wecke ich mit meinem Gehuste Zwee auf, wenn sie mal gerade eingeschlafen ist. In meiner Vorstellung ertönt dann immer ein lautes ZONK!-Geräusch.

Zwees U6

Eigentlich sollte Zwees U6 erst Ende April stattfinden, doch wegen der aktuell gehäuften Masernausbrüche in Berlin, wollten wir die Mumps-Masern-Röteln-Impfung gern vorziehen, so dass wir schon am Freitag - als Zwee 10 Monate und 9 Tage alt war - den Termin zur U6 und Impfung hatten.

Dafür, dass wir diesen neuen Termin erst kurzfristig vereinbart hatten, ging es diesmal so schnell wie noch nie. Wir mussten überhaupt nicht warten sondern konnten direkt ins Umziehzimmer, wo wir kaum Zwees Klamöttchen ausgezogen hatten als es auch schon zum Vermessen ging.

Unsere Zwee ist 69 cm lang, wiegt 8.420 g und hat einen Kopfumfang von 44,4 cm. Perfekte Maße.

Dann ging es auch direkt weiter zur Kinderärztin. Wir unterhielten uns über Zwees aktuellen Schnupfen - der kein Problem für die Impfung sein sollte - und über die Notwendigkeit, unbedingt schnellstmöglich gegen Masern zu impfen. Die Ärztin war relativ entspannt, verstand aber, dass ich Zwee nicht von allen möglicherweise ungeimpften Fremden fernhalten kann. Wir müssen ja auch wenigstens mal in die Kita und einkaufen. Und ja, vielleicht sind ein paar soziale Kontakte auch wünschenswert.

Während wir uns so unterhielten untersuchte sie Zwee während diese auf meinem Schoß saß. Ohren und Hals angucken fand Zwee ziemlich doof. Dann hielt die Ärztin ihr zwei kleine Kügelchen hin. Ehrlich gesagt, habe ich kaum mitbekommen, was Zwee damit eigentlich tun sollte. Aber laut R. griff sie wohl vorbildlich danach. Vielleicht ging es um den Zangengriff.

Dann ging es ratzbatz weiter. Die Ärztin fragte, ob Zwee krabbelt (ja) und sich hochzieht (bis auf die Knie) und ob sie Silben plappert (ja, noch nicht Mama oder Papa, aber trotzdem reichlich Silben). Dann sportelte sie unter lautem Protest noch mit Zwee herum, und war wieder sehr zufrieden.

Alles in allem merkt man unserer Baby-Zwee gar nicht mehr an, dass sie knapp sechs Wochen zu früh auf die Welt kam. Darüber freuen R. und ich uns ganz besonders.

Dann ging es an die Impfung. Zwee saß auf meinem Schoß und fand es schon doof als ich nur ihr Ärmchen festhielt. Natürlich musste sie ganz doll weinen und weinte mir danach noch heiße Tränen an den Hals. Trotzdem bin ich froh, dass sie nun immerhin schon mal die erste Masernimpfung intus hat und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion damit schon stark reduziert wird.


Freitag, 13. März 2015

Für euch getestet

Zum haarsträubenden Zähneknirschen reichen ein dreiviertel Zahn oben und ein halber Zahn unten. Zwee findet dieses Gefühl wohl richtig toll, denn sie kann scheinbar gar nicht mehr damit aufhören. Brrrrrr.

Sonntag, 8. März 2015

10 Monate Zwee

Im 10. Lebensmonat ging Zwees motorische Aufholjagd in großen Schritten weiter. Nachdem sie vor einem Monat erstmals ein bisschen robbte, perfektionierte sie diese Kunst innerhalb der folgenden zwei Wochen. Ich fand es zum Umknutschen süß wie sie dazu die kleinen Speckärmchen ganz schnell voreinander legte und wie dabei der kleine Windelpopo hin und her wackelte. Von mir aus hätte das noch eine Weile so weiter gehen können, doch solange wollte Zwee nicht warten.

Mit 9 Monaten und knapp 3 Wochen krabbelte sie dann beim Babyturnen den ersten Meter. Danach klappte es auch direkt zu Hause auf den glatten Fliesen. Ein paar Tage lang wechselte sie immer wieder zum Robben, wenn es etwas schneller gehen sollte, doch mittlerweile wird hier nur noch gekrabbelt. 

Seit dieser Woche traut Zwee sich auch aus dem Zimmer heraus, in dem sie gerade ist - meistens natürlich um mir hinterher zu krabbeln, aber auch immer öfter aus reiner Neugierde. Ihr ganzes Tun steht im Sinne des Entdeckens. Steckdosen, Kabel, Pflanzen und BMs Spielzeug stehen besonders hoch im Kurs, so dass Nein-Nein! nun ein häufig erklingender Ausruf im Hause Isndingwa ist - sehr zu Zwees Leidwesen. Besonders gern krabbelt sie ins Bad, um dort den Mülleimer zu bespielen. Da sie das nicht darf, steht der nun oft auf der Heizung. Auch BMs Zimmer findet Zwee super. Dort liegt nun meist der kleine Stuhl auf dem Boden, weil sie den auch so toll findet und schon ein paar Mal umgeworfen hat. Zwee nutzt auch jede Gelegenheit, aus dem Haus auszubüchsen. Anfänglich nur, wenn ich sie im Flur abgesetzt hatte, um schnell den Kinderwagen aus dem Schuppen zu holen, mittlerweile aber auch jedes Mal, wenn ich z.B. schnell den Müll herausbringe. 

