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Freitag, 9. Mai 2014

Geburtsbericht Zwee

R. ist gerade nach Hause gefahren, weil heute Abend Zwees Pinkelparty steigt. Ich sitze nun in meinem "Begleit-Mutti-Zimmer" und möchte langsam mal anfangen, die Erlebnisse der letzten 6 Tage aufzuschreiben - angefangen natürlich mit Zwees Geburt.

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Letzte Woche hatte ich ein paar Tage lang Übungs-/ Senkwehen. Der Bauch wurde ständig hart und gelegentlich war es sogar ein bisschen schmerzhaft. Ich fand es recht ermutigend, dass dabei erstmal keine weiteren Blutungen auftraten, und schonte mich ausgiebig. Am Samstag verlebten R., BM und ich einen schönen Familientag zu dritt, den R. und ich am Abend gemütlich zu zweit ausklingen ließen. In der Nacht drehte ich alle 1 - 2 Stunden meine üblichen Runden: Toilette, BM zudecken, wieder zurück ins Bett - zuletzt gegen 5 Uhr früh - ohne irgendwelchen Auffälligkeiten. 

Ich träumte dann, dass K mit H ihr Kind bekommt und ich aus irgendeinem Grund bei der Geburt dabei war. Als ich langsam wach wurde, spürte ich ein vertrautes Gefühl zwischen den Beinen. Ich hoffte, dass ich mich irrte, doch ein Blick zeigte Blut auf meinem Zwischen-die-Beine-klemm-Kissen. 

Um 6:23 Uhr (laut R.) weckte ich R. mit den Worten "Ich blute wieder!"

Erstmal war ich noch gar nicht allzu aufgeregt, ich wollte erstmal zur Toilette und mir die Bescherung ansehen. Da lief es mir schon die Beine hinab, die Schlafanzughose war gleich rot verfärbt und in die Toilette sprudelte es richtig. Nun wurde mir doch gleich ganz anders, so dass ich R. zurief, dass er doch gleich den Rettungswagen rufen müsse. Flink bastelte ich mir noch meine Kontaktlinsen in die Augen und legte mich auf die Couch. 

Diesmal mussten wir ein kleines Weilchen warten bis der Rettungswagen kam. Während dessen lief R. noch umher, holte meine Notfalltasche, die ich ein paar Tage zuvor endlich gepackt hatte, und noch ein paar weitere Kleinigkeiten. Endlich kam der Rettungswagen und wenig später auch der Wagen mit der Ärztin. Wie schon zuvor konnten sie nicht viel tun als mir einen Zugang zu legen, mich an einen Tropf mit Kochsalzlösung zu hängen und mitzunehmen. Vor allem hatten sie keinerlei Möglichkeit abzuhorchen, ob Zwees Herzchen schlägt. Diesmal war sie nämlich nicht so rücksichtsvoll, mich mit regelmäßigen Tritten zu beruhigen, sondern blieb fürchterlich still. BM war zwischenzeitlich aufgewacht und R. brachte sie herunter damit ich ihr ein Abschiedsküsschen geben konnte während wir gute Miene zu bösem Spiel machten. Es war mir sehr wichtig sie noch einmal zu sehen und mich ordentlich zu verabschieden, weil ich in dem Moment schon große Angst um Zwee und mich hatte. 

Nachdem wie beim letzten Mal das Navi nicht so recht funktionierte und es somit gefühlte Ewigkeiten dauerte bis der Rettungswagen endlich los fuhr, brausten wir mit Blaulicht davon. Da es weiterhin zwischen meinen Beinen sprudelte schaute die Notärztin noch einmal nach und meinte, dass es aussieht als ob nicht nur Blut sondern auch Fruchtwasser austritt und dass es deshalb soviel Flüssigkeit ist. Ich ließ mir dann mal das Datum verraten für den Fall, dass dies Zwees Geburtstag würde. 

Im Krankenhaus angekommen begrüßte mich die bereits vertraute Hebamme Kathrin. Endlich, endlich setzte sie das CTG an meinen Bauch und fand auch sogleich Zwees kräftig schlagendes Herz. Ich war so unendlich erleichtert! Nach einem kurzen Blick auf meine Hose befand sie auch gleich, dass das nicht nur Blut (laut Arztbericht war es tatsächlich wieder nur unterregelstarke Blutung) sondern vor allem Fruchtwasser heraus lief. Obwohl Zwee erst bei 34+3 SSW war beruhigte mich diese Aussage erstmal - zumindest waren wir beide nicht am verbluten. Das CTG zeigte wohl auch schon ordentliche Wehen an, die ich aber in der Aufregung kaum spürte. 

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Währenddessen rief R. bei meinen Eltern an, damit sie BM übernehmen und er ins Krankenhaus fahren konnte. Leider war mein Vati am Abend zuvor beim Boxen gewesen und erst um 5 Uhr (ähm... alkoholisiert) ins Bett gekommen. Als meine Mutti versuchte ihn zu wecken war sein einziger Kommentar: "Tatütata". Im Nachhinein sehr, sehr lustig. :-) Mutti kam also mit dem Taxi zu uns nach Hause, um auf BM aufzupassen. 

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Als ich R. anrief, um ihm die - für mich recht ermutigende - Neuigkeit vom Nicht-Blut-sondern-Fruchtwasser mitzuteilen, war er gerade auf halber Strecke ins Krankenhaus und fand die Nachricht eher aufregend. Vermutlich ist er danach wie ein Henker gefahren. 

Während ich noch mit ihm telefonierte trat der diensthabende Arzt ein - einer der wenigen, die ich bislang noch nicht kannte. Als ich aufgelegt hatte, eröffnete er mir, dass man Zwee nun recht zügig entbinden wolle. Ich wurde ein wenig panisch und erinnerte an unsere bisherige Geburtsplanung und dass wir ja eigentlich noch einmal nachsehen wollten, ob nicht doch eine spontane Geburt möglich wäre. Er war wirklich sehr freundlich und machte schnell einen Ultraschall, um sich den Muttermund anzusehen, sagte dann jedoch recht schnell, dass aus seiner Sicht die Plazenta weiterhin zu dicht und wulstig am Muttermund wäre und dass er die Risiken einer spontanen Geburt für zu hoch einschätzt. Er empfahl also eindringlich den Kaiserschnitt. Niemals würde ich mein Baby gefährden wollen, also stimmte ich zu - worauf hin er mir eröffnete, dass die Operation dann innerhalb der nächsten halben Stunde erfolgen würde! 

Ich weiß nicht, womit ich gerechnet hatte, aber das war ein ziemlicher Schock, so dass ich von da an eigentlich so ziemlich auf Automodus lief und kaum einen Gedanken fassen konnte. Zumindest war ich geistesgegenwärtig genug, um ihn zu bitten, ein gutes Wort bei den Anästhesisten für mich einzulegen und nochmal zu erklären, dass die Plazenta ja seitlich und nicht genau im Schnittbereich lag, damit ich zumindest nicht in Vollnarkose operiert werden müsste. Er versprach auch gleich, sich für mich einzusetzen. Ach ja, und natürlich stellte ich gleich klar, dass es gar nicht losgehen kann bevor R. nicht da ist. 

Ich glaube, kurz danach kam R. in den Kreißsaal gestürzt, und ich sagte ihm wenig schonend, dass unsere Tochter wohl in einer halben Stunde geboren wird. 

Die Reihenfolge bekomme ich jetzt nicht mehr ganz auf die Reihe. Ich glaube, als nächstes kam die Anästhesistin, die einer spinalen Betäubung zustimmte. Dann bekam ich einen Katheter gelegt. In dem Moment war ich weiterhin total baff und konnte gar nicht mehr darum bitten, dies doch erst nach Wirken der Betäubung zu tun. Es tat aber zum Glück kaum weh, brannte nur ein bisschen. Ich bekam noch ein OP-Hemd und Haarhaube angezogen sowie einen weiteren Zugang in die Armbeuge gelegt. Dann bekam ich einen Schnaps zur Bindung des Mageninhalts (?), weil ich Nachts noch etwas getrunken hatte und somit nicht komplett nüchtern war, und wurde dann in den Operationssaal geführt. 

Der Raum war viel kleiner als ich erwartet hatte, es wuselten viele grün gekleidete Gestalten herum. Ich musste mich auf den OP-Tisch setzen, OP-Schwester und Anästhesistin redeten auf mich ein. Zwischendurch kam dann ein anderer Anästhesist herein - ich bin nicht sicher, ob wegen Schichtübergabe oder weil man wegen der Placenta Praevia einen erfahreneren Arzt wollte. Mein Rücken wurde eingepinselt. Trotzdem diskutierten die beiden dann noch einmal kurz, ob man nicht doch eine Vollnarkose machen sollte, verließen sogar noch einmal den Raum, um sich von irgendwo (Oberarzt?) die Bestätigung zu holen, dass man wirklich eine Spinale machen dürfe. Durften sie zum Glück. 

Ich musste dann meinen Rücken ganz krumm machen, was immerhin viel leichter war als damals bei Zwees Geburt, denn immerhin musste ich dabei keine Wehen veratmen. Ich sollte nur sicher gehen, dass ich ihre Fragen zwar beantworte, aber bloß nicht mit dem Kopf schüttele oder nicke. Ich bekam eine örtliche Betäubung und kurz darauf die Spinale gespritzt, was ein bisschen unangenehm drückte aber nicht wirklich schlimm war. Ich sollte mich dann schnell hinlegen solange die Betäubung dies noch zuließ. Mein rechtes Bein konnte ich noch in die Beinstütze legen, über das linke Bein hatte ich dann schon keine rechte Kontrolle mehr. 

