Samstag, 24. Juni 2017

Abendrunde

Heute war irgendwie ein komischer Tag. Ich fühlte mich seltsam schwummig, vielleicht weil die Ohren noch vom gestrigen Flug zu waren. Nach einem Ausflug auf den Spielplatz mit den Zwillingen war ich froh wieder zu Hause zu sein und machte einen dreistündigen Mittagsschlaf. Dabei mache ich sonst nie Mittagsschlaf. Nun geht es mir aber besser - aber der Nachmittag war quasi vorbei.

Nach dem Abendessen beschlossen wir aber, noch etwas frische Luft zu schnappen und machten zu viert einen schönen Spaziergang. BM machte Kunststücke auf ihren Roller und Zwee sauste mit dem Laufrad nebenher. Mittlerweile hat die das echt gut drauf, nur Bremsen muss sie noch ein bisschen üben.

Am Ende der Runde kamen wir in den Park, wo BM ihrer kleinen Schwester zeigte, wie man  den Hügel hinab rennen kann. Zwee ließ sich bereitwillig helfen und wurde immer mutiger. Zuletzt lief sie fröhlich übers Feld weg - die Nabelschnur war heute wirklich außerordentlich lang.

Zu Hause angekommen wollten die Kinder noch draußen bleiben und wir chillten auf der Bank vorm Haus. Nach einiger Zeit kam die Zwillingsfamilie. Die Kinder spielen also noch ein bisschen. Derweil kredenzte R. uns Frauen je einen Cocktail.

Nun bin ich wohl doch schon wieder bettreif. Lah-di-lah! :-D

Freitag, 23. Juni 2017

Polypen raus

Am Montag wurden BMs stark vergrößerte Polypen entfernt. Dazu waren allerhand Vorbereitungen notwendig. Wir mussten zum Kinderarzt, um einen Bluttest machen zu lassen. BM, die schon als ganz kleines Mädchen jegliche Spritzen immer klaglos über sich ergehen ließ, machte
sich nun vorher ziemliche Gedanken. Wir sprachen darüber, wobei ich ihr natürlich nicht verheimlicht habe, dass das auch ein bisschen weh tut. Als es dann soweit war, ließ sie sich aber ganz tapfer in das kleine Ärmchen stechen. Die Augen wurden ein klitzekleines Bisschen feucht und dann war es schon geschafft. Bei der Gelegenheit wurde BM
auch mal wieder gemessen und gewogen. Sie wiegt nun 20,4 kg und ist 1,12 m groß.

Dann mussten wir noch zu Aufklärungsgespräch beim HNO-Arzt, wobei ich aus organisatorischen Gründen beide Kinder mitnehmen musste, die beide nach langem Schul- und Kitatagen eher nicht so gut drauf waren. Im
Wartezimmer waren beide jammerig und ließen sich kaum durch Vorlesen beruhigen. Ist eben doof, wenn ich das Buch gefühlt immer zu weit bei der Schwester halte. Das eigentliche Arztgespräch war dann eine Sache
von fünf Minuten (während derer mich beide Kinder immer wieder von der Seite ansprachen, so dass ich schimpfen musste, damit ich überhaupt den Arzt verstehe).

Am Freitag fuhren BM und ich dann zwischen Schule und Ferienlager zum Aufklärungsgespräch beim Narkosearzt. Der war wirklich sehr nett zu BM, auch wenn der lange Weg die 10 Minuten Gespräch kaum wert war. Auf dem Weg ins Ferienlager sagte BM dann, dass sie nicht operiert werden
wolle. Mittlerweile war ihr die ganze Sache wohl doch ganz schön unheimlich. Ich erzählte ihr lang und breit wie mir als Kind die Polypen herausgenommen worden waren und dass sie ja schlafen und nichts spüren würde. Im Ferienlager sollte sie dann mal C. fragen, die
vor einiger Zeit dieselbe OP hatte. Deren Eltern meinten, dass es total easy verlaufen wäre. Leider erzählte C. aber BM, dass, sie dolle Schmerzen gehabt habe.

Wir unterhielten uns also in den kommenden Tagen immer noch einmal darüber, was passieren würde und warum wir das machen (BM hörte auf einem Ohr schlecht und atmet immer nur durch den Mund).

Am Tag der OP durfte BM zwar nach dem Aufstehen noch Wasser trinken, aber nichts mehr essen. Darum haben wir am Sonntag Abend noch ein zweites Abendbrot mit leckerem Käsetoast eingelegt, damit BM möglichst
nicht allzu hungrig ist, denn wir sollten erst um 10:30 Uhr im OP-Zentrum sein.

Dort angekommen mussten wir eine Weile warten und BM wurde schon langweilig und zappelig. Dann aber bekam sie ihren "Schnaps". Ich ging schnell noch einmal mit ihr zur Toilette. Dann setzte sie sich wieder hin und spielte mit meinem Handy, wobei man zusehen konnte, wie sich
die Augen verdrehten. R. nahm BM also auf den Schoß, wo sie schon sehr benebelt wirkte.

Als es losgehen sollte trug ich sie in den OP-Saal. 20 kg Kind sind gar nicht so leicht - vor allem, wenn dieses sich total spannungslos nach hinten lehnt, um die seltsamen Lampen anzusehen. Auf dem Weg in den OP zog ich mir noch schnell Kittel, Haube und Schuhüberzieher an,
dann trug ich die schläfrige BM in den OP-Saal. Dort legte ich sie hin und hielt ihr Händchen. Die Blutdruckmanschette und das Dings am Finger für Puls und Sauerstoffsättigung fand sie doof, hatte aber
schon nicht mehr die Koordination, um diese abzustreifen. Ein netter Narkosearzt hielt BM die Narkosemaske vor die Nase und ich wünschte ihr schöne Träume. Nach kurzer Zeit schlief BM tief und fest und ich ging kurz zu R. ins Wartezimmer.

Nach einer Viertelstunde war die OP bereits vorbei und wir konnten zu BM in den Aufwachraum. Da lag sie ganz friedlich auf der Seite und schlief noch genau die avisierte halbe Stunde. Als sie aufwachte zog sie sich unwillkürlich und genau wie geplant den Atemschlauch aus dem
Mund. Natürlich war sie sehr verwirrt, ließ sich aber gut beruhigen.
Nach kurzer Zeit kam der Arzt und schaute noch einmal in den Mund, dann durften wir auch schon gehen.

Ich dachte, BM wäre einfach nur noch müde als ich sie zum Auto trug, aber tatsächlich war sie wohl noch ziemlich weggetreten. Im Auto wollte sie unbedingt einen Film auf dem Tablet gucken, fiel immer wieder in Sekundenschlaf und jammerte, weil ihr Hals wehtat.

Zu Hause angekommen machten wir es ihr auf der Couch gemütlich. Ich fütterte sie mit winzigen Löffelchen Eis. Dabei versuchte sie den Löffel zu greifen, griff aber gut 20 cm daneben. Offenbar sah sie mehrere Löffel. Tatsächlich blieb das noch einige Stunden so. Ich kuschelte mit ihr und ließ mir immer mal wieder sagen, wie viele Nasen, Augen und Münder ich habe. Nach und nach wurden es immer
weniger, aber bis dahin sagte BM ein paar lustige Sachen, über die ich Rabenmutter ziemlich lachen musste, z.B. "Mama, als du gerade gelächelt hast, sind deine Augen runter gefallen."

Irgendwann versuchte sie sich aufzusetzen, plumpste aber immer wieder um. Ich musste ihr dann unbedingt helfen, sich auf der Couch um 90° zu drehen. Kurz darauf fragte sie, wo sie eigentlich sei. Ich sagte: "Im Wohnzimmer, auf der Couch", da fragte sie: "Aber wo ist denn den der
Fernseher?" - Sie lag abgewandt und blickte die Couchlehne an.

Nach und nach wirkte sie immer munterer und schaute dann diverse Filly-Folgen. Abends wollte sie schon etwas Herzhaftes essen und schaffte ein paar Pestonudeln.

Auch wenn sie da ganz normal wirkte, scheint sie aber einen Filmriss über den gesamten OP-Tag zu haben. Offenbar kann sie sich nicht mal mehr daran erinnern wie wir dorthin gefahren sind.

Am Dienstag war BM noch ein bisschen matt. Wir fuhren zur Kontrolle beim HNO-Arzt (alles gut) und chillten ansonsten viel auf der Couch.
Doch BM wäre nicht BM, wenn ich sie nicht schon am späten Nachmittag hätte daran erinnern müssen, dass sie nicht toben solle - da lag sie auf ihrem Stuhl und ließ Kopf und Beine baumeln. Seit Mittwoch geht es ihr an sich wieder ganz gut, aber der Hals tut noch weh, wo die
Instrumente den Rachen aufgeschürft haben.

