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Dienstag, 11. März 2014

Entwicklungsgespräch in der Kita

Letzten Freitag fand das jährliche Entwicklungsgespräch in der Kita statt. BM hatte es ein paar Monate nicht leicht dort. Nachdem ihre erste Lieblingserzieherin im Sommer in eine andere Kita gewechselt hat, traf es sie im Oktober gleich doppelt so hart als ich andere Lieblingserzieherin K. einen Schlaganfall erlitt und nun bis auf weiteres krank geschrieben ist. Es entstand ein buntes Erzieherkarussell, welches von einigen Kindern recht gleichgültig aufgenommen wurde. Unsere BM jedoch ist sehr personenbezogen und braucht auch in der Kita ihre Kuscheleinheiten. Aktuell leitet nun Erzieherin B. aus der Vorschulgruppe BMs Gruppe. Ich finde sie eigentlich ganz sympatisch, aber im Gespräch gab sie ganz offen zu, dass es sie einige Mühen gekostet hatte, zu BM durchzudringen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie scheint ein bisschen burschikoser zu sein und nicht auf jede Befindlichkeit der 2- und 3-jährigen Kinder einzugehen. Unterstützt wird sie von M., der noch in der Ausbildung ist und mit dem BM immer noch nicht richtig warm geworden ist. Sie sagt er tobt immer nur mit den Jungs. M. ist irgendwie ein ein "cooler" Typ, aber offenbar auch nicht der einfühlsamste. Außerdem gibt es noch Azubine S., die sehr lieb ist und nach Abschluss ihrer Ausbildung die Leitung der Gruppe übernehmen wird. BM freut sich jedenfalls immer, wenn sie S. sieht, und ich glaube, dass sie ihr auch gut tun wird. Unser Wirbelwind ist eben nicht nur Tobekind sondern auch recht sensibel. Hinzu kommt eventuell auch meine Schwangerschaft. Eigentlich spricht BM immer nur freudig von (und mit) dem Baby, aber wer weiß, ob das nicht doch ein paar Ängste in ihrem kleinen Herzchen ausgelöst hat.

Seit dem späten Herbst spricht BM im Zusammenhang mit ihrer Kita stets von ihrer Freundin C. - die kleine C., nicht die große C., die es ja auch noch in der Kita gibt. Zwei Jahre lang hatte BM C. eigentlich ignoriert bzw. nie von ihr erzählt. Im Entwicklungsgespräch erzählte B. dann, dass BM im Herbst ganz deutlich Anschluss gesucht hat, nachdem sie zuvor immer lieber mit den Jungs gespielt hatte. Die beiden sind die einzigen, etwa gleichaltrigen Mädels in der Gruppe, und es ist also ein ziemlicher Zufall und großes Glück, dass die beiden sich so gut verstehen.

Übrigens waren wir vor zwei Wochen auch endlich mal nach der Kita bei C. zu Hause zum Spielen. Das war das allererste von BM initiierte Spieledate - bislang musste sie ja immer mit den Kinder Vorlieb nehmen, mit deren Eltern wir uns verabredet hatten.

Jedenfalls sind die beiden richtige Quatschmäuse. Sie ziehen sich oft zum Spielen nach oben zu den Spatzen zurück und spielen dann stundenlang Verkleiden, Schule oder In-den-Urlaub-fahren. Da ist auch schon sehr gut Verlass auf sie - nur sehr selten gibt es mal richtigen Anlass zum Schimpfen. Eigentlich gab es nur ein Beispiel: Die beiden spielten wohl, dass sie sich verletzt hätten und ihre Stirn kühlen müssten. Dazu wurden ihre Handtücher komplett eingeweicht und in der Folge die Kinder von oben bis unten durchnässt. Für mich fällt das definitiv noch in die Kategorie "Quatsch". Also: BM ist ein liebes Kind und hat offenbar auch eine liebe Freundin.

BM bastelt sehr gern und kann sich dabei super konzentrieren. Das sehen wir auch zu Hause: Jeden Tag werden neue Kunstwerke gebastelt, geschnippelt, bemalt und beklebt, die sie sich selbst ausdenkt und immer geschickter umsetzt.

Sie hat sehr viel Energie und braucht viel Bewegung. Seit sie aber wieder zufriedener ist, schafft sie es auch wieder herunterzukommen und Mittags ohne viel Gewusel einzuschlafen. Sie ist sehr interessiert an allem, singt gern und liebt Mitmachgeschichten. Dabei ist sie schon sehr textsicher. BM ist sehr fürsorglich und kümmert sich gern um die kleineren Kinder - u.a. sahen wir ein Video, in dem sie einem jüngeren Mädchen unter viel Gekicher beim Anziehen half - soooo niedlich! Das lässt wirklich sehr hoffen, dass BM zu ihrer kleinen Schwester lieb sein wird.

Außerdem - und ich hatte nicht erwartet, diesen Begriff schon in der Kitazeit mal zu hören - hat sie schon ein sehr breites Allgemeinwissen für ihr Alter. Klar, sie fragt uns ja auch ständig Löcher in den Bauch, will alles verstehen und teilt das dann auch in einem ununterbrochenen Wortschwall jedem mit, der zwei Ohren hat. Sie erfasst Zusammenhänge, kennt sich an "ihren" Orten sehr gut aus (z.B. kennt sie nicht nur unsere Adresse sondern auch von Omas, Opas und PL) und weiß sehr oft, wo man langfahren muss, um dorthin zu kommen. Zurzeit übt sie gern die Wochentage ("Laurenzia") und auch die Monate, wobei sie sich schon gut merken kann, was in welchem Monat passiert.

Überhaupt muss sie in der Kita immer und immer wieder erzählen wie ihre Woche "strukturiert" ist - Oma-Opa-Tage, Kinderturnen, Tanzen, Highlights wie Familiengeburtstage oder PL von der Schule abholen....

Alles in allem geht es BM also in der Kita (mittlerweile wieder) sehr gut. Sie hat es gut weggesteckt, dass ich gar nicht mehr arbeiten gehe sondern zu Hause bin, und bettelt trotzdem nicht darum, zu Hause bleiben zu dürfen. Wir gehen alles jetzt ein wenig ruhiger an, frühstücken zu Hause und spielen dann auch oft noch, so dass sie erst gegen 9 Uhr in die Kita geht, wenn auch ihre Freundin kommt. Außerdem hole ich sie nun natürlich auch immer schon am frühen Nachmittag ab. In Verbindung mit den Oma-Opa-Tagen hat sie jetzt also meist recht kurze Kita-Tage, was ihr gut zu bekommen scheint. Jedenfalls erscheint sie im Moment (bis auf die üblichen Bockanfälle) ziemlich fröhlich und entspannt.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Eigene Ernte

Alle Kinder aus BMs Kita haben heute einen Ausflug gemacht. 

Erst haben sie draußen gefrühstück und dann sind sie mit einem großen, weißen Bus zu einem "Baumarkt" (= BM-Sprech für Bauernhof) gefahren. Da haben BM und Spatzenkumpel R. geweint, weil die Ziegen gekommen sind und sie Angst hatten. Sie sind weg gerannt und haben noch mal geweint, weil die Ziegen immer noch gekommen sind. Und da war ein Pferd. Die Kita-Praktikantin hat alle Kinder hochgehoben, so dass sie reiten konnten. Das war lustig! An weitere Tiere kann BM sich nicht erinnern. Es gab kein Mittagessen, aber lecker Bratwürste mit Stulle und "Kepschup".  Spatzenkumpel R. hat BM dann mit dem Fuß gehauen, BM hat laut "Nein" gesagt, aber nicht geweint. Im Bus hat sie dann (vielleicht) wieder neben ihm gesessen und mit Erzieherin E. Späße gemacht, aber nicht (oder nur ein bisschen?) geschlafen. 

