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Samstag, 16. Januar 2016

Aai, Baai, Daai, Hjie,...

... zählt Zwee, z.B. Puzzleteile oder wenn sie mit ihrer großen Schwester Verstecken spielt. Dann "zählt" sie laut während sie durch die Zimmer läuft, um nach BM zu suchen. Dabei beugt sie sich ganz theatralisch suchend nach vorn, kommentiert jedes mit Nichtversteck mit "Naii" bis sie BM mit lautem "Da!" findet. Wenn sie selbst mit Verstecken dran ist, verrät sie sich immer noch mit "Da!" sobald man nach ihr fragt.

Seit Zwee vor Wochen mal beim Schlafanzuganziehen ihre Hausschuhe anziehen wollte und ich ihr erklärte, dass das ja wohl nicht nötig sei, spielen wir auf dem Wickeltisch nun immer dasselbe Spiel: Zwee hält sich mit schelmischen Grinsen ein unangebrachtes Kleidungsstück an die entsprechende Körperstelle. Dann muss ich fragen: "Brauchen wir denn jetzt einen Schlafanzug/Hausschuhe/Socken über Strumpfhose/zweite Windel?", worauf Zwee grinsend antwortet "Nee!"

Auf dem Wickeltisch schaut Zwee sich außerdem immer noch gern das Knuddibu mit ihren Menschen an, das sie zum Geburtstag bekommen hat. Leider benennt sie weiterhin nur Mama und Papa. BM und Zwee sind meist "Da da!". Ganz selten kann man mal etwas Oma- oder Opa-ähnliches heraushören. Ansonsten tippt sie auf jedes einzelne Familienmitglied und lässt sich wieder und wieder die Namen sagen bzw. sucht die Person, die ich benenne.

Zwee liebt Bücher. Unermüdlich schleppt sie ein Buch nach dem anderen an, klettert einem Elternteil oder in letzter Zeit immer öfter mal BM auf den Schoß und lässt sich ein Buch "vorlesen". Dabei ist sie wirklich schon erstaunlich ausdauernd. Am liebsten sieht sich Bücher mit Tieren an. Sie spielt auch gern mit ihren Schleich und Playmobil-Tieren. Schaf und Ziege machen "Meh", die Katze macht "Maa-i", der Hund "Wawawawa", die Kuh "Moh", das Häschen hüpft (wippt auf und ab), das Pferdchen hüpft wild umher, die Ente macht "Na-na-na", der Fisch "bubub", Tiger und Löwe fauchen (mit krallendem Händchen), der Elefant macht "dööö" (mit Handrücken an Nase). Teddy heißt "Detti".

Autos und Flugzeuge machen "bwuiii", und Zwee macht "huuuui", wenn man mit Auto oder Kinderwagen etwas zügiger in eine Kurve fährt. Die (also meine) Brust ist "Nana" und "ane" (andere Brust). "Naane" ist die Banane (Zwees absolutes Lieblingsobst). Essen ist ein schmatzendes "mjam-mjam-mjam". Höflich sagt Zwee "dette" (bitte) und "daate" (danke). In ihren Büchern kann sie schon viele Dinge zweeisch benennen, so dass man das Wort schon heraus hören kann oder sie zeigt z.B., was man damit macht oder wo man das in unserem Haus findet.

Zwee erzählt täglich mehr, wobei vieles noch zweeisch und für uns unverständlich ist. Aber am Esstisch wird es auch schon manchmal ganz schön wild, wenn beide Mädels nach der ersten Sättigung unermüdlich quasseln und sich gegenseitig zum kaspern anstiften. Wenn Zwee Quatsch macht, zieht sie die kleine Nase kraus und grinst über beide Ohren. Immer öfter können unsere Mädels nun irgenwie zusammen spielen, z.B. mit den Püppis, den Bausteinen oder jede nach verschiedenen Regeln mit BMs Kartenspielen.

Apropos Essen: Zwee isst gern. Am liebsten Obst und Nudeln, aber auch Schokolade und Kuchen. Leider hält sie dabei noch mehrheitlich Gabel bzw. Löffel in einer Hand während sie mit der anderen Hand isst. Auch Suppe. Eigentlich konzentriert Zwee sich dabei recht gut, aber wenn sie dann fast satt ist, dreht sie oft den Teller um, spuckt den letzten Haps aus oder versteckt für härtere Zeiten etwas in der Ecke vom Hochstuhl. Somit haben wir dann nach jeder Mahlzeit allerhand Reste vom Boden zu klauben.

Zwee kann schon ziemlich gut puzzeln, fädeln, Formen sortieren und Türme aus Megablocks bauen. Wie BM malt sie zur Zeit fast jeden Tag. Na gut, vor allem macht sie Stifte auf und zu und bemalt neben dem Papier auch gern Bausteine und Körperteile. Und weil sie das von BM sieht, bringt sie auch immer ihre Zettel oder kleinen Türme an, damit wir sie gebührend bestaunen können.

Diese Woche gab es Schnee, den sie wider Erwarten total toll fand. Beide Mädels saßen einträchtig zusammen auf einem Schlitten, ließen sich von R. ziehen und rodelten laut kreischend in kleine Senken. Während sonst immer irgendwann ein Kind sich vom anderen bedrängt fühlt oder kleine Unfälle Spiele beenden, waren beide total ausgelassen und viel zu fröhlich, um sich von kleinen unabsichtlichen Schubsern und Drängeleien den Spaß verderben zu lassen. Ich hätte vor Liebe platzen können als ich meine drei Menschen da so beobachtete.

Zwee mag lieber Socken als Strumphosen und kann schon mal ganz schön sauer werden, wenn ich ihr nicht die von ihr selbst ausgesuchten Socken anziehe. Am liebsten würde sie jeden Tag Halbschuhe anziehen oder zumindest die Stiefel, die ich gerade nicht ausgewählt habe. Gingen diese Diskussionen bei BM auch schon so früh los? Ihre Crocs kann Zwee alleine anziehen - mit 50% Entenfußwahrscheinlichkeit - und unsere Schuhe sind längst nicht mehr sicher vor ihr. Ständig tappst Zwee in R.'s, BM's oder meinen Hausschuhen und Schuhen umher.

Wir müssen Aufpassen, dass wir Ausflüge verschlüsselt besprechen bzw. beim Unterhalten nicht unwillkürlich Wörter verbinden, die Zwee mit "Rausgehen" verbindet, denn dann flitzt sie mit einem glücklichen Aufschrei gleich in den Flur und zottelt die Stiefel ihrer Wahl hervor. Zwee ist wirklich sehr gern draußen an der frischen Luft. Sehr zu ihrem Leidwesen gehen wir zur Zeit nicht oft auf den Spielplatz, wenn dort alles nass und kalt und winterlich ist. Auch für Fahrgeräte jeglicher Art ist es oft zu kalt. Dann steht Zwee laut kreischend vorm Schuppen und verlangt Einlass. Lässt man ihr freien Lauf, landet sie über kurz oder lang auf dem Grundstück schräg gegenüber oder auf dem Weg zur Straße (Richtung Spielplatz natürlich) und ärgert sich maßlos, wenn wir sie dort weg holen. Grundsätzlich genießt sie es aber sehr, umher zu laufen (oder sich schleppen zu lassen) und allerhand Dinge anzugucken.

Zwee kann (an guten Tagen) alleine auf die Couch und mittlerweile problemlos auf den Stillstuhl klettern. Auf der Couch sitzt sie gern und kuschelt sich an BM, wenn diese Abends einen Film guckt. Bisweilen schaut sich Zwee auf dem Stillstuhl seelenruhig ein Buch an. Mittlerweile kann man sich auch i.d.R. darauf verlassen, dass Zwee bedachtsam rückwärts wieder herunter klettert. Mit den Kletterfähigkeiten ist nun auch die Treppe wieder einmal in Zwees Fokus gerückt. Nachdem sie sich eine zeitlang meist an die Regel "Nicht ohne Mama oder Papa" gehalten hat, musste ich sie dieses Wochenende alle paar Minuten von der Treppe pflücken. Allerdings konnte ich dabei auch beobachten, dass es auch das runterklettern schon ziemlich gut drauf hat.

Zwee mag Technik. Sie schaltet Waschmaschine und Trockner an - leider auch, wenn nichts drin ist,  und überprüft gern Kabel und Technikdinge um R.s Schreibtisch herum. Zwee kann sich minutenlang damit beschäftigen, den Stecker vom Ladegerät in allen möglichen Positionen ans Babyphone zu halten. Sie holt sich gern das Festnetztelefon, hält es ans Ohr und plappert zweeisch hinein. Sie schaltet den Fernseher und Sonos-Box an und aus, versucht das auch mit ihrer Spielfernbedienung. Wenn wir mit dem Handy telefonieren, freut sie sich, Papas oder Omas und Opas Stimmen zu hören und küsst deren Profilbilder. Wenn R. oder ich nicht da sind, sucht sie nach uns. Wenn ich mit den Kindern vorm Haus einparke, ruft sie schon von weitem nach Papa; genauso auch, wenn es an Tür oder Telefon klingelt.

In den letzten beiden Monaten ist Zwee merklich offener geworden. Sie freut sich, wenn sie Omas und Opas und andere Familienmitglieder sieht und klammert sich nicht mehr soviel an mir fest. Wenn es aber irgendwo trubelig ist oder Fremde in der Nähe sind, verbringt sie die Zeit am liebsten an mich gekettet. Dann sitzt sie auch mal ganz lange auf meinem Schoß und schaut sich einfach alles an. Trotz der durch Krankheit verdoppelten Weihnachtspause ist Zwee wieder gut in der Kita angekommen. An den ersten beiden Tagen musste sie beim Abgeben ganz kurz weinen, aber jetzt zeigt sie nur noch kurz, dass sie natürlich lieber bei mir bleiben würde. Wenn ich sie dann aber an den Frühstückstisch setze und da vielleicht sogar eine Banane auf sie wartet oder aber ihre Erzieherin sie gleich auf den Arm nimmt, bleibt Zwee zufrieden in der Kita. Dort ist sie seit November auch sehr entspannt, hält sich nicht mehr so sehr zurück und lacht ausgelassen.

Heute habe ich den 15. Zahn entdeckt - der Eckzahn unten rechts ist draußen. Links kann es auch nicht mehr lange dauern.


Aus unserer Baby-Zwee ist ein zauberhaftes Kleinkind geworden, das uns täglich mehr Facetten von seiner Persönlichkeit zeigt. Auch wenn sie vor den typischen Kleinkindfrustrationen natürlich nicht gefeit ist, ist Zwee grundsätzlich ein zufriedenes und geduldiges/ausdauerndes Kind mit ganz viel Freude am Entdecken, einer Prise Schabernack und reichlich Kuschelbedürfnis. Wir drei lieben sie bis zum Mond und zu den Sternen, zu allem und wieder zurück!

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Fünf Monate Zwee

Wo ist nur das kleine, zarte Neugeborene hin? Unsere Zwee hat sich so nahtlos in unsere Familie eingefügt, dass es kaum zu glauben ist, dass wir vor einem Jahr noch nicht einmal wussten, dass sie sich heimlich still und leise in meinem Bauch eingenistet hatte. Und obwohl ich sie doch jeden Tag viele Stunden "für mich alleine habe" und sie ganz viel angucken, beschnuppern und abküssen muss, ist sie doch irgendwie ganz heimlich schon so groß geworden.

Größe 62 passt Zwee nun sehr gut, nur ein paar Bodys in Größe 56 passen noch. Bei den Stramplern und Schlafanzügen werden wir bald schon auf die 68 aufrüsten müssen. Unser Mädchen hat wohl lange Beine, jedenfalls sitzen diese Teile schon ganz schön stramm. Wenn wir morgen zum Impfen gehen, bekommen wir sicher wieder ein Gewichtsupdate. Klar ist, dass Zwee sich rundherum den süßesten Babyspeck angetrunken hat.

Zwees Äuglein werden immer heller, so dass ich mittlerweile fest davon ausgehe, dass sie so hellblau wie R.'s und BMs Augen werden. Bei den igelig nachwachsenden Haaren können wir uns noch nicht sicher sein. Ich hoffe ja immer noch, dass wenigstens eine Tochter meine Haarfarbe geerbt hat. Allerdings scheinen die neuen Haare nun doch nicht so dunkel zu sein wie die "alten" Haare zur Geburt. Nun ja, wir werden sehen. Zwee sieht immer noch ganz anders aus als BM und legt die Vermutung nahe, dass sich meine Gesichtszüge diesmal etwas mehr durchsetzen. Nur meine Nase habe ich nicht Zwee sondern BM vererbt.

So langsam scheint Zwee sich auch ein bisschen bewegen zu wollen. Auf dem Rücken liegend stemmt sie ihren Po hoch und schiebt sich so ein kleines Stück zur einen oder anderen Seite. Dass sie sich drehen könnte, ist ihr aber wohl noch nicht in den Sinn gekommen.

Wenn Zwee morgens aufwacht, schaut sie umher und schleckt erstmal ihre Händchen ab. So kann ich recht gemächlich wach werden und werde dann auch gleich mit einem großen Lächeln belohnt, sobald ich die müden Augen aufbekommen habe. Apropos müde... BM scheint Zwee heimlich ein paar Tipps gegeben und erklärt zu haben, wie jedes Baby, das etwas auf sich hält, die Nächte zu gestalten hat. Seit knapp drei Wochen schleicht sich da ein Negativtrend ein und Zwee lässt mir kaum zwei Stunden Ruhe bevor sie erneut wieder an die Brust will. Beim Durchscrollen ist mir gerade dieser Blogeintrag aufgefallen. Da war BM etwa genauso alt wie Zwee jetzt... und ja, auch Zwee hat oft Vormittags gar keinen Durst, weil sie sich Nachts satt getrunken hat. Bislang bin ich eigentlich noch recht gelassen, aber ich hoffe wirklich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, dass wir jetzt nicht auf dem Weg zu stündlichem Stillen sind.

Ja, auch Zwee kann froh sein, dass sie so niedlich und fröhlich ist, so dass ich tagsüber noch keine Beeinträchtigungen wegen der Nächte spüre. Seit letzter Woche lasse ich Zwee ein oder zwei mal am Tag ihr Nickerchen in ihrem großen Gitterbettchen machen, damit sie sich schon mal langsam daran gewöhnt. Meistens schläft sie ab um 9 Uhr eine knappe Stunde, dann wieder ab Mittags (mit einem Naschi zwischendurch) bis zu drei Stunden und dann noch mal kurz am späten Nachmittag. Eigentlich wollen wir sie immer um 19 Uhr bettfertig machen, oft wird es aber schon früher, weil sie bereits während unseres Abendessens fix und alle ist.

Ach ja, essen. Da wir mit BM nicht viel Erfolg mit dem Brei füttern hatten und sie erst mit 8/9 Monaten überhaupt mehr als mikroskopisch kleine Mengen aß, werden wir uns mit Zwee ein bisschen mehr Zeit lassen und erst mit sechs Monaten damit anfangen. Trotzdem haben wir gestern schon mal BMs Hochstuhl feierlich wieder babytauglich gemacht. Ich hatte gehofft, dass es mit zusätzlicher Polsterung gemütlich genug sein würde, damit Zwee da mal ein paar Minuten drin sitzen und wir gemeinsam essen können, ohne das einer Zwee auf dem Schoß hat oder gar herum tragen muss. Na ja, gemütlich fand sie es nicht, aber dafür freute sich BM, weil sie nun endlich auf einem "großen" Stuhl sitzen darf.

Gestern gab es dann auch das erste Mal ein bisschen Fingerfood für Zwee. Mmh, gedämpfter Kürbis ist übrigens zu glitschig, Zwee konnte ihn kaum greifen. Trotzdem waren sie und mein Arm nach der Aktion angemessen orange. Seit gestern wohnt also auch wieder eine Packung Feuchttücher in unserer Küche.

Heute früh gab es dann ein Stück Brotrinde, die Zwee schon sehr viel interessanter fand und auf meinem Schoß sitzend ordentlich durchspeichelte. Mal schauen, ob wir es so schaffen, Zwee für Essen zu interessieren damit wir alle es dann mit dem Brei etwas leichter haben.

Zwee ist so ein freundliches Baby. Sie lacht sehr viel - besonders, wenn ich ihr vorsinge oder R. Quatsch mit ihr macht. Dann lacht und quietscht sie, und vor lauter Freude zappeln Ärmchen und Beinchen wild umher. Beim Spielen steht Anschlecken natürlich sehr hoch im Kurs. Im Gegensatz zu BM damals schüttelt Zwee aber auch gern ihr Spielzeug und freut sich, wenn es laut klappert, klingelt oder rasselt. Sie findet es auch sehr lustig, wenn ihre große Schwester sich neben sie unter den Spielebogen drängelt und mitrasselt. Überhaupt bleibt sie meistens gelassen bis fröhlich, auch wenn BM schonmal (unabsichtlich!) etwas wilder wird.

So, jetzt muss ich noch ein bisschen mit Zwee kuscheln und an ihrem warmen Köpfchen schnuppern solange sie noch bei mir in der Manduca schläft bevor wir uns auf den Weg zur großen Schwester und einem wuseligen Nachmittag im Tanzstudio machen.

Donnerstag, 28. August 2014

Zwees U4

Im Alter von 3 Monaten, 3 Wochen und 3 Tagen war Zwee heute wieder bei Frau Doktor, um ihre U4 zu absolvieren und erneut geimpft zu werden. Im Wartezimmer war unsere Zwee bestens gelaunt und himmelte uns schön an, obwohl wir ganz schön lange warten mussten - da wusste sie ja auch noch nicht, was ihr blüht.

Dann wurden wie üblich erstmal die Maße genommen: Zwee ist nun 57,5 cm groß, wiegt 5.930 g und hat einen Kopfumfang von 39,6 cm. Als wir dann bei Frau Doktor waren, zeigte sie uns Zwees Wachstumskurve - alles bestens! Man sieht gar nicht mehr, dass sie zu früh zur Welt kam.

Dann wurde Zwee abgehorcht und von Kopf bis Fuß untersucht, was sie schon nicht so toll fand, aber zeigte, dass alles okay ist. Sie ließ sich toll aus dem Liegen ins Sitzen hochziehen und hielt dabei schon prima ihr Köpfchen. Wenn wir das mit ihr machen, findet sie das auch immer ganz spannend. Auf dem Bäuchlein liegend ackerte sie ordentlich herum, seit ein paar Tagen hält sie ihr Köpfchen da auch schon ganz gut. Wir sollen weiterhin üben, weil die Bauchlage noch ziemlich flach ist, aber man sieht Fortschritte - also kein Anlass zur Sorge.

Dann standen noch allerlei Impfungen an. Frau Doktor gab sich große Mühe, Zwee die Schluckimpfung gegen Rotaviren so angenehm wie möglich einzuflößen und lief dabei mit ihr auf dem Arm umher. So richtig gut fand Zwee das trotzdem nicht. Dann folgten die gefürchteten Spritzen in die beiden armen Babyschenkelchen. Es brach uns fast das Herz zu sehen wie Zwee vor Schreck und Schmerz das kleine Köpfchen hin und her schüttelte, schrie was die kleinen Lungen hergaben und bittere Tränchen weinte.

Danach konnte sich unsere arme kleine Zwee auch gar nicht gleich beruhigen bis sie zu Hause an meine Brust kam und dort noch beim Trinken völlig erschöpft einschlief. So verbrachten wir dann den Rest des Tages kuschelnd auf der Couch. Eigentlich war Zwee nur drei Mal eine halbe Stunde wach und verschlief den Rest des Tages auf mir. Eine der Schlafpause nutzte ich zum Wickeln und gab ihr schnell ein Zäpfchen zur Sicherheit. Eine Viertelstunde späte sprengte Zwee fast die Windel. Das Zäpfchen schien aber trotzdem zu helfen, denn wie gesagt schlief Zwee ansonsten den ganzen Tag. Auch die folgende Nacht war trotzdem recht schlafreich, und am nächsten Morgen lächelte unsere Zwee wieder wie gewohnt als ich die Augen öffnete.


Freitag, 9. Mai 2014

Geburtsbericht Zwee

R. ist gerade nach Hause gefahren, weil heute Abend Zwees Pinkelparty steigt. Ich sitze nun in meinem "Begleit-Mutti-Zimmer" und möchte langsam mal anfangen, die Erlebnisse der letzten 6 Tage aufzuschreiben - angefangen natürlich mit Zwees Geburt.

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Letzte Woche hatte ich ein paar Tage lang Übungs-/ Senkwehen. Der Bauch wurde ständig hart und gelegentlich war es sogar ein bisschen schmerzhaft. Ich fand es recht ermutigend, dass dabei erstmal keine weiteren Blutungen auftraten, und schonte mich ausgiebig. Am Samstag verlebten R., BM und ich einen schönen Familientag zu dritt, den R. und ich am Abend gemütlich zu zweit ausklingen ließen. In der Nacht drehte ich alle 1 - 2 Stunden meine üblichen Runden: Toilette, BM zudecken, wieder zurück ins Bett - zuletzt gegen 5 Uhr früh - ohne irgendwelchen Auffälligkeiten. 

Ich träumte dann, dass K mit H ihr Kind bekommt und ich aus irgendeinem Grund bei der Geburt dabei war. Als ich langsam wach wurde, spürte ich ein vertrautes Gefühl zwischen den Beinen. Ich hoffte, dass ich mich irrte, doch ein Blick zeigte Blut auf meinem Zwischen-die-Beine-klemm-Kissen. 

Um 6:23 Uhr (laut R.) weckte ich R. mit den Worten "Ich blute wieder!"

Erstmal war ich noch gar nicht allzu aufgeregt, ich wollte erstmal zur Toilette und mir die Bescherung ansehen. Da lief es mir schon die Beine hinab, die Schlafanzughose war gleich rot verfärbt und in die Toilette sprudelte es richtig. Nun wurde mir doch gleich ganz anders, so dass ich R. zurief, dass er doch gleich den Rettungswagen rufen müsse. Flink bastelte ich mir noch meine Kontaktlinsen in die Augen und legte mich auf die Couch. 

Diesmal mussten wir ein kleines Weilchen warten bis der Rettungswagen kam. Während dessen lief R. noch umher, holte meine Notfalltasche, die ich ein paar Tage zuvor endlich gepackt hatte, und noch ein paar weitere Kleinigkeiten. Endlich kam der Rettungswagen und wenig später auch der Wagen mit der Ärztin. Wie schon zuvor konnten sie nicht viel tun als mir einen Zugang zu legen, mich an einen Tropf mit Kochsalzlösung zu hängen und mitzunehmen. Vor allem hatten sie keinerlei Möglichkeit abzuhorchen, ob Zwees Herzchen schlägt. Diesmal war sie nämlich nicht so rücksichtsvoll, mich mit regelmäßigen Tritten zu beruhigen, sondern blieb fürchterlich still. BM war zwischenzeitlich aufgewacht und R. brachte sie herunter damit ich ihr ein Abschiedsküsschen geben konnte während wir gute Miene zu bösem Spiel machten. Es war mir sehr wichtig sie noch einmal zu sehen und mich ordentlich zu verabschieden, weil ich in dem Moment schon große Angst um Zwee und mich hatte. 

Nachdem wie beim letzten Mal das Navi nicht so recht funktionierte und es somit gefühlte Ewigkeiten dauerte bis der Rettungswagen endlich los fuhr, brausten wir mit Blaulicht davon. Da es weiterhin zwischen meinen Beinen sprudelte schaute die Notärztin noch einmal nach und meinte, dass es aussieht als ob nicht nur Blut sondern auch Fruchtwasser austritt und dass es deshalb soviel Flüssigkeit ist. Ich ließ mir dann mal das Datum verraten für den Fall, dass dies Zwees Geburtstag würde. 

Im Krankenhaus angekommen begrüßte mich die bereits vertraute Hebamme Kathrin. Endlich, endlich setzte sie das CTG an meinen Bauch und fand auch sogleich Zwees kräftig schlagendes Herz. Ich war so unendlich erleichtert! Nach einem kurzen Blick auf meine Hose befand sie auch gleich, dass das nicht nur Blut (laut Arztbericht war es tatsächlich wieder nur unterregelstarke Blutung) sondern vor allem Fruchtwasser heraus lief. Obwohl Zwee erst bei 34+3 SSW war beruhigte mich diese Aussage erstmal - zumindest waren wir beide nicht am verbluten. Das CTG zeigte wohl auch schon ordentliche Wehen an, die ich aber in der Aufregung kaum spürte. 

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Währenddessen rief R. bei meinen Eltern an, damit sie BM übernehmen und er ins Krankenhaus fahren konnte. Leider war mein Vati am Abend zuvor beim Boxen gewesen und erst um 5 Uhr (ähm... alkoholisiert) ins Bett gekommen. Als meine Mutti versuchte ihn zu wecken war sein einziger Kommentar: "Tatütata". Im Nachhinein sehr, sehr lustig. :-) Mutti kam also mit dem Taxi zu uns nach Hause, um auf BM aufzupassen. 

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Als ich R. anrief, um ihm die - für mich recht ermutigende - Neuigkeit vom Nicht-Blut-sondern-Fruchtwasser mitzuteilen, war er gerade auf halber Strecke ins Krankenhaus und fand die Nachricht eher aufregend. Vermutlich ist er danach wie ein Henker gefahren. 

Während ich noch mit ihm telefonierte trat der diensthabende Arzt ein - einer der wenigen, die ich bislang noch nicht kannte. Als ich aufgelegt hatte, eröffnete er mir, dass man Zwee nun recht zügig entbinden wolle. Ich wurde ein wenig panisch und erinnerte an unsere bisherige Geburtsplanung und dass wir ja eigentlich noch einmal nachsehen wollten, ob nicht doch eine spontane Geburt möglich wäre. Er war wirklich sehr freundlich und machte schnell einen Ultraschall, um sich den Muttermund anzusehen, sagte dann jedoch recht schnell, dass aus seiner Sicht die Plazenta weiterhin zu dicht und wulstig am Muttermund wäre und dass er die Risiken einer spontanen Geburt für zu hoch einschätzt. Er empfahl also eindringlich den Kaiserschnitt. Niemals würde ich mein Baby gefährden wollen, also stimmte ich zu - worauf hin er mir eröffnete, dass die Operation dann innerhalb der nächsten halben Stunde erfolgen würde! 

Ich weiß nicht, womit ich gerechnet hatte, aber das war ein ziemlicher Schock, so dass ich von da an eigentlich so ziemlich auf Automodus lief und kaum einen Gedanken fassen konnte. Zumindest war ich geistesgegenwärtig genug, um ihn zu bitten, ein gutes Wort bei den Anästhesisten für mich einzulegen und nochmal zu erklären, dass die Plazenta ja seitlich und nicht genau im Schnittbereich lag, damit ich zumindest nicht in Vollnarkose operiert werden müsste. Er versprach auch gleich, sich für mich einzusetzen. Ach ja, und natürlich stellte ich gleich klar, dass es gar nicht losgehen kann bevor R. nicht da ist. 

Ich glaube, kurz danach kam R. in den Kreißsaal gestürzt, und ich sagte ihm wenig schonend, dass unsere Tochter wohl in einer halben Stunde geboren wird. 

Die Reihenfolge bekomme ich jetzt nicht mehr ganz auf die Reihe. Ich glaube, als nächstes kam die Anästhesistin, die einer spinalen Betäubung zustimmte. Dann bekam ich einen Katheter gelegt. In dem Moment war ich weiterhin total baff und konnte gar nicht mehr darum bitten, dies doch erst nach Wirken der Betäubung zu tun. Es tat aber zum Glück kaum weh, brannte nur ein bisschen. Ich bekam noch ein OP-Hemd und Haarhaube angezogen sowie einen weiteren Zugang in die Armbeuge gelegt. Dann bekam ich einen Schnaps zur Bindung des Mageninhalts (?), weil ich Nachts noch etwas getrunken hatte und somit nicht komplett nüchtern war, und wurde dann in den Operationssaal geführt. 

Der Raum war viel kleiner als ich erwartet hatte, es wuselten viele grün gekleidete Gestalten herum. Ich musste mich auf den OP-Tisch setzen, OP-Schwester und Anästhesistin redeten auf mich ein. Zwischendurch kam dann ein anderer Anästhesist herein - ich bin nicht sicher, ob wegen Schichtübergabe oder weil man wegen der Placenta Praevia einen erfahreneren Arzt wollte. Mein Rücken wurde eingepinselt. Trotzdem diskutierten die beiden dann noch einmal kurz, ob man nicht doch eine Vollnarkose machen sollte, verließen sogar noch einmal den Raum, um sich von irgendwo (Oberarzt?) die Bestätigung zu holen, dass man wirklich eine Spinale machen dürfe. Durften sie zum Glück. 

Ich musste dann meinen Rücken ganz krumm machen, was immerhin viel leichter war als damals bei Zwees Geburt, denn immerhin musste ich dabei keine Wehen veratmen. Ich sollte nur sicher gehen, dass ich ihre Fragen zwar beantworte, aber bloß nicht mit dem Kopf schüttele oder nicke. Ich bekam eine örtliche Betäubung und kurz darauf die Spinale gespritzt, was ein bisschen unangenehm drückte aber nicht wirklich schlimm war. Ich sollte mich dann schnell hinlegen solange die Betäubung dies noch zuließ. Mein rechtes Bein konnte ich noch in die Beinstütze legen, über das linke Bein hatte ich dann schon keine rechte Kontrolle mehr. 

Dann wurde erstmal nur mein Nachthemd hochgehoben und als Sichtschutz über eine Stange gehängt. Meine Arme wurden festgebunden und der Anästhesist begann zu testen, ob die Betäubung schon wirkte. Logischerweise hatte ich ziemliche Angst, dass man anfangen könnte bevor sie richtig wirkt. Dazu sprühte er Wasser abwechselnd auf meinen Arm und zum Vergleich auf Beine und Bauch. Ich musste sagen, ob das Wasser sich noch kalt anfühlt. Ein bisschen. Dann begann man schon mal, meinen Bauch mit Jod einzupinseln. Während dessen konnte ich spüren wie sich dieses nach und nach überhaupt nicht mehr kalt anfühlt. Dann wurde der Operationsbereich abgedeckt und vorbereitet. Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich gemerkt hätte, dass man mich testweise gepiekst habe. Hatte ich nicht. Die Betäubung wirkte also. 

Dann kam mein R. - natürlich in Schutzkleidung - in den OP, setzte sich an meine linke Seite und redete von da an unaufhörlich liebe Dinge in mein Ohr. Mit dem anderen Ohr lauschte und fühlte ich auf die Geschehnisse hinter dem Tuch. Ich merkte wie an mir herum gewerkelt wurde, hörte ein schneidendes Geräusch, spürte irgendwie, dass man in meinen Bauch eindrang. Ein Drücken und Ruckeln und der Anästhesist an meiner rechten Seite sagte, dass das Köpfchen schon da wäre. Dann wurde ich mit einem Mal ganz leicht und unsere Zwee fing sofort an, ein wenig gurgelnd zu schreien. Es war 8:30 Uhr - zwei Stunden nachdem wir aufgewacht waren. 

Ich war so glücklich in diesem Moment! Sie schrie, also ging es ihr bestimmt ganz gut. Ich sah wie die Hebamme sie um R. herum trug. Ich glaube, R. hat das gar nicht richtig gemerkt. Ich versuchte ihm zu sagen, dass er mal rutschen müsse. Und dann war sie da. Ich konnte kaum etwas sehen außer, dass ihre Haut ziemlich grau aussah. Dann drückte die Hebamme mir mein Mädchen für einen kurzen Moment an die Wange. So ein wunder-wunder-schönes warmes Gefühl! Ich sagte "Mein Mädchen! Mama ist da!"... und Zwee hörte tatsächlich sofort kurz auf zu weinen. Dann wurde sie heraus getragen, um vom Kinderarzt untersucht zu werden. Laut Arztbericht waren ihre Agparwerte 9-8-8, d.h. sie hatte Anpassungsschwierigkeiten. 

Dennoch durfte R. dann zu ihr. Dabei warf er übrigens einen unfreiwilligen Blick in die falsche Richtung, was ihm zwei Nächte lang Albträume bescherte. Nachdem ich mich so sehr vor dem Kaiserschnitt gefürchtet hatte, scheint mein Mann nun mehr traumatisiert als ich zu sein. Ich weiß nicht genau wie dann der weitere Ablauf war. Aber jedenfalls zeigte sich, dass Zwee das Atmen doch recht schwer fiel, so dass sie eine Atemmaske zur Unterstützung bekam. Es wurden Elektroden zur Überwachung an ihr kleines Körperchen geklebt und sie wurde dann wohl in einem Inkubator in die Neonatalogie transportiert. Laut R. war das schon ein ziemlich unheimlicher Anblick. 

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Während dessen wurde ich wieder zusammen geflickt. Alle waren weiterhin total lieb zu mir und redeten mir gut zu, damit ich ruhiger atme. Irgendwie bekam ich zwischendurch einen kleinen Panikanfall - Aufregung, Zwee weg, R. weg, das Geruckel, die Geräusche, das klaustrophobische Gefühl wegen der festgebundenen Arme und des Tuches direkt vor einer Nase.... Mir wurde kotzübel und ein wenig schwarz vor Augen. Dagegen bekam ich schnell ein Mittel gespritzt, so dass ich mich letztendlich nicht übergeben musste. 

Als alles fertig war, wurden die Tücher entfernt. Mein Bauch war weg. (Das war natürlich eine optische Täuschung aufgrund der Rückenlage. Tatsächlich sehe ich auch heute noch so aus als wäre ich im 6 Monat schwanger.) Der Arzt stand zwischen meinen Beinen, ich war komplett nackig, weil das OP-Hemd blutig und nass geworden war. Er erklärte, dass alles gut verlaufen war, dass ich mich nicht wundern solle, weil er eine gekordelte Kompresse unter das Pflaster lege - das sei NICHT die Narbe, die da so dick ist, und dass er mir mal gleich noch ein Zäpfchen gegen die Schmerzen gibt. Ein sehr surreales Gefühl, ihn da stehen zu sehen, zu wissen, dass man ein Zäpfchen bekommt, aber nichts zu fühlen. Nun ja, die Schamgrenze war in diesem Moment zwar sehr niedrig, aber durchaus noch vorhanden. Dann war ich ein bisschen neugierig wie man mich wohl vom OP-Tisch auf das Bett bekommen würde: Mit einem Rollbrett. Nun weiß ich das also auch. 

Ich bekam ein frisches Nachthemd an, wurde zugedeckt und aus dem OP-Saal gefahren. Dort kam gleich mein R. auf mich zu gelaufen. Er zeigte mir ein Bild von meiner Zwee und versuchte mir schonend beizubringen, dass meine größte Befürchtung wahr geworden war und ich sie nicht im Arm halten konnte, weil sie schon auf dem Weg in die Frühchenstation war. Sie hatte verständliche Anpassungsschwierigkeiten, das war nicht überraschend und vor allem in Anbetracht der Schwangerschaftswoche verhältnismäßig nicht besonders schlimm. Dennoch fühlte ich Zwee und mich um unsere ersten Kennenlernmomente betrogen. Die Zeit im Kreißsaal nach BMs Geburt waren mit Abstand die schönste in meinem Leben gewesen und es fühlte sich komplett falsch an, Zwee nicht auf die gleiche Weise im Leben zu begrüßen. 

