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Sonntag, 5. Oktober 2014

Partysonntag

Zuerst mal noch mal alles Liebe und Gute zum Geburtstag, lieber Vati!
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Seinen diesjährigen Geburtstag feierte mein Vati in sehr großer Runde. An diesem Sonntag waren fast alle Enkelkinder der drei Brüder anwesend, so dass wir auf 1 Gymnasiastin, 4 Grundschulkinder, 2 Kindergartenkinder und 3 Babys kamen. Es fehlte nur ein verreistes Kind. Eine ganz schön große Bande, die da so durch den Garten tobte. BM fühlte sich aber scheinbar wieder am wohlsten, wenn sie einfach nur mit ihrer PL spielen konnte. Der Abstand zu den großen Schulkindern ist wohl einfach noch zu groß und die Spiele (erzählt doch mal, in wen ihr so verliebt seid...) nicht so besonders interessant. Zwee beobachtete den Trubel auch lieber aus der Sicherheit der Manduca bzw. Mamas oder Papas Armen heraus. 

Ich fand, es war eine sehr schöne Feier. Es gab gewohnt leckeres Essen vom Grill und aus Muttis Küche, und vor allem hatte ich Gelegenheit, mich richtig viel und gut zu unterhalten. 

Ein sehr bitterer Wermutstropfen ist, dass mein Onkel M. nach seiner Herzoperation immer noch im Krankenhaus und leider nicht dabei sein konnte. Hoffentlich geht es ihm bald endlich besser, so dass er nach Hause kommen kann. 

Dienstag, 9. September 2014

BM ist 4

Habe ich nicht erst gerade eben dieses zauberhafte, wunderbar warme und weiche Baby auf die Brust gelegt bekommen? Und nun ist unsere BM schon unglaubliche vier Jahre alt. In den letzten Monaten ist sie noch einmal soviel reifer geworden. Scheinbar über Nacht hat ihr Gesicht alles Kleinkindhafte verloren. Sie ist noch geschickter geworden, klettert wie ein Äffchen, läuft wie der Wind und quasselt uns tagein tagaus Knöpfe an die Backen. Man kann richtige Gespräche mit ihr führen, kann ihr Dinge erklären, die sie sich sofort merkt und umsetzen kann (wenn sie will). Ein paar der schönsten Momente hatten wir, wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen und essen und BM uns mit ihrer ganz eigenen Logik die Welt erklärt.

Auch wenn BM es zuletzt nicht immer ganz leicht mit den vielen Säcken Reis hatte, ist sie doch mehrheitlich ein sehr liebes und umgängliches Kind. Ich finde, sie hat genau die richtige Balance zwischen Zurückhaltung in neuen Situationen und Offenheit für Neues. Man merkt, dass BM sich nicht mehr nur bei uns zu Hause von unseren Eigenarten beeinflussen lässt, sondern auch viele Einflüsse von ihren Freunden aufgreift. Beobachtet man BM mit ihren Freunden, so ist sie mal Initiator und ganz vorn mit dabei, und mal macht sie einfach alles nach und lässt sich mitziehen. Ebenfalls eine gute Mischung, denke ich. BM traut sich vieles, ist aber eigentlich nie zu übermütig, sondern kann sich und ihre Fähigkeiten schon ziemlich gut einschätzen - auch wenn uns bei manchen ihrer Kletterübungen fast das Herz stehen bleibt.
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Dieses Jahr war BM schon lange vor ihrem Geburtstag aufgeregt. Sie wusste, es würde Geschenke geben - sie wünschte sich eine neue Tüte für ihr Knetzeug, weil die alte zerrissen war. Das war eigentlich der einzige beständige Wunsch, den ihr meine Eltern auch erfüllten. Vor einer Woche wachte sie einmal Nachts weinend auf, weil sie schlecht geträumt hatte. Anstatt mir zu sagen, was sie geträumt hat (Gespenster), schluchzte sie erstmal vorwurfsvoll: "Ich hab gar keinen Traumfänger (wie PL). Darum kommen nur die bösen Träume zu mir." Außerdem hatte sie auf dem Werbezettel in ihrem Colorama-Spiel mal gesagt, dass sie gern das Spiel "Sprechhexe" haben möchte, weil sie das Bild davon so lustig fand. Je näher der Geburtstag rückte, desto öfter äußerte sie noch ein paar seltsame Wünsche, wie z.B. eine neue Trinkflasche für Nachts, weil sie den Sauger einer alten zerbissen hatte und die immer tropft, und gelbe Knete, weil die alte eingetrocknet ist. Tatsächlich schien sie keine besonderen Spielzeugwünsche zu haben.

BMs Vorstellungen drehten sich eigentlich immer darum, wen sie einladen würde. Dabei wurden gelegentlich alle ihr bekannten Kinder aufgezählt. Noch am Vorabend ihres Geburtstages zählte sie alle auf, die eingeladen waren, und sagte, dass sie sich dann mal überlegen würde, wen sie noch einlädt. Ach ja, und sie müsste sich noch überlegen, was für Spiele wir machen, aber auf jeden Fall wollte sie mit den Kindern in den Park nebenan. Zuletzt wurde täglich durchgezählt wie oft sie bis zum großen Tag noch schlafen musste.

Und dann war der große Tag endlich da. BM war schon eine Weile unruhig und rief dann um 6:30 Uhr endgültig nach uns. Wir eilten gleich nach unten zu ihr, R. nahm sie auf den Arm, ich trug Zwee und wir sangen Happy Birthday und Hoch soll sie leben für BM, die fragte. "Ist jetzt schon morgen früh? Ist heute mein Geburtstag?"

Dann ging R. nach unten, zündete die Kerzen auf BMs Geburtstagstisch an und rief nach uns. Ich trug mein gar nicht mehr so kleines Mädchen nach unten während sie sich aufgeregt an mir festklammerte. Schnell wurden die Kerzen ausgepustet, damit die Geschenke ausgepackt werden können. Erwartungsgemäß lagen wir mit der Schmink- und Frisierpuppe goldrichtig. BM findet sie richtig cool, zumal sie ja "Resörin" werden will, wenn sie groß ist und endlich mal Flechten üben wollte. Außerdem gab es das Spiel mit der Sprech-Hexe, natürlich einen Traumfänger, einen "richtigen" Gürtel und ein Kleid. Zuerst wurde mit den Luftballons gespielt - immerhin nicht mehr mit der Geschenkverpackung wie in den Vorjahren. Das übernahm Zwee, die ausgiebig eine Handvoll Schleifenband einspeichelte. Gleich danach wurde aber die Schminkpuppe eingeweiht.


Da BMs Geburtstag auf einen Sonntag fiel, kamen schon um 10 Uhr die Omas, Opas, Onkel und Tanten und natürlich PL zum Geburtstagsfrühstück. Natürlich gab es wieder reichlich Geschenke, wobei BM aber zum ersten Mal nicht völlig durch den Wind wirkte... auch wenn wir am nächsten Tag erstmal noch mal alles sichten mussten, weil sie an ihrem Geburtstag gar keine richtige Gelegenheit dazu hatte. Unter anderem gab es allerhand nützliches für ihre Püppi: eine Wickelkommode, ein Tragetuch und von Kimmy eigens genähte Wickeltasche, Windel und Lätzchen. Außerdem einen Koffer, ein erstes Tiptoi-Spiel, eine Badepüppi und und und.

Nach dem Frühstück spielten BM und PL erstmal eine Weile im Kinderzimmer und später im Garten, was BM auch gut tat, um ein bisschen runter zu kommen. Denn nach dem Mittagsschlaf ging es dann ja mit der langersehnten Kindergeburtstagsparty weiter.

Um 15:30 Uhr ging es los, vier Mädels aus der Straße trafen ein und übergaben - natürlich - Geschenke. Das Auspacken erfolgte relativ gesittet während die Mädels auf dem Boden um BM herum saßen. Diverse Bastelsachen, ein Toaster für die Kinderküche, eine Barbie wurden ausgepackt. Insgesamt hat BM wirklich schöne Geschenke bekommen, die ihren Interessen entsprechen. Auch wenn es natürlich alles total viel war, ist einiges dabei, was wir in den kommenden kalten Monaten sicherlich gut gebrauchen können.

Beim anschließenden Kaffeetrinken mit Cakepops und Muffins ging es noch recht ruhig zu. Die kleinen Partymäuse mussten wohl erst auftauen. Gleich danach war es jedoch vorbei mit der Ruhe, da erstmal wild mit Luftballons getobt wurde. Dann ging es raus Richtung Park. Wir machten unterwegs Eierlauf, Autos auffädeln, Sackhüpfen und Topfschlagen. Zwischendurch rannten die Mädels fröhlich herum, spielten Fangen und machten diverse Trink- und Naschpausen. Nach einer Stunde kam BMs beste Freundin C. dazu, worauf die Spiele gleich noch einen Zacken lauter und wilder wurden. Es wurde getobt und gelacht, und zwar ohne Zank und Streit. Alle Kinder waren lieb und hörten auf uns. Perfekt! Zum Abschluss gab es dann noch eine Runde Verstecken im Wäldchen und leider auch eine Auseinandersetzung mit einem freilaufendem Hund nebst blödem Herrchen, dem völlig egal war, dass da sechs Mädchen vor Angst weinten.

