Habe ich nicht erst gerade eben dieses zauberhafte, wunderbar warme und weiche Baby auf die Brust gelegt bekommen? Und nun ist unsere BM schon unglaubliche vier Jahre alt. In den letzten Monaten ist sie noch einmal soviel reifer geworden. Scheinbar über Nacht hat ihr Gesicht alles Kleinkindhafte verloren. Sie ist noch geschickter geworden, klettert wie ein Äffchen, läuft wie der Wind und quasselt uns tagein tagaus Knöpfe an die Backen. Man kann richtige Gespräche mit ihr führen, kann ihr Dinge erklären, die sie sich sofort merkt und umsetzen kann (wenn sie will). Ein paar der schönsten Momente hatten wir, wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen und essen und BM uns mit ihrer ganz eigenen Logik die Welt erklärt.
Auch wenn BM es zuletzt nicht immer ganz leicht mit den vielen Säcken Reis hatte, ist sie doch mehrheitlich ein sehr liebes und umgängliches Kind. Ich finde, sie hat genau die richtige Balance zwischen Zurückhaltung in neuen Situationen und Offenheit für Neues. Man merkt, dass BM sich nicht mehr nur bei uns zu Hause von unseren Eigenarten beeinflussen lässt, sondern auch viele Einflüsse von ihren Freunden aufgreift. Beobachtet man BM mit ihren Freunden, so ist sie mal Initiator und ganz vorn mit dabei, und mal macht sie einfach alles nach und lässt sich mitziehen. Ebenfalls eine gute Mischung, denke ich. BM traut sich vieles, ist aber eigentlich nie zu übermütig, sondern kann sich und ihre Fähigkeiten schon ziemlich gut einschätzen - auch wenn uns bei manchen ihrer Kletterübungen fast das Herz stehen bleibt.
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Dieses Jahr war BM schon lange vor ihrem Geburtstag aufgeregt. Sie wusste, es würde Geschenke geben - sie wünschte sich eine neue Tüte für ihr Knetzeug, weil die alte zerrissen war. Das war eigentlich der einzige beständige Wunsch, den ihr meine Eltern auch erfüllten. Vor einer Woche wachte sie einmal Nachts weinend auf, weil sie schlecht geträumt hatte. Anstatt mir zu sagen, was sie geträumt hat (Gespenster), schluchzte sie erstmal vorwurfsvoll: "Ich hab gar keinen Traumfänger (wie PL). Darum kommen nur die bösen Träume zu mir." Außerdem hatte sie auf dem Werbezettel in ihrem Colorama-Spiel mal gesagt, dass sie gern das Spiel "Sprechhexe" haben möchte, weil sie das Bild davon so lustig fand. Je näher der Geburtstag rückte, desto öfter äußerte sie noch ein paar seltsame Wünsche, wie z.B. eine neue Trinkflasche für Nachts, weil sie den Sauger einer alten zerbissen hatte und die immer tropft, und gelbe Knete, weil die alte eingetrocknet ist. Tatsächlich schien sie keine besonderen Spielzeugwünsche zu haben.
BMs Vorstellungen drehten sich eigentlich immer darum, wen sie einladen würde. Dabei wurden gelegentlich alle ihr bekannten Kinder aufgezählt. Noch am Vorabend ihres Geburtstages zählte sie alle auf, die eingeladen waren, und sagte, dass sie sich dann mal überlegen würde, wen sie noch einlädt. Ach ja, und sie müsste sich noch überlegen, was für Spiele wir machen, aber auf jeden Fall wollte sie mit den Kindern in den Park nebenan. Zuletzt wurde täglich durchgezählt wie oft sie bis zum großen Tag noch schlafen musste.
Und dann war der große Tag endlich da. BM war schon eine Weile unruhig und rief dann um 6:30 Uhr endgültig nach uns. Wir eilten gleich nach unten zu ihr, R. nahm sie auf den Arm, ich trug Zwee und wir sangen Happy Birthday und Hoch soll sie leben für BM, die fragte. "Ist jetzt schon morgen früh? Ist heute mein Geburtstag?"
Dann ging R. nach unten, zündete die Kerzen auf BMs Geburtstagstisch an und rief nach uns. Ich trug mein gar nicht mehr so kleines Mädchen nach unten während sie sich aufgeregt an mir festklammerte. Schnell wurden die Kerzen ausgepustet, damit die Geschenke ausgepackt werden können. Erwartungsgemäß lagen wir mit der Schmink- und Frisierpuppe goldrichtig. BM findet sie richtig cool, zumal sie ja "Resörin" werden will, wenn sie groß ist und endlich mal Flechten üben wollte. Außerdem gab es das Spiel mit der Sprech-Hexe, natürlich einen Traumfänger, einen "richtigen" Gürtel und ein Kleid. Zuerst wurde mit den Luftballons gespielt - immerhin nicht mehr mit der Geschenkverpackung wie in den Vorjahren. Das übernahm Zwee, die ausgiebig eine Handvoll Schleifenband einspeichelte. Gleich danach wurde aber die Schminkpuppe eingeweiht.
Da BMs Geburtstag auf einen Sonntag fiel, kamen schon um 10 Uhr die Omas, Opas, Onkel und Tanten und natürlich PL zum Geburtstagsfrühstück. Natürlich gab es wieder reichlich Geschenke, wobei BM aber zum ersten Mal nicht völlig durch den Wind wirkte... auch wenn wir am nächsten Tag erstmal noch mal alles sichten mussten, weil sie an ihrem Geburtstag gar keine richtige Gelegenheit dazu hatte. Unter anderem gab es allerhand nützliches für ihre Püppi: eine Wickelkommode, ein Tragetuch und von Kimmy eigens genähte Wickeltasche, Windel und Lätzchen. Außerdem einen Koffer, ein erstes Tiptoi-Spiel, eine Badepüppi und und und.
Nach dem Frühstück spielten BM und PL erstmal eine Weile im Kinderzimmer und später im Garten, was BM auch gut tat, um ein bisschen runter zu kommen. Denn nach dem Mittagsschlaf ging es dann ja mit der langersehnten Kindergeburtstagsparty weiter.
Um 15:30 Uhr ging es los, vier Mädels aus der Straße trafen ein und übergaben - natürlich - Geschenke. Das Auspacken erfolgte relativ gesittet während die Mädels auf dem Boden um BM herum saßen. Diverse Bastelsachen, ein Toaster für die Kinderküche, eine Barbie wurden ausgepackt. Insgesamt hat BM wirklich schöne Geschenke bekommen, die ihren Interessen entsprechen. Auch wenn es natürlich alles total viel war, ist einiges dabei, was wir in den kommenden kalten Monaten sicherlich gut gebrauchen können.
Beim anschließenden Kaffeetrinken mit Cakepops und Muffins ging es noch recht ruhig zu. Die kleinen Partymäuse mussten wohl erst auftauen. Gleich danach war es jedoch vorbei mit der Ruhe, da erstmal wild mit Luftballons getobt wurde. Dann ging es raus Richtung Park. Wir machten unterwegs Eierlauf, Autos auffädeln, Sackhüpfen und Topfschlagen. Zwischendurch rannten die Mädels fröhlich herum, spielten Fangen und machten diverse Trink- und Naschpausen. Nach einer Stunde kam BMs beste Freundin C. dazu, worauf die Spiele gleich noch einen Zacken lauter und wilder wurden. Es wurde getobt und gelacht, und zwar ohne Zank und Streit. Alle Kinder waren lieb und hörten auf uns. Perfekt! Zum Abschluss gab es dann noch eine Runde Verstecken im Wäldchen und leider auch eine Auseinandersetzung mit einem freilaufendem Hund nebst blödem Herrchen, dem völlig egal war, dass da sechs Mädchen vor Angst weinten.
R. und Kimmy haben die Meute richtig toll bespaßt. Es war richtig schön, dabei zuzusehen wie R. die kleinen Partygäste managte und Quatsch mit ihnen machte. Kimmy machte nebenher ganz viele tolle Fotos und half dabei, alle im Zaum zu halten. Ohne Kimmy wäre es wirklich schwer geworden, da ich größtenteils Zwee trösten und umher tragen musste, weil sich wegen des hohen Lärmpegels oft erschrak und weinte.
