Montag, 29. Februar 2016

Krümel ist da!

Da ist er nun - unser zweiter kleiner Babyneffe!

Nachdem er erst so lange auf sich warten ließ hatte er es am Ende ganz eilig, sprengte seine Fruchtblase einen Monat vorm errechneten Termin und verschaffte sich somit einen ganz besonderen Geburtstag!

Auf den ersten Blick sieht Krümel meinem Bruder und PL ziemlich ähnlich. Leider liegt er noch auf der Neo, weil das coole Datum seinen Preis hatte. Eingepuckt und unter Mütze und Atemmaske versteckt sieht er genauso winzig aus wie unsere Zwee an ihrem ersten Lebenstag. Ich finde es traurig, dass er nicht bei seiner Mama sein kann, aber am wichtigsten ist ja, dass er gesund ist!

Kleiner Schaltjahrkrümel, herzlich willkommen auf der Welt! Wir sind so glücklich, dass du da bist, und freuen uns darauf, dich beim Aufwachsen zu begleiten und für dich da zu sein. Übe schön das Atmen, damit du ganz schnell zu Mama, Papa, PL und deiner ganzen Familie kannst!


Sonntag, 21. Februar 2016

Namen sagen

Seit dieser Woche sagt Zwee endlich BMs Namen.  Genau genommen sagt sie nicht wirklich den Namen, aber sie hat nun ein Wort, dass definitiv BM bedeutet. Sie fing mit "Diedie" an, mittlerweile ersetzt sie nur noch den ersten Buchstaben durch ein W oder B. Darauf haben BM und wir recht schon lange gewartet und wir freuen uns darum total über die neue Worterrungenschaft.

Zwee selbst heißt übrigens "Nanaa" oder einfach nur "die sich an die Brust tippt".

Davon abgesehen sind Zwees wichtigste Wörter "meinaaa!", "nain", "wawaija" (Oh weia) und "Tettiiie" (Teddy). Zwee ist eine richtige kleine Quasselstrippe geworden. Täglich spricht sie mehr, allerdings ist viel davon auch unverständliche Plapperei. Dafür zeigt sie immer mehr mit Mimik und Gestik, so dass man mittlerweile schon ziemlich gut versteht, was sie meint, wenn sie z.b. Hilfe braucht.

Samstag, 13. Februar 2016

Stündlich

Ein paar Krankheiten bei Zwee, ein paar bei mir, die mich einfach nur schlafen lassen wollten und ein paar Krankheiten bei R., so dass er Nachts seinen Schlaf brauchte. Vielleicht auch dass ich wieder mehr arbeite und Zwee mich vermisst. Nicht zu vergessen ein Sack Reis in China.

Jedenfalls will Zwee ab Mitternacht wieder stündlich an die Brust und schreit herzzerreißend bei jedem Versuch, sie nicht zu stillen. Diese Nächte vertragen sich nicht mit Arbeitengehen. Gestern übermannte mich in einem Meeting mehrfach der Sekundenschlaf.

Heute kurz vor halb 6 Uhr reichte es mir mit dem ständigen Genuckel. Zwee schrie so verzweifelt, aber ich bin es auch. Nach einer knappen Stunde Unglücklichsein schläft sie nun auf meinem Schoß. Ich sitze im Stillstuhl und schlafe dementsprechend nicht.

Wir müssen etwas ändern und es bricht mir das Herz mein kleines Mädchen so traurig zu sehen.

Montag, 8. Februar 2016

Ein Ferientag für BM und Mama

Weil BM in letzter Zeit wieder sehr verstärkt um Exklusivzeit mit mir buhlt, nahm ich am Freitag einen Gleittag. So konnten wir nach der Einschulungsuntersuchung noch ein paar schöne Stunden zu zweit verbringen. 

Zuvor hatte ich BM gefragt, was sie denn an dem Tag gern mit mir machen möchte. Sie wünschte sich zu lernen, wie man sich selbst die Fingernägel lackiert. Ähm. Na gut. Ich hatte an einen Ausflug ins Kino gedacht, aber das eine schloss das andere ja nicht aus. 

Erstmal gingen wir kurz einkaufen. BM war gut gelaunt und nach der Untersuchung ein bisschen aufgekratzt, so dass sie mir währenddessen in Windeseile beide Ohren abkaute. Ich hätte sie fressen können, weil sie so groß und toll und niedlich war. 

Zu Hause erfüllte ich nach einem zweiten Frühstück BMs Wunsch: Sie durfte sich die Nägel der linken Hand mit ihrem knallgelben Nagellack lackieren und machte das auch ganz gut. Ich übernahm die rechte Hand und malte mehr drüber als BM. 

Dann kuschelten wir uns auf die Couch und ich las ihr das soeben gekaufte Rapunzel-Buch vor und beantwortete noch zig Fragen dazu. Der Strom an Fragen brach auch nicht ab als wir im Auto saßen und ins Kino fuhren. Wir schauten uns alle Filmplakate an und erzählten allerhand Quatsch bevor wir zu einem der wichtigsten Punkte unserer Tagesordnung kamen: Nachos und Popcorn kaufen... und irgendwie unbeschadet ins Kino tragen während BM sich echauffierte, weil da ein Mann gewesen war, der großflächig Käsesauce auf dem Teppich verteilt hatte. 

Dann herrschte gefräßiges Schweigen während wir uns über unsere Snacks hermachten. Wir schauten "Heidi". BM war an einigen Stellen ganz schön traurig/verängstigt und hatte an allerhand Stellen zahlreiche Fragen, die ich ihr aber gut beantworten konnte, weil außer uns nur noch zwei weitere Besucher im Kino saßen. Als Heidi von Heimweh geplagt wurde, kuschelte BM sich eng an mich. Ich flüsterte ihr immer mal wieder zu, dass auf jeden Fall alles gut wird und verdrückte nebenher ein eigenes Tränchen als Heidi und der Alm-Öhi wieder vereint waren. 

Nach dem Kino holten wir Zwee aus der Kita ab (sie wusste ja nicht, dass sie etwas verpasst), und die beiden spielten schön miteinander bis wir auch schon wieder los mussten, weil ja Freitag nun immer BMs Ballettkurs ist. R. holte sie dann dort ab und berichtete, dass unsere kleine Ballerina gelobt wurde, weil sie alle Übungen so schön gemacht hat. 

Und als wäre der Tag nicht schon voll und schön gewesen gab es noch ein weiteres, langersehntes Highlight: BM hatte Übernachtungsbesuch. Zwillingsmädel H. kam zum Abendessen. Danach verschwanden die großen Mädels in BMs Zimmer, verkleideten sich, schminkten sich und spielten irgendwas, was ich nicht wissen sollte, während ich Zwee ins Bett brachte. 

Auf Wunsch der Mädels gab es dann noch eine Kinderdisco bei schummeriger Beleuchtung und ich ließ sie Prinzessinnen-Film-Lieder erraten. Zum Runterkommen las ich ihnen die Wiesengeschichten vor. Dann bereitete ich H.'s Schlafplatz auf einer Matratze vor BMs Bett vor. Die Mädels beschlossen aber, lieber gemeinsam in BMs Bett schlafen zu wollen. Ich ließ sie erstmal machen, denn es war ja klar, dass um 21 Uhr nicht geschlafen sondern noch allerhand Quatsch besprochen werden muss. 

Als es oben zu trubelig wurde und an einschlafen offenbar gar nicht zu denken war, sprach ich ein freundliches Machtwort. Wenig überraschen fand BM es zu eng mit H. in ihrem Bett. Diese wollte aber das Bett nicht verlassen. Kurzerhand zog BM kichernd auf die Matratze um. Gegen 22:30 Uhr schliefen die Mädels letztendlich ohne jegliches Theater ein. 

Es war ein richtig langer, total gelungener Tag!

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Der nächste Morgen verlief dann leider nicht ganz so schön. Es ist eigentlich nicht Zwees Art, aber ausgerechnet am Samstagmorgen war sie von 4 - 5 Uhr wach und teilweise lauthals unglücklich. Damit weckte sie die berüchtigte Leichtschläferin H. auf, die ab 4:30 Uhr nicht mehr schlafen konnte. Immerhin war sie ganz lieb und recht ruhig bis ihr um 5:30 Uhr so langweilig war, dass sie BM weckte. Diese wiederum hätte sicher noch locker 3 Stunden geschlafen, wenn man sie gelassen hätte, und war richtig mies drauf und nölig. H. beschloss irgendwann, dass sie gerne zu Hause frühstücken möchte, was ich absolut okay fand. Ich war ja schon froh, dass es am Abend keinerlei Heimweh gegeben hatte. 

BM nölte sich dann durch den Vormittag und machte seit langem mal wieder einen Mittagsschlaf - noch einmal auf der Matratze. Danach war sie wie ausgewechselt, so dass wir noch einen richtig schönen restlichen Samstag hatten. 

Freitag, 5. Februar 2016

BM's Einschulungsuntersuchung

Kurz bevor es mit der Einschulungsuntersuchung losging hatten wir noch 5 Minuten Zeit im Wartezimmer. Dort gab es allerhand Bücher für kleine Erstleser und während ich BM eines davon vorlas überlegte ich die ganze Zeit, wie lange es wohl noch dauert bis sie das selbst kann. Kaum wurde die Geschichte spannend waren wir jedoch schon dran.