R. und Kimmy haben die Meute richtig toll bespaßt. Es war richtig schön, dabei zuzusehen wie R. die kleinen Partygäste managte und Quatsch mit ihnen machte. Kimmy machte nebenher ganz viele tolle Fotos und half dabei, alle im Zaum zu halten. Ohne Kimmy wäre es wirklich schwer geworden, da ich größtenteils Zwee trösten und umher tragen musste, weil sich wegen des hohen Lärmpegels oft erschrak und weinte.

Zum Abendessen gab es wie von BM gewünscht Nudelauflauf. Natürlich hatten alle Kinder zwischendurch reichlich genascht und hatten kaum Hunger. Weil dann noch etwas Zeit war, gab es noch eine kleine Kinderdisco. Ich brachte da gerade Zwee ins Bett, aber es hörte sich ziemlich wild an.

Als Zwee schlief machten wir drei noch das neue Pippi-Langstrumpf-Puzzle zum herunter kommen. Das war besonders schön, weil BM dann langsam ruhiger wurde und ganz kuschelig und anhänglich war. Ich kuschelte dann auch noch mit ihr im Bett, um den Tag Revue passieren zu lassen und hielt dann ihre Hand, um ihr beim Einschlafen zu helfen. Das dauerte natürlich eine Weile, weil BM noch so aufgeregt war. Oft nervt mich das sehr, aber an dem Abend genoss ich die Zeit. Ich streichelte sie noch ein bisschen und sagte ihr ganz oft wie lieb ich sie habe: Bis zum Mond und zu den Sternen, zu allem und wieder zurück, für immer und ewig.


Montag, 31. März 2014

Heinzelmännchenalarm

Da wir ja demnächst zu viert sind, planten wir ein munteres Zimmer-Wechsel-dich: Nachdem wir schon einen zum Ausflippen tollen begehbaren Kleiderschrank in das Dachgeschoss bauen ließen und während meines Krankenhausaufenthalts auch unsere neuen Möbel gekommen waren, waren R. und ich ja schon nach oben gezogen, auch wenn noch diverse vermeintliche Kleinigkeiten fehlten. Dafür sollte BM als große Schwester nun auch in das große Kinderzimmer a.k.a. unser altes Schlafzimmer ziehen. Dort hatten R. und mein Vati auf meinen Wunsch hin schon vor einigen Wochen mühsam unseren dunkelbraunen, ganz und gar nicht kindgerechten Kleiderschrank abgeschliffen und mit Kindertapete beklebt. Trotz vieler Flüche auf Seiten der ausführenden Herren gibt mir das Ergebnis recht: Das Zimmer wurde sofort viel heller und fröhlicher. Am Ende der Kette sollte dann BM "altes" Zimmer wieder in ein Babyzimmer verwandelt werden. 

Am Samstag Morgen kamen nun vier fleißige Heinzelmännchen - unsere Eltern - um uns in einer Hauruck-Aktion beim Nestbau zu unterstützen. Manchmal hilft viel wirklich viel: Lampen, Gardinenstangen, Scheuerleisten im Schlafzimmer; BMs Bett, Spielzeug und Sachen wurden umgezogen; im Babyzimmer wurden das alte Gitterbettchen und die Wickelkommode wieder aufgebaut. Ich sollte durfte derweil nur rumsitzen oder -liegen und hier und da die Fleißmeisen ein bisschen dirigieren. Einen halben Tag und ein gemütliches Grillen später war alles komplett fertig. 

Vielen, vielen Dank noch einmal, Ihr Lieben! 

Es ist schon klar, dass es dem Baby völlig egal ist, ob es ein Kinderzimmer hat, wo es sowieso erstmal nur gewickelt wird. Auch BM war mit ihrem alten Zimmer vollkommen zufrieden. Nee, die ganze Aktion galt vor allem der Befriedigung meines Nestbautriebs. Außerdem hatte im Krankenhaus - neben allem anderen - die ganze Zeit das Gefühl genagt, nicht vorbereitet zu sein. Auch jetzt kann es ja jederzeit sein, dass ich wieder ins Krankenhaus muss. Sicher hätten wir den ganzen Krempel dann nicht erst im Wochenbett erledigt, sondern die Heinzelmännchen wären dann wohl während meiner Abwesenheit gekommen, aber man hat ja so Vorstellungen, wie alles sein soll....

Diese Woche bringen meine Eltern nun allerlei Babysachen von ihrem Dachboden mit, so dass wir anfangen können zu sortieren, zu waschen und einzuräumen, die Einkaufsliste für die Drogerie ist geschrieben und nächste Woche kommt der Stubenwagen zurück zu uns. 

Ich bin jedenfalls sehr glücklich, dass wir so gut voran gekommen sind, und kann mich nun etwas besser mit meinem Leben auf der Couch abfinden. 

Sonntag, 2. Februar 2014

Zeugnisnoten

BM kränkelt ein wenig, ehrlich gesagt waren die letzten drei Nächte fürchterlich. BM jammerte und weinte jede Stunde, wurde aber nicht richtig wach, um mal zu sagen, was eigentlich los ist. Ich glaube, ihre verstopfte Nase stört sie. Tatsächlich schnarcht sie so laut, dass man denkt im Kinderzimmer wird ein Baumstamm abgesägt. Mit einer stumpfen Säge. Leider verweigert sie Nasenspray, so dass wir ihr leider nicht wirklich helfen können. So wühlt sie sich also durch das Bett und wenn man nicht schnell genug hineilt, wenn sie gerade wieder jammert, stößt sie sich vor lauter Gewühle oft an der Bettumrandung, was dann wieder Tränen gibt.

Gestern war sie tagsüber auch immer wieder unleidlich, nicht krank genug zum ausruhen, aber eben auch nicht so richtig fit. Heute jedoch ließ sie sich jedoch kaum etwas anmerken und war fröhlich und aufgedreht. Schon gestern hatte sie beschlossen, dass sie mit Fingerfarben eine wunderschöne Klopapierrolle für ihre arme kranke Oma bemalen wollte, weil diese so krank ist, dass sie nicht in den Urlaub fahren kann (man stelle sich BMs weit aufgerissene Augen vor während sie davon berichtet).

Zu Omas Glück gab es dann doch noch ein paar mehr Kunstwerke außer der grünen Klopapierrolle. Ich wollte BM noch überzeugen, dass sie die Bilder doch auch noch an andere Familienmitglieder verteilen könne, aber alle waren ausschließlich für Oma gedacht. Ich bezweifle, dass die 5 Bilder plus ein Ausdruck von dem Werk, das BM heute früh an R.s "Juter" tippte, an Omas Kühlschrank passen.


Dafür hatten Oma und Opa auch eine Überraschung für BM. Weil BM am Freitag so artig der Zeugnisausgabe in Omas Klasse beigewohnt hatte und traurig war, dass sie selbst noch kein Schulkind ist und somit kein Zeugnis bekam, gab es heute verspätet ein Zeugnis von Oma und Opa. Die Noten sind natürlich recht subjektiv, wir Eltern hätten an der ein oder anderen Stelle wohl anders geurteilt. Aber schaut selbst:

Übrigens hat PL ja ihr erstes Schulzeugnis bekommen: Alles Einser, außer einer einzigen Zwei in Sport. Wir sind alle mächtig stolz auf unser Schulkind!

Und nun noch das Bauchbild. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es ausgerechnet zur Halbzeit kein Bauchbild gab. Das heißt aber nicht, dass diese ganz sang und klanglos vorüber gegangen wäre. R. und ich freuen uns sehr auf unser Baby, das nun immer öfter strampelt. Dafür bekommt es auch eine glatte Eins, weil es oft Momente abpasst, in denen ich mir gerade Sorgen mache, z.B. heute weil ich gefühlt ziemlich oft Übungswehen hatte. Abzug in den Kopfnoten gibt es dennoch, weil Zwee seit ein paar Tagen ständig meine Blase im Visier hat.



Donnerstag, 2. Januar 2014

Zwischen den Jahren

Nun sind die Feiertage schon wieder fast vorbei und ich bin nicht zum Bloggen gekommen, so dass es wieder nur einen kurzen Abriss gibt. Wir haben viel Zeit zu dritt, aber auch mit unseren Familien verbracht, und ich zumindest fühle mich jetzt ganz gut aufgetankt.

Heiligabend verbrachten wir diesmal bei R.s Familie. Nach dem Mittagsschlaf machten wir einen Spaziergang durch unseren Heimatkiez. Wie erhofft sahen wir unterwegs einen (Miet-)Weihnachtsmann, den BM mit einer Mischung aus Aufregung und Respekt von weitem betrachtete. Tatsächlich war während unseres Spaziergangs der Weihnachtsmann bei Oma und Opa gewesen und hatte einen riesigen Berg Geschenke abgeladen. Als BM ins Wohnzimmer kam, riss sie vor Staunen Augen und Mund weit auf und strahlte über das ganze Gesicht. Was für ein schöner Moment!

Dann durfte sie auch zuerst ihre vielen Päckchen aufmachen, entschleunigte sich jedoch zwischendurch immer wieder selbst, indem sie mit den neuen Sachen erstmal ein bisschen spielte: Püppi musste gleich ihre neue Strumpfhose und den Schneeanzug anziehen, sie musste gleich die (Ver)Käuferin an ihrer neuen Kasse sein und vor allem musste sie sofort erstmal in ihr neues "Mikifon" singen.