Zum Abendessen gab es wie von BM gewünscht Nudelauflauf. Natürlich hatten alle Kinder zwischendurch reichlich genascht und hatten kaum Hunger. Weil dann noch etwas Zeit war, gab es noch eine kleine Kinderdisco. Ich brachte da gerade Zwee ins Bett, aber es hörte sich ziemlich wild an.
Als Zwee schlief machten wir drei noch das neue Pippi-Langstrumpf-Puzzle zum herunter kommen. Das war besonders schön, weil BM dann langsam ruhiger wurde und ganz kuschelig und anhänglich war. Ich kuschelte dann auch noch mit ihr im Bett, um den Tag Revue passieren zu lassen und hielt dann ihre Hand, um ihr beim Einschlafen zu helfen. Das dauerte natürlich eine Weile, weil BM noch so aufgeregt war. Oft nervt mich das sehr, aber an dem Abend genoss ich die Zeit. Ich streichelte sie noch ein bisschen und sagte ihr ganz oft wie lieb ich sie habe: Bis zum Mond und zu den Sternen, zu allem und wieder zurück, für immer und ewig.
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Dienstag, 9. September 2014
Donnerstag, 8. August 2013
Vollzählig
Soviel Zeit muss sein: Irgendwann im Juli wurde BMs Milchzahngebiss vollzählig, auch wenn ich das erst am 31. Juli gemerkt habe, wo die oberen hintersten Backenzähne schon ziemlich weit herausgewachsen waren. Jetzt haben wir damit also erstmal Ruhe bis es dann wohl so in drei Jahren die ersten Wackelzähne gibt.
Übervollzählig sind im Kinderzimmer derzeit die Püppis (laut BM: die Babys):
Ganz rechts ist BM's Püppi namens Püppi, die sie zum ersten Geburtstag bekommen hat. Ganz links ist Emma, die sie letztes Jahr auf einem Kindergeburtstag bekommen hat. Die Zopfliese heißt Tine und wohnt eigentlich bei Oma und Opa im Wald. Sie wollte BM jedoch unbedingt mal wieder besuchen und verbringt daher die Woche bei uns bevor sie morgen mit BM zurück in den Wald fährt. Die große Babypuppe heißt Lisa und gehört Quasi-Nichte C. Dort waren wir am Dienstag zu Besuch. Während ich Winzigbaby L. bekuschelte spielte BM lieb mit den beiden Großen und Lisa, die sie dann erstmal nicht mehr hergeben wollte. Meine mütterliche Strenge wurde außer Kraft gesetzt, als C. großzügig verkündete, dass BM Lisa NATÜRLICH mal mitnehmen dürfe. Am Samstag findet dann hoffentlich tränenfrei die Übergabe bei PLs Einschulung statt.
Überhaupt ist BM mittlerweile eine richtig tolle Puppenmutti. Heute Abend spielte sie fast eine Stunde lang Schwimmbad auf dem großen Bett. Die Püppis wurden alle ausgezogen, rutschten (wurden geworfen) mutig die schnelle Wasserrutsche (Stillkissen, das über die Bettkante hing) hinunter, wurden regelmäßig abgetrocknet und mussten sich zum Aufwärmen in die Sonne legen. Alles natürlich ununterbrochen von BM kommentiert. Zwischendurch sollte ich kurz der böse Wolf sein, aber das fand sie so gruselig, dass sie ihre Babys nicht beschützen konnte und schnell selbst wieder ganz klein wurde. Also beschlossen wir, dass wir doch besser alle liebe Leute sind.
Übervollzählig sind im Kinderzimmer derzeit die Püppis (laut BM: die Babys):
Ganz rechts ist BM's Püppi namens Püppi, die sie zum ersten Geburtstag bekommen hat. Ganz links ist Emma, die sie letztes Jahr auf einem Kindergeburtstag bekommen hat. Die Zopfliese heißt Tine und wohnt eigentlich bei Oma und Opa im Wald. Sie wollte BM jedoch unbedingt mal wieder besuchen und verbringt daher die Woche bei uns bevor sie morgen mit BM zurück in den Wald fährt. Die große Babypuppe heißt Lisa und gehört Quasi-Nichte C. Dort waren wir am Dienstag zu Besuch. Während ich Winzigbaby L. bekuschelte spielte BM lieb mit den beiden Großen und Lisa, die sie dann erstmal nicht mehr hergeben wollte. Meine mütterliche Strenge wurde außer Kraft gesetzt, als C. großzügig verkündete, dass BM Lisa NATÜRLICH mal mitnehmen dürfe. Am Samstag findet dann hoffentlich tränenfrei die Übergabe bei PLs Einschulung statt.
