Freitag, 21. Februar 2014

Kommentator

R. und BM gucken Union gegen Frankfurt. Dabei kaut BM ihrem Papa mal wieder ununterbrochen ein Ohr ab. Es folgt ein KLEINER Auszug der Fragen, die für einen guten Nervfaktor meist noch mit "Papaaa?" eingeleitet wurden:

Warum ist da ein großer Kreis?
Warum müssen die ganz schnell rennen?
Darf ich auch mal ein Eisern Union Schal ummachen? Hat PL ein andern Schal umgehabt, die bei Eisern Union war? Und Opa U. hatte ein Eisern-Union-Schal?
Was ist der gelbe da? (Schiedsrichter)
Hat Opa U. eine Eisern-Union-Fahne? Warum hat der die nicht?
Welche sitzen da?
Wo ist Opa U.?
Onkel M. ist nicht da, weil der Spätschicht hat. (Jetzt haben wir auch was gelernt)
Welcher ist Drani? (Brandy)
Welcher ist Mattuschka?
Jetzt ist das gleich vorbei?
Ist Eisern Union auch in Handy?
Warum ist heut Eisern Union? Welcher Tag ist heute?
Wo ist Mattuschka?
Ich male jetzt Eisern Union.
Soll ich das auch noch raufschreiben? Eeeeiiiiseeern Uniiiioooon.
Papa, musst du immer Bitte-Bitte rufen?
Ist da Eisern Union an? Warum rufen die Eisern Union ganz laut? So laut: EISERN UNION! Ham die Fußballer das jetzt gehört?
Ich zieh jetzt ein Schlafanzug an und sagst Bescheid, wenn das noch weiter geht.
(R. schreit Tooooor!)
Ham die ein Tor geschossen? Welcher hat ein Tor geschossen? Hat einer ein Tor geworfen? Welcher?
EISERN UNIOOOON! (Etwas verspätet)
Welcher hat eine gelbe Karte? Man zwei gelbe Karten kriegt, dann darf man nicht man nicht mehr mitspielen? Warum? Weil das da auf die gelben Karten steht?
Warum hast du "Ach nö" gesagt?

Mittwoch, 19. Februar 2014

Gedankenkarussell

Gestern Abend dachte ich mir, dass ich ja mal lesen könnte, wie so ein Kaiserschnitt eigentlich abläuft. Seitdem heