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Mittwoch, 2. April 2014

Der neueste Stand

Gestern hatte ich einen Termin in dem Krankenhaus, in dem unsere Zwee zur Welt kommen soll. Der liebe A aus B fuhr mich hin, weil ich nicht so sicher bin, ob Autofahren im Moment okay für mich ist, da man ja recht gerade vorm Lenker sitzt. Außerdem stört der Bauch mittlerweile auch ganz schön.

Jedenfalls hatte ich einen Termin vereinbart, um mich noch mal bezüglich der Schwangerschaftsdiabetes und der bescheuerten Plazenta Praevia beraten zu lassen. Zunächst gab es noch einmal einen Ultraschall: Zwee wiegt geschätzte 1.600g, ist damit so wie schon in den vergangenen Monaten eher am oberen Ende der Wachstumskurve - allerdings nicht so weit, dass man befürchten müsste, dass schon Auswirkungen des Diabetes sein könnten. Ich denke, dass es eher daran liegt, dass wir ja nicht genau wissen, wann Zwee gemacht wurde, und meine Frauenärztin im ersten Ultraschall zack-zack und blitzschnell den Embryo vermaß und den ET festlegte. Danach war Zwee dann immer etwas größer als der Durchschnitt, d.h. vielleicht sind wir doch schon etwas weiter als 29+6 SSW.

Zwee zappelte wieder ordentlich, trat mich auf der rechten Seite gleichzeitig mit einem Bein in die Rippen und mit dem anderen gegen den Beckenknochen, weil sie sich wohl durch die Stänkerei mit dem Ultraschall gestört fühlte. Als die Ärztin noch ein schönes Foto vom Gesichtchen machen wollte, nahm Zwee kurzerhand beide Händchen und einen Fuß vor das Gesicht und zog sich dann noch die Nabelschnur quer über das Näschen während sie sich mit dem Köpfchen in die Plazenta kuschelte. Eigentlich sollte es dann noch einen v.aginalen Ultraschall geben, um nach der Plazenta zu sehen, aber Frau Doktor sah auch von oben auf ersten Blick, dass diese immer noch vorm Muttermund liegt, so dass sie nicht noch mal genauer nachsehen musste.

Nun ja, es ist wohl noch nicht aller Tage Abend. Eine winzig kleine Restwahrscheinlichkeit besteht noch, dass der Muttermund doch noch geräumt wird. Die Oberärztin nahm die aktuelle Lage dennoch zum Anlass, mich schon mal über einen Kaiserschnitt aufzuklären - für den Fall, dass es doch irgendwann schon ungeplant losgehen muss. Sie war wirklich sehr freundlich und hat gleich gemerkt, dass mich das sehr traurig macht, und extra noch mal auf dem Aufklärungsblatt vermerkt, dass ein Kaiserschnitt nur gemacht werden soll, wenn er medizinisch absolut notwendig ist. Nach aktuellem Stand wäre eine Spinalanästesie möglich. Dann würde Zwee gleich im OP auf meine Brust gelegt werden. Sofern sie auf ersten Blick einen guten Eindruck macht, schreit und rosig ist, muss sie also nicht gleich raus zum Kinderarzt. Wenn das doch nötig sein sollte, könnte ihr Papa die ganze Zeit bei ihr bleiben, damit sie nicht ganz alleine ist. Sollte die doofe Plazenta, die aktuell seitlich/hinten und eben vorm Muttermund liegt jedoch weiter nach vorn wandern, würde man wohl eine Vollnarkose machen, weil das Risiko von Blutungen und Komplikationen dann erhöht wäre, da sie dann genau da läge, wo man eigentlich schneiden würde. Ich hoffe sehr, dass zumindest dieser Kelch an mir vorüber geht.

Wenn keine weiteren Blutungen auftreten, würde die Ärztin empfehlen, dass der Kaiserschnitt bei 37+0 durchgeführt wird. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Tage heraushandeln können, damit Zwee wirklich fertig ist. Außerdem wäre 37+0 genau der Tag vor meinem Geburtstag, was in den Folgejahren irgendwie blöd wäre. Wenn es gar nicht anders geht, ist es eben so - bei einer spontanen Geburt, hätten wir ja auch keinen Einfluss auf den Termin. Bis in den Juni hinein würde man aber wohl leider nicht abwarten.

Die Schwangerschaftsdiabetes ist bislang nur sehr leicht ausgeprägt. Dennoch soll ich nun ein paar Tage lang viermal täglich meinen Blutzucker messen, um sicher zu gehen, dass sich daran nichts geändert hat. Wenn die Werte im Rahmen bleiben, reicht es danach aus, zwei Tage pro Woche so durchzutesten. (Übrigens habe ich dann gestern gleich festgestellt, dass Reis mit Thaicurry gaaaaanz schlecht für den Blutzucker ist.) Immerhin ist die Lanzette wirklich viel besser als die im Krankenhaus, so dass es kaum weh tut.

Für Zwee bedeutet die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, dass ihr Blutzuckerspiegel nach der Geburt genau beobachtet wird, um sicherzugehen, dass sie nicht unterzuckert, da ihre Bauchspeicheldrüse im Moment für mich mit arbeitet und dann eventuell nach der Geburt noch zuviel Insulin für das kleine Körperchen produziert. Also wird mein armes, kleines Mädchen auf jeden Fall gleich zu Anfang regelmäßig gepiekst werden bis man sicher sein kann, dass sich alles wieder reguliert hat.

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Ich sollte mich nicht beschweren - es könnte viel schlimmer sein, aber trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich es total Sch.eiße finde, meiner Sucht nach Eis und sonstigen Süßigkeiten nicht nachgeben zu dürfen. Ich kann nicht einfach EIN Stück Schokolade, EINE Kugel Eis oder EIN GANZ KLEINES Stück Kuchen essen, also muss ich es wohl ganz bleiben lassen. Und NEIN, ein Apfel ist kein würdiger Ersatz. Das macht mich mürrisch, denn auch wenn ich nicht hungern muss, ist es für mich eben gänzlich unbefriedigend, an einer Möhre zu nagen. Da hilft es auch nicht, dass ich ja schließlich Gemüse ohne Ende essen darf. *Mecker-nörgel-jammer-Modus aus*

Dienstag, 19. Juni 2012

Schwabbel

Dick, unförmig und vor allem schwabbelig fühle ich mich. Nichts passt mehr und ich traue mich kaum noch, in den Spiegel zu gucken. Die Waage zeigt das gleiche Gewicht wie vor über anderthalb Jahren als ich mich jedoch über mein knapp U70 Gewicht kurz nach BMs Geburt freute.
Durch BMs großen Appetit verlor ich danach ganz ohne Diät oder gar Sport knapp 10 weitere Kilos und fühlte mich so zumindest in Klamotten eigentlich ganz wohl, auch wenn alles weiterhin sehr schwabbelig und keineswegs Bikini-tauglich war.

Seit dem Abstillen habe ich dummerweise nicht aufgehört, die gleichen Mengen zugegebenermaßen meist ungesunden Essens zu verdrücken. Bei Null Sport. Das Problem ist, dass ich in jeder Situation ordentlich Appetit habe - sowohl, wenn es gemütlich ist, als auch wenn ich im Stress bin.

Jedenfalls muss ich jetzt endlich etwas dagegen unternehmen, auch wenn ich dazu eigentlich gar keine Lust habe. Immerhin war ich nun innerhalb einer Woche dreimal laufen und kann zumindest bei meiner Ausdauer erste Fortschritte erkennen.

So, ich gehe dann mal ins Bett und heule ein bisschen, weil ich trotz des heutigen Laufes immer noch nicht schlanker bin.