Soweit BMs Version: Ich werde morgen in der Kita mal ihre Erzieherin nach weiteren Details fragen. :-)

Da nun endlich das Wetter wieder besser ist, sind BM und ich nach der Kita noch in unseren Flecken Grün Garten gegangen. BM lief schnurstracks zu den Erdbeerpflanzen, um nachzusehen, ob die eine fast-rote Erdbeere mittlerweile richtig rot sei. War sie. Darum zelebrierten wir das Pflücken und Waschen unserer ersten Erdbeere gebührend und kosteten: Lecker, lecker, lecker. Dann pflanzten wir zusammen endlich unsere Kräutertöpfchen von der Hochzeit ein. 


Nachdem dann alle Erdbeerpflänzchen und Blümchen gegossen waren fand BM ihre Ärmchen schmutzig und wusch sie mit Wasser aus der Gießkanne. Dabei fiel ihr auf, dass auch die Beinchen schmutzig waren. Also zog sie kurzerhand Hose und Schlüppi aus und wusch die Beinchen mit eisekaltem Wasser. Bevor sie dann auch noch ihr T-Shirt ausziehen konnte verlagerte ich die fröhliche Planscherei in die warme Badewanne.

Zu guter Letzt schlief das mittagsschlaflose Kind zum zweiten Mal diese Woche so früh ein, dass R. und ich uns ein wenig ratlos ansahen und grübelten, was wir denn mit solch einem langen Feierabend anfangen könnten. Was haben wir nur früher gemacht, als wir noch kinderlos waren bzw. als BM nicht immer erst um 21:30 Uhr schlief? *lach* 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Entschlüsselung der Blackbox

Lange Zeit war BMs Kitatag für uns eine Blackbox. Besonders am Anfang fiel es mir schwer damit umzugehen, dass ich nicht mehr wie früher (fast) jede Minute in BMs Leben mitbekam. Mittlerweile bekomme ich aber immer mehr davon mit, auch wenn nicht jeden Tag eine Erzieherin erzählen kann, was den ganzen Tag so passiert ist. Schon auf dem Heimweg im Auto und vor allem auch beim abendlichen Tag-Erzählen erzählt BM mir immer mehr Verständliches von ihrem Tag.

So haben wir ein recht gutes Gefühl dafür, wer ihre Freunde sind bzw. mit wem sie besonders gerne spielt. Dabei fallen v.a. immer wieder die Namen von den Jungs P. und F. (nur dass sie in BM-Sprache beide mit G anfangen). BM erzählte neulich höchst echauffiert:"P. nicht Kita da! P. hak Husten, geht Arzt." F. erhält morgens meist ein Begrüßungsküsschen. Außerdem weiß ich nun, dass N. neben ihr Mittagsschlaf macht, dass R. im Spielhäuschen schläft, wer pullern geht, wer geweint hat, wer alles mit Bobbycars den Berg runter gesaust ist ("Iss Auto dahn dahunter! Doll gell! Doll gaut!")

Aktuell sind nur zwei Mädchen in der Spatzengruppe, von denen BM jedoch nur auf Nachfrage erzählt. Über die kleinste L. weiß sie oft nur zu berichten: "Geine Mächen hak nich geint" oder "Geine Mächen hak geint, Papa nich da."

BM erzählt nun auch recht wahrheitsgemäß, was es zu essen gab und ob das "mmh, gecker" war. Am Montag fand ich eine nasse Strumpfhose im Wäschebeutel und vermutete, dass BM eingepullert hatte. Sie stritt jedoch sofort alles ab. Nach kurzem Frage-Antwort-Spiel (Eingepullert? Mit Essen gemanscht? Mit Wasser geplempert?) fand ich heraus, dass sie sich nach dem Mittagessen im Bad übergeben hatte ("huckert"), dass sie aber kein Bauchaua hat. Ich fragte die Kitaleiterin danach, weil BMs Erzieherinnen schon Feierabend hatten. Und tatsächlich bestätigte sie, dass BM wohl sehr hektisch gegessen hatte, so dass sie brechen musste, dass es ihr danach aber gleich besser gegangen war. Also kein Grund zur Besorgnis. Ich war vielmehr sehr stolz auf mein Mädchen, weil es schon so gut erzählen kann, und ich freue mich auf weitere Kitageschichten.

Mittwoch, 21. November 2012

Mal wieder beim "Gocker"

Kurz vorm Mittag rief heute die Kita an: BM war beim Herumwuseln gestürzt und hatte sich selbst an einem Schranktürgriff ein Loch im Kopf verpasst.

Ich flog in Nullkommanix über die Autobahn zur Kita, um mein armes verletztes Mädchen einzusammeln. Sie war gerade eingeschlafen, da mittlerweile Mittagsschlafzeit war, so dass ich ein frisch gewecktes, müdes Kind in den Arm bekam. D. weckte BM und erzählte mir noch kurz, was passiert war. Offenbar hatte die Wunde sehr stark geblutet, was am Kopf ja auch normal ist. Sie hatte die Wunde bereits gereinigt und einen Druckverband angelegt. BM hatte natürlich erstmal gebrüllt, sich jedoch sehr schnell beruhigt und dann mit gutem Appetit Mittag gegessen. Nach dieser Info habe ich schon mal aufgeatmet: Wenn BM sich unwohl oder schlapp fühlt, mag sie nämlich nicht gern essen.

Wir fuhren dann in die nächste Rettungsstelle, da unsere Ärztin keine Sprechstunde hatte. Diesmal waren wir in einem anderen Krankenhaus, wo es zwar keine richtige Kinderstation gibt, aber für die Versorgung eines Lochs im Kopf war das wohl auch nicht nötig. Wir wurden ganz lieb aufgenommen (da wurde mir erstmal bewusst, dass die Schwestern im anderen Krankenhaus vergleichsweise ruppig gewesen waren), mussten dann aber noch eine ganze Weile in einem stickigen Wartezimmer warten. BM war ziemlich müde und kuschelte ganz viel, was mir dann irgendwie doch wieder Sorgen bereitete, obwohl das sicher nur am unterbrochenen Mittagsschlaf lag.

Beim Arzt angekommen, wurde BM von zwei Krankenschwestern ganz lieb versorgt. Sie weinte nur ganz kurz als das Pflaster vom Verband abgemacht wurde, weil das quer über ihre Wange geklebt war. Danach guckte sie artig (wie beim Haarewaschen) nach oben während die Schwestern die Wunde verklebten. Die Wunde sah glücklicherweise recht unscheinbar aus: nur etwa 1 cm lang, aber recht tief. Auf den verklebten Cut kam noch ein Pflaster und schon waren wir eigentlich fertig. Nur der Arzt brauchte dann noch zwei Anläufe, um den richtigen Brief für uns zu drucken.

