Mittwoch, 31. Dezember 2014

Heute vor fünf Jahren



Heute vor fünf Jahren begann -  gefühlt - meine Zeit als Mama, unsere Zeit als Familie... mit zwei positiven Schwangerschaftstests.

BM hatte sich auf den Weg gemacht.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Wach

Morgens kurz nach fünf im Hause Isndingwa.

Ein Kind ist müde, aber trotzdem wach, weil es so doll husten muss.

Ein Kind ist wach, weil es 1. gestern besonders früh eingeschlafen ist, 2. nach einer durchgestillten Nacht eine randvolle Windel hat und 3. die Hustengeräusche des anderen Kindes so komisch findet, dass es immer wieder laut lachen muss.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Fertig

Während BM und R. beim alljährlichen Weihnachtssingen in der Alten Försterei waren bin ich just in diesem Augenblick mit allen Vorbereitungen für morgen fertig geworden.

Obwohl ich diesmal mit allem gut in der Zeit lag, musste ich tatsächlich heute noch letzte Geschenke einpacken. Unter anderem Zwees Geschenk, denn ich hatte nach dieser Lektüre bei Gewünschtetes Wunschkind beschlossen, dass Zwee ein Krabbelentchen bekommen soll. Dieses gibt es aber leider nicht mehr im Handel. Zu guter Letzt bekam ich es nun also auf dem letzten Drücker über Ebay Kleinanzeigen. Puh! Zwee wäre es sicherlich egal gewesen, ob und wieviel Geschenke sie morgen bekommt, aber mir wäre es trotzdem blöd gewesen, wenn sie von uns Eltern gar nichts bekommen hätte. Außerdem wird BM schon so bestimmt auffallen, dass Zwee deutlich weniger Päckchen als sie bekommt. Dabei war sie doch immer artig.

Nun gut, jetzt ist alles eingepackt, der Kuchen gebacken und das Wohnzimmer ist besonders gut aufgeräumt, um Platz für meine Familie und die Geschenke zu machen. Um das Abendessen brauche ich mich mal wieder nicht zu kümmern -  meine Mutti bringt alles mit. Ich freue mich auch, dass wir einen Weihnachtsmann haben werden, der auch einiges über die Kinder weiß. Mit einer Nachbarsfamilie tauschen wir gegenseitig die Opas als Weihnachtsmänner aus.

Jedenfalls steht einem entspannten Heiligabend nun wohl  ich mehr im Wege - mal abgesehen von den aufgeregten Kindern.

Babyturnen mit zwei Babys

Gestern machte ich endlich ein Versprechen wahr, das ich BM schon vor Wochen gegeben hatte. Nachdem letzte Woche meine Mutti mit beim Babyturnen war, wurde BM nicht müde, mich immer wieder daran zu erinnern.

Also begannen BMs Weihnachtsferien schon gestern, d.h. sie musste nicht in die Kita. Der Tag startete wie so oft mit einigen Genöle seitens unserer morgenmuffeligen BM. Zum Glück bekam sie sich dann recht bald ein, so dass wir drei einen recht entspannten Vormittag hatten bis es Zeit war loszufahren.

Ich hatte gehofft, dass Zwee im Auto nochmal einschläft, aber BM schmettere die ganze Fahrt über Weihnachtslieder, was ihre kleine Schwester wiederum so toll fand, dass sie die ganze Zeit immer wieder lachen und jauchzen musste. So kam es, dass Zwee schon einigermaßen durchgerührt war als wir in der Hebammenpraxis ankamen. BM holte dann auch erstmal ihre Nabelschnur heraus und stöpselte sich wieder bei mir an. Bei den Begrüßungsliedern fing Zwee wie meistens an zu meckern, wollte nicht auf dem Bauch liegen und die anderen Kinder angucken. Es ist, als bräuchte sie BM (und ich) auch immer etwas Zeit bevor sie sich in Getümmel stürzt. Also nahm ich sie auf den Schoß, an meiner linken Seite klebte BM und so hatte ich meine beiden Babys ganz dicht bei mir -  Flashback galore.

Im Laufe der Zeit tauten meine beiden süßen Mädels aber auf. BM knuddelte BM die ganze Zeit, wollte aber leider nicht mitsingen, obwohl sie die meisten Lieder kannte. Na ja vielleicht hatte sie sich vorher im Auto schon verausgabt.