Bislang haben wir die Treppengitter noch nicht wieder angeschraubt - bis auf das eine, dass neben BMs Zimmer sowieso nie abmontiert worden war. Dieses übt leider eine große Anziehungskraft auf unser Krabbelmädchen aus, so dass wir heute oft mit ihr schimpfen mussten. Neulich hörte ich aus der Küche wie BM auf Zwee einredete: "Guck mal, so musst du das machen und dann das Bein hier rauf..." - Sie versuchte ihrer kleinen Schwester zu zeigen wie man die Treppe hinauf klettert. Das schafft Zwee natürlich noch nicht, versucht es seitdem aber immer wieder. Unsere Tage der gitterlosen Freiheit sind also wohl leider gezählt. 

Genau seit ihrem 10-Monatsgeburtstag fängt Zwee nun auch an, sich auf die Knie hochzuziehen und ein Bein aufzustellen. Sie schafft es bislang noch nicht, sich in den Stand zu drücken, aber es dauert bestimmt nicht mehr lange. So kniet sie nun mit Vorliebe an der Terrassentür und lacht das Windrad im Blumenkasten an. 

Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass Zwee in den vergangenen Wochen(?) wohl etwas ruhiger war. Kaum dass sie nun ein paar motorische Meilensteine "erledigt" hatte, fing sie wie verrückt an zu plappern. "Wah-wah-wah" ist ihr Lieblingswort, und sie klingt dabei wie ein kleines Entchen, womit sie dann also auch ihren aktuellen Spitznamen von mir weg hat. Nun hoffe ich doch ein bisschen, dass sie sich mit "Mama" nicht ganz so viel Zeit lässt wie ihre große Schwester.

Zwee isst weiterhin mal mehr mal weniger Brei. In den letzten Tagen jammert sie nun aber mehr und mehr nach dem Essen, das auf unseren Tellern liegt und verweigert dafür den Brei. Vor allem der Mittagsbrei wird so oft überhaupt nicht gegessen. Stückchen essen kann sie aber immer noch nicht, ohne über kurz oder lang doll würgen oder gar brechen zu müssen, und gequetscht ist es eben nicht mehr dasselbe Essen, dass wir essen. Vor allem schafft sie es noch lange nicht, sich an Stulle, Nudeln oder Gemüse satt zu essen. Aber das wird sich schon irgendwann ergeben. Wichtiger wäre mir, dass sie endlich anfängt, Wasser zu trinken, denn nein, dass tut sie bislang immer noch nicht.

Mittlerweile hat sich auch Zwees zweites Zähnchen - diesmal an eher klassischer Stelle - heraus geschoben:


Wenn Zwee satt ist, zwickt sie mich nun leider schon manchmal mit ihren Beißerchen (oder kneift mit den Fingern in die Brust). Dennoch treibt es mich eigentlich noch nicht zum Abstillen, und sie braucht die Milch ja zum einen noch, weil sie nichts anderes trinken mag, und zum anderen, weil sie Nachts immer noch sehr oft meine Nähe sucht und sich nur selten ohne Stillen beruhigen lässt. Über 3-Stunden-Abstände bin ich schon froh, gerade in den frühen Morgenstunden liegt aber oft nur eine halbe Stunde dazwischen. Gerade ist sie aber wieder einmal erkältet und appetitlos, so dass ich froh bin über jeden Schluck, den sie trinkt.

Unser kleiner süßer Babymensch wird immer mehr zum Kleinkind, ein "richtiger" Mensch mit Persönlichkeit - ich kann gar nicht fassen, dass sie bald schon ein Jahr bei uns ist.

Samstag, 7. März 2015

Strohwitwendings für Fortgeschrittene

Auch wenn R. nun schon seit einer Woche zurück ist, möchte ich wenigstens kurz etwas über die acht langen Tage ohne ihn aufschreiben. Nachdem R. am Samstag Morgen abgereist war, gingen wir Mädels mit meiner Mutti shoppen. Da ich BM eine Freude machen wollte, gab es unter anderem Kleidchen mit Elsa-Aufdrucken und neue Klackerschuhe a.k.a. Verkleidungsschuhe, weil ihre alten mittlerweile irreparabel zerschlissen waren. Wir verbrachten dann einen gemütlichen Tag im Dorf mit meinen Eltern. Am Sonntag machte BM einen Ausflug mit R.s Eltern zum Müggelturm während ich mir einen ruhigen Tag mit Zwee machte. 

Am Montag wachte BM auf und fragte noch mit geschlossenen Augen, ob Papa wieder da sei, denn sie habe geträumt, dass sie ihn gehört habe. Leider, leider noch lange nicht. Dafür musste sie nicht in die Kita, denn eigentlich wollte uns FrauMama besuchen. Diesmal wollten wir nicht nur die Babys sondern auch mal unsere Großen wieder zusammen führen, denn unsere ursprünglichen BKG-Babys haben sich seit locker zwei Jahren nicht mehr gesehen. Leider hatte Minimann Scharlach, so dass wir BMs freien Tag ohne Besuch, aber sehr einvernehmlich zu dritt verbrachten. BM nutzte den Tag, um ausgiebig - na, was wohl - Elsa zu spielen. 

Am Dienstag schlug dann Murphy zu. Mein Vati, der BM aus der Kita abgeholt hatte, schickte mir ein Foto meines im Auto schlafendes Kindes zu. Ich hörte die Nachtigall sehr laut trapsen. Tatsächlich brachten mir meine Eltern dann ein weinendes Fieberkind nach Hause - just zu der abendlichen Zeit, zu der auch Zwee immer schon ein bisschen weinen muss, weil sie total knülle ist. Zum Glück halfen mir meine Eltern dann noch, BM bettfertig zu machen während ich Zwee in Windeseile fütterte und bettfertig machte. So brachten sie uns dann noch nach oben ins Schlafzimmer bevor sie sich aus dem Haus schlichen. Dort angekommen schlief erstmal kein Kind. BM musste wegen Kopfweh und Fieber wimmern und weinen, und Zwee fand es so lustig, dass BM da war, dass sie keineswegs schlafen wollte. So zog sich das dann eigentlich durch die ganze Nacht. Immer war mindestens ein Kind wach. BM träumte schlecht und wältze sich umher. Zwee wollte nicht nur mal wieder stündlich trinken, sondern fand BMs Anwesenheit so spannend, dass sie von 2 - 3 Uhr wach sein musste. Das hatte ich mit ihr noch  nie!

Am Mittwoch war mit BM nicht viel los, Donnerstag ging es langsam bergauf, so dass wir immerhin schön viel Zeit draußen und im Garten verbringen konnten, denn es war der erste richtig frühlingshafte Tag. Ich schob Zwee im Kinderwagen und BM auf dem Buggyboard zur längst überfälligen DM-Eröffnung, wo BM für sich und ihr Schwesterchen je einen Luftballon ergatterte, die dann von beiden den Rest des Tages ausgiebig bespielt wurden. Wer braucht schon teures Spielzeug, wenn man einen Helium-Luftballon haben kann. 

Am Freitag machten wir erst einen langen Spaziergang mit einer Rückbildungsbekanntschaft - wobei ich erst Zwee im Kinderwagen und BM auf dem Buggyboard und dann BM im Kinderwagen und Zwee in der Manduca hatte. Ich sag's mal so, ich habe diesen Ausflug als Sporteinheit verbucht. BM fuhr dann mit ihrer Oma in den Wald, wo sie noch mehr frische Luft tanken konnte.

Dann war es auch schon Samstag. BM war wieder einigermaßen fit, so dass wir uns auf dem Spielplatz zum Radfahren und Klettern verabredeten. BM hatte zunächst etwas Mühe - über den Winter hatte sie das Anfahren ein bisschen verlernt. Es klappte dann aber schnell wieder, so dass sie mit J. ihre Kreise ziehen konnte während seine kleinen Zwillingsgeschwister umher tapsten und ich mit deren Mama schwatzen konnte. Danach ließen wir uns das erste Gegrillte in diesem Jahr bei meinen Eltern schmecken. 

Am Sonntag war es endlich soweit. BM war nach dem Frühstück schon ganz schön aufgeregt und konnte sich kaum auf's Elsa-Spielen konzentrieren bis wir endlich ins Auto stiegen und zum Flughafen fuhren, um unseren R. abzuholen. Es war so schön, endlich wieder zu viert vereint zu sein!

Ich war ein bisschen stolz darauf, dass ich die Woche gut überstanden hatte. Auch wenn ich es nie so geplant hätte, dass BM in der Woche zu Hause sein würde, war es im Nachhinein sehr schön so. Wir waren alle drei ziemlich entspannt und waren uns die ganze Zeit immer sehr einig. BM war superlieb und scheint die "freien" Tage mit Zwee und mir ebenso sehr genossen zu haben. 

Mal abgesehen davon, dass ich meinen Mann natürlich sehr vermisst habe, war ich aber auch froh, nun nicht mehr täglich 24 Stunden im Dienst zu sein. Ich meine, man hat schon trotzdem immer wieder etwas Freizeit, mich "stresst" dann eher der Gedanke, ständig alle Verantwortung allein zu tragen. Am Ende hatte ich nicht mal mehr Lust zu entscheiden, was es zum Essen geben könnte. 

Samstag, 21. Februar 2015

Aufgetankt

Seit heute früh 7 Uhr bis nächste Woche Sonntag Mittag bin ich nun Strohwitwe, da R. auf Dienstreise in Singapur ist. Ich freue mich wirklich für ihn, denn er wird voraussichtlich sogar etwas freie Zeit haben, um sich dort auch ein bisschen umzusehen. Ein bisschen neidisch bin ich auch, denn wer weiß, wann ich da mal hinkomme... und wenn es irgendwann mal soweit sein sollte, dann werde ich wohl kaum in der Business Class anreisen.

Nun sind meine Mädels und ich also acht lange Tage alleine ohne R. Zwee merkt das vermutlich noch nicht wirklich, aber BM und ich sind darüber ganz schön traurig. Darum war es umso schöner, dass R. aufgrund einer fiesen Zahn-OP eine Woche lang nicht arbeiten konnte und bei uns zu Hause war, so dass wir alle noch ein bisschen Gemeinsamkeit auftanken konnten - vor allem nachdem die Zahnschmerzen endlich etwas abgeklungen waren.

Zu guter Letzt hatten wir gestern einen richtig schönen Nachmittag, auch wenn er erstmal nicht ganz so losging wie geplant. R., Zwee und ich wollten BM direkt nach dem Mittagsschlaf aus der Kita abholen. Als wir nach unserem Einkauf dort ankamen, war BM jedoch gerade erst eingeschlafen - als alle anderen Kinder schon wieder am Aufstehen waren. Wir ließen sie schlafen und fuhren schnell nach Hause, um den Einkauf auszuladen. Dummerweise war BM zwischenzeitlich aufgewacht und noch viel dümmerer Weise hatte ihre Erzieherin ihr gesagt, dass der Papa bereits dagewesen und wieder abgefahren war. Als R. also wieder in die Kita kam fand er eine bitterlich weinende BM vor. Sie beruhigte sich dann zwar recht schnell, musste aber noch eine halbe Stunde später immer wieder so nach Luft schnappen wie das nach heftigem Weinen so ist. Mein armes, kleines Mädchen!

BM hatte sich gewünscht, dass wir zum Ritterspielplatz fahren und daneben ein Eis essen. Schlumpfeis sollte es sein. Leider war die Eisbude zu. Wir fuhren also weiter zu einer anderen Eisdiele, die ebenfalls geschlossen hatte. Ich weiß, es ist Winter, aber sind wir wirklich die einzigen, die im Winter auch gerne mal einen Eisbecher essen? Erwähnte ich, dass das kleine Mädchen mit den rotgeweinten Augen Schlumpfeis wollte? Uns schwante nichts gutes als dann noch ein weiterer Eisladen geschlossen war.

Zum Glück wendete sich das Blatt dann doch noch und wir kehrten stattdessen in eine Creperia ein, wo BM zu ihrem Crêpe auch eine Kugel Eis bekam. Vanille statt Schlumpf, war aber dann trotzdem okay. Die Laune war schlagartig super. Zwee hatte im Auto geschlafen und war somit gut ausgeruht. Sie fand es im Hochstuhl eine zeitlang sehr lustig und aß eine (für sie) rekordverdächtige Menge Vesperbrei. Und ich bekam ein Crêpe mit Erdbeeren und weißer Schokolade. Wer mich kennt, weiß, dass man mir mit so etwas eine große Freude machen kann.

Dann ging es endlich zum Spielplatz, wo erst R. und dann ich mit BM umherklettern mussten. Wie machen Kinder das nur? Das ist doch wie stundenlang Sport treiben - für uns Erwachsene zudem häufig in ergonomisch unvorteilhafter, gebückter Haltung. R. drehte dann eine Kuschel- und Einschlafrunde mit Zwee in der Manduca während ich BM beim Spielen auf dem Wasserspielplatz assistieren musste. Nein, es gab natürlich kein Wasser im Februar, aber irgendwie hatte sie doch reichlich zu tun. Es hatte irgendwas zu tun mit Sand von A nach B zu tragen und ggf. auszustreuen, damit es besser rutscht. Oder so.

Viel zu schnell ging die Spielzeit vorbei - mit Zwee müssen wir ja immer pünktlich um 18 Uhr essen, weil sie sonst während des anschließenden Abendprogramms zu unleidlich wird. Doch auch das ließ BM nach einigem Erklären ohne Meckern geschehen. Es wurde nur kurz hektisch als wir für die beiden hungrigen Kinder in Windeseile das Abendessen auf den Tisch zu bringen hatten - und schon war bei allen wieder die gute Laune hergestellt. Unsere Zwee plappert übrigens seit zwei Tagen so richtig viel. Bislang gab es mehrheitlich verschiedenste Aaaaah-Töne zu hören, doch plötzlich kommen immer mehr Silben ("Aiiii-daiiii-daiii").

Nachdem ich Zwee ins Bett gebracht hatte, spielten R., BM und ich noch drei Runden MauMau. Jeder gewann einmal, was BM recht gelassen hinnahm. Außerdem spielte sie zum ersten Mal richtig vorausschauend. Bislang hatte sie z.B. die Sonderkarten lieber auf der Hand behalten, weil die so cool sind, anstatt sie gewinnbringend auszuspielen. Oder sie hatte sich die Farbe gewünscht, die ihr am besten gefällt, anstatt der Farbe, die sie tatsächlich brauchte. Gestern machte sie das aber richtig gut und gab so einen Ausblick auf zukünftige, gemütliche Spielrunden. MauMau ist ja schon ein "richtiges" Spiel und macht mir persönlich viel mehr Spaß als "Kinderspiele". Dazu gab es auch etwas zu naschen und selbst die Smartiesexplosion als R. den Weihnachtsmann zerkloppte brachte bei allen nur Gelächter, wo es sonst vielleicht missbilligende Blicke von uns Erwachsenen oder sinnloses Genöle über schmutzige Smarties von BM gegeben hätte.



