Posts mit dem Label Party werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Party werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. Oktober 2014

Partysonntag

Zuerst mal noch mal alles Liebe und Gute zum Geburtstag, lieber Vati!
----
Seinen diesjährigen Geburtstag feierte mein Vati in sehr großer Runde. An diesem Sonntag waren fast alle Enkelkinder der drei Brüder anwesend, so dass wir auf 1 Gymnasiastin, 4 Grundschulkinder, 2 Kindergartenkinder und 3 Babys kamen. Es fehlte nur ein verreistes Kind. Eine ganz schön große Bande, die da so durch den Garten tobte. BM fühlte sich aber scheinbar wieder am wohlsten, wenn sie einfach nur mit ihrer PL spielen konnte. Der Abstand zu den großen Schulkindern ist wohl einfach noch zu groß und die Spiele (erzählt doch mal, in wen ihr so verliebt seid...) nicht so besonders interessant. Zwee beobachtete den Trubel auch lieber aus der Sicherheit der Manduca bzw. Mamas oder Papas Armen heraus. 

Ich fand, es war eine sehr schöne Feier. Es gab gewohnt leckeres Essen vom Grill und aus Muttis Küche, und vor allem hatte ich Gelegenheit, mich richtig viel und gut zu unterhalten. 

Ein sehr bitterer Wermutstropfen ist, dass mein Onkel M. nach seiner Herzoperation immer noch im Krankenhaus und leider nicht dabei sein konnte. Hoffentlich geht es ihm bald endlich besser, so dass er nach Hause kommen kann. 

Dienstag, 9. September 2014

BM ist 4

Habe ich nicht erst gerade eben dieses zauberhafte, wunderbar warme und weiche Baby auf die Brust gelegt bekommen? Und nun ist unsere BM schon unglaubliche vier Jahre alt. In den letzten Monaten ist sie noch einmal soviel reifer geworden. Scheinbar über Nacht hat ihr Gesicht alles Kleinkindhafte verloren. Sie ist noch geschickter geworden, klettert wie ein Äffchen, läuft wie der Wind und quasselt uns tagein tagaus Knöpfe an die Backen. Man kann richtige Gespräche mit ihr führen, kann ihr Dinge erklären, die sie sich sofort merkt und umsetzen kann (wenn sie will). Ein paar der schönsten Momente hatten wir, wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen und essen und BM uns mit ihrer ganz eigenen Logik die Welt erklärt.

Auch wenn BM es zuletzt nicht immer ganz leicht mit den vielen Säcken Reis hatte, ist sie doch mehrheitlich ein sehr liebes und umgängliches Kind. Ich finde, sie hat genau die richtige Balance zwischen Zurückhaltung in neuen Situationen und Offenheit für Neues. Man merkt, dass BM sich nicht mehr nur bei uns zu Hause von unseren Eigenarten beeinflussen lässt, sondern auch viele Einflüsse von ihren Freunden aufgreift. Beobachtet man BM mit ihren Freunden, so ist sie mal Initiator und ganz vorn mit dabei, und mal macht sie einfach alles nach und lässt sich mitziehen. Ebenfalls eine gute Mischung, denke ich. BM traut sich vieles, ist aber eigentlich nie zu übermütig, sondern kann sich und ihre Fähigkeiten schon ziemlich gut einschätzen - auch wenn uns bei manchen ihrer Kletterübungen fast das Herz stehen bleibt.
------------------
Dieses Jahr war BM schon lange vor ihrem Geburtstag aufgeregt. Sie wusste, es würde Geschenke geben - sie wünschte sich eine neue Tüte für ihr Knetzeug, weil die alte zerrissen war. Das war eigentlich der einzige beständige Wunsch, den ihr meine Eltern auch erfüllten. Vor einer Woche wachte sie einmal Nachts weinend auf, weil sie schlecht geträumt hatte. Anstatt mir zu sagen, was sie geträumt hat (Gespenster), schluchzte sie erstmal vorwurfsvoll: "Ich hab gar keinen Traumfänger (wie PL). Darum kommen nur die bösen Träume zu mir." Außerdem hatte sie auf dem Werbezettel in ihrem Colorama-Spiel mal gesagt, dass sie gern das Spiel "Sprechhexe" haben möchte, weil sie das Bild davon so lustig fand. Je näher der Geburtstag rückte, desto öfter äußerte sie noch ein paar seltsame Wünsche, wie z.B. eine neue Trinkflasche für Nachts, weil sie den Sauger einer alten zerbissen hatte und die immer tropft, und gelbe Knete, weil die alte eingetrocknet ist. Tatsächlich schien sie keine besonderen Spielzeugwünsche zu haben.

BMs Vorstellungen drehten sich eigentlich immer darum, wen sie einladen würde. Dabei wurden gelegentlich alle ihr bekannten Kinder aufgezählt. Noch am Vorabend ihres Geburtstages zählte sie alle auf, die eingeladen waren, und sagte, dass sie sich dann mal überlegen würde, wen sie noch einlädt. Ach ja, und sie müsste sich noch überlegen, was für Spiele wir machen, aber auf jeden Fall wollte sie mit den Kindern in den Park nebenan. Zuletzt wurde täglich durchgezählt wie oft sie bis zum großen Tag noch schlafen musste.

Und dann war der große Tag endlich da. BM war schon eine Weile unruhig und rief dann um 6:30 Uhr endgültig nach uns. Wir eilten gleich nach unten zu ihr, R. nahm sie auf den Arm, ich trug Zwee und wir sangen Happy Birthday und Hoch soll sie leben für BM, die fragte. "Ist jetzt schon morgen früh? Ist heute mein Geburtstag?"

Dann ging R. nach unten, zündete die Kerzen auf BMs Geburtstagstisch an und rief nach uns. Ich trug mein gar nicht mehr so kleines Mädchen nach unten während sie sich aufgeregt an mir festklammerte. Schnell wurden die Kerzen ausgepustet, damit die Geschenke ausgepackt werden können. Erwartungsgemäß lagen wir mit der Schmink- und Frisierpuppe goldrichtig. BM findet sie richtig cool, zumal sie ja "Resörin" werden will, wenn sie groß ist und endlich mal Flechten üben wollte. Außerdem gab es das Spiel mit der Sprech-Hexe, natürlich einen Traumfänger, einen "richtigen" Gürtel und ein Kleid. Zuerst wurde mit den Luftballons gespielt - immerhin nicht mehr mit der Geschenkverpackung wie in den Vorjahren. Das übernahm Zwee, die ausgiebig eine Handvoll Schleifenband einspeichelte. Gleich danach wurde aber die Schminkpuppe eingeweiht.


Da BMs Geburtstag auf einen Sonntag fiel, kamen schon um 10 Uhr die Omas, Opas, Onkel und Tanten und natürlich PL zum Geburtstagsfrühstück. Natürlich gab es wieder reichlich Geschenke, wobei BM aber zum ersten Mal nicht völlig durch den Wind wirkte... auch wenn wir am nächsten Tag erstmal noch mal alles sichten mussten, weil sie an ihrem Geburtstag gar keine richtige Gelegenheit dazu hatte. Unter anderem gab es allerhand nützliches für ihre Püppi: eine Wickelkommode, ein Tragetuch und von Kimmy eigens genähte Wickeltasche, Windel und Lätzchen. Außerdem einen Koffer, ein erstes Tiptoi-Spiel, eine Badepüppi und und und.

Nach dem Frühstück spielten BM und PL erstmal eine Weile im Kinderzimmer und später im Garten, was BM auch gut tat, um ein bisschen runter zu kommen. Denn nach dem Mittagsschlaf ging es dann ja mit der langersehnten Kindergeburtstagsparty weiter.

Um 15:30 Uhr ging es los, vier Mädels aus der Straße trafen ein und übergaben - natürlich - Geschenke. Das Auspacken erfolgte relativ gesittet während die Mädels auf dem Boden um BM herum saßen. Diverse Bastelsachen, ein Toaster für die Kinderküche, eine Barbie wurden ausgepackt. Insgesamt hat BM wirklich schöne Geschenke bekommen, die ihren Interessen entsprechen. Auch wenn es natürlich alles total viel war, ist einiges dabei, was wir in den kommenden kalten Monaten sicherlich gut gebrauchen können.