Dann wurde erstmal nur mein Nachthemd hochgehoben und als Sichtschutz über eine Stange gehängt. Meine Arme wurden festgebunden und der Anästhesist begann zu testen, ob die Betäubung schon wirkte. Logischerweise hatte ich ziemliche Angst, dass man anfangen könnte bevor sie richtig wirkt. Dazu sprühte er Wasser abwechselnd auf meinen Arm und zum Vergleich auf Beine und Bauch. Ich musste sagen, ob das Wasser sich noch kalt anfühlt. Ein bisschen. Dann begann man schon mal, meinen Bauch mit Jod einzupinseln. Während dessen konnte ich spüren wie sich dieses nach und nach überhaupt nicht mehr kalt anfühlt. Dann wurde der Operationsbereich abgedeckt und vorbereitet. Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich gemerkt hätte, dass man mich testweise gepiekst habe. Hatte ich nicht. Die Betäubung wirkte also. 

Dann kam mein R. - natürlich in Schutzkleidung - in den OP, setzte sich an meine linke Seite und redete von da an unaufhörlich liebe Dinge in mein Ohr. Mit dem anderen Ohr lauschte und fühlte ich auf die Geschehnisse hinter dem Tuch. Ich merkte wie an mir herum gewerkelt wurde, hörte ein schneidendes Geräusch, spürte irgendwie, dass man in meinen Bauch eindrang. Ein Drücken und Ruckeln und der Anästhesist an meiner rechten Seite sagte, dass das Köpfchen schon da wäre. Dann wurde ich mit einem Mal ganz leicht und unsere Zwee fing sofort an, ein wenig gurgelnd zu schreien. Es war 8:30 Uhr - zwei Stunden nachdem wir aufgewacht waren. 

Ich war so glücklich in diesem Moment! Sie schrie, also ging es ihr bestimmt ganz gut. Ich sah wie die Hebamme sie um R. herum trug. Ich glaube, R. hat das gar nicht richtig gemerkt. Ich versuchte ihm zu sagen, dass er mal rutschen müsse. Und dann war sie da. Ich konnte kaum etwas sehen außer, dass ihre Haut ziemlich grau aussah. Dann drückte die Hebamme mir mein Mädchen für einen kurzen Moment an die Wange. So ein wunder-wunder-schönes warmes Gefühl! Ich sagte "Mein Mädchen! Mama ist da!"... und Zwee hörte tatsächlich sofort kurz auf zu weinen. Dann wurde sie heraus getragen, um vom Kinderarzt untersucht zu werden. Laut Arztbericht waren ihre Agparwerte 9-8-8, d.h. sie hatte Anpassungsschwierigkeiten. 

Dennoch durfte R. dann zu ihr. Dabei warf er übrigens einen unfreiwilligen Blick in die falsche Richtung, was ihm zwei Nächte lang Albträume bescherte. Nachdem ich mich so sehr vor dem Kaiserschnitt gefürchtet hatte, scheint mein Mann nun mehr traumatisiert als ich zu sein. Ich weiß nicht genau wie dann der weitere Ablauf war. Aber jedenfalls zeigte sich, dass Zwee das Atmen doch recht schwer fiel, so dass sie eine Atemmaske zur Unterstützung bekam. Es wurden Elektroden zur Überwachung an ihr kleines Körperchen geklebt und sie wurde dann wohl in einem Inkubator in die Neonatalogie transportiert. Laut R. war das schon ein ziemlich unheimlicher Anblick. 

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Während dessen wurde ich wieder zusammen geflickt. Alle waren weiterhin total lieb zu mir und redeten mir gut zu, damit ich ruhiger atme. Irgendwie bekam ich zwischendurch einen kleinen Panikanfall - Aufregung, Zwee weg, R. weg, das Geruckel, die Geräusche, das klaustrophobische Gefühl wegen der festgebundenen Arme und des Tuches direkt vor einer Nase.... Mir wurde kotzübel und ein wenig schwarz vor Augen. Dagegen bekam ich schnell ein Mittel gespritzt, so dass ich mich letztendlich nicht übergeben musste. 

Als alles fertig war, wurden die Tücher entfernt. Mein Bauch war weg. (Das war natürlich eine optische Täuschung aufgrund der Rückenlage. Tatsächlich sehe ich auch heute noch so aus als wäre ich im 6 Monat schwanger.) Der Arzt stand zwischen meinen Beinen, ich war komplett nackig, weil das OP-Hemd blutig und nass geworden war. Er erklärte, dass alles gut verlaufen war, dass ich mich nicht wundern solle, weil er eine gekordelte Kompresse unter das Pflaster lege - das sei NICHT die Narbe, die da so dick ist, und dass er mir mal gleich noch ein Zäpfchen gegen die Schmerzen gibt. Ein sehr surreales Gefühl, ihn da stehen zu sehen, zu wissen, dass man ein Zäpfchen bekommt, aber nichts zu fühlen. Nun ja, die Schamgrenze war in diesem Moment zwar sehr niedrig, aber durchaus noch vorhanden. Dann war ich ein bisschen neugierig wie man mich wohl vom OP-Tisch auf das Bett bekommen würde: Mit einem Rollbrett. Nun weiß ich das also auch. 