Als Bonus wachten heute beide Kinder früh genug und vor allem bestens gelaunt auf, so dass wir vier noch Zeit für eine kurze Kuscheleinheit im großen Bett, um so richtig viel Liebe und Viersamkeit aufzutanken. So gewappnet werden wir alle die nächsten acht Tage sicherlich gut überstehen.

Mittwoch, 18. Februar 2015

BM im Elsa-Glück

BM ist nun zum ersten Mal Fan von etwas - nämlich von (wie sie es sagt) "Die Eiskönigin - der ganze Film". Den ganzen Film hat sie mittlerweile auch gesehen und spielt nun seit Wochen in jeder freien Minute Elsa. Meistens spielt sie dabei DAS Elsa-Lied nach, wobei sie täglich besser mitsingen kann und neue Details hinzufügt. Das geht dann so:

BM zieht ein Verkleidungskleid oder Verkleidungsrock mit schickem T-Shirt an. Dazu kommen noch ein Handschuh und "Klackerschuhe" a.k.a. Ballerinas sowie ein Umhang aus zusammengeknoteten Jongliertüchern und eine Papierkrone. Außerdem muss ich ihr einen Elsa-Zopf flechten, den sie dann mit einer Haarspange hochsteckt - aus irgendeinem Grund nicht irgendwo auf dem Kopf sondern seitlich herum an die Stirn.  

Dann stapft sie durch den Schnee, wirft an den richtigen Stellen erst den Handschuh und dann den Umhang weg. Sie zaubert Olaf und später die Treppe aus Eis, welche sie dann "freeeeeiiii, endlich freeeeiiiii" mit weit ausgebreiteten Armen hinauf flitzt. Sie stampft mit dem Fuß auf, denn "hier bin ich und bleiiiiiibe hiiiiieeeer" - und zaubert ihr wunderschönes Schloss. Dabei macht sie die Bewegungen wirklich zunehmend eleganter. 

Das Grand Finale ist, wenn BM dann ihre Krone wegwirft, den Zopf löst, sich durch die Haare wuschelt... schnell ihre Sachen auszieht und ihr schickstes Verkleidungskleid anzieht - was natürlich etwas länger dauert als Elsas Zauberei und fürchterlich niedlich ist - bevor sie dann noch schnell eine imaginäre Tür hinter sich zuschlägt. 

Seit neuestem spielt sie auch die Krönung und den Streit mit Anna nach - wobei ihre Cinderella-Barbie als Anna herhalten muss. Wir hingegen sollen am besten immer auf der Couch sitzen und die Vorstellung angucken. Manchmal kommt sie dabei jedoch nicht mal über den "Vorspannt" hinaus, während dessen sie eigentlich immer nur erzählt, dass es gleich losgeht. Zudem müssen wir ständig irgendwelche Fragen über den Film beantworten. Das reicht von warum Elsa die Tür nicht für Anna aufmacht bis hin zu, wo Elsa denn eigentlich schläft, wo sie sich doch im Eispalast scheinbar kein Bett gezaubert hat. Und ja, so langsam gehen und Elsa und Anna gehörig auf den Senkel. 

Jedenfalls wünschte BM sich ja nun ein Elsa-Kleid zum Geburtstag. Das tat mir dann irgendwie total leid, weil sie ja erst im September Geburtstag hat. Auch Ostern ist noch eine Weile hin, wenn man bedenkt, dass das Elsa-Fieber schließlich JETZT gerade wütet. Also klauten wir uns eine Idee aus meiner FB-Mutti-Gruppe und ließen BM Punkte für ein Elsa-Kleid sammeln. Tatsächlich hat sie dafür (mit etwas Augen zudrücken) nur einen zusätzlichen Tag gebraucht, weil sie bei "Nicht nölen" und "auf Mama und Papa hören" mal ein paar Aussetzer hatte. Gestern war es dann soweit, BM bekam ihr Elsa-Kleid "bis zum Boden und mit langem Glitzerumhang". Und es kam wie BM es voraus gesagt hatte: "Stimmt's, wenn ich dann mein Elsa-Kleid habe, will ich bestimmt nur noch Eiskönigin spielen." Stimmt. 



Auch wenn es gestern das Elsa-Kleid gab, reihte sich BM heute beim Kita-Fasching nicht in die Reihe der zwei Elsas und einen Anna, sondern war wie von ihr bereits seit Monaten geplant eine zuckersüße Biene. Aber nächstes Jahr möchte sie dann als Elsa verkleidet gehen. 

Wissta Bescheid!

Kurz gearbeitet

Auf den Tag genau ein Jahr nach meinem ersten Tag im Beschäftigungsverbot war ich am Freitag einen halben Tag arbeiten. Mein Chef hatte zum Ziele-und-Herausforderungen-2015-Workshoppen eingeladen, worüber ich mich sehr freute. Zum einen, weil ich so ein bisschen mitreden konnte, woran ich ab Juni arbeiten werde, aber vor allem, weil ich endlich mal wieder ein bisschen fachsimpeln konnte.

