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Freitag, 11. April 2014

Zertifizierte große Schwester und Bauchbilder

Am vergangenen Samstag war ich mit BM beim Geschwisterkurs in der örtlichen Hebammenpraxis. Gemeinsam mit sieben weiteren 3- bis 4-jährigen Kindern und einem etwas fehlplaziert wirkendem Schulkind lernte BM, was es heißt eine große Schwester zu sein. Wie wächst das Baby im Bauch und was macht es da den ganzen Tag? Was kann das Baby, wenn es geboren ist? Diese und ähnliche Fragen hatten wir im Laufe der letzten Monate sowieso immer mal mit BM besprochen, da sie ja sehr interessiert am Baby ist und immer viele Fragen stellt. Insofern war vielleicht nicht allzu viel Neues dabei. Dennoch hörte sie interessiert zu (bis auf kleine Zappeleinlagen, die aber alle Kinder immer mal wieder überkamen), beantwortete Fragen und zeigte stolz ihre mitgebrachten Fotos von sich selbst als Baby und von Zwee im Bauch. Dann wurde noch das Wickeln anhand der mitgebrachten Puppen und Stofftiere geübt. BM wollte zwar eigentlich lernen noch, wie man ein Baby eincremt - ich habe ihr jedoch versprochen, dass wir das dann nachholen, wenn ihre kleine Schwester geboren ist.

Etwas : Wie nimmt man ein Baby auf den Arm? - Gar nicht! Man setzt sich hin und fragt Mama oder Papa, ob sie das Baby in den Arm legen. Man trägt es nicht herum und legt es auch nicht alleine wieder ab, sondern bittet wieder Mama oder Papa um Hilfe. Eigentlich ganz logisch, aber wir hatten darüber eben noch nicht gesprochen, und so können wir uns dann später immer wieder darauf beziehen, was die "Lehrerin" gesagt hat. 

Zu guter Letzt bekam jedes Kind noch eine Urkunde und eine Feder, um zuerst der Mama und später dann dem Baby über den Bauch zu streicheln.

Ich freue mich sehr darüber, dass mein großes Mädchen so interessiert an Zwee ist. Jeden Tag spricht sie mit ihr, singt Lieder, streichelt den Bauch und verspricht, später ganz viel Quatsch mit ihr zu machen. Dass Zwee im Bauch oft herum hampelt und vor allem gern ihren Po herausstreckt, findet BM auch sehr lustig. Gestern wurde die "kleine, kleine Kaffeebohne" mit einem Plastikdingsda getätschelt. 

Die Ödeme sind da. Bislang kribbelt zum Glück noch nix, aber ich schätze, dass es meine guten Freunde die Karpaltunnel wohl demnächst aufgeben werden. Positiv kann ich vermerken, dass es diesmal - wohl wetterbedingt - deutlich später losgeht als bei BM. Damals waren in der 32. SSW schon längst die Hände taub und Nachts schmerzten die Arme bis zu den Schultern. Heute morgen sah meine Hand so aus (der Ring sitzt eigentlich relativ locker), zum Abend hin wird es wohl kaum besser werden.

Dafür, dass ich jetzt soooo viel Zeit habe, ist es ziemlich schändlich, dass wir trotzdem schon wieder ein Bauchbild ausgelassen haben. Daher diesmal ein 2-Wochen-Abstand, in dem sich ordentlich was getan hat. Wenn wir jetzt noch unser Maßband wiederfänden, würde ich glatt mal messen, wie der Bauchumfang jetzt ist...

Dafür gibt es mal ein Bonusbild mit Mama's und Papa's Händen auf Zwee's Bauchwohnung: 

Mittwoch, 2. April 2014

Der neueste Stand

Gestern hatte ich einen Termin in dem Krankenhaus, in dem unsere Zwee zur Welt kommen soll. Der liebe A aus B fuhr mich hin, weil ich nicht so sicher bin, ob Autofahren im Moment okay für mich ist, da man ja recht gerade vorm Lenker sitzt. Außerdem stört der Bauch mittlerweile auch ganz schön.

Jedenfalls hatte ich einen Termin vereinbart, um mich noch mal bezüglich der Schwangerschaftsdiabetes und der bescheuerten Plazenta Praevia beraten zu lassen. Zunächst gab es noch einmal einen Ultraschall: Zwee wiegt geschätzte 1.600g, ist damit so wie schon in den vergangenen Monaten eher am oberen Ende der Wachstumskurve - allerdings nicht so weit, dass man befürchten müsste, dass schon Auswirkungen des Diabetes sein könnten. Ich denke, dass es eher daran liegt, dass wir ja nicht genau wissen, wann Zwee gemacht wurde, und meine Frauenärztin im ersten Ultraschall zack-zack und blitzschnell den Embryo vermaß und den ET festlegte. Danach war Zwee dann immer etwas größer als der Durchschnitt, d.h. vielleicht sind wir doch schon etwas weiter als 29+6 SSW.

Zwee zappelte wieder ordentlich, trat mich auf der rechten Seite gleichzeitig mit einem Bein in die Rippen und mit dem anderen gegen den Beckenknochen, weil sie sich wohl durch die Stänkerei mit dem Ultraschall gestört fühlte. Als die Ärztin noch ein schönes Foto vom Gesichtchen machen wollte, nahm Zwee kurzerhand beide Händchen und einen Fuß vor das Gesicht und zog sich dann noch die Nabelschnur quer über das Näschen während sie sich mit dem Köpfchen in die Plazenta kuschelte. Eigentlich sollte es dann noch einen v.aginalen Ultraschall geben, um nach der Plazenta zu sehen, aber Frau Doktor sah auch von oben auf ersten Blick, dass diese immer noch vorm Muttermund liegt, so dass sie nicht noch mal genauer nachsehen musste.