Nach dem Abendessen waren wir Erwachsenen dran und würfelten um unsere Geschenke. Es waren so viele, dass wir bis 21:30 Uhr nicht fertig waren, so dass R. und ich unsere letzten Geschenke ohne zu würfeln auspacken durften, damit wir unser müdes, glückliches Mädchen nach Hause bringen konnten. Mein Geschenk-Highlight war dieses Jahr eine totale Überraschung: Ein Kin.dle von R. - Von wegen wir schenken uns nur Kleinigkeiten! Jedenfalls habe ich ihn sofort eingeweiht und zwischen Weihnachten und Neujahr gleich mal die Panem-Trilogie darauf gelesen.

Am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir zusammen mit meinem Bruder und seiner Familie bei meinen Eltern. Da war natürlich gleich noch mal Weihnachten, und sogar Zwee bekam Geschenke. Die beiden Mädchen spielten schön zusammen mit ihren neuen "Haustieren" - einem Hund und einer Katze, die an der Leine laufen, und wir Großen ließen uns die leckere Ente schmecken.

Am 2. Weihnachtsfeiertag waren wir dann bei kimmy, um mit R.s Familie Klöße und Braten zu verspeisen. BM spielte dabei wieder schön mit kimmys anderer Nichte - vor allem rannten sie mal wieder außer Rand und Band im Kreis durch die Durchgangszimmer.

Auch sonst war jeder Tag mit schönen Erlebnissen gefüllt. Wie schon im vergangenen Jahr trafen wir uns mit den Nachbarn auf der Straße zum Glühwein- und Kinderpunschtrinken, wobei acht Kinder zwischen 2 und 5 Jahren laut kreischend die ansässigen Katzen hin und her jagten. Wir hatten Besuch von R.s Kindergartenkumpel F. und Sohnemann M. Nach einem stärkenden Frühstück verschwanden Männer und Kinder dann eine Stunde nach draußen während ich mich auf die Couch flätzte. Win-win für alle Beteiligten. Außerdem besuchten BM und ich ihren alten Babymassage-Kumpel R. Auf dem Weg musste ich ihr dann haarklein erzählen wie das damals bei der "Baby-Gamage" (wie Garage gesprochen) gewesen war. Also z.B. dass sie immer das einzige Baby war, dass nie still lag, um sich in Ruhe massieren zu lassen. Die beiden sehen sich nur etwa zweimal im Jahr, brauchten aber wieder nur 2 Minuten zum aufwärmen ehe sie hemmungslos durch die Wohnung tobten.

Neben all diesen schönen Erlebnissen waren wir - na ja, vor allem R. - auch sehr fleißig. Im Frühjahr wird es bei uns ein Räumchen-wechsel-dich geben, wenn wir unser Schlafzimmer ins Dachgeschoss verlegen, BM unser Zimmer bekommt und ihr Zimmer dafür wieder auf Baby-Status zurückgesetzt wird. Das DG-Zimmer ist nun ausgeräumt, Möbel verkauft bzw. versprochen, R.s Schreibtisch in die Waschküche verlegt, zig Kisten ausgemistet, eine Autoladung "Müll" entsorgt, neue Schlafzimmermöbel bestellt, Wand für begehbaren Schrank fast beauftragt, Pax für eben diesen gekauft und bereits geliefert.... Wir sind jedenfalls sehr zufrieden.

Nun ist unser Urlaub fast vorbei, das Haus bereits entweihnachtet und wir genießen noch die letzten freien Tage. Ein Anekdötchen noch: BM ist immer noch sehr begeistert von ihrem Mikifon. Sie sing jeden Tag hinein, verbeugt sich zwischendurch und erwartet Applaus. Besonders oft singt sie "O Tannenbaum". Dazu muss sie zwingend neben dem Weihnachtsbaum stehen und diesen tanzend ansingen. Wirklich ANSINGEN. Das sieht so niedlich aus! (Bis heute jedenfalls, denn der Baum ist nun schon auf dem Weg zu den Elefanten im Tierpark.)

Montag, 7. Oktober 2013

Ein ganz kleiner Urlaub

Am vergangenen Samstag feierte mein Vati seinen Geburtstag - diesmal nicht mit einer großen Party sondern mit einem kleinen Familienurlaub, d.h. mit seinen Kindern und Enkelkindern. Am Freitag ging es Auto für Auto los. Den Anfang machte Familie Isndingwa mit Zusatzkind PL, das wir schon mal mitnahmen. Die Autofahrt bis zum ersten Etappenziel Rheinsberg verging wie im Fluge. Die Mädels bespaßten sich gegenseitig, und wir alle sagen lauthals das Lied von der Bimmelbahn. In Rheinsberg angekommen trafen wir uns mit R.s Eltern, die auf der Heimreise von der Ostsee einen Zwischenstopp einlegten. Wir ließen BMs Drachen steigen, waren lecker essen und spazierten dann bei strahlendem Sonnenschein durch den schönen Park von Schloss Rheinsberg und am Ufer des Rhin entlang. Die Kinder waren so zuckrig, dass wir schnell der Ansicht waren, dass zwei Kinder nur halb so anstrengend wie ein Kind sind.



Danach ging es weiter zum Urlaubshäuschen im Ferienpark Mierow, wo wir schon mal den Spielplatz testeten bevor nach und nach auch meine Eltern und zuletzt mein Bruder und K. eintrafen. Der Abend am Kamin war richtig schön und so gemütlich, dass wir glatt in Vatis Geburtstag hineinfeierten. Am nächsten Morgen weckten dann die Enkelkinder den Geburtstagsopa mit einem Lied und mehr oder weniger spontanen Geschenken.


Dann nahm PL unsere Brötchen-Bestellung entgegen...

... und las BM und mir aus der Fibel vor.

Die Kinder und die Papas lieferten sich ein Gokart-Rennen.

Wir sammelten spontan und eigentlich völlig ohne Suchen einen Berg Pilze.

Nachdem R. wegen einer Hochzeitsfeier abgereist war machten wir anderen alle einen schönen Mittagsschlaf, gingen im Regen spazieren...

... und dann zum Aufwärmen in die hauseigene Sauna. 

Am nächsten Tag war das Wetter wieder besser, so dass die Mädels den versprochenen Reitausflug doch noch machen konnten. Ganz alleine ließen sie sich beide auf ihren kleinen Ponys von der Reitlehrerin durch den Ferienpark führen. Gekrönt wurde der Ausflug durch K*ckereien beider Ponys. 


Wir machten uns noch einen sehr schönen Tag. Allerdings musste ich meine oben geäußerte Ansicht bezüglich der Leichtigkeit von zwei Kindern gegenüber einem Kind revidieren. Die Mädels wurden von der Ärgermaus gebissen und verfielen immer wieder ins Zanken, Nölen und Weinen. Sie konnten es an diesem Tag gar nicht leiden, die Aufmerksamkeit der fünf! Erwachsenen teilen zu müssen. 

Das tat dem gelungen Wochenende jedoch keinen Abbruch. Der ganz, ganz kleine Urlaub (O-Ton BM) hat sehr viel Spaß gemacht und ich fühle mich richtig erholt. 



Dienstag, 10. September 2013

BMs 3. Geburtstag

Am Samstag war BMs lang ersehnter dritter Geburtstag. BM hatte im wahrsten Sinne des Wortes darauf hingefiebert, sie war ab Dienstag krank geschrieben mit Fieber ohne alles. Obwohl sie sich einige Tage offensichtlich ziemlich krank fühlte, zählte sie dennoch die Tage bis zu ihrem großen Tag (noch zweimal schlafen und einmal Mittagschlaf....). Am Donnerstag und Freitag ging es ihr dann auch schon viel besser und das Fieber auch verschwunden.

In der Nacht auf ihren Geburtstag schlief BM dennoch wieder sehr unruhig und war offenbar nicht ganz auf dem Posten. Ab 3 Uhr morgens nölte und jammerte sie im Schlaf bis sie irgendwann strahlend fragte: "Ist heute mein Geburtstag?". Wir sangen ihr dann Happy-Birthday-mit-Namen und sie freute sich, dass es endlich soweit war. Noch im Schlafanzug ging es hinunter zum Geburtstagstisch, wo sie fröhlich plappernd ihre Geschenke auspackte. R. und ich lagen diesmal goldrichtig mit unseren Geschenken, obwohl die Ideenfindung uns gar nicht leicht gefallen war. Das Playdoh-Eiscafé wurde sofort und seitdem auch schon mehrfach ausdauernd bespielt. Und nach dem Frühstück ließen wir nebenan im Park gleich BMs neuen Drachen steigen. BM hatte richtig viel Spaß dabei, über die Wiese zu rennen und den Drachen hinter sich her zu ziehen. Das werden wir jetzt im Herbst sicherlich noch öfter machen.