Während ich mich im Hintergrund hielt wurde BM von einer freundlichen Sprechstundenhilfe gemessen (109 cm) und gewogen (17,5 kg) und sollte dann: 
  • Farben benennen ("babyleicht")
  • bis 20 Zählen ("babyleicht")
  • rückwärts zählen von 5 oder gar von 10 (von 10 und am Ende nicht die Null vergessen, also auch "babyleicht")
  • "Zauberbilder" rot auf grün erkennen ("babyleicht, bis auf den Hasen, den sie irgendwie nicht erkannt hat")
  • Hörtest (linkes und rechtes Ohr verwechselt, aber kein Wunder, wenn man nebenher darüber referiert, wie unterschiedlich die Töne klingen)
  • Richtung der Balken des "E" erkennen ("babyleicht", als sie erstmal die Aufgabe verstanden hatte)
  • einen Menschen malen (Es wurde Zwee, erstmal ohne Hände, Haare und Ohren, dafür aber in einem wunderschönen Kleid.)
Danach ging es weiter zu Frau Doktor, die ebenfalls sehr nett und angenehm locker war. BM war natürlich ein bisschen aufgeregt, meisterte aber viele Aufgaben mühelos und sehr gut, u.a.:
  • Namen schreiben
  • Geburtsdatum sagen
  • Formen abmalen bzw. vervollständigen (Für mich sah das recht krumm aus, aber Frau Doktor prüfte mit einer Schablone und alle Striche waren im Rahmen der Toleranzen.)
  • Mengen vergleichen (mehr rote oder mehr blaue Punkte etc., ) ("babyleicht")
  • Längere Sätze nachsprechen ("babyleicht" als sie verstanden hatte, dass sie nicht paraphrasieren sondern genau nachsprechen soll...)
  • Mehrzahl von Dingen benennen ("babyleicht" als sie verstanden hatte, dass sie diese nicht zusammen rechnen soll sondern nur das Wort sagen soll, ich hätte beinahe laut losgelacht als sie mit Frau Doktor diskutierte, dass das 1 Apfel links + 2 Äpfel rechts doch schließlich drei sind und nicht zwei, ohne dabei jedoch das Wort "Äpfel" zu sagen)
  • Wörter mit verschiedenen "S"-Lauten sprechen (schon ziemlich gut, die Logopädie scheint schon etwas gebracht zu haben)
  • mit geschlossenen Beinen hin und her hopsen (Erst wurde sie hektisch und die Sprünge zu unsauber, aber sie hörte dann gut auf Frau Doktors erneute Anleitung und machte es beim 2. Versuch sehr gut.)
Mit den "Logik-Aufgaben" hatte BM ein paar Probleme. Sie sollte u.a. logische Reihen fortsetzen und komplexen Zeichnungen genaue Kopien zuordnen. Das klappte teilweise gut, teilweise lag sie aber auch auch falsch. Es war wohl eine Kombination daraus, dass sie die Lösung noch nicht auf einen Blick erkennt, sich dann aber auch nicht immer die Zeit nahm, die Lösung in Ruhe zu finden. 

Dann sprach Frau Doktor noch "Quatschwörter", die BM nachsprechen sollte, und Wörter, denen Buchstaben fehlten, wobei sagen sollte wie die Wörter richtig heißen. Diese Übungen gelangen ihr größtenteils, aber eben nicht bei jedem Wort. 

Alles in allem war Frau Doktor aber sehr zufrieden mit BM und erklärte sie für schultauglich. Die kleineren Probleme mit den Logik- und Wort-Aufgaben fand sie altersgemäß unproblematisch zumal BM ja eins der jüngsten Schulkinder werden wird. Wir sollen diese Dinge gelegentlich mal spielerisch mit ihr üben. Sie findet, dass BM sich sehr gut ausdrücken kann, grammatikalisch sehr gut spricht und schon ein gutes Zahlenverständnis hat. Körperlich ist BM zierlich, aber topfit. 

Ich sprach an, dass wir den Eindruck haben, dass es BM noch oft schwer fällt, still zu sitzen und mit Geduld bei einer Sache zu bleiben, die ihr vielleicht nicht soviel Spaß macht. Daraufhin meinte Frau Doktor, dass BM sich aber bei der Untersuchung sehr gut geschlagen und auch altersgemäß gut konzentriert habe. 

Nun steht es also fest: Im September wird unsere BM nun definitiv ein Schulkind!

Montag, 1. Februar 2016

Wozu man ein Töpfchen braucht



Und dann war da noch das rosa Toiletten-Töpfchen-Dings, welches Zwee echt toll findet. Da sie es aber leider besonders gern zum Draufklettern benutzte und versuchte darüber in die Badewanne zu gelangen, musste es aus dem Bad verschwinden.

KZH-Mädelstag

Zwee geht es schon viel besser. Bis auf eine laufende Nase merkt man ihr nichts mehr an. Trotzdem blieb ich heute sicherheitshalber noch einen Tag mit ihr zu Hause. Nachdem BM um halb 6 schon mit R. um ein Hörspiel gefeilscht hatte, war sie dann doch noch mal eingeschlafen. Kurz nach 8 Uhr musste ich sie letztendlich wecken, um es noch vorm Morgenkreis in die Kita zu schaffen. Dort fuhren wir dann aber doch nicht hin, weil BM über Halsschmerzen klagte. Erst sagte sie tapfer, dass es nach den Cornflakes vielleicht besser wird, aber dann schaute sie mich mit großen blauen Augen an und sagte, dass es ihr eigentlich immer noch nicht so gut ginge. Also behielt ich auch mein großes Mädchen zu Hause.

BM verschwand dann gleich erstmal einige Zeit in ihr Zimmer und spielte hinter verschlossener Tür mit "Kleinteilen", die Zwee nicht in die Hände bekommen darf. Irgendwann tauchte sie als Anna verkleidet wieder auf und fragte, ob sie sich mit ihrer Kinderschminke schminken dürfe. Durfte sie. Also schmierte sie u.a. Lipgloss auf ihre Augenbrauen. Wer weiß, vielleicht ist das ja Mode, wenn sie in 10 Jahren mit richtigem Schminken anfängt.

Derweil musste ich mit Zwee 987646520 Bücher angucken. Am lustigsten ist es, wenn ein Häschen in einem Buch oder Lied vorkommt. Dann muss Zwee sofort aufstehen, den Oberkörper nach vorn beugen und vor Freude quietschend hüpfen aus den Knien heraus wippen. Irgendwann kam sie zu mir, zeigte auf die Treppe und sagte "mjem-mjem-mjem". BM schloss sich direkt an und beide Mädels aßen nach dem labbrigen Cornflakes-Frühstück nun noch ein zweites kräftigeres Frühstück bevor es ein wenig an die frische Luft ging. Es wurde nur eine kurze Runde durch den Park während der BM mir ununterbrochen Dinge erzählte und Zwee fröhlich im Kreis rannte und den Hunden "wa-wa-wa-wa" zurief. Als es anfing zu regnen eilten wir wieder schnell wieder nach Hause.

Die Zeit bis zum Mittagsschlaf verlief sehr einvernehmlich mit Verstecken spielen und weiteren 976576 Büchern, wobei jedes Kind abwechselnd eines aussuchte und beide beim Vorlesen auf je einem meiner Beine Platz nahmen. Ich hätte platzen können vor lauter Kuscheligkeit und Liebe.

Beim Mittagessen machte Zwee diesmal den Kasper und stiftete ausnahmsweise ihre große Schwester zu Unsinn an. Es wurde geplappert, "Mit Fingerchen" gesungen und die Köpfe zum schwindelig werden hin und her geschwungen. Nach all dem Spaß schlief Zwee dann nach kurzem Faxenmachen auf meinem Schoß ein. BM ging ausnahmsweise auch ohne Murren ins Bett, doch leider konnte ich die Mittagsruhe nicht genießen sondern musste ein bisschen arbeiten bis Zwee aufwachte und in meinem Arm noch ein wenig weiter schlafen wollte.

Auch der Nachmittag verlief sehr schmusig und fröhlich. R. holte BM ab und ging mit ihr zur Logopädin. Da Zwee ihren Papa dadurch nur ganz kurz sah, war sie ganz schön traurig, so dass ich noch eine Runde mit ihr raus ging. Sie hatte aber irgendwie nicht mitbekommen, dass R. und BM mit dem Auto weggefahren waren. Somit verbrachte sie die ersten 10 Minuten draußen damit, den Puppenbuggy zielgerichtet in die Richtung zu schieben, in der sie ihren Papa vermutete und immer mal nach ihm zu rufen. Dann durfte Zwee noch aufs Laufrad und wir spielten Verstecken bis die Stimmung kippte, weil ich unbedingt BMs Fahrrad aus dem Schuppen holen sollte.

Doch die schlechte Laune hielt nicht lange an, weil kurz darauf BM und R. nach Hause kamen. Die Freude war groß und wir genossen eine schöne Stunde zu viert. R. und die Mädels machten Saft, R. zauberte einen Ball weg und wir machten allerhand Quatsch miteinander. So einen Feierabend hätte ich gern jeden Tag!

Zu guter Letzt brachte R. Zwee ins Bett während ich noch ein bisschen arbeitete und BM neben mir auf dem Boden saß und puzzelte bevor sie sich wieder ohne das übliche Murren bettfertig machte und mir dabei allerhand erstaunliche Dinge aus einem scheußlichen Barbie-Film erzählte.

Nun klopfe ich auf den Holztisch und gehe vorsichtig davon aus, dass morgen beide Kinder wieder in die Kita gehen können, nachdem sie sich heute noch mal schön ausgeruht haben.

Samstag, 30. Januar 2016

Barrieren

In den letzten Tagen mussten wir immer wieder Zwee von der Treppe pflücken. Manchmal klettert sie ein paar Stufen hoch und stellt sich dann frech grinsend hin. Immer wieder klettert sie aber direkt bis ganz nach oben.

Da Zwee jedoch noch weit davon entfernt ist, auch sicher wieder herunterzukommen, baute R. heute das Treppenschutzgitter im 1. Stock Richtung nach oben wieder an. Ich befürchte, im Erdgeschoss müssen wir das auch bald noch machen, da man nicht 10 Sekunden in der Küche sein kann, ohne dass Zwee ausbüchst.

Bislang nahm Zwee das Gitter recht gelassen hin, aber R. und ich sind jetzt schon davon  genervt. Ich vermute, dass ich in wenigen Stunden auf dem nächtlichen Weg ins Bad zum ersten Mal dagegen laufen werde und das Teil verfluchen werde bis wir es endlich wieder abbauen können.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Besuchskindermund

Gestern war Nachbarszwilling H. bei BM zu Besuch. Die beiden Mädels verschwanden sofort in BMs Zimmer und kamen zwischendurch nur kurz raus, um sich die Fingernägel lackieren zu lassen. Dann verteilten sie großzügig "Elsa-Schminke" in ihren Gesichtern und spielten so lieb, dass man sie eigentlich kaum merkte.

Beim Abendessen gab es dann für R. und  mich allerhand zu lachen:

Im Moment kann H. nicht zum Sport gehen, weil in der Turnhalle nämlich jetzt Frischlingstiere wohnen - was auch immer sie sich darunter wohl vorstellt.