Dennoch sah ich dem Tag eher mit einem bangen Gefühl entgegen, weil Zwee ja leider immer noch aus keinerlei Gefäßen trinkt, sondern nach wie vor ernährungsmäßig abhängig von meiner Brust ist. Klar, würde sie innerhalb von fünf Stunden kaum verdursten, aber sie soll ja auch nicht vor Durst weinen müssen. Außerdem hat Zwee zur Zeit immer noch sehr viel Sehnsucht nach mir, sobald ich mich mehr als eine Nabelschnurlänge von ihr entferne. Sogar bei R. weinte sie in letzter Zeit wieder öfter und ließ sich kaum von ihm beruhigen. Ich war schon drauf und dran, den Termin abzusagen, entschloss mich aber dann doch hinzufahren.

Was soll ich sagen, unsere Ängste waren - zumindest an dem Tag - völlig unbegründet. Als ich ging hatte Zwee gerade eine Stunde auf meiner Brust geschlafen und noch mal ordentlich daran getrunken, d.h. sie hatte in jeder Hinsicht reichlich Mama-Liebe aufgetankt und war guter Dinge. Und so kamen sie und R. gemeinsam sehr gut durch den Tag. Zwee aß recht gut Mittag und Vesper, trank wie immer quasi nichts, blieb aber dabei gut gelaunt, spielte und kuschelte mit ihrem Papa. Ich glaube, R. war vorher auch ganz schön angespannt und auf das Schlimmste gefasst. Umso mehr freue ich  mich, dass die beiden ein paar schöne Stunden zu zweit hatten.

Ich leistete derweil meinen Beitrag auf Arbeit und konnte mein Gehirn mal wieder mit Nicht-Mama-Themen stimulieren. Es war ein gutes Gefühl, und auch wenn ich mir heute noch nicht vorstellen kann, nicht ständig bei Zwee zu sein, weiß ich doch, dass ich im Juni sehr bereit sein werde, wieder arbeiten zu gehen. Bis dahin werde ich jeden einzelnen Tag mit meinem Baby genießen... und bin ein bisschen froh, dass sich ein paar Arbeitsthemen bis dahin wohl in Wohlgefallen aufgelöst haben und mich nicht mehr tangieren werden.

Mit diesem Termin aus dem Weg, bin ich nun auch wieder entspannter was das Trinken angeht. Ich bin sicher, dass Zwee demnächst verstehen wird, dass das Zeug aus den diversen Flaschen und Tassen nicht nur ihr T-Shirt nass macht sondern auch ihren Durst löschen kann.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Neun Monate Zwee

Hilfe, unser Baby ist schon neun Monate alt. Ein dreiviertel Jahr. Sie ist so lange auf der Welt wie sie eigentlich in meinem Bauch hätte sein sollen - und so wie die Schwangerschaft viel zu früh endete, habe ich jetzt auch das Gefühl, dass sich Zwees Babyzeit in viel zu schnellen Schritten ihrem Ende nähert.

Die Tage um ihren Neun-Monatsgeburtstag nutzte Zwee für die Entwicklung allerhand neuer Gadgets - kein Wunder, dass mir nun alles vorkommt wie im Zeitraffer.

Da hätten wir zwei Tage vor der Neun-Monatsmarke zunächst mal das erste Zähnchen, welches kurioser Weise weder unten noch mittig zu finden ist, sondern hier:


Mittlerweile ist dieser erste Zahn auch schon recht weit heraus gewachsen und ich merke ihn in bestimmten Positionen auch beim Stillen, was mich weiteren Zähnen eher unentspannt entgegen sehen lässt.

Am selben Tag schaffte Zwee es zum ersten Mal, sich ein wenig vorwärts zu bewegen. Mittlerweile robbt sie auf glatten Böden schon ziemlich flink umher. Für weitere Strecken fehlen noch ein paar Muckis, aber Zwee hat auf die Weise dennoch in kürzester Zeit ihren Spielradius deutlich erweitert. Besonders gern robbt sie nun zu ihrem Spielzeugregal, räumt die untersten Kisten aus oder zottelt solange herum bis sie eine davon herausbekommt, um sie dann genüsslich zu entleeren. Gestern tat sie dies dann auch zum ersten Mal im Spielzeugregal im Wohnzimmer und schleckte fröhlich BMs Spielzeug an... Das habe ich meiner großen Tochter vorsichtshalber noch nicht erzählt.

Am Sonntag - also mit neun Monaten und vier Tagen setzte Zwee sich zum ersten Mal hin - zuerst nach dem Baden auf dem Wickeltisch. Da glaubten wir noch an einen Zufall, weil die Auflage ja recht weich und gewölbt ist. Da saß sie jedenfalls plötzlich mit dem Rücken zu mir und lehnte sich bei mir an. Wenig später spielte sie mit R. und Kimmy und tat es einfach so wieder.
Beim Babyturnen habe ich viele Kinder gesehen, die sich über die Seitlage nach und nach ins Sitzen hochstemmen, doch Zwee benutzt dieselbe Technik wie BM vor vier Jahren. Sie streckt das rechte Bein rechtwinklig zur Seite und schiebt den Po nach hinten bis sie sitzt. Dennoch war es bei Zwee irgendwie ganz anders als bei BM. BM wirkte als Baby immer sehr ehrgeizig. Sie ackerte und übte bis sie - immer recht zeitig - eine neue Fähigkeit erlangt hatte. Bei Zwee war es eher so, als habe sie irgendwann einfach entschieden, dass sie jetzt sitzen könne. Jedenfalls habe ich sie nie so richtig üben sehen.