Beim anschließenden Kaffeetrinken mit Cakepops und Muffins ging es noch recht ruhig zu. Die kleinen Partymäuse mussten wohl erst auftauen. Gleich danach war es jedoch vorbei mit der Ruhe, da erstmal wild mit Luftballons getobt wurde. Dann ging es raus Richtung Park. Wir machten unterwegs Eierlauf, Autos auffädeln, Sackhüpfen und Topfschlagen. Zwischendurch rannten die Mädels fröhlich herum, spielten Fangen und machten diverse Trink- und Naschpausen. Nach einer Stunde kam BMs beste Freundin C. dazu, worauf die Spiele gleich noch einen Zacken lauter und wilder wurden. Es wurde getobt und gelacht, und zwar ohne Zank und Streit. Alle Kinder waren lieb und hörten auf uns. Perfekt! Zum Abschluss gab es dann noch eine Runde Verstecken im Wäldchen und leider auch eine Auseinandersetzung mit einem freilaufendem Hund nebst blödem Herrchen, dem völlig egal war, dass da sechs Mädchen vor Angst weinten.

R. und Kimmy haben die Meute richtig toll bespaßt. Es war richtig schön, dabei zuzusehen wie R. die kleinen Partygäste managte und Quatsch mit ihnen machte. Kimmy machte nebenher ganz viele tolle Fotos und half dabei, alle im Zaum zu halten. Ohne Kimmy wäre es wirklich schwer geworden, da ich größtenteils Zwee trösten und umher tragen musste, weil sich wegen des hohen Lärmpegels oft erschrak und weinte.

Zum Abendessen gab es wie von BM gewünscht Nudelauflauf. Natürlich hatten alle Kinder zwischendurch reichlich genascht und hatten kaum Hunger. Weil dann noch etwas Zeit war, gab es noch eine kleine Kinderdisco. Ich brachte da gerade Zwee ins Bett, aber es hörte sich ziemlich wild an.

Als Zwee schlief machten wir drei noch das neue Pippi-Langstrumpf-Puzzle zum herunter kommen. Das war besonders schön, weil BM dann langsam ruhiger wurde und ganz kuschelig und anhänglich war. Ich kuschelte dann auch noch mit ihr im Bett, um den Tag Revue passieren zu lassen und hielt dann ihre Hand, um ihr beim Einschlafen zu helfen. Das dauerte natürlich eine Weile, weil BM noch so aufgeregt war. Oft nervt mich das sehr, aber an dem Abend genoss ich die Zeit. Ich streichelte sie noch ein bisschen und sagte ihr ganz oft wie lieb ich sie habe: Bis zum Mond und zu den Sternen, zu allem und wieder zurück, für immer und ewig.


Dienstag, 10. September 2013

BMs 3. Geburtstag

Am Samstag war BMs lang ersehnter dritter Geburtstag. BM hatte im wahrsten Sinne des Wortes darauf hingefiebert, sie war ab Dienstag krank geschrieben mit Fieber ohne alles. Obwohl sie sich einige Tage offensichtlich ziemlich krank fühlte, zählte sie dennoch die Tage bis zu ihrem großen Tag (noch zweimal schlafen und einmal Mittagschlaf....). Am Donnerstag und Freitag ging es ihr dann auch schon viel besser und das Fieber auch verschwunden.

In der Nacht auf ihren Geburtstag schlief BM dennoch wieder sehr unruhig und war offenbar nicht ganz auf dem Posten. Ab 3 Uhr morgens nölte und jammerte sie im Schlaf bis sie irgendwann strahlend fragte: "Ist heute mein Geburtstag?". Wir sangen ihr dann Happy-Birthday-mit-Namen und sie freute sich, dass es endlich soweit war. Noch im Schlafanzug ging es hinunter zum Geburtstagstisch, wo sie fröhlich plappernd ihre Geschenke auspackte. R. und ich lagen diesmal goldrichtig mit unseren Geschenken, obwohl die Ideenfindung uns gar nicht leicht gefallen war. Das Playdoh-Eiscafé wurde sofort und seitdem auch schon mehrfach ausdauernd bespielt. Und nach dem Frühstück ließen wir nebenan im Park gleich BMs neuen Drachen steigen. BM hatte richtig viel Spaß dabei, über die Wiese zu rennen und den Drachen hinter sich her zu ziehen. Das werden wir jetzt im Herbst sicherlich noch öfter machen.

Nach einigem Getobe wurde BM dann jedoch wieder recht schnell unleidlich. Wir Eltern waren schon etwas genervt und ein bisschen traurig, weil wir doch alle einen schönen Tag haben wollten und nun stattdessen sogar schon das Geburtstagsmädchen anpflaumten, weil es so grantig zu uns war. Die sichtlich erschöpfte BM konnte dann trotzdem lange nicht in den bitter-nötigen Mittagsschlaf finden. Während sie dann mit einigen weinerlichen Unterbrechungen schlief schmückten R. und ich noch den Garten für die anschließende Party. Als BM endgültig aufwachte weinte sie ganz bitterlich und erklärte irgendwann "mein Kopf weht so weh". Armes kleines Mädchen! Das erklärte natürlich auch das Nöli-Popöli. Ich gab ihr schnell eine Dosis Nurofen, doch die wirkte nur langsam. So kam es, dass die Omas und Opas schon kamen und BM noch platt wie eine Briefmarke auf meinem Bauch kuschelte. Ich zog sie dann an und ging nach unten, wo BM sich an mich klammerte und sich gar nicht gratulieren oder beschenken lassen wollte. Nicht einmal die gewünschte Krone von Tante Kimmy wollte sie anschauen....

... bis ihre große Cousine kam. Die zauberhafte PL bewirkte eine spontane Heilung und die Party konnte beginnen!

Es wurde dann doch noch eine richtig schöne Party! Nach einer Stärkung mit einigen Krümeln Regenbogentorte und einem halben Cakepop war BM dann bereit für die Geschenkeflut und freute sich gleich riesig über ihr neues großes Fahrrad und das Puppenbett. Auch die anderen Geschenke waren richtig toll, auch wenn BM sicher erstmal eine Weile brauchen wird bis sie alles entdeckt und ausgiebig bespielen kann: eine große Duplo-Kiste, eine Murmelbahn, viele tolle Bücher und Puzzle für "große Kinder" und vieles mehr.

Nach dem Kaffee verschwanden die Kinder dann eine Stunde im Kinderzimmer, welches komplett verwüstet wurde während immer wieder übermütiges Jauchzen von oben herunter schallte. Danach gab es Nudeln, die von den Kindern auf einer Picknickdecke im Garten gegessen wurden. Und die ganze Zeit staunte ich über mein großes, tolles Mädchen wie sie da so selbstverständlich mitredete und -spielte und zwischendurch die beiden Babys A. und L. betüddelte. Sie gehört nun definitiv mehr zu den Großen als zu den Kleinen!

Abends brachte ich mein Geburtstagsmädchen noch sehr ausgiebig ins Bett, erzählte ihr wie lieb ich sie habe, wie sie als Baby war, wie lieb ich sie habe, was sie schon für ein tolles großes Mädchen ist und wie lieb ich sie habe.

.

PS: Nach diesem langen Tag ging es für mich noch in die zweite Runde: Die Zwillinge S+S feierten ihren 30. Geburtstag. Mit 30 Jahren zählen meine ehemaligen "kleinen" Nachbarn nun wohl auch endgültig zu den Großen. :-)

Samstag, 17. August 2013

Cinderella-Schuh und Wolkenbruch... oder: 2007 war ein gutes Jahr

PL ist nun ein Schulkind und nicht mehr klein. *sing*

Letzten Samstag feierten wir ihre Einschulung. Ich war schon ab dem Morgen dabei und musste schon das erste Mal schlucken, als mir dieses große Kind die Tür öffnete und aussah wie.... na ja, ein Schulkind eben. Als sie dann den Ranzen aufsetzte war es das erste Mal um meine Mutti und mich geschehen. Ich wusste schon, warum ich an diesem Tag wasserfeste Wimperntusche genommen hatte. 

Dann machte PL sich auf den Weg in die Schule - begleitet von Mama und Papa, meinen Eltern und mir. Unterwegs sammelten wir noch ihre anderen Großeltern, Tante und Onkel ein. PL hatte sich für diesen Tag ihre roten Klackerschuhe (sagt man das noch so?). Ohne Riemchen fielen sie jedoch immer wieder ab, so dass wir etwas gebremst wurden und mehrfach verlorene Schuhe einsammeln mussten. Wir erfuhren jedoch, dass ihre Tante A. zu ihrer Einschulung unbedingt viel zu kleine Schuhe tragen wollte. Dieses Schuhding scheint also in der Familie zu liegen.

