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Dienstag, 11. September 2012

Zwei Räder

Da BM rasend schnell aus ihrem vierrädrigen "Baby-Laufrad" herausgewachsen ist, bekam sie zum Geburtstag von Radoma und Radopa ihr nächstes Gefährt, ein grasgrünes Laufrad für große Kinder - Wir erinnern uns: "BM dei Jahr!" und somit nicht mehr ganz so "gein".

In den letzten Wochen hatte BM im Dorf immer schon mal mit dem von PL eingefahrenen Enkelkinderlaufrad geübt. Allerdings hatten R. und ich das nie so richtig gesehen. Am Tag nach BMs Geburtstag war es jedoch soweit. BM setzte ihren "Gelm" auf, schwang sich auf's Rad und radelte los. 

Dabei zeigt sie mal wieder ihr gutes Körpergefühl. Sie ist schon ziemlich flink und hebt immer wieder beide Beinchen hoch und hält dabei (meistens) sehr gut die Balance. Abgesenkte Bordsteine und kleine Bodenwellen nutzt sie schon sehr ausgelassen zum Schwung holen und im Park will sie immer wieder in die Mulden hineinsausen. Das darf sie natürlich noch nicht, doch in die ganz flache Mulde am Wegesrand ist sie schon einige Male absichtlich und mit Begeisterung hineingerollt. 

Natürlich fällt sie auch manchmal hin. Vor allem wenn sie eine "Gecke" oder einen "Käker" entdeckt oder eine (Puste-)"Hume" sucht. Dann vergisst sie schon mal, dass man den Lenker immer mit beiden Händen festhalten soll. In den allermeisten Fällen steht sie dann sofort wieder auf, kräht höchstens mal um Hilfe, wenn sie sich zu sehr im Rad verheddert hat und Hilfe beim schnellen Aufstehen benötigt. Und das auch, wenn sie in einem zu kleinen "Geis" fährt und darum immer wieder hinplumpst. 

Wir sind jedenfalls sehr stolz und mal wieder total begeistert von unserem sportlichen Kind. Mein Mamaherz staunt ungläubig, darüber mit welcher Selbstverständlichkeit BM sich mit dem Laufrad fortbewegt und spielt. Ich finde, dass es (mal wieder) ein unheimlich großer Sprung ist, der BM schlagartig viel größer und selbständiger erscheinen lässt.


PS: BM hat noch kein Wort für Laufrad, sondern kommentiert meist mit "Gelm auf". :-)

Freitag, 13. Juli 2012

Zu Füßen des Großglockners

R. hatte es sich für diesen Urlaub vorgenommen, die Großglockner-Hochalpenstraße mit dem Fahrrad zu erklimmen. Gestern war es dann soweit und wir fuhren zum Beginn der Mautstraße in Ferleiten, wo wir bereits von dicken Wolken und einigen Regentropfen begrüßt wurden. Hoch motiviert schwangen sich R. und sein Vati auf ihre Räder und radelten los. Wir beobachteten sie noch eine Weile während sie die ersten Höhenmeter zurücklegten. Fotos geben ganz und gar nicht wieder wie steil diese Straße von Anfang an ist! Wir konnten die beiden noch ziemlich lange als winzig kleine, sich langsam bewegende Punkte erkennen, und mir taten sie da schon ziemlich leid. Trotz der widrigen, nasskalten Wetterbedingungen ackerten die beiden bis zum Fuscher Törl fast 1300 Höhenmeter bei durchschnittlich fast 8% Steigung (und das ist verdammt steil) nach oben. Bergab ging es dann natürlich deutlich schneller, auch wenn es zu nass und vor allem auch zu kalt war, um die Abfahrt so richtig zu genießen. Ich finde, das war eine richtig tolle Leistung, vor allem für R., der seit einem Jahr kaum trainiert hatte.  




Während die beiden Männer mit dem Pass kämpften, blieben BM, Schwiegermutti und ich in Ferleiten und besuchten dort den Wildpark. Die Tiere hier laufen zwar nicht so frei herum wie im Veldensteiner Horst, haben aber riesige, natürliche Gehege, durch die teilweise auch Besucher direkt hindurch wandern können. Viele der Tiere dürfen auch gefüttert und gestreichelt werden. BM hatte wieder riesigen Spaß und somit auch wir. Sie war erst ein bisschen enttäuscht, weil die Enten alle faul herum saßen und noch die Köpfe in den Federn versteckt hatten als wir ankamen ("Gackgack heia?!"). Kurz darauf wurden wir jedoch schon von weitem von einem süßen Esel mit lautem Iiii-Aaah gerufen. BM erschreckte sich erst ein bisschen, streichelte ihn dann aber auch ganz mutig. Am interessantesten war jedoch: "Kacka da! Mama, geck!" - Der Esel hatte einen ansehnlichen Haufen gelegt und ich sollte das bitte-danke wegmachen. Das Gelände ist sehr weitläufig und wir wanderten langsam hindurch, kraxelten über einen Hügel und hatten vor allem bei den Ziegen (u.ä.) viel Spaß. 

Danach waren wir noch im angrenzenden "Freizeitpark", der quasi unbemannt ist und aus zahlreichen kleinen Fahrgeschäften besteht, die durch Münzeinwurf betrieben werden. BM war gleich ganz aus dem Häuschen, so dass ich einige Taler locker machte und zuerst mit ihr auf einem kleinen Teich Boot fuhr (ähnlich wie Auto Scooter nur eben auf dem Wasser). BM gackerte und ich konnte das kleine Boot gar nicht schnell genug im Kreis drehen lassen. Als unsere Zeit um war, trieb das Boot mitten auf dem Teich, doch zum Glück war noch ein Papa mit Kind und rammte uns einvernehmlich, um uns den notwendigen Kick zum Ufer zu geben. Danach fuhr BM auf einem Mini-Karussel, dass wie ein Pilz aussah und sich ziemlich schnell drehte. Mir wurde schon vom Zugucken ein bisschen schwindelig, aber BM fand es toll. Das absolute Highlight war jedoch das Pferdereiten. Vier mal musste ich mit BM die Runde (auf Schienen) reiten und ja, mir hat es auch Spaß gemacht. BM rief laut "Hüja!" und die Plastikpferdchen hoppelten tatsächlich ziemlich rasant durch das 'Gehege'.