Mehr und mehr Zeit verbringt Zwee nun auch auf allen Vieren vor und zurück schaukelnd. Mal sehen, wann ihr bald einfällt wie man krabbelt. Da sie nun aber schon mal robbend vorwärts kommt, ist das umstoßen von Stapeltürmen eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Außerdem robbt sie sich gern an Schränke heran und untersucht eingehend Schrauben, Bohrungen und andere kleine Details.

Wenn man irgendwo in ihrer Nähe auf dem Boden sitzt, beschäftigt Zwee sich auch schon sehr ausdauernd alleine. Wenn sie gut drauf ist, darf ich nebenher auch herumlaufen und Dinge erledigen. Es ist aber meistens nicht in Ordnung, wenn ich dazu das Zimmer verlasse. So ist sie eben meistens dabei - nun aber nicht mehr ständig in der Manduca sondern friedlich auf dem Boden spielend. Da sie noch nicht allzu schnell vorwärts kommt, geht das auch noch recht problemlos.

Wenn ich allerdings mit ihr schimpfe, weil sie zum x-ten Mal mit einem Freudensquietscher die Steckdose unter dem Wohnzimmerschrank anpeilt, dass lacht sie nur. Zwee hat offenbar noch nicht so richtig raus, welche Tonlage schimpfen ist. Das merkt man auch, wenn ich wie gestern mit BM schimpfe bzw. wir haben uns ziemlich angezetert. Zwee lachte jedoch auch darüber.

Als Kimmy am Sonntag bei uns war, haben wir unser Neun-Monatsbaby auch mal vermessen: Sie ist jetzt ungefähr 70 cm groß und wiegt 7.800 g. Glauben wir.

Seit ein paar Tagen ist Zwee mal wieder einigermaßen gesund bzw. nur ein kleines Bisschen erkältet. Das wirkt sich positiv auf ihren Appetit aus, jedenfalls isst sie wieder ganz gut. Wir nehmen alle Mahlzeiten gemeinsam ein, was wir BM, glaube ich, erst viel später gemacht haben. Morgens frühstückt sie (unter der Woche) mit BM und mir. Dazu bekommt sie ein Babymüsli. Mittags gibt es weiterhin selbstgekochten Brei. Mehr als drei oder vier Eiswürfelchen schafft sie allerdings nicht. Nachmittags gibt es Obst-Getreide-Brei aus dem Gläschen und Abends Babygrießbrei o.ä. mit etwas Obst.

Leider - also mittlerweile empfinde ich es als "leider" - trinkt Zwee immer noch keine nennenswerten Mengen Wasser. Ich habe diverse Trinklernflaschen und -tassen probiert. Am besten scheint es jetzt mit einer "richtigen" Nuckelflasche zu gehen. Als nicht Flaschenmami habe ich gestern auch erstmal erklärt bekommen, dass das Wasser etwas rausspritzt, wenn man oben auf den Sauger drückt. Auf die Weise habe ich heute rekordverdächtige 20 ml aus der Flasche herausbekommen. Davon ist nicht mal alles im Bäuchlein gelandet, denn das T-Shirt war auch immer mal ein bisschen nass, weil Zwee das Wasser oft einfach wieder herauslaufen lässt anstatt zu schlucken. Eigentlich spielt sie mit jeglichen Trinkgefäßen einfach nur herum, kaut an den Tüllen und drückt sie mit der Zunge immer wieder an die Seite ihres Mündchens.

Trotzdem ist das Stillen tagsüber schon deutlich weniger geworden. Vor- und Nachmittags nimmt sie oft nur ein paar Schlucke. Vor oder während des Mittagsschlafs trinkt sie aber immer sehr ausgiebig. Da der Abendbrei ihr offenbar gut schmeckt, clustertrinkt sie Abends nicht mehr an beiden Seiten hin und her sondern oft nur noch an einer Seite. Wenn Zwee gesund ist, schaffen wir Nachts 2- bis 3-Stunden-Abstände, wenn sie erkältet ist, will sie mindestens stündlich trinken. So richtig gut ist das alles nicht - zumal Zwee jetzt immer mehr durch das Babybay wuselt und sicherlich bald ausziehen muss. Dann werde ich also wieder wie bei BM ständig ins Kinderzimmer tigern und dort auf dem Stillstuhl frieren.

On the upside, ist Zwee ein ziemlich guter Einschläfer. Zum einen ist sie sehr verlässlich ab 18 Uhr hundemüde. Dann gibt es Abendessen und direkt im Anschluss wird Zwee bettfertig gemacht. Manchmal schläft sie direkt an der Brust ein, immer öfter gelingt es mir aber, das zu vermeiden. Dann trage ich Zwee kurz umher, singe ein bis drei Lieder und kann mein zuckersüßes schlafendes Baby ins Bettchen legen. Jedenfalls dauert es nie wirklich lange bis sie schläft.

