Sonntag, 30. Juli 2017
2. Ferienetappe
1. Ferienetappe
So verbrachten wir ein paar schöne Tage zum Ferienauftakt. Tatsächlich verließen wir den kleinen Ferienort nicht einmal, sondern genossen es, in den Tag hinein zu leben. Wir spazierten und rollerten durch die Gegend, badeten im Bernsteinsee, buddelten am Strand, beobachteten die Wakeboarder, gingen reiten (also die Kinder, wir mussten/durften nebenher laufen) und spielten Verstecken in der Wohnung... denn das Wetter war sehr durchwachsen, so dass wir froh über unser Upgrade waren.
BM bekam von ihrer Oma ein Geschichtenheft für die Ferien geschenkt. Bislang hat sie noch nichts selbst eingeschrieben, diktierte aber ihrer Oma folgendes über die Tage am Bernsteinsee:
"Ich und meine kleine Schwester sind hier geritten. Mein Pferd hieß Tralala. Meine Schwester auf Püppi geritten. Mama und Papa, meine Schwester und ich sind dort im See baden gegangen. Jeden Tag waren wir in der Gaststätte essen und zum Frühstück gab es viele Leckereien. Mir hat es hier sehr gut gefallen. Wir hatten hier eine ganz große Wohnung."
Letztendlich verkürzten wir den Urlaub um einen Tag, denn am Samstag goss es wie aus Eimern und es war kein Ende in Sicht. Große Wohnung hin oder her, bei Unwetter fanden wir es zu Hause doch gemütlicher.
Sonntag, 23. Juli 2017
Leber Wurst
Heute beim Abendessen wollte Zwee Leberwurst auf ihre Stulle haben.
Dann fragte sie: "Wie heißt das notmal?"
Ich: "Leberwurst."
Zwee: "Häh? Wie heißt das?"
Ich wieder: "Leberwurst."
Daraufhin Zwee: "Und wie ist der Vorname?"
Überhaupt hatte Zwee heute offenbar Quatschlaune, denn daraufhin fütterte sie das kleine Abziehbild an ihrem Arm - einen kleinen Esel - mit ihrer Stulle und unterhielt sich angeregt mit ihm.
Donnerstag, 20. Juli 2017
Tschüss 1a! Hallo 2a!
Für BM war es ein ziemlich anstrengendes Jahr. Die ersten Monate machte ihr vor allem das neue soziale Gefüge zu schaffen. Unsere Kinder gehen/gingen ja in eine recht kleine Kita, wo jeder jeden kennt und BM einen festen Platz hatte. Sie ist auch keineswegs besonders schüchtern, im Gegenteil, ich staune immer wieder, wie schnell sie Anschluss findet. In der Schule fiel ihr das aber wirklich schwer.
Monatelang war sie jeden Abend traurig, weil sie "von den anderen Kindern ausgeschlossen wurde". Egal, was man über den Schultag fragte, sie wollte eigentlich gar nicht erzählen, sondern sagte immer nur, dass sie wieder traurig gewesen sei. Viele Kinder hatten aber scheinbar feste Freunde mitgebracht bzw. hielten an ihren alten Kita-Freunden/Bekannten sehr fest. BM hingegen hatte einen solchen Anker leider nicht. Mit dem einzigen Mädchen, dass aus ihrer Kita mitgekommen war, war sie schon seit einem Jahr nicht nicht mehr richtig fest befreundet (obwohl die beiden früher total dicke waren).
Mein Mamaherz blutete, ich hatte irgendwie erwartet, dass BM richtig viel Spaß in der Schule haben würde und ganz schnell Freunde finden würde. Aber wenn oft so traurig ist, und außerdem noch eines der jüngsten Kinder mit einem riesigen Bewegungsdrang, macht die Schule wohl nicht besonders viel Spaß.
Sowohl BMs Lehrerin als auch ihre Erzieherin sind richtig toll und gehen super auf die Kinder ein. Wir führten mehrere Gespräche mit beiden, wodurch die Situation ein bisschen relativiert wurde: Tatsächlich hatten beide von Anfang an den Eindruck, dass BM immer mittendrin war. Sie machte bei allen Aktivitäten freudig mit und hatte schnell guten Anschluss an alle Kinder. Nur eben keine beste Freundin. BM ist sensibler als wir es vielleicht gedacht hätten: Sie nimmt es sich eben sehr zu Herzen, wenn sie beim Schuhe anziehen die letzte ist und dann alle anderen Kinder sich schon auf dem großen Hof verteilt haben. In der Kita hat sie gern den Ton angegeben (bis im letzten Schuljahr zwei zurückgestellte Mädels die Führung übernahmen), in der Schule ist sie einen Kopf kleiner als viele Mitschüler und musste sich plötzlich einen neuen Stand zwischen 23 anderen Kindern schaffen.
Die Erzieherin berichtete auch, dass wenn BM sich in den Kopf setzte, mit einem bestimmten Mädchen zu spielen, sie dann traurig war, wenn dieses nicht wollte, auch wenn gleichzeitig mehrere andere Kinder sich zum Spielen anboten. Da kam sie dann manchmal nicht aus ihrer Rolle heraus. Dennoch: Es machte mich unendlich traurig, wenn BM in der Schule oder Abends weinen musste. Wie auch immer die Situation von außen aussah - für sie war es eben wirklich schlimm.
Lehrerin und Erzieherin nahmen BMs Problem ernst und halfen ihr. Wenn sie traurig war, fragten sie in die Runde, wer denn mit BM spielen wolle - woraufhin immer viele Hände hochgingen. Sie sprachen oft mit der Klasse über Teamgeist und Kameradschaft und dass sie alle zusammen halten sollten.
Ob es diese Bemühungen waren oder die ersten Lernerfolge oder einfach die Zeit, vielleicht auch die Kombination: Irgendwann zwischen Winter- und Osterferien legte sich bei BM ein Schalter um.
Unser großes Mädchen ist nun viel ausgeglichener und fröhlicher. Sie erzählt zwar immer noch nicht allzu viel von der Schule, und wenn sie es sich aussuchen könnte, hätte sie wohl am liebsten immer Ferien, aber Schule scheint nun immerhin okay zu sein.
In diesem einen Schuljahr ist BM so selbständig und reif geworden. Ihr sowieso schon nie versiegender Redefluss hat einen völlig neuen Wortschatz aufgenommen. Bislang hauptsächlich "Lehrerformulierungen", aber neulich bekam sie ein Donnerwetter von mir, weil ich hörte wie sie zu ihrer kleinen Schwester "Halt doch die Schnauze" sagte. Wir werden das ja nicht verhindern können, aber bei uns zu Hause wird so jedenfalls nicht gesprochen.
