Sonntag, 13. Mai 2018

Muttertag

Die Ruhe hielt ca. 45 Sekunden, dann aßen drei kleine Schmutzfinken schmelzendes Eis bei und auf mir.

Besaftung

Vor kurzem fragte BM erstmals wie genau denn eigentlich Babys gemacht werden. Ich erklärte es mit schlichten, anatomisch korrekten Begriffen ... Offenbar nicht besonders gut, denn sie unterrichtete sofort ihre kleine Schwester: "Iiiiih. Zwee, wenn ein Baby gemacht wird, pullert der Mann in die Mumu!"

Heute beim Abendessen brachte BM das Gespräch in abgewandelter Form wieder auf. Diesmal beschäftigte sie die Frage, ob zwei Frauen denn Babys bekommen können. Klar, in der Kita gibt es ein Kind mit zwei Mamas. Erstmal wollten die Kinder klären, wie man entscheidet, welche davon der Papa ist.
Dann erkannte BM, dass das ja nicht geht. Also sagten wir ihr, dass es für solche Fälle eine künstliche Befruchtung gibt, wo der Samen von einem Arzt eingespritzt wird.

Daraufhin wollte BM abschließend noch wissen: "Und tut so eine künstliche BeSAFTung weh?"

All das hat zumindest Zwee nicht vom Kinderkriegen abgeschreckt. Ihr Baby soll mal Annabell heißen. Oder Elsabell.

Sonntag, 6. Mai 2018

Notizen

Man mag es kaum glauben, aber BM hat tatsächlich das Kabel ihrer Leselampe angeknabbert. Mir fehlen echt die Worte, aber natürlich gab es ein Donnerwetter, nicht nur weil das Ding jetzt einen Wackelkontakt hat und wir es dementsprechend erstmal lahmgelegt haben, sondern wegen allem, was hätte passieren können.

BM konnte sich danach kaum beruhigen, aber dieses schlechte Gewissen muss sie nun mal aushalten.

Als sie endlich eingeschlafen war fand ich das hier auf ihrem Nachttisch. Armes kleines Herz.



Trotz des (verdienten) Gemeckers bin ich ganz froh, dass sich auch andere Notizen in ihrem Zimmer anfinden. Zum Beispiel diese hier:

Zwees 4. Geburtstag

Unsere Zwee war schon monatelang aufgeregt wegen ihres 4. Geburtstags. Nachdem sie im April voller Stolz zum ersten Mal alleine bei einer Geburtstagsparty einer Freundin war steigerte sich ihre Aufregung ins unermessliche. Ständig erzählte sie uns, dass sie gar nicht schlafen kann, weil sie immer an ihren Geburtstag denken muss

So kam es dann auch, dass wir gar nicht dazu kamen, Zwee mit dem vereinbarten "Hoch soll sie leben" zu wecken. Normalerweise ist sie so eine Schlafmütze und unter der Woche kaum wach zu bekommen, doch heute wurde sie wach als ich noch im Bad war und rief gleich nach uns. R. wurde etwas unsanft geweckt und taumelte die Treppe hinunter während ich unser aufgeregtes Mädchen schon mal aus dem Bett pflückte. Ein bisschen verkehrte Welt war es also, als wir dann stattdessen zuletzt die große Schwester weckten, damit wir endlich, endlich, endlich nach unten gehen konnten.

BM und R. zündeten schnell noch die Kerzen an und wir sangen ein Lied als ich Zwee nach unten trug, die vor lauter Aufregung erstmal kurz kuscheln musste. Dann freute sie sich aber sehr doll über ihren Geburtstagstisch und schritt gleich voran, um die Kerzen auszublasen.


Gleich als erstes wählte sie das größte Geschenk, in dem sich BMs Puppenbett befand, worüber sie sich sehr freute. Unter reichlich Geplapper machte sie sich an die weiteren Geschenke, wobei sie tatkräftig von BM unterstützt wurde, die fast genauso aufgeregt war wie das Geburtstagskind.


Nach einem kurzen Frühstück musste BM leider zur Schule, aber so hatte Zwee uns Eltern an ihrem Geburtstag auch wieder einen halben Tag ganz für sich allein. Auf Zwees ausdrücklichen Wunsch fuhren wir wieder in einen Indoor-Spielplatz, wo wir ob der frühen Stunde wieder fast ganz allein waren. Man mag es kaum glauben, aber mit der langersehnten Vier ist unsere Zwee irgendwie richtig groß geworden und traute sich nun eine bislang gefürchtete, verdammt schnelle Rutsche hinunter - immer und immer wieder.

Irgendwann meinte sie: "Die Rutsche macht mich fettich!" (sie meint "fertig") "Jetzt will ich mal was anderes erleben!"