Ich bekam ein frisches Nachthemd an, wurde zugedeckt und aus dem OP-Saal gefahren. Dort kam gleich mein R. auf mich zu gelaufen. Er zeigte mir ein Bild von meiner Zwee und versuchte mir schonend beizubringen, dass meine größte Befürchtung wahr geworden war und ich sie nicht im Arm halten konnte, weil sie schon auf dem Weg in die Frühchenstation war. Sie hatte verständliche Anpassungsschwierigkeiten, das war nicht überraschend und vor allem in Anbetracht der Schwangerschaftswoche verhältnismäßig nicht besonders schlimm. Dennoch fühlte ich Zwee und mich um unsere ersten Kennenlernmomente betrogen. Die Zeit im Kreißsaal nach BMs Geburt waren mit Abstand die schönste in meinem Leben gewesen und es fühlte sich komplett falsch an, Zwee nicht auf die gleiche Weise im Leben zu begrüßen. 

So, ich bin jetzt erstmal komplett aufgelöst und muss eine Pause machen bevor ich aufschreiben kann wie es weiterging.

Dienstag, 6. September 2011

Heute vor einem Jahr II

.... war ein Montag und R. musste zur Arbeit. Ich hatte wie schon in den Wochen zuvor sehr unruhig geschlafen, hatte meinen massigen Körper stündlich zur Toilette geschleppt und mich zwischendurch immer wieder selbst durch mein Schnarchen aufgeweckt. Wie so oft wachte ich endgültig auf als die Wohnungstür hinter R. ins Schloss fiel. 

Der Tag ist in meiner Erinnerung ziemlich verschwommen. Ich weiß nur noch, dass ich ziemlich k.o. war und nach dem Frühstück direkt auf die Couch zog und Blödsinn im Fernsehen schaute. Schließlich hatte ich mir vorgenommen, mich vor Babymädchens Geburt gehörig zu langweilen, weil ich dazu voraussichtlich lange keine Gelegenheit mehr haben würde. (Im Nachhinein kann ich bestätigen, dass ich bislang nicht einen langweiligen Moment hatte seit das Babymädchen da ist.) 

Ich denke, dass ich schon seit dem Aufstehen immer mal wieder ein leichtes Ziehen hatte, dass sich im Gegensatz zu den wenigen Übungswehen, die ich vorher hatte, sehr nach Regelschmerzen anfühlte und vor allem in den Oberschenkeln zog. So richtig wahrgenommen habe ich das aber zu dem Zeitpunkt noch nicht, sondern bloggte erstmal die ET-Zonks vom Vortag. Irgendwann bemerkte ich, dass ich unbewusst angefangen hatte, die Wehen zu veratmen. 

Aber das hier soll ja kein zweiter Geburtsbericht werden....

Ich erinnere mich auch gar nicht so richtig gut an die Details, sondern eigentlich nur daran, dass ich immer noch ziemlich ruhig und gelassen war. Auch als R. nach Hause kam, fand ich es noch ziemlich unwirklich, dass die Geburt nun tatsächlich kurz bevor stand. Ich dachte an mein Pünktchen, das zu diesem Zeitpunkt schon lange seinen richtigen Namen hatte, und fand es nur latent seltsam, dass ich es nun endlich im Arm halten würde. 

Der Abend, den R. und ich dann noch zu Hause verbrachten, war eigentlich noch ziemlich entspannt, vielleicht einen Zacken hysterisch-lustig. Ich veratmete meine Wehen erst in der Badewanne und dann auf der Couch. Im Fernsehen lief "Eis am Stiel" während ich mich bei jeder Wehe über die Sofakissen warf. Wir aßen Miracoli und ließen die Töpfe stehen, als ob wir am nächsten Tag nichts besseres vor hätten als die Küche aufzuräumen. 

Das war er nun also: Unser letzter Abend zu zweit. Als Paar. Noch nicht ganz Eltern. Irgendwie unspektakulär und trotzdem schön.

Freitag, 17. September 2010

Geburtsbericht


Ich liege gerade gemütlich auf der Couch während mein bezauberndes Babymädchen auf meiner Brust schlummert und leise schnarcht. Der perfekte Zeitpunkt, um endlich mal anzufangen, meinen Geburtsbericht zu schreiben. Das schon eine ziemliche Grenzerfahrung. Und auch wenn es ein wunderschönes Erlebnis bzw. Ergebnis war, treibt es mir dennoch immer noch regelmäßig Tränen in die Augen. Vielleicht hilft Aufschreiben ja.

Da ich bereits sehr früh jedes Zeitgefühl verloren habe, habe ich R. gebeten, noch einen Bericht aus seiner Sicht zu schreiben, zumal er wie zuvor vereinbart, während der vielen Stunden immer wieder einige Notizen gemacht hat.

In der letzten Woche vor der Geburt hatte ich vor allem Nachts immer mal wieder unregelmäßige Wehen gehabt. Natürlich habe ich immer wieder in mich hinein gelauscht und mich gefragt, ob es nun endlich losginge. Tatsächlich fing alles dann mit dem Schleimpropf an. Erfahrene Schwangere wissen was das heißt, ich gehe also nicht ins Detail. Jedenfalls verabschiedete sich ein Teil davon am Sonntag, den 5.9. um 10:40 Uhr.

Mann, war ich aufgeregt! R. war bereits joggenderweise unterwegs ins Dorf zu meinen Eltern, und ich fuhr dann mit dem Auto hin. Die ganze Zeit konnte ich nur daran denken, dass das wohl mein letzter Besuch dort ohne Baby sein würde. R. überraschte ich dann in der dortigen Küche mit der Nachricht vom Schleimpropf.  Eigentlich wusste er nicht wirklich, wovon ich überhaupt sprach, wurde aber prompt von meiner Aufregung angesteckt. Nur gut, dass wir an dem Morgen noch den Autoschaleneinbau geübt und die Kliniktasche besprochen hatten. Dann gab es also lecker Schnitzel und irgendwie kam mir das vor wie eine Henkersmahlzeit. Im positiven Sinne, denn ich wollte ja, dass es endlich losgeht.

In der Nacht von Sonntag auf Montag war ich dann wie üblich jede Stunde wach, um auf Toilette zu gehen. Ein paar kleine Wehen trugen ihr übriges zur Schlaflosigkeit bei. Morgens bloggte ich dann erstmal noch mal einen Zonk, während ich schon die eine oder andere Wehe spürte.  Alles noch nicht sehr schmerzhaft. Als ich die Pille absetzte, hatte ich jedenfalls schlimmere Periodenschmerzen als das. Ab 11 Uhr habe ich die Wehen mal spaßeshalber aufgeschrieben. Sie kamen noch relativ unregelmäßig zwischen 6 und 15 Minuten. Irgendwann um die Mittagszeit bemerkte ich, dass ich fast unbemerkt begonnen hatte, die Wehen mit einem noch recht leisen „Pffffff“ zu veratmen. Holla, dachte ich mir, da tut sich was.
Lustig war auch, als mein Vati anrief, während grad eine Wehe am Ausklingen war, und ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Ist mir auch gelungen. Er dachte, ich hätte eben grade geschlafen.

Als R. von der Arbeit nach Hause kam, ging ich dann mal in die Badewanne. Wenn die Wehen dann bleiben oder stärker werden, sollen  es ja echte Wehen sein. Übungswehen gehen durch die Wärme weg. Ich rätselte ein paar Sudokus und veratmete zwischendurch einige Wehen, die mitnichten weggingen.

Ab 19 Uhr kamen die Wehen ca. alle 5 – 6 Minuten, und ich versuchte die beste Position zum Veratmen zu finden. Meist hing ich im Vierfüßlerstand mit den Armen auf mehrere Couchkissen gestützt auf der Couch, während wir noch ein bisschen fernsahen. R. fragte schon immer mal nach, ob wir nicht mal ins Krankenhaus fahren wollen, aber irgendwie kam mir das alles noch nicht doll genug vor. Im Gegenteil, ich schlug vor, dass wir mal versuchen sollten noch eine Mütze Schlaf zu bekommen. Also, Schlafanzug an, Zähne geputzt und ab ins Bett… und dort weiter fleißig Wehen veratmet. Im Liegen waren die irgendwie auch noch doller, so dass ich schnell wieder im Vierfüßlerstand war.

Nun wurde es R. zu bunt und er bestand darauf, dass wir ins Krankenhaus fahren. Ich willigte ein, obwohl ich sicher war, dass wir wieder nach Hause geschickt werden, was ich irgendwie total peinlich fand.

Ca. 23 Uhr parkten wir auf dem Storchenparkplatz des Krankenhauses. Da hing ich erst mal an R.‘s Hals und veratmete eine Wehe bevor ich flotten Fußes an den am Haupteingang versammelten Rauchern vorbeieilte.

Drinnen wurden wir sehr nett von einer Hebamme und einer Praktikantin empfangen. Im Aufnahmezimmer wurde ich dann auf eine Liege verfrachtet, und der Muttermund für klägliche 1 cm und der Gebärmutterhals als noch längst nicht verstrichen erklärt wurde. Manno!! Dann wurde ich ans CTG angeschlossen. Ich bekam noch ein paar Tipps zum Veratmen und ein Nasenspray, damit ich überhaupt durch die Nase einatmen konnte und dann lag ich da erst mal eine halbe Stunde oder so. R. atmete fleißig mit, während ich mich während der Wehen an den Griffen des Bettes festhielt und mich fragte, ob die wirklich dafür gedacht sind, denn irgendwie wackelten die ganz schön doll. Es gab einen Monitor, auf dem die CTGs aller Kreissäle angezeigt wurden, und R. versicherte mir, dass meine Wehen stärker ausschlugen als im Kreissaal, was mir etwas Hoffnung gab, dass wir doch nicht voreilig ins Krankenhaus gekommen waren.

Waren wir aber. Man schlug mir also vor, dass ich entweder noch mal nach Hause fahren könne oder im Krankenhaus übernachten könnte. Eigentlich wollte ich lieber wieder nach Hause bis man uns sagte, dass wir auch in ein Familienzimmer einziehen könnten, d.h. R. könnte bei mir bleiben. Also bekam ich eine Spritze in den Allerwertesten, die mir trotz Wehen ein bisschen Schlaf ermöglichen sollten.

Auf der Wochenbett-Station wurden wir von einer fröhlichen Nachtschwester empfangen, die uns allerhand Organisatorisches mitteilte, während ich an R. hing und mal wieder eine Wehe veratmete. Dann ging es also dort wieder ins Bett. Im Liegen konnte ich die Wehen gar nicht aushalten, also war ich bald wieder im Vierfüßlerstand. R. behauptet zwar, dass er auch nicht geschlafen hätte, aber ich denke, eine kleine Mütze Schlaf hat er noch bekommen. Zumal ich dann beim Toilettengang erst mal einige Wehen am Handtuchhalter hängend veratmete. Zum Glück hat der mein Kampfgewicht von 85,9 kg ausgehalten.

Lange hielten wir es in dem Zimmer nicht aus. Gegen 3 Uhr morgens begaben wir uns wieder Richtung Kreissaal. Wieder landete ich auf der Liege und war enttäuscht zu hören, dass der Muttermund nur zwei Zentimeter geöffnet war. Die Hebamme machte mir aber Mut und sagte, dass auch das Verstreichen des Gebärmutterhalses schon ordentlich Arbeit gewesen war. Es wurde wieder ein CTG geschrieben, das mittlerweile heftigere Wehen anzeigte, was nun auch genug für den Kreissaal war.

Ich kam noch in das Vergnügen eines Einlaufes. Ja, ja, da verabschiedete sich dann auch schon ein Großteil meines Schamgefühls. Ansonsten keine weiteren Details. Danach half mir R. bei Duschen und ich bekam ein tolles grünes Nachthemd, Netzschlüppi und Riesen-Binde für den Fall eines Blasensprungs. Zumindest war das Nachthemd nicht hinten offen, sondern ganz normal vorne zum Knöpfen.

Der Kreissaal war schlicht ausgestattet, wirkte aber recht freundlich. Ich war dann eigentlich ganz froh, dass ich mich erst mal wieder zum CTG hinlegen durfte. Es folgten einige Stunden, in denen ich eigentlich noch recht guter Dinge war. Der Muttermund öffnete sich langsam aber stetig.

Zwischendurch war Schichtwechsel und Hebamme J. trat ihren Frühdienst an. Ich denke, wir hätten es nicht besser erwischen können, denn sie war verständnisvoll und kompetent und … äh … nett (im positiven Sinne). Irgendwann bekam ich dann wieder eine Spritze, womit ich in den Wehenpausen besser entspannen sollte. Das wirkte eigentlich auch ganz gut, ich schlief immer wieder ein und faselte zwischendurch zusammenhangsloses Zeug. Als die Wirkung nachließ, stand ich auf und verbrachte einige Zeit im Stehen bzw. auf Bett, Schrank oder R. aufgestützt, bevor ich wieder ins Bett plumpste.

Gegen Mittag  schaute dann Tante K. zu uns rein, die im gleichen Krankenhaus als OP-Schwester arbeitet. Obwohl sie selbst fünf Kinder geboren hat, wirkte sie sehr mitleidig. Oh je, dachte ich, da habe ich wohl noch einiges vor mir.

Ich bin mir jetzt über die Reihenfolge nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, ich hatte die 10 cm Muttermund-Öffnung schon bzw. fast erreicht, als ich zuerst einen Tropf mit Zuckerlösung bekam, weil ich mittlerweile schon sehr müde und kraftlos war, und dann einen Dusselig-Macher-Tropf. Ich denke, der hat mir echt das Genick gebrochen. Er schien mir viel, viel stärker als die Spritze, die ich zuvor erhalten hatte, und ließ mich vollkommen wegtreten. Es kam mir vor wie der fürchterlichste, heftigste Alkoholrausch, und ich habe total die Kontrolle über mich verloren. So habe ich z.B. ca. 10-mal auf die Uhr im Kreissaal gesehen, und es jedes Mal immer noch 13 Uhr. Klar, offensichtlich hatte ich zwischendurch nur kurz die Augen geschlossen, es kam mir aber vor wie eine Ewigkeit.

