Donnerstag, 22. Juni 2017

Auf Arbeit schlafen

Heute und morgen bin ich zur alljährlichen Versammlung in Bayern. Gestern Abend erzählte ich Zwee noch mal, dass ich am Morgen ganz früh mit dem Flugzeug zur Arbeit fliegen müsse, dass ich dort auch schlafen würde und erst am Freitag Abend nach Hause komme.

Daraufhin schaute sie mich grinsend an als hätte ich einen riesigen Quatsch erzählt. "Gar nich!", sagte sie.

Ich darauf "Doch, das ist wirklich so."

Zwee: "Släfst du da auch?"

Ich: "Ja."

Zwee: "Aber auf Ahbeit kann man dot nich slaaafen!"

Ich: "Doch, da kann man schlafen. Normalerweise nicht, aber wenn man mit dem Flugzeug zur Arbeit fliegt, geht das."

Zwee: "Is da aut ein Bett?"

... Ich glaube, ich schicke ihr nachher mal ein Foto von meinem Hotelzimmer.

Montag, 12. Juni 2017

Mädelsbett

Ich schlafe nicht gern allein. Die Kinder auch nicht. Und darum dürfen sie im großen Bett schlafen, wenn R. auf Dienstreise ist. Abends ist noch ewig Betrieb im Bett - quatschen, kichern und streiten. Und nachts habe ich ständig zu tun, das ein oder andere Kind von seiner Schwester herunterzuziehen während mein Körper Zwee als Beinablage dient.

Aber trotzdem ist es so schön, meine beiden Süßen bei mir zu haben.

Gute Nacht!

Sonntag, 11. Juni 2017

Pfingstferien 2017

Nun waren also Pfingstferien - genaugenommen natürlich nur für BM, der Rest von uns musste immerhin die kurze Woche arbeiten bzw. in die Kita. Wir hatten aber trotzdem alle eine schöne Woche:

Zum Ferienauftakt verbrachten die Kinder den üblichen Freitag im Wald. Bei super Wetter harkten die beiden Omas Rasen, spielten in Indianerzelten und wurden angemessen schmutzig. Leider fing Zwee sich drei Mückenstiche an der Stirn ein, so dass sie - ziemlich genau wie vor einem Jahr schon mal - wie ein kleiner süßer Quasimodo aussah als sie am nächsten Morgen aufwachte.

Die Freude war aber groß, weil die Kinder dann im Garten ihr Kindertagsgeschenk bespielen durften. Da hatten wir mal wieder eine ziemlich gute Idee...


Am Nachmittag machten wir mit den Nachbarn einen Ausflug zum Reiterhof, weil da ein Springturnier stattfand. Die Kinder staunten ziemlich, aber dann verursachte das schwüle Wetter doch allseitiges Genöle, so dass wir nach einem leckeren Eis recht bald wieder nach Hause gingen. Zwee war mit dem Laufrad unterwegs und machte erst super mit, aber dann tat ihr der Helm an der lädierten Stirn so weh, dass ihr gehörig die Laune verging.


Am Pfingstsonntag besuchte uns meine Krankenhausfreundin mit Familie. Wir sehen uns ja nur ein bis zwei mal im Jahr, aber trotzdem spielten die beiden Großen gleich wieder ohne Anlaufschwierigkeiten miteinander wie damals schon im Krankenhausflur. Erstmals ignorierten sich auch die beiden Kleinen nicht, sondern spielten ebenfalls ganz toll miteinander. Irgendwann waren sie sogar mal eine halbe Stunde hinter verschlossener Tür in Zwees Zimmer und spielten einträchtig mit zwei ollen Luftballons. Zwee fand es übrigens total lustig, dass Mama im Krankenhaus war und sie da noch in ihrem Bauch gewohnt hat. "Da war ich noch ein Beebie. Da hab ich not Bei dedessen." Es war so süß wie sie feixend versucht hat, ihrem CTG-Kumpel die Geschichte zu erklären. Nach stundenlangem Regen konnten wir dann auch noch ein bisschen raus auf den Spielplatz, wo die großen Kinder riesige Schnecken sammelten und die kleinen stundenlang immer wieder mit der Seilbahn fuhren.

Am Pfingstmontag waren wir Vormittags im Dorf, wo auch mein Bruder seit langem mal wieder mit vollständiger Familie mit dabei war. In den letzten Wochen war v.a. das kleinste Familienkind immer wieder krank gewesen. Nach einem leckeren Frühstück bereiteten die großen Mädels einen Wettkampf vor. Mal wieder. Diesmal mussten wir jeweils zu zweit gegeneinander antreten und Rätsel lösen, malen und Plastikspinnen sortieren.

Am Nachmittag kamen unsere Nachbarn mit den Zwillingen zum Burgergrillen vorbei. Wir schlugen uns die Bäuche so richtig voll, während alle vier Mädels mal drinnen, mal draußen herumalberten.

Schon war es Dienstag und der Ernst des Lebens ging wieder los. BM musste einen einzigen Tag in den Schulhort, was sie wenig begeisterte.

Dafür durfte sie am Mittwoch mit den Zwillingen zu Hause bleiben bzw. verbrachte mit ihnen einen schönen Tag im FEZ. Heiser vom vielen Quatschen Kreischen und mit allerhand Gebastelten kam sie Abends glücklich nach Hause.

Am Donnerstag folgte dann ein Ferientag der Superklasse. Genau genommen erlebte BM soviel wie viele andere Kinder nicht in einer ganzen Ferienwoche:

Morgens wurde sie von Opa U. abgeholt und zum Treffpunkt mit Oma R. und PL gebracht. Da waren alle drei noch fit:


Vornehm, vornehm: Es gab Frühstück auf dem Fernsehturm.

Dann ging es mit dem Fahrradtaxi weiter zum Naturkundemuseum.


Die ganze Lauferei entschärfte BMs Schuh.

Ziemlich erschöpft kamen die drei dann zurück ins Dorf, wo mittlerweile auch schon mein Vati mit Zwee angekommen war. Die freute sich (ein bisschen überraschend, aber sehr erfreulich) darüber, dass sie mit BM bei Oma und Opa schlafen durfte und packte gleich im Flur ganz aufgeregt ihre Sachen aus.

Es wurde Schleim hergestellt...

... und der Garten wie üblich in eine Spielwiese verwandelt.

Nach einem Bad in blaugefärbten Badewasser durften die Mädels in ihr Bett schlüpfen - erstmals zusammen auf der ausgeklappten Couch im Wohnzimmer. Das war kuschelig und man hatte sich wohl noch einiges zu erzählen, jedenfalls munkelt man, dass Oma zuerst geschlafen habe.

Beide Mädels schliefen dann richtig gut und ohne Unterbrechungen. BM war früh wach - Murphys Gesetz, denn an Schultagen ist sie um halb 7 Uhr kaum wachzukriegen. Sie hatte sich aber auch schon darauf gefreut, dann zu Oma ins Bett zu schlüpfen und von dort aus fernzusehen. Zwee schlief wie ein Stein bis 9 Uhr!