Dann fuhr sie ganz alleine - und immer wieder - Auto.


Ich weiß nicht, was mich dazu bewegt hat, aber ich hüpfte ca. 30 Sekunden auf dem Trampolin und schaffte es, mir direkt meinen Ellenbogen und Knie zu prellen als ich hinfiel und die beiden Körperteile aneinander stießen. Ich lasse das zukünftig wohl lieber sein.


Nach dem Mittagessen holten wir BM aus der Schule ab und R. kuschelte Zwee in einen verdienten Mittagsschlaf. Dann kamen kleckerweise unsere Familien - Oma T., Opa U. mit Krümel, Oma R. mit PL, Uroma im gleichen Bus, Opa V. mit dem Fahrrad, Onkel B., Tante K. und zuletzt A aus B als Überraschungsgast. Wieder einmal trafen unsere beiden kleinen Neffen nicht aufeinander, denn Mini war mit seinen Eltern im Urlaub (nicht auf Mallorca, nicht auf Malta, nicht in Malaga sondern in Marbella).

Zwee hatte sich eine Regenbogentorte gewünscht. Mittlerweile haben wir die auch ziemlich optimiert:

 Der größte Geschenkrenner war der Tiptoi von Uroma. Zwee hat die Ruhe weg, hört dem Stift genau zu und hatte in Null-komma-nix diverse Lieder über Tiere auswendig gelernt.


Wir spielten schon mal ein paar Runden Topfschlagen, quasi als Aufwärmübung für den Kindergeburtstag am Samstag.

Krümel fand, dass der "andere" Opa ein ebenso guter Spielsklave wie sein eigener Opa U. ist und adoptierte ihn gleich mal.

Opa U. musste derweil mit den großen toben und wurde als Raupe verkleidet.

Zwee fand das kleine Seepferd mit der Meerjungfrau super. Nur leider ist die Meerjungfrau nach der Party nun unauffindbar.

Zum Abendessen gab es Nudeln mit "Wienersoße" auf Wunsch des Geburtstagskinds.

Am Abend kuschelte ich lange mit dem Geburtstagsmädchen, dass eigentlich total müde war, aber dann doch noch einmal den ganzen Tag und vor allem die geplante Kinderparty besprechen wollte. 

Da sagte dann noch einmal, dass sie unbedingt eine Schatzsuche machen wollte. Wir wollten eigentlich unbedingt KEINE Schatzsuche machen, aber sie hatte das ja bei BM gesehen und dann vor allem noch einmal bei dem Kindergeburtstag, den sie neulich besuchte. 

Ich ließ mich also breitschlagen und bereitete am Samstag während der Mittagsruhe doch noch eine kleine Schatzsuche vor und verpackte die für Spiele geplanten Preise als Schatz. 

Um 15:30 Uhr trudelten Zwees Gäste ein. Sie hatte alle Mädels aus ihrer Gruppe eingeladen (bis auf N., die im Urlaub war). Also kamen die Zwillinge, AM, S und E. E hatte kurz vorher ein bisschen Angst bekommen, darum luden wir kurzerhand noch ihre große Schwester H. mit ein, die mit BM in die Kita gegangen war. BM freute sich sehr, denn so hatte sie auch jemand "für sich" mit dabei. 


Das Kaffeetrinken verlief erstaunlich gesittet. Zwee gab den Ton an und die Mädels unterhielten sich gackernd. Beim Geschenke auspacken wurde es dann schon etwas wilder. BM und S wollten gern mitbestimmen, so dass wir immer mal wieder eingreifen und Zwee das Zepter übergeben mussten. Als wir alle Happy Birthday sangen war Zwee sichtlich stolz und lächelte ein bisschen verschämt, aber sehr glücklich. 

Dann ging es nach draußen in den Park zu der Schatzsuche. 

Was soll ich sagen, es war ein ziemliches Gewusel und leider war das Geburtstagskind immer wieder traurig, weil sie z.B. im Auto-Aufrollen nicht gewann und auf dem Spielplatz erst die Schaukel nicht frei war usw. Vielleicht hätten wir doch einfach unserem ersten Instinkt folgen und "nur freies Spiel" machen sollen, aber Zwee hatte sich ja nun mal Spiele und eine Schatzsuche gewünscht... 



Zwee Hand in Hand mit ihrer allerbesten Freundin T.:

So richtig fröhlich wurden alle dann erst wieder als wir zu Hause waren. Dort sprangen alle mit Seifenblasen durch den Garten. In Null-komma-nix waren alle Seifenblasengefäße ausgekippt. Erwartungsgemäß. Aber zum Glück haben wir ja noch die Seifenblasenmaschine, die alle sehr cool fanden. Dann fielen die Mädels noch in Zwees Zimmer ein - freies Spiel ist eben doch das beste. Kurzerhand waren alle verkleidet und kamen als Prinzessinnen und Tänzerinnen zum Abendessen hinunter, wo R. heldenhaft und souverän Pommes mit Nuggets und Ketchup oder nur Pommes oder nur Nuggets oder nur Pommes und Ketchup, klein geschnitten oder nicht klein geschnitten servierte. 

