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Donnerstag, 17. Januar 2013

Wenn ein Tag schon so los geht (2)

Gestern Abend fand in Potsdam das Neujahrs-Schrägstrich-Jubiläums-Schrägstrich-Geschäftsführerverabschiedungs-Event des von mir betreuten Joint Ventures statt. Es gab ein sehr unterhaltsames Eventdinner, bei dem zwischen den verschiedenen, total leckeren Gängen Szenen aus dem Musical "Friederich der Große" aufgeführt wurde. Es hat wirklich Spaß gemacht, nicht zuletzt weil ich nun endlich mal die Mitarbeiter aus den ausländischen Betriebsstätten kennenlernte, von denen ich bislang nur die Namen kannte. Der Wein floß in Strömen, allerdings nicht in mein Glas, denn ich musste noch mit dem Auto nach Hause fahren.

Als ich um halb zwei (on a school day!!) nach Hause kam, lag BM schon mit den Füßen unter meinem Kopfkissen quer im großen Bett. Gefühlte fünf Minuten später mussten wir schon wieder aufstehen.

Ich tapste also ins Bad und versuchte, eine Kontaktlinse in mein rechtes Auge zu fummeln, als BM das Badezimmerlicht ausschalte, weil es "doll gell" war. Die Kontaklinse fiel. Offenbar direkt in den Ausfluss des Waschbeckens. Ich meckerte BM an, die kaum wusste wie ihr geschah und somit auch NICHT das Licht wieder anmachte. Danach lernte BM das Wort "Sch***", weil dieses blöde Kackmistkontaktlinsenbiest doch tatsächlich nicht mehr auffindbar war.

Dienstag, 28. August 2012

So much to do and such little time

*jammermodus an*

Momentan haben die Tage mal wieder viel zu wenige Stunden. Ich wache morgens müde auf und komme kaum in die Gänge, nachdem BM mal wieder die halbe Nacht meine Hand geknetet hat. Ich haste zur Arbeit, im Kopf schon Tausend Dinge, die ich eigentlich unbedingt heute erledigen müsste. Stattdessen begrüßt Outlook mich mit haufenweise Interviews, die nur durch sonstige Termine unterbrochen sind. Ich komme zu fast jedem Termin zu spät, weil keine Lücken geplant sind, zwischendurch aber mein Chef noch ganz schnell irgendeine Auswertung braucht, die es natürlich standardmäßig nicht gibt, so dass ich die Daten mühselig zusammenklauben muss. Aus jedem Termin nehme ich einige To-Do's mit. Am Ende des Arbeitstags erledige ich noch schnell ein paar Dinge für denjenigen, der gerade am lautesten schreit. Da bekomme ich jedoch schon ein schlechtes Gewissen, weil BM wieder mal länger als ihre Bezugserzieherinnen in der Kita bleiben muss und bereits jetzt jedes Mal hoffnungsvoll zur Tür schaut, wenn wieder ein anderes Kind abgeholt wird. Also ignoriere ich die neuesten 30 Emails sowie den Stapel Dingsbumse, der auf meinem Schreibtisch liegt und hoffe, dass mir dabei nicht irgendwas ganz wichtiges durchrutscht. Ach ja, deswegen habe ich dann natürlich auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich schneller als die Benzinpreise erlauben die Autobahn entlang brause, um mein kleines Mädchen abzuholen. Es folgen ein paar schöne Stunden mit BM, die jedoch (wenn ich dran bin) mit Einschlafdingens enden.
Feierabend 21 Uhr. Wenn nicht noch Wäsche o.ä. auf mich wartet. Eigentlich wollte ich laufen gehen, BMs Geburtstag planen und einfach mal Zeit mit R. verbringen, tue aber nichts davon richtig. Und ja: Noch mehr schlechtes Gewissen. Letztendlich gehe ich wieder viel zu spät ins Bett und der Spaß beginnt von vorne.

*jammermodus aus*

Dienstag, 19. Juni 2012

Schwabbel

Dick, unförmig und vor allem schwabbelig fühle ich mich. Nichts passt mehr und ich traue mich kaum noch, in den Spiegel zu gucken. Die Waage zeigt das gleiche Gewicht wie vor über anderthalb Jahren als ich mich jedoch über mein knapp U70 Gewicht kurz nach BMs Geburt freute.
Durch BMs großen Appetit verlor ich danach ganz ohne Diät oder gar Sport knapp 10 weitere Kilos und fühlte mich so zumindest in Klamotten eigentlich ganz wohl, auch wenn alles weiterhin sehr schwabbelig und keineswegs Bikini-tauglich war.

Seit dem Abstillen habe ich dummerweise nicht aufgehört, die gleichen Mengen zugegebenermaßen meist ungesunden Essens zu verdrücken. Bei Null Sport. Das Problem ist, dass ich in jeder Situation ordentlich Appetit habe - sowohl, wenn es gemütlich ist, als auch wenn ich im Stress bin.

Jedenfalls muss ich jetzt endlich etwas dagegen unternehmen, auch wenn ich dazu eigentlich gar keine Lust habe. Immerhin war ich nun innerhalb einer Woche dreimal laufen und kann zumindest bei meiner Ausdauer erste Fortschritte erkennen.

So, ich gehe dann mal ins Bett und heule ein bisschen, weil ich trotz des heutigen Laufes immer noch nicht schlanker bin.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Von Kopf bis Fuß

Wie bereits berichtet hatte BM kürzlich ein Zeckenbiest auf dem Kopf. Fast zwei Wochen später - wir das Thema schon fast verdrängt hatten - bekam BM dann doch noch eine Wanderröte um den Stich herum. Da das Untier ja aufgrund unserer Unkenntnis mindestens drei Tage Zeit gehabt hatte, böse Borrelien in BM abzusetzen, machten wir uns nun doch Sorgen, und R. ging mit BM zu unserer (neuen) Kinderärztin.

Die machte sich zwar nicht allzu viele Sorgen, verschrieb aber zur Sicherheit ein Antibiotikum, welches wir nach eigenem Ermessen geben oder eben nicht geben sollten. Wir waren erst unsicher, ob das wirklich nötig sei, entschieden uns aber dann doch dafür, da 10 Tage Antibiotikum mit eventuellen Nebenwirkungen definitiv ein Klacks im Vergleich zu Borreliose ist. Zunächst hatte BM keinerlei Probleme damit, auch wenn wir ihr neuestes ALLESNUREINEPHASE-Nichtschlafdings darauf schieben in der Hoffnung, dass die Abende und Nächte wieder ruhiger werden, wenn sie mit dem Medikament durch ist.