Dafür hat sie schon gesagt, dass sie jetzt wie der besser hören könne. Ich hoffe, dass der Hörtest im September das bestätigt.

Nachdem BM vom vielen Fernsehen schon viereckige Augen hatte, machten wir ein paar Hausaufgaben und spielten dann Malefiz, das Hütchen Spiel und zum ersten Mal auch Galgenmännchen. So ein großes Kind ist schon
echt toll!

Und dann brauchte sie auch mal ein bisschen Zeit für sich allein, um mit ihren Filly-Pferden ihre "Lieblingsfolge" nachzuspielen.



Am Donnerstag arbeitete R. zu Hause, um auf BM aufzupassen, und abends fuhr sie mit zu Oma und Opa. Heute darf sie mit Oma in die Schule und sich noch ein bisschen ausruhen. Hoffentlich lassen dann auch übers Wochenende die Halsschmerzen nach, damit BM am Montag wieder in die eigene Schule gehen kann. 😉

Donnerstag, 22. Juni 2017

Auf Arbeit schlafen

Heute und morgen bin ich zur alljährlichen Versammlung in Bayern. Gestern Abend erzählte ich Zwee noch mal, dass ich am Morgen ganz früh mit dem Flugzeug zur Arbeit fliegen müsse, dass ich dort auch schlafen würde und erst am Freitag Abend nach Hause komme.

Daraufhin schaute sie mich grinsend an als hätte ich einen riesigen Quatsch erzählt. "Gar nich!", sagte sie.

Ich darauf "Doch, das ist wirklich so."

Zwee: "Släfst du da auch?"

Ich: "Ja."

Zwee: "Aber auf Ahbeit kann man dot nich slaaafen!"

Ich: "Doch, da kann man schlafen. Normalerweise nicht, aber wenn man mit dem Flugzeug zur Arbeit fliegt, geht das."

Zwee: "Is da aut ein Bett?"

... Ich glaube, ich schicke ihr nachher mal ein Foto von meinem Hotelzimmer.

Sonntag, 18. Juni 2017

Ferienlager 2017

Dieses Wochenende war es wieder soweit: Wie schon im letzten Jahr verbrachten wir mit 17 Erwachsenen und 15 Kindern im Alter von 7 Jahren bis 9 Monaten in einem brandenburgischen Ferienlager. 

Schon  am Donnerstag reisten die kleinen Kinder hauptsächlich mit ihren Papas an, so auch R. und Zwee. Sie fuhren zusammen mit A aus B und Töchterchen A hin, und die Mädels hatten schon im Auto großen Spaß zusammen. An dem Tag war das beste Wetter, so dass die Kinder schön baden gehen konnten. Es wurde gebuddelt, gespielt und gegrillt und ein kleiner Erholungsvorsprung "erarbeitet". 

Die Schulkinder und ihre Mamas reisten dann am Freitag an. Ich arbeitete zu Hause und stand komplett unter Strom. Um 13 Uhr holte ich BM ab, fuhr mit ihr zu einem Arzttermin und dann auch ins Ferienlager. Wie schon im letzten Jahr ward BM dann kaum noch gesehen, weil sie sich mit den den größeren Kindern herumtrieb. 

Zwee war zweemäßig froh, dass ich nun auch da war. Den ganzen Tag war sie R. nicht von der Seite gewichen  und nun stöpselte sie ihre Nabelschnur wieder bei mir ein. Sie zeigte nur stolz, wo alles ist und spielte auch sehr schön, holte sich aber häufiger Kuscheleinheiten ein. Wie üblich hielt sie sich eher am Rande des Trubel auf, aber es war trotzdem schön zu sehen, dass sie sich mehr traute und mit anderen Kindern spielte. 

Bei einer Bootstour schlief Zwee unvermittelt neben mir sitzend ein. Die Schwimmweste hielt sie förmlich aufrecht, ihr Gesicht legte sie in meine Hand und weg war sie. Ich nahm sie wie ein Baby in den Arm und musste mein friedlich schlummerndes Mädchen immer wieder ansehen. Zurück an Land blieb sie lange unweckbar und schlief auf einer Sonnenliege in meinem Arm weiter... was ich total schön fand. 