Überhaupt ist BM mittlerweile eine richtig tolle Puppenmutti. Heute Abend spielte sie fast eine Stunde lang Schwimmbad auf dem großen Bett. Die Püppis wurden alle ausgezogen, rutschten (wurden geworfen) mutig die schnelle Wasserrutsche (Stillkissen, das über die Bettkante hing) hinunter, wurden regelmäßig abgetrocknet und mussten sich zum Aufwärmen in die Sonne legen. Alles natürlich ununterbrochen von BM kommentiert. Zwischendurch sollte ich kurz der böse Wolf sein, aber das fand sie so gruselig, dass sie ihre Babys nicht beschützen konnte und schnell selbst wieder ganz klein wurde. Also beschlossen wir, dass wir doch besser alle liebe Leute sind.
Dienstag, 5. Juni 2012
Kindertagswochenende
Auch wenn ich in letzter Zeit kaum zum tagesaktuellen Bloggen komme, will ich trotzdem kurz das vergangene Wochenende festhalten. Am Freitag war ja Kindertag, so dass der folgende Samstag ganz im Zeichen der BM-Bespaßung stand. Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir zum nahegelegenen.... ähem.... Einrichtungscenter, wo u.a. eine Hüpfburg aufgebaut war. BM stürmte auch gleich hinein und während wir noch besprachen, dass das schon in Ordnung sei, weil sie es ja wohl niemals die Stufen hoch zur Rutsche schaffen würde, war sie auch schon fast oben. Einfach so. Nur ganz oben schaffte sie die letzte Wölbung mangels Körpergröße nur mit Unterstützung eines großen Mädchens. Kaum hatte sie den Gipfel erklommen, warf sie sich auch schon kamikazemäßig die Rutsche hinunter. Dieses Kind ist so unglaublich furchtlos und sportlich!Danach bekam BM ihre allerersten McD-Pommes und befand sie für lecker. Der Mittagsschlaf sollte im Wald in der großelterlichen Hütte stattfinden.
Da um 15 Uhr das Kinderfest im Wald begann, mussten wir BM nach 45 Minuten Tiefschlaf wecken und befürchteten Schlimmes. Doch stattdessen war BM wie ausgewechselt und hatte richtig viel Spaß. Zuerst wurde auf dem Spielplatz eine lange Tafel mit Bänken aus Sand geformt. Die Kinder nahmen wie die Orgelpfeifen daran Platz und sofort erkannte man den Einfluss der Kindergärten, denn alle - einschließlich Hibbel-BM - saßen ganz artig im Kreis und aßen frisch gebackene Waffeln. Danach tobte BM noch wie verrückt auf dem Trampolin, rannte Seifenblasen hinterher, buddelte ein wenig, schaukelte ziemlich dolle und schaute große Kinder an. Zum Ende durften alle Kinder noch mit Kreide den Boden des "Festplatzes" verschönern, was BM jedoch kaum interessierte, da sie lieber im Kreis rannte und immer wieder auf einen kleinen Podest kletterte und heruntersprang.
Am nächsten Morgen fuhren wir zu BMs Uroma zu einem richtig schönen Morgen. Nach einem leckeren Frühstück war BM wieder ein absoluter Sonnenschein, erzählte und spielte und forderte von ihrer Uroma ziemlichen Körpereinsatz.
Danach ging es weiter in unsere alte Straße, wo wir angeblich den Geburtstag von A aus B ehemals B in USA mit einem Brunch feiern wollte. Tatsächlich war es jedoch der Anlass um ein süßes SSW 15+2 - Geheimnis zu lüften. Hurra! Wir freuen uns alle unglaublich für A aus B und seine K. und freuen uns schon auf das nächste kleine Menschlein (an dessen Blasenfunktion A aus B, R., Bruder B. sowie die Exnachbarsfreunde J. und S. am Pfingstmontag schon ausgiebig und mit vollem Einsatz gearbeitet haben).
BM hatte wieder richtig viel Spaß auf "unserem alten" Hof, verbrachte gefühlte Stunden gemeinsam mit Prinzessin L., Quasi-Nichte C. und gelegentlich auch Klein-T. auf der Schaukel und zeigte waghalsige Kletterkünste beim Spiel mit den "großen" Mädchen.
So war ich fast verwundet, dass sie dann auf dem Heimweg nicht sofort im Auto einschlief, sondern erst als ich schon in unsere Straße eingebogen war. Dafür wachte sie dann mal wieder nicht auf als ich sie heraushob und ins Kinderzimmer trug. Auch das wegen Stinkebombe zwingend erforderliche Wickeln und Ausziehen verschlief sie völlig. Ich frage mich ehrlich, warum sie nur entweder stundenlanges Einschlafdrama oder totales Koma kann. Wie wäre es mal mit einem gemäßigten Zwischending, BM?
Zum Abschluss dieses schönen Wochenendes waren wir bei konstantem Nieselregen und mit feschen Regencapes bekleidet beim Ärzte-Konzert in der Wulheide. Ich bin ja kein Fan und kannte bei weitem nicht alle Lieder, aber es hat vor allem auch wegen der Zwischendialoge richtig Spaß gemacht.
Sonntag, 7. August 2011
Elf Monate Babymädchen
Jetzt dauert es nur noch einen Monat bis aus unserem Babymädchen schon ein Kleinkind wird. Ich grübele schon eine Weile, wie ich das Babymädchen dann im Blog nennen sollte, aber R. wies mich gestern darauf hin, dass es ja immer unser Babymädchen bleiben würde und darum auch einfach weiter so heißen sollte. Wo er Recht hat, hat er Recht.
Nun aber erstmal zum elften Monat, der ein wirklich ereignisreicher und schöner Monat war. Zur Feier des heutigen Tages klatschte das Babymädchen am Frühstückstisch ausgiebig in die Hände. Yeah!! All die Momente, wo wir allein vor uns hin hinklatschten und uns vom Babymädchen vollkommen ignoriert fühlten, scheinen also doch Wirkung hinterlassen zu haben.
Das Babymädchen wird nun wohl die 70cm-Marke geknackt haben, denn Größe 74 passt nun sehr gut, und in Größe 68 sind nur noch wenige Teile in Babymädchens Kleiderschrank. Außerdem hat es mittlerweile zwei Zähnchen, die ohne viel Menkenke durchgebrochen sind und jeden Tag zweimal geputzt werden. Das ist gar nicht so leicht, weil das Babymädchen seine Zahnbürste und die Zahnpasta so toll findet, dass es immer gleich anfängt, daran zu saugen.
Seit einer knappen Woche stille ich das Babymädchen nicht mehr und - bis auf gelegentliche wehmütige Anwandlungen meinerseits - geht es uns beiden sehr gut damit. Das Babymädchen isst mittlerweile auch 8-Monatsbreie mit kleinen Stückchen ganz gut, solange sie keine Kartoffeln enthalten. Die scheinen ihm nicht so zu munden. Wir versuchen nun, sooft wie möglich gemeinsam mit dem Babymädchen zu essen, wobei es dann immer sehr futterneidisch wird und von unseren Tellern naschen möchte. So richtig schmeckt ihm unser Essen zwar noch nicht, aber Nudeln ohne alles, Brot und Gemüsestücke werden gern "bearbeitet", und es landet auch zusehend mehr davon im Bäuchlein.
Die Nächte sind objektiv betrachtet ziemlich gut geworden. Oft schläft das Babymädchen von ca. 19 Uhr bis ca. 4 Uhr durch. Manchmal muss es zwischendurch einmal getröstet werden, und manchmal schläft es nach seiner Guten-Morgen-Flasche gar nicht oder erst nach eine Stunde rödeln wieder ein. Aber eigentlich können wir nicht meckern. Allerdings scheinen mir nun doch endgültig die Stillhormone abgegangen zu sein, die mich Nachts munter werden ließen, denn ich bin nun immer wie gerädert, wenn das Babymädchen mich weckt. Ja, beim stündlichen Stillen war ich auch sehr, sehr müde, habe mich aber nie so matschig gefühlt wie jetzt manchmal.
