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Freitag, 9. Mai 2014

Geburtsbericht Zwee

R. ist gerade nach Hause gefahren, weil heute Abend Zwees Pinkelparty steigt. Ich sitze nun in meinem "Begleit-Mutti-Zimmer" und möchte langsam mal anfangen, die Erlebnisse der letzten 6 Tage aufzuschreiben - angefangen natürlich mit Zwees Geburt.

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Letzte Woche hatte ich ein paar Tage lang Übungs-/ Senkwehen. Der Bauch wurde ständig hart und gelegentlich war es sogar ein bisschen schmerzhaft. Ich fand es recht ermutigend, dass dabei erstmal keine weiteren Blutungen auftraten, und schonte mich ausgiebig. Am Samstag verlebten R., BM und ich einen schönen Familientag zu dritt, den R. und ich am Abend gemütlich zu zweit ausklingen ließen. In der Nacht drehte ich alle 1 - 2 Stunden meine üblichen Runden: Toilette, BM zudecken, wieder zurück ins Bett - zuletzt gegen 5 Uhr früh - ohne irgendwelchen Auffälligkeiten. 

Ich träumte dann, dass K mit H ihr Kind bekommt und ich aus irgendeinem Grund bei der Geburt dabei war. Als ich langsam wach wurde, spürte ich ein vertrautes Gefühl zwischen den Beinen. Ich hoffte, dass ich mich irrte, doch ein Blick zeigte Blut auf meinem Zwischen-die-Beine-klemm-Kissen. 

Um 6:23 Uhr (laut R.) weckte ich R. mit den Worten "Ich blute wieder!"

Erstmal war ich noch gar nicht allzu aufgeregt, ich wollte erstmal zur Toilette und mir die Bescherung ansehen. Da lief es mir schon die Beine hinab, die Schlafanzughose war gleich rot verfärbt und in die Toilette sprudelte es richtig. Nun wurde mir doch gleich ganz anders, so dass ich R. zurief, dass er doch gleich den Rettungswagen rufen müsse. Flink bastelte ich mir noch meine Kontaktlinsen in die Augen und legte mich auf die Couch. 

Diesmal mussten wir ein kleines Weilchen warten bis der Rettungswagen kam. Während dessen lief R. noch umher, holte meine Notfalltasche, die ich ein paar Tage zuvor endlich gepackt hatte, und noch ein paar weitere Kleinigkeiten. Endlich kam der Rettungswagen und wenig später auch der Wagen mit der Ärztin. Wie schon zuvor konnten sie nicht viel tun als mir einen Zugang zu legen, mich an einen Tropf mit Kochsalzlösung zu hängen und mitzunehmen. Vor allem hatten sie keinerlei Möglichkeit abzuhorchen, ob Zwees Herzchen schlägt. Diesmal war sie nämlich nicht so rücksichtsvoll, mich mit regelmäßigen Tritten zu beruhigen, sondern blieb fürchterlich still. BM war zwischenzeitlich aufgewacht und R. brachte sie herunter damit ich ihr ein Abschiedsküsschen geben konnte während wir gute Miene zu bösem Spiel machten. Es war mir sehr wichtig sie noch einmal zu sehen und mich ordentlich zu verabschieden, weil ich in dem Moment schon große Angst um Zwee und mich hatte. 

Nachdem wie beim letzten Mal das Navi nicht so recht funktionierte und es somit gefühlte Ewigkeiten dauerte bis der Rettungswagen endlich los fuhr, brausten wir mit Blaulicht davon. Da es weiterhin zwischen meinen Beinen sprudelte schaute die Notärztin noch einmal nach und meinte, dass es aussieht als ob nicht nur Blut sondern auch Fruchtwasser austritt und dass es deshalb soviel Flüssigkeit ist. Ich ließ mir dann mal das Datum verraten für den Fall, dass dies Zwees Geburtstag würde. 

Im Krankenhaus angekommen begrüßte mich die bereits vertraute Hebamme Kathrin. Endlich, endlich setzte sie das CTG an meinen Bauch und fand auch sogleich Zwees kräftig schlagendes Herz. Ich war so unendlich erleichtert! Nach einem kurzen Blick auf meine Hose befand sie auch gleich, dass das nicht nur Blut (laut Arztbericht war es tatsächlich wieder nur unterregelstarke Blutung) sondern vor allem Fruchtwasser heraus lief. Obwohl Zwee erst bei 34+3 SSW war beruhigte mich diese Aussage erstmal - zumindest waren wir beide nicht am verbluten. Das CTG zeigte wohl auch schon ordentliche Wehen an, die ich aber in der Aufregung kaum spürte. 

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Währenddessen rief R. bei meinen Eltern an, damit sie BM übernehmen und er ins Krankenhaus fahren konnte. Leider war mein Vati am Abend zuvor beim Boxen gewesen und erst um 5 Uhr (ähm... alkoholisiert) ins Bett gekommen. Als meine Mutti versuchte ihn zu wecken war sein einziger Kommentar: "Tatütata". Im Nachhinein sehr, sehr lustig. :-) Mutti kam also mit dem Taxi zu uns nach Hause, um auf BM aufzupassen. 

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Als ich R. anrief, um ihm die - für mich recht ermutigende - Neuigkeit vom Nicht-Blut-sondern-Fruchtwasser mitzuteilen, war er gerade auf halber Strecke ins Krankenhaus und fand die Nachricht eher aufregend. Vermutlich ist er danach wie ein Henker gefahren. 

Während ich noch mit ihm telefonierte trat der diensthabende Arzt ein - einer der wenigen, die ich bislang noch nicht kannte. Als ich aufgelegt hatte, eröffnete er mir, dass man Zwee nun recht zügig entbinden wolle. Ich wurde ein wenig panisch und erinnerte an unsere bisherige Geburtsplanung und dass wir ja eigentlich noch einmal nachsehen wollten, ob nicht doch eine spontane Geburt möglich wäre. Er war wirklich sehr freundlich und machte schnell einen Ultraschall, um sich den Muttermund anzusehen, sagte dann jedoch recht schnell, dass aus seiner Sicht die Plazenta weiterhin zu dicht und wulstig am Muttermund wäre und dass er die Risiken einer spontanen Geburt für zu hoch einschätzt. Er empfahl also eindringlich den Kaiserschnitt. Niemals würde ich mein Baby gefährden wollen, also stimmte ich zu - worauf hin er mir eröffnete, dass die Operation dann innerhalb der nächsten halben Stunde erfolgen würde! 

Ich weiß nicht, womit ich gerechnet hatte, aber das war ein ziemlicher Schock, so dass ich von da an eigentlich so ziemlich auf Automodus lief und kaum einen Gedanken fassen konnte. Zumindest war ich geistesgegenwärtig genug, um ihn zu bitten, ein gutes Wort bei den Anästhesisten für mich einzulegen und nochmal zu erklären, dass die Plazenta ja seitlich und nicht genau im Schnittbereich lag, damit ich zumindest nicht in Vollnarkose operiert werden müsste. Er versprach auch gleich, sich für mich einzusetzen. Ach ja, und natürlich stellte ich gleich klar, dass es gar nicht losgehen kann bevor R. nicht da ist. 

Ich glaube, kurz danach kam R. in den Kreißsaal gestürzt, und ich sagte ihm wenig schonend, dass unsere Tochter wohl in einer halben Stunde geboren wird. 

Die Reihenfolge bekomme ich jetzt nicht mehr ganz auf die Reihe. Ich glaube, als nächstes kam die Anästhesistin, die einer spinalen Betäubung zustimmte. Dann bekam ich einen Katheter gelegt. In dem Moment war ich weiterhin total baff und konnte gar nicht mehr darum bitten, dies doch erst nach Wirken der Betäubung zu tun. Es tat aber zum Glück kaum weh, brannte nur ein bisschen. Ich bekam noch ein OP-Hemd und Haarhaube angezogen sowie einen weiteren Zugang in die Armbeuge gelegt. Dann bekam ich einen Schnaps zur Bindung des Mageninhalts (?), weil ich Nachts noch etwas getrunken hatte und somit nicht komplett nüchtern war, und wurde dann in den Operationssaal geführt. 

Der Raum war viel kleiner als ich erwartet hatte, es wuselten viele grün gekleidete Gestalten herum. Ich musste mich auf den OP-Tisch setzen, OP-Schwester und Anästhesistin redeten auf mich ein. Zwischendurch kam dann ein anderer Anästhesist herein - ich bin nicht sicher, ob wegen Schichtübergabe oder weil man wegen der Placenta Praevia einen erfahreneren Arzt wollte. Mein Rücken wurde eingepinselt. Trotzdem diskutierten die beiden dann noch einmal kurz, ob man nicht doch eine Vollnarkose machen sollte, verließen sogar noch einmal den Raum, um sich von irgendwo (Oberarzt?) die Bestätigung zu holen, dass man wirklich eine Spinale machen dürfe. Durften sie zum Glück. 

Ich musste dann meinen Rücken ganz krumm machen, was immerhin viel leichter war als damals bei Zwees Geburt, denn immerhin musste ich dabei keine Wehen veratmen. Ich sollte nur sicher gehen, dass ich ihre Fragen zwar beantworte, aber bloß nicht mit dem Kopf schüttele oder nicke. Ich bekam eine örtliche Betäubung und kurz darauf die Spinale gespritzt, was ein bisschen unangenehm drückte aber nicht wirklich schlimm war. Ich sollte mich dann schnell hinlegen solange die Betäubung dies noch zuließ. Mein rechtes Bein konnte ich noch in die Beinstütze legen, über das linke Bein hatte ich dann schon keine rechte Kontrolle mehr. 

Dann wurde erstmal nur mein Nachthemd hochgehoben und als Sichtschutz über eine Stange gehängt. Meine Arme wurden festgebunden und der Anästhesist begann zu testen, ob die Betäubung schon wirkte. Logischerweise hatte ich ziemliche Angst, dass man anfangen könnte bevor sie richtig wirkt. Dazu sprühte er Wasser abwechselnd auf meinen Arm und zum Vergleich auf Beine und Bauch. Ich musste sagen, ob das Wasser sich noch kalt anfühlt. Ein bisschen. Dann begann man schon mal, meinen Bauch mit Jod einzupinseln. Während dessen konnte ich spüren wie sich dieses nach und nach überhaupt nicht mehr kalt anfühlt. Dann wurde der Operationsbereich abgedeckt und vorbereitet. Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich gemerkt hätte, dass man mich testweise gepiekst habe. Hatte ich nicht. Die Betäubung wirkte also. 

Dann kam mein R. - natürlich in Schutzkleidung - in den OP, setzte sich an meine linke Seite und redete von da an unaufhörlich liebe Dinge in mein Ohr. Mit dem anderen Ohr lauschte und fühlte ich auf die Geschehnisse hinter dem Tuch. Ich merkte wie an mir herum gewerkelt wurde, hörte ein schneidendes Geräusch, spürte irgendwie, dass man in meinen Bauch eindrang. Ein Drücken und Ruckeln und der Anästhesist an meiner rechten Seite sagte, dass das Köpfchen schon da wäre. Dann wurde ich mit einem Mal ganz leicht und unsere Zwee fing sofort an, ein wenig gurgelnd zu schreien. Es war 8:30 Uhr - zwei Stunden nachdem wir aufgewacht waren. 

Ich war so glücklich in diesem Moment! Sie schrie, also ging es ihr bestimmt ganz gut. Ich sah wie die Hebamme sie um R. herum trug. Ich glaube, R. hat das gar nicht richtig gemerkt. Ich versuchte ihm zu sagen, dass er mal rutschen müsse. Und dann war sie da. Ich konnte kaum etwas sehen außer, dass ihre Haut ziemlich grau aussah. Dann drückte die Hebamme mir mein Mädchen für einen kurzen Moment an die Wange. So ein wunder-wunder-schönes warmes Gefühl! Ich sagte "Mein Mädchen! Mama ist da!"... und Zwee hörte tatsächlich sofort kurz auf zu weinen. Dann wurde sie heraus getragen, um vom Kinderarzt untersucht zu werden. Laut Arztbericht waren ihre Agparwerte 9-8-8, d.h. sie hatte Anpassungsschwierigkeiten. 

Dennoch durfte R. dann zu ihr. Dabei warf er übrigens einen unfreiwilligen Blick in die falsche Richtung, was ihm zwei Nächte lang Albträume bescherte. Nachdem ich mich so sehr vor dem Kaiserschnitt gefürchtet hatte, scheint mein Mann nun mehr traumatisiert als ich zu sein. Ich weiß nicht genau wie dann der weitere Ablauf war. Aber jedenfalls zeigte sich, dass Zwee das Atmen doch recht schwer fiel, so dass sie eine Atemmaske zur Unterstützung bekam. Es wurden Elektroden zur Überwachung an ihr kleines Körperchen geklebt und sie wurde dann wohl in einem Inkubator in die Neonatalogie transportiert. Laut R. war das schon ein ziemlich unheimlicher Anblick. 

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Während dessen wurde ich wieder zusammen geflickt. Alle waren weiterhin total lieb zu mir und redeten mir gut zu, damit ich ruhiger atme. Irgendwie bekam ich zwischendurch einen kleinen Panikanfall - Aufregung, Zwee weg, R. weg, das Geruckel, die Geräusche, das klaustrophobische Gefühl wegen der festgebundenen Arme und des Tuches direkt vor einer Nase.... Mir wurde kotzübel und ein wenig schwarz vor Augen. Dagegen bekam ich schnell ein Mittel gespritzt, so dass ich mich letztendlich nicht übergeben musste. 

Als alles fertig war, wurden die Tücher entfernt. Mein Bauch war weg. (Das war natürlich eine optische Täuschung aufgrund der Rückenlage. Tatsächlich sehe ich auch heute noch so aus als wäre ich im 6 Monat schwanger.) Der Arzt stand zwischen meinen Beinen, ich war komplett nackig, weil das OP-Hemd blutig und nass geworden war. Er erklärte, dass alles gut verlaufen war, dass ich mich nicht wundern solle, weil er eine gekordelte Kompresse unter das Pflaster lege - das sei NICHT die Narbe, die da so dick ist, und dass er mir mal gleich noch ein Zäpfchen gegen die Schmerzen gibt. Ein sehr surreales Gefühl, ihn da stehen zu sehen, zu wissen, dass man ein Zäpfchen bekommt, aber nichts zu fühlen. Nun ja, die Schamgrenze war in diesem Moment zwar sehr niedrig, aber durchaus noch vorhanden. Dann war ich ein bisschen neugierig wie man mich wohl vom OP-Tisch auf das Bett bekommen würde: Mit einem Rollbrett. Nun weiß ich das also auch. 

Ich bekam ein frisches Nachthemd an, wurde zugedeckt und aus dem OP-Saal gefahren. Dort kam gleich mein R. auf mich zu gelaufen. Er zeigte mir ein Bild von meiner Zwee und versuchte mir schonend beizubringen, dass meine größte Befürchtung wahr geworden war und ich sie nicht im Arm halten konnte, weil sie schon auf dem Weg in die Frühchenstation war. Sie hatte verständliche Anpassungsschwierigkeiten, das war nicht überraschend und vor allem in Anbetracht der Schwangerschaftswoche verhältnismäßig nicht besonders schlimm. Dennoch fühlte ich Zwee und mich um unsere ersten Kennenlernmomente betrogen. Die Zeit im Kreißsaal nach BMs Geburt waren mit Abstand die schönste in meinem Leben gewesen und es fühlte sich komplett falsch an, Zwee nicht auf die gleiche Weise im Leben zu begrüßen. 

So, ich bin jetzt erstmal komplett aufgelöst und muss eine Pause machen bevor ich aufschreiben kann wie es weiterging.

Mittwoch, 2. April 2014

Der neueste Stand

Gestern hatte ich einen Termin in dem Krankenhaus, in dem unsere Zwee zur Welt kommen soll. Der liebe A aus B fuhr mich hin, weil ich nicht so sicher bin, ob Autofahren im Moment okay für mich ist, da man ja recht gerade vorm Lenker sitzt. Außerdem stört der Bauch mittlerweile auch ganz schön.

Jedenfalls hatte ich einen Termin vereinbart, um mich noch mal bezüglich der Schwangerschaftsdiabetes und der bescheuerten Plazenta Praevia beraten zu lassen. Zunächst gab es noch einmal einen Ultraschall: Zwee wiegt geschätzte 1.600g, ist damit so wie schon in den vergangenen Monaten eher am oberen Ende der Wachstumskurve - allerdings nicht so weit, dass man befürchten müsste, dass schon Auswirkungen des Diabetes sein könnten. Ich denke, dass es eher daran liegt, dass wir ja nicht genau wissen, wann Zwee gemacht wurde, und meine Frauenärztin im ersten Ultraschall zack-zack und blitzschnell den Embryo vermaß und den ET festlegte. Danach war Zwee dann immer etwas größer als der Durchschnitt, d.h. vielleicht sind wir doch schon etwas weiter als 29+6 SSW.

Zwee zappelte wieder ordentlich, trat mich auf der rechten Seite gleichzeitig mit einem Bein in die Rippen und mit dem anderen gegen den Beckenknochen, weil sie sich wohl durch die Stänkerei mit dem Ultraschall gestört fühlte. Als die Ärztin noch ein schönes Foto vom Gesichtchen machen wollte, nahm Zwee kurzerhand beide Händchen und einen Fuß vor das Gesicht und zog sich dann noch die Nabelschnur quer über das Näschen während sie sich mit dem Köpfchen in die Plazenta kuschelte. Eigentlich sollte es dann noch einen v.aginalen Ultraschall geben, um nach der Plazenta zu sehen, aber Frau Doktor sah auch von oben auf ersten Blick, dass diese immer noch vorm Muttermund liegt, so dass sie nicht noch mal genauer nachsehen musste.

Nun ja, es ist wohl noch nicht aller Tage Abend. Eine winzig kleine Restwahrscheinlichkeit besteht noch, dass der Muttermund doch noch geräumt wird. Die Oberärztin nahm die aktuelle Lage dennoch zum Anlass, mich schon mal über einen Kaiserschnitt aufzuklären - für den Fall, dass es doch irgendwann schon ungeplant losgehen muss. Sie war wirklich sehr freundlich und hat gleich gemerkt, dass mich das sehr traurig macht, und extra noch mal auf dem Aufklärungsblatt vermerkt, dass ein Kaiserschnitt nur gemacht werden soll, wenn er medizinisch absolut notwendig ist. Nach aktuellem Stand wäre eine Spinalanästesie möglich. Dann würde Zwee gleich im OP auf meine Brust gelegt werden. Sofern sie auf ersten Blick einen guten Eindruck macht, schreit und rosig ist, muss sie also nicht gleich raus zum Kinderarzt. Wenn das doch nötig sein sollte, könnte ihr Papa die ganze Zeit bei ihr bleiben, damit sie nicht ganz alleine ist. Sollte die doofe Plazenta, die aktuell seitlich/hinten und eben vorm Muttermund liegt jedoch weiter nach vorn wandern, würde man wohl eine Vollnarkose machen, weil das Risiko von Blutungen und Komplikationen dann erhöht wäre, da sie dann genau da läge, wo man eigentlich schneiden würde. Ich hoffe sehr, dass zumindest dieser Kelch an mir vorüber geht.

Wenn keine weiteren Blutungen auftreten, würde die Ärztin empfehlen, dass der Kaiserschnitt bei 37+0 durchgeführt wird. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Tage heraushandeln können, damit Zwee wirklich fertig ist. Außerdem wäre 37+0 genau der Tag vor meinem Geburtstag, was in den Folgejahren irgendwie blöd wäre. Wenn es gar nicht anders geht, ist es eben so - bei einer spontanen Geburt, hätten wir ja auch keinen Einfluss auf den Termin. Bis in den Juni hinein würde man aber wohl leider nicht abwarten.

Die Schwangerschaftsdiabetes ist bislang nur sehr leicht ausgeprägt. Dennoch soll ich nun ein paar Tage lang viermal täglich meinen Blutzucker messen, um sicher zu gehen, dass sich daran nichts geändert hat. Wenn die Werte im Rahmen bleiben, reicht es danach aus, zwei Tage pro Woche so durchzutesten. (Übrigens habe ich dann gestern gleich festgestellt, dass Reis mit Thaicurry gaaaaanz schlecht für den Blutzucker ist.) Immerhin ist die Lanzette wirklich viel besser als die im Krankenhaus, so dass es kaum weh tut.

Für Zwee bedeutet die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, dass ihr Blutzuckerspiegel nach der Geburt genau beobachtet wird, um sicherzugehen, dass sie nicht unterzuckert, da ihre Bauchspeicheldrüse im Moment für mich mit arbeitet und dann eventuell nach der Geburt noch zuviel Insulin für das kleine Körperchen produziert. Also wird mein armes, kleines Mädchen auf jeden Fall gleich zu Anfang regelmäßig gepiekst werden bis man sicher sein kann, dass sich alles wieder reguliert hat.

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Ich sollte mich nicht beschweren - es könnte viel schlimmer sein, aber trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich es total Sch.eiße finde, meiner Sucht nach Eis und sonstigen Süßigkeiten nicht nachgeben zu dürfen. Ich kann nicht einfach EIN Stück Schokolade, EINE Kugel Eis oder EIN GANZ KLEINES Stück Kuchen essen, also muss ich es wohl ganz bleiben lassen. Und NEIN, ein Apfel ist kein würdiger Ersatz. Das macht mich mürrisch, denn auch wenn ich nicht hungern muss, ist es für mich eben gänzlich unbefriedigend, an einer Möhre zu nagen. Da hilft es auch nicht, dass ich ja schließlich Gemüse ohne Ende essen darf. *Mecker-nörgel-jammer-Modus aus*

Montag, 17. Februar 2014

Nachtrag: Feindiagnostik, Beschäftigungsverbot und Statistik

Schon am 4. Februar, d.h. bei 21+5 SSW waren wir bei der Feindiagnostik. Zuallererst: Zwee ist definitiv ein Mädchen und es geht ihr prima. Sie hat die ganze Zeit gezappelt und gestänkert, was man ihr kaum verübeln kann, wo doch mit dem Ultraschallgerät so lange an ihrem sonst so kuscheligen Zuhause herumgewurschtelt wurde. (Übrigens auch für mich nicht, denn 1. wurde mir auf dem Rücken liegend wieder dezent schwindelig und 2. wurde dabei immer wieder mein bereits geploppter Bauchnabel überfahren).

Die Ärztin schaute sich alle ganz gründlich an, machte die Blutströme sichtbar, stellte fest, dass alle Organe zeitgerecht entwickelt sind, Blase gefüllt ist, Händchen und Füßchen vorhanden sind und auch die Plazenta schön durchblutet ist. Sie schaute auch noch einmal genau nach und bestätigte, dass Zwee eine kleine Schwester ist. Sie zeigte Plazenta und den Gebärmutterhals, sagte aber nichts weiter dazu. Irgendwie kam mir das da schon ein bisschen dicht bei einander vor, aber ich dachte mir noch nichts dabei.

Zuletzt kam noch der Chef, um abschließend noch einmal kurz zu schallen. Er warf einen Blick auf die Bildschirme und fragte dann die andere Ärztin, ob sie "schon etwas gesagt hatte". Da wurde mir gleich ganz anders zumute. Dann erläuterte er, dass die Plazenta in einer "geburtsunmöglichen Position" liegt - nämlich vorm Muttermund. Er war gar nicht unfreundlich, aber ein bisschen distanziert. Außerdem musste ich gleich erstmal ein bisschen weinen, so dass ich nicht alles verstanden habe. Jedenfalls sagte er, dass sich daran voraussichtlich nichts mehr tun würde, so dass Zwee der Ausgang versperrt ist und sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen müsse. Und dass in diesem Fall die Schwangerschaft in vielen Fällen vorzeitig zu Ende geht, wenn die Plazenta anfängt zu bluten, z.B. weil sich der Muttermund anfängt zu öffnen. So ca. vier Wochen früher. Ach ja, und ich solle deutlich kürzer treten und mich schonen. Was auch immer das heißt.

Von dieser Nachricht waren wir beide erstmal sehr geplättet. Ein Ultraschall ist eben kein Babykino, aber wir hatten eigentlich nicht wirklich erwartet, dass irgend etwas nicht stimmen könnte.

Letzte Woche Montag waren wir dann zur Vorsorge bei meiner eigentlichen Frauenärztin. Die schaute auch direkt noch einmal selber nach und erklärte auch etwas genauer, was da zu sehen war. Die Plazenta überlappt den Muttermund um etwa 1,5cm. Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich, dass sie durch das Wachstum der Gebärmutter noch weit genug davon weg rückt, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. (Trotzdem klammere ich mich jetzt noch an diesen Strohhalm und versuche erstmal noch nicht in Panik zu geraten, weil ich nie und nimmer einen Kaiserschnitt wollte.)

Zum Gebärmutterhals selbst hatte man bei der Feindiagnostik gar nichts gesagt, obwohl der mit 32mm wohl schon eher kurz für die 22. SSW ist. Meine Frauenärztin maß (von unten) sogar nur 26mm, was wohl wirklich zu kurz ist. Es wäre auch recht bedenklich, wenn er sich innerhalb einer Woche - in der ich mich ja auch schon geschont hatte - noch einmal so verkürzt hätte. Das kann jedoch zum Teil auch am unterschiedlichen Winkel liegen, so dass ich am Freitag noch einmal zum Nachmessen hingehe.

Fazit war, dass Frau Doktor mich auf keinen Fall mehr arbeiten lassen wollte, obwohl ich ja im Büro arbeite. Ich habe keinen absoluten Liegebefehl erhalten, soll mich aber viel ausruhen. Ich war dann noch hektisch zwei Tage arbeiten, um wenigstens ein bisschen Übergabe ermöglichen zu können und etwas beruhigter ins Beschäftigungsverbot gehen zu können. Nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag (23+0) also zu Hause, schlonze viel auf der Couch herum und brüte meine Zwee, die hoffentlich noch ganz, ganz lange in meinem Bauch bleibt. Ob das dem Gebärmutterhals schon was gebracht hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber zumindest finden meine Symphyse und mein Becken meine Faulenzerei voll in Ordnung und verhalten sich derzeit recht versöhnlich.

So, nun noch schnell ein klitzekleines Bisschen Statistik. Zunächst der aktuellste Bauchbildervergleich:

Zum Vergleich hier mal mein Bauch in der 20. - 24. SSW in meiner Schwangerschaft mit BM:

Mein Bauchumfang betrug in der 23. SSW sowohl bei BM als auch jetzt bei Zwee 95cm - womit ich nun übrigens genau so breit bin wie BM hoch ist. Trotzdem sehe ich auf den alten Bildern nicht grundlos verhältnismäßig zierlicher aus: Die 6 kg, die ich diesmal an Ausgangsgewicht mehr hatte, habe ich bislang genauso mitgezogen. Ich hoffe nur sehr, dass sich das trotz Schonung irgendwann soweit verlangsamt, so dass ich meine 86 kg Maximalgewicht der ersten Schwangerschaft nicht auch noch um 6 weitere Kilos überschreite.

Sonntag, 19. Januar 2014

Bauchbilder 15. - 20. Schwangerschaftswoche

Ich hätte sollte wollte eigentlich endlich mal wieder etwas ausführlicher bloggen, z.B. über mein aktuelles schwangerschaftliches Befinden. Da BM aber gerade wegen vermutlich-Halsschmerzen immer wieder weinend aufwacht und mich im Kinderzimmer braucht, halte ich mich kurz und veröffentliche wenigstens endlich mal wieder eine neue Bauchbildserie...

... und erwähne flink, dass ich nun wohl wirklich im schönen zweiten Trimester-Gefühl angekommen bin. Mir ist nur noch ganz selten am Abend übel. Nach neulich (in der 18. SSW) zwei Tagen schlimmster Symphysenschmerzen während derer ich eigentlich nur auf der Seite liegend mit einem Kissen zwischen den Beinen liegend überleben konnte, zwicken und zwacken Ischias und Symphyse derzeit nur gelegentlich. Ich hätte es auch wirklich unfair gefunden, wenn das jetzt bis zur Geburt so weiter gegangen wäre. Dafür waren am Freitag zum ersten Mal meine Fingerspitzen taub, die Ringe werden enger. Da hat sich also wohl das erste Wasser angesammelt... wenn ich doch nur alle Kilos darauf schieben könnte...


Sonntag, 15. Dezember 2013

Tipp-tipp-tipp

Heute hat Zwee zum ersten Mal angeklopft. Ganz zaghaft - viel zaghafter als ich es bei BM je in Erinnerung hatte. Kein Wunder wahrscheinlich, denn BM spürte ich erst einige Wochen später zum ersten Mal.

Das möchte ich zum Anlass nehmen nun endlich mal mit der Bauchbilder-Serie zu beginnen. Wie man sieht, sieht man schon einiges. Besonders das heutige Foto sieht eindeutig schwanger aus. Allerdings wurde es erst am Abend - nach reichlich Gulasch beim Schwiegeropa und einigen Naschereien - aufgenommen. 


Donnerstag, 28. November 2013

Jaaaa, geb mich die Fünf!!

... ruft BM zur Zeit, wenn sie etwas begeistert  - z.B. heute als sie auf dem abendlichen Heimweg aus dem Dorf die viele Weihnachtsbeleuchtungen entdeckte.

Und heute fühle ich mich auch genauso euphorisch. Nach vier langen Wochen Jammertal meinerseits - voller dauerhafter Übelkeit, regelmäßigem Würgen und Erbrechen und maßloser Erschöpfung, wurde ich heute schon ein großes Stück weit belohnt. R. und ich sahen heute zum ersten Mal gemeinsam unser Zwee. Erst wollte es sich durch die Bauchdecke nicht so recht zeigen, so dass ich doch noch mal auf den Stuhl musste. Und siehe da: Zwee war wach und machte seiner/ihrer zappeligen Schwester alle Ehre. Es sieht schon aus wie ein richtiger kleiner Mensch und strampelte mit den Beinchen, was das Zeug hielt. Das war soooo niedlich!

Heute war es der Größe nach sogar schon 2 Tage weiter als letzten gemessen, wir halten aber fürs erste am 12. Juni als ET fest. Zwee ist ganz vorbildliches Kind: puckerndes Herz, ein Gehirn, eine Wirbelsäule, Beinchen mit Füßen und Arme mit Händchen und ein Nasenbein; und die Nackenfalte war winzig klein und somit super.

Zu guter Letzt brachte ich es dann tatsächlich über mich, nach einem eingeschränkten Beschäftigungsverbot zu fragen und bekam es auch. Somit muss ich ab Montag nur noch 6 Stunden pro Tag arbeiten. Vielleicht bekomme ich dann auch endlich mal wieder etwas auf die Reihe anstatt nur (höchstens) zu warten bis BM schläft, um dann selbst sofort einzuschlafen.

Mittwoch, 27. November 2013

Depeche Mode

Als BM noch Pünktchen hieß und nur R. und ich von dem winzigen Zellhäufchen wussten, nahm ich sie mit zum Depeche Mode-Konzert.

Es ist also sehr passend, dass ich heute mit Zwee in die O2-World gehe.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Halloween

Halloween war im Hause Isndingwa dieses Jahr ein ziemlich aufregender Tag. BM war ein wenig kränklich, so dass es sich gut traf, dass ich wegen des Reformationstag sowieso frei hatte und BM problemlos zu Hause behalten konnte. Sie hatte sich schon so sehr darauf gefreut, sich als grusiches Gespenst zu verkleiden, dass sie mit einer Dosis Nurofen intus, dann auch mitmachen durfte. Frische Luft kann ja auch nicht schaden.

Das süßeste Gespenst der Welt zog also mit ihrem Papa und einem Haufen weiterer Nachbarskinder um Süßes oder Saures zu fordern. Gleich zu Anfang kamen sie an unsere Haustür, wo ich in einem weißen Kleid und mit einem Laken über dem Kopf gleich einen schönen Kreischalarm bewirkte. Damit hatten die kleinen Geister nicht gerechnet. BM hat es sehr viel Spaß gemacht und war höchst zufrieden mit ihrer Ausbeute. Als R. und sie wieder im Haus waren blieb sie verkleidet und durfte den nachfolgenden Kindern Süßigkeiten austeilen, was sie wohl fast noch besser fand.

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Ich selbst habe das nicht live miterlebt, weil ich nämlich meinen ersten Frauenarzttermin mit Zwee hatte. Ursprünglich war der Termin mal als einfacher Vorsorgetermin organisiert worden. Wegen des positiven Tests hatte ich dann während des Urlaubs mal in der Praxis angerufen, um zu fragen.... eigentlich weiß ich gar nicht genau wieso, denn der Termin war ja völlig in Ordnung und früher hätte ich eh nicht hingekonnt. Jedenfalls scheine ich die Arzthelferin etwas verwirrt zu haben, was mir aber erst später klar wurde. Sie begrüßte mich und erklärte gleich, dass man ja wahrscheinlich noch nichts erkennen könne. Mmh, da ich ja schon knapp 3 Wochen zuvor positiv getestet hatte, fand ich schon, dass man was sehen müsste, aber an der Rezeption ließ ich es dabei bewenden.

Frau Doktor machte dann erstmal die normale Krebsvorsorge und ließ sich dabei erklären, wann ich denn nun meine letzte Regel gehabt hätte - denn die Arzthelferin hatte in meiner Akte den 21.09. vermerkt. Das war aber eher der vermutete Befruchtungszeitraum gewesen. Offenbar hatte sie mich am Telefon falsch verstanden.

Nun ja, Ultraschalldings angemacht und da war gleich dieses kleine Flackern zu sehen, dass ich schon BMs Ultraschallen kannte. Da war definitiv ein kleines Herzchen. Und Frau Doktor war höchst erstaunt: "Das ist doch schon richtig was! Von wegen 5. Woche!" - Ja, genau. Irgendwie hatte ich mich wohl wirklich zu undeutlich ausgedrückt.

Da wir mangels Periode den ET nicht ausrechnen können, verpasste Frau Doktor anhand der Maße den errechneten Termin: 12.06.2013, d.h. wir sind heute bei 8+0. Zwee ist schon im Pittiplatsch-Stadium und sah auf dem Bildschirm ziemlich genauso aus wie BM damals zur gleichen Zeit, auch wenn es leider nicht gelang, dies auf dem Foto richtig festzuhalten.

Es ist also amtlich: Zwee ist unterwegs.

Freitag, 18. Oktober 2013

Zwee 18.10.2013

Ich erinnere mich noch gut an die ersten Wochen meiner ersten Schwangerschaft. Erst zog und zuppelte es tagelang, so dass ich ständig damit rechnete, mein Baby zu verlieren. Dann gab es Tage, an denen ich scheinbar gar keine Anzeichen hatte, was mir dann auch nicht passte, weil ich fürchtete, dass das Baby sich doch nicht richtig eingenistet hatte.

Genauso war es diesmal auch. Gestern Vormittag äußerte ich meine Befürchtung, dass doch alles ein großer Irrtum sein könnte, weil ich gar nichts spürte.... und nun ist mir seit gestern Abend schlecht. Und wie. Heute früh dann das erste Mal übergeben. Zwischendurch für BM Normalität vorgaukeln. Und das im Urlaub.

Ich "freue" mich schon auf Symphysendings und Karpaltunnelsyndrom. Nicht. Und jetzt geht auch schon das Jammern los. :-)

Samstag, 12. Oktober 2013

Zwee 12. Oktober 2013, 7:58 Uhr

Ich bin schwanger!

Schon im Juli hatte ich die Pille abgesetzt und seitdem vergeblich auf das Einsetzen meiner Periode - und somit das Bereitschaftssignal meines Körpers - gewartet. Ich hatte wochenlang Entzugsmigräne, es zog und zuppelte, die Pickel sprossen und mir war sogar mal eine Woche im August verdächtig übel. Die Hormone spielten verrückt, aber ein erster Test war negativ. Das war eigentlich nicht schlimm, aber als nach und nach 85 Tage ohne Periode vergingen kam ich mir schon von meinem Körper veräppelt vor. Vor der Hochzeit meines Cousins am 28.9. machte ich noch mal einen Test, um sicherzugehen, dass ich mit alkoholischen Getränken darauf anstoßen konnte. Negativ. Nicht wirklich überraschend und gut für die Party. (Im Nachhinein meine ich mich zu entsinnen, dass ich vielleicht doch eine Extra-Sekunde auf die Verdunstungslinie geschaut habe, weil die ein bisschen verdächtig aussah. Ebenfalls im Nachhinein weiß ich nun auch, dass ES da schon passiert war und wohl einfach noch zu früh für einen Test war.)

In Erwartung gemütlicher Abende auf Sardinien mit R. und vielleicht einer Flasche Wein auf der Terrasse machte ich heute früh schnell eine weiteren Test während meine beiden Menschen noch schliefen. Meine Kontaktlinsen schnell in die Augen gefriemelt und den Test aus der Packung gefummelt, saß ich nach einer anstrengenden Nacht auf der Toilette und hoffte, dass BM nicht hereinstürmen und fragen würde, was Mama da eigentlich macht.
Also schnell raufgepischert und eigentlich nur mit einem halben Auge hin gesehen, denn eigentlich war ich mir sicher, dass das aktuellste Bauchzuppeln nun endlich meine Regel bringen würde.

Und dann waren da sofort zwei Striche. Zwee ist da!


Mach es dir gemütlich, kleines Menschlein. Mama passt auf dich auf!

Montag, 7. Oktober 2013

U7a

Achtung: Dies wird ein elterlicher Angeber-Post, denn heute waren wir bei der Kinderärztin für die U7a. BM ist drei Jahre und einen Monat alt.

Zuerst sollten wir Eltern einen Fragebogen ausfüllen. Bei dem Teil über die Sprachentwicklung konnten wir schmunzelnd jede Frage positiv beantworten. BM hat auch wirklich jedes der vorgegebenen Wörter schon benutzt. Über knappe Drei-Wortsätze würden wir uns manchmal freuen, stattdessen erzählt sie uns minutenlang echte Ereignisse und ausgedachte Geschichten. Ach ja, "und" benutzt sie natürlich auch, meistens als "ooond daaahannn....". Wir haben hier eine richtig kleine Quasselstrippe. Tatsächlich hatte BMs Erzieherin schon von anderthalb Jahren recht, als sie vermutete, dass Sprache mal so richtig ihr Ding werden würde, obwohl BM erst nach Erklimmung aller motorischen Herausforderungen mit gesprochenen Wörtern angefangen hatte.

Dann kam die Arzthelferin und "spielte ein paar Spiele" mit BM. Wie schon bei der U7 verblüffte BM uns an einer Stelle: Zu Hause weigert sie sich, einen Ball oder eine Sonne zu malen, so dass wir nicht glaubten, dass sie einen Kreis malen kann. Kann sie aber.

BM blätterte einzelne Seiten um, benannte Farben und Tiere, baute eine Brücke aus Lego-Steinen und spielte Fangeball mit der Arzthelferin. Den Sehtest mit Bildsilhouetten absolvierte sie ebenfalls mit Bravour, wobei sie bei dem Schlüssel nicht sicher war, ob es vielleicht doch eine Ampel sein könnte, und den etwas seltsam aussehenden Hund lieber mal allgemeiner als "ein Tier" bezeichnete.

Danach ging es zu Frau Doktor, die sich kurz ein Buch mit BM ansah und sich zwei Szenen beschreiben ließ. Obwohl BM deutlich weniger sagte als üblich, fand Frau Doktor das ganz toll, vor allem weil BM schon in schönen Sätzen spricht. Dann sollte BM noch dreimal hopsen (für drei Gummibärchen) und rennen, und dann gab es auch schon die mit großer Vorfreude erwarteten Gummibärchen.


Ein ganz kleiner Urlaub

Am vergangenen Samstag feierte mein Vati seinen Geburtstag - diesmal nicht mit einer großen Party sondern mit einem kleinen Familienurlaub, d.h. mit seinen Kindern und Enkelkindern. Am Freitag ging es Auto für Auto los. Den Anfang machte Familie Isndingwa mit Zusatzkind PL, das wir schon mal mitnahmen. Die Autofahrt bis zum ersten Etappenziel Rheinsberg verging wie im Fluge. Die Mädels bespaßten sich gegenseitig, und wir alle sagen lauthals das Lied von der Bimmelbahn. In Rheinsberg angekommen trafen wir uns mit R.s Eltern, die auf der Heimreise von der Ostsee einen Zwischenstopp einlegten. Wir ließen BMs Drachen steigen, waren lecker essen und spazierten dann bei strahlendem Sonnenschein durch den schönen Park von Schloss Rheinsberg und am Ufer des Rhin entlang. Die Kinder waren so zuckrig, dass wir schnell der Ansicht waren, dass zwei Kinder nur halb so anstrengend wie ein Kind sind.



Danach ging es weiter zum Urlaubshäuschen im Ferienpark Mierow, wo wir schon mal den Spielplatz testeten bevor nach und nach auch meine Eltern und zuletzt mein Bruder und K. eintrafen. Der Abend am Kamin war richtig schön und so gemütlich, dass wir glatt in Vatis Geburtstag hineinfeierten. Am nächsten Morgen weckten dann die Enkelkinder den Geburtstagsopa mit einem Lied und mehr oder weniger spontanen Geschenken.


Dann nahm PL unsere Brötchen-Bestellung entgegen...

... und las BM und mir aus der Fibel vor.

Die Kinder und die Papas lieferten sich ein Gokart-Rennen.

Wir sammelten spontan und eigentlich völlig ohne Suchen einen Berg Pilze.

Nachdem R. wegen einer Hochzeitsfeier abgereist war machten wir anderen alle einen schönen Mittagsschlaf, gingen im Regen spazieren...

... und dann zum Aufwärmen in die hauseigene Sauna. 

Am nächsten Tag war das Wetter wieder besser, so dass die Mädels den versprochenen Reitausflug doch noch machen konnten. Ganz alleine ließen sie sich beide auf ihren kleinen Ponys von der Reitlehrerin durch den Ferienpark führen. Gekrönt wurde der Ausflug durch K*ckereien beider Ponys. 


Wir machten uns noch einen sehr schönen Tag. Allerdings musste ich meine oben geäußerte Ansicht bezüglich der Leichtigkeit von zwei Kindern gegenüber einem Kind revidieren. Die Mädels wurden von der Ärgermaus gebissen und verfielen immer wieder ins Zanken, Nölen und Weinen. Sie konnten es an diesem Tag gar nicht leiden, die Aufmerksamkeit der fünf! Erwachsenen teilen zu müssen. 

Das tat dem gelungen Wochenende jedoch keinen Abbruch. Der ganz, ganz kleine Urlaub (O-Ton BM) hat sehr viel Spaß gemacht und ich fühle mich richtig erholt. 



Montag, 23. September 2013

Brumm, brumm

Am Samstag lösten wir endlich mein Geburtstagsgeschenk zu R.s 30. Geburtstag ein: Wir machten beide bei einer geführten Quadtour durch Spreeauen, Wald und Felder mit. Ich wusste schon genau, dass meinem R. das viel Spaß machen würde, bei mir selbst war ich mir längst nicht so sicher. Ich bin ja ein ziemlich er Angsthase und als ich beim Probefahren auf dem Hof mein Quad schon nicht mal alleine an bekam und dann nur ruckelnd und zuckelnd in alle möglichen Richtungen wurschtelte, war ich schon kurz davor, mich doch noch auf R.'s Sozius zu setzen. Zum Glück hatte ich den Dreh dann aber doch so halbwegs aus und bin selbst gefahren.

Wir hatten einen richtig tollen Tag mit genau der richtigen Mischung aus abenteuerlichen Strecken, malerischen Landschaften und wenig befahrenen Straßen. Das Wetter spielte wunderbar mit, am Nachmittag kam sogar kurz die Sonne heraus. Die Guides hatten eine schöne Tour herausgesucht, die immer wieder durch kleine Pausen unterbrochen wurde. Die Pausen hatte vor allem ich bitter nötig, das Daumengas war für meine ungeübte Hand jedenfalls höllisch anstrengend.

Am Ende hatten wir dann noch einen kleinen Schock als R. beim Einparken auffiel, dass der Autoschlüssel nicht mehr in seiner Jacke war. Wir hätten kotzen können, doch dann fiel ihm ein, dass er den Schlüssel eigentlich nur an der Tranitzer Gedenkstelle verloren haben konnte als er aus der gleichen Tasche den Fotoapparat herausgekramt hatte. Unsere Tourführerin fuhr uns dann freundlicherweise noch einmal mit dem Auto dorthin und rettete den Abend, indem sie den Schlüssel dort auf Anhieb fand. Puh, wir hatten uns schon vorgestellt wie wir mit dem Zug von Cottbus nach Berlin und wieder nach Cottbus fahren müssten, um den Ersatzschlüssel zu Hause abzuholen....


Zur Feier des Tages gingen wir dann noch einen Cocktail trinken und beim Italiener essen, um den kindfreien Samstag komplett auszunutzen.

Gestern früh holten wir unser Mädchen dann bei meinen Eltern ab und fuhren mit ihr zum kleinen B., der genau ein Jahr jünger, aber genauso groß und ein paar Gramm schwerer ist als BM. Der Altersunterschied verwächst sich nun mehr und mehr. Die beiden spielten ganz toll zusammen und machten laut lachend Quatsch miteinander.

Am Nachmittag erfüllten wir BM einen Wunsch, den sie seit PLs Einschulung hegt: Sie würde so gern auch schon zur Schule gehen. Wir müssen ihr nun immer zeigen, wo die Schule ist und erklären wie lange es noch dauert bis sie dahin kann. Gestern mussten wir nun in eben diese Schule, um dort zu wählen. Ich muss sagen, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass mein Mädchen mal sechs Jahre alt sein wird und mit Zahnlücken lachend zur Schule gehen wird. Zum Glück haben wir damit noch laaaaange Zeit.

Dienstag, 10. September 2013

BMs 3. Geburtstag

Am Samstag war BMs lang ersehnter dritter Geburtstag. BM hatte im wahrsten Sinne des Wortes darauf hingefiebert, sie war ab Dienstag krank geschrieben mit Fieber ohne alles. Obwohl sie sich einige Tage offensichtlich ziemlich krank fühlte, zählte sie dennoch die Tage bis zu ihrem großen Tag (noch zweimal schlafen und einmal Mittagschlaf....). Am Donnerstag und Freitag ging es ihr dann auch schon viel besser und das Fieber auch verschwunden.

In der Nacht auf ihren Geburtstag schlief BM dennoch wieder sehr unruhig und war offenbar nicht ganz auf dem Posten. Ab 3 Uhr morgens nölte und jammerte sie im Schlaf bis sie irgendwann strahlend fragte: "Ist heute mein Geburtstag?". Wir sangen ihr dann Happy-Birthday-mit-Namen und sie freute sich, dass es endlich soweit war. Noch im Schlafanzug ging es hinunter zum Geburtstagstisch, wo sie fröhlich plappernd ihre Geschenke auspackte. R. und ich lagen diesmal goldrichtig mit unseren Geschenken, obwohl die Ideenfindung uns gar nicht leicht gefallen war. Das Playdoh-Eiscafé wurde sofort und seitdem auch schon mehrfach ausdauernd bespielt. Und nach dem Frühstück ließen wir nebenan im Park gleich BMs neuen Drachen steigen. BM hatte richtig viel Spaß dabei, über die Wiese zu rennen und den Drachen hinter sich her zu ziehen. Das werden wir jetzt im Herbst sicherlich noch öfter machen.

Nach einigem Getobe wurde BM dann jedoch wieder recht schnell unleidlich. Wir Eltern waren schon etwas genervt und ein bisschen traurig, weil wir doch alle einen schönen Tag haben wollten und nun stattdessen sogar schon das Geburtstagsmädchen anpflaumten, weil es so grantig zu uns war. Die sichtlich erschöpfte BM konnte dann trotzdem lange nicht in den bitter-nötigen Mittagsschlaf finden. Während sie dann mit einigen weinerlichen Unterbrechungen schlief schmückten R. und ich noch den Garten für die anschließende Party. Als BM endgültig aufwachte weinte sie ganz bitterlich und erklärte irgendwann "mein Kopf weht so weh". Armes kleines Mädchen! Das erklärte natürlich auch das Nöli-Popöli. Ich gab ihr schnell eine Dosis Nurofen, doch die wirkte nur langsam. So kam es, dass die Omas und Opas schon kamen und BM noch platt wie eine Briefmarke auf meinem Bauch kuschelte. Ich zog sie dann an und ging nach unten, wo BM sich an mich klammerte und sich gar nicht gratulieren oder beschenken lassen wollte. Nicht einmal die gewünschte Krone von Tante Kimmy wollte sie anschauen....

... bis ihre große Cousine kam. Die zauberhafte PL bewirkte eine spontane Heilung und die Party konnte beginnen!

Es wurde dann doch noch eine richtig schöne Party! Nach einer Stärkung mit einigen Krümeln Regenbogentorte und einem halben Cakepop war BM dann bereit für die Geschenkeflut und freute sich gleich riesig über ihr neues großes Fahrrad und das Puppenbett. Auch die anderen Geschenke waren richtig toll, auch wenn BM sicher erstmal eine Weile brauchen wird bis sie alles entdeckt und ausgiebig bespielen kann: eine große Duplo-Kiste, eine Murmelbahn, viele tolle Bücher und Puzzle für "große Kinder" und vieles mehr.

Nach dem Kaffee verschwanden die Kinder dann eine Stunde im Kinderzimmer, welches komplett verwüstet wurde während immer wieder übermütiges Jauchzen von oben herunter schallte. Danach gab es Nudeln, die von den Kindern auf einer Picknickdecke im Garten gegessen wurden. Und die ganze Zeit staunte ich über mein großes, tolles Mädchen wie sie da so selbstverständlich mitredete und -spielte und zwischendurch die beiden Babys A. und L. betüddelte. Sie gehört nun definitiv mehr zu den Großen als zu den Kleinen!

Abends brachte ich mein Geburtstagsmädchen noch sehr ausgiebig ins Bett, erzählte ihr wie lieb ich sie habe, wie sie als Baby war, wie lieb ich sie habe, was sie schon für ein tolles großes Mädchen ist und wie lieb ich sie habe.

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PS: Nach diesem langen Tag ging es für mich noch in die zweite Runde: Die Zwillinge S+S feierten ihren 30. Geburtstag. Mit 30 Jahren zählen meine ehemaligen "kleinen" Nachbarn nun wohl auch endgültig zu den Großen. :-)

Samstag, 17. August 2013

Cinderella-Schuh und Wolkenbruch... oder: 2007 war ein gutes Jahr

PL ist nun ein Schulkind und nicht mehr klein. *sing*

Letzten Samstag feierten wir ihre Einschulung. Ich war schon ab dem Morgen dabei und musste schon das erste Mal schlucken, als mir dieses große Kind die Tür öffnete und aussah wie.... na ja, ein Schulkind eben. Als sie dann den Ranzen aufsetzte war es das erste Mal um meine Mutti und mich geschehen. Ich wusste schon, warum ich an diesem Tag wasserfeste Wimperntusche genommen hatte. 

Dann machte PL sich auf den Weg in die Schule - begleitet von Mama und Papa, meinen Eltern und mir. Unterwegs sammelten wir noch ihre anderen Großeltern, Tante und Onkel ein. PL hatte sich für diesen Tag ihre roten Klackerschuhe (sagt man das noch so?). Ohne Riemchen fielen sie jedoch immer wieder ab, so dass wir etwas gebremst wurden und mehrfach verlorene Schuhe einsammeln mussten. Wir erfuhren jedoch, dass ihre Tante A. zu ihrer Einschulung unbedingt viel zu kleine Schuhe tragen wollte. Dieses Schuhding scheint also in der Familie zu liegen.

Die Einschulungsfeier fand in der Turnhalle der Schule statt, wo die ABC-Schützen von Schülern der 4. Klasse begrüßt und mit kurzweiligen Liedern, Gedichten und Tanz unterhalten wurden. Die Schulleiterin fand ein paar sehr passende Worte darüber, welche historisch relevanten Dinge alle 2007 passiert sind, die jedoch von den Eltern der Erstklässler (und ihren TANTEN) kaum registriert wurden, weil sie mit einem viel größeren, wundervollen Ereignis vollauf beschäftigt waren. Dann wurden alle Kinder der Klasse 1c aufgerufen, um in den Klassenraum zu gehen, wo wir sie dann nach einem 20-minütigen "Unterricht" nach einer wuseligen Fotosession abholen durften.

Am Nachmittag fand dann die große Party im Dorf statt. Der Garten war toll geschmückt und K. hatte die Tafel sehr schön und kreativ gedeckt. Als fast alle Gäste da waren begann es jedoch zu stürmen und zu gießen. In einem beherzten Einsatz stellten die Männer in aller Eile das zuvor für unnötig erklärte Partyzelt auf und die Party wurde in Zelt und Carport verlegt. Natürlich kam danach die Sonne bald wieder heraus.

Es war eine richtig tolle Feier, an die nicht nur PL sicherlich noch lange denken wird. Ein Highlight war der Zauberkünstler, der eine sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr unterhaltsame Show lieferte. PL wurde mit Geschenken überhäuft. Also echt überhäuft. Aber es war ja auch IHR Tag. Die Schulkinder tanzten und spielten schön miteinander, während BM und die anderen Kindergartenkinder vor allem mit Seifenblasen beschäftigt waren. Am Abend wurde noch ein Lagerfeuer angezündet und Stockbrot und Marshmellows gebrutzelt.

Und nun hat PL schon eine Woche Schule hinter sich. Obwohl sie sich am Einschulungstag in die erste Reihe gesetzt hatte, sitzt sie nun in der dritten Reihe. Dafür aber auch nicht mehr neben der frechen M., die sie aus der Kita kannte, sondern neben N., die sie im Hort kennengelernt hatte. Am ersten Tag wurde gar nicht das gemacht, was auf dem Stundenplan stand. Genau genommen wurde gar keine Schule gemacht, beschwerte sich PL. Nun hat sie aber schon die "1" und das "F" gelernt. Also schulmäßig. Eigentlich kann PL nämlich schon ziemlich gut lesen und - wenn auch manchmal spiegelverkehrt - schreiben. Meine Meinung als stolze Tante!

Außerdem wackelt ein Wackelzahn nun mittlerweile so doll, dass er sich hoffentlich in den nächsten Tagen verabschieden wird. PL hilft jedenfalls immer wieder nach, weil sie auch endlich eine Zahnlücke haben möchte.

Montag, 1. Juli 2013

Kitakumpel

Schon seit einem Jahr immer wieder angedacht, haben wir gestern BMs Kitakumpel F. und seine Eltern zum gemeinsamen Spielen und Grillen besucht. Lustig ist übrigens, dass F.'s Mama nicht nur den Nachnamen trägt, den immer alle verstehen, wenn wir uns am Telefon melden, sondern auch noch am selben Tag wie ich Geburtstag hat. Noch eine! 

Wir haben uns sehr nett (im positiven, entspannten Sinn!) unterhalten während F. BM sein ganzes Spielzeug zeigte und beide ganz lieb mit einander spielten.... äh.... tobten. Unser Mädchen ist ja ein ziemlicher Rabauke, aber F. spielt in der gleichen Liga für Jungs und somit immer noch einen Zacken wilder, lauter, schneller als BM. (Klischee olé!) Da wir BM immer früher in die Kita bringen als F. und dieser dann auch schon immer zu Hause ist, wenn wir sie wieder abholen, erlebten wir die beiden zusammen bislang nur bei den beiden Kitafesten. Gestern war es daher besonders toll, zu sehen wie gut sich die beiden schon kennen, sich miteinander unterhalten, Spiele und Quatsch ausdenken können. Bedenklich fand Mädchen-Papa R. es nur, wenn F. sein Töchterchen zu wild umarmte und Knutscher aufdrückte. Auf diesen kleinen Mann wird er nun für die nächsten 15 Jahre ein Auge haben. :-D

Trotzdem  Auf jeden Fall wollen wir bald zum Gegenbesuch einladen!

Samstag, 29. Juni 2013

Waldfest

Heute fuhren wir in den "hohen Norden", um die liebe F. noch mal mit Kugelbauch zu sehen, die Baustelle zu besichtigen und mit den Kindern zum Waldfest zu gehen. BM hielt die lange Autofahrt tapfer durch, kommentierte nur gelegentlich "Das dauert sooo lange!". Dort angekommen futterten wir uns durch verschiedene Stände, streichelten Tiere und ließen die Kinder ausgiebig klettern und spielen. Dafür, dass wir von dem Örtchen vorher noch nie etwas gehört hatten, wurde dort ein tolles Fest auf die Beine gestellt. Aber Mann, ist das weit weg!

Damit ich es nicht vergesse, schnell ein paar Kindermund-Notizen:

Ey, worte mich mal an! (Antworte mir mal)
Bressin (Prinzessin)
Ich bin ein Raat! (Ich bin ein Pirat. Mit Aufkleber auf dem rechten Auge.)
Ich hab eine Dee! (Idee)
Weiß mal? (Weißt du?)
Das passt gesammen. (Alles, was die gleiche Farbe hat, passt derzeit zusammen. Oder auch zwei Füße, zwei Hände, BMs und Mamas Bauchnabel.)

Mittwoch, 26. Juni 2013

Geburtstagswünsche

BM und ich sind seit heute früh bis Freitag Abend wieder R.-los. Heute Nachmittag wünschte BM sich nach der Kita, dass wir beide noch Fahrrad fahren. Für mich war es übrigens das erste Mal, dass ich selbst mit dem Fahrrad neben ihr her fuhr. Bislang hatte ich sie immer zu Fuß begleitet, um schneller eingreifen zu können, wenn sie an einer Straße nicht gleich anhalten sollte. Da sie aber mittlerweile sehr gut auf uns hört, habe ich mich also breitschlagen lassen. Wir fuhren dann ca. 150 Meter zum nächstgelegenen "Nielplatz", trieben uns dort eine Weile rum und fuhren dann geradewegs zurück. Es blieb also eine recht kurze Radtour. :-)


Heute Abend im Bett erzählte mir BM dann wie man die Zahnfee ruft. Anschaulich - indem sie laut rief: "Zahnfeeee, komm mal her! Ich brauch kein Nucki mehr! Ich will eine große Zaaaahnbüüüürste!" Alles jedoch nur als Trockenübung. Wirklich abgeben will sie ihre Nuckis noch nicht. Dafür wartet sie auch weiter auf die "große Zahnbürste" = elektrische Zahnbürste, wie sie sie bei Emi gesehen hat.

Und weil wir grade bei Wünschen waren, fragte ich BM, was sie sich denn zum Geburtstag wünsche:

"Ein Fotopraat und ein Handy. Und ein Auto, kann man so anschubsen ooond daaaann fährt das gaaanz schnell weg."

Äh, sehr bescheiden....

Dienstag, 25. Juni 2013

Spürnase

Beim abendlichen Familienkuscheln in BMs Bett lachten wir heute Tränen mit und über unser zuckriges Mädchen. Schon dabei war mir klar, dass ich unmöglich alles aufschreiben kann, was sie heute alles niedliches erzählt hat. Hier also nur eine kleine Auswahl:

Es hat ganz viel geregnet. Die Sonne war hinter den Wolken, (damit) die nicht nass wird. Warn wir nicht im Garten! Wir haben im Bällebad getobt. P. und ich hat uns gehaut. (Hast du gehauen oder P.?) Wir beide. F. hat gesagt, wir nicht hauen sollen. Nur ich hab geweint. Und dann haben wir auf F. raufgehopst. F. hat geweint, dann haben wir alle geweint. (Erläuterungen unsererseits, dass man nicht haut oder auf andere Kinder hopst).... Hat nicht einer geschimpft.

Mach mal deinen Arm hoch, Papa! (Wildes Gekitzel folgt. R. knabbert BM an.) Papa, nein! Dein Bart kratzt so! Ich will das nicht!

(Wuselndes Kind tut einem Elternteil weh) Tschulschidung! Das hab ich nicht mit Absicht gemacht!
(BM greift sich Kuschelhund Bello und setzt ihn R. auf den Kopf) So. Bello will auf dus Kopf pullern. Schschsch. Das ist ein Storch. Seht du den Storch? Der pullert auf dein Kopf. Flieg, flieg, flieg.
(Mit großen Augen und aufgeregter Stimme ganz klar uns imitierend.) Sommer vorbei ist, bin kein Spatz mehr! Dann kommt ich Ocke (Gruppe) 1, weil ich ein großes Mädchen bin!
Erzählst du noch mal alle Kinder? (Dann müssen wir alle Spatzenkinder aufzählen, die nach den Sommer in Gruppe 1 kommen. Und dann müssen wir erzählen, wer jetzt nacheinander alles in die Schule kommt - angefangen mit PL bis hin zu BM).

(Als ich nach einer Weile noch mal zur nicht schlafenden BM ins Kinderzimmer gehe....) Riecht hier so? Hat du Schokolade gegessen? Äh,.... ja.) Hast du runter gekaut? (Ja.) Kann ich noch mal riechen?
Und vorher beim Essen: Darf ich noch ein Nanchinjong essen? Ein Nanchinjong ist ein Pilz?

Sonntag, 23. Juni 2013

Fachsimpelei

Wenn R. sich mit den Nachbarsmännern zur Linken und zur Rechten über's Grillen, zugehöriges Equipment und vor allem über die richtige Anzündtechnik unterhält, ist das wohl die Spießerreihenhausvariante des gemeinen Schwanzvergleichs. Nur ohne Maßband.

Ups. Habe ich das jetzt laut geschrieben? O.O