Wir besprachen dann, dass H bald mal bei uns übernachten könne. Doch dann schlug sie vor, dass ja stattdessen wir alle bei ihnen übernachten könnten. Also R. und ich bei ihren Eltern im Bett. Damit es nicht so eng wird, würden die Eltern dafür auf der Couch schlafen. BM könnte bei H schlafen und Zwee bei J. Alles klar. Wie gut, dass wir in 20 m Entfernung selbst genügend Betten zur Verfügung haben.

Außerdem hat ihr Papa mal beim Essen gepupst, woraufhin ihre Mama....  und so weiter und so fort.

Oh je, ich hoffe nur (sicher vergeblich), dass BM nicht so viel aus dem Nähstübchen plappert, wenn sie woanders zu Besuch ist.

Krank mal wieder

Nachdem Zwee nun rekordverdächtige und gelassen-fröhliche DREI Wochen in der Kita war ist sie jetzt leider schon wieder krank. Gestern war ich mit ihr beim Arzt, eigentlich nur, weil ich einen Krankenschein für die Arbeit brauchte. Dabei stellte sich heraus, dass der Schnupfen, der Zwee nun eigentlich schon wochenlang begleitet und seit Montag Abend erhöhte Temperatur und Appetitlosigkeit bescherte, nicht alles war. Tatsächlich hat Zwee eine leichte (?) Bronchitis und wieder mal gerötete Trommelfelle. Wir sollen es gut auskurieren und Zwee bis Mittwoch nächster Woche zu Hause behalten. 

So schwierig das organisatorisch auch ist (diesmal springen meine Eltern mit ein und machen es möglich, dass ich ein zwischendurch zwei Tage arbeiten gehen kann), ist die wahre Herausforderung diesmal, Zwee dazu zu bringen, ihre Hustentropfen zu nehmen. Das kleine Mädchen lässt sich einfach nicht austricksen. Zwei Mal am Tag müssen wir nun sehr kreativ werden, denn Messbecherchen oder Pipette gehen gar nicht. Medizin mit Zucker ist auch doof. Sobald ich mit dem Löffel ankomme, wachsen Zwee kleine Bockshörner. So gab es nun schon Medizin mit dem Strohhalm, Medizin mit einem Stück Wiener auf dem Löffel und Medizin mit einem Klecks Ketchup. Die Frage ist nur, ob wir es schaffen, Zwee noch eine ganze Woche lang zweimal täglich auszutricksen... 

Immerhin geht es Zwee aber schon ein bisschen besser, nachdem sie anderthalb Tage wie ein Häufchen Elend nur auf meinem Arm bzw. auf meinem Schoß an mich gekuschelt sein wollte. Darum verbrachte sie den heutigen Tag auch bei meinen Eltern (mein Vati mit noch recht frisch operierten Meniskus). Morgen darf BM auch einen freien Tag haben, denn meine Mutti holt beide Mädels morgens mit dem Bus ab. Damit ist der Weg ins Dorf auch gleich das Ziel ein Ausflug. 

Laut der Waage bei Frau Doktor wiegt Zwee nun 10,05 kg - nach einem Tag ohne Essen, sie wollte nicht mal das Gummibärchen von Frau Doktor annehmen. So nebenbei konnte ich gestern auch den nächsten Zahn entdecken: 

Samstag, 16. Januar 2016

Aai, Baai, Daai, Hjie,...

... zählt Zwee, z.B. Puzzleteile oder wenn sie mit ihrer großen Schwester Verstecken spielt. Dann "zählt" sie laut während sie durch die Zimmer läuft, um nach BM zu suchen. Dabei beugt sie sich ganz theatralisch suchend nach vorn, kommentiert jedes mit Nichtversteck mit "Naii" bis sie BM mit lautem "Da!" findet. Wenn sie selbst mit Verstecken dran ist, verrät sie sich immer noch mit "Da!" sobald man nach ihr fragt.

Seit Zwee vor Wochen mal beim Schlafanzuganziehen ihre Hausschuhe anziehen wollte und ich ihr erklärte, dass das ja wohl nicht nötig sei, spielen wir auf dem Wickeltisch nun immer dasselbe Spiel: Zwee hält sich mit schelmischen Grinsen ein unangebrachtes Kleidungsstück an die entsprechende Körperstelle. Dann muss ich fragen: "Brauchen wir denn jetzt einen Schlafanzug/Hausschuhe/Socken über Strumpfhose/zweite Windel?", worauf Zwee grinsend antwortet "Nee!"

Auf dem Wickeltisch schaut Zwee sich außerdem immer noch gern das Knuddibu mit ihren Menschen an, das sie zum Geburtstag bekommen hat. Leider benennt sie weiterhin nur Mama und Papa. BM und Zwee sind meist "Da da!". Ganz selten kann man mal etwas Oma- oder Opa-ähnliches heraushören. Ansonsten tippt sie auf jedes einzelne Familienmitglied und lässt sich wieder und wieder die Namen sagen bzw. sucht die Person, die ich benenne.

Zwee liebt Bücher. Unermüdlich schleppt sie ein Buch nach dem anderen an, klettert einem Elternteil oder in letzter Zeit immer öfter mal BM auf den Schoß und lässt sich ein Buch "vorlesen". Dabei ist sie wirklich schon erstaunlich ausdauernd. Am liebsten sieht sich Bücher mit Tieren an. Sie spielt auch gern mit ihren Schleich und Playmobil-Tieren. Schaf und Ziege machen "Meh", die Katze macht "Maa-i", der Hund "Wawawawa", die Kuh "Moh", das Häschen hüpft (wippt auf und ab), das Pferdchen hüpft wild umher, die Ente macht "Na-na-na", der Fisch "bubub", Tiger und Löwe fauchen (mit krallendem Händchen), der Elefant macht "dööö" (mit Handrücken an Nase). Teddy heißt "Detti".

Autos und Flugzeuge machen "bwuiii", und Zwee macht "huuuui", wenn man mit Auto oder Kinderwagen etwas zügiger in eine Kurve fährt. Die (also meine) Brust ist "Nana" und "ane" (andere Brust). "Naane" ist die Banane (Zwees absolutes Lieblingsobst). Essen ist ein schmatzendes "mjam-mjam-mjam". Höflich sagt Zwee "dette" (bitte) und "daate" (danke). In ihren Büchern kann sie schon viele Dinge zweeisch benennen, so dass man das Wort schon heraus hören kann oder sie zeigt z.B., was man damit macht oder wo man das in unserem Haus findet.

Zwee erzählt täglich mehr, wobei vieles noch zweeisch und für uns unverständlich ist. Aber am Esstisch wird es auch schon manchmal ganz schön wild, wenn beide Mädels nach der ersten Sättigung unermüdlich quasseln und sich gegenseitig zum kaspern anstiften. Wenn Zwee Quatsch macht, zieht sie die kleine Nase kraus und grinst über beide Ohren. Immer öfter können unsere Mädels nun irgenwie zusammen spielen, z.B. mit den Püppis, den Bausteinen oder jede nach verschiedenen Regeln mit BMs Kartenspielen.

Apropos Essen: Zwee isst gern. Am liebsten Obst und Nudeln, aber auch Schokolade und Kuchen. Leider hält sie dabei noch mehrheitlich Gabel bzw. Löffel in einer Hand während sie mit der anderen Hand isst. Auch Suppe. Eigentlich konzentriert Zwee sich dabei recht gut, aber wenn sie dann fast satt ist, dreht sie oft den Teller um, spuckt den letzten Haps aus oder versteckt für härtere Zeiten etwas in der Ecke vom Hochstuhl. Somit haben wir dann nach jeder Mahlzeit allerhand Reste vom Boden zu klauben.

Zwee kann schon ziemlich gut puzzeln, fädeln, Formen sortieren und Türme aus Megablocks bauen. Wie BM malt sie zur Zeit fast jeden Tag. Na gut, vor allem macht sie Stifte auf und zu und bemalt neben dem Papier auch gern Bausteine und Körperteile. Und weil sie das von BM sieht, bringt sie auch immer ihre Zettel oder kleinen Türme an, damit wir sie gebührend bestaunen können.

Diese Woche gab es Schnee, den sie wider Erwarten total toll fand. Beide Mädels saßen einträchtig zusammen auf einem Schlitten, ließen sich von R. ziehen und rodelten laut kreischend in kleine Senken. Während sonst immer irgendwann ein Kind sich vom anderen bedrängt fühlt oder kleine Unfälle Spiele beenden, waren beide total ausgelassen und viel zu fröhlich, um sich von kleinen unabsichtlichen Schubsern und Drängeleien den Spaß verderben zu lassen. Ich hätte vor Liebe platzen können als ich meine drei Menschen da so beobachtete.

Zwee mag lieber Socken als Strumphosen und kann schon mal ganz schön sauer werden, wenn ich ihr nicht die von ihr selbst ausgesuchten Socken anziehe. Am liebsten würde sie jeden Tag Halbschuhe anziehen oder zumindest die Stiefel, die ich gerade nicht ausgewählt habe. Gingen diese Diskussionen bei BM auch schon so früh los? Ihre Crocs kann Zwee alleine anziehen - mit 50% Entenfußwahrscheinlichkeit - und unsere Schuhe sind längst nicht mehr sicher vor ihr. Ständig tappst Zwee in R.'s, BM's oder meinen Hausschuhen und Schuhen umher.

Wir müssen Aufpassen, dass wir Ausflüge verschlüsselt besprechen bzw. beim Unterhalten nicht unwillkürlich Wörter verbinden, die Zwee mit "Rausgehen" verbindet, denn dann flitzt sie mit einem glücklichen Aufschrei gleich in den Flur und zottelt die Stiefel ihrer Wahl hervor. Zwee ist wirklich sehr gern draußen an der frischen Luft. Sehr zu ihrem Leidwesen gehen wir zur Zeit nicht oft auf den Spielplatz, wenn dort alles nass und kalt und winterlich ist. Auch für Fahrgeräte jeglicher Art ist es oft zu kalt. Dann steht Zwee laut kreischend vorm Schuppen und verlangt Einlass. Lässt man ihr freien Lauf, landet sie über kurz oder lang auf dem Grundstück schräg gegenüber oder auf dem Weg zur Straße (Richtung Spielplatz natürlich) und ärgert sich maßlos, wenn wir sie dort weg holen. Grundsätzlich genießt sie es aber sehr, umher zu laufen (oder sich schleppen zu lassen) und allerhand Dinge anzugucken.