BM war dann wirklich guter Dinge und wollte eine Gurke kaufen gehen. Also taten wir das. Auf dem Heimweg schlief fiel sie dann unweckbar in ihren verspäteten Mittagsschlaf just in dem Moment als wir in unsere Straße einbogen. Also legte ich sie auf die Couch und ließ sie ein Stündchen nickern, weil wir ja kürzlich auf die harte Tour gemerkt haben, was KEIN Mittagsschlaf für unseren Nachtschlaf bedeutet. Leider schlief sie so fest, dass sie zum ersten Mal sein Wochen einpullerte. Auf die Couch.

Na ja, aber zumindest war sie recht gut drauf, nachdem ich sie weckte und mit Kuchenvesper von der Müdigkeit ablenkte. Wir hatten einen richtig schönen gemütlichen Nachmittag ohne Toben, dafür mit viel Kuscheln. Mein süßes kleines Kamikaze-Mädchen wollte ganz viel "geicheln", aber "Nich Aua geicheln! Ich hak Aua Popf! Nich da anfassen!".

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PS: Das gab es heute als kleine Belohnung, weil BM wieder einmal so tapfer beim "Gocker" (Doktor) war. 


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PPS: Noch eine kleine Niedlichkeit beim abendlichen Tag-Erzählen. BM wies mich mal wieder darauf hin, dass sie ja gar keine Uhr hat (Ich hak nich Uhr!). R. und ich haben vor, ihr eine Spielarmbanduhr zum Nikolaus zu schenken. Also dachte ich mir, dass ich sie ja mal ein bisschen vorbereiten könnte und erzählte ihr vom Nikolaus, dass man die Stiefel putzen müsse und dass dann der Nikolaus ein kleines Geschenk reinlegt und dass das dann vielleicht ja eine Uhr sein könne. BM hat offensichtlich noch keine Ahnung, wer dieser Nikolaus eigentlich ist. Jedenfalls stellte sie klar: "Wintergiekel sauber machen? Nich Uhr hein! Füße da hein! Mamaaa!"

Montag, 17. September 2012

Herzzerreißend

Heute so beim Tag erzählen:

Ich: "... und dann wart ihr im Kita-Garten spielen."

BM: "Ja.... Iss Kita g-geint!"

Ich: "Warum hast du denn in der Kita geweint?"

BM: "Iss g-geint. Papa (nicht) da!"

BM geht wirklich gerne in die Kita, aber wenn am Nachmittag beide Spatzenerzieherinnen schon Feierabend haben, ist sie immer sehr traurig und wartet sehnsüchtig darauf, dass sie abgeholt wird.

Samstag, 23. Juni 2012

Sommerfest oder Eine kleine Vorschau

Am Samstag gingen wir mit meinen Eltern und R.'s Oma zum diesjährigen Sommerfest in der Kita. Zuerst gab es ein kurzes Programm der großen Kinder, dann wurden die fünf "Großen", d.h. die Schulkinder mit einem schönen Lied verabschiedet. Ich kuschelte mich an BM, die noch schläfrig auf meinem Schoß saß, weil wir sie vom Mittagsschlaf wecken mussten, und blinzelte ein paar Tränen weg. Ich kannte die betreffenden Kinder nicht einmal und doch fühlte es sich wie ein Vorgeschmack auf unser Leben mit BM an. 

Noch eine Woche und BM's erstes Kitajahr ist um!! Sie ist unglaublich groß geworden, also nicht nur gewachsen sondern vor allem auch eine richtige Persönlichkeit. Ja, das war wohl schon ihr ganzes Leben so, aber dennoch kommt es mir so vor als würde ich gerade in den letzten Wochen immer wieder von ihr überrascht, weil sie vielleicht gerade etwas Neues kann oder einfach groß aussieht und gar kein Baby mehr ist. 

Nach dem "Pflichtprogramm" gab es leckeren Kuchen und verschiedene "Stationen" mit Aktionen. Zuerst durfte BM eine kleine Pizza belegen. Genau genommen habe ich sie wohl belegt und gleichzeitig versucht, die kleine Fressraupe davon abzuhalten aus den Zutatenschüsselchen zu naschen. Die vielen Pizzen wurden dann in einem richtigen Holzbackofen gebacken, der im Kitagarten steht. Danach haben wir einem Drehorgelspieler zugeschaut. Die Bastel- und Gesicht-Anmal-Stationen ließen wir dann aus, dafür durfte R. dann riesige Seifenblasen machen während BM im Spatzengarten Bagger fuhr. 

Den größten Spaß hatten wir jedoch als BM danach feststellte, dass ihr Kumpel F. auch da war. Die beiden Knirpse gaben sich die Hände zur Begrüßung und sausten sofort laut kreischend und gackernd los. Ich glaube, sie spielten sowas ähnliches wie Fange, vielleicht war es aber auch einfach nur kreischendes Gerenne. BM's erster Freund! Also Freund im Kumpelsinn, natürlich, auch wenn es wohl schon mal ein Küsschen gab.... 

Wir fanden den Nachmittag jedenfalls sehr gelungen und sind wieder einmal froh, dass BM so eine schöne Kita hat.

Donnerstag, 26. April 2012

NAL!!

Heute war so ein richtig stressiger Tag auf Arbeit mit so vielen doofen Anfragen, dass ich schon fast von Mutwilligkeit ausgehen muss. Um 16 Uhr brach ich hektisch alle Aktivitäten ab und eilte zur Kita. BM war heute früh nämlich ganz müde und kuschelig gewesen, so dass ich schon vermutete, dass sie wieder etwas ausbrütet. 

Total abgehetzt stürzte ich in den Kita-Garten, wo das kleine Mädchen gerade nicht weit von den Erzieherinnen eine Schaukel eindrehte und sich freute, weil die sich dann so lustig zurück drehte. BM sah mich, rannte sofort zu den Erzieherinnen, um zum Abschied die Hand zu geben, flitzte auf mich zu, gab mir ein sandiges Küsschen.... und rannte lauthals "Naaaal!!" rufend zurück zur Schaukel.
Also setzte ich sie drauf und schubste sie ein bisschen an. Dann musste BM noch einige Male rutschen bevor sie sich endlich etwas widerwillig abführen ließ.

Ich bin so stolz darauf wie schön und mutig BM schon auf dem Spielplatz spielt. Am vergangenen Samstag hatten wir einen Arbeitseinsatz in der Kita, um den Garten fit zu machen. Während R. Laub schippte und ich Blümchen einpflanzte rannte BM umher, spielte hier und dort, sauste mit einem Bobbycar den "Abhang" hinunter, rutschte, kletterte in das Boot und die Eisenbahn, wippte ein bisschen und schaute nur gelegentlich mal nach uns. Ich war so begeistert darüber wie gut sie sich im Garten auskennt, was sie schon alles alleine kann und wie offensichtlich sie sich heimisch und wohl in der Kita fühlt.

R. war allerdings ein bisschen besorgt, weil sie eigentlich gar nicht mit den anderen anwesenden Kindern spielte. Ich finde das aber eigentlich noch ganz altersgerecht. Außerdem war ich als Kind ja auch immer eher schüchtern und hätte mich auch nie ins Getümmel gestürzt.

