Mittwoch, 27. Oktober 2010

50 Tage Mama

So, wie gestern schon angedeutet gibt es heute mal einen Bericht über mich. Allerdings mit etwas anderem Inhalt als ich gestern noch dachte. 

Heute war ich bei meiner Frauenärztin zur Nachuntersuchung. Es war schon irgendwie komisch nicht-schwanger dort zu sein. Schießlich hatte ich - in jenem anderen Leben - ja ziemlich viele Stunden dort verbracht. Meine Freundin F. war mit von der Partie und bespaßte mein Babymädchen während ich mal wieder ein Becherchen voll machte, Blutdruck und HB-Wert gemessen bekam und schlussendlich zur Ärztin durchgewunken wurde. 

Die wunderte sich gleich ein wenig als ich sagte, dass der doofe Wochenfluss noch nicht vorbei sei und auch immer mal frisches Blut dabei sei. Vier Wochen nach der Geburt war das ja schon mal fast vorbei gewesen und dann schwallartig noch mal wieder gekommen. Die Einzelheiten lasse ich hier weg, nur soviel: Die Aktion hätte durchaus in einen Splatterfilm gepasst. R. hatte dann meine Hebamme angerufen, die aber sagte, dass das schon mal passieren könnte und solange ich keine Schmerzen hätte und die Blutung auch schnell wieder nachließe wäre das nicht weiter problematisch. Nun, ich hatte keine Schmerzen und die Blutung hat auch nachgelassen.... nur eben nie ganz aufgehört. 

Zurück zum heutigen Tag: Die Frauenärztin machte also einen Ultraschall und dann ein besorgtes Gesicht. Offenbar ist da immer noch ein Stückchen Plazenta in der Gebärmutter verblieben bzw. weiter gewachsen. Und das muss raus. 

Also machten R., das Baby und ich heute Nachmittag einen Ausflug zurück ins Krankenhaus. Dort verbrachten wir dann einige Zeit im Wartesaal der Rettungsstelle bevor ich zum nächsten Ultraschall musste. Der dauerte dann gleich so richtig lange und war auch recht unangenehm. Die Ärztin war sich nicht 100%ig sicher, ob es Plazenta ist, aber jedenfalls muss es trotzdem raus. 

Dann ging es weiter zur nächsten Gynäkologin, die mich noch mal untersuchte und dann die weiteren Formalitäten mit mir klärte bevor es weiter ging zur Patientenaufnahme inkl. Anästhesieaufklärung. Drei Stunden später war ich ein wenig entnervt, aber auch beruhigt, weil alles auf einen absoluten Routineeingriff deutet. Nächsten Dienstag wird nun also die Ausschabung ambulant vorgenommen. 

Meine allergrößte Sorge als meine Frauenärztin heute früh erstmalig von der Ausschabung sprach war, dass ich dann ja eventuell wegen der Narkose nicht stillen dürfte und wie ich denn wohl mein Baby ernähren sollte. Es ist nun so, dass ich gleich nach der Aufwachphase wieder stillen darf. Das heißt aber trotzdem, dass ich die kleine Prinzessin von ca. 6:45 Uhr bis 11:30 Uhr nicht stillen kann, und dieser Abstand wäre ihr definitiv zu lang. 
Mit meiner Hebamme habe ich über's Abpumpen von Muttermilch gesprochen. Sie meinte aber, in Anbetracht dessen, dass ich das noch nie gemacht habe, wäre das sehr aufwändig. R. wird dem Babymädchen in meiner Abwesenheit also ausnahmsweise mal ein Fläschchen mit Pre-Milch geben. Ich hoffe, sie trinkt das dann auch zumindest ein bisschen. Klar, sie wird in der kurzen Zeit nicht verdursten, trotzdem finde ich die Vorstellung, dass mein Baby stundenlang vor Hunger und Durst weinen könnte total fürchterlich. :-(

So, nun zum eigentlich geplanten Inhalt für diesen Post. Es geht mir gut (haha). Nein, im Ernst:
  • Die linke Hand ist seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr taub. Nur die Finger der rechten Hand kribbeln noch ein bisschen. Meistens merke ich das aber gar nicht mehr.
  • Es ist toll, sich ohne Schmerzen am Schambein oder Becken umdrehen, aufstehen und überhaupt bewegen zu können. 
  • Mein Gewicht sinkt langsam aber stetig, ohne dass ich allzu sehr darauf achten muss. Hoffentlich geht das so weiter. Und hoffentlich nehme ich dann nicht gleich nach dem Abstillen zu. 
  • Der Bauch sieht schon viel flacher aus, auch wenn sich am Umfang seit einiger Zeit nix mehr so richtig tut. Wahrscheinlich wird das erst besser, wenn ich mit dem Rückbildungskurs anfange. Hoffentlich.
  • Der Bauchnabel ist schon ein bisschen weiter in den Bauch zurückgewandert, aber noch längst nicht da, wo er hingehört. Die Linea Negra ist auch noch unverändert rabenschwarz. 
  • Die Schwangerschaftsstreifen... sind vorhanden. Zum Glück sind sie nicht lila sondern hell. 
  • Die ersten beiden weiten Nicht-Umstandshosen passen nun wieder. Allerdings sieht es blöd aus, dass der Bauch immer noch über den Hosenbund quillt.
  • Die Haare fallen bislang nur dem Baby, aber noch nicht mir aus. 
  • Meine Haut lässt einiges zu wünschen übrig. Ich habe nun die "Stillpille" von meiner Ärztin verschrieben bekommen, die dagegen kaum etwas ausrichten wird. Ich "freue" mich schon darauf, meine hautfreundliche Pille wieder zu nehmen, wenn ich irgendwann abgestillt habe. 
Soviel also zu meinem aktuellen post-partalen Befinden. Und in alter Tradition gibt es nun mal wieder mein aktuelles, wahrscheinlich letztes Bauchbild:

Kommentare:

  1. Ui, so viele Gesundheitsinfos! Ich drücke dir schon mal vorab die Daumen für die Ausschabung (Was für ein extrahässlicher Begriff!) und bin mir sicher, dass eure Kleine bei R. und mit ein bisschen Abwechslung im Milchgeschmack gut aufgehoben ist.

    Und was ich schon ne Weile sagen will: Auf deiner Fotostrecke stahlt dein Bauch auf Bild Geburt+20Tage so süß! Das ist ne Palme auf dem Bild vorher, oder? *lach*

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  2. Hehe, ja das ist eine Palme - mittlerweile musste sie jedoch dem nun sichtbaren Babykäfig .... äh .... Laufgitter weichen. :-)

    Ach ja, man kann das statt Aus... auch Curettage nennen, aber das musste ich grad erst mal googeln, um rauszufinden wie das überhaupt geschrieben wird. :-)

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