Seit vorgestern bildeten sich nun allerdings kleine rote Punkte zuerst nur stellenweise, so dass wir dachten, sie hätte vielleicht irgendein Essen oder neues Waschmittel nicht so richtig vertragen. Gestern Nachmittag sprach mich dann schon eine Erzieherin in der Kita darauf an - man befürchtete z.B. Röteln. Nun, wir wussten, dass es das nicht sein kann, weil BM ja alle empfohlenen Impfungen erhalten hat. Nach einem kleinen Denkanstoß durch Krankenschwester F. vermuteten wir dann auch schon, dass das eine Reaktion auf das Antibiotikum ist. Heute früh war BM dann von Kopf bis Fuß mit kleinen roten Flecken übersät, die im Gesicht sogar schon zu größeren Flächen zusammengewachsen sind. Darum ging es heute morgen zu Frau Doktor, die auf den ersten Blick Amoxi-Allergie diagnostizierte. Nicht weiter schlimm, sollte sie nur zukünftig nicht mehr bekommen. Außerdem geben wir BM nun das "Gegenmittel" Fenistil und behalten sie erstmal zwei Tage zu Hause bzw. bei Oma, weil in der Kita ja keine Medikamente verabreicht werden.

Zum Glück scheinen die "Punkte" nicht zu jucken o.ä., sondern BM ist gut gelaunt. Um der Putzfrau nicht über den Weg zu laufen, sind wir auch direkt von Frau Doktor ins Dorf zu meiner Mutti gefahren, die wir nun vom Papierkrieg und Fensterputzen abhalten bevor wir nachher alle gemeinsam zu Cousin-Tochter L. fahren, um ihren 10. (!) Geburtstag zu feiern.

PS: Klopf, klopf auf's Holz, dass BM weiterhin schön gesund bleibt. Die letzte Erkältung mit Fieber ist schon einige Monate her. Sollte demnächst aber wieder mal etwas in der Richtung anstehen, hätte ich "gern" mal wieder so etwas ganz normales, bei dem ich weiß, was zu tun ist. Nach Haarreifen-im-Ohr, Zeckenbiss und Amoxiallergie habe ich erstmal genug vom planlosen Bangen.

Donnerstag, 10. November 2011

Geblitzdingst

Heute früh auf dem Arbeitsweg, an einer Stelle, wo ich ganz ehrlich fast nie zu schnell fahre.
Meine Bauchschmerzen sind auch nach drei Tagen noch nicht weg.
Der Tag scheint zu halten, was die Nacht versprach. Heute sollte mir wohl besser niemand in die Quere kommen.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Was mach ich bloß falsch??

Das Babymädchen schläft weiterhin nicht bei mir ein. Also NUR bei mir nicht. Bei R. und meiner Mutter und sogar im Kinderwagen ist es blitzschnell im Traumland während es sich bei mir mit jeder Phase seines Körperchens gegen das Einschlafen wehrt. 

Der Ablauf ist immer gleich: kuscheln, Köpfchen ablehnen, mit meiner Hand spielen, einnicken, Augen aufreißen, zappeln und winden, Nucki wegwerfen, sich über verlorenen Nucki aufregen, Nucki bekommen.... und alles geht von vorne los.
Das ganze passiert unabhängig davon, in ich sie auf dem ARM habe, sie im Bettchen streichle oder sogar in der Manduca habe.

Seit Wochen ist das so, und es zehrt unheimlich an meinen Nerven, lässt mich täglich auf's Neue verzweifeln und macht mich vor allem traurig. Auf die Weise erhält jeder noch so schöne Tag einen Wermutstropfen. Oft fällt es mir nach unseren Einschlafstreitigkeiten auch sehr schwer fröhlich zu plappern und unbeschwert mit dem Babymädchen zu spielen, was mein schlechtes Gewissen gleich noch mal potenziert. 

So, ich hoffe mal, dass sich die alte Bloggerweisheit bewehrt: "Schreibe darüber, und es geht vorüber!!"

Samstag, 25. Juni 2011

Will er mir damit etwas sagen?

Ich meine meinen Körper. Was soll das denn jetzt?

Seit ca. 3 - 4 Wochen stille ich so wenig wie nie zuvor, nämlich nur noch einmal Abends und dann genau dreimal in den frühen Morgenstunden. Und genauso lange sind meine Br.ust.war.zen wund.Das hatte ich ja eigentlich nur ganz, ganz am Anfang als wir das Babymädchen gerade nach Hause geholt hatten. Jetzt ist es zwar nicht ganz so schlimm, aber doch sehr unangenehm und vor allem beim Anlegen auch sehr schmerzhaft. Woran kann das nur liegen? Sind die Hupen vielleicht außer Übung? Das Babymädchen nuckelt zwar mittlerweile recht oft, weil es so gemütlich ist, nicht weil es wirklich Durst hat, aber das auch nicht wirklich mehr als früher. Es gnatscht auch nicht drauf rum, und Zähnchen hat es ja immernoch nicht.

Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, das morgentliche und abendliche Stillen noch ein bisschen weiterzuführen, aber nun bin ich mir da nicht mehr sicher. Als ich bei der Hochzeit war, hat R. das Babymädchen ja auch ohne Probleme ohne Stillen oder abgepumpte Milch ins Bett gebracht. Das scheint also kein Problem zu sein. In den frühen Morgenstunden ist das Babymädchen allerdings immer wieder untröstlich, wenn ich es nicht gleich an die Brust lasse, und trinkt auch ordentlich.

Na ja, nächste Woche machen das Babymädchen und ich erstmal mit kimmy Urlaub im Harz. Danach werde ich mich dann entscheiden wie es weitergehen soll.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Kammerjäger gesucht!!

Heute früh traf mich fast der Schlag als über meinem fröhlich auf der Wickelkommode tobenden Babymädchen eine dicke, fette, schwarze Spinne ihr Unwesen trieb. Im einzigen Zimmer, dass derzeit mit Fliegengitter ausgestattet ist, d.h. das Biest muss hier schon eine ganze Weile gewohnt haben, um so groß zu werden.

So eine richtige Spinnenphobie habe ich zwar nicht, aber eklig finde ich die Viecher schon. Und dann noch direkt über Babymädchens Kopf!! Und R. war schon außer Haus!! Wo Spinnenentfernung doch eindeutig Männersache ist!!

Ich wurde prompt sehr unentspannt, schnallte dem Babymädchen blitzschnell eine frische Windel um und zog nur schnell einen Body über - während ich die ganze Zeit das Untier im Auge behielt. Dann brachte ich schnell das Babymädchen in Sicherheit, d.h. an seine Spieltonne, und fing das Monster mit zittrigen Händen in eine olle Plastikdose. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich es nicht freiließ, sondern panisch den Deckel drauf drückte und noch zusätzlich eine Tüte drumherum knotete bevor ich das gruselige Paket im Mülleimer versenkte. 

Sonntag, 15. Mai 2011

Wie man's macht....

Seit ein paar Tagen isst unser ehemaliger Obstverweigerer plötzlich gerne Obstbrei und spachtelt zu den Zwischenmahlzeiten jeweils fast ein ganzes Gläschen weg. Unsere Freude darüber währte jedoch nur kurz, denn nun hat unser armes kleines Mädchen einen ganz wunden Po. 

Das hatte sie bislang erst einmal als sie nach der Rotavirenimpfung Durchfall bekam. Außerdem hat sie an Bauch und Rücken kleine rote Pünktchen, die ich zuerst für Hitzepickel hielt. Da es jetzt ja aber schon seit einigen Tagen gar nicht mehr so heiß ist, befürchte ich, dass sie vielleicht wirklich ein Obst nicht verträgt.

Wir sind jetzt also für die Zwischenmahlzeiten erstmal wieder auf Griesbrei mit ganz wenig Obst umgestiegen, Abends gibt es nun reinen Milchbrei ohne Obst. Ich hoffe, dass wir so den kleinen Pöppes erstmal wieder heile kriegen. Danach werden wir dann mal sukzessive wieder steigern, um herauszufinden, woran das genau liegt.

Bettgeschichten

In der Schwangerschaft wurde ich ja weitgehend von Alpträumen verschont. Dafür träume ich nun seit Babymädchens Geburt jede Nacht mehrmals, dass das Babymädchen bei uns im Bett liegt und unter der Bettdecke keine Luft bekommt. Im Schlaf zerwühle ich dann die Bettdecke, knöpfe gelegentlich die Bettwäsche auf, um das Babymädchen zu retten und erzähle R. unverständliches Zeug.

Seit das Babymädchen im eigenen Zimmer schläft, gibt es einige Varianten dieses Traumes. Zum Beispiel, dass das Babymädchen bei uns im Bett schläft und gleichzeitig im eigenen Zimmer weint, d.h. dass ich zwei Kinder zu versorgen habe. Dann bin ich immer völlig außer  mir, weil ich nicht weiß, wie ich verhindern soll, dass Babymädchen 1 aus dem Bett fällt während ich zu dem anderen Kind ins Kinderzimmer gehe.... Oder ich träume, dass das Babymädchen bei uns im Bett spielt und ich auf der Hut sein muss, dass es beim Toben nicht herunterfällt.

So oder so ähnlich geht es die ganze Nacht. Mittlerweile schaffe ich es oft, mir im Traum die Frage zu stellen, ob ich mich daran erinnern kann, das Babymädchen ins Elternbett geholt zu haben. In dem Moment, wo mir dann klar wird, dass ich es nicht geholt habe, schaffe ich es auch, wach zu werden.... und den Bettbezug wieder zuzuknöpfen. 

Ich hatte immer gedacht, dass das am stündlichen Aufwachen und Stillen lag. Jetzt werde ich zwar nicht mehr so oft geweckt, weil das Babymädchen oft erst in den frühen Morgenstunden das erste Mal wach wird. Dennoch wache ich von selbst mehrfach jede Nacht wegen dieser dusseligen Träume auf. Manno!!

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Lustig ist dagegen, wenn das Babymädchen beim morgentlichen Turnen sich am Kopfteil des Elternbetts hochzieht, loslässt und versucht freihändig zu stehen, dabei nach hinten auf das weiche Bett kippt und darüber immer wieder kichern muss. Tobekind!!

Samstag, 30. April 2011

Abrissbirne

Ja, wir wollen Anfang 2012 in unser Reihenhäuschen ziehen. Ja, wir haben schon einige Stunden in Küchenstudios verbracht, um unsere neue, schicke Küche zu planen. Und ja, unsere aktuelle, von meinen Eltern geerbte Küche ist 20 Jahre alt und schon ziemlich oll. Trotzdem kein Grund, diese Küche jetzt schon zu zerlegen, meine ich. 

In einem der Küchenstudios lernten wir, dass bei den meisten Geschirrspüler verstelltbar ist. Das geht übrigens auch bei unserem Modell, bei dem wir uns seit September ärgern, dass nicht genügend große Teller reinpassen. Hätten wir ja auch mal selber drauf kommen können.

Also setzte ich das Babymädchen gestern in ihren Hochstuhl, räumte den Geschirrspüler aus, ließ dabei die verglaste Tür vom Oberschrank offen) und bastelte den Korb nach oben. Zufrieden lachte ich das Babymädchen an, drehte mich um und rannte mit voller Wucht gegen die offenstehende MistkackSchranktür, welche wiederum gegen die Dunstabzugshaube donnerte und mit einem lauten Knall zersplitterte. 

Ich habe mir zwar ganz schön weh getan und mir eine ordentliche Beule zugezogen, dem Geräusch nach zu urteilen, war ich aber kurz nicht ganz sicher, ob ich vielleicht zu Boden gehen sollte - bis ich merkte, dass nicht mein Kopf sondern "nur" das Glas kaputt war.

Sonntag, 13. März 2011

Gejammer

Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Gejammer. Natürlich geht es wieder um das Thema Schlaf. Wir sind immer noch bei stündlichen Abständen, wobei das weinende Baby dann schon immer zuckersüß im Bettchen kniet, sich am Gitter festhält und ein Ärmchen nach mit ausstreckt. Auch die folgende Kuscheleinheit mit dem kuschelig warmen Baby ist eigentlich sehr schön, vor allem wenn sie mich dabei mit ihrem kleinen warmen Händchen streichelt. Die weiß schon wie sie ihre Mama weich kriegt.

Letzte Nacht nun war mal wieder eine Steigerung. Abendliches Stillen jede Stunde. Okay, wie immer. Dazwischen zweimal das weinende Baby "mit ohne" Stillen getröstet. Ins Bett gegangen. Dreimal in halbstündigem Abstand das bitterlich weinende Baby nur mit Stillen getröstet. Zwischendurch immer noch mal zurück ins Kinderzimmer, Händchen halten, auf den Arm nehmen während das Babymädchen lauthals und bitterlich weint. Auch R. versuchte mehrfach sein Trösteglück, was aber zu unser beider Bedauern leider überhaupt nicht fruchtete. Nur Mamas Arm war genehm, obwohl es natürlich eigentlich die Brust sein sollte, so dass das Baby nie zur Ruhe kam sondern das kleine Köpfchen wie ein Neugeborenes hin und her warf und nach der Brust suchte. 

Ich glaube, gegen 3 Uhr haben wir dann "aufgegeben", hatten keine Lust mehr alle paar Minuten ins Kinderzimmer zu stürmen und holten das Babymädchen ins Bett. Jeder von uns hielt ein Händchen unseres völlig erschöpften und immer noch gelegentlich schluchzenden Babys. Irgendwann schlief die kleine Prinzessin dann ein.

Familienbett ist aber nix für uns:
  • Das Babymädchen hielt sich trotzdem an ihren 1-Stunden-Still-Rhythmus und ließ sich dann auch wieder nicht anders beruhigen.
    --> Die Abstände sind also auch im Elternbett nicht länger, so dass ich jede Stunde rumsitze und stille. Auch das Babymädchen bekommt nicht mehr Schlaf als sonst.
  • R. und ich schliefen fast gar nicht, denn zwischendurch macht so ein Baby ja auch allerhand Geräusche und Bewegungen.
    --> Netto haben wir also noch weniger geschlafen als sonst, weil wir auch die Stillpausen nicht effektiv nutzen konnten.
  • R.'s Arm schlief ein und mein Nacken war am Morgen total steif.
    --> Insgesamt ist so eine Nacht zu dritt also weder für uns noch das Babymädchen erholsamer.
An dieser Stelle möchte ich aber auch mal sagen, wie sehr R. mich immer unterstützt. Dass das Babymädchen sich aktuell oft nur von mir beruhigen lässt, macht uns beide ein bisschen traurig, aber irgendwie hilft es mir schon immer, wenn ich Nachts ab und zu nicht ganz alleine mit dem Babymädchen wach bin. 
Außerdem durfte ich gestern und heute noch länger im Bett bleiben während R. das Babymädchen tagfertig machte und eine große Runde spazieren ging. Vielen, vielen Dank für alles, mein Süßer!!

Montag, 7. März 2011

Halbjahresgeburtstag

"Hoch soll sie leben" sangen wir dem Babymädchen beim heutigen Planschen in der Badewanne vor. 
Ein halbes Jahr! Vor einem Jahr begann sich gerade der Babybauch abzuzeichnen, und nun ist unser Töchterlein schon sechs Monate bei uns!! Wir fühlen uns wohl in unserer Elternrolle und genießen die vielen schönen Momente mit dem Babymädchen. 

Das Mama-sein ist einerseits so wie ich es mir vorgestellt habe, andererseits ist es so viel mehr. An einigen Stellen ist es viel einfacher und an anderen vielleicht auch etwas schwerer als ich dachte. Ich wusste, dass ich mein Baby über alles lieben würde, doch die Wirklichkeit ist noch viel überwältigender. Eben das Gefühl, dass man jederzeit alles für dieses perfekte kleine Menschlein tun würde. Dass man jeden einzelnen Moment festhalten und nie mehr vergessen will. Dass man bei jedem Lächeln und Strahlen, bei jeder Niedlichkeit vor Liebe platzen könnte. Wie weh Babytränen tun können. Und das wundervolle Gefühl, das kleine Mädchen trösten und wieder fröhlich stimmen zu können. 

Ich bin eigentlich kein sehr geduldiger Mensch, doch das Leben mit dem Babymädchen lässt mich viele Dinge ruhiger angehen. Ein dahin gefläzter Tag auf der Spieldecke ist trotzdem ein guter Tag, wenn das Babymädchen Spaß hatte. Hat das Babymädchen Durchfall wechsele ich auch die 10. Kacki-Windel ohne genervt zu sein. Nachts stehe ich - bis auf wenige Ausnahmen, in denen ich erstmal aus dem Tiefschlaf kommen muss - blitzschnell auf, um an Babymädchens Bettchen zu eilen, wenn es mich ruft. Das alles ist selbstverständlich und wirkt (meist) nicht wie eine Last. Keine Spur meiner sonstigen Trägheit (was z.B. Haushaltsdinge angeht). 

Nun aber zum Babymädchen. Wir haben hier einen echten Wirbelwind! Und im Vergleich wohl auch einen ziemlichen Motorik-Frühstarter. Das Vorwärtskrabbeln hat das Baby zwar seit dem letzten Monatsbericht noch nicht gelernt, aber trotzdem hat sich wieder einiges getan. Seit dem ersten Hinsetzen hat sie an ihrer Technik gefeilt und kommt nun auf verschiedenen Wegen, aber stets sicher zum Sitzen. Mehr und mehr sitzt sie auch freihändig, obwohl schon täglich ein paar Umplumpser mit Tränchen vorkommen. Durch den Wechsel von Hinsetzen und seitlichem Abrollen bewegt sich das Babymädchen nun auch schon recht gut und nicht mehr nur rückwärts umher. So hat sie es nun auch schon mal bis in den Flur geschafft. Es wird also Zeit, auch außerhalb des Babyzimmers Steckdosen etc. zu sichern.

Überhaupt sitzt oder liegt unser kleiner Quirl nie still. Ständig wird ein rasender Wechsel zwischen Sitzen, halbknien, Spagat-ähnlichen Stellungen, Bauchlage und Seitenlage vollzogen, wobei ein zwischendurch erblicktes Spielzeug (oder Nicht-Spielzeug) in Sekundenschnelle zum Richtungswechsel führen kann. 

Seit einigen Tagen versucht das Babymädchen auch immer wieder auf ihre am Boden liegende Elternteile raufzuklettern. Hängt es erst mal mit dem Oberkörper auf uns drauf, streckt es die Beinchen und kommt somit schon fast zum Stehen. Oft sitzt es noch ein wenig unschlüssig vor ihrem Gitterbettchen und zieht sich immer mal testweise ein paar Zentimeter hoch. HILFE!! Das ist zwar niedlich anzuschauen, geht uns jetzt aber doch einen Zacken zu schnell!!

Leider ist das Babymädchen auch auf dem Wickeltisch unglaublich zappelig. Zu meiner großen Schande muss ich gestehen, dass das Baby mir daher kürzlich auch fast vom Wickeltisch gefallen wäre.Der Alptraum jeder Mama!! Und das, obwohl ich direkt davor stand und eine Hand auf dem Richtung Abgrund drängenden Po hatte. Plötzlich machte das Babymädchen einen Satz nach hinten, und ich fing es (keine Ahnung wie) zum Glück noch in der Luft auf. Das Babymädchen verdrückte zum Glück nur zwei kleine Schrecktränen, hat sich aber offenbar nicht weh getan. 

Überhaupt ist das Wickeln und Anziehen zur Zeit eine echte Tortur. Für alle Beteiligten. Legt man das Babymädchen auf den Wickeltisch, dreht es sich sofort um, geht in Froschposition und "überfällt" die Box mit den Wickelutensilien. Auch wenn ich so nach und nach meine Fähigkeiten im über Kopf, von hinten oder im Sitzen aus- und anziehen perfektioniere, so muss ich das Baby ja doch zumindest zum Wickeln hinlegen. Es ist wirklich fast unmöglich sie dabei abzulenken und festzuhalten. Am Schlimmsten wird es dann beim Anziehen von Bodys und Shirts. Über den Kopf ziehen geht grade so noch, aber wenn es ans Durchfädeln der Ärmel geht, schreit das arme Kind wie am Spieß, macht sich steif (hat die eine Kraft!!) und somit das Anziehen noch mehr zur Qual. 

Seit 5 Wochen bekommt das Babymädchen nun Brei. Mittlerweile sind wir bei Kürbis mit Kartoffel angelangt. Sie sperrt zwar meist ein paar Mal das Mündchen auf, verliert aber sehr schnell die Lust an der ganzen Sache, schmiert ihren Mund an meiner Brust ab und macht sich zum Flitzebogen. An dieser Stelle brechen wir das Füttern dann immer ab, denn Essen soll ja etwas Positives sein. Somit haben wir aber auch an guten Tagen wohl kaum mehr als 40g in das Bäuchlein hinein bekommen. D.h. bis zur Vollständigkeit der Mittagsmahlzeit wird es wohl noch recht lange dauern, wenn nicht bald der Knoten platzt. Wir überlegen jetzt, demnächst trotzdem parallel schon mal mit dem Abendbrei anzufangen, in der Hoffnung, dass das Babymädchen dann vielleicht Nachts nicht mehr stündlich trinken will. Denn das ist immer noch der zunehmend nervige Status Quo. 

Im Haushalt Isndingwa sind seit einigen Wochen alle mal mehr mal weniger erkältet. Seit zwei Tagen hat es das Babymädchen nun leider auch so richtig erwischt. Zum Glück zwar ohne Fieber, aber dafür mit einem fiesen Schnupfen, der das Babymädchen nicht schlafen lässt. Da kommt sie wohl nach mir: Ich finde ja, Schnupfen ist das schlimmste Erkältungssymptom. Ich hasse es, wenn ich keine Luft bekomme. In den letzten beiden Nächten war das arme kleine Mädchen daher fast halbstündlich wach und ließ sich meist nur an der Brust beruhigen. Immer wenn es wieder im Bett lag und gerade eingeschlafen war, kam ein Röcheln, der Nucki fiel aus dem Mund und das Baby war wieder wach. 
Wir dachten, dass es im Elternbett vielleicht besser zur Ruhe kommen könnte. Dem war aber nicht so. Stattdessen machte ich nun also auch in den halbstündigen Pausen kaum ein Auge zu. *gähn*

Hat jemand noch ein paar gute Tipps gegen Babyschnupfen? Wir reiben Babys Brust mit Babix ein. Wenn sie es zulässt (alles im Gesicht ist WUUUÄÄÄÄÄHHHH!!!!), gibt es Engelwurzelbalsam auf's Näschen. Mit dem "Schlodder-Sauger" brauche ich ihr nicht zu kommen, da gibt es sofort lautes Gebrüll, bitterliches Weinen und fuchtelnde Ärmchen, so dass ich das meist sein lasse. Schließlich schwellen die Nasenschleimhäute beim Weinen ja nur noch schlimmer an.

Zum Abschluss aber noch was Schönes: Das Baby jauchzt und lacht soviel, dass man einfach mitmachen muss. Ihren Papa erkennt es auch, wenn er noch fast unter der Bettdecke begraben ist oder uns den Rücken zukehrt. Dann wird gejuchzt und gestrampelt bis er sich umdreht, um dann mit dem schönsten zahnlosen Grinsen der Welt belohnt zu werden.

Samstag, 22. Januar 2011

Hatschi-Kanon

Wir haben ja einen Verdacht, woher wir das haben, werden das hier aber nicht weiter erörtern. Jedenfalls sind R., Babymädchen und ich erkältet. R. entschärfte es zuerst, so dass er am Freitag auch nicht arbeiten ging. Mein "bester" Tag ist heute - jedenfalls hoffe ich, dass ich morgen nicht mehr nach Atem ringend, mit tränenden Augen und verkleidet wie ein Zombie durch die Gegend schleichen werde. 

Am besten und völlig ohne Jammern hat das Babymädchen ihre erste leichte Erkältung. Sie hat tatsächlich auch nur gelegentlich gehustet und recht oft geniest. Ihre Temparatur war nicht einmal erhöht, so dass wir hier wahrscheinlich noch nicht wirklich von Babys "1. Krankheit" sprechen. Eigentlich hat man nur an ihrem Schlafverhalten gemerkt, dass sie nicht ganz auf dem Posten ist. Im Gegensatz zu ihrer Impfreaktion gab es jedoch (leider) keine fast durchgeschlafene Nacht, sondern genau das Gegenteil.

In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag trank sie wie immer ca. 6 Mal, weinte aber jedes Mal kurz (mir kam es nicht soooo kurz vor), wenn ich sie wieder ins Bett legte. Da war ich dann schon ziemlich knülle. Den Supergau hatten wir dann in der folgenden Nacht zum Freitag. Das arme kleine Babymädchen war nach jedem Stillen absolut untröstlich, krümmte sich und schrie wann immer man versuchte, sie wieder ins Bettchen zu legen. Auch auf dem Arm schlief sie nur nach einigem Schluchzen ein. 

Sowas kennen wir hier gar nicht! Also, ich stille zwar für mein Schlafbedürfnis viel zu oft, aber seit bestimmt 3 Monaten lässt sich das Babymädchen danach fast immer anstandslos ins wieder ins Bett legen, weil sie entweder schon schläft oder es mit kurzem Streicheln oder sogar alleine schafft, wieder in den Schlaf zu finden. 

Aber zurück DER Nacht. Irgendwann war ich so entnervt und todmüde, dass auch bei mir ein paar Tränchen mitkullerten. Hört R. nachts absolut nie etwas von meinen Ausflügen ins Kinderzimmer, so hat er doch ein bereits mehrfach unter Beweis gestelltes Gespür für "Notsituationen", in denen ich einfach nicht mehr kann. Es ist ja nicht so als hätte ich ihn durch lautes Schluchzen geweckt. Jedenfalls stand er irgendwann im Kinderzimmer und nahm mir (unter einigem irrationalen Protest meinerseits) die Babytröstung für eine Weile ab. Das bereitete mir wiederum ein so schlechtes Gewissen, dass ich sowieso nicht weiterschlafen konnte - zumal R. Schüttelfrost hatte und somit selbst ins Bett gehörte. Na ja, ich hatte mich mittlerweile ein wenig beruhigen können, so dass ich die restliche Nachtschicht übernehmen konnte. Das Babymädchen schlief dann eine Weile auf mir während ich im Stillstuhl fläzte und ließ sich dann irgendwann tatsächlich ins Bett legen. Morgens durfte ich noch 3 Stunden schlafen während R. das Babymädchen bespaßte, was meine Schlafenszeit dieser Nacht mindestens verdoppelte und somit erträglich machte. 