Dienstag, 27. März 2012

Entwicklungsgespräch

Also erstmal: Wenn man BM morgens zur Kita fährt, ruft sie schon laut, wenn wir um die Ecke biegen und die Kita ins Blickfeld kommt. Dann klettert sie alleine die Treppe hinauf zu den Räumen der Spatzengruppe und tippt dabei jeden einzelnen Deko-Fisch im Treppenhaus an. Dann geht es in die Garderobe, wo BM zuerst mal die beiden rollbaren Hocker heran zottelt. Auf einen klettert sie selbst, der andere ist für mich. Die sind ja auch viel cooler als die Bank. Sie hilft beim Ausziehen, steckt bereitwillig ihren Nucki in die Seitentasche ihres Rucksack und gibt Anweisungen. Wichtig ist vor allem, dass die Hausschuhe schnell angezogen werden. Besonders schön ist es, wenn wir erst gegen 8 Uhr kommen, denn dann wird schon der Frühstückstisch gedeckt. BM flitzt den Flur entlang, zeigt mir im Vorbeigehen noch ein paar Fotos von ihren Kindern und schon geht es in den Gruppenraum. Wenn schon Frühstückszeit ist, muss ich sie zurückrufen, um ein Küsschen und noch ein Nasenküsschen zu bekommen, welche sie mir bereitwillig gibt, dann aber schnell an den Tisch eilt. Ist noch nicht Frühstückszeit, so kommt die Erzieherin meist mit BM ans Fenster, wo sie manchmal mir, manchmal aber auch dem Bagger auf der gegenüber liegenden Straßenseite winkt. 

Holt man BM am Nachmittag wieder ab, so ist sie nur noch ganz selten an eine Erzieherin geklettet. Meistens findet man sie irgendwo spielend oder auch einfach nur herum stehend und umher schauend. Ich schleiche mich gern an, um sie noch kurz zu beobachten. Doch als hätte sie einen siebten Sinn für ihre Mama, dauert es nie mehr als ein paar Sekunden bis sie sich umdreht und mich entdeckt, um sofort alles fallen zu lassen und die Arme weit aufgerissen auf mich zuzufliegen. Die letzten Schritte lässt sie gern aus und wirft sich mir einfach entgegen. Manchmal lässt sie mich dann gar nicht mehr los, manchmal will sie aber noch mal runter und etwas aufräumen. Es gab schon Tage, da wollte sie unbedingt noch was spielen - natürlich mit mir an ihrer Seite - meistens umklammert sie aber juchzend mit einem Arm meinen Hals während sie mit dem anderen heftig winkt und somit den Aufbruch befiehlt. 

Und weil BM so entspannt und fröhlich in die Kita geht, sahen wir dem jährlichen Entwicklungsgespräch mit Vorfreude entgegen. Erzieherin S. (deren Namen BM nun auch schon nuscheln kann) empfing uns mit einem Notebook bewaffnet. Sie hatte ein paar schöne Videos vorbereitet, die wir mit viel hachzen und lachen ansahen. Nebenbei erzählte sie uns ein wenig ihre Eindrücke von BM, welche wir teilweise absolut teilten. Andererseits waren auch ein paar echte Überraschungen dabei, weil BM zu Hause eigentlich ganz anders ist. 

Hier mal ein paar lose Stichpunkte:
  • BM ist nun wirklich in der Kita angekommen und grundsätzlich entspannt, fröhlich und unkompliziert.
  • S. freut sich schon auf die kommende Zeit mit ihr und freut sich sie zu betreuen. Das klang so richtig ehrlich und es war sehr schön für mich zu hören, dass BM so gemocht wird.
  • BM ist motorisch sehr fit und sicher. Vor allem im Garten ist sie kaum zu halten. Außerdem geht sie allein die große Treppe hinauf und hinunter, was einige Zweijährige noch nicht machen.
  • Nachdem BM sich lange vor allem auf ihre Motorik konzentrierte, merkt man nun deutliche Fortschritte in der Sprache. Sie hat schon einen sehr großen passiven Wortschatz und versteht alles, was man ihr sagt. Obwohl sie noch nicht viel spricht, kann sie sich schon sehr gut ausdrücken, da sie vor allem eine sehr ausgeprägte Körpersprache und Mimik hat. 
  • S. vermutet sogar, dass Sprache bzw. Sprechen mal "so richtig BM's Ding wird", weil sie schon soviel versteht und jetzt richtig und offenbar mit Freude daran "arbeitet". 
  • Wenn man morgens sagt, wer BM abholt, wiederholt sie die Namen den ganzen Tag (Oma! Opa! BM-Wort für Prinzessin L.!).
  • BM isst gerne. Keine Überraschung.
  • Neuerdings muss BM morgens immer irgendwas von zu Hause mitnehmen. Kürzlich hat sie einen kleinen Sandmann mitgenommen, mit dem sie nun beim Mittagsschlaf kuschelt. Zu Hause kuschelt sie weiterhin nur mit Mamas oder Papas Hand. 
  • Der Mittagsschlaf beginnt nicht auf Ansage sondern individuell, wenn die Kinder Müdigkeit zeigen. Auch BM geht dann bereitwillig auf ihre Matraze, knetet noch etwa 10 Minuten die Hand einer Erzieherin und schläft dann ein. Nach genau einer Stunde wacht sie auf, checkt ob alle noch da sind und schläft noch mal ein. Genauso ist es zu Hause auch, wo der Mittagsschlaf seit einiger Zeit deutlich besser klappt als das abendliche Schlafengehen. Ein Verdienst der Kita-Routine, nehmen wir an. 
  • BM probiert gern neue Dinge und kann sich dabei toll konzentrieren. Ehrlich gesagt kommt sie uns zu Hause immer eher sprunghaft vor und scheint alle paar Sekunden etwas neues zu brauchen. 
  • Sie spielt gern mit Schlüsseln, die sie in alle möglichen Löcher hineinsteckt um irgendetwas aufzuschließen. Außerdem trägt sie gern Dinge umher oder erledigt kleine "Aufträge".
  • BM freut sich unheimlich, wenn ihr etwas gelingt. Am liebsten hat sie dabei auch ein paar Zuschauer. Generell löst sie sich mittlerweile zwar sehr gut von den Erzieherinnen, hat sie aber immer gern im Blickfeld und versichert sich immer wieder, dass sie da sind. Sie hat einen sehr guten Draht zu Erwachsenen und sucht deren Anerkennung.
  • Gegenüber den anderen Kindern ist sie eher zurückhaltend. Oft spielt sie mehr am Rande als sich in den großen Trubel zu stürzen. Gerät sie in den Trubel, ist das aber auch okay. Sie weiß sich zu behaupten und wird von den anderen Kindern auch wahrgenommen und anerkannt. Wie S. das beschrieb, fühlte ich mich ziemlich an mich selbst erinnert, was ehrlich gesagt bislang noch nicht oft vorgekommen ist, da ich immer den Eindruck habe, dass BM viel lebhafter und aufgeschlossener ist als ich. 
  • BM ist ein ganz typisches Kleinkind, wenn es um's Teilen geht, d.h. sie findet das nicht sonderlich toll. Es gab jedoch auch schon Situationen, in denen sie sehr schön, mit anderen Kindern gemeinsam gespielt hat, was wir auch sehr schön in einem der Videos sehen konnten. 
  • BM haut oder beißt nicht. Puh!! Tatsächlich bin ich fast gleichermaßen besorgt, dass BM gehauen werden könnte wie dass sie selbst Täterin sein könnte.
  • In der Kita zeigt BM noch kein Interesse an den Toiletten. Zu Hause bzw. vor allem bei ihren Großeltern ist sie phasenweise interessiert. Aktuell sagt sie zwar oft "Gacka", was auch immer irgendwie mit der Windel zu tun hat, kann aber je nach Situation alles von "p.upsen" und "muss p.ullern / k.ackern", "p.upsen" bis "habe gerade gep.ullert / gek.ackert" bedeuten.
 Ich habe bestimmt so einiges vergessen, was gesagt wurde. Wichtig ist uns jedoch vor allem, dass BM gern in die Kita geht und dort liebevoll betreut wird. Unser gutes Bauchgefühl wurde auf jeden Fall bestätigt.