So, ich bin jetzt erstmal komplett aufgelöst und muss eine Pause machen bevor ich aufschreiben kann wie es weiterging.

Freitag, 11. April 2014

Zertifizierte große Schwester und Bauchbilder

Am vergangenen Samstag war ich mit BM beim Geschwisterkurs in der örtlichen Hebammenpraxis. Gemeinsam mit sieben weiteren 3- bis 4-jährigen Kindern und einem etwas fehlplaziert wirkendem Schulkind lernte BM, was es heißt eine große Schwester zu sein. Wie wächst das Baby im Bauch und was macht es da den ganzen Tag? Was kann das Baby, wenn es geboren ist? Diese und ähnliche Fragen hatten wir im Laufe der letzten Monate sowieso immer mal mit BM besprochen, da sie ja sehr interessiert am Baby ist und immer viele Fragen stellt. Insofern war vielleicht nicht allzu viel Neues dabei. Dennoch hörte sie interessiert zu (bis auf kleine Zappeleinlagen, die aber alle Kinder immer mal wieder überkamen), beantwortete Fragen und zeigte stolz ihre mitgebrachten Fotos von sich selbst als Baby und von Zwee im Bauch. Dann wurde noch das Wickeln anhand der mitgebrachten Puppen und Stofftiere geübt. BM wollte zwar eigentlich lernen noch, wie man ein Baby eincremt - ich habe ihr jedoch versprochen, dass wir das dann nachholen, wenn ihre kleine Schwester geboren ist.

Etwas : Wie nimmt man ein Baby auf den Arm? - Gar nicht! Man setzt sich hin und fragt Mama oder Papa, ob sie das Baby in den Arm legen. Man trägt es nicht herum und legt es auch nicht alleine wieder ab, sondern bittet wieder Mama oder Papa um Hilfe. Eigentlich ganz logisch, aber wir hatten darüber eben noch nicht gesprochen, und so können wir uns dann später immer wieder darauf beziehen, was die "Lehrerin" gesagt hat. 

Zu guter Letzt bekam jedes Kind noch eine Urkunde und eine Feder, um zuerst der Mama und später dann dem Baby über den Bauch zu streicheln.

Ich freue mich sehr darüber, dass mein großes Mädchen so interessiert an Zwee ist. Jeden Tag spricht sie mit ihr, singt Lieder, streichelt den Bauch und verspricht, später ganz viel Quatsch mit ihr zu machen. Dass Zwee im Bauch oft herum hampelt und vor allem gern ihren Po herausstreckt, findet BM auch sehr lustig. Gestern wurde die "kleine, kleine Kaffeebohne" mit einem Plastikdingsda getätschelt. 

Die Ödeme sind da. Bislang kribbelt zum Glück noch nix, aber ich schätze, dass es meine guten Freunde die Karpaltunnel wohl demnächst aufgeben werden. Positiv kann ich vermerken, dass es diesmal - wohl wetterbedingt - deutlich später losgeht als bei BM. Damals waren in der 32. SSW schon längst die Hände taub und Nachts schmerzten die Arme bis zu den Schultern. Heute morgen sah meine Hand so aus (der Ring sitzt eigentlich relativ locker), zum Abend hin wird es wohl kaum besser werden.

Dafür, dass ich jetzt soooo viel Zeit habe, ist es ziemlich schändlich, dass wir trotzdem schon wieder ein Bauchbild ausgelassen haben. Daher diesmal ein 2-Wochen-Abstand, in dem sich ordentlich was getan hat. Wenn wir jetzt noch unser Maßband wiederfänden, würde ich glatt mal messen, wie der Bauchumfang jetzt ist...

Dafür gibt es mal ein Bonusbild mit Mama's und Papa's Händen auf Zwee's Bauchwohnung: 

Mittwoch, 2. April 2014

Der neueste Stand

Gestern hatte ich einen Termin in dem Krankenhaus, in dem unsere Zwee zur Welt kommen soll. Der liebe A aus B fuhr mich hin, weil ich nicht so sicher bin, ob Autofahren im Moment okay für mich ist, da man ja recht gerade vorm Lenker sitzt. Außerdem stört der Bauch mittlerweile auch ganz schön.

Jedenfalls hatte ich einen Termin vereinbart, um mich noch mal bezüglich der Schwangerschaftsdiabetes und der bescheuerten Plazenta Praevia beraten zu lassen. Zunächst gab es noch einmal einen Ultraschall: Zwee wiegt geschätzte 1.600g, ist damit so wie schon in den vergangenen Monaten eher am oberen Ende der Wachstumskurve - allerdings nicht so weit, dass man befürchten müsste, dass schon Auswirkungen des Diabetes sein könnten. Ich denke, dass es eher daran liegt, dass wir ja nicht genau wissen, wann Zwee gemacht wurde, und meine Frauenärztin im ersten Ultraschall zack-zack und blitzschnell den Embryo vermaß und den ET festlegte. Danach war Zwee dann immer etwas größer als der Durchschnitt, d.h. vielleicht sind wir doch schon etwas weiter als 29+6 SSW.

Zwee zappelte wieder ordentlich, trat mich auf der rechten Seite gleichzeitig mit einem Bein in die Rippen und mit dem anderen gegen den Beckenknochen, weil sie sich wohl durch die Stänkerei mit dem Ultraschall gestört fühlte. Als die Ärztin noch ein schönes Foto vom Gesichtchen machen wollte, nahm Zwee kurzerhand beide Händchen und einen Fuß vor das Gesicht und zog sich dann noch die Nabelschnur quer über das Näschen während sie sich mit dem Köpfchen in die Plazenta kuschelte. Eigentlich sollte es dann noch einen v.aginalen Ultraschall geben, um nach der Plazenta zu sehen, aber Frau Doktor sah auch von oben auf ersten Blick, dass diese immer noch vorm Muttermund liegt, so dass sie nicht noch mal genauer nachsehen musste.

Nun ja, es ist wohl noch nicht aller Tage Abend. Eine winzig kleine Restwahrscheinlichkeit besteht noch, dass der Muttermund doch noch geräumt wird. Die Oberärztin nahm die aktuelle Lage dennoch zum Anlass, mich schon mal über einen Kaiserschnitt aufzuklären - für den Fall, dass es doch irgendwann schon ungeplant losgehen muss. Sie war wirklich sehr freundlich und hat gleich gemerkt, dass mich das sehr traurig macht, und extra noch mal auf dem Aufklärungsblatt vermerkt, dass ein Kaiserschnitt nur gemacht werden soll, wenn er medizinisch absolut notwendig ist. Nach aktuellem Stand wäre eine Spinalanästesie möglich. Dann würde Zwee gleich im OP auf meine Brust gelegt werden. Sofern sie auf ersten Blick einen guten Eindruck macht, schreit und rosig ist, muss sie also nicht gleich raus zum Kinderarzt. Wenn das doch nötig sein sollte, könnte ihr Papa die ganze Zeit bei ihr bleiben, damit sie nicht ganz alleine ist. Sollte die doofe Plazenta, die aktuell seitlich/hinten und eben vorm Muttermund liegt jedoch weiter nach vorn wandern, würde man wohl eine Vollnarkose machen, weil das Risiko von Blutungen und Komplikationen dann erhöht wäre, da sie dann genau da läge, wo man eigentlich schneiden würde. Ich hoffe sehr, dass zumindest dieser Kelch an mir vorüber geht.

Wenn keine weiteren Blutungen auftreten, würde die Ärztin empfehlen, dass der Kaiserschnitt bei 37+0 durchgeführt wird. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Tage heraushandeln können, damit Zwee wirklich fertig ist. Außerdem wäre 37+0 genau der Tag vor meinem Geburtstag, was in den Folgejahren irgendwie blöd wäre. Wenn es gar nicht anders geht, ist es eben so - bei einer spontanen Geburt, hätten wir ja auch keinen Einfluss auf den Termin. Bis in den Juni hinein würde man aber wohl leider nicht abwarten.

Die Schwangerschaftsdiabetes ist bislang nur sehr leicht ausgeprägt. Dennoch soll ich nun ein paar Tage lang viermal täglich meinen Blutzucker messen, um sicher zu gehen, dass sich daran nichts geändert hat. Wenn die Werte im Rahmen bleiben, reicht es danach aus, zwei Tage pro Woche so durchzutesten. (Übrigens habe ich dann gestern gleich festgestellt, dass Reis mit Thaicurry gaaaaanz schlecht für den Blutzucker ist.) Immerhin ist die Lanzette wirklich viel besser als die im Krankenhaus, so dass es kaum weh tut.