Letzte Nacht war dann schon wieder ein bisschen besser, und ich hoffe, dass wir nun wieder zurück zur Normalität kommen. Oder besser. Man soll ja nie aufhören zu hoffen. :-)

Übrigens hat das Babymädchen zwar entgegen ihrer Gewohnheit recht lange Nickerchen tagsüber gemacht. Ansonsten ließ sie sich aber nichts anmerken sondern nutzte die Tage, um ihre Technik des auf allen Vieren Schaukelns zu perfektionieren. Das sieht sooooo niedlich aus!!

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Ratlos

Ich hatte mich zu früh gefreut. Die "okaye" Nacht blieb ein Einzelfall. Gestern Abend ging das Babymädchen wie gewöhnlich ohne Murren und Knurren um 18:15 Uhr ins Bett. Trotz langer Wachphase plus Badespaß war sie schon 20:45 Uhr wieder wach und hatte Durst. Insgesamt stillte ich sie letzte Nacht dann sieben Mal bis das Babymädchen um 5 Uhr mit großen Augen grinste und spielen wollte. 

Wir kriegen es einfach nicht hin, den Rhythmus zu verlängern. Auch tagsüber stille ich ca. alle 2 Stunden. Beruhigen mit Nucki, Ablenken durch Spielen oder so funktioniert nicht. Das Babymädchen meckert einfach weiter bis es was zu trinken gibt. Und Tee soll es jedenfalls nicht sein. Manchmal geht R. nachts in ihr Zimmer in der Hoffnung, dass sie sich von ihm beruhigen lässt, denn die Brust kann er ihr ja nicht geben. Nix ist. Meist schreit sie sich dann so richtig wach bis ich sie dann doch wieder anlege. 

Überhaupt: Ich will sie jedenfalls nicht schreien lassen und stille somit nach Bedarf. Gibt es denn irgendwelche "sanften" Methoden mit denen ich das Babymädchen etwas beeinflussen kann?

Freitag, 17. Dezember 2010

Wie ich ein Schufa-Verbrecher wurde

Mein Name ist zwar nicht der ungewöhnlichste Name der Welt, aber ich heiße auch nicht Stefanie Müller. Dennoch war ich überrascht, dass es eine Frau mit dem gleichen Namen UND dem gleichen Geburtsdatum UND ebenfalls in Berlin gibt. 

Mittlerweile kann ich einfach nur überrascht sein, vor drei Wochen fing aber alles mit einem bösen Brief von meiner Bank an, die mir meine Kreditkarten und Dispokredit kündigte. Ohne Angabe von Gründen. Häh? Ich war ganz sicher, dass das wohl ein Missverständnis sein musste, kramte also meinen Telefon-Banking-Pin raus und rief die Hotline an. Am anderen Ende hatte ich eine total unfreundliche Kuh, die mir erstmal weismachen wollte, dass ich mich bitte schriftlich an die entsprechende Abteilung wenden solle, denn am Telefon könne sie mir keine Auskunft geben (wofür gibt's diese Telefon-Banking-Pin eigentlich?). Nach einigem Gezeter meinerseits warf sie mir dann einen echten Brocken hin: Negative Schufa-Auskunft. Da war ich nun erstmal baff.

Klar, kurz nach der Geburt des Babymädchens hatte ich mal eine Mahnung von einem Versandhaus wegen ausstehender 28 € bekommen (so'ne Geburt macht schon mal vergesslich), aber deswegen kriegt man ja wohl nicht gleich einen bösen Schufa-Eintrag? Trotzdem fühlte ich mich genauso wie die dofe Kuh mich behandelt hatte - wie ein Verbrecher!

Ich habe dann erstmal eine Datenübersicht von der Schufa angefordert. Nach 2 Wochen bibbern lag diese dann im Briefkasten. Name stimmte, Adresse stimmte, Geburtsdatum stimmte, zusätzliche Adresse stimmte NICHT. Am anderen Ende von Berlin und definitiv niemals meine Adresse gewesen. Und zudem Einträge über offene Forderungen einer Bank, die an ein Inkasso-Unternehmen weitergegeben und noch nicht beglichen wurden.

Also ein Anruf bei der kostenpflichtigen Schufa-Hotline. Die Dame am Telefon erklärte mir, dass meine Daten nicht einsehen könne, so dass ich ihr die fehlerhaften Infos diktieren musste. Häh? Sie hat aber einen Kurs in Deeskalation besucht und bekam daher nicht die volle Breitseite von mir. Es tat ihr sehr leid, dass ich von dem niedrigen (häh?) 1% fehlerhafter Daten betroffen sei. Man würde sich kümmern und irgendwann wieder melden.

Nun versuchte ich es von der anderen Seite und rief das Inkasso-Unternehmen an. Überraschenderweise wurde ich sehr nett behandelt und erfuhr nun, dass sie tatsächlich eine Schuldnerin mit meinem Namen und Geburtsdatum hätten, die jedoch unter der letzten Adresse nicht mehr erreichbar wäre. Die Schufa hat dann diese falsche Adresse mir zugeordnet. Man versprach mir, ebenfalls mit der Schufa Kontakt aufzunehmen.

Mit den Infos über die "Doppelgängerin" rief ich wieder die Schufa an und wurde nun in die Verbraucherbetreuung durchgestellt, wo mich eine freundliche Dame mit offensichtlichen Zweifeln befragte, ob ich diese Adresse wirklich nicht kenne und ob ich denn vielleicht kürzlich Post vom Gerichtsvollzieher bekommen hätte. Äh, NEE!! Ich durfte ihr dann noch eine Kopie meines Ausweises mailen, sie würde sich darum kümmern.

Daran zweifelte nun wiederum ich ein wenig, so dass ich sie heute früh anschrieb und fragte, ob sich etwas getan hätte. UND: Keine Stunde später rief sie mich an und teilte mir mit, dass ich freigesprochen wurde sich alles geklärt habe und ein entsprechender Brief schon unterwegs sei. 

Puh!! Lange Geschichte, aber ich wollte einfach mal loswerden, dass die Schufa zwar offenbar mit unzureichenden Informationen arbeitet und damit einigen Schaden anrichten kann, aber die Mitarbeiter sehr bemüht waren und letztendlich auch innerhalb von 4 Tagen effektiv das Problem gelöst haben.