Richtig lustig wurde es als das Planschbecken aufgebaut wurde. Zwee war putzmunter und planschte noch als fast alle anderen Babys schon meckernd aus dem Wasser gefischt worden waren. BM hing auch halb im Planschbecken und half ihrer kleinen Schwester, oder so. Zum Glück war es in dem Raum so warm, dass BM sowie nur noch in Strumpfhose und Unterhemd war. Die waren dann nass, so dass BM ohne Unterhemd und zum allgemeinen Amusement statt ihrer Strumpfhose in Zwees Überziehsöckchen nach Hause fahren musste. Wie gut, dass Kimmy das Tags zuvor beim Uropa schon mal getestet hatte.

Es war noch eine andere große Schwester da. Sie und BM ignorierten sich einen Großteil des Kurses. Erst als die Babys schon abgetrocknet wurden und der Kurs fast zu Ende war, fanden sie über einem Teller Lebkuchen zusammen. Im Auto erklärte BM dann, dass sie mal wieder eine neue Freundin gefunden habe. Zwee hingegen bekam schon nicht einmal mit, dass ich den Motor anließ - sie war sofort eingeschlafen.

Samstag, 20. Dezember 2014

Mann gegen Baby

Eine Breischlacht mit fliegenden Löffeln. Ich habe Tränen gelacht.

Freitag, 19. Dezember 2014

Kohlensäure in der Wirbelsäule

Gestern wurde ich von meiner großen Tochter massiert -  und zwar nach dieser Anleitung, die sie in ihrem Yogakurs bekam. Oh je, das klingt jetzt ganz schön abgehoben, aber ja, BM geht seit einem Monat wöchentlich zum Yogakurs in der Kita. Die Mama von einem anderen Kitakind leitet den Kurs und BM wollte wohl vor allem hin, weil sich ihre Freundin mitmacht. Und wir fanden es eine gute Idee, wenn sie bei einer etwas ruhigeren Aktivität mitmacht. Außerdem ist das ein bisschen wie Tanzen, wo ihr das Nachahmen und Einstudieren von Bewegungsabläufen auch viel Spaß machen.
Also jedenfalls lag ich also auf BMs Teppich und wurde massiert. Oder so. Und hörte dabei einen Vortrag darüber, dass man aber nicht in der Mitte entlang (aka Wirbelsäule) drücken dürfe, weil da nämlich die Kohlensäure drin sei. Ich fragte mehrfach nach: ja, Kohlensäure.

Nun ja, nicht auf der Wirbelsäule herumzudrücken, ist ja in jedem Fall schon mal gut zu wissen.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

3. Adventswochenende

Nun ist zwar schon wieder Donnerstag, aber ich will trotzdem noch ein bisschen über unser das letzte Wochenende schreiben. Nachdem R. sechs Tage auf Dienstreise gewesen war begann das Wochenende für uns schon am Freitag - nämlich als er mit etwas Verspätung und ohne Koffer zum Frühstück nach Hause kam. Als BM ihn an der Tür sah, hüpfte sie ihm gleich entgegen. Endlich waren wir wieder vollzählig.

BM ging dann kurz in die Kita, da dort die gebastelten Meisenringe und Apfelketten für die Tiere aufgegangen werden sollten -  leider nur im Garten statt im Wald, weil es sehr stürmisch war. Und dann kam auch noch der Weihnachtsmann (oder wie BM leider erkannte der verkleidete Erzieher M.) und brachte jeder Gruppe ein Geschenk. Unter anderem gab es eine Kiste Looms. Wider Erwarten hat BM das gleich verstanden und schon ein Armband und einen Ring mit nach Hause gebracht.

Noch vor dem Mittagessen holten wir BM wieder ab und fuhren zu R.s Mutti zum Mittagessen, weil ja sowieso Oma-Opa-Tag war und wir vor der Putzfrau flüchten wollten. Danach blieb BM dort und wir machten uns auf zum Weihnachtsmann a.k.a. Shoppen. Wir hielten Händchen und kuschelte schön mit Zwee -  wie eine frischgebackene 1-Kind-Familie.