Während wir Erwachsenen Abends schon ums Lagerfeuer saßen, stromerten die Kinder noch durch das Gelände. BM war schon heiser vom vielen Kreischen.  Zwee wollte unbedingt bei ihr sein. Statt zu meckern, wirkte BM eher pseudogenervt und amüsiert. Sie verhandelte total süß mit ihrer kleinen Schwester wie lange diese noch alleine spielen solle und dann würde sie sich um sie kümmern. Da wirkte BM so groß und verständnisvoll. Unsere Mädels sind einfach  so süß und so toll! Dann vermittelte BM Zwee zum Ballspielen und Quatschmachen an die fast gleichaltrige F., was die beiden auch sogleich fröhlich  umsetzten.

Mini war auch überall mit dabei, kuschelte viel mit R. und mir und ließ sich von seinen großen Cousinen an der Hand umher führen. Immer wieder musste ich Zwee und Mini das Bobo-Buch vorlesen - zwischendurch stieg meine Zuhörerschaft auf bis zu 6 Kinder an. Da konnten sich dann auch Schulkinder noch für den kleinen Siebenschläfer begeistern.   

Alles in allem waren es wieder ein paar schöne entspannte Tage. Ich konnte sogar 2 Stunden in Ruhe lesen.   

Hier noch ein paar Eindrücke:






Montag, 12. Juni 2017

Mädelsbett

Ich schlafe nicht gern allein. Die Kinder auch nicht. Und darum dürfen sie im großen Bett schlafen, wenn R. auf Dienstreise ist. Abends ist noch ewig Betrieb im Bett - quatschen, kichern und streiten. Und nachts habe ich ständig zu tun, das ein oder andere Kind von seiner Schwester herunterzuziehen während mein Körper Zwee als Beinablage dient.

Aber trotzdem ist es so schön, meine beiden Süßen bei mir zu haben.

Gute Nacht!

Sonntag, 11. Juni 2017

Pfingstferien 2017

Nun waren also Pfingstferien - genaugenommen natürlich nur für BM, der Rest von uns musste immerhin die kurze Woche arbeiten bzw. in die Kita. Wir hatten aber trotzdem alle eine schöne Woche:

Zum Ferienauftakt verbrachten die Kinder den üblichen Freitag im Wald. Bei super Wetter harkten die beiden Omas Rasen, spielten in Indianerzelten und wurden angemessen schmutzig. Leider fing Zwee sich drei Mückenstiche an der Stirn ein, so dass sie - ziemlich genau wie vor einem Jahr schon mal - wie ein kleiner süßer Quasimodo aussah als sie am nächsten Morgen aufwachte.

Die Freude war aber groß, weil die Kinder dann im Garten ihr Kindertagsgeschenk bespielen durften. Da hatten wir mal wieder eine ziemlich gute Idee...


Am Nachmittag machten wir mit den Nachbarn einen Ausflug zum Reiterhof, weil da ein Springturnier stattfand. Die Kinder staunten ziemlich, aber dann verursachte das schwüle Wetter doch allseitiges Genöle, so dass wir nach einem leckeren Eis recht bald wieder nach Hause gingen. Zwee war mit dem Laufrad unterwegs und machte erst super mit, aber dann tat ihr der Helm an der lädierten Stirn so weh, dass ihr gehörig die Laune verging.


Am Pfingstsonntag besuchte uns meine Krankenhausfreundin mit Familie. Wir sehen uns ja nur ein bis zwei mal im Jahr, aber trotzdem spielten die beiden Großen gleich wieder ohne Anlaufschwierigkeiten miteinander wie damals schon im Krankenhausflur. Erstmals ignorierten sich auch die beiden Kleinen nicht, sondern spielten ebenfalls ganz toll miteinander. Irgendwann waren sie sogar mal eine halbe Stunde hinter verschlossener Tür in Zwees Zimmer und spielten einträchtig mit zwei ollen Luftballons. Zwee fand es übrigens total lustig, dass Mama im Krankenhaus war und sie da noch in ihrem Bauch gewohnt hat. "Da war ich noch ein Beebie. Da hab ich not Bei dedessen." Es war so süß wie sie feixend versucht hat, ihrem CTG-Kumpel die Geschichte zu erklären. Nach stundenlangem Regen konnten wir dann auch noch ein bisschen raus auf den Spielplatz, wo die großen Kinder riesige Schnecken sammelten und die kleinen stundenlang immer wieder mit der Seilbahn fuhren.