Die Einschulungsfeier fand in der Turnhalle der Schule statt, wo die ABC-Schützen von Schülern der 4. Klasse begrüßt und mit kurzweiligen Liedern, Gedichten und Tanz unterhalten wurden. Die Schulleiterin fand ein paar sehr passende Worte darüber, welche historisch relevanten Dinge alle 2007 passiert sind, die jedoch von den Eltern der Erstklässler (und ihren TANTEN) kaum registriert wurden, weil sie mit einem viel größeren, wundervollen Ereignis vollauf beschäftigt waren. Dann wurden alle Kinder der Klasse 1c aufgerufen, um in den Klassenraum zu gehen, wo wir sie dann nach einem 20-minütigen "Unterricht" nach einer wuseligen Fotosession abholen durften.

Am Nachmittag fand dann die große Party im Dorf statt. Der Garten war toll geschmückt und K. hatte die Tafel sehr schön und kreativ gedeckt. Als fast alle Gäste da waren begann es jedoch zu stürmen und zu gießen. In einem beherzten Einsatz stellten die Männer in aller Eile das zuvor für unnötig erklärte Partyzelt auf und die Party wurde in Zelt und Carport verlegt. Natürlich kam danach die Sonne bald wieder heraus.

Es war eine richtig tolle Feier, an die nicht nur PL sicherlich noch lange denken wird. Ein Highlight war der Zauberkünstler, der eine sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr unterhaltsame Show lieferte. PL wurde mit Geschenken überhäuft. Also echt überhäuft. Aber es war ja auch IHR Tag. Die Schulkinder tanzten und spielten schön miteinander, während BM und die anderen Kindergartenkinder vor allem mit Seifenblasen beschäftigt waren. Am Abend wurde noch ein Lagerfeuer angezündet und Stockbrot und Marshmellows gebrutzelt.

Und nun hat PL schon eine Woche Schule hinter sich. Obwohl sie sich am Einschulungstag in die erste Reihe gesetzt hatte, sitzt sie nun in der dritten Reihe. Dafür aber auch nicht mehr neben der frechen M., die sie aus der Kita kannte, sondern neben N., die sie im Hort kennengelernt hatte. Am ersten Tag wurde gar nicht das gemacht, was auf dem Stundenplan stand. Genau genommen wurde gar keine Schule gemacht, beschwerte sich PL. Nun hat sie aber schon die "1" und das "F" gelernt. Also schulmäßig. Eigentlich kann PL nämlich schon ziemlich gut lesen und - wenn auch manchmal spiegelverkehrt - schreiben. Meine Meinung als stolze Tante!

Außerdem wackelt ein Wackelzahn nun mittlerweile so doll, dass er sich hoffentlich in den nächsten Tagen verabschieden wird. PL hilft jedenfalls immer wieder nach, weil sie auch endlich eine Zahnlücke haben möchte.

Mittwoch, 5. Juni 2013

30 + 30 = Party

Ich hinke schon wieder hoffnungslos mit dem Bloggen hinterher. Somit ist wohl auch die tolle Geburtstagsparty anlässlich des 30. Geburtstags meines tollen Ehemanns und A. aus B. schon fast wieder verjährt.

Den eigentlichen Geburtstag verbrachten wir am Freitag recht ruhig zu Hause mit wechselnden Besuchern, die sich über den Tag verteilt bei uns einfanden. Weil sich zu dem Zeitpunkt meine Stimme komplett verabschiedet hatte, konnte ich auch leider kaum etwas zur Unterhaltung beitragen und wir ließen den Tag entspannt auf dem Sofa ausklingen.

Die eigentliche Party stieg dann am Samstag. Die Jungs (oder sagt man ab 30 endlich Männer? *lach*) waren alles ganz entspannt angegangen und gingen am Vormittag erstmal einkaufen, während ich unsere super-geheime Location vorbereitete und angemessen dekorierte. Nach einem Unheil verheißenden, verregneten Vormittag blieb es während der Party erstaunlich trocken, so dass wir wie erhofft draußen feiern konnten. BM spielte  eine Weile auf dem Spielplatz mit L. und T.. Da es für sie aber schon das zweite Fest des Tages war, nachdem sie Nachmittags schon beim Kinderfest im Wald gewesen war, fuhr meine Mutti recht bald mit ihr nach Hause.

Ich finde, es war ein richtig toller Abend mit vielen Leuten, die wir zum Teil lange nicht gesehen hatten,und einigen neuen Bekanntschaften, weil ja zwei Geburtstage gleichzeitig gefeiert wurden. Es war feucht-fröhlich wie schon lange nicht mehr (man ist ja nichts mehr gewohnt) und - auch das hat es bei uns Kleinkindeltern lange nicht gegeben - erst als es wieder hell war  bis es wieder hell wurde fuhren wir für eine Mütze Schlaf nach Hause.


Freitag, 15. März 2013

PL-Geburtstags-Tag

Unsere kleine, große Nichte wurde am 9. März schon sechs Jahre alt!! Sie ist so groß geworden und wirkt jetzt schon wie ein Schulkind, dass sie im Sommer endlich sein wird.

Während PL den Vormittag mit ihren Kita-Freunden im Indoor-Spielplatz verbrachte gab es bei uns auch ein Highlight: BMs großes Bett wurde geliefert und aufgebaut. Nachdem PL ja Ende letzten Jahres im Schlaf aus ihrem Hochbett gekletterfallen war und mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste, ist BMs "grooooße Bett" nur groß (90x200) und nicht hoch. BM echauffierte sich ein wenig, weil das Bett keine Rutsche hat, fand es aber sofort schön. In dem Bett hat sie nun auch ein großes Kissen und eine große Decke und sieht somit - erwartungsgemäß -  winzig darin aus.

Mit dem babymäßigen Gitterbettchen musste auch die Wickelkommode weichen, die ja nun seit Monaten sowieso noch Staubfänger war. R. und ich stellten flugs noch einmal Kommode, Spielküche und Puppenhaus in verschiedenen Variationen um bis wir uns entscheiden konnten. Und - tadaaaa - BM hat nun ein tolles, "große-Mädchen" Kinderzimmer.

For the record: Bislang schläft sie weder besser noch schlechter im großen Bett als vorher.

Zum Kaffee ging es dann endlich zu unserer großen PL. BM war schon ganz aufgeregt, übte "Happy Börßeh luluuu!" singen, zog ein schickes Kleidchen und ihre Tanzschuhe an und wollte ganz schnell hin, denn.... "Ich hat meine PL ganz doll gemisst!".

Tja, und eigentlich können wir gar nicht genau sagen, was die Kinder da eigentlich feierspielten, denn wir durften quasi nicht ins Kinderzimmer. Nach kurzer Aufwärmphase, die BM an mich gekettet verbrachte, ward auch sie nicht mehr gesehen, sondern ließ sich von den großen Mädchen betüddeln und abkitzeln und spielte fröhlich mit. Einen kleineren Eklat mit einigen heißen Tränen gab es als der Stopptanz nicht zur Zufriedenheit des Geburtstagskindes verlief. Nun ja, mein Bruder ist bis heute kein sonderlich guter Verlierer, PL kann dieses Problem also auf ungünstige Vererbung schieben. Dieser Moment ging aber zum Glück schnell vorüber.

Später spielte PL uns Erwachsenen Musik mit dem Keyboard vor und sang eine ganze Reihe an Liedern in ihr neues Mikrofon. Quasi-Nichte C. sang ebenfalls fleißig mit, und zwischendurch quakte auch immer wieder unsere BM dazwischen, weil sie auch mal was singen wollte. Dann mussten alle aufstehen und klatschen.

Ich finde, es war ein richtig schöner Kindergeburtstag, und es hat wieder unglaublich viel Spaß gemacht, unseren Familienkindern zuzusehen.

Montag, 5. November 2012

12kg Überraschungspaket

Beinahe hätten wir den Geburtstagsbesuch bei BMs Opa absagen müssen, denn nach BM letzte Woche und am Wochenende R. hatten nun auch der Geburtstagsopa und die Uroma eine innige Beziehung zur Toilette aufgenommen. Wir schieben alles auf Kitaviren.

Zum Glück ging es dem Opa aber heute schon besser, denn wir hatten einen Überraschungsbesuch geplant, obgleich die eigentliche Party erst am Freitag steigt. Doch BM hatte ein Bild mit bunten Schnipseln beklebt und war von mir schon seit gestern vorbereitet worden, so dass sie sicher enttäuscht gewesen wäre, wenn sie ihr Geschenk nicht hätte überreichen können. Und so klingelten wir und schlichen uns als Paketboten in den Hausflur. Über das 12kg-Überraschungspaket hat der Opa sich dann doll gefreut, auch wenn ich es nach diversen Naschereien noch etwas schwerer geworden wieder mit nach Hause nahm.

PS: R. geht es zum Glück auch wieder besser. Leider heißt das auch, dass er heute in aller früh seine Dienstreise antreten konnte und ich somit bis Freitag Abend wieder Alleinerziehende Strohwitwe bin.

Freitag, 7. September 2012

Dei Jahr

Liebe BM, nun haben wir zum ersten Mal erlebt wie du dich schon Tage vorher auf ein Ereignis gefreut hast. Du weißt sicher kaum, warum so ein Geburtstag etwas besonderes ist, aber trotzdem hast du dich von uns anstecken lassen. Wenn wir in den letzten Tagen die Worte "groß" oder "Geburtstag" oder "zwei" - in welchem Zusammenhang auch immer - sagten, plappertest du sofort aufgeregt dazwischen: "BM dei Jahr. Geid antien. Hohne auch auf. Oma. Opa. PL...." und so weiter und so fort.

Als nun der Morgen an BMs Geburtstag graute, wachte BM ganz, ganz langsam auf, indem sie sich ewig lange durch's Bett wühlte und in verschiedensten Positionen an uns kuschelte. Ich staunte mein großes, friedlich kuschelndes Mädchen an und wunderte mich wieder einmal darüber, dass die letzten zwei Jahre so schnell vergangen sind und wie groß und selbständig BM schon geworden ist. Als R. richtig wach war weckte ich BM mit den Worten: "Du bist doch heute das Geburtstagskind.", woraufhin BM sofort wach wurde, sich hinsetzte und "BM Geid antien!!" verkündete. R. und ich sangen ein "Gied" für BM und dann kuschelten wir drei noch lange im Bett, schauten Bücher an, killerten uns gegenseitig ab und genossen einfach die Zeit zu dritt. 

Nach dem Anziehen (ja, ein Geid natürlich) gingen wir dan runter zum Geburtstagstisch. BM stürmte gleich auf die Gummitiere zu, war aber beim Geschenke-Auspacken nur mäßig aufgeregt. Wir frühstückten gemütlich, kauften noch ein paar letzte Notwendigkeiten ein und dann öffneten wir endlich die Terrassentür, damit BM ihr "Hauptgeschenk" sehen konnte. Sie kletterte auch gleich behende drauf los. Mission Geburtstagsgeschenk gelungen! 

BM spielte und tobte und fiel dann in ihren wohlverdienten Mittagsschlaf, den R. und ich für die letzten Partyvorbereitungen nutzten. Am Nachmittag trafen dann BMs Gäste ein. BM war ganz aufgeregt, aber auch ein bisschen überfordert mit der steten Flut an neu eingetroffenen Gästen und Geschenken. Doch dann naschte die kleine Naschkatze sich fröhlich durch die Teller ihrer Lieblingsmenschen und Berge an Süßigkeiten. Besonders glücklich war sie als PL eintraf und klebte vortan wie üblich die meiste Zeit an ihrer großen Cousine.Obwohl der Himmel den ganzen Tag bedeckt war, regnete es zum Glück nicht, so dass wir uns alle auf Wohnzimmer und Garten verteilen konnten. Am Ende des Tages war BM fix und alle, aber immer noch guter Dinge. Es war also ein sehr gelungener Geburtstag für unser Mädchen!
-----------------------

Kleines Babymädchen, jetzt bist du schon zwei Jahre alt!! Du bist ein wunderbar quirliges kleines Mädchen und machst uns jeden Tag maßlos glücklich!!

Mit zwei Jahren bist du immernoch sehr sportlich. Tatsächlich hast du ein wirklich tolles Körpergefühl, traust dich viel, aber auch (fast) nie zu viel. Den ganzen Tag rennst, springst, kletterst du. Auf deinem neuen Klettergerüst spielst du schon wie ein großes Kind (jedenfalls kommt das deiner Mama so vor). Du findest ständig neue Wege hinauf und vor allem beim Absteigen kann es dir nicht wild genug sein. Du springst hinab oder robbst dich kopfüber hinunter. Du machst auch gern Faxen, setzt dich auf die unterste Stufe und "fällst" dann seitlich herunter. 

Überhaupt bist du ein kleiner Kasper und merkst auch schon sehr gut, wenn wir Faxen machen. Dann schlägst du ein Händchen vor den Mund und rufst pseudo-vorwurfsvoll "Mamaaa!". Du bist meistens sehr artig und hörst auf uns. Manchmal jedoch kannst du es nicht lassen und versuchst z.B. noch einmal, mit der Zunge den Tisch sauberzulecken oder dich auf den Couchtisch zu setzen. Dabei schielst du dann zu uns und tust so als wäre es Quatsch. Und ja, meistens müssen wir dann doch wieder lachen.

Du kannst auch schon so viel erzählen, dass es schwer ist alles aufzuschreiben, nicht zuletzt weil du bislang zwar schon viele Worte sagen kannst, aber nur die wenigsten davon wirklich richtig. So verwendest du zum Beispiel "Gake" in verschiedener Betonung für Onkel B., Tante G. und Oma R's Namen. "Data" (Wasser) klingt manchmal so sehr nach "Kacka", dass wir schon mit dir zur Toilette sprinten ehe du uns empört klar machen kannst, was du eigentlich meinst. Darum muss ich auch oft noch für dich übersetzen, wenn du anderen Menschen etwas erzählst.Deinen Namen und PLs Namen sagst du immer noch nicht richtig. Ich vermute fast, dass du das mit Absicht machst. Genau wie du immer noch Böppie/Buppie zu deinem Nucki sagst. 

Oft erzählst du in ganzen, mehr oder weniger verständlichen Sätzen, z.B. "Mein Papa Kita ab ich" (Mein Papa holt mich aus der Kita ab.) oder "Mama auch aufdehn, mitpomm, Hue antien!". Du zählst recht kreativ, wobei man die Zahlen eher am Rhythmus als am Wort erkennt (ein, dei, dei, vier, fönf, dex, hieben, ak, neun, tehn), meistens beschränkst du dich auch auf ein-dei-vier-ak-neun. Du sagst höflich "Tiete" (Bitte) und "Dake" (Danke), Hallo und Hüß.

Immer öfter bist du nun ganz alleine in ein Spiel vertieft. Besonders gern spielst du  morgens in deinem Zimmer mit deiner Küche und kommentierst dabei alles was du tust. "Heiß! Hührei! Hilch auch dahein. Löckel hühren. Teese dein/neiden." Es ist immer noch besser als jeder Kinofilm, dir dabei zuzusehen wie du spielst und alles seine logische Ordnung haben muss. 

Überhaupt magst du sehr deine festen Abläufe. Manchmal erzähle ich etwas nur einmal, aber für dich wird das sofort ein fester Bestandteil, zum Beispiel wenn du morgens auf Toilette sitzt, sagst du jetzt jeden Morgen "Doll hullern. Hilch.", weil ich irgendwann mal gesagt habe, dass du so doll pullern musst, weil du nachts soviel Milch getrunken hast. 

So gerne du auch tobst bist du doch auch ein sehr verkuscheltes Kind. Du schmiegst dich gern eng an uns, verteilst großzügig Küsschen und dicke Umarmungen. Du brauchst viel Körperkontakt, fast als bräuchtest du das als Anker, um bei all deiner Zappeligkeit auch mal zur Ruhe zu kommen. Du lässt dich gern genüsslich kraulen und streicheln und streichelst auch uns im Gegenzug mit deiner kleinen weichen Hand über Arme ("Aan") und Gesicht.

Babymädchen, du bist immer noch das Baby, dass uns vom ersten Augenblick im Kreissaal verzaubert hat. Unsere Herzen gehörten vom ersten Moment ganz und gar dir, und doch schaffst du es jeden Tag auf's Neue, uns noch ein Stück mehr zu verzaubern und uns vor Liebe und Stolz bald platzen zu lassen. Wir lieben dich über alles, kleiner Mensch!!

Wann geht denn das hier los?

Das Geburtstagskind schläft noch, kuschelt aber schon durch's Bett.

Donnerstag, 6. September 2012

Noch einmal schlafen

Wie jeden Abend waren wir gerade vor dem Schlafengehen nochmal in BMs Zimmer. Zum letzten Mal unsere einjährige Tochter anstaunen.
Noch einmal schlafen, dann ist sie zwei. Noch ca. viermal schlafen, dann ist Morgen und die Feierlichkeiten können beginnen. :-)

Montag, 13. August 2012

C. ist jetzt ein Schulkind und nicht mehr klein

Als ich 2005 aus England nach Hause kam, wartete meine Freundin F. schon mit kugelig werdendem Bauch. Im folgenden Januar kam Quasi-Nichte C. zur Welt etwas zu früh und ganz winzig zur Welt. Hormongeladen wie ich nunmal bin, war es also nicht verwunderlich, dass ich Samstag früh mit einem Kloß im Hals an C. dachte, die just in dem Augenblick in der Aula in der gleichen Grundschule eingeschult wurde wie ich vor 27 Jahren. Nachdem die meisten ihrer Kita-Freunde - ein paar entscheidende Monate älter - bereits letztes Jahr eingeschult wurden, durfte C. nach einem Jahr ungeduldigem Wartens endlich ihrer besten Freundin folgen, die nunmehr als "Zweiti" (schreibt man das so) ihre Patin ist. 

Am Nachmittag stieg dann die Einschulungsparty auf einem nicht ganz nahgelegenden Reiterhof. BM hatten wir schon erklärt wie cool es doch wäre, dass sie im Auto Mittagsschlaf machen dürfe, und dass sie direkt danach Prinzessin L. und Pferde sehen würde. Das klappte auch prima: Wir mussten herzhaft lachen, weil sie quasi sofort die Augen zukniff und tat als würde sie schlafen.... was recht bald darauf auch wirklich so war. 

Auf die Kinder wartete eine tolles Programm. Zuerst durften alle, die sich trauten, reiten. Schon bevor es losging, wollte BM unbedingt auf ein Hü. Zuerst aber sollte ich mit BM auf einem Arm, mit der anderen Hand ein Pferd zur Koppel führen. Alle liefen los, nur unser Pferd rührte sich nicht ein Stück. Da stand ich nun und versuchte durch respektvolles Zerren Pferd zum Laufen zu überreden. Zum Glück stellte sich heraus, dass es wohl nicht an meiner städtischen Unkenntnis lag, denn tatsächlich wurde das unwillige Tier dann nochmal ausgetauscht.

An der Koppel angekommen, setzte ich BM auf das neue Pferd, welches erstmal am Gras naschen wollte und nicht so recht tat wie ihm durch die zuständige Pferdeflüsterin geheißen ward. BM fand das unheimlich und wollte jetzt sofort gleich "oter" von dem Hü. Kaum war sie wieder auf der sicheren Seite des Zaunes fand sie es doof, nicht mitreiten zu dürfen und wollte wieder hin. Also stellten wir uns wieder hinten an und applaudierten derweil den anderen Kindern. Wieder am Pferd angekommen, kamen BM leichte Zweifel, doch gab es kein Halten mehr. Sie saß jubelnd hoch auf dem Hü, ei-ei-te es und winkte begeistert ihrem Opa zu. 

Danach gab es eine Kremserfahrt für die Kinder nebst Begleiterwachsenen. Da ich mich derweil mit Kaffee und Kuchen stärkte, kann ich nur wiedergeben, dass die Kinder wohl viel Spaß dabei hatten. 

Danach folgte etwas freies Spiel, welches BM vor allem als Schatten von Prinzessin L. verbrachte. Die Mädels gackerten wieder wie verrückt, rannten umher und umarmten sich immer wieder mal. Sie beobachteten zwei Chr-chr-chr, die aber nur faul herum lagen, machten einen Bogen um diverse Hunde, schauten Gack-gack's an und begutachteten Hü-Kacka.

Zum Abendessen gab es lecker Gegrilltes, und als wäre das nicht längst genug gewesen, gab es danach noch ein Lagerfeuer mit Marshmallows und Stockbrot. Zwischenzeitlich lag Klein-T mal Schlaf vortäuschend auf dem Boden herum, was BM gleich nachmachte und somit endgültig wie ein kleiner Rabe im Prinzessinnenkleidchen aussah. Überhaupt war BM nicht zu stoppen und hielt sich bis 21:30 Uhr tapfer und gutgelaunt.

Die lange Heimfahrt klappte auch gut. Auf dem Vordersitz nach hinten gekrümmt hielt ich BMs linke Hand, den rechten Fuß und irgendwann auch ihr Gesichtchen bis sie völlig erschöpft einschlief. In der Nacht träumte sie offensichtlich noch von dem tollen Tag und erzählte von Hü und Hoch und C. und Prinzessin L.

Laut F. war C.'s erster Tag in der Schule schön. Mehr war leider nicht aus ihr herauszubekommen. Da würden wir wirklich gerne mal Mäuschen spielen!!

Dienstag, 5. Juni 2012

Kindertagswochenende

Auch wenn ich in letzter Zeit kaum zum tagesaktuellen Bloggen komme, will ich trotzdem kurz das vergangene Wochenende festhalten. Am Freitag war ja Kindertag, so dass der folgende Samstag ganz im Zeichen der BM-Bespaßung stand. Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir zum nahegelegenen.... ähem.... Einrichtungscenter, wo u.a. eine Hüpfburg aufgebaut war. BM stürmte auch gleich hinein und während wir noch besprachen, dass das schon in Ordnung sei, weil sie es ja wohl niemals die Stufen hoch zur Rutsche schaffen würde, war sie auch schon fast oben. Einfach so. Nur ganz oben schaffte sie die letzte Wölbung mangels Körpergröße nur mit Unterstützung eines großen Mädchens. Kaum hatte sie den Gipfel erklommen, warf sie sich auch schon kamikazemäßig die Rutsche hinunter. Dieses Kind ist so unglaublich furchtlos und sportlich!Danach bekam BM ihre allerersten McD-Pommes und befand sie für lecker. Der Mittagsschlaf sollte im Wald in der großelterlichen Hütte stattfinden. 

Vergessen möchten wir am liebsten folgendes:
Da BM allesnureinephase allesnureinephase allesnureinephase seit über einer Woche wieder über jeweils über eine Stunde zum Einschlafen brauchte und uns nächtelange drangsaliert hatte, wollten R. und ich ausnahmsweise mitschlafen. Doch BM brüllte, bockte und tobte ewig lange und trieb uns endgültig an die Grenze unserer Kräfte ehe sie sie endlich völlig erschöpft einschlief und uns traurig und müde unseren trüben Gedanken überließ.

Da um 15 Uhr das Kinderfest im Wald begann, mussten wir BM nach 45 Minuten Tiefschlaf wecken und befürchteten Schlimmes. Doch stattdessen war BM wie ausgewechselt und hatte richtig viel Spaß. Zuerst wurde auf dem Spielplatz eine lange Tafel mit Bänken aus Sand geformt. Die Kinder nahmen wie die Orgelpfeifen daran Platz und sofort erkannte man den Einfluss der Kindergärten, denn alle - einschließlich Hibbel-BM - saßen ganz artig im Kreis und aßen frisch gebackene Waffeln. Danach tobte BM noch wie verrückt auf dem Trampolin, rannte Seifenblasen hinterher, buddelte ein wenig, schaukelte ziemlich dolle und schaute große Kinder an. Zum Ende durften alle Kinder noch mit Kreide den Boden des "Festplatzes" verschönern, was BM jedoch kaum interessierte, da sie lieber im Kreis rannte und immer wieder auf einen kleinen Podest kletterte und heruntersprang. 

Am nächsten Morgen fuhren wir zu BMs Uroma zu einem richtig schönen Morgen. Nach einem leckeren Frühstück war BM wieder ein absoluter Sonnenschein, erzählte und spielte und forderte von ihrer Uroma ziemlichen Körpereinsatz.

Danach ging es weiter in unsere alte Straße, wo wir angeblich den Geburtstag von A aus B ehemals B in USA mit einem Brunch feiern wollte. Tatsächlich war es jedoch der Anlass um ein süßes SSW 15+2 - Geheimnis zu lüften. Hurra! Wir freuen uns alle unglaublich für A aus B und seine K. und freuen uns schon auf das nächste kleine Menschlein (an dessen Blasenfunktion A aus B, R., Bruder B. sowie die Exnachbarsfreunde J. und S. am Pfingstmontag schon ausgiebig und mit vollem Einsatz gearbeitet haben). 
BM hatte wieder richtig viel Spaß auf "unserem alten" Hof, verbrachte gefühlte Stunden gemeinsam mit Prinzessin L., Quasi-Nichte C. und gelegentlich auch Klein-T. auf der Schaukel und zeigte waghalsige Kletterkünste beim Spiel mit den "großen" Mädchen. 