Am Mittwoch gab es nun also die ersten Giftblätter. BM bettelte mich morgens noch an, dass ich ihr eine Zange mitgeben solle, weil sie meine Erzählungen von meinen Zeugnisausgaben so lustig fand. Ich überzeugte sie jedoch, dass ich die Zange auch erst viel später benutzt hatte und sie noch viel Jahre warten müsse, bis sie das auch tun könne.
In der 3. Stunde war es soweit. R. und ich waren mit einigen anderen Eltern in die Schule gekommen, so dass wir bei der Zeugnisübergabe dabei sein konnten. Zuerst sangen die Kinder das Lied vom Gummibären - dann hatten wir also mal wieder ein paar Stunden lang diesen Ohrwurm. Es war aber toll zusehen, wie lieb alle dasaßen, mitsangen und an denselben Stellen schmunzeln mussten, obwohl sie das Lied sicher schon hundertmal gesungen haben. Die Lehrerin war toll wie immer. Nacheinander rief sie jeweils einen Jungen und ein Mädchen nach vorn und hatte für jedes Kind einige sehr persönliche Worte. Zum Zeugnis gab es dann von der Erzieherin noch jeweils ein kleines Tütchen mit einem Pixiebuch, Bleistift und Notizblock.
Als BM an der Reihe war, lobte die Lehrerin, dass sie das ganze Jahr so fleißig und lieb gewesen sei. Sie erwähnte noch, dass BM nach ihrer Polypen-OP ganz schnell wieder reingekommen ist und es kaum aufgefallen sei, dass sie zwischendurch weg war. BM war vorn ganz schön aufgeregt. Danach sagte sie noch, dass sie froh war, dass sie selbst nichts sagen musste. Ja, Dankesreden haben wohl auch noch etwas Zeit. Wie die meisten Kinder interessierte sich BM Null für das Zeugnis, sondern wollte erstmal das kleine Geschenk auspacken. Erst als wir ein paar Stunden später schon im Urlaub waren, wollte sie es sich kurz mit mir ansehen... aber wirklich nur kurz.
BM liest schon richtig gut, und ich glaube, es macht ihr richtig Spaß, die Welt um sie herum so zu erschließen. Sie liest so im Vorbeigehen lange Straßennamen und Begriffe, aber bei den Hausaufgaben muss ich sie noch oft daran erinnern, dass sie die Aufgabenstellung doch selbst lesen kann und mich nicht dazu braucht. Gelegentlich liest sie ihrer kleinen Schwester aus deren Bilderbüchern vor - mittlerweile auch schon so flüssig, dass Zwee sitzen bleibt und zuhört.
BM rechnet auch sehr gern und sicher bis 20. Zuletzt hat die Klasse mit Geld gerechnet, was ihr großen Spaß gemacht hat. Mein Eindruck ist, wenn sie sich noch etwas Zeit nehmen würde, neue Aufgaben richtig zu verstehen, könnte sie richtig gut in Mathe sein. So müssen wir oft einige Aufgaben im Matheheft noch einmal wegradieren und nacharbeiten, weil sie an der Aufgabe vorbei gerechnet hat.
Die beste Beurteilung bekam BM in Sachkunde. Seltsamerweise ein Fach, über das sie nie etwas zu Hause erzählt. Da gibt es auch nur selten Hausaufgaben auf, so dass ich kaum ein Gefühl dafür habe, was sie da eigentlich machen. Allerdings wundert es mich nicht, dass sie darin gut ist: Die Lehrer der Familie und auch ihre Kitaerzieherinnen haben immer gesagt, dass BM sehr vielseitig interessiert ist und ein richtig gutes Allgemeinwissen hat.
Direkt nach der Zeugnisgabe holten wir noch schnell Zwee aus der Kita ab und fuhren in einen kleinen Ferienauftakturlaub an den Bernsteinsee... aber nicht bevor BM auch von uns ein kleines Geschenk für das geschaffte Schuljahr und das schöne Zeugnis bekommen hatte:
Zur Zeit ist BM ja glühender My-little-Pony-Fan. Und niemand sagt so niedlich lispelnd "Prinzessin Twighlight Sparkle" wie mein zahnlückiges Mädchen. (Seit sie weiß wie süß ich das finde, kommt sie manchmal in einem Anflug von Liebe zu mir und flüstert es mir ins Ohr, um mir eine Freude zu machen. ) Darum hat sie eben diese nun auch zum Spielen bekommen. Auf dem Foto haben Twighlight und Apple Jack übrigens Taschentuchkleider an, weil sie heiraten.
Mein liebes großes Mädchen, ich wünsche dir wundervolle Ferien, damit du ordentlich Energie auftanken kannst bevor es im September weitergeht. Und wenn ich noch einen Wunsch offen habe, wünsche ich mir, dass die Schule dir bald so richtig Spaß macht. Das Schule-doof-finden hat wirklich noch ein paar Jahre Zeit!
Sonntag, 16. Juli 2017
Kita-Sommerfest 2017
Dennoch waren R. und ich uns ziemlich sicher, dass sie im entscheidenden Augenblick nicht mitsingen würde. Und wir behielten recht. Zwee ging zwar bereitwillig vor und stand zwischen den größeren Kindern. Während des Liedes standen sie und ihre eine Zwillingsfreundin aber nebeneinander und schauten sich mit fest verschlossenen Mündchen tief in die Augen.
Beim anschließenden Theaterstück schaute sie aber interessiert zu und beim anschließenden Fest hatte sie dann richtig Spaß. Ich selbst hatte leider kaum die Möglichkeit mit anderen Eltern zu quatschen, denn eine fiese Erkältung plagte mich und hatte sich wie so oft auf die Stimmbänder gelegt, so dass ich kaum sprechen konnte.
Wie in den vorangegangenen Jahren war es aber für uns eine große Freude zu sehen wie selbstsicher und selbstverständlich unser Kind sich im Kitagarten und mit den anderen Kindern bewegte. Zwee machte ganz viel Quatsch mit den Zwillingen und war überhaupt nicht schüchtern, sondern machte allerhand Quatsch vor (Kopfüber über einer Bank hängen und mit den Beinen schwingen) und gab oft den Ton an ("Los, wir hennen weiter! Nicht da lang, du musst da hunter hennen!").
Oft stöpselt Zwee bei größeren (und kleineren) Menschenansammlungen erstmal eine virtuelle 80cm-Nabelschnur bei mir ein und weicht mir nicht von der Seite. Diesmal mussten wir oft nach ihr suchen, weil sie ständig unterwegs war.
Beim diesjährigen Fest wurden verschiedene "Berufe" vorgestellt. So bastelte Zwee mit BM Buttons (Schmuckmacher). Sie bediente sich mit ihrer Freundin beim Spangenvorrat der "Friseurin" während BM sich geduldig frisieren ließ. Dann ließ sie sich bei der "Maskenbildnerin" schminken, suchte im "Einkaufsladen" von den Kitakindern hergestellte Marmelade aus, baute kurz als "Maurer" an dem großen Eierschachtelhaus mit und naschte Brot, das von der "Bäckerin" im Holzofen gebacken wurde. Größtenteils war sie aber mit einer oder mehreren Freundinnen auf Achse und spielte einfach schön.
BM hatte auch ihren Spaß und freute sich, ihre ehemalige Kitafreundin H. wiederzutreffen, deren kleine Schwester auch noch in die Kita geht. Man merkt nun aber, dass sie kein Kitakind mehr ist. Ich schätze, es dauert nicht mehr lange bis die Kitaaktionen uninteressant für sie werden.
Dienstag, 11. Juli 2017
Randalekäfer
Als R. gestern Zwee aus der Kita abholen wollte, erwartete ihn ein kleines freches Mädchen in Wechselsachen.
Offenbar hatten Zwee, Zwilling T. und die kleine M. den Waschraum unter Wasser gesetzt. Wir wissen nicht genau, was genau sie da gespielt haben, jedenfalls schwamm der ganze Waschraum und die Kinder waren bis auf die Schlüppis nass. Im Windeleimer fand die Putzfrau noch einige Handtücher, vielleicht weil die Mädels versucht hatten, den Boden zu wischen.
Zwee war sehr, sehr reumütig. Sie wollte uns gar nicht erzählen, was da oben passiert war, und heute früh im Auto sagte sie, dass sie heute nicht noch mal mit T. oben spiele wolle.
Als wir dann morgens ihre Erzieherin trafen, kuschelte Zwee sich eng an mich. Sie hatte gestern bestimmt doll geschimpft, war aber heute sehr lieb zu Zwee und sagte, dass doch alles wieder gut sei. Normalerweise wäre sowas ganz und gar nicht von Zwee zu erwarten.
Ich glaube, so schnell wird Zwee auch keinen Blödsinn mehr machen. Das kenne ich von mir. Ich war ja auch immer eher lieb und schüchtern und es war mir auch immer sehr peinlich, wenn ich mal über die Stränge geschlagen habe.
Obwohl sie bestimmt riesigen Spaß bei dem Quatsch hatte... :-D
Mittwoch, 28. Juni 2017
Dritte Brust
Eigentlich wollte ich duschen gehen, uneigentlich musst Zwee (angeblich) noch mal dringend auf Toilette anstatt zu schlafen.
Als ich mich nackig vorbeugte, um ihren Puschitropfen abzurufen, griff Zwee an meinen Schwabbelbauch und fragte: "Ist das auch eine Brust?"
Ähm. Kein Kommentar.
Samstag, 24. Juni 2017
Abendrunde
Heute war irgendwie ein komischer Tag. Ich fühlte mich seltsam schwummig, vielleicht weil die Ohren noch vom gestrigen Flug zu waren. Nach einem Ausflug auf den Spielplatz mit den Zwillingen war ich froh wieder zu Hause zu sein und machte einen dreistündigen Mittagsschlaf. Dabei mache ich sonst nie Mittagsschlaf. Nun geht es mir aber besser - aber der Nachmittag war quasi vorbei.
Nach dem Abendessen beschlossen wir aber, noch etwas frische Luft zu schnappen und machten zu viert einen schönen Spaziergang. BM machte Kunststücke auf ihren Roller und Zwee sauste mit dem Laufrad nebenher. Mittlerweile hat die das echt gut drauf, nur Bremsen muss sie noch ein bisschen üben.
Am Ende der Runde kamen wir in den Park, wo BM ihrer kleinen Schwester zeigte, wie man den Hügel hinab rennen kann. Zwee ließ sich bereitwillig helfen und wurde immer mutiger. Zuletzt lief sie fröhlich übers Feld weg - die Nabelschnur war heute wirklich außerordentlich lang.
Zu Hause angekommen wollten die Kinder noch draußen bleiben und wir chillten auf der Bank vorm Haus. Nach einiger Zeit kam die Zwillingsfamilie. Die Kinder spielen also noch ein bisschen. Derweil kredenzte R. uns Frauen je einen Cocktail.
Nun bin ich wohl doch schon wieder bettreif. Lah-di-lah! :-D
Freitag, 23. Juni 2017
Polypen raus
sich nun vorher ziemliche Gedanken. Wir sprachen darüber, wobei ich ihr natürlich nicht verheimlicht habe, dass das auch ein bisschen weh tut. Als es dann soweit war, ließ sie sich aber ganz tapfer in das kleine Ärmchen stechen. Die Augen wurden ein klitzekleines Bisschen feucht und dann war es schon geschafft. Bei der Gelegenheit wurde BM
auch mal wieder gemessen und gewogen. Sie wiegt nun 20,4 kg und ist 1,12 m groß.
Dann mussten wir noch zu Aufklärungsgespräch beim HNO-Arzt, wobei ich aus organisatorischen Gründen beide Kinder mitnehmen musste, die beide nach langem Schul- und Kitatagen eher nicht so gut drauf waren. Im
Wartezimmer waren beide jammerig und ließen sich kaum durch Vorlesen beruhigen. Ist eben doof, wenn ich das Buch gefühlt immer zu weit bei der Schwester halte. Das eigentliche Arztgespräch war dann eine Sache
von fünf Minuten (während derer mich beide Kinder immer wieder von der Seite ansprachen, so dass ich schimpfen musste, damit ich überhaupt den Arzt verstehe).
Am Freitag fuhren BM und ich dann zwischen Schule und Ferienlager zum Aufklärungsgespräch beim Narkosearzt. Der war wirklich sehr nett zu BM, auch wenn der lange Weg die 10 Minuten Gespräch kaum wert war. Auf dem Weg ins Ferienlager sagte BM dann, dass sie nicht operiert werden
wolle. Mittlerweile war ihr die ganze Sache wohl doch ganz schön unheimlich. Ich erzählte ihr lang und breit wie mir als Kind die Polypen herausgenommen worden waren und dass sie ja schlafen und nichts spüren würde. Im Ferienlager sollte sie dann mal C. fragen, die
vor einiger Zeit dieselbe OP hatte. Deren Eltern meinten, dass es total easy verlaufen wäre. Leider erzählte C. aber BM, dass, sie dolle Schmerzen gehabt habe.
Am Tag der OP durfte BM zwar nach dem Aufstehen noch Wasser trinken, aber nichts mehr essen. Darum haben wir am Sonntag Abend noch ein zweites Abendbrot mit leckerem Käsetoast eingelegt, damit BM möglichst
nicht allzu hungrig ist, denn wir sollten erst um 10:30 Uhr im OP-Zentrum sein.
Dort angekommen mussten wir eine Weile warten und BM wurde schon langweilig und zappelig. Dann aber bekam sie ihren "Schnaps". Ich ging schnell noch einmal mit ihr zur Toilette. Dann setzte sie sich wieder hin und spielte mit meinem Handy, wobei man zusehen konnte, wie sich
die Augen verdrehten. R. nahm BM also auf den Schoß, wo sie schon sehr benebelt wirkte.
Als es losgehen sollte trug ich sie in den OP-Saal. 20 kg Kind sind gar nicht so leicht - vor allem, wenn dieses sich total spannungslos nach hinten lehnt, um die seltsamen Lampen anzusehen. Auf dem Weg in den OP zog ich mir noch schnell Kittel, Haube und Schuhüberzieher an,
dann trug ich die schläfrige BM in den OP-Saal. Dort legte ich sie hin und hielt ihr Händchen. Die Blutdruckmanschette und das Dings am Finger für Puls und Sauerstoffsättigung fand sie doof, hatte aber
schon nicht mehr die Koordination, um diese abzustreifen. Ein netter Narkosearzt hielt BM die Narkosemaske vor die Nase und ich wünschte ihr schöne Träume. Nach kurzer Zeit schlief BM tief und fest und ich ging kurz zu R. ins Wartezimmer.
Nach einer Viertelstunde war die OP bereits vorbei und wir konnten zu BM in den Aufwachraum. Da lag sie ganz friedlich auf der Seite und schlief noch genau die avisierte halbe Stunde. Als sie aufwachte zog sie sich unwillkürlich und genau wie geplant den Atemschlauch aus dem
Mund. Natürlich war sie sehr verwirrt, ließ sich aber gut beruhigen.
Nach kurzer Zeit kam der Arzt und schaute noch einmal in den Mund, dann durften wir auch schon gehen.
Ich dachte, BM wäre einfach nur noch müde als ich sie zum Auto trug, aber tatsächlich war sie wohl noch ziemlich weggetreten. Im Auto wollte sie unbedingt einen Film auf dem Tablet gucken, fiel immer wieder in Sekundenschlaf und jammerte, weil ihr Hals wehtat.
Zu Hause angekommen machten wir es ihr auf der Couch gemütlich. Ich fütterte sie mit winzigen Löffelchen Eis. Dabei versuchte sie den Löffel zu greifen, griff aber gut 20 cm daneben. Offenbar sah sie mehrere Löffel. Tatsächlich blieb das noch einige Stunden so. Ich kuschelte mit ihr und ließ mir immer mal wieder sagen, wie viele Nasen, Augen und Münder ich habe. Nach und nach wurden es immer
weniger, aber bis dahin sagte BM ein paar lustige Sachen, über die ich Rabenmutter ziemlich lachen musste, z.B. "Mama, als du gerade gelächelt hast, sind deine Augen runter gefallen."
Irgendwann versuchte sie sich aufzusetzen, plumpste aber immer wieder um. Ich musste ihr dann unbedingt helfen, sich auf der Couch um 90° zu drehen. Kurz darauf fragte sie, wo sie eigentlich sei. Ich sagte: "Im Wohnzimmer, auf der Couch", da fragte sie: "Aber wo ist denn den der
Fernseher?" - Sie lag abgewandt und blickte die Couchlehne an.
Nach und nach wirkte sie immer munterer und schaute dann diverse Filly-Folgen. Abends wollte sie schon etwas Herzhaftes essen und schaffte ein paar Pestonudeln.
Auch wenn sie da ganz normal wirkte, scheint sie aber einen Filmriss über den gesamten OP-Tag zu haben. Offenbar kann sie sich nicht mal mehr daran erinnern wie wir dorthin gefahren sind.
Am Dienstag war BM noch ein bisschen matt. Wir fuhren zur Kontrolle beim HNO-Arzt (alles gut) und chillten ansonsten viel auf der Couch.
Doch BM wäre nicht BM, wenn ich sie nicht schon am späten Nachmittag hätte daran erinnern müssen, dass sie nicht toben solle - da lag sie auf ihrem Stuhl und ließ Kopf und Beine baumeln. Seit Mittwoch geht es ihr an sich wieder ganz gut, aber der Hals tut noch weh, wo die
Instrumente den Rachen aufgeschürft haben.
Dafür hat sie schon gesagt, dass sie jetzt wie der besser hören könne. Ich hoffe, dass der Hörtest im September das bestätigt.
Nachdem BM vom vielen Fernsehen schon viereckige Augen hatte, machten wir ein paar Hausaufgaben und spielten dann Malefiz, das Hütchen Spiel und zum ersten Mal auch Galgenmännchen. So ein großes Kind ist schon
echt toll!
Und dann brauchte sie auch mal ein bisschen Zeit für sich allein, um mit ihren Filly-Pferden ihre "Lieblingsfolge" nachzuspielen.
Am Donnerstag arbeitete R. zu Hause, um auf BM aufzupassen, und abends fuhr sie mit zu Oma und Opa. Heute darf sie mit Oma in die Schule und sich noch ein bisschen ausruhen. Hoffentlich lassen dann auch übers Wochenende die Halsschmerzen nach, damit BM am Montag wieder in die eigene Schule gehen kann. 😉
Donnerstag, 22. Juni 2017
Auf Arbeit schlafen
Heute und morgen bin ich zur alljährlichen Versammlung in Bayern. Gestern Abend erzählte ich Zwee noch mal, dass ich am Morgen ganz früh mit dem Flugzeug zur Arbeit fliegen müsse, dass ich dort auch schlafen würde und erst am Freitag Abend nach Hause komme.
Daraufhin schaute sie mich grinsend an als hätte ich einen riesigen Quatsch erzählt. "Gar nich!", sagte sie.
Ich darauf "Doch, das ist wirklich so."
Zwee: "Släfst du da auch?"
Ich: "Ja."
Zwee: "Aber auf Ahbeit kann man dot nich slaaafen!"
Ich: "Doch, da kann man schlafen. Normalerweise nicht, aber wenn man mit dem Flugzeug zur Arbeit fliegt, geht das."
Zwee: "Is da aut ein Bett?"
... Ich glaube, ich schicke ihr nachher mal ein Foto von meinem Hotelzimmer.
Sonntag, 18. Juni 2017
Ferienlager 2017
Montag, 12. Juni 2017
Mädelsbett
Ich schlafe nicht gern allein. Die Kinder auch nicht. Und darum dürfen sie im großen Bett schlafen, wenn R. auf Dienstreise ist. Abends ist noch ewig Betrieb im Bett - quatschen, kichern und streiten. Und nachts habe ich ständig zu tun, das ein oder andere Kind von seiner Schwester herunterzuziehen während mein Körper Zwee als Beinablage dient.
Aber trotzdem ist es so schön, meine beiden Süßen bei mir zu haben.
Gute Nacht!
Sonntag, 11. Juni 2017
Pfingstferien 2017
Zum Ferienauftakt verbrachten die Kinder den üblichen Freitag im Wald. Bei super Wetter harkten die beiden Omas Rasen, spielten in Indianerzelten und wurden angemessen schmutzig. Leider fing Zwee sich drei Mückenstiche an der Stirn ein, so dass sie - ziemlich genau wie vor einem Jahr schon mal - wie ein kleiner süßer Quasimodo aussah als sie am nächsten Morgen aufwachte.
Die Freude war aber groß, weil die Kinder dann im Garten ihr Kindertagsgeschenk bespielen durften. Da hatten wir mal wieder eine ziemlich gute Idee...
Am Nachmittag machten wir mit den Nachbarn einen Ausflug zum Reiterhof, weil da ein Springturnier stattfand. Die Kinder staunten ziemlich, aber dann verursachte das schwüle Wetter doch allseitiges Genöle, so dass wir nach einem leckeren Eis recht bald wieder nach Hause gingen. Zwee war mit dem Laufrad unterwegs und machte erst super mit, aber dann tat ihr der Helm an der lädierten Stirn so weh, dass ihr gehörig die Laune verging.
Am Pfingstsonntag besuchte uns meine Krankenhausfreundin mit Familie. Wir sehen uns ja nur ein bis zwei mal im Jahr, aber trotzdem spielten die beiden Großen gleich wieder ohne Anlaufschwierigkeiten miteinander wie damals schon im Krankenhausflur. Erstmals ignorierten sich auch die beiden Kleinen nicht, sondern spielten ebenfalls ganz toll miteinander. Irgendwann waren sie sogar mal eine halbe Stunde hinter verschlossener Tür in Zwees Zimmer und spielten einträchtig mit zwei ollen Luftballons. Zwee fand es übrigens total lustig, dass Mama im Krankenhaus war und sie da noch in ihrem Bauch gewohnt hat. "Da war ich noch ein Beebie. Da hab ich not Bei dedessen." Es war so süß wie sie feixend versucht hat, ihrem CTG-Kumpel die Geschichte zu erklären. Nach stundenlangem Regen konnten wir dann auch noch ein bisschen raus auf den Spielplatz, wo die großen Kinder riesige Schnecken sammelten und die kleinen stundenlang immer wieder mit der Seilbahn fuhren.
Am Pfingstmontag waren wir Vormittags im Dorf, wo auch mein Bruder seit langem mal wieder mit vollständiger Familie mit dabei war. In den letzten Wochen war v.a. das kleinste Familienkind immer wieder krank gewesen. Nach einem leckeren Frühstück bereiteten die großen Mädels einen Wettkampf vor. Mal wieder. Diesmal mussten wir jeweils zu zweit gegeneinander antreten und Rätsel lösen, malen und Plastikspinnen sortieren.
Am Nachmittag kamen unsere Nachbarn mit den Zwillingen zum Burgergrillen vorbei. Wir schlugen uns die Bäuche so richtig voll, während alle vier Mädels mal drinnen, mal draußen herumalberten.
Schon war es Dienstag und der Ernst des Lebens ging wieder los. BM musste einen einzigen Tag in den Schulhort, was sie wenig begeisterte.
Dafür durfte sie am Mittwoch mit den Zwillingen zu Hause bleiben bzw. verbrachte mit ihnen einen schönen Tag im FEZ. Heiser vom vielen
Am Donnerstag folgte dann ein Ferientag der Superklasse. Genau genommen erlebte BM soviel wie viele andere Kinder nicht in einer ganzen Ferienwoche:
Morgens wurde sie von Opa U. abgeholt und zum Treffpunkt mit Oma R. und PL gebracht. Da waren alle drei noch fit:
Vornehm, vornehm: Es gab Frühstück auf dem Fernsehturm.
Dann ging es mit dem Fahrradtaxi weiter zum Naturkundemuseum.
Die ganze Lauferei entschärfte BMs Schuh.
Ziemlich erschöpft kamen die drei dann zurück ins Dorf, wo mittlerweile auch schon mein Vati mit Zwee angekommen war. Die freute sich (ein bisschen überraschend, aber sehr erfreulich) darüber, dass sie mit BM bei Oma und Opa schlafen durfte und packte gleich im Flur ganz aufgeregt ihre Sachen aus.
Es wurde Schleim hergestellt...
... und der Garten wie üblich in eine Spielwiese verwandelt.
Nach einem Bad in blaugefärbten Badewasser durften die Mädels in ihr Bett schlüpfen - erstmals zusammen auf der ausgeklappten Couch im Wohnzimmer. Das war kuschelig und man hatte sich wohl noch einiges zu erzählen, jedenfalls munkelt man, dass Oma zuerst geschlafen habe.
Beide Mädels schliefen dann richtig gut und ohne Unterbrechungen. BM war früh wach - Murphys Gesetz, denn an Schultagen ist sie um halb 7 Uhr kaum wachzukriegen. Sie hatte sich aber auch schon darauf gefreut, dann zu Oma ins Bett zu schlüpfen und von dort aus fernzusehen. Zwee schlief wie ein Stein bis 9 Uhr!
Am Freitag machten die Mädels sich mit Oma einen schönen Tag im Garten. Sie schleppten einen Großteil des Spielzeugs aus dem Enkelkinderzimmer in das Spielzelt im Garten und sprangen durch den Sprenger. Und als Opa von der Arbeit kam, durften sie auch endlich in den Pool.
Total glücklich kamen die Kinder Abends zu uns nach Hause. Ich wunderte mich schon, dass sie ausgeglichen schienen. Die Harmonie hielt bis zum Abendessen - dann war es vorbei und die Kinder mussten die beiden tollen Tage erstmal kurz mit Böcken und Tränen am Abendbrotstisch verarbeiten. Erwartungsgemäß, aber R. und ich hatten uns nach einer anstrengenden Arbeitswoche eigentlich auf einen harmonischen Abend gefreut.
Am Wochenende ging es dann aber zum Glück gut gelaunt weiter. Gestern waren wir zum ersten Mal alle vier zusammen joggen. Also R. und ich sind gejoggt, Zwee saß im Babyjogger und BM radelte voraus. Fände ich Sport nicht generell doof, müsste ich zugeben, dass das echt Spaß gemacht hat. Nur mein doofer Fersensporn kommt nun vor Lachen nicht in den Schlaf.
Am Nachmittag waren wir in einer tollen Eisdiele, mit so vielen Eissorten, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Die Kinder hatten es da einfacher und wählten wie immer Schlumpfeis. Am liebsten wäre ich noch ein paar Stunden gewesen und hätte einfach weiter genascht, aber wir gingen dann doch lieber auf einen Spielplatz im Ort, wo die Kinder sich noch austoben konnten.
Heute hatten wir allerhand Besuch: Kimmy und Mini waren fast den ganzen Tag da. Wie immer freute sich Mini riesig über BM und präsentierte auch seine neuerworbenen Sprachkenntnisse, indem er nun auch R. und mich beim Namen nannte. Kleiner, süßer Charmeur! Am Vormittag war außerdem R.s Kitakumpel (ja!) nebst Frau und Baby da. Das kleine Babymädchen staunte den Trubel der anderen Kinder mit großen Augen an. Am Nachmittag kamen dann noch die Schwiegereltern zum Urlaubsrückkehrbesuch. Die Kinder planschten in der kleinen Bademuschel und spielten mit dem Playmobil-Aquapark. Derweil chillten, quatschten und aßen wir uns durch einen besonders heißen Tag. Am frühen Abend reichte es uns und wir verzogen uns ins Haus.
Nun musste leider R. schon heute Abend los zu seiner Dienstreise.
Und da kuschel ich mich jetzt dazu. <3
Samstag, 10. Juni 2017
Synonym
BM gerade so:
Wir wollten uns eigentlich auf die Couch setzen, nach vorne gucken und gespannt zuhören.
Montag, 5. Juni 2017
Na endlich
Schon Ende April meinte die Zahnärztin, dass BMs Schneidezahn (Mitte links oben) das lange 1.-Mai-Wochenende wohl nicht überstehen würde. Pustekuchen. Bis eben klammerte er sich noch fest.
Nach einem schönen Nachmittag, wo die Kinder mit den Nachbarszwillingen stundenlang gespielt und getobt hatten und wir Eltern in Ruhe Burger grillen und quatschen konnten lagen unsere Kinder noch kurz zusammen in Zwees Bett bevor sie jeder zum Schlafen ins eigene Bett sollten. Die CD lief schon und sie hatten es sich gemütlich dunkel gemacht.
Unvermittelt fingen beide an zu weinen. Offenbar waren sie im dunkeln zusammen gerammelt. Zwee hielt sich den Kopf und BMs Wackelzähne bluteten. BM bekam sich lange nicht ein. Sie spülte tapfer den Mund aus und der o.g. Zahn hing auf halb Neune. Sie traute sich aber nicht, ihn rauszudrehen.
Also kühlten wir zur Beruhigung Mund und Köpfchen, kuschelte im Bett und schauten eine Folge Filly. Und dann, nach und nach kam der Zahn langsam immer weiter raus bis BM sich zu guter Letzt traute, ihn heraus zu nehmen.
Erledigt!
PS: Habe ich es schon mal geschrieben? Mein erster Zahn wurde beim Spielen auf einer Bank durch einen Kopfzusammenstoß mit einem Mädchen namens BM ausgeschlagen. History repeated oder zumindest so ähnlich.
Donnerstag, 1. Juni 2017
Sportskanone
BM lief tapfer zehn Runden, die zum Beweis auf ihren Armen abgestempelt wurden.
Danach konnten die Kinder sich noch anderweitig sportlich betätigen. Wohl ein bisschen unwillig ließen BM und ihre Freundinnen sich überreden, einen Fußballparcour mitzumachen. Langsam, aber sehr konzentriert und fast fehlerfrei absolvierte BM den Parcour, schoss zum Abschluss ein "Tor" und bekam eine Urkunde mit Silberabzeichen.
Der Nachmittag war nicht minder aktiv: R. holte BM und Zwee mit dem Fahrrad ab. Auf dem Heinweg trafen sie allerlei bekannte Kinder und tobten auf einem Spielplatz bevor es endlich nach Hause ging. Die Hitze und die viele Bewegung forderten ihren Tribut, und so schlief BM bereits kurz nach 20 Uhr wie ein Stein. Aber ehrlich: So ein Programm können wir nicht jeden Tag durchziehen, nur damit BM mal früher schläft.
Mittwoch, 31. Mai 2017
Eine Woche voller freier und Feiertage
Mein Geburtstag:
Und da sieht man: Zwee kann doch schon eine Sonne malen, auch wenn sie bei der U7a keine Lust dazu hatte.
An meinem Geburtstag hatten R. und ich frei. Wir brachten die Kinder zur Schule und in die Kita und gingen dann in der Köpenicker Altstadt lecker frühstücken und eine Runde spazieren. Dann holten wir BM gleich nach der 5. Stunde ab, damit wir beide noch ein bisschen auf der Couch kuscheln und Harry Potter gucken konnten. Zwee holte ich dann um 14 Uhr ab, so dass ich auch endlich mal dabei sein konnte, wenn sie nach dem Mittagsschlaf aufwacht. Das kleine schwitzige Mädchen war schon wach als ich mit der Erzieherin in den Raum ging und freute sich sehr über mich. Am Nachmittag kamen unsere Familien zu Besuch. R. grillte Burger für uns und die Kinder spielten schön im Garten. BM versuchte von PL Radschlagen zu lernen (noch erfolglos), Zwee wurde zusehends mutiger auf dem Klettergerüst und Mini fand das ganze Spielzeug total super.
Als große Highlights für die Kinder waren wir im Erlebnisbad Marienberg, wo beide Kinder immer wieder die Röhrenrutsche hinab sausten (BM alleine und Zwee jeweils mit Elternteil). BM rutschte auch einige Male tapfer die Reifenrutsche mit uns hinab bis so ein Blödbaddel einmal den Ausgang aus einem Becken versperrte, so dass sich zig Reifen aufstauten und alle Kinder Angst bekamen. Nun will sie "nie wieder" dort rutschen.
BM fand im Schwimmbad und auch am Ferienhaus wieder direkt Anschluss an andere Kinder. Da ich als Kind viiieeel schüchterner war (eher so wie Zwee), bin ich immer wieder total von den Socken wie leicht ihr das fällt.
Außerdem waren wir wieder bei einer Sommerrodelbahn, weil die Kinder das schon im letzten Urlaub so toll fanden. Im Nu waren wir alle sechs Mal hinuntergesaust. Den Kindern konnte es gar nicht schnell genug gehen. Ich hielt mich größtenteils an Zwee, "musste" aber auch zweimal mit BM rutschen, wobei ich ziemliches Muffensausen hatte, weil sie kaum abbremste. Dann musste ich mir auch gefallen lassen, dass BM mich eine "Quietschfrau" nannte.