Freitag, 2. März 2012

Fasching 2012

Etwas später als gewöhnlich fand diese Woche Mittwoch das Faschingsfest in der Kita statt. Ich hatte einige Zeit hin und her überlegt wie ich BM kleinkindgerecht verkleiden könnte. Alle Kostüme, die es zu kaufen gibt, sind entweder noch viel zu groß oder aus viel zu warmen Filzzeug.

Als BM dann kürzlich wieder einmal die Blumengirlanden aus meiner Kramschublade herauskramte kam mir dann doch noch eine Idee. BM ging also als.... äh.... Blumenmädchen (oder so) zum Fasching. Die angenähten Blümchen fand BM gleich ganz spannend und wurden von ihr immer wieder angeschnauft - was quasi für schnuppern und "Hatschi"-Rufen stehen soll. 

In der Kita angekommen fanden wir den Gruppenraum schon bunt geschmückt und Erzieherin D. als Pferd verkleidet vor. Für BM war es aber besonders toll, dass es kein ganz normales Frühstück gab sondern große Teller mit Würstchen, belegten Brötchen und geschnippeltem Gemüse. Da setzte sie sich auch gleich hin und schaufelte ein Käsebrötchen, eine kleine Wiener und eine Tomate (brrrrr) auf ihren Teller. 

Das war mal wieder einer dieser Tage, an denen ich zu gern Mäuschen in der Kita gespielt hätte. BM hatte wohl richtig viel Spaß. Es wurden u.a. Seifenblasen gemacht, die BM sowieso liebt, und es wurde mit richtigem Diskolicht getanzt. Tanzen findet BM auch richtig toll. Zu Hause dreht sie sich auch immer richtig schwungvoll, wenn das Radio angeschaltet werden soll, und greift uns dann bei den Händen, um mit uns zu tanzen. Ein Tag nach BMs Geschmack also. Entsprechend lang fiel dann wohl auch der Mittagsschlaf aus - alle Kinder schliefen zwei Stunden lang wie Steine - und auch das abendliche Einschlafmanöver war verhältnismäßig kurz.

Dienstag, 28. Februar 2012

Ungläubig

Schon vor Wochen wurde auf der Pinnwand der Spatzengruppe verkündet, dass alle Kinder nun erfolgreich aus dem Becher trinken. Kürzlich stand dann auch BMs Kita-Trinkflasche in ihrem Fach zum Mitnehmen. Und letzte Woche reagierte Erzieherin D. ganz ungläubig, als R. ihr erzählte, dass BM zu Hause noch aus (Trinklern-)Flaschen trinkt. 

Ich gebe zu, wir waren diesbezüglich sehr faul und irgendwie mit BMs Essenschlachten so ausgelastet, dass wir kaum Lust hatten, zusätzlich noch Überschwemmungen zu provozieren. Nun können wir diesen Meilenstein aber wohl kaum länger ignorieren, so dass BM auch bei uns aus einer Tasse trinken darf. Sie hat immer noch ihre Flaschen, die für den kurzen schwungvollen Schluck während des Spiels immer noch Mittel der Wahl sind, aber gerade zu den Mahlzeiten macht sie das tatsächlich schon echt super. 

Jetzt fehlt nur noch, dass sie endlich ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl für Löffel und Gabel entwickelt, denn bislang isst sie immer noch mehrheitlich mit den Händen.

Samstag, 11. Februar 2012

Erklommen

Beinahe hätte ich vergessen, den denkwürdigen Augenblick zu erwähnen, an dem unser kleines Mädchen es endlich schaffte, auf die Couch zu klettern. 

BM hat laut der letzten Messung die 80cm immer noch nicht erreicht - genauer kann ich es wegen akuter Zappelei nicht sagen. Jedenfalls fehlte immer ein entscheidendes Stückchen, wenn sie versuchte, ein Beinchen auf die Couch zu legen und sich hochzuhieven. Besonders oft versuchte sie es allerdings nicht, sondern ließ die Versuche immer gleich recht resigniert wieder sein. 

Es uns schon ein bisschen unangenehm, dass sie es genau an dem Tag schaffte, an dem in Vorbereitung auf die Einweihungsfeier eine Kiste mit alkoholischen Getränken zur (BM-)Sicherheit auf der Couch geparkt war.

Jedenfalls kann sie es nun und stellt ihre Kletterkünste auch immer öfter unter Beweis. 

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Wobei mir einfällt.... Als ich BM am Freitag in die Kita brachte, kletterte sie sogleich gut gelaunt auf einen Podest. Ich verabschiedete mich und lugte noch kurz durch die Glastür. BM kam alsbald durch mein Blickfeld gepest, weil sie zusammen mit dem coolen G. den Frühstückswagen in das Spatzenzimmer fahren durfte. Ich weiß nicht, welches Kind da zu stürmisch war, jedenfalls flog als nächstes ein großer Krug um und ich sah einen riesigen Schwall Milch vorbeifliegen. Ich gebe zu, ich musste ein lautes Lachen verkneifen.... Das sah einfach zu komisch aus!

Dienstag, 29. November 2011

Lale-lale-la

.... macht das Babymädchen, indem es die kleine Zunge heraussteckt und mit Ton hin und her wackelt. Das sieht nicht nur niedlich aus sondern klingt fast ein bisschen wie Singen.

Das Babymädchen schüttelt den Kopf, wenn es etwas verneinen will und lacht, wenn man das Richtige sagt bzw. anbietet. Auf dem Heimweg von der Kita unterhalten wir uns nun schon (fast) richtig. Ich frage, ob das Babymädchen schön gespielt / gegessen / geschlafen hat. Dann frage ich nacheinander, ob die Kinder der Spatzengruppe da waren. Vermutlich ist auf BM's Antwort noch nicht allzu viel Verlass. Dafür freut es sich aber bei einigen Namen besonders doll. Wer weiß, vielleicht werden das ja mal BM's Freunde?

Heute früh bereitete BM mir eine große Freude. Als ich vor der Kita einparkte, juchzte und da-da-da-te es vor Freude als es das Haus erkannte. Außerdem weint BM seit einiger Zeit nicht mehr, sondern geht gut gelaunt auf den Arm der Erzieherinnen. Die stellen sich dann mit ihr ans Fenster, wo es mir aufgeregt und fröhlich winkt. Ich denke, das BM ist nun wirklich im Kitaalltag "angekommen".

Dienstag, 25. Oktober 2011

Kitakind

Wir wollen uns nicht zu früh freuen, doch gestern machte mir Babymädchens Erzieherin eine Riesenfreude. Ich war extra-früh von Arbeit losgedüst, um mir einen schönen Nachmittag mit dem Babymädchen zu machen. Als ich gerade einparkte radelte die Erzieherin an mir vorbei in den Feierabend, drehte jedoch sofort um als sie mich sah. Wir treffen uns ja eigentlich nie, weil Babymädchen morgens immer eines der ersten Kinder ist, so dass D. noch nicht da ist. Wenn ich es dann Montags bis Mittwochs abhole ist es auch eines der letzten Kinder und D. schon wieder im Feierabend. 