Am Samstag Vormittag ging es erstmal so weiter weil BM bei den Nachbarszwillingen zum Basteln verabredet war. Dann machte ich einen meiner seltenen Ausflüge ins Fitnessstudio, wovon ich noch bis Dienstag was hatte.

Am Abend dann war BMs langersehnter Tanzauftritt beim Weihnachtsball der Tanzschule. Da es erst 19:30 Uhr losging, konnte ich mit Zwee leider nicht mit. So fuhren unsere ganz in rot gekleidete BM und R. mit dem Zug in die Innenstadt, wo die kleinen Tanzmäuse zu Volker Rosins Feuerwehrlied tanzten. BM machte das richtig toll und sagte gleich danach begeistert, dass sie bald wieder einen Auftritt haben möchte.

Am Sonntag ging es dann mit R.s Eltern nach Tornow, wo wir dem nasskalten Wetter trotzten und erstmal einen kurzen Spaziergang am See entlang machten. Zwee durfte zum ersten Mal so halb im Kinderwagen sitzen und fand diesen dann zum ersten Mal seit drei Monaten nicht zum schreien, sondern guckte warm eingemummelt eine dreiviertel Stunde zufrieden umher bis sie dann doch wieder in die Manduca wollte. Wenn man das Kuchenpicknick außer Acht lässt, hatten wir uns damit das anschließende Entenessen in der Gaststätte zur Linde wohl verdient -  und es war unheimlich lecker. Schade war nur, dass Zwee kurz zuvor eingeschlafen und in der Gaststätte vorzeitig und etwas missmutig wieder aufgewacht war, so dass wir uns mit dem Essen und Babyumhertragen abwechseln mussten.

Als wir dann wieder zu Hause waren stellten wir unseren Weihnachtsbaum auf, den BM und ich dann gemeinsam schmückten während Zwee ein Nickerchen auf R.s Brust machte.

Es war richtig schön, soviel Zeit miteinander zu verbringen.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Nichtspielzeug

Von all den schönen Spielsachen, die Zwee hat, sucht sie sich doch immer wieder einen ollen Deckel zum Spielen aus. Sie liebt die Dinger heiß und innig.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Zwee bei der Osteophatin

Da kurzfristig ein Termin frei wurde, mussten wir nun doch nicht bis Januar warten, um mit Zwee zur Osteophatin zu gehen, sondern hatten unseren ersten Termin schon heute. 12 Uhr war nicht die beste Zeit für uns, denn auch wenn Zwee zur Zeit mal wieder zu unerwarteten Zeiten mal kürzer, mal länger einschläft, macht sie zur Mittagszeit doch meist zumindest ein Nickerchen, wenn nicht gar einen ausgewachsenen Mittagsschlaf. 

Ich weiß eigentlich nicht so recht, was ich von dem Termin halten soll. Die Physiotherapeutin-Schrägstrich-Osteophatin tastete Zwees Nacken, Schultern, Schlüsselbeine ab, was diese überhaupt nicht gut fand. Genau genommen weinte Zwee lauthals dicke Kullertränen und machte sich mit aller Kraft zum Flitzebogen. Die Osteophatin zeigte mir mit welchem Druck sie Zwee anfasste - nämlich mit gar keinem, es war wirklich nur eine Berührung. Das heißt es dürfte ihr eigentlich nicht weh getan haben. Wahrscheinlich mochte mein armes, fremdelndes Baby es nur nicht auf dem Rücken liegen und von einer fremden Person angefasst werden.

Weil Zwee das also so doof fand, nahm ich sie dann auf den Arm und reichte ihr gleichzeitig ein Spielzeug zum Abtasten und Anschlecken. Das fand sie dann so toll, dass sie die Berührungen der Osteophatin fortan komplett ignorierte. Nur am linken Schlüsselbein wollte sie nicht so recht angefasst werden. 

Und was hat sie nun? Jedenfalls keine Blockade, sondern wahrscheinlich nur ein muskuläres Problem - was genau auch immer das heißt. Jedenfalls kann sie den Kopf nach rechts zu 100% so drehen wie es sein sollte, auf die linke Seite kommt sie nur zu 80%. Wir sollen sie weiter ermuntern, beim Spielen nach links zu drehen. Das ist in den letzten zwei Monaten ja sowieso schon viel besser geworden. 