Für Zwee bedeutet die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, dass ihr Blutzuckerspiegel nach der Geburt genau beobachtet wird, um sicherzugehen, dass sie nicht unterzuckert, da ihre Bauchspeicheldrüse im Moment für mich mit arbeitet und dann eventuell nach der Geburt noch zuviel Insulin für das kleine Körperchen produziert. Also wird mein armes, kleines Mädchen auf jeden Fall gleich zu Anfang regelmäßig gepiekst werden bis man sicher sein kann, dass sich alles wieder reguliert hat.

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Ich sollte mich nicht beschweren - es könnte viel schlimmer sein, aber trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich es total Sch.eiße finde, meiner Sucht nach Eis und sonstigen Süßigkeiten nicht nachgeben zu dürfen. Ich kann nicht einfach EIN Stück Schokolade, EINE Kugel Eis oder EIN GANZ KLEINES Stück Kuchen essen, also muss ich es wohl ganz bleiben lassen. Und NEIN, ein Apfel ist kein würdiger Ersatz. Das macht mich mürrisch, denn auch wenn ich nicht hungern muss, ist es für mich eben gänzlich unbefriedigend, an einer Möhre zu nagen. Da hilft es auch nicht, dass ich ja schließlich Gemüse ohne Ende essen darf. *Mecker-nörgel-jammer-Modus aus*

Montag, 17. Februar 2014

Nachtrag: Feindiagnostik, Beschäftigungsverbot und Statistik

Schon am 4. Februar, d.h. bei 21+5 SSW waren wir bei der Feindiagnostik. Zuallererst: Zwee ist definitiv ein Mädchen und es geht ihr prima. Sie hat die ganze Zeit gezappelt und gestänkert, was man ihr kaum verübeln kann, wo doch mit dem Ultraschallgerät so lange an ihrem sonst so kuscheligen Zuhause herumgewurschtelt wurde. (Übrigens auch für mich nicht, denn 1. wurde mir auf dem Rücken liegend wieder dezent schwindelig und 2. wurde dabei immer wieder mein bereits geploppter Bauchnabel überfahren).

Die Ärztin schaute sich alle ganz gründlich an, machte die Blutströme sichtbar, stellte fest, dass alle Organe zeitgerecht entwickelt sind, Blase gefüllt ist, Händchen und Füßchen vorhanden sind und auch die Plazenta schön durchblutet ist. Sie schaute auch noch einmal genau nach und bestätigte, dass Zwee eine kleine Schwester ist. Sie zeigte Plazenta und den Gebärmutterhals, sagte aber nichts weiter dazu. Irgendwie kam mir das da schon ein bisschen dicht bei einander vor, aber ich dachte mir noch nichts dabei.

Zuletzt kam noch der Chef, um abschließend noch einmal kurz zu schallen. Er warf einen Blick auf die Bildschirme und fragte dann die andere Ärztin, ob sie "schon etwas gesagt hatte". Da wurde mir gleich ganz anders zumute. Dann erläuterte er, dass die Plazenta in einer "geburtsunmöglichen Position" liegt - nämlich vorm Muttermund. Er war gar nicht unfreundlich, aber ein bisschen distanziert. Außerdem musste ich gleich erstmal ein bisschen weinen, so dass ich nicht alles verstanden habe. Jedenfalls sagte er, dass sich daran voraussichtlich nichts mehr tun würde, so dass Zwee der Ausgang versperrt ist und sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen müsse. Und dass in diesem Fall die Schwangerschaft in vielen Fällen vorzeitig zu Ende geht, wenn die Plazenta anfängt zu bluten, z.B. weil sich der Muttermund anfängt zu öffnen. So ca. vier Wochen früher. Ach ja, und ich solle deutlich kürzer treten und mich schonen. Was auch immer das heißt.

Von dieser Nachricht waren wir beide erstmal sehr geplättet. Ein Ultraschall ist eben kein Babykino, aber wir hatten eigentlich nicht wirklich erwartet, dass irgend etwas nicht stimmen könnte.

Letzte Woche Montag waren wir dann zur Vorsorge bei meiner eigentlichen Frauenärztin. Die schaute auch direkt noch einmal selber nach und erklärte auch etwas genauer, was da zu sehen war. Die Plazenta überlappt den Muttermund um etwa 1,5cm. Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich, dass sie durch das Wachstum der Gebärmutter noch weit genug davon weg rückt, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. (Trotzdem klammere ich mich jetzt noch an diesen Strohhalm und versuche erstmal noch nicht in Panik zu geraten, weil ich nie und nimmer einen Kaiserschnitt wollte.)

Zum Gebärmutterhals selbst hatte man bei der Feindiagnostik gar nichts gesagt, obwohl der mit 32mm wohl schon eher kurz für die 22. SSW ist. Meine Frauenärztin maß (von unten) sogar nur 26mm, was wohl wirklich zu kurz ist. Es wäre auch recht bedenklich, wenn er sich innerhalb einer Woche - in der ich mich ja auch schon geschont hatte - noch einmal so verkürzt hätte. Das kann jedoch zum Teil auch am unterschiedlichen Winkel liegen, so dass ich am Freitag noch einmal zum Nachmessen hingehe.

Fazit war, dass Frau Doktor mich auf keinen Fall mehr arbeiten lassen wollte, obwohl ich ja im Büro arbeite. Ich habe keinen absoluten Liegebefehl erhalten, soll mich aber viel ausruhen. Ich war dann noch hektisch zwei Tage arbeiten, um wenigstens ein bisschen Übergabe ermöglichen zu können und etwas beruhigter ins Beschäftigungsverbot gehen zu können. Nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag (23+0) also zu Hause, schlonze viel auf der Couch herum und brüte meine Zwee, die hoffentlich noch ganz, ganz lange in meinem Bauch bleibt. Ob das dem Gebärmutterhals schon was gebracht hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber zumindest finden meine Symphyse und mein Becken meine Faulenzerei voll in Ordnung und verhalten sich derzeit recht versöhnlich.

So, nun noch schnell ein klitzekleines Bisschen Statistik. Zunächst der aktuellste Bauchbildervergleich:

Zum Vergleich hier mal mein Bauch in der 20. - 24. SSW in meiner Schwangerschaft mit BM:

Mein Bauchumfang betrug in der 23. SSW sowohl bei BM als auch jetzt bei Zwee 95cm - womit ich nun übrigens genau so breit bin wie BM hoch ist. Trotzdem sehe ich auf den alten Bildern nicht grundlos verhältnismäßig zierlicher aus: Die 6 kg, die ich diesmal an Ausgangsgewicht mehr hatte, habe ich bislang genauso mitgezogen. Ich hoffe nur sehr, dass sich das trotz Schonung irgendwann soweit verlangsamt, so dass ich meine 86 kg Maximalgewicht der ersten Schwangerschaft nicht auch noch um 6 weitere Kilos überschreite.

Sonntag, 2. Februar 2014

Zeugnisnoten

BM kränkelt ein wenig, ehrlich gesagt waren die letzten drei Nächte fürchterlich. BM jammerte und weinte jede Stunde, wurde aber nicht richtig wach, um mal zu sagen, was eigentlich los ist. Ich glaube, ihre verstopfte Nase stört sie. Tatsächlich schnarcht sie so laut, dass man denkt im Kinderzimmer wird ein Baumstamm abgesägt. Mit einer stumpfen Säge. Leider verweigert sie Nasenspray, so dass wir ihr leider nicht wirklich helfen können. So wühlt sie sich also durch das Bett und wenn man nicht schnell genug hineilt, wenn sie gerade wieder jammert, stößt sie sich vor lauter Gewühle oft an der Bettumrandung, was dann wieder Tränen gibt.

Gestern war sie tagsüber auch immer wieder unleidlich, nicht krank genug zum ausruhen, aber eben auch nicht so richtig fit. Heute jedoch ließ sie sich jedoch kaum etwas anmerken und war fröhlich und aufgedreht. Schon gestern hatte sie beschlossen, dass sie mit Fingerfarben eine wunderschöne Klopapierrolle für ihre arme kranke Oma bemalen wollte, weil diese so krank ist, dass sie nicht in den Urlaub fahren kann (man stelle sich BMs weit aufgerissene Augen vor während sie davon berichtet).

Zu Omas Glück gab es dann doch noch ein paar mehr Kunstwerke außer der grünen Klopapierrolle. Ich wollte BM noch überzeugen, dass sie die Bilder doch auch noch an andere Familienmitglieder verteilen könne, aber alle waren ausschließlich für Oma gedacht. Ich bezweifle, dass die 5 Bilder plus ein Ausdruck von dem Werk, das BM heute früh an R.s "Juter" tippte, an Omas Kühlschrank passen.