Am Pfingstmontag waren wir Vormittags im Dorf, wo auch mein Bruder seit langem mal wieder mit vollständiger Familie mit dabei war. In den letzten Wochen war v.a. das kleinste Familienkind immer wieder krank gewesen. Nach einem leckeren Frühstück bereiteten die großen Mädels einen Wettkampf vor. Mal wieder. Diesmal mussten wir jeweils zu zweit gegeneinander antreten und Rätsel lösen, malen und Plastikspinnen sortieren.

Am Nachmittag kamen unsere Nachbarn mit den Zwillingen zum Burgergrillen vorbei. Wir schlugen uns die Bäuche so richtig voll, während alle vier Mädels mal drinnen, mal draußen herumalberten.

Schon war es Dienstag und der Ernst des Lebens ging wieder los. BM musste einen einzigen Tag in den Schulhort, was sie wenig begeisterte.

Dafür durfte sie am Mittwoch mit den Zwillingen zu Hause bleiben bzw. verbrachte mit ihnen einen schönen Tag im FEZ. Heiser vom vielen Quatschen Kreischen und mit allerhand Gebastelten kam sie Abends glücklich nach Hause.

Am Donnerstag folgte dann ein Ferientag der Superklasse. Genau genommen erlebte BM soviel wie viele andere Kinder nicht in einer ganzen Ferienwoche:

Morgens wurde sie von Opa U. abgeholt und zum Treffpunkt mit Oma R. und PL gebracht. Da waren alle drei noch fit:


Vornehm, vornehm: Es gab Frühstück auf dem Fernsehturm.

Dann ging es mit dem Fahrradtaxi weiter zum Naturkundemuseum.


Die ganze Lauferei entschärfte BMs Schuh.

Ziemlich erschöpft kamen die drei dann zurück ins Dorf, wo mittlerweile auch schon mein Vati mit Zwee angekommen war. Die freute sich (ein bisschen überraschend, aber sehr erfreulich) darüber, dass sie mit BM bei Oma und Opa schlafen durfte und packte gleich im Flur ganz aufgeregt ihre Sachen aus.

Es wurde Schleim hergestellt...

... und der Garten wie üblich in eine Spielwiese verwandelt.

Nach einem Bad in blaugefärbten Badewasser durften die Mädels in ihr Bett schlüpfen - erstmals zusammen auf der ausgeklappten Couch im Wohnzimmer. Das war kuschelig und man hatte sich wohl noch einiges zu erzählen, jedenfalls munkelt man, dass Oma zuerst geschlafen habe.

Beide Mädels schliefen dann richtig gut und ohne Unterbrechungen. BM war früh wach - Murphys Gesetz, denn an Schultagen ist sie um halb 7 Uhr kaum wachzukriegen. Sie hatte sich aber auch schon darauf gefreut, dann zu Oma ins Bett zu schlüpfen und von dort aus fernzusehen. Zwee schlief wie ein Stein bis 9 Uhr!

Am Freitag machten die Mädels sich mit Oma einen schönen Tag im Garten. Sie schleppten einen Großteil des Spielzeugs aus dem Enkelkinderzimmer in das Spielzelt im Garten und sprangen durch den Sprenger. Und als Opa von der Arbeit kam, durften sie auch endlich in den Pool.



Total glücklich kamen die Kinder Abends zu uns nach Hause. Ich wunderte mich schon, dass sie ausgeglichen schienen. Die Harmonie hielt bis zum Abendessen - dann war es vorbei und die Kinder mussten die beiden tollen Tage erstmal kurz mit Böcken und Tränen am Abendbrotstisch verarbeiten. Erwartungsgemäß, aber R. und ich hatten uns nach einer anstrengenden Arbeitswoche eigentlich auf einen harmonischen Abend gefreut.

Am Wochenende ging es dann aber zum Glück gut gelaunt weiter. Gestern waren wir zum ersten Mal alle vier zusammen joggen. Also R. und ich sind gejoggt, Zwee saß im Babyjogger und BM radelte voraus. Fände ich Sport nicht generell doof, müsste ich zugeben, dass das echt Spaß gemacht hat. Nur mein doofer Fersensporn kommt nun vor Lachen nicht in den Schlaf.

Am Nachmittag waren wir in einer tollen Eisdiele, mit so vielen Eissorten, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Die Kinder hatten es da einfacher und wählten wie immer Schlumpfeis. Am liebsten wäre ich noch ein paar Stunden gewesen und hätte einfach weiter genascht, aber wir gingen dann doch lieber auf einen Spielplatz im Ort, wo die Kinder sich noch austoben konnten.