Am Freitag machten die Mädels sich mit Oma einen schönen Tag im Garten. Sie schleppten einen Großteil des Spielzeugs aus dem Enkelkinderzimmer in das Spielzelt im Garten und sprangen durch den Sprenger. Und als Opa von der Arbeit kam, durften sie auch endlich in den Pool.



Total glücklich kamen die Kinder Abends zu uns nach Hause. Ich wunderte mich schon, dass sie ausgeglichen schienen. Die Harmonie hielt bis zum Abendessen - dann war es vorbei und die Kinder mussten die beiden tollen Tage erstmal kurz mit Böcken und Tränen am Abendbrotstisch verarbeiten. Erwartungsgemäß, aber R. und ich hatten uns nach einer anstrengenden Arbeitswoche eigentlich auf einen harmonischen Abend gefreut.

Am Wochenende ging es dann aber zum Glück gut gelaunt weiter. Gestern waren wir zum ersten Mal alle vier zusammen joggen. Also R. und ich sind gejoggt, Zwee saß im Babyjogger und BM radelte voraus. Fände ich Sport nicht generell doof, müsste ich zugeben, dass das echt Spaß gemacht hat. Nur mein doofer Fersensporn kommt nun vor Lachen nicht in den Schlaf.

Am Nachmittag waren wir in einer tollen Eisdiele, mit so vielen Eissorten, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Die Kinder hatten es da einfacher und wählten wie immer Schlumpfeis. Am liebsten wäre ich noch ein paar Stunden gewesen und hätte einfach weiter genascht, aber wir gingen dann doch lieber auf einen Spielplatz im Ort, wo die Kinder sich noch austoben konnten.

Heute hatten wir allerhand Besuch: Kimmy und Mini waren fast den ganzen Tag da. Wie immer freute sich Mini riesig über BM und präsentierte auch seine neuerworbenen Sprachkenntnisse, indem er nun auch R. und mich beim Namen nannte. Kleiner, süßer Charmeur! Am Vormittag war außerdem R.s Kitakumpel (ja!) nebst Frau und Baby da. Das kleine Babymädchen staunte den Trubel der anderen Kinder mit großen Augen an. Am Nachmittag kamen dann noch die Schwiegereltern zum Urlaubsrückkehrbesuch. Die Kinder planschten in der kleinen Bademuschel und spielten mit dem Playmobil-Aquapark. Derweil chillten, quatschten und aßen wir uns durch einen besonders heißen Tag. Am frühen Abend reichte es uns und wir verzogen uns ins Haus.

Nun musste leider R. schon heute Abend los zu seiner Dienstreise. Weil ich alleine irgendwie nicht schlafen kann Damit sich die Kinder freuen, dürfen sie heute bei mir im großen Bett schlafen. Dort lagen sie auch mehr oder weniger einträchtig ab 20 Uhr drin, hörten zwei Hörspiele, mussten noch mal pullern, Quatsch erzählen, sich auf 1,80 m in die Quere kommen und ein bisschen zanken bis sie gegen 22 Uhr endlich einschliefen.

Und da kuschel ich mich jetzt dazu. <3

Montag, 5. Juni 2017

Na endlich

Schon Ende April meinte die Zahnärztin, dass BMs Schneidezahn (Mitte links oben) das lange 1.-Mai-Wochenende wohl nicht überstehen würde. Pustekuchen. Bis eben klammerte er sich noch fest.

Nach einem schönen Nachmittag, wo die Kinder mit den Nachbarszwillingen stundenlang gespielt und getobt hatten und wir Eltern in Ruhe Burger grillen und quatschen konnten lagen unsere Kinder noch kurz zusammen in Zwees Bett bevor sie jeder zum Schlafen ins eigene Bett sollten. Die CD lief schon und sie hatten es sich gemütlich dunkel gemacht.

Unvermittelt fingen beide an zu weinen. Offenbar waren sie im dunkeln zusammen gerammelt. Zwee hielt sich den Kopf und BMs Wackelzähne bluteten. BM bekam sich lange nicht ein. Sie spülte tapfer den Mund aus und der o.g. Zahn hing auf halb Neune. Sie traute sich aber nicht, ihn rauszudrehen.

Also kühlten wir zur Beruhigung Mund und Köpfchen, kuschelte im Bett und schauten eine Folge Filly. Und dann, nach und nach kam der Zahn langsam immer weiter raus bis BM sich zu guter Letzt traute, ihn heraus zu nehmen.

Erledigt!

PS: Habe ich es schon mal geschrieben? Mein erster Zahn wurde beim Spielen auf einer Bank durch einen Kopfzusammenstoß mit einem Mädchen namens BM ausgeschlagen. History repeated oder zumindest so ähnlich.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Sportskanone

Bei etwas zu strahlendem Sonnenschein fand heute ein Sponsorenlauf in der Schule statt. Dabei hatten alle Kinder 20 Minuten Zeit, Runden um einen Sportplatz zu laufen. Dazu erklärten wir Eltern uns vorab bereit, einen bestimmten Betrag pro Runde für die Ausstattung der Schule zu spenden.

BM lief tapfer zehn Runden, die zum Beweis auf ihren Armen abgestempelt wurden.



Danach konnten die Kinder sich noch anderweitig sportlich betätigen. Wohl ein bisschen unwillig ließen BM und ihre Freundinnen sich überreden, einen Fußballparcour mitzumachen. Langsam, aber sehr konzentriert und fast fehlerfrei absolvierte BM den Parcour, schoss zum Abschluss ein "Tor" und bekam eine Urkunde mit Silberabzeichen.


Der Nachmittag war nicht minder aktiv: R. holte BM und Zwee mit dem Fahrrad ab. Auf dem Heinweg trafen sie allerlei bekannte Kinder und tobten auf einem Spielplatz bevor es endlich nach Hause ging. Die Hitze und die viele Bewegung forderten ihren Tribut, und so schlief BM bereits kurz nach 20 Uhr wie ein Stein. Aber ehrlich: So ein Programm können wir nicht jeden Tag durchziehen, nur damit BM mal früher schläft.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Eine Woche voller freier und Feiertage

Schlag auf Schlag häuften sich in der letzten Woche Mutter- und Vatertag, mein Geburtstag und nun heute R.'s Geburtstag. 

Wir wurden jedesmal schön von unseren Kindern beschenkt. Hier eine kleine Auswahl: 

Muttertag...





Mein Geburtstag:



 Vatertag:


Und da sieht man: Zwee kann doch schon eine Sonne malen, auch wenn sie bei der U7a keine Lust dazu hatte.