Jedenfalls berichtete sie mir freudestrahlend, voller Begeisterung und in gewohnt herzlicher Art, dass das Babymädchen einen richtig tollen Tag gehabt hatte. Es hatte morgens ein Zusatznickerchen gehalten und dann richtig aufgedreht und ganz gelöst gespielt. Bislang hatte es sich immer sehr viel an D. und S. festgeklammert und gejammert, wenn diese sich mal entfernten bzw. sich einem anderen Kind widmeten. Gestern jedoch ging das Babymädchen alleine in ein anderes Zimmer und ließ auch zu, dass die Erzieherinnen sich von ihm entfernten. 

Als ich es abholte war es tatsächlich auch sehr fröhlich und wirkte nicht so erschöpft wie sonst, was ich aber auch darauf zurückführte, dass ich es früher als sonst abholte. 

Heute war ich dann um 17:15 Uhr gemeinsam mit einer weiteren Mama mal wieder Bummelletzter. Dennoch war das Babymädchen bestens gelaunt, jauchzte mich und ihre Erzieherin S. an und hatte offenbar trotz der fortgeschrittenen Stunde noch richtig Spaß. S. bestätigte auch, dass der heutige Tag wieder richtig gut war. 

Ich hoffe so so sehr, dass das Babymädchen nun wirklich so richtig ankommt und sich an den Spaß noch ein bisschen gewöhnen kann bevor der nächste Infekt kommt und es vermutlich wieder ein bisschen zurückwirft.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Keine Windpocken

Wir haben das Babymädchen ja immer regelmäßig entsprechend der Empfehlungen impfen lassen. Umso erstaunter war ich, als ich gestern Nachmittag mein Kind aus dem Sandkasten in der Kita pflückte und von der Erzieherin erzählt bekam, dass sie vermutet, das Babymädchen hätte Windpocken, weil es so verdächtige Pünktchen an den Beinen habe. 

Mmh, nun ja, es soll ja in seltenen Fällen möglich sein, dass trotz Impfung die Krankheit "leicht" ausbricht. Jedenfalls sollte ich das beim Arzt abklären und ggf. eine Bescheinigung mitbringen. Mit Windpocken darf ein Kind sogar in die Kita, solange es kein Fieber hat. Allerdings müssen dann das Gesundheitsamt und die anderen Eltern informiert werden. 

Zu Hause angekommen schaute ich mir die Pünktchen erstmal an. Ehrlich gesagt sahen die meisten genauso aus wie wie die Pünktchen, die das Babymädchen immer mal wieder hat und m.E. wahrscheinlich auf irgendein neues Essen o.ä. zurückzuführen sind. Zwei Punkte sahen allerdings tatsächlich ein bisschen wie Windpocken aus, wobei ich sie allerdings ohne den Hinweis der Erzieherin für Mückenstiche gehalten hätte. 

Leider hatte die Kinderärztin gestern Nachmittag schon zu, und heute morgen durften wir dann erst um 9:30 Uhr kommen. Sie warf einen kurzen Blick auf die Pünktchen und bestätigte meine "Diagnose", dass es sich um Insektenstiche bzw. um Reaktionen auf irgendwas handele. Alles klar. 

Weil nun schon mal da waren, zogen wir den für morgen geplanten Impftermin vor. Das Babymädchen war ganz doll tapfer und hat bei den beiden Spritzen nur jeweils ganz kurz, dafür aber dicke Kullertränchen geweint. BTW: Ich habe mich diese Woche gegen Grippe impfen lassen und musste dabei fast weinen, nicht weil ich es so fürchterlich fand, sondern weil ich wusste, dass das Babymädchen auch bald wieder gepiekst werden würde. Zum Glück war es danach aber gleich wieder ganz fröhlich und guter Dinge. 

Nach dem Arztbesuch war es dann endgültig zu spät, um noch in die Kita und zur Arbeit zu fahren. Also machen wir uns heute einen schönen Mama-Tochter-Tag und genießen die zusätzlichen gemeinsamen Stunden, die wir sonst nicht gehabt hätten.

Montag, 17. Oktober 2011

Einladung

Das Babymädchen wurde heute von meinen Eltern aus der Kita abgeholt. Im Kitarucksack fand ich dann die Einladung zur ersten Elternversammlung. Das schönste war, dass das Babymädchen diese eigenhändig verschönert hatte. BMs Oma wusste zu berichten, dass das eine Blume ist. Ich wusste gar nicht, dass Babymädchen schon malen kann!! Es wird wohl wirklich Zeit für ein paar Wachs- oder Buntstifte. Vielleicht denkt der Nikolaus ja dran. 

Überhaupt sind wir beide ein bisschen aufgeregt. Irgendwie ist diese erste Elternversammlung nochmal sowas wie ein Ritterschlag, der uns endgültig zu Eltern eines Kindergartenkinds macht. 


Mittwoch, 28. September 2011

Lange Tage

Irgendwann wollte ich auch mal darüber bloggen, dass ich nach gut zwei Wochen frühem Aufstehen, Arbeit, anschließender Babymädchenbespaßung, Einschlaftheater und danach noch dieser und jener Erledigungen nun wieder regelmäßig ca. 20:30 Uhr auf der Couch einschlafe. Kurzum ich bin dauermüde.

Schlimmer ist jedoch, dass die langen Tage in der Kita auch das Babymädchen sehr schlauchen. Die Tagesabläufe haben sich einfach noch nicht so richtig eingespielt. An guten Tagen schläft das Babymädchen schon mal gern bis 7:15 Uhr - an den allermeisten Tagen müssen wir allerdings das Haus spätestens um 7 Uhr, besser wäre 6:30 Uhr verlassen, d.h. wir müssen das Babymädchen wecken. Klar, ist es dann den ganzen Vormittag müde und knatschig. Dann gibt es Tage wie gestern und heute, da ist das Babymädchen die ganze Nacht unruhig und beendet die Nacht um kurz nach 5 Uhr. Klar, da ist es dann ebenso müde und knatschig, denn die Zeit bis zum Mittagsschlaf um 12 Uhr ist viel zu lang.

Hinzu kommt, dass unser kleines Tobemädchen immer in Action sein muss. Ruhiges Spielen geht gar nicht. Selbst Bücher-Angucken muss im Stehen passieren, das Buch muss umhergeschleppt und alle zwei Minuten gegen ein neues Buch ausgetauscht werden. "Ackern, ackern, ackern", heißt Babymädchens Devise. Ich weiß nicht, ob das bei allen Kindern so ist, aber Babymädchen kommt nur dann zur Ruhe, wenn es bei jemandem auf dem Arm sein kann oder im Kinderwagen sitzt. Da schläft es dann auch nicht immer ein, ruht sich aber zumindest mal aus. 

In der Kita nun kann es trotz gutem Betreuungsschlüssel (2:10) einfach nicht immer gewährleistet werden, dass mein armes, müdes, jammerndes Babymädchen seine dringend benötigten Ruhephasen auf dem Arm einer Erzieherin ausleben kann. 

Das wissen wir, und es tut uns auch unendlich leid, aber zumindest an den drei Tagen pro Woche, an denen ich das Babymädchen in die Kita bringe und abhole und dazwischen einen vollen Arbeitstag plus 1 Stunde Fahrt quetsche, sind die Tage wirklich sehr, sehr lang. Darauf sprach mich nun heute eine ihrer Erzieherinnen an und bat mich zu überdenken, ob wir es nicht irgendwie für ein paar Wochen einrichten könnten, das Babymädchen kürzer in die Kita zu geben. Sie hat das wirklich sehr nett rübergebracht, trotzdem hat es mich sehr traurig gemacht. Bislang war ich irgendwie davon ausgegangen, dass das ja ganz normal ist, doch nun macht es mir schon große Sorgen, weil es ja explizit angesprochen wurde. 

Ich denke immer noch, dass Babymädchen recht gern in die Kita geht. Jedenfalls ist es immer recht bereitwillig dort geblieben bzw. war gelegentlich sogar begeistert, gleich spielen zu dürfen. Geweint hat es bislang zum Glück erst zwei mal, beruhigte sich aber jedesmal gleich wieder. Wenn ich es Nachmittags / Abends abhole, ist es meist eines der letzten Kinder und oft auf dem Schoß einer Erzieherin, was dann ja kein Problem mehr ist, weil die meisten anderen Kinder schon weg sind. Müde, aber vergnügt, würde ich sagen. 

Das Problem liegt m.E. also eher am Vormittag - und genau da können wir es nicht wirklich ändern. Ich werde versuchen, eine Weile Montags - Mittwochs noch später anzufangen, damit das Babymädchen etwas länger schlafen kann (was es dann laut Murphy's Gesetzt wohl kaum tun wird und was dann meinen "langen" Tagen Donnerstags und Freitags noch mehr Stunden bedeutet). Aber was sein muss, muss sein. Wenn wir erstmal umgezogen sind, kann das Babymädchen ja eine halbe Stunde länger schlafen, weil wir den weiten Weg nicht mehr haben. Und hoffentlich wird es sich einfach demnächst an den neuen Rhythmus gewöhnen.... auch wenn es diesen dann am Wochenende gern immer vergessen darf.

Ähm, ja. Das wollte ich mir einfach mal von der Seele schreiben. 21:13 Uhr, und ich bin noch wach....

Donnerstag, 1. September 2011

Kindergartenkind II

Nach nunmehr zweieinhalb Wochen Kita-Eingewöhnung ist es längst mal wieder an der Zeit für einen Zwischenstand. Alles in allem läuft es wirklich sehr, sehr gut.

Wenn wir morgens ankommen und ich dem Babymädchen aus dem Auto heraus schon die Kita zeige, freut es sich und zeigt darauf. Drinnen angekommen will es auch gleich überall hin und spielen und hält kaum lange genug still, dass ich sie ausziehen kann. Von den Erzieherinnen hören wir immer wieder, wie aktiv das Babymädchen ist und wie schön es spielt, mit den anderen Kindern am Tisch sitzt und sich fröhlich planschend im Waschraum die Hände am Miniwaschbecken wäscht.

Babymädchens Bezugserzieherin D. ist wirklich sehr lieb und hat sehr schnell eine Bindung aufgebaut. Das Babymädchen freut sich, wenn es sie morgens sieht, gibt mir mir ein Küsschen zum Abschied und winkt fröhlich am Fenster, wenn ich gehe. 

Letzte Woche war D. zwei Tage nicht da, weil ihr eigenes Kind krank war. Dafür haben wir natürlich Verständnis, machten uns aber trotzdem ein bisschen Sorgen um unser Mädchen. Hätten wir nicht gebraucht, denn Leiterin A., die sonst auch oft mit im Spatzengarten war, kannte sie auch schon recht gut. Tatsächlich war heute der erste Morgen (an dem wieder A. das Babymädchen in Empfang nahm - allerdings inmitten einer lauten Kinderschar), an dem mein kleines Kindergartenmädchen nur zögerlich auf A.'s Arm wechselte und auch ein etwas langes Gesicht machte. Zum Glück weinte es nicht, aber trotzdem brach es mir fast das Herz, ihr gespielt fröhlich auf Wiedersehen zu sagen und zu gehen. 

Heute hatte auch die zweite Erzieherin S. der Spatzengruppe ihren ersten Tag, so dass Babymädchen also von ihr und A. betreut wurde. Sie macht auch einen sehr netten Eindruck, auch wenn man noch merkt, dass sie selbst noch neu in der Einrichtung ist. 

Das Babymädchen braucht im Laufe des Tages immer mal wieder Ruhephasen. Wie auch zu Hause, nimmt es sich diese Ruhe jedoch nicht selbst. (Tun Kinder in dem Alter das überhaupt?) Jedenfalls ackert und wuselt sie sogar herum, wenn sie nur ein Buch anschaut. Wenn dann der Akku erstmal leer ist, kommt sie eigentlich nur richtig zum Ausruhen, wenn man sie auf den Arm nimmt und ein wenig umherträgt. D. ist (soweit ich weiß) darauf bislang immer sehr gut eingegangen und hat sich sehr lieb um Babymädchen gekümmert. 

Bis jetzt besteht die Spatzengruppe ja nur aus überschaubaren vier Kindern. Anfang September fangen allerdings auf Anhieb drei weitere Kinder mit der Eingewöhnung an, und bis zum Herbst folgen drei weitere. Ich bin sehr froh, dass Babymädchen sich dann schon an die neue Umgebung und die Abläufe gewöhnen konnte, bevor das Gewusel und die Lautstärke in der Gruppe sich nochmal so richtig steigert. 

Seit letzter Woche isst das Babymädchen in der Kita Mittag, und heute war es zum ersten Mal beim Frühstück dabei. Wir sind überrascht und amüsiert zu hören, dass unser Babymädchen offenbar eine Fressraupe ist. Zu Hause bekommt es ja noch mehrheitlich Brei. Stulle isst es zwar, musste aber bislang immer noch mal mit Obstbrei nachgefüttert werden. Selbstgekochtes von uns hat es bislang meist verschmäht, bei ihrer Oma schmeckt es offenbar besser. 
In der Kita hat es heute zum Frühstück wohl eine GANZE Stulle gegessen! Bei uns war es noch nie mehr als ein Viertel. Zum späteren Obstfrühstück aß es noch mal eine halbe Banane. Banane hat es bei uns bislang nie gegessen, weder als Ganzes, als Stückchen noch gequetscht. Dann gab es heute zum Mittag Kartoffeln und Blumenkohl und kleine Schnitzelstückchen, die das Babymädchen ebenfalls gegessen hat. Unglaublich!! Ich glaube, wir müssen hier zu Hause wirklich langsam nachziehen und vom Brei wegkommen. 

Dreimal hat das Babymädchen schon in der Kita geschlafen. An den ersten beiden Tagen wollte es nicht auf der Matratze liegenbleiben und schlief erst bei D. auf dem Arm ein und dann auch nur insgesamt eine Stunde. Ich finde es aber sehr schön, dass sie so auf unser Kind eingeht und hoffe sehr, dass seine Bedürfnisse auch dann noch erfüllt werden können, wenn die Spatzengruppe vollständig ist. 
Heute war ja nur S. da. Sie verfolgte eher die Strategie, die wir auch zu Hause haben: Sie legte das Babymädchen hin und hielt sein Händchen. Allerdings lag Babymädchens Matratze diesmal in einem kleinen "Spielverschlag", was ziemlich gemütlich wirkte und v.a. dem Gefühl nach einem Gitterbett mit Nestchen recht nahe kommt. Das Babymädchen schlief dann händchenhaltend ein und wachte erst nach anderthalb Stunden wieder auf.

