Im Alter von 3 Monaten, 3 Wochen und 3 Tagen war Zwee heute wieder bei Frau Doktor, um ihre U4 zu absolvieren und erneut geimpft zu werden. Im Wartezimmer war unsere Zwee bestens gelaunt und himmelte uns schön an, obwohl wir ganz schön lange warten mussten - da wusste sie ja auch noch nicht, was ihr blüht.
Dann wurden wie üblich erstmal die Maße genommen: Zwee ist nun 57,5 cm groß, wiegt 5.930 g und hat einen Kopfumfang von 39,6 cm. Als wir dann bei Frau Doktor waren, zeigte sie uns Zwees Wachstumskurve - alles bestens! Man sieht gar nicht mehr, dass sie zu früh zur Welt kam.
Dann wurde Zwee abgehorcht und von Kopf bis Fuß untersucht, was sie schon nicht so toll fand, aber zeigte, dass alles okay ist. Sie ließ sich toll aus dem Liegen ins Sitzen hochziehen und hielt dabei schon prima ihr Köpfchen. Wenn wir das mit ihr machen, findet sie das auch immer ganz spannend. Auf dem Bäuchlein liegend ackerte sie ordentlich herum, seit ein paar Tagen hält sie ihr Köpfchen da auch schon ganz gut. Wir sollen weiterhin üben, weil die Bauchlage noch ziemlich flach ist, aber man sieht Fortschritte - also kein Anlass zur Sorge.
Dann standen noch allerlei Impfungen an. Frau Doktor gab sich große Mühe, Zwee die Schluckimpfung gegen Rotaviren so angenehm wie möglich einzuflößen und lief dabei mit ihr auf dem Arm umher. So richtig gut fand Zwee das trotzdem nicht. Dann folgten die gefürchteten Spritzen in die beiden armen Babyschenkelchen. Es brach uns fast das Herz zu sehen wie Zwee vor Schreck und Schmerz das kleine Köpfchen hin und her schüttelte, schrie was die kleinen Lungen hergaben und bittere Tränchen weinte.
Danach konnte sich unsere arme kleine Zwee auch gar nicht gleich beruhigen bis sie zu Hause an meine Brust kam und dort noch beim Trinken völlig erschöpft einschlief. So verbrachten wir dann den Rest des Tages kuschelnd auf der Couch. Eigentlich war Zwee nur drei Mal eine halbe Stunde wach und verschlief den Rest des Tages auf mir. Eine der Schlafpause nutzte ich zum Wickeln und gab ihr schnell ein Zäpfchen zur Sicherheit. Eine Viertelstunde späte sprengte Zwee fast die Windel. Das Zäpfchen schien aber trotzdem zu helfen, denn wie gesagt schlief Zwee ansonsten den ganzen Tag. Auch die folgende Nacht war trotzdem recht schlafreich, und am nächsten Morgen lächelte unsere Zwee wieder wie gewohnt als ich die Augen öffnete.
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Donnerstag, 28. August 2014
Mittwoch, 2. April 2014
Der neueste Stand
Gestern hatte ich einen Termin in dem Krankenhaus, in dem unsere Zwee zur Welt kommen soll. Der liebe A aus B fuhr mich hin, weil ich nicht so sicher bin, ob Autofahren im Moment okay für mich ist, da man ja recht gerade vorm Lenker sitzt. Außerdem stört der Bauch mittlerweile auch ganz schön.
Jedenfalls hatte ich einen Termin vereinbart, um mich noch mal bezüglich der Schwangerschaftsdiabetes und derbescheuerten Plazenta Praevia beraten zu lassen. Zunächst gab es noch einmal einen Ultraschall: Zwee wiegt geschätzte 1.600g, ist damit so wie schon in den vergangenen Monaten eher am oberen Ende der Wachstumskurve - allerdings nicht so weit, dass man befürchten müsste, dass schon Auswirkungen des Diabetes sein könnten. Ich denke, dass es eher daran liegt, dass wir ja nicht genau wissen, wann Zwee gemacht wurde, und meine Frauenärztin im ersten Ultraschall zack-zack und blitzschnell den Embryo vermaß und den ET festlegte. Danach war Zwee dann immer etwas größer als der Durchschnitt, d.h. vielleicht sind wir doch schon etwas weiter als 29+6 SSW.
Zwee zappelte wieder ordentlich, trat mich auf der rechten Seite gleichzeitig mit einem Bein in die Rippen und mit dem anderen gegen den Beckenknochen, weil sie sich wohl durch die Stänkerei mit dem Ultraschall gestört fühlte. Als die Ärztin noch ein schönes Foto vom Gesichtchen machen wollte, nahm Zwee kurzerhand beide Händchen und einen Fuß vor das Gesicht und zog sich dann noch die Nabelschnur quer über das Näschen während sie sich mit dem Köpfchen in die Plazenta kuschelte. Eigentlich sollte es dann noch einen v.aginalen Ultraschall geben, um nach der Plazenta zu sehen, aber Frau Doktor sah auch von oben auf ersten Blick, dass diese immer noch vorm Muttermund liegt, so dass sie nicht noch mal genauer nachsehen musste.
Nun ja, es ist wohl noch nicht aller Tage Abend. Eine winzig kleine Restwahrscheinlichkeit besteht noch, dass der Muttermund doch noch geräumt wird. Die Oberärztin nahm die aktuelle Lage dennoch zum Anlass, mich schon mal über einen Kaiserschnitt aufzuklären - für den Fall, dass es doch irgendwann schon ungeplant losgehen muss. Sie war wirklich sehr freundlich und hat gleich gemerkt, dass mich das sehr traurig macht, und extra noch mal auf dem Aufklärungsblatt vermerkt, dass ein Kaiserschnitt nur gemacht werden soll, wenn er medizinisch absolut notwendig ist. Nach aktuellem Stand wäre eine Spinalanästesie möglich. Dann würde Zwee gleich im OP auf meine Brust gelegt werden. Sofern sie auf ersten Blick einen guten Eindruck macht, schreit und rosig ist, muss sie also nicht gleich raus zum Kinderarzt. Wenn das doch nötig sein sollte, könnte ihr Papa die ganze Zeit bei ihr bleiben, damit sie nicht ganz alleine ist. Sollte die doofe Plazenta, die aktuell seitlich/hinten und eben vorm Muttermund liegt jedoch weiter nach vorn wandern, würde man wohl eine Vollnarkose machen, weil das Risiko von Blutungen und Komplikationen dann erhöht wäre, da sie dann genau da läge, wo man eigentlich schneiden würde. Ich hoffe sehr, dass zumindest dieser Kelch an mir vorüber geht.
Wenn keine weiteren Blutungen auftreten, würde die Ärztin empfehlen, dass der Kaiserschnitt bei 37+0 durchgeführt wird. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Tage heraushandeln können, damit Zwee wirklich fertig ist. Außerdem wäre 37+0 genau der Tag vor meinem Geburtstag, was in den Folgejahren irgendwie blöd wäre. Wenn es gar nicht anders geht, ist es eben so - bei einer spontanen Geburt, hätten wir ja auch keinen Einfluss auf den Termin. Bis in den Juni hinein würde man aber wohl leider nicht abwarten.
Die Schwangerschaftsdiabetes ist bislang nur sehr leicht ausgeprägt. Dennoch soll ich nun ein paar Tage lang viermal täglich meinen Blutzucker messen, um sicher zu gehen, dass sich daran nichts geändert hat. Wenn die Werte im Rahmen bleiben, reicht es danach aus, zwei Tage pro Woche so durchzutesten. (Übrigens habe ich dann gestern gleich festgestellt, dass Reis mit Thaicurry gaaaaanz schlecht für den Blutzucker ist.) Immerhin ist die Lanzette wirklich viel besser als die im Krankenhaus, so dass es kaum weh tut.
Für Zwee bedeutet die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, dass ihr Blutzuckerspiegel nach der Geburt genau beobachtet wird, um sicherzugehen, dass sie nicht unterzuckert, da ihre Bauchspeicheldrüse im Moment für mich mit arbeitet und dann eventuell nach der Geburt noch zuviel Insulin für das kleine Körperchen produziert. Also wird mein armes, kleines Mädchen auf jeden Fall gleich zu Anfang regelmäßig gepiekst werden bis man sicher sein kann, dass sich alles wieder reguliert hat.
-----------------------------------------
Ich sollte mich nicht beschweren - es könnte viel schlimmer sein, aber trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich es total Sch.eiße finde, meiner Sucht nach Eis und sonstigen Süßigkeiten nicht nachgeben zu dürfen. Ich kann nicht einfach EIN Stück Schokolade, EINE Kugel Eis oder EIN GANZ KLEINES Stück Kuchen essen, also muss ich es wohl ganz bleiben lassen. Und NEIN, ein Apfel ist kein würdiger Ersatz. Das macht mich mürrisch, denn auch wenn ich nicht hungern muss, ist es für mich eben gänzlich unbefriedigend, an einer Möhre zu nagen. Da hilft es auch nicht, dass ich ja schließlich Gemüse ohne Ende essen darf. *Mecker-nörgel-jammer-Modus aus*
Jedenfalls hatte ich einen Termin vereinbart, um mich noch mal bezüglich der Schwangerschaftsdiabetes und der
Zwee zappelte wieder ordentlich, trat mich auf der rechten Seite gleichzeitig mit einem Bein in die Rippen und mit dem anderen gegen den Beckenknochen, weil sie sich wohl durch die Stänkerei mit dem Ultraschall gestört fühlte. Als die Ärztin noch ein schönes Foto vom Gesichtchen machen wollte, nahm Zwee kurzerhand beide Händchen und einen Fuß vor das Gesicht und zog sich dann noch die Nabelschnur quer über das Näschen während sie sich mit dem Köpfchen in die Plazenta kuschelte. Eigentlich sollte es dann noch einen v.aginalen Ultraschall geben, um nach der Plazenta zu sehen, aber Frau Doktor sah auch von oben auf ersten Blick, dass diese immer noch vorm Muttermund liegt, so dass sie nicht noch mal genauer nachsehen musste.
Nun ja, es ist wohl noch nicht aller Tage Abend. Eine winzig kleine Restwahrscheinlichkeit besteht noch, dass der Muttermund doch noch geräumt wird. Die Oberärztin nahm die aktuelle Lage dennoch zum Anlass, mich schon mal über einen Kaiserschnitt aufzuklären - für den Fall, dass es doch irgendwann schon ungeplant losgehen muss. Sie war wirklich sehr freundlich und hat gleich gemerkt, dass mich das sehr traurig macht, und extra noch mal auf dem Aufklärungsblatt vermerkt, dass ein Kaiserschnitt nur gemacht werden soll, wenn er medizinisch absolut notwendig ist. Nach aktuellem Stand wäre eine Spinalanästesie möglich. Dann würde Zwee gleich im OP auf meine Brust gelegt werden. Sofern sie auf ersten Blick einen guten Eindruck macht, schreit und rosig ist, muss sie also nicht gleich raus zum Kinderarzt. Wenn das doch nötig sein sollte, könnte ihr Papa die ganze Zeit bei ihr bleiben, damit sie nicht ganz alleine ist. Sollte die doofe Plazenta, die aktuell seitlich/hinten und eben vorm Muttermund liegt jedoch weiter nach vorn wandern, würde man wohl eine Vollnarkose machen, weil das Risiko von Blutungen und Komplikationen dann erhöht wäre, da sie dann genau da läge, wo man eigentlich schneiden würde. Ich hoffe sehr, dass zumindest dieser Kelch an mir vorüber geht.
Wenn keine weiteren Blutungen auftreten, würde die Ärztin empfehlen, dass der Kaiserschnitt bei 37+0 durchgeführt wird. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Tage heraushandeln können, damit Zwee wirklich fertig ist. Außerdem wäre 37+0 genau der Tag vor meinem Geburtstag, was in den Folgejahren irgendwie blöd wäre. Wenn es gar nicht anders geht, ist es eben so - bei einer spontanen Geburt, hätten wir ja auch keinen Einfluss auf den Termin. Bis in den Juni hinein würde man aber wohl leider nicht abwarten.
Die Schwangerschaftsdiabetes ist bislang nur sehr leicht ausgeprägt. Dennoch soll ich nun ein paar Tage lang viermal täglich meinen Blutzucker messen, um sicher zu gehen, dass sich daran nichts geändert hat. Wenn die Werte im Rahmen bleiben, reicht es danach aus, zwei Tage pro Woche so durchzutesten. (Übrigens habe ich dann gestern gleich festgestellt, dass Reis mit Thaicurry gaaaaanz schlecht für den Blutzucker ist.) Immerhin ist die Lanzette wirklich viel besser als die im Krankenhaus, so dass es kaum weh tut.
Für Zwee bedeutet die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, dass ihr Blutzuckerspiegel nach der Geburt genau beobachtet wird, um sicherzugehen, dass sie nicht unterzuckert, da ihre Bauchspeicheldrüse im Moment für mich mit arbeitet und dann eventuell nach der Geburt noch zuviel Insulin für das kleine Körperchen produziert. Also wird mein armes, kleines Mädchen auf jeden Fall gleich zu Anfang regelmäßig gepiekst werden bis man sicher sein kann, dass sich alles wieder reguliert hat.
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Ich sollte mich nicht beschweren - es könnte viel schlimmer sein, aber trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich es total Sch.eiße finde, meiner Sucht nach Eis und sonstigen Süßigkeiten nicht nachgeben zu dürfen. Ich kann nicht einfach EIN Stück Schokolade, EINE Kugel Eis oder EIN GANZ KLEINES Stück Kuchen essen, also muss ich es wohl ganz bleiben lassen. Und NEIN, ein Apfel ist kein würdiger Ersatz. Das macht mich mürrisch, denn auch wenn ich nicht hungern muss, ist es für mich eben gänzlich unbefriedigend, an einer Möhre zu nagen. Da hilft es auch nicht, dass ich ja schließlich Gemüse ohne Ende essen darf. *Mecker-nörgel-jammer-Modus aus*
Montag, 17. Februar 2014
Nachtrag: Feindiagnostik, Beschäftigungsverbot und Statistik
Schon am 4. Februar, d.h. bei 21+5 SSW waren wir bei der Feindiagnostik. Zuallererst: Zwee ist definitiv ein Mädchen und es geht ihr prima. Sie hat die ganze Zeit gezappelt und gestänkert, was man ihr kaum verübeln kann, wo doch mit dem Ultraschallgerät so lange an ihrem sonst so kuscheligen Zuhause herumgewurschtelt wurde. (Übrigens auch für mich nicht, denn 1. wurde mir auf dem Rücken liegend wieder dezent schwindelig und 2. wurde dabei immer wieder mein bereits geploppter Bauchnabel überfahren).
Die Ärztin schaute sich alle ganz gründlich an, machte die Blutströme sichtbar, stellte fest, dass alle Organe zeitgerecht entwickelt sind, Blase gefüllt ist, Händchen und Füßchen vorhanden sind und auch die Plazenta schön durchblutet ist. Sie schaute auch noch einmal genau nach und bestätigte, dass Zwee eine kleine Schwester ist. Sie zeigte Plazenta und den Gebärmutterhals, sagte aber nichts weiter dazu. Irgendwie kam mir das da schon ein bisschen dicht bei einander vor, aber ich dachte mir noch nichts dabei.
Zuletzt kam noch der Chef, um abschließend noch einmal kurz zu schallen. Er warf einen Blick auf die Bildschirme und fragte dann die andere Ärztin, ob sie "schon etwas gesagt hatte". Da wurde mir gleich ganz anders zumute. Dann erläuterte er, dass die Plazenta in einer "geburtsunmöglichen Position" liegt - nämlich vorm Muttermund. Er war gar nicht unfreundlich, aber ein bisschen distanziert. Außerdem musste ich gleich erstmal ein bisschen weinen, so dass ich nicht alles verstanden habe. Jedenfalls sagte er, dass sich daran voraussichtlich nichts mehr tun würde, so dass Zwee der Ausgang versperrt ist und sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen müsse. Und dass in diesem Fall die Schwangerschaft in vielen Fällen vorzeitig zu Ende geht, wenn die Plazenta anfängt zu bluten, z.B. weil sich der Muttermund anfängt zu öffnen. So ca. vier Wochen früher. Ach ja, und ich solle deutlich kürzer treten und mich schonen. Was auch immer das heißt.
Von dieser Nachricht waren wir beide erstmal sehr geplättet. Ein Ultraschall ist eben kein Babykino, aber wir hatten eigentlich nicht wirklich erwartet, dass irgend etwas nicht stimmen könnte.
Letzte Woche Montag waren wir dann zur Vorsorge bei meiner eigentlichen Frauenärztin. Die schaute auch direkt noch einmal selber nach und erklärte auch etwas genauer, was da zu sehen war. Die Plazenta überlappt den Muttermund um etwa 1,5cm. Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich, dass sie durch das Wachstum der Gebärmutter noch weit genug davon weg rückt, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. (Trotzdem klammere ich mich jetzt noch an diesen Strohhalm und versuche erstmal noch nicht in Panik zu geraten, weil ich nie und nimmer einen Kaiserschnitt wollte.)
Zum Gebärmutterhals selbst hatte man bei der Feindiagnostik gar nichts gesagt, obwohl der mit 32mm wohl schon eher kurz für die 22. SSW ist. Meine Frauenärztin maß (von unten) sogar nur 26mm, was wohl wirklich zu kurz ist. Es wäre auch recht bedenklich, wenn er sich innerhalb einer Woche - in der ich mich ja auch schon geschont hatte - noch einmal so verkürzt hätte. Das kann jedoch zum Teil auch am unterschiedlichen Winkel liegen, so dass ich am Freitag noch einmal zum Nachmessen hingehe.
Fazit war, dass Frau Doktor mich auf keinen Fall mehr arbeiten lassen wollte, obwohl ich ja im Büro arbeite. Ich habe keinen absoluten Liegebefehl erhalten, soll mich aber viel ausruhen. Ich war dann noch hektisch zwei Tage arbeiten, um wenigstens ein bisschen Übergabe ermöglichen zu können und etwas beruhigter ins Beschäftigungsverbot gehen zu können. Nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag (23+0) also zu Hause, schlonze viel auf der Couch herum und brüte meine Zwee, die hoffentlich noch ganz, ganz lange in meinem Bauch bleibt. Ob das dem Gebärmutterhals schon was gebracht hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber zumindest finden meine Symphyse und mein Becken meine Faulenzerei voll in Ordnung und verhalten sich derzeit recht versöhnlich.
So, nun noch schnell ein klitzekleines Bisschen Statistik. Zunächst der aktuellste Bauchbildervergleich:
Zum Vergleich hier mal mein Bauch in der 20. - 24. SSW in meiner Schwangerschaft mit BM:
Mein Bauchumfang betrug in der 23. SSW sowohl bei BM als auch jetzt bei Zwee 95cm - womit ich nun übrigens genau so breit bin wie BM hoch ist. Trotzdem sehe ich auf den alten Bildern nicht grundlos verhältnismäßig zierlicher aus: Die 6 kg, die ich diesmal an Ausgangsgewicht mehr hatte, habe ich bislang genauso mitgezogen. Ich hoffe nur sehr, dass sich das trotz Schonung irgendwann soweit verlangsamt, so dass ich meine 86 kg Maximalgewicht der ersten Schwangerschaft nicht auch noch um 6 weitere Kilos überschreite.
Die Ärztin schaute sich alle ganz gründlich an, machte die Blutströme sichtbar, stellte fest, dass alle Organe zeitgerecht entwickelt sind, Blase gefüllt ist, Händchen und Füßchen vorhanden sind und auch die Plazenta schön durchblutet ist. Sie schaute auch noch einmal genau nach und bestätigte, dass Zwee eine kleine Schwester ist. Sie zeigte Plazenta und den Gebärmutterhals, sagte aber nichts weiter dazu. Irgendwie kam mir das da schon ein bisschen dicht bei einander vor, aber ich dachte mir noch nichts dabei.
Zuletzt kam noch der Chef, um abschließend noch einmal kurz zu schallen. Er warf einen Blick auf die Bildschirme und fragte dann die andere Ärztin, ob sie "schon etwas gesagt hatte". Da wurde mir gleich ganz anders zumute. Dann erläuterte er, dass die Plazenta in einer "geburtsunmöglichen Position" liegt - nämlich vorm Muttermund. Er war gar nicht unfreundlich, aber ein bisschen distanziert. Außerdem musste ich gleich erstmal ein bisschen weinen, so dass ich nicht alles verstanden habe. Jedenfalls sagte er, dass sich daran voraussichtlich nichts mehr tun würde, so dass Zwee der Ausgang versperrt ist und sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen müsse. Und dass in diesem Fall die Schwangerschaft in vielen Fällen vorzeitig zu Ende geht, wenn die Plazenta anfängt zu bluten, z.B. weil sich der Muttermund anfängt zu öffnen. So ca. vier Wochen früher. Ach ja, und ich solle deutlich kürzer treten und mich schonen. Was auch immer das heißt.
Von dieser Nachricht waren wir beide erstmal sehr geplättet. Ein Ultraschall ist eben kein Babykino, aber wir hatten eigentlich nicht wirklich erwartet, dass irgend etwas nicht stimmen könnte.
Letzte Woche Montag waren wir dann zur Vorsorge bei meiner eigentlichen Frauenärztin. Die schaute auch direkt noch einmal selber nach und erklärte auch etwas genauer, was da zu sehen war. Die Plazenta überlappt den Muttermund um etwa 1,5cm. Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich, dass sie durch das Wachstum der Gebärmutter noch weit genug davon weg rückt, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. (Trotzdem klammere ich mich jetzt noch an diesen Strohhalm und versuche erstmal noch nicht in Panik zu geraten, weil ich nie und nimmer einen Kaiserschnitt wollte.)
Zum Gebärmutterhals selbst hatte man bei der Feindiagnostik gar nichts gesagt, obwohl der mit 32mm wohl schon eher kurz für die 22. SSW ist. Meine Frauenärztin maß (von unten) sogar nur 26mm, was wohl wirklich zu kurz ist. Es wäre auch recht bedenklich, wenn er sich innerhalb einer Woche - in der ich mich ja auch schon geschont hatte - noch einmal so verkürzt hätte. Das kann jedoch zum Teil auch am unterschiedlichen Winkel liegen, so dass ich am Freitag noch einmal zum Nachmessen hingehe.