Heute hatten wir allerhand Besuch: Kimmy und Mini waren fast den ganzen Tag da. Wie immer freute sich Mini riesig über BM und präsentierte auch seine neuerworbenen Sprachkenntnisse, indem er nun auch R. und mich beim Namen nannte. Kleiner, süßer Charmeur! Am Vormittag war außerdem R.s Kitakumpel (ja!) nebst Frau und Baby da. Das kleine Babymädchen staunte den Trubel der anderen Kinder mit großen Augen an. Am Nachmittag kamen dann noch die Schwiegereltern zum Urlaubsrückkehrbesuch. Die Kinder planschten in der kleinen Bademuschel und spielten mit dem Playmobil-Aquapark. Derweil chillten, quatschten und aßen wir uns durch einen besonders heißen Tag. Am frühen Abend reichte es uns und wir verzogen uns ins Haus.

Nun musste leider R. schon heute Abend los zu seiner Dienstreise. Weil ich alleine irgendwie nicht schlafen kann Damit sich die Kinder freuen, dürfen sie heute bei mir im großen Bett schlafen. Dort lagen sie auch mehr oder weniger einträchtig ab 20 Uhr drin, hörten zwei Hörspiele, mussten noch mal pullern, Quatsch erzählen, sich auf 1,80 m in die Quere kommen und ein bisschen zanken bis sie gegen 22 Uhr endlich einschliefen.

Und da kuschel ich mich jetzt dazu. <3

Montag, 5. Juni 2017

Na endlich

Schon Ende April meinte die Zahnärztin, dass BMs Schneidezahn (Mitte links oben) das lange 1.-Mai-Wochenende wohl nicht überstehen würde. Pustekuchen. Bis eben klammerte er sich noch fest.

Nach einem schönen Nachmittag, wo die Kinder mit den Nachbarszwillingen stundenlang gespielt und getobt hatten und wir Eltern in Ruhe Burger grillen und quatschen konnten lagen unsere Kinder noch kurz zusammen in Zwees Bett bevor sie jeder zum Schlafen ins eigene Bett sollten. Die CD lief schon und sie hatten es sich gemütlich dunkel gemacht.

Unvermittelt fingen beide an zu weinen. Offenbar waren sie im dunkeln zusammen gerammelt. Zwee hielt sich den Kopf und BMs Wackelzähne bluteten. BM bekam sich lange nicht ein. Sie spülte tapfer den Mund aus und der o.g. Zahn hing auf halb Neune. Sie traute sich aber nicht, ihn rauszudrehen.

Also kühlten wir zur Beruhigung Mund und Köpfchen, kuschelte im Bett und schauten eine Folge Filly. Und dann, nach und nach kam der Zahn langsam immer weiter raus bis BM sich zu guter Letzt traute, ihn heraus zu nehmen.

Erledigt!

PS: Habe ich es schon mal geschrieben? Mein erster Zahn wurde beim Spielen auf einer Bank durch einen Kopfzusammenstoß mit einem Mädchen namens BM ausgeschlagen. History repeated oder zumindest so ähnlich.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Sportskanone

Bei etwas zu strahlendem Sonnenschein fand heute ein Sponsorenlauf in der Schule statt. Dabei hatten alle Kinder 20 Minuten Zeit, Runden um einen Sportplatz zu laufen. Dazu erklärten wir Eltern uns vorab bereit, einen bestimmten Betrag pro Runde für die Ausstattung der Schule zu spenden.

BM lief tapfer zehn Runden, die zum Beweis auf ihren Armen abgestempelt wurden.



Danach konnten die Kinder sich noch anderweitig sportlich betätigen. Wohl ein bisschen unwillig ließen BM und ihre Freundinnen sich überreden, einen Fußballparcour mitzumachen. Langsam, aber sehr konzentriert und fast fehlerfrei absolvierte BM den Parcour, schoss zum Abschluss ein "Tor" und bekam eine Urkunde mit Silberabzeichen.


Der Nachmittag war nicht minder aktiv: R. holte BM und Zwee mit dem Fahrrad ab. Auf dem Heinweg trafen sie allerlei bekannte Kinder und tobten auf einem Spielplatz bevor es endlich nach Hause ging. Die Hitze und die viele Bewegung forderten ihren Tribut, und so schlief BM bereits kurz nach 20 Uhr wie ein Stein. Aber ehrlich: So ein Programm können wir nicht jeden Tag durchziehen, nur damit BM mal früher schläft.