Nun ja, es ist wohl noch nicht aller Tage Abend. Eine winzig kleine Restwahrscheinlichkeit besteht noch, dass der Muttermund doch noch geräumt wird. Die Oberärztin nahm die aktuelle Lage dennoch zum Anlass, mich schon mal über einen Kaiserschnitt aufzuklären - für den Fall, dass es doch irgendwann schon ungeplant losgehen muss. Sie war wirklich sehr freundlich und hat gleich gemerkt, dass mich das sehr traurig macht, und extra noch mal auf dem Aufklärungsblatt vermerkt, dass ein Kaiserschnitt nur gemacht werden soll, wenn er medizinisch absolut notwendig ist. Nach aktuellem Stand wäre eine Spinalanästesie möglich. Dann würde Zwee gleich im OP auf meine Brust gelegt werden. Sofern sie auf ersten Blick einen guten Eindruck macht, schreit und rosig ist, muss sie also nicht gleich raus zum Kinderarzt. Wenn das doch nötig sein sollte, könnte ihr Papa die ganze Zeit bei ihr bleiben, damit sie nicht ganz alleine ist. Sollte die doofe Plazenta, die aktuell seitlich/hinten und eben vorm Muttermund liegt jedoch weiter nach vorn wandern, würde man wohl eine Vollnarkose machen, weil das Risiko von Blutungen und Komplikationen dann erhöht wäre, da sie dann genau da läge, wo man eigentlich schneiden würde. Ich hoffe sehr, dass zumindest dieser Kelch an mir vorüber geht.

Wenn keine weiteren Blutungen auftreten, würde die Ärztin empfehlen, dass der Kaiserschnitt bei 37+0 durchgeführt wird. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Tage heraushandeln können, damit Zwee wirklich fertig ist. Außerdem wäre 37+0 genau der Tag vor meinem Geburtstag, was in den Folgejahren irgendwie blöd wäre. Wenn es gar nicht anders geht, ist es eben so - bei einer spontanen Geburt, hätten wir ja auch keinen Einfluss auf den Termin. Bis in den Juni hinein würde man aber wohl leider nicht abwarten.

Die Schwangerschaftsdiabetes ist bislang nur sehr leicht ausgeprägt. Dennoch soll ich nun ein paar Tage lang viermal täglich meinen Blutzucker messen, um sicher zu gehen, dass sich daran nichts geändert hat. Wenn die Werte im Rahmen bleiben, reicht es danach aus, zwei Tage pro Woche so durchzutesten. (Übrigens habe ich dann gestern gleich festgestellt, dass Reis mit Thaicurry gaaaaanz schlecht für den Blutzucker ist.) Immerhin ist die Lanzette wirklich viel besser als die im Krankenhaus, so dass es kaum weh tut.

Für Zwee bedeutet die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, dass ihr Blutzuckerspiegel nach der Geburt genau beobachtet wird, um sicherzugehen, dass sie nicht unterzuckert, da ihre Bauchspeicheldrüse im Moment für mich mit arbeitet und dann eventuell nach der Geburt noch zuviel Insulin für das kleine Körperchen produziert. Also wird mein armes, kleines Mädchen auf jeden Fall gleich zu Anfang regelmäßig gepiekst werden bis man sicher sein kann, dass sich alles wieder reguliert hat.

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Ich sollte mich nicht beschweren - es könnte viel schlimmer sein, aber trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich es total Sch.eiße finde, meiner Sucht nach Eis und sonstigen Süßigkeiten nicht nachgeben zu dürfen. Ich kann nicht einfach EIN Stück Schokolade, EINE Kugel Eis oder EIN GANZ KLEINES Stück Kuchen essen, also muss ich es wohl ganz bleiben lassen. Und NEIN, ein Apfel ist kein würdiger Ersatz. Das macht mich mürrisch, denn auch wenn ich nicht hungern muss, ist es für mich eben gänzlich unbefriedigend, an einer Möhre zu nagen. Da hilft es auch nicht, dass ich ja schließlich Gemüse ohne Ende essen darf. *Mecker-nörgel-jammer-Modus aus*

Montag, 17. Februar 2014

Nachtrag: Feindiagnostik, Beschäftigungsverbot und Statistik

Schon am 4. Februar, d.h. bei 21+5 SSW waren wir bei der Feindiagnostik. Zuallererst: Zwee ist definitiv ein Mädchen und es geht ihr prima. Sie hat die ganze Zeit gezappelt und gestänkert, was man ihr kaum verübeln kann, wo doch mit dem Ultraschallgerät so lange an ihrem sonst so kuscheligen Zuhause herumgewurschtelt wurde. (Übrigens auch für mich nicht, denn 1. wurde mir auf dem Rücken liegend wieder dezent schwindelig und 2. wurde dabei immer wieder mein bereits geploppter Bauchnabel überfahren).

Die Ärztin schaute sich alle ganz gründlich an, machte die Blutströme sichtbar, stellte fest, dass alle Organe zeitgerecht entwickelt sind, Blase gefüllt ist, Händchen und Füßchen vorhanden sind und auch die Plazenta schön durchblutet ist. Sie schaute auch noch einmal genau nach und bestätigte, dass Zwee eine kleine Schwester ist. Sie zeigte Plazenta und den Gebärmutterhals, sagte aber nichts weiter dazu. Irgendwie kam mir das da schon ein bisschen dicht bei einander vor, aber ich dachte mir noch nichts dabei.

Zuletzt kam noch der Chef, um abschließend noch einmal kurz zu schallen. Er warf einen Blick auf die Bildschirme und fragte dann die andere Ärztin, ob sie "schon etwas gesagt hatte". Da wurde mir gleich ganz anders zumute. Dann erläuterte er, dass die Plazenta in einer "geburtsunmöglichen Position" liegt - nämlich vorm Muttermund. Er war gar nicht unfreundlich, aber ein bisschen distanziert. Außerdem musste ich gleich erstmal ein bisschen weinen, so dass ich nicht alles verstanden habe. Jedenfalls sagte er, dass sich daran voraussichtlich nichts mehr tun würde, so dass Zwee der Ausgang versperrt ist und sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen müsse. Und dass in diesem Fall die Schwangerschaft in vielen Fällen vorzeitig zu Ende geht, wenn die Plazenta anfängt zu bluten, z.B. weil sich der Muttermund anfängt zu öffnen. So ca. vier Wochen früher. Ach ja, und ich solle deutlich kürzer treten und mich schonen. Was auch immer das heißt.