Unser Tobemädchen tobt unverändert viel und kann nun schon sehr gut an einer Hand laufen. Wahrscheinlich könnte es auch schon ohne die Sicherheitshand laufen, traut sich das bislang aber noch nicht so richtig. Manchmal steht es am Ende einer Festhaltegelegenheit, zögert kurz und macht dann einen freihändigen Schritt bevor es entweder schnell loskrabbelt oder sich aus dem Stand in Richtung des Objekts der Begierde stürzt. Mit vier Monaten machte es ja gern einen Froschsprung, wobei es im Vierfüßlerstand wippte und sich dann nach Vorne warf. Das hier scheint jetzt Froschsprung 2.0 zu sein und hat mir schon einige Male einen ziemlichen Schreck beschert, wenn das Babymädchen so aus dem Stand auf den Boden hechtet.
Auch wenn Babymädchens Tobefähigkeiten stetig ausgebaut werden, stand dieser Monat eigentlich ganz im Zeichen der Kommunikation und Interaktion. Es ist schlichtweg unglaublich wie schnell es dazu lernt, neue Dinge versteht und ständig fordert, dass man ihm die Welt erkläre. Habe ich früher vornehmlich belangloses Zeug gefaselt erzählt, zeigt unser Kind nun schon sehr genau, was es wissen möchte, womit und wie es spielen möchte.
Wenn wir es verstehen und seine Wünsche umsetzen, freut sich das Babymädchen immer mit vollem Körpereinsatz, strahlt dann über's ganze Gesicht und wippt auf und ab. Beim Essen braucht es nun nicht mehr nur einen Löffel zum Spielen, sondern deutet sofort auf das Radio, dass wir dann anmachen müssen. Läuft Musik wippt das Babymädchen ebenfalls, was schon ein bisschen wie Babytanzen aussieht.
Es ist so wunderbar, unserem Babymädchen dabei zuzusehen, wie es immer mehr von seiner Welt entdeckt, erklettert, austestet und fröhlich plappernd kommentiert. Meistens ist es sehr ausgeglichen und lieb und verteilt zwischendurch immer wieder kleine Kuscheleinheiten. Besonders gerne sitzt es nun auf unserem Schoß, um gemeinsam Bücher anzugucken. Als alte Leseratte gefällt mir diese Art des Spielens natürlich sehr.
Das Babymädchen kann nun aber auch schon ziemlich bockig werden. Auf dem Wickeltisch oder in anderen
Mehrfach hat das Babymädchen nun schon mehrere Stunden am Stück bei seinen Omas und Opas und bei Tante Kimmy verbracht. Wir haben uns jedesmal ganz offiziell, aber ohne viel Aufsehen von ihm verabschiedet, und das Babymädchen hatte jedesmal eine tolle Zeit mit seinen Babysittern. Es kennt eben seine Menschen nun schon sehr gut. Auch für mich waren das wichtige Stunden, in denen ich von meiner Seite auch mal die Nabelschnur etwas lockerte und mich ein wenig an das Gefühl gewöhnen konnte, nicht immer in Babymädchens unmittelbarer Nähe zu sein. Auf dem Rückweg zum Babymädchen war ich jedesmal richtig aufgeregt und auch aufgetankt mit neuer Geduldenergie.
Sonntag, 10. Juli 2011
Zehn Monate Babymädchen
Unser Babymädchen ist schon fast kein Baby mehr! Nicht nur, weil die Monatsanzahl nun schon zweistellig ist und wir schnellen Schrittes auf den ersten Geburtstag zueilen, sondern vor allem, weil es schon wie ein richtiges Kleinkind wirkt. Wie schon in den vergangenen Monaten erstaunt es uns täglich mit neuen motorischen Manövern. Immer wenn man denkt, ach, das kann sie jetzt alles, setzt es sogleich nochmal einen drauf, wobei man erst im Nachhinein wirklich weiß, dass das ja irgendwie noch gefehlt hat.
Das Babymädchen steht ja schon sehr lange sicher an Möbeln, doch in den letzten Wochen sind seine Bewegungen noch viel selbstsicherer und selbstverständlicher geworden. Es reckt sich und macht Ausfallschritte, um zum nächsten Haltepunkt zu kommen. Es versucht nicht mehr vergeblich über unüberwindbare Hindernisse hinüberzukommen, sondern läuft zielsicher herum. Andere Hindernisse überklettert sie dahingegen in Nullkommanix, d.h. es scheint jetzt schon ein ziemlich gutes Gefühl für den eigenen Körper und dessen Möglichkeiten zu haben. Gelegentlich steht das Babymädchen selbstvergessen kurz frei, und bereits mehrmals konnten wir beobachten wie es aufgestand, ohne sich an irgendetwas festzuhalten.
Das Babymädchen versteht nun immer mehr, was wir sagen und reagiert auch entsprechend. Es weiß, wo sein Zimmer ist, an welchen Orten in der Wohnung Spielzeug hinterlegt ist, kennt Lampe, Ball, Buch, Schuhe und Biene und bringt diese, wenn man danach fragt (außer die Lampe natürlich). Es weiß, wo Mamas Bauch ist und wo die eigenen Füße sind, aber offenbar noch nicht, dass jeder Mensch Bauch und Füße hat. Neben Mama und Papa hält es nun (mit einer gewissen Fehlerquote) Omas, Opas, Tanten und Onkel und große Cousine auseinander, wenn man nach ihnen fragt.
Trägt man es umher, zeigt es in einer Tour in verschiedene Richtungen, in die es bittedanke getragen werden will und auf Gegenstände, die es bittedanke mal anfassen möchte. Wird dem nicht Folge geleistet, kann das Babymädchen schon mal ganz schön knurrig werden. An seinem 10-Monatsgeburtstag bescherte das Babymädchen uns seinen allerersten richtigen Trotzanfall, hervorgerufen durch die Mütze, die es unbedingt absetzen wollte, was wir aber wegen der heißen Sonne nicht zulassen konnten. "Die Mütze bleibt auf!", sagten wir immer wieder bis das Babymädchen anfing zu schreien und sich im Kinderwagen wütend hin und her zu werfen.... sicherlich 10 Minuten lang. Ich glaube nicht, dass es am Ende überhaupt noch wusste, warum es eigentlich sauer war. Dennoch dauerte es recht lange bis es sich wieder einkriegte. Ähnliche Szenarien erleben wir täglich auf dem Wickeltisch, wo sich das Babymädchen vor lauter Ärger manchmal so plötzlich nach hinten wirft, dass es sich den Kopf stößt. Kleiner Knochen!!
Die schlimmsten Kreischarien hatten wir in diesem Monat jedoch beim Einschlafen. Bzw. eigentlich meist nur ich. Sogar in der Manduca brüllt es mich nun immer erstmal an bevor es einschläft. Seinen Höhepunkt erreichten die Einschlafdramen dann im Urlaub, wo anderthalb Stunden Umhertragen, Streicheln, Trösten und auch mal Schimpfen oft gleichermaßen mit Gebrüll geahndet wurden. Am schrecklichsten finde ich, dass sich das Babymädchen dann oft auch auf dem Arm gar nicht beruhigt, was mich irgendwie auch ganz schön verletzt. Jedenfalls hat sich auf diese Weise mein Geduldstank in den letzten Wochen ziemlich restlos entleert, mit dem Ergebnis, dass nun bis auf Weiteres R. das Babymädchen Abends, und wenn möglich auch Mittags ins Bett bringt. Da macht es übrigens nicht annähernd so ein Theater. Puh, irgendwie habe ich eine richtige Hemmschwelle entwickelt. Wenn ich unter der Woche alleine mit dem Babymädchen bin, sehe ich immer schon mit Grauen dem Mittagsschlaf entgegen.... und das überträgt sich sicherlich und ist womöglich einer der Auslöser für die Einschlafdramen. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass R. mir das im Moment so oft abnimmt. Sicherlich bin ich bald auch wieder gelassener und kann mein Babymädchen wieder schön in den Schlaf begleiten.