Sonntag, 4. März 2012

Lirum Larum Löffelstiel

Fast 13 Monate nach den ersten Breifütterungsversuchen, die BM monatelang bei Versuchen bleiben ließ bevor sie sich zunehmend zur Fressraupe entwickelte, wurden wir gestern Zeugen des lang ersehnten Durchbruchs bei der Löffelbenutzung. Plötzlich und unvermittelt will und kann BM mit dem Löffel essen.
Die Technik ist zwar noch etwas ungewöhnlich und beinhaltet, dass der Löffel im Mund einmal rundherum gedreht werden muss, es geht auch einiges daneben, aber man kann nun definitiv sagen, dass BM mit dem Löffel isst.

Halleluja!!

Dienstag, 28. Februar 2012

Kuschel-kuschel und Lecker-Schmecker

BM praktiziert derzeit häufig Extrem-Kuschling mit so vielen Kuscheltieren wie sie mit ihren kleinen Ärmchen umschlingen kann. Mehrfach musste jetzt auch schon ihr Glühwürmchen mit in die Kita. Beim Einschlafen helfen die Dinger aber weiterhin nicht. 

Da BM wegen der Bindehautentzündung heute noch zu Hause war und es den ganzen Vormittag regnete, kamen wir endlich dazu mal die ober-leckeren Cookies aus dem Wichtelpaket von Tatti74 zu backen. Es hat richtig Spaß gemacht, zumal die Zubereitung ja wirklich sehr, sehr einfach war und die minimale Zubereitungsdauer perfekt BMs Aufmerksamkeitsspanne berücksichtigte. Kaum sah BM den Teig fing sie auch schon an zu schmatzen und wollte naschen. Durfte sie natürlich auch:

Das war bevor sie dann darauf bestand, rohe Zwiebelstückchen zu naschen, und schon bevor das Abendessen fertig war Hackfleisch aus dem Auflauf voressen durfte. Ganz klar mein Kind!!

Vor etwas über 30 Jahren sah das übrigens so aus:
(Von mir aus bräuchte Kuchen grundsätzlich gar nicht gebacken werden. Rohen Teig finde ich viel leckerer.)

Ungläubig

Schon vor Wochen wurde auf der Pinnwand der Spatzengruppe verkündet, dass alle Kinder nun erfolgreich aus dem Becher trinken. Kürzlich stand dann auch BMs Kita-Trinkflasche in ihrem Fach zum Mitnehmen. Und letzte Woche reagierte Erzieherin D. ganz ungläubig, als R. ihr erzählte, dass BM zu Hause noch aus (Trinklern-)Flaschen trinkt. 

Ich gebe zu, wir waren diesbezüglich sehr faul und irgendwie mit BMs Essenschlachten so ausgelastet, dass wir kaum Lust hatten, zusätzlich noch Überschwemmungen zu provozieren. Nun können wir diesen Meilenstein aber wohl kaum länger ignorieren, so dass BM auch bei uns aus einer Tasse trinken darf. Sie hat immer noch ihre Flaschen, die für den kurzen schwungvollen Schluck während des Spiels immer noch Mittel der Wahl sind, aber gerade zu den Mahlzeiten macht sie das tatsächlich schon echt super. 

Jetzt fehlt nur noch, dass sie endlich ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl für Löffel und Gabel entwickelt, denn bislang isst sie immer noch mehrheitlich mit den Händen.

Montag, 8. August 2011

Heute morgen so

Heute war wie zuletzt oft ein guter Morgen. 

Das Babymädchen wurde um 3:30 Uhr zum ersten Mal wach. Ich suchte es wie so häufig erstmal unter der Bettdecke, so dass es etwas dauerte bis ich im Kinderzimmer eintraf. Trotzdem ließ das Babymädchen sich recht schnell wieder beruhigen und schlief noch eine Stunde bis es endgültig seine Milch forderte.
Wie üblich holte R. es aus dem Bett und tröstete es während ich in die Küche wankte, um unter einiger Polterei und halbblind, weil ohne Kontaktlinsen, die vorbereitete Flasche zusammen mixte.  Diese trank das Babymädchen eng an mich gekuschelt in einem Zug leer. 

Den Rest der Nacht verbrachte das Babymädchen wie üblich bei uns im großen Bett. Es schlief zwar gleich ein, war aber unruhig und wälzte sich trotzdem noch recht viel umher, setzte sich mit geschlossenen Augen auf und plumpste gleich wieder um, hielt Händchen mit uns, umschlang meinen Hals, drückte sein Gesichtchen an mein Gesicht und war einfach zuckersüß.

Kurz nach 6 Uhr war die Nacht endgültig vorbei. Das Babymädchen weckte uns durch herumwuseln und angrabbeln, aber ohne die üblichen Kopfnüsse. Stattdessen war es noch ganz kuschelig und schmiegte sich immer wieder an uns. So werden wir gerne geweckt.

Dann begann das morgentliche Spielprogramm. Ich musste erstmal meinen alten Teddy vom Nachttisch holen. Er wurde freudig begrüßt und bekam gleich Babymädchens Nucki angeboten. Dann brauchte das Babymädchen noch seine Wasserflasche, meine Flasche und natürlich das Babyphone.

Wir standen dann bald auf, weil R. zur Arbeit musste. Erst putzten R. und ich unsere Zähne, wobei Babymädchen R. wie immer helfen konnte, d.h. sich an seiner elektrischen Zahnbürste festhielt. Danach wurden Babymädchens zwei Beißerchen geputzt bzw. die Zahnbürste ausgesaugt. 

Nach dem Anziehen durften R. und ich noch einigermaßen in Ruhe frühstücken während das Babymädchen auf seinem Thron im Hochstuhl saß und drei halbe Weintraube nicht aß, d.h. ablutschte und kritisch beäugte. 

Zuletzt brachten wir R. noch gemeinsam raus, er schwang sich auf's Rad und Babymädchen und ich schauten ihm ein wenig hinterher. Gewunken habe heute nur ich, Babymädchen hatte keine Lust.

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Nachtrag:
Eine Viertelstunde später war R. wieder da, weil es zwischenzeitlich begonnen hatte zu gießen und nicht wie ein begossener Pudel auf Arbeit ankommen wollte. Schnell umgezogen stieg er dann ins Auto, aber nicht bevor wir Mädels noch eine Extraportion Küsschen bekommen hatten. Glück im Unglück, nennt man das wohl.

Sonntag, 7. August 2011

Elf Monate Babymädchen

Jetzt dauert es nur noch einen Monat bis aus unserem Babymädchen schon ein Kleinkind wird. Ich grübele schon eine Weile, wie ich das Babymädchen dann im Blog nennen sollte, aber R. wies mich gestern darauf hin, dass es ja immer unser Babymädchen bleiben würde und darum auch einfach weiter so heißen sollte. Wo er Recht hat, hat er Recht. 

Nun aber erstmal zum elften Monat, der ein wirklich ereignisreicher und schöner Monat war. Zur Feier des heutigen Tages klatschte das Babymädchen am Frühstückstisch ausgiebig in die Hände. Yeah!! All die Momente, wo wir allein vor uns hin hinklatschten und uns vom Babymädchen vollkommen ignoriert fühlten, scheinen also doch Wirkung hinterlassen zu haben.  

Das Babymädchen wird nun wohl die 70cm-Marke geknackt haben, denn Größe 74 passt nun sehr gut, und in Größe 68 sind nur noch wenige Teile in Babymädchens Kleiderschrank. Außerdem hat es mittlerweile zwei Zähnchen, die ohne viel Menkenke durchgebrochen sind und jeden Tag zweimal geputzt werden. Das ist gar nicht so leicht, weil das Babymädchen seine Zahnbürste und die Zahnpasta so toll findet, dass es immer gleich anfängt, daran zu saugen. 

Seit einer knappen Woche stille ich das Babymädchen nicht mehr und - bis auf gelegentliche wehmütige Anwandlungen meinerseits - geht es uns beiden sehr gut damit. Das Babymädchen isst mittlerweile auch 8-Monatsbreie mit kleinen Stückchen ganz gut, solange sie keine Kartoffeln enthalten. Die scheinen ihm nicht so zu munden. Wir versuchen nun, sooft wie möglich gemeinsam mit dem Babymädchen zu essen, wobei es dann immer sehr futterneidisch wird und von unseren Tellern naschen möchte. So richtig schmeckt ihm unser Essen zwar noch nicht, aber Nudeln ohne alles, Brot und Gemüsestücke werden gern "bearbeitet", und es landet auch zusehend mehr davon im Bäuchlein.

Die Nächte sind objektiv betrachtet ziemlich gut geworden. Oft schläft das Babymädchen von ca. 19 Uhr bis ca. 4 Uhr durch. Manchmal muss es zwischendurch einmal getröstet werden, und manchmal schläft es nach seiner Guten-Morgen-Flasche gar nicht oder erst nach eine Stunde rödeln wieder ein. Aber eigentlich können wir nicht meckern. Allerdings scheinen mir nun doch endgültig die Stillhormone abgegangen zu sein, die mich Nachts munter werden ließen, denn ich bin nun immer wie gerädert, wenn das Babymädchen mich weckt. Ja, beim stündlichen Stillen war ich auch sehr, sehr müde, habe mich aber nie so matschig gefühlt wie jetzt manchmal. 

Unser Tobemädchen tobt unverändert viel und kann nun schon sehr gut an einer Hand laufen. Wahrscheinlich könnte es auch schon ohne die Sicherheitshand laufen, traut sich das bislang aber noch nicht so richtig. Manchmal steht es am Ende einer Festhaltegelegenheit, zögert kurz und macht dann einen freihändigen Schritt bevor es entweder schnell loskrabbelt oder sich aus dem Stand in Richtung des Objekts der Begierde stürzt. Mit vier Monaten machte es ja gern einen Froschsprung, wobei es im Vierfüßlerstand wippte und sich dann nach Vorne warf. Das hier scheint jetzt Froschsprung 2.0 zu sein und hat mir schon einige Male einen ziemlichen Schreck beschert, wenn das Babymädchen so aus dem Stand auf den Boden hechtet. 

Auch wenn Babymädchens Tobefähigkeiten stetig ausgebaut werden, stand dieser Monat eigentlich ganz im Zeichen der Kommunikation und Interaktion. Es ist schlichtweg unglaublich wie schnell es dazu lernt, neue Dinge versteht und ständig fordert, dass man ihm die Welt erkläre. Habe ich früher vornehmlich belangloses Zeug gefaselt erzählt, zeigt unser Kind nun schon sehr genau, was es wissen möchte, womit und wie es spielen möchte. 

Wenn wir es verstehen und seine Wünsche umsetzen, freut sich das Babymädchen immer mit vollem Körpereinsatz, strahlt dann über's ganze Gesicht und wippt auf und ab. Beim Essen braucht es nun nicht mehr nur einen Löffel zum Spielen, sondern deutet sofort auf das Radio, dass wir dann anmachen müssen. Läuft Musik wippt das Babymädchen ebenfalls, was schon ein bisschen wie Babytanzen aussieht. 

Es ist so wunderbar, unserem Babymädchen dabei zuzusehen, wie es immer mehr von seiner Welt entdeckt, erklettert, austestet und fröhlich plappernd kommentiert. Meistens ist es sehr ausgeglichen und lieb und verteilt zwischendurch immer wieder kleine Kuscheleinheiten. Besonders gerne sitzt es nun auf unserem Schoß, um gemeinsam Bücher anzugucken. Als alte Leseratte gefällt mir diese Art des Spielens natürlich sehr. 

Das Babymädchen kann nun aber auch schon ziemlich bockig werden. Auf dem Wickeltisch oder in anderen fiesen Babyquälereien Situationen fängt es unvermittelt an zu schreien, macht sich stocksteif und wirft sich nach hinten, so dass wir unsere liebe Not haben es aufzufangen, damit es sich nicht wehtut. Es ist schon sehr deutlich zu unterscheiden, wann das Babymädchen wirklich traurig ist und wann es einfach "nur" sauer ist. Zum Glück dauert so ein Windelwechseln nicht ewig und auch in anderen Situation lässt das Babymädchen sich bislang immer noch ganz gut ablenken und beruhigen.

Mehrfach hat das Babymädchen nun schon mehrere Stunden am Stück bei seinen Omas und Opas und bei Tante Kimmy verbracht. Wir haben uns jedesmal ganz offiziell, aber ohne viel Aufsehen von ihm verabschiedet, und das Babymädchen hatte jedesmal eine tolle Zeit mit seinen Babysittern. Es kennt eben seine Menschen nun schon sehr gut. Auch für mich waren das wichtige Stunden, in denen ich von meiner Seite auch mal die Nabelschnur etwas lockerte und mich ein wenig an das Gefühl gewöhnen konnte, nicht immer in Babymädchens unmittelbarer Nähe zu sein. Auf dem Rückweg zum Babymädchen war ich jedesmal richtig aufgeregt und auch aufgetankt mit neuer Geduldenergie.

Alles in allem war es ein toller Monat, in dem wir richtig viel Spaß mit unserem kleinen Menschlein hatten. Wir sind so unglaublich stolz und so voller Liebe für unser Babymädchen und möchten am liebsten jeden Moment aufsaugen und für immer bewahren.

Freitag, 5. August 2011

Abgestillt

Vor drei Tagen, d.h. am 2. August als das Babymädchen 10 Monate, 3 Wochen und 5 Tage alt war, stillte ich das Babymädchen zum letzten Mal.

Seit nicht mal einer Woche bekommt das Babymädchen Abends eine Flasche (an der es allerdings meist nur nippt) und dann morgens wieder eine Flasche, die es in nullkommanix leer trinkt. An zwei Morgen stillte ich das Babymädchen beim ersten "richtigen" Aufwachen und gab ihm dann eine Stunde später die Flasche. Dann drehten wir das um, d.h. erst die Flasche und nach einer Stunde wurde nochmal gestillt. Und das war das letzte Mal. 

Nach der Flasche ist das Babymädchen bisher zwar kurz schläfrig gewesen, aber leider nicht mehr eingeschlafen. Vielleicht gluckert die viele Milch im Bauch umher? Jedenfalls reagierte es immer zufrieden, wenn die Flasche alle war, während es zuletzt immer gemeckert hatte, wenn ich das nuckeln an der Brust beendete. Vielleicht war auch gar nicht mehr genug Milch dabei herausgekommen?

Noch vor wenigen Wochen sah das Babymädchen morgens manchmal wie ein winzig kleiner Säugling aus, wenn es mit geschlossenen Äuglein und offenen Mündchen nach meiner Brust suchte. Oh je, ich heule. 
Ähm, jedenfalls hat es das in den letzten drei Tagen nicht einmal getan. Ob es das schon vergessen hat? Jedenfalls scheint es sehr zufrieden, und das ist ja das Wichtigste!!

Ich bin so dankbar für die wunderbare Stillzeit, die wir gemeinsam hatten. Auch wenn ich mir zwischendurch immer mal Gedanken über das Thema Abstillen gemacht habe, hat es sich nun genau so natürlich wie das "Anstillen" einfach so ergeben. Ich bin stolz darauf, mein Kind ernährt zu haben, und werde nie den Anblick von Babymädchens wunderschönen kleinen Gesichtchen an meiner B.rust vergessen.

Zum Glück habe ich ein Kuschelbaby, dass es mir leicht macht, auch ohne Stillen genügend Kuscheleinheiten zu bekommen. Wenn ich es auf dem Arm halte, legt es oft seine Ärmchen um meinen Hals, hält sich ganz doll fest und drückt sein Näschen an meinen Hals. Dann stehen wir so Wange an Wange und sind ganz nah beieinander. Manchmal, wenn ich es nach einem Küsschen frage, kommt es mit seinem Gesicht ganz nah an meins. Ja, das wird manchmal eher eine Kopfnuss, aber er Wille zählt.