So war ich fast verwundet, dass sie dann auf dem Heimweg nicht sofort im Auto einschlief, sondern erst als ich schon in unsere Straße eingebogen war. Dafür wachte sie dann mal wieder nicht auf als ich sie heraushob und ins Kinderzimmer trug. Auch das wegen Stinkebombe zwingend erforderliche Wickeln und Ausziehen verschlief sie völlig. Ich frage mich ehrlich, warum sie nur entweder stundenlanges Einschlafdrama oder totales Koma kann. Wie wäre es mal mit einem gemäßigten Zwischending, BM?

Zum Abschluss dieses schönen Wochenendes waren wir bei konstantem Nieselregen und mit feschen Regencapes bekleidet beim Ärzte-Konzert in der Wulheide. Ich bin ja kein Fan und kannte bei weitem nicht alle Lieder, aber es hat vor allem auch wegen der Zwischendialoge richtig Spaß gemacht.

Freitag, 1. Juni 2012

Anlässe

Neben den Maikäferchen gab es in der letzten Woche auch R.'s und meinen Geburtstag zu feiern, was wir auch gemütlich in kleinen Familienkreisen taten. Partystars waren natürlich BM und die beide Male super-schicke Prinzessin L., die ganz lieb miteinander spielten, tanzten und gackerten. 

Anyway, Geburtstag haben wir ja jedes Jahr, aber gestern gab es noch ein richtiges Highlight! Mein kleiner Bruder B. ist nun Diplom-Wirtschaftsingenieur! Nach zwei Jahren Abi in der Abendschule und folgenden sechs Jahren Fernstudium mit Samstagspräsenz.... und nebenher immer Vollzeit gearbeitet, außerdem Freund der lieben K. ohne h, Papa der wunderbaren Prinzessin L., Sohn, Bruder, Cousin, Kumpel und Fußballspielgucker....

Ich bzw. wir alle sind unheimlich stolz auf ihn und diese Riesenleistung!! Jetzt muss nur noch ein neuer, angemessener Job her. Also ab in die Bewerbungsphase!!

Sonntag, 5. Februar 2012

Eingeweiht

Nachdem wir seit nunmehr 2 Monaten in unserem Häuschen wohnen fand gestern die Einweihungsfeier statt. Knapp 40 Familienmitglieder, Freunde, Helfer und neue Nachbarn tummelten sich in teilweise wechselnder Besetzung im Erdgeschoss während BM trotz ohrenbetäubender Lautstärker größtenteils friedlich in ihrem Zimmer schlief. Meine Befürchtungen, dass Essen könnte nicht reichen, wurde natürlich nicht bestätigt, auch wenn das Tantchen vergaß, den Geflügelsalat mitzubringen, auf den Mutti und ich uns so gefreut hatten. Auch R.'s Befürchtungen, der Alkohol könnte nicht reichen, bewahrheiteten sich nicht, obwohl wir die gesamte Fete aus "Restbeständen" vergangener Feiern bestritten und R. gemeinsam mit dem Ex-Ausbilder-Schrägstrich-verrückter-Skiurlaub-Kumpan nebst Begleitung zu guter Letzt noch einmal alles daran setzten.

Es war richtig schön, unser neues Zuhause mit vielen lieben Menschen zu feiern. Hier sollte nicht unerwähnt bleiben, dass vor allem O.M. (siehe auch hier) abenteuerliche Wege nahm, um zu uns zu gelangen und aus zwar erklärten, aber meinerseits nicht verstandenen Gründen plötzlich hinter dem Haus auftauchte und an die Terrassentür klopfte (wobei er sich offensichtlich über fremde Grundstücke geschlichen haben muss). Wir haben ordentlich einen weggeschnattert, zumal wir einige unserer Gäste nicht allzu oft treffen. Besonders gefreut habe ich mich auch über den Schnack mit Nachbarin Y., mit der ich bislang noch nicht wirklich viel gesprochen hatte. Sie ist wirklich sehr nett, und wir werden uns wohl in der kommenden Woche mal zu einem Kinder-spielen-lassen-und-selber-Kaffee-trinken treffen. 

Nein, liebste F. und A., ihr werdet natürlich auf immer und ewig DIE BESTEN NACHBARINNEN DER WELT bleiben. Dieser Rang wird euch ganz sicher nicht abgelaufen!!

Gegen Mitternacht lichtete sich die Runde deutlich während ich gerade BM mit Milch und Geduld wieder in den Schlaf säuselte. In kleiner werdender Runde verging die Zeit wie im Fluge bis BM entschied auf gar keinen Fall mehr alleine schlafen zu wollen, so dass ich um 4 Uhr mit ihr ins große Bett ging. Für R. wurde es sogar noch später, doch da schlief ich schon wie ein Stein.

Wir hatten richtig viel Spaß, und das Häuschenhat seine erste Sause unbeschadet, wenn auch etwas etwas zerzaust und klebrig, überstanden.

Montag, 7. November 2011

Nachtrag bzw. Es ging etwas um

Zum Glück halfen die Vomex-Zäpfchen am Donnerstag morgen sofort. Babymädchen hat sich danach nicht mehr übergeben müssen. Wie von F. geraten, achtete ich darauf, dass es in vielen, kleinen Etappen und jeweils nicht zu viel auf einmal trank. Allerdings verschmähte es mal wieder den süßen Tee und wollte nur Wasser. Wegen der Getränke wird das Babymädchen jedenfalls keine Probleme mit den Zahnteufelchen bekommen. Allerdings wollte es auch kein Zwieback, Brot oder Hühnersuppe essen. Nur zwei Kekse wurden zögerlich mehr zerbröselt als gegessen.

Das Babymädchen verbrachte den Tag nur durch kurze Spieleinheiten unterbrochen auf meinem Arm, dösend in der Manduca und bei einem langen Mittagsschlaf im Bettchen. Am späten Nachmittag war es dann schon wieder recht gut drauf und Abends aß es auch wieder etwas. 

Eine Nacht, ein Tag - und das Babymädchen war wieder einigermaßen fit. Am Freitag ging es dann wieder in die Kita, war allerdings Mittagskind und machte einen dreistündigen Mittagsschlaf bei Oma und Opa. Den für diesen Abend geplanten Laternenumzug der Kita verpassten wir somit leider. Doch wenn das Babymädchen morgen gut drauf ist, darf es seine "selbst gebastelte" Laterne morgen bei Prinzessin L.'s Kita-Laternenumzug ausführen. 

-----------
Und ja, wie der Titel schon sagt: Das Ein-Tages-Virus-Ding ging um. In der Nacht zum Samstag musste ich mich mehrfach übergeben. Zum Glück bin ich schon groß und konnte mich dazu über die Toilette hängen, denn sonst hätten wir ein echtes Schlafanzug- und Bettzeugproblem bekommen, weil ein Großteil der Wäsche noch nass auf der Leine hing. 

R. und das Babymädchen machten sich einen schönen Tag. Es war der Geburtstag von R.'s Vati, also ein Grund zum Feiern. Schon morgens spazierten meine beiden Liebsten also zum Geburtstagskind, um die ersten Glückwünsche zu überbringen. Da hat er ganz schön große Augen gemacht, als es klingelte und ein klitzekleiner, niedlicher Gratulant vor seiner Tür stand. Nach dem Mittagsschlaf ging es dann gleich wieder weiter feiern.

Das alles verpasste ich (und auch das viele leckere Essen).... während ich den ganzen Tag auf der Couch abhing und viele Folgen AkteX schaute.

Wir hoffen nun, dass dieser doofe Virus sich nicht noch weiter bei Familie Isndingwa verbreitet....

Sonntag, 9. Oktober 2011

Schnipselei

Ich komme zu nix, und schon gar nicht zum bloggen.

Aber das muss jetzt mal sein, wenn auch schon viiiiieeeeel zu spät:

Lieber Vati, alles Liebe und Gute noch einmal nachträglich zum Geburtstag!! Dein Geburtstag fing zwar auf Arbeit erstmal doof an, aber zum Glück konnte dich der Besuch unseres kleinen, kranken Glühwürmchens gleich aufmuntern, welches R. und 'A aus B ehemals B in VStA' zu Gratulationszwecken zu dir auf Arbeit kutschiert hatten. Abends hatten wir dann eine schöne Feier mit gewohnt leckerem Essen und lustigen Anekdoten über Umzüge, handwerkliche Tätigkeiten und Achterbahnfahrten.

Ansonsten stand die vergangene Woche ganz im Zeichen des kranken Babymädchens.... das übrigens 3-Tage-Fieber hatte.... das allerdings beim BM eine Woche andauerte.... und sich dann nach tagelangen 39°C+ doch endlich am Freitag durch plötzliche Fieberfreiheit und den typischen Ausschlag zu erkennen gab. 