Nach einigem Getobe wurde BM dann jedoch wieder recht schnell unleidlich. Wir Eltern waren schon etwas genervt und ein bisschen traurig, weil wir doch alle einen schönen Tag haben wollten und nun stattdessen sogar schon das Geburtstagsmädchen anpflaumten, weil es so grantig zu uns war. Die sichtlich erschöpfte BM konnte dann trotzdem lange nicht in den bitter-nötigen Mittagsschlaf finden. Während sie dann mit einigen weinerlichen Unterbrechungen schlief schmückten R. und ich noch den Garten für die anschließende Party. Als BM endgültig aufwachte weinte sie ganz bitterlich und erklärte irgendwann "mein Kopf weht so weh". Armes kleines Mädchen! Das erklärte natürlich auch das Nöli-Popöli. Ich gab ihr schnell eine Dosis Nurofen, doch die wirkte nur langsam. So kam es, dass die Omas und Opas schon kamen und BM noch platt wie eine Briefmarke auf meinem Bauch kuschelte. Ich zog sie dann an und ging nach unten, wo BM sich an mich klammerte und sich gar nicht gratulieren oder beschenken lassen wollte. Nicht einmal die gewünschte Krone von Tante Kimmy wollte sie anschauen....

... bis ihre große Cousine kam. Die zauberhafte PL bewirkte eine spontane Heilung und die Party konnte beginnen!

Es wurde dann doch noch eine richtig schöne Party! Nach einer Stärkung mit einigen Krümeln Regenbogentorte und einem halben Cakepop war BM dann bereit für die Geschenkeflut und freute sich gleich riesig über ihr neues großes Fahrrad und das Puppenbett. Auch die anderen Geschenke waren richtig toll, auch wenn BM sicher erstmal eine Weile brauchen wird bis sie alles entdeckt und ausgiebig bespielen kann: eine große Duplo-Kiste, eine Murmelbahn, viele tolle Bücher und Puzzle für "große Kinder" und vieles mehr.

Nach dem Kaffee verschwanden die Kinder dann eine Stunde im Kinderzimmer, welches komplett verwüstet wurde während immer wieder übermütiges Jauchzen von oben herunter schallte. Danach gab es Nudeln, die von den Kindern auf einer Picknickdecke im Garten gegessen wurden. Und die ganze Zeit staunte ich über mein großes, tolles Mädchen wie sie da so selbstverständlich mitredete und -spielte und zwischendurch die beiden Babys A. und L. betüddelte. Sie gehört nun definitiv mehr zu den Großen als zu den Kleinen!

Abends brachte ich mein Geburtstagsmädchen noch sehr ausgiebig ins Bett, erzählte ihr wie lieb ich sie habe, wie sie als Baby war, wie lieb ich sie habe, was sie schon für ein tolles großes Mädchen ist und wie lieb ich sie habe.

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PS: Nach diesem langen Tag ging es für mich noch in die zweite Runde: Die Zwillinge S+S feierten ihren 30. Geburtstag. Mit 30 Jahren zählen meine ehemaligen "kleinen" Nachbarn nun wohl auch endgültig zu den Großen. :-)

Samstag, 17. August 2013

Cinderella-Schuh und Wolkenbruch... oder: 2007 war ein gutes Jahr

PL ist nun ein Schulkind und nicht mehr klein. *sing*

Letzten Samstag feierten wir ihre Einschulung. Ich war schon ab dem Morgen dabei und musste schon das erste Mal schlucken, als mir dieses große Kind die Tür öffnete und aussah wie.... na ja, ein Schulkind eben. Als sie dann den Ranzen aufsetzte war es das erste Mal um meine Mutti und mich geschehen. Ich wusste schon, warum ich an diesem Tag wasserfeste Wimperntusche genommen hatte. 

Dann machte PL sich auf den Weg in die Schule - begleitet von Mama und Papa, meinen Eltern und mir. Unterwegs sammelten wir noch ihre anderen Großeltern, Tante und Onkel ein. PL hatte sich für diesen Tag ihre roten Klackerschuhe (sagt man das noch so?). Ohne Riemchen fielen sie jedoch immer wieder ab, so dass wir etwas gebremst wurden und mehrfach verlorene Schuhe einsammeln mussten. Wir erfuhren jedoch, dass ihre Tante A. zu ihrer Einschulung unbedingt viel zu kleine Schuhe tragen wollte. Dieses Schuhding scheint also in der Familie zu liegen.

Die Einschulungsfeier fand in der Turnhalle der Schule statt, wo die ABC-Schützen von Schülern der 4. Klasse begrüßt und mit kurzweiligen Liedern, Gedichten und Tanz unterhalten wurden. Die Schulleiterin fand ein paar sehr passende Worte darüber, welche historisch relevanten Dinge alle 2007 passiert sind, die jedoch von den Eltern der Erstklässler (und ihren TANTEN) kaum registriert wurden, weil sie mit einem viel größeren, wundervollen Ereignis vollauf beschäftigt waren. Dann wurden alle Kinder der Klasse 1c aufgerufen, um in den Klassenraum zu gehen, wo wir sie dann nach einem 20-minütigen "Unterricht" nach einer wuseligen Fotosession abholen durften.

Am Nachmittag fand dann die große Party im Dorf statt. Der Garten war toll geschmückt und K. hatte die Tafel sehr schön und kreativ gedeckt. Als fast alle Gäste da waren begann es jedoch zu stürmen und zu gießen. In einem beherzten Einsatz stellten die Männer in aller Eile das zuvor für unnötig erklärte Partyzelt auf und die Party wurde in Zelt und Carport verlegt. Natürlich kam danach die Sonne bald wieder heraus.

Es war eine richtig tolle Feier, an die nicht nur PL sicherlich noch lange denken wird. Ein Highlight war der Zauberkünstler, der eine sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr unterhaltsame Show lieferte. PL wurde mit Geschenken überhäuft. Also echt überhäuft. Aber es war ja auch IHR Tag. Die Schulkinder tanzten und spielten schön miteinander, während BM und die anderen Kindergartenkinder vor allem mit Seifenblasen beschäftigt waren. Am Abend wurde noch ein Lagerfeuer angezündet und Stockbrot und Marshmellows gebrutzelt.

Und nun hat PL schon eine Woche Schule hinter sich. Obwohl sie sich am Einschulungstag in die erste Reihe gesetzt hatte, sitzt sie nun in der dritten Reihe. Dafür aber auch nicht mehr neben der frechen M., die sie aus der Kita kannte, sondern neben N., die sie im Hort kennengelernt hatte. Am ersten Tag wurde gar nicht das gemacht, was auf dem Stundenplan stand. Genau genommen wurde gar keine Schule gemacht, beschwerte sich PL. Nun hat sie aber schon die "1" und das "F" gelernt. Also schulmäßig. Eigentlich kann PL nämlich schon ziemlich gut lesen und - wenn auch manchmal spiegelverkehrt - schreiben. Meine Meinung als stolze Tante!

Außerdem wackelt ein Wackelzahn nun mittlerweile so doll, dass er sich hoffentlich in den nächsten Tagen verabschieden wird. PL hilft jedenfalls immer wieder nach, weil sie auch endlich eine Zahnlücke haben möchte.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Mama außer Gefecht

Wir sind aus dem Urlaub zurück und der Alltag hat uns wieder. Am Montag flog R. auf seine nächste Dienstreise und ich ging auch wieder zur Arbeit während BM noch einen Tag Ferien im Wald machte. Gestern kehrte nun der komplette Ernst des Lebens wieder ein, denn auch BM ging wieder in die Kita. Sie ist nun kein Spatz mehr, aber noch nicht so ganz Gruppe 1, d.h. sie und ihre Kumpels essen wohl noch bei den Spatzen bis die großen in die Schule gehen und ihre Plätze räumen.

Jedenfalls merkte ich schon in der Nacht zum Dienstag, dass das schwül-warme Wetter mir Kopfschmerzen bereitete. BM war morgens ganz lieb, aber auch sehr anhänglich - kein Wunder nach 2,5 Wochen Ferien. Bei der Arbeit schlugen die Kopfschmerzen so richtig zu inkl. leicht verschwommener Sicht. Hallo Migräne. So holte ich also BM aus der Kita ab, die mich schon sehnsüchtig erwartete ("Das dauert immer so lange du kommt, Mama").

Ich erklärte BM gleich, dass es mir gar nicht gut geht, und tatsächlich war sie den Abend über wirklich sehr lieb und spielte die meiste Zeit ohne viel Tohuwabohu alleine, und dass obwohl sie nach eigener Aussage keinen Mittagsschlaf gemacht hatte, weil sie nicht schlafen konnte. Ich konnte nebenbei sogar kurz auf der Couch einnicken. Auch Abendbrot und Duschen verlief sehr glimpflich. Nur kurz vor Schluss gab es einen Eklat, weil BM sich ihren Schlafanzug mit Zahnputzwasser eingeweicht hatte und partout keinen anderen anziehen wollte. Stattdessen wollte sie lieber auf den Arm. Also schrie sie schrill 10 Minuten lang: "Arm! Arm! Arm!" während ich immer mal wieder erklärte, dass ich sie gleich auf den Arm nähme sobald sie einen trockenen Schlafanzug anhabe. Eine Tortur für uns beide. Von einem Moment auf den nächsten plapperte sie munter von den "Lasenleifen", die sie mit P. und F. in der Kita kaputt gemacht hatte. Puh. Und als absolutes I-Tüpfelchen auf diesen für Kleinkindverhältnisse super entspannten Abend schlief sie dann (wohl wegen des ausgefallenen Mittagsschlafs) mit mir kuschelnd noch vor 20 Uhr ein, so dass auch ins Bett konnte. Ich finde, da habe ich richtig Glück gehabt.

