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Montag, 13. Mai 2013

Ein Traum

So kitschig es auch klingen mag: R. und ich sind in den letzten Wochen auf einer Wolke des Glücks geschwebt, die keine Zeit für diesen Blog gelassen hat. Irgendwie war alles so zauberhaft und besonders, dass es wohl auch jetzt keinen detaillierten "Bericht" geben wird, sondern wir unsere Erinnerungen für uns behalten werden.

Nur so viel: Am 25. April 2013 gaben wir uns im engsten Kreis unserer Familien und Trauzeugen das Ja-Wort. Der Tag war genauso entspannt wie wir ihn uns gewünscht hatten und übertraf dennoch unsere Erwartungen bei Weitem. Unsere Gäste hatten sich unglaublich viel Mühe mit den Vorbereitungen gegeben, um uns diesen Tag absolut unvergesslich für uns zu machen. Ich habe den Tag als Braut unglaublich genossen und habe mich wie eine Prinzessin gefühlt - auch wenn ich von der Corsage blaue Flecken an den Rippen bekam und wir vor der Hochzeitsnacht erstmal knapp 50 Haarnadeln entfernen mussten. Mein Ehemann ist der tollste Mann der Welt und sieht mit Ring noch besser aus als ohnehin schon. BM und die anderen Blumenkinder waren einfach zuckersüß. Ich hätte meinen kleinen Wildfang vor Liebe fressen können als sie sich im gelben Kleidchen meinen Brautstrauß schnappte und damit quer über den Rasen ausbüchste. Die Location war toll, mein Blumenstrauß und die blumige Deko wunderschön. Das Wetter war nur an diesem einem Tag in der Woche so richtig perfekt zum heiraten. Kurzum, es war alles wunderbar und doch so unbeschreiblich, dass ich mich gar nicht erst daran versuchen werde. 

Unsere Flittertage verbrachten R. und ich zu zweit auf Mallorca. Wir hatten ein luxuriöses Hotel, in dem wir es uns richtig gut gehen lassen konnten. Nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" sind wir viel mit Fahrrädern, aber auch im Auto umher gefahren und konnten uns nicht satt sehen an der frühlingsgrünen Landschaft, den vielen Blumen und charmanten Finkas. Romantik, ein bisschen Abenteuer, ein Abend am Ballermann und sogar ein halber Tag am Pool, bei dem mein stets vielbeschäftigter Ehemann redlich Mühe gab, einfach mal ein bisschen Nichts zu tun. 

BM war derweil auch in einem Urlaub. Meine Eltern fuhren mit ihr, PL und meinem Bruder nach Leipzig, danach blieb sie noch zwei Tage bei ihnen im Dorf. Sie war ganz lieb und hat die Zeit mit ihrer Familie auch sehr genossen und danach noch viel davon erzählt. Wir sind wirklich froh, dass das so gut geklappt hat, denn bis dahin hatte sie nie länger als eine Nacht ohne uns auswärts geschlafen. 

Wieder vereint mit unserem Mädchen haben wir die restlichen freien Tage sehr genossen, und da dann nur drei Arbeitstage vor dem langen Himmelfahrtswochenende die viele Familienfreizeit unterbrachen, kommen wir erst jetzt langsam wieder von unserer Wolke herunter und im Alltag an.

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Ich bin so verliebt: In meinen Ehemann, in mein Mädchen, in unser Leben. Alles ist einfach schön. 

Montag, 8. April 2013

Brautsause

Meine Güte, ich bin blogtechnisch hoffnungslos hinterher. Aber jetzt muss ich endlich mal über meine Brautsause berichten...., die nun immerhin schon zwei Wochen her ist.

Irgendwie hatte ich gar nicht daran gedacht, dass mit dem Heiraten ja auch ein Junggesellinnenabschied einher geht. Als meine Trauzeugin vor Monaten mal eine Bemerkung in die Richtung machte, viel es mir wie Schuppen von den Augen und ich fürchtete mich ein bisschen, weil ich nicht wirklich Lust hatte mit lustigem T-Shirt und "Aufgaben" lösend durch die Kneipen zu ziehen. Ich hoffte stattdessen auf etwas Wellness und Entspannung, verdrängte das Thema aber sicherheitshalber gleich wieder.

Somit dachte ich am Abend des wirklich bescheuerten Arbeitstages - dem 22. März - nur noch an den Feierabend auf der Couch. Ich hatte gerade BM ins Bett gebracht und mich in Jogginghose auf die Couch geworfen als es an der Tür klopfte. R. bestand darauf, dass ich selbst die Tür öffnete - und da standen meine liebe A. und K ohne H mit Wunderkerzen bewaffnet davor. Oh je, ich glaube, ich habe sie nicht sehr überschwänglich begrüßt, denn an einem Freitag ABEND konnte wohl kaum mit Wellness sondern viel mehr mit Kneipen gerechnet werden.

Ich hatte eine wirklich lange Leitung und verstand ewig nicht, dass ich über Nacht wegbleiben würde! R. hatte sehr umsichtig (und ja, einigen Hinweisen) einen großen Koffer gepackt, der aber schon heimlich an mir vorbei ins Auto geschmuggelt worden war. Etwas verwirrt, aber mittlerweile guter Dinge stieg ich also ein. Das Navi verriet mir zwar nicht das Ziel, aber dass wir 184! Kilometer fahren müsssten. Aha.

Nach einer recht gruseligen Fahrt über schneeverwehte Landschaften kamen wir an einem blauen roten Ferienhaus am See Möschen *hihi* an. Dort warteten meine kugelige Trauzeugin F. und Kimmy auf uns. Am Kamin, bei Kerzenschein und Sekt schnatterten wir uns schon mal warm bevor wir in die Betten fielen.

Am nächsten Morgen schliefen wir so richtig aus. Nachdem F. und ich uns um 6 Uhr schon mal recht munter begrüßt hatten (Muttis eben), drehten wir uns nochmal um und schliefen bis halb 10! Nach einem ausgiebigen Frühstück (bei dem nur die Zwiebeln an den Rühreiern fehlten *lach*) machten wir eine ausgedehnte Spazierwanderung durch die frühlingshafte Winterlandschaft. Es war ein wunderschöner Tag, die Sonne schien und überall lag Schnee. Wie im Winterurlaub.


Den Nachmittag verbrachten wir erneut mit stundenlangem Schnattern - ich weiß gar nicht, was wir die ganze Zeit zu erzählen hatten, aber für mich verging die Zeit wie im Fluge. Vielleicht auch, weil Kimmy jederzeit geflissentlich dafür sorgte, dass mein Sektglas nie leer wurde.

Als es dunkel wurde gingen A, Kimmy und ich dann in die hauseigene Sauna. Da hatten wir uns schon den ganzen Tag drauf gefreut, wollten aber warten bis es draußen dunkel genug war, damit wir uns im Schnee abkühlen konnten. Was wir dann auch japsend und kreischend taten - sehr zur Erheiterung unserer Nachbarn die keineswegs ordnungsgemäß im Haus waren, sondern auf der Terrasse grillten.

Eine weitere Durchschlafnacht machte die Erholung dann perfekt. Beim Frühstück mussten wir etwas improvisieren, weil wir Wurst und Käse wegen des funktionsuntauglichen Kühlschranks auf der Terrasse gelagert hatten. Bei zweistelligen Minusgraden sind die schockgefrosteten Sachen dann nicht mehr pünktlich aufgetaut. *lach* Und dann war mein chilliges Brautsausenwochenende auch schon vorbei und es ging wieder zurück nach Hause.

Mädels, unser Wochenende war eine wirklich gelungene Überraschung und ich fand die Tage mit euch absolut wunderbar!!