Last but not least gab es natürlich noch eine kleine Dissdo (Disco). Zwee und die anderen wollten immer wieder Knall-bum-knall hören und tanzten begeistert die Choreo mit, so dass es ein sehr schöner Abschluss wurde. 


Puh. Nun ist unser kleines Mädchen also vier. Heute früh fragte sie erstmal: "Bin ich immer noch vier?" - Äh, ja. Wir brauchen jetzt auch erstmal eine Pause bevor wir dem 5. Geburtstag entgegen fiebern können. 

Und dann erzählte sie später irgendwas von sich als Baby: "Da war ich noch ganz klein und niedlich." Dabei ist sie doch immer noch oder jetzt erst recht so niedlich und wunderbar, dass man sie immer nur knuddeln möchte. 


Mittwoch, 2. Mai 2018

Dienstag, 1. Mai 2018

Mutter-Kind-Urlaub

Neulich berichtete meine Freundin F., dass sie mit einer anderen Freundin und allen Kindern über das lange Wochenende wegfahren würde. Kurzerhand buchte ich für die Kinder und mich auch ein Mobilheim auf dem selben Gelände. Die andere Freundin musste kurzfristig absagen und so bezog stattdessen A aus B mit seiner Tochter deren Mobilheim. R. blieb trotzdem zu Hause, denn er hatte sich schon allerhand Dinge für sein sturmfreies Wochenende vorgenommen.

Es wurde ein richtig schönes Wochenende! Für mich war es sowieso toll, endlich mal wieder mehr Zeit mit meinen Freunden zu haben. Wir sehen uns ja leider alle viel zu selten, daher war es besonders schön, dass die sieben Kinder sich super verstanden haben.

Als wir ankamen dauerte es keine Viertelstunde bis aus "Ihr könnt mit den Füßen ins Wasser" ein Bad in unterschiedlichsten Bekleidungszuständen und ordentlich Gematsche wurde. F.s Kinder kennen sich auf dem Geländer sehr gut aus, weil sie schon mehrmals dort waren. Aber auch meine Kinder genossen sichtlich die Freiheit, auch mal ohne ständige Aufsicht draußen zu spielen und Runden mit Rollern und Laufrädern zu drehen. Die größeren Kinder achteten gut auf die Kleinen. BM war sowieso immer mitten dabei. Einen guten Kopf kleiner als die Jungs mischte sie jedoch in gehöriger Lautstärke mit. Zwee hat mich hingegen mal wieder sehr überrascht, denn auch sie spielte ohne Berührungsängste mit, foppte die Großen beim Fange spielen. Sie steckte ganz allgemein die Nabelschnur beiseite, rannte vor zum Spielplatz, brachte ihre Ideen ein, wollte am Walpurgisfeuer tanzen und wirkte einfach richtig groß. Beim Walpurgisfest gab ich ihr Kleingeld, um Salzstangen zu kaufen. Eigentlich sollte sie nur das Geld geben, aber Zwee stapfte schnurstracks zum Essensstand. Abwartend hielt ich  mich zurück und tatsächlich bestellte sie laut und deutlich ihre Salzstangen, bezahlte sie und trug sie dann stolz wie Bolle zu den anderen Kindern.

Die Tage vergingen wie im Fluge mit Trampolinspringen, Gefährte fahren, Spielplatz, Strand und Spaziergängen.




Für BM war der Besuch im Kletterpark noch ein Highlight. Sie kletterte den Kinderparcour, da sie noch lange nicht die geforderten 1,30 m für den großen Parcour hat. BM ist ja wirklich sportlich und es war wirklich eine Freude ihr zuzusehen, zumal sie die Anweisungen wirklich gut befolgt hat und sich systematisch gesichert hat.

Während die anderen Kinder kletterten und ich von unten auf BM und A. achtete, musste Zwee unten bei mir warten. Dann schlug sie selbst vor, dass sie doch nebenan auf den Spielplatz gehen könne. Dann musste ich zwar noch in eine dritte Richtung schielen, aber ich habe mich auch wieder über Zwees Mut gefreut. Weil sie so lieb gewartet hatte, habe ich ihr versprochen, dass sie noch mal mit den anderen Kindern aufs Trampolin dürfe. Sie trommelte gleich lautstark ihre Gang zusammen.



Abends, wenn die Kinder schliefen, trafen wir Erwachsenen uns dann immer noch auf ein paar Runden Rummikub und ein bisschen mehr Quatschen.


Es war ein rundum gelungener Kurztripp, den wir nächstes Jahr unbedingt wiederholen wollen. 



Dienstag, 24. April 2018

Menüse

Heute waren wir alle sehr gackerig beim Abendessen. Ich kann das nicht gut aufschreiben, aber es ging damit los, dass Zwee kein "Menüse" essen wollte, sondern nur Reis.

Irgendwann entdeckte ich auf R.s T-Shirt ein stecknadelgroßes Stück roter Paprika. Als ich R. darauf hinwies schnippste er es mit dem Finger davon. Ein Geräusch und seltsamer Blick von Zwee ließen uns aufschauen. Da klebte das kleine Stück Menüse an ihrer Stirn.

Von da an spannen die Kinder irgendwie eine lustige Geschichte von Papa im Schweinestall und wie es wohl wäre, wenn unser Haus auf Stangen (Stelzen) stünde und darunter ein Schweinestall wäre usw usf. Die Mädels kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus und auch wir Eltern mussten auch an unpädagogischen Stellen kichern.

Mal sehen, ob die gute Laune jetzt gleich das Bettfertigmachen übersteht.

Dienstag, 3. April 2018

Ostern im Dorf

Teil 2 des Osterfestes verbrachten wir bei meinen Eltern im Dorf. Bei kalt-nassem Wetter wurde diesmal nur der Weg zum Haus mit Ostereiern gesäumt. 


Der Rest der Suchaktion musste im Haus stattfinden.



Das Geschenkhighlight war dieses Jahr das Spiel Kakerlak, welches BM sich so sehr vom Osterhasen gewünscht hatte, dass sie sogar ein Bild für ihn gemalt und den Wunsch aufgeschrieben hatte. Tatsächlich macht das Spiel der ganzen Familie Spaß.


Zwee spielt auch gern das Kakerlaken-Spiel und traut sich mittlerweile auch, die Kakerlake anzufassen. Aber die ollen Plasteperlen aus China waren trotzdem ihr bestes Geschenk.

Samstag, 31. März 2018

Ostern im Wald

Heute fand das osterliche Familientreffen im Wald statt. Leider bei kalten 5°C und gelegentlichem Regen. Das tat dem Spaß aber absolut keinen Abbruch. Die Kinder tollten trotzdem schön im Wald herum und zwischendurch wärmten wir uns dann eben immer mal wieder in der Hütte am Ofen auf.

Die Olsenbande auf der Jagd nach Süßem:


Osterspaziergang mal anders:


Dies war übrigens das erste Osterfest, bei dem BM "Bescheid wusste". Am Donnerstag kam sie nach einer ersten Ferienwoche bei R.s Eltern nach Hause und verkündete, neben Zwee sitzend, dass es eigentlich keinen richtigen Osterhasen gäbe. Mit einigem bedeutsamen Blicken machte ich ihr deutlich, dass das kein Thema für ihre kleine Schwester ist, und zum Glück kapierte sie gleich und vertiefte das Thema dann erst wieder beim abendlichen Kuscheln im Bett.

Das ging ungefähr so:

BM: Gibt es denn nun eigentlich den Osterhasen?
Ich: Was denkst du denn?
BM: Der kann das ja eigentlich alles gar nicht schaffen.
Ich: Mmh.
BM: Machen das nur die Eltern?
Ich: *grinse bestätigend*
BM: Ja, oder?
Ich: Na, nicht nur die Eltern. Auch die Omas und Opas und alle die was schenken wollen.
BM: *lacht* Echt jetzt?
Ich: Ja, das ist wirklich so.
Pause
BM: Und wer ist dann immer der Weihnachtsmann? Auch die Eltern?
Ich: Na ja, war denn letztes Mal ein Weihnachtsmann bei uns?
BM: Nee, oder? Wart ihr das?
...und so weiter und so fort. Dann:
BM: Und wer hat den Brief geschrieben?
Ich: *grinse*
BM: Du warst das!
Ich: Nicht nur ich. Aber ich habe das für euch Kinder und für Papa geschrieben.
BM: *Errät sofort, wer für jeden den Text geschrieben hat*
... und als ich dann gute Nacht sage, wirft sie noch ein:
BM: Und wie ist das jetzt mit dem Nikolaus? Den gibt's wohl auch nicht, oder?

Alles klaro. Aber irgendwie freue ich mich auch, dass sie es nun so einfach herausgefunden hat. Sie wird Zwee bestimmt nichts verraten, und so können wir auch mal die Lorbeeren einheimsen, wenn wir ein gutes Geschenk geschenkt haben.


PS: Ich glaube, ich hatte gar nicht gebloggt, wie BM vor einigen Wochen verkündete, dass sie genau wisse, dass es keine Zahnfee gibt, sondern dass die Eltern sich nur verkleiden. Ihre Schulfreundin hatte ihre Eltern nämlich dabei erwischt.

PPS: Dieses Osterhasending haben BM und ihr Opa in den Ferien gebaut. Erinnert mich stark an den Gruselhasen von Donnie Darko:


Dienstag, 20. März 2018

Teamworkshop

Wir haben geworkshopt, was durchaus nötig war, denn auf Arbeit herrscht seit geraumer Zeit miesepetrige Stimmung. Danach übernachteten wir im Hotel, was ich eigentlich unnötig fand, denn am liebsten bin ich doch immer zu Hause. Aber dafür wurde ich morgens mit diesem Ausblick belohnt:


Sonntag, 11. März 2018

Puzzlemaus

Zwee liebt Puzzle - so wie ich.

Soeben hat sie 104 Teile fast allein gepuzzelt. Ich bin ganz schön stolz auf sie!

Sonntag, 25. Februar 2018

Cooler Trick

Zwee fragte gerade beim abendlichen Kuscheln, ob Baby bevor sie geboren werden im Bauch oder unterm Bauch sind. Es entspann sich also ein weiteres Gespräch über sie als Baby.

Dann fragte sie:
"Wann war das als ich geboren wurde?"
Ich: "Na, im Mai."
Zwee: "Und wann ist BM geboren."
Ich: "Im September."
Zwee, feixend: "Aber da haben wir doch auch Debotstat!"

Ich erkläre ihr, dass man doch  Geburtstag schließlich immer feiert, dass man geboren wurde.

Daraufhin strahlt Zwee mich an: "Tuhler Tritt!" (Cooler Trick!)

Vorhersehbare Gespräche

Diese Woche hat BM mich gleich mit zwei vorhersehbaren Sonderthemen erwischt.

Neulich Morgen ging es irgendwie um den Osterhasen. BM hat einen Wunsch und wir diskutierten, ob der Osterhase wohl auch Wunschzettel annähme. Vielleicht wollte sie nicht gleich soweit gehen, den Osterhasen in Frage zu stellen. Daher haute sie zwischen Schuhe-anziehen und Mütze-aufsetzen raus, dass sie genau wisse, dass es keine Zahnfee gäbe. Ich schaute sie entgeistert an und versuchte ihr mit Blicken zu vermitteln, dass dies kein Thema sei, das ich vor Zwee diskutieren möchte. Irgendwann hat sie es dann auch geschnallt.

Abends im Bett griff sie das Thema noch mal auf: "J. hat mir erzählt, dass es keine Zahnfee gibt. Da verkleiden sich nur die Eltern. Sie weiß das genau, weil sie ihre Mama erwischt hat."

Nun bin ich mir ziemlich sicher, dass A. den Zahn-gegen-Geschenk-Tausch nicht in Verkleidung durchgeführt hat, aber da der Grundgedanke natürlich stimmt, wollte ich BM auch nicht anlügen. Diese Katze ist nun also aus dem Sack. Mal sehen, wann wir dann über den Osterhasen sprechen...

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Zur Zeit müssen wir bei Zwee mal wieder regelmäßig Östrogensalbe auftragen. Das Gespräch mit den Mädels kam darauf, warum das eigentlich so sei. Ich erklärte, dass da ein kleines Löchlein fehlt und Zwee deshalb die Heilecreme braucht. Beide waren sich gleich einig, dass "da die Puschi rauskommt". Da das nicht stimmt und "Puschi" nicht Zwees Problem ist, erzählte ich ihnen, dass da ja vielleicht später mal ein Baby rauskommen solle. Dafür braucht man das Löchlein.

Am nächsten Abend fand das Gespräch so ähnlich statt. Als Zugabe dämmerte es BM, dass sie zwar weiß, dass ein Mann und eine Frau beteiligt sein müssen, aber nicht wie genau die Babys nun eigentlich in den Bauch kommen. Öhm, ja.

Also raus mit der Wahrheit: "Der Mann steckt seinen Penis in die Scheide der Frau und spritzt seinen Samen hinein."

BM: "Iiiiih, muss der dazu da rein pullern?"

Ich: "Nee, der pullert nicht. Aber man braucht doch den Samen damit ein Baby entstehen kann."

BM: "Achso."

Damit war ich erstmal vom Haken.

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Die Mädels besprachen dann noch wie ihre Babys mal heißen sollen (wenn sie welche bekommen). Ich halte das mal for future reference fest:

BM: Sarah oder Maximilian

Zwee: Annabel oder Luca

Mal sehen wie meine Enkelkinder dann wirklich heißen werden. :-)

Samstag, 17. Februar 2018

Leichenschmaus

Nachdem wir am Donnerstag schon beim Konzert waren, haben R. und ich schon wieder Ausgang und sind zum Krimidinner "Leichenschmaus" geladen. Da wollte ich schon immer mal hin und habe es daher nun nicht ganz uneigennützig R. zu Weihnachten geschenkt. 