Meine Bank werde ich trotzdem wechseln. Das hatte ich sowieso vor, aber nach der rotzfrechen Behandlung im Brief und am Telefon werde ich das nun auch endlich tun.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Chance verpasst

Seit geraumer Zeit sind unsere nächtlichen Stillabstände ja wieder stetig kürzer geworden. Letzte Nacht sah dann so aus:

19:00 Stillen + ab ins Bett
21:45 Stillen
23:45 Stillen
01:30 Baby wach, R. versucht mit Nucki zu trösten und mir eine Pause zu verschaffen
01:45 Stillen (nun doch)
03:45 Stillen
05:15 Stillen, Baby weiterhin untröstlich
06:00 Aufgeben, Baby ins große Bett holen, nochmal Stillen und dann spielen (während mir die Augen immer wieder zufallen)

Also ehrlich, mich schlaucht das ganz schön! Nach dem Stillen rödelt das kleine Baby ja meist noch eine Weile rum. Solange ist für mich an Schlaf nicht zu denken, zumal ich des öfteren auch noch mal ins KiZi tapere, um den Nucki ins Mündchen zu stecken. Dann bin ich meist so wach, dass meine Augen nicht gleich zugehen wollen. Tun sie das dann endlich sind schwups-di-wups auch wieder Babymädchens zwei Stunden um, d.h. sie hat HUNGER!! Puh!!

Und heute: Statt der üblichen halben Stunde Nickerchen schläft mein Baby jetzt seit anderthalb Stunden. Da hätte ich mich ja glatt auch hinlegen können. Hab ich aber nicht, weil damit ja nicht zu rechnen war.

So, genug gejammert. Heute Abend gibt's dann zum Ausgleich noch den 14-Wochen-Post.

Donnerstag, 25. November 2010

Müde

Ich bin heute sowas von müde!! So langsam schlaucht es doch sehr, dass unser Babymädchen nachts (wieder) so oft wach ist und entweder ganz unglücklich ist, weil der Nucki im entscheidenen Einschlafmoment wieder aus dem Mund rutscht oder weil sie extra viel Durst hat. Letzte Nacht musste ich sie auch wieder stündlich zurück in den Schlaf trösten bzw. alle zwei Stunden stillen. 

Dafür, dass das Baby ja eigentlich auch nicht sonderlich viel geschlafen hat, ist sie heute wieder absolut bezaubernd und bester Dinge. Der heutige Termin bei der Babymassage war auch super. Diesmal durfte ich sogar beide Beinchen und das Bäuchlein massieren bis es ihr dann doch zu bunt wurde. Danach war sie wieder völlig erschöpft und schlief lieb im Kinderwagen, so dass ich den Nachhauseweg mit einem Spaziergang verlängern und das schöne sonnige (aber eisigkalte) Wetter genießen konnte. Gestern fiel in Berlin ja der erste Schnee, aber zum Glück blieb der noch nicht liegen. Jetzt ist aber trotzdem Winter, was man unschwer an den zugefrorenen Pfützen erkennen konnte. Ist mir doch egal, dass der Winter angeblich erst am 22. Dezember losgeht.

Nun schleppe ich mich ein wenig durch den Tag, bespaße das Babymädchen und freue mich jedoch über jede Minute, die sie alleine vor sich hin strampelt, zappelt und quasselt während ich nur so daneben rumhänge und sie anfeuere. Jetzt macht sie gerade ein Nickerchen. Das sollte ich wohl auch tun. Mmh, aber wenn ich mich hinlege, wird sie garantiert sofort wach. (Wie schon heute früh als ihr 8-Uhr-Nickerchen unüblicherweise nach 20 Minuten zu Ende war. Ich hatte mich dummerweise mit hingelegt und fühlte mich danach nur noch mehr wie gerädert.)

Na ja, genug gejammert. Heute werde ich jedenfalls nicht alt.

Dienstag, 2. November 2010

Curettage

Heute wäre ja eigentlich der Bericht zu Babys 8-Wochen-Geburtstag fällig, zumal wir am heutigen Dienstag auch endlich mal (mit Hilfe einer Outlook-Erinnerung) um 18:52 Uhr an die Geburt unseres Wunder-Babys gedacht haben. Es ist mir jedoch auch ein Bedürfnis vom heutigen Tag zu berichten, so dass der 8-Wochen-Bericht auf morgen verschoben wird. 

Ich hatte ja schon berichtet, dass das Babymädchen bei ihrem Auszug offenbar ein Stück Plazenta in meiner Gebärmutter zurückgelassen hat, dass die ganze Zeit munter vor sich hin blutete. Heute musste das nun raus. Mal abgesehen von einer Polypen-Entfernung im frühen Kindesalter war das meine erste OP. Ich wusste ja, dass das ein absoluter Routineeingriff ist, trotzdem war mir bei dem Gedanken an die Narkose ein bisschen mulmig zumute. 

Viel schwerer wog aber die - zugegebener Maßen kurze - Trennung von dem Babymädchen und die Notwendigkeit einer alternativen Mahlzeit. Eigentlich wollten wir ja einmal künstliche Milch füttern, letztendlich habe ich aber doch ein kleines Fläschchen voll Milch abgepumpt. Zur Sicherheit hatten wir von F. auch noch fertig gemischte Pre-Milch bekommen. 

Schon der Abschied von R. und Baby heute früh viel mir sehr schwer, und als waschechte Heulboje flossen auch schon die ersten Tränen. Ich wusste, dass R. die Zeit alleine mit der Prinzessin super meistern und womöglich trotz der Situation auch ein klitzekleines Bisschen genießen würde, aber mein Mamaherz war trotzdem arg gebeutelt, und ich hatte Angst, dass mein Baby stundenlang vor Hunger weinen würde. 

Jedenfalls wurde ich heute früh von meiner Schwiegermutter eingesammelt und zum Krankenhaus begleitet. Im entsprechenden Gebäude angelangt standen wir erstmal in einem verlassenen Flur. Es war 7 Uhr, und ich war erst zu 7.30 Uhr hinbestellt worden. Dennoch kam uns das seltsam vor, und wir lasen noch mal das Informationsschreiben, wo stattdessen von einem anderen Gebäude die Rede war als mir bei der Anmeldung gesagt wurde. Allerdings ist das auch das Haus, dass zur Zeit wegen Kernsanierung geschlossen ist. Also stiefelten wir noch mal zur Information, wo man uns bestätigte, dass der verlassene Flur der richtige war - der ambulante OP. Kurz nach 7.30 Uhr öffneten sich dort dann auch die Türen.

Nach diesem wenig professionellen ersten Eindruck, fühlte ich mich jedoch wie bei der Geburt und auf der Wochenstation wieder sehr gut aufgehoben und nett betreut. Man brachte mich in "mein" mit Vorhängen abgetrenntes Kabuff, dass mit einer Liege und einem abschließbaren Schrank ausgestattet war. Ich entledigte mich meiner Klamotten und zog das sexy Krankenhausnachthemd an. Ich wies noch mal darauf hin, dass ich nach der OP gaaaanz schnell nach Hause zu meinem Baby müsste. Man bot mir noch eine Beruhigungstablette an, aber aufgrund meiner negativen Erfahrungen mit Dusseligmachern während Babys Geburt habe ich die nicht angenommen. Dann musste ich ein wenig warten, und hörte wie erst eine Frau ("Wie jetzt? Bin ich schon operiert?") aus dem OP geschoben wurde und dann die nächste (die mit den Rollvenen). Und schon war ich an der Reihe. 