Nun bin ich jedenfalls sehr gespannt, ob diese erste Abtastung(?) schon spürbare Veränderungen bringt. Heute konnte ich noch nichts beobachten, denn Zwee schlief danach drei Stunden. Dann ging es auch schon zu BMs Tanzstunde und auf dem Rückweg schlief sie schon wieder ein. Zu Hause aß sie dann schön ihren Abendbrei, wollte aber gar nicht gern auf der Krabbeldecke spielen, sondern lieber auf meinem Arm sein. Ich denke, sie war wirklich fix und alle von diesen 10 - 15 Minuten Osteophatiedings. 

Sonntag, 7. Dezember 2014

Cinderella und Strohscheiß

Heute nahmen meine Eltern ihre beiden großen Enkelmädchen mit zu Cinderella. Es muss wirklich ganz toll gemacht sein und den beiden Mädels hat es sehr gut gefallen, auch wenn unsere BM auch mal weinen musste, weil sie Angst vor den beiden bösen Schwestern hatte. (Ja, bis auf Conni und Mickey Maus Wunderhaus ist ihr immer noch fast alles zu gruselig.) Mein Vati verbrachte die drei Stunden mit auf die Zehenspitzen aufgesetzten Füßen, damit PL bequem auf seinem Schoß sitzen konnte, und BM stand auf dem Sitz und lehnte sich an meine Mutti, weil wohl direkt vor ihnen recht große Leute saßen.

Danach wurden im Dorf noch bereits vorbereitete Plätzchen kunstvoll verziert. Meine Mutti hatte alles generalstabsmäßig vorbereitet, was auch gut war, den PL findet das Ausstechen mittlerweile ganz schön langweilig. Dafür ist sie wohl neuerdings schon zu groß.

Später stießen mein Bruder und seine Frau und ich mit Zwee dazu. Ja, ohne R., denn er war gestern Abend arbeitsbedingt nach Asien geflogen. Ich glaube, der Business Class-Flug versüßt ihm die Reise ein bisschen, aber davon abgesehen finden wir es ganz schön doof, fast eine ganze Woche voneinander getrennt zu sein. Und das in der Weihnachtszeit. Manno!

Na, jedenfalls tranken wir Kaffee, die Kinder spielten noch ein wenig... Und irgendwann lief ich BM im Flur über den Weg, wo sie in mir gut bekannter Weise zu husten anfing. Ich konnte noch schnell Zwee ihrer Tante in den Arm drücken als BM schon anfing, ihre Kartoffelsuppe  auszubrechen. Diesmal immerhin nicht in meinen Ausschnitt sondern nur ein bisschen auf meinem Hose und größtenteils auf den Badezimmerfußboden. Ganz tapfer (wie immer bei sowas) erbracht sie dann noch den letzten Rest in die Toilette.

Da BM schon seit Tagen immer mal wieder über unspezifische Bauchschmerzen geklagt hatte, glaube ich nicht an eine einmalige Entleerung. Wir machten uns also alsbald auf den Heimweg, wobei BM über ihre Sicherheitsbrechschüssel gebeugt einschlief. Mir war klar, da kommt noch was, wenn sie so einschläft. Zu Hause angekommen würde BM gar nicht richtig wach und schlief auf dem Sofa weiter.

Nein Glück, denn ich konnte kurz mal Zwee wickeln und stillen. Dann kackerte Zwee gleich nochmal in die frische Windel. Klumpig, und zwar so viel, dass es sich sogleich am ganzen Rücken verteilte. Ich wollte mich so gern um mein krankes Hühnchen kümmern, habe ja aber nur zwei Arme und einen Mann auf Dienstreise. Also badete ich das Baby während BM dankenswerter Weise noch weiter schlief. Irgendwann war Zwee dann wieder sauber und zufrieden und spielte kurz alleine, so dass ich endlich BM nach oben in ihr Bett bringen konnte. Da schlief sie dann mehr schlecht als recht weiter und jammerte im Schlaf immer wieder vor sich hin. Ich brachte Zwee ins Bett, die zum Glück auch verhältnismäßig schnell einschlief.