Zwee kann (an guten Tagen) alleine auf die Couch und mittlerweile problemlos auf den Stillstuhl klettern. Auf der Couch sitzt sie gern und kuschelt sich an BM, wenn diese Abends einen Film guckt. Bisweilen schaut sich Zwee auf dem Stillstuhl seelenruhig ein Buch an. Mittlerweile kann man sich auch i.d.R. darauf verlassen, dass Zwee bedachtsam rückwärts wieder herunter klettert. Mit den Kletterfähigkeiten ist nun auch die Treppe wieder einmal in Zwees Fokus gerückt. Nachdem sie sich eine zeitlang meist an die Regel "Nicht ohne Mama oder Papa" gehalten hat, musste ich sie dieses Wochenende alle paar Minuten von der Treppe pflücken. Allerdings konnte ich dabei auch beobachten, dass es auch das runterklettern schon ziemlich gut drauf hat.

Zwee mag Technik. Sie schaltet Waschmaschine und Trockner an - leider auch, wenn nichts drin ist,  und überprüft gern Kabel und Technikdinge um R.s Schreibtisch herum. Zwee kann sich minutenlang damit beschäftigen, den Stecker vom Ladegerät in allen möglichen Positionen ans Babyphone zu halten. Sie holt sich gern das Festnetztelefon, hält es ans Ohr und plappert zweeisch hinein. Sie schaltet den Fernseher und Sonos-Box an und aus, versucht das auch mit ihrer Spielfernbedienung. Wenn wir mit dem Handy telefonieren, freut sie sich, Papas oder Omas und Opas Stimmen zu hören und küsst deren Profilbilder. Wenn R. oder ich nicht da sind, sucht sie nach uns. Wenn ich mit den Kindern vorm Haus einparke, ruft sie schon von weitem nach Papa; genauso auch, wenn es an Tür oder Telefon klingelt.

In den letzten beiden Monaten ist Zwee merklich offener geworden. Sie freut sich, wenn sie Omas und Opas und andere Familienmitglieder sieht und klammert sich nicht mehr soviel an mir fest. Wenn es aber irgendwo trubelig ist oder Fremde in der Nähe sind, verbringt sie die Zeit am liebsten an mich gekettet. Dann sitzt sie auch mal ganz lange auf meinem Schoß und schaut sich einfach alles an. Trotz der durch Krankheit verdoppelten Weihnachtspause ist Zwee wieder gut in der Kita angekommen. An den ersten beiden Tagen musste sie beim Abgeben ganz kurz weinen, aber jetzt zeigt sie nur noch kurz, dass sie natürlich lieber bei mir bleiben würde. Wenn ich sie dann aber an den Frühstückstisch setze und da vielleicht sogar eine Banane auf sie wartet oder aber ihre Erzieherin sie gleich auf den Arm nimmt, bleibt Zwee zufrieden in der Kita. Dort ist sie seit November auch sehr entspannt, hält sich nicht mehr so sehr zurück und lacht ausgelassen.

Heute habe ich den 15. Zahn entdeckt - der Eckzahn unten rechts ist draußen. Links kann es auch nicht mehr lange dauern.


Aus unserer Baby-Zwee ist ein zauberhaftes Kleinkind geworden, das uns täglich mehr Facetten von seiner Persönlichkeit zeigt. Auch wenn sie vor den typischen Kleinkindfrustrationen natürlich nicht gefeit ist, ist Zwee grundsätzlich ein zufriedenes und geduldiges/ausdauerndes Kind mit ganz viel Freude am Entdecken, einer Prise Schabernack und reichlich Kuschelbedürfnis. Wir drei lieben sie bis zum Mond und zu den Sternen, zu allem und wieder zurück!

Donnerstag, 14. Januar 2016

Hilfsangebot

Wenn BM ein Schulkind ist, also so ein richtig großes Schulkind, dann kann sie ja mal Zwee ins Bett bringen. Dann liest sie ihr was vor, hilft beim Zähneputzen und bringt sie ins Bett. Wenn Sie damit fertig ist, zieht sie selbst einen Schlafanzug an, putzt ihre Zähne und kommt noch mal runter, um gute Nacht zu sagen, bevor sie dann auch einfach so ins Bett geht.

Währenddessen dürfen R. und ich unten bleiben und noch etwas spielen oder basteln, wenn wir wollen.

Dienstag, 12. Januar 2016

Pipi ins Töpfchen

Heute früh wachte Zwee sehr anhänglich und etwas morgenmuffelig bei mir im Bett auf. Irgendwann beschloss ich, mich wenigstens schon mal anzuziehen während sie noch im Bett grummelte. Normalerweise mache ich das im Bad, nach dem Zähneputzen, weil ich sonst zu Zahnpastaflecken neige. Jedenfalls zog ich mich also an, nahm Zwee auf den Arm, den Schlafsack dazu, Zwees Trinkflasche, meine Flasche... und steckte mein Handy -  ebenfalls unüblich für mich -  in meine Hosentasche, wo ich es prompt vergaß.

Ich schleppte alles nach unten, tat so dies und jenes, um Zwee glücklich zu stimmen und wollte dann endlich auf sie Toilette gehen. Da fiel dann mein Handy rein. Ich hätte ausrüsten können, denn dasselbe passierte mir schon mal vor gut 10 Jahren. Ich fischte es sofort heraus und trocknete es ab. Der Bildschirm wurde derweil krisselig und erlosch. Das war es dann wohl.

Als ich BM später im Auto anschnallte stieß ich mir den Kopf, dass es mir die Tränen in die Augen trieb. BM war sehr mitfühlend und meinte sehr passend: "Arme Mama, du hast heute wohl nur Pech!"

In der Kita stellte ich dann noch fest, dass ich Zwees Schneeanzug zu Hause vergessen hatte.

Doch dann:

Nach einem ereignisreichen Arbeitstag versuchte ich halbherzig, das Handy noch mal anzuschalten und siehe da, es funktionierte wieder... Bis auf weiteres jedenfalls. Mal sehen wie lange noch.

Und last but definitely not least pullerte unsere Zwee heute zum ersten Mal in das geerbte Hightech-Töpfchen, das seit einigen Wochen im Bad steht. Bisher benutzte sie es nur, um Toilettenpapier hineinzulegen, denn ganz offensichtlich sitzen wir Großen ja auch nur auf Toilette, um am Schluss Toilettenpapier hineinzuwerfen. Gelegentlich fragten wir, ob sie auf das Töpfchen will. Meist wollte sie, aber nie lange genug, um hineinzupullern. Das hob sie sich mehrfach für direkt nach dem Aufstehen auf.

Zwee schaute nach diesem Erfolg ganz schön verwirrt drein, war aber zufrieden als endlich Toilettenpapier dazu kam. Auf dem Wickeltisch zeigte sie dann immer wieder auf ihre M*m* damit ich ihr erkläre, dass sie damit gerade gepullert hatte.

Nun denn, immerhin weiß sie nun schon mal, dass alle klatschen, wenn das Töpfchen nicht mehr alle alle ist.

Sonntag, 10. Januar 2016

Schwimmen lernen

Sonntagmorgens lernt BM nun schwimmen. Im letzten Jahr war sie immer ein bisschen hin und her gerissen zwischen deutlichem Respekt vor Wasser und dem Wunsch, schwimmen zu können. Ich glaube nicht, dass es sie es von uns lernen würde, denn einerseits wissen wir nicht wirklich wie wir es ihr beibringen sollen und andererseits hörte sie kaum zu, wenn wir versuchten es ihr zu erklären. Wenn die Schwimmlehrerin aber etwas erklärt macht BM konzentriert die Trockenübungen mit und hört auch auf sie, wenn sie Anweisungen ins Wasser ruft. 

Beim ersten Mal war mein Vati mit ihr beim Schwimmkurs, weil R. und ich rabenelternmäßig nach unserem Discobesuch ausschlafen wollten. Da wurden die ersten Übungen erst mal im flachen Wasser gemacht. 

Heute machte ich mich mit ihr in aller Frühe auf den Weg zur Schwimmhalle. Die Eltern können in der Halle warten, allerdings konnte ich aus der Ferne beobachten, was BM da so machte. Diesmal gingen auch die Schwimmanfänger mit Schwimmgurten und Brettern ausgestattet direkt ins tiefe Wasser. Dazu setzen sie sich auf den Beckenrand und rutschen langsam mit ausgestreckten Armen nach vorn auf das Brett. Bei den erstem Malen half die Trainerin noch, doch schon bald traute BM sich auch alleine ins Wasser. Dort wechselten dann Strampeln und Froschbewegungen ab. 20 Meter schwimmen, aus dem Wasser klettern und am anderen Ende wieder ins Wasser - das war sicher ganz schön anstrengend. 

In der Pause zitterte BM ganz schön doll, im nigelnagelneuen Elsa-Bademantel aß sie aber fröhlich ihren Snack und machte danach wieder weiter schön mit. Nur als am Ende alle Kinder noch 10 Minuten im Kinderbecken toben durften, kletterte sie recht bald aus dem Wasser und legte sich zusammen mit ein paar anderen Mädels auf die warme Bank. Da lag BM total platt und für ihre Verhältnisse lange ganz ruhig da. Ja, so ein Schwimmkurs powert wohl sogar unser kleines Dura.cell-Häschen aus.  


Montag, 4. Januar 2016

Schwupp

Schon ist der langersehnte Weihnachtsurlaub vorüber. Für mich war es der perfekte Weihnachtsurlaub, wir haben einerseits viel erlebt und andererseits ganz viel Zeit für einander gehabt. Nur zum Bloggen blieb mal wieder keine Zeit oder zumindest keine Muße. Also gibt es nun nachträglich nur einen kurzen Abriss for the record.

Tatsächlich blieb Zwee bis Weihnachten zu Hause, weil sie immer noch kränkelte. Auch BM ging nur für zwei kurze Tage in die Kita bevor sie eines Abends anfing über Ohrenschmerzen zu klagen. So organisierten wir uns mit Ach und Krach, abwechselndem Arbeiten und tatkräftiger Unterstützung unserer Eltern irgendwie bis zum Urlaubsbeginn. Gegen Ende der Misere fing ich mir auch noch eine starke Erkältung inklusive flugbedingter Ohrenschmerzen ein.