An meinem Geburtstag hatten R. und ich frei. Wir brachten die Kinder zur Schule und in die Kita und gingen dann in der Köpenicker Altstadt lecker frühstücken und eine Runde spazieren. Dann holten wir BM gleich nach der 5. Stunde ab, damit wir beide noch ein bisschen auf der Couch kuscheln und Harry Potter gucken konnten. Zwee holte ich dann um 14 Uhr ab, so dass ich auch endlich mal dabei sein konnte, wenn sie nach dem Mittagsschlaf aufwacht. Das kleine schwitzige Mädchen war schon wach als ich mit der Erzieherin in den Raum ging und freute sich sehr über mich. Am Nachmittag kamen unsere Familien zu Besuch. R. grillte Burger für uns und die Kinder spielten schön im Garten. BM versuchte von PL Radschlagen zu lernen (noch erfolglos), Zwee wurde zusehends mutiger auf dem Klettergerüst und Mini fand das ganze Spielzeug total super.


Über das lange Himmelfahrtswochenende fuhren wir ganz kurz entschlossen ins Erzgebirge. Wir hatten ein paar richtig schöne, erholsame Tage - obwohl R. leider einen Tag mit einem Magen-Darm-Dings kämpfte und anschließend auch BM eine Nacht damit zu tun hatte. 

Aber bei einer solchen Aussicht muss man sich ja wohl entspannen: 



Das Haus war umgeben von Pusteblumenwiesen und die Kinder wirkten fleißig an der Verstreuung von hunderten Pustelinchen mit. 


Als große Highlights für die Kinder waren wir im Erlebnisbad Marienberg, wo beide Kinder immer wieder die Röhrenrutsche hinab sausten (BM alleine und Zwee jeweils mit Elternteil). BM rutschte auch einige Male tapfer die Reifenrutsche mit uns hinab bis so ein Blödbaddel einmal den Ausgang aus einem Becken versperrte, so dass sich zig Reifen aufstauten und alle Kinder Angst bekamen. Nun will sie "nie wieder" dort rutschen.

BM fand im Schwimmbad und auch am Ferienhaus wieder direkt Anschluss an andere Kinder. Da ich als Kind viiieeel schüchterner war (eher so wie Zwee), bin ich immer wieder total von den Socken wie leicht ihr das fällt.

Außerdem waren wir wieder bei einer Sommerrodelbahn, weil die Kinder das schon im letzten Urlaub so toll fanden. Im Nu waren wir alle sechs Mal hinuntergesaust. Den Kindern konnte es gar nicht schnell genug gehen. Ich hielt mich größtenteils an Zwee, "musste" aber auch zweimal mit BM rutschen, wobei ich ziemliches Muffensausen hatte, weil sie kaum abbremste. Dann musste ich mir auch gefallen lassen, dass BM mich eine "Quietschfrau" nannte.

Heute hatten R. und ich auch wieder frei, weil R. Geburtstag hat. Am Vormittag machten wir eine schöne Radtour durch Wiesen und Parks und ein paar Wohngebiete, weil ich doch so gerne anderer Leute Häuser und Gärten ansehe. Als Belohnung winkte ein leckeres Essen in einem gemütlichen Biergarten. Am Nachmittag kamen unsere Eltern zu Besuch und wir feierten in kleiner, aber feiner Runde R.s Geburtstag. Nun ist R. noch zu seinem Geburtstagszwilling A. gefahren, damit die beiden Ihren Tag noch ein bisschen gemeinsam feiern können.

Zum Glück ist nächste Woche Pfingsmontag. An die kurzen Wochen kann man sich gewöhnen - ich hätte auch gar keine Lust, mal wieder fünf Tage durchzuarbeiten.

Freitag, 26. Mai 2017

Jetzt geht das also wieder los

Zwee sitzt auf R's Schoß und guckt mit ihm Fußball:

"Heißen die hoten? Heißen die swarzen? Und der hote Mann da? Weiß du das nich?

Offenbar eifert sie jetzt ihrer großen Schwester nach, die seinerzeit ihren Papa mit zahlreichen Fragen vom Fußball ablenkte.

Und dann wollte sie heute unvermittelt "Was du nich siehst, und das ist dün!" spielen. Wuah! BM hat uns damals schon fertig gemacht, weil sie immer den ersten Halbsatz ("Ich sehe was") weggelassen hat. Übrigens hat Zwee dann gar nicht unsere Antwort abgewartet, sondern einfach selbst alle grünen Dinge in Sichtweite aufgezählt.

Dienstag, 23. Mai 2017

Zwee: Entwicklungsgespräch in der Kita

Heute hatten wir Zwees jährliches Entwicklungsgespräch mit ihrer Erzieherin K. Als R. und ich ankamen mussten wir uns kurz verstecken, weil Zwee gerade aus dem Haus kam und in den Garten rannte, wobei sie vor lauter Freude laut: "Ja, ja, ja!" rief.

In dem Gespräch gab es eigentlich keine Überraschungen für uns, sondern unsere Eindrücke decken sich größtenteils mit denen der Erzieher:

Zwee ist sehr gerne in der Kita - auch wenn sie morgens lieber mit Mama oder Papa zu Hause bleiben würde. Dann klammert sie sich meist kurz an mich, lässt sich aber schnell überreden, ans Fenster zu gehen und mir zu winken. Wenn ich dann von draußen zu ihr hochschaue, grinst sie immer, winkt und wirft Luftküsschen, lacht und erzählt dabei mit den anderen Kindern, die ebenfalls gerade herausschauen.

Zwee nimmt alle Angebote in der Kita gerne wahr, ist immer interessiert mit dabei, drängt sich aber nie in den Mittelpunkt bzw. beobachtet erstmal still. Sie malt, bastelt, singt und tanzt gern. Beim Morgenkreis macht sie schön mit, singt und übt mit den anderen Kindern zählen.

Aus lauten und trubeligen Situationen hält Zwee sich lieber heraus. Allerdings lässt sie sich dadurch auch nicht aus der Ruhe bringen. Wir konnten uns Videos ansehen, in denen Zwee ganz ruhig ein Buch ansah oder einen Turm baute während die anderen Kinder um sie herumtobten.

In neuen Situationen bzw. gegenüber fremden Menschen ist Zwee ja immer ziemlich scheu. In der Kita hat sie aber Vertrauen zu allen Erzieherinnen und spricht sie auch an, wenn sie Fragen oder Probleme hat. K. will sie nun demnächst immer mal ein bisschen fordern, z.B. indem sie Zwee zum Koch schickt, damit sie ihn etwas fragt oder etwas bei ihm abholt. Alles in allem ist ihre Schüchternheit aber keineswegs bedenklich.

Nun bilden sich auch erste Freundschaften zwischen den Kindern. Zwee hängt vor allem an den eineiigen Zwillingen in ihrer Gruppe. Aber auch mit den anderen Kindern spielt sie schön, u.a. auch mit den Jungs, obwohl sie zu Hause immer nur berichtet, dass die Jungs sie "deärgert" hätten und "demein" seien und "da war ich daudich". Mit den Zwillingen und den anderen Mädels spielt sie oft Mutter-Vater-Kind. Wenn wir Zwee aus der Kita abholen, finden wir sie meistens im Buddelkasten. Oder sie rast gerade gar nicht zimperlich mit einem Bobbycar den Berg hinunter.

Noch im Herbst haben wir uns ja einige Gedanken gemacht, weil Zwee kaum sprach. K. findet aber, dass sie gar nicht (mehr) zurückhängt. Zwee spricht leise und wahrscheinlich auch im Verhältnis zu anderen Kindern seltener, aber grundsätzlich verständlich und altersgemäß.

Wie immer war es sehr schön, ein umfassendes Bild von Zwees Zeit in der Kita zu bekommen. Wir sind weiterhin sehr zufrieden mit unserer Kita und freuen uns, dass es Zwee dort so gut geht.



Montag, 22. Mai 2017

Zwees U7a (Teil 1)

Heute sollte Zwees U7a stattfinden. Tatsächlich fand dann nur der erste Teil statt, denn die Kinderärztin war leider erkrankt. Wir gaben also den Sprachfragebogen ab (wo wir alles mit "ja" ankreuzen konnten) und dann führte die Arzthelferin die "Vorarbeiten" mit Zwee durch.

Obwohl die Arzthelferin sehr nett ist, war Zwee der Einstieg wohl etwas unheimlich, sie klebte an mir fest und wollte auf gar keinen Fall eine Sonne malen, obwohl sie das eigentlich schon kann. Ich befürchtete schon, dass Zwee wie bei der U7 gar nicht mitmachen würde, aber dann taute sie doch noch auf und sagte leise aber richtig die Farben von den Buntstiften.

Dann sollte sie ein Buch anschauen, wobei sie ordnungsgemäß einzelne Seiten umblätterte, Tiere und verschiedene Farben benannte und auch die Mehrzahl von Pferden und Blumen richtig sagte. Dann sollte sie noch ein paar "Logikfragen" beantworten:

Was machst du, wenn du müde bist? - Dann mat ich eine DeeDee (CD) an. (Schlafen ist offenbar keine Lösung.)

Was machst du, wenn dir kalt ist? - Zudetten (zudecken).

Anschließend baute die Arzthelferin aus großen Legosteinen eine Brücke, die Zwee in Nullkommanix richtig nachbaute. Dann spielten die beiden noch mit einen Ball. Zwee hat ihn jedesmal prima aufgefangen, traute sich aber nicht so richtig, ihn zu werfen. Vielleicht, weil ich ihr sonst immer sage, dass man im Haus nicht mit Bällen wirft.

Vom Sehtest war Zwee erst nicht so begeistert, weil die Augenklappe gedrück hat. Als ich ihr aber dann die Augen abwechelnd mit der Hand zuhielt, machte sie prima mit. Sie erkannte alle Bildchen bis auf den Schlüssel. Kein Wunder, denn so einen altmodischen Schlüssel hat sie in echt wahrscheinlich noch nie gesehen. Sie überlegte ein bisschen herum und benannte ihn dann als Lampe. Ich musste schmunzeln, denn BM hatte damals gedacht, der Schlüssel sei eine Ampel. Jedenfalls scheint mit Zwees Äuglein trotz ihrer kurzsichtigen Eltern (noch) alles in Ordnung zu sein.

Zu guter Letzt wurde Zwee dann noch vermessen:


Nun haben wir im Juli noch mal einen Folgetermin, wo die Kinderärztin den Rest der U7a durchführt. Wir sind uns aber auch so sicher, dass mit unserem kleinen Mädchen alles in Ordnung ist.

Superpapa & Superwochenende

Heute Vormittag nutzen wir vier das schöne Wetter und machten eine Radtour. Soweit so schön - bis BMs Vorderreifen plötzlich Platz war.

Während ich noch grübelte, wer von uns jetzt nach Hause eilen und das Auto holen sollte, hatte R. eine andere Idee. BM quetschte sich zu Zwee in den Anhänger. R. radelte die schwere Ladung geschwind nach Hause... und stemmte dabei noch in der rechten Hand BMs Fahrrad. Ich vermute, morgen wird der Superpapa davon einen ordentlichen Muskelkater haben, und ich konnte kaum hinsehen, aber alle drei (und ich als Nachhut) kamen wohlbehalten wieder nach Hause.

Generell war es ein richtig schönes Wochenende. Es begann am Freitag Nachmittag mit 1,5 Stunden ganz allein zu Hause. So oft habe ich das nicht, aber diese Woche tatsächlich zweimal. Ich killte in Ruhe ein paar Frösche und schaute etwas fern. Dann kam R. nach Hause. Wir kochen ein Gericht aus unserer aktuellen Kochbar und schafften es diesmal sogar aufzuessen bevor die Kinder aus dem Wald nach Hause gebracht wurden.

Im Bett schaute ich mit BM den Anfang von Harry Potter. Ein Test, ob das schon was für sie ist. Irgendwann kam Zwee dazu und quetschte sich noch zwischen uns, so dass ich mit beiden Mädels kuscheln konnte.

Am Samstag war ich fast den ganzen Tag mit meiner Mutti shoppend unterwegs. Während sie nur eine einzige olle Strickjacke fand, schleppte ich bald reichlich Tüten.

Kaum war ich zu Hause angekommen, zogen wir los zum großen Spielplatz. Zwee rannte freudig hin und her und buddelte vergnügt. BM traf eine Mitschülerin mit der sie lange am Karussell spielte. Ich konnte kaum hinsehen, wie BM da drauf im Kreis rannte und zwischendurch immer wieder über ein daraufliegendes Kind sprang wie bei einem Hürdenlauf.

Abends kuschelten wir drei Mädels auf der Couch und schauten weiter Harry Potter bis es Zwee erwartungsgemäß doch zu gruselig wurde und sie mit R. schon mal nach oben ging. BM schaute tapfer wieder. Es erinnerte mich sehr an ihr erstes Mal "Eiskönigin", sie hatte verdächtig feuchte Augen, wollte aber unbedingt weiter gucken. Na, mal gucken, ob wir demnächst das Ende noch angucken oder lieber noch ein bisschen damit warten.

Heute früh kam seit langem mal wieder BM nach oben zum kuscheln. Mein süßes großes Mädchen!

Dann die Radtour - siehe oben. Und dann kam meine ehemalige Kollegin H. zu Besuch. Sie war auf der Durchreise von UK nach Polen und hat sich kein Bisschen verändert. Es war lustig und schön, im Schnelldurchlauf zu quatschen bevor sie schon weiter mussten.

Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich im Garten. BM ging noch ein Stündchen rüber zu ihrer Freundin während Zwee ausgiebig die Erdbeerpflanzen goss.

Und schwups ist das schöne Wochenende schon wieder vorbei. Wie gut, dass es eine ganz kurze Woche wird. R. hat komplett frei, ich muss nur Montag arbeiten, ab Mittwoch sind Ferien und wir fahren ein paar Tage ins Erzgebirge.

Dienstag, 16. Mai 2017

Qualle

Neulich bastelten BM und PL im Dorf allerhand Dekodinge. Unter anderem auch eine "Qualle", die Opa aus Quatsch für sie an die Flurlampe hängen musste. Dort durfte sie natürlich nicht bleiben, aber die Kichermäuse sagten immer wieder, dass sie in Omas Schuppen gehängt werden solle. Oma war total dagegen.

Darum hat sie sich auch ziemlich erschrocken als sie ein paar Tage später die Schuppentür öffnete und das Ding da hing.

Ich sag's mal so: Bislang hängt die Qualle noch.


Für Opa hing übrigens neulich dieses Klebebandkunstwerk von den großen Mädels an "seinem" Schuppen:


Montag, 15. Mai 2017

BMs Hamburger Lesetest Nr. 1

Heute war Lehrersprechstunde in der Schule. Etwas abgehetzt kamen R. und ich an, nur um dann noch eine dreiviertel Stunde zu warten, weil die Mutter vor uns wohl sehr viel zu besprechen hatte...

Nun ja, als wir endlich dran waren, hörten wir allerhand Positives:

Während BM vor einiger Zeit manchmal etwas abwesend wirkte, macht sie jetzt sehr gut im Unterricht mit. Sie kommt gut mit und beteiligt sich am Unterricht. Im Rechnen gehört sie zum besten Drittel, worauf sie selbst auch ziemlich stolz ist.

Lesen klappt auch schon ganz gut, aber wenn BM mit Vorlesen dran ist, scharrt sie vor Aufregung mit den Füßen und liest recht leise, so dass man sie nicht so gut verstehen kann. Wir sollen also weiter zu Hause üben - bei uns hat sie das Aufregungsproblem natürlich nicht sondern liest sogar ziemlich laut, wenn man so direkt neben ihr im Bett liegt.

Dann zeigte die Lehrerin uns noch BMs ersten Hamburger Lesetest. Es ist super, dass sie schon (oft) die kurzen Töne am Ende des Wortes erkennt und Hund mit "d" schreibt. Kurzum es ist alles bestens mit unserem Schulkind.


Sonntag, 14. Mai 2017

Muttertag

Am Muttertag kuschelte Zwee (die in unserem Bett geschlafen hatte) mich wach. Kurz darauf kam eine noch etwas morgenmuffelige BM dazu und ich wurde mit Gebasteltem und Gemaltem beschenkt:



Dann kuschelten wir alle nur kurz weiter bevor wir ins Dorf zu meiner Mutti fuhren. Dort hatten wir einen schönen, sonnigen Vormittag. Die Kinder spielten schön miteinander (d.h. sie verwandelten das ganz Enkelkinderzimmer in eine Höhle). Zwee schaffte es zum ersten Mal ein paar Meter selbständig mit dem Dreirad zu fahren und drehte dann schneller werdende Runden mit dem Laufrad. BM dafür mal etwas ruhiger und spielte lieber Karten mit uns. Dann konnte ich sogar noch ein kleines Nickerchen auf der Gartenliege machen. Perfekt!

Danach hatten wir einen gemütlichen Nachmittag R.s Mutti mit der alljährlichen Muttertagsbowle. Wir konnten fast in Ruhe quatschen während die Mädels und ihr kleiner Cousin lieb spielten... Außer Opa, denn der wurde von den Kindern voll in Beschlag genommen.

Der Tag klang dann mit ganz viel Kuschelei aus. Erst schlief Zwee in meinen Armen ein und dann lag ich  noch lange bei BM im Bett wir erzählen uns was.

Samstag, 13. Mai 2017

Luftballons

Irgendwann in den 90ern waren meine Eltern mal Abends aus und nein Bruder und ich schauen uns im Schlafzimmer "Es" an. Größtenteils von unter der Bettdecke. Später war es lange eins meiner Lieblingsbücher. Neulich sah ich den Trailer für die Neuverfilmung und gruselte mich gehörig. Ich bin nicht sicher, ob ich den Film sehen werde, denn er ist sicher nichts für mein Mamaherz.

Nun rief mich gerade BM weinend an ihr Bett. Sie hatte schon kurz geschlafen und nun Angst wegen eines Albtraums. Erst wollte sie ihn nicht erzählen, aber ich meinte, dass das vielleicht helfen könne. Sie solle ihn erzählen und zu ihrem Traumfänger hochschicken...

Sie hatte den Traum schon mehrmals: Da sind Luftballons, die sie nicht festhalten könne, und wenn sie wegfliegen, habe sie so ein schlechtes Gefühl.... Und da hängen auch Menschen dran.

"Irgendwelche Menschen oder deine Menschen?" fragte ich.
"Meine Menschen."
"Mama auch?"
"Ja."

Wie gruselig ist das denn, bitte schön?!!!!

Arme BM. Mama ist da und passt auf dich auf!

Ruhe im Bad

BM kam heute früh von einer Übernachtungsgeburtstagsparty beim Nachbarsmädchen nach Hause, packte einträchtig mit Zwee das Mitgebsel aus, teilte ihr Naschi und lockte dann ihre kleine Schwester ins Bad.

Einträchtiges Geplapper dringt durch die vorsorglich geschlossene Tür. Die Kinder waschen den kleinen Mitgebsel-Gummigecko. Ein leicht schlechtes Gewissen scheinen sie zu haben, jedenfalls schauen sie schuldbewusst auf als ich ins Bad komme. Aber noch schwimmt das Bad nicht, alle Ärmel sind noch trocken und ich genieße meine gut gelaunten Kinder.

Sonntag, 7. Mai 2017

Schnipp Schnapp, Haare ab

Seit Monaten versuchte ich BM zu überzeugen, dass wir ihr die fusseligen Haare abschneiden sollten. Nachdem sie immer darauf bestanden hatte, dass sie unbedingt die Haare weiter wachsen lassen will, überraschte sie mich sehr, als sie plötzlich zustimmte.

Eigentlich sollten die Haare nur so weit abgeschnitten werden wie Zwees. Ich sollte ihr aber auch unbedingt einen Zopf abschneiden. Dabei neigte sie offenbar den Kopf etwas nach vorn, so dass ich letztendlich mehr als geplant abschnitt. Aber es sieht wirklich toll aus! Also der Schnitt ist nun natürlich nicht besonders professionell, aber die Länge steht BM wirklich gut.

Vor Schreck verdrückte sie zwei - wirklich nur zwei - kleine Tranchen. Aber ich erklärte ihr, wie es passiert war und dass sie doch eigentlich sowieso nie einen Zopf haben wolle, so dass die Haare nur im Gesicht herum hingen. Und dann war sie plötzlich - zum Glück - auch sehr zufrieden und freute sich, dass sie in der Familien-WhatsApp-Gruppe die positiven Kommentare ihrer Familie selbst lesen durfte/konnte.


Donnerstag, 4. Mai 2017

Drei Jahre Zwee

Meine wunderbare kleine Zwee, unglaubliche drei Jahre bist du nun schon alt und du machst deine Familie jeden Tag sehr glücklich. Du bist ein richtig großes Mädchen geworden und es macht riesigen Spaß, jeden Tag neue Facetten deiner Persönlichkeit zu entdecken. Du wirst nicht müde zu erklären, dass du "tein tleines Baby" mehr bist. Baby pullern ein und tattern ein, aber du natürlich nicht. Manchmal bestehst du darauf ein "doßes" Mädchen zu sein, aber meist ist auch "tleines" Mädchen vollkommen okay - nur eben definitiv kein Baby.

Du bist immer noch sehr, sehr anhänglich. Du umarmst deine Menschen und kuschelst sehr gerne. Für mich gibt es kaum ein schöneres Gefühl als dich im Arm zu halten. Du bist so warm und weich und du hältst mich so fest wie es deine kleinen Muckis erlauben. Dabei schmiegst du gern deine Wange an meine und rüttelst dein Köpfchen als wolltest du dich in ein Kissen einkuscheln. "Meine liebe Mama! Tuschel mich!", sagst du und mein Herz schmilzt.

Aber auch deinen Papa und deine große Schwester hast du sehr lieb. Wenn dein Papa mal später nach Hause kommst, hältst du ihn doll lieb und sagst ihm "Ich hab dich demisst!". Wenn du BM morgens begegnest (und ihr nicht noch allzu morgenmuffelig seid), stellst du dich vor sie und breitest deine Ärmchen aus. Dann umarmt ihr euch so eng, dass man vor lauter dunkelblonden Haaren gar nicht erkennen kann, wer wer ist.

Überhaupt spielst du jetzt immer mehr mit BM, was sicher daran liegt, dass du jetzt BMs Spielerklärungen verstehst und du auch immer verständlicher sprichst, so dass auch BM dich versteht. Am liebsten spielt ihr zusammen auf der Couch. Dann baut ihr euch eine Höhle oder ein Auto aus Kissen, kuschelt, erzählt und gackert gemeinsam. Immer öfter seid ihr richtig lange in einem Kinderzimmer verschwunden und spielt dort zu zweit. Dann findet man euch schon mal am helllichten Tag bei heruntergelassenen Rollläden in Zwees Bett, wo ihr euch eine CD anhört.

So lieb du deine BM hast, bist du doch manchmal ganz schön zickig zu ihr. BM soll nicht näher an mir sein als du. Sie darf niemals beim Zähneputzen auf der Toilette sitzen, denn das ist offenbar dein Platz. Wenn sie dich tröstet oder Quatsch macht und dabei nicht schnell genug merkt, dass du dafür gerade keinen Nerv hast, kneifst du BM oder ziehst ihr an den Haaren. Neuerdings sagst du mir dann auch mal, dass du BM gar nicht lieb hast - mit einem herausfordernden Blick in ihre Richtung, was deine Schwester manchmal sehr traurig macht. Keine Ahnung, was manchmal diesen kleinen Kobold in dir weckt.

Generell zeigst du oft sehr anschaulich, dass das Leben als Dreijährige manchmal ganz schön schwierig ist. "Und das is demein!", findest du. Ich kann dich nicht mehr so viel schleppen, wie du es gern hättest. Man muss immer vor und nach dem Schlafen auf die Toilette gehen. Man muss auch zwei mal täglich Zähne putzen und kann nicht jeden Tag ein "Deid" und eine "Humphose" anziehen. Man kann nicht nur Wiener oder Käse ohne Brot essen. Mama kriegt es nicht hin, das Wasser in exakt der richtigen Menge in deinen Becher zu gießen. Und gelegentlich fällt auch ein doofer Sack Reis in China um und macht dir das Leben schwer.

Aber allermeistens hast du richtig viel Spaß am Leben. Du tanzt und hüpfst übermütig. Du singst Lieder bzw. das was du gerade siehst ("Hier müssen wir abbiegen. Da ist schon die Kita. Eins, zwei, drei, vier, fünf..."), und manchmal einfach aus lauter Freude "lalalala".

Du bist eine kleine Quatschmaus und weißt schon genau, wie du uns zum Lachen bringst. Dann erzählst du etwas und das kleine Grübchen verrät den Schalk. Dann frage, ob das wirklich so ist und du sagst "Neeee". Oder du schwingst die Ärmchen und läufst dabei lustig.

Bei größeren Menschengruppen bzw. in Begrüßungssituationen bist du immer noch sehr zurückhaltend und schüchtern. Dann bist du am liebsten erstmal auf dem Arm und vergräbst dein Gesicht. Mittlerweile taust du aber meist recht schnell auf.

Wir haben demnächst noch das Entwicklungsgespräch in der Kita, aber auch so sieht man, dass du ein ganz tolles Kitakind bist. Wenn du es dir aussuchen könntest, würdest du zwar lieber zu Hause bleiben, aber wenn du erstmal da bist, winkst du meistens fröhlich am Fenster und hast dann einen tollen Tag. Wenn wir dich abholen, finden wir dich oft bei einer Erzieherin, die mit euch singt oder Bewegungsspiele macht. Wenn ihr draußen seid, bist du entweder im Buddelkasten, auf der Schaukel oder du rast im Karacho auf einem Bobbycar den Berg hinunter.

Auf dem Spielplatz bist du eher vorsichtig, mit etwas Ruhe kann man dir aber gut erklären, wie du irgendwo hinauf oder entlang kommst. Das setzt du dann gut um, gern mit ein paar Jammerlauten... Aber sobald es geschafft ist, rennst du sofort wieder los. "Das matt Spaß! Ich will nott mal!"

Ich glaube, vom Late-Talkerchen ist nicht mehr viel übrig. Du quasselst du ganze Zeit. Manchmal, wenn du sehr übermütig bist und aufgeregt ein Erlebnis schilderst, versteht man kaum ein Wort. Aber meistens können wir dich sehr gut verstehen, und ich finde, du kannst eigentlich fast alles sagen bis hin zu ziemlich langen Sätzen und Geschichten.

Viele Konsonanten ersetzt du noch mit "d" oder "t" - zum Beispiel dott - doch, nott - noch, aut - auch. Aber so richtige Sprechblüten gibt es nicht allzu oft, sondern die Wörter und Sätze sind schon nahezu korrekt.

Stipt's? - Stimmt's?
Das stipt nicht, Papa! - Das stimmt nicht, Papa!
Natöllich! - Natürlich! (z.B wenn man sie bittet, etwas zu tun)
Hetty Hetty - Hello Kitty
Der defällt mir wun-der-schön!
Die Fau Doktor war sooo nett!

Bei ein paar Wörtern hast du dir scheinbar eine etwas unkonventionelle Bedeutung zurecht gelegt:

Ich will nicht selber (=alleine) bleiben. Ich will nicht selber (alleine) schlafen.
Montat (Montag) will ich das wieder anziehn. Montat wollen wir das not mal matten (Montag wollen wir das noch mal machen). Ja, Montag schein für dich eine universell einsetzbare Zeitangabe zu sein.

Mit dem Schlafen ist es noch ein wenig auf und ab. Manchmal hörst du recht ruhig eine CD und schläfst irgendwann ein, oft bist du aber auch sehr traurig, wenn ich nicht mit dir "tuschel". Viele Nächte schläfst du dann durch die ganze Nacht. Dann aber gibt es wieder Zeiten, wo du jede Nacht aufwachst und wir dich zu uns ins Bett holen. Dort schläfst du dann immer gleich glücklich und zufrieden weiter.

Bei all den Dingen, die du zurzeit entdeckst und erlebst, brauchst du eben doch immer wieder einen Rückzugsort. Dann wird die Nabelschnur eingestöpselt und du weichst nicht von meiner Seite.

Und ganz ehrlich: Ich genieße deine Schmuseeinheiten so sehr! Und solange du es möchtest, wirst du in meinen Armen immer Sicherheit und Geborgenheit finden.

Zwees 3. Geburtstag

Angesteckt von ihrer Kitafreundin war Zwee nun schon geraume Zeit ganz schön aufgeregt wegen ihres Geburtstags. Nun endlich war der ersehnte Tag da.

Als ich ihr vor ein paar Tagen sagte, dass wir sie an ihrem Geburtstag mit "Happy Birthday" wecken würden, lachte sie und meinte, dass sie doch an ihrem Geburtstag ausschlafen müsse. Das ging aber natürlich nicht, weil BM zu Schule musste. So weckten wir unser kleines Geburtstagsmädchen also um 6:30 Uhr. Als wir anfingen zu singen, war Zwee noch so müde, dass sie sich erstmal wegdrehen musste. Dann freute sie sich aber doch, dass es endlich soweit war.

Die Aufregung muss ihr aber auch ein bisschen unheimlich gewesen sein, denn als ich sie die Treppe hinuntertrug hielt sie sich mit einem kleinen warmen Händchen an meinem Kinn fest. Als sie die Geschenke sah, hatte sie aber kaum noch Zeit, die Kerzen auszupusten. Also halfen BM und ich ihr schnell dabei bevor die beiden Mädels - gleichermaßen aufgeregt - die Geschenke gemeinsam auspackten.



Unter dem weißen Tuch stand der Puppenwagen, den BM ihrer kleinen Schwester geschenkt hat. Wir hatten vor einiger Zeit mal darüber gesprochen, dass sie ihn doch eigentlich nicht mehr braucht, aber da war sie noch nicht so sicher, ob sie ihn weggeben wollte. Letzte Woche hatte sie dann Zwee gefragt, ob sie lieber mal den Puppenwagen oder das Puppenbett haben wolle. Zwee verstand die Frage zwar nicht so ganz, wollte aber den Puppenwagen haben. Und dann hat unser großes Mädchen uns geheimnisvoll mitgeteilt, dass sie ihn Zwee tatsächlich schenken wolle. Zwee hat sich auch darüber gefreut, aber erstmal nicht wirklich verstanden, dass der von BM ist. Tatsächlich meinte sie später, dass BM ja genau denselben hätte.

BM musste natürlich in die Schule, aber R. und ich hatten uns freigenommen, um mit Zwee einen schönen Geburtstagsvormittag zu dritt zu verleben. Zwee wollte auf einen Spielplatz, aber es schüttete leider, so dass wir also in einen Indoorspielplatz fuhren. Dort war Zwee das zweite Kind und es blieb die ganze Zeit erfreulich leer, so dass Zwee nach Herzenslust alles ausprobieren konnte. Die großen Rutschen waren ihr allesamt zu schnell, aber Go-Kart-Fahren mit ihrem Papa, das Kleinkindklettergerüst mit Minirutsche und vor allem die verschiedenen Ballkanonen bereiteten ihr richtig großen Spaß - und uns auch, weil wir unserem gar nicht mehr klitzekleinen Mädchen dabei zusehen konnten.


Nach dem Mittagessen fuhren wir los, um BM aus der Schule abzuholen. Zwee schlief plangemäß im Auto ein und machte dort einen ausgiebigen Mittagsschlaf vorm Haus während BM mir prima bei den Vorbereitungen für die Party half.

Als Zwee aufwachte freute sie sich über die Ballons und das Glitzerkonfetti. Schnell noch chic gemacht und dann kamen schon die Omas und Opas, der kleine Cousin MF mit seinen Eltern und Onkel B. Leider konnten PL und SJK konnten mit ihrer Mama leider nicht kommen, weil sie beide krank waren. Die drei Kinder hatten aber auch so großen Spaß mit einander und bearbeiteten einvernehmlich Zwees neue Knete:



Zum Abendessen gab es Nudeln - wie vom Geburtstagskind gewünscht. Und dann zockte sie noch eine Runde mit Opa V.:


Als Ruhe im Haus einkehrte kuschelte ich noch lange mit meiner Zwee in ihrem Bettchen. Wir spielten Rückenmalen und immer wieder drückte Zwee so doll die kleinen Ärmchen können an sich. Und so ging dieser schöne 3. Geburtstag gemütlich und ganz nach unserem Geschmack zu Ende.

Dienstag, 2. Mai 2017

Verunfallt

Irgendwie ist da gerade der Wurm drin:

Zwee humpelt immer noch von ihrem Trampolinunfall.

Ich humpele wegen eines fiesen Fersensporns.

Dann ließ sich Zwee beim Quatsch-Machen im großen Bett aus dem Sitzen nach hinten fallen und donnerte mit ihrem Kopf auf meine Nase, so dass es laut knirschte und die Nase blutete. Gebrochen war sie vermutlich  nicht, war aber tagelang geschwollen.

Zu guter Letzt fiel BM auf dem Weg zur Schule hin. Ich sah es aus dem Auto, da sie aber sofort wieder aufstand, dachte ich mir nichts weiter dabei und fuhr mit Zwee weiter zur Kita. Erst beim Abholen sah ich, dass sie eine Schürfwunde über dem rechten Auge hatte. Tatsächlich hatte sie wohl auch geweint, und ich Rabenmutter hatte es nicht bemerkt und sie nicht getröstet. Das hat mir so leid getan! ... auch wenn BM das im Nachhinein lässig abgewunken hat.

Nicht lustig

BM ist mit dem Essen fertig und, weil sie eben BM ist, kann nicht mehr still sitzen. Sie hampelt herum bis sie plötzlich vom Stuhl fällt. Sofort springt sie zurück auf den Stuhl, ich will schimpfen, muss dann aber lachen, weil sie grinsend behauptet, dass sie nur mal kurz was nachgucken wollte.

Also lachen wir beide zusammen. Daraufhin Zwee: "Das is wirklich nich lustich!"

Geschnipseltes im April

Die alte Leier: Zig Mal vorgenommen zu bloggen, zig Mal nicht dazu gekommen. Dabei hätte es neben den alttäglichen Niedlichkeiten unserer tollen Kinder - die beide zurzeit sehr ausgeglichen sind - so viel zu berichten gegeben.

Also mal wieder nur ein Blitzlicht:

Wir waren zu viert im Berliner Zoo. Da wir den größten Teil unseres Lebens nah am Tierpark wohnten, hatten wir den Zoo nie so richtig auf dem Schirm. Tatsächlich war ich nur ein einziges Mal vor über 25 Jahren dort. Jedenfalls hatten wir alle richtig Spaß zusammen. Der Spielplatz war den Kindern natürlich am wichtigsten, aber auch die Tiere weckten einiges Interesse. Am Ende waren wir alle ziemlich fußlahm und belohnten uns mit einem Restaurantbesuch, den die Kinder ebenfalls prima mitmachten.


In den Osterferien fuhren wir nach Plau am See. Bevor wir loskonnten, musste BM ihre zum Daheimbleiben verdonnerten Kuscheltiere aber noch gemütlich einmummeln. Ähem. Wer micht schon lange kennt, weiß, dass ich meine Kuscheltiere ebenfalls jahrelang so verwöhnt habe.



In Plau am See hatten wir ein schönes großes Ferienhaus, so dass meine Eltern und PL zwei Tage mitkamen. Ein Highlight war die Sommerrodelbahn, wo wir in Nullkommanix über 30 Fahrten absolvierten. Vor allem Zwee flippte schier aus vor Freude und rannte immer wieder so schnell sie konnte zum Start. PL und BM fuhren wie kleine Henker, denn "Das Wort bremsen kenne ich nicht!" und "Höchstgeschwindigkeit!!!!!"

Meine Eltern, die großen Mädels und ich verbrachten einen langen Tag im Schwimmbad mit rutschen, rutschen, rutschen und Fangespielen im Wasser. Zwee konnte wegen einer Erkältung leider nicht mit und machte derweil mit R. eine Radtour.

Leider war das Wetter dann nur kurz so...

... bevor es immer wieder regnete.

Das Urlaubshäuschen war aber sehr geräumig, so dass man es sich auch drinnen gemütlich machen konnte. Nun kann auch Zwee schon ganz gut Uno (Extrem) spielen, natürlich noch mit offenen Karten. Aber keiner sagt so niedlich "Glück gehabt!" wie Zwee, wenn aus der Kartenkanone keine Karten geflogen kommen.

Zwischendurch lockerte es zum Glück immer mal auf, so dass wir auch zwei schöne Radtouren machen konnten. Ich liebe es, meine Familie so zu sehen:


Zu Ostern waren wir wieder zu Hause und verbrachten die Feiertage im Wald und im Dorf, wo der fleißige Hase allerhand Geschenke versteckte.


Im Dorf waren jedoch nicht nur die Eier bunt, sondern die auch die Haare der Kinder, weil PL neue Haarfärbekreide (wie heißt das wohl richtig?) ausprobiert werden musste. Mit Abstand am besten leuchtete die Farbe aber in Opas weißem Haar. Aber was macht man nicht alles für das Amusement der Enkelkinder?


BM scheint mittlerweile viel besser in der Schule angekommen zu sein. Vielleicht liegt es an den Erfolgserlebnissen, die sie nun auch im Alltag hat, wenn sie unterwegs etwas lesen kann oder bei längeren Autofahrten mit uns Kopfrechnen übt. Nach einer längeren Klositzung findet man dann schon mal so eine Einladung neben der Toilette:

BM uns Zwee spielen sehr viel und weitgehend harmonisch miteinander. Vor allem Rollenspiele: Stundenlang bauen sie Autos oder Betten auf der Couch. Dann ist meist BM die Mama, Zwee die große Schwester und die Püppis sind die Babys. Eines Tages ging es darum, dass Zwee sich am Bein verletzt hatte. Also wurde sie verbunden und im Rollstuhl a.k.a. BMs Schreibtischstuhl umhergeschoben.

Am nächsten Tag ging es ins Havelland. Uroma hatte alle Kinder, Enkel und Urenkel eingeladen, um ihren 87. Geburtstag mit einem gemeinsamen Wochenende zu feiern. Wir hatten ein riesiges Ferienhaus/Ferienlager, in dem wir 12 Erwachsenen und 6 Kinder locker Platz fanden und allerhand Freizeitmöglichkeiten vorfanden. Unter anderem gab es ein Trampolin. Leider ist BM dort schon kurz nach der Ankunft so unglücklich gestürzt, dass sie sich ihr armes kleines Knie verdreht hat. Als ich auf Arbeit gerade aus meinem letzten Termin kam, erwartete mich also eine Nachricht von R. - aus dem Krankenhaus Havelland. Zum Glück war nichts gebrochen, aber trotzdem verbrachte Zwee das Wochenende (und die folgende Woche) auf dem Arm und im Kinderwagen.

Das Wochenende hat trotzdem allen richtig viel Spaß gemacht. Obwohl die kleinen Cousins und Cousinen 2. Grades sich nicht oft sehen, spielten sie ohne Unterlass toll miteinander. Vor allem BM und F. waren unzertrennlich.




Direkt im Anschluss daran flog R. mit A. nach Mallorca. Die beiden holten endlich die Fahrradtour nach, die R. 2014 abblasen musste, weil ich schwanger mit Zwee im Krankenhaus lag. Eine Superleistung, Männer!



Zwee musste derweil wegen ihres Knies leider eine Woche zu Hause bleiben. Das warf mich auf Arbeit zwar wieder ziemlich zurück, aber ich muss zugeben, dass ich die Zeit mit ihr sehr genossen habe. Zwee ist ja immer sehr kuschelig, aber an diesen unmobilen Tagen war sie unendlich verschmust. Am Freitag konnte sie dann schon wieder ganz gut laufen und verbrachte den Tag bei meiner Mutti. Die beiden nutzten den Tag und fuhren zum Alex damit Zwee sich einen Build-a-Bear aussuchen konnte. Es wurde ein süßer Affe namens Emma - denn alle Puppen und Kuscheltiere heißen derzeit Emma. Am Samstag war Zwee zu ihrem allerersten Kindergeburtstag eingeladen. Ich war mit dabei und fand es total süß, sie mit den ebenfalls eingeladenen Kitakumpels zu sehen.

Als letzte Amtshandlung im April schnitt ich endlich Zwees Haare. Ich hatte mich lange davor gedrückt, weil die Spitzen so schön blond waren. Nachdem Zwees zunächst dunkelbraunen Haare ausgefallen waren, wuchsen sie ja blond nach. Bislang hatte ich sie nur einmal kurz nach ihrem 1. Geburtstag ein wenig in Form geschnitten bzw. bis vor einigen Monaten den Pony kurz gehalten. Den Pony lassen wir nun zwar herauswachsen (was total nervig ist), aber die hellen Spitzen mussten nun wirklich ab:



Ha, nun habe ich also endlich diesen Blog-Frosch gekillt und kann zufrieden schlafen gehen.