Als ich gerade bloggte wurde BM wieder wach, hatte Bauchschmerzen und fühlte sich schlecht. Einmal Brechen und einmal Durchfall. Zur Ablenkung lasen wir noch in ihren Weihnachtsbüchern. Dann wollte sie mit dem Tablet spielen während ich noch ein paar letzte Zeilen tippte.

Nun liegen wir Mädels also mal wieder zu dritt im Schlafzimmer, denn ich will meine BM heute Nacht nicht alleine schlafen lassen. BM hatte sich kaum hingelegt als sie auch schon eingeschlafen war. Ich hoffe, dass ihr armes Bäuchlein sich jetzt beruhigt und sie sich gesund schlafen kann.

Adventszeit

Nun ist heute schon der zweite Advent, und ich muss unbedingt mal ein bisschen weihnachtliches aufschreiben. 

Am 1. Advent hatten wir unser alljährliches Adventskaffeetrinken mit unseren ehemaligen Nachbarsfreunden - also ehemalige Nachbarn, Freunde immer noch - wobei dann auch mit den Kindern gebastelt und die Wunschzettel bemalt wurden. Meine liebste F. hatte sich wieder die größte Mühe gegeben und alles für unser Treffen im Clubkeller organisiert. Leider war Zwee von den Menschenmassen und der Lautstärke ganz und gar nicht begeistert und von Anfang an ganz schön weinerlich. Als R. versuchte, mit ihr spazieren zu gehen, schrie sie so verzweifelt, dass sie ganz fleckig im Gesicht wurde und R. schnell zurück eilte. Also schnallte ich sie um und verbrachte einige Zeit in F.s Wohnung, damit Zwee sich beruhigen konnte. Irgendwann schlief sie ein und erholte sich so ein bisschen. 

BM hingegen hatte richtig viel Spaß mit den anderen Kindern. Ich half ihr beim Malen des Wunschzettels, der leider nicht wirklich viele Ideen enthielt. Tatsächlich malte sie eigentlich nur, was ich ihr so in den Mund legte... Bis auf ihren einzigen, schon lange gehegten Wunsch: Einen Autokindersitz mit nur einem Gurt, also Klasse II. Nun hat sie ja die erforderlichen 15 Kilo seit kurzem geknackt, so dass der Weihnachtsmann dem täglichen Anschnalltheater ("Das ist zu eng! Mecker! Nöl!") endlich ein Ende bereiten kann. 

Danach verschönerten die Kinder kleine Lichterketten mit Lampenschirmen aus Muffinförmchen. Es wurde noch ein bisschen gesungen und dann kam er: Der Weihnachtsmann. Oder zumindest einer seiner Helfer, denn BM erkannte gleich, dass der doch nur verkleidet war. Immerhin hatte der gute Mann dieses Jahr seine Zunge etwas besser im Zaum und fluchte nicht allzu wild vor den Kindern. Er wusste auch allerhand über jedes Kind. BM lobte er, weil sie seit einiger Zeit immer so artig ins Bett geht und einschläft (... auch wenn er ihr leider in den Mund legte, dass sie dies vorher wohl nicht getan hatte, weil sie Angst hatte. WTF. Aber es ist wohl noch kein Weihnachtsmann vom Himmel gefallen.) Allerdings müsse BM nun doch mal das Nägelkauen sein lassen. BM hörte artig und tapfer zu und übergab ihren Wunschzettel. PL wurde ganz doll ermahnt, besser auf ihre Eltern zu hören und nicht immer so zickig zu sein. Aber auch sie trug es mit Fassung. 

 BM malte auf ihren Wunschzettel auch ein Weihnachtsbuch bzw. es sollte ein Buch mit der Weihnachtsgeschichte sein. Auf diese waren wir irgendwie gekommen während wir beide gemeinsam Plätzchen ausstachen. Ich erzählte ihr die Weihnachtsgeschichte, die ganze Unterhaltung dauerte kaum fünf Minuten. Und doch blieb sie bei ihr hängen. In den folgenden Tagen erzählte sie immer wieder, dass da vor ZWEITAUSEND Jahren diese Menschen gelebt haben, dass sie aber längst tot seien. Auch der König, der sie alle zählen wollte, und sogar das Baby. Und dass es da noch keine Krankenhäuser gab, so dass das Baby im Stall geboren wurde und in einer Krippe liegen musste. 