Obwohl wir am Morgen allein auf der Geburtstation gewesen waren (bis auf eine gerade stattgefundene Geburt) hörten wir immer wieder wie Babys geboren wurden, nur unseres wollte einfach nicht kommen.

Endlich machte man mich mal von dem Tropf los und ich schwankte von R. gestützt zur Toilette. Dabei ist dann auch die Fruchtblase geplatzt. R. hat es mir zwar nicht gesagt, aber seiner Reaktion zufolge muss ein Teil davon wohl auch … äh … rausgehangen haben. Ich habe ehrlich gesagt gar nichts mehr geschnallt und war irgendwie in meinem eigenen Nebel verschollen.

Da der Muttermund dann 10 cm auf war, fragte ich, ob ich denn nun auch bald pressen müsste, aber J. sagte nur immer wieder, dass mein Baby noch nicht richtig ins Becken gerutscht sei und es noch einige Zeit dauern würde. Ich war echt total verzweifelt, weil ich immer nur dasselbe zu hören bekam. Ich hatte mittlerweile auch riesige Angst vor den Presswehen, weil ich mich so kraftlos und benebelt fühlte und mir sicher war, dass ich das niemals schaffen würde.

Irgendwann fand ich mich dann im Vierfüßlerstand über meinem Bett hängend wieder und bettelte nur noch nach einer PDA. Das hatte ich eigentlich immer vermeiden wollen, und dieser totale Kontrollverlust und das Rumgejammere macht mich auch jetzt im Nachhinein noch total fertig. So als hätte ich nicht alles gegeben.

R. stand mittlerweile auch ein wenig neben sich, weil er mir nicht helfen konnte, was mir wiederum so leid tat und ich mir nun nicht nur wie eine schlechte Mutter sondern auch noch wie eine miese Freundin vorkam. Er musste dann wegen der PDA irgendein Formular für mich ausfüllen, welches ich dann – wahrscheinlich mit drei Kreuzen – unterschrieben habe. Dann wurde er aus dem Kreissaal herausgeschickt und der Anästhesist kam mit einem Drachen von Krankenschwester herein, die mir befahl, mich zusammenzureißen. Sie war zwar echt unsympathisch, aber in dem Moment des Selbstmitleids wohl genau das, was ich brauchte. Ich musste mich ja zusammenreißen, um absolut still zu halten und vier bis fünf Wehen zu veratmen während die PDA gesetzt wurde.  

Als die PDA wirkte, kam ich langsam auch wieder ein wenig zu mir. Ich bekam einen Wehentropf (von der nächsten Hebamme B., die Spätschicht hatte begonnen). Ich merkte die Wehen noch und musste sie auch veratmen (bzw. recht laut tönen), aber lange nicht mehr so schlimm wie vorher. Außerdem merkte ich, dass mein Baby immer mehr nach unten drückte.

Die Klamöttchen für unser Baby waren mittlerweile auf die Wickelkommode gelegt worden. Einige Stunden hat es dann aber immer noch gedauert, während derer ich gegen Ende der Wehen gerne schon mal ein bisschen mitdrücken sollte, aber keine Ahnung hatte wie. Zwischen den Wehen schlief ich immer wieder ein, aber ich war viel ruhiger und konnte mich manchmal sogar mit R. unterhalten, wenn auch meist zusammenhangsloses Zeug. Ich musste sogar ein bisschen lachen, weil ich so sehr zitterte. Eine Praktikantin war dann fast die ganze Zeit bei uns, und ich glaube, es half R. auch, sich mal ein bisschen zu unterhalten. Zuvor waren wir viele Stunden mehrheitlich alleine gewesen, und ich war froh, dass nun jemand vor Ort war.

Ich weiß nicht mehr wann, aber endlich kam Bewegung ins Spiel. Hebamme B. telefonierte (mit der Ärztin?) und sagte, dass es Zeit würde, dass das Baby mal geboren würde. Ich glaube, die Herztöne während der Wehen waren nicht mehr ganz so toll, weil meine Prinzessin ja schließlich auch schon viele Stunden mitgeackert hatte. Das Bett wurde verstellt, so dass ich fast saß, R. stand hinter mir, und ich durfte endlich drei Mal pressen. Dann musste ich jeweils auf der linken und auf der rechten Seite noch mal drei Wehen veratmen und leicht mitpressen, bevor ich wieder auf den Rücken gewälzt wurde.

Und endlich, endlich sollte ich pressen, was das Zeug hielt. Die Ärztin drückte von oben mit auf den Bauch, weil das Babymädchen zwischen den Wehen immer wieder hochrutschte. Obwohl ich anderen Geburtsberichten gelesen hatte, wie schrecklich das sei, fand ich es überhaupt nicht schlimm. Ein Tablett mit Scheren wurde herangebracht, der Damm mit einer Spritze betäubt und schnippschnapp. Das wiederum hat gar nicht weh getan. Mit der nächsten Presswehe kam das Köpfchen, ich musste kurz hecheln und dann in einer letzten Wehe wurde endlich um 18:52 Uhr unser bezauberndes Baby geboren!!