Heute hatten R. und ich auch wieder frei, weil R. Geburtstag hat. Am Vormittag machten wir eine schöne Radtour durch Wiesen und Parks und ein paar Wohngebiete, weil ich doch so gerne anderer Leute Häuser und Gärten ansehe. Als Belohnung winkte ein leckeres Essen in einem gemütlichen Biergarten. Am Nachmittag kamen unsere Eltern zu Besuch und wir feierten in kleiner, aber feiner Runde R.s Geburtstag. Nun ist R. noch zu seinem Geburtstagszwilling A. gefahren, damit die beiden Ihren Tag noch ein bisschen gemeinsam feiern können.
Zum Glück ist nächste Woche Pfingsmontag. An die kurzen Wochen kann man sich gewöhnen - ich hätte auch gar keine Lust, mal wieder fünf Tage durchzuarbeiten.
Freitag, 26. Mai 2017
Jetzt geht das also wieder los
"Heißen die hoten? Heißen die swarzen? Und der hote Mann da? Weiß du das nich?
Offenbar eifert sie jetzt ihrer großen Schwester nach, die seinerzeit ihren Papa mit zahlreichen Fragen vom Fußball ablenkte.
Und dann wollte sie heute unvermittelt "Was du nich siehst, und das ist dün!" spielen. Wuah! BM hat uns damals schon fertig gemacht, weil sie immer den ersten Halbsatz ("Ich sehe was") weggelassen hat. Übrigens hat Zwee dann gar nicht unsere Antwort abgewartet, sondern einfach selbst alle grünen Dinge in Sichtweite aufgezählt.
Dienstag, 23. Mai 2017
Zwee: Entwicklungsgespräch in der Kita
In dem Gespräch gab es eigentlich keine Überraschungen für uns, sondern unsere Eindrücke decken sich größtenteils mit denen der Erzieher:
Zwee ist sehr gerne in der Kita - auch wenn sie morgens lieber mit Mama oder Papa zu Hause bleiben würde. Dann klammert sie sich meist kurz an mich, lässt sich aber schnell überreden, ans Fenster zu gehen und mir zu winken. Wenn ich dann von draußen zu ihr hochschaue, grinst sie immer, winkt und wirft Luftküsschen, lacht und erzählt dabei mit den anderen Kindern, die ebenfalls gerade herausschauen.
Zwee nimmt alle Angebote in der Kita gerne wahr, ist immer interessiert mit dabei, drängt sich aber nie in den Mittelpunkt bzw. beobachtet erstmal still. Sie malt, bastelt, singt und tanzt gern. Beim Morgenkreis macht sie schön mit, singt und übt mit den anderen Kindern zählen.
Aus lauten und trubeligen Situationen hält Zwee sich lieber heraus. Allerdings lässt sie sich dadurch auch nicht aus der Ruhe bringen. Wir konnten uns Videos ansehen, in denen Zwee ganz ruhig ein Buch ansah oder einen Turm baute während die anderen Kinder um sie herumtobten.
In neuen Situationen bzw. gegenüber fremden Menschen ist Zwee ja immer ziemlich scheu. In der Kita hat sie aber Vertrauen zu allen Erzieherinnen und spricht sie auch an, wenn sie Fragen oder Probleme hat. K. will sie nun demnächst immer mal ein bisschen fordern, z.B. indem sie Zwee zum Koch schickt, damit sie ihn etwas fragt oder etwas bei ihm abholt. Alles in allem ist ihre Schüchternheit aber keineswegs bedenklich.
Nun bilden sich auch erste Freundschaften zwischen den Kindern. Zwee hängt vor allem an den eineiigen Zwillingen in ihrer Gruppe. Aber auch mit den anderen Kindern spielt sie schön, u.a. auch mit den Jungs, obwohl sie zu Hause immer nur berichtet, dass die Jungs sie "deärgert" hätten und "demein" seien und "da war ich daudich". Mit den Zwillingen und den anderen Mädels spielt sie oft Mutter-Vater-Kind. Wenn wir Zwee aus der Kita abholen, finden wir sie meistens im Buddelkasten. Oder sie rast gerade gar nicht zimperlich mit einem Bobbycar den Berg hinunter.
Noch im Herbst haben wir uns ja einige Gedanken gemacht, weil Zwee kaum sprach. K. findet aber, dass sie gar nicht (mehr) zurückhängt. Zwee spricht leise und wahrscheinlich auch im Verhältnis zu anderen Kindern seltener, aber grundsätzlich verständlich und altersgemäß.
Wie immer war es sehr schön, ein umfassendes Bild von Zwees Zeit in der Kita zu bekommen. Wir sind weiterhin sehr zufrieden mit unserer Kita und freuen uns, dass es Zwee dort so gut geht.
Montag, 22. Mai 2017
Zwees U7a (Teil 1)
Obwohl die Arzthelferin sehr nett ist, war Zwee der Einstieg wohl etwas unheimlich, sie klebte an mir fest und wollte auf gar keinen Fall eine Sonne malen, obwohl sie das eigentlich schon kann. Ich befürchtete schon, dass Zwee wie bei der U7 gar nicht mitmachen würde, aber dann taute sie doch noch auf und sagte leise aber richtig die Farben von den Buntstiften.
Dann sollte sie ein Buch anschauen, wobei sie ordnungsgemäß einzelne Seiten umblätterte, Tiere und verschiedene Farben benannte und auch die Mehrzahl von Pferden und Blumen richtig sagte. Dann sollte sie noch ein paar "Logikfragen" beantworten:
Was machst du, wenn du müde bist? - Dann mat ich eine DeeDee (CD) an. (Schlafen ist offenbar keine Lösung.)
Was machst du, wenn dir kalt ist? - Zudetten (zudecken).
Anschließend baute die Arzthelferin aus großen Legosteinen eine Brücke, die Zwee in Nullkommanix richtig nachbaute. Dann spielten die beiden noch mit einen Ball. Zwee hat ihn jedesmal prima aufgefangen, traute sich aber nicht so richtig, ihn zu werfen. Vielleicht, weil ich ihr sonst immer sage, dass man im Haus nicht mit Bällen wirft.
Vom Sehtest war Zwee erst nicht so begeistert, weil die Augenklappe gedrück hat. Als ich ihr aber dann die Augen abwechelnd mit der Hand zuhielt, machte sie prima mit. Sie erkannte alle Bildchen bis auf den Schlüssel. Kein Wunder, denn so einen altmodischen Schlüssel hat sie in echt wahrscheinlich noch nie gesehen. Sie überlegte ein bisschen herum und benannte ihn dann als Lampe. Ich musste schmunzeln, denn BM hatte damals gedacht, der Schlüssel sei eine Ampel. Jedenfalls scheint mit Zwees Äuglein trotz ihrer kurzsichtigen Eltern (noch) alles in Ordnung zu sein.