Es war eine Woche voller Sorge und Mitleid für unser armes, weinerliches, schlappes Mädchen, dass mit sich selbst so überhaupt nichts anzufangen wusste und die Tage wimmernd auf Papas und Omas Arm verbrachte. Essen mochte es die ganze Zeit fast gar nichts. Vor allem aber bereitete es uns große Sorgen, dass es so gar nicht trinken wollte. Wir versuchten es mit Früchtetee und Saft, was aber noch weniger Erfolg brachte als normales Wasser. Immer wenn ich schon an den Lindenhof dachte, trank das Babymädchen dann doch eine halbe Flasche Milch, um uns ein wenig zu beruhigen. Klar, wenn ein Kind nur Milch trinkt, gibt es grün-flüssige Windelexplosionen, so dass das arme kranke Hühnchen mehrmals unter die Dusche musste.

Überhaupt verbrachte das Babymädchen die Tage mit soviel Schlaf wie wohl zuletzt als 3 - 4 Monate altes Baby. Schlafen, kuscheln, Kinderwagen.... Gestern morgen noch schlief es mir auf dem Wickeltisch fast wieder ein. Ehrlich gesagt, hätte das Wickeln dieses wehrlosen, friedlichen Kindes - sowie das meist blitzschnelle, theaterlose Einschlafen - fast Spaß gemacht, wenn es uns nicht so unglaublich leid getan hatte.

Ich selbst war bei der Arbeit fast ständig in Gedanken bei meinem Mädchen. Am liebsten wäre ich die ganze Zeit bei ihm geblieben und hätte es in der Manduca eng bei mir gehabt. Aber es war ja jeweils zwei Tage bei R. und bei meiner Mutti bestens aufgehoben, auf Arbeit war sehr viel zu tun und überhaupt war es wohl ein Zeichen guten Willens, dass nicht immer nur mein Arbeitgeber unter meiner Mutterschaft zu "leiden" hat.

Morgen nun wird das Babymädchen noch einen Tag frische Luft bei Oma und Opa im Wald tanken bevor es am Dienstag hoffentlich wieder in die Kita gehen kann. Es ist immer noch ganz schön schlapp, auch wenn es heute endlich wieder fröhlich gespielt hat. Kein Wunder nach einer Woche Fieber und kaum fester Nahrung (der erste essenstechnische Durchbruch kam am Freitag bei Oma in Form einer ganzen! Wiener). Babymädchen sieht immer noch ganz blass und schmal aus und hat die 9-Kilo-Marke sicherlich wieder unterschritten.

Sonntag, 25. September 2011

Spielplatzparty

Gestern Abend vor zwei Jahren räumte meine liebste F. noch schnell ihre nigelnagelneue Küche in der neuen Wohnung ein. Und heute früh vor zwei Jahren verabschiedeten wir sie vorm Haus als sie mit etwas zittrigen Knien und sicherlich einigen bangen Gedanken ins Auto stieg, um ins Krankenhaus zu fahren, wo wenig später Babymädchens Kumpel T. per geplantem Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickte. 

T. ist mit Abstand der gelassenste, ausgeglichenste und stets fröhliche kleine Junge, den ich kenne. Und heute ist er nun schon zwei Jahre alt geworden. 

Das wurde natürlich gebührend gefeiert - mit ganz vielen Verwandten, großen und kleinen Freunden, Kuchen und Geschenken. Weil das Wetter so schön war, fand die Party auf dem Spielplatz statt, so dass die Kinder (und einige Papas) genügend Platz zum Spielen und Toben hatten. Das war ein richtig toller Kindergeburtstag!

Dienstag, 23. August 2011

Immer was los

Im Moment passiert jeden Tag soviel, über das ich gerne bloggen möchte, doch irgendwie komme ich nicht so richtig dazu. Daher gibt es mal wieder nur eine schnelle Zusammenfassung der "Highlights" der letzten Tage.

Kita-Eingewöhnung:
Was soll ich sagen, es läuft einfach prima. Gestern war das Babymädchen nicht in der Kita, weil wir morgens einen Termin wegen des Hauses hatten. Am Freitag und heute jedoch verbrachte es schon jeweils eine Stunde ganz alleine dort, nachdem ich mich nur kurz mit einem Küsschen verabschiedet hatte. Heute winkte es mir sogar fröhlich zum Abschied. D. dreht sich dann immer recht schnell mit dem Babymädchen um und fängt an zu spielen, so dass es bislang noch nie zu Tränen kam. Das Babymädchen war guter Dinge und spielte mit den anderen Kindern im Garten. Es war auch kein Problem, dass ein kleiner Junge sehr anhänglich ist und D. zum Großteil in Beschlag nahm. 

Als ich das Babymädchen heute abholte, waren alle gerade ins Haus geflüchtet, weil es anfing zu regnen. So erlebte es also auch schon mal die Auszieh- und Hände-Waschen-Routine bevor es noch eine halbe Stunde im Gruppenraum spielte, Kisten ausräumte und sich von Kumpel G. im Laufwagen umher schieben ließ.

Auswärtsspiel:
In der Nacht von Samstag zu Sonntag feierte mein kleiner Bruder in seinen 30. Geburtstag hinein. Da wir beide da natürlich ordentlich mitfeiern wollten, übernachtete das Babymädchen zum ersten Mal auswärts, d.h. bei Oma und Opa im Wald. Diese hatten aus diesem Anlass erstmal das Schlafzimmer ausgeräumt, um Platz für das Reisebettchen zu schaffen, und waren angesichts der Nacht auch ein wenig aufgeregt. R. und ich waren allerdings nicht im Geringsten besorgt. Im "schlimmsten Fall" hätten eben alle drei nur wenig geschlafen. 
Das Babymädchen hatte wie erwartet zwei bombige Tage im Wald, ließ sich von Oma und Opa verwöhnen, bestaunte Schmetterlinge, Vögel, Boote etc., spielte ausgiebig mit Puppe Tine und auf dem Spielplatz und ließ sich von allen vorbeikommenden Leuten hofieren sagen wie niedlich es doch sei. Die Nacht verlief wie immer und endete nach der Milchflasche mit einer Extra-Kuschel-Schlafrunde im großen Bett. 


Und wir?
Nachdem wir das Babymädchen abgeliefert hatten, machten wir eine kurze Stipvisite beim Haus und fuhren dann nach Hause.... wo wir einen ganzen Nachmittag "frei" hatten. Es war ein ganz seltsames Gefühl. Es war fast so wie früher, vor Babymädchens Geburt, weil wir einfach in Ruhe machen konnten, was wir wollten, bevor wir uns dann zur Party begaben. 
Klingt es sehr rabenmuttermäßig, wenn ich sage, dass dies uns das Gefühl gab, ein ganzes Stück Lebensqualität "zurückzugewinnen"? Natürlich lieben wir unser Kind über alles. Ich glaube, dass wir dieses Stückchen Freiheit gar nicht wirklich vermisst hatten, sondern eben erst an diesem Samstag überhaupt zu schätzen lernten.

Die Geburtstagsfeier hat richtig viel Spaß gemacht. K ohne 'h' hatte dafür, dass sie selbst eigentlich nie Alkohol trinkt, es ausgesprochen gut mit der Bowle gemeint. Jedenfalls habe ich über den Abend verteilt drei Gläser getrunken und jedes Mal schon nach zwei Schlucken den Schwipps bemerkt. Es wurde schön gequasselt, getanzt und gegessen, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Irgendwann nach 4 Uhr fielen wir in unsere Betten mit dem wohligen Gefühl, ausschlafen zu können. 


So richtig lange haben wir natürlich nicht geschlafen, aber ich konnte noch gemütlich eine Runde durch die Badewanne schwimmen bevor wir dann wieder Richtung Wald fuhren, um dort noch ein paar Stunden zu verbringen und unser Babymädchen abzuholen.