Da Weihnachtsbücher zu Weihnachten irgendwie etwas zu spät gewesen wären, bekam sie von uns vom Nikolaus zwei tolle Bücher: "Weihnachten im Stall" von Astrid Lindgren erzählt die Weihnachtsgeschichte ohne Gott und vor allem schön einfach, so dass man noch viel drum herum besprechen kann. "Wo der Weihnachtsmann wohnt" ist herzallerliebst geschrieben und bebildert. Kindgerecht und doch musste ich einige Male denken, dass die Beschreibung der Werkstätten und Abläufe von einem BWLer geschrieben wurden. Vor allem wird darin beschrieben wie die kleinsten Wichtel sich in den Häusern der Menschen verstecken, die Kinder beobachten und dem Weihnachtsmann mitteilen, ob sie denn auch artig gewesen sind. Diese Stelle hat BM nachhaltig beeindruckt. Den ganzen Tag erklärt sie nun immer wieder, wo sich gerade ein klitzekleiner Wichtel verstecken könnte. Und dann gab es noch von Uroma auch vom Nikolaus "24 Weihnachtsgeschichten", die schön kurz und zum schmunzeln sind und immer auch . Damit sind wir nun wirklich gut ausgerüstet für die Adventszeit. 

Ach ja, der Nikolaus. Wir haben am Vorabend natürlich alle unsere Schuhe geputzt. Genau genommen hat Zwee ihre Fellschühchen abgeschleckt, aber das ließen wir auch gelten. BM putzte mit wahrer Imbrunst ihre Winterstiefel und war schon ganz schön aufgeregt. Am Morgen machte sie dann aber ganz kurz ein erschrockenes Gesicht, denn der Nikolaus hatte die Schuhe nicht im Flur stehen lassen, sondern sie ins Wohnzimmer geräumt. Das hatte BM aber nicht gesehen als sie schnurstracks in den Flur gerannt war. Dann war aber doch die Freude groß als BM erst mit Begeisterung unsere Schuhe auspackte und dann ganz zuletzt ihre eigenen (Bücher-)Geschenke. 

Mir macht es jedenfalls riesigen Spaß, die Adventszeit mit BM zu erleben, weil sie dieses Jahr zum ersten Mal richtig viel fragt bzw. sich selbst zusammenreimt. Und weil sie Weihnachtsbeleuchtungen genauso toll findet wie ich. 

Sieben Monate Zwee

Die Zeit um ihren siebten Monatsgeburtstag herum hatte unsere Zwee es nicht leicht. Erst war sie erkältet. Als es ihr scheinbar wieder besser ging, erbrach sie nach einer durchgezechten Nacht am Dienstagmorgen reichlich olle Milch auf mich (Wobei ich mich schon frage, warum sie die ganze Nacht mindestens stündlich trinken wollte. Wenn einem übel ist, trinkt man doch keine Milch...). Auch tagsüber musste sie immer mal wieder brechen. Die Tage danach - eigentlich bis Freitag - musste sie zwar nicht mehr brechen, schlief aber viel, musste viele Bäuerchen machen und wollte kaum spielen. Eigentlich wollte sie den ganzen Tag nur in der Manduca hängen, mal schlafend, mal einfach umher schauend. Erst gestern ging es dann wieder etwas bergauf als Zwee endlich wieder ihr Markenzeichen Quietschjauchzen erklingen ließ.

Nachdem sie einige Tage fast keinen Mittagsbrei gegessen hatte, langte sie gestern recht ordentlich zu, so dass wir ihr spontan am Abend zum ersten Mal Grießbrei mit Birnenmus machten. Zwee ließ sich ziemlich begeistert von ihrem nicht weniger begeisterten Papa füttern und spachtelte fast 100 g weg. Definitiv ein neuer Rekord.