Fazit war, dass Frau Doktor mich auf keinen Fall mehr arbeiten lassen wollte, obwohl ich ja im Büro arbeite. Ich habe keinen absoluten Liegebefehl erhalten, soll mich aber viel ausruhen. Ich war dann noch hektisch zwei Tage arbeiten, um wenigstens ein bisschen Übergabe ermöglichen zu können und etwas beruhigter ins Beschäftigungsverbot gehen zu können. Nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag (23+0) also zu Hause, schlonze viel auf der Couch herum und brüte meine Zwee, die hoffentlich noch ganz, ganz lange in meinem Bauch bleibt. Ob das dem Gebärmutterhals schon was gebracht hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber zumindest finden meine Symphyse und mein Becken meine Faulenzerei voll in Ordnung und verhalten sich derzeit recht versöhnlich.
So, nun noch schnell ein klitzekleines Bisschen Statistik. Zunächst der aktuellste Bauchbildervergleich:
Zum Vergleich hier mal mein Bauch in der 20. - 24. SSW in meiner Schwangerschaft mit BM:
Mein Bauchumfang betrug in der 23. SSW sowohl bei BM als auch jetzt bei Zwee 95cm - womit ich nun übrigens genau so breit bin wie BM hoch ist. Trotzdem sehe ich auf den alten Bildern nicht grundlos verhältnismäßig zierlicher aus: Die 6 kg, die ich diesmal an Ausgangsgewicht mehr hatte, habe ich bislang genauso mitgezogen. Ich hoffe nur sehr, dass sich das trotz Schonung irgendwann soweit verlangsamt, so dass ich meine 86 kg Maximalgewicht der ersten Schwangerschaft nicht auch noch um 6 weitere Kilos überschreite.
Donnerstag, 2. Januar 2014
Vorsorgeuntersuchung mit Zwee
Um Weihnachten herum wurde ich wieder etwas unruhig, weil es schon wieder so lange her war, dass wir Zwee beim Ultraschall gesehen hatten. Klar, der Bauch wuchs, Symphyse und Ischias belästigen mich on-and-off schon seit der 14. SSW und etwas übel war mir vor allem Abends auch noch - und trotzdem machte ich mir ein bisschen Sorgen. Seit ein paar Tagen merke ich Zwee jedoch zuverlässig mehrfach am Tag und vor allem auch schon viel kräftiger als zu Anfang, so dass ich schon wieder etwas beruhigter war.
Trotzdem war ich heute wieder ganz schön aufgeregt als R. und ich zur Vorsorgeuntersuchung gingen. Da heute erstmals nach dem Weihnachtsurlaub Schwangerensprechstunde war, mussten wir trotz Termin anderthalb Stunden warten. Da das Wartezimmer komplett belegt war, durften wir es uns im CTG-Zimmer gemütlich machen, so dass wir zumindest ungestört quatschen konnten. Die Waage lasse ich an dieser Stelle unerwähnt. Meine Gebärmutter ist bei 2 Finger-breit unter dem Nabel angekommen (welcher übrigens schon sehr schwanger aussieht und demnächst rausploppen wird).
Als wir endlich bei Frau Doktor waren durfte ich auch gleich auf die Liege zum Ultraschall. Leider konnte sie nicht so richtig gute Bilder bekommen, da - sie drückte es sehr freundlich aus - meine Bauchdecke wohl nicht sehr durchlässig ist. Aber das wichtigste ist, dass alles, was sie sehen und messen konnte, in bester Ordnung ist. Zwee scheint immer noch ein paar Tage größer als die offizielle 17+0 SSW zu sein, das Herzchen pochte und ich konnte sehen und spüren wie es zappelte. Allerdings hielt es seine Beinchen größtenteils ungünstig gekreuzt. In Verbindung mit dem "schlechten" US-Bild gab es daher nur ein "vermutliches" Outing:
Zwee ist wahrscheinlich-vielleicht ein Mädchen. Noch ein Mädchen. Wir freuen uns, genauso wie wir uns über einen Jungen gefreut hätten (oder werden, wenn die Feindiagnostik doch etwas anderes zeigt). Für mich ist Zwee damit - wie damals schon BM - viel greifbarer.
Donnerstag, 28. November 2013
Jaaaa, geb mich die Fünf!!
... ruft BM zur Zeit, wenn sie etwas begeistert - z.B. heute als sie auf dem abendlichen Heimweg aus dem Dorf die viele Weihnachtsbeleuchtungen entdeckte.
Und heute fühle ich mich auch genauso euphorisch. Nach vier langen Wochen Jammertal meinerseits - voller dauerhafter Übelkeit, regelmäßigem Würgen und Erbrechen und maßloser Erschöpfung, wurde ich heute schon ein großes Stück weit belohnt. R. und ich sahen heute zum ersten Mal gemeinsam unser Zwee. Erst wollte es sich durch die Bauchdecke nicht so recht zeigen, so dass ich doch noch mal auf den Stuhl musste. Und siehe da: Zwee war wach und machte seiner/ihrer zappeligen Schwester alle Ehre. Es sieht schon aus wie ein richtiger kleiner Mensch und strampelte mit den Beinchen, was das Zeug hielt. Das war soooo niedlich!
Heute war es der Größe nach sogar schon 2 Tage weiter als letzten gemessen, wir halten aber fürs erste am 12. Juni als ET fest. Zwee ist ganz vorbildliches Kind: puckerndes Herz, ein Gehirn, eine Wirbelsäule, Beinchen mit Füßen und Arme mit Händchen und ein Nasenbein; und die Nackenfalte war winzig klein und somit super.
Zu guter Letzt brachte ich es dann tatsächlich über mich, nach einem eingeschränkten Beschäftigungsverbot zu fragen und bekam es auch. Somit muss ich ab Montag nur noch 6 Stunden pro Tag arbeiten. Vielleicht bekomme ich dann auch endlich mal wieder etwas auf die Reihe anstatt nur (höchstens) zu warten bis BM schläft, um dann selbst sofort einzuschlafen.
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Halloween
Halloween war im Hause Isndingwa dieses Jahr ein ziemlich aufregender Tag. BM war ein wenig kränklich, so dass es sich gut traf, dass ich wegen des Reformationstag sowieso frei hatte und BM problemlos zu Hause behalten konnte. Sie hatte sich schon so sehr darauf gefreut, sich als grusiches Gespenst zu verkleiden, dass sie mit einer Dosis Nurofen intus, dann auch mitmachen durfte. Frische Luft kann ja auch nicht schaden.
Das süßeste Gespenst der Welt zog also mit ihrem Papa und einem Haufen weiterer Nachbarskinder um Süßes oder Saures zu fordern. Gleich zu Anfang kamen sie an unsere Haustür, wo ich in einem weißen Kleid und mit einem Laken über dem Kopf gleich einen schönen Kreischalarm bewirkte. Damit hatten die kleinen Geister nicht gerechnet. BM hat es sehr viel Spaß gemacht und war höchst zufrieden mit ihrer Ausbeute. Als R. und sie wieder im Haus waren blieb sie verkleidet und durfte den nachfolgenden Kindern Süßigkeiten austeilen, was sie wohl fast noch besser fand.
-----------------------------
Ich selbst habe das nicht live miterlebt, weil ich nämlich meinen ersten Frauenarzttermin mit Zwee hatte. Ursprünglich war der Termin mal als einfacher Vorsorgetermin organisiert worden. Wegen des positiven Tests hatte ich dann während des Urlaubs mal in der Praxis angerufen, um zu fragen.... eigentlich weiß ich gar nicht genau wieso, denn der Termin war ja völlig in Ordnung und früher hätte ich eh nicht hingekonnt. Jedenfalls scheine ich die Arzthelferin etwas verwirrt zu haben, was mir aber erst später klar wurde. Sie begrüßte mich und erklärte gleich, dass man ja wahrscheinlich noch nichts erkennen könne. Mmh, da ich ja schon knapp 3 Wochen zuvor positiv getestet hatte, fand ich schon, dass man was sehen müsste, aber an der Rezeption ließ ich es dabei bewenden.
Frau Doktor machte dann erstmal die normale Krebsvorsorge und ließ sich dabei erklären, wann ich denn nun meine letzte Regel gehabt hätte - denn die Arzthelferin hatte in meiner Akte den 21.09. vermerkt. Das war aber eher der vermutete Befruchtungszeitraum gewesen. Offenbar hatte sie mich am Telefon falsch verstanden.
Nun ja, Ultraschalldings angemacht und da war gleich dieses kleine Flackern zu sehen, dass ich schon BMs Ultraschallen kannte. Da war definitiv ein kleines Herzchen. Und Frau Doktor war höchst erstaunt: "Das ist doch schon richtig was! Von wegen 5. Woche!" - Ja, genau. Irgendwie hatte ich mich wohl wirklich zu undeutlich ausgedrückt.
Da wir mangels Periode den ET nicht ausrechnen können, verpasste Frau Doktor anhand der Maße den errechneten Termin: 12.06.2013, d.h. wir sind heute bei 8+0. Zwee ist schon im Pittiplatsch-Stadium und sah auf dem Bildschirm ziemlich genauso aus wie BM damals zur gleichen Zeit, auch wenn es leider nicht gelang, dies auf dem Foto richtig festzuhalten.
Es ist also amtlich: Zwee ist unterwegs.
Das süßeste Gespenst der Welt zog also mit ihrem Papa und einem Haufen weiterer Nachbarskinder um Süßes oder Saures zu fordern. Gleich zu Anfang kamen sie an unsere Haustür, wo ich in einem weißen Kleid und mit einem Laken über dem Kopf gleich einen schönen Kreischalarm bewirkte. Damit hatten die kleinen Geister nicht gerechnet. BM hat es sehr viel Spaß gemacht und war höchst zufrieden mit ihrer Ausbeute. Als R. und sie wieder im Haus waren blieb sie verkleidet und durfte den nachfolgenden Kindern Süßigkeiten austeilen, was sie wohl fast noch besser fand.
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Ich selbst habe das nicht live miterlebt, weil ich nämlich meinen ersten Frauenarzttermin mit Zwee hatte. Ursprünglich war der Termin mal als einfacher Vorsorgetermin organisiert worden. Wegen des positiven Tests hatte ich dann während des Urlaubs mal in der Praxis angerufen, um zu fragen.... eigentlich weiß ich gar nicht genau wieso, denn der Termin war ja völlig in Ordnung und früher hätte ich eh nicht hingekonnt. Jedenfalls scheine ich die Arzthelferin etwas verwirrt zu haben, was mir aber erst später klar wurde. Sie begrüßte mich und erklärte gleich, dass man ja wahrscheinlich noch nichts erkennen könne. Mmh, da ich ja schon knapp 3 Wochen zuvor positiv getestet hatte, fand ich schon, dass man was sehen müsste, aber an der Rezeption ließ ich es dabei bewenden.
Frau Doktor machte dann erstmal die normale Krebsvorsorge und ließ sich dabei erklären, wann ich denn nun meine letzte Regel gehabt hätte - denn die Arzthelferin hatte in meiner Akte den 21.09. vermerkt. Das war aber eher der vermutete Befruchtungszeitraum gewesen. Offenbar hatte sie mich am Telefon falsch verstanden.
Nun ja, Ultraschalldings angemacht und da war gleich dieses kleine Flackern zu sehen, dass ich schon BMs Ultraschallen kannte. Da war definitiv ein kleines Herzchen. Und Frau Doktor war höchst erstaunt: "Das ist doch schon richtig was! Von wegen 5. Woche!" - Ja, genau. Irgendwie hatte ich mich wohl wirklich zu undeutlich ausgedrückt.
Da wir mangels Periode den ET nicht ausrechnen können, verpasste Frau Doktor anhand der Maße den errechneten Termin: 12.06.2013, d.h. wir sind heute bei 8+0. Zwee ist schon im Pittiplatsch-Stadium und sah auf dem Bildschirm ziemlich genauso aus wie BM damals zur gleichen Zeit, auch wenn es leider nicht gelang, dies auf dem Foto richtig festzuhalten.
Es ist also amtlich: Zwee ist unterwegs.
Montag, 7. Oktober 2013
U7a
Achtung: Dies wird ein elterlicher Angeber-Post, denn heute waren wir bei der Kinderärztin für die U7a. BM ist drei Jahre und einen Monat alt.
Zuerst sollten wir Eltern einen Fragebogen ausfüllen. Bei dem Teil über die Sprachentwicklung konnten wir schmunzelnd jede Frage positiv beantworten. BM hat auch wirklich jedes der vorgegebenen Wörter schon benutzt. Über knappe Drei-Wortsätze würden wir uns manchmal freuen, stattdessen erzählt sie uns minutenlang echte Ereignisse und ausgedachte Geschichten. Ach ja, "und" benutzt sie natürlich auch, meistens als "ooond daaahannn....". Wir haben hier eine richtig kleine Quasselstrippe. Tatsächlich hatte BMs Erzieherin schon von anderthalb Jahren recht, als sie vermutete, dass Sprache mal so richtig ihr Ding werden würde, obwohl BM erst nach Erklimmung aller motorischen Herausforderungen mit gesprochenen Wörtern angefangen hatte.
Dann kam die Arzthelferin und "spielte ein paar Spiele" mit BM. Wie schon bei der U7 verblüffte BM uns an einer Stelle: Zu Hause weigert sie sich, einen Ball oder eine Sonne zu malen, so dass wir nicht glaubten, dass sie einen Kreis malen kann. Kann sie aber.
BM blätterte einzelne Seiten um, benannte Farben und Tiere, baute eine Brücke aus Lego-Steinen und spielte Fangeball mit der Arzthelferin. Den Sehtest mit Bildsilhouetten absolvierte sie ebenfalls mit Bravour, wobei sie bei dem Schlüssel nicht sicher war, ob es vielleicht doch eine Ampel sein könnte, und den etwas seltsam aussehenden Hund lieber mal allgemeiner als "ein Tier" bezeichnete.
Danach ging es zu Frau Doktor, die sich kurz ein Buch mit BM ansah und sich zwei Szenen beschreiben ließ. Obwohl BM deutlich weniger sagte als üblich, fand Frau Doktor das ganz toll, vor allem weil BM schon in schönen Sätzen spricht. Dann sollte BM noch dreimal hopsen (für drei Gummibärchen) und rennen, und dann gab es auch schon die mit großer Vorfreude erwarteten Gummibärchen.
Zuerst sollten wir Eltern einen Fragebogen ausfüllen. Bei dem Teil über die Sprachentwicklung konnten wir schmunzelnd jede Frage positiv beantworten. BM hat auch wirklich jedes der vorgegebenen Wörter schon benutzt. Über knappe Drei-Wortsätze würden wir uns manchmal freuen, stattdessen erzählt sie uns minutenlang echte Ereignisse und ausgedachte Geschichten. Ach ja, "und" benutzt sie natürlich auch, meistens als "ooond daaahannn....". Wir haben hier eine richtig kleine Quasselstrippe. Tatsächlich hatte BMs Erzieherin schon von anderthalb Jahren recht, als sie vermutete, dass Sprache mal so richtig ihr Ding werden würde, obwohl BM erst nach Erklimmung aller motorischen Herausforderungen mit gesprochenen Wörtern angefangen hatte.
Dann kam die Arzthelferin und "spielte ein paar Spiele" mit BM. Wie schon bei der U7 verblüffte BM uns an einer Stelle: Zu Hause weigert sie sich, einen Ball oder eine Sonne zu malen, so dass wir nicht glaubten, dass sie einen Kreis malen kann. Kann sie aber.
BM blätterte einzelne Seiten um, benannte Farben und Tiere, baute eine Brücke aus Lego-Steinen und spielte Fangeball mit der Arzthelferin. Den Sehtest mit Bildsilhouetten absolvierte sie ebenfalls mit Bravour, wobei sie bei dem Schlüssel nicht sicher war, ob es vielleicht doch eine Ampel sein könnte, und den etwas seltsam aussehenden Hund lieber mal allgemeiner als "ein Tier" bezeichnete.
Danach ging es zu Frau Doktor, die sich kurz ein Buch mit BM ansah und sich zwei Szenen beschreiben ließ. Obwohl BM deutlich weniger sagte als üblich, fand Frau Doktor das ganz toll, vor allem weil BM schon in schönen Sätzen spricht. Dann sollte BM noch dreimal hopsen (für drei Gummibärchen) und rennen, und dann gab es auch schon die mit großer Vorfreude erwarteten Gummibärchen.
Mittwoch, 21. November 2012
Mal wieder beim "Gocker"
Kurz vorm Mittag rief heute die Kita an: BM war beim Herumwuseln gestürzt und hatte sich selbst an einem Schranktürgriff ein Loch im Kopf verpasst.
Ich flog in Nullkommanix über die Autobahn zur Kita, um mein armes verletztes Mädchen einzusammeln. Sie war gerade eingeschlafen, da mittlerweile Mittagsschlafzeit war, so dass ich ein frisch gewecktes, müdes Kind in den Arm bekam. D. weckte BM und erzählte mir noch kurz, was passiert war. Offenbar hatte die Wunde sehr stark geblutet, was am Kopf ja auch normal ist. Sie hatte die Wunde bereits gereinigt und einen Druckverband angelegt. BM hatte natürlich erstmal gebrüllt, sich jedoch sehr schnell beruhigt und dann mit gutem Appetit Mittag gegessen. Nach dieser Info habe ich schon mal aufgeatmet: Wenn BM sich unwohl oder schlapp fühlt, mag sie nämlich nicht gern essen.
Wir fuhren dann in die nächste Rettungsstelle, da unsere Ärztin keine Sprechstunde hatte. Diesmal waren wir in einem anderen Krankenhaus, wo es zwar keine richtige Kinderstation gibt, aber für die Versorgung eines Lochs im Kopf war das wohl auch nicht nötig. Wir wurden ganz lieb aufgenommen (da wurde mir erstmal bewusst, dass die Schwestern im anderen Krankenhaus vergleichsweise ruppig gewesen waren), mussten dann aber noch eine ganze Weile in einem stickigen Wartezimmer warten. BM war ziemlich müde und kuschelte ganz viel, was mir dann irgendwie doch wieder Sorgen bereitete, obwohl das sicher nur am unterbrochenen Mittagsschlaf lag.
Beim Arzt angekommen, wurde BM von zwei Krankenschwestern ganz lieb versorgt. Sie weinte nur ganz kurz als das Pflaster vom Verband abgemacht wurde, weil das quer über ihre Wange geklebt war. Danach guckte sie artig (wie beim Haarewaschen) nach oben während die Schwestern die Wunde verklebten. Die Wunde sah glücklicherweise recht unscheinbar aus: nur etwa 1 cm lang, aber recht tief. Auf den verklebten Cut kam noch ein Pflaster und schon waren wir eigentlich fertig. Nur der Arzt brauchte dann noch zwei Anläufe, um den richtigen Brief für uns zu drucken.
BM war dann wirklich guter Dinge und wollte eine Gurke kaufen gehen. Also taten wir das. Auf dem Heimweg schlief fiel sie dann unweckbar in ihren verspäteten Mittagsschlaf just in dem Moment als wir in unsere Straße einbogen. Also legte ich sie auf die Couch und ließ sie ein Stündchen nickern, weil wir ja kürzlich auf die harte Tour gemerkt haben, was KEIN Mittagsschlaf für unseren Nachtschlaf bedeutet. Leider schlief sie so fest, dass sie zum ersten Mal sein Wochen einpullerte. Auf die Couch.
Na ja, aber zumindest war sie recht gut drauf, nachdem ich sie weckte und mit Kuchenvesper von der Müdigkeit ablenkte. Wir hatten einen richtig schönen gemütlichen Nachmittag ohne Toben, dafür mit viel Kuscheln. Mein süßes kleines Kamikaze-Mädchen wollte ganz viel "geicheln", aber "Nich Aua geicheln! Ich hak Aua Popf! Nich da anfassen!".
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PS: Das gab es heute als kleine Belohnung, weil BM wieder einmal so tapfer beim "Gocker" (Doktor) war.
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PPS: Noch eine kleine Niedlichkeit beim abendlichen Tag-Erzählen. BM wies mich mal wieder darauf hin, dass sie ja gar keine Uhr hat (Ich hak nich Uhr!). R. und ich haben vor, ihr eine Spielarmbanduhr zum Nikolaus zu schenken. Also dachte ich mir, dass ich sie ja mal ein bisschen vorbereiten könnte und erzählte ihr vom Nikolaus, dass man die Stiefel putzen müsse und dass dann der Nikolaus ein kleines Geschenk reinlegt und dass das dann vielleicht ja eine Uhr sein könne. BM hat offensichtlich noch keine Ahnung, wer dieser Nikolaus eigentlich ist. Jedenfalls stellte sie klar: "Wintergiekel sauber machen? Nich Uhr hein! Füße da hein! Mamaaa!"
Ich flog in Nullkommanix über die Autobahn zur Kita, um mein armes verletztes Mädchen einzusammeln. Sie war gerade eingeschlafen, da mittlerweile Mittagsschlafzeit war, so dass ich ein frisch gewecktes, müdes Kind in den Arm bekam. D. weckte BM und erzählte mir noch kurz, was passiert war. Offenbar hatte die Wunde sehr stark geblutet, was am Kopf ja auch normal ist. Sie hatte die Wunde bereits gereinigt und einen Druckverband angelegt. BM hatte natürlich erstmal gebrüllt, sich jedoch sehr schnell beruhigt und dann mit gutem Appetit Mittag gegessen. Nach dieser Info habe ich schon mal aufgeatmet: Wenn BM sich unwohl oder schlapp fühlt, mag sie nämlich nicht gern essen.
Wir fuhren dann in die nächste Rettungsstelle, da unsere Ärztin keine Sprechstunde hatte. Diesmal waren wir in einem anderen Krankenhaus, wo es zwar keine richtige Kinderstation gibt, aber für die Versorgung eines Lochs im Kopf war das wohl auch nicht nötig. Wir wurden ganz lieb aufgenommen (da wurde mir erstmal bewusst, dass die Schwestern im anderen Krankenhaus vergleichsweise ruppig gewesen waren), mussten dann aber noch eine ganze Weile in einem stickigen Wartezimmer warten. BM war ziemlich müde und kuschelte ganz viel, was mir dann irgendwie doch wieder Sorgen bereitete, obwohl das sicher nur am unterbrochenen Mittagsschlaf lag.
