Sonntag, 21. Oktober 2018

Am Wetter arbeiten wir noch...

... aber unsere Umgebung erkunden wir schon mal und kommen in den richtigen Urlaubsmodus. 

Beim Anblick des Castellos rief Zwee entsetzt aus: Aber da müssen wir ja schon wieder wandern! 

¡Hola!

Der lange Altweibersommer zu Hause dieses Jahr kommt gerade erst zum Ende, aber wir sind trotzdem der Sonne hinterher gereist und nach einem langen Reisetag, den die Kinder super mitgemacht haben, in Andalusien eingetroffen. 


Da wir erst recht spät Abends angekommen sind, wissen wir noch nicht genau wie die Aussicht ist, aber der Ausklang auf der Terrasse war schon sehr Urlaub-like. Ich freue mich so darauf, mit meinen Menschen zwei Wochen Seele baumeln zu lassen. 

Dienstag, 25. September 2018

Komplimente annehmen

Wie reagiert man am besten auf Komplimente? Ich tendiere dazu, dass dann herunterzuspielen, selbst dann, wenn ich eigentlich derselben Ansicht bin.

Zwee hingegen sieht das sehr locker. Sagt man ihr, dass sie schon ganz schön groß geworden ist, etwas Schönes gemalt hat, artig aufgeräumt hat oder eine gute Idee gehabt hat, antwortet sie mit voller Überzeugung:

"Danke, Mama!"

Ich hoffe, das bleibt so und sie kann Komplimente weiterhin einfach genießen.

Dienstag, 11. September 2018

BMs 8. Geburtstag

Unsere BM ist nun acht Jahre alt! Sie und wir alle hatten ein sehr schönes Geburtstagswochenende.

Ich glaube allerdings, die kleine Schwester war viel aufgeregter als das Geburtstagskind. Sie wurde fast beim ersten Wecken wach und machte im Bad bereitwillig mit, so dass wir gleich unsere BM mit einem Lied wecken konnten. BM war natürlich auch sofort hellwach und freute sich auf den Tag. In Windeseile war auch sie im Bad fertig, so dass wir nach unten zum Geburtstagstisch gehen konnten:


Das beste Geschenk war wohl mit Abstand die langersehnte Meerjungfrauenflosse mit Kostüm. Tatsächlich verbrachte BM seither einen Großteil ihrer Zeit darin.


Nach einem kurzen Frühstück musste BM dann in die Schule. Zum Glück ist Freitag aktuell ihr liebster Schultag, weil sie da Schwimmen hat. O-Ton: "Ich hab wirklich Glück, dass ich an meinem Geburtstag schwimmen gehen kann."

Gleich nach dem Unterricht holten wir BM ab und um 15 Uhr kam die Familie zum Feiern. Wieder einmal hatten wir richtig Glück mit dem Wetter, so dass die Kinder noch schön durch den Garten toben konnten. Unser Wirbelwind BM wurde ihrem Ruf dabei wieder total gerecht:


Endlich, endlich haben nun auch  mal unsere beiden kleinen Neffen zusammen eine Party gefeiert. Es war schon fast wie verhext, denn bislang sind die beiden durch wechselnde Abwesenheiten nie aufeinander getroffen.

Die Mädels spielten mal wieder Theater - eine Variation der bereits seit Jahren andauernden Saga "Die Prinzessin und die Hexe", diesmal in 10 Phasen. Echt jetzt.


Und BM bekam von Tante K. und Onkel B. auch ihren zweiten und letzten Geburtstagswunsch erfüllt: Schleim.


Wie jedes Jahr liefen auf dem Fernseher Bilder aus BMs Leben und wir fragten uns, wo eigentlich die Zeit geblieben ist. Wenn man so zurückblickt, haben sich ihre Wesenszüge eigentlich kaum verändert seit sie ein Baby war. Unsere BM ist ein quirliger Wirbelwind mit ständig neuen Spielideen, die sie ausdauernd und mit voller Energie und Konzentration umsetzt. Für Standardzeug hat sie heute wie damals kaum einen Sinn - war es damals das Essen, dass sie mit vollem Körpereinsatz sabotierte, sind es heute selbst einfache Schulaufgaben, die sie mit Diskussionen, Zappelei und Abgelenktheit zur Mammutaufgabe macht.
Man kann sich so schön mit BM unterhalten, sie hat einen tollen Sinn für Humor, ist oft schon sehr verständig und eben einfach groß.
Doch jeden Morgen ist mein Baby immer noch mein Baby: Wenn ich sie wecke, singe ich meist ein Lied für sie. Danach trage ich das lange Elend ins Bad, wo wir zwischen pullern und Zähneputzen immer ein Minütchen kuscheln müssen. Das heißt ich sitze auf der Badewanne, sie mir zugewandt auf dem Schoß und ich streichle ihren Rücken. Jeden Morgen frage ich mich, wie lange sie das wohl noch möchte... und wie lange ich sie noch so schleppen kann. Ehrlich, ich hoffe einfach, dass es nie aufhört (wider besseres Wissen).