Und sonst so? Unsere Zwee besteht zur Zeit auf 100% Mama-Kontakt. Ich darf mich kaum mal aus ihrem Sichtfeld entfernen. Wenn ich  mich dann doch mal von ihr entferne, ruft sie "Wuä-wuä", was von der Melodie her wie ein ziemlich verzweifeltes "Mama" klingt. In der letzten Woche weinte sie ein paar Mal so bitterlich, wenn ich nicht da war, dass sie ganz rote Flecken im Gesicht bekam. Das heißt nicht, dass ich sie alleine schreien ließ, sondern sie war ja bei ihrem Papa. Wenn Oma oder Opa oder gar noch andere Menschen sie ansprachen, machte sie gleich ein zuckersüßes Schippchen und fing recht schnell auch an zu weinen. Unser Mädchen scheint wirklich ziemlich doll zu fremdeln, und dass sie die Tage nicht ganz auf dem Posten war, hat sicherlich auch dazu beigetragen.

Größere Menschenansammlungen oder einfach nur laute Geräusche gefallen Zwee im Moment gar nicht. Da muss sie sich immer gleich bei Mama oder Papa ankuscheln oder gar ein bisschen weinen.

Wenn Zwee dann aber "sie selbst" ist, ist sie immer noch ein so fröhliches, sonniges Kind. Gerade erinnert sie mich sehr an BM, wenn sie laut jauchzend die Ärmchen nach mir ausstreckt und mich an Gesicht oder Haaren zu sich herab zieht, weil BM das genauso gemacht hat. Und natürlich macht es mich sehr stolz und glücklich, dass meine Zwee mich so lieb hat. Bei BM und R. macht Zwee das genauso, wobei R. sich nun wieder angewöhnen muss, gut auf seine Brille zu achten, denn die findet unser Töchterchen besonders klasse. Zugegeben, es nervt mich schon ein bisschen, dass Zwee nun ständig an meinen Haaren zieht - besonders, wenn ich einen Zopf habe und sie sich die kleinen Härchen im Nacken zum Festhalten aussucht. Autsch!

Wenn Zwee sich nicht drehen soll - also z.B. im Bett oder auf dem Wickeltisch - dreht sie sich ziemlich gerne und scheinbar problemlos vom Bauch auf den Rücken. Liegt sie aber auf der Krabbeldecke und mag nicht mehr auf dem Bauch liegen, nölt sie meist nur herum, anstatt es mal mit einer Drehung zu probieren. Das soll mal einer verstehen. Dafür pivotiert sie nun mehr und mehr. (Den Fachbegriff dafür habe ich neulich beim Babyturnen gelernt.) Am meisten reckt und streckt sich unsere kleine Quatschmaus aber, wenn sie bei jemandem auf dem Arm ist. Dann lehnt sie sich waghalsig in alle Richtungen, um begehrte Dinge zu erreichen.

Unser Mädchen mag es immer noch sehr gerne - also viel lieber noch als BM - wenn man mit ihr singt und spielt. Manchmal setzen wir sie nun schon ein paar Minuten in den Hochstuhl. Wenn man dann "Mit Fingerchen" singt und vormacht, patscht sie auch gern mit ihren Händchen auf die Tischplatte. Beim Fähnchenlied hält sie nach einer Weile immer ein Händchen in die Luft, vielleicht ein erstes Zeichen, dass sie auch da mitmachen möchte. Und wenn dann noch ihre große Schwester ein "Ather" (Theater) aufführt und lauthals singend vor ihr herum tanzt, dann flippt Zwee regelmäßig vor Freude aus, quietscht und strampelt was das Zeug hält.

Im Moment könnte ich Zwee noch ewig stillen. Gefühlt bin ich auch längst nicht so erschöpft wie damals als BM Nachts stündlich trinken wollte. Jedenfalls schlafe ich dazwischen ganz gut und träume nicht schlecht. Überhaupt versuche ich, jeden Moment besonders zu genießen und habe jetzt schon Angst vor den ganzen letzten "ersten" Malen, die demnächst auf uns zukommen werden. Bei BM wusste ich ja, dass wir noch ein Kind wollen und ich noch einmal ein Kind stillen, tragen, bekuscheln und dabei beobachten könnte, wie es sich nach und nach zu einer "richtigen" Persönlichkeit entwickelt.

Kleine, süße Zwee, wo ist nur das Neugeborene hin, das du einmal warst? Warst du nicht schon immer bei uns? Vieles liegt noch im Dunkeln, aber immer mehr lässt du uns dein zauberhaftes Wesen erkennen. Es ist so schön, dich zu haben und bei dir sein zu dürfen.