Nun denn. Mein Körper gehört wieder mir. Ein wenig Milch scheint sich in den letzten Tagen noch in den B.rüsten gesammelt haben, aber nicht schmerzhaft. (Muss ich eigentlich trotzdem ausstreichen?)
Ein paar Hormone scheinen etwas aus der Bahn geraten zu sein, werden aber ab heute mit meiner "normalen" Pille wieder eingefangen. Dann sollten auch endlich die Teenager-Pickel verschwinden.

Sonntag, 31. Juli 2011

Tischmanieren

Im Moment ist es für das Babymädchen unabdingbar, beim Essen den rechten Fuß auf dem Tisch zu haben.

Samstag, 30. Juli 2011

Flaschenkind

Das Babymädchen hat gerade zur Probe seine erste Flasche Pulvermilch bekommen und in einem Zug leer getrunken.... während bei mir "OMG-Eine-Ara-geht-zu-Ende-Tränen" flossen und wir gleichzeitig lachen mussten, weil das so niedlich aussah und Babymädchens Äuglein genüsslich zufielen.

Keine Frage, es hat ihr geschmeckt. So hatten wir das nicht erwartet, denn an seinenWasserflaschen nippt das Babymädchen meist nur.

Ziel soll es nun also sein, das Stillen in den frühen Morgenstunden ganz abzuschaffen und stattdessen eine frühe Frühstücksflasche zu geben.

Dienstag, 26. Juli 2011

Der Anfang vom Ende

Seit Sonntag stille ich das Babymädchen abends nun ganz offiziell nicht mehr. Das Babymädchen scheint es gar nicht bemerkt zu haben, jedenfalls waren die Nächte nicht unruhiger als sonst. Ich hingegen habe ein paar Wehmutstränen vergossen, weil ich das abendliche Stillen eigentlich viel schöner finde als die morgentlichen nächtlichen 2 - 4 Stilleinheiten, die das Babymädchen noch recht vehement ab ca. 3 Uhr morgens einfordert. 

Abends wie morgens nuckelt es seit einiger Zeit eigentlich nur noch, und ich glaube nicht, dass dabei noch viel Milch fließt. Am Abend war es nach dem Stillen jedoch immer ganz entspannt, lächelte mich zufrieden an und gluckste fröhlich vor sich hin. Nachts und morgens jedoch ärgert sich das Babymädchen immer sehr, wenn ich das Nuckeln beenden möchte, und schläft erst nach einigem Meckern wieder ein. Außerdem tut mir der Rücken total weh, wenn ich das Babymädchen im Bett sitzend stille. Im Liegen ging das ja sowieso noch nie. Offenbar fehlen mir auch schon die muntermachenden Stillhormone, denn ich habe einfach nicht die Energie, mich nachts zum Stillen ins Kinderzimmer zu setzen. 

Also, das morgentliche Stillen werden wir nun auch bald angehen und wahrscheinlich auf etwas Widerstand stoßen, da das Babymädchen seine Wasserflasche nachts bislang immer erst NACH dem Stillen akzeptiert, was mich wiederum denken lässt, dass es seinen Durst an der B.rust nicht mehr löschen kann. 

Eine wunderschöne Ära geht zu Ende, mein Baby wird groß!! Ich bin ganz schön wehmütig, vor allem aber zufrieden und stolz, dass das Stillen von Anfang bis zum baldigen Ende so gut geklappt hat. Zum Glück haben wir ein verschmustes Kuschelmädchen, so dass ich auch weiterhin auf häufige Kuscheleinheiten hoffen kann.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Al dente

Gestern und vorgestern aß das Babymädchen ohne Murren und Knurren ihr allererstes 8-Monats-Gläschen. Also über zwei Tage verteilt, aber Mittag ist ja sowieso nicht Babymädchens Lieblingsmahlzeit. Dafür völlig ohne Murren und Knurren bzw. Würgen oder Ausspucken. Es gab Schinkennudeln mit richtigen kleinen Nudeln, die natürlich alles andere als al dente waren. Aber Babymädchen hat ja auch weiterhin Null Zähne....

Nachdem das Brei-Essen an sich ja monatelang geübt werden musste, waren wir dann auch davon ausgegangen, dass proportional dazu sich das Essen von Stückchen wohl nach hinten verschieben würde. Und so war es ja auch. Wir üben zwischendurch ja immer wieder mit Fingerfood bzw. lassen das Babymädchen von unserem Essen naschen, sofern es einigermaßen Baby-gerecht ist. Am liebsten will es allerdings weiterhin Eis schlecken, was wohl kaum das Essen von Stückchen übt.... 

Überhaupt macht das Füttern bzw. Essen mit dem Babymädchen schon ziemlich viel Spaß, wenn man mal von der ewigen Wischerei und Spurenbeseitigung absieht. Es haben sich auch schon einige Rituale eingeschlichen, die dem Babymädchen großen Spaß machen und zeigen, wie viel es schon versteht. 

Wenn der erste Hunger gestillt ist, zeigt es mit nachdrücklichen "Äh-äh's" auf die Schublade mit dem Besteck und fordert so einen eigenen Löffel, den sie allerdings nicht zum Löffeln, sondern als Flugobjekt verwendet. Wenn das Essen vorbei ist, wird zuerst der Plastikkittel abgemacht, danach öffnen wir die Schleife am Frotteelätzchen, wobei das Babymädchen schon oft ungeduldig wird, denn dieses will es sich dann immer selbst abziehen.... und auf den Boden werfen. Danach geht es ins Bad. Seit einiger Zeit wird das Babymädchen nicht mehr wie ein Baby mit Lappen oder Feuchttüchern gereinigt, sondern wir gehen gemeinsam Hände und Mund waschen. Dabei hat sich gezeigt, dass wir wohl ein Energiesparbaby haben, denn es macht regelmäßig den Wasserhahn zu bevor man alle Essensspuren beseitigen konnte. 

Donnerstag, 16. Juni 2011

Futterneid

Wenn das Babymädchen in seinem Hochstuhl sitzt während wir essen, wird es nun so richtig gierig, streckt die Händchen nach unserem Essen aus und fordert mit lautem "Eeeeee", dass wir etwas abgeben. Ich lasse sie dann an fast allem mal schlecken, was ich so esse, es sei denn, es ist zu scharf oder wie z.B. Honig gar nicht für Babys geeignet. 

Am allerliebsten nascht unser Babymädchen an Eis. Mein Kind!! Ganz klar!! 

Ich muss sagen, die Sauerei hält mich oft noch davon ab, dem Babymädchen selbst etwas in die Hand zu drücken. Heute früh jedoch gab es zum ersten Mal Stulle mit Frischkäse zum Zermantschen und Einspeicheln. Ob etwas im Magen gelandet ist wage ich zu bezweifeln, aber es schien zu schmecken. Allerdings endet jede dieser "Mahlzeiten" damit, dass jegliches Essen nicht mehr in den Mund gesteckt wird, sondern auf seine Flugtauglichkeit geprüft wird, was uns ehrlich gesagt doch ganz schön auf den Senkel geht.

Übrigens hat das Babymädchen nun doch noch den Pinzettengriff erlernt und schafft es nun, auch kleine Krümel vom Hochstuhltisch zu klauben, sofern sie nicht allzu doll festkleben. Ähnliches versucht sie seit Neuestem mit Fusseln oder Krümel, die auf dem Boden zu finden sind. Dumm nur, dass sie diese nicht in den Mülleimer bringt sondern lieber aufessen möchte. Ich sollte wohl wirklich öfter den Staubsauger rausholen....

Sonntag, 15. Mai 2011

Wie man's macht....

Seit ein paar Tagen isst unser ehemaliger Obstverweigerer plötzlich gerne Obstbrei und spachtelt zu den Zwischenmahlzeiten jeweils fast ein ganzes Gläschen weg. Unsere Freude darüber währte jedoch nur kurz, denn nun hat unser armes kleines Mädchen einen ganz wunden Po. 

Das hatte sie bislang erst einmal als sie nach der Rotavirenimpfung Durchfall bekam. Außerdem hat sie an Bauch und Rücken kleine rote Pünktchen, die ich zuerst für Hitzepickel hielt. Da es jetzt ja aber schon seit einigen Tagen gar nicht mehr so heiß ist, befürchte ich, dass sie vielleicht wirklich ein Obst nicht verträgt.

Wir sind jetzt also für die Zwischenmahlzeiten erstmal wieder auf Griesbrei mit ganz wenig Obst umgestiegen, Abends gibt es nun reinen Milchbrei ohne Obst. Ich hoffe, dass wir so den kleinen Pöppes erstmal wieder heile kriegen. Danach werden wir dann mal sukzessive wieder steigern, um herauszufinden, woran das genau liegt.

Montag, 9. Mai 2011

8 Monate

 Mit etwas Verspätung kommt hier nun endlich der 8-Monatsbericht. Dieser Monat ist wirklich im Sauseschritt vergangen, weil immer etwas los war. Unsere Wochen sind sehr gut ausgefüllt: 

Montags "erholen" das Babymädchen und ich uns immer mit ganz normalem Tagesablauf vom Wochenende bevor es am Nachmittag zum Babyschwimmen geht. 
Dienstags gehen wir weiterhin zum Spiel-und-Bewegung-Kurs, der uns beiden immer noch sehr viel Spaß macht. Nun endlich werden auch die anderen Kinder mobil, so dass immer eine herrlich-niedliche Wuselei entsteht während wir Mamas ein Schwätzchen halten. 
Mittwochs findet dann das wöchentliche BKG-Treffen statt. 
Für Donnerstag und Freitag stehen dann wahlweise Tierpark-Dates, Spaziergänge und/oder Haushaltstage an. 
Jedenfalls wird uns nie langweilig, und schwups ist schon wieder Wochenende und somit Familie-Isndingwa-Zeit, die wir drei sehr genießen. 

In Babymädchens 8. Monat trafen wir unsere bislang schwerste Entscheidung als Eltern, indem wir ein sogenanntes Einschlaftraining anfingen. Zum Glück hat uns das Babymädchen das anscheinend nicht übel genommen und seit einigen Tagen schläft sie nach einigem wiegen, singen und streicheln in ihrem Bettchen ein, wobei wir nun allerdings mit im Raum bleiben, um ihr immer wieder zu sagen, dass wir da sind. Wir bringen es einfach nicht mehr über's Herz, unser Baby weinend in den Schlaf gehen zu lassen. Sie schläft dann meist ganz ruhig auf der linken Seite (kaum jemals mehr auf dem Bauch) mit dem Gesicht recht eng am Nestchen ein.... 

Natürlich gab es auch andere Nächte, aber zumeist hat uns das Babymädchen seitdem mit sehr ruhigen Nächten verwöhnt. Natürlich wacht es manchmal kurz auf und weint dann auch ein bisschen, schläft aber in den meisten Fällen in weniger als 1 Minute wieder ein. Ich sitze dann immer mit bangem Gefühl im Bett. Wir können unser Mädchen ja nicht sehen, allerdings hören wir mittlerweile schon, ob sie sich nur wieder bequem hinlegen muss oder so richtig traurig ist. Dann warten wir auch nicht die "vorgeschriebenen" 5 Minuten. Wie gesagt, wir bringen es einfach nicht über's Herz. 

Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass das Babymädchen in den letzten Nächten oft (mit 2 - 3 kleinen Unterbrechungen) bis in die frühen Morgenstunden geschlafen hat. Eigentlich wollte ich sie ja immer erst nach 5 Uhr stillen, aber natürlich geht das nicht wirklich. Wenn sie also mit Durstgeschrei wach wird, stille ich sie - meist zwischen 4:30 Uhr und 5:30 Uhr. Danach kommt sie mit ins Elternbett, wo sie immer erstmal ca. 1 Stunde ganz ruhig wachliegt und kuschelt. Wahrscheinlich ist sie nach soviel Schlaf erstmal ganz gut erholt. Irgendwann schläft sie aber immer wieder ein und wir hangeln uns eng umschlungen mit mindestens stündlichem Stillen bis ca. 7:30 Uhr. Und so gefällt mir das sehr gut!!

Neben dem Schlafding hat sich auch die Sache mit dem Essen im letzten Monat sehr gebessert - mal abgesehen von den Tagen rund um Babymädchens Fiebertage 1, 2 und 3. Erstmals seit Babymädchens Geburt haben wir einen ziemlich regelmäßigen Rhythmus mit einem Abstand von ca. 3 Stunden. In den frühen Morgenstunden stille ich wie schon erwähnt mehrmals bis wir aufstehen. Zwischen 9 und 10 Uhr gibt es dann Frühstück, d.h. Milch-Getreide-Brei mit Obst, weil pures Obst dem Babymädchen nicht schmeckt. Zum Mittagessen gibt es ein halbes bis ganzes Gläschen "deftigen" Brei. Nachmittags dann wieder Milch-Getreide-Brei mit Obst und Abends eine größere Portion Milch-Getreide-Brei mit nur etwas Obst für den Geschmack. 
In der Regel stille ich dann nur noch zwischen Mittagsbrei und Mittagsschlaf und dann nochmal zwischen Abendbrei und Bett. Allerdings kommt es schon noch vor, dass das ich eine Breimahlzeit mal durch eine Stillmahlzeit ersetze, z.B. wenn wir beim Babyturnen sind, weil es dort keinen Hochstuhl sitzt und unser Zappelinchen sich auf dem Schoß immer sehr wehrt.

Das Babymädchen scheint in den letzten Wochen auch etwas gewachsen zu sein. Größe 68 passt zwar noch sehr gut, aber sicherlich nicht mehr lange. Das Babymädchen sieht zur Zeit etwas dünner aus und hat weniger Speckfältchen, vielleicht weil es einfach ein bisschen gewachsen ist oder vielleicht auch, weil es ja in diesem Monat zweimal krank war und in der Zeit Null Brei gegessen und auch nicht soooo viel an der Brust getrunken hat. Oder weil es nie einfach stillsitzen kann sondern immer herumhechten muss. Letzte Woche setzte ich das kleine Mädchen jedenfalls zum ersten Mal alleine auf unsere Waage, welche inkl. Kleidung und trockener Windel 7,3 kg anzeigte. Unser Babymädchen ist also ein ziemliches Federgewicht. 

Mir kommt das allerdings gar nicht so vor, zumal das Babymädchen in den letzten Wochen sehr viel Zeit auf meinem Arm verbracht hat. Vielleicht ist das die sogenannte 8-Monatsangst? Jedenfalls mag das Babymädchen gar nicht weg von mir und weint bitterlich, wenn ich den Raum verlasse. Am liebsten spielt sie, wenn ich neben ihr liege und sie sich an mir hinstellen kann. Spielt sie doch einmal "alleine" dreht sie sich immer wieder nach mir um und kommt zwischendurch schnell mal zurück zu mir gekrabbelt, um mich kurz an den Haaren zu ziehen und anzuschlecken mir ein Küsschen zu schenken.

Nach dem Aufstehen ist das Babymädchen immer sehr schnell wieder müde, so dass es oft direkt vom Wickeltisch in die Manduca geht. Da schaut sie interessiert zu wie ich die Wohnung aufräume oder in der Waschküche hantiere bevor sie ihr süßes kleines Köpfchen an meine Brust legt, mit ihrem Händchen herumwedelt bis ich ihr meine Hand gebe und dann friedlich ein Nickerchen hält. Ich genieße diese morgentliche Kuscheleinheit so sehr und hoffe sehr, dass wir das so noch eine Weile beibehalten können. 

In diesem Monat hat das Babymädchen besonders gern mit ihren Stapelbechern gespielt. Das heißt wir bauten Türme, die unser Wirbelwind in Nullkommanix umgewarf. Gelegentlich werden nun auch schon mal zwei Becher aneinander geklopft. Meistens bedeutet "Spielen" allerdings immer noch Hinstellen-und-Spielzeug-abschlecken. Babymädchens o.rale Phase ist also noch in vollem Gange. 

Apropos Mund. Zähne sind weiterhin nicht vorhanden, obwohl das Babymädchen mittlerweile wieder verstärkt auf Dingen herumkaut. Vielleicht drückt da doch schon ein Beißerchen?

Unser fröhliches, kleines Mädchen lacht sehr gerne, wenn wir Faxen machen und es z.B. unter den Ärmchen kitzeln oder auf das Bäuchlein prusten. Oder wenn der Papa sich wie ein Gorilla benimmt.
Beim Spielen wirkt das Babymädchen jedoch immer eher ernst und konzentriert. 

Das Babymädchen "erzählt" auch immer mehr, allerdings sind noch nicht oft Silben zu hören wie bei anderen Babys. Ihre kommunikative Ader muss wohl noch immer hinter der motorischen Entwicklung zurückstecken. Besonders niedlich finden wir immer noch ihr Jauchz-quietschen, wenn sie etwas tolles sieht. Ich erwische mich immer wieder dabei wie ich das nachmache, wenn ich.... äh.... auch was tolles sehe. 

Nicht in Worte fassen kann ich unser Gefühl, dass unser Baby immer mehr zu einer "richtigen" Persönlichkeit wird. Sie ist einfach.... mmh.... schon ein richtiges Kind mit Sinn für Humor, ein kleiner Kasper, ein Wirbelwind, ein Kuschelmädchen.... und der absolute Mittelpunkt unseres Lebens. 

Montag, 2. Mai 2011

Das Ziel ist das Ziel, der Weg ist ein A....

Lange Zeit hatte ich nicht geglaubt, dass ich das mal schreiben würde, aber wir haben nun tatsächlich seit drei Nächten ein sogenanntes "Einschlaftraining" mit dem Babymädchen gemacht. Ich habe mich sehr, sehr lange dagegen gesträubt, weil ich einfach nicht wollte, dass unser kleines Mädchen soviel weint und letztendlich vor Erschöpfung einschläft. 

Doch in den letzten Wochen hat die Schlafsituation meine letzten Reserven aufgebraucht. In dieser Zeit dokumentierte ich unsere Nächte, welche i.d.R. NEUNmal unterbrochen wurden, wobei das Babymädchen sich nur durch Stillen und anschließendes Händchen-halten beruhigen ließ. Ehe ich wieder im Bett war blieb oft nur eine halbe Stunde bis sie wieder nach mir rief.

Ich war mir 100%ig sicher, dass das Babymädchen tatsächlich Nachts Hunger hatte (obgleich der sicherlich durch mein ausgiebiges Stillen antrainiert war), denn es trank bei etwa der Hälfte der Stilleinheiten sehr ausgiebig. Wir versuchten daher zunächst sie langsam davon zu entwöhnen, indem ich sie statt ihrer üblichen 5 - 6 Minuten nur 3 Minuten und später nur noch 2 Minuten trinken ließ.... mit dem Ergebnis, dass sie noch schwerer wieder einschlief und oft schon nach wenigen Minuten wieder weinte. Also hing ich dann wieder kopfüber in ihrem Bettchen, um das kleine Händchen zu halten, welches sich mit aller Kraft an mich klammerte. 

In dieser Zeit holten wir das Babymädchen auch immer öfter schon in den ganz frühen Morgenstunden in unser Bett, in der Hoffnung auf etwas zusammenhängenden Schlaf. Ich habe aber schon früher geschrieben, dass das nix für uns. Das Babymädchen wachte trotzdem mindestens stündlich auf und ich musste meist mit ihr ins Kinderzimmer gehen, weil sie sich im Bett (sowohl im Liegen als auch im Sitzen) nicht gut stillen ließ. Außerdem ist es einfach unbequem, sich ständig zu verbiegen, um Babymädchens Händchen zu halten oder es zu streicheln, auch wenn wir diese Nähe und das Kuscheln natürlich auch sehr genossen haben. 

Jedenfalls waren wir beide am Ende unserer Kräfte, und es musste etwas passieren. Am vergangenen Freitag ging es los. Das Babymädchen war nach unserem Tag im Tierpark wunderbar müde gespielt. Nach dem üblichen Abendprogramm wiegte ich es noch in meinem Arm und sang meine beiden Standardlieder - allerdings diesmal nicht bis das Babymädchen schlief. Ich hielt auch nicht ihr Händchen im Bett sondern streichelte es noch ein bisschen am Kopf, gab ein Gute-Nacht-Küsschen und verließ das Zimmer. Natürlich protestierte das Babymädchen sofort, denn es war viel zu müde, um einfach noch im Bettchen zu spielen. Wir warteten jeweils fünf Minuten und gingen dann abwechselnd für ca. 30 Sekunden ins Kinderzimmer, um unser armes kleines Mädchen zu trösten. Insgesamt dauerte das Einschlafen an diesem ersten Abend 35 Minuten, was zwar objektiv betrachtet nicht mehr als sonst war und lange nicht an die angedrohten 2 - 3 Stunden reichte, mir aber doch jede Sekunde das Herz zerriss.

Bis wir ins Bett gingen wachte das Babymädchen zweimal auf, schlief jedoch jedes Mal innerhalb weniger Minuten wieder ein, so dass wir gar nicht zum Trösten ins Kinderzimmer mussten. Umm 22:30 Uhr beruhigte sich das Babymädchen nicht von alleine, hatte aber in Form einer vollgekackerten Windel einen handfesten Grund. Nach dem Wickeln war es erstmal wieder ziemlich traurig, schlief aber um 23:00 Uhr nach einigen Tröstbesuchen wieder ein. Ein weiteres Mal in dieser Nacht war es zwei Minuten wach, und um 05:15 Uhr, d.h. 11 Stunden nach dem Abendessen stillte ich es zum ersten Mal wieder. 

Wir waren beide total baff, denn wir hatten eigentlich vereinbart, dass wir das Programm nicht in aller Härte durchführen würden, sondern alle vier Stunden stillen würden. Aber wie schon gesagt beruhigte sich unser Mädchen ja die ganze Nacht ohne Stillen!!

Die letzten beiden Näche liefen auch ganz gut. Das Babymädchen weint zwar immernoch, wenn es wach wird, aber es beruhigt sich meist innerhalb von zwei Minuten selbst oder nach einmal Trösten. Hoffentlich hört das auch bald auf - nicht wegen uns, sondern ich wünsche mir einfach, dass das Babymädchen sich bald umdrehen und weiterschlafen kann, ohne zwischendurch kurz traurig zu sein. 

Trotz dieses realistisch gesehen gutem Verlaufs hadere ich trotzdem noch mit der Entscheidung, "mein Kind schreien zu lassen" und habe ein sehr schlechtes Gewissen. Ich hätte nie gedacht, dass es jemals soweit kommt. Und als R. und ich diese Entscheidung trafen, konnten wir ja noch nicht wissen, dass unser tapferes, kleines Mädchen das so gut wegstecken würde. Es hilft aber sehr, dass das Babymädchen verschmust und gut gelaunt wie eh und je ist.... und offenbar nicht nachtragend....