Von dieser Nachricht waren wir beide erstmal sehr geplättet. Ein Ultraschall ist eben kein Babykino, aber wir hatten eigentlich nicht wirklich erwartet, dass irgend etwas nicht stimmen könnte.

Letzte Woche Montag waren wir dann zur Vorsorge bei meiner eigentlichen Frauenärztin. Die schaute auch direkt noch einmal selber nach und erklärte auch etwas genauer, was da zu sehen war. Die Plazenta überlappt den Muttermund um etwa 1,5cm. Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich, dass sie durch das Wachstum der Gebärmutter noch weit genug davon weg rückt, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. (Trotzdem klammere ich mich jetzt noch an diesen Strohhalm und versuche erstmal noch nicht in Panik zu geraten, weil ich nie und nimmer einen Kaiserschnitt wollte.)

Zum Gebärmutterhals selbst hatte man bei der Feindiagnostik gar nichts gesagt, obwohl der mit 32mm wohl schon eher kurz für die 22. SSW ist. Meine Frauenärztin maß (von unten) sogar nur 26mm, was wohl wirklich zu kurz ist. Es wäre auch recht bedenklich, wenn er sich innerhalb einer Woche - in der ich mich ja auch schon geschont hatte - noch einmal so verkürzt hätte. Das kann jedoch zum Teil auch am unterschiedlichen Winkel liegen, so dass ich am Freitag noch einmal zum Nachmessen hingehe.

Fazit war, dass Frau Doktor mich auf keinen Fall mehr arbeiten lassen wollte, obwohl ich ja im Büro arbeite. Ich habe keinen absoluten Liegebefehl erhalten, soll mich aber viel ausruhen. Ich war dann noch hektisch zwei Tage arbeiten, um wenigstens ein bisschen Übergabe ermöglichen zu können und etwas beruhigter ins Beschäftigungsverbot gehen zu können. Nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag (23+0) also zu Hause, schlonze viel auf der Couch herum und brüte meine Zwee, die hoffentlich noch ganz, ganz lange in meinem Bauch bleibt. Ob das dem Gebärmutterhals schon was gebracht hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber zumindest finden meine Symphyse und mein Becken meine Faulenzerei voll in Ordnung und verhalten sich derzeit recht versöhnlich.

So, nun noch schnell ein klitzekleines Bisschen Statistik. Zunächst der aktuellste Bauchbildervergleich:

Zum Vergleich hier mal mein Bauch in der 20. - 24. SSW in meiner Schwangerschaft mit BM:

Mein Bauchumfang betrug in der 23. SSW sowohl bei BM als auch jetzt bei Zwee 95cm - womit ich nun übrigens genau so breit bin wie BM hoch ist. Trotzdem sehe ich auf den alten Bildern nicht grundlos verhältnismäßig zierlicher aus: Die 6 kg, die ich diesmal an Ausgangsgewicht mehr hatte, habe ich bislang genauso mitgezogen. Ich hoffe nur sehr, dass sich das trotz Schonung irgendwann soweit verlangsamt, so dass ich meine 86 kg Maximalgewicht der ersten Schwangerschaft nicht auch noch um 6 weitere Kilos überschreite.

Sonntag, 2. Februar 2014

Zeugnisnoten

BM kränkelt ein wenig, ehrlich gesagt waren die letzten drei Nächte fürchterlich. BM jammerte und weinte jede Stunde, wurde aber nicht richtig wach, um mal zu sagen, was eigentlich los ist. Ich glaube, ihre verstopfte Nase stört sie. Tatsächlich schnarcht sie so laut, dass man denkt im Kinderzimmer wird ein Baumstamm abgesägt. Mit einer stumpfen Säge. Leider verweigert sie Nasenspray, so dass wir ihr leider nicht wirklich helfen können. So wühlt sie sich also durch das Bett und wenn man nicht schnell genug hineilt, wenn sie gerade wieder jammert, stößt sie sich vor lauter Gewühle oft an der Bettumrandung, was dann wieder Tränen gibt.

Gestern war sie tagsüber auch immer wieder unleidlich, nicht krank genug zum ausruhen, aber eben auch nicht so richtig fit. Heute jedoch ließ sie sich jedoch kaum etwas anmerken und war fröhlich und aufgedreht. Schon gestern hatte sie beschlossen, dass sie mit Fingerfarben eine wunderschöne Klopapierrolle für ihre arme kranke Oma bemalen wollte, weil diese so krank ist, dass sie nicht in den Urlaub fahren kann (man stelle sich BMs weit aufgerissene Augen vor während sie davon berichtet).

Zu Omas Glück gab es dann doch noch ein paar mehr Kunstwerke außer der grünen Klopapierrolle. Ich wollte BM noch überzeugen, dass sie die Bilder doch auch noch an andere Familienmitglieder verteilen könne, aber alle waren ausschließlich für Oma gedacht. Ich bezweifle, dass die 5 Bilder plus ein Ausdruck von dem Werk, das BM heute früh an R.s "Juter" tippte, an Omas Kühlschrank passen.


Dafür hatten Oma und Opa auch eine Überraschung für BM. Weil BM am Freitag so artig der Zeugnisausgabe in Omas Klasse beigewohnt hatte und traurig war, dass sie selbst noch kein Schulkind ist und somit kein Zeugnis bekam, gab es heute verspätet ein Zeugnis von Oma und Opa. Die Noten sind natürlich recht subjektiv, wir Eltern hätten an der ein oder anderen Stelle wohl anders geurteilt. Aber schaut selbst:

Übrigens hat PL ja ihr erstes Schulzeugnis bekommen: Alles Einser, außer einer einzigen Zwei in Sport. Wir sind alle mächtig stolz auf unser Schulkind!