Montag, 1. Dezember 2014

Zwees U5

Am vergangenen Donnerstag hatte Zwee ihren Termin zur U5. Da war sie 6 Monate, 3 Wochen und 2 Tage alt... und hatte in der Nacht zuvor nur halb aufrecht an meiner Brust schlafen können, weil sie einen ganz fiesen Schnupfen und auch ein bisschen Fieber (38,4°C) hatte. Also saß ich alle halbe bis dreiviertel  Stunde im Bett, stillte und tröstete mein armes krankes Mädchen.

Ich rief in der Kinderarztpraxis an, wir sollten trotzdem kommen. Dort angekommen konnten wir dann mit unserer Zwee im kleinen Kabüffchen warten, was ich eigentlich ganz gut war, denn das eigentliche, Wartezimmer ist immer fürchterlich überheizt. Zwee hatte kurz vorher noch geschlafen und war dann eigentlich ganz gut drauf und quietschte ihren Papa, weil der so lustige Faxen machen.

Beim Vermessen gab es folgende Daten: 65 cm ist unsere Zwee nun lang, rundherum mit 7.260 g Babyspeck versehen, und der Kopfumfang liegt nun bei 42 cm. Damit ist sie einen Zentimeter kurzer und 300 g schwerer als BM damals, womit mein Eindruck bestätigt wurde, dass Zwee etwas weicher und pummeliger ist als ihre große Schwester.

Nachdem wir dann wie immer fast eine Stunde gewartet hatten, ging es endlich zu Frau Doktor,  die feststellte, dass Zwee schön proportional entlang der Standardkurve gewachsen ist. Keine Spur vom Frühgeborenen. Sie fragte uns ein paar Sachen: Dreht sie sich? -  Noch nicht. Plappert sie?  -  Oh ja. Liegt sie länger in Bauchlage?  -  Ja.

Dabei untersuchte sie Zwee. Die Bauchlage machte sie auch gleich schön mit, stützte sich ab und reckte gleich dabei das Händchen nach ihrem Papa aus. Dann ließ sie sich wieder schön an den Händen hochziehen und zeigte, dass sie schon Schultermuckis hat. Dann wurde sie noch kopfüber gehalten und Tat dabei wohl auch das richtige. Jedenfalls war Frau Doktor sehr zufrieden mit Zwees Entwicklung und meint, dass sie nun wohl sehr bald mit den Drehen und so anfangen wird, womit sie unseren Eindruck absolut bestätigt.

Jedenfalls war es wieder einmal schön, zu hören bzw. bestätigt zu bekommen, dass wir ein kerngesundes Baby haben und alles Bestens ist.

Obwohl Zwees Köpfchen schön gleichmäßig ist und Zwee sich nun auch beim Spielen mehr und mehr nach links wendet, denken wir doch, dass immer  ich etwas von  der Lieblingsseite übrig ist. So lässt Zwee sich mittlerweile tagsüber kaum noch an der linken Brust stillen. Sie lässt sich sowieso leicht ablenken, aber links geht es nun eigentlich nur noch, wenn sie müde ist. (Beim nächtlichen Stillen alle 1 -  2 Stunden hat sie sich da allerdings nicht so albern). Jedenfalls haben wir jetzt sicherheitshalber eine Überweisung zum Osteopathen bekommen. Allerdings ist der Termin erst Mitte Januar. Mal sehen, ob sich das Thema bis dahin nicht vielleicht komplett erledigt hat.

Zwee machte super mit, obwohl sie doch ganz schön dolle unter dem bösen Schnupfen zu leiden hatte. Frau Doktor stellte aber fest, dass die Ohren und der Hals nicht gerötet waren und wir also ein reines Schlodderproblem hätten und schwupps waren wir mit einem Rezept für neue Fieberzäpfchen und Nasentropfen bewaffnet wieder raus aus dem Sprechzimmer.

Das Anziehen fand Zwee dann zum Schreien. Als ich dann endlich wieder an der frischen Luft mit ihr war beruhigte sie sich sofort und machte an mich gekuschelt in der Manduca ein schönes Mittagsschläfchen während ich nach Hause spazierte.