Es war schon ziemlich spät für BM's Mittagsschlaf als wir zurück zum Auto kamen - wo zufällig auch gerade die frierenden Männer von ihrer Passtour angekommen waren. Wir kehrten also noch kurz in das Gasthaus am Wildpark ein bevor es nach einem aufregenden Vormittag zurück zum Urlaubshäuschen ging. So aufregend, dass BM glatt den Mittagsschlaf ausfallen ließ, was aber zum Glück ihrer Laune keinen größeren Abbruch tat und einer weiteren Radtour mit Oma und Opa nicht im Wege stand. 





Mittwoch, 11. Juli 2012

Auftanken

Wir tanken weiter auf. Die Tage sind mit kleinen Aktivitäten vollgepackt und doch vollkommen entspannt. Unser Urlaubshäuschen ist genau genommen ein großes Haus an einem Hang mit riesiger Terrasse und wunderbarer Aussicht, sechs Schlafzimmern, Sauna und sehr gemütlich. Zu vereinhalbt lässt es sich hier also sehr gut leben. 


BM ist gerade zum dritten Mal im Fahrradanhänger auf einer Radtour mit Oma und Opa, schaut sich Tiere, Flugzeuge und Gleitflieger an und "bezahlt" für das Unterhaltungsprogramm mit besonderer Niedlichkeit und ganz viel Geplapper. Ich glaube, wir stecken nun wirklich mitten in der "Sprachexplosion" vor dem zweiten Geburtstag. BM spricht ganz viel nach, auch wenn die meisten Wörter weiterhin mit 'G', 'D' oder 'P' anfangen, kann man jeden Tag mehr verstehen. Sie fühlt sich hier aber sichtlich wohl und hat sich nach der Aufregung des Anreisetages nun sehr gut im Urlaubshäuschen eingelebt und war u.a. auch schon mit Oma und Opa in der Sauna.


Überhaupt nehmen uns R.s Eltern hier sehr viel ab, so dass wir uns so richtig erholen können. Gestern hatten wir z.B. den ganzen Vormittag für uns, haben eine kleine Radtour zu zweit gemacht und waren danach noch schön in der Sauna. Das war auch dringend nötig, da wir uns nach einem ordentlichen Regenguss erstmal aufwärmen mussten. 


Generell ist das Wetter sehr wechselhaft. Es ist recht warm, regnet jedoch meist mehrmals am Tag und es hat auch schon ordentlich gewittert, was BM gar nicht gut fand. Wir machen jedoch das beste daraus, zumal es bislang eigentlich immer nur dann regnete, wenn wir sowieso drinnen waren. 

Freitag, 6. Juli 2012

Höhentraining

Das muss jetzt mal festgehalten werden: Joggen "in den Bergen" ist sch***anstrengend!! Ich bin trotzdem immer noch nicht dünn. UND ich will jetzt Pizza. UND danach ein Eis.

Sonntag, 27. Mai 2012

Gegend

Nach einem üppigen Schnitzel-mit-Spargel-Essen ließen wir BM gestern Mittag in der Obhut meiner Eltern und starteten in unseren kindfreien Tag. Nach einigen Erledigungen schnappten wir uns die Fahrräder und machten bei wunderbarem Sonnenschein und nicht allzu heißen 23 Grad die erste Radtour des Jahres, genau genommen die erste seit Ewigkeiten.

Wir fuhren entspannt, aber für meine Verhältnisse durchaus zügig einen Marathon, also etwas über 40 km. Es hat richtig Spaß gemacht, mal wieder zu zweit unterwegs zu sein und unsere neue Gegend zu erkunden. Wir wurden wieder mal darin bestätigt, uns eine echt schöne Ecke zum Wohnen ausgesucht zu haben.Nebenbei war das für meine untrainierten Schwabbelbeine schon eine sportliche Herausforderung, die ich wohl noch eine paar Tage spüren werde. Und ich habe - natürlich - wieder mal den Vorsatz gefasst, wieder Sport zu machen und weniger zu essen. Wer's glaubt....

Jetzt genießen wir noch einen ruhigen Morgen bis wir nach dem Frühstück unser kleines Mädchen abholen. So schön solch ein kindfreier Tag und vor allem eine kindfreie Nacht auch ist, fehlt uns unser wundervoller kleiner Wirbelwind doch sehr!!

Donnerstag, 17. Mai 2012

Sportlich

BM kann eine Rolle. Na, gut meist noch ziemlich über die Seite abgerollt, aber dafür völlig selbstverständlich und ohne Angst.

BM kann noch nicht ganz hopsen, tut aber vor allem in übermütigen Momenten gern so. Sie holt ordentlich Schwung und spurtet quasi hüpfend umher, auch wenn dabei meistens nur ein Fuß den Boden verlässt.

Ich kann es nur wiederholen: Von mir hat sie das nicht.

Sonntag, 29. Mai 2011

Die Sache mit den Bällen

Ich mag keinen Sport!! Ich war auch nie gut darin. (Ein Teufelskreis und Garant für viele furchtbare Sportstunden in der Schule.) Am allerallerallerschlimmsten war es jedoch schon immer bei jeglichen Ballspielen!! Ich kann weder werfen noch fangen. Meist erschrecke und ducke ich mich, wenn jemand etwas auf mich zu mir wirft. 

DARUM SPIELE ICH NIEMALS UND UNTER KEINEN UMSTÄNDEN MIT BÄLLEN!! NIE!!

Und nun das!! Mein Babymädchen findet Bälle toll und bewies das wieder einmal beim heutigen Besuch im Wald, wo am Spielplatz auch so ein Tischfußball-Ding herumsteht. R. und sein Vati spielten "schnell" zwei Runden gegeneinander, und das Babymädchen lachte und quietschte was das Zeug hielt. Je doller die Figuren sich drehten und der Ball umhersprang desto besser. OMG!! HILFE!!

Positiv kann ich aber vermerken, dass Puppe Tine mit den lustigen Zöpfen ihr heute auch sehr, sehr gut gefiel und sofort "abgeknutscht" wurde. Es besteht also noch Hoffnung für zukünftige Spiele mit meinem Babymädchen.

Samstag, 28. Mai 2011

Flotter Dreier

Der Weihnachtsmann a.k.a. R.'s Familie schenkte uns zu Weihnachten diesen tollen Jogger-Schrägstrich-Fahrrad-Anhänger:


Vor einigen Wochen setzten wir das Babymädchen mal probeweise hinein, fanden aber, dass es noch nicht sicher genug saß, um es trotz der aufrechten Sitzposition bequem zu haben. Da das Babymädchen nun jedoch seit einigen Wochen gar nicht daran denkt, sich anzulehnen, wenn es im Kinderwagen sitzt, sondern auch bei größtem Gerumpel aufrecht sitzt, sich die Gegend anschaut oder ein bisschen spielt, war die Zeit gekommen, einen neuen Versuch mit dem Jogger zu starten. 

Am Donnerstag machte ich daher als Testfahrt einen ausgedehnten Spaziergang, wobei ich wie üblich die Manduca als Backup-Lösung dabei hatte. Was soll ich sagen, dass Babymädchen saß fast eine Stunde ruhig in dem Wagen und schaute sich alles an. Sie hatte nicht mal Lust zum Spielen, weil die Fahrt wohl auch so spannend genug war. Gegen Ende fing das Babymädchen dann doch noch an zu quengeln (wie auch sonst oft im "normalen" Kinderwagen). Ich steckte es in die Manduca und es schlief fast sofort ein. Klar, wer soooo müde ist, hat es aufrecht sitzend in dem Wagen nicht wirklich gemütlich. 

Heute nun war es soweit. Familie Isndingwa benutzte den Jogger zum ersten Mal für eine seiner beiden Verwendungszwecke und joggte gemeinschaftlich eine 7-km-Runde um den nahegelegenen See. Für mich ist Joggen ja eher Mittel zum Zweck und recht anstrengend, daher fällt es mir schwer zuzugeben, dass das heute richtig Spaß gemacht hat. Hat es aber. Dafür sah R. umso besser aus wie er locker trabte und dabei noch lässig den Wagen schob. Wir zogen schon einige Blicke und anerkennende Kommentare auf uns.

Das Babymädchen hielt tapfer durch und wurde nur kurz vor Ende der Runde ein wenig nölig - was mich wiederum anspornte und vorm Langsamer-Werden bewahrte. Gegen nöliges Kind im Wagen half es auch, wenn ich ein wenig vorrannte, so dass es mich sehen konnte. Mmh, mein Schwabbelhintern scheint ja echt komisch zu sein, wenn man Babymädchens Lachen richtig interpretiert. 

Jedenfalls werden wir das ganz sicher wiederholen!! .... und vielleicht sogar bald unsere erste Radtour unternehmen!!

Donnerstag, 19. Mai 2011

Yoga - Mein freier Abend

So, ich bin grade wieder rein von meiner ersten Yoga-Stunde seit ich am 2. September 2010 zuletzt mit Riesenkugel beim Schwangerschaftsyoga war. Und es hat richtig Spaß gemacht!!

Während des Schwangerschaftsyogas merkte ich ja schon, dass unerwarteter Weise sogar das Singen von Mantras mir irgendwie gefällt und Energie gibt.... auch wenn sich ein ganz kleiner Teil von mir immer noch ein bisschen blöd vorkommt. Heute war es ein bisschen so als wäre ich gar nicht weg gewesen, ich konnte mich von Anfang an entspannen und konzentrieren. Die Übungen waren nicht zu schwer, sollten mir aber morgen einen angemessenen Muskelkater verschaffen.

Was ich aber eigentlich loswerden will ist, dass ich mich irgendwie auch ganz komisch dabei gefühlt habe, die Übungen ohne meinen dicken Bauch zu machen. Total beweglich (für meine Verhältnisse). Aber auch ein bisschen allein - so ganz ohne Babymädchens Tritte und Stupser, denn das Babymädchen machte seinerzeit immer total Rambazamba, wenn wir beim Yoga waren.

Allein und ein bisschen wehmütig, weil ich zurück versetzt fühlte ins "Damals" als ich noch ein ganz anderer Mensch war, noch keine Mama. Während der Schwangerschaft war es normal, dass ich eigentlich in jeder freien Minute in mich hinein horchte bzw. mit meinen Gedanken ständig bei meinem Baby war. Dieses Hineinhorchen habe ich so richtig bewusst nach der Geburt eigentlich erst heute wieder einmal gemacht. 

Es ist toll wieder einigermaßen erschlankt und beweglich zu sein und auch die Freiheit wiedergewonnen zu haben, einen Abend in der Woche für mich zu haben. 

Und doch würde ich am liebsten in Babymädchens Zimmer stürmen und meinen kleines Mädchen ganz fest an mich drücken, weil Yoga ohne Babymädchen irgendwie nicht ganz dasselbe ist und ich sie gerade so sehr vermisse!! *tränchenwegwisch* - Ein paar komische Hormone flitzen da offenbar immer noch durch meinen Körper....

Freitag, 28. Januar 2011

Sport Frei!!

Bevor es losgeht: Bei uns wohnt seit vorgestern ja nun auch eine Manduca. Wir hatten zwar einen geerbten Tragegurt, aber der bereitete mir in letzter Zeit schon oft ein ziemlich schlechtes Gewissen. Als unser Baby noch ein Winzigbaby war, konnte es aufgrund einer Reißverschlusstechnik auch ganz gut mit angehockten Beinen darin sitzen. Seit sie jedoch etwas schwerer und aktiver geworden ist, rödelt sie solange herum bis die Beinchen gerade herunterhingen. Nach einigem Vergleichen kauften wir also die Manduca (quasi for free, weil mit Gutschein von R.'s Arbeitskollegen bezahlt). Gestern spazierte ich testweise mal 5 km ins Kindercafé, wo ich neben Mitgliedern der einschlägigen meinVZ-Gruppe auch Frau Blümel und Frau Maracaya nebst deren kleinen Jungs traf. Ich bin total zufrieden damit. Das Babymädchen sitzt ordnungsgemäß mit gespreizten Beinchen darin, und auch für mich ist das Tragen sehr viel angenehmer als mit dem alten Tragegurt.
Nun aber zum eigentlichen Thema:
 