Zu guter Letzt wurde Zwee dann noch vermessen:
Nun haben wir im Juli noch mal einen Folgetermin, wo die Kinderärztin den Rest der U7a durchführt. Wir sind uns aber auch so sicher, dass mit unserem kleinen Mädchen alles in Ordnung ist.
Superpapa & Superwochenende
Heute Vormittag nutzen wir vier das schöne Wetter und machten eine Radtour. Soweit so schön - bis BMs Vorderreifen plötzlich Platz war.
Während ich noch grübelte, wer von uns jetzt nach Hause eilen und das Auto holen sollte, hatte R. eine andere Idee. BM quetschte sich zu Zwee in den Anhänger. R. radelte die schwere Ladung geschwind nach Hause... und stemmte dabei noch in der rechten Hand BMs Fahrrad. Ich vermute, morgen wird der Superpapa davon einen ordentlichen Muskelkater haben, und ich konnte kaum hinsehen, aber alle drei (und ich als Nachhut) kamen wohlbehalten wieder nach Hause.
Generell war es ein richtig schönes Wochenende. Es begann am Freitag Nachmittag mit 1,5 Stunden ganz allein zu Hause. So oft habe ich das nicht, aber diese Woche tatsächlich zweimal. Ich killte in Ruhe ein paar Frösche und schaute etwas fern. Dann kam R. nach Hause. Wir kochen ein Gericht aus unserer aktuellen Kochbar und schafften es diesmal sogar aufzuessen bevor die Kinder aus dem Wald nach Hause gebracht wurden.
Im Bett schaute ich mit BM den Anfang von Harry Potter. Ein Test, ob das schon was für sie ist. Irgendwann kam Zwee dazu und quetschte sich noch zwischen uns, so dass ich mit beiden Mädels kuscheln konnte.
Am Samstag war ich fast den ganzen Tag mit meiner Mutti shoppend unterwegs. Während sie nur eine einzige olle Strickjacke fand, schleppte ich bald reichlich Tüten.
Kaum war ich zu Hause angekommen, zogen wir los zum großen Spielplatz. Zwee rannte freudig hin und her und buddelte vergnügt. BM traf eine Mitschülerin mit der sie lange am Karussell spielte. Ich konnte kaum hinsehen, wie BM da drauf im Kreis rannte und zwischendurch immer wieder über ein daraufliegendes Kind sprang wie bei einem Hürdenlauf.
Abends kuschelten wir drei Mädels auf der Couch und schauten weiter Harry Potter bis es Zwee erwartungsgemäß doch zu gruselig wurde und sie mit R. schon mal nach oben ging. BM schaute tapfer wieder. Es erinnerte mich sehr an ihr erstes Mal "Eiskönigin", sie hatte verdächtig feuchte Augen, wollte aber unbedingt weiter gucken. Na, mal gucken, ob wir demnächst das Ende noch angucken oder lieber noch ein bisschen damit warten.
Heute früh kam seit langem mal wieder BM nach oben zum kuscheln. Mein süßes großes Mädchen!
Dann die Radtour - siehe oben. Und dann kam meine ehemalige Kollegin H. zu Besuch. Sie war auf der Durchreise von UK nach Polen und hat sich kein Bisschen verändert. Es war lustig und schön, im Schnelldurchlauf zu quatschen bevor sie schon weiter mussten.
Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich im Garten. BM ging noch ein Stündchen rüber zu ihrer Freundin während Zwee ausgiebig die Erdbeerpflanzen goss.
Und schwups ist das schöne Wochenende schon wieder vorbei. Wie gut, dass es eine ganz kurze Woche wird. R. hat komplett frei, ich muss nur Montag arbeiten, ab Mittwoch sind Ferien und wir fahren ein paar Tage ins Erzgebirge.
Dienstag, 16. Mai 2017
Qualle
Darum hat sie sich auch ziemlich erschrocken als sie ein paar Tage später die Schuppentür öffnete und das Ding da hing.
Ich sag's mal so: Bislang hängt die Qualle noch.
Montag, 15. Mai 2017
BMs Hamburger Lesetest Nr. 1
Nun ja, als wir endlich dran waren, hörten wir allerhand Positives:
Während BM vor einiger Zeit manchmal etwas abwesend wirkte, macht sie jetzt sehr gut im Unterricht mit. Sie kommt gut mit und beteiligt sich am Unterricht. Im Rechnen gehört sie zum besten Drittel, worauf sie selbst auch ziemlich stolz ist.
Lesen klappt auch schon ganz gut, aber wenn BM mit Vorlesen dran ist, scharrt sie vor Aufregung mit den Füßen und liest recht leise, so dass man sie nicht so gut verstehen kann. Wir sollen also weiter zu Hause üben - bei uns hat sie das Aufregungsproblem natürlich nicht sondern liest sogar ziemlich laut, wenn man so direkt neben ihr im Bett liegt.
Dann zeigte die Lehrerin uns noch BMs ersten Hamburger Lesetest. Es ist super, dass sie schon (oft) die kurzen Töne am Ende des Wortes erkennt und Hund mit "d" schreibt. Kurzum es ist alles bestens mit unserem Schulkind.
Sonntag, 14. Mai 2017
Muttertag
Dann kuschelten wir alle nur kurz weiter bevor wir ins Dorf zu meiner Mutti fuhren. Dort hatten wir einen schönen, sonnigen Vormittag. Die Kinder spielten schön miteinander (d.h. sie verwandelten das ganz Enkelkinderzimmer in eine Höhle). Zwee schaffte es zum ersten Mal ein paar Meter selbständig mit dem Dreirad zu fahren und drehte dann schneller werdende Runden mit dem Laufrad. BM dafür mal etwas ruhiger und spielte lieber Karten mit uns. Dann konnte ich sogar noch ein kleines Nickerchen auf der Gartenliege machen. Perfekt!
Danach hatten wir einen gemütlichen Nachmittag R.s Mutti mit der alljährlichen Muttertagsbowle. Wir konnten fast in Ruhe quatschen während die Mädels und ihr kleiner Cousin lieb spielten... Außer Opa, denn der wurde von den Kindern voll in Beschlag genommen.
Der Tag klang dann mit ganz viel Kuschelei aus. Erst schlief Zwee in meinen Armen ein und dann lag ich noch lange bei BM im Bett wir erzählen uns was.










