Sie lag zwischen meinen Beinen und schrie gleich kräftig. Die Nabelschnur war sehr kurz, was wahrscheinlich der Grund dafür war, dass sie solange nicht ins Becken gerutscht ist, und ich wollte sie nur noch im Arm halten. Das ging aber erst mal wegen der kurzen Nabelschnur nicht. Während R. diese dann durchschnitt, wurschelte ich mich mit Hilfe der Hebamme aus dem Nachthemd heraus, und dann bekam ich endlich mein Mädchen auf die Brust. Sie schrie noch kurz weiter bevor sie ganz ruhig wurde und mit großen, dunkelblauen Augen in die Welt schaute.

Von da an waren R., ich und unser Baby in unserer eigenen kleinen Welt. Alle Klischees wurden erfüllt: Die Nachgeburt wurde so nebenbei geboren und auch das anschließende Nähen habe ich kaum mitbekommen. Wir waren einfach nur hin und weg und verliebt in unser kleines, wunderschönes, perfektes Menschlein.

Was wir nicht wussten war, dass Tante K. immer wieder Infos aus dem Kreissaal an unsere Eltern durchgefunkt hatte. Diese hatten sich dann bereits am Nachmittag in der Nähe des Krankenhauses beim Italiener eingenistet und auf die baldige Geburt angestoßen. Es fehlte nur noch, dass sie zum Anfeuern ans Fenster unseres Kreissaals (im Erdgeschoss) gekommen wären.

Tante K. schaffte es dann, dass die stolzen Omas und Opas dann in den Kreissaal durften, um unser Baby zu begrüßen. Sie war die ganze Zeit hellwach, lag auf meiner Brust und staunte ihre Verwandtschaft an.

Das erste Stillen im Kreissaal klappte auch sehr gut. Danach mussten wir recht lange warten bis die lustige Nachtschwester von der vorherigen Nacht aus der Wochenstation kam, um uns abzuholen, weil die Hebammen zu viel zu tun hatten. Wir wurden wieder in unser Familienzimmer gebracht, um dort unsere erste Nacht als Familie zu verbringen.

Wir blieben noch drei Tage im Krankenhaus, was mir sehr gut getan hat. Ich brauchte die Zeit zur Erholung. Außerdem war es schön, im Bett liegend reichlich Besuch empfangen zu können, zu Hause wäre mir das echt zu viel gewesen.

FAZIT:

  • Trotz der bescheuerten Dusselig-Phase, war die Geburt ein ganz wunderbares Erlebnis, dass ich mit R. teilen konnte. Er war einfach SUPER!!  Mein Traummann! Und Babys Traum-Papa!!
  • Alle Mühen haben sich natürlich gelohnt!
  • Es kann ein nächstes Mal geben (so in drei Jahren).
  • Nächstes Mal KEIN DUSSELIG-MACHER-TROPF. Entweder nix oder gleich eine PDA. Jedenfalls bei klarem Verstand.
  • Gerne wieder in diesem Krankenhaus. Die Hebammen und Krankenschwestern auf der Wochenstation waren toll und wir wurden sehr gut betreut. 
  • Ach ja, und den richtigen Entbindungstermin 7. September hat Frau Eiskalt getippt! Jemand namens "Anno" hat zwar direkt am 7.9. auch noch richtig getippt, wir gehen aber von einem Schummler aus. :-)

So, das ist jetzt ein ziemlich langer Bericht geworden. Aber da dieser Blog auch eine Art Tagebuch für mich und das Babymädchen ist, veröffentliche ich ihn trotzdem.

Sonntag, 12. September 2010

Eine Familie

Kaum hat die Langeweile der letzten Schwangerschaftstage ein Ende und es gibt endlich so richtig viel zu berichten, verarbeiten und aufzubewahren, fehlt irgendwie total die Zeit. In einem anderen Leben schaltete ich am Montag Abend unter Wehen mein Notebook aus und habe es soeben erst wieder herausgekramt während meine beiden wichtigsten Menschen neben mir auf der Couch kuscheln. 

Ich werde sicherlich erst nach und nach dazu kommen, über die letzten Tage zu berichten.
Trotzdem möchten wir uns jetzt schon mal für die vielen lieben Nachrichten und Glückwünsche von bekannten und unbekannten Menschen bedanken!! *schluck*

Jetzt genießen R. und ich die Zeit mit unserem neuen kleinen Menschlein in vollen Zügen und versuchen uns dabei jede Minute einzuprägen, denn schon jetzt entdecken wir täglich etwas neues an ihr. Oh je, die Hormone. Ich geh dann mal wieder weinen. Vor Glück natürlich!!