Dafür hatten Oma und Opa auch eine Überraschung für BM. Weil BM am Freitag so artig der Zeugnisausgabe in Omas Klasse beigewohnt hatte und traurig war, dass sie selbst noch kein Schulkind ist und somit kein Zeugnis bekam, gab es heute verspätet ein Zeugnis von Oma und Opa. Die Noten sind natürlich recht subjektiv, wir Eltern hätten an der ein oder anderen Stelle wohl anders geurteilt. Aber schaut selbst:

Übrigens hat PL ja ihr erstes Schulzeugnis bekommen: Alles Einser, außer einer einzigen Zwei in Sport. Wir sind alle mächtig stolz auf unser Schulkind!

Und nun noch das Bauchbild. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es ausgerechnet zur Halbzeit kein Bauchbild gab. Das heißt aber nicht, dass diese ganz sang und klanglos vorüber gegangen wäre. R. und ich freuen uns sehr auf unser Baby, das nun immer öfter strampelt. Dafür bekommt es auch eine glatte Eins, weil es oft Momente abpasst, in denen ich mir gerade Sorgen mache, z.B. heute weil ich gefühlt ziemlich oft Übungswehen hatte. Abzug in den Kopfnoten gibt es dennoch, weil Zwee seit ein paar Tagen ständig meine Blase im Visier hat.



Sonntag, 19. Januar 2014

Bauchbilder 15. - 20. Schwangerschaftswoche

Ich hätte sollte wollte eigentlich endlich mal wieder etwas ausführlicher bloggen, z.B. über mein aktuelles schwangerschaftliches Befinden. Da BM aber gerade wegen vermutlich-Halsschmerzen immer wieder weinend aufwacht und mich im Kinderzimmer braucht, halte ich mich kurz und veröffentliche wenigstens endlich mal wieder eine neue Bauchbildserie...

... und erwähne flink, dass ich nun wohl wirklich im schönen zweiten Trimester-Gefühl angekommen bin. Mir ist nur noch ganz selten am Abend übel. Nach neulich (in der 18. SSW) zwei Tagen schlimmster Symphysenschmerzen während derer ich eigentlich nur auf der Seite liegend mit einem Kissen zwischen den Beinen liegend überleben konnte, zwicken und zwacken Ischias und Symphyse derzeit nur gelegentlich. Ich hätte es auch wirklich unfair gefunden, wenn das jetzt bis zur Geburt so weiter gegangen wäre. Dafür waren am Freitag zum ersten Mal meine Fingerspitzen taub, die Ringe werden enger. Da hat sich also wohl das erste Wasser angesammelt... wenn ich doch nur alle Kilos darauf schieben könnte...


Donnerstag, 2. Januar 2014

Vorsorgeuntersuchung mit Zwee

Um Weihnachten herum wurde ich wieder etwas unruhig, weil es schon wieder so lange her war, dass wir Zwee beim Ultraschall gesehen hatten. Klar, der Bauch wuchs, Symphyse und Ischias belästigen mich on-and-off schon seit der 14. SSW und etwas übel war mir vor allem Abends auch noch - und trotzdem machte ich mir ein bisschen Sorgen. Seit ein paar Tagen merke ich Zwee jedoch zuverlässig mehrfach am Tag und vor allem auch schon viel kräftiger als zu Anfang, so dass ich schon wieder etwas beruhigter war. 

Trotzdem war ich heute wieder ganz schön aufgeregt als R. und ich zur Vorsorgeuntersuchung gingen. Da heute erstmals nach dem Weihnachtsurlaub Schwangerensprechstunde war, mussten wir trotz Termin anderthalb Stunden warten. Da das Wartezimmer komplett belegt war, durften wir es uns im CTG-Zimmer gemütlich machen, so dass wir zumindest ungestört quatschen konnten. Die Waage lasse ich an dieser Stelle unerwähnt. Meine Gebärmutter ist bei 2 Finger-breit unter dem Nabel angekommen (welcher übrigens schon sehr schwanger aussieht und demnächst rausploppen wird). 

Als wir endlich bei Frau Doktor waren durfte ich auch gleich auf die Liege zum Ultraschall. Leider konnte sie nicht so richtig gute Bilder bekommen, da - sie drückte es sehr freundlich aus - meine Bauchdecke wohl nicht sehr durchlässig ist. Aber das wichtigste ist, dass alles, was sie sehen und messen konnte, in bester Ordnung ist. Zwee scheint immer noch ein paar Tage größer als die offizielle 17+0 SSW zu sein, das Herzchen pochte und ich konnte sehen und spüren wie es zappelte. Allerdings hielt es seine Beinchen größtenteils ungünstig gekreuzt. In Verbindung mit dem "schlechten" US-Bild gab es daher nur ein "vermutliches" Outing: 

Zwee ist wahrscheinlich-vielleicht ein Mädchen. Noch ein Mädchen. Wir freuen uns, genauso wie wir uns über einen Jungen gefreut hätten (oder werden, wenn die Feindiagnostik doch etwas anderes zeigt). Für mich ist Zwee damit - wie damals schon BM - viel greifbarer. 

Sonntag, 15. Dezember 2013

Tipp-tipp-tipp

Heute hat Zwee zum ersten Mal angeklopft. Ganz zaghaft - viel zaghafter als ich es bei BM je in Erinnerung hatte. Kein Wunder wahrscheinlich, denn BM spürte ich erst einige Wochen später zum ersten Mal.

Das möchte ich zum Anlass nehmen nun endlich mal mit der Bauchbilder-Serie zu beginnen. Wie man sieht, sieht man schon einiges. Besonders das heutige Foto sieht eindeutig schwanger aus. Allerdings wurde es erst am Abend - nach reichlich Gulasch beim Schwiegeropa und einigen Naschereien - aufgenommen. 


Donnerstag, 28. November 2013

Jaaaa, geb mich die Fünf!!

... ruft BM zur Zeit, wenn sie etwas begeistert  - z.B. heute als sie auf dem abendlichen Heimweg aus dem Dorf die viele Weihnachtsbeleuchtungen entdeckte.

Und heute fühle ich mich auch genauso euphorisch. Nach vier langen Wochen Jammertal meinerseits - voller dauerhafter Übelkeit, regelmäßigem Würgen und Erbrechen und maßloser Erschöpfung, wurde ich heute schon ein großes Stück weit belohnt. R. und ich sahen heute zum ersten Mal gemeinsam unser Zwee. Erst wollte es sich durch die Bauchdecke nicht so recht zeigen, so dass ich doch noch mal auf den Stuhl musste. Und siehe da: Zwee war wach und machte seiner/ihrer zappeligen Schwester alle Ehre. Es sieht schon aus wie ein richtiger kleiner Mensch und strampelte mit den Beinchen, was das Zeug hielt. Das war soooo niedlich!

Heute war es der Größe nach sogar schon 2 Tage weiter als letzten gemessen, wir halten aber fürs erste am 12. Juni als ET fest. Zwee ist ganz vorbildliches Kind: puckerndes Herz, ein Gehirn, eine Wirbelsäule, Beinchen mit Füßen und Arme mit Händchen und ein Nasenbein; und die Nackenfalte war winzig klein und somit super.

Zu guter Letzt brachte ich es dann tatsächlich über mich, nach einem eingeschränkten Beschäftigungsverbot zu fragen und bekam es auch. Somit muss ich ab Montag nur noch 6 Stunden pro Tag arbeiten. Vielleicht bekomme ich dann auch endlich mal wieder etwas auf die Reihe anstatt nur (höchstens) zu warten bis BM schläft, um dann selbst sofort einzuschlafen.

Donnerstag, 14. November 2013

Zwee... nachgetragen

Jetzt kann ich alles, was ich vergesse, wieder auf die Schwangerschaftshormone schieben. Auch deshalb habe ich schon einiges aufgeschrieben als Zwee noch geheim war:

Zwee 12.10.2013 - Der Schwangerschaftstest

Zwee 13.10.2013

Zwee 16.10.2013

Zwee 18.10.2013

Zwee 25.10.2013

Zwee 29.10.2013

Halloween

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Halloween

Halloween war im Hause Isndingwa dieses Jahr ein ziemlich aufregender Tag. BM war ein wenig kränklich, so dass es sich gut traf, dass ich wegen des Reformationstag sowieso frei hatte und BM problemlos zu Hause behalten konnte. Sie hatte sich schon so sehr darauf gefreut, sich als grusiches Gespenst zu verkleiden, dass sie mit einer Dosis Nurofen intus, dann auch mitmachen durfte. Frische Luft kann ja auch nicht schaden.

Das süßeste Gespenst der Welt zog also mit ihrem Papa und einem Haufen weiterer Nachbarskinder um Süßes oder Saures zu fordern. Gleich zu Anfang kamen sie an unsere Haustür, wo ich in einem weißen Kleid und mit einem Laken über dem Kopf gleich einen schönen Kreischalarm bewirkte. Damit hatten die kleinen Geister nicht gerechnet. BM hat es sehr viel Spaß gemacht und war höchst zufrieden mit ihrer Ausbeute. Als R. und sie wieder im Haus waren blieb sie verkleidet und durfte den nachfolgenden Kindern Süßigkeiten austeilen, was sie wohl fast noch besser fand.