Der Schwabbel muss weg. Daher waren wir heute zum ersten Mal beim Bauch-Beine-Po-Kurs mit Baby in einer hiesigen Hebammenpraxis. Als ich den Kurs buchte fand ich die Idee ganz toll. Schließlich würde ich so A) einen festen Beschäftigungstermin haben und B) meine Sportabneigung temporär besiegen, denn schließlich ist der Kurs schon bezahlt. Ich entschied mich auch bewusst gegen einen Abendtermin, weil ich das Babymädchen ja zwar immer pünktlich zwischen 18 - 19 Uhr ins Bett geht, dann aber je nach Laune nach 1, 2 oder 3 Stunden wieder trinken möchte. 

Heute sollte es also losgehen, und ich war gar nicht mehr so sicher, ob das was für mich ist.... Der Kurs hat richtig Spaß gemacht - also wenn man ihn mit anderen sportlichen Aktivitäten vergleicht. Im Vergleich mit anderen Beschäftigungen schließt er so im Mittelfeld ab. :-)

Wir waren 11 Frauen mit Babys, wobei einige schon zum zweiten Mal mitmachen und entsprechend ältere Babys hatten. Die Babys wurden also in die diversen Tragehilfen geschnallt und los ging es. 

Hatte ich schon erwähnt, dass ich nicht sehr sportlich bin? Außerdem habe ich kein Rhythmusgefühl. Na ja, beim Aufwärmen bin ich schon einige Male aus dem Takt gekommen, hoffe aber, dass die anderen das entweder nicht gemerkt haben oder glauben, dass das einfach am Zusatzgewicht lag. Es folgten die Beinübungen. Da war ich schon das erste Mal froh, dass das Babymädchen erst viereinhalb Monate alt ist.

Danach wurden die Babys abgeschnallt und bei einigen Bein-Arm-Kombinationen als "Hanteln" benutzt. Das Babymädchen fand es toll, wurde es doch herumgeschwungen und ganz nach ihrem Geschmack ein wenig durchgeschüttelt. Meine Arme fühlen sich jetzt schon ganz schön schwer an. Ich wüsste zu gerne, wieviel das Babymädchen jetzt wiegt. Jedenfalls war ich wieder froh, dass sie noch so klein ist. 

Danach folgten noch einige Bein- und Bauchübungen auf dem Boden während die Kinder danebennlagen.... Außer mein Babymädchen. Rumliegen!! Pah!! Sie hat ordentlich mitgeturnt, sich hin- und hergekullert, sich um die eigene Achse gedreht, das Vierfüßlerschaukeln geübt und an der Manduca genascht. Als wir dann zum Abschluss ein paar Liegestütze machten, schloss sie sich solidarisch an und stemmte sich ebenfalls auf Händchen und Füßchen hoch während sie mich angrinste. 

Einen Nachteil hatte das Ganze. Ich hab mal wieder geschwitzt wie ein Schwein. Nicht sehr damenhaft. Und es gibt da ja keine Dusche, so dass mir bei den anschließenden Spaziergängen nach Hause besser keine Bekannten begegnen sollten.

Nun bin ich gespannt auf den morgigen Muskelkater. Schließlich hoffe ich sehr, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

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PS: Der folgende Blick in den Spiegel war ernüchternd. Der Schwabbel ist immer noch dran.

Dienstag, 25. Januar 2011

Planscherei

Letzte Woche berichete ich ja schon kurz, dass unser Babymädchen nun etwas mehr Freude am Babyschwimmen zu haben scheint. Na ja, genau genommen war es ja eher so, dass sie alles recht regungslos über sich ergehen lies (dabei aber sicherlich ganz genau aufpasste wie das Wasser sich an ihrem kleinen gnubbeligen Körper anfühlte).

Am Sonntag war es nun wieder soweit. Ich ging wieder mit ihr ins Wasser. Wie zuvor ließ sie sich alles ganz lieb gefallen. Munter wurde sie immer dann, wenn wir bei unseren Runden wieder an ihrem Papa vorbeikamen, der Stolz jede Bewegung mit der Kamera aufnahm. Ihren Papa hat das Babymädchen ja gaaaanz doll lieb und lacht und juchzt ihn darum oft an. Und nun hielt er zusätzlich auch noch das begehrte Nicht-zum-Spielen-Objekt in der Hand. Jedenfalls freute unser Töchterlein sich immer sehr, wenn ich sie wieder am Papa vorbei schwenkte, drehte und schob. 

Dann wurden die Babys auf den Beckenrand "gesetzt", wir zählten bis drei und schwangen die Babys wieder ins Wasser. (Die größeren Babys lassen sich dann schon von selber reinfallen.) Das hat dem Babymädchen dann auch ein Lächeln entlockt. Klar. Alles, was mit herumwirbeln o.ä. zu tun hat findet sie toll.

Auch das Spiel mit dem Becher fand sie wieder toll. Als ich gerade dem Kursleiter lauschte und etwas unachtsam war, griff sie sich den vor uns schwimmenden vollen Becher und schleckte ihn sofort ab. Vielleicht hätte sie auch noch versucht, daraus zu trinken, aber das merkte ich dann doch noch rechtzeitig. Das Bechertrinken hat ja noch 1 - 2 Monate Zeit. Das aus dem Becher herausfließende Wasser gefiel dem Babymädchen wieder sehr, auch das Übergießen des Köpfchens war okay. 

Und dann kam der - von mir - gefürchtete Moment: Wir sollten unsere Babys untertauchen. Eigentlich wollte ich das R. überlassen, aber er redete mir gut zu und so überwand ich mich. Mann, war ich aufgeregt. Das Babymädchen hat das jedoch gar nicht weiter beeindruckt. Sie wirkte weder sonderlich erschrocken noch traurig oder fröhlich. Sie blieb einfach nur cool.