Trotz Mittagsschlaf ist das Babymädchen immer ganz schön knülle, wenn ich es um 14 Uhr abhole. Ich denke aber, dass sich das noch einspielen wird, wenn sich der gesamte Schlafrhythmus erstmal auf die Kita eingestellt hat.

Unser Babymädchen ist in der Kita schon wohl bekannt. Als ich es den einen Tag abholen wollte, wurde ich unterwegs von einem größeren Mädchen gefragt, ob ich hier sei, um BM abzuholen. Gut erkannt, dachte ich, und wer bist du eigentlich? Offenbar wollten die großen Mädchen schon mehrfach mit dem Babymädchen losziehen, wurden aber noch ein bisschen ausgebremst, damit Babymädchen sich erstmal an den Spatzengarten gewöhnen kann. Es ist wirklich toll, dass die Kita so klein ist, und sich alle Kinder und Erzieherinnen kennen. 

So, irgendwie ist das jetzt alles ganz schon unsortiert im Blog gelandet. Ich schiebe das auf mangelnde Kreativität aufgrund rasender Kopfschmerzen, die ich mittlerweile seit drei Tagen habe. Aber immerhin ist es jetzt mal aufgeschrieben.


Samstag, 27. August 2011

Jetzt geht das also los

Das Babymädchen hat seit einiger Zeit zwei Sortierspiele, die es auch begeistert bespielt. Allerdings hat es bislang nur selten mit Ausdauer versucht, die quadratischen, dreieckigen, runden und sternenförmigen Steine durch die richtigen Öffnungen hineinzuwerfen. Es hat es immer nur ganz kurz probiert und dann lieber die Bausteine in den Mund gesteckt oder anders damit gespielt. 

Heute überraschte es uns jedoch als es einfach so einen Baustein durch die richtige Öffnung hineinsteckte. Schwups. Erst dachten wir es wäre Zufall, weil es so einfach aussah, doch Babymädchen wiederholte das mehrmals. Nur mit dem Stern hat es noch Probleme, ist ja aber auch nicht einfach. 

Da das Babymädchen bei uns nie länger als 5 Minuten ohne "Aufsicht" spielt und definitiv nicht zu Hause geübt hat, können wir uns das nur so erklären, dass sie wohl mit dem Sortierspiel in der Kita gespielt haben muss. 

Oh je. jetzt geht das also los: Unser Babymädchen wird Dinge in der Kita lernen, wenn wir nicht dabei sein, und wir bekommen das dann nur noch im Nachhinein präsentiert. :-/

Donnerstag, 18. August 2011

Live aus der Kita

Nachdem das BM gestern wieder sehr schön mit D. spielte und auch kurz im Spatzengarten war, sitze ich nun heute ganz alleine in der Garderobe während mein großes Mädchen im Garten spielt.

Der Hausmeister und diverse Erzieherinnen kamen schon vorbei, um mir mitzuteilen wie entspannt und lieb und fröhlich mein Kind ist. Wie gut, dass es vorhin im Auto sofort eingeschlafen ist und somit gut ausgeruht ist....


Sehen kann ich wegen der Bäume leider nix.... obwohl ich so gern Mäuschen spielen würde.

Dienstag, 16. August 2011

Kindergartenkind

Hilfe!! Unser Babymädchen ist seit heute ein Kindergartenkind.

Der Morgen fing ein wenig hektisch an. Wir sollten zwar erst um 9:30 Uhr in der Kita sein, aber nachdem das Babymädchen nach einigem Gerödel nochmal bis nach 7 Uhr schlief, waren wir plötzlich in der Situation, dass wir eigentlich alle drei gleichzeitig fertig werden sollten. Und obwohl ich alles eigentlich gut vorbereitet hatte, musste ich dann doch noch ein paar Dinge zusammen sammeln und ein Foto ausdrucken und eine Blume für die Erzieherin kaufen, weil diese am Wochenende geheiratet hat.... 

So verging der Morgen wie im Flug und schwups waren das leicht müde (weil im Auto kein Morgen-Nickerchen zustande kam) Babymädchen an der Kita angelangt. Dort fand gerade das morgendliche Umzugsgewusel in den Garten statt, welches vom Babymädchen mit großen Augen bestaunt wurde. Dann wurden wir auch schon von Erzieherin D. eingesammelt und in den Gruppenraum mitgenommen, wo wir mit ihr alleine waren. Auf die Art kann das Babymädchen erstmal in Ruhe Zutrauen zu D. fassen, ohne von Anfang an durch die anderen Kinder abgelenkt zu sein. 

In den ersten Minuten war das Babymädchen noch sehr anhänglich, hielt sich an mir fest und zeigte in Windeseile auf die vielen interessanten Sachen in dem Raum. Dann griff es meinen Finger und zog mich ein Mal rings umher und konnte sich gar nicht entscheiden, was es als erstes anfassen und bespielen wollte, und zog daher erstmal einfach diverse potenzielle Spielsachen vom Regal. Bei der Enten-Handpuppe juchzte es dann vor Freude und ließ sich mit einigem Nak-nak-nak endgültig aus der Reserve locken. 

D. hatte sich solange ziemlich im Hintergrund gehalten, kam dann aber dazu und bespielte das Babymädchen. Wie schon beim ersten Treffen war sie sehr sympathisch und lieb zum Babymädchen, dass sogleich auf ihre "Spielvorschläge" einging und z.B. gemeinsam mit ihr Kastanien in Becher sortierte.

Babymädchen wäre nicht Babymädchen, wenn es nicht seine regelmäßigen Tobeeinheiten bekommt. Es kletterte behende auf ein kleines Sofa, hinter dem ein Spiegel hängt und bequatschte das Spiegelbaby. Dann krabbelte es schnurstracks in den anliegenden Raum, wo es einen Laufwagen fand, den es auf kreativste Weisen bekletterte. D. meinte lachend, dass sie das Babymädchen wohl in Zukunft öfter retten werden muss, wenn es sich immer wieder so darin verhakelt. 

Wir waren etwas über eine Stunde dort, und erwartungsgemäß war das Babymädchen am Ende total knülle. Es hat aber eindeutig Spaß gehabt.

Es ist schwer zu beschreiben. In unserem geografischen und sozialen Umfeld ist es der übliche Lauf der Dinge, dass Kinder ab einem Jahr in die Kita gehen. Ich mache mir auch nicht wirklich Sorgen, sondern bin mir ziemlich sicher, dass das Babymädchen viel Spaß in der Kita haben wird. 

Trotzdem ist es ein sehr seltsames Gefühl. Ein bisschen wie vor Babymädchens Geburt: Ich wusste, dass ich ein Baby erwarte, dass ich es unendlich lieben würde und sehr viel Verantwortung tragen würde. Aber wirklich verstehen, was es heißt, ein Kind zu haben, konnte ich erst als das Babymädchen schon eine Weile auf der Welt war. 
Das hier ist so ähnlich: Ich weiß, Babymädchen kommt in die Kita und habe auch Vorstellungen davon wie das für uns drei sein wird. Trotzdem habe ich keine Ahnung wie sich das anfühlen wird. Bislang ist da nur ein dezent flaues Gefühl der Ungewissheit. 

Ich schätze, dieses flaue Gefühl wird mich als Babymädchens Mama immer wieder einholen, oder? Aber wir schaffen das, und so platt es auch klingen mag: Alles wird gut.