Hier geht es ja um das Babymädchen und meine Nächte stehen da im Hintergrund. Trotzdem eine kurze Notiz. Die ersten beiden Nächte habe ich fast gar nicht geschlafen. Erst, weil ich so traurig war, und dann weil meine Brüste beinahe geplatzt wären. Denn in diesem Falle kamen zwei eigentlich positive Dinge so zusammen, dass ich schon eine Brustentzündung befürchtete: 
  1. .... trinkt das Babymädchen tagsüber nur noch sehr wenig, weil es wohl von Brei und Wasser schon ganz gut satt wird. Nach ihrer kurzen Krankheit geht das kleine Mündchen nun weit auf, wenn der Löffel angeflogen kommt. Die Mahlzeiten sind zwar verhältnismäßig immer noch recht klein (im Vergleich zu anderen Babys), aber ein knappes Gläschen scheint ihr vollauf zu langen. Danach trinkt sie meist nur noch ein paar Schlucke an der Brust (wenn überhaupt).
  2. .... trinkt das Babymädchen nun plötzlich Nachts keinmal statt neun Mal.
In der zweiten Nacht pumpte ich zwar aus Verzweiflung ein paar Tropfen ab, ließ es dann aber doch sein, weil es recht unangenehm war und ich den Milchfluss ja auch nicht noch weiter anregen wollte. Also kühlte ich nur ein bisschen mit einem nassen Handtuch. Ich konnte kaum liegen, hatte ziemlich Schmerzen und war heilfroh als ich das Babymädchen dann endlich stillen konnte. Das erste Stillfrühstück bekommt sie jetzt immer dann, wenn sie nach 5 Uhr das erste Mal wach wird. Danach kommt sie dann mit in unser Bett zum kuscheln und hoffentlich noch mal einschlafen. 

Die Brüste taten dann den ganzen letzten Tag noch weh, obwohl sie fast leer waren. Das fühlte sich an wie blaue Flecken, also druckempfindlich. Daher habe ich seit gestern doch noch mal das zweite Frühstück und Vesper mit Stillen ersetzt, damit sich mein Körper langsamer an die geringere Nachfrage gewöhnen kann. 

Ganz aufhören will ich noch nicht, aber die Zeichen stehen gut, dass ich demnächst nur noch Abends und Morgens Kuschelstillen werde. Yeah!!

Montag, 18. April 2011

Nachschlag

Nach unserem langen Spaziergang an der frischen Luft wollte das Babymädchen heute zum ersten Mal einen Nachschlag zum Mittagessen, nachdem sie ihr übliches halbes Gläschen anstandslos weggespachtelt hatte. Es wurde zwar wieder gemeckert, aber offenbar nur, weil ich den Löffel nicht schnell genug in die Schnute schieben konnte!! Babymädchens Laune besserte sich mit jedem Happen, und am Ende der Mahlzeit quietschte und prustete es vor Vergnügen.

Später ging es zum Babyschwimmen, was wohl ähnlich appetitanregend war, denn auch das Abendessen lief erfreulich gut. Ich denke, dass sie ca. 100g Milchbrei gegessen hat, was etwa das Doppelte von ihrer üblichen Menge ist. 

Es geht voran!! Musste ja irgendwann, denn schließlich ist das Babymädchen doch unser Kind, und wir essen SEHR gerne!!

Sonntag, 17. April 2011

Obstverweigerer

Das Babymädchen mag keinen Obstbrei. Die Äuglein und das Mündchen werden fest zusammengekniffen und gelangt doch mal ein bisschen Brei auf die kleine Zunge, schüttelt sich das Babymädchen als hätten wir ihr ein Stück Zitrone gegeben. Bislang haben wir noch keinen Obstbrei gefunden, den sie gerne isst. 

Dafür klappt es mit dem Mittags- und dem Abendbrei jetzt eigentlich schon ganz gut. Das Babymädchen öffnet am Anfang der Mahlzeit mehrmals den Mund bevor wieder die übliche Zappelei und die Mund-Augen-Zukneiferei anfängt. Auf die Weise isst sie nun also Mittags ein halbes Gläschen und Abends einen mit 50ml Wasser angerührten Milchbrei.... äh.... zur Hälfte. Also immer noch nicht viel, aber immerhin. 

Die Sache mit dem Obst lässt uns allerdings stutzen, weil diese Breis ja eigentlich recht lecker und vor allem süß sind. Auch gequetschte Banane - die ja nun wirklich süß ist - wird verschmäht. 

Und ich dachte echt, Obstbrei würde am leichtesten gehen....

Mittwoch, 13. April 2011

Hin und her

Seit ca. zwei Wochen bekommt das Babymädchen Mittags, Nachmittags und Abends Brei, wobei immer höchstens ein halbes Gläschen bzw. Abends ein paar Löffelchen angerührter Pampe ins Bäuchlein gelangen. Dennoch scheint das Babymädchen davon schon ein bisschen satt zu sein, denn nach den Mahlzeiten trinkt sie deutlich weniger an der Brust. 

Nun war das kleine Mädchen ja zwei Tage ein bisschen kränklich, so dass kaum ein Happen Brei den fest zusammengepressten Mund passieren durfte. (Gleichzeitig kneift sie dann beide Äuglein zu und schüttelt sich. Das macht das Füttern sehr frustierend, sieht aber sehr lustig aus.) Stattdessen stillte ich sie wieder fasst stündlich.

Heute nun aß das Babymädchen erstmals wieder etwas besser - zum Mittag sogar ein rekordverdächtiges halbes Gläschen - und prompt spielt die Milchbar wieder verrückt. Offenbar wurde während Babymädchens Kranktage sofort die Produktion angekurbelt, was mir dann heute arge Probleme bereitete. Meine rechte Brust platzte fast. Autsch!! Wenn ihr mich fragt: Silikonhupen können sich einfach nicht gut anfühlen!! Ich war dann wieder mal sehr froh, als das Babymädchen im Bett war, denn - darauf ist schließlich Verlass - sie wachte wie gewohnt nach einer Stunde auf und erlöste mich erstmal rechts und nach einer weiteren Stunde auch links.

So ist Stillen nach Bedarf eben. Es ist schon ein echtes Wunder der Natur wie schnell sich der Körper auf die Nachfrage einstellt!! Überhaupt ist wunderbar, zu wissen, dass ich so mein Kind ernähren kann.... auch wenn das nun langsam aber sicher ein Ende haben sollte.

Übrigens ist es sehr schön, dass wir mit den Breimahlzeiten nun tatsächlich tagsüber ungefähr einen 3-Stunden-Rhythmus haben, der auch für das Stillen danach gilt. Zwischendurch überbrücken wir nun mit Wasser aus einer Trinklerntasse, was auch schon ziemlich gut klappt. Es ist echt toll, nicht mehr ständig befürchten zu müssen, einen Ausflug oder eine Autofahrt nicht ohne Stillalarm zu schaffen. 

Nachts fahren wir nun - mit Unterbrechung während der zwei Kranknächte - eine neue Strategie, um unseren Schlafmangel an der Wurzel, d.h. am nächtlichen Hunger zu packen: Statt ihrer üblichen sechs Minuten lasse ich das Babymädchen nun immer nur drei Minuten trinken bevor ich sie wieder ins Bettchen lege. Drei Nächte lang funktionierte das nun ganz gut, auch wenn das Babymädchen dadurch noch unruhiger zu schlafen scheint während sie sonst nach jedem Stillen immer gleich in den Tiefschlaf gefallen ist. Sie beschwert sich aber nicht allzusehr sondern braucht nur kurz nach dem Stillen meist noch mal den Nucki und ein bisschen Händchen halten. Ähm, also stehe ich Nachts eigentlich noch öfter auf.... 

ABER: Es ist ein Plan, und es tut gut, endlich etwas zu unternehmen!!

Donnerstag, 7. April 2011

Sieben Monate

Wow, im letzten Monat hat unser kleiner Quirl wieder mal den Zeitraffer angeschaltet und kann nun in einem totalen Affenzahn krabbeln, sich in Null-komma-nix hinstellen und sich beim Stehen nur lässig mit einer Hand festhalten.