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Ich selbst habe das nicht live miterlebt, weil ich nämlich meinen ersten Frauenarzttermin mit Zwee hatte. Ursprünglich war der Termin mal als einfacher Vorsorgetermin organisiert worden. Wegen des positiven Tests hatte ich dann während des Urlaubs mal in der Praxis angerufen, um zu fragen.... eigentlich weiß ich gar nicht genau wieso, denn der Termin war ja völlig in Ordnung und früher hätte ich eh nicht hingekonnt. Jedenfalls scheine ich die Arzthelferin etwas verwirrt zu haben, was mir aber erst später klar wurde. Sie begrüßte mich und erklärte gleich, dass man ja wahrscheinlich noch nichts erkennen könne. Mmh, da ich ja schon knapp 3 Wochen zuvor positiv getestet hatte, fand ich schon, dass man was sehen müsste, aber an der Rezeption ließ ich es dabei bewenden.

Frau Doktor machte dann erstmal die normale Krebsvorsorge und ließ sich dabei erklären, wann ich denn nun meine letzte Regel gehabt hätte - denn die Arzthelferin hatte in meiner Akte den 21.09. vermerkt. Das war aber eher der vermutete Befruchtungszeitraum gewesen. Offenbar hatte sie mich am Telefon falsch verstanden.

Nun ja, Ultraschalldings angemacht und da war gleich dieses kleine Flackern zu sehen, dass ich schon BMs Ultraschallen kannte. Da war definitiv ein kleines Herzchen. Und Frau Doktor war höchst erstaunt: "Das ist doch schon richtig was! Von wegen 5. Woche!" - Ja, genau. Irgendwie hatte ich mich wohl wirklich zu undeutlich ausgedrückt.

Da wir mangels Periode den ET nicht ausrechnen können, verpasste Frau Doktor anhand der Maße den errechneten Termin: 12.06.2013, d.h. wir sind heute bei 8+0. Zwee ist schon im Pittiplatsch-Stadium und sah auf dem Bildschirm ziemlich genauso aus wie BM damals zur gleichen Zeit, auch wenn es leider nicht gelang, dies auf dem Foto richtig festzuhalten.

Es ist also amtlich: Zwee ist unterwegs.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Zwee 29.10.2013

Nachtrag zum morgendlichen Lacher.

Mir ist so übel, übel, übel. Darum bringt mein toller Ehemann mir jetzt morgens immer ein Marmeladentoast, welches ich vor dem Aufstehen im Bett esse. Jetzt auch gerade. Außerdem habe ich wieder angefangen Nausema zu nehmen, in der Hoffnung, dass es diesmal ein bisschen hilft.

Freitag, 25. Oktober 2013

Zwee 25.10.2013

Wenn man 2 Stunden Serpentinen durch die Berge auf dem Weg zum Flughafen fährt, dabei auch noch hinten im Auto sitzt und an schwangerschaftsbedingter Grundübelkeit leidet, ist das Ergebnis ziemlich klar.

Ich bin sehr froh, jetzt wieder zu Hause zu sein, u.a. auch weil hier gewohnte Gerüche herrschen. Im letzten Urlaubshäuschen roch es extrem nach dem Weichspüler, mit dem Handtücher, Bettwäsche und sogar Gardinen reichlich gewaschen wurden. Außerdem aßen R. und BM gefühlt ständig Nudeln mit grünem Pesto, dessen Geruch mir ebenfalls gehörig zusetzte.

Ebenfalls sehr schlimm ist der Geruch des Geschirrspülers, also nicht, wenn man etwas hineinstellt, sondern *würg* dieser Dampf während er wäscht bzw. wenn man ihn danach zum ersten Mal aufmacht.

Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass Gerüche mich in der ersten Schwangerschaft so fertig gemacht hätten. Bäh bäh bäh!

Freitag, 18. Oktober 2013

Zwee 18.10.2013

Ich erinnere mich noch gut an die ersten Wochen meiner ersten Schwangerschaft. Erst zog und zuppelte es tagelang, so dass ich ständig damit rechnete, mein Baby zu verlieren. Dann gab es Tage, an denen ich scheinbar gar keine Anzeichen hatte, was mir dann auch nicht passte, weil ich fürchtete, dass das Baby sich doch nicht richtig eingenistet hatte.

Genauso war es diesmal auch. Gestern Vormittag äußerte ich meine Befürchtung, dass doch alles ein großer Irrtum sein könnte, weil ich gar nichts spürte.... und nun ist mir seit gestern Abend schlecht. Und wie. Heute früh dann das erste Mal übergeben. Zwischendurch für BM Normalität vorgaukeln. Und das im Urlaub.

Ich "freue" mich schon auf Symphysendings und Karpaltunnelsyndrom. Nicht. Und jetzt geht auch schon das Jammern los. :-)

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Zwee 16.10.2013

R. und ich fläzen auf der Terrasse, lesen und erhaschen abwechselnd Blicke auf das rauschende Meer und unser spielendes Kind.

BM spielt schon den ganzen Morgen, dass sie die große Schwester von Püppi ist. Sie haben schon laufen und sprechen geübt. Jetzt wickelt BM die Püppi und kommentiert: "Die große Schwester hat Kacke an der Hand. Guck mal, Mama. So sieht Kacke aus."

Wenn die wüsste... Mal gucken, ob sie in 8 Monaten auch so enthusiastisch ist.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Zwee 13.10.2013

Gestern war kein leichter Tag mit BM. Nach tagelanger Ferienbespaßung durch Omas und Opas war BM wie üblich erstmal einen Tag ungenießbar und machte es vor allem ihrem Papa nicht leicht.

Definitiv kein guter Tag, um R. zu eröffnen, dass Zwee sich angekündigt hatte. Außerdem wollte ich es ihm diesmal romantischer sagen als bei BM: Was bot sich besser an als ein lauschiger Urlaubsabend auf der Terrasse? 
So war der Plan, doch soweit kam es nicht. Nach einem Tag und einer weiteren unruhigen Nacht hielt ich es noch genau solange aus bis BM nach einiger Diskussion endlich mittagsschlief.

Ich schnappte mir den positiven Test und ging runter zu R., der mir erstmal allerhand über die Navi-App für den Urlaub erzählte. Irgendwann hielt ich ihm den Test einfach vor die Nase. Soviel zu Romantik.

R. war gänzlich unvorbereitet und somit ganz schön verblüfft. "Schwanger? Echt jetzt?"

Nun geht es also wieder los. Wir wissen irgendwie, was auf uns zukommt, und doch ist wieder alles ganz neu. Anders als bei BM, aber für mich nicht weniger aufregend.

Samstag, 12. Oktober 2013

Zwee 12. Oktober 2013, 7:58 Uhr

Ich bin schwanger!

Schon im Juli hatte ich die Pille abgesetzt und seitdem vergeblich auf das Einsetzen meiner Periode - und somit das Bereitschaftssignal meines Körpers - gewartet. Ich hatte wochenlang Entzugsmigräne, es zog und zuppelte, die Pickel sprossen und mir war sogar mal eine Woche im August verdächtig übel. Die Hormone spielten verrückt, aber ein erster Test war negativ. Das war eigentlich nicht schlimm, aber als nach und nach 85 Tage ohne Periode vergingen kam ich mir schon von meinem Körper veräppelt vor. Vor der Hochzeit meines Cousins am 28.9. machte ich noch mal einen Test, um sicherzugehen, dass ich mit alkoholischen Getränken darauf anstoßen konnte. Negativ. Nicht wirklich überraschend und gut für die Party. (Im Nachhinein meine ich mich zu entsinnen, dass ich vielleicht doch eine Extra-Sekunde auf die Verdunstungslinie geschaut habe, weil die ein bisschen verdächtig aussah. Ebenfalls im Nachhinein weiß ich nun auch, dass ES da schon passiert war und wohl einfach noch zu früh für einen Test war.)

In Erwartung gemütlicher Abende auf Sardinien mit R. und vielleicht einer Flasche Wein auf der Terrasse machte ich heute früh schnell eine weiteren Test während meine beiden Menschen noch schliefen. Meine Kontaktlinsen schnell in die Augen gefriemelt und den Test aus der Packung gefummelt, saß ich nach einer anstrengenden Nacht auf der Toilette und hoffte, dass BM nicht hereinstürmen und fragen würde, was Mama da eigentlich macht.
Also schnell raufgepischert und eigentlich nur mit einem halben Auge hin gesehen, denn eigentlich war ich mir sicher, dass das aktuellste Bauchzuppeln nun endlich meine Regel bringen würde.

Und dann waren da sofort zwei Striche. Zwee ist da!


Mach es dir gemütlich, kleines Menschlein. Mama passt auf dich auf!