In den OP durfte ich noch selber laufen und mich auf den altbekannten Stuhl legen. Auch hier waren alle sehr lieb zu mir. Dennoch flossen mal wieder ein paar Tränen (und das ohne Dusseligmacher *ts ts ts*). Aber irgendwie hatte ich dann schon den Gedanken, dass was schiefgehen könnte. Das helle Licht und die Anzahl an anwesenden Leuten taten ihr übriges. Man sagte mir, ich solle lieber an was Schönes denken, damit ich nicht schlecht träume. Also schnell an R. und Baby gedacht.... und während ich die Spritze bekam noch: "Jetzt bloß nicht zu schnell die Augen zumachen, sonst fangen die noch zu früh an"....

Und dann wurde ich wieder in mein Kabuff geschoben. Das war schon ein komisches Gefühl, weil für mich quasi gar keine Zeit vergangen war. Es war ja aber auch nur eine Viertelstunde gewesen. Ich hab mich dann gleich aufgesetzt, viel getrunken und ewig an einem Stück Zwieback geknabbert. Ich wollte schnell in Schwung kommen, um nach Hause zu meinem Baby zu kommen. Beim Gedanken an die kleine Prinzessin war ich auch schon wieder am Heulen. Die Schwestern waren wirklich sehr lieb und einfühlsam, und als ich dann noch hörte, dass nebenan auch eine Frau weinte - aber weil sie nach einer Fehlgeburt kürettiert werden musste, hab ich mich echt geschämt.

Zwischenzeitlich "lief ich dann aus". Netzschlüppi und Riesenbinde reichten nicht aus, und so hoppelte ich schnell mal über den Gang zur Toilette. Na ja, mein Schamgefühl hat sich in den vergangenen 8 Wochen noch nicht wieder ganz zurückgebildet, so dass das auch okay war. ich fragte nach einer Paracetamol wegen der Unterleibsschmerzen. Das hatten die aber gerade nicht vorrätig! Äh!? 
Mir wurde dann doch ein bisschen schwindelig und ich legte mich ein bisschen hin. Vielleicht bin ich auch eingeschlafen.

Nun wollte ich aber wirklich endlich nach Hause. Es war schon 11 Uhr und der Arzt ließ auf sich warten. Ohne sein Okay durften wir nicht gehen. Manno!! Wieder schlichen sich ein paar Tränchen raus, und die nette Schwester sagte, ich könne ruhig mal kurz mein Handy anmachen und zu Hause anrufen. Gesagt, getan. Es war so schön R.'s Stimme und beruhigende Worte zu hören.... und vor allem mein Baby nicht zu hören. Das heißt sie weinte nicht!! Oh, war ich erleichtert. 

Endlich kam der Arzt, fragte mich, ob es mir gutginge. - Ja. - Er noch: Der Befund geht dann an meine betreuende Frauenärztin. Und: Alles Gute, Sie können gehen. Und dafür musste ich soooo lange warten!!

Meine Freundin F. wartete mit Klein-T. im Wartezimmer und brachte mich dann blitzschnell nach Hause zu meinen Lieben. Das Baby war durstig, aber zuckersüß und guter Dinge. Ich war so glücklich, sie in den Armen zu halten und stillen zu können. Das Fläschchen hatte sie nicht so toll gefunden und das meiste davon wieder ausgespuckt. Aber R. hatte es trotzdem geschafft, sie bei Laune zu halten.

Mir war dann den ganzen Nachmittag noch recht schwindelig, so dass ich die Zeit mehrheitlich im Bett verbrachte und dort mit dem Babymädchen spielte. Zwischenzeitlich konnte ich mich noch mit lecker Hühnersuppe (made by Schwiegermutti) und Dominosteinen (sponsored by R.) stärken, und nun geht es mir schon wieder recht gut. Jetzt geht es aber gleich ab ins Bett. 

Und: Bis irgendwann Baby Nr. 2 geboren wird, hätte ich nun meinen Unterleib ganz gern endlich mal wieder ganz normal für mich selbst!!

Samstag, 23. Oktober 2010

Eine Kinderwagenfahrt ist lustig

.... - nicht. Meistens jedenfalls. Der heutige Ausflug soll als Beispiel dienen. Das gut gestillte, mit Sabsimplex versorgte, vom Bäuerchen befreite, frisch gewickelte und etwas schläfrige Baby wurde heute Vormittag von mir in den Kinderwagen gelegt. Erstes Ziel war die Post, um einen Brief für Tante Kimmy abzuholen. Die Viertelstunde Weg dorthin guckte und schlummerte das Baby abwechselnd und wirkte dabei noch relativ zufrieden. 

Bei der Post angelangt wartete eine Schlange bis draußen vor die Tür. Ich stellte mich trotzdem erstmal an. Wir waren noch nicht mal ganz bis hinein in die Post gelangt da fing das Babymädchen an zu weinen. Und zwar so laut, dass ich den Post-Besuch abbrach. Das hat sie wohl vom Papa, denn der hat auch öfter mal Querelen mit den Postangestellten. Na gut, nicht weiter schlimm, der Brief wird wohl auch Montag noch abzuholen sein. 

Weiter ging's zum kleinen aber feinen Buchladen ein Geschenk für meine Tante kaufen. Hier wird man sogar noch persönlich beraten. Den kurzen Weg dorthin verschlief das Baby, während des folgenden Beratungsgespräches schaute sie sich mit großen Augen um. Das wiederum hat sie von mir - ich lese auch sehr gerne. 

Kaum raus aus dem Buchladen schlief das Baby kurz wieder ein, um Kraft zu tanken für den folgenden Brüllalarm. Die nächsten 10 Minuten weinte das arme kleine Mädchen ganz bitterlich. Nucki reinstecken, ruckelig fahren, nicht so ruckelig fahren, beruhigend auf sie einreden, streicheln - nichts half. Ich habe sie dann testweise mal mehr auf die Seite als auf den Rücken gelegt, aber auch das war doof. 50 Meter vor der Haustür schlief die Prinzessin dann - wohl vor Erschöpfung ein. 

Der ganze Ausflug hatte keine Stunde gedauert! Im Hausflur meldete die Prinzessin sich noch mal zu Wort, damit auch die Nachbarn was von ihr haben. Doch kaum im Kinderzimmer angelangt schlief sie wieder ein - 20 ganze Minuten lang sah das so aus: