Sonntag, 23. Juli 2017

Leber Wurst

Heute beim Abendessen wollte Zwee Leberwurst auf ihre Stulle haben.

Dann fragte sie: "Wie heißt das notmal?"

Ich: "Leberwurst."

Zwee: "Häh? Wie heißt das?"

Ich wieder: "Leberwurst."

Daraufhin Zwee: "Und wie ist der Vorname?"

Überhaupt hatte Zwee heute offenbar Quatschlaune, denn daraufhin fütterte sie das kleine Abziehbild an ihrem Arm - einen kleinen Esel - mit ihrer Stulle und unterhielt sich angeregt mit ihm.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Tschüss 1a! Hallo 2a!

Haben wir nicht gerade erst Einschulung gefeiert? Und nun ist die 1. Klecker schon rum. BM hat ihr erstes "richtiges" Zeugnis bekommen; und die wichtigste Frage, die uns zur Zeit beschäftigt, ist, ob sie denn nun jetzt schon oder erst nach den großen Ferien eine Zweitklässlerin ist.

Für BM war es ein ziemlich anstrengendes Jahr. Die ersten Monate machte ihr vor allem das neue soziale Gefüge zu schaffen. Unsere Kinder gehen/gingen ja in eine recht kleine Kita, wo jeder jeden kennt und BM einen festen Platz hatte. Sie ist auch keineswegs besonders schüchtern, im Gegenteil, ich staune immer wieder, wie schnell sie Anschluss findet. In der Schule fiel ihr das aber wirklich schwer.

Monatelang war sie jeden Abend traurig, weil sie "von den anderen Kindern ausgeschlossen wurde". Egal, was man über den Schultag fragte, sie wollte eigentlich gar nicht erzählen, sondern sagte immer nur, dass sie wieder traurig gewesen sei.  Viele  Kinder hatten aber scheinbar feste Freunde mitgebracht bzw. hielten an ihren alten Kita-Freunden/Bekannten sehr fest. BM hingegen hatte einen solchen Anker leider nicht. Mit dem einzigen Mädchen, dass aus ihrer Kita mitgekommen war, war sie schon seit einem Jahr nicht nicht mehr richtig fest befreundet (obwohl die beiden früher total dicke waren).

Mein Mamaherz blutete, ich hatte irgendwie erwartet, dass BM richtig viel Spaß in der Schule haben würde und ganz schnell Freunde finden würde. Aber wenn oft so traurig ist, und außerdem noch eines der jüngsten Kinder mit einem riesigen Bewegungsdrang, macht die Schule wohl nicht besonders viel Spaß.

Sowohl BMs Lehrerin als auch ihre Erzieherin sind richtig toll und gehen super auf die Kinder ein. Wir führten mehrere Gespräche mit beiden, wodurch die Situation ein bisschen relativiert wurde: Tatsächlich hatten beide von Anfang an den Eindruck, dass BM immer mittendrin war. Sie machte bei allen Aktivitäten freudig mit und hatte schnell guten Anschluss an alle Kinder. Nur eben keine beste Freundin. BM ist sensibler als wir es vielleicht gedacht hätten: Sie nimmt es sich eben sehr zu Herzen, wenn sie beim Schuhe anziehen die letzte ist und dann alle anderen Kinder sich schon auf dem großen Hof verteilt haben. In der Kita hat sie gern den Ton angegeben (bis im letzten Schuljahr zwei zurückgestellte Mädels die Führung übernahmen), in der Schule ist sie einen Kopf kleiner als viele Mitschüler und musste sich plötzlich einen neuen Stand zwischen 23 anderen Kindern schaffen.

Die Erzieherin berichtete auch, dass wenn BM sich in den Kopf setzte, mit einem bestimmten Mädchen zu spielen, sie dann traurig war, wenn dieses nicht wollte, auch wenn gleichzeitig mehrere andere Kinder sich zum Spielen anboten.  Da kam sie dann manchmal nicht aus ihrer Rolle heraus. Dennoch: Es machte mich unendlich traurig, wenn BM in der Schule oder Abends weinen musste. Wie auch immer die Situation von außen aussah - für sie war es eben wirklich schlimm.

Lehrerin und Erzieherin nahmen BMs Problem ernst und halfen ihr. Wenn sie traurig war, fragten sie in die Runde, wer denn mit BM spielen wolle - woraufhin immer viele Hände hochgingen. Sie sprachen oft mit der Klasse über Teamgeist und Kameradschaft und dass sie alle zusammen halten sollten.

Ob es diese Bemühungen waren oder die ersten Lernerfolge oder einfach die Zeit, vielleicht auch die Kombination: Irgendwann zwischen Winter- und Osterferien legte sich bei BM ein Schalter um.

Unser großes Mädchen ist nun viel ausgeglichener und fröhlicher. Sie erzählt zwar immer noch nicht allzu viel von der Schule, und wenn sie es sich aussuchen könnte, hätte sie wohl am liebsten immer Ferien, aber Schule scheint nun immerhin okay zu sein.

In diesem einen Schuljahr ist BM so selbständig und reif geworden. Ihr sowieso schon nie versiegender Redefluss hat einen völlig neuen Wortschatz aufgenommen. Bislang hauptsächlich "Lehrerformulierungen", aber neulich bekam sie ein Donnerwetter von mir, weil ich hörte wie sie zu ihrer kleinen Schwester "Halt doch die Schnauze" sagte. Wir werden das ja nicht verhindern können, aber bei uns zu Hause wird so jedenfalls nicht gesprochen.

Am Mittwoch gab es nun also die ersten Giftblätter. BM bettelte mich morgens noch an, dass ich ihr eine Zange mitgeben solle, weil sie meine Erzählungen von meinen Zeugnisausgaben so lustig fand. Ich überzeugte sie jedoch, dass ich die Zange auch erst viel später benutzt hatte und sie noch viel Jahre warten müsse, bis sie das auch tun könne.

In der 3. Stunde war es soweit. R. und ich waren mit einigen anderen Eltern in die Schule gekommen, so dass wir bei der Zeugnisübergabe dabei sein konnten. Zuerst sangen die Kinder das Lied vom Gummibären - dann hatten wir also mal wieder ein paar Stunden lang diesen Ohrwurm. Es war aber toll zusehen, wie lieb alle dasaßen, mitsangen und an denselben Stellen schmunzeln mussten, obwohl sie das Lied sicher schon hundertmal gesungen haben. Die Lehrerin war toll wie immer. Nacheinander rief sie jeweils einen Jungen und ein Mädchen nach vorn und hatte für jedes Kind einige sehr persönliche Worte. Zum Zeugnis gab es dann von der Erzieherin noch jeweils ein kleines Tütchen mit einem Pixiebuch, Bleistift und Notizblock.

Als BM an der Reihe war, lobte die Lehrerin, dass sie das ganze Jahr so fleißig und lieb gewesen sei. Sie erwähnte noch, dass BM nach ihrer Polypen-OP ganz schnell wieder reingekommen ist und es kaum aufgefallen sei, dass sie zwischendurch weg war. BM war vorn ganz schön aufgeregt. Danach sagte sie noch, dass sie froh war, dass sie selbst nichts sagen musste. Ja, Dankesreden haben wohl auch noch etwas Zeit. Wie die meisten Kinder interessierte sich BM Null für das Zeugnis, sondern wollte erstmal das kleine Geschenk auspacken. Erst als wir ein paar Stunden später schon im Urlaub waren, wollte sie es sich kurz mit mir ansehen... aber wirklich nur kurz.


BM liest schon richtig gut, und ich glaube, es macht ihr richtig Spaß, die Welt um sie herum so zu erschließen. Sie liest so im Vorbeigehen lange Straßennamen und Begriffe, aber bei den Hausaufgaben muss ich sie noch oft daran erinnern, dass sie die Aufgabenstellung doch selbst lesen kann und mich nicht dazu braucht. Gelegentlich liest sie ihrer kleinen Schwester aus deren Bilderbüchern vor - mittlerweile auch schon so flüssig, dass Zwee sitzen bleibt und zuhört.

BM rechnet auch sehr gern und sicher bis 20. Zuletzt hat die Klasse mit Geld gerechnet, was ihr großen Spaß gemacht hat. Mein Eindruck ist, wenn sie sich noch etwas Zeit nehmen würde, neue Aufgaben richtig zu verstehen, könnte sie richtig gut in Mathe sein. So müssen wir oft einige Aufgaben im Matheheft noch einmal wegradieren und nacharbeiten, weil sie an der Aufgabe vorbei gerechnet hat.

Die beste Beurteilung bekam BM in Sachkunde. Seltsamerweise ein Fach, über das sie nie etwas zu Hause erzählt. Da gibt es auch nur selten Hausaufgaben auf, so dass ich kaum ein Gefühl dafür habe, was sie da eigentlich machen. Allerdings wundert es mich nicht, dass sie darin gut ist: Die Lehrer der Familie und auch ihre Kitaerzieherinnen haben immer gesagt, dass BM sehr vielseitig interessiert ist und ein richtig gutes Allgemeinwissen hat.

Direkt nach der Zeugnisgabe holten wir noch schnell Zwee aus der Kita ab und fuhren in einen kleinen Ferienauftakturlaub an den Bernsteinsee... aber nicht bevor BM auch von uns ein kleines Geschenk für das geschaffte Schuljahr und das schöne Zeugnis bekommen hatte:


Zur Zeit ist BM ja glühender My-little-Pony-Fan. Und niemand sagt so niedlich lispelnd "Prinzessin Twighlight Sparkle" wie mein zahnlückiges Mädchen. (Seit sie weiß wie süß ich das finde, kommt sie manchmal in einem Anflug von Liebe zu mir und flüstert es mir ins Ohr, um mir eine Freude zu machen. ) Darum hat sie eben diese nun auch zum Spielen bekommen. Auf dem Foto haben Twighlight und Apple Jack übrigens Taschentuchkleider an, weil sie heiraten.

Mein liebes großes Mädchen, ich wünsche dir wundervolle Ferien, damit du ordentlich Energie auftanken kannst bevor es im September weitergeht. Und wenn ich noch einen Wunsch offen habe, wünsche ich mir, dass die Schule dir bald so richtig Spaß macht. Das Schule-doof-finden hat wirklich noch ein paar Jahre Zeit!

Sonntag, 16. Juli 2017

Kita-Sommerfest 2017

Das Kitajahr neigt sich dem Ende zu und das alljährliche Sommerfest stand an. Dabei werden traditionell auch die Schulkinder verabschiedet. Seit Wochen schmettert Zwee daher auch zu Hause ständig huldvoll winkend das Abschiedslied. Die Erzieherinnen lobten, dass sie die schwierige Melodie und den Text wirklich gut könne, obwohl sie noch so klein ist.

Dennoch waren R. und ich uns ziemlich sicher, dass sie im entscheidenden Augenblick nicht mitsingen würde. Und wir behielten recht. Zwee ging zwar bereitwillig vor und stand zwischen den größeren Kindern. Während des Liedes standen sie und ihre eine Zwillingsfreundin aber nebeneinander und schauten sich mit fest verschlossenen Mündchen tief in die Augen.

Beim anschließenden Theaterstück schaute sie aber interessiert zu und beim anschließenden Fest hatte sie dann richtig Spaß. Ich selbst hatte leider kaum die Möglichkeit mit anderen Eltern zu quatschen, denn eine fiese Erkältung plagte mich und hatte sich wie so oft auf die Stimmbänder gelegt, so dass ich kaum sprechen konnte.

Wie in den vorangegangenen Jahren war es aber für uns eine große Freude zu sehen wie selbstsicher und selbstverständlich unser Kind sich im Kitagarten und mit den anderen Kindern bewegte. Zwee machte ganz viel Quatsch mit den Zwillingen und war überhaupt nicht schüchtern, sondern machte allerhand Quatsch vor (Kopfüber über einer Bank hängen und mit den Beinen schwingen) und gab oft den Ton an ("Los, wir hennen weiter! Nicht da lang, du musst da hunter hennen!").

Oft stöpselt Zwee bei größeren (und kleineren) Menschenansammlungen erstmal eine virtuelle 80cm-Nabelschnur bei mir ein und weicht mir nicht von der Seite. Diesmal mussten wir oft nach ihr suchen, weil sie ständig unterwegs war.

Beim diesjährigen Fest wurden verschiedene "Berufe" vorgestellt. So bastelte Zwee mit BM Buttons (Schmuckmacher). Sie bediente sich mit ihrer Freundin beim Spangenvorrat der "Friseurin" während BM sich geduldig frisieren ließ. Dann ließ sie sich bei der "Maskenbildnerin" schminken, suchte im "Einkaufsladen" von den Kitakindern hergestellte Marmelade aus, baute kurz als "Maurer" an dem großen Eierschachtelhaus mit und naschte Brot, das von der "Bäckerin" im Holzofen gebacken wurde. Größtenteils war sie aber mit einer oder mehreren Freundinnen auf Achse und spielte einfach schön.

BM hatte auch ihren Spaß und freute sich, ihre ehemalige Kitafreundin H. wiederzutreffen, deren kleine Schwester auch noch in die Kita geht. Man merkt nun aber, dass sie kein Kitakind mehr ist. Ich schätze, es dauert nicht mehr lange bis die Kitaaktionen uninteressant für sie werden.


Dienstag, 11. Juli 2017

Randalekäfer

Als R. gestern Zwee aus der Kita abholen wollte, erwartete ihn ein kleines freches Mädchen in Wechselsachen.

Offenbar hatten Zwee, Zwilling T. und die kleine M. den Waschraum unter Wasser gesetzt. Wir wissen nicht genau, was genau sie da gespielt haben, jedenfalls schwamm der ganze Waschraum und die Kinder waren bis auf die Schlüppis nass. Im Windeleimer fand die Putzfrau noch einige Handtücher, vielleicht weil die Mädels versucht hatten, den Boden zu wischen.

Zwee war sehr, sehr reumütig. Sie wollte uns gar nicht erzählen, was da oben passiert war, und heute früh im Auto sagte sie, dass sie heute nicht noch mal mit T. oben spiele  wolle.

Als wir dann morgens ihre Erzieherin trafen, kuschelte Zwee sich eng an mich. Sie hatte gestern bestimmt doll geschimpft, war aber heute sehr lieb zu Zwee und sagte, dass doch alles wieder gut sei. Normalerweise wäre sowas ganz und gar nicht von Zwee zu erwarten.

Ich glaube, so schnell wird Zwee auch keinen Blödsinn mehr machen. Das kenne ich von mir. Ich war ja auch immer eher lieb und schüchtern und es war mir auch immer sehr peinlich, wenn ich mal über die Stränge geschlagen habe.

Obwohl sie bestimmt riesigen Spaß bei dem Quatsch hatte... :-D

Mittwoch, 28. Juni 2017

Dritte Brust

Eigentlich wollte ich duschen gehen, uneigentlich musst Zwee (angeblich) noch mal dringend auf Toilette anstatt zu schlafen.

Als ich mich nackig vorbeugte, um ihren Puschitropfen abzurufen, griff Zwee an meinen Schwabbelbauch und fragte: "Ist das auch eine Brust?"

Ähm. Kein Kommentar.

Samstag, 24. Juni 2017

Abendrunde

Heute war irgendwie ein komischer Tag. Ich fühlte mich seltsam schwummig, vielleicht weil die Ohren noch vom gestrigen Flug zu waren. Nach einem Ausflug auf den Spielplatz mit den Zwillingen war ich froh wieder zu Hause zu sein und machte einen dreistündigen Mittagsschlaf. Dabei mache ich sonst nie Mittagsschlaf. Nun geht es mir aber besser - aber der Nachmittag war quasi vorbei.

Nach dem Abendessen beschlossen wir aber, noch etwas frische Luft zu schnappen und machten zu viert einen schönen Spaziergang. BM machte Kunststücke auf ihren Roller und Zwee sauste mit dem Laufrad nebenher. Mittlerweile hat die das echt gut drauf, nur Bremsen muss sie noch ein bisschen üben.

Am Ende der Runde kamen wir in den Park, wo BM ihrer kleinen Schwester zeigte, wie man  den Hügel hinab rennen kann. Zwee ließ sich bereitwillig helfen und wurde immer mutiger. Zuletzt lief sie fröhlich übers Feld weg - die Nabelschnur war heute wirklich außerordentlich lang.

Zu Hause angekommen wollten die Kinder noch draußen bleiben und wir chillten auf der Bank vorm Haus. Nach einiger Zeit kam die Zwillingsfamilie. Die Kinder spielen also noch ein bisschen. Derweil kredenzte R. uns Frauen je einen Cocktail.

Nun bin ich wohl doch schon wieder bettreif. Lah-di-lah! :-D

Freitag, 23. Juni 2017

Polypen raus

Am Montag wurden BMs stark vergrößerte Polypen entfernt. Dazu waren allerhand Vorbereitungen notwendig. Wir mussten zum Kinderarzt, um einen Bluttest machen zu lassen. BM, die schon als ganz kleines Mädchen jegliche Spritzen immer klaglos über sich ergehen ließ, machte
sich nun vorher ziemliche Gedanken. Wir sprachen darüber, wobei ich ihr natürlich nicht verheimlicht habe, dass das auch ein bisschen weh tut. Als es dann soweit war, ließ sie sich aber ganz tapfer in das kleine Ärmchen stechen. Die Augen wurden ein klitzekleines Bisschen feucht und dann war es schon geschafft. Bei der Gelegenheit wurde BM
auch mal wieder gemessen und gewogen. Sie wiegt nun 20,4 kg und ist 1,12 m groß.

Dann mussten wir noch zu Aufklärungsgespräch beim HNO-Arzt, wobei ich aus organisatorischen Gründen beide Kinder mitnehmen musste, die beide nach langem Schul- und Kitatagen eher nicht so gut drauf waren. Im
Wartezimmer waren beide jammerig und ließen sich kaum durch Vorlesen beruhigen. Ist eben doof, wenn ich das Buch gefühlt immer zu weit bei der Schwester halte. Das eigentliche Arztgespräch war dann eine Sache
von fünf Minuten (während derer mich beide Kinder immer wieder von der Seite ansprachen, so dass ich schimpfen musste, damit ich überhaupt den Arzt verstehe).

Am Freitag fuhren BM und ich dann zwischen Schule und Ferienlager zum Aufklärungsgespräch beim Narkosearzt. Der war wirklich sehr nett zu BM, auch wenn der lange Weg die 10 Minuten Gespräch kaum wert war. Auf dem Weg ins Ferienlager sagte BM dann, dass sie nicht operiert werden
wolle. Mittlerweile war ihr die ganze Sache wohl doch ganz schön unheimlich. Ich erzählte ihr lang und breit wie mir als Kind die Polypen herausgenommen worden waren und dass sie ja schlafen und nichts spüren würde. Im Ferienlager sollte sie dann mal C. fragen, die
vor einiger Zeit dieselbe OP hatte. Deren Eltern meinten, dass es total easy verlaufen wäre. Leider erzählte C. aber BM, dass, sie dolle Schmerzen gehabt habe.

Wir unterhielten uns also in den kommenden Tagen immer noch einmal darüber, was passieren würde und warum wir das machen (BM hörte auf einem Ohr schlecht und atmet immer nur durch den Mund).

Am Tag der OP durfte BM zwar nach dem Aufstehen noch Wasser trinken, aber nichts mehr essen. Darum haben wir am Sonntag Abend noch ein zweites Abendbrot mit leckerem Käsetoast eingelegt, damit BM möglichst
nicht allzu hungrig ist, denn wir sollten erst um 10:30 Uhr im OP-Zentrum sein.

Dort angekommen mussten wir eine Weile warten und BM wurde schon langweilig und zappelig. Dann aber bekam sie ihren "Schnaps". Ich ging schnell noch einmal mit ihr zur Toilette. Dann setzte sie sich wieder hin und spielte mit meinem Handy, wobei man zusehen konnte, wie sich
die Augen verdrehten. R. nahm BM also auf den Schoß, wo sie schon sehr benebelt wirkte.

Als es losgehen sollte trug ich sie in den OP-Saal. 20 kg Kind sind gar nicht so leicht - vor allem, wenn dieses sich total spannungslos nach hinten lehnt, um die seltsamen Lampen anzusehen. Auf dem Weg in den OP zog ich mir noch schnell Kittel, Haube und Schuhüberzieher an,
dann trug ich die schläfrige BM in den OP-Saal. Dort legte ich sie hin und hielt ihr Händchen. Die Blutdruckmanschette und das Dings am Finger für Puls und Sauerstoffsättigung fand sie doof, hatte aber
schon nicht mehr die Koordination, um diese abzustreifen. Ein netter Narkosearzt hielt BM die Narkosemaske vor die Nase und ich wünschte ihr schöne Träume. Nach kurzer Zeit schlief BM tief und fest und ich ging kurz zu R. ins Wartezimmer.

Nach einer Viertelstunde war die OP bereits vorbei und wir konnten zu BM in den Aufwachraum. Da lag sie ganz friedlich auf der Seite und schlief noch genau die avisierte halbe Stunde. Als sie aufwachte zog sie sich unwillkürlich und genau wie geplant den Atemschlauch aus dem
Mund. Natürlich war sie sehr verwirrt, ließ sich aber gut beruhigen.
Nach kurzer Zeit kam der Arzt und schaute noch einmal in den Mund, dann durften wir auch schon gehen.

Ich dachte, BM wäre einfach nur noch müde als ich sie zum Auto trug, aber tatsächlich war sie wohl noch ziemlich weggetreten. Im Auto wollte sie unbedingt einen Film auf dem Tablet gucken, fiel immer wieder in Sekundenschlaf und jammerte, weil ihr Hals wehtat.

Zu Hause angekommen machten wir es ihr auf der Couch gemütlich. Ich fütterte sie mit winzigen Löffelchen Eis. Dabei versuchte sie den Löffel zu greifen, griff aber gut 20 cm daneben. Offenbar sah sie mehrere Löffel. Tatsächlich blieb das noch einige Stunden so. Ich kuschelte mit ihr und ließ mir immer mal wieder sagen, wie viele Nasen, Augen und Münder ich habe. Nach und nach wurden es immer
weniger, aber bis dahin sagte BM ein paar lustige Sachen, über die ich Rabenmutter ziemlich lachen musste, z.B. "Mama, als du gerade gelächelt hast, sind deine Augen runter gefallen."

Irgendwann versuchte sie sich aufzusetzen, plumpste aber immer wieder um. Ich musste ihr dann unbedingt helfen, sich auf der Couch um 90° zu drehen. Kurz darauf fragte sie, wo sie eigentlich sei. Ich sagte: "Im Wohnzimmer, auf der Couch", da fragte sie: "Aber wo ist denn den der
Fernseher?" - Sie lag abgewandt und blickte die Couchlehne an.

Nach und nach wirkte sie immer munterer und schaute dann diverse Filly-Folgen. Abends wollte sie schon etwas Herzhaftes essen und schaffte ein paar Pestonudeln.

Auch wenn sie da ganz normal wirkte, scheint sie aber einen Filmriss über den gesamten OP-Tag zu haben. Offenbar kann sie sich nicht mal mehr daran erinnern wie wir dorthin gefahren sind.

Am Dienstag war BM noch ein bisschen matt. Wir fuhren zur Kontrolle beim HNO-Arzt (alles gut) und chillten ansonsten viel auf der Couch.
Doch BM wäre nicht BM, wenn ich sie nicht schon am späten Nachmittag hätte daran erinnern müssen, dass sie nicht toben solle - da lag sie auf ihrem Stuhl und ließ Kopf und Beine baumeln. Seit Mittwoch geht es ihr an sich wieder ganz gut, aber der Hals tut noch weh, wo die
Instrumente den Rachen aufgeschürft haben.

Dafür hat sie schon gesagt, dass sie jetzt wie der besser hören könne. Ich hoffe, dass der Hörtest im September das bestätigt.

Nachdem BM vom vielen Fernsehen schon viereckige Augen hatte, machten wir ein paar Hausaufgaben und spielten dann Malefiz, das Hütchen Spiel und zum ersten Mal auch Galgenmännchen. So ein großes Kind ist schon
echt toll!

Und dann brauchte sie auch mal ein bisschen Zeit für sich allein, um mit ihren Filly-Pferden ihre "Lieblingsfolge" nachzuspielen.



Am Donnerstag arbeitete R. zu Hause, um auf BM aufzupassen, und abends fuhr sie mit zu Oma und Opa. Heute darf sie mit Oma in die Schule und sich noch ein bisschen ausruhen. Hoffentlich lassen dann auch übers Wochenende die Halsschmerzen nach, damit BM am Montag wieder in die eigene Schule gehen kann. 😉

Donnerstag, 22. Juni 2017

Auf Arbeit schlafen

Heute und morgen bin ich zur alljährlichen Versammlung in Bayern. Gestern Abend erzählte ich Zwee noch mal, dass ich am Morgen ganz früh mit dem Flugzeug zur Arbeit fliegen müsse, dass ich dort auch schlafen würde und erst am Freitag Abend nach Hause komme.

Daraufhin schaute sie mich grinsend an als hätte ich einen riesigen Quatsch erzählt. "Gar nich!", sagte sie.

Ich darauf "Doch, das ist wirklich so."

Zwee: "Släfst du da auch?"

Ich: "Ja."

Zwee: "Aber auf Ahbeit kann man dot nich slaaafen!"

Ich: "Doch, da kann man schlafen. Normalerweise nicht, aber wenn man mit dem Flugzeug zur Arbeit fliegt, geht das."

Zwee: "Is da aut ein Bett?"

... Ich glaube, ich schicke ihr nachher mal ein Foto von meinem Hotelzimmer.

Sonntag, 18. Juni 2017

Ferienlager 2017

Dieses Wochenende war es wieder soweit: Wie schon im letzten Jahr verbrachten wir mit 17 Erwachsenen und 15 Kindern im Alter von 7 Jahren bis 9 Monaten in einem brandenburgischen Ferienlager. 

Schon  am Donnerstag reisten die kleinen Kinder hauptsächlich mit ihren Papas an, so auch R. und Zwee. Sie fuhren zusammen mit A aus B und Töchterchen A hin, und die Mädels hatten schon im Auto großen Spaß zusammen. An dem Tag war das beste Wetter, so dass die Kinder schön baden gehen konnten. Es wurde gebuddelt, gespielt und gegrillt und ein kleiner Erholungsvorsprung "erarbeitet". 

Die Schulkinder und ihre Mamas reisten dann am Freitag an. Ich arbeitete zu Hause und stand komplett unter Strom. Um 13 Uhr holte ich BM ab, fuhr mit ihr zu einem Arzttermin und dann auch ins Ferienlager. Wie schon im letzten Jahr ward BM dann kaum noch gesehen, weil sie sich mit den den größeren Kindern herumtrieb. 

Zwee war zweemäßig froh, dass ich nun auch da war. Den ganzen Tag war sie R. nicht von der Seite gewichen  und nun stöpselte sie ihre Nabelschnur wieder bei mir ein. Sie zeigte nur stolz, wo alles ist und spielte auch sehr schön, holte sich aber häufiger Kuscheleinheiten ein. Wie üblich hielt sie sich eher am Rande des Trubel auf, aber es war trotzdem schön zu sehen, dass sie sich mehr traute und mit anderen Kindern spielte. 

Bei einer Bootstour schlief Zwee unvermittelt neben mir sitzend ein. Die Schwimmweste hielt sie förmlich aufrecht, ihr Gesicht legte sie in meine Hand und weg war sie. Ich nahm sie wie ein Baby in den Arm und musste mein friedlich schlummerndes Mädchen immer wieder ansehen. Zurück an Land blieb sie lange unweckbar und schlief auf einer Sonnenliege in meinem Arm weiter... was ich total schön fand. 

Während wir Erwachsenen Abends schon ums Lagerfeuer saßen, stromerten die Kinder noch durch das Gelände. BM war schon heiser vom vielen Kreischen.  Zwee wollte unbedingt bei ihr sein. Statt zu meckern, wirkte BM eher pseudogenervt und amüsiert. Sie verhandelte total süß mit ihrer kleinen Schwester wie lange diese noch alleine spielen solle und dann würde sie sich um sie kümmern. Da wirkte BM so groß und verständnisvoll. Unsere Mädels sind einfach  so süß und so toll! Dann vermittelte BM Zwee zum Ballspielen und Quatschmachen an die fast gleichaltrige F., was die beiden auch sogleich fröhlich  umsetzten.

Mini war auch überall mit dabei, kuschelte viel mit R. und mir und ließ sich von seinen großen Cousinen an der Hand umher führen. Immer wieder musste ich Zwee und Mini das Bobo-Buch vorlesen - zwischendurch stieg meine Zuhörerschaft auf bis zu 6 Kinder an. Da konnten sich dann auch Schulkinder noch für den kleinen Siebenschläfer begeistern.   

Alles in allem waren es wieder ein paar schöne entspannte Tage. Ich konnte sogar 2 Stunden in Ruhe lesen.   

Hier noch ein paar Eindrücke:






Montag, 12. Juni 2017

Mädelsbett

Ich schlafe nicht gern allein. Die Kinder auch nicht. Und darum dürfen sie im großen Bett schlafen, wenn R. auf Dienstreise ist. Abends ist noch ewig Betrieb im Bett - quatschen, kichern und streiten. Und nachts habe ich ständig zu tun, das ein oder andere Kind von seiner Schwester herunterzuziehen während mein Körper Zwee als Beinablage dient.

Aber trotzdem ist es so schön, meine beiden Süßen bei mir zu haben.

Gute Nacht!

Sonntag, 11. Juni 2017

Pfingstferien 2017

Nun waren also Pfingstferien - genaugenommen natürlich nur für BM, der Rest von uns musste immerhin die kurze Woche arbeiten bzw. in die Kita. Wir hatten aber trotzdem alle eine schöne Woche:

Zum Ferienauftakt verbrachten die Kinder den üblichen Freitag im Wald. Bei super Wetter harkten die beiden Omas Rasen, spielten in Indianerzelten und wurden angemessen schmutzig. Leider fing Zwee sich drei Mückenstiche an der Stirn ein, so dass sie - ziemlich genau wie vor einem Jahr schon mal - wie ein kleiner süßer Quasimodo aussah als sie am nächsten Morgen aufwachte.

Die Freude war aber groß, weil die Kinder dann im Garten ihr Kindertagsgeschenk bespielen durften. Da hatten wir mal wieder eine ziemlich gute Idee...


Am Nachmittag machten wir mit den Nachbarn einen Ausflug zum Reiterhof, weil da ein Springturnier stattfand. Die Kinder staunten ziemlich, aber dann verursachte das schwüle Wetter doch allseitiges Genöle, so dass wir nach einem leckeren Eis recht bald wieder nach Hause gingen. Zwee war mit dem Laufrad unterwegs und machte erst super mit, aber dann tat ihr der Helm an der lädierten Stirn so weh, dass ihr gehörig die Laune verging.


Am Pfingstsonntag besuchte uns meine Krankenhausfreundin mit Familie. Wir sehen uns ja nur ein bis zwei mal im Jahr, aber trotzdem spielten die beiden Großen gleich wieder ohne Anlaufschwierigkeiten miteinander wie damals schon im Krankenhausflur. Erstmals ignorierten sich auch die beiden Kleinen nicht, sondern spielten ebenfalls ganz toll miteinander. Irgendwann waren sie sogar mal eine halbe Stunde hinter verschlossener Tür in Zwees Zimmer und spielten einträchtig mit zwei ollen Luftballons. Zwee fand es übrigens total lustig, dass Mama im Krankenhaus war und sie da noch in ihrem Bauch gewohnt hat. "Da war ich noch ein Beebie. Da hab ich not Bei dedessen." Es war so süß wie sie feixend versucht hat, ihrem CTG-Kumpel die Geschichte zu erklären. Nach stundenlangem Regen konnten wir dann auch noch ein bisschen raus auf den Spielplatz, wo die großen Kinder riesige Schnecken sammelten und die kleinen stundenlang immer wieder mit der Seilbahn fuhren.

Am Pfingstmontag waren wir Vormittags im Dorf, wo auch mein Bruder seit langem mal wieder mit vollständiger Familie mit dabei war. In den letzten Wochen war v.a. das kleinste Familienkind immer wieder krank gewesen. Nach einem leckeren Frühstück bereiteten die großen Mädels einen Wettkampf vor. Mal wieder. Diesmal mussten wir jeweils zu zweit gegeneinander antreten und Rätsel lösen, malen und Plastikspinnen sortieren.

Am Nachmittag kamen unsere Nachbarn mit den Zwillingen zum Burgergrillen vorbei. Wir schlugen uns die Bäuche so richtig voll, während alle vier Mädels mal drinnen, mal draußen herumalberten.

Schon war es Dienstag und der Ernst des Lebens ging wieder los. BM musste einen einzigen Tag in den Schulhort, was sie wenig begeisterte.

Dafür durfte sie am Mittwoch mit den Zwillingen zu Hause bleiben bzw. verbrachte mit ihnen einen schönen Tag im FEZ. Heiser vom vielen Quatschen Kreischen und mit allerhand Gebastelten kam sie Abends glücklich nach Hause.

Am Donnerstag folgte dann ein Ferientag der Superklasse. Genau genommen erlebte BM soviel wie viele andere Kinder nicht in einer ganzen Ferienwoche:

Morgens wurde sie von Opa U. abgeholt und zum Treffpunkt mit Oma R. und PL gebracht. Da waren alle drei noch fit:


Vornehm, vornehm: Es gab Frühstück auf dem Fernsehturm.

Dann ging es mit dem Fahrradtaxi weiter zum Naturkundemuseum.


Die ganze Lauferei entschärfte BMs Schuh.

Ziemlich erschöpft kamen die drei dann zurück ins Dorf, wo mittlerweile auch schon mein Vati mit Zwee angekommen war. Die freute sich (ein bisschen überraschend, aber sehr erfreulich) darüber, dass sie mit BM bei Oma und Opa schlafen durfte und packte gleich im Flur ganz aufgeregt ihre Sachen aus.

Es wurde Schleim hergestellt...

... und der Garten wie üblich in eine Spielwiese verwandelt.

Nach einem Bad in blaugefärbten Badewasser durften die Mädels in ihr Bett schlüpfen - erstmals zusammen auf der ausgeklappten Couch im Wohnzimmer. Das war kuschelig und man hatte sich wohl noch einiges zu erzählen, jedenfalls munkelt man, dass Oma zuerst geschlafen habe.

Beide Mädels schliefen dann richtig gut und ohne Unterbrechungen. BM war früh wach - Murphys Gesetz, denn an Schultagen ist sie um halb 7 Uhr kaum wachzukriegen. Sie hatte sich aber auch schon darauf gefreut, dann zu Oma ins Bett zu schlüpfen und von dort aus fernzusehen. Zwee schlief wie ein Stein bis 9 Uhr!

Am Freitag machten die Mädels sich mit Oma einen schönen Tag im Garten. Sie schleppten einen Großteil des Spielzeugs aus dem Enkelkinderzimmer in das Spielzelt im Garten und sprangen durch den Sprenger. Und als Opa von der Arbeit kam, durften sie auch endlich in den Pool.



Total glücklich kamen die Kinder Abends zu uns nach Hause. Ich wunderte mich schon, dass sie ausgeglichen schienen. Die Harmonie hielt bis zum Abendessen - dann war es vorbei und die Kinder mussten die beiden tollen Tage erstmal kurz mit Böcken und Tränen am Abendbrotstisch verarbeiten. Erwartungsgemäß, aber R. und ich hatten uns nach einer anstrengenden Arbeitswoche eigentlich auf einen harmonischen Abend gefreut.

Am Wochenende ging es dann aber zum Glück gut gelaunt weiter. Gestern waren wir zum ersten Mal alle vier zusammen joggen. Also R. und ich sind gejoggt, Zwee saß im Babyjogger und BM radelte voraus. Fände ich Sport nicht generell doof, müsste ich zugeben, dass das echt Spaß gemacht hat. Nur mein doofer Fersensporn kommt nun vor Lachen nicht in den Schlaf.

Am Nachmittag waren wir in einer tollen Eisdiele, mit so vielen Eissorten, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Die Kinder hatten es da einfacher und wählten wie immer Schlumpfeis. Am liebsten wäre ich noch ein paar Stunden gewesen und hätte einfach weiter genascht, aber wir gingen dann doch lieber auf einen Spielplatz im Ort, wo die Kinder sich noch austoben konnten.

Heute hatten wir allerhand Besuch: Kimmy und Mini waren fast den ganzen Tag da. Wie immer freute sich Mini riesig über BM und präsentierte auch seine neuerworbenen Sprachkenntnisse, indem er nun auch R. und mich beim Namen nannte. Kleiner, süßer Charmeur! Am Vormittag war außerdem R.s Kitakumpel (ja!) nebst Frau und Baby da. Das kleine Babymädchen staunte den Trubel der anderen Kinder mit großen Augen an. Am Nachmittag kamen dann noch die Schwiegereltern zum Urlaubsrückkehrbesuch. Die Kinder planschten in der kleinen Bademuschel und spielten mit dem Playmobil-Aquapark. Derweil chillten, quatschten und aßen wir uns durch einen besonders heißen Tag. Am frühen Abend reichte es uns und wir verzogen uns ins Haus.

Nun musste leider R. schon heute Abend los zu seiner Dienstreise. Weil ich alleine irgendwie nicht schlafen kann Damit sich die Kinder freuen, dürfen sie heute bei mir im großen Bett schlafen. Dort lagen sie auch mehr oder weniger einträchtig ab 20 Uhr drin, hörten zwei Hörspiele, mussten noch mal pullern, Quatsch erzählen, sich auf 1,80 m in die Quere kommen und ein bisschen zanken bis sie gegen 22 Uhr endlich einschliefen.

Und da kuschel ich mich jetzt dazu. <3

Montag, 5. Juni 2017

Na endlich

Schon Ende April meinte die Zahnärztin, dass BMs Schneidezahn (Mitte links oben) das lange 1.-Mai-Wochenende wohl nicht überstehen würde. Pustekuchen. Bis eben klammerte er sich noch fest.

Nach einem schönen Nachmittag, wo die Kinder mit den Nachbarszwillingen stundenlang gespielt und getobt hatten und wir Eltern in Ruhe Burger grillen und quatschen konnten lagen unsere Kinder noch kurz zusammen in Zwees Bett bevor sie jeder zum Schlafen ins eigene Bett sollten. Die CD lief schon und sie hatten es sich gemütlich dunkel gemacht.

Unvermittelt fingen beide an zu weinen. Offenbar waren sie im dunkeln zusammen gerammelt. Zwee hielt sich den Kopf und BMs Wackelzähne bluteten. BM bekam sich lange nicht ein. Sie spülte tapfer den Mund aus und der o.g. Zahn hing auf halb Neune. Sie traute sich aber nicht, ihn rauszudrehen.

Also kühlten wir zur Beruhigung Mund und Köpfchen, kuschelte im Bett und schauten eine Folge Filly. Und dann, nach und nach kam der Zahn langsam immer weiter raus bis BM sich zu guter Letzt traute, ihn heraus zu nehmen.

Erledigt!

PS: Habe ich es schon mal geschrieben? Mein erster Zahn wurde beim Spielen auf einer Bank durch einen Kopfzusammenstoß mit einem Mädchen namens BM ausgeschlagen. History repeated oder zumindest so ähnlich.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Sportskanone

Bei etwas zu strahlendem Sonnenschein fand heute ein Sponsorenlauf in der Schule statt. Dabei hatten alle Kinder 20 Minuten Zeit, Runden um einen Sportplatz zu laufen. Dazu erklärten wir Eltern uns vorab bereit, einen bestimmten Betrag pro Runde für die Ausstattung der Schule zu spenden.

BM lief tapfer zehn Runden, die zum Beweis auf ihren Armen abgestempelt wurden.



Danach konnten die Kinder sich noch anderweitig sportlich betätigen. Wohl ein bisschen unwillig ließen BM und ihre Freundinnen sich überreden, einen Fußballparcour mitzumachen. Langsam, aber sehr konzentriert und fast fehlerfrei absolvierte BM den Parcour, schoss zum Abschluss ein "Tor" und bekam eine Urkunde mit Silberabzeichen.


Der Nachmittag war nicht minder aktiv: R. holte BM und Zwee mit dem Fahrrad ab. Auf dem Heinweg trafen sie allerlei bekannte Kinder und tobten auf einem Spielplatz bevor es endlich nach Hause ging. Die Hitze und die viele Bewegung forderten ihren Tribut, und so schlief BM bereits kurz nach 20 Uhr wie ein Stein. Aber ehrlich: So ein Programm können wir nicht jeden Tag durchziehen, nur damit BM mal früher schläft.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Eine Woche voller freier und Feiertage

Schlag auf Schlag häuften sich in der letzten Woche Mutter- und Vatertag, mein Geburtstag und nun heute R.'s Geburtstag. 

Wir wurden jedesmal schön von unseren Kindern beschenkt. Hier eine kleine Auswahl: 

Muttertag...





Mein Geburtstag:



 Vatertag:


Und da sieht man: Zwee kann doch schon eine Sonne malen, auch wenn sie bei der U7a keine Lust dazu hatte.

An meinem Geburtstag hatten R. und ich frei. Wir brachten die Kinder zur Schule und in die Kita und gingen dann in der Köpenicker Altstadt lecker frühstücken und eine Runde spazieren. Dann holten wir BM gleich nach der 5. Stunde ab, damit wir beide noch ein bisschen auf der Couch kuscheln und Harry Potter gucken konnten. Zwee holte ich dann um 14 Uhr ab, so dass ich auch endlich mal dabei sein konnte, wenn sie nach dem Mittagsschlaf aufwacht. Das kleine schwitzige Mädchen war schon wach als ich mit der Erzieherin in den Raum ging und freute sich sehr über mich. Am Nachmittag kamen unsere Familien zu Besuch. R. grillte Burger für uns und die Kinder spielten schön im Garten. BM versuchte von PL Radschlagen zu lernen (noch erfolglos), Zwee wurde zusehends mutiger auf dem Klettergerüst und Mini fand das ganze Spielzeug total super.


Über das lange Himmelfahrtswochenende fuhren wir ganz kurz entschlossen ins Erzgebirge. Wir hatten ein paar richtig schöne, erholsame Tage - obwohl R. leider einen Tag mit einem Magen-Darm-Dings kämpfte und anschließend auch BM eine Nacht damit zu tun hatte. 

Aber bei einer solchen Aussicht muss man sich ja wohl entspannen: 



Das Haus war umgeben von Pusteblumenwiesen und die Kinder wirkten fleißig an der Verstreuung von hunderten Pustelinchen mit. 


Als große Highlights für die Kinder waren wir im Erlebnisbad Marienberg, wo beide Kinder immer wieder die Röhrenrutsche hinab sausten (BM alleine und Zwee jeweils mit Elternteil). BM rutschte auch einige Male tapfer die Reifenrutsche mit uns hinab bis so ein Blödbaddel einmal den Ausgang aus einem Becken versperrte, so dass sich zig Reifen aufstauten und alle Kinder Angst bekamen. Nun will sie "nie wieder" dort rutschen.

BM fand im Schwimmbad und auch am Ferienhaus wieder direkt Anschluss an andere Kinder. Da ich als Kind viiieeel schüchterner war (eher so wie Zwee), bin ich immer wieder total von den Socken wie leicht ihr das fällt.

Außerdem waren wir wieder bei einer Sommerrodelbahn, weil die Kinder das schon im letzten Urlaub so toll fanden. Im Nu waren wir alle sechs Mal hinuntergesaust. Den Kindern konnte es gar nicht schnell genug gehen. Ich hielt mich größtenteils an Zwee, "musste" aber auch zweimal mit BM rutschen, wobei ich ziemliches Muffensausen hatte, weil sie kaum abbremste. Dann musste ich mir auch gefallen lassen, dass BM mich eine "Quietschfrau" nannte.

Heute hatten R. und ich auch wieder frei, weil R. Geburtstag hat. Am Vormittag machten wir eine schöne Radtour durch Wiesen und Parks und ein paar Wohngebiete, weil ich doch so gerne anderer Leute Häuser und Gärten ansehe. Als Belohnung winkte ein leckeres Essen in einem gemütlichen Biergarten. Am Nachmittag kamen unsere Eltern zu Besuch und wir feierten in kleiner, aber feiner Runde R.s Geburtstag. Nun ist R. noch zu seinem Geburtstagszwilling A. gefahren, damit die beiden Ihren Tag noch ein bisschen gemeinsam feiern können.

Zum Glück ist nächste Woche Pfingsmontag. An die kurzen Wochen kann man sich gewöhnen - ich hätte auch gar keine Lust, mal wieder fünf Tage durchzuarbeiten.

Freitag, 26. Mai 2017

Jetzt geht das also wieder los

Zwee sitzt auf R's Schoß und guckt mit ihm Fußball:

"Heißen die hoten? Heißen die swarzen? Und der hote Mann da? Weiß du das nich?

Offenbar eifert sie jetzt ihrer großen Schwester nach, die seinerzeit ihren Papa mit zahlreichen Fragen vom Fußball ablenkte.

Und dann wollte sie heute unvermittelt "Was du nich siehst, und das ist dün!" spielen. Wuah! BM hat uns damals schon fertig gemacht, weil sie immer den ersten Halbsatz ("Ich sehe was") weggelassen hat. Übrigens hat Zwee dann gar nicht unsere Antwort abgewartet, sondern einfach selbst alle grünen Dinge in Sichtweite aufgezählt.

Dienstag, 23. Mai 2017

Zwee: Entwicklungsgespräch in der Kita

Heute hatten wir Zwees jährliches Entwicklungsgespräch mit ihrer Erzieherin K. Als R. und ich ankamen mussten wir uns kurz verstecken, weil Zwee gerade aus dem Haus kam und in den Garten rannte, wobei sie vor lauter Freude laut: "Ja, ja, ja!" rief.