Aber weiter mit dem Partywochenende:

Den Kindergeburtstag feierten wir am Samstag. BM hatte sich wieder eine Schatzsuche gewünscht. Anstatt wieder mit dem Fahrrad unseren Stadtteil abzusuchen, haben wir diesmal eine Schatzsuche auf der Museumsinsel gebucht.

Morgens trafen wir uns in der Nähe vom Bahnhof, wo BM erstmal ihre Gäste und Geschenke in Empfang nehmen konnte und wir zur Stärkung erstmal ein kleines Kofferraumpicknick veranstalteten.


Als alle hinreichend gestärkt waren ging ich "schnell" noch mit den acht gackernden Hühnern in eine öffentliche Toilette. Dann stiegen wir in die S-Bahn Richtung Stadtzentrum. Mit Quatsch und Snacks verging die Fahrt wie im Fluge. Auf dem anschließenden Fußmarsch zum Bodemuseum stellte ich  mich mit Zwee auf dem Arm blöd an und knickte mit dem rechten Fuß um und fiel in Zeitlupe hin. History repeated, denn ziemlich genauso bin ich schon mal vor vier Jahren mit Zwee im Arm umgeknickt. Zum Glück konnte ich trotzdem weiterlaufen und Zwee ist natürlich nichts passiert.

Am Bodemuseum empfing uns eine sehr freundliche Schatzsuchenleiterin, die sofort den richtigen Ton traf, so dass alle Kinder konzentriert lauschten. In der Eingangshalle des Bodemuseums gab es eine planmäßige Pullerpause und dann beantwortete sie die ersten Fragen (Warum haben die Figuren alle keine Arme und Beine? ... Was macht die Frau da? - Das ist doch ein Mann. - Häh? Dann ist dabei dem wohl auch der Pullermann abgebrochen...).


Vorm Museum gab es das erste Rätsel... aber erst nachdem die Kinder ausgiebig über den nackigen Popo lachen konnten.

Dann ging es rund um die Museumsinsel mit Rätseln und Geschichten. Die Wege zwischendurch wurden mit Kompass und Meter Schritte zählen kurzweilig gestaltet und somit von alle fröhlich absolviert.


Am Ende war der Schatz ganz klassisch im Park am alten Museum unter Büschen versteckt. Es war kein Schatz zum Mitnehmen sondern das Kästchen enthielt allerlei historische Dinge, wie Schmuck, Geld und Schnitzereien, welche die Kinder sich in Ruhe ansehen konnten.


Ich finde, die Schatzsuche hat wirklich Lust auf mehr gemacht. Ich war schon ewig nicht mehr auf der Museumsinsel gewesen, aber diesen Herbst/Winter möchte ich unbedingt mit den Kindern (oder zumindest mit BM) in ein paar Museen gehen. 


Die Heimfahrt klappte wieder richtig gut. Am Bahnhof mussten wir einige Zeit auf unsere S-Bahn warten, doch die Mädels nutzen die Zeit, um die vielen glitzergeschmückten Lollapalooza-Besucher beobachten. Am "Stützpunkt" angekommen eröffneten wir noch einmal das Kofferraumpicknick und die Kinder konnten sich noch ein bisschen im Park austoben. Das haben sie sicher auch gebraucht, nachdem sie sich bei dem Ausflug super benommen hatten. 

Gegen 16 Uhr waren wir fix und alle, aber sehr zufrieden wieder zu Hause angekommen. Wir ließen den Tag dann sehr chillig mit etwas Spielen und Lego-Aufbauen ausklingen. 

Am Sonntagvormittag machten wir so weiter wie wir aufgehört hatten. Die Kinder spielten stundenlang Meerjungfrauen. Am Nachmittag fuhren wir jedoch zu meinen Eltern ins Dorf. Es war einer der vermutlich letzten warmen Tage dieses Jahr und BM wollte doch unbedingt einmal ihre Flosse im Pool ausprobieren. Da es schon recht frisch war, hatte sie nicht viel Zeit, aber dafür, dass sie vor einem halben Jahr kaum schwimmen konnte, hat sie sich schon ganz gut angestellt. Ich denke, in den Herbstferien müssen wir wohl ein Plätzchen im Koffer für die Flosse einplanen...









Montag, 23. Juli 2018

Örchebej

Zwee ist gerade fasziniert von englisch und sehr stolz darauf, dass sie "Läddigo" (Let it go) mitsingen kann.

Neulich kuschelte wir im Bett und sie erzählte irgendwas, verhaspelte sich, so dass nur Kauderwelsch herauskam und fragte dann: "Mama, hab ich grad önglisch desprochen?"

Gestern beim abendlichen Kuscheln spielten wir Rückenmalen. Ich erriet ihr Gekritzel nicht und sie löste auf: "Das war ein Örchebej." Das Wort reimt sich auf "all the way" und sie hat es in letzter Zeit immer mal wieder gesagt. Was es genau ist, wollte der kleine Schelm mir aber bislang nicht verraten.

Ich vermute, dass der "Örchebej" irgendwie mit dem "Orling" und dem "Kontrieb" verwandt ist.

Erstere Wortschöpfung stammt von meinem Vati, als er noch ganz klein war und bedeutet "Pferd". Das wünschte er sich nämlich. Gefragt, wo das denn dann schlafen solle, erklärte er: "Na, bei dir, Mutti."

"Kontrieb" stammt von meinem Cousin, der mal eins gemalt hat. Seither steht das Wort für undefinierbare künstlerische Schöpfungen.

Freitag, 20. Juli 2018

Ausgemessen

Der Weg vom Wald ist genau 4,5 Elsa-Hymnen weit.

Zwee  bestand darauf "Lass jetzt los" in Dauerschleife zu hören. Und ich durfte nicht mitsingen, weil sie alleine singen wollte.

Dienstag, 3. Juli 2018

Abschied von Frau S.

BM hat riesiges Glück mit ihrer Lehrerin und ihrer Horterzieherin. Beide sind sehr warmherzig und engagiert. Sie sind bei den Kindern sehr beliebt und dennoch "herrscht Zucht und Ordnung" im Klassenzimmer.

Mit dem Ende dieses Schuljahres wird die Lehrerin die Schule leider verlassen. Heute fand eine kleine Abschlussfeier statt. Die Erzieherin war gleich zu Anfang in Tränen aufgelöst, weil die beiden offenbar gut befreundet sind. Dann führten die Kinder ein schönes Programm auf, für das sie gemeinsam mit der Erzieherin schon lange geprobt hatten. Frau S. dachte, sie würde ohne Tränen durchkommen, aber die Geschenke und Gedichte gaben ihr dann doch den Rest. Wie viele andere Mamas musste ich dann auch heftig blinzeln.

Anschließend gab es noch einen kleinen Imbiss - dabei fiel wieder mal auf, wie seltsam die meisten Eltern sind. So richtig viele Gespräche kamen nicht auf, so dass wir mehrheitlich die Kinder beobachteten, die wegen der Hitze etwas durchdrehten.

Schön finde ich, dass Frau S. die Kinder wirklich gut auf ihren Weggang vorbereitet hat. Alle sind guter Dinge, dass die neue Lehrerin bestimmt auch sehr nett sein wird und dass man bald einen gemeinsamen Wandertag mit Frau S.' neuer Klasse machen wird.

Ich hoffe wirklich, dass die neue Lehrerin gut zu unserer BM passen wird, nicht zuletzt weil BM auch ihre Banknachbarin verlieren wird, da sie das Schuljahr wiederholen wird.

Zwees U8

Zwee ist genau 4 Jahre, 1 Monat und 29 Tage alt und wir waren heute bei der U8. Gestern Abend war sie schon ganz aufgeregt. Keine Ahnung warum, aber sie freute sich sehr auf den Termin. 

Heute früh konnte sie mit R. kuscheln und ein bisschen ausschlafen, also beste Voraussetzungen für eine gut gelaunte Zwee. Wir sollten eine Urinprobe mitbringen - was erstmal gar nicht klappte, weil Zwee vor Aufregung nur ein paar Tropfen pullern konnte. Mit reichlich Milch zum Frühstück und Späßchen, dass sie mir bloß nicht auf die Hand pullern solle, klappte es dann doch noch.

Beim Kinderarzt angekommen war Zwee etwas enttäuscht, dass wir nicht ins "Spielzimmer" durften sondern gleich im Untersuchungsraum warten sollten. Als es dann soweit war und die freundliche Sprechstundenhilfe zu uns kam, wurde unsere Zwee dann doch ein bisschen kleinlaut. Als ich mich aber ganz nah neben sie hockte, hat sie die Übungen prima mitgemacht:

Sie sollte viele Bilder benennen, um Wortschatz und evtl. Sprachfehler festzustellen. Zwee sagt noch "T" statt "K" und "D" statt "G", aber das ist in ihrem Alter noch okay. Ansonsten konnte sie alle Bilder super benennen - Zwees sprechfaule Zeiten sind ja wirklich schon lange vorbei. 

Den Lacher des Tages brachte sie aber bei dem Bild eines Ohres. Sie schaute es sehr lange an und konnte offenbar nichts damit anfangen. Als die Sprechstundenhilfe noch einmal nachhakte, sagte Zwee kleinlaut: "Eine Mumu?" Das war zuviel - die Sprechstundenhilfe und ich  mussten ganz unpädagogisch kurz losprusten. Daraufhin wurde Zwee leider noch ein bisschen schüchterner. 

Dann malte Zwee ein Viereck (okay), ein Dreieck (na ja) und einen Kreis (super). Die Stifthaltung war okay, nur ein bisschen zu weit hinten. Dann benannte sie alle Farben richtig und zählte auf einem Wimmelbild die Kinder bis 21 (sehr gut).

Den anschließenden Hörtest fand Zwee doof. Der Kopfhörer war ihr wohl nicht geheuer, obwohl sie auf langen Autofahrten auch einen Kopfhörer benutzt. Nun wissen wir nicht genau, ob es vielleicht ein bisschen Widerwille war, aber rechts war der erreichte Wert sehr niedrig. Wir sollen im Oktober wiederkommen, um den Test zu wiederholen. R. und ich waren ein bisschen überrascht, weil wir bislang nicht den Eindruck hatten, dass Zwee schlecht hört (nur selektiv), aber bei BM hatte sich das letztes Jahr ja auch sehr plötzlich eingestellt. 

Auf den Sehtest hatte Zwee auch wenig Lust. Sie wollte auf gar keinen Fall ein Pirat sein - ich glaube, die Augenklappe fand sie gruselig. Also hielt ich ihr wieder mit der Hand je ein Auge zu und Zwee erkannte auch die kleinsten Bilder ohne Probleme. Da ich selbst mit -7 Dioptrien quasi ein Maulwurf bin, war ich darüber wieder mal sehr froh. 

Dann sollte Zwee auf Zehenspitzen und Hacken laufen (kein Problem), auf einem Bein stehen (kurz) auf einem Bein hüpfen (nur je ein Hüpfer) und einen Hampelmann machen (äh?). Sie wollte mit der Sprechstundenhilfe nicht Ball spielen, also musste ich ran - obwohl meine Kinder sehr genau wissen, dass ich NICHT mit Bällen spiele. Zwee machte es sehr gut, ich nicht ganz so gut. 

Anschließend ging es zum Vermessen. Zwee ist 101 cm groß, wiegt 15,5 kg und hat einen Kopfumfang von 50 cm. Dann wissen wir jetzt auch, warum Zwee zurzeit isst wie ein Scheunendrescher: Sie ist in den letzten Monaten deutlich gewachsen. 

Wir mussten dann noch ein bisschen warten, was Zwee mit Quasselei überbrückte - nun da die Sprechstundenhilfe nicht mehr zuhörte mussten offenbar viele Wörter raus. 

Frau Doktor war wie immer sehr freundlich und absolut zufrieden mit unserer Zwee. Sie bestätigte, dass evtl. Logopädie noch mindestens ein Jahr Zeit hat und erklärte Zwee, dass es nicht schlimm sei, dass sie ihren Namen noch nicht ganz richtig aussprechen kann. Eines Tages würde sie morgens aufwachen und könne es dann ganz plötzlich. 

Es gab vier Gummibärchen zur Belohnung und schon waren wir wieder draußen. 

Sonntag, 1. Juli 2018

Ludi incipiant

Meiner Oma war es immer sehr wichtig, dass ihre drei Söhne und deren Familien gut zusammenhalten. Früher haben wir tatsächlich auch sehr viel Zeit miteinander verbracht. Cousins und Cousinen waren wie Geschwister und wir sind oft zusammen in den Urlaub gefahren. Über die Jahre haben kleinere und größere Zänkereien, aber auch das ganz normale volle Alltag dazu geführt, dass wir uns jetzt eigentlich nur noch zu größeren Anlässen sehen. Ich glaube, wir alle bedauern das sehr, aber so richtig kommen wir nicht dagegen an.

Umso cooler war es, dass mein Onkel und meine Tante ein Familienpicknick am Schloss Diedersdorf vorschlugen und tatsächlich ohne viel Gewese sofort ein Termin zustande kam.

So trafen wir uns heute also alle: 4x Oma-Opa-Generation, 9x Eltern-Generation (OMG, das sind ja wir!), 12x Kinder & Jugendliche. Was für ein toller Tag es wurde! Es war so schön, alle mal wieder zu sehen und - im Gegensatz zu Feierlichkeiten - auch wirklich mal Zeit zum Plaudern zu haben. Die Kinder streiften durch den Park, spielten mal und saßen mal einfach nur im Kreis und quatschten (ganz ohne Handys).

Zur Unterhaltung hatte meine Tante auch ein paar Teamspiele vorbereitet. Alle machten mit und hatten Spaß. Mein Beckenboden musste ganze Arbeit leisten, damit ich nicht vor Lachen einpinkle.





Später wurde dann noch Völkerball und Brennball gespielt - da habe ich natürlich rausgehalten, aber zum Entsetzen der Kinder haben tatsächlich die "Alten" gegen die "Jugend" beim Brennball gewonnen... auch wenn danach ein Sauerstoffzelt angebracht gewesen wäre.


Samstag, 30. Juni 2018

Kita-Sommerfest 2018

Da war es nun - unser vorvorletztes Sommerfest in der Kita. Zwee war schon seit einiger Zeit sehr aufgeregt, weil die Kinder das alljährliche Abschlusslied für die Schulkinder probten.

Im letzten Jahr hatte sie dann letztendlich doch der Mut verlassen, aber jetzt ist Zwee vier und hat einen großen Sprung in ihrer Selbstsicherheit gemacht. Also sang und klatschte sie dieses Jahr zum ersten Mal begeistert mit. Anschließend gab es traditionsgemäß die Märchenaufführung der "Großen" - dieses Jahr "Der Wolf und die sieben Geißlein", was wieder richtig schön vorbereitet war.

Danach spielte Zwee erstmal ausgiebig mit ihrer Freundin T. - als hätten sie sich nicht die ganze Woche sowieso jeden Tag gesehen. Die beiden sind wirklich wie een Kiek und een Ei! Aber sie knetete auch süße und herzhafte Brezeln, ließ sich als "Sternfrau" schminken und bastelte ließ mich einen Traumfänger basteln.

BM bastelte ein Filzkopfdingsbums und zog mit einigen anderen großen Geschwistern umher. Neben den ganzen Kitakindern wirkt BM natürlich schon ganz "erwachsen", aber trotzdem ist sie tatsächlich immer noch etwas kleiner als einige der diesjährigen Schulkinder. Aber ich war ja als Kind auch immer eine der kleinsten.

R. und ich bastelten mal hier mal da mit einem unserer Kinder, hatten aber tatsächlich größtenteils Freizeit und unterhielten uns ganz nett mit einigen der anderen Eltern. So ist das wohl mit großen Kindern.


Freitag, 29. Juni 2018

Wenn die WM kurz ist...

... muss man nicht fernsehen sondern kann in Zweisamkeit den Sonnenuntergang genießen.


Donnerstag, 28. Juni 2018

Zwee hatte vor dem Einschlafen noch einiges zu erledigen

Kurze WM

Die diesjährige Fußballweltmeisterschaft war für die deutsche Mannschaft sehr kurz. Darauf müssen wir nun wirklich nicht herumreiten.

Aber einen Schwank will ich nicht undokumentiert lassen: Das Spiel gegen Schweden schauten wir bei uns zu Hause mit unseren Nachbarn. Die Kinder waren mehrheitlich oben und spielten. Gegen Ende war Zwee schon ganz schön müde und saß doch auf meinem Schoß. Sie wollte nicht, dass wir noch mal so laut schreien. Ich sagte ihr, dass wir noch einmal schreien müssen, damit Deutschland gewinnt - und so kam es dann in der letzen Minute ja tatsächlich auch noch.

Zwee fand den Torjubel reichlich übertrieben und laut und doof. In Verbindung mit ihrer Müdigkeit musste sie weinen, so dass ich direkt mit ihr hoch ins Bett ging. Dort weinte Zwee dann ein bisschen, weil man mit vier eben manchmal einfach weinen muss.

Der Anlass: "Ich wollte, dass die delben dewinnen! Ich finde, die Schweben sind viel schöner!"

Mittwoch, 20. Juni 2018

Derweil bei BM und S.b.k.v.S.

Während R. und Zwee sich auf Mallorca vergnügten mussten BM und ich zu Hause bleiben und zur Schule und zur Arbeit gehen. Klar, Urlaub wäre noch viel toller gewesen, aber wir hatten auch eine schöne Zeit.

Zum einen habe ich alles daran gesetzt, BM jeden Tag zeitig abzuholen. Außerdem habe ich  mir große Mühe gegeben, mal zu allem "Ja" zu sagen, was sie so wollte. Immer wieder merke ich im Alltag, dass ich genervt bin und den Kindern fast automatisch mit "nein" antworte, auch wenn sie eigentlich gar nichts besonderes/schlimmes/aufwändiges wollen. Was soll ich sagen, es hat prima geklappt und BM hat tatsächlich nie auch nur ansatzweise etwas gewünscht, dass ich nicht hätte erfüllen können. Sie durfte also von Spielen über Essen bis zu Aktivitäten alles bestimmen und genoss das sichtlich.

Wir haben jeden Nachmittag etwas unternommen. Am ersten Tag waren wir in der Bibliothek. Am zweiten Tag gingen wir mit ihrer Freundin ins Kino und haben "Liliane Susewind" geguckt. Übrigens ein sehr niedlicher Film, der genau richtig war für die Mädels.


Am Donnerstag waren wir dann wetterbedingt nicht im Freibad sondern in der Schwimmhalle. BM hat ja seit dem Herbst das Seepferdchen, aber ehrlich gesagt, war das wie bei mir früher im Studium: Nur für die Prüfung gelernt und überhaupt nicht verinnerlicht. Nun scheint aber ein Knoten geplatzt zu sein, denn sie tauchte mit ihrer neuen Schwimmbrille und schwamm mit nur wenigen Pausen 100 m im großen Becken. Ich war so stolz auf mein Mädchen!

Nachts schlief BM bei mir im Bett und es war so schön, Nachts immer mal wieder ihr gar nicht mehr so kleines Händchen zu halten. Sie schläft allerdings immer noch wie früher als Baby/Kleinkind: Wie ein Propeller. Ständig hatte ich ihre langen Beine im Kreuz oder quer auf mir drauf.

Eigentlich wollten wir letzte Woche auch noch zur Maniküre & Pediküre gehen - in der Hoffnung, dass sie das mal ein bisschen vom ständigen Knabbern abhält. Wir bekamen aber keinen Termin und haben das darum diese Woche nachgeholt. Mal gucken, ob es was bringt...


Insgesamt war die viele Zeit mit BM wirklich toll. Es gab überhaupt keine Zickereien und wir haben uns immer richtig schön unterhalten.

R. erging es mit Zwee übrigens genauso: Ganz entspannt, immer "ja" gesagt und dabei eine tolle Zeit gehabt.

Nun sind wir aber trotzdem sehr froh, alle wieder zusammen zu sein. Es war schon irgendwie seltsam, so aufgeteilt zu sein. BM und Zwee sind auch eifrig dabei, verlorene Spielzeit aufzuholen und spielen wunderbar, fantasievolle Spiele miteinander.

Montag, 18. Juni 2018

Schon wieder getrennt

Diesmal bin ich bei einem Workshop mit Auswärtsübernachtung. Mir reicht's langsam, ich will, dass wir alle vier zusammen sind!


Sonntag, 17. Juni 2018

R's & Zwees Mallorca-Notizen

Dienstag 

Gut gelandet. Weiter geht es mit dem Linienbus nach Sa Coma. Zwee jubelt im Bus bei jedem Kreisverkehr (und es gibt viele auf Mallorca): Hurra Achterbahn!

Zwee schläft im Bus eine Stunde auf mir. Es ist warm. 

Kurz vorm Mittagessen auf dem Bett liegend nachdem sie wie wild im Pool getobt hat: „Ich bin platt wie ne Leberwurst.“ 

Die eineinhalb Stunden Mittagsschlaf hatten wir uns verdient. Der Nachmittag bestand aus baden in drei verschiedenen Pools, rutschen, klettern, Eis essen, Karussell fahren und und und. Zwee will nicht in die Kinderpools: „Die sind doch für Babys! Guck doch mal wie groß ich schon bin!“

Beim Abendessen sagt sie: du bist der beste Papa der Welt. Alles richtig gemacht! 

Zwee will nicht zur Minidisco. Daher chillen wir im Zimmer und gegen zehn schläft Zwee friedlich ein.


Mittwoch


Um neun stehen wir auf und gehen frühstücken. Besonders die Mohnkörner haben es Zwee angetan. Äh okay. Alle Versuche sie für den Strand zu überreden scheitern. Erwachsenenpool steht an. 

Die mittelgroße Rutsche traut sich Zwee heute nicht mehr. Dafür wird nun doch spontan auf eine Babyrutsche gesetzt. Erst den Inhalt der Gießkanne auf der Rutsche verteilen, dann die Gießkanne im hohem Bogen wegwerfen und dann erst rutschen. Im Wasser war sie dann oft ein "Wassertier". Vorher und nachher fährt sie mit Autos, reitet auf einem Elefant und springt auf dem Trampolin. 

Ich konnte Zwee am Nachmittag überreden, das Hotel zu verlassen, um ihr ein Wassergefährt MIT LENKRAD zu kaufen. Mein heimlicher Plan hieß Strand. Als wir los gingen regnete es leicht, als wir vor dem Hotel waren doll. Also zum ersten Shop gerettet, Süßigkeiten gekauft und gewartet. Nach ein paar Minuten ging es im langen Rock und dicker Fliesjacke zum Strand. Dort angekommen war wieder blauer Himmel und wenig später eine nur mit Bikinihose bekleidete Zwee im Wasser. Wir hatten Spaß! Zurück ging es auf Papas Schultern. Nach dem Abendessen haben wir beide noch einen alkoholfreien Cocktail getrunken und uns kurz die Kinderdisco angeschaut. 

Zwee sagt durchgehend „Motel“ anstelle von „Hotel“. Ich habe sie einmal korrigiert da sagt sie: "Hotel. Kann ich trotzdem weiter Motel sagen?"


Donnerstag


Der Tag beginnt um halb vier mit einem lauten Knall. Zwee ist aus dem Bett gefallen. Trotz Stuhl und Kissen. Wir schlafen aber wieder bis 9 Uhr und vor dem Frühstück darf ich noch das Boot MIT LENKRAD aufpusten. Wir drehen erst einmal ein paar Runden im Bett. Nach dem Frühstück geht es aber in den Pool und das Boot bekommt richtige Einsatzzeit. Nach der Mittagsruhe trage ich Zwee zum Strand. Dieser ist heute sooooo voll, dass wir uns entscheiden, zurück zu unserem Pool zu gehen. Dort bleiben wir auch und springen ein-zweimal ins Wasser. Zwee ist mutig und kann von einer Seite zur anderen Seite rudern. Zwischendurch macht sie mir die Haare mit Wassergel oder erzählt einfach durchweg. Zur Stärkung gibt es zwischendurch Eis oder ein Slush-Getränk. 

Zum Abendbrot gibt es - wie jeden Tag - Nudeln mit Käse und Tomatensauce. 

Bei allen Wegen fahren wir zwischen drei und gefühlten 100x mit dem Fahrstuhl hoch und runter. Was ein Spaß. 



Freitag


Zwee nimmt im Flugzeug die Kotztüte raus, guckt rein und sagt: „Guck mal Papi. Da kann man was rein machen.“ 

Zwee behauptet, dass man den Piloten Bescheid sagen muss, wenn man im Flugzeug auf Toilette will. 






Dienstag, 12. Juni 2018

Nicht alle nach Malle

R. hat zur Zeit allerhand Gleitzeit und Resturlaub abzubauen. Daher hatte er in den letzten Wochen ziemlich viel Freizeit, in der er zu Hause schon reichlich Frösche gekillt und den Haushalt geschmissen hat. Das passt nicht zuletzt auch deshalb sehr gut, weil ich gerade für ein paar Monate Vollzeit arbeiten muss.

R. hatte schon seit einer Weile mit verschiedenen Möglichkeiten für einen weiteren Kurzurlaub gespielt und heute früh ist er nun mit Zwee für 4 Tage nach Mallorca geflogen. Unsere Zwee war jetzt schon seit Wochen total aufgeregt. Gestern Abend konnte sie gar nicht einschlafen: "Wir müssen gleich wieder aufstehen und mein Herz pochert so doll, weil ich so aufgeregt bin." Ich kuschelte lange im Bett mit ihr, aber Zwee konnte gar nicht still liegen und hatte noch allerhand Spielideen, z.B. "Mama, ich mach dir einen schöne Basur" [Frisur].

Heute morgen kurz nach vier weckten wir Zwee. Das heißt lange Zeit versuchten wir nur sie zu wecken. Auf Toilette sitzend schlief sie einfach weiter. Sie war so klein und niedlich, dass ich sie eigentlich gar nicht gehen lassen wollte. Aber auf dem Weg zum Flughafen wurde sie dann richtig munter und lief dann stolz an R.'s Hand zum Terminal während ich ein paar Tränchen wegblinzelte.

Nun sind sie also auf Malle, haben heute in drei verschiedenen Pools gebadet, rutschen nur große Rutschen, denn die kleinen Rutschen in den Kinderpools sind für Babys. Offenbar gab es auch reichlich Eis und sonstiges leckeres Essen. Die beiden lassen es sich also richtig gut gehen.

Derweil müssen BM und ich zur Schule und zur Arbeit gehen. Wir armen! Dafür habe ich BM versprochen, sie jeden Tag so früh wie möglich abzuholen und etwas schönes zu machen. Heute waren wir beide in der Bibliothek und BM hat ihren ersten Bibliotheksausweis bekommen und wir haben ihr zwei Bücher ausgeliehen, u.a. eins über den Weltraum, weil durch Alexander Gersts Ankunft auf der ISS neulich ihr Interesse geweckt wurde und ich ihre Fragen kaum beantworten konnte.

Morgen werden wir zusammen mit BMs Banknachbarin ins Kino gehen und am Donnerstag wollen wir ins Freibad, sofern das Wetter mitspielt. So bekommen wir die Zeit sicher auch gut herum.

Natürlich darf BM in dieser Zeit bei mir im Bett schlafen - und da gehe ich jetzt auch hin.

Sonntag, 10. Juni 2018

Die Beatsteaks aus Berlin

Wir waren mal wieder bei den Beatsteaks - was für ein Fest!

Gerade habe ich noch mal nachgelesen, wie das vor 7 Jahren war - natürlich waren diesmal neben Schwiegervati und A aus B auch Kimmy und der beohringte Mann mit von der Partie. 



Die Menge war mega gut drauf:






Das war eigentlich nicht zu steigern, aber als das Licht zur Zugabe anging standen da plötzlich nicht die Beatsteaks sondern die Ärzte und die Waldbühne flippte schier aus:




Samstag, 19. Mai 2018

Nizza und andere Urlaube

Diese Woche war BM zum ersten Mal auf Klassenfahrt. So richtig viel hat sie nicht erzählt, aber offenbar hat ihr die Fahrt großen Spaß gemacht und sie ist ohne größeres Heimweh über die Tage gekommen. Nachdem wir BM am Dienstag zum Bus gebracht hatten, übergaben wir Zwee an meine Eltern, düsten zum Flughafen und flogen für 48 Stunden zu zweit nach Nizza.

Nizza war  ein Zufallsziel, denn eigentlich hatten wir uns nur an den günstigsten Flugzeiten orientiert, um die verfügbare Zeit optimal zu nutzen. In Nizza angekommen, wanderten wir vom Flughafen über die Promenade in die Stadt zu unserem Hotel während wir mal richtig Zeit zum Unterhalten hatten.






Abends waren wir von der Auswahl der Lokalitäten mal wieder ziemlich überfordert. Es ist immer dasselbe: Je mehr Auswahl, desto weniger können wir uns entscheiden. Wir fanden dann doch ein gemütliches Restaurant, wo wir ähnlich wie bei unserem erste offiziellen Date direkt Tisch an Tisch mit einem älteren Pärchen saßen. Es donnerte und blitzte, doch es kam kein Regen herunter, so dass wir noch einen schönen Spaziergang durch das nächtliche Nizza machen konnten.



Am Samstag wanderten wir an der Küste entlang soweit uns unsere Beine trugen und schauten Häfen, Gärten und Häuser an.








Nach 33.000 Schritten feierte mein Fersensporn eine fiese Party, so dass wir uns einen leckeren Kaffee und ein Eis gönnten und dann den Rückweg mit dem Zug antraten.


Am Sonntag konnte ich leider nur noch humpeln, aber trotzdem schlenderten wir noch schön durch die Altstadt von Nizza.





Dann ging es auch schon wieder zurück nach Hause.


Am Flughafen erwartete uns Zwee, die mit meinen Eltern tolle Tage verbracht hatte und die Zeit als "Ein-Enkel" auch sichtlich genossen hatte. Tags darauf kam dann auch unsere große BM zurück von der Klassenfahrt.

Es war schon ein bisschen seltsam, dass wir so in alle Himmelsrichtungen verstreut waren, und nun bin ich doch froh, dass wir alle wieder beisammen sind.