Pünktlich zum Urlaubsbeginn ging es uns allen jedoch endlich schrittweise besser. Am 23.12. hatte ich eigentlich einen "freien" Tag geplant, die Kinder hätten in der Kita sein sollen, so dass ich tatsächlich mal ein paar Stunden ganz allein zu Hause gehabt hätte. Nun ja, so waren wir drei Mädels zusammen zu Hause und da es uns etwas besser ging, war es ein sehr gemütlicher Vorweihnachtstag, an dessen Abschluss BM und ich einen Ausflug zum Weihnachtssingen in der Alten Försterei machten.

Es fühlte sich gut an, zuvor mit meinem großen Mädchen Hand in Hand durchs Einkaufscenter zu schlendern, zu quasseln und essen zu gehen. BM sprudelte regelrecht vor Aufregung und wollte die neu erworbene blinkene Weihnachtsmannmütze gar nicht mehr absetzen. Im Stadion trafen wir uns mit meinen Eltern, meinem Bruder mit PL, meinem Cousin mit seiner Mädelsbande, Olo etc. Da wirkte mein großes Mädchen dann doch wieder recht klein. Mit großen Augen hielt sie sich abwechselnd auf Vatis und meinem Arm auf. Die Menschenmenge war ihr wohl doch etwas unheimlich. Gegen Ende jedoch schloss sie sich den anderen Kindern an, die allerhand Blödsinn mit dem Kerzenwachs anstellte. Sie ließ sich das abgekühlte Wachs von Ch. reichen und rollte daraus einen großen, grauen Popel. Oder so.

Am Heiligabend fuhren wir schon am Vormittag zu R.'s Familie, damit Zwee dort schon Mittagsschlaf machen konnte. BM war wahnsinnig aufgeregt und konnte es kaum erwarten, den Weihnachtsmann endlich zu sehen. Letztendlich haben wir ihn dann doch wieder verpasst als wir gerade draußen spazieren waren. Zum Glück hatte er aber reichlich Geschenke da gelassen. Die Kinder packten ihre Geschenke erwartungsgemäß so schnell aus, dass sie erst Tage später alles so richtig angucken bzw. bespielen konnten. Für Zwee war nach dem Abendessen und etwas Spielen der Tag dann schon vorbei. Als sie nach der ganzen Aufregung in Tigers Zimmer schlief startete die Bescherung für uns Erwachsene. Dabei durfte BM uns erst als Weihnachtshelferlein und dann als Engel verkleidet tatkräftig unterstützen. Ja, erst war mit Oma ausgemacht gewesen, dass BM zu diesem Zwecke ein Weihnachtshelferkostüm bekommen würde und dann wollte sie doch lieber ein Engel sein. Somit gab es zwei Outfits, aber Verkleidungswechsel sind ja durchaus in BMs Sinne. Oma war auch als Engel verkleidet und schlug in einem goldenen Buch nach, wem welches Geschenk gehörte. BM übergab die Geschenke entsprechend und unterstützte tatkräftig beim Auspacken. So verging der Abend gemütlich und wie im Fluge. Nur der kleine Tiger fand alles etwas zu aufregend, so dass Kimmy und M. ganz schön gefordert waren. Das erinnert mich sehr an die vielen Familienfeiern, die ich im Balkonzimmer verbrachte, um das eine oder andere Kind zu beruhigen. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen froh, dass diese Zeiten nun langsam der Vergangenheit angehören.

Den 1. Weihnachtsfeiertag verbrachten wir bei meiner Familie im Dorf. Da hatte der Weihnachtsmann natürlich auch noch Geschenke hinterlegt. Nur ich doofe Nuss hatte die Geschenke für PL und Krümel zu Hause vergessen. Zum Glück weiß PL nun "Bescheid" und reagierte auf mein heimliches Geständnis recht wohlwollend. So gab es dann also an Silvester noch mal Geschenke für jedes Kind, was BM zumindest überhaupt nicht weiter wunderte. Zwee war an dem Tag so durch den Wind, vielleicht durch die nächtliche Heimfahrt oder wegen der Aufregung oder sonstwas. Jedenfalls wollte und wollte sie keinen Mittagsschlaf halten bis R. und ich letztendlich eine Kinderwagenrunde mit ihr drehten. Als sie dann endlich eingeschlafen war genossen wir beide den Spaziergang bei frühlingshaft milden Temperaturen sehr, weil wir endlich mal wieder etwas Zeit zu zweit hatten (s.o.).

Am 2. Weihnachtsfeiertag trafen wir uns mit R.'s Familie im Brandenburger Umland, machten einen schönen Spaziergang durch den Wald und verdienten uns damit das anschließende Entenessen in einer Gaststätte. Das Essen war sehr lecker, auch wenn wir es leider nicht alle gemeinsam an einen Tisch schafften. Zwee wurde abwechselnd von mir und ihrem Opa mittagsschlafend im Kinderwagen geschoben und Tiger forderte seine Eltern mit einer Windelexplosion zu einer Wickel- und Umziehaktion im Auto unter sehr beengten Konditionen heraus.

Die Tage zwischen den Jahren vergingen ebenfalls wie im Fluge. Wir hatten jeden Tag irgendwie Action, aber auch viel Zeit zu viert bzw. in wechselnder Besetzung zu zweit. BM forderte in diesem Urlaub sehr oft "Zeit nur mit Mama" ein, was ich ihr auch recht oft ermöglichen konnte. Zwee wurde endlich mal richtig gesund und nutzte die Zeit, um allerhand neue kleine Gadgets zu entwickeln. Dazu aber an anderer Stelle mal mehr. R. und ich hatten ein Date, gingen in "unserem" Restaurant essen mit reichlich Zeit zum Quatschen und waren beim Freiwild-Konzert (was in der Mercedes-Benz-Arena ein etwas seltsames Erlebnis war, da all die wilden Rocker tatsächlich auf ihren Sitzen hocken blieben). Wir hatten Besuch von meinem Cousin und seiner Rasselbande und meinem Kollegen nebst Familie.

Kaum hatten wir uns versehen war auch schon Silvester, was wir diesmal im Dorf feierten. Ich glaube, wir alle hatten ein bisschen mit einem gemütlichen Abend auf der Couch geliebäugelt, aber gar nicht feiern ist irgendwie auch nicht richtig - zumal die Kinder mittlerweile eine Party einfordern. Es wurde ein richtig schöner, kurzweiliger Abend. Mit BM-Schminken, Abendessen, Feuerwerk draußen, Tischfeuerwerk und Bleigießen verging die Zeit richtig schnell. Erwartungsgemäß hielt BM locker bis Null Uhr aus und erfreute sich dieses Jahr auch noch mehr am Feuerwerk, auch wenn sie weiterhin großen Respekt davor hat (zu Recht) und dann schon ganz schön müde auf meinem Arm hing. Auf der nächtlichen Heimfahrt schlief sie dann völlig erschöpft im Auto ein, so dass sie die Nacht letztendlich in T-Shirt und Strumpfhose verbrachte, da wir sie so wie sie war ins Bett tragen konnten. Zwee hingegen war (wie auch Heiligabend bei der Heimfahrt) erstmal hellwach, staunte mit großen Augen vor sich hin und brauchte auch zu Hause noch eine Stunde, um wieder einzuschlafen.

Das neue Jahr fing an wie das alte aufgehört hatte. An Neujahr hatten wir R.s Familie bei uns zu Besuch zum alljährlichen Fischessen.

Am 2. Januar schliefen zum ersten Mal beide Mädels gemeinsam bei meinen Eltern. Für Zwee war es das erste Mal, nachdem sie in den letzten Wochen endlich ihre Nabelschnurverbindung zu mir etwas gelockert hatte und langsam gelassener mit ihren Omas und Opas sowie bei Abschieden von mir geworden war. R. und ich hatten also zum zweiten Mal in einer Woche Ausgang! Mit den Zwillingseltern gingen wir zur 90er Party, wo wir wie in ganz alten Zeiten (unglaublich, dass das alles 20 Jahre her ist) bis in die frühen Morgenstunden tanzten. Es hat riesigen Spaß gemacht. Tatsächlich weiß ich gar nicht, ob ich nach BMs Geburt überhaupt noch mal tanzen war. Um 5 Uhr früh fielen wir endlich ins Bett und schliefen bis halb 11 Uhr. Damit waren es eigentlich nicht weniger Stunden als sonst, dafür aber ununterbrochen, so dass ich mich ziemlich erholt fühlte als ich zu meinem Mädels ins Dorf fuhr.

Und so nahm der Urlaub seinen Abschied. Die Kinder waren sichtlich reif für etwas Alltag und geregelte Tagesabläufe, aber das Wichtigste ist doch, dass wir alle viel Spaß miteinander hatten.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Auf und ab im Advent

Jeden Morgen, wenn wir die Kalender öffnen, zählt BM mir vor wie oft wir noch schlafen müssen bis der Weihnachtsmann kommt. Nun sind es nur noch acht Tage und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Das zweite Adventswochenende verbrachten wir größtenteils mit R.s Familie. Am Samstag kamen uns Kimmy und M. mit dem kleinen Tiger besuchen und wir püschpüschten heimlich herum. Abends viel mir dann beim Zwee-Stillen ein, dass wir ja noch die Stiefel putzen müssten. Als ich Zwee fragte, ob wir gaaaaanz ausnahmsweise noch einmal runter gehen wollen, nickte sie begeistert. In die abgewischten geputzten Stiefel stellte ich noch die zuvor von BM für beide Kinder gemalten Wunschzettel damit der Nikolaus die mitnehmen und dem Weihnachtsmann übergeben könnte. Der wohnt nämlich ganz in der in der Nähe vom Weihnachtsmann. Wissta Bescheid! 

Am nächsten morgen machten die Kinder mit R.s Eltern einen Ausflug mit dem Nikolauszug im FEZ während wir Eltern seit langem mal wieder ein paar Stunden frei hatten... die hauptsächlich für weiteres Püschpüsch verwendet wurden. Am frühen Nachmittag fuhren wir dann zu R.s Eltern und verlebten einen gemütlichen Adventssonntag mit viel zu viel essen und einem Besuch auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt (u.a. mit handbetriebenen Kettenkarussell). 

In der kommenden Woche wussten R. und ich teilweise vor Arbeit nicht, wo uns der Kopf stand, so dass wir dem 3. Adventswochenende regelrecht entgegenfieberten. Am Freitag schaffte ich es endlich, ein bisschen einkaufen zu gehen und unter anderem den Weihnachtsmann mit meinen Wünschen zu versorgen. 