Und nun noch das Bauchbild. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es ausgerechnet zur Halbzeit kein Bauchbild gab. Das heißt aber nicht, dass diese ganz sang und klanglos vorüber gegangen wäre. R. und ich freuen uns sehr auf unser Baby, das nun immer öfter strampelt. Dafür bekommt es auch eine glatte Eins, weil es oft Momente abpasst, in denen ich mir gerade Sorgen mache, z.B. heute weil ich gefühlt ziemlich oft Übungswehen hatte. Abzug in den Kopfnoten gibt es dennoch, weil Zwee seit ein paar Tagen ständig meine Blase im Visier hat.



Sonntag, 19. Januar 2014

Bauchbilder 15. - 20. Schwangerschaftswoche

Ich hätte sollte wollte eigentlich endlich mal wieder etwas ausführlicher bloggen, z.B. über mein aktuelles schwangerschaftliches Befinden. Da BM aber gerade wegen vermutlich-Halsschmerzen immer wieder weinend aufwacht und mich im Kinderzimmer braucht, halte ich mich kurz und veröffentliche wenigstens endlich mal wieder eine neue Bauchbildserie...

... und erwähne flink, dass ich nun wohl wirklich im schönen zweiten Trimester-Gefühl angekommen bin. Mir ist nur noch ganz selten am Abend übel. Nach neulich (in der 18. SSW) zwei Tagen schlimmster Symphysenschmerzen während derer ich eigentlich nur auf der Seite liegend mit einem Kissen zwischen den Beinen liegend überleben konnte, zwicken und zwacken Ischias und Symphyse derzeit nur gelegentlich. Ich hätte es auch wirklich unfair gefunden, wenn das jetzt bis zur Geburt so weiter gegangen wäre. Dafür waren am Freitag zum ersten Mal meine Fingerspitzen taub, die Ringe werden enger. Da hat sich also wohl das erste Wasser angesammelt... wenn ich doch nur alle Kilos darauf schieben könnte...


Donnerstag, 2. Januar 2014

Vorsorgeuntersuchung mit Zwee

Um Weihnachten herum wurde ich wieder etwas unruhig, weil es schon wieder so lange her war, dass wir Zwee beim Ultraschall gesehen hatten. Klar, der Bauch wuchs, Symphyse und Ischias belästigen mich on-and-off schon seit der 14. SSW und etwas übel war mir vor allem Abends auch noch - und trotzdem machte ich mir ein bisschen Sorgen. Seit ein paar Tagen merke ich Zwee jedoch zuverlässig mehrfach am Tag und vor allem auch schon viel kräftiger als zu Anfang, so dass ich schon wieder etwas beruhigter war. 

Trotzdem war ich heute wieder ganz schön aufgeregt als R. und ich zur Vorsorgeuntersuchung gingen. Da heute erstmals nach dem Weihnachtsurlaub Schwangerensprechstunde war, mussten wir trotz Termin anderthalb Stunden warten. Da das Wartezimmer komplett belegt war, durften wir es uns im CTG-Zimmer gemütlich machen, so dass wir zumindest ungestört quatschen konnten. Die Waage lasse ich an dieser Stelle unerwähnt. Meine Gebärmutter ist bei 2 Finger-breit unter dem Nabel angekommen (welcher übrigens schon sehr schwanger aussieht und demnächst rausploppen wird). 

Als wir endlich bei Frau Doktor waren durfte ich auch gleich auf die Liege zum Ultraschall. Leider konnte sie nicht so richtig gute Bilder bekommen, da - sie drückte es sehr freundlich aus - meine Bauchdecke wohl nicht sehr durchlässig ist. Aber das wichtigste ist, dass alles, was sie sehen und messen konnte, in bester Ordnung ist. Zwee scheint immer noch ein paar Tage größer als die offizielle 17+0 SSW zu sein, das Herzchen pochte und ich konnte sehen und spüren wie es zappelte. Allerdings hielt es seine Beinchen größtenteils ungünstig gekreuzt. In Verbindung mit dem "schlechten" US-Bild gab es daher nur ein "vermutliches" Outing: 

Zwee ist wahrscheinlich-vielleicht ein Mädchen. Noch ein Mädchen. Wir freuen uns, genauso wie wir uns über einen Jungen gefreut hätten (oder werden, wenn die Feindiagnostik doch etwas anderes zeigt). Für mich ist Zwee damit - wie damals schon BM - viel greifbarer. 

Sonntag, 15. Dezember 2013

Tipp-tipp-tipp

Heute hat Zwee zum ersten Mal angeklopft. Ganz zaghaft - viel zaghafter als ich es bei BM je in Erinnerung hatte. Kein Wunder wahrscheinlich, denn BM spürte ich erst einige Wochen später zum ersten Mal.

Das möchte ich zum Anlass nehmen nun endlich mal mit der Bauchbilder-Serie zu beginnen. Wie man sieht, sieht man schon einiges. Besonders das heutige Foto sieht eindeutig schwanger aus. Allerdings wurde es erst am Abend - nach reichlich Gulasch beim Schwiegeropa und einigen Naschereien - aufgenommen. 


Donnerstag, 28. November 2013

Jaaaa, geb mich die Fünf!!

... ruft BM zur Zeit, wenn sie etwas begeistert  - z.B. heute als sie auf dem abendlichen Heimweg aus dem Dorf die viele Weihnachtsbeleuchtungen entdeckte.

Und heute fühle ich mich auch genauso euphorisch. Nach vier langen Wochen Jammertal meinerseits - voller dauerhafter Übelkeit, regelmäßigem Würgen und Erbrechen und maßloser Erschöpfung, wurde ich heute schon ein großes Stück weit belohnt. R. und ich sahen heute zum ersten Mal gemeinsam unser Zwee. Erst wollte es sich durch die Bauchdecke nicht so recht zeigen, so dass ich doch noch mal auf den Stuhl musste. Und siehe da: Zwee war wach und machte seiner/ihrer zappeligen Schwester alle Ehre. Es sieht schon aus wie ein richtiger kleiner Mensch und strampelte mit den Beinchen, was das Zeug hielt. Das war soooo niedlich!