Wir haben ja sowieso ein sehr sonniges kleines Mädchen, doch seit sie nun aus eigener Kraft vorwärts kommt, ist sie noch fröhlicher geworden, weil sie sich nun nicht mehr ärgern muss, wenn sie irgendwo nicht herankommt. Das Babymädchen begleitet mich nun durch die Wohnung und entdeckt tolle neue Spielmöglichkeiten. Auf dem Weg von A nach B ertönen ständig laute Juchzer gefolgt von einem flotten Richtungswechsel, weil unterwegs vielleicht ein Schuh, eine Kiste, ein Kabel (nein-nein-nein) oder unsere Personenwaage plötzlich total interessant sind.

Es ist auch wichtig, absolut jedes Spielzeug unbedingt im Stehen zu bespielen, denn mittlerweile ist auch Sitzen Babykram. So wird das Krabbeln also hauptsächlich benutzt, um von einem STANDort zum nächsten zu kommen, nur um sich dort dann schnell wieder hinzustellen. Wir haben in den letzten Tagen schon sehr herzhaft über Babymädchens Grübelgrübchen auf der Stirn und dazugehörige Verrenkungen gefreut, wenn es z.B. aus dem Stand ein am Boden liegendes Spielzeug anlecken wollte oder sich einhändig herunterbeugte, um etwas anzufassen, das dann doch einen Tick zu weit entfernt war. 

Natürlich kommt es nun auch leider zu immer häufigeren kleinen Unfällen, welche bei dem Babymädchen schon zu Tränchen und blauen Flecken geführt haben. Allein heute gab es drei solcher Unfälle. Jedesmal saß ich quasi daneben, konnte aber trotzdem nicht schnell genug eingreifen.
  1. Im Kindercafé versuchte sich das Baby urplötzlich an der Lehne eines herumstehenden Kinderstuhls hochzuziehen, woraufhin dieser Stuhl sogleich auf dem umgekippten Baby lag. 
  2. Das Babymädchen steht am Gitterbettchen und versucht die Bänder des Nestchens zu erreichen, lehnt sich dabei zu weit vor und fällt. Da es dabei mit dem anderen Händchen weiter das Gitter festhält, prallt es mit dem armen kleinen Gesicht an das Gitter und hat nun eine Prellung unter dem linken Äuglein. 
  3. Das Babymädchen versucht das gleiche wie in Punkt 2, dreht sich diesmal jedoch beim Fallen in die andere Richtung und stößt mit dem Hinterkopf an das Gitter. Das wird bestimmt auch eine Beule. 
Zum Glück ist das kleine Mädchen hart im Nehmen und lässt sich von solchen Vorkommnissen (nach kurzem Trösten) nicht vom sofortigen Weitertoben abhalten.

Das Essen klappt weiterhin nur mehr schlecht als recht. Mittlerweile bekommt das Babymädchen Mittags einen Gemüse-Fleisch-Kartoffel/Reis/Nudel-Brei, Nachmittags einen Obstbrei und Abends einen Grießbrei mit etwas Obst. Wir zählen ein halbes verzehrtes Gläschen schon als Erfolg. Spätestens dann wird das kleine Mündchen fest zugepresst und der Körper zum Flitzebogen gespannt. 

Das Wassertrinken klappt mittlerweile schon ganz gut. Ich denke, 100 - 150ml pro Tag aus der Trinklerntasse sind schon okay, zumal das Baby ja auch noch gestillt wird. Allerdings trinkt das Babymädchen nun tagsüber nicht mehr besonders gut an der Brust, was vielleicht ein Hinweis ist, dass auch der wenige Brei dem kleinen Magen erstmal reicht. Vor allem, wenn das Babymädchen abgelenkt ist, klappt das Stillen gar nicht mehr, so dass die Milchbar gegen Abends oft schmerzhaft voll ist. 

Für die Brüste ist es also dann jeweils ein ziemliche Segen, dass das Babymädchen in den Abendstunden nach dem Einschlafen erstmal ca. 3 - 4 Mal jede Stunde trinken möchte. Nach Mitternacht hat sich die Situation verhältnismäßig schon verbessert, da sie nun manchmal auch 2 - 2,5 Stunden am Stück schläft. Dass ich mich darüber mal freuen würde, hatte ich auch nie gedacht.... 

Ich denke, dass das häufige Aufwachen wohl an folgenden Faktoren liegt:
  1. Das Babymädchen holt sich seine Kalorien nachts und hat offenbar wirklich Hunger, denn es trinkt nachts ordentlich, morgens und vormittags trinkt es dann fast gar nichts, weil es wohl noch satt ist.
  2. Dieser nächtliche Hunger ist sicherlich auch zum Teil "schlechte Angewohnheit". Das Babymädchen schreit nachts jedesmal solange bis es an die Brust kommt.
  3. Bis das Babymädchen fast drei Monate alt war, verlängerten sich die nächtlichen Trinkabstände stetig. Danach wurden sie schlagartig kürzer bis wir dann ja bei stündlichen Abständen waren. Ich denke, dass hat auch mit Babymädchens rasanter motorischer Entwicklung zusammen. Es hat einfach unglaublich viel zu verarbeiten! Mit knapp drei Monaten hatte es sich erstmalig vom Bauch auf den Rücken gedreht, und danach ging es bis heute im Sauseschritt weiter!
Irgendwie muss sich das jetzt doch langsam mal ändern. Zwei Stunden Schlaf sind zwar schon schön, aber noch lange nicht ausreichend. Außerdem haben wir nun seit Wochen bei jedem Tagesnickerchen, am Abend und gelegentlich sogar in der Nacht Einschlafdramen mit viel Gebrüll!! Beides zusammen, d.h. die kurzen Abständen plus die Einschlafschwierigkeiten sind einfach zu viel!! Ich bin oft müde und gereizt, was R. dann aushalten muss bzw. schon zu einigen heftigen Diskussionen geführt hat. Ein richtiges Schlaftraining mit Schreienlassen kommt für mich noch nicht in Frage. Das kann ich meinem Baby einfach nicht antun. Der Leidensdruck ist wohl noch nicht groß genug? Allerdings lesen wir jetzt das Buch Schlafen lernen - Sanfte Wege für ihr Kind und hoffen, darin ein paar nützliche Anregungen zu finden. 

Einstweilen haben wir nun unser abendliches Einschlafritual verändert. 

Vorher: 
Schlafanzug - Stillen - Fast einschlafen - Singen und Baby "festhalten" (dauerte länger und länger) - Einschlafen

Zuletzt (Versuch Richtung alleine einschlafen):
Brei - Schlafanzug - Stillen - Fast einschlafen - Bett - Singen und Gute-Nacht-Sagen - Spielen - Schreien - Trösten - Spielen - Schreien - Trösten - Spielen - Schreien - Trösten - Einschlafen mit Händchen halten

Jetzt: 
Brei - Stillen - Schlafanzug - Papas Arm, Mama singt - Fast einschlafen - Bett - Streicheln - Einschlafen

Seit einigen Tagen funktioniert das so sehr gut. Ich hoffe sehr, dass das so bleibt!! 
Dann hätten wir also als "Baustellen" noch die Tagsnickerchen, die derzeit eigentlich nur im Kinderwagen und in der Manduca richtig gut klappen, und natürlich der nächtliche Stillbedarf.... Eins nach dem anderen....

Mal abgesehen von den Nächten haben wir jeden Tag Unmengen an Spaß mit unserem kleinen Mädchen. Sie ist schon eine richtige kleine Persönlichkeit, mit der man Quatsch machen, gemeinsam spielen, lachen und kuscheln kann. "Früher" bespaßten wir das Baby und schauten verzaubert zu, wie es sich freute und spielte. Jetzt ist das schon richtige Interaktion in beide Richtungen. Wir drei verstehen uns eben und wissen was uns allen Spaß macht. Zuweilen scheint unser kleiner Kasper sogar schon mit Absicht "überzogen" zu grinsen und unsere Reaktion abzuwarten - vielleicht weil wir Erwachsenen das ja schließlich auch oft so mit ihr machen.