Am Samstag wachte BM besonders früh und hustend auf und konnte partout nicht mehr einschlafen. Also schlichen wir uns schon mal nach unten und ich holte den klatschnassen Weihnachtsbaum zum Trocknen ins Wohnzimmer. Später schmückten BM und ich den Baum. BM ist darin mittlerweile ziemlich geübt und hängt nur noch selten 5 Glaskugeln an ein winziges Zweigchen. Ich befand daher, dass es dieses Jahr Zeit für Lametta sei, welches BM auch sehr professionell auf dem Baum verteilte... und die Reste nun täglich mit neuen Bastelideen verarbeitet. Wir stellten fest, dass mir die blauen Kugeln am besten gefallen und BM die dunkelroten am schönsten findet, weil die so schön weihnachtlich sind. 

Auch dieses Jahr war R. beim Schmücken leider nicht dabei, denn Zwee war quengelig und brauchte ein sehr verdächtiges Vormittagsschläfchen. Am Nachmittag war BM bei ihrer aktuell besten Freundin H. zum Geburtstag eingeladen. R., Zwee und ich fuhren zeitgleich zur Geburtstagsfeier meiner besten Freundin. Dort begann Zwee langsam hochzufiebern - es war also wohl doch keine einfache Erkältung, die sie da seit Tagen herumschleppte. Ich durfte trotzdem noch ein paar Stündchen feiern als R. schon mit den Kindern nach Hause gefahren war. 

Zu Hause angekommen hatten wir also eine fiebernde und hustende Zwee und eine hustende, schlodderk*tzende, kopfschmerzige BM. Die Nacht war dementsprechend. Schon am Sonntag Mittag musste R. zwecks einer Dienstreise ins Flugzeug steigen. Mit zwei kranken, unleidlichen Kindern fühlte ich mich ganz schön einsam und unweihnachtlich bis meine Eltern doch noch spontan zu Besuch kamen. BM und meine Mutti malten ein Bild nach Zahlen während Zwee wie ein Schluck Wasser auf meinem Schoß hing. 

Die nächsten beiden Nächte waren höllisch. Die Kinder husteten wie verrückt, BM musste wie üblich dabei sehr würgen, so dass ich irgendwie mit beiden Kindern im Schlafzimmer campierte, wobei BM zweimal aus dem Bett rutschte (sich aber zum Glück nicht wehtat). 

Am Montag konnten zum Glück meine Schwiegereltern es einrichten, auf die Kinder aufzupassen, so dass ich zumindest noch für ein paar Stunden zur Arbeit fahren und einiges erledigen konnte, was vor Jahresende eben so zu erledigen ist. Gestern war ich mit beiden Kindern zu Hause, wobei BM ganz schön zurückstecken musste, weil Zwee fiebrig und somit immer sehr traurig ist und eigentlich nur auf meinem Arm sein kann. Heute konnte BM immerhin wieder in die Kita gehen und ich erfüllte ihr einen seit Wochen gehegten Wunsch, indem ich sie als Mittagskind abholte. 

So langsam geht es beiden Kindern wieder etwas besser, aber Zwee bleibt trotzdem den Rest der Woche zu Hause. R. und ich machen einen fliegenden Wechsel: Er kommt gleich von seiner Dienstreise zurück und ich fliege morgen in aller früh weg. 

So richtig weihnachtlich ist das alles im Moment eher nicht, aber immerhin haben wir fast alle Weihnachtsgeschenke beisammen, so dass ich mir zumindest darüber keine Gedanken mehr machen muss. 

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Wow!

Ich will ja den Dreiteiler nicht vor der Lindenstraße loben, aber ich glaube, wir haben nun zwei für durchschlafende Kinder. Zwee ist 19 Monate alt, bei BM dauerte es bis sie 35 Monate alt war.
Und nicht weniger bemerkenswert ist: Ich kann offenbar auch durchschlafen.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Kommando Pimperle

Seit Zwee bei uns ist haben R. und ich uns in der Regel nach dem Abendessen aufgeteilt. Einer -  meistens ich -  brachte Zwee ins Bett, während der andere noch mit BM spielte. Da Zwee in letzter Zeit aber immer später einschlief, beschlossen wir heute, nach dem Abendessen noch gemeinsam zu spielen.

Wir saßen alle vier gemeinsam am Tisch. Auf BMs Wunsch gab es noch etwas zu Naschen dazu, was wiederum Zwee so sehr freute, dass wir drei Großen relativ ungestört eine Runde Quartett spielen konnten. Danach tippte Zwee mit den Zeigefingerchen auf den Tisch. Wir gehorchen und schmetterten zu dritt und zu Zwees großer Freude einige Male "Mit Fingerchen" für Zwee.

Irgendwie kamen wir dann auf Kommando Pimperle. BM hatte ein paar witzige Ideen dabei und Zwee flippte vor lauter Freude schier aus.

Ich habe mir immer vorgestellt wie wir zu viert am Tisch sitzen und spielen. Auch wenn wir von gemeinsamem Mensch-ärgere-dich noch ein paar Jahre entfernt sind, war ich heute Abend so richtig glücklich mit meinen drei Menschen.

Als ich sagte, dass wir das öfter so machen sollten, fragte BM sogleich freudig (ganz mein Kind): "Immer mit Naschi?!"

Freitag, 4. Dezember 2015

Zwee kann durchschlafen

Seit wir wieder aus dem Urlaub zurück sind, hatte Zwee es Nachts ganz schön schwer. Ich stillte sie nur noch Abends und dann morgens frühestens ab 5 Uhr. Durst hat Zwee Nachts nicht wohl nicht wirklich - sie weigert sich strikt aus der Flasche zu trinken. Aber sie trauert sehr um die Brust und musste oft bitterlich weinen. Auch beim Abgeben in der Kita hat sie wieder geweint. Man merkte, dass ihr der Urlaub gut getan hatte und das sie gern weiter einfach die Tage mit uns verbracht hätte. Zum Glück hat Zwee sich sich nun wieder recht gut an den Kitaalltag gewöhnt und ist beim Abgeben Tag für Tag wieder etwas gelassener geworden.

Na, jedenfalls hat Zwee Nachts Sehnsucht nach uns. Wenn sie bei uns im Bett liegt, kommt sie zur Zeit kaum zur Ruhe, weil sie eben unbedingt gestillt werden möchte. Daher trösten wir sie nun Nachts in ihrem Zimmer - meist auf dem Arm, oft recht lange im Stillstuhl sitzend und immer öfter auch erfolgreich, indem wir neben ihrem Bett sitzen und sie ein bisschen streicheln. Da R. am Montag eine Zahn-OP hatte, gehörten die letzten Nächte mir und ich war ehrlich gesagt fix und alle, da ich immer nur 4 - 5 Stunden unterbrochenen Schlaf bekam. Das sah ungefähr so aus, wobei der Screenshot vom Oktober ist und noch vergleichsweise viel Schlaf beinhaltete. In der Nacht zum Donnerstag schlief ich z.B. viereinhalb Stunden mit sechs Unterbrechungen.

Gestern Abend war ich nicht zu Hause und R. brachte Zwee - natürlich - ohne Stillen ins Bett. Ich glaube, ich muss langsam eingestehen, dass Zwee dann anscheinend insgesamt besser schläft, auch wenn wir unsere abendlichen Stillminuten noch so sehr genießen. Jedenfalls geschah dies:
Ich konnte 5h43min durchschlafen! Normalerweise bin ich ja selbst kein Durchschläfer, aber offenbar hatte ich es mal dringend nötig. Ab 5 Uhr war Zwee dann zwar leider einer Stunde halbwach und schlief erst wieder richtig ein als ich schon aufstehen musste, aber hey - so lange am Stück habe ich nicht mehr geschlafen seit... mmh, wahrscheinlich seit irgendwann zwischen BMs 3. Geburtstag und Zwees Geburt.

Übrigens sind Zwees oberen Eckzähnchen nun endgültig durchgebrochen, nachdem sie einige Wochen nur noch einen Hauch unter der Oberfläche warteten. Leider lässt sie sich nicht gern in den Mund gucken, so dass ich es nicht genau weiß, aber ich lege jetzt einfach mal den 30.11. als Durchbruchtag fest. Übrigens ist Zwee damit etwa ein halbes Jahr eher dran als BM.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Messung 03.12.2015

Auf BMs Wunsch hat R. die Kinder heute mit dem Zollstock vermessen:

  • BM ist 108 cm groß.
  • Zwee ist 79 cm groß. 

Samstag, 28. November 2015

Entertainment

Den ganzen Herbst über hatte BM mit ihrer Kitagruppe an einem Zirkusprojekt teilgenommen. Einmal pro Woche ging die ganze Gruppe in einen Mitmachzirkus und versuchte sich an akrobatischen Übungen. Am Mittwoch war es soweit: Eltern und Verwandte waren zur großen Zirkusvorstellung eingeladen. Was soll ich sagen: Es war so niedlich wie die 14 kleinen Menschen einer langen Reihe so halb-synchron Tücher schwangen, Rollen machten, Reifen drehten, Teller auf den Köpfen balancierten und sogar kleine "Zweier-Pyramiden" machten. BM ist eine der kleinsten und gehörte somit zu den Kindern, die jeweils auf die kräftigeren Kinder kletterten.

Unser kleiner Flummi hat die Übungen prima mitgemacht, obwohl sie durch unseren Urlaub eine Übungsstunde verpasst hatte. Ich war unglaublich gerührt und stolz auf mein großes Mädchen, wie es da voller Eifer und nur ein klitzekleines bisschen unbeholfen mitgemacht hat.

Vor dem Zirkusauftritt war BM schon tagelang so aufgeregt gewesen, dass es "ihr richtig im Bauch gekribbelt" hatte. Kaum war der Auftritt vorüber ging die Aufregung auch schon weiter, denn am Freitag fand das alljährliche Weihnachtsfest in der Kita statt, bei die "Großen" endlich ihr Theaterstück aufführen durften, an dem sie seit September geprobt hatten. Das Stück wurde von BMs Erzieherin T. geschrieben: Dem Weihnachtsmann wurden von Räubern die Geschenke gestohlen, woraufhin dieser erst den Winter rief, welcher wiederum die Schneekönigin um Hilfe bat. Diese schickte die Schneeflöckchen auf die Suche nach den Geschenken. Mit Hilfe der Polizei wurden die Räuber gestellt, die sogleich Besserung gelobten und zack war da wieder Friede, Freude, Eierkuchen.