PS: Ich will unbedingt noch über unseren tollen Urlaub berichten. Aber nicht jetzt, BM und ich fläzen nämlich auf der Couch und warten auf R.'s Heimkehr. Ich bin zum Buchvorlesen eingeteilt.

PPS: Heute habe ich gesehen, dass BM nun auch die beiden Backenzähne hat, die noch fehlten. Völlig sang- und klanglos.

Sonntag, 23. Juni 2013

Sonntag

Gestern hatten wir einen schönen Tag voller Besucher. Zum Frühstück kamen Uroma, R.s Cousine nebst großem und kleinem Mann sowie des kleinen F.s Großeltern. BM und F. verbrachten den fröhlichen Vormittag hauptsächlich damit, um das Klettergerüst herumzurennen und sich von den Erwachsenen durch die Luft wirbeln zu lassen. Entsprechend früh und ausgiebig fiel der Mittagsschlaf aus.

Gegen Abend kamen dann noch Kimmy und M. zum Grillen vorbei und hatten leckersten Reisnudelsalat dabei. Mmh! Ich liebe diese Sommertage, die fast vollständig  Garten stattfinden!

Heute dann Kontrastprogramm: Ein Chilltag zu dritt. Obwohl: Immerhin war ich nach langer Zeit mal im Fitnessstudio. Darum musste ich R. und BM auch die gewünschte Radtour verwehren, weil ich fix und alle bin. Nun schlunze ich auf der Terrasse und beobachte meine beiden Menschen bei der Gartenarbeit. BMs Speckärmchen stecken professionell in Gartenhandschuhen während sie R. hilft, die durch Kettenöl beschädigten Rasenstellen auszubessern. Könnte ich aufstehen, würde ich sie beide fressen. <3

Montag, 10. Juni 2013

Perfektes Wochenende

Da ich mir das Wochenende (meiner maßgeblichen Meinung nach) total verdient hatte, wurde es ein besonders schönes. 

R. und ich hatten Freitag Abend bis Samstag Nachmittag BM-frei. EIGENTLICH wollten wir Freitag Abend fleißig sein und ein paar Fliegengitter anbauen. Uneigentlich war ich fix und alle, als ich endlich nach Hause kam, so dass wir stattdessen mal den Italiener in unserer Nähe testeten und für gut befanden. 

Am Samstag Vormittag sammelten wir R.s Oma ein und fuhren mit ihr in den Schlosspark des Schlosses, wo wir beinahe geheiratet hätten (und das übrigens nur deshalb nicht taten, weil die Online-Beurteilungen grottenschlecht waren), weil wir den bei unserer Besichtigung im Winter schon wunderschön fanden. Wir machten dort also einen kleinen Spaziergang und bestaunten die riesigen alten Bäume. Danach fuhren wir in ein tolles Gasthaus am nahegelegenen See. Dort feierten auch gerade eine große und eine kleine Hochzeitsgesellschaft. Wurde eigentlich früher auch schon soviel geheiratet oder fällt mir das jetzt einfach mehr auf? Jedenfalls saßen wir gemütlich beisammen und plauderten bei herrlichem Seeblick und leckerem Essen.

Danach fuhren wir in den Wald, um unser Mädchen einzusammeln.... aber natürlich erst nach gemütlichen Kaffeetrinken. Dann schlug ich BM vor, dass wir doch wenigstens mal mit den Füßen baden gehen könnten, weil das Wetter so schön war. Für BM wurden es dann doch zwei kurze Ganzkörperbäder, denn nur Füße ist doch langweilig. Bei 17°C Wassertemperatur fanden wir das alle ganz schön mutig. 

Gestern bekamen wir Frühstücksbesuch von A+B und dem kleinen B. Die Kinder spielte so nebeneinander her und wir machten noch einen kleinen Laufradausflug, wobei B mal BMs Mini-Puky mit den vier Rädern ausprobieren durfte und für gut befand. Es ist zwar pink, aber als Überbrückung bis seine Beinchen lang genug für sein "richtiges" Laufrad sind wohl absolut ausreichend. 

Danach wurde es dann so richtig faul und gemütlich. Wir verbrachten fast den ganzen Tag im Garten - inkl. kurzem Mittagsschlaf in der Hängematte für mich. R. bekam dann naturgemäß wieder Hummeln im Hintern, die er sich dann bei einer Radtour abstrampelte. BM durfte ein bisschen im Planschbecken planschen, Blumen gießen und auf einer Decke picknicken. Abends grillten wir und ließen dann den Tag bei gemütlichem Familienkuscheln ausklingen. 

Für mich war das Wochenende wirklich perfekt!

Montag, 13. Mai 2013

Ein Traum

So kitschig es auch klingen mag: R. und ich sind in den letzten Wochen auf einer Wolke des Glücks geschwebt, die keine Zeit für diesen Blog gelassen hat. Irgendwie war alles so zauberhaft und besonders, dass es wohl auch jetzt keinen detaillierten "Bericht" geben wird, sondern wir unsere Erinnerungen für uns behalten werden.

Nur so viel: Am 25. April 2013 gaben wir uns im engsten Kreis unserer Familien und Trauzeugen das Ja-Wort. Der Tag war genauso entspannt wie wir ihn uns gewünscht hatten und übertraf dennoch unsere Erwartungen bei Weitem. Unsere Gäste hatten sich unglaublich viel Mühe mit den Vorbereitungen gegeben, um uns diesen Tag absolut unvergesslich für uns zu machen. Ich habe den Tag als Braut unglaublich genossen und habe mich wie eine Prinzessin gefühlt - auch wenn ich von der Corsage blaue Flecken an den Rippen bekam und wir vor der Hochzeitsnacht erstmal knapp 50 Haarnadeln entfernen mussten. Mein Ehemann ist der tollste Mann der Welt und sieht mit Ring noch besser aus als ohnehin schon. BM und die anderen Blumenkinder waren einfach zuckersüß. Ich hätte meinen kleinen Wildfang vor Liebe fressen können als sie sich im gelben Kleidchen meinen Brautstrauß schnappte und damit quer über den Rasen ausbüchste. Die Location war toll, mein Blumenstrauß und die blumige Deko wunderschön. Das Wetter war nur an diesem einem Tag in der Woche so richtig perfekt zum heiraten. Kurzum, es war alles wunderbar und doch so unbeschreiblich, dass ich mich gar nicht erst daran versuchen werde. 

Unsere Flittertage verbrachten R. und ich zu zweit auf Mallorca. Wir hatten ein luxuriöses Hotel, in dem wir es uns richtig gut gehen lassen konnten. Nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" sind wir viel mit Fahrrädern, aber auch im Auto umher gefahren und konnten uns nicht satt sehen an der frühlingsgrünen Landschaft, den vielen Blumen und charmanten Finkas. Romantik, ein bisschen Abenteuer, ein Abend am Ballermann und sogar ein halber Tag am Pool, bei dem mein stets vielbeschäftigter Ehemann redlich Mühe gab, einfach mal ein bisschen Nichts zu tun. 

BM war derweil auch in einem Urlaub. Meine Eltern fuhren mit ihr, PL und meinem Bruder nach Leipzig, danach blieb sie noch zwei Tage bei ihnen im Dorf. Sie war ganz lieb und hat die Zeit mit ihrer Familie auch sehr genossen und danach noch viel davon erzählt. Wir sind wirklich froh, dass das so gut geklappt hat, denn bis dahin hatte sie nie länger als eine Nacht ohne uns auswärts geschlafen. 

Wieder vereint mit unserem Mädchen haben wir die restlichen freien Tage sehr genossen, und da dann nur drei Arbeitstage vor dem langen Himmelfahrtswochenende die viele Familienfreizeit unterbrachen, kommen wir erst jetzt langsam wieder von unserer Wolke herunter und im Alltag an.

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Ich bin so verliebt: In meinen Ehemann, in mein Mädchen, in unser Leben. Alles ist einfach schön. 

Montag, 8. April 2013

Osterimpressionen 2013

Ebenfalls schon fast verjährt, möchte ich doch wenigens festhalten wie Ostern dieses Jahr aussah:









Und auch wenn ja eigentlich das Suchen an sich am meisten Spaß gemacht hat und es ja eigentlich nicht um die Geschenke gehen sollte, hat BM ein paar Knaller-Geschenke bekommen, die sie sofort ins Herz geschlossen hat.

Diese Tasche ist BMs ständiger Begleiter, wenn sie ihr Lieblingsspiel - alles einpacken, in den Bus einsteigen und zur Arbeit fahren - spielt.


Ich glaube, ich hatte schon mal berichtet, dass BM im Dachgeschoss immer wieder die Kiste mit PLs abgelegten Sachen und Schuhen plündert und allerlei zu große Dinge anzieht. Und nun hat unsere kleine Rabaukenfee ihr erstes eigenes Verkleidungsstück, in dem sie sich ganz doll chic findet.