Heute war es der Größe nach sogar schon 2 Tage weiter als letzten gemessen, wir halten aber fürs erste am 12. Juni als ET fest. Zwee ist ganz vorbildliches Kind: puckerndes Herz, ein Gehirn, eine Wirbelsäule, Beinchen mit Füßen und Arme mit Händchen und ein Nasenbein; und die Nackenfalte war winzig klein und somit super.

Zu guter Letzt brachte ich es dann tatsächlich über mich, nach einem eingeschränkten Beschäftigungsverbot zu fragen und bekam es auch. Somit muss ich ab Montag nur noch 6 Stunden pro Tag arbeiten. Vielleicht bekomme ich dann auch endlich mal wieder etwas auf die Reihe anstatt nur (höchstens) zu warten bis BM schläft, um dann selbst sofort einzuschlafen.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Zwee 29.10.2013

Nachtrag zum morgendlichen Lacher.

Mir ist so übel, übel, übel. Darum bringt mein toller Ehemann mir jetzt morgens immer ein Marmeladentoast, welches ich vor dem Aufstehen im Bett esse. Jetzt auch gerade. Außerdem habe ich wieder angefangen Nausema zu nehmen, in der Hoffnung, dass es diesmal ein bisschen hilft.

Freitag, 25. Oktober 2013

Zwee 25.10.2013

Wenn man 2 Stunden Serpentinen durch die Berge auf dem Weg zum Flughafen fährt, dabei auch noch hinten im Auto sitzt und an schwangerschaftsbedingter Grundübelkeit leidet, ist das Ergebnis ziemlich klar.

Ich bin sehr froh, jetzt wieder zu Hause zu sein, u.a. auch weil hier gewohnte Gerüche herrschen. Im letzten Urlaubshäuschen roch es extrem nach dem Weichspüler, mit dem Handtücher, Bettwäsche und sogar Gardinen reichlich gewaschen wurden. Außerdem aßen R. und BM gefühlt ständig Nudeln mit grünem Pesto, dessen Geruch mir ebenfalls gehörig zusetzte.

Ebenfalls sehr schlimm ist der Geruch des Geschirrspülers, also nicht, wenn man etwas hineinstellt, sondern *würg* dieser Dampf während er wäscht bzw. wenn man ihn danach zum ersten Mal aufmacht.

Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass Gerüche mich in der ersten Schwangerschaft so fertig gemacht hätten. Bäh bäh bäh!

Freitag, 18. Oktober 2013

Zwee 18.10.2013

Ich erinnere mich noch gut an die ersten Wochen meiner ersten Schwangerschaft. Erst zog und zuppelte es tagelang, so dass ich ständig damit rechnete, mein Baby zu verlieren. Dann gab es Tage, an denen ich scheinbar gar keine Anzeichen hatte, was mir dann auch nicht passte, weil ich fürchtete, dass das Baby sich doch nicht richtig eingenistet hatte.

Genauso war es diesmal auch. Gestern Vormittag äußerte ich meine Befürchtung, dass doch alles ein großer Irrtum sein könnte, weil ich gar nichts spürte.... und nun ist mir seit gestern Abend schlecht. Und wie. Heute früh dann das erste Mal übergeben. Zwischendurch für BM Normalität vorgaukeln. Und das im Urlaub.

Ich "freue" mich schon auf Symphysendings und Karpaltunnelsyndrom. Nicht. Und jetzt geht auch schon das Jammern los. :-)

Sonntag, 13. Oktober 2013

Zwee 13.10.2013

Gestern war kein leichter Tag mit BM. Nach tagelanger Ferienbespaßung durch Omas und Opas war BM wie üblich erstmal einen Tag ungenießbar und machte es vor allem ihrem Papa nicht leicht.

Definitiv kein guter Tag, um R. zu eröffnen, dass Zwee sich angekündigt hatte. Außerdem wollte ich es ihm diesmal romantischer sagen als bei BM: Was bot sich besser an als ein lauschiger Urlaubsabend auf der Terrasse? 
So war der Plan, doch soweit kam es nicht. Nach einem Tag und einer weiteren unruhigen Nacht hielt ich es noch genau solange aus bis BM nach einiger Diskussion endlich mittagsschlief.

Ich schnappte mir den positiven Test und ging runter zu R., der mir erstmal allerhand über die Navi-App für den Urlaub erzählte. Irgendwann hielt ich ihm den Test einfach vor die Nase. Soviel zu Romantik.

R. war gänzlich unvorbereitet und somit ganz schön verblüfft. "Schwanger? Echt jetzt?"

Nun geht es also wieder los. Wir wissen irgendwie, was auf uns zukommt, und doch ist wieder alles ganz neu. Anders als bei BM, aber für mich nicht weniger aufregend.

Samstag, 12. Oktober 2013

Zwee 12. Oktober 2013, 7:58 Uhr

Ich bin schwanger!

Schon im Juli hatte ich die Pille abgesetzt und seitdem vergeblich auf das Einsetzen meiner Periode - und somit das Bereitschaftssignal meines Körpers - gewartet. Ich hatte wochenlang Entzugsmigräne, es zog und zuppelte, die Pickel sprossen und mir war sogar mal eine Woche im August verdächtig übel. Die Hormone spielten verrückt, aber ein erster Test war negativ. Das war eigentlich nicht schlimm, aber als nach und nach 85 Tage ohne Periode vergingen kam ich mir schon von meinem Körper veräppelt vor. Vor der Hochzeit meines Cousins am 28.9. machte ich noch mal einen Test, um sicherzugehen, dass ich mit alkoholischen Getränken darauf anstoßen konnte. Negativ. Nicht wirklich überraschend und gut für die Party. (Im Nachhinein meine ich mich zu entsinnen, dass ich vielleicht doch eine Extra-Sekunde auf die Verdunstungslinie geschaut habe, weil die ein bisschen verdächtig aussah. Ebenfalls im Nachhinein weiß ich nun auch, dass ES da schon passiert war und wohl einfach noch zu früh für einen Test war.)

In Erwartung gemütlicher Abende auf Sardinien mit R. und vielleicht einer Flasche Wein auf der Terrasse machte ich heute früh schnell eine weiteren Test während meine beiden Menschen noch schliefen. Meine Kontaktlinsen schnell in die Augen gefriemelt und den Test aus der Packung gefummelt, saß ich nach einer anstrengenden Nacht auf der Toilette und hoffte, dass BM nicht hereinstürmen und fragen würde, was Mama da eigentlich macht.
Also schnell raufgepischert und eigentlich nur mit einem halben Auge hin gesehen, denn eigentlich war ich mir sicher, dass das aktuellste Bauchzuppeln nun endlich meine Regel bringen würde.

Und dann waren da sofort zwei Striche. Zwee ist da!


Mach es dir gemütlich, kleines Menschlein. Mama passt auf dich auf!

Dienstag, 6. September 2011

Heute vor einem Jahr II

.... war ein Montag und R. musste zur Arbeit. Ich hatte wie schon in den Wochen zuvor sehr unruhig geschlafen, hatte meinen massigen Körper stündlich zur Toilette geschleppt und mich zwischendurch immer wieder selbst durch mein Schnarchen aufgeweckt. Wie so oft wachte ich endgültig auf als die Wohnungstür hinter R. ins Schloss fiel. 

Der Tag ist in meiner Erinnerung ziemlich verschwommen. Ich weiß nur noch, dass ich ziemlich k.o. war und nach dem Frühstück direkt auf die Couch zog und Blödsinn im Fernsehen schaute. Schließlich hatte ich mir vorgenommen, mich vor Babymädchens Geburt gehörig zu langweilen, weil ich dazu voraussichtlich lange keine Gelegenheit mehr haben würde. (Im Nachhinein kann ich bestätigen, dass ich bislang nicht einen langweiligen Moment hatte seit das Babymädchen da ist.) 

Ich denke, dass ich schon seit dem Aufstehen immer mal wieder ein leichtes Ziehen hatte, dass sich im Gegensatz zu den wenigen Übungswehen, die ich vorher hatte, sehr nach Regelschmerzen anfühlte und vor allem in den Oberschenkeln zog. So richtig wahrgenommen habe ich das aber zu dem Zeitpunkt noch nicht, sondern bloggte erstmal die ET-Zonks vom Vortag. Irgendwann bemerkte ich, dass ich unbewusst angefangen hatte, die Wehen zu veratmen. 

Aber das hier soll ja kein zweiter Geburtsbericht werden....

Ich erinnere mich auch gar nicht so richtig gut an die Details, sondern eigentlich nur daran, dass ich immer noch ziemlich ruhig und gelassen war. Auch als R. nach Hause kam, fand ich es noch ziemlich unwirklich, dass die Geburt nun tatsächlich kurz bevor stand. Ich dachte an mein Pünktchen, das zu diesem Zeitpunkt schon lange seinen richtigen Namen hatte, und fand es nur latent seltsam, dass ich es nun endlich im Arm halten würde. 

Der Abend, den R. und ich dann noch zu Hause verbrachten, war eigentlich noch ziemlich entspannt, vielleicht einen Zacken hysterisch-lustig. Ich veratmete meine Wehen erst in der Badewanne und dann auf der Couch. Im Fernsehen lief "Eis am Stiel" während ich mich bei jeder Wehe über die Sofakissen warf. Wir aßen Miracoli und ließen die Töpfe stehen, als ob wir am nächsten Tag nichts besseres vor hätten als die Küche aufzuräumen. 

Das war er nun also: Unser letzter Abend zu zweit. Als Paar. Noch nicht ganz Eltern. Irgendwie unspektakulär und trotzdem schön.

Montag, 5. September 2011

Heute vor einem Jahr I

.... war Schleimpfropf-Tag. R. war gerade Richtung Dorf losgejoggt als ich ihn entdeckte. Ich war zwar aufgeregt, dachte aber die ganze Zeit, dass ich viel aufgeregter sein müsste. Auf der anschließenden Autofahrt ins Dorf versuchte ich mir vorzustellen, dass ich diesen Weg nun wohl zum letzten Mal ohne Baby fahre, doch es erschien einfach zu unwirklich.

Im Dorf setzte ich eine coole Miene auf, um meiner Familie nichts zu verraten, lauschte in mich hinein und schnappte mir den frisch geduschten R. in der Küche. Hektisch, und nun doch ganz schön aufgeregt flüsterte ich ihm die Schleimpfropfsache zu. R. verstand erst mal nur Bahnhof, was in einer weiterhin geflüsterten Erklärung und einem hysterischen Lachanfall meinerseits mündete.

Wir verbrachten einen schönen, lustigen Tag bei meinen Eltern, der angefüllt mit bedeutungsschwangeren Blicken war. Wieder zu Hause angekommen übten wir endlich den Einbau der Autoschale und ich erklärte R. noch mal, was in der Kliniktasche war, was noch hinein müsste (Kontaktlinsen und so, nix kompliziertes) und wo die Tasche mit Babysachen ist, die er dann später ins Krankenhaus bringen sollte. Mann, was waren wir aufgeregt!! Und ahnungslos. Wir freuten uns so sehr auf unser kleines Mädchen und hatten doch eigentlich keine Vorstellung, was uns erwartete.

Derweil machte das Babymädchen jedoch keine Anstalten rauszukommen.

Freitag, 31. Dezember 2010

Heute vor einem Jahr

Zwei Schwangerschaftstests. Einer vor dem Frühstück und einer danach. Und mein Herz schlug mir bis zum Hals als ich R. die beiden Tests auf den Schreibtisch legte. ....

Kaum zu glauben, dass es erst ein Jahr her ist, dass wir von dem kleinen Pünktchen erfuhren, das es sich in meinem Bauch gemütlich gemacht hatte. Noch viel unwirklicher erscheint uns jetzt, dass dieses unbekannte Pünktchen nun unser zauberhaftes, fröhliches und wunderschönes Babymädchen ist. 

2010 war ein tolles Jahr!! 


Donnerstag, 2. Dezember 2010

Rein rechnerisch

Am 2. Dezember 2009 war ich ziemlich niedergeschlagen, denn ich hatte meine Tage bekommen. Da wusste ich aber noch nicht, dass dies der Tag sein würde, der als Starttermin meiner Schwangerschaft mit dem Babymädchen gelten würde. 

Rein rechnerisch wurde ich also vor genau einem Jahr schwanger. Nicht wirklich, aber so rechnet man das eben. :-)

Mittwoch, 27. Oktober 2010

50 Tage Mama

So, wie gestern schon angedeutet gibt es heute mal einen Bericht über mich. Allerdings mit etwas anderem Inhalt als ich gestern noch dachte. 

Heute war ich bei meiner Frauenärztin zur Nachuntersuchung. Es war schon irgendwie komisch nicht-schwanger dort zu sein. Schießlich hatte ich - in jenem anderen Leben - ja ziemlich viele Stunden dort verbracht. Meine Freundin F. war mit von der Partie und bespaßte mein Babymädchen während ich mal wieder ein Becherchen voll machte, Blutdruck und HB-Wert gemessen bekam und schlussendlich zur Ärztin durchgewunken wurde. 

Die wunderte sich gleich ein wenig als ich sagte, dass der doofe Wochenfluss noch nicht vorbei sei und auch immer mal frisches Blut dabei sei. Vier Wochen nach der Geburt war das ja schon mal fast vorbei gewesen und dann schwallartig noch mal wieder gekommen. Die Einzelheiten lasse ich hier weg, nur soviel: Die Aktion hätte durchaus in einen Splatterfilm gepasst. R. hatte dann meine Hebamme angerufen, die aber sagte, dass das schon mal passieren könnte und solange ich keine Schmerzen hätte und die Blutung auch schnell wieder nachließe wäre das nicht weiter problematisch. Nun, ich hatte keine Schmerzen und die Blutung hat auch nachgelassen.... nur eben nie ganz aufgehört. 

Zurück zum heutigen Tag: Die Frauenärztin machte also einen Ultraschall und dann ein besorgtes Gesicht. Offenbar ist da immer noch ein Stückchen Plazenta in der Gebärmutter verblieben bzw. weiter gewachsen. Und das muss raus. 

Also machten R., das Baby und ich heute Nachmittag einen Ausflug zurück ins Krankenhaus. Dort verbrachten wir dann einige Zeit im Wartesaal der Rettungsstelle bevor ich zum nächsten Ultraschall musste. Der dauerte dann gleich so richtig lange und war auch recht unangenehm. Die Ärztin war sich nicht 100%ig sicher, ob es Plazenta ist, aber jedenfalls muss es trotzdem raus. 

Dann ging es weiter zur nächsten Gynäkologin, die mich noch mal untersuchte und dann die weiteren Formalitäten mit mir klärte bevor es weiter ging zur Patientenaufnahme inkl. Anästhesieaufklärung. Drei Stunden später war ich ein wenig entnervt, aber auch beruhigt, weil alles auf einen absoluten Routineeingriff deutet. Nächsten Dienstag wird nun also die Ausschabung ambulant vorgenommen. 

Meine allergrößte Sorge als meine Frauenärztin heute früh erstmalig von der Ausschabung sprach war, dass ich dann ja eventuell wegen der Narkose nicht stillen dürfte und wie ich denn wohl mein Baby ernähren sollte. Es ist nun so, dass ich gleich nach der Aufwachphase wieder stillen darf. Das heißt aber trotzdem, dass ich die kleine Prinzessin von ca. 6:45 Uhr bis 11:30 Uhr nicht stillen kann, und dieser Abstand wäre ihr definitiv zu lang. 
Mit meiner Hebamme habe ich über's Abpumpen von Muttermilch gesprochen. Sie meinte aber, in Anbetracht dessen, dass ich das noch nie gemacht habe, wäre das sehr aufwändig. R. wird dem Babymädchen in meiner Abwesenheit also ausnahmsweise mal ein Fläschchen mit Pre-Milch geben. Ich hoffe, sie trinkt das dann auch zumindest ein bisschen. Klar, sie wird in der kurzen Zeit nicht verdursten, trotzdem finde ich die Vorstellung, dass mein Baby stundenlang vor Hunger und Durst weinen könnte total fürchterlich. :-(

So, nun zum eigentlich geplanten Inhalt für diesen Post. Es geht mir gut (haha). Nein, im Ernst:
  • Die linke Hand ist seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr taub. Nur die Finger der rechten Hand kribbeln noch ein bisschen. Meistens merke ich das aber gar nicht mehr.
  • Es ist toll, sich ohne Schmerzen am Schambein oder Becken umdrehen, aufstehen und überhaupt bewegen zu können. 
  • Mein Gewicht sinkt langsam aber stetig, ohne dass ich allzu sehr darauf achten muss. Hoffentlich geht das so weiter. Und hoffentlich nehme ich dann nicht gleich nach dem Abstillen zu. 
  • Der Bauch sieht schon viel flacher aus, auch wenn sich am Umfang seit einiger Zeit nix mehr so richtig tut. Wahrscheinlich wird das erst besser, wenn ich mit dem Rückbildungskurs anfange. Hoffentlich.
  • Der Bauchnabel ist schon ein bisschen weiter in den Bauch zurückgewandert, aber noch längst nicht da, wo er hingehört. Die Linea Negra ist auch noch unverändert rabenschwarz. 
  • Die Schwangerschaftsstreifen... sind vorhanden. Zum Glück sind sie nicht lila sondern hell. 
  • Die ersten beiden weiten Nicht-Umstandshosen passen nun wieder. Allerdings sieht es blöd aus, dass der Bauch immer noch über den Hosenbund quillt.
  • Die Haare fallen bislang nur dem Baby, aber noch nicht mir aus. 
  • Meine Haut lässt einiges zu wünschen übrig. Ich habe nun die "Stillpille" von meiner Ärztin verschrieben bekommen, die dagegen kaum etwas ausrichten wird. Ich "freue" mich schon darauf, meine hautfreundliche Pille wieder zu nehmen, wenn ich irgendwann abgestillt habe. 
Soviel also zu meinem aktuellen post-partalen Befinden. Und in alter Tradition gibt es nun mal wieder mein aktuelles, wahrscheinlich letztes Bauchbild:

Samstag, 2. Oktober 2010

U70

Nee, das ist keine neuartige Vorsorgeuntersuchung im 70. Lebensjahr sondern mein heutiges Gewicht. Also "UNTER 70". HURRA!!