Weil das nun alles so gut geklappt hatte, nahm ich mein Töchterlein diesmal mit unter die Dusche (Verratet uns bitte nicht an die Kursleitung, aber wegen Tränengefahr hatten wir das bislang vermieden). Was soll ich sagen: Ich glaube, das Duschen hat ihr am allermeisten Spaß gemacht! Sie zappelte und versuchte das Wasser zu greifen und kuschelte sich zwischendurch immer mal wieder juchzend an mich. :-)

Eine weitere Planscheinheit gab es im heutigen "Spiel und Bewegung"-Kurs. Diesmal stand ein Planschbecken mit flachem Wasser in der Mitte. Die Babys wurden zunächst mit dem Oberkörper auf den Rand gelegt und konnten sich bei einem Lied erstmal das Wasser angucken. Natürlich nicht unser Töchterlein. Ich musste sie schon mit aller Kraft festhalten, weil sie unbedingt ins Becken krabbeln wollte, denn schließlich schwammen im Wasser olle Joghurtbecher zum Anschlecken Wasser ausgießen. Endlich durfte das Babymädchen ins Wasser. Dort lag es auf dem Bäuchlein, zog die Beinchen an und schob sich immer wieder vorwärts, so dass sie wie ein kleines Fröschlein aussah. Auch ihr Joghurtbecher wurde ausgiebig bearbeitet. Währenddessen übergoss ich sie immer wieder mit etwas Wasser, was ihr sehr zu gefallen schien. Am Ende war das Babymädchen wieder so aufgeregt und überdreht, dass ich es beim Wickeln und Anziehen kaum bändigen konnte. Wenn sie mir jetzt schon immer ausbüchst, wie soll das erst werden, wenn sie größer und "richtig" mobil ist????

Jedenfalls haben wir hier ein richtiges Zappelinchen, dass uns schon jetzt richtig auf Trab hält. Geht man mal kurz aus dem Zimmer, befindet sie sich bei der Rückkehr garantiert irgendwo anders, wo man sie eigentlich nicht erwartet hätte. Sie schaukelt ganz viel auf allen Vieren und hätte sicherlich auch schon genug Muckis zum Krabbeln - allein die Technik hat sich ihr noch nicht erschlossen und wird sicherlich auch noch etwas auf sich warten lassen, oder?

Mittwoch, 19. Januar 2011

Sport-Geschnipsel

1. Babymädchen
  • Letzten Sonntag waren wir zum zweiten Mal beim Babyschwimmen. Diesmal achteten wir darauf, nicht allzu viel Action am Vormittag zu haben und kamen so mit einem recht gut ausgeruhten Babymädchen in der Schwimmhalle an. Diesmal war ich an der Reihe mit ins Wasser zu gehen und hatte Glück: Es lief prima. Das Babymädchen zeigte zwar nicht gerade übermäßige Freude und strampelte auch nicht so viel wie andere Babys, wirkte aber sehr andächtig und interessiert. Einige Male bekam sie wohl etwas Angst und kroch quasi in mich hinein, mehrheitlich machte sie aber jedes Spiel schön mit. Sogar das Übergießen mit Wasser war okay, und sie versuchte abwechselnd nach dem Wasserstrahl zu greifen bzw. den Becher aufzuessen.
    Wir hoffen nun also, uns weiter steigern zu können und dem Babymädchen beim nächsten Mal vielleicht auch ein Lachen zu entlocken.
  • Gestern waren wir beide dann erstmalig bei unserem neuen Kurs "Spiel und Bewegung". Dabei wurde viel gesungen, ein bisschen getanzt und verschiedene Spiele gespielt. Das Babymädchen hatte viel Spaß dabei, grinste die Kursleiterin und das Nachbarbaby an und hampelte sehr viel herum. Sie übte auf der rutschfesten Unterlage auch wieder ihre Krabbelvorstufen - d.h. den Froschsprung, das Auf-allen-Vieren-Schaukeln und das Rückwärts-Schieben. Damit war sie anscheinend aktuell das mobilste Baby, was mich natürlich schon ein bisschen stolz machte. Ein paar der Spiele habe ich mir für Zuhause gemerkt und auch schon erfolgreich mit dem Baby gespielt. Nächstes Mal planschen wir wohl mit Wasser - ich bin mal gespannt wie das wird. 

2. R.
  • In der Spalte am rechten Bildschirmrand befindet sich nun eine Übersicht von R.'s aktuellen Laufkilometern dieses Jahr. Im letzten Jahr hatte er es ja auf 2.000 km gebracht, ist einen Marathon gelaufen, hat an einem Triathlon über die olympische Distanz teilgenommen und noch diverse weitere Wettkämpfe absolviert - und dabei immer sehr gut ausgesehen <3. Dieses Jahr  soll es wohl etwas weniger werden, was für die meisten Normalsterblichen immer noch wie Folter wirken könnte. Für mich jedenfalls. :-)

3. S.b.k.v.S.
  • Schon im November hatte ich ja mein persönliches Sportziel definiert und nach kurzer Euphorie weitgehend ignoriert. Nun soll es aber wirklich wieder losgehen. 
  • Ich habe endlich ein persönliches Wii-Fit-Programm eingestellt, so dass ich ohne langes hin-und-her-klicken sporteln kann. Letzten Samstag wii-te ich zum ersten Mal in diesem Jahr und hatte danach einen schönen Ganzkörpermuskelkater. So soll es sein. Heute habe ich das gleiche Programm durchgezogen und hoffe, nun bald den versprochenen straffen Körper zu haben. (Unser Spiegel ist ein A-loch!!)
  • Das Joggen ist nach November auch erstmal eingeschlafen. Silvester rannte ich gemeinsam mit R. eine 7-km-Runde - während derer auch R.'s 2.000ster Kilometer erreicht wurde. Also eigentlich gar nicht sooo weit,. Dennoch hatte ich danach Schambeinschmerzen wie in der Schwangerschaft. Am folgenden Tag watschelte ich also wieder wie eine Schwangere. Aua!!
    Ist das nach all der Zeit eigentlich noch normal? 
  • Nach kurzem Negativtrend in der Weihnachtszeit ist mein Gewicht noch ein bisschen weiter gesunken. Es fehlen noch 2 Kilos. In Wirklichkeit muss ich aber noch einiges mehr tun und den Schwabbel wieder in Muckis umwandeln, die ja bekanntlich mehr wiegen als Fett.
    Ich hoffe, dass ich das schaffe bevor ich abgestillt habe, denn dann werde ich genug damit zu tun haben, mein Vielfraßverhalten soweit zu drosseln, dass ich nicht wieder zunehme. Es wäre blöd, wenn ich dann zu allem Überfluss auch noch diäten müsste.... 
  • Schön ist, dass ich mittlerweile wieder in fast alle Hosen reinpasse - auch wenn die an den Schenkeln noch ganz schön eng sind und der Bauch über den Saum hängt. 

