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Samstag, 29. Juni 2013

Waldfest

Heute fuhren wir in den "hohen Norden", um die liebe F. noch mal mit Kugelbauch zu sehen, die Baustelle zu besichtigen und mit den Kindern zum Waldfest zu gehen. BM hielt die lange Autofahrt tapfer durch, kommentierte nur gelegentlich "Das dauert sooo lange!". Dort angekommen futterten wir uns durch verschiedene Stände, streichelten Tiere und ließen die Kinder ausgiebig klettern und spielen. Dafür, dass wir von dem Örtchen vorher noch nie etwas gehört hatten, wurde dort ein tolles Fest auf die Beine gestellt. Aber Mann, ist das weit weg!

Damit ich es nicht vergesse, schnell ein paar Kindermund-Notizen:

Ey, worte mich mal an! (Antworte mir mal)
Bressin (Prinzessin)
Ich bin ein Raat! (Ich bin ein Pirat. Mit Aufkleber auf dem rechten Auge.)
Ich hab eine Dee! (Idee)
Weiß mal? (Weißt du?)
Das passt gesammen. (Alles, was die gleiche Farbe hat, passt derzeit zusammen. Oder auch zwei Füße, zwei Hände, BMs und Mamas Bauchnabel.)

Dienstag, 25. Juni 2013

Spürnase

Beim abendlichen Familienkuscheln in BMs Bett lachten wir heute Tränen mit und über unser zuckriges Mädchen. Schon dabei war mir klar, dass ich unmöglich alles aufschreiben kann, was sie heute alles niedliches erzählt hat. Hier also nur eine kleine Auswahl:

Es hat ganz viel geregnet. Die Sonne war hinter den Wolken, (damit) die nicht nass wird. Warn wir nicht im Garten! Wir haben im Bällebad getobt. P. und ich hat uns gehaut. (Hast du gehauen oder P.?) Wir beide. F. hat gesagt, wir nicht hauen sollen. Nur ich hab geweint. Und dann haben wir auf F. raufgehopst. F. hat geweint, dann haben wir alle geweint. (Erläuterungen unsererseits, dass man nicht haut oder auf andere Kinder hopst).... Hat nicht einer geschimpft.

Mach mal deinen Arm hoch, Papa! (Wildes Gekitzel folgt. R. knabbert BM an.) Papa, nein! Dein Bart kratzt so! Ich will das nicht!

(Wuselndes Kind tut einem Elternteil weh) Tschulschidung! Das hab ich nicht mit Absicht gemacht!
(BM greift sich Kuschelhund Bello und setzt ihn R. auf den Kopf) So. Bello will auf dus Kopf pullern. Schschsch. Das ist ein Storch. Seht du den Storch? Der pullert auf dein Kopf. Flieg, flieg, flieg.
(Mit großen Augen und aufgeregter Stimme ganz klar uns imitierend.) Sommer vorbei ist, bin kein Spatz mehr! Dann kommt ich Ocke (Gruppe) 1, weil ich ein großes Mädchen bin!
Erzählst du noch mal alle Kinder? (Dann müssen wir alle Spatzenkinder aufzählen, die nach den Sommer in Gruppe 1 kommen. Und dann müssen wir erzählen, wer jetzt nacheinander alles in die Schule kommt - angefangen mit PL bis hin zu BM).

(Als ich nach einer Weile noch mal zur nicht schlafenden BM ins Kinderzimmer gehe....) Riecht hier so? Hat du Schokolade gegessen? Äh,.... ja.) Hast du runter gekaut? (Ja.) Kann ich noch mal riechen?
Und vorher beim Essen: Darf ich noch ein Nanchinjong essen? Ein Nanchinjong ist ein Pilz?

Dienstag, 14. Mai 2013

Zahn # 17 & 18 ... und Kindermund

Am Morgen unserer Hochzeit alberte BM morgens noch auf meinem Schoß herum. Dabei blitzten mich plötzlich zwei - schon ziemlich große - hintere Backenzähne an. Ups. Das war uns mal wieder gar nicht aufgefallen bzw. BM hatte sich nichts anmerken lassen. Jetzt fehlen nur noch unten zwei Backenzähne, dann ist ihr Milchgebiss vollständig.


Und weil ich grade blogge, gleich noch ein paar BM-Sprech-und-Sing-Notizen:

"Das reicht noch nich enug!" - Das reicht nicht. / Das ist nicht genug.
"Lasenbleifen" - Seifenblasen

Als ich sie heute aus der Kita abholte, zog sie mich zu einem größeren Mädchen, dass von einigen Freundinnen umringt weinend auf einer Bank saß und einen Finger mit einem mikroskopisch kleinen Blutstropfen hochhielt. Dabei stand auch eine Erzieherin, die mir daraufhin sagte, dass BM dem verunfallten Mädchen zum Trost gerade schon das Liebkoselied vorgesungen habe.

BMs Lieblingslied ist schon seit Wochen "I follow rivers" von Lykke Li. Sie freut sich immer total, wenn es im Radio läuft und singt dann aus voller Kehle "Ach, ach, folloooo".

BMs von Mama gesungenes Lieblingslied ist gerade "My only Sunshine". Ich muss es ihr immer wieder vorsingen und dabei singt sie ein bisschen mit, lacht sich aber die ganze Zeit kaputt... so dass ich wiederum auch lachen muss und wir uns gemeinsam durch das kleine Lied kichern. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass die englischen Worte für sie ungewohnt klingen, aber dieses Lied bringt BM unweigerlich zum Lachen.

Freitag, 15. März 2013

gestern - morgen - nächste Mal - letzte Mal

Ich komme nicht zum bloggen. Bla-di-bla. Trotzdem will ich mal wieder kurz ein paar aktuelle BM-Wortschöpfungen aufschreiben:

"Naschentuch" oder besser noch "Hinnernaschentuch" (Kindertaschentuch)

"ohne falschrum"

"Mama, schau! Ich groß is!"(Mama, schau mal, wie groß ich bin!)

"Ich hat Hunger gehat." ... "Ich hat großen Durst gehat!" (wenn alles aufgegessen oder ausgetrunken ist)

"Ich is dis zu eng!" (Mir ist das zu eng!)

"Ich liebe du!" (Unaufgefordert, als ich mich eines Morgens von ihr verabschiedete) gefolgt von "Komm gut zu Ahbeit!"

"Ich hat ein Peet bekommen." (Ich habe ein Paket bekommen.)

"Ich hat meine PL gemisst."

"Oh tleine Baby. Nis weinen. Aaah, du is kalt. Nis zappeln, zieh ich dich an! Ich is deine Mutti. Ich is daaaa. Sooo, slaf sön, tleine Maus!" (Keine Ahnung, woher sie das hat. Wir nennen sie jedenfalls nicht "kleine Maus".)

"Dis... mach ich meine Füße da rein" (Ihr Overall-Schlafanzug. Sie benennt ihn immer so, obwohl sie "Schlafanzug" sagen kann.) In die gleiche Kategorie fällt auch "Dis... da mach ich meine Ärmchen rein." (= ihr Badeanzug). Ich muss dann immer an "Indianernamen" denken. BMs Indiandername wäre wohl etwas wie "Die ihre Dinge umständlich benennt".

Sehr amüsant ist auch im Moment, wie BM mit Zeitangaben kämpelt:

Sie verwendet gern "gestern" und "morgen" allerdings längst nicht immer richtig herum, d.h. beides beschreibt einen Tag zu dem von heute aus gesehen einmal Schlafen liegt - nur die Richtung ist BM noch nicht immer ganz klar. Genauso verwechselt sie auch "letztes Mal" und "nächstes Mal". Ich weiß meistens, was sie meint, weil ich mich daran schon gewöhnt habe und ja auch in aller Regel weiß, was in ihrem Leben vorgefallen ist bzw. eher noch geplant ist - andere Zuhörer hängt sie damit jedoch regelmäßig ab.

So lustig BMs Wortkreationen auch sein mögen, erzählt sie uns jeden Tag komplexere Zusammenhänge. Neulich tatütatate ein Krankenwagen an uns vorbei, woraufhin sie mir auf BM-isch erzählte, dass die Mama von Nils aus der Kita einen Unfall hatte und sich ein Knie gebrochen hat. Sie musste dann mit dem Krankenwagen zum Doktor fahren und kann jetzt gar nicht laufen. Ist aber bald wieder gut.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnamann hat Bomboms!!

Bei Familie Isndingwa hat sich pünktlich zum Fest Weihnachtsstimmung eingestellt. Zum Glück hatte ich schon ab Mittwoch Urlaub, so dass ich ganz in Ruhe und vor allem alleine durch Weihnachtsgeschenkeverkaufsstätten und Supermärkte schlendern konnte, was definitiv die nervenschonendste Variante war.

Dieses Jahr stellten wir unseren Weihnachtsbaum erstmals nicht erst am 23. sondern schon am 20. Dezember auf. Erstmals hängen auch nicht die von Oma an Mutti und dann an mich weiter gegebenen silbernen Zapfen, sondern bunte Kugeln, deren Zerstörung durch ein lauthals "Eiermantsche! Eiermantsche!" kreischendes und dabei sich wild drehendes Kleinkind mich längst nicht so hart treffen würde. BM war beim "Tannebaum mücken" zwar zugegen, ließ sich aber vom Helfen noch abhalten. Dafür hängt jetzt zu ihrer großen Freude "Das meine Eisenbahn?" auf BMs Augenhöhe am Baum.







Gestern waren wir mit meinem Bruder, K und PL auf dem Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei. BM war völlig aus dem Häuschen, weil ihre PL da war. Diese hatte uns allen vergangene Woche einen gehörigen Schrecken eingejagt, als sie wohl im Schlaf über die Umrandung ihres Hochbettes klettern wollte, fiel und mit dem Kopf aufschlug. Zum Glück ergab das nur eine leichte Gehirnerschütterung, zwei Nächte zur Beobachtung im Krankenhaus und ein heruntergebautes Hochbett. Puh!!

Jedenfalls wurde BM auf dem Weihnachtsmarkt nicht müde, PL zu fragen, ob sie denn noch Aua hätte. Die Mädels waren wieder herzallerliebst miteinander, fuhren mit den beiden Babykarussells - BM höchst begeistert, PL ein wenig unterfordert - und liefen Hand in Hand umher. Etwas gehetzt wegen der kurzen Begeisterungsspanne der Kinder tranken wir je einen Becher Glühwein, aßen Bratwürste und Crepes.

Als Krönung lief uns dann noch der Weihnachtsmann über den Weg, übrigens einer der besten seiner Art: Toll verkleidet, genau mit dem richtigen Ton für die Kinder und er konnte sogar singen. PL – sonst eher zurückhaltend und bis zum vergangenen Jahr dem Weihnachtsmann gegenüber sehr vorsichtig eingestellt – überraschte uns alle, weil sie gemeinsam mit ein paar fremden! Kindern „In der Weihnachtsbäckerei“ schmetterte. BM fand’s auch toll, kannte aber das Lied nicht. Ansonsten hätte sie sicherlich auch mitgesungen. “O Tannenbaum“, „Schneemann, Schneemann“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ kann sie nämlich schon ganz gut. Und ja, ich bin unglaublich stolz darauf.

Morgen kommt der Weihnachtsmann nun also zu uns nach Hause. Meine Eltern, B, K und PL werden bei uns sein, und ich bin schon total gespannt wie BM der Tag gefallen wird. Sie hat sich ja leider nichts gewünscht – außer Bonbons – aber ich vermute, meine Eltern werden mit einem wunderschönen Puppenhaus wohl den ersten Preis für das beste Geschenk einheimsen. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon darauf!

PS: Ratet mal, auf welchem Lied BMs Eigendichtung "Eiermantsche! Eiermantsche!" beruht. Uns hat sie damit wochenlang verwirrt, was aber wohl daran liegt, dass sie selbst die Worte in dem wohlbekannten Weihnachtslied falsch verstanden hat.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Igel Ahbeit!

Irgendwann im Herbst zog Igel bei BM ein - das erste und einzige Kuscheltier, dass ihr Herz erobert hat und seitdem zu jeder Schlafenszeit zur Stelle sein muss. Igel ist zwar nicht sonderlich hübsch, aber BM hat ihn sehr lieb.

Abends vor dem Einschlafen spielt BM immer noch mit Igel, z.B. dass er sich versteckt oder dass er ihr den "Mucki" wegnimmt. Sie erzählt im was, gibt ihm zu trinken, schimpft mit ihm und hält ihn hoch, damit er sich die "Meemann"-Lichterkette ansehen kann. Wacht BM Nachts auf, fragt sie immer "Mein Mucki weg! Ich hak nich Igel!" - beides muss zum Weiterschlafen unbedingt vorhanden sein. Und so suchen wir jede Nacht mehrmals unter den Decken nach diesen beiden wichtigen Schlafutensilien, ohne die an Weiterschlafen nicht zu denken wäre.Morgens kommt Igel oft mit ins Bad. Dann sitzt er auf dem Waschtisch oder auf der Badewanne und guckt BM beim Zähneputzen und Waschen zu.

Neulich kam es nun zum Eklat. Igel war am Abend zur Schlafenszeit nicht auffindbar. Wir durchwühlten erst das große Bett, dann BMs Bett, dann BMs Schränke und Spielzeugkisten. Nirgendwo war Igel zu finden. Er konnte nicht weit weg sein, blieb aber verschwunden.

Wir brachten BM ins Bett und versuchten sie mit einem Ersatzkuscheltier zu beruhigen. Ich erzählte ihr, dass Igel arbeiten sei und sicher bald nach Hause komme. Da fing BM ganz bitterlich an zu weinen. Sie rief nach unten zu R., dass er Igel anrufen solle, damit er mit dem Auto nach Hause kommt. ("Mein Igel nich da! Igel Ahbeit! Papa Igel anruft. Igel tommt gell Auto Hause.")

Zum Glück fiel mir dann noch ein, dass ich noch nicht in R.s Nachtschrank nach gesehen hatte. Und tatsächlich, da hatte der kleine Schlingel sich mit einigem anderen Spielzeug versteckt. Erleichtert begrüßte ich ihn und brachte ihn schnell zu BM, die sich jedoch nur sehr langsam von ihrem Schreck erholte.

Ich glaube, wir sollten mal sehen, ob wir einen Ersatz-Igel finden für den Fall, dass der Rabauke sich mal wieder einfach so aus dem Staub macht.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Entschlüsselung der Blackbox

Lange Zeit war BMs Kitatag für uns eine Blackbox. Besonders am Anfang fiel es mir schwer damit umzugehen, dass ich nicht mehr wie früher (fast) jede Minute in BMs Leben mitbekam. Mittlerweile bekomme ich aber immer mehr davon mit, auch wenn nicht jeden Tag eine Erzieherin erzählen kann, was den ganzen Tag so passiert ist. Schon auf dem Heimweg im Auto und vor allem auch beim abendlichen Tag-Erzählen erzählt BM mir immer mehr Verständliches von ihrem Tag.

So haben wir ein recht gutes Gefühl dafür, wer ihre Freunde sind bzw. mit wem sie besonders gerne spielt. Dabei fallen v.a. immer wieder die Namen von den Jungs P. und F. (nur dass sie in BM-Sprache beide mit G anfangen). BM erzählte neulich höchst echauffiert:"P. nicht Kita da! P. hak Husten, geht Arzt." F. erhält morgens meist ein Begrüßungsküsschen. Außerdem weiß ich nun, dass N. neben ihr Mittagsschlaf macht, dass R. im Spielhäuschen schläft, wer pullern geht, wer geweint hat, wer alles mit Bobbycars den Berg runter gesaust ist ("Iss Auto dahn dahunter! Doll gell! Doll gaut!")

Aktuell sind nur zwei Mädchen in der Spatzengruppe, von denen BM jedoch nur auf Nachfrage erzählt. Über die kleinste L. weiß sie oft nur zu berichten: "Geine Mächen hak nich geint" oder "Geine Mächen hak geint, Papa nich da."

BM erzählt nun auch recht wahrheitsgemäß, was es zu essen gab und ob das "mmh, gecker" war. Am Montag fand ich eine nasse Strumpfhose im Wäschebeutel und vermutete, dass BM eingepullert hatte. Sie stritt jedoch sofort alles ab. Nach kurzem Frage-Antwort-Spiel (Eingepullert? Mit Essen gemanscht? Mit Wasser geplempert?) fand ich heraus, dass sie sich nach dem Mittagessen im Bad übergeben hatte ("huckert"), dass sie aber kein Bauchaua hat. Ich fragte die Kitaleiterin danach, weil BMs Erzieherinnen schon Feierabend hatten. Und tatsächlich bestätigte sie, dass BM wohl sehr hektisch gegessen hatte, so dass sie brechen musste, dass es ihr danach aber gleich besser gegangen war. Also kein Grund zur Besorgnis. Ich war vielmehr sehr stolz auf mein Mädchen, weil es schon so gut erzählen kann, und ich freue mich auf weitere Kitageschichten.

Mittwoch, 21. November 2012

Mal wieder beim "Gocker"

Kurz vorm Mittag rief heute die Kita an: BM war beim Herumwuseln gestürzt und hatte sich selbst an einem Schranktürgriff ein Loch im Kopf verpasst.

Ich flog in Nullkommanix über die Autobahn zur Kita, um mein armes verletztes Mädchen einzusammeln. Sie war gerade eingeschlafen, da mittlerweile Mittagsschlafzeit war, so dass ich ein frisch gewecktes, müdes Kind in den Arm bekam. D. weckte BM und erzählte mir noch kurz, was passiert war. Offenbar hatte die Wunde sehr stark geblutet, was am Kopf ja auch normal ist. Sie hatte die Wunde bereits gereinigt und einen Druckverband angelegt. BM hatte natürlich erstmal gebrüllt, sich jedoch sehr schnell beruhigt und dann mit gutem Appetit Mittag gegessen. Nach dieser Info habe ich schon mal aufgeatmet: Wenn BM sich unwohl oder schlapp fühlt, mag sie nämlich nicht gern essen.

Wir fuhren dann in die nächste Rettungsstelle, da unsere Ärztin keine Sprechstunde hatte. Diesmal waren wir in einem anderen Krankenhaus, wo es zwar keine richtige Kinderstation gibt, aber für die Versorgung eines Lochs im Kopf war das wohl auch nicht nötig. Wir wurden ganz lieb aufgenommen (da wurde mir erstmal bewusst, dass die Schwestern im anderen Krankenhaus vergleichsweise ruppig gewesen waren), mussten dann aber noch eine ganze Weile in einem stickigen Wartezimmer warten. BM war ziemlich müde und kuschelte ganz viel, was mir dann irgendwie doch wieder Sorgen bereitete, obwohl das sicher nur am unterbrochenen Mittagsschlaf lag.

Beim Arzt angekommen, wurde BM von zwei Krankenschwestern ganz lieb versorgt. Sie weinte nur ganz kurz als das Pflaster vom Verband abgemacht wurde, weil das quer über ihre Wange geklebt war. Danach guckte sie artig (wie beim Haarewaschen) nach oben während die Schwestern die Wunde verklebten. Die Wunde sah glücklicherweise recht unscheinbar aus: nur etwa 1 cm lang, aber recht tief. Auf den verklebten Cut kam noch ein Pflaster und schon waren wir eigentlich fertig. Nur der Arzt brauchte dann noch zwei Anläufe, um den richtigen Brief für uns zu drucken.

BM war dann wirklich guter Dinge und wollte eine Gurke kaufen gehen. Also taten wir das. Auf dem Heimweg schlief fiel sie dann unweckbar in ihren verspäteten Mittagsschlaf just in dem Moment als wir in unsere Straße einbogen. Also legte ich sie auf die Couch und ließ sie ein Stündchen nickern, weil wir ja kürzlich auf die harte Tour gemerkt haben, was KEIN Mittagsschlaf für unseren Nachtschlaf bedeutet. Leider schlief sie so fest, dass sie zum ersten Mal sein Wochen einpullerte. Auf die Couch.

Na ja, aber zumindest war sie recht gut drauf, nachdem ich sie weckte und mit Kuchenvesper von der Müdigkeit ablenkte. Wir hatten einen richtig schönen gemütlichen Nachmittag ohne Toben, dafür mit viel Kuscheln. Mein süßes kleines Kamikaze-Mädchen wollte ganz viel "geicheln", aber "Nich Aua geicheln! Ich hak Aua Popf! Nich da anfassen!".

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PS: Das gab es heute als kleine Belohnung, weil BM wieder einmal so tapfer beim "Gocker" (Doktor) war. 


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PPS: Noch eine kleine Niedlichkeit beim abendlichen Tag-Erzählen. BM wies mich mal wieder darauf hin, dass sie ja gar keine Uhr hat (Ich hak nich Uhr!). R. und ich haben vor, ihr eine Spielarmbanduhr zum Nikolaus zu schenken. Also dachte ich mir, dass ich sie ja mal ein bisschen vorbereiten könnte und erzählte ihr vom Nikolaus, dass man die Stiefel putzen müsse und dass dann der Nikolaus ein kleines Geschenk reinlegt und dass das dann vielleicht ja eine Uhr sein könne. BM hat offensichtlich noch keine Ahnung, wer dieser Nikolaus eigentlich ist. Jedenfalls stellte sie klar: "Wintergiekel sauber machen? Nich Uhr hein! Füße da hein! Mamaaa!"

Dienstag, 20. November 2012

Gauargeiter gaut da oben!

Gerade wird unsere Gastherme zum ersten Mal gewartet, und mir wird gerade so richtig bewusst, dass wir schon fast ein ganzes Jahr in unserem Häuschen wohnen. Oder erst? Eigentlich können wir uns kaum vorstellen, dass wir jemals nicht hier gewohnt haben, und das obwohl ich mit ein paar Jahren Unterbrechung 28 Jahre in der alten Wohnung wohnte und zuletzt mit BM ja auch wirklich viel Zeit zu Hause verbrachte.

Wir sind so richtig glücklich in unserem Zuhause und fühlen uns rundum wohl.

Mittwoch, 14. November 2012

Aktuelle Niedlichkeiten

Wenn man BM um ein Küsschen bittet, sagt sie manchmal "Ich nich Zeit!" und spielt einfach weiter. Dafür dürfen wir uns bei meiner Mutti bedanken, die ihr das beigebracht hat.

BM ist mittlerweile ein Dauerplappermäulchen und übt Sprechen, was das Zeug hält. Weiterhin sagt sie die meisten Wörter noch nicht ganz richtig, aber am lustigsten ist ihre "Grammatik", mit der sie sich mithin anhört wie eine Parodie von Ausländern in manchen Filmen:

"Iss hak nich Puppi" (Ich habe keinen Nucki)
"Papa iss Kita akholt." (Papa hat mich aus der Kita abgeholt.)
"Iss nich han" (Ich komm nicht ran.)

In der Kita wird viel getanzt. Heute kündigte BM daher an, dass sie nun mit dem Po wackeln wolle. Tatsächlich wackelt sie dabei jedoch heftig mit dem Kopf während sie gleichzeitig versucht, den Po anzugucken.

Samstag, 6. Oktober 2012

Vokabelliste

Ich habe mal versucht, BMs aktuellen Wortschatz aufzuschreiben, was gar nicht so leicht ist, weil sie vieles noch so falsch spricht, dass es nur aus dem Zusammenhang heraus zu erkennen ist - und manchmal auch dann nicht. Man beachte zum Beispiel mal die Wörter mit "G" - es kommt oft auf ganz kleine Nuancen an. :-)

BM bildet mittlerweile viele Sätze und überrascht uns täglich auf's Neue mit kreativen Formulierungen. Sie versucht z.B. auch schon Vergangenheitsformen u.ä. zu verwenden, mit meist sehr niedlichem Erfolg. Monatelang war ihre ganz eigentümliche Zeichensprache so typisch für sie und wurde von vielen gelobt, weil sie sich nonverbal so verständlich ausdrücken konnte. Mittlerweile hat sie das fast vollständig abgelegt und lernt Vokabeln was das Zeug hält. Aktuell ist eigentlich nur noch ihr Kuschel-Igel, den sie entweder als "Iedel" bezeichnet oder anzeigt, indem sie mit einem Zeigefinger auf die andere Hand piekst.

Jedenfalls macht es unglaublich viel Spaß ihr zuzuhören und sich immer wieder überraschen zu lassen. 

aak hab
ak ab
anner andere
Arm Arm
aufdehn aufstehen
Auto Auto
Bauf Bauch
Bein Bein
blau blau
Bom Turm
Brot Brot
Buß Fuß
da hein da rein
Dag Dach
dahn fahren
Dante Danke
Decke Decke
Dein Schneiden
Dein Stein
Dett Bett
Dette Toilette
Ditte Bitte
Ente Ente
falschhum falschrum
Gacke Jacke
Gald Wald
Gauke Schaukel
geichfalls gleichfalls
gelb gelb
gell schnell
Gelm Helm
Gock Rock
Gocke Socke
Göcke Mütze
Göcker Schlüpfer
Hand Hand
Haue Hause
Heia Schlafen
Hin-t-her Hin und her
höhn föhnen
Hoppe hoppe Heiter Hoppe hoppe Reiter *sing*
hoß groß
hot rot
hrün grün
Huh Schuh
Hühl Müll
Hüja Pferd
Hülle Brille
hullern pullern
hüln spülen
Huma Hunger
hürn rühren
iss ich
kackern kackern
kalt kalt
keget regnet
Kifer Käfer
Kita Kita
Kita Spielplatz
Lökke Löffel
Mäh Schaf
Mahnen Marmelade
Mann-o-Mann Mann-o-Mann
Maumau Katze
mitpomm mitkommen
Muh Kuh
Nich deine hunter dehn! Nicht alleine runter gehen.
noi neu
Popf Kopf
Potabong Luftballon
sowas sowas
Tag Tag
Teese Käse
Tehne puten Zähne putzen
Topf Zopf
uhner unser
Vogel Vogel
Vogelhaus Vogelhaus
Wau Hund
weg weg
weiter dahn weiter fahren

So heier ich!

Neulich erzählte ich BM nicht den Tag, sondern nutzte die Kuschelzeit vorm Schlafengehen dazu, ihr mal zu erklären, dass man, wenn man Nachts aufwacht, sich auch einfach wieder hinlegen und weiterschlafen könne. 

BM weiß schon ganz genau, was ich damit meine. Anstatt abzuwehren.... oder gar meinen Rat zu befolgen reagierte sie mit Quatsch:

Ich: Dann legt man sich einfach wieder ordentlich hin. So wie jetzt. So kann man nämlich gut schlafen. 

BM: *Hebt die Beine und legt sie ans Gitter* - So heier?

Ich: Nein, die Beine müssen unten sein zum schlafen.

BM: *Hebt einen Arm hoch* - So heier ich!

Ich: Nein, die Arme müssen auch liegen. 

BM: *Dreht sich auf den Bauch und stellt sich auf Kopf und Füße wie ein umgedrehtes 'A'* - SO heier ich!

Ich: *prust*

Wie soll man da eigentlich ernst bleiben?

Sonntag, 23. September 2012

Oh Geier!!

... ruft BM und meint "Au weia".

"Manno" und "Manno-Mann" schimpft sie immer öfter. Sie hat immer mehr Spaß daran, unsere Wörter und Sätze nachzusprechen. Meist in gewohnter BM-Manier nur an der Wortmelodie zu erkennen. Aber ein Wort konnte sie sofort richtig nachsprechen: "Papagei".

Wir müssen uns nun endgültig hüten, dass wir nichts Falsches oder Gesellschaftsuntaugliches vor ihr sagen.

Montag, 17. September 2012

Herzzerreißend

Heute so beim Tag erzählen:

Ich: "... und dann wart ihr im Kita-Garten spielen."

BM: "Ja.... Iss Kita g-geint!"

Ich: "Warum hast du denn in der Kita geweint?"

BM: "Iss g-geint. Papa (nicht) da!"

BM geht wirklich gerne in die Kita, aber wenn am Nachmittag beide Spatzenerzieherinnen schon Feierabend haben, ist sie immer sehr traurig und wartet sehnsüchtig darauf, dass sie abgeholt wird.

Dienstag, 11. September 2012

Zwei Räder

Da BM rasend schnell aus ihrem vierrädrigen "Baby-Laufrad" herausgewachsen ist, bekam sie zum Geburtstag von Radoma und Radopa ihr nächstes Gefährt, ein grasgrünes Laufrad für große Kinder - Wir erinnern uns: "BM dei Jahr!" und somit nicht mehr ganz so "gein".

In den letzten Wochen hatte BM im Dorf immer schon mal mit dem von PL eingefahrenen Enkelkinderlaufrad geübt. Allerdings hatten R. und ich das nie so richtig gesehen. Am Tag nach BMs Geburtstag war es jedoch soweit. BM setzte ihren "Gelm" auf, schwang sich auf's Rad und radelte los. 

Dabei zeigt sie mal wieder ihr gutes Körpergefühl. Sie ist schon ziemlich flink und hebt immer wieder beide Beinchen hoch und hält dabei (meistens) sehr gut die Balance. Abgesenkte Bordsteine und kleine Bodenwellen nutzt sie schon sehr ausgelassen zum Schwung holen und im Park will sie immer wieder in die Mulden hineinsausen. Das darf sie natürlich noch nicht, doch in die ganz flache Mulde am Wegesrand ist sie schon einige Male absichtlich und mit Begeisterung hineingerollt. 

Natürlich fällt sie auch manchmal hin. Vor allem wenn sie eine "Gecke" oder einen "Käker" entdeckt oder eine (Puste-)"Hume" sucht. Dann vergisst sie schon mal, dass man den Lenker immer mit beiden Händen festhalten soll. In den allermeisten Fällen steht sie dann sofort wieder auf, kräht höchstens mal um Hilfe, wenn sie sich zu sehr im Rad verheddert hat und Hilfe beim schnellen Aufstehen benötigt. Und das auch, wenn sie in einem zu kleinen "Geis" fährt und darum immer wieder hinplumpst. 

Wir sind jedenfalls sehr stolz und mal wieder total begeistert von unserem sportlichen Kind. Mein Mamaherz staunt ungläubig, darüber mit welcher Selbstverständlichkeit BM sich mit dem Laufrad fortbewegt und spielt. Ich finde, dass es (mal wieder) ein unheimlich großer Sprung ist, der BM schlagartig viel größer und selbständiger erscheinen lässt.


PS: BM hat noch kein Wort für Laufrad, sondern kommentiert meist mit "Gelm auf". :-)

Freitag, 7. September 2012

Dei Jahr

Liebe BM, nun haben wir zum ersten Mal erlebt wie du dich schon Tage vorher auf ein Ereignis gefreut hast. Du weißt sicher kaum, warum so ein Geburtstag etwas besonderes ist, aber trotzdem hast du dich von uns anstecken lassen. Wenn wir in den letzten Tagen die Worte "groß" oder "Geburtstag" oder "zwei" - in welchem Zusammenhang auch immer - sagten, plappertest du sofort aufgeregt dazwischen: "BM dei Jahr. Geid antien. Hohne auch auf. Oma. Opa. PL...." und so weiter und so fort.

Als nun der Morgen an BMs Geburtstag graute, wachte BM ganz, ganz langsam auf, indem sie sich ewig lange durch's Bett wühlte und in verschiedensten Positionen an uns kuschelte. Ich staunte mein großes, friedlich kuschelndes Mädchen an und wunderte mich wieder einmal darüber, dass die letzten zwei Jahre so schnell vergangen sind und wie groß und selbständig BM schon geworden ist. Als R. richtig wach war weckte ich BM mit den Worten: "Du bist doch heute das Geburtstagskind.", woraufhin BM sofort wach wurde, sich hinsetzte und "BM Geid antien!!" verkündete. R. und ich sangen ein "Gied" für BM und dann kuschelten wir drei noch lange im Bett, schauten Bücher an, killerten uns gegenseitig ab und genossen einfach die Zeit zu dritt. 

Nach dem Anziehen (ja, ein Geid natürlich) gingen wir dan runter zum Geburtstagstisch. BM stürmte gleich auf die Gummitiere zu, war aber beim Geschenke-Auspacken nur mäßig aufgeregt. Wir frühstückten gemütlich, kauften noch ein paar letzte Notwendigkeiten ein und dann öffneten wir endlich die Terrassentür, damit BM ihr "Hauptgeschenk" sehen konnte. Sie kletterte auch gleich behende drauf los. Mission Geburtstagsgeschenk gelungen! 

BM spielte und tobte und fiel dann in ihren wohlverdienten Mittagsschlaf, den R. und ich für die letzten Partyvorbereitungen nutzten. Am Nachmittag trafen dann BMs Gäste ein. BM war ganz aufgeregt, aber auch ein bisschen überfordert mit der steten Flut an neu eingetroffenen Gästen und Geschenken. Doch dann naschte die kleine Naschkatze sich fröhlich durch die Teller ihrer Lieblingsmenschen und Berge an Süßigkeiten. Besonders glücklich war sie als PL eintraf und klebte vortan wie üblich die meiste Zeit an ihrer großen Cousine.Obwohl der Himmel den ganzen Tag bedeckt war, regnete es zum Glück nicht, so dass wir uns alle auf Wohnzimmer und Garten verteilen konnten. Am Ende des Tages war BM fix und alle, aber immer noch guter Dinge. Es war also ein sehr gelungener Geburtstag für unser Mädchen!
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Kleines Babymädchen, jetzt bist du schon zwei Jahre alt!! Du bist ein wunderbar quirliges kleines Mädchen und machst uns jeden Tag maßlos glücklich!!

Mit zwei Jahren bist du immernoch sehr sportlich. Tatsächlich hast du ein wirklich tolles Körpergefühl, traust dich viel, aber auch (fast) nie zu viel. Den ganzen Tag rennst, springst, kletterst du. Auf deinem neuen Klettergerüst spielst du schon wie ein großes Kind (jedenfalls kommt das deiner Mama so vor). Du findest ständig neue Wege hinauf und vor allem beim Absteigen kann es dir nicht wild genug sein. Du springst hinab oder robbst dich kopfüber hinunter. Du machst auch gern Faxen, setzt dich auf die unterste Stufe und "fällst" dann seitlich herunter. 

Überhaupt bist du ein kleiner Kasper und merkst auch schon sehr gut, wenn wir Faxen machen. Dann schlägst du ein Händchen vor den Mund und rufst pseudo-vorwurfsvoll "Mamaaa!". Du bist meistens sehr artig und hörst auf uns. Manchmal jedoch kannst du es nicht lassen und versuchst z.B. noch einmal, mit der Zunge den Tisch sauberzulecken oder dich auf den Couchtisch zu setzen. Dabei schielst du dann zu uns und tust so als wäre es Quatsch. Und ja, meistens müssen wir dann doch wieder lachen.

Du kannst auch schon so viel erzählen, dass es schwer ist alles aufzuschreiben, nicht zuletzt weil du bislang zwar schon viele Worte sagen kannst, aber nur die wenigsten davon wirklich richtig. So verwendest du zum Beispiel "Gake" in verschiedener Betonung für Onkel B., Tante G. und Oma R's Namen. "Data" (Wasser) klingt manchmal so sehr nach "Kacka", dass wir schon mit dir zur Toilette sprinten ehe du uns empört klar machen kannst, was du eigentlich meinst. Darum muss ich auch oft noch für dich übersetzen, wenn du anderen Menschen etwas erzählst.Deinen Namen und PLs Namen sagst du immer noch nicht richtig. Ich vermute fast, dass du das mit Absicht machst. Genau wie du immer noch Böppie/Buppie zu deinem Nucki sagst. 

Oft erzählst du in ganzen, mehr oder weniger verständlichen Sätzen, z.B. "Mein Papa Kita ab ich" (Mein Papa holt mich aus der Kita ab.) oder "Mama auch aufdehn, mitpomm, Hue antien!". Du zählst recht kreativ, wobei man die Zahlen eher am Rhythmus als am Wort erkennt (ein, dei, dei, vier, fönf, dex, hieben, ak, neun, tehn), meistens beschränkst du dich auch auf ein-dei-vier-ak-neun. Du sagst höflich "Tiete" (Bitte) und "Dake" (Danke), Hallo und Hüß.

Immer öfter bist du nun ganz alleine in ein Spiel vertieft. Besonders gern spielst du  morgens in deinem Zimmer mit deiner Küche und kommentierst dabei alles was du tust. "Heiß! Hührei! Hilch auch dahein. Löckel hühren. Teese dein/neiden." Es ist immer noch besser als jeder Kinofilm, dir dabei zuzusehen wie du spielst und alles seine logische Ordnung haben muss. 

Überhaupt magst du sehr deine festen Abläufe. Manchmal erzähle ich etwas nur einmal, aber für dich wird das sofort ein fester Bestandteil, zum Beispiel wenn du morgens auf Toilette sitzt, sagst du jetzt jeden Morgen "Doll hullern. Hilch.", weil ich irgendwann mal gesagt habe, dass du so doll pullern musst, weil du nachts soviel Milch getrunken hast. 

So gerne du auch tobst bist du doch auch ein sehr verkuscheltes Kind. Du schmiegst dich gern eng an uns, verteilst großzügig Küsschen und dicke Umarmungen. Du brauchst viel Körperkontakt, fast als bräuchtest du das als Anker, um bei all deiner Zappeligkeit auch mal zur Ruhe zu kommen. Du lässt dich gern genüsslich kraulen und streicheln und streichelst auch uns im Gegenzug mit deiner kleinen weichen Hand über Arme ("Aan") und Gesicht.

Babymädchen, du bist immer noch das Baby, dass uns vom ersten Augenblick im Kreissaal verzaubert hat. Unsere Herzen gehörten vom ersten Moment ganz und gar dir, und doch schaffst du es jeden Tag auf's Neue, uns noch ein Stück mehr zu verzaubern und uns vor Liebe und Stolz bald platzen zu lassen. Wir lieben dich über alles, kleiner Mensch!!

Dienstag, 21. August 2012

Verständnisfrage

Sollte es uns zu denken geben, dass BMs Wort für Arbeit / arbeiten "ARGE" lautet? Glaubt man ihr auf's Wort, könnte man meinen, dass R. und ich dauernd in der Schlange bei der Agentur stehen.

Mittwoch, 15. August 2012

Maßlos genervt.

Von BMs Nichtschlafen. Nachdem die ganze letzte Nacht mal wieder sehr rödelig war.... und bitte, bitte nicht wie so oft eine wochenlange Rödelphase einläutete.... ließ ich mich heute nach dem Tag-Erzählen und Singen mal wieder breitschlagen und blieb Händchenhaltend neben BMs Bett sitzen. BM war hundemüde, und ihr fielen immer wieder die Äuglein zu. Nur schaffte sie es wieder einmal nicht, die Schlafgrenze zu überschreiten. Anderthalb Stunden lang. Sie war eigentlich ganz lieb, wälzte sich nur alle paar Minuten umher, fing immer wieder an, meine Finger zu kneten, wollte gut zugedeckt und den Fuß gehalten haben.
Langsam, wirklich langsam schwand meine Geduld dahin bis ich dann doch wieder mal aus dem Zimmer ging. BM zeterte sofort los und behauptete, auf die Toilette zu müssen. Ich hielt es für einen Trick. Sie weinte schnell und klang doch so verzweifelt, dass ich nachgab und sie schimpfend und entnervt auf die Toilette setze, wo sie noch ein wenig schluchzend und ganz traurig sofort lospullerte.
Und ich fühlte mich gleich noch mieser, weil ich sie so angemeckert hatte. Ich nahm sie in den Arm und trug sie zurück ine Kinderzimmer, um die Windel wieder anzuziehen. Als ich sagte, dass wir nun beide traurig seien, antwortete sie "Iss auch." Im Bett angekommen schlief sie endlich umgehend ein.
Kleines Mädchen, ich habe dich lieb und finde es ganz schrecklich, wenn der Tag so endet.

Dienstag, 7. August 2012

Mama, Tag!!

Nein, ich habe weiterhin keine Lust, über BMs Nichtschlafgewohnheiten zu bloggen. Nur soviel: Einschlafen dauert meist eine Stunde, die trotz aller Niedlichkeiten auch sehr nervtötend sein kann, zumal BM es gar nicht leiden kann, wenn ich ihr Zimmer verlasse und dies erst bockig und dann traurig mit lautem Gebrüll kundtut. Wenn sie dann Nachts zwischen 23 und 2 Uhr das erste Mal richtig aufwacht, kommt sie zu uns ins große Bett, wo sie danach weiterhin alle 1,5 - 2 Stunden wach ist und unbedingt "Hiiech!!" trinken muss. In einer guten Nacht rollt sie sich danach auf die Seite und schläft weiter, in schlechten Nächten wälzt sie sich im Halbschlaf herum, wirft sich auf uns, tritt uns.
Ach ja, und unter der Woche müssen wir BM an den meisten Morgenden irgendwann nach 7 Uhr wecken. An den Wochenenden ist sie IMMER kurz vor 6 Uhr wach und kann nicht mehr schlafen. 

Aber das hier ist ja KEIN Post über BMs Nichtschlafgewohnheiten. Ich wollte nur mal schreiben, wie sich unser Abendritual in den letzten Wochen verändert hat, weil ich es wirklich schön so finde. 

An den meisten Abenden geht BM je nach Verschmutzungsgrad vor oder nach dem Abendessen in die Badewanne oder wie ein großes Mädchen ganz alleine duschen (.... nicht ohne vorher auf der Toilette gewesen zu sein und alleine zu "hülen"). Auch die Haare werden immer gewaschen. Müssten sie vielleicht nicht, aber BM besteht darauf. Aktuell kommt BM dann auch relativ bereitwillig wieder heraus, weil sie es kaum erwarten kann, die Haare zu "höhn". Sie klettert also mit etwas Hilfe aus der Wanne und ("huuuuu") wird ganz schnell ins Handtuch eingemummelt. Dann kämme ich ihr die Haare mit dem Kamm, während sie mit der Haarbürste nacharbeitet, bevor ich ihr schnell die Haare föhne, wobei BM schon ungeduldig zappelt. Denn danach ist sie an der Reihe ("Mama, iss höhn!") und darf auf laschester Stufe noch ein bisschen selber föhnen. Da werde ich dann meistens auch "hick" gemacht, gekämmt und geföhnt. 

Dann bzw. je nach Reihenfolge nach dem Abendessen putzt BM ihre Zähne. Wenn ich bis drei zähle ("eis, dei, - "), bin ich an der Reihe und darf mal unter mehr, mal unter weniger Protest nachputzen. Übrigens fehlen immer noch 8 Zähne, nach denen ich täglich Ausschau halte. Danach MUSS unbedingt das Gesicht mit dem Lappen gewaschen werden, auch wenn direkt zuvor gebadet wurde. Tut man das nicht, wird man mit einem "Mamaaaa!" (vom Tonfall her: Mensch, Mama! So ein Quatsch!) daran erinnert. Ist man in Gedanken und schnallt nicht, was erwartet wird, kann auch mal ein mittelschwerer Bock folgen.

Dann geht es ins Kinderzimmer auf den Wickeltisch, wo BM zum Schlafen ihre Windel umbekommt, wobei sie erstmal auswertet, ob der bereitgelegte Schlafanzug auch wirklich für zu Hause und nicht für die Kita gedacht ist. ("Heia. Haue? Ja? Kita, nein!") Spätestens jetzt braucht BM auch ihren Böppiiii. 

Wir machen das Fenster weit auf und manchmal kuschelt BM noch auf meinem Arm, bevor sie wegen akuter Wuselei ins Bettchen verfrachtet wird. Dort will sie dann ordnungsgemäß zugedeckt und am Fuß festgehalten werden ("Mama, Decke! Mama, Buf!") und vor allem "Mama, Tag!". Und dann setzte ich mich neben das Bett und erzähle BM noch einmal ihren Tag. Es ist eigentlich ganz erstaunlich, wie viele kleine Details so ein Kleinkind täglich erlebt. Jedenfalls sind meine Erzählungen schon immer ziemlich lang, obwohl ich ja meist die Stunden in der Kita nur am Rande streifen kann. BM findet es jedenfalls toll und leistet eigene kleine Beiträge. Tatsächlich kann sie sich Abends oft noch ziemlich genau an den Morgen erinnern und das auch mit ihren noch begrenzten sprachlichen Möglichkeiten zeigen. Zwischendurch hampelt BM natürlich auch mal herum, fordert aber immer gleich wieder "Mama, Tag!" und legt sich ordentlich hin. Immer Mal wieder bekomme ich auch ein Küsschen oder Eskimo-Küsschen - einfach nur so, weil "Mama, giek!". Oder wir sind mit den Gesichtern ganz nah bei einander und ich klappe den Griff ihres Nuckis mit meiner Nase herunter, woraufhin wir verschwörerisch kichern, weil wir so einen Quatsch machen. 

Ich genieße diese Zwiegespräche mit meinem Mädchen unendlich!!

Zuletzt singe ich noch das Bienenlied und das Schaukellied.... bevor BM mit einem lauten "Mama, Kacka!" die Gemütlichkeit beendet und die Einschlaffeierlichkeiten einläutet. 

Freitag, 3. August 2012

Sehnsucht nach Papa

Am Dienstag Abend brachte BM und ich unseren R. zum Bahnhof, von wo aus er mit dem "Guuk" zur Arbeit fuhr. So ein Zug ist so "gaut", dass man sich die Ohren zu halten muss. Und dann war der Papa "geck". 

Als wir heute früh mit R. telefonierten, sprach mir BM wie eine kleine Schallplatte mit Sprung aus dem Herzen: "Papa Haue!! Papa Haue!! Papa Haue!!" - Komm nach Hause, Papa!!

Zum Dahinschmelzen.