Geweckt:
Gestern hatten wir dann eine weitere Premiere, die wohl schon einen Vorgeschmack auf unseren neuen Alltag war, wenn ich demnächst wieder arbeiten gehe. Wir drei mussten um 7 Uhr los, weil wir einen Termin am Haus hatten. Das Babymädchen war nach seiner Morgenflasche um 4:30 Uhr wieder eingeschlafen, so dass R. und ich uns nach dem bösen Weckerklingeln in Ruhe fertig machen konnten. Und dann war es soweit: Wir mussten zum ersten Mal das Babymädchen wecken!! Das war gar nicht so leicht. Zuerst streichelten wir es und säuselten liebe Worte ins Öhrchen.... was vom Babymädchen glatt ignoriert wurde. Irgendwann räkelte es sich.... und schlief einfach weiter. R. nahm es dann auf den Arm, und auch dort schlief es erstmal weiter. Das war so so so so niedlich!! Zu guter Letzt fragte R. es, ob er erst anfangen müsse zu weinen damit es mal langsam aufwacht. Mit uns klappt das schließlich auch immer - spätestens wenn dann uns dann noch ein Händchen oder eine Wasserflasche ins Gesicht gedrück wird.
Letztendlich wachte das Babymädchen auf, ließ sich aber noch ganz schlappi auf den Wickeltisch legen und anziehen. So am frühen Morgen war das jedenfalls für uns auch sehr viel angenehmer als die üblichen Machtkämpfe beim Wickeln.

Freibad:
Gestern Nachmittag gingen das Babymädchen und ich spontan mit meinen Eltern und Prinzessin L. ins Freibad und hatten richtig viel Spaß. Das Babymädchen stakste durch das Kleinkinderbecken, versuchte Wasser zu trinken und jauchzte, wenn ich es umherwirbelte. Danach legte es einen Babymarathon zurück, d.h. es lief erst an meiner, dann an Opas und Omas Hand durch das ganze Freibad und versuchte es seiner großen Cousine auf Klettergerüst gleich zu tun. Diese hat übrigens gestern zum ersten Mal eine Rolle vorwärts auf der Kletterstange ganz alleine geschafft und sprang aus atemberaubenden Höhen herunter.


Und sonst so: 

Als Stillbaby machte das Babymädchen ja erst mit ca. 6 Monaten Bekanntschaft mit der (Trinklern-)Flasche, und erst mit etwa 8 Monaten fing es an, einigermaßen ordentlich Wasser zu trinken. Seitdem versuchte es auch immer wieder auf unterschiedlichste Weise alleine aus der Flasche zu trinken, was ihm aber nicht gelang, weil es die Flasche nie hoch genug hielt. Wollte man ihr ein bisschen helfen, ließ sie sofort los. Doch nun endlich TADAAA!! kann das Babymädchen alleine daraus trinken. Es zeigt auch deutlich auf die Flasche, wenn es Durst hat. Beides sicherlich wichtige Fähigkeiten für ein Kindergartenkind....

Demnächst werde ich wohl unseren vereinsamten Toilettenpapierhalter abmontieren, da das Toilettenpapier nunmehr fast schon dauerhaft auf dem Schrank deponiert wurde, um es vor Babymädchens Zugriff zu schützen.

So, ich denke, jetzt bin ich erstmal wieder so einigermaßen auf dem aktuellen Stand....

Montag, 20. Juni 2011

Aufgefangen

Vergangenen Samstag waren wir zur Hochzeit von J. und B. eingeladen. Da das Babymädchen leider etwas fieberte und unleidlich war, blieb R. mit ihr zu Hause während ich mit meinen Eltern mitfuhr. Die Braut sah einfach umwerfend aus, und auch der Bräutigam machte was her. Die Trauung fand in einer kleinen Kirche statt und wurde von B.'s Onkel vollzogen, der sehr schöne persönliche Worte fand. Nach dem Auszug aus der Kirche hatten noch längst nicht alle Gäste dem Brautpaar gratulieren können als es plötzlich anfing wie aus Kübeln zu gießen, woraufhin alle schnell wieder in die Kirche flitzten.... Das Glück dieser Ehe sollte also mindestens 100 Jahre andauern bei soviel Regen!!

Die folgende Feier war ebenfalls sehr schön, mit vielen Verwandten und Freunden, die sich kleine Spiele und Highlights einfallen ließen, einer Band, einem lustigen DJ und leckerem Essen. Einziger Wermutstropfen war, dass ich ohne R. und Babymädchen da war....

Um Mitternacht wurde dann der Brautstrauß geworfen.... und.... ähem.... von mir gefangen. Unglaublich, wo ich ja wirklich selten etwas fange, dass auf mich geworfen wird....


R. grummelte ein bisschen herum als ich ihm davon erzählte. Wir sind uns aber einig, dass das Heiraten noch Zeit hat, denn jetzt wollen wir ja erstmal in unser neues Häuschen ziehen und sind dann sicherlich erstmal blank.

Montag, 13. Juni 2011

13. Juni 2011: Ein 30. Geburtstag und was sonst noch so bemerkenswert daran ist

Happy Birthday zum 30. Geburtstag, liebe A.!! Wir wünschen dir neben den üblichen Wünschen Liebe, Gesundheit, Erfolg vor allem auch eine beschwerdefreie Restschwangerschaft, schöne letzte Monate in Zweisamkeit und dann eine wunderschöne Zeit zu dritt mit eurem C. Babymann!!

Wir feierten in A.'s Geburtstag rein, d.h. ich hatte Freigang während R. unser Babymädchen ins Bett brachte und hütete (und hoffentlich auch ein wenig die sturmfreie Bude genoss). Es war eine sehr schöne Feier mit A.'s und B.'s zahlreichen Freunden, leckerem Essen und Wiedersehen mit weit entfernten in einem anderen Bezirk wohnenden Freunden. Die Zeit bis Mitternacht verging wie im Fluge, und ich denke, A. haben ihre Geschenke auch gut gefallen. Von F. und mir gab es Eintrittskarten für Shadowland (mit uns) und einen Babypflegekurs (natürlich mit B.), die sie sich mit einem Kreuzworträtsel erarbeiten musste. Ein bisschen verwunderlich ist nur, dass ausgerechnet K. aus VStA den entscheidenen Hinweis soufflierte.

----------
Um 2 Uhr war ich zu Hause, und kaum war ich endlich eingeschlafen wachte das Babymädchen auf und startete in ihre übliche wache Stunde mit kuscheln und einigem Gezeter in unserem Bett. Danach konnten wir noch anderthalb Stunden schlafen.... wie immer durch drei mal Stillen und zahlreiche Zwischenspiele unterbrochen. Der weltbeste Mann und Papa R. stand dann mit dem Babymädchen auf, und ich durfte noch im Bett bleiben während er den Babymorgen managte und sich auf dem Weg zum Pfingstbrunch bei kimmy machte. Ich konnte dann ganz in Ruhe aufstehen, was ich sehr genossen habe, auch wenn ich eigentlich gar nichts besonderes gemacht habe, bevor ich dann ebenfalls zu kimmy ging und erstmal mein Babymädchen ganz, ganz fest an mich drückte, weil ich es solange nicht gesehen hatte. Kaum wiedervereint war auch schon die Mittagsschlafzeit heran, welche das Babymädchen erstmals ganz allein mit seiner Oma M. verbrachte, d.h. ich hatte schon wieder Freizeit auf kimmys Balkon. Nach Babymädchens Mittagsschlaf verblieb es dann noch bei Oma, Opa und Tante kimmy während R. und ich ins Musterhaus fuhren, um am Steckdosenplan für das neue Haus zu arbeiten. Netto habe ich das Babymädchen also heute wohl nur zwei Stunden gesehen!! Das Babymädchen hatte einen tollen Tag und ich eben auch.

Ich habe die Mamafreizeit, die ich nun also seit gestern Abend hatte sehr genossen, doch am Ende war ich völlig ausgehungert nach meinem kleinen Menschlein und konnte es kaum erwarten, es in den Arm zu nehmen und anzugucken und für es da zu sein. Als ich es dann fütterte, badete und bettfertig machte, merkte ich auch, dass mein Geduldstank durch diesen Tag wieder voll aufgeladen ist. 

---------
39+6 rechnerische Wochen war das Babymädchen in meinem Bauch bis es am 7. September 2010 zur Welt kam. Seitdem verzaubert es uns jeden Tag auf's Neue seit genau 39+6 Wochen, d.h. es ist jetzt genauso lange auf der Welt wie in meinem Bauch.  

Ich habe ein wenig gegrübelt, welcher Zeitraum mir länger oder spannender vorkam, kann mich allerdings nicht so recht entscheiden. Während die Zeit vor der Schwangerschaft wie weggeblasen ist, erinnere ich mich sehr gern an meine Zeit mit dickem Bauch zurück, auch wenn ich es nach wie vor nicht wirklich realisieren kann, dass der Bauch nun unser kleines Mädchen ist. Jedenfalls waren die Schwangerschaft und jetzt meine ersten 39+6 Wochen als Mama mit Sicherheit die schönsten und aufregensten Wochen meines Lebens.