4. Baby-Opa
  • Treibe Sport oder bleibe gesund.... Getreu diesem Motto geriet R.'s Vati am Montag in einen Disput mit seinem Fahrrad, was mit einem.... öhm.... lädierten Gesicht endete. Damit hat er allen einen ziemlichen Schrecken eingejagt. Wir sind sehr froh, dass es wohl keine schlimmen bleibenden Schäden geben wird. Der kleinen Prinzessin machte der Anblick ihres verletzten Opas aber nichts aus und sie strahlte ihn heute trotzdem schön an.
    Lieber V., wir wünschen dir ganz schnell gute Besserung!! 
 

Samstag, 20. November 2010

Wellness und das Gegenteil davon

Für das Babymädchen stand am Donnerstag eine ganz neue Wellness-Erfahrung an, nämlich bei der Babymassage. Insgesamt kamen fünf Mamas mit ihren Babys, die zwischen 5 Wochen und 4 Monaten alt waren. Gleich zur Einleitung erklärte die Kursleiterin, dass wir bitte nicht davon ausgehen sollten, dass unsere Babys immer Lust auf Massage hätten nur weil der Kurs gerade läuft. Wir sollten einfach nur solange mitmachen wie es unserem Baby gefällt. Das lief dann tatsächlich darauf hinaus, dass das jüngste Baby gar nicht massiert wurde, weil es Hunger hatte und dann beim Trinken einschlief. Unser Babymädchen und die anderen beiden Mittelfeldler wurden mit einer Massage des linken Beinchens verwöhnt. Nur die große N. kam in den Genuss, beide Beinchen und das Bäuchlein massiert zu bekommen. 

Dennoch denke ich, dass es unserer kleinen Prinzessin gut gefallen hat. Sie hat war ganz artig und hat sich alles ganz interessiert angeschaut. Bei der Fußmassage, die ja quasi alle Reflexzonen des Körpers beeinflusst, hat sie wie von der Kursleiterin vorgewarnt brav gepullert. *hihi* Ein Baby hat auch gleich das große Geschäft erledigt. Irgendwie doch schön, dass es diesmal nicht mein Baby war. 
Nach der Massage des einen Beinchens wurde mein Töchterchen dann doch etwas ungehalten, ließ sich aber auf meinem Arm gleich beruhigen und verfolgte das weitere Geschehen aus sicherer Entfernung.

Die Beimmassage habe ich gestern gleich noch mal gemacht und wurde zur Belohnung die ganze Zeit angestrahlt und bequatscht. Auch für die Bauchmassage wurde uns noch ein zusätzlicher Griff gezeigt, den ich noch nicht kannte. Auf Empfehlung der Kursleiterin massiere ich das Bäuchlein nun zweimal am Tag und nicht wie bisher nur dann, wenn die Pupse quälen. Auch das gefällt dem Babymädchen sehr gut. 

So, und nun noch ein paar Worte zu meinem Sportprogramm, auch wenn R. es ja schon teilweise vorweg genommen hat. Nachdem ich mich letzte Woche auf ärztliche Ansage noch etwas schonen sollte, habe ich diese Woche meine Vorsätze in die Tat umgesetzt:

Mittwoch Abend holte ich das Wii-Balance Board raus, bestückte es mit neuen Batterien und sportelte nach genau 151 Tagen mal wieder damit. Da meine Bauchmuskeln noch nicht wieder an Ort und Stelle sind, habe ich Bauchübungen vermieden, aber ansonsten fleißig geturnt und zuletzt auch eine schweißtreibende Box-Einheit eingelegt. 
Ja, und heute früh, nachdem R. und das Babymädchen erstmal ausschlafen gelassen hatten, habe ich meine Laufschuhe vom Staub befreit, mich (zu) dick angezogen und bin eine kleine Runde gelaufen. Das letze Mal war ich ja mit Kimmy am 11. April joggen bevor ich das wegen Schambein- und Beckenschmerzen eingestellt habe. Wie von R. empfohlen war es erstmal eine kleine Runde und gaaaanz langsam (okay, ich laufe ja immer gaaaaanz langsam). Meine Beine haben sich dabei auch ziemlich schlapp angefühlt. Spazieren mit dem Kinderwagen und Babyschleppen trainiert offensichtlich andere Muckis.

Fazit: Wochenziel erreicht. Und die Waage war auch freundlich. 65,9 Kilo. Auch wenn ich mich dafür ganz nackig machen musste. :-)

UND: Ja, ich erwarte tosenden Kommentar-Applaus für meine Bemühungen!!

Ganz schön tapfer ….

…. ist es von S.b.k.v.S. um halb acht am Samstagmorgen loszulaufen. Also ich bewundere diesen Enthusiasmus von ihr und hoffe, dass sie sich nicht gleich zu viel zumutet. Ich werde sie jedenfalls weiterhin bei diesen Vorhaben unterstützen!! Denn eins steht fest: Laufen tut gut. Klasse Sache Süße, weiter so!! Übrigens wurde ich heute mit vielen laaaaangen und intensiven Lächeln dafür belohnt, dass ich um sechs mit dem sehr guten gelaunten Babymädchen auf die Couch umgezogen bin. Ach was ist das schön!!