Wir wussten vorher schon, dass BM ein Schneeflöckchen war, aber ich war sehr überrascht als sie dann das Stück ansagen und eröffnen durfte. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, ob mein Mädchen besonders groß oder besonders klein aussah als sie ihre Ansage machte. Als die Schneeflöckchen an der Reihe waren, führte BM mit ihrer Freundin C. einen süßen Tanz auf, schwangen Bänder und wackelten mit dem Popo (worauf BM sich ganz besonders gefreut hatte, weil das soooo lustig ist). Wie alle anderen Kinder brauchte BM an einer Stelle die souflierende Hilfe ihrer Erzieherin, aber ich fand es wirklich erstaunlich, dass die Kinder, das Stück so gut eingeübt hatten. Schließlich können sie ihren Text ja nicht ablesen, sondern müssen ihm immer wieder anhören, was das Üben sicherlich sehr aufwändig macht. Jedenfalls hätte ich vor lauter Stolz und Niedlichkeit schon wieder platzen können.

Zwee schaute ihrer Schwester und den anderen Kindern übrigens ziemlich ausdauernd und gebannt von meinem Schoß aus zu. In Momenten wie diesen ist es schon ziemlich praktisch, wenn das zweite Kind etwas ruhiger ist und eine solche Kuschelauszeit regelrecht genießt anstatt gleich mithampeln zu müssen.

Dienstag, 24. November 2015

Geurlaubt

Wir waren alle vier so richtig urlaubsreif:

Nachdem BM einige zeitlang recht ausgeglichen war, wurde sie wieder zunehmend unzufriedener, aufgedrehter und insbesondere R. gegenüber oft grantig.
Zwee war seit ihrem Kita-Eintritt kaum eine Woche vollständig in der Kita, da sie sich ständig mit dem einen oder anderen Übel ansteckte. Nachdem der Eingewöhnungsknoten endlich geplatzt war, ging sie guter Dinge in die Kita, aber durch die häufigen Krankheitstage konnte nicht wirklich Routine aufkommen. Außerdem wollte sie Nachts wieder beinahe stündlich an die Brust.
Als miesen Höhepunkt erwischte uns dann alle vier ein böser Magen-Darm-Virus. Zwee war zuerst dran. Sie übergab sich ein einziges Mal und aß dann fünf Tage quasi nichts, war ganz offensichtlich krank und schwach, aber ohne offensichtliche Symptome. Wir konnten uns das kaum erklären, die Kinderärztin wusste auch nicht so recht... bis eines Nachts BM anfing zu brechen. Kurz darauf wurde mir ebenfalls übel, wobei ich im nächtlichen Dschumm erst dachte, dass mir nur von dem Anblick schlecht geworden war... Über der Toilette hängend wurde mir dann einiges klar. Offensichtlich war der armen kleinen Zwee tagelang übel gewesen. Einen Tag lang pflegte R. uns, als ich einigermaßen wieder auf den Beinen war, haute es zu guter Letzt auch ihn um.
Hinzu kam ordentlich Stress für R. und mich bei der Arbeit, weil wir eben immer wieder ungeplant ausfielen und die Arbeitsberge nicht weniger wurden.

Wie gesagt, wir hatten alle einen Urlaub dringend nötig. Nun sind wir gerade von einer wundervollen Urlaubswoche im Center Park Bispinger Heide zurück gekehrt und haben uns alle richtig gut erholt. Wir hatten ein gemütliches Urlaubshäuschen mitten im Wald, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Der Market Dome mit Indoor-Spielplatz, Schwimmbad, Kinderaktivitäten und der Streichelzoo (für Zwee besonders wichtig: "Meeh!") war nur drei Gehminuten entfernt und für die Kinder - und somit auch für uns - das Paradies auf Erden. Da machte es gar nichts aus, dass das Wetter mehrheitlich grau und oft auch regnerisch war. BM fand beim Klettern immer wieder neue Spielkameradinnen, und Zwee wurde im Kleinkindbereich auch immer mutiger. Beim Baden war BM recht ängstlich, wir konnten sie leider auch nur zu zweimal Rutschen überreden. So mussten R. und ich abwechselnd immer mal schnell alleine rutschen gehen. Gegen Ende der Woche wurde BM aber wieder etwas entspannter und schwamm ein bisschen (mit Schwimmweste). Zwee gefiel es im Wasser richtig gut. Zuerst wollte sie immer nur auf einem elterlichen Arm durch das Wasser getragen werden. Im Kleinkindbecken hatte sie erst nach einigen Tagen richtig Spaß. Sie brauchte offenbar etwas Zeit, um erstmal in der Situation anzukommen, bevor sie sich traute, durch das Wasser zu stapfen und zu spielen.

Am letzten Tag fing es an zu schneien. BM fand es toll und wollte gleich eine ganze Schneemannfamilie bauen. Zwee hingegen - die sonst bei jeder Gelegenheit versucht ins Freie zu gelangen - fand den Schnee eher unheimlich. Sie jammerte und klammerte sich die ganze Zeit an mich bis wir wieder mit ihr ins Haus gingen.


Generell waren die Tage sehr harmonisch und vergingen wie im Fluge, obwohl wir den Park nicht einmal verlassen haben. Ich fühle mich nun recht erholt und gestärkt für den Jahresendspurt.
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BM forderte - wie ich finde zu recht - in diesem Urlaub verstärkt Zeit alleine mit mir ein. Da ich meist Zwee ins Bett bringe, haben BM und R. in der Regel Abends etwas Exklusivzeit. Neben der Arbeit und alltäglichen Aufgaben fiel es mir zuletzt schwer, zusätzliche Zeit nur für BM aufzubringen. Im Urlaub war das nun natürlich viel leichter, auch wenn Zwee am liebsten dauerhaft ihre Nabelschnur bei mir eingestöpselt hätte. So ging ich mit meinem großen Mädchen alleine schwimmen, zum Basteln, zu Kinderaktivitäten und mal Mittag essen. BM ist so ein tolles Kind und erstaunt mich immer wieder mit neuen Formulierungen (ohne Punkt und Komma), Sinn für Humor, Interesse Verständnis für Dinge... äh... alles eben. Quasi über Nacht kann sie (mal wieder) viel besser malen, schreibt gern und hat tolle Bastelideen, die sie mit Begeisterung und konzentriert umsetzt. Sie kann toll mit ihrer kleinen Schwester umgehen (wenn sie sie nicht gerade von hinten umarmt und dabei am Kopf zerrt), zeigt ihre Liebe zu uns und hat uns im Urlaub immer wieder zum Lachen gebracht.
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Zwee hatte im Urlaub ganz offensichtlich auch Spaß und genoss die ständige Nähe und Zeit mit ihrer Familie. Wir nutzten die Woche jedoch auch, um dem ständigen nächtlichen Stillen ein Ende zu setzen. Diesmal hoffentlich dauerhaft. Dazu hatten wir ein ungewöhnliches Schlafarrangement. Ich schlief bei BM während R. mit Zwee im Schlafzimmer schlief. In der ersten Nacht war Zwee sehr, sehr traurig, weil ich bzw. meine Brust nicht da war. Sie weinte immer wieder bitterlich während R. sein bestes gab, um sie zu trösten, und ich tatenlos lauschte. Danach wurde es jedoch Nacht für Nacht besser. Sie wachte zwar weiterhin auf, ließ sich aber recht schnell von ihrem Papa trösten und schlief dann mit ihm kuschelnd weiter. Eine Nacht blieb sie sogar bis halb 5 im Kinderbett und schlief danach noch in R.s Arm weiter bis halb 9!

Nun sind wir also endlich bei nur noch Abends und Morgens Stillen angelangt. So ganz kann ich mich immer noch nicht davon trennen, zumal BM sich wirklich herzallerliebst freut, wenn ich sie stille. Abends auf dem Wickeltisch sagt sie "Nanna" (was bei ihr alles ist, was sie haben möchte) und zeigt auf den Stillstuhl. Dann lacht sie fröhlich, wenn wir uns dorthin setzen. Es gibt dann erstmal die rechte Brust, in der scheinbar wirklich noch etwas Milch drin ist. Sie trinkt und kuschelt. Irgendwann lacht sie mich an und sagt wieder "Nanna" und tippt an die linke Brust. Irgendwann sage ich ihr dann, dass diese Brust nun auch alle ist. Meist ist das dann auch okay, manchmal mag sie sich aber nicht trennen und muss ein bisschen weinen bevor sie weiterkuscheln und irgendwann in meinem oder R.s Arm einschlafen kann. Morgens döst Zwee gern an der Brust noch ein bisschen weiter. Wenn wir die Zeit haben, lässt sie dann irgendwann von alleine los und fängt munter an zu erzählen - seit neuestem gern "ladeladela", was ein bisschen wie singen klingt.

Während des Urlaubs hatte Zwee immer mal wieder leicht erhöhte Temperatur. Da sonst nichts weiter war, würde ich es diesmal tatsächlich auf die Zähnchen schieben, denn im Laufe der Woche sind die oberen Eckzähnchen immer mehr sichtbar geworden. So ganz sind sie noch nicht durchgebrochen, aber das dauert jetzt sicher nicht mehr lange.

Mittwoch, 11. November 2015

Cinderella mal andersherum

Während ich mich im Bad betätige, findet Zwee einen Puppenschuh. Ganz klar, den muss sie haben. Also zog flink sie eigenen Hausschuhe aus und hielt die Puppenschuhe mit aufmunternden Häh-äh-äh's an die eigenen Füße. Es kostete mich einige Minuten Erklären und Vorführen bis sie dann doch ihre Püppi brachte, damit ich dieser die Schuhe anziehen konnte.

Dafür trägt sie nun eine von BMs zahlreichen Kronen und schaut sich im Spiegel an. Da hat sie sich wohl schon einiges von ihrer großen Schwester angeguckt.

Samstag, 31. Oktober 2015

Krümel auf dem Weg

Wir wissen es schon ein Weilchen, aber es ist nun an der Zeit, mal zu verkünden, dass R. und ich nicht nur frischgebackene Onkel und Tante von BT sind, sondern wir im März auch noch einen zweiten kleinen Babyneffen erwarten.