Von Uroma bekam BM das Buch Die Häschenschule, welches wir nun täglich mehrmals vorlesen müssen. BM kann sogar schon ein paar der Reime mitsprechen. Nur der Fuchs (na gut, auch ein bisschen der Eichkater) ist ihr sehr unheimlich. Darum verdeckt sie ihn oft mit den Händchen, damit sie ihn nicht sehen muss. Am niedlichsten aber ist es, wenn sie ihre kleine Hand als Schranke zwischen Fuchs und Häschen hält, damit der böse Fuchs nicht an die Häschen rankommen kann.

Brautsause

Meine Güte, ich bin blogtechnisch hoffnungslos hinterher. Aber jetzt muss ich endlich mal über meine Brautsause berichten...., die nun immerhin schon zwei Wochen her ist.

Irgendwie hatte ich gar nicht daran gedacht, dass mit dem Heiraten ja auch ein Junggesellinnenabschied einher geht. Als meine Trauzeugin vor Monaten mal eine Bemerkung in die Richtung machte, viel es mir wie Schuppen von den Augen und ich fürchtete mich ein bisschen, weil ich nicht wirklich Lust hatte mit lustigem T-Shirt und "Aufgaben" lösend durch die Kneipen zu ziehen. Ich hoffte stattdessen auf etwas Wellness und Entspannung, verdrängte das Thema aber sicherheitshalber gleich wieder.

Somit dachte ich am Abend des wirklich bescheuerten Arbeitstages - dem 22. März - nur noch an den Feierabend auf der Couch. Ich hatte gerade BM ins Bett gebracht und mich in Jogginghose auf die Couch geworfen als es an der Tür klopfte. R. bestand darauf, dass ich selbst die Tür öffnete - und da standen meine liebe A. und K ohne H mit Wunderkerzen bewaffnet davor. Oh je, ich glaube, ich habe sie nicht sehr überschwänglich begrüßt, denn an einem Freitag ABEND konnte wohl kaum mit Wellness sondern viel mehr mit Kneipen gerechnet werden.

Ich hatte eine wirklich lange Leitung und verstand ewig nicht, dass ich über Nacht wegbleiben würde! R. hatte sehr umsichtig (und ja, einigen Hinweisen) einen großen Koffer gepackt, der aber schon heimlich an mir vorbei ins Auto geschmuggelt worden war. Etwas verwirrt, aber mittlerweile guter Dinge stieg ich also ein. Das Navi verriet mir zwar nicht das Ziel, aber dass wir 184! Kilometer fahren müsssten. Aha.

Nach einer recht gruseligen Fahrt über schneeverwehte Landschaften kamen wir an einem blauen roten Ferienhaus am See Möschen *hihi* an. Dort warteten meine kugelige Trauzeugin F. und Kimmy auf uns. Am Kamin, bei Kerzenschein und Sekt schnatterten wir uns schon mal warm bevor wir in die Betten fielen.

Am nächsten Morgen schliefen wir so richtig aus. Nachdem F. und ich uns um 6 Uhr schon mal recht munter begrüßt hatten (Muttis eben), drehten wir uns nochmal um und schliefen bis halb 10! Nach einem ausgiebigen Frühstück (bei dem nur die Zwiebeln an den Rühreiern fehlten *lach*) machten wir eine ausgedehnte Spazierwanderung durch die frühlingshafte Winterlandschaft. Es war ein wunderschöner Tag, die Sonne schien und überall lag Schnee. Wie im Winterurlaub.


Den Nachmittag verbrachten wir erneut mit stundenlangem Schnattern - ich weiß gar nicht, was wir die ganze Zeit zu erzählen hatten, aber für mich verging die Zeit wie im Fluge. Vielleicht auch, weil Kimmy jederzeit geflissentlich dafür sorgte, dass mein Sektglas nie leer wurde.

Als es dunkel wurde gingen A, Kimmy und ich dann in die hauseigene Sauna. Da hatten wir uns schon den ganzen Tag drauf gefreut, wollten aber warten bis es draußen dunkel genug war, damit wir uns im Schnee abkühlen konnten. Was wir dann auch japsend und kreischend taten - sehr zur Erheiterung unserer Nachbarn die keineswegs ordnungsgemäß im Haus waren, sondern auf der Terrasse grillten.

Eine weitere Durchschlafnacht machte die Erholung dann perfekt. Beim Frühstück mussten wir etwas improvisieren, weil wir Wurst und Käse wegen des funktionsuntauglichen Kühlschranks auf der Terrasse gelagert hatten. Bei zweistelligen Minusgraden sind die schockgefrosteten Sachen dann nicht mehr pünktlich aufgetaut. *lach* Und dann war mein chilliges Brautsausenwochenende auch schon vorbei und es ging wieder zurück nach Hause.

Mädels, unser Wochenende war eine wirklich gelungene Überraschung und ich fand die Tage mit euch absolut wunderbar!!

PS: Und nun fangt schon mal an Fangen zu üben! In zweieinhalb Wochen will ich euch mit vollem Einsatz beim Brautstraußfangen sehen!

PPS: Das gilt nicht für A, weil sie 1) schon sehr gut fangen kann und 2) schon verheiratet ist.

Donnerstag, 4. April 2013

Ferien mit Oma und Opa


Dieses Jahr hatten nicht nur Oma und Opa sondern auch BM Osterferien, da R. und ich ein wenig mit unseren Urlaubstagen haushalten müssen. BM hatte eine tolle Woche, wie man im folgenden Gastbeitrag nachlesen kann:

Manchmal kommt im Leben immer alles anders als geplant. Der Frühling lässt auf sich warten, die Temperaturen sind winterlich und ein Urlaub im Wald, so wie es geplant war, ist  leider nicht möglich. Auch sind wir nicht verreist, denn das Zauberwort heißt „Kitaschließzeit“. Dem Hilferuf der Eltern folgend wurden alle Pläne über den Haufen geworfen und ein volles BM-Programm gestartet.

Warm eingepackt ging es am ersten Tag in ein Brandenburger Dorf. Dort steht ein Prinzessinnenschloss. BM war traurig, dass wir leider keine Prinzessin trafen. Außerdem war sie sehr verwirrt, dass man mit einem Schlüssel ein Schloss öffnen und in einem anderen Schloss wohnen kann… Bald wird BMs Mutti auf ihrer Hochzeit eine Prinzessin sein und das tröstete sie sehr.

Wir besuchten das Schloss und den dazugehörigen verschneiten Park. Wir fanden einen verwunschenen See, der nur darauf wartet, von den kleinen Märchenexperten der Hochzeitsgesellschaft entdeckt zu werden. Große Pläne werden geschmiedet. Der fröhlichste Geist im Park war wohl BM selbst. Die gute Laune kam auch daher, dass wir anschließend zu den Pferdchen wollten.

Nach kurzer Autofahrt sind wir im nahegelegenen Pferdehof gelandet. Viele große Pferde begrüßten uns im Stall. In der letzten Box stand dann Rowdy, zu dem wir wollten. Rowdy ist ein kleines Pony, dass gar keine Lust hatte mit uns zu reiten. Nachdem es gesattelt war, machte es keine Anstalten loszugehen. Bei der Kälte kann man das verstehen. BM bewies mal wieder Humor und saß auf dem nicht laufenden Pferd und lachte von ganzen Herzen.
Noch Tage danach erzählt sie: „Pferdchen wollte nicht raus! Wir konnten es aber doch noch überreden mit uns auf dem Damm zur Havel zu laufen. Danach sahen wir bei einem Spaziergang auch noch Ziegen und Schafe und ein ganz großes Storchennest, dass auf der Erde lag. Alles sehr interessant!

Abends im Bettchen haben wir noch immer über Rowdy gelacht. Selig schlief BM bis zum
Morgen, guckte kurz, sagte: „Noch dunkel!“ und schlief weiter. Aufgestanden wurde erst, als
die Vögel aufhörten zu singen. Leider wissen wir jetzt, dass das schon so gegen 7 Uhr ist…

Am nächsten Tag wollte BM noch mehr Tiere sehen. Zuvor machten wir uns schick, zogen uns ganz warm an und dann bei eisigen 0 Grad ab in den Tierpark. BM wollte unbedingt Löwen sehen. Der Löwe hat schon auf uns gewartet und fand BM auch sehr süß…

Wie gewohnt hatte BM vor keinem Tier Angst, egal wie groß es war. Nur als uns ein Eichkater über den Weg lief, wollte sie gleich wieder auf den Arm. Ein wenig irritiert war sie darüber, dass es überall große „Kackihaufen“ lagen. Vor allem bei den Elefanten. Als wir heute einen alten Schneebatzen sahen, fragte sie auch, ob es Kacki wäre. Noch lieber als die großen Elefanten waren die kleinen Kletterelefanten. Da BM gern Baby spielt, war es besonders interessant, dass ein Panzernashornbaby bei der Mama trank. Auch die süßen Osterlämmer gefielen ihr, sowie die „bunten Vögel“ (Wellensittiche), die so einen Krach machten.
Völlig enthemmt wollte sie die Stachelschweine streicheln. Da gerade Fütterzeit war, sahen wir wie die Hängebauchschweine fraßen und hörten wie sie schmatzten. Mit Begeisterung macht BM das jetzt bei jeder Mahlzeit nach. Und wie es so oft ist, war der Bagger auf dem Spielplatz noch viel interessanter als die Tiere.
Nachdem wir gefühlte 8 Stunden Tiere angesehen haben, ging es nach Hause. Schmatzend aßen wir Süppchen und BM wollte unbedingt im Babyschlafsack schlafen.