Montag, 8. November 2010

Rückbildungskurs

Heute war ich zum ersten Mal beim Rückbildungskurs. Mit von der Partie waren mein Babymädchen sowie acht weitere Frauen samt Babys (bis auf eine, die somit auch als einzige alles mitturnen konnte). 
Schon vor der Vorstellungsrunde tönte in Babymädchens Windel das verräterische feucht-pupsige Geräusch, und der Geruch bestätigte gleich, dass die Drückerei erfolgreich gewesen war. Zum Glück kam ich diesmal um eine Windelexplosion herum. Nachdem ich die Prinzessin wieder chic gemacht hatte, konnte es endlich losgehen. 

Drei der Frauen kannte ich vom Geburtsvorbereitungskurs bzw. Schwangerschaftsyoga. Das Babymädchen war das jüngste anwesende Baby, das älteste war schon 5 Monate alt. Somit konnte ich mir gleich mal abgucken, was unsere Prinzessin dann wohl demnächst können wird. Die anderen Babys spielten unter Spielebögen, drehten sich teilweise munter hin und her und schrien vor allem viel lauter als mein Baby. Teilweise musste ich sogar extra hingucken, ob mein Baby auch gerade weint, weil sie von den "großen" Babys übertönt wurde. Überhaupt war der Geräuschpegel teilweise mindestens so laut wie der Fluglärm in Selchow. *gg*

Die Kursleiterin ist leider nur die Vertretung der Hebamme, die auch unseren Geburtsvorbereitungskurs geleitet hat, da diese gerade Urlaub macht. Das ist schade, denn sie wirkte wirklich etwas unmotiviert bis ruppig, hat die Übungen nicht vorgeturnt und dann rumgezickt, wenn jede Frau ihre Anweisungen anders verstand und entsprechend unterschiedlich umsetzte. Na ja, in drei Wochen ist dann ja Hebamme T. wieder da. 

Die Übungen waren erwartungsgemäß komisch. Unter anderem haben wir durch die linke Ferse eingeatmet und durch die rechte Schulter ausgeatmet. Ja, wirklich! Es ist gar nicht so einfach, den Beckenboden überhaupt zu spüren, geschweige denn gleichzeitig die richtige Übung zu machen (s.o.), richtig zu atmen und einem Baby 50 mal den Nucki zurück in den Mund zu stecken. Somit habe ich - wie alle anderen mit Baby auch - nicht wirklich alle Übungen vollständig durchführen können. Dennoch merke ich einen Ansatz von einem kleinen Muskelkater in Oberschenkeln und Po. 

Erst nach mehrfachen Nachfragen erbarmte die Hebamme sich dann mal und tastete bei uns allen die Bauchmuskeln ab. Meine sind noch zu weit auseinander, so dass ich die geraden Bauchmuskeln noch nicht trainieren soll. Bezüglich sinnvoller sportlicher Betätigung hielt sie sich auch eher bedeckt. 

Jedenfalls habe ich jetzt ein Einsteiger-Sport-Programm für mich beschlossen und R. gebeten, mir nötigenfalls in den Hintern zu treten:

Montags - Rückbildungskurs
Mittwochs - Wii-Fit .... während R. beim Schwimmen ist, d.h. ohne Zuschauer :-)
Wochenende - Joggen (jedenfalls langsam mal wieder damit anfangen)

Mit der stetigen Gewichtsabnahme bin ich ja bislang ganz zufrieden, und mit Klamotten sehe ich meist ganz ordentlich aus. Allerdings ist alles (nicht nur der Bauch) noch sehr schwabbelig.

Montag, 27. September 2010

Berlin-Marathon

Gestren war es mal wieder soweit: R. nahm am Berlin-Marathon teil. Ich hatte ein total schlechtes Gewissen, weil ich ihn nicht Groupie-mäßig begleiten konnte wie z.B. beim Marathon vor zwei Jahren, beim Dresden-Marathon letztes Jahr und dieses Jahr mit Babybauch beim BIG 25. Aber mit dem Babymädchen wäre das wohl kaum möglich gewesen. 

R. wird in seinem Laufblog sicherlich einen detaillierten Bericht abliefern. Daher an dieser Stelle nur soviel: Er ist super gelaufen und kam nach 3 Stunden 34 Minuten ins Ziel!!

Auch wenn wir R. nicht an mehreren Punkten auf der Strecke bejubeln konnten, ließen das Babymädchen und ich es uns nicht nehmen, den tollsten Mann / Papa der Welt wenigstens einmal anzufeuern. 

Für uns war das schon ein ziemlich spannender Ausflug, der einiges an Zeitmanagement forderte. Nachdem R. sich schon in aller früh auf den Weg zur Startlinie gemacht hatte, standen auch das Babymädchen und ich pünktlich auf und verwandelten uns in vorzeigbare Menschen. Das Baby bekam ganz ausführlich und beidseitig Frühstück, ich schob mir schnell einen Müsliriegel rein. Dann bewältigten wir in gutgelaunter Eintracht, dass warm anziehen und das reinwurschteln in die Autoschale. Das Baby wollte grade anfangen zu meckern, weil es unbequem wurde, da fuhren wir auch schon los und alles ruckelte so schön gemütlich, dass sie gleich noch mal kurz nickerte. 

Ich fädelte mich dann in eine Mini-Parklücke ein, und weil es so regnete, wurde das Baby schon im Auto von der Autoschale in den Tragegurt umgebettet. Sie ist dabei nicht mal richtig aufgewacht. Ich schlängelte mich dann (bestimmt sehr elegant) samt Baby aus dem Auto heraus, spannte den Schirm auf und lief zur Marathonstrecke zwischen KM 12 und KM13. Dort wartete schon die Freundesfamilie vom Mount Everest - mittlerweile schon völlig durchnässt, aber immer noch guter Dinge und lautstark die Läufer anfeuernd. 

Und dann kam auch schon sehr bald R. vorbeigelaufen. Er sah total fit und einfach toll aus. Na ja, kein Wunder, denn 12 km sind sonst ja auch eher eine kleine Trainingseinheit für ihn. Wir jubelten ihm kurz zu und - schwups - war auch auch schon wieder weg. Das Babymädchen hat die ganze Aktion verschlafen, und R. war in der Eile gar nicht aufgefallen, dass ich sie im Tragegurt zu sitzen hatte. Das habe ich ihm erst später erzählt. :-)

Mir tut es ja immer total leid, wenn er soweit laufen muss.... Blöd, schließlich wünscht er sich das ja selber und wird nicht gerade dazu gezwungen. Jedenfalls freue ich mich, dass ich ihn wenigstens kurz gesehen habe. .... und bin ein bisschen stolz, dass wir unseren Ausflug so gut überstanden haben.