In dem Gespräch gab es eigentlich keine Überraschungen für uns, sondern unsere Eindrücke decken sich größtenteils mit denen der Erzieher:

Zwee ist sehr gerne in der Kita - auch wenn sie morgens lieber mit Mama oder Papa zu Hause bleiben würde. Dann klammert sie sich meist kurz an mich, lässt sich aber schnell überreden, ans Fenster zu gehen und mir zu winken. Wenn ich dann von draußen zu ihr hochschaue, grinst sie immer, winkt und wirft Luftküsschen, lacht und erzählt dabei mit den anderen Kindern, die ebenfalls gerade herausschauen.

Zwee nimmt alle Angebote in der Kita gerne wahr, ist immer interessiert mit dabei, drängt sich aber nie in den Mittelpunkt bzw. beobachtet erstmal still. Sie malt, bastelt, singt und tanzt gern. Beim Morgenkreis macht sie schön mit, singt und übt mit den anderen Kindern zählen.

Aus lauten und trubeligen Situationen hält Zwee sich lieber heraus. Allerdings lässt sie sich dadurch auch nicht aus der Ruhe bringen. Wir konnten uns Videos ansehen, in denen Zwee ganz ruhig ein Buch ansah oder einen Turm baute während die anderen Kinder um sie herumtobten.

In neuen Situationen bzw. gegenüber fremden Menschen ist Zwee ja immer ziemlich scheu. In der Kita hat sie aber Vertrauen zu allen Erzieherinnen und spricht sie auch an, wenn sie Fragen oder Probleme hat. K. will sie nun demnächst immer mal ein bisschen fordern, z.B. indem sie Zwee zum Koch schickt, damit sie ihn etwas fragt oder etwas bei ihm abholt. Alles in allem ist ihre Schüchternheit aber keineswegs bedenklich.

Nun bilden sich auch erste Freundschaften zwischen den Kindern. Zwee hängt vor allem an den eineiigen Zwillingen in ihrer Gruppe. Aber auch mit den anderen Kindern spielt sie schön, u.a. auch mit den Jungs, obwohl sie zu Hause immer nur berichtet, dass die Jungs sie "deärgert" hätten und "demein" seien und "da war ich daudich". Mit den Zwillingen und den anderen Mädels spielt sie oft Mutter-Vater-Kind. Wenn wir Zwee aus der Kita abholen, finden wir sie meistens im Buddelkasten. Oder sie rast gerade gar nicht zimperlich mit einem Bobbycar den Berg hinunter.

Noch im Herbst haben wir uns ja einige Gedanken gemacht, weil Zwee kaum sprach. K. findet aber, dass sie gar nicht (mehr) zurückhängt. Zwee spricht leise und wahrscheinlich auch im Verhältnis zu anderen Kindern seltener, aber grundsätzlich verständlich und altersgemäß.

Wie immer war es sehr schön, ein umfassendes Bild von Zwees Zeit in der Kita zu bekommen. Wir sind weiterhin sehr zufrieden mit unserer Kita und freuen uns, dass es Zwee dort so gut geht.



Montag, 22. Mai 2017

Zwees U7a (Teil 1)

Heute sollte Zwees U7a stattfinden. Tatsächlich fand dann nur der erste Teil statt, denn die Kinderärztin war leider erkrankt. Wir gaben also den Sprachfragebogen ab (wo wir alles mit "ja" ankreuzen konnten) und dann führte die Arzthelferin die "Vorarbeiten" mit Zwee durch.

Obwohl die Arzthelferin sehr nett ist, war Zwee der Einstieg wohl etwas unheimlich, sie klebte an mir fest und wollte auf gar keinen Fall eine Sonne malen, obwohl sie das eigentlich schon kann. Ich befürchtete schon, dass Zwee wie bei der U7 gar nicht mitmachen würde, aber dann taute sie doch noch auf und sagte leise aber richtig die Farben von den Buntstiften.

Dann sollte sie ein Buch anschauen, wobei sie ordnungsgemäß einzelne Seiten umblätterte, Tiere und verschiedene Farben benannte und auch die Mehrzahl von Pferden und Blumen richtig sagte. Dann sollte sie noch ein paar "Logikfragen" beantworten:

Was machst du, wenn du müde bist? - Dann mat ich eine DeeDee (CD) an. (Schlafen ist offenbar keine Lösung.)

Was machst du, wenn dir kalt ist? - Zudetten (zudecken).

Anschließend baute die Arzthelferin aus großen Legosteinen eine Brücke, die Zwee in Nullkommanix richtig nachbaute. Dann spielten die beiden noch mit einen Ball. Zwee hat ihn jedesmal prima aufgefangen, traute sich aber nicht so richtig, ihn zu werfen. Vielleicht, weil ich ihr sonst immer sage, dass man im Haus nicht mit Bällen wirft.

Vom Sehtest war Zwee erst nicht so begeistert, weil die Augenklappe gedrück hat. Als ich ihr aber dann die Augen abwechelnd mit der Hand zuhielt, machte sie prima mit. Sie erkannte alle Bildchen bis auf den Schlüssel. Kein Wunder, denn so einen altmodischen Schlüssel hat sie in echt wahrscheinlich noch nie gesehen. Sie überlegte ein bisschen herum und benannte ihn dann als Lampe. Ich musste schmunzeln, denn BM hatte damals gedacht, der Schlüssel sei eine Ampel. Jedenfalls scheint mit Zwees Äuglein trotz ihrer kurzsichtigen Eltern (noch) alles in Ordnung zu sein.

Zu guter Letzt wurde Zwee dann noch vermessen:


Nun haben wir im Juli noch mal einen Folgetermin, wo die Kinderärztin den Rest der U7a durchführt. Wir sind uns aber auch so sicher, dass mit unserem kleinen Mädchen alles in Ordnung ist.

Superpapa & Superwochenende

Heute Vormittag nutzen wir vier das schöne Wetter und machten eine Radtour. Soweit so schön - bis BMs Vorderreifen plötzlich Platz war.

Während ich noch grübelte, wer von uns jetzt nach Hause eilen und das Auto holen sollte, hatte R. eine andere Idee. BM quetschte sich zu Zwee in den Anhänger. R. radelte die schwere Ladung geschwind nach Hause... und stemmte dabei noch in der rechten Hand BMs Fahrrad. Ich vermute, morgen wird der Superpapa davon einen ordentlichen Muskelkater haben, und ich konnte kaum hinsehen, aber alle drei (und ich als Nachhut) kamen wohlbehalten wieder nach Hause.

Generell war es ein richtig schönes Wochenende. Es begann am Freitag Nachmittag mit 1,5 Stunden ganz allein zu Hause. So oft habe ich das nicht, aber diese Woche tatsächlich zweimal. Ich killte in Ruhe ein paar Frösche und schaute etwas fern. Dann kam R. nach Hause. Wir kochen ein Gericht aus unserer aktuellen Kochbar und schafften es diesmal sogar aufzuessen bevor die Kinder aus dem Wald nach Hause gebracht wurden.

Im Bett schaute ich mit BM den Anfang von Harry Potter. Ein Test, ob das schon was für sie ist. Irgendwann kam Zwee dazu und quetschte sich noch zwischen uns, so dass ich mit beiden Mädels kuscheln konnte.

Am Samstag war ich fast den ganzen Tag mit meiner Mutti shoppend unterwegs. Während sie nur eine einzige olle Strickjacke fand, schleppte ich bald reichlich Tüten.

Kaum war ich zu Hause angekommen, zogen wir los zum großen Spielplatz. Zwee rannte freudig hin und her und buddelte vergnügt. BM traf eine Mitschülerin mit der sie lange am Karussell spielte. Ich konnte kaum hinsehen, wie BM da drauf im Kreis rannte und zwischendurch immer wieder über ein daraufliegendes Kind sprang wie bei einem Hürdenlauf.

Abends kuschelten wir drei Mädels auf der Couch und schauten weiter Harry Potter bis es Zwee erwartungsgemäß doch zu gruselig wurde und sie mit R. schon mal nach oben ging. BM schaute tapfer wieder. Es erinnerte mich sehr an ihr erstes Mal "Eiskönigin", sie hatte verdächtig feuchte Augen, wollte aber unbedingt weiter gucken. Na, mal gucken, ob wir demnächst das Ende noch angucken oder lieber noch ein bisschen damit warten.

Heute früh kam seit langem mal wieder BM nach oben zum kuscheln. Mein süßes großes Mädchen!

Dann die Radtour - siehe oben. Und dann kam meine ehemalige Kollegin H. zu Besuch. Sie war auf der Durchreise von UK nach Polen und hat sich kein Bisschen verändert. Es war lustig und schön, im Schnelldurchlauf zu quatschen bevor sie schon weiter mussten.

Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich im Garten. BM ging noch ein Stündchen rüber zu ihrer Freundin während Zwee ausgiebig die Erdbeerpflanzen goss.

Und schwups ist das schöne Wochenende schon wieder vorbei. Wie gut, dass es eine ganz kurze Woche wird. R. hat komplett frei, ich muss nur Montag arbeiten, ab Mittwoch sind Ferien und wir fahren ein paar Tage ins Erzgebirge.

Dienstag, 16. Mai 2017

Qualle

Neulich bastelten BM und PL im Dorf allerhand Dekodinge. Unter anderem auch eine "Qualle", die Opa aus Quatsch für sie an die Flurlampe hängen musste. Dort durfte sie natürlich nicht bleiben, aber die Kichermäuse sagten immer wieder, dass sie in Omas Schuppen gehängt werden solle. Oma war total dagegen.

Darum hat sie sich auch ziemlich erschrocken als sie ein paar Tage später die Schuppentür öffnete und das Ding da hing.

Ich sag's mal so: Bislang hängt die Qualle noch.


Für Opa hing übrigens neulich dieses Klebebandkunstwerk von den großen Mädels an "seinem" Schuppen:


Montag, 15. Mai 2017

BMs Hamburger Lesetest Nr. 1

Heute war Lehrersprechstunde in der Schule. Etwas abgehetzt kamen R. und ich an, nur um dann noch eine dreiviertel Stunde zu warten, weil die Mutter vor uns wohl sehr viel zu besprechen hatte...

Nun ja, als wir endlich dran waren, hörten wir allerhand Positives:

Während BM vor einiger Zeit manchmal etwas abwesend wirkte, macht sie jetzt sehr gut im Unterricht mit. Sie kommt gut mit und beteiligt sich am Unterricht. Im Rechnen gehört sie zum besten Drittel, worauf sie selbst auch ziemlich stolz ist.

Lesen klappt auch schon ganz gut, aber wenn BM mit Vorlesen dran ist, scharrt sie vor Aufregung mit den Füßen und liest recht leise, so dass man sie nicht so gut verstehen kann. Wir sollen also weiter zu Hause üben - bei uns hat sie das Aufregungsproblem natürlich nicht sondern liest sogar ziemlich laut, wenn man so direkt neben ihr im Bett liegt.

Dann zeigte die Lehrerin uns noch BMs ersten Hamburger Lesetest. Es ist super, dass sie schon (oft) die kurzen Töne am Ende des Wortes erkennt und Hund mit "d" schreibt. Kurzum es ist alles bestens mit unserem Schulkind.


Sonntag, 14. Mai 2017

Muttertag

Am Muttertag kuschelte Zwee (die in unserem Bett geschlafen hatte) mich wach. Kurz darauf kam eine noch etwas morgenmuffelige BM dazu und ich wurde mit Gebasteltem und Gemaltem beschenkt:



Dann kuschelten wir alle nur kurz weiter bevor wir ins Dorf zu meiner Mutti fuhren. Dort hatten wir einen schönen, sonnigen Vormittag. Die Kinder spielten schön miteinander (d.h. sie verwandelten das ganz Enkelkinderzimmer in eine Höhle). Zwee schaffte es zum ersten Mal ein paar Meter selbständig mit dem Dreirad zu fahren und drehte dann schneller werdende Runden mit dem Laufrad. BM dafür mal etwas ruhiger und spielte lieber Karten mit uns. Dann konnte ich sogar noch ein kleines Nickerchen auf der Gartenliege machen. Perfekt!

Danach hatten wir einen gemütlichen Nachmittag R.s Mutti mit der alljährlichen Muttertagsbowle. Wir konnten fast in Ruhe quatschen während die Mädels und ihr kleiner Cousin lieb spielten... Außer Opa, denn der wurde von den Kindern voll in Beschlag genommen.

Der Tag klang dann mit ganz viel Kuschelei aus. Erst schlief Zwee in meinen Armen ein und dann lag ich  noch lange bei BM im Bett wir erzählen uns was.

Samstag, 13. Mai 2017

Luftballons

Irgendwann in den 90ern waren meine Eltern mal Abends aus und nein Bruder und ich schauen uns im Schlafzimmer "Es" an. Größtenteils von unter der Bettdecke. Später war es lange eins meiner Lieblingsbücher. Neulich sah ich den Trailer für die Neuverfilmung und gruselte mich gehörig. Ich bin nicht sicher, ob ich den Film sehen werde, denn er ist sicher nichts für mein Mamaherz.

Nun rief mich gerade BM weinend an ihr Bett. Sie hatte schon kurz geschlafen und nun Angst wegen eines Albtraums. Erst wollte sie ihn nicht erzählen, aber ich meinte, dass das vielleicht helfen könne. Sie solle ihn erzählen und zu ihrem Traumfänger hochschicken...

Sie hatte den Traum schon mehrmals: Da sind Luftballons, die sie nicht festhalten könne, und wenn sie wegfliegen, habe sie so ein schlechtes Gefühl.... Und da hängen auch Menschen dran.

"Irgendwelche Menschen oder deine Menschen?" fragte ich.
"Meine Menschen."
"Mama auch?"
"Ja."

Wie gruselig ist das denn, bitte schön?!!!!

Arme BM. Mama ist da und passt auf dich auf!

Ruhe im Bad

BM kam heute früh von einer Übernachtungsgeburtstagsparty beim Nachbarsmädchen nach Hause, packte einträchtig mit Zwee das Mitgebsel aus, teilte ihr Naschi und lockte dann ihre kleine Schwester ins Bad.

Einträchtiges Geplapper dringt durch die vorsorglich geschlossene Tür. Die Kinder waschen den kleinen Mitgebsel-Gummigecko. Ein leicht schlechtes Gewissen scheinen sie zu haben, jedenfalls schauen sie schuldbewusst auf als ich ins Bad komme. Aber noch schwimmt das Bad nicht, alle Ärmel sind noch trocken und ich genieße meine gut gelaunten Kinder.

Sonntag, 7. Mai 2017

Schnipp Schnapp, Haare ab

Seit Monaten versuchte ich BM zu überzeugen, dass wir ihr die fusseligen Haare abschneiden sollten. Nachdem sie immer darauf bestanden hatte, dass sie unbedingt die Haare weiter wachsen lassen will, überraschte sie mich sehr, als sie plötzlich zustimmte.

Eigentlich sollten die Haare nur so weit abgeschnitten werden wie Zwees. Ich sollte ihr aber auch unbedingt einen Zopf abschneiden. Dabei neigte sie offenbar den Kopf etwas nach vorn, so dass ich letztendlich mehr als geplant abschnitt. Aber es sieht wirklich toll aus! Also der Schnitt ist nun natürlich nicht besonders professionell, aber die Länge steht BM wirklich gut.

Vor Schreck verdrückte sie zwei - wirklich nur zwei - kleine Tranchen. Aber ich erklärte ihr, wie es passiert war und dass sie doch eigentlich sowieso nie einen Zopf haben wolle, so dass die Haare nur im Gesicht herum hingen. Und dann war sie plötzlich - zum Glück - auch sehr zufrieden und freute sich, dass sie in der Familien-WhatsApp-Gruppe die positiven Kommentare ihrer Familie selbst lesen durfte/konnte.


Donnerstag, 4. Mai 2017

Drei Jahre Zwee

Meine wunderbare kleine Zwee, unglaubliche drei Jahre bist du nun schon alt und du machst deine Familie jeden Tag sehr glücklich. Du bist ein richtig großes Mädchen geworden und es macht riesigen Spaß, jeden Tag neue Facetten deiner Persönlichkeit zu entdecken. Du wirst nicht müde zu erklären, dass du "tein tleines Baby" mehr bist. Baby pullern ein und tattern ein, aber du natürlich nicht. Manchmal bestehst du darauf ein "doßes" Mädchen zu sein, aber meist ist auch "tleines" Mädchen vollkommen okay - nur eben definitiv kein Baby.

Du bist immer noch sehr, sehr anhänglich. Du umarmst deine Menschen und kuschelst sehr gerne. Für mich gibt es kaum ein schöneres Gefühl als dich im Arm zu halten. Du bist so warm und weich und du hältst mich so fest wie es deine kleinen Muckis erlauben. Dabei schmiegst du gern deine Wange an meine und rüttelst dein Köpfchen als wolltest du dich in ein Kissen einkuscheln. "Meine liebe Mama! Tuschel mich!", sagst du und mein Herz schmilzt.

Aber auch deinen Papa und deine große Schwester hast du sehr lieb. Wenn dein Papa mal später nach Hause kommst, hältst du ihn doll lieb und sagst ihm "Ich hab dich demisst!". Wenn du BM morgens begegnest (und ihr nicht noch allzu morgenmuffelig seid), stellst du dich vor sie und breitest deine Ärmchen aus. Dann umarmt ihr euch so eng, dass man vor lauter dunkelblonden Haaren gar nicht erkennen kann, wer wer ist.

Überhaupt spielst du jetzt immer mehr mit BM, was sicher daran liegt, dass du jetzt BMs Spielerklärungen verstehst und du auch immer verständlicher sprichst, so dass auch BM dich versteht. Am liebsten spielt ihr zusammen auf der Couch. Dann baut ihr euch eine Höhle oder ein Auto aus Kissen, kuschelt, erzählt und gackert gemeinsam. Immer öfter seid ihr richtig lange in einem Kinderzimmer verschwunden und spielt dort zu zweit. Dann findet man euch schon mal am helllichten Tag bei heruntergelassenen Rollläden in Zwees Bett, wo ihr euch eine CD anhört.

So lieb du deine BM hast, bist du doch manchmal ganz schön zickig zu ihr. BM soll nicht näher an mir sein als du. Sie darf niemals beim Zähneputzen auf der Toilette sitzen, denn das ist offenbar dein Platz. Wenn sie dich tröstet oder Quatsch macht und dabei nicht schnell genug merkt, dass du dafür gerade keinen Nerv hast, kneifst du BM oder ziehst ihr an den Haaren. Neuerdings sagst du mir dann auch mal, dass du BM gar nicht lieb hast - mit einem herausfordernden Blick in ihre Richtung, was deine Schwester manchmal sehr traurig macht. Keine Ahnung, was manchmal diesen kleinen Kobold in dir weckt.

Generell zeigst du oft sehr anschaulich, dass das Leben als Dreijährige manchmal ganz schön schwierig ist. "Und das is demein!", findest du. Ich kann dich nicht mehr so viel schleppen, wie du es gern hättest. Man muss immer vor und nach dem Schlafen auf die Toilette gehen. Man muss auch zwei mal täglich Zähne putzen und kann nicht jeden Tag ein "Deid" und eine "Humphose" anziehen. Man kann nicht nur Wiener oder Käse ohne Brot essen. Mama kriegt es nicht hin, das Wasser in exakt der richtigen Menge in deinen Becher zu gießen. Und gelegentlich fällt auch ein doofer Sack Reis in China um und macht dir das Leben schwer.

Aber allermeistens hast du richtig viel Spaß am Leben. Du tanzt und hüpfst übermütig. Du singst Lieder bzw. das was du gerade siehst ("Hier müssen wir abbiegen. Da ist schon die Kita. Eins, zwei, drei, vier, fünf..."), und manchmal einfach aus lauter Freude "lalalala".

Du bist eine kleine Quatschmaus und weißt schon genau, wie du uns zum Lachen bringst. Dann erzählst du etwas und das kleine Grübchen verrät den Schalk. Dann frage, ob das wirklich so ist und du sagst "Neeee". Oder du schwingst die Ärmchen und läufst dabei lustig.

Bei größeren Menschengruppen bzw. in Begrüßungssituationen bist du immer noch sehr zurückhaltend und schüchtern. Dann bist du am liebsten erstmal auf dem Arm und vergräbst dein Gesicht. Mittlerweile taust du aber meist recht schnell auf.

Wir haben demnächst noch das Entwicklungsgespräch in der Kita, aber auch so sieht man, dass du ein ganz tolles Kitakind bist. Wenn du es dir aussuchen könntest, würdest du zwar lieber zu Hause bleiben, aber wenn du erstmal da bist, winkst du meistens fröhlich am Fenster und hast dann einen tollen Tag. Wenn wir dich abholen, finden wir dich oft bei einer Erzieherin, die mit euch singt oder Bewegungsspiele macht. Wenn ihr draußen seid, bist du entweder im Buddelkasten, auf der Schaukel oder du rast im Karacho auf einem Bobbycar den Berg hinunter.

Auf dem Spielplatz bist du eher vorsichtig, mit etwas Ruhe kann man dir aber gut erklären, wie du irgendwo hinauf oder entlang kommst. Das setzt du dann gut um, gern mit ein paar Jammerlauten... Aber sobald es geschafft ist, rennst du sofort wieder los. "Das matt Spaß! Ich will nott mal!"

Ich glaube, vom Late-Talkerchen ist nicht mehr viel übrig. Du quasselst du ganze Zeit. Manchmal, wenn du sehr übermütig bist und aufgeregt ein Erlebnis schilderst, versteht man kaum ein Wort. Aber meistens können wir dich sehr gut verstehen, und ich finde, du kannst eigentlich fast alles sagen bis hin zu ziemlich langen Sätzen und Geschichten.

Viele Konsonanten ersetzt du noch mit "d" oder "t" - zum Beispiel dott - doch, nott - noch, aut - auch. Aber so richtige Sprechblüten gibt es nicht allzu oft, sondern die Wörter und Sätze sind schon nahezu korrekt.

Stipt's? - Stimmt's?
Das stipt nicht, Papa! - Das stimmt nicht, Papa!
Natöllich! - Natürlich! (z.B wenn man sie bittet, etwas zu tun)
Hetty Hetty - Hello Kitty
Der defällt mir wun-der-schön!
Die Fau Doktor war sooo nett!

Bei ein paar Wörtern hast du dir scheinbar eine etwas unkonventionelle Bedeutung zurecht gelegt:

Ich will nicht selber (=alleine) bleiben. Ich will nicht selber (alleine) schlafen.
Montat (Montag) will ich das wieder anziehn. Montat wollen wir das not mal matten (Montag wollen wir das noch mal machen). Ja, Montag schein für dich eine universell einsetzbare Zeitangabe zu sein.

Mit dem Schlafen ist es noch ein wenig auf und ab. Manchmal hörst du recht ruhig eine CD und schläfst irgendwann ein, oft bist du aber auch sehr traurig, wenn ich nicht mit dir "tuschel". Viele Nächte schläfst du dann durch die ganze Nacht. Dann aber gibt es wieder Zeiten, wo du jede Nacht aufwachst und wir dich zu uns ins Bett holen. Dort schläfst du dann immer gleich glücklich und zufrieden weiter.

Bei all den Dingen, die du zurzeit entdeckst und erlebst, brauchst du eben doch immer wieder einen Rückzugsort. Dann wird die Nabelschnur eingestöpselt und du weichst nicht von meiner Seite.

Und ganz ehrlich: Ich genieße deine Schmuseeinheiten so sehr! Und solange du es möchtest, wirst du in meinen Armen immer Sicherheit und Geborgenheit finden.

Zwees 3. Geburtstag

Angesteckt von ihrer Kitafreundin war Zwee nun schon geraume Zeit ganz schön aufgeregt wegen ihres Geburtstags. Nun endlich war der ersehnte Tag da.

Als ich ihr vor ein paar Tagen sagte, dass wir sie an ihrem Geburtstag mit "Happy Birthday" wecken würden, lachte sie und meinte, dass sie doch an ihrem Geburtstag ausschlafen müsse. Das ging aber natürlich nicht, weil BM zu Schule musste. So weckten wir unser kleines Geburtstagsmädchen also um 6:30 Uhr. Als wir anfingen zu singen, war Zwee noch so müde, dass sie sich erstmal wegdrehen musste. Dann freute sie sich aber doch, dass es endlich soweit war.

Die Aufregung muss ihr aber auch ein bisschen unheimlich gewesen sein, denn als ich sie die Treppe hinuntertrug hielt sie sich mit einem kleinen warmen Händchen an meinem Kinn fest. Als sie die Geschenke sah, hatte sie aber kaum noch Zeit, die Kerzen auszupusten. Also halfen BM und ich ihr schnell dabei bevor die beiden Mädels - gleichermaßen aufgeregt - die Geschenke gemeinsam auspackten.



Unter dem weißen Tuch stand der Puppenwagen, den BM ihrer kleinen Schwester geschenkt hat. Wir hatten vor einiger Zeit mal darüber gesprochen, dass sie ihn doch eigentlich nicht mehr braucht, aber da war sie noch nicht so sicher, ob sie ihn weggeben wollte. Letzte Woche hatte sie dann Zwee gefragt, ob sie lieber mal den Puppenwagen oder das Puppenbett haben wolle. Zwee verstand die Frage zwar nicht so ganz, wollte aber den Puppenwagen haben. Und dann hat unser großes Mädchen uns geheimnisvoll mitgeteilt, dass sie ihn Zwee tatsächlich schenken wolle. Zwee hat sich auch darüber gefreut, aber erstmal nicht wirklich verstanden, dass der von BM ist. Tatsächlich meinte sie später, dass BM ja genau denselben hätte.

BM musste natürlich in die Schule, aber R. und ich hatten uns freigenommen, um mit Zwee einen schönen Geburtstagsvormittag zu dritt zu verleben. Zwee wollte auf einen Spielplatz, aber es schüttete leider, so dass wir also in einen Indoorspielplatz fuhren. Dort war Zwee das zweite Kind und es blieb die ganze Zeit erfreulich leer, so dass Zwee nach Herzenslust alles ausprobieren konnte. Die großen Rutschen waren ihr allesamt zu schnell, aber Go-Kart-Fahren mit ihrem Papa, das Kleinkindklettergerüst mit Minirutsche und vor allem die verschiedenen Ballkanonen bereiteten ihr richtig großen Spaß - und uns auch, weil wir unserem gar nicht mehr klitzekleinen Mädchen dabei zusehen konnten.


Nach dem Mittagessen fuhren wir los, um BM aus der Schule abzuholen. Zwee schlief plangemäß im Auto ein und machte dort einen ausgiebigen Mittagsschlaf vorm Haus während BM mir prima bei den Vorbereitungen für die Party half.

Als Zwee aufwachte freute sie sich über die Ballons und das Glitzerkonfetti. Schnell noch chic gemacht und dann kamen schon die Omas und Opas, der kleine Cousin MF mit seinen Eltern und Onkel B. Leider konnten PL und SJK konnten mit ihrer Mama leider nicht kommen, weil sie beide krank waren. Die drei Kinder hatten aber auch so großen Spaß mit einander und bearbeiteten einvernehmlich Zwees neue Knete:



Zum Abendessen gab es Nudeln - wie vom Geburtstagskind gewünscht. Und dann zockte sie noch eine Runde mit Opa V.:


Als Ruhe im Haus einkehrte kuschelte ich noch lange mit meiner Zwee in ihrem Bettchen. Wir spielten Rückenmalen und immer wieder drückte Zwee so doll die kleinen Ärmchen können an sich. Und so ging dieser schöne 3. Geburtstag gemütlich und ganz nach unserem Geschmack zu Ende.