Am dritten Tag kauften wir im Supermarkt bei BMs Wohnhaus ein. Sie wusste genau wo was stand und hatte genaue Vorstellung, was es heute zu essen geben sollte – schließlich ist sie  eine kleine „Fressraupe“. Die Bärchensalami war nämlich falsch, da der Teddy kein Gesicht auf der Stulle hatte. Auch musste die liebe Uroma kritisiert werden, weil es „nur ein Naschi“ gab. Also wurde vorsichtshalber noch eine „Kokolade“ mitgenommen. Auch hatte sich der Uropa zum Nudelessen angemeldet. BM kochte für uns und hatte dabei sichtlich Spaß. Vorsichtshalber kostete sie auch ständig die Würstchen. Sie waren lecker!

Wer so viel isst, muss sich auch bewegen. So wurde ordentlich gespielt: Staubsaugen in der ganzen Wohnung, Kaufmannladen öffnen und Tisch decken. Das machte sie liebevoll mit ganz vielen Servietten (10 Stück für vier Leute).

Nach einem gemütlichen Mittagsschlaf, bei dem sie probierte die Augen zu öffnen, indem sie ganz vorsichtig an den Wimpern der geschlossenen Augen zog. Dabei lachte sie herzhaft (anstatt zu einzuschlafen).

Da wir schon so viel in der Kälte waren, ging es nun in die Sauna. Sie genoss wie ein Profi. Erstmals saunierten wir auf ihren Wunsch hin auf der mittleren Stufe und liegend. „Wie die anderen Frauen das machen!“
Das Anziehen danach war sensationell, denn BM war noch vor der Oma fertig, denn es gab eine Prämie fürs Anziehen: Einen kleinen Kokoladenkäfer!

Morgen geht es in den Wald! Super!

Freitag, 15. März 2013

PL-Geburtstags-Tag

Unsere kleine, große Nichte wurde am 9. März schon sechs Jahre alt!! Sie ist so groß geworden und wirkt jetzt schon wie ein Schulkind, dass sie im Sommer endlich sein wird.

Während PL den Vormittag mit ihren Kita-Freunden im Indoor-Spielplatz verbrachte gab es bei uns auch ein Highlight: BMs großes Bett wurde geliefert und aufgebaut. Nachdem PL ja Ende letzten Jahres im Schlaf aus ihrem Hochbett gekletterfallen war und mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste, ist BMs "grooooße Bett" nur groß (90x200) und nicht hoch. BM echauffierte sich ein wenig, weil das Bett keine Rutsche hat, fand es aber sofort schön. In dem Bett hat sie nun auch ein großes Kissen und eine große Decke und sieht somit - erwartungsgemäß -  winzig darin aus.

Mit dem babymäßigen Gitterbettchen musste auch die Wickelkommode weichen, die ja nun seit Monaten sowieso noch Staubfänger war. R. und ich stellten flugs noch einmal Kommode, Spielküche und Puppenhaus in verschiedenen Variationen um bis wir uns entscheiden konnten. Und - tadaaaa - BM hat nun ein tolles, "große-Mädchen" Kinderzimmer.

For the record: Bislang schläft sie weder besser noch schlechter im großen Bett als vorher.

Zum Kaffee ging es dann endlich zu unserer großen PL. BM war schon ganz aufgeregt, übte "Happy Börßeh luluuu!" singen, zog ein schickes Kleidchen und ihre Tanzschuhe an und wollte ganz schnell hin, denn.... "Ich hat meine PL ganz doll gemisst!".

Tja, und eigentlich können wir gar nicht genau sagen, was die Kinder da eigentlich feierspielten, denn wir durften quasi nicht ins Kinderzimmer. Nach kurzer Aufwärmphase, die BM an mich gekettet verbrachte, ward auch sie nicht mehr gesehen, sondern ließ sich von den großen Mädchen betüddeln und abkitzeln und spielte fröhlich mit. Einen kleineren Eklat mit einigen heißen Tränen gab es als der Stopptanz nicht zur Zufriedenheit des Geburtstagskindes verlief. Nun ja, mein Bruder ist bis heute kein sonderlich guter Verlierer, PL kann dieses Problem also auf ungünstige Vererbung schieben. Dieser Moment ging aber zum Glück schnell vorüber.

Später spielte PL uns Erwachsenen Musik mit dem Keyboard vor und sang eine ganze Reihe an Liedern in ihr neues Mikrofon. Quasi-Nichte C. sang ebenfalls fleißig mit, und zwischendurch quakte auch immer wieder unsere BM dazwischen, weil sie auch mal was singen wollte. Dann mussten alle aufstehen und klatschen.

Ich finde, es war ein richtig schöner Kindergeburtstag, und es hat wieder unglaublich viel Spaß gemacht, unseren Familienkindern zuzusehen.

Dienstag, 1. Januar 2013

Prost Neujahr!

Silvester ist ja immer so eine Sache. Die einen interessiert es überhaupt nicht, andere müssen unbedingt ein Riesen-Event daraus machen. Wir sind da irgendwo in der Mitte mit Tendenz zu "Egal". Zumindest was die Silvesterfeieraktivität angeht hat es von Kracherfeten bis zu zweit auf der Couch so ziemlich alles schon gegeben. Und doch bin ich an Silvester immer ein bisschen emotional. Erklären kann ich das nicht, denn mal abgesehen vom absoluten Höllenjahr 2004 hatte ich nie Eile ein Jahr zu verlassen und ins nächste zu stürzen. Auch verbinde ich z.B. BMs Geburt kaum mit der Jahreszahl 2010 sondern... na ja... eben mit BM und R. Trotzdem scharre ich an Silvester gern meine liebsten Menschen um mich und "emotioniere" heimlich ein bisschen rum.

Somit bin ich ausgesprochen gut ins Jahr 2013 gerutscht. Schon am Nachmittag machten wir uns auf ins Dorf, wo wir erstmal vorsichtig BMs Einstellung zu Feuerwerk getestet haben. (Ja, ja. Ist Geld verbrennen. Und laut. Trotzdem: Ich finde es schön und es gehört für mich zum Jahreswechsel dazu.) Letztes Jahr hatte BM schon beim Anblick eines zischenden Goldregens Angst bekommen, so dass wir das wir unseren Feuerwerkspaziergang natürlich gleich abgebrochen hatten.
Dieses Jahr war das schon ganz anders. Sie fand es richtig toll, eine Wunderkerze zu halten, ärgerte sich nur ein bisschen weil "Iss schaff nich hroße Ball malen!!" Also malte ich die Kreise und Kringel mit der Wunderkerze in die Luft für sie.
Der Opa hatte auch ein paar klasse Knallerbsen (diese kleinen Säckchen, die man "doll runtermeißen" muss). BM hatte schnell die richtige Technik raus, um die Dinger tatsächlich zum knallen zu bringen.

Wenig später trafen PL nebst Eltern sowie Olo und Tga ein und wir schmückten das ganze Haus erstmal für die Paaty mit Luftschlangen und Luftballons. Dann schlugen wir uns die Bäuche mit Raclette-Pfännchen voll, ein wenig in Eile, weil die Kinder Action verlangten.

Danach ging es nochmal nach draußen. Die frische Luft tat vor allem den Kindern sehr gut, welche auf PLs Vorschlag hin erstmal ein paar Runden durch den Garten rannten. Im Kreis, einfach so, weil anscheinend ein großer Energieüberhang abzubauen war. Dann gab es wieder Knallerbsen und Wunderkerzen, sowie ein paar "ruhige" schön anzusehende Feuerwerke. BM schmiss sich vor Lachen fast weg über "Brummer", die wie Bienen summten und umherschwirrten. Ich liebe es so sehr, wenn sie völlig atemlos und überschlagend lacht. Als es dann ein bisschen lauter wurde, wollte BM "lieber wieder heingehen und ein bisschen aufwärmen", konnte uns aber damit nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie nun wohl doch ein bisschen Angst bekam.

Danach haben wir drinnen noch ein bisschen zu Kinderliedern getanzt, doch recht bald wurde BM völlig überdreht und offensichtlich bettreif, so dass ich mit ihr ins Enkelkinderzimmer verschwand. Wir schauten noch ein Buch an und kuschelten dann recht lange Arm in Arm, erzählten uns noch vom Tag und vom Feuerwerk und kicherten Nase an Nase ein wenig albern herum. Das war ein richtig schöner Silvester-Abschluss für uns beide. Sie schlief dann um 22 Uhr im Kinderbett ein, so dass ich mich wieder zu den Erwachsenen und PL gesellen konnte.

Ich fand es dann richtig gemütlich. Wir haben uns schön unterhalten und nebenher die Show am Brandenburger Tor verfolgt. Schwupdiwups war es auch schon Null Uhr und das neue Jahr begann. Unser Hochzeitsjahr!!

Danach gab es im Dorf ordentlich Feuerwerk zu bestaunen, wir selbst machten auch ein bisschen mit, und PL war erstmals total mutig dabei. Weil BM schlief und somit nicht dabei sein konnte, musste ich meine kleine große Nichte mal ein bisschen auf den Arm nehmen und ein bisschen bekuscheln weil.... siehe oben.

