Dienstag, 4. August 2015
Kita-Ferien II
Wir bekamen Besuch von K mit H und Klein-O, trafen allerhand Kinder auf dem Spielplatz, grillten mit den Nachbarn, waren bei Kimmy und M. zu einem leckeren Essen eingeladen, besuchten gemeinsam mit Zwees CTG-Kumpel und dessen Familie ein Sommerfest auf dem Reiterhof und feierten Kimmys Geburtstag (Nachträglich nochmal alles Liebe und Gute!). Zwischendrin blieb immer viel Zeit zum Spielen und sogar dann und wann ein paar Minuten Nichtstun, wenn die Mädels gleichzeitig Mittagsruhe hielten.
Im letzten Post erwähnte ich schon, dass unsere Mädels quasi über Nacht mehr miteinander spielen und interagieren, wohl einfach, weil Zwee das nun langsam immer besser kann und BMs Bemühungen somit endlich belohnt. In dieser Woche liefen die beiden immer wieder gackernd Hand in Hand umher, sie umarmten sich viel, spielten Fange und machten Quatsch am Esstisch. Im Garten quietschte Zwee vor Freude als BM ihr mit einem Kännchen immer wieder Wasser brachte, es für Zwee in ein Bächerchen goss, welches sie umgehend wieder auslaufen ließ. Noch lustiger wurde es als BM anfing sie mit etwas Wasser vollzuspritzen (na, ehrlich gesagt, nahm sie immer wieder einen Schluck und "spuckte" es in Zwees Richtung).
Allerdings merkt man nun immer häufiger, dass beide Mädchen aufeinander eifersüchtig sind. Wenn Zwee jammert, macht BM gern absichtlich lautstark mit. Der Geräuschpegel treibt mich dann schnell auf die Palme, und leider bekommt BM dann häufig Mecker, weil sie mir den letzten Tropfen bietet, der meinen Geduldsfaden reißen lässt, obwohl eigentlich Zwee daran gesäbelt hatte. Wenn ich Zwee auf dem Arm habe, kommt BM nun oft und will ebenfalls auf den Arm. Wenn ich dann tatsächlich beide Kinder hochnehme oder auf dem Schoß habe, findet Zwee das überhaupt nicht gut, sondern versucht ihre Schwester wegzuschieben... was dann meist auch in einem lautstarken Zweiklang an Genöle endet. Aber wie gesagt, größtenteils war es eine sehr schöne und einvernehmliche Woche.
Wir nutzen die Gelegenheit und machten zum ersten Mal eine kleine Radtour zu viert, d.h. BM mit ihrem großen Fahrrad, das sie vor einigen Wochen von Oma und Opa geschenkt bekam, und Zwee im Fahrradanhänger. Es waren zwar erstmal nur vier Kilometer, aber es klappte wirklich gut. Ich finde, BM fährt mit dem großen Fahrrad noch besser als mit dem kleineren Rad. Sie kommt gut voran und hält auch sicher an Straßen an. Da können wir uns schon wirklich gut auf sie verlassen. Während der Fahrt erzählt sie immer noch die ganze Zeit ohne Punkt und Komma. Daran hat sich also nichts geändert. Zwee fand die Tour auch gut, doch nachdem wir uns die Pferde angesehen hatte, wollte sie erstmal nicht mehr in den Anhänger. Als sie erstmal drin saß und R. schnell mit ihr losfuhr, fand sie es dann aber auch wieder ganz okay.
An einem Tag machten R. und BM dann noch eine weitere Radtour zu zweit. Als Fazit stellte BM fest: "Das war so schön! Das war das Schönste, was wir je gemacht haben!"
Am Samstag waren wir beim CTG-Kumpel zu Hause. Unglaublich, dass aus dem puckernden CTG-Kanon von damals diese gar nicht mehr ganz so kleinen süßen Menschen geworden sind. Die beiden ignorierten sich eigentlich weitgehend, hatten aber jeder für sich auch seinen Spaß. Auf dem Reiterhof gefiel Zwee vor allem die laute Musik. Immer wenn ein neues Lied anfing, musste sie erstmal ein bisschen rocken. Vor allem im Stehen sieht das zum Fressen niedlich aus. Außerdem fand sie die Tiere (vor allem die Hühner) richtig spannend. Gegen Abend krabbelte sie gut gelaunt und mutig immer wieder ziemlich weit weg von uns. Unser Baby ist wohl tatsächlich langsam reif für die große weite Welt a.k.a. Kita.
BM fand unterdessen sofort wieder einen Draht zu CTG-Kumpels großem Bruder und spielte schön mit ihm. Ich finde es ja immer wieder faszinierend, wenn diese kleinen Menschen sich so altklug unterhalten. Leider konnten die Kinder nicht reiten gehen, die Schlange war einfach zu lang. Aber dafür durften sie eine Runde mit dem Kremser drehen.
Wir kamen erst lange nach Zwees Schlafenszeit zu Hause an. Zwee hatte tapfer durchgehalten und war erst 5 min vor unserer Ankunft im Auto eingeschlafen. Dieses kleine Manager-Schläfchen schien ihr aber gereicht zu haben, denn sie wurde sofort hellwach als ich sie aus dem Auto hob. Also badete ich meine beiden eingestaubten Drecksspatzen noch schnell. Erstaunlicherweise schlief BM dann recht schnell und für ihre Verhältnisse zeitig ein, während Zwee zum ersten Mal BM überholte und erst um 21:30 Uhr endlich zur Ruhe kam und einschlief.
Tja, und dann war unsere Urlaubswoche auch schon wieder zu Ende. Irgendwie hatte es sich für mich total natürlich angefühlt, dass wir alle zu Hause waren. Scheinbar habe ich noch nicht wirklich verinnerlicht, dass ich jetzt wieder zur arbeitenden Bevölkerung gehöre, denn am Sonntag musste ich mir mehrfach aktiv ins Gedächtnis rufen, dass ich ja am Montag wieder zur Arbeit musste. Also Arbeiten ist ja ganz okay, aber eigentlich könnte ich auch ganz gut ohne auskommen und einfach immer soviel Zeit mit meinen Liebsten haben.
Montag, 27. Juli 2015
Kita-Ferien
Nach dem Sommerfest ging BM noch ein paar Tage in die Kita, verbrachte zwischendurch schon einen ersten Ferientag im Wald, weil für Oma und Opa schon die Ferien begonnen hatten, und fuhr dann mit PL und meinen Eltern an die Ostsee. Leider hatten wir uns beim morgendlichen Frühstück bei meinem Bruder wohl etwas viel Zeit gelassen, denn die Urlauber stellten sich quasi sofort ganz hinten im Ferienstau an und brauchten unglaubliche acht Stunden bis zur Ostsee! Was für eine Tortur! Die Kinder hielten aber ganz gut durch. Im Urlaub angekommen gab es für BM eine Hiobsbotschaft. Ich dumme Nuss hatte zwar morgens noch mit ihr besprochen, dass wir unbedingt noch ihre Bettgefährten Igel, Igel, Flugzeug und Tuch einpacken müssten, hatte es dann aber nicht getan, weil BM sich überraschend ohne Trödeln angezogen hatte und ich irgendwie gar nicht mehr in ihrem Zimmer gewesen war. Ich hätte mich echt ohrfeigen können für meine Blödheit. So konnte ich meinem armen weinenden Mädchen über's Telefon nicht mal wirklich Trost spenden. Aber Oma und Opa bekamen das zum Glück ganz gut in den Griff. Am nächsten Tag gab es ein Ersatztuch und eine Kuschel-Möwe. Nach dem Ding musste es mich nicht wundern, dass ich auch noch verdächtigt wurde, dem kleinen Urlauber keine Schuhe eingepackt zu haben. Am zweiten Tag fanden diese sich dann aber im Spielzeugschrank an, wo BM sie hinter allerhand Püppikram versteckt hatte.
Die vier haben sich wieder einen sehr schönen Urlaub gemacht. Das durchwachsene Wetter von total verregnet bis zu fürchterlich heiß nutzten sie jeweils optimal aus, mal am Strand, mal mit Ausflügen, mal mit einfach nur spielen-spielen-spielen. Meine Eltern sind aber auch wirklich Profis im Urlaub mit ihren Enkelkindern.
Derweil genossen R., Zwee und ich zu Hause das Leben als Ein-Kind-Familie, wobei sich das Klischee "Ein Kind ist wie kein Kind" wirklich bewahrheitete. Vielleicht liegt es daran, dass BM immer erst sehr spät schläft und somit oft kein echtes Feierabendgefühl aufkommt bevor wir ins Bett gehen, vielleicht am geringeren Lärmpegel, wenn eben nur ein Kind Krach macht, vielleicht an den halbierten alltäglichen Pflichten. Jedenfalls hatten wir gefühlt viel mehr Zeit sowohl alleine als auch zu zweit bzw. zu dritt. Zwee schien die Exklusivzeit mit Mama und Papa auch sehr zu genießen.
Am Donnerstag fuhr R. zur Ostsee, um BM dort abzuholen. So kam auch Zwee zum ersten Mal in den Genuss eines ganzen Oma-Opa-Tages im Wald. Die Fremdelei gegenüber ihren lieben Verwandten scheint nun endgültig vorbei zu sein. Jedenfalls klappte alles problemlos und Zwee spielte den ganzen Tag zufrieden mit Oma und Opa bis ich sie Abends nach der Arbeit abholte. Da ging es schon sehr auf die Schlafenszeit zu, so dass Zwee zum ersten Mal an diesem Tag sehr doll weinen musste, als ich sie kurz noch mal an Oma übergab, um den Kinderwagen im Auto zu verstauen. Alle Dämme brachen, vielleicht dachte meine kleine Zwee, dass ich sie doch nicht mitnehmen würde. Im Auto beruhigte sie sich aber ganz schnell und äh-äh-äh-te immer nur, wenn ich aufhörte zu singen. Ganz spurlos ging der Tag dann doch nicht vorüber, denn Zwee konnte sich anschließend gar nicht vom Tag (oder von mir?) trennen und schlief erst nach 21 Uhr ein.
Wenige Minuten später konnte ich meine BM in die Arme schließen. Ich war so froh, dass sie wieder bei uns zu Hause war, weil ich sie schon ziemlich vermisst hatte.
Am nächsten Morgen startete R. mit den Kindern in den Wochenendausflug zum Spremberger Stausee anlässlich Uropas 85. Geburtstag. Ich folgte erst am Abend nach der Arbeit und kam gerade rechtzeitig an, um Zwee vorm Schlafengehen zu stillen. Während wir Erwachsenen (abzgl. R., der bei Zwee blieb) noch recht gemütlich beisammen saßen fand BM ein paar "Freunde" mit denen sie laut kreischend Verstecken spielte. Wir amüsierten uns alle köstlich, und ich war wieder einmal ziemlich stolz darauf, wie problemlos BM Anschluss fand, obwohl die anderen vier Kinder miteinander verwandt waren.
Am Samstag Morgen regnete es ein bisschen, so dass wir nicht im See baden konnten. Dafür waren BM und ich mit den Schwiegereltern in der Schwimmhalle, wo die kleine Badenixe uns lauthals umher scheuchte. Dann hatten wir einigen Spaß auf dem Spielplatz, wo BM wie ein Äffchen kletterte und Zwee immer wieder davon abgehalten werden musste, Sand zu essen. Wann wird sie das wohl endlich verinnerlichen? Die Programmpunkte Kaffee und ausgedehntes Abendessen verlangten den Kindern einiges an Geduld ab. Zum Glück hatte Oma ein tolles Stickerheft dabei. Außerdem spielte BM toll mit Cousin und Cousine soundsovielten Grades, obwohl die schon 11 und 13 sind.
Spät Abends machte ich dann mit meiner müden und überdrehten BM noch eine kleine Nachtwanderung mit der Laterne, die sie vom Uropa geschenkt bekommen hatte. Der Wald war ihr ein bisschen unheimlich, was BM aber nicht davon abhielt, mir in gewohnter Manier auf zauberhafte Weise ein Ohr abzukauen während wir Hand in Hand spazierten.
Aus eben diesen Gründen war auch das Frühstück am Sonntag Morgen eher ungemütlich für uns Eltern. Beide Kinder waren vom ersten Augenöffnen an knatschig und ehrlich gesagt, waren wir sehr froh, als wir dann ins Auto steigen und nach Hause fahren konnten.
Jetzt habe ich eine Woche Urlaub, und ich freue mich darauf, viel Zeit mit meinen Lieblingsmenschen zu verbringen. Nach der ganzen Urlauberei ist BM noch ein bisschen durch den Wind, aber trotzdem hatten wir schon viel Spaß zusammen. Gestern fuhr BM mit ihrem neuen großen Fahrrad zum Spielplatz. Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass sie damit sicherer fährt als mit dem kleineren Rad.
Auf dem Spielplatz trafen wir sowohl für BM als auch für Zwee allerhand Spielkameraden. Während BM mit den großen Kindern Fahrrad fuhr war Zwee erstaunlich offen gegenüber den Kindern und Eltern auf dem Kleinkinderspielplatz, auch wenn sie wie üblich die meiste Energie dahinein steckte, von mir unbemerkt schnell ein paar Handvoll Sand zu essen. Sie guckt dann immer kurz zu mir rüber ehe sie blitzschnell eine kleine Hand an den Mund führt. Sie weiß schon ganz genau, dass sie das nicht soll und findet den Sand im Mund auch nicht so toll. Aber scheinbar meint sie dennoch, dass ihre Untersuchungen in dieser Hinsicht noch nicht abgeschlossen sind.
Lauflerner
Am dem Vormittag hatte Zwee nicht gemerkt, dass ihr Papa zum Joggen das Haus verlassen hatte. Irgendwie glaubte sie wohl, dass er noch im Bad sei. Jedenfalls krabbelte sie irgendwann zielstrebig aus ihrem Zimmer zur Badtür, stellte sich hin um die Tür aufzuschubsen, stellte enttäuscht fest, dass ihr Papa doch nicht da war und rief noch ein paar Mal "Bapa?!". Dann hielt sie sich erst am Türrahmen zum Bad fest, um in Richtung ihres Zimmers zurückzulaufen. Als sie dort an der Tür angekommen war lief Zwee tatsächlich drei Schritte in ihr Zimmer hinein bevor sie merkte was sie da tat und lieber schnell weiter krabbelte.
Am Nachmittag toppte sie die diese Performance dann, indem sie gleich sieben oder acht freie Wackelschrittchen machte - als vorbildliche Tochter im Beisein beider Eltern.
In den kommenden Tagen gab es immer mal wieder ein paar Schrittchen, aber eigentlich hat Zwee die Laufübungen weitestgehend wieder eingestellt. Aber diese Ruhe vor dem Sturm kennen wir ja schon. Derweil krabbelt Zwee eben immer noch am liebsten bzw. läuft an Möbeln entlang. Mittlerweile läuft sie auch sehr ausdauernd an der Hand, gern auch mit BM, die sich jedoch noch nicht so recht zügeln kann und das Schwesterchen dann oft zu schwungvoll hinter sich herzieht. Es ist wirklich herzallerliebst, den beiden dabei zuzusehen.
Es hat zwar nichts mit Laufen zu tun, aber generell habe ich das Gefühl, dass die beiden gerade ein neues Level des Miteinander-Spielens erreicht haben. Nun ist es nicht mehr nur immer BM, die ihrer kleinen Schwester irgendein Spiel erklärt und oft enttäuscht ist, wenn Zwee sie dabei völlig ignoriert bzw. sowieso nicht verstehen kann, was von ihr erwartet wird. Ich habe den Eindruck, dass Zwee nun öfter gezielt BMs Nähe sucht und irgendwie mitmischen will, anstatt sie nur staunend anzugucken. Für BM wird es nun auch langsam unterhaltsamer, wenn sie mit einem Winken, Lachen und fröhlichem Babygequatsche belohnt wird.
Donnerstag, 16. Juli 2015
So mag ich meinen Feierabend
Wir gingen dann beide nach oben zum Bettfertigmachen. Zwee freute sich wie üblich sehr über ihre Zahnbürste und kletterte damit schnurstracks in die Dusche. Ja, mittlerweile klettert Zwee schon echt toll, und die Dusche hat es ihr besonders angetan. Nach dem Stillen spielte Zwee im Schlafanzug erst noch ganz unschuldig und war dann plötzlich verschwunden... Ich fand sie dann wieder in der Dusche, wo sie fröhlich immer wieder ihre Musikraupe anmachte.
BM war heute im Wald gewesen, weil Oma und Opa schon Ferien haben. Es ist leider meistens so, dass sie danach ziemlich durch den Wind und zickig ist. Heute war BM aber guter Dinge. Da Zwee gestern erst gegen 21 Uhr! eingeschlafen war, hatte ich gestern keine Zeit für BM gehabt. Umso schöner war es, mit ihr noch ein bisschen zu spielen, gemeinsam ein Freundebuch auszufüllen und dann gemütlich Abendbrot zu essen (Für BM war es natürlich das zweite, was ihrem Appetit aber keinen Abbruch tat).
Zuletzt wollten wir noch eine Runde Memory spielen. Da BMs Hausschuhe wie immer beim Essen unter den Tisch gefallen war, wurde BM von R. zurückgepfiffen als sie es sich schon am Couchtisch bequem gemacht hatte. Üblicherweise hätte sie an dieser Stelle nölen müssen.
Tatsächlich antwortete sie ganz trocken: "Mann! Das ist doof gelaufen!"
Mittwoch, 15. Juli 2015
14 Monate Zwee
Die Nächte sind zur Zeit wieder etwas unruhiger. Vielleicht weil Zwee still und heimlich zwei Backenzähnchen bekommen hat, die ich am Sonntag zufällig erfühlen konnte. Ich frage mich nur, wann es mal wieder mit der unteren Kauleiste weitergeht.
Dienstag, 14. Juli 2015
Gute-Nacht-Wünsche
BM gerade nach einer ausgiebigen Kuschel- und Quasseleinheit in ihrem Bett:
Mama, träum was Schönes von mihiiir! Dass ich ein Einhorn bin. Und dass Zwee auch so ein Pferd ist wie ich. Also so ein Einhorn.
Samstag, 11. Juli 2015
Mittwoch, 8. Juli 2015
Abstillen oder was?
Letzte Woche war ich dienstreisebedingt eine Nacht nicht zu Hause. R. und ich waren ziemlich angespannt und mein Kopfkino spielte immer wieder Bilder von einer verzweifelt weinenden Zwee ab. So kam es zum Glück nicht. Natürlich war Zwee in der Nacht auch mal traurig, ließ sich aber auch ohne Stillen gut beruhigen. Derweil platzten mir im Süden Deutschlands fast die Brüste. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet, weil ich den Eindruck hatte, dass Zwee mittlerweile Nachts zwar oft aber wenig trank. Zum Glück hatte ich sicherheitshalber eine Milchpumpe eingepackt und pumpte in kürzester Zeit und nur um ein wenig Druck zu nehmen ohne allzu sehr zusätzlich anzuregen Abends und morgens jeweils 70 ml ab. Ich denke, dass tatsächlich mindestens das Doppelte drin gewesen wäre, d.h. Zwee trank also schätzungsweise Abends und Nachts noch mindestens 300 ml.
Die eine milchfreie Nacht hatte den wunderbaren Effekt, dass Zwee wieder etwas besser schlief und seitdem Nachts nur noch zwei Mal gestillt werden muss. Für mich ist das schon ziemlich erholsam. Vor allem kommen wir nun ohne das ständige Nuckeln in den frühen Morgenstunden aus, so dass ich mich morgens auch wieder besser aus dem Bett und zur Arbeit schleichen kann, ohne dass BM weinen muss.
Das abendliche Stillen finde ich immer noch richtig schön und im Moment auch noch wichtig, weil Zwee Milch aus der Flasche doof findet. Doch es geht auch ohne – so ja auch am Samstag als meine Eltern Zwee ohne jegliche Milch ins Bett brachten.
So langsam aber sicher sollten wir aber wohl daran arbeiten, dass Zwee noch etwas mehr Zeit im eigenen Bett verbringt. Im Moment schläft sie zwischen 19 und 20 Uhr auf dem Arm ein. Dann legen wir sie in ihr Bettchen. Dann schläft sie erstmal eine ganze Weile ganz gut. Irgendwann zwischen 23 und 1 Uhr wird sie wach, wird gestillt und schläft dann im Babybay weiter. Vorbei sind aber die Zeiten, in denen sie da einfach ruhig auf dem Rücken liegend schlief. Mittlerweile dreht Zwee sich wie ein Propeller, stößt sich am Rand und setzt sich auch mal hin, was bei dem niedrigen Gitter gefährlich ist. Jedenfalls kann ich so nicht mehr beruhigt schlafen. Außerdem zieht das Babybay ja bald um zum kleinen Babycousin. Am Wochenende werde ich also mal versuchen, mich aufzuraffen und Zwee im Kinderzimmer zu stillen und dort wieder ins Bett zu legen. Watch this space.
Dienstag, 7. Juli 2015
Hitzewochenende
Nach einem kurzen Aufenthalt bei diesjährigen Mitarbeiterfest düste ich schnell nach Hause, um noch ein bisschen Zeit mit meinem großen Mädchen zu verbringen. Ich ließ mir in kürzester Zeit beide Ohren abkauen, duschte und frisierte BM neu und dann ging es um 18:30 Uhr wieder in die Kita zu ihrer allerersten Kitaübernachtung. Während R. und ich den verhältnismäßig frühen Ein-Kind-Feierabend genossen, wurde in der Kita gegrillt, ein Taschenlampenausflug in den Wald gemacht, alle Kinder nochmal geduscht, gemeinsam "Karlsson auf dem Dach" geguckt und irgendwann nach Mitternacht auch geschlafen. BM hatte richtig viel Spaß bei diesem Abenteuer, auch wenn sie einmal kurz Heimweh hatte und kurz weinen musste. Außerdem fand sie den Film gruselig - wie alle Filme, die sie zum ersten Mal sieht. Ihre Erzieherin fasste es recht treffen zusammen: BM ging bei jeder Szene vom schlimmstmöglichen Ausgang aus, z.B. als in einer Szene Ball gespielt wurde, fragte BM besorgt, ob der Ball jetzt auf die Straße rollen würde. Die Nacht über musste immer mal wieder das eine oder andere Kind zur Toilette begleitet oder ein bisschen getröstet werden. BM schlief aber wohl sehr gut - wenn auch mit dem Oberkörper auf dem Linoleum.
Am Samstag Morgen schlichen alle Eltern sich in die Kita und bereiteten ein üppiges Frühstück im Garten vor. Die Kinder machten ganz schön große Augen als sie aus dem Haus traten und ihre Familien sahen. Obwohl BM nur eine Nacht weg war, war ich ganz schön aufgeregt wegen dieser Übernachtung und richtig froh mein großes Mädchen wieder in die Arme schließen zu können. Nach dem Frühstück und ein bisschen Spielen im Kitagarten, wo beide Kinder sich in kürzester Zeit total einsauten (und Zwee reichlich schwarzen Sand aß), fuhren Zwee und ich los, um ihren bestellten neuen Kindersitz abzuholen. Bei gut 35°C verbrachten wir dann den Rest des Tages im Haus, wo immerhin nur 25°C herrschten. BM machte einen zweistündigen Mittagsschlaf, um ihren Kita-Jetlag loszuwerden, während Zwee nach nur einer Stunde aufgewacht war. Nein, natürlich schliefen die Kinder nicht gleichzeitig. Derweil war R. mit seiner Familie bei einer Stadionführung in der Alten Försterei.
Der Nachmittag verging dann schnell mit Spielen, und um 17 Uhr kamen meine Eltern, um auf die Kinder aufzupassen - und zum ersten Mal Zwee ins Bett zu bringen - damit R. und ich zum Beatsteaks-Konzert in der Wuhlheide gehen konnten. Den ganzen Tag über war ich unentschlossen, ob ich wirklich gehen sollte, weil Zwee sich an den letzten Abenden so gar nicht vom Tag trennen konnte und immer viel geweint hatte. Letztendlich waren meine Besorgnisse total umsonst. Nach ihrem kurzen Mittagsschlaf war Zwee Abends so knülle, dass sie innerhalb einer Minute einschlief - und zwar bei meiner Mutti in der Manduca. Ich habe mich irgendwie total darüber gefreut, dass Mutti die Manduca mal ausprobiert hat. BM bereitete meinen Eltern noch einen längeren Abend, war aber auch sehr lieb.
Währenddessen hatte ich mit R, seinem Vati, Kimmy und A aus B einen tollen Abend mit den Beatsteaks aus Berlin. Hatte ich eigentlich mal erwähnt wie sexy mein Mann aussieht, wenn er sich so über Musik freut und richtig mitfeiert? Ist jedenfalls so.
Außerdem war dieses Konzert auch ein romantischer Anlass, denn vor ziemlich genau vier Jahren beschwatzte an ziemlich genau der gleichen Stelle beim Beatsteaks-Konzert ein recht trunkiger R. einen der mobilen Bierverkäufer und steckte ihm zu guter Letzt Kimmys Nummer zu. Vier Jahre später waren nicht nur die beiden zusammen auf dem Konzert sondern brachten auch noch unseren kleinen Babyneffen gut eingekuschelt in Kimmys Bauch mit.
Den Sonntag verbrachten wir bei bulligen 38°C im Wald. Dorthin fuhren wir zum ersten Mal mit beiden Kindern hinten im Auto - Zwee im nigelnagelneuen Kindersitz - und ich endlich mal wieder vorn bei meinem Ehemann. Zwee gefiel die Fahrt ziemlich gut, nicht zuletzt wohl auch, weil BM Quatsch mit ihr machte.
Im Wald hatten beide Kinder richtig viel Spaß im See und waren kaum heraus zu bekommen. Es war aber auch so warm, dass sie eigentlich gar nicht frieren konnten. BM übte mit Oma und Opa fleißig Schwimmen. Die Sache mit den Armen bekommt sie schon ganz hin, nur mit der Beinarbeit hapert es noch. Außerdem fand sie eine neue Freundin, die auch im September fünf wird. Fortan spielten die beiden schön zusammen im flachen Wasser und auf dem Spielplatz. Unglaublich, wie groß und selbständig meine BM schon ist. (Na gut, jetzt gerade jault sie gerade wegen Phantom-Aua a.k.a. Nicht-Schlafen-Wollen und geht mir damit gehörig auf den Zünder.)
Unsere Zwee ist eine richtiger Wasserfloh, quietschte und planschte vergnüglich im Wasser und ließ sich nur unter lautstarkem Protest irgendwann wieder herausholen.
Zwischendurch zeigte sie immer wieder auf Vögelchen und sagte "Ma!" - ihre Aufforderung an uns, ihr die Tiergeräusche vorzumachen. Während wir Mittagsruhe machten spielte Zwee, die bereits geschlafen hatte, ganz fröhlich mit Oma und Opa und zeigte sich somit bei beiden Großelternpaaren dieses Wochenende sehr vorbildlich offen. Anscheinend hat Zwees ausgedehnte Fremdelphase nun doch langsam ein Ende.
Jedenfalls war es ein rundum schönes Wochenende. Ich hatte endlich mal wieder das Gefühl, genug Zeit mit und für R., BM und Zwee zu haben.
Dienstag, 30. Juni 2015
Dienstreise-Ding
Ich sitze im Taxi auf dem Weg zum Flughafen und könnte heulen. Ich weiß, dass ich überreagiere, aber ich finde es einfach total doof über Nacht von meiner Familie getrennt zu sein.
Zwee hat es sowieso schwer im Moment. Sie spürt oft, wenn ich morgens aufstehen muss. Heute auch, obwohl sie gut gestillt und es noch wirklich sehr früh war. Sie weinte ganz bitterlich als ich das Bett verließ. Auch BM nimmt sich meine Abwesenheit tagsüber neuerdings sehr zu Herzen, zeigt zum ersten Mal auch richtige Eifersucht, "weil ich ja sowieso nur mit Zwee spiele". Ich bin stets bemüht, aber Zwee weicht wirklich nicht von meiner Seite, so dass es schwer ist, BM gerecht zu werden, d.h. eigentlich hat sie auch ein bisschen recht mit ihrem Vorwurf.
Außerdem sind beide Kinder und R. erkältet. Es ist es warm, Zwee trinkt eh schon nicht besonders viel, Nachts sind wir weit weg vom Abstillen, so dass ich mir ausmale, wie sie stundenlang vor Durst weint. So wird es sicherlich nicht sein, aber trotzdem fühle ich mich gerade sehr rabenmuttermäßig.
Montag, 22. Juni 2015
1 Jahr, 1 Monat, 2 Wochen & 4 Tage
Kurz ein paar Daten: Mit 13 Monaten wog sie beim Impfen glatte 9 kg. Gewachsen ist Zwee auf jeden Fall auch, denn Größe 80 passt nun wie angegossen und wird hier und da sogar schon etwas knapp.
Zwee ist immer noch ein Krabbelkind, steht nun aber sehr gerne und routiniert beim Spielen herum und läuft flink an Möbeln entlang. Sie lehnt sich aber immer noch sehr auf die Händchen. Wenn sie dann aus Versehen loslässt, plumpst sie auch gleich auf den Windelpo. Letzten Freitag überraschte sie uns, indem sie mir anderthalb Schritte in die Arme fiel, dass war aber wohl eher ein Zufall. Trotzdem wirkt Zwee nun schon ganz schön groß, wenn sie so dasteht und spielt.
Als wir auf Mallorca unser zweites Urlaubshäuschen bezogen, sah Zwee die Treppe und fing prompt an hochzuklettern. Wir waren ein bisschen entsetzt, sind nun aber ganz froh, dass sie das Treppenklettern danach wieder weitgehend eingestellt hat. Nun üben wir also mit ihr, dass sie nicht alleine hochklettern soll und hoffen ein bisschen, dass wir vielleicht darauf verzichten können, das ganze Haus wieder mit Treppengittern auszustatten.
Ich finde, Zwee ist schon ganz schön geschickt. Sie kann Stapelringe stapeln und schon ziemlich gut Formen in Kästen einsortieren. Sie untersucht gern Schrauben und allerhand kleine Futzelteile. Es ist zu süß, wenn Zwee versucht Essen (z.B. eine Erbse) auf einen Löffel zu legen, schafft es aber schon sehr gut, den Löffel in den Mund zu führen. Außerdem hält sie jetzt - zu meiner großen Begeisterung - ihr Söckchen ans Füßchen, wenn ich ihr sage, dass sie es mal wieder anziehen soll. Zwees liebster Körperteil ist die "Nanana"-Nase. Allerdings zeigt sie die nur bei uns, an Püppi oder Kuscheltieren, niemals jedoch an sich selbst.
Unser Mädchen ist ein richtiges Plappermäulchen. Mama und Papa sagt sie am liebsten. Triumphierend ruft sie "Baaa!", immer wenn sie einen Ball sieht. Ich glaube, ihre Begeisterung rührt zu gleichen Teilen daher, dass sie wirklich gerne mit Bällen spielt und dass sie sich so freut, dass Wort sagen zu können. Dazwischen plappert Zwee "dadadada" und allerhand andere, meist auf "aaa" endende Sätze. Wenn sie etwas haben möchte, zeigt sie darauf und wippt mit den Ärmchen wedelnd aufmunternd auf und ab bis wir ihrem Wunsch nachkommen. So nimmt sie ihre Tiere in die Hand und fordert uns wippend auf, die Tiergeräusche vorzumachen. "Meh" sagt bei ihr nicht nur das Schaf sondern auch die Kuh, und R. hat heute etwas "Wauwau"-ähnliches von Zwee gehört.
Macht man hingegen nicht, was Zwee möchte, weil sie zum Beispiel die Ketchupflasche nicht haben soll oder weil wir einfach nicht verstehen, was sie meint, macht Zwee sich schnell zum Flitzebogen und spannt die Ärmchen vor lauter Ärger an. Ich habe das Gefühl, dass wir hier ein ziemliches Trotzköpfchen bekommen werden, auch wenn Zwee in der Regel immer noch ein recht ruhiges Kind ist.
Nachdem Zwee sich bis kurz vor ihrem ersten Geburtstag auf Rasen, Sand und Steinen nicht allzu wohl fühlte ist sie nun mit viel Begeisterung draußen. Vor allem das Planschbecken hat es unserem kleinen Entchen sehr angetan. Überhaupt findet sie Wasser richtig toll. Und Bälle. Aber das sagte ich ja schon. Außerdem immer noch alles, was rasselt oder sonstwie
Seit dem 4. Juni gehöre ich nun ja wieder zur arbeitenden Bevölkerung während R. nun hauptberuflich Papa ist. Die beiden kommen selbstverständlich und erwartungsgemäß prima miteinander aus. Ich finde, es tut R. so richtig gut, sich mal ganz auf die Kinder konzentrieren zu können. Diese Mischung aus geregeltem Tagesablauf und doch ständiger Flexibilität, weil eben doch alles anders kommt, ist für R. - der sonst seinen Tag immer minutiös plant und sich auch daran hält - wohl mal eine ganz neue Erfahrung. Gleichzeitig entwickelt er nun ein besseres Gefühl für manche Dinge, wo er sonst immer eher mich gefragt hätte.
Zwee hat auch richtig viel Spaß mit ihrem Papa. Die beiden machen ganz viel Quatsch zusammen, gehen zusammen joggen und spielen, spielen, spielen. Dennoch merkt man, dass ich ihr sehr fehle. Na klar, dass soll ja irgendwie auch so sein, aber trotzdem tut Zwee mir immer sehr leid, wenn sie vor Erleichterung darüber, dass ich doch wieder nach Hause gekommen bin, erstmal ein bisschen weinen muss.
Kurz vorm Urlaub hätte ich fast mal geschrieben, dass wir tagsüber abgestillt haben. An den Wochenenden stille ich dann aber doch oft noch einmal am Tag, weil wir beide das eben gern haben. Abends hat Zwee immer ganz großen Durst, obwohl sie mittlerweile endlich ganz gut Wasser aus der Trinklernflasche trinkt. Wir bieten ihr nun Abends auch immer Milch aus der Flasche an, aber die findet sie überhaupt nicht gut. Nein, Abends muss es immer noch die Brust sein. Nachts ist Zwee nun auch wieder unruhiger, vielleicht weil sie sichergehen will, dass ich noch da bin. Dann lässt sie sich von mir auch nur durch Stillen beruhigen, während sie bei R. manchmal auch mit etwas herumtragen wieder einschläft. Ich bin hin und her gerissen, denn einerseits finde ich knapp 14 Monate Stillzeit eigentlich lange genug, andererseits genießen wir beide die Zeit immer noch sehr. Zwee trinkt auch immer noch sehr entspannt und ohne zu zappeln oder gar mit ihren 6 Zähnchen zu beißen. Und dann macht sie jetzt oft ganz zärtlich ei-ei an meinem Gesicht, mein zauberhafter kleiner Mensch!
Nun muss ich allerdings nächste Woche über Nacht auf Dienstreise, so dass Zwee dann auf jeden Fall mal zwei Tage und vor allem eine Nacht ohne mich auskommen muss. Mal gucken, ob sich das mit dem Stillen dann nicht vielleicht recht schnell erledigt. Mein armes Baby und mein armer Mann haben da aber bestimmt eine sehr unruhige Nacht vor sich.
Grundsätzlich bin ich aber sehr froh, dass Zwee noch zu Hause bei R. ist. Es ist mir damals auch sehr schwer gefallen, BM in der Kita abzugeben, aber bei Zwee habe ich wirklich das Gefühl, dass sie noch nicht ganz bereit dafür wäre. Die zusätzlichen Monate zu Hause tun ihr sehr gut. Bei ihrem Papa ist Zwee bestens aufgehoben, so dass diese erste kleine Abnabelung von mir ihr so leicht wie möglich gemacht wird und sie sich schrittweise daran gewöhnen kann, ihr Vertrauen etwas breiter zu streuen.
Samstag, 20. Juni 2015
Schlaf gut, Onkel M.
Ich erinnere mich...
... wie er früher - als wir noch klein waren - immer erstmal in B.s Zimmer ging und sich dort eine Pistole mit Platzpatronen oder ähnliches zum Spielen holte
... wie er mich jahrelang aufzog, indem er immer wieder fragte, ob ich denn nun schon auf's Gymnasium gehe
... wie er nach der Trennung ein Jahr lang quasi bei uns wohnte
... dass er immer fürchterlich geschmatzt hat
... wie er sich bei unserer Einweihungsfeier in der Häuserreihe irrte, sich von hinten durch die noch unbezaunten, matschigen Nachnarsgrundstücke schlug und überraschend an der Terrassentür anklopfte
... an seinen großen Modellkran
... wie mutig er sich als erster und einziger in der Familie selbständig machte und sich in Papier- und Computerkram reinfuchste
... wie wirtschaftliche Probleme ihn als ersten und einzigen in der Familie bis zu Hartz IV und einem Minijob in M.s Laden führten
... wie schön die Liebe manchmal unerwartete Wege geht, was ihn zum Opa seiner Großnichten machte
... und wie er bei Olo's 65. Geburtstag sagte, dass er auch mal wieder arbeiten gehen möchte, als ich ihm von meinem baldigen Elternzeitende erzählte
... wie klein und dünn mein dicker Onkel bei dieser Party in seinem Rollstuhl aussah, und wie wunderbar, dass er da noch dabei war und niemand wusste, dass es ihn bald nicht mehr geben würde
... wie ich mal einen Anpfiff bekam, weil ich versucht hatte, in N.s Zimmer das Rollo herunterzuziehen...und es dabei vom Fenster riss
... wie er nur aus Liedern u.ä. erstaunlich viele englische Brocken sprechen konnte
... wie von seinen Auto-Suchaktionen berichtete, weil ihm entfallen war, in welcher Straße er sein Auto geparkt hatte, nachdem er tagelang nur mit dem Dienstwagen unterwegs gewesen war
... an seine Bücher, oft Non-Fiction über die Weltkriege
... an den roten Flitzer, den er sich in seiner Single-Zeit gönnte und in dem mir leider immer schlecht würde, weil er so stoßweise Gas gab
... ein Foto von mir als Baby, auf dem man kaum erkennt, ob er oder mein Vati da bei mir ist
... wie er mir bei meinem letzten Besuch im Krankenhaus sagte, dass er solche Angst habe und dass er uns lieb habe - was früher gar nicht seine Art war
... wie da immer drei Brüder waren
... am meisten aber daran wie er auf einem Stuhl sitzt, den Arm auf der Lehne des Nachbarstuhls ausgestreckt irgendwann immer einschläft. Das familiare In-unpassenden-Momenten-Einschlaf-Gen war bei ihm sehr ausgeprägt.
Dienstag, 16. Juni 2015
Sommer-Date
Das war so ein schöner Ausflug! Ich meine, spätestens Abends haben R. und ich ja meistens Zeit für einander, aber so tagsüber in Ruhe zu essen und zu erzählen und dann noch ohne Kinderwagen spazieren zu gehen, kam mir vor wie purer Luxus. So klein ich mein Zwee-Mädchen auch noch empfinde, freue ich mich doch total darauf, dass nach und nach wieder mehr solcher zweisamen Unternehmungen möglich sein werden.
Die Kinder blieben derweil bei meinen Eltern. BM spielte alles mögliche mit meiner Mutti und Zwee wurde nach dem Spaghetti-Essen von meinem Vati im Kinderwagen herum kutschiert. Nach einem Zwischenstop auf einem Dadadada-Spielplatz und ein bisschen umhertragen schlief sie dann auch ganz zufrieden anderthalb Stunden im Kinderwagen.
Mittwoch, 10. Juni 2015
Nebenher
Eigentlich gäbe es soviel zu erzählen. Vom weiteren Verlauf unseres wirklich tollen Urlaubs, zuerst noch zu dritt und dann mit A aus B und seiner Familie. Von unseren Geburtstagen im Urlaub. Von BM, die plötzlich so groß geworden ist und unglaublich viel weiß und gelernt hat, aber nur ganz langsam aus ihrer unzufriedenen, bockigen Phase heraus kommt, die schon seit 3 Monaten anhält und uns Eltern immer wieder an unsere Grenzen treibt. Immerhin haben wir nun ärztlich bestätigt, dass sie nicht schlecht sondern offenbar nur selektiv hört. Von Zwee, die nun 9 kg wiegt, super gern schaukelt, immer besser auch "Papa" und "da" und "Ba(ll)" sagt, zwar immernoch fast ausschließlich krabbelt, aber nun öfter an Möbeln entlang läuft und seit dieser Woche immer mal einen Hocker oder Lauflernwagen durch die Gegend schiebt. Von R., der nun so richtig in der Elternzeit angekommen ist und das sehr genießt. Und von mir, weil ich seit dem 8. Juni wieder arbeiten gehe.
Das Leben geht weiter und ist voll gepackt, aber irgendwie scheint alles im Vergleich zu Onkel M.s Tod gerade doch zu belanglos, um richtig darüber zu berichten. Darum also nur diese paar Stichpunkte.
Donnerstag, 4. Juni 2015
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Ein ganzes Jahr hat mein Onkel M. tapfer gekämpft - und mit ihm seine Tochter, seine Frau, seine Brüder, seine ganze Familie. Heute hat sein armes, krankes Herz aufgehört zu schlagen.
Schaf gut, Onkel M., und grüße Oma und den prönen Schinzen von mir.
Freitag, 22. Mai 2015
Urlaub - Teil 1
Da wir vier nun schon seit Sonntag auf Mallorca sind, ist es höchste Zeit für einen kleinen (weil WLAN-losen) Zwischenstand:
Beide Kinder haben den Flug super mitgemacht, BM mit Hilfe von "Elsa - Der ganze Film" und Zwee schlafend, nachdem ich sie gleich nach Abschalten der Anschnallzeichen in die Manduca genommen hatte. Das Warten auf's Mietauto stellte die Kinder dann noch einmal auf eine Geduldsprobe, aber dafür dauerte es danach gar nicht mehr lange bis wir unsere schöne Ferienwohnung in Alcudia bezogen. BM hat wieder ein großes Zimmer, in dem wir die Betten zusammen geschoben haben, so dass sie nicht um Platz zum Spielen sondern auch einen sehr gemütlichen Schlafplatz hat. Zwee hat quasi auch ein eigenes Zimmer, dass sie aber zum Wickeln und für die erste Schlafeinheit aufsucht. Danach hole ich sie dann immer zu mir ins Schlafzimmer und R. schläft bei BM weiter, weil es mit ihr in der Mitte recht eng ist.
Das Wetter war bislang ein bisschen durchwachsen, aber wir hatten trotzdem schon anderthalb Strandtage, die vor allem BM richtig toll fand. Wir waren baden und haben stundenlang Kleckerburgen gebaut. Auch Zwee findet den Strand super und quietschte laut vor Vergnügen als ich sie mit den Füßchen durch das Wasser zog.
Wir lassen es ansonsten sehr ruhig angehen. BM braucht immer mal wieder Zeit, um in Ruhe in der Ferienwohnung zu spielen. Wir sind mal zu viert und mal mit jeweils einem Kind unterwegs. Erfreulicherweise findet Zwee den extra angeschafften kleinen Buggy gut und lässt sich gern von ihrem Papa umherschieben. Dabei schaut sie sich ganz gechillt und ausdauernd alles an. BM läuft mal mehr, mal weniger ausdauernd nebenher. Wir versuchen, uns Zeit zu lassen, so dass sie unterwegs Schätze suchen und Blumen pflücken kann. Sofern es unterwegs regelmäßig Spielplätze und gelegentlich einen Snack gibt, ist BM eigentlich auch guter Dinge. Dennoch trug ich mein großes Baby dann auch mal wieder in der Manduca. Vorne. Puh!
BM ist immer noch ganz schön auf Krawall gebürstet und hört eigentlich kaum auf uns. Es ist schon ein bisschen besser als in den Wochen vorm Urlaub und ich hoffe, dass wir demnächst mal wieder Tage ohne Donnerwetter haben. Heute Vormittag waren sie und ich allein unterwegs, sind mit der hiesigen Bimmelbahn gefahren und sie durfte noch auf's Bungeetrampolin. In letzter Zeit sagte sie einige Male, dass wir uns immer nur um Zwee kümmern. Ich kann schon verstehen, dass dieser Eindruck oft entsteht. Vielleicht hilft es ja, wenn wir jetzt im Urlaub mehr auf BM eingehen, denn nun haben wir ja reichlich Zeit.
For the record: Zwee ist am Flughafen die ersten Schritte an einer Bank entlang gelaufen und übt das nun immer mal am Couchtisch und an Klettergerüsten. Beinahe hätte ich vorm Urlaub gekostet, dass wir tagsüber abgestillt haben. Tatsächlich stillte ich drei Tage lang tagsüber gar nicht. Hier im Urlaub hat Zwee das Wassertrinken jedoch leider wieder weitestgehend eingestellt, so dass ich sie wieder ein bis zwei Mal stille. Und Nachts natürlich. Dafür isst sie aber immer besser unser Essen mit. Neulich feuerten R. und BM sie mit "Schnitzel, Schnitzel"-Rufen an, welches sie auch eifrig aß.
Übrigens ist unsere Zwee eine richtige Partymaus. Gestern Abend war hier eine kleine Kinderparty mit Schminken, Hüpfburg und Musik. BM wurde als Hello Kitty angemalt, deren Schnauzhaare bislang noch nicht ganz abzuwaschen gingen und tobte über die Hüpfburg. Zwee setzte ich ebenfalls in die Burg. Sie krabbelte zwar nicht herum, wippte aber grinsend auf und ab. Vor allem wenn ein neues Lied begann, flippte sie vor Freude aus und tanze-tanzte auf und ab.
Soeben joggt R. auf den örtlichen Berg und ich bin ziemlich stolz darauf, ebenfalls schon zweimal joggen gewesen zu sein. Seit ich Anfang des Jahres shreddete bin ich erstmals auch ein bisschen schneller als eine Schnecke. Es wäre übertrieben zu sagen, dass das Laufen so Spaß macht, aber es fühlt sich schon irgendwie ganz gut an. Auf die Weise bekommen wir auch etwas mehr von der Umgebung zu Gesicht, denn mit Kindern ist der Aktionsradius ja eher eingeschränkt.
Sonntag, 17. Mai 2015
And One
Soeben bin ich ins Bett gefallen nachdem ich mit meiner Nachbarin bei And One in der Columbiahalle war. Leider hat Zwee meine Abwesenheit heute nicht gut verkraftet und wohl sehr doll geweint bis sie letztendlich bei R. in der Manduca wieder eingeschlafen ist. Mein armes kleines Mädchen!
Samstag, 16. Mai 2015
Familienzeit und Vatertag
Zum Auftakt hatte R. auch ein paar Tage "frei" an denen ich noch einmal die Krabbelcousins, die Babyturner und FrauMama traf und auch Abends mal ausgehen konnte. Im Gegenzug dazu konnte ich in Ruhe ein paar dringend notwendige Kleidungsstücke für den Arbeitsbeginn shoppen. Alles in allem waren Zeit für uns allein und Zeit zusammen einfach richtig gut ausgewogen.
Den Herrentag verbrachte R. dann von 12 bis 12 bei einigen Kaltgetränken mit anderen Herren - aber natürlich erst nachdem er von BM schön beschenkt worden war:
BM hat übrigens nicht vier Augen, sondern zwei Augen und zwei rote Wangen. Ihre Finger müssen so lang sein, damit sie mit Zwee Händchen halten kann.
Dienstag, 12. Mai 2015
Muttertagsgeschenke und Stillupdate
Wir verbrachten dann einen schönen Tag zuerst im Dorf und dann bei R.s Familie. Zwischendurch joggte R. mit der mittlerweile eigentlich schon zu großen BM im Babyjogger aus dem Dorf nach Hause, um BM dort beim Kindergeburtstag abzugeben. R. hat nach einer langen Pause gerade erst wieder mit dem Laufen angefangen, und ich bin echt beeindruckt, dass er die Strecke mit Babyjogger und BM so gut geschafft hat.
Ich weiß nicht genau, ob trotz oder wegen des Muttertages, aber Zwee fand das abendliche Bad so anregend, dass sie ins Badewasser kackerte. Ich sah noch wie sie anfing zu drücken, aber da war es schon zu spät, sie irgendwo sinnvoll hinzubefördern, ohne Häufchen auf den Fußboden zu bekommen, so dass ich sie einfach gewähren lassen musste. Da der verantwortliche Elternzeitler zu der Zeit noch bei seiner Mutti war, oblag es mir, die Situation zu beheben. Muttertag eben. :-D
Dafür machte Zwee mir direkt im Anschluss eine sehr große Freude, indem sie beim Abendessen 10 ml Wasser aus ihrer Flasche trank. Ich war richtig baff, dass mein Stillkind nun doch langsam versteht, wie das mit dem Saugen und Schlucken aus der Nicht-Brust funktioniert. Ich will den Tag nicht vor dem Abend loben, aber anscheinend zahlt sich meine Stillgeduld nun doch aus und das Trinkproblem erübrigt sich ganz von allein in Zwees Tempo. So langsam bekam ich doch Angst, dass ich mein Baby tagsüber auf die harte Tour abstillen müsste, eben durch meine Abwesenheit, wenn ich ab Anfang Juni wieder arbeiten gehe.
In den letzten Tagen war Zwee tagsüber auch immer viel zu abgelenkt, um zu trinken. Es gibt einfach zu viele Lampen und Dinge zu zeigen, als dass sie sich auf das Trinken konzentrieren könnte. Wenn Zwee nicht trinken will, zwickt sie zum Spaß auch gern meine Brustwarzen mit den Zähnchen oder grabscht sie an, was ich überhaupt nicht lustig finde. Gestern klappte das Stillen tagsüber eigentlich überhaupt nicht, obwohl ich es ein paar Mal versuchte. Bei BM war diese Unruhe beim Stillen übrigens auch der Anfang vom Abstillen.
Heute zog ich dann ein Kleid an - teils, weil wir mit den Krabbelcousins verabredet waren und ich endlich mal wieder ein bisschen nett aussehen wollte, und teils, weil ich so nur im Notfall stillen würde, da ich mich dazu quasi ausziehen müsste. Was soll ich sagen, Zwee trank maximal 50 ml Wasser aus der Flasche, was natürlich noch längst nicht genug ist. Dafür spachtelte sie heute besonders viel Obstbrei weg. Jedenfalls schien ihr die Flüssigkeitsmenge zu reichen, denn sie kam zufrieden durch den Tag bis ich sie Abends nach 12 Stunden zum ersten Mal wieder stillte. Heute Nacht wird sie sich dann schon holen, was sie tagsüber versäumt hat.
BMs Kita-Entwicklungsgespräch 2015
Jedenfalls hatten wir eine ziemlich müde Zwee dabei, was die Unterhaltung nicht ganz so einfach machte. S. hatte sich aber sehr gut vorbereitet und schilderte ihre Eindrücke über BM so, dass wir fast 100%ig gleicher Meinung waren.
BM ist ein tolles Kind, dass für ihr Alter schon sehr viel kann und stets sehr ehrgeizig ist, neues zu erlernen. Sie will einfach alles können und gut machen, was ihr meist auch gelingt. S. muss ihr "im Kitaalltag kaum etwas sagen". Tatsächlich spielt und beschäftigt sich BM sehr gut und ausgewogen, tobt herum, nimmt sich aber auch selbständig Pausen, in denen sie etwas ruhigeres spielt.
Mit "Niederlagen" kann BM noch nicht so gut umgehen - sei es bei einem verlorenen Spiel oder wenn sie z.B. irgendwo nicht mitspielen darf. Dann wütet sie jedoch nicht herum wie bei uns zu Hause, sondern zieht sich komplett zurück, z.B. hinter ihre Jacke in der Garderobe, und es ist dann für S. sehr schwer herauszufinden, was eigentlich passiert ist. Sie mag es sehr gerne, den Ton anzugeben und Spielführer zu sein. Wenn sie das jedoch nicht ist, wirkt sie sehr zappelig und unzufrieden mit der Situation.
BM erzählt den ganzen Tag lang, wie zu Hause eben auch. So richtig zur Ruhe kommt sie eigentlich nur beim Essen, wo sie sich alle Zeit der Welt nimmt - im Gegensatz zum Essen zu Hause, wo sie oft nur mit einer Pobacke auf dem Stuhl sitzt und schnell isst, während sie gedanklich schon auf dem Weg ins Bad zum Händewaschen ist. Tatsächlich ist sie auch immer noch ziemlich zappelig. Das merken wir auch. Vor der Elsa-Phase verbrachte BM fast jede freie Minute mit Basteln und Malen. Auch wenn sie das sehr ausdauernd tat, war ihr Körper dabei jedoch ständig in Bewegung. Der kleine Kinderstuhl am Couchtisch fiel alle paar Minuten um, weil sie irgendwie darauf herum kletterte. Am liebsten steht sie an jenem Tisch und legt dabei immer Mal ein Bein obendrauf. Ähnlich muss es auch in der Kita sein. Ein bisschen innere Ruhe fehlt BM also noch auf dem Weg zum Schulkind.
Auch in der Kita wird BM nun zunehmend frecher, kommt Aufforderungen einfach nicht nach oder stachelt sogar andere Kinder an a la: "Stimmt's C., wir machen das einfach nicht!" Sie wird allerdings in der Kita nicht bockig wie zu Hause und bislang ist es auch noch in einem ganz normalen Rahmen, BM testet eben Grenzen aus, was - nebenbei bemerkt - uns in den letzten Wochen oft an unsere nervlichen Grenzen brachte. Scheinbar will sie grundsätzlich nicht, was wir wollen oder erwarten, und kreischt oft ihren Frust heraus, was mich wiederum extrem auf die Palme bringt. Aber wie gesagt, so ist sie in der Kita nicht.
Zuletzt erzählte S. noch wie hilfsbereit BM sei. So bittet die Erzieherin BM manchmal den Kindern zu helfen, die sich z.B. noch nicht so gut alleine anziehen können. Ehrlich gesagt fand ich es erstaunlich, dass andere Vierjährige dazu noch Hilfe brauchen und im Gegensatz dazu unsere BM offenbar so versiert ist, dass sie diese auch erbringen kann. Zu Hause klappt das natürlich oft nicht so gut - sei es, weil BM mal wieder wie ein Baby angezogen werden möchte (also im Liegen) oder weil sie über die Jacken-und-Schuh-Entscheidung-anhand-des-Wetters in Rage gerät.
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Am Samstag fand der alljährliche Garteneinsatz in der Kita statt, bei dem R. tatkräftig half während BM mit einer Freundlin spielte und ich Zwee betreute, die alles sehr spannend fand und riesigen Spaß hatte beim Schaukeln, Wippen und Herumwühlen im schwarzen Sand. Es war mal wieder richtig schön, BM in der Kita beim Spielen zu beobachten. Wenn ich sie sonst Nachmittags abhole, hört sie meist recht schnell auf zu spielen, so dass ich kaum etwas mitbekomme. Die beiden Mädels unterhielten sich altklug darüber, wer welche Kompetenzen im Zaubern von Eis habe, bauten aus Allibertkisten einen Eispalast auf dem Klettergerüst während ein paar Jungs Schaufeln schwingend drumherum tobten und versuchten, das Schloss einzunehmen. Dann "retteten" sie eine kleine Raupe und eine kleine Spinne und machten es ihnen mit vielen Blättern auf kleinen Tellern gemütlich. Zwischendurch knuddelte BM immer mal wieder ihre kleine Schwester und erklärte wie cool es wird, wenn Zwee auch endlich ein Kitakind ist.
Donnerstag, 7. Mai 2015
Stillen mit Aussicht
Mittwoch, 6. Mai 2015
Zwees 1. Geburtstag
Zuerst sah es so aus, als ob der erste Geburtstag gar kein Vergnügen werden würde, denn Zwee hustete, jammerte und wälzte sich in ihren Geburtstag hinein. In den ganz frühen Morgenstunden gab ich ihr dann sogar ein Zäpfchen, weil sie gar nicht zur Ruhe kam und sich warm anfühlte. Da BM seit Tagen über Halsschmerzen klagte, nahm ich an, dass Zwee ebenfalls Schmerzen haben könnte.
Am Morgen jedoch war unsere Zwee dann doch richtig fit und wachte recht gut gelaunt auf. R. und ich bekuschelten unser Geburtstagsmädchen eine zeitlang bis BM Wachwerdegeräusche machte, so dass R. sie schnell zu uns hoch holte, damit wir drei Zwee ein Geburtstagsständchen singen konnten. Sie fand das auch ganz toll, wie wir da so zu dritt für sie sangen und tanzte (wippte) gleich freudig mit. Es war so ein schöner Moment zu viert im großen Bett - eigentlich genauso so wie es vor einem Jahr hätte sein sollen.
Stellvertretend für Zwee war BM fürchterlich aufgeregt und wollte am liebsten sofort die Geschenke für Zwee auspacken. Da wir befürchteten, dass Zwee oder BMs Laune schlagartig wegen Frühstückshunger in den Keller sinken könnte, durfte BM ihrer kleinen Schwester erstmal nur mit einem Geschenk helfen - nämlich einem Activity-Stapelturm-Ding, das sie letztes Wochenende für Zwee auf einem Flohmarkt ausgesucht hatte. Da die Einzelteile rasseln und klappern, war Zwee gleich sehr begeistert. Dann gab es erstmal Frühstück und eine völlig erschöpfte Zwee musste gleich im Anschluss kuscheln und eine Stunde schlafen, so dass wir schon dachten, dass sie nun doch richtig krank wird. Wurde sie aber nicht, sondern war danach bestens gelaunt, so dass wir im Laufe des Vormittags unsere weiteren Geschenke - die erste Püppi, Buddelzeug und ein Knuddibu - zum Auspacken frei gaben, was BM mit großem Einsatz für Zwee erledigte. Zwee bespielte auch alles ein bisschen, fand aber auch die Luftballons und das Geschenkband erwartungsgemäß total klasse. Wir vier hatten einen sehr schönen, gemütlichen Vormittag - genauso wie wir uns das vorgestellt hatten.
Zum richtigen Mittagsschlaf musste R. unsere Zwee durch einen Manduca-Spaziergang überzeugen. Obwohl Zwee in den letzten Wochen immer eher unvorhersehbar geschlafen hatte, waren wir froh, dass das am Geburtstag sehr gut klappte. Tatsächlich war Zwee am Nachmittag in bester Partystimmung. Als die Geburtstagsgäste eintrafen ließ sie sich zum ersten Mal überhaupt nicht von der Menschenansammlung, Lautstärke und Geburtstagsküsschen aus der Ruhe bringen. Sie schaute sich zuerst zufrieden von meinem Schoß aus um und schleckte ein paar Geschenke an bevor sie sich dann ins Getümmel warf und neben den Babycousins spielte.
Nach dem Essen verlagerte sich die Party bei bestem Geburtstagswetter in den Garten, wo alle Kinder sehr viel Spaß mit Zwees neuem Krabbeltunnel hatten. Auch Zwee fand ihn sehr spannend, traute sich aber noch nicht hindurchzukrabbeln, was aber auch kaum verwunderlich war, da stets mindestens ein anderes Kind darin steckte. Dafür krabbelte Zwee zum ersten Mal ohne viel zu Zögern über den Rasen, stand am Klettergerüst herum und versuchte, Gras zu essen. Dabei sah sie zuckersüß aus in ihrem Kleidchen und der schicken Geburtstagskrone von Tante Kimmy, die sie geduldig die ganze Zeit trug. Derweil hatten wir Erwachsenen Zeit, ein bisschen auf der Terrasse zu sitzen und zu plaudern. Es war eine wirklich schöne, entspannte Feier.
Tatsächlich überdauerte Zwee ihre übliche Schlafenszeit recht locker und gut gelaunt. Als sie dann jedoch in ihrem Schlafanzug steckte, wurde sie sofort wieder zum Mini-Baby. Sie suchte die Brust, trank gierig nach der ganzen Feierei und schlief dabei mit kleinen Schweißperlen auf dem Näschen zufrieden ein. Mein Baby, meine Zwee!
Sei es nun Einbildung oder selbst-erfüllende Prophezeiung, aber tatsächlich wirkt Zwee pünktlich zu ihrem ersten Geburtstag plötzlich wie ein richtiges Kleinkind. Vielleicht liegt es daran, dass sie nun meistens im Stehen spielt. Sie stellt sich mittlerweile richtig schnell und sicher hin, hält sich oft nur mit einer Hand fest und schafft es auch problemlos, wieder herunter in die Knie zu gehen.
Außerdem plappert Zwee in einer Tour, was sich oft wie ganze Sätze anhört. Mammmaaa und Bappaaa sagt sie nun immer öfter und das klingt einfach wunderwunderschön! Sie hat so ein schönes Stimmchen!
Zwee zeigt nun außerdem ständig auf Dinge, die sie toll findet. Vor allem der Storch hat es ihr sehr angetan. Sie freut sich, wenn wir diese Dinge dann benennen, und kriegt sich gar nicht mehr ein, wenn sie diese dann auch anfassen darf. Schwierig ist das nur, wenn sie wie heute mal wieder Bäume, Markisen und Schornsteine interessant findet.
Bekommt Zwee nicht ihren Willen, hat sie nun ein sehr lautstarkes Kreischen entwickelt, um ihren Unmut kundzutun. Ich kann nur sagen, wir alle sind stets bemüht, dieses Kreischen durch gehorsames Befolgen ihrer Anweisungen im Keim zu ersticken. Nur leider, leider, verstehen wir wohl oft nicht, was genau sie möchte. Dies ist besonders oft beim Essen der Fall. Im Allgemeinen scheint sie das zu wollen, was auf unseren Tellern liegt. Bieten wir es ihr an, ist es dann aber trotzdem oft doof. Tatsächlich kaut Zwee auf allem eine Weile herum und lässt das meiste dann wieder aus dem Mund heraus fallen - so sieht es jedenfalls immer rund um ihren Hochstuhl herum aus.
Just for the record: Trinken klappt immer noch nicht. Ich versuche gelassen zu bleiben.
Immerhin klappt es nun meistens, dass sie nach dem abendlichen Stillen bei R. oder mir im Arm einschläft und dann erst wieder um 23 Uhr unbedingt gestillt werden muss. Dazwischen wacht sie leider oft auf, schläft aber meist schnell wieder ein, wenn man sie kurz auf den Arm nimmt. Wenn ich sie dann zum ersten Mal wieder gestillt habe, hole ich Zwee hoch ins Babybay - ja, sie passt da eigentlich noch ganz gut hinein. Allerdings wuselt sie seit ein paar Tagen sehr viel herum und dreht sich wie ein Brummkreisel, so dass ich abwechselnd ihr Köpfchen oder ihre Füßchen in meiner Seite habe. Ich habe jedoch das Gefühl, dass sie seitdem besser schläft. Zuvor war es irgendwie so als würde sie oft nur jammern / aufwachen, weil sie gern gewendet werden wollte, obwohl sie das theoretisch ja längst konnte. Nichtsdestotrotz wacht sie immer noch oft auf und ich stille sie Nachts meist alle ein bis zwei Stunden.
Für die Statistik habe ich Zwee heute kurz auf die Waage gesetzt, die 8,7 kg anzeigte bevor Zwee schnellstens wieder herunterkletterte damit sie das Display besser anschlecken konnte. Das Vermessen war etwas schwierig, da Zwee das Maßband so lustig fand, dass sie ganz doll zappeln musste. Ich denke, das sie so zwischen 72 und 73 cm groß sein dürfte, was sich auch damit deckt, dass die Größe 80 nach und nach Einkehr in ihren Kleiderschrank hält.
Kleine Zwee, wenn du Mammmaaa sagst, wenn ich erst das Tap-tap-tap deiner Krabbelhändchen höre und dann sehe wie du erwartungsvoll um die Ecke schaust und dich so sehr freust, weil du mich siehst, wenn du deine Äuglein zusammen kneifst und nasekräuselnd grienst, wenn du laut lachst, wenn du mir ein Babyküsschen schenkst, wenn du wie ein Baby zufrieden an meiner Brust trinkst, könnte ich vor Liebe platzen. Du bist nun schon ein richtiger kleiner Mensch geworden und ich freue mich unbändig auf die nächsten Jahre mit dir!
Freitag, 1. Mai 2015
Staffelstabübergabe in Raten
Zum Glück habe ich dann noch einen Monat mit Urlaubstagen aus dem letzten Jahr frei, so dass wir erstmal zusammen zwei Wochen zu Hause haben und uns danach noch einen schönen Urlaub auf Mallorca machen bevor ich am 4. Juni meinen ersten Arbeitstag und R. seinen ersten alleinverantwortlichen Elternzeittag hat.
Wer hat in meinem Bettchen geschlafen?
Ich bin ja nicht so der Tierfreund. Ich meine, ich finde es toll, wenn Leute Tiere haben, ihnen ein schönes Leben ermöglichen und sich an ihnen erfreuen - solange sie MIR nur nicht zu nahe kommen!
Also lief ich rückwärts wieder aus dem Zimmer (im 2. Stock!) raus und schloss die Tür. BM schaute mich mit großen Augen an als ich ihr von der Katze erzählte während ich schon die Nummer der Nachbarin wählte. Zum Glück kam sie dann gleich, um das Vieh abzuholen und sich sehr wortreich zu entschuldigen.
Mein Puls war so schon auf 180. Nicht auszudenken, wie ich reagiert hätte, wenn die Katze sich im offenen Schrank versteckt hätte und erst heraus gekommen wäre, wenn ich kontaktlinsenlos im Bett gewesen wäre. Wuaaaahhh!!!!
Nun ist also erstmal eine Runde abendliches Bettenbeziehen angesagt.
Dienstag, 28. April 2015
Alte Bekannte
Montag, 27. April 2015
Mutti-Freigang
Ein Mal nahm ich schon vor ein paar Wochen Anlauf, sagte aber im letzten Moment ab, weil Zwee mich bzw. meine Brust Abends immer noch sehr unvorhersehbar braucht. Das ist nun eigentlich immer noch so, aber letzte Woche setzte sich ein egoistischer Anflug durch. Ich musste wirklich endlich mal wieder raus und ohne Baby unter Leute. Immerhin lässt Zwee sich nun anstandslos von R. ins Bett bringen, wenn ich sie zuvor gestillt habe. Danach schläft sie
Jedenfalls habe ich mich im Nachhinein sehr über meinen Rückzieher geärgert bzw. hatte das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Letzte Woche trafen dann gleich mehrere Anlässe aufeinander, so dass ich gleich drei Mal Gelegenheit hatte "mal raus zu kommen".
Am Mittwoch gingen wir Mamas vom Babyturnen abends gemeinsam essen (und die meisten auch etwas trinken). Es war so toll, mal einfach drauflos schwatzen zu können, ohne das irgendjemand dabei ein Kind schaukeln, stillen oder bespaßen musste. Außerdem schafften wir es, uns zumindest einen Teil der Zeit über andere Themen als die Babys zu unterhalten. Nachdem wir uns monatelang wöchentlich getroffen hatten, war es erstaunlich wie wenig wir bislang außerhalb von Babythemen von einander wussten. Jedenfalls hatten wir viel zu lachen, und die Zeit verging wie im Fluge. Ich kam genau zur rechten Zeit nach Hause, um Zwee zu stillen und meine übliche Nachtschicht zu absolvieren.
Am Freitag haben R. und ich einen Tag vorzeitig unseren Hochzeitstag mit einem Nachmittagsdate gefeiert während meine Eltern und PL Zwee für zwei Stündchen bespaßten, was wohl auch ganz gut klappte. Zwee fremdelt ja immer noch ziemlich doll und ist leider im Moment von ihrer Oma nicht so angetan - warum auch immer. Dafür ließ sie sich schön vom Opa umhertragen, der sich natürlich sehr darüber freute, Chefbetreuer vom kleinsten Enkelchen sein zu dürfen. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich endlich mal wieder ein bisschen für meinen Mann aufzubrezeln, so mit Schminke, richtigem BH und Hackenschuhen (in denen ich nicht mehr laufen kann). Leider musste ich mir das dann alles wieder ganz unromantisch vom Leibe reißen und gegen stilltaugliche Sachen eintauschen, sobald wir nach Hause kamen, aber es war trotzdem schön, mal wieder schön zu sein.
Am Samstag feierte Olo zu seiner großen Überraschung seinen 65. Geburtstag. Da es erst 19 Uhr losging, blieb R. mit den Kindern zu Hause und ich hatte allein Ausgang. Und was für eine Party das war! Olo wurde erst eine Stunde zuvor gesagt, dass er mal duschen gehen und den bereit gelegten Anzug anziehen solle. Dann wurde er mit verbundenen Augen zur Location gefahren und hineingeführt. Als das Tuch abgenommen wurde - ÜBERRASCHUNG - befand er sich in der Mixed Zone des Stadions an der Alten Försterei mit seiner Familie und seinen Freunden. Nach einer Stadionführung wurde in einem VIP-Bereich lecker gegessen, getanzt und gefeiert. Ja, auch ich habe nach werweißwielanger Zeit mal wieder getanzt. Um 22:30 Uhr wurde es dann leider Zeit für meinen frühzeitigen Cinderella-Abgang, so dass ich leider nicht um Mitternacht zum Geburtstag gratulieren konnte. Zu Hause hatte Zwee schon eine Stunde auf R.s Arm geschlafen und beide waren wohl ganz froh, dass ich wieder da war.
Ich muss zugeben, dass Zwee meine Abwesenheit wohl nicht so leicht verdaut hat. Jedenfalls ist sie nun wieder noch anhänglicher geworden, will ganz viel kuscheln und stillen, folgt mir auf Schritt und Tritt und ist Nachts gefühlt noch öfter auf der Suche nach meiner Brust. Für mich war es aber höchste Eisenbahn, endlich mal wieder etwas für mich tun zu können. Jedenfalls konnte ich letzte Woche meinen Tank ein bisschen auffüllen und bin nun auch wieder besser gelaunt.
Montag, 20. April 2015
Neue Zwee-Gadgets
R. und ich sind ein wenig uneins darüber, ob Zwee denn nun schon Mama sagen kann oder nicht. Sie übt es schon seit zwei/ drei Wochen. Na gut, ich gebe zu, dass ich es ihr auch ein paar Mal vorgesprochen habe. :-) Oft kommt statt Mama eher noch "Mammmma", "Amma" oder "Mamamama", aber ich höre am Klang, wenn sie mich meint und nicht nur Silben übt. Echt jetzt.
Letzte Woche beim Treffen der Krabbelcousins bei meiner Cousine krabbelte Zwee geschäftig umher, unter dem Tisch durch und im Kreis durch Küche, Flur und Wohnzimmer. Zwischendurch rief sie immer wieder nach mir und gab erst Ruhe, wenn ich z.B. meinen Kopf unter den Tisch steckte, damit sie mich von dort aus sehen konnte. Also ja, Zwee sagt definitiv Mama. In Variationen. Aber Hauptsache ist doch, dass ich mich im richtigen Moment angesprochen fühle.
Für die Annalen: Das war am Mittwoch, den 15. April, und Zwee war 11 Monate, 1 Woche und 2 Tage alt.
Da Zwee ihren Papa aber auch sehr lieb hat, übt sie auch "Baba" und "Babababa" und spätestens seit dem Wochenende meint sie auch eindeutig ihn damit. Mal sehen, wann sie sich nun an BMs Namen versucht.
Zwee weiß, wo ihre Nase und wo meine Nase ist. Tatsächlich ist meine Nase total zerkratzt, weil sie da so gern reingreift. Außerdem streckt sie mir die Füßchen hin, wenn ich danach frage. Meine Ohren kennt sie auch, ist sich aber scheinbar noch nicht darüber im klaren, dass sie auch welche hat.
Zwee macht Küsschen-Geräusche und schenkt mir dicke, feuchte Babyküsse, wobei sie mein Gesicht ganz doll festhält. Wir haben uns eben beide zum Fressen gern.
Und - Trommelwirbel!!! - gestern Abend stellte Zwee sich zum ersten Mal senkrecht hin. Während R. das Abendessen zubereitete spielten BM und ich ein paar Runden MauMau. Zwee schaute uns aus dem Laufgitter heraus zu und freute sich, wenn wir zwischendurch Quatsch mit ihr machten. Dann stellte sie sich einfach hin und blieb richtig lange stehen. Ganz kurz hielt sie sich sogar nur mit einer Hand fest, weil sie auf BM zeigen musste.
Damit hat sie mal wieder einen typischen "Zwee" gemacht, d.h. sie hat vorher überhaupt nicht geübt, sondern einfach irgendwann beschlossen, dass sie sich ja mal hinstellen könnte. Bislang hatte sie sich immer nur auf die Knie bzw. ein Knie und ein Bein gestellt, es aber augenscheinlich nicht mal versucht, noch höher hinaus zu kommen.
An- und Ausziehen findet Zwee total doof und wehrt sich mit Händen und strampelnden Beinchen. Trotzdem macht sie beim Ein- und Ausfädeln der Ärmchen mittlerweile schon ziemlich gut mit und schiebt sie in die richtige Richtung, so dass man nicht mehr mühevoll um jeden Zentimeter kämpfen muss, auch wenn sie dabei trotzdem lautstark meckern muss.
Zu guter Letzt noch ein kleines Zahn-Update. Über zwei Monate nachdem der erste Zahn an ungewöhnlicher Stelle heraus kam, ist nun dessen Zwilling oben rechts auch endlich draußen:
Freitag, 17. April 2015
Schwindelig
BM klagt in unregelmäßigen Abständen immer wieder über Kopfschmerzen. Daher ging ich gestern mal wieder mit ihr zum Augenarzt, nachdem wir vor zwei Jahren schon mal sicherheitshalber da gewesen waren, weil R. und ich beide kurzsichtig sind. Kurzum: Es ist alles in Ordnung.
Ich musste mich sehr zusammen reißen als BM schon wieder den Hund auf der Tafel nicht erkannt hat, sondern ihn erneut als Tier bzw. Tiger bezeichnete. Das war in den letzten Jahren auch bei den Us immer so. Dann bekam BM noch Augentropfen, damit die Augenärztin den Sehnerv gut ansehen kann. Da diese eine Weile einwirken mussten, gingen wir in der Zwischenzeit ein Schnitzel essen. Es sah zum Schreien komisch aus wie BM dabei ihren Teller anschielte, weil sie wegen der vergrößerten Pupillen in der Nähe nicht gut gucken konnte. Das blieb dann auch den ganzen Tag so und sah ehrlich gesagt ganz schön gruselig aus. Für BM war das ganz schön ermüdend und ihr wurde wohl auch ein bisschen schwindelig, so dass ich sie vom Augenarzt zum Auto und dann vom Parkplatz zum Haus tragen musste.
Schwindelig 2:
Ich glaube, jedes Kind findet das irgendwann toll. Jedenfalls liebt Zwee es im Moment, ihr Köpfchen hin und her zu schütteln bis ihr schwindelig wird. Besonders auf dem Hochstuhl macht ihr das irren Spaß, weil sie dann zusätzlich noch vor und zurück schaukeln kann. Der vermaledeite Hochstuhl kippelt minimal, was uns dann in Verbindung mit Zwees Freudenschreien ganz schön auf den Zünder geht.
Einhalt kann nur BM bieten. Die Kinder gucken und lachen sich dann an und zeigen mit den Fingern gegenseitig auf sich. Keine Ahnung, warum das so lustig ist, aber immerhin ist es dann etwas leiser am Esstisch.
Montag, 13. April 2015
145 Jahre
Am Freitag Morgen machten wir uns auf dem Weg und machten einem recht kurzfristigen Einfall zufolge unsere Rast in Dresden bei M. Wir kennen uns - nur online - seitdem wir mit unseren großen Mädels schwanger waren, also schon über fünf Jahre. Es war richtig schön, uns mal zwei Stunden in echt zu unterhalten. Die beiden Mädchen klickten sofort und spielten die ganze Zeit sehr einträchtig zusammen, auch wenn sie beide keine Lust hatten, gegenseitig ihre Namen zu verinnerlichen, sondern sich einfach "Mädchen" nannten.
Danach war es auch nicht mehr weit bis zu unserem Ziel, wo alle nach und nach eintrudelten und in der Nachmittagssonne im kleinen Biergarten saßen. BM rannte umher als hätte sie einen Tag im Auto gesessen und war bestens gelaunt, vor allem als dann auch noch ihre Cousins aus Bayern eintrafen. Für Zwee war alles ein bisschen viel und laut, so dass sie ganz viel kuscheln musste. Erst als wir mit ihr ins Hotelzimmer gehen wurde sie wieder mopsfidel und krabbelte und spielte eine Stunde lang zufrieden vor sich hin. Da Zwee ja ein... äh... eher unzuverlässiger Schläfer ist, trauten wir uns nicht, sie mit Babyphone-App im Zimmer schlafen zu lassen, sondern wechselten uns Abends beim Essen und geselligem Beisammensein ab. Derweil rannte unser
Am nächsten Tag machten wir alle zusammen eine kleine Schiffstour auf dem Stausee bevor wir die Kinder auf den nahe gelegenen Spielplatz scheuchten. Da es dort auch eine kleine Rutsche gab, machte ich mein Versprechen wahr und ließ BM und Zwee zusammen rutschen, was beide total lustig fanden. Zwee bekam sich vor Lachen gar nicht mehr ein, wenn sie nur sah, wie BM erneut auf die Rutsche kletterte. Nach einer Runde Bungeetrampolin war BM dann reif für eine Mittagsruhe, die sie mit R. im Zimmer verbrachte, während ich Zwee einen Manduca-Mittagsschlaf bescherte und die Gegend ein bisschen erkundete.
Zur eigentlichen Feier am Nachmittag und Abend kam dann zu Omas besonderer Freude auch ihr Bruder mit seiner Familie aus Leipzig. Ich glaube, für Oma war es etwas ganz besonderes, ihre ganze Familie so um sich zu scharren. Eine Fotografin kam, um nicht nur ein großes Familienbild sondern auch einzelne Familienbilder in unterschiedlichen Zusammenstellungen zu schießen. Ich freue mich schon sehr auf die Ergebnisse. BM hatte dann zwar leider einen Weltklasse-Bock wegen nicht auf Familienfotos sein, wo sie nicht drauf gehört, wegen Klackerschuhe nur im Haus anziehen und Sack Reis in China, bekam sich dann aber zum Glück irgendwann wieder ein und spielte wieder schön mit ihrem Cousin. An diesem Abend wechselten R. und ich uns andersherum ab, so dass ich mit den anderen Gästen zusammen essen und etwas länger schnacken konnte bis wir dann wieder die Plätze tauschten.
Ich hätte mir gern noch etwas von der Gegend rund um den Stausee angesehen, aber das Wochenende war leider wie im Fluge zu Ende. Die Heimreise am Sonntag Vormittag verlief dafür erstaunlich friedfertig zumal Zwee einen Großteil der Fahrt verschlief und den letzten Rest zufrieden spielte.