Beim Arzt angekommen, wurde BM von zwei Krankenschwestern ganz lieb versorgt. Sie weinte nur ganz kurz als das Pflaster vom Verband abgemacht wurde, weil das quer über ihre Wange geklebt war. Danach guckte sie artig (wie beim Haarewaschen) nach oben während die Schwestern die Wunde verklebten. Die Wunde sah glücklicherweise recht unscheinbar aus: nur etwa 1 cm lang, aber recht tief. Auf den verklebten Cut kam noch ein Pflaster und schon waren wir eigentlich fertig. Nur der Arzt brauchte dann noch zwei Anläufe, um den richtigen Brief für uns zu drucken.
BM war dann wirklich guter Dinge und wollte eine Gurke kaufen gehen. Also taten wir das. Auf dem Heimweg schlief fiel sie dann unweckbar in ihren verspäteten Mittagsschlaf just in dem Moment als wir in unsere Straße einbogen. Also legte ich sie auf die Couch und ließ sie ein Stündchen nickern, weil wir ja kürzlich auf die harte Tour gemerkt haben, was KEIN Mittagsschlaf für unseren Nachtschlaf bedeutet. Leider schlief sie so fest, dass sie zum ersten Mal sein Wochen einpullerte. Auf die Couch.
Na ja, aber zumindest war sie recht gut drauf, nachdem ich sie weckte und mit Kuchenvesper von der Müdigkeit ablenkte. Wir hatten einen richtig schönen gemütlichen Nachmittag ohne Toben, dafür mit viel Kuscheln. Mein süßes kleines Kamikaze-Mädchen wollte ganz viel "geicheln", aber "Nich Aua geicheln! Ich hak Aua Popf! Nich da anfassen!".
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PS: Das gab es heute als kleine Belohnung, weil BM wieder einmal so tapfer beim "Gocker" (Doktor) war.
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PPS: Noch eine kleine Niedlichkeit beim abendlichen Tag-Erzählen. BM wies mich mal wieder darauf hin, dass sie ja gar keine Uhr hat (Ich hak nich Uhr!). R. und ich haben vor, ihr eine Spielarmbanduhr zum Nikolaus zu schenken. Also dachte ich mir, dass ich sie ja mal ein bisschen vorbereiten könnte und erzählte ihr vom Nikolaus, dass man die Stiefel putzen müsse und dass dann der Nikolaus ein kleines Geschenk reinlegt und dass das dann vielleicht ja eine Uhr sein könne. BM hat offensichtlich noch keine Ahnung, wer dieser Nikolaus eigentlich ist. Jedenfalls stellte sie klar: "Wintergiekel sauber machen? Nich Uhr hein! Füße da hein! Mamaaa!"
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Home sweet home
Nach ein wenig sanftem Druck auf die Ärztin, gab diese nach und verzichtete darauf BM für 24 Stunden nach Abnahme des Tropfs einzubehalten. Tatsächlich zog sie das Abbasteln des Tropfs sowie die Blutuntersuchung vor. Das Ergebnis war zumindest so gut, dass sie uns durch die Blume sagte, dass BMs vorzeitige Heimkehr in Ordnung wäre, auch wenn sie offiziell trotzdem "Entlassung auf Wunsch der Eltern" dokumentierte.
Nun sind wir heilfroh nach diesen komplett unwirklichen letzten 24 Stunden wieder zu Hause zu sein. BM ist natürlich noch nicht wieder gesund, aber auch nicht mehr kränker als bei anderen Infekten. Ich bin sicher, dass sie sich in ihrem Zuhause sehr viel besser erholen wird als im Krankenhaus, wo es Tag und Nacht zu geht wie in einem Taubenschlag und sie durch den Tropf quasi ans Bett gefesselt war.
Sie hat recht gut zu Abend gegessen und liegt jetzt eingekuschelt in frische Decken in ihrem eigenen Bettchen. So soll es sein!!
Nun sind wir heilfroh nach diesen komplett unwirklichen letzten 24 Stunden wieder zu Hause zu sein. BM ist natürlich noch nicht wieder gesund, aber auch nicht mehr kränker als bei anderen Infekten. Ich bin sicher, dass sie sich in ihrem Zuhause sehr viel besser erholen wird als im Krankenhaus, wo es Tag und Nacht zu geht wie in einem Taubenschlag und sie durch den Tropf quasi ans Bett gefesselt war.
Sie hat recht gut zu Abend gegessen und liegt jetzt eingekuschelt in frische Decken in ihrem eigenen Bettchen. So soll es sein!!
Insasse
Gestern Nachmittag rief die Kita an, weil BM sich mehrfach erbrochen hatte. R. eilte sofort zur Kita, wo BM völlig untypisch und ganz offensichtlich krank auf einer Matratze lag. Zu Hause angekommen, konnte BM nichts bei sich behalten, nicht einmal schluckweise Wasser. Als ich nach Hause kam hing sie ganz blass und klein auf R.s Arm. Wir gaben ihr dann ein Vomacur-Zäpfchen, dass leider überhaupt nicht half. BM schlief zwar erschöpft ein, wachte aber immer wieder auf, weil sie brechen musste. Gleichzeitig hatte sie großen Durst und bettelte regelrecht um Wasser. Doch auch die kleinen Schlucke, die wir ihr testweise gestatteten, kamen postwendend wieder heraus. Einige Stunden später gaben wir noch ein Zäpfchen, ohne die erhoffte Wirkung.
Weil BM mittlerweile so blass und schlapp war, fuhren wir ins Krankenhaus. Dort ließ sie wieder einmal total tapfer eine Blutabnahme über sich ergehen, die leider zum Ergebnis hatte, dass wir da bleiben mussten, damit BM eine Infusion erhalten konnte.
So campierten BM und ich auf dem Begleitelternbett, während das Kinderbett leer blieb. Wir mussten unbedingt ganz dicht aneinander gekuschelt sein. Trotz schnarchender Mit-Begleitmama im Doppelzimmer schliefen wir immer wieder ein. Leider gab der Tropf-Monitor mehrfach lautstark Alarm, so dass ich regelmäßig wieder hochschreckte und nach der Schwester klingeln musste. Letztendlich war ich froh als die Nacht rum war.
Heute gefiel uns BM schon deutlich besser. Sie erzählt wieder, hatte schon ein bisschen Appetit, wuselte auch ein wenig herum und ärgerte sich, weil sie sich wegen der Infusion nicht weit vom Bett wegbewegen kann. Dennoch ist sie am liebsten auf dem Arm und offensichtlich noch ziemlich geschwächt. Wir hoffen sehr, dass wir sie heute Nachmittag mit nach Hause nehmen dürfen. Da fühlen wir uns alle wohler, BM hat ihr eigenes Spielzeug und wir können mit dem Kinderwagen draußen spazieren gehen.
R. hat ihr darum auch schon beigebracht, was zu tun ist, wenn der Herr Doktor kommt: Nucki raus aus dem Mund und so lächeln wie der Smiley auf dem Mülleimer, was bei BM ein zuckersüßes, übertriebenes Grinsen mit zusammengekniffenen Äuglein ist.
Jetzt schläft sie, platt wie eine Briefmarke. Hoffentlich trinkt sie danach schön, damit wir nach Hause dürfen.

Weil BM mittlerweile so blass und schlapp war, fuhren wir ins Krankenhaus. Dort ließ sie wieder einmal total tapfer eine Blutabnahme über sich ergehen, die leider zum Ergebnis hatte, dass wir da bleiben mussten, damit BM eine Infusion erhalten konnte.
So campierten BM und ich auf dem Begleitelternbett, während das Kinderbett leer blieb. Wir mussten unbedingt ganz dicht aneinander gekuschelt sein. Trotz schnarchender Mit-Begleitmama im Doppelzimmer schliefen wir immer wieder ein. Leider gab der Tropf-Monitor mehrfach lautstark Alarm, so dass ich regelmäßig wieder hochschreckte und nach der Schwester klingeln musste. Letztendlich war ich froh als die Nacht rum war.
Heute gefiel uns BM schon deutlich besser. Sie erzählt wieder, hatte schon ein bisschen Appetit, wuselte auch ein wenig herum und ärgerte sich, weil sie sich wegen der Infusion nicht weit vom Bett wegbewegen kann. Dennoch ist sie am liebsten auf dem Arm und offensichtlich noch ziemlich geschwächt. Wir hoffen sehr, dass wir sie heute Nachmittag mit nach Hause nehmen dürfen. Da fühlen wir uns alle wohler, BM hat ihr eigenes Spielzeug und wir können mit dem Kinderwagen draußen spazieren gehen.
R. hat ihr darum auch schon beigebracht, was zu tun ist, wenn der Herr Doktor kommt: Nucki raus aus dem Mund und so lächeln wie der Smiley auf dem Mülleimer, was bei BM ein zuckersüßes, übertriebenes Grinsen mit zusammengekniffenen Äuglein ist.
Jetzt schläft sie, platt wie eine Briefmarke. Hoffentlich trinkt sie danach schön, damit wir nach Hause dürfen.
Dienstag, 31. Juli 2012
U7
Als BM genau 1 Jahr, 10 Monate und 24 Tage alt war gingen wir mit ihr zur U7. Ich hatte ihr schon am Vorabend und am Morgen erzählt, dass wir wieder zu Frau Doktor gehen würden. BM reagierte freudig und meinte, dass es dann auch wieder "Pieks. Aua, da!" *auf die süße kleine Armbeuge zeig* und dann "Aua geck!", d.h. ein tolles Pflaster zum Verstecken des Auas geben würde. BM wollte mir gar nicht glauben, dass es diesmal kein Aua geben würde.
Als wir in der Praxis ankamen warteten schon ein "großes" Mädchen nebst Mama und Babybruder im Wartezimmer. Die beiden Mädels beäugten sich neugierig und spielten Verstecken und Erschrecken mit R. Zwischendurch verlangte BM immer wieder, endlich ins Arztzimmer zum Aua gehen zu dürfen.
Aber zuerst kam die Sprechstundenhilfe und gab BM ein Blatt Papier, welches von ihr auch gleich energisch vollgekritzelt wurde. Auch der kleine Tisch bekam einiges davon ab. Ups. Danach sollte sie einen Turm bauen - und haute R. und mich direkt vom Hocker, indem sie tatsächlich einen ziemlich hohen Turm baute und danach ordentlich Stein für Stein wieder abbaute. Wir hatten bislang immer den Eindruck, dass Bausteine nicht so ihr Ding sind. Ich kann mich kaum erinnern, dass sie schon jemals mehr als zwei Bausteine gestapelt hätte. Eigentlich will sie immer nur anderer Leute Türme umschmeißen!!
Zwischenzeitlich sollten wir auch noch auf einer A4-Liste Wörter ankreuzen, die BM schon sprechen kann. Da kam tatsächlich schon ziemlich viel zusammen, auch wenn oft nur wir Eltern oder auch nur ich alleine sie verstehen. Hinzu kommen noch viele Wörte, die nicht auf der Liste standen. Und ja, irgendwann kommt auch mal wieder ein Blogeintrag zu BMs aktuellem Wortschatz.
Dann wurde BM vermessen und brachte es auf knapp 83 cm von Kopf bis Fuß und 11,1 kg auf der Waage. Das erklärt auch, dass ich in den letzten zwei Wochen urplötzlich fast alle Klamöttchen in Größe 80 in die Kiste packen musste und BM nunmehr 86/92 trägt.
Nachdem das große Mädchen seine Impfung bekommen hatte, durfte dann auch BM endlich zu Frau Doktor. Die missinterpretierte erstmal BM's lautstarke Forderung nach einem Aua und versicherte in ihrer leicht nervigen heiti-teiti-Stimme, dass es heute ganz bestimmt kein Aua geben würde. Na gut, dann wollte BM wenigstens ein "Ummidi" (Gummitier), wurde aber noch vertröstet.
Frau Doktor holte dann erstmal so ein Steckspiel hervor, wo verschiedene Formen in zugehörige Löcher gesteckt werden müssen. Hierbei trog unser bisheriges Gefühl nicht: Das ist ganz klar nicht BMs Lieblingsspiel. Frau Doktor ist jedoch zum Glück nicht von der überbewertenden Sorte, sondern meinte nur, dass wir das ruhig mal ein bisschen mehr mit ihr üben könnten, weil damit Feinmotorik und Konzentration geübt werden.
Danach schauten BM und Frau Doktor sich ein Buch an, in dem BM verschiedene Tiere benennen bzw. zeigen sollte, was sie auch ganz toll und bereitwillig gemacht hat. Ich hatte ja befürchtet, dass BM schüchtern sein würde, zumal wir Frau Doktor ja zuletzt beim Blutabnehmen gesehen hatten, aber davon gab es keine Spur. Frau Doktor hat das auch wirklich ganz unkompliziert und spielerisch gemacht.
Zu guter Letzt hat sie dann noch BM beim Laufen beobachtet und dann gab es das Prädikat:
Weil R. und ich beide kurzsichtig sind und BM immer noch manchmal leicht schielt bekamen wir noch eine Überweisung zum Augenarzt. Außerdem wird sie immer mal wieder in BMs rechtes Ohr schauen, denn anscheinend ist doch noch ein Überbleibsel (vielleicht auch nur etwas Schorf) vom Haarreifenunfall am Gehörgang zu erkennen.
Schlussendlich sprachen wir nochmal das Nichtschlafdings an. Frau Doktor konnte uns jedoch auch keinen guten Rat geben, meinte nur, dass wir da wohl einfach durchmüssten und dass.... äh.... BM ja doch ein eher quirliges Kind sei. Eben dieses quirlige Kind hing während dessen zwischen R. und mir an unseren Armen und kletterte an mir und dem Stuhl hoch bis es fast auf meinen Schultern saß. Tja, point taken.
Samstag, 21. Juli 2012
Indianermädchen
Ein Indianer kennt keinen Schmerz - dachte sich unser tapferes kleines Mädchen wohl heute morgen, als wir bei Frau Doktor waren. Es musste Blut abgenommen werden, um zu testen, ob die fiese Zecke noch fiesere Borrelien hinterlassen hat, die das Antibiotikum evtl. nicht vernichtet hat.
Auf dem Weg erklärten wir BM schon, dass es bei Frau Doktor heute einen Pieks mit etwas Aua und ein Pflaster und ein Belohnungsgummibärchen geben würde. Sie war recht entspannt, gruselte sich nur immernoch vor der großen Biene im Wartezimmer und wollte viel lieber gleich ins Arztzimmer.
Dort angekommen, nahm ich sie auf den Schoß, Frau Doktor legte eine klitzekleine Blutdruckmanschette an und suchte unter dem Babyspeck in der Armbeuge nach einer brauchbaren Vene. Dann ging es auch schon los. Beim pieksen jammerte BM einmal ganz kurz auf, dann saß sie ganz still und schaute zu wie DREI Röhrchen mit ihrem Blut gefüllt wurden, während wir Eltern, Frau Doktor und die Arzthelferin auf sie einredeten. Dann gab es das versprochene Pflaster und einige Gummibärchen, und schon war es vorbei. R. und ich waren unglaublich erleichtert und stolz auf unser Mädchen. Beim HNO-Arzt hatte BM sich immer ziemlich gewehrt, so dass wir Schlimmeres erwartet hätten.
Heute mussten wir nun immer wieder den Ärmel des T-Shirts hochkrempeln, damit BM ihr Pflaster angucken und zum Pusten hinhalten konnte ("Mama geck aua!"). Es sah so niedlich aus wie sie vor und nach dem Mittagsschlaf im kurzärmeligen Schlafanzug immer wieder kurz innehielt, wenn ihr Blick das Pflaster streifte. Dann schaute sie kurz ganz genau hin, ließ ggf. kurz pusten oder pustete selber und spielte dann einfach weiter.
Nachdem das Pflaster sich schon zweimal gelöst hatte, aber unter Androhung von Böcken unbedingt wieder drauf geklebt werden musste, habe ich ihr dann verklickert, dass wir das Aua in der Badewanne endgültig wegwaschen.
Damit hatte sich das Thema für BM erledigt.... und wir schlucken jedesmal, wenn wir den kleinen blauen Fleck an BMs Ärmchen sehen. Vor allem hoffen wir nun, dass der Befund in Ordnung ist, so dass wir den fiesen Zeckenbiss endlich vergessen können.
Dienstag, 15. Mai 2012
Entwarnung
Gestern war ich mit BM noch einmal zur Kontrolle bei der HNO-Ärztin, um Sicherzustellen, dass BMs Haarreifenunfall keine Schäden am Trommelfell verursacht hatten. BM war im Wartezimmer wieder eine Stunde lang ganz artig und unterhielt die wartenden Patienten mit ihrer Niedlichkeit. Bei der Untersuchung war sie auch wieder ganz tapfer, wehrte sich nur ein klitzekleines Bisschen und kicherte etwas gekünstelt, weil ich ihr wieder eingeredet hatte, dass es ja nur kitzelt, wenn Frau Doktor ins Ohr schaut. Und dann gab es die ersehnte Entwarnung: Das Trommelfell sah kerngesund und unverletzt aus. Nur am Gehörgang ist noch ein bisschen Schorf. BM darf nun also wieder unbeschwert in der Badewanne und bei gutem Wetter unter dem Wassersprenger planschen.
Dafür hatte ich gestern morgen eine Begegnung der ekligsten Art. Also eigentlich BM, aber die weiß zum Glück nichts davon. Nach dem letzten Waldbesuch kam BM mit einem vermeintlichen Stich auf dem Scheitel nach Hause. Am Sonntag war da ein kleiner schwarzer Punkt, und wir dachten, BM hätte sich dort gekratzt.
Gestern morgen - ich war alleine mit BM - entdeckte ich einen nunmehr recht großen schwarzen Gnubbel. Unter plötzlichem nervösem Zittern und Schweißausbruch wurde mir bewusst, dass dies offenbar eine Zecke war. Igitt igitt igitt!! Ich lief ein wenig aufgeregt umher bis mir einfiel, dass ich letztes Jahr schon vorsorglich eine Zeckenzange gekauft hatte. Ich fand sie auch gleich, nahm BM auf den Schoß und behauptete, dass ich ihr eine Haarspange ins Haar basteln wolle und setzte mit zittrigen Händen die Zange an. Kaum berührte ich das Biest, ließ es auch schon von BM ab und versuchte vollgefressen, wie es war, gemächlich davon zu krabbeln. Ganz offensichtlich war es sowieso satt und fertig mit BM. Nun ja, wenigstens muss ich keine Angst haben, dass beim Entfernen der Kopf stecken geblieben ist oder so. Ich entsorgte das Ungeheuer in der Toilette.
Ich nutzte gleich die Chance und holte mir diesbezüglich Rat bei der HNO-Ärztin ein, die sagte, dass wir nur dann zum Arzt gehen müssen, wenn sich die Stelle entzünden sollte oder BM in den nächsten zwei Wochen Fieber bekäme. Also auch hier vorläufige Entwarnung.
Puh!! Jetzt weiß ich also auch wie so ein Zeckenbiest aussieht!!
Sonntag, 29. April 2012
Von perfekten Sonnentagen.... und unserem ersten Rettungsstellenbesuch
Das langersehnte lange Wochenende ist endlich da und während R. gestern mit seinen fleißigen Helfern A. aus B. und Ex-Nachbar J. das Fundament für unseren Schuppen vorbereitete machten BM und ich uns einen richtig schönen Tag.
Gestern Vormittag feierten wir den Geburtstag meines lieben Onkel L. mit einem Brunch. Schon am Vormittag wurde es richtig heiß, so dass es nicht lange dauerte bis die sechs Orgelpfeifen (alles Zopfliesen zwischen knapp 10 Jahren und 20 Monaten) sich vom großen Cousin L. mit dem Gartenschlauch jagen und jauchzend nassspritzen ließen. Auch BM ließ sich nicht lumpen, sondern lief immer wieder zu ihm hin, ließ sich die Beinchen bespritzen und rannte laut kreischend davon. Danach spielte sie quietschvergnügt mit den großen Mädchen. Vor allen unser erstes Familienbaby die Größte bespaßte sie sehr ausdauernd und lieb mit all ihrer Erfahrung als große Schwester. Danach rannte BM mit ihren kurzen Beinchen ewig lange hinter ihrer großen Cousine her, stibizte gemeinsam mit ihr Erdbeeren, bekleckerte sich von oben bis unten mit Obstsaft und quietschte dann wieder als bei der nächsten Runde Wasserspaß alles wieder abgewaschen wurde.
Lange nach ihrer eigentlichen Mittagsschlafzeit stiegen wir ins Auto, um nach Hause zu fahren, und BM schlief schon nach kaum zwei Minuten ein, wobei ihr wegen der Hitze eine kleine Schweißperle die Stirn hinunterrann. Schlafen im Auto ist schon recht ungewöhnlich für BM, aber dann erstaunte sie mich so richtig, indem sie sich tatsächlich zum allerersten Mal schlafend aus dem Auto heben und ins Bett tragen ließ. Total ungläubig deckte ich mein nur mit Windel und T-Shirt bekleidetes schmuddelig-klebriges Kind mit einem Kissenbezug zu, und ohne sich einmal zu rühren schlief BM zwei Stunden lang.
Auch am Nachmittag hatten wir viel Spaß. BM fuhr wie der Wind und als hätte sie nie etwas anderes getan mit ihrem neuen Laufrad. Nach einigem Toben auf dem Spielplatz, zu dem sie mittlerweile übrigens ganz alleine hinfindet, und einem ausgiebigen Bad stand eigentlich nur noch das Einschlaftheater aus.
Doch bevor es dazu kommen konnte, hatte BM ihren ersten ernsthafteren Unfall. Beim Gerangel um die Zahnbürste hielt sie gleichzeitig ihren Haarreifen in der Hand und stach sich mit der Spitze in das rechte Ohr. Gebrüll! Ich befürchtete erst, dass sie sich ins Auge gepiekst hätte und war ganz froh als sie "nur" auf das Ohr deutete. Nach einigem herzzerreißenden Geschluchze beruhigte sich BM allerdings recht schnell, nur um mir einen Riesenschock zu versetzen als auf dem Wickeltisch plötzlich Blut aus dem Öhrchen floss. Also wirklich floss.
Kurz entschlossen und ziemlich flatterig beschlossen wir, sofort mit ihr in die örtliche Rettungsstelle zu fahren. Unterwegs spielte BM eigentlich recht fröhlich und konnte offenbar mit dem blutigen Ohr auch hören, so dass wir schon etwas ruhiger wurden, obwohl es wirklich viel Blut war. Wir mussten zum Glück auch nur 20 Minuten warten, die BM spielend und fast ein wenig tobend verbrachte. Der HNO-Arzt untersuchte BM, die erst auf meinem, dann auf R.'s Schoß saß und die Untersuchung natürlich gar nicht gut fand. Der Arzt gab uns dann einigermaßen Entwarnung. Er konnte es nicht genau erkennen, vermutete aber, dass nur der Gehörgang angeritzt wurde. Im schlimmsten Fall könnte das Trommelfell ein ganz kleines Loch haben, dass aber wahrscheinlich von alleine zuwachsen würde. Dennoch darf nun erstmal kein Wasser in BMs Ohr gelangen bis wir hoffentlich morgen oder spätestens am Mittwoch noch einmal zu einem HNO-Arzt kommen, um sie noch einmal untersuchen zu lassen.
Heute früh fuhr Familie Isndingwa dann (über Irrwege) nach Werder zum Baumblütenfest. Wir trafen uns dort mit A. mit A. sowie J. mit H. und Krümel aus der alten Schwangerschafts-meinVZ-Gruppe. Unglaublich, was für große Kinder aus unseren Babys schon geworden sind! Es war schön, euch wieder zu sehen, große und kleine Mädels!! Danach fuhren wir noch in den Wald zu R.s Eltern, wo BM ohne Unterlass umher rannte, spielte, tobte und wuselte. Zum ersten Mal ohne Mittagsschlaf!! Der Hitze und Toberei angemessen klebrig und schmuddelig schlief BM dann wie am Tag zuvor auf dem Heimweg im Auto ein. Ich hob sie aus dem Auto, sie fragte einmal nach ihrem Papa und als ich bestätigte, dass Papa auch da sei, schlief sie wie ein Baby in meinen Armen wieder ein.
Der Knaller jedoch ist, dass ich sie nicht nur ins Bett legte, sondern sogar wickelte und in Schlafanzug und Schlafsack verpackte, ohne dass sie aufwachte!! Wie ein Neugeborenes!! Also nicht wie BM als Neugeborenes, denn das gab es bei ihr nie, sondern eher so wie andere Neugeborene, von denen man so hört. Sie wachte nach einer halben Stunde zwar nochmal auf, schlief dann aber nach einer Flasche Milch und etwas schläfrigem Herumgewusel wieder ein.
Nun sind wir mal gespannt, ob aus dem frühen Schlafengehen (17:30 Uhr) ein ebenso früher Morgen wird. Früh um 4 Uhr oder so.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Keine Windpocken
Wir haben das Babymädchen ja immer regelmäßig entsprechend der Empfehlungen impfen lassen. Umso erstaunter war ich, als ich gestern Nachmittag mein Kind aus dem Sandkasten in der Kita pflückte und von der Erzieherin erzählt bekam, dass sie vermutet, das Babymädchen hätte Windpocken, weil es so verdächtige Pünktchen an den Beinen habe.
Mmh, nun ja, es soll ja in seltenen Fällen möglich sein, dass trotz Impfung die Krankheit "leicht" ausbricht. Jedenfalls sollte ich das beim Arzt abklären und ggf. eine Bescheinigung mitbringen. Mit Windpocken darf ein Kind sogar in die Kita, solange es kein Fieber hat. Allerdings müssen dann das Gesundheitsamt und die anderen Eltern informiert werden.
Zu Hause angekommen schaute ich mir die Pünktchen erstmal an. Ehrlich gesagt sahen die meisten genauso aus wie wie die Pünktchen, die das Babymädchen immer mal wieder hat und m.E. wahrscheinlich auf irgendein neues Essen o.ä. zurückzuführen sind. Zwei Punkte sahen allerdings tatsächlich ein bisschen wie Windpocken aus, wobei ich sie allerdings ohne den Hinweis der Erzieherin für Mückenstiche gehalten hätte.
Leider hatte die Kinderärztin gestern Nachmittag schon zu, und heute morgen durften wir dann erst um 9:30 Uhr kommen. Sie warf einen kurzen Blick auf die Pünktchen und bestätigte meine "Diagnose", dass es sich um Insektenstiche bzw. um Reaktionen auf irgendwas handele. Alles klar.
Weil nun schon mal da waren, zogen wir den für morgen geplanten Impftermin vor. Das Babymädchen war ganz doll tapfer und hat bei den beiden Spritzen nur jeweils ganz kurz, dafür aber dicke Kullertränchen geweint. BTW: Ich habe mich diese Woche gegen Grippe impfen lassen und musste dabei fast weinen, nicht weil ich es so fürchterlich fand, sondern weil ich wusste, dass das Babymädchen auch bald wieder gepiekst werden würde. Zum Glück war es danach aber gleich wieder ganz fröhlich und guter Dinge.
Dienstag, 12. Juli 2011
U6
Heute morgen waren wir mit dem Babymädchen bei der Kinderärztin zur U6. Nach einem verspäteten und eingekürzten Vormittagsschläfchen war das Babymädchen noch ein wenig matschig als wir zu unserem Termin ankamen. Es spielte dann zwar schön mit R. im Wartezimmer, war aber schüchterner als gewöhnlich als wir dann zur Ärztin kamen.
Trotzdem ließ es sich ganz lieb, wenn auch etwas argwöhnisch von der Ärztin abhorchen (der aktuelle Schnupfen mit Husten ist wie erwartet wirklich nur ein kleiner Infekt). Dann stand es aber schnell auf und klammerte sich an meinem Hals fest. Die Ärztin war wie gewohnt sehr einfühlsam und untersuchte es also weitestgehend im Stehen. Am schlimmsten fand das Babymädchen dann wahrscheinlich noch das Holzstäbchen, dass in sein Mündchen gezwängt wurde, um den Hals anzusehen.
Dass das Babymädchen gut stehen und sitzen kann, hatte die Ärztin dann ja schon gesehen. Auch die Augenuntersuchung ging offenbar ohne Befund ab, denn sie sagte nicht noch einmal wie bei der U5 etwas über das Schielen (welches in den vergangenen Monaten tatsächlich viel besser geworden ist).
Wir wurden dann noch gefragt, ob das Babymädchen den Zangengriff beherrscht (ja) und in die Hände klatscht. Das tut es zwar noch nicht, da es aber die Hände zusammenbringt war das wohl in Ordnung. Außerdem fragte die Ärztin, ob das Babymädchen schon Mama und Papa sagt bzw. Silbenwiederholungen. Das können wir zwar erst seit wenigen Tagen beantworten, aber: Ja. (Vor allem wenn es etwas zu meckern hat, geht es jetzt in einer Tour "jajajaja", "wawawawa" etc.)
Alles in allem haben wir also ein kerngesundes, absolut zeitgerecht entwickeltes Babymädchen. Klar, dass wussten wir auch so, aber die Bestätigung von "offzieller Seite" war trotzdem noch mal schön zu hören.
So, und hier noch die Daten von unserem Flohchen. Wie es aussieht wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis das Babymädchen in den großen Autositz umziehen und vorwärts mitfahren kann.
Größe: 70,5 cm
Gewicht: 7.960 g
Kopfumfang: 44 cm
Zum Abschluss gab es dann die Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen - zum ersten Mal in das kleine Speckärmchen und nicht mehr ins Schenkelchen. Ich hielt das Babymädchen auf dem Schoß. Es schaute neugierig hin als das Ärmchen desinfiziert wurde. Die Ärztin hat dann ganz schnell die Spritze gegeben. Das tapfere kleine Babymädchen weinte nur ganz kurz und beruhigte sich schon nach wenigen Sekunden wieder. Diesmal würde sich - wenn überhaupt - erst nach sieben bis zehn Tagen eine Reaktion wie z.B. Fieber zeigen, weil mit einem Lebendimpfstoff geimpft wurde. Dann sind wir ja schon im Urlaub an der Ostsee.... Hoffentlich bleibt das Babymädchen davon verschont!
Freitag, 11. März 2011
U5 und so
Gestern waren wir mit dem Babymädchen bei der U5. Wir waren alle drei mehr oder weniger erkältet, R. sogar mit Fieber, so dass wir uns in dem Warteraum der Kinderärztin unter den hustenden Kindern nicht fehl am Platz fühlen mussten. Zum Glück hatten wir ja einen Termin und mussten somit nicht allzu lange warten.
Wir beantworteten dann erstmal die üblichen Fragen wie die nach der Ernährung. Tja, so einfach ist das ja nicht zu sagen. Wir füttern nun also seit 5 Wochen Brei, es landet aber ja immer noch nicht viel im Bäuchlein, so dass ich unser aktuelles Stadium schon noch als "voll stillen" bezeichnen würde.
Dann ging es erstmal - unter lautem Geschrei - auf die Waage. Wir waren uns ziemlich sicher, dass das Babymädchen die 7-Kilogramm-Marke geknackt hat. Jedoch lagen wir - wie schon bei der U4 - ziemlich daneben. Tatsächlich wiegt das Babymädchen jetzt erst 6.790 g bei einer Körperlänge von 66 cm und einem Kopfumfang von 41,3 cm. Damit liegt es überall knapp unter dem Durchschnitt, d.h. alles ist schön in Ordnung!!
Dann horchte die Ärztin das schnupfende Baby erst einmal ab. Die Bronchien sind frei, das gelegentliche Husten kommt vom eingeatmeten Schlodder. Also soweit auch kein Problem, zumal das Babymädchen ja auch kein Fieber hat. Das Anschauen der Ohren fand das Babymädchen dann wieder nicht so toll, aber auch da zeigten sich keine Auffälligkeiten.
Anschließend schaute die Ärztin das Babymädchen genauestens an, wobei sie anmerkte, dass das linke Auge wohl immer mal wieder in eine Schielstellung rutschte. Uns war das noch nicht besonders aufgefallen, zumal ja alle Babys dann und wann mal schielen. Es ist wohl auch nicht weiter schlimm und legt sich bei den meisten Kindern innerhalb des ersten Lebensjahres von alleine. Wir haben jedoch den Auftrag erhalten, dies bis zur U7 zu beobachten. Ggf. gibt es dann eine Überweisung zum Augenarzt. Da R. und ich ja beide kurzsichtig sind, hatten wir sowieso vor, Babymädchens Äuglein frühzeitig und regelmäßig untersuchen zu lassen. Sie scheint aber gut zu sehen, erkennt uns und begehrte Dinge auch aus der Ferne, so dass sie bislang wohl noch keine Sehschwäche zu haben scheint. Aber wie gesagt: Wir beobachten das mal.
Dann ging es ans Turnen. Frau Doktor zog das Babymädchen an den Händen zum Sitzen, was dieses noch mit Stauneblick verfolgte. Dann wollte Frau Doktor dem Babymädchen beim Umdrehen helfen, worauf dieses natürlich gleich selber weitermachte, sich auf die Beinchen hockte, sich hinsetzte, sich hinkniete und die Wand abtastete. Alles klar. Motorisch gesehen haben wir also einen kleinen Frühentwickler. Ansonsten alles zeitgerecht entwickelt.
Auch wenn wir unser Baby ja täglich dabei beobachten können, wie es sich putzmunter, mit Energie und Spaß durch den Tag tollt, so ist es trotzdem schön, auch noch einmal von ärztlicher Sicht bestätigt zu bekommen, dass unser Baby kerngesund und gut entwickelt ist.
.....
Und weil ich die letzten Tage nicht viel Zeit zum Bloggen hatte, hier noch ein kleiner Newsflash:
- Das Babymädchen hat einen Kitaplatz! Zwar nicht in unserer Wunschkita und etwas zu weit entfernt zum Laufen, aber immerhin steht meinem Wiedereinstieg ins Berufsleben ab September nichts mehr entgegen. Sofern das Jugendamt nun mal langsam den Kita-Gutschein rüberwachsen lässt.... Der Bereich für die ganz Kleinen gefällt uns sehr gut und die Kita-Leitung machte einen netten und kompetenten Eindruck. Ich denke, da können wir unser Babymädchen beruhigt hinbringen.... auch wenn es nur höchstens 1 Jahr dahin gehen wird :-)
- Anfang der Woche verpackte ich Babymädchens Klamöttchen in Größe 62, die Spielebögen und den Betthimmel, damit diese auf dem elterlichen Dachboden Winterschlaf halten können. Gegen Abend packten wir dann noch kurzentschlossen den Babywipper dazu, den das Babymädchen ja nie besonders gut leiden konnte.
Dafür baute R. dann flugs Babymädchens neuen Hochstuhl auf, den ja schon der Weihnachtsmann gebracht hatte. Gestern und heute durfte das Babymädchen zum Mittagessen, d.h. Breiessen darin sitzen, welches auch gleich um einiges entspannter als auf meinem Schoß ablief.
Heute aß das Babymädchen sogar den ganzen Möhrchen-Kartoffel-Brei auf.... den ich für sie aufgewärmt hatte - also etwa ein 60g. Ein Rekord! Vielleicht hätte sie den Schnabel sogar noch ein paar Mal mehr aufgemacht, wenn noch etwas dagewesen wäre. Yeah!!
Außerdem wollen wir das Babymädchen nun an unseren gemeinsamen Mahlzeiten teilhaben lassen. Während wir frühstückten bekam es ein gedünstetes Apfelstückchen, welches sie ein paarmal zaghaft anschleckte und dabei das Gesichtchen verzog als wäre der Apfel in Essig getunkt worden. Dann flog das Stückchen auf den Boden. Und auch die nächsten zwei. Babymädchen fing dann an zu nörgeln, so dass wir es noch kurz mit einem Spielzeug beruhigten während wir schnell frühstückten - denn das war zuvor wegen zu viel Niedlichkeit zu kurz gekommen. :-)
Zum Abendessen bekam das Babymädchen dann ein Stückchen Banane, das ebenfalls nur vorsichtig angeschleckt wurde, wobei der Geschmack diesmal okay zu sein schien. Zwei Stückchen wurden nacheinander vom Tisch geklaubt (gar nicht so leicht mit den glibbschigen Dingern), angeschleckt und weggeworfen.
Der Plan ist allerdings immernoch, das Babymädchen hauptsächlich mit Brei zu ernähren und "Baby led weaning" nur als Ergänzung zu machen. Weil das mit dem Mittagsbrei wohl noch dauert, die Nächte aber immer härter (mit stündlichem Trinken) werden, werden wir kommende Woche trotzdem schon mal mit Abendbrei anfangen. Vielleicht hoffentlichhoffentlichhoffentlich bringt das ja ein wenig Besserung.
Donnerstag, 6. Januar 2011
Kichererbse
Eigentlich wollte ich heute Abend über den Verlauf der Impfungen bloggen. Aber eigentlich gibt es dazu gar nicht viel zu sagen: Das Babymädchen schluckte tapfer den Rotaviren-Impfstoff während sie dabei Frau Doktor anstaunte. Dann kamen in kurzer Abfolge die beiden Spritzen in Babymädchens arme kleine Speckschenkelchen. Jede Spritze wurde mit einem Schippchen und zwei Kullertränchen bedacht. Kaum war alles vorbei und mein Töchterlein wieder in Sicherheit (auf meinem Arm) hörte es auch gleich auch zu weinen und staunte den Untersuchungsraum an. Beim Anziehen übte sie dann gleich wieder ihr aktuelles Lieblingsgeräusch - das rollende 'R'.
Aber das war gar nicht die Sensation des heutigen Tages. Die kam erst später als R. gerade nach Hause gekommen war. Ich lümmelte mit dem Babymädchen auf der Krabbeldecke herum und ließ ihre Giraffe Sophie langsam und quiekender Weise auf das Baby zufliegen. Im letzten Moment huschte Sophie dann heran und stubste Babys Bäuchlein an.
Und da passierte es: Die kleine Prinzessin kicherte laut los!! Bislang hatte sie höchstens mal ein kleines Glucksen von sich gegeben, wenn etwas ganz, ganz lustig war. Schnell rief ich R. herbei und unser Töchterchen tat uns den Gefallen und lachte immer wieder über Sophies Bauchstupser.
Mittwoch, 8. Dezember 2010
U4 und Piekse
Heute waren wir mit dem Babymädchen wieder bei Frau Doktor. Diesmal standen die U4, die Rotaviren-Schluckimpfung, der 6-fach-Impfungspieks und der Pneumokokkenpieks an. Eigentlich wollte ich ja vorher Baldrian einwerfen, habe das aber dann vergessen, weil das Babymädchen trotz bereits gefüllter Morgenwindel kurz vorm Losgehen noch einmal eine Stinkebombe absetzte und wegen undichter 2er-Windel noch einmal komplett umgezogen werden musste. Zum Glück sind die 2er-Windeln nun bald alle, denn in den letzten zwei Wochen häuften sich diese Umziehaktionen.
In der Praxis angekommen mussten wir diesmal auch gar nicht lange warten sondern wurden recht schnell in den Behandlungsraum gerufen. Schon beim Nackigmachen ohne kuscheligen Heizstrahler war sich unser Töchterlein nicht sicher wie sie das finden sollte. Somit grinste sie abwechselnd ihren Papa an und zog gleich wieder ein Schippchen.
Für die Statistik:
Der Kopfumfang ist in den vergangenen 10 Wochen von 37 cm auf 39 cm gewachsen. Wussten wir ja im Prinzip schon, weil wir ja Babys Minimützchen schon vor einigen Wochen in die Zu-klein-Kiste legen mussten.
Die langsam knapp werdende Größe 56 sowie mehrheitlich noch zu große Klamöttchen der Größe 62 wurden ebenfalls bestätigt, denn das Babymädchen ist von 52 cm auf 60 cm gewachsen.
Die Waage bescherte uns hingegen eine Überraschung. Wir waren ja davon ausgegangen, dass unser Baby mittlerweile die 6-Kilo-Marke ankratzt. Weit gefehlt! Tatsächlich wiegt es erst 5.320 g, was aber absolut altersgerecht ist.
Das Wiegen fand das Babymädchen schon recht doof, zumal es aufgrund unserer Ungläubigkeit zweimal auf die Waage gelegt wurde. Darauhin horchte Fau Doktor Brust und Bauch ab - alles in Ordnung. Dass die linke Brustwarze noch geschwollen ist, kann noch an meinen Hormonen in der Muttermilch liegen und ist noch nicht weiter bedenklich, sollte aber beobachtet werden. Das Babymädchen ließ sich mit gutem Sportsgeist an den Händen zum Sitzen hochziehen und fand auch das "Stehen" wie gewohnt lustig. Dann wurde sie von Frau Doktor vom Rücken auf den Bauch gedreht, befand es aber nicht für nötig, das Händchen unter der Brust hervorzuziehen und wackelte entsprechend umher, so dass sie von Frau Doktor ein "Bauchlage noch etwas unsicher" bescheinigt bekam. Äh, okay. Nicht weiter dramatisch und auch altersgerecht.... aber kaum waren wir zu Hause ankommen drehte das Baby sich wieder alleine um, stützte sich erst auf beide Unterarme und dann auf die Händchen, um noch besser sehen zu können. Nix mit unsicherer Bauchlage.
Nach der U4 folgte die Schluckimpfung, die das kleine Mädchen tapfer und mit nur ein wenig Gemecker bis auf den letzten Tropfen schluckte. Zum Schluss gab es die beiden (von mir) gefürchteten Spritzen in die süßen, kleinen Speckschenkelchen. Das kleine Mädchen schrie natrlich wieder wie am Spieß, ließ sich aber danach recht schnell beruhigen. Kaum war sie angezogen und im Tragegurt verstaut, schlief sie auch schon ein, schnarchte vor sich hin und gab immer mal wieder winzige Schluchzer oder Seufzer von sich, die mir fast das Herz brachen.
Ich slbst habe mich heute viel besser geschlagen als bei der ersten Impfung. Irgendwie schaffte ich es diesmal ruhig zu bleiben, so dass R. und ich unser Kind gemeinsam trösten konnten. Vielleicht hat das dazu beigetragen, dass sie sich so schnell wieder gefangen hat. Sie scheint heute lange nicht so knülle zu sein wie beim letzten Mal zu sein und hat auch schon wieder schön gespielt und erzählt.
Donnerstag, 11. November 2010
Och nö!!
Nachdem gestern das Babymädchen dran war, musste heute ich zum Arzt. Also zur Frauenärztin für eine Nachuntersuchung nach der Ausschabung letzte Woche. Leider blute ich auch nach 10 Tagen immer noch, was eher ungewöhnlich ist. Die Ärztin guckte zwar nicht so besorgt wie beim letzten Mal, aber wollte sich das doch noch mal genauer ansehen. Außerdem ist der Befund von der Histologie im Krankenhaus noch nicht eingegangen, so dass noch gar nicht klar ist, ob das nun wirklich ein Plazentarest war. *grummel*
Das Babymädchen begleitete mich - und weinte bei meiner Ultraschalluntersuchung so wie ich gestern bei ihrer Spritze geweint hatte. Da die kleine Prinzessin nicht wie ein Baby in ihrem Kinderwagenbettchen liegen wollte, durfte sie zunächst auf der Liege neben mir liegen. Da die Ärztin beim Ultraschall aber nicht genug erkennen konnte (zuviel Speck dazwischen?), musste ich noch mal auf "den Stuhl" - und mein Babymädchen mit mir. Da lag sie nun auf meinem Bauch während der Ultraschall gemacht wurde und meckerte ein bisschen rum, und ich musste lachen, weil sie ja noch vor gar nicht langer Zeit in ähnlicher Position, nur eben IN meinem Bauch auf diesem Stuhl gelegen hatte. Na ja, und mit dem Kopf nach unten. Das haben wir heute selbstverständlich nicht noch einmal nachgestellt. :-)
Das Ende vom Lied ist, dass dies noch nicht das Ende vom Lied ist. Die Gebärmutterwand sieht zwar ganz gut aus, aber es ist eben immer noch Blut vorhanden. Ich soll mich nächste Woche nochmal telefonisch melden. Wenn dann der Histologie-Befund angekommen und in Ordnung ist UND der heute gemachte Bluttest okay ist UND ich nicht mehr blute, dann ist wirklich das Ende vom Lied erreicht. Wenn nicht, muss ich nochmal hin.
Mann, Mann, Mann, mir reicht's langsam!!
ABER: Dafür habe ich mich heute mit einem Friseurbesuch belohnt. Es war auch sehr nötig, denn auf meinem Kopf sah es aus wie Kraut und Rüben! Außerdem wollen wir nächste Woche zum Fotografen zum Familien-Shooting, und da will ich zumindest auf dem Kopf ordentlich aussehen.
Stellt sich nur noch die Frage: Was ziehen wir dem Babymädchen für das Fotoshooting an? Muss ich etwa noch mal einkaufen gehen? :-)
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