Jeden Tag muss Zwee tausende Küsschen von mir einstecken. Ich finde sie einfach umwerfend, bezaubernd, zuckersüß und bin sehr froh, dass auch mein zweites Baby sehr kuschelig ist. Zum Ausruhen lässt sie sich gern ein Weilchen umher tragen und schaut neugierig zu, was ich so mache. Zwischendurch legt sie dann immer kurz ihr Köpfchen an meine Brust. Und nichts gibt mir so sehr das Gefühl von Liebe und Geborgenheit wie meinem Baby in meinen Armen oder in der Manduca beim Einschlafen zuzusehen. Wenn Zwee nachts wach wird, sucht sie sofort meine Nähe. Wenn ich sie dann gestillt habe, nehme ich Zwee immer noch einmal an meine Halsbeuge und kuschele Wange an Wange mit ihr. Ihr Köpfchen liegt dann in meiner Hand, und das kleine Gesichtchen sieht so wunderschön und friedlich aus, dass ich jedes Mal vor Liebe zerfließen könnte.

Ich weiß, jedes Alter ist toll - zumindest bis viereinhalb kann ich da gut mitreden. Dennoch würde ich gern die Zeit anhalten und vielleicht sogar ein bisschen zurück drehen, weil mir alles viel zu schnell geht.

Sonntag, 8. Februar 2015

Komm da raus!

Stelle eigentlich nur ich mich so dämlich an oder sind diese Spinatschachteln doch ein Verpackungsfail?

Donnerstag, 5. Februar 2015

Mir reicht's

Irgendwann müssen doch diese ständigen Erkältungen in unserer Familie ein Ende haben. Seit Anfang Dezember war unsere arme kleine Baby-Zwee nie eine ganze Woche lang gesund. Auch BM erwischt es immer wieder. Zur Zeit schnupft sie auch wieder herum. Und heute früh sagte BM zu mir, ich solle nicht so anders sprechen, denn das fände sie nicht schön. Ja, ich auch nicht, aber leider ist mir die aktuelle Erkältung mal wieder auf die Stimmbänder geschlagen.

Keine Ahnung, ob wir uns diese Viren immer wieder aus der Kita holen. Die Kinderärztin meinte Anfang des Monats, dass man das gar nicht verhindern könne, auch wenn wir versuchen, die Kinder von einander fern zu halten. Auch wenn sie sich nicht gegenseitig die Finger in den Mund stecken und sich anbieten, sind die Keime doch im ganzen Raum. Es hilft wahrscheinlich auch nicht, dass Zwee nun immer weniger auf dem Teppich sondern mehr mit dem Bäuchlein auf dem kalten Fußboden liegt.

Vergangene Nacht wachte Zwee klagend auf, weil das kleine Näschen total verkrustet war und sie gar keine Luft mehr bekam. Als ich sie dann davon befreit hatte, war sie so wach und traurig, dass ich sie erstmal eine Stunde in die Manduca nehmen musste. Mitten in der Nacht. Ja, ich bin müde.

Da aber nicht alles doof ist, gibt es hier nun auch ein Foto von dem kleinen Olaf-Schneemann, den BM am Dienstag mit ihrem Opa baute. Erst wollte sie gar nicht rausgehen, aber wir befanden, dass sie zu nörgelig war, um im Haus zu bleiben. Als sie sich dann erstmal von  ihrem Bock befreit hatte, hatte sie dann doch noch viel Spaß mit dem Bisschen Schnee.

Ansonsten spielt BM zur Zeit nur Elsa. In jeder freien Minute singt sie eine eigenwillige Version von Elsas Lied, wirft zur rechten Zeit ihren aus bunten Tüchern zusammen geknoteten Umhang weg, stampft mit dem Fuß auf, zaubert ein Schloss und zieht dann schnell ein schönes Kleid an. Ihre Cinderella-Barbie ist immer dabei und übernimmt die Rolle von Anna. Einer von uns darf dann Olaf oder der doofe Prinz Hans sein. Mehrheitlich sollen wir still sitzen und zugucken. Puh!

Montag, 2. Februar 2015

Spitz

Heute kaute Zwee mir wie so oft auf meinem Finger herum. Das macht sie eigentlich schon immer, doch heute fühlte ich links oben plötzlich etwas Spitzes. Meine ich jedenfalls, denn nachgucken bzw. nachfühlen durfte ich nicht.

Ob unserem Baby nun doch langsam Zähnchen wachsen? Umso mehr müssen wir nun dieses bezaubernde zahnlose Grinsen aufsaugen und genießen. Dazu gab Zwee uns heute sehr viel Gelegenheit. Vor allem ihren Papa strahlte sie unermüdlich an, wenn er von seinem Home Office-Platz zu uns herunter kam. Außerdem freute sie sich sehr doll über ihr Spielzeug heute und -  glaube ich - dass sie nun aus eigener Kraft dorthin gelangen und Kisten ausräumen kann. Einige Male lachte sie laut los, ohne dass ich irgendetwas zu ihrem Amusement beitrug. Als sie heute früh mit Essen fertig war, durfte sie noch im Hochstuhl in einem Stoffbuch blättern. Dabei feixte und quietschte sie eine Klappe darin die ganze Zeit fröhlich an.

Es macht solchen Spaß zuzusehen wie unsere Zwee immer neugieriger wird und sichtlich Freude daran hat, ihre Umgebung nun selbst zu erkunden.