PS: Und nun fangt schon mal an Fangen zu üben! In zweieinhalb Wochen will ich euch mit vollem Einsatz beim Brautstraußfangen sehen!

PPS: Das gilt nicht für A, weil sie 1) schon sehr gut fangen kann und 2) schon verheiratet ist.

Sonntag, 4. November 2012

Gefragt.... oder.... Was am 30. Oktober 2012 noch geschah

Im ersten Absatz jenes Posts fehlte noch:

Eigentlich hätten wir an dem Abend kindfrei gehabt, denn wir waren (angeblich) mit R.s Kollegen zum essen verabredet. Nachdem BM (zumindest zeitweise) eingeschlafen war und wir hofften, dass derweil das Zäpfchen seine Wirkung tun würde, schlug R. vor, dass wir etwas zu Essen bestellen sollten. Eigentlich mache meistens eher ich solche Vorschläge, so dass ich in freudiger Erwartung auf ein asiatisches Essen zustimmte. Erstmal schälte ich mich jedoch aus meinen leicht angebrochenen Arbeitsklamotten. R. bat mich dann, trotzdem nicht gleich in den Schlafanzug zu schlüpfen. Also wurde es mein schlumpigster Kapuzenpulli. Unten angekommen bestellten wir das Essen und R. zündete ein paar Kerzen an. Ich plumpste auf die Couch und whatsappte noch eine Nachricht an unsere Kinderkrankenschwesterhotline bis R. mich bat das Handy wegzulegen. Er fragte mich dann, ob ich entspannt sei, was ich leider erstmal verneinen musste, da es ein langer Arbeitstag gewesen war, der Feierabend mit K*tze angefangen hatte und unser armes kleines BM krank war. Aber ein leckeres Essen würde es schon richten. Doch dann....

R. küsste mich, zog mich auf die Beine und sagte, dass er mir noch was sagen wolle.... nämlich, dass er mich liebt....

               UND (auf ein Knie sinkend) mich fragen wolle....

.... ob ich seine Frau werden möchte.... ODER.... ob ich ihn heiraten möchte .... An dieser Stelle ist unser beider Erinnerung getrübt, wir können uns tatsächlich nicht entsinnen wie genau er mich nun eigentlich gefragt hat. 

Ich und mein Schlumpikapuzenpulli müssen ganz schön perplex ausgesehen haben. Jedenfalls viel ich MEINEM R. erstmal vor Glück um den Hals. Es dauerte ein paar Momente bis mir klar wurde, dass ich ja antworten müsste. Also sagte ich "Na klar." .... Und dachte gleich, dass ich das ja wohl sehr viel schöner hätte sagen können, und schob noch ein "Natürlich möchte ich dich heiraten!!!!!!!!" hinterher.

Und dann zückte R. tatsächlich noch eine kleine Schachtel, in der dieser wunderschöne Verlobungsring steckte. 

Nur wenige Augenblicke später wurde BM wieder blubber-gurgelnd wach. Wir eilten nach oben, ich schnappte mir BM und eilte mit ihr zum Waschbecken, wo sich unser armes kleines Mädchen erneut erbrach. Auf den Ring.

R. hatte diesen Abend schon so lange geplant. Den Ring hatte er nach einigen schweißtreibenden Jagdzügen in Juwellierläden so wunderbar ausgesucht, und für den Abend hatte er uns natürlich nicht mit seinen Kollegen verabredet sondern heimlich einen Tisch für zwei in einem schönen Restaurant gebucht. Nun gingen R.s Pläne für diesen Abend zwar nicht auf (bis auf die positive Beantwortung DER Frage natürlich), und doch finde ich, dass es irgendwie total zu uns passte, diesen wunderschönen Moment zu Hause erleben zu können.



PS: Der Post vom 20. Oktober 2012 war mein voller Ernst, denn ICH hatte da ja wirklich noch keine Ahnung von meinem Glück, obwohl der Ring schon startklar in R.s Auto wartete.