Bislang hatte das Babymädchen ja erfolgreich die These widerlegt, dass alle Mädels gerne und viel quatschen. Ebenfalls pünktlich zum 10-Monatsgeburtstag scheint aber auch da ein Knoten geplatzt zu sein. Es plappert nun sehr viel mehr und lässt gelegentlich auch ein paar Doppelsilben verlauten. Und "Hma" und "Mma", was ich selbstredend als Vorläufer von "Mama" interpretiere. Ist es doch auch! Oder? Oder?
Ich glaube, ich hatte es schon mal erwähnt: Unser kleines Mädchen kuschelt gerne. Es legt sein Köpfchen auf unsere Schulter und schlingt die kleinen Ärmchen um unseren Hals. Das ist so ein umwerfendes, wunderbares Gefühl, zu wissen, dass es uns genauso lieb hat!! Auch im Bett schmiegt es sich an uns.... oder kuschelt sich auch gelegentlich in ein Kissen oder eine Decke, bleibt so kurz liegen und springt wieder auf.
Wenn es sich doll über etwas freut, wippt das sitzende Babymädchen nun auf und ab, legt die Händchen zusammen und fuchtelt damit auf und ab. Vielleicht ein Vorläufer zum Klatschen? Jedenfalls ist das zusammen mit seinem Freudensjuchzern immer wieder umwerfend niedlich anzuschauen und versetzt alle Zuschauer sofort in gute Laune.
Außerdem konnten wir vor zwei Wochen mal wieder den Kleiderschrank umkrempeln, denn das Babymädchen ist offenbar ein wenig gewachsen, so dass nun doch endlich Größe 74 einigermaßen passt. Wie cool, dass Kinder so schön wachsen und somit regelmäßig neue niedliche Klamöttchen in den Kleiderschrank einziehen können.
Apropos Klamotten. Wenn das Wickeltischdrama nicht allzu schlimm ist, hilft das Babymädchen nun schon ein bisschen mit beim An- und Ausziehen. Die Ärmchen müssen nicht mehr durch Ärmel hindurchgefädelt werden, sondern werden mit etwas Hilfe in die richtige Richtung gestreckt bzw. herausgezogen. Auch beim über den Kopf ziehen von Oberteilen packt das Babymädchen nun oft mit an. Füße und Kopf hat das Babymädchen allerdings am liebsten an der frischen Luft, so dass Mützen, Socken und Schuhe nie lange an Ort und Stelle bleiben. Das zähle ich allerdings nicht zu "Helfen".
Wo ist nur das kleine Baby hin, dass hingebungsvoll und noch nicht sehr erfolgreich versuchte, seine Fäustchen in den Mund zu stecken? Nun benutzt es stattdessen die Fingerchen, um kleinste Fusseln vom Boden aufzuheben (und zu verspeisen) oder versucht Mamas Leberflecke abzumachen und Papas Brustwarzen zu piercen.
Wie gesagt: Unser Baby wird groß!! In wenigen Wochen wird unser wunderschönes kleines Mädchen schon ein Kindergartenkind sein.... Wie konnte das nur passieren?
Montag, 4. Juli 2011
Bücherwurm
Ich hatte noch längst nicht damit gerechnet. Schon gar nicht bei meiner kleinen Tobemaus. Und doch ist es soweit: Sie guckt sich gerne Bücher an!!
Und das Beste ist: Sie kommt nicht nur gerne angekrabbelt, wenn man sie fragt, ob sie ein Buch anschauen will, sondern schleppt ihr Bilderbuch auch ganz von alleine zu mir, um dann auf meinen Schoß zu klettern, sich (noch mit etwas Hilfe) ordentlich hinzusetzen und die Seiten hin und her zu blättern, während ich ganz, ganz schnell erzähle, was darauf zu sehen ist.
Überhaupt kann man schon richtig toll mit dem Babymädchen spielen. Es versteht, wenn man nach Ball, Biene oder Buch fragt, sucht danach, grinst triumphierend und krabbelt (wenn sie Lust hat) schnell hin.
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