Donnerstag, 2. September 2010

Und!?

Geht es schon los? Merkst du schon was? Seid ihr noch zu Hause?

So langsam gehen vermehrt Anrufe ein - manchmal, aber nicht immer mit einem Vorwand - um herauszufinden, ob unser Nachwuchs denn bald kommt. 
Alles lieb gemeint, aber irgendwie nervt es trotzdem ein bisschen. Zumal es ja nicht so ist als würden wir nicht darauf warten. Im Gegenteil: Ich horche ständig in mich hinein und versuche jedes Ziepen und Bauchhartwerden zu interpretieren. Davon geht's aber wohl auch nicht schneller. 
Und mein Tipp ist ja immer noch der 18. September.... 

Jedenfalls wollte ich mich mal kurz hier melden, damit niemand denkt, dass wir uns still und heimlich ins Krankenhaus geschlichen hätten. :-)

Und bei der Gelegenheit , gibt's auch gleich noch zwei Zonks:
2. September - Isi
1. September - Bauchherzklopfen

31. August - A aus B-K ehemals B, davor auch B-K
30. August - Lala
29. August - Puschlspatz
28. August - Julia
27. August - Oma R.

Gerade komme ich übrigens vom Kugel-Yoga. Dort waren wir heute zu elft, d.h. der Raum war ziemlich überfüllt. Wahrscheinlich sollte ich wirklich mal langsam meinen Platz räumen. :-)

Sonntag, 29. August 2010

Zu gerne....

.... hätte meine Mutti heute zu ihrem Geburtstag das zweite Enkelkind geschenkt bekommen. Diesen Wunsch konnten wir ihr aber nicht erfüllen, denn heute war einfach keine Zeit zum Gebären. 

Heute morgen nahm R. sehr erfolgreich am Kallinchen-Triathlon über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) teil. Wie üblich, aber diesmal mit der Schwangerschaft als guter Ausrede, war ich nach drei Stunden Stehen, Laufen und Bejubeln erschöpfter als er. :-) Jedenfalls bin ich mal wieder sehr, sehr stolz auf meinen sportlichen R.!!

Danach sind wir dann ganz schnell ins Dorf gedüst, um zumindest verspätet auch am Geburtstagsbrunch teilzunehmen, der sich dann bis 19 Uhr hinzog. 9 Stunden Brunch! Wir sind eben alles gute Esser. :-)

Und natürlich darf an dieser auch nicht der Online-Glückwunsch fehlen:

Liebe Mutti, wir wünschen dir alles Liebe und Gute, Gesundheit, liebe Kinder, liebe Enkelkinder und viel Spaß im neuen Lebensjahr!!

Donnerstag, 12. August 2010

Kugelyoga

Heute war ich zum ersten Mal nach der vierwöchigen Sommerpause beim Schwangerenyoga, und ich muss zugeben, dass es definitiv sehr viel anstrengender geworden ist.... und das, obwohl die Übungen sowieso schon sehr schonend und nicht sehr sportlich sind. 

Meinem Schambein hat die Aktion jedenfalls nicht gefallen. Das wurde mir klar als ich zu Hause dann in die Badewanne ein- und aussteigen wollte und dabei jeweils ein Bein mit den Händen hochheben musste. :-/ Wahrscheinlich sollte ich die entsprechenden Übungen beim nächsten Mal vielleicht eher auslassen?

Ansonsten hat mir die Entspannungsmusik heute wieder sehr gut gefallen. Ich muss mal A.mazon danach durchforsten. Vielleicht ist das ja was für den Kreißsaal, obwohl ich eigentlich davon ausgehe, dass ich höchstens das Radio anschalten werde. Wahrscheinlich werde ich eh kein Ohr für Musik bei der Geburt haben. 

Morgen früh gehen wir uns dann übrigens im Krankenhaus anmelden. So langsam wird es so richtig ernst. Ich denke auch immer mehr darüber nach wie die Geburt wohl sein wird.... Das übersteigt aber ganz offensichtlich noch meine Vorstellungskraft. Ist vielleicht auch besser so?! :-)

Sonntag, 4. Juli 2010

Bauchbild 31. SSW + Schnipsel

Diesmal nur mit einem Tag Verspätung das aktuelle Bauchbild aus der 31. Schwangerschaftswoche. Heute ist der Bauch jedenfalls nicht ganz so gewaltig wie am vergangenen Dienstag. Da maß er ganze 103 cm, heute "nur" 101 cm. 

Und sonst so? ....

Am Freitag waren wir dann wieder im Wald. Hatten allerdings unseren Hüttenschlüssel vergessen, so dass wir sehr dankbar waren, dass R.'s Eltern uns Asyl mit all-inclusive Verpflegung gewährten. Danke schön noch mal!! 

Gestern hat R. zusammen mit den fleißigen Helferlein A. aus B ehemals B. in VSvA und Nachbarsfreund J. die Babyzimmermöbel in Einzelteilen abgeholt und dann noch die mordsmäßig schweren Esszimmermöbel aus unserer Wohnung herausgefädelt und in die Wohnung seiner Eltern geschleppt. Auch für diesen Einsatz noch einmal vielen, vielen Dank, Jungs!!

Nachmittags dann mit dem Rad ins Dorf und: .... Argentinien 0 - 4 Deutschland!!
O-Ton kleine Prinzessin L.: "Schreit ihr gleich alle wieder so laut?" - TOOOOOR!!!!

Und heute früh um 8 Uhr nahm R. am anderen Ende der Stadt am Volkstriathlon teil. Als sein Groupie war ich natürlich dabei. Und da ich mittlerweile Zuguck-Profi bin, kann ich ohne Rücksicht auf die rosarote Brille sagen, dass er super dabei aussah!! Sogar beim Schwimmen, auch wenn diese Disziplin ihm nicht wirklich Freude bereitet.