Wir blieben danach noch einige Zeit in gemütlicher Runde sitzen und wurden mehrfach von PL mit Konfetti beworfen (ich habe immer noch Phantom-Kitzeln unterm T-Shirt). Irgendwann nach 2 Uhr kuschelten wir unsere schläfrige BM ein und fuhren mit ihr nach Hause. Unterwegs erlitten wir noch einen Riesenschock, weil sich ein irrer Typ mitten auf die Straße stellte, um wohl ein Taxi anzuhalten. Sowohl das Taxi als auch wir verpassten den Idioten nur um Haaresbreite. Nach diesem Adrenalinstoß waren wir alle erstmal hellwach (BMs Händchen hatte ich vor Schreck ganz doll gedrückt).

Um 3 Uhr lagen wir dann alle im "hroßen" Bett. BM war erst sehr unruhig und R. müde und ein bisschen genervt, weil sie nicht schlafen wollte. Als beide dann schliefen war ich noch ein bisschen wach, weil es es so schön und gemütlich fand, mit meinen beiden Lieblingsmenschen eingekuschelt im Bett zu liegen während draußen noch vereinzelt Feuerwerk zu hören war.

Samstag, 29. Dezember 2012

Weihnachten 2012

Wir hatten ein wundervolles Weihnachten! Wieder einmal gab es so viele Momente, die ich hier festhalten sollte, und wieder einmal hatte ich nicht genügend Zeit. Also wieder einmal nur ein Schnelldurchlauf.

Heiligabend verbrachten wir zum ersten Mal mit meinen Eltern, meinem Bruder B, K und PL in unserem Häuschen. Den verregneten Vormittag ließen wir ganz entspannt angehen und tobten mit BM durch das Dachgeschoss, um sie für den Mittagsschlaf auszupowern. BM war jedoch erkältet und erbrach wie so oft kurz nach dem Einschlafen Schlodderkotze. Danach konnte sie partout nicht mehr einschlafen und wir befürchteten, dass sie völlig überdreht oder missgelaunt sein würde. Doch weit gefehlt!

Die "Feierlichkeiten" starteten mit einem gemeinsamen, ein wenig eiligem Kaffeetrinken. Danach gingen die Kinder zum Spielen nach oben und bemerkten gar nicht, dass zwischenzeitlich der Weihnachtsmann eingetroffen und viele Geschenke im Wohnzimmer verteilt hatte. Dann rief ich die Kinder herunter, die auch gleich ganz aufgeregt waren, zumal unser Nachbar als Weihnachtsmann verkleidet unten wartete und für jedes Kind ein paar wissende Worte sowie ein Vorab-Geschenk hatte (für BM natürlich "Gokogade").





Dann stellte ich die Geduld der Kinder mit der Weihnachtsgeschichte sehr auf die Probe. Ich kann mich noch gut erinnern wie aufgeregt ich früher war, wenn mein Vati die Geschichte las während rundherum die vielen Geschenke lockten. Dennoch gehört diese kurze Besinnung dazu, auch wenn wir eigentlich überhaupt nicht religiös sind.

Eigentlich war geplant, um die Geschenke zu würfeln, wobei die Kinder natürlich Sonderkonditionen hatten. Doch als BM schon das zweite Geschenk auspacken durfte während PL eine Runde leer ausging drohten Tränen, so dass wir zu Plan B übergehen: Halbwegs gebremstes Auspacken ohne Würfeln.

Aus PLs Couchecke tönte es oft: "Yeah, genau das habe ich mir gewünscht!" Sie hatte ja auch wirklich einen sehr anschaulichen Wunschzettel erstellt. Unter anderem gab es einen richtigen Fotoapparat, mit dem sie anschließend auch gleich wild herum experimentierte und u.a. ihren Opa zu einer Standwaage vorm Weihnachtsbaum animierte.

An dem Abend war BM von den vielen Geschenken noch ziemlich überfordert und freute sich am meisten über das Geschenk, dass ihre Püppi bekam: Diese hat nun auch endlich einen "Mucki", Mütze, Schal, Pullover und Schuhe für kalte Tage. Inmitten des Auspacktrubels begab sie sich still und leise auf die Suche, und es dauerte eine Weile bis R. merkte, dass sie ihre Püppi suchte. Die wurde dann auch schnell runtergeholt und eingekleidet:




Mein persönliches Lieblingsgeschenk für BM kam von meinen Eltern und stand schon seit einigen Wochen verlockend in unserer Kammer. Schon am Heiligabend spielte sie ein bisschen damit, und jetzt wo ein bisschen Ruhe eingekehrt ist, werden die Püppchen ausgiebig geduscht, gehen pullern, müssen essen und heiern. Ist das nicht ein Traum?


Und hier noch ein Geschenk, dass B und PL gemeinsam bekommen haben und nicht nur R neidisch macht:




Nach der wilden Geschenkeschlacht verging der Abend wie im Fluge. Die Kinder waren gut gelaunt und spielten die neuen Spielzeuge schon mal ein bisschen an. Hierbei war PLs "Metallbaukasten aus Holz" hoch im Kurs, welcher von PL, BM und vor allem auch B sehr intensiv bespielt wurde. Zum Abendessen gab es wie gewohnt Kartoffelsalat, Würstchen und Schnitzelchen, welche wie immer von meiner Mutti mitgebracht wurden. K und ich tranken ein bisschen Glühwein, doch die meiste Zeit verbrachten wir Erwachsenen damit, die beiden zuckrigen Kinder anzustaunen.

Nach all dem Trubel fiel es BM auch zu später Stunde nicht leicht einzuschlafen. Den Wunsch nach weniger Einschlaf- und Durchschlaftheater hat der Weihnachtsmann uns leider nicht erfüllt. Kein Wunder, hatten wir doch versäumt, einen Wunschzettel an ihn zu schicken.
Zu guter Letzt ließen R und ich den Abend gemütlich auf der Couch bei einer unweihnachtlichen Folge Dexter ausklingen. Ähem....

Am nächsten Morgen machten BM und Püppi uns einen leckeren Kaffee mit BMs neuem Kaffeevollautomaten zum Üben. Nächstes Jahr gibt's dann einen richtigen, damit sie uns morgens mit echtem Kaffee am Bett versorgen kann.

Danach fuhren wir zur Schwiegerfamilie, wo natürlich auch der Weihnachtsmann gewesen war und uns alle noch einmal reich beschenkte. BM bekam dort einen richtig tollen Kaufmannsladen, den sie jedoch erstmal ignorierte, weil auf dessen Theke ein Gokogade-Weihnamann stand, der von ihr zuerst begeistert registriert wurde. Doch dann gab es kein Halten mehr und BM fing sofort an Einkaufen zu spielen. Leider habe ich kein veröffentlichbares Foto gemacht....

Es gab noch viele weitere Geschenke mit reichlich Geschenkpapier, welches dann von BM entsorgt wurde ("Weihnamann hat hroße, schwere Sack!")


Am Nachmittag gab es dann das große Weihnachtsessen bei M+M. Hier war auch erstmalig deren "andere" kleine Nichte J. zugegen, die nur drei Monate älter als BM ist. Die beiden brauchten nur einen minimale Auftauzeit bevor sie ein Herz und eine Seele wurden. Sie rannten kreischend im Kreis durch die Durchgangszimmer - immer haarscharf am Weihnachtsbaum vorbei und spielten "Decken" indem sie sich synchron hinter Bett oder Couch warfen. Js Oma hatte vorsorglich beiden je ein Raubtierchen geschenkt, welche brüllend umherkrabbelten. Als beide schon ganz aufgedreht und durchgeschwitzt waren, spielten sie lachend mit BMs Opa, der Kasper, Räuber, Hund und Dame dabei hatte, welche alle zum großen Amusement der Mädels ständig laut niesen mussten. Was für ein Spaß!


Den 2. Weihnachtsfeiertag ließen wir dann etwas ruhiger bei meinen Eltern angehen. Bei frühlingshaften Temperaturen machten wir erstmal einen kleinen Spaziergang mit BM während wir auf PL warteten. Danach nahm BM Puppe T in die "Duca" wie sie es bei Baby A gesehen hat. So eine süße kleine Puppenmutti!




Nach dem Mittagessen begann BM ihr Bettzeug aus dem Enkelkinderzimmer ins große Bett zu schleppen und forderte richtiggehend ein, jetzt mit Oma Mittagsschlaf zu machen. Unser Kind? Will schlafen? Die Mittagspause nutzten R und ich zum gepflegten Nichtstun auf der Couch.

Der Nachmittag verging sehr gemütlich. Opa klebte den Kindern (womit eigentlich?) Taschentücher ans Kinn, so dass diese "Weihnachtsmann" spielen konnten. Sie stapften um uns herum und forderten Lieder und Gedichte ein. Sie spielten auch ganz kurz einträchtig auf der Couch ehe BM entschied, dass das zu gemütlich sei und BM mit wilden Umarmungen überfiel. Denn schließlich findet BM: "Iss hak meine PL doll gieb!"



Und nun? Nun versuchen wir für den Rest unseres Urlaubs wieder ruhigere Zeiten einkehren zu lassen und BM ausreichend Gelegenheit zu geben, ihre tollen neuen Spielsachen zu bespielen.