Freitag, 16. Februar 2018

Döp! Döp! Döp!

Letztes Jahr sahen wir bei irgendeiner 90er Party Werbung für ein Scooter-Konzert und buchten kurzerhand Tickets für eine kleine Zeitreise. Ja, zumindest ich bin schon so alt. Und R. folgt mir ja auch auf den Fersen.

Gestern war es soweit. R. war schon seit dem frühen Nachmittag mit einem lustigen Trüppchen zur Einstimmung unterwegs, ich stieß dann Abends nach der Arbeit dazu. Da ich noch nicht gegessen hatte, mussten R., Nachbar O. und ich noch einen kleinen Abstecher machen bevor wir uns in die ewig lange Schlange vorm Velodrom einreihen konnten, was leider dazu führte, dass wir R.'s Trüppchen dann nicht mehr wiederfinden konnten.

Trotzdem: Wir hatten richtig viel Spaß. Offenbar nahm niemand im Saal die Veranstaltung so richtig ernst, aber vielleicht war genau deshalb die Stimmung so super und alle feierten von der ersten bis zur letzten Minute richtig mit.



PS: Zu meinem Leidwesen muss ich zugeben, dass mich nach dem Gehopse nun Rückenschmerzen plagen. Früher war das nie so. 

Sonntag, 11. Februar 2018

Inhaltsstoffe

Heute früh fragte Zwee mich - mit der Zahnbürste im Mund - was eigentlich in Zahnpasta drin sei. Ich hatte keine Ahnung und kaufte mir etwas Zeit, indem ich auf meine eigene Zahnbürste deutete, die ich selbst gerade im Mund hatte.

Also beantwortete Zwee sich die Frage selbst:

"In der Tinnerzahnpasta ist Taudummi und eine Retete drin."

Mittwoch, 31. Januar 2018

2 + 2 + 2

Endlich war es mal wieder soweit und Zwees Zwillinge kamen zu Besuch. Gestern wollte ihre Mama noch fast absagen, weil sie selbst kränkelte. Ich meinte dann, dass sie die Mädels ja auch einfach zu uns rumbringen könne, dann hätte sie den Nachmittag frei. Das wollte sie scheinbar auch nicht so richtig und kam stattdessen also doch mit. Mir war es recht, denn mit ihr kann man gut mal einen wegschnacken.

Die drei Mädels hatten mir neulich in der Kita schon gesagt, dass sie dann wieder "Kacka" sagen wollten. Ähm. Keine Ahnung, anscheinend ist das immer noch ein sehr angesagtes Spiel. Kaum waren die beiden also angekommen, scharrten sich alle drei um Zwees Mikrofon und riefen - wie angekündigt - "Kacka!"

Zum Glück dauerte es nicht lange bis sie doch nach oben gingen und ganz normal das Zimmer verwüsteten spielten.

BM fand es derweil ein bisschen unfair, dass sie niiiiieeemanden zum spielen hätte, also durfte sie kurzerhand ihre beiden Zwillingsfreundinnen ebenfalls zum Spielen rüber holen. Eine Stunde lang war Ruhe und die Mädels spielten sortiert nach Alter im jeweiligen Kinderzimmer.

Plötzlich waren sie dann alle unten im Wohnzimmer: Die Kleinen als Elsa, Anna und kleine Hexe verkleidet, die großen in luftige Sommerkleider gehüllt. Also gab es eine kleine Show. Die Großen führten - schon wieder - den Tanz von der großen Schulweihnachtsshow zu Lina-Larissa Strahls "Lasst uns froh und munter sein" auf. Zwee kann den Tanz nach wochenlangem mitüben ja auch schon ganz gut, und auch die kleinen Zwillinge machten eifrig mit. Die waren alle sooooo niedlich!

Dienstag, 30. Januar 2018

Statt schlafen

Wir können uns ja nun schon seit geraumer Zeit überhaupt nicht mehr über die Schlafgewohnheiten unserer Kinder beschweren. Klar, wollen sie nie ins Bett (und morgens nicht raus). Klar, rufen sie meistens noch ein paar mal, was wir je nach Länge des Geduldfadens mehr oder weniger freundlich beachten. Immer spielen die beiden Abends noch "heimlich" irgendwas im Bett und denken, wir bekommen das nicht mit.

Wenn man dann ins jeweilige Zimmer schmult sieht man schon mal die ein oder andere Püppi mit im Bett, BM mit der Taschenlampe lesend oder Zwee mit dem Nachtlicht ein Buch anschauend. Aber da auch ich früher immer noch im Bett gespielt habe, finde ich das nicht wild. Das ruhige Spielen gehört eben zum Einschlafritual. 

Wenn ich ins Bett gehe, schaue ich immer noch mal bei den Kindern rein, entferne diverse Beweisstücke ihrer Spielereien, wühle die Kinder aus Nestern heraus, lege sie gerade ins Bett, decke sie schön zu und gebe ihnen noch ein Küsschen. ... immer frage ich mich, bis zu welchem Alter ich das wohl machen kann, ohne dass sie wach werden.

Eigentlich muss ich jeden Abend lachen, wenn ich sie so sehe... 

Heute Abend war BM im Bett noch richtig kreativ und hat sich einen Stiftehalter gebastelt und bemalt:


Montag, 29. Januar 2018

London Calling

Seit einigen Monaten kamen die Kinder immer wieder darauf zu sprechen, dass sie mal wieder mit dem Flugzeug fliegen wollten, denn seit unserem Mallorca-Urlaub waren wir immer nur mit dem Auto im Urlaub gewesen. Zwee hat natürlich keine Erinnerung daran und BM wahrscheinlich auch nur recht wage. Nun ergab es sich, dass A aus B zurzeit zu Schulungszwecken in London ist. R. wollte ihn besuchen, um ihm die Zeit in der Fremde zu versüßen. Ein Wort ergab das andere und irgendwie entschlossen wir kurzerhand, dass wir alle vier einen Kurztrip nach London machen würden.

So kam es, dass am 2. Weihnachtsfeiertag BM beim Frühstück zum Weihnachtsbaum hinüber sah und entdeckte, dass da plötzlich noch ein kleines Geschenk hing.


Wie passend, dass wir "zufällig" zwischen den Jahren einen Termin zum Erneuern der Kinderreisepässe hatten. BM war sehr stolz, weil sie selbst auf ihren Pass unterschreiben durfte. Kurz vor dem geplanten Trip ergab es sich, dass AaB nun doch gar nicht in London sein würde. Er ließ sich aber nicht lumpen und kam auf eigene Kosten mit uns mit.

Am Freitag gleich nach dem Unterricht war es soweit. Wir sammelten die Kinder ein und fuhren zum Flughafen. Nach dem langen Schultag und Toben in der Kita drohte die Stimmung ob der diversen Warteschlangen zu kippen, konnte aber mit allerhand Snacks gerettet werden. Als wir endlich in den Flieger steigen konnten, waren die Kinder so stolz und konnten gar nicht aufhören mit dem Schnattern. Als wir saßen, fragten sie ständig, ob wir denn schon steigen. Dabei standen wir noch bzw. rollten gemächlich zur Startbahn. Als Zwee wieder fragte, ob es denn schon losgeht, führte direkt neben uns gerade die Flugbegleiterin die Sicherheitsshow durch. Also sagte ich Zwee, dass es losgeht, wenn die Frau mit ihrer Arbeit fertig ist und sich auch hinsetzt. Daraufhin fragte Zwee - sehr laut - "Ist das eine Frau?" Ich lachte Tränen und auch die hübsch geschminkte Flugbegleiterin im Kleid nahm es mit Humor und musste sehr lachen.

Von Conni mit der Schleife im Haar wusste Zwee, dass wir durch die Wolkendecke durchstoßen würden. Davor hatte sie angeblich ein bisschen Angst. Tatsächlich waren beide Kinder schon vorher anderweitig ganz vertieft und sahen kaum aus dem Fenster... obwohl sie doch so scharf aufs Fliegen gewesen waren:


Irgendwann meinte Zwee dann ganz unvermittelt: "Tutt mal, Mama, da is not ein Flutzeut." - Ich so: "Nein, das kann gar nicht sein" - Zwee: "Dott. Tutt mal da!" ... Sie meinte den Flügel unseres Flugzeugs. Aus ihrem Winkel konnte sie nicht sehen, dass der zu unserem Flugzeug gehört. Wieder musste ich ein paar Tränen lachen.


In Gatwick angekommen hatten wir noch eine ziemlich weite Zug-Zug-U-Bahn-Busreise bis zu unserem AirBnb vor uns. Die müden Kinder machten tapfer mit, aber wir waren alle froh als wir es endlich geschafft hatten.


Die Männer holten noch schnell einen riesigen Berg Fastfood von verschiedenen Take-aways und ich freute mich vor allem über die Chips mit Vinegar. Lecker! Danach machten sie sich auf den Weg zu etwas abendlichen Sightseeing und ins Pub während ich die müden Kinder ins Bett brachte.

Unsere Wohnung, im vierten Stock eines Brickstone-Hauses in einer Wohngegend. Irgendwie zwischen modern und kitschig eingerichtet - BM meinte gleich, dass hier ja kein Mann wohnen könne, weil überall Blumen und Rüschen dran waren. Aber immerhin gab es Mischbatterien.

Am nächsten Morgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg und stiegen in einen Hop-on-hop-off-Bus. Wir hoppten aber nicht off, denn wir wollten die Lauffreude unserer Kinder nicht übermäßig strapazieren. BM war total interessiert am Tower, Westminster Abbey (weil da die Prinzessinnen heiraten), Wachen auf Pferden etc. und kaute mir ein Ohr ab.



Die Mischung von modern und historisch hat sich seit meiner Zeit in England extrem verändert. Irgendwie beißt es sich, aber mir hat es trotzdem gefallen.

Von Big Ben war nichts zu sehen:


Mein alter Bus. :-)


Irgendwann stiegen die Leute aus der ersten Reihe aus, so dass wir endlich vorrücken konnten. Zwee chillte auf meinem Schoß und wurde irgendwann verdächtig schwer - mein kleines Mädchen ist doch tatsächlich eingeschlafen. Aber gut, denn so konnte sie noch etwas Kraft tanken.


Beim Buckingham Palace stiegen wir aus. Allerdings hatte keine so richtig einen Nerv, sich den genauer anzusehen, weil alle dringend auf die Toilette mussten. Nun gut, eine Wachablösung fand sowieso nicht statt, also eilten wir in den St. James's Park auf der Suche nach einer Toilette. Beim Spielplatz wurden wir fündig. Allerdings ließ der Attendant nur die Kinder und mich ein. Die Männer mussten weiter zur öffentlichen Toilette... während ich heimlich nach den Kindern die Minitoilette benutzte. Dann mussten die Kinder natürlich erstmal ausgiebig auf dem Spielplatz klettern. Dann schlenderten wir wir durch den Park, an Westminster Abbey und den Houses of Parliament vorbei.

Touristen, die wir nun mal waren, machten wir natürlich auch noch ein Familienfoto in einer roten Telefonzelle.



Dann trafen wir uns nahe dem London Eye mit den Ex-Berliner-Münchner-jetzt-Londonern und Sohnemann zum Lunch. Ich hatte auf gut Glück ein familienfreundliches Restaurant ausgewählt. Na ja, war es sicher auch, denn es gab Luftballons. Aber leider kein englisches Essen. Lecker war es aber trotzdem.

Während des Essens und der ganz schnellen Unterhaltung regnete es draußen, hörte aber sogleich auf als wir wieder raus kamen. Anschließend ging es für uns vier zum London Eye. BM und ich hatten uns die ganze Zeit schon darauf gefreut. Zwee hatte zuvor immer gesagt, dass sie Angst habe, aber die war dann zum Glück wie weggeblasen.

Wir mussten sicher eine dreiviertel Stunde warten, aber irgendwie war es kurzweilig, weil man ständig die Schlange wechselt, die Tickets vorzeigt oder auch ständig in Bewegung bleibt.


Als wir in unserer Gondel waren, dämmerte es schon, so dass überall die Lichter angingen und eine wundervolle Aussicht bescherten. Ich konnte mich gar nicht satt sehen!





Die Kinder hatten auch ihren Spaß und das ehemals angstvolle Kind machte uns Eltern ganz wuschig mit ihren Stunts an der Glaswand.


Anschließend spazierten wir zurück über die Westminster Bridge und fuhren noch mit dem Boot bis zur Tower Bridge, wo wir unseren Sightseeing-Tag mit einem kleinen Spaziergang beendeten.


Wir machten noch einen kleinen Abstecher zum Tesco's, wo ich leckere Mr Kiplings und Pickle kaufte bevor wir die völlig kaputten Kinder ins Bett brachten. AaB hatte sich irgendwie den Magen verdorben und lag schon auf der Couch. Als er und die Kinder schliefen, schlichen R. und ich aus dem Haus, spazierten noch ein wenig durch die Gegend - ich schaue mir ja zu gern anderer Leute Häuser an - und nahmen einen Drink in einem netten Pub. Keine vorzeigbaren Fotos aus dem Pub, aber nach einem Gin & Tonic hat das mich sehr amüsiert (Erwachsene dürfen wohl klettern? Haben wir aber natürlich nicht gemacht.)


Am Sonntag morgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück wieder auf den Weg zum Flughafen. Alles klappte prima und am Nachmittag waren wir schon wieder zu Hause.

Es war ein kurzer, intensiver Wochenendausflug, aber wir waren total stolz auf unsere großen Kinder und haben uns riesig gefreut, dass wir nun also solche coolen Städtetrips schon zu viert machen können.