Das hatte ich zuletzt vor einer Million Jahren.... äh.... in einem anderen Leben.... äh.... am 24. April in der 21. Schwangerschaftswoche. 

Ich freue mich jedenfalls, obwohl das anfängliche federleichte Gefühl (nachdem ich das Baby geboren und Wassereinlagerungen abgeworfen hatte) mittlerweile einem eher realistischerem Blick auf die verbliebenen schwabbeligen Pfunde gewichen ist. 8 bis 10 mühsam mit Schnitzel, Pizza und Eis angefutterte Kilos sollten bitte langsam aber sicher weggehen. Mal sehen, ob das Stillen wirklich dieses Wunder bewirken kann. 

Beim heutigen Wohnungsputz musste ich schmunzelnd an die letze Putzaktion als Schwangere zurückdenken. Als ich "damals" die Flachstrecke im Wohnzimmer vom Staub befreite, konnte ich nicht mehr hocken und plumste auf den Allerwertesten. Da saß ich dann eingepfercht zwischen Couchtisch und Schrank und musste ganz schon Schwung holen, um mich dann nicht sehr elegant wieder hochstemmen zu können. Heute war das viel einfacher und hat beinahe Spaß gemacht.... bis ich dann mit dem Staubsauger eine Vase umgehauen und das Wohnzimmer unter Wasser gesetzt habe. Manno!!

Dienstag, 21. September 2010

Zwei Wochen

Heute Abend um 18:52 Uhr wird unser Töchterchen schon zwei Wochen auf der Welt sein. Wie schnell die Zeit vergeht!! Sie verändert sich jeden Tag. 

Vor allem sieht man das an den zusätzlichen Babyspeckfalten und den süßen Bäckchen, die immer ein bisschen mitwackeln, wenn wir sie im Kinderwagen spazieren fahren. Der Nabelschnurrest ist ab. Die Händchen und Füßchen sind nicht mehr schrumpelig. Sie hebt das Köpfchen immer besser. Ihren Nucki findet sie ganz okay. Und auch wenn sie vom ersten Tag an immer schon große Augen gemacht hat, merkt man seit einigen Tagen, dass ihre Äuglein nicht mehr nur unkontrolliert und unabhängig von einander umherrollen, sondern sie auch schon mal konzentriert in eine Richtung guckt.... auch wenn man sich manchmal fragt, was da eigentlich so spannend ist. :-)

Auch bei mir hat sich einiges verändert, und auch wenn ich immer sehr stolz auf meinen Babybauch war, bin ich jetzt doch echt froh, nicht mehr schwanger zu sein. In den ersten Tagen nach der Geburt fühlte ich mich wie ein Alien. Käseweiß, aufgeschwemmt, schwindelig und am Verbluten. 

Heute bin und fühle ich mich schon sehr viel leichter (- 15 kg) und beweglicher. Meine Füße, Hände und Gesicht sehen wunderbar schlank aus, auch wenn es immer noch 8 - 10 kg zu viel sind und ich der Bequemlichkeit halber weiterhin Umstandshosen trage. Ich will natürlich nicht diäten, aber jetzt wo das Wasser weg ist, gilt es herauszufinden wieviel ich wirklich essen darf, um langsam weiter abzunehmen. Laut Hebamme sagenhafte 3.500 kc!! Kaum vorstellbar. Gestern habe ich das aber locker geschafft, denn R. hatte mir Dominosteine gekauft. :-)

Der Bauch sieht angezogen schon wieder ganz okay aus. Nackig ist das schon was anderes.... Der Bauchnabel ist noch nicht wieder nach innen gewandert sondern hängt immer noch raus. Die Haut ist ganz schwabbelig. Die Risse sehen auch nicht besonders schön aus. Mmhpfh.... 

Die Narbe vom Dammschnitt tut seit zwei Tagen nicht mehr weh, und heute habe ich mich sogar endlich getraut mal mit einem Spiegel "nachzugucken". Es sieht sehr ordentlich aus. Keine weiteren Details, aber man sieht nur noch einen feinen hellen Strich. Puh!!

Wochenfluss... Eklig. Aber auch das wird langsam weniger. 

Gestern habe ich ein bisschen "Sport" unter Anleitung meiner Hebamme gemacht. Die Übungen haben auch mehr Spaß gemacht als die Sachen, die mir im Krankenhaus für den Anfang gezeigt wurden. Ich darf jetzt ein klitzekleines bisschen Bauchmuckis trainieren anstatt immer nur den Beckenboden anzuspannen. 

Die Hände prickeln zwar noch, aber ich habe schon wieder etwas Gefühl darin. Sie tun auch nicht mehr weh, so dass ich die Handschienen nachts nicht mehr brauche. 

Ich schnarche nicht mehr. Oder zumindest nicht so dolle, dass ich wie gegen Ende der Schwangerschaft ständig selber davon aufwachen würde.

Leider fingen ziemlich gleich nach der Geburt wieder Pickel an zu sprießen. Als ich die Pille abgesetzt habe war das auch so. Mal sehen, ob meine Pillensorte stilltauglich ist und ob ich sie bald wieder nehmen darf.