PL wird eine große Schwester! Wie BM aufgeregt feststellte, ist sie nun nicht nur endlich eine große Cousine wie PL, sondern PL auch eine große Schwester wie sie selbst. Das heißt, sie kann PL dann auch mal alles über kleine Geschwister erklären. Jawohl!

Kleiner Krümel, du hast ganz schön auf sich warten lassen! Nun wachse bis zum Frühling schön weiter in Mamas Bauch, wir freuen uns alle schon riesig auf dich!

Willkommen im Leben kleiner Tiger

Vor gut einer Woche, am Freitag, den 29.10.2015, stand die Welt um 8:13 Uhr einen Moment still und unsere Familie wurde wieder um ein kleines Wunder reicher:

Unser süßer kleiner Babyneffe Bambino Tiger wurde geboren! Weil der kleine Frechdachs bis zuletzt lieber lässig in Kimmys Bauch saß anstatt sich regelkonform mit dem Kopf Richtung Ausgang zu bewegen, kam er eine Woche vor Termin mittels Kaiserschnitt zur Welt..

Kimmy und M., den habt ihr wirklich wunderbar hingekriegt! Wir vier freuen uns so sehr, dass er jetzt gesund und munter da ist, und werden immer gut auf ihn Acht geben.

Bei der gestrigen U2 pinkelte und k*ckerte BT Frau Doktor gehörig voll. Kein Wunder, denn bei der Pinkelparty am letzten Samstag haben sich all seine Menschen auch wirklich sehr angestrengt.

Kleiner BT, nun übe mal noch schön das Trinken an der Brust. Wenn nötig, schicke ich dir auch gern noch mal deine große Cousine Zwee vorbei. Die erklärt dir dann, wie lecker und gemütlich das ist.

PS: Was bin ich nur für eine Rabentante, dass ich den kleinen BT erst jetzt hier begrüße?

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Erst hier dann dort

Als Zwee wenige Wochen alt war, erschien auf ihrer rechten Wange ein winzig einer roter Punkt, der dann eine zeitlang mit dem Köpfchen mitwuchs bis er etwa stecknadelkopfgroß war. Um Zwees ersten Geburtstag herum fing dieser Mini-Storchenbiss an zu verblassen... und gleichzeitig erschien ein süßer kleiner Leberfleck näher am Mundwinkel.

Und wenn ich den so angucke, muss ich immer an den Film Hotshots denken -  ihr wisst schon, die Szene mit Ramadas Lieblingsleberfleck. :-D

Freitag, 16. Oktober 2015

Letztes Wochenende

Seit Tagen will ich aufschreiben wie schön das vergangene Wochenende war. Da nun schon das nächste Wochenende angebrochen ist, muss ich das ganz schnell nachholen.

Generell fühlte ich mich ein wenig in meine Elternzeit zurück versetzt, denn ich hatte richtig viel Zeit mit den Kindern. Am Freitag Abend war R. beim Fußball. Zwee brauchte recht lange zum Einschlafen, so dass BM schon sehnsüchtig auf mich wartete, nachdem sie sich total selbständig und lieb fertig bettfertig gemacht hatte, aufgeräumt und ruhig gespielt hatte. Wir huschten dann gleich in ihr Bett, unterhielten uns noch ein bisschen und schliefen (nach den üblichen 100 Ermahnungen, dass BM nun endlich still liegen solle) gemeinsam ein.

Am nächsten Vormittag war R. fleißig im Wald während wir meine Uhr zur Reparatur brachten, Stiefel für Zwee kauften und noch Lebensmittel einkauften, wobei die Kinder wirklich super mitmachten. Erst als sie dann noch 10 Minuten auf das Mittagessen warten musste, wurde Zwee unleidlich, aber das kann ich verstehen. Ich bin auch zickig, wenn ich Hunger habe.

Am Nachmittag kamen Kimmy und M. zu Besuch - vermutlich sahen wir dann zum letzten Mal den wunderschönen Kugelbauch bevor unser kleiner Neffe geboren wird. BM war irgendwie unzufrieden mit sich und der Welt und musste wegen irgend etwas sehr doll weinen. Ich weiß nicht mehr, was der wirkliche Auslöser war, aber irgendwann erklärte sie schluchzend, dass sie ihre große Cousine so sehr vermisse. Ich machte dann mit ihr einen kleinen Beruhigungsspaziergang. Kaum war BM an der frischen Luft, kaute sie mir wie gewohnt ein Ohr ab. Dann stellte sie fest, dass sie nur so jammerig war, weil sie eigentlich pullern musste. Also eilten wir zurück zum Haus, und einen Toilettenbesuch später, war die frischgelüftete BM auch wieder gut gelaunt.

Und wie der Zufall es wollte, hatten sich tatsächlich mein Bruder und PL für den späten Nachmittag angekündigt. Da war die Freude riesengroß! Die Mädels bastelten und schrieben Briefe für ihre Mamas. Mit PLs Buchstabierhilfe schrieb BM mir diesen Brief. <3


Mein Bruder war eigentlich nur auf der Durchreise, um unsere Eltern am Flughafen abzuholen. Da mein Vati zwischenzeitlich Geburtstag gehabt hatte und der Flughafen nur einen Katzensprung entfernt ist, fuhren BM und ich kurzerhand mit zum Flughafen, um dort kurz und knapp meine Eltern zu überraschen und dann gleich nach Hause ins Bett zu fahren.

Am Sonntag machte R. sich schon im Morgengrauen auf den Weg zu seinem Skiausflug. Die Kinder und ich machten einen wunderbaren Herbstspaziergang, wobei die Mädels sich einfach von Blättern und anderen Fundsachen durch den Park treiben ließen. Zwee lief auf ihren kurzen Beinchen richtig weit alleine, erst gegen Ende brauchte sie mal eine Pause auf meinem Arm. Am Nachmittag waren wir mit meiner Familie verabredet, um beim neuen Italiener um die Ecke Vatis Geburtstag ein bisschen nach zu feiern. Das Essen war sehr lecker und wir kamen immerhin durch Vorspeise und Hauptgericht, ohne dass die Kinder vor Langeweile und Bewegungsdrang eingingen. Zum Nachtisch kam es dann aber nicht mehr. Stattdessen gingen wir gegen Abend noch schnell zusammen auf den Spielplatz, wo die drei Mädels sofort losrannten und ausgelassen spielten. Nach so einem Restaurantbesuch mit viel Rumsitzen hatten sie das offenbar bitter nötig.

Kurzum, ich konnte ganz viel Kinderzeit aufsaugen und habe das Wochenende sehr genossen.

Montag, 5. Oktober 2015

ABC-Schütze in the making

Nachdem wir letzte Woche schon zum Tag der offenen Tür in BMs zukünftiger Grundschule waren ist nun der erste Schritt getan. Soeben haben wir die Unterlagen zur Schulanmeldung ausgefüllt.

Ich weiß, es ist noch fast ein ganzes Jahr hin, aber trotzdem: Wie kann es sein, dass mein Babymädchen "plötzlich" schon ein Schulkind werden soll?


O'zapft is

Als mein Cousin vorschlug, dieses Jahr doch mal irgendwo in Berlin auf ein Oktoberfest zu gehen, war ich gleich begeistert, denn erstens waren R. und ich schon ewig nicht mehr "feiern" und zweitens wollte ich schon immer mal ein Dirndl haben. Am Freitag war es soweit. Wir trafen uns mit L und K am Bahnhof und zogen einige Blicke auf uns, wie wir da so im Dirndl bzw. L in voller Lederhosenmontur unterwegs waren. Je näher wir den Hauptstadtwiesn am Hauptbahnhof kamen, desto mehr Oktoberfestler waren auch unterwegs. 

Dort angekommen waren wir fast die ersten im Zelt, die ersten Maß Bier bzw. Wein für uns Frauen wurden gebracht und wir aßen erstmal leckere Haxengröstl (oder so) zur Stärkung. Währenddessen trudelten so langsam mein Bruder, Hertha-S und einige weitere Freunde ein. Wir hatten kaum aufgegessen als es auch schon richtig losging und nach und nach alle zu allseits bekannten Ohrwürmern auf den Bänken tanzten. Wir hatten soviel Spaß, dass wir am selben Abend noch entschieden, dass wir das wohl nächstes Jahr wieder machen müssen. 

Unsere Mädels wurden übrigens von Oma und Opa aus dem Wald nach Hause gebracht und hier ins Bett gebracht. Zwee hat wohl im Haus nach uns gesucht, war aber ganz lieb, schlief gut ein und ließ sich später auch beim Wachwerden von Oma beruhigen. So konnten wir den Abend rundum genießen.

Nur das mit dem Ausschlafen müssen wir noch üben, denn natürlich interessierte es die Kinder am nächsten Morgen nicht die Bohne, dass wir müde und ein wenig verkatert waren. 


Sonntag, 27. September 2015

Bettkante

Zwee ist heute 16 Monate, 3 Wochen und 2 Tage alt und wir haben das Babybay heute früh abgebaut und zu Kimmy gebracht.

Vorher haben wir noch Fotos von Zwee im Babybay gemacht, die  ich soeben mit dem Fotos von Zweesamkeit allerersten Nacht zu Hause (10.05.2014) verglichen. Da war sie 6 Tage alt und lag gepuckt ganz oben am Gitter und sah winzig klein aus. Heute füllte sie es zappeln komplett aus. Die Füße stießen unten ans Gitter und oben am Kopf fehlten nur noch wenige Zentimeter. Wie kann es sein, dass mein Baby so schnell so groß geworden ist?

Nun bin ich schon etwas wehmütig, fand es aber gerade schon sehr cool, normal ins Bett gehen anstatt über das Fußende einzusteigen. Der Plan ist natürlich, dass Zwee nun auch mehr Zeit im eigenen Bett verbringt. Heute Nacht wird das aber vermutlich nichts, denn sie ist nach zwei gesunden Tagen nun sehr erkältet... Ich übrigens auch und somit heute Nacht vermutlich nicht willensstark genug, um Zwee im Kinderzimmer zu stillen und zu beruhigen. Aber wozu gibt denn sonst die Besucherritze?

Nun aber erstmal Daumen drücken, dass ich heute Nacht weder aus dem Bett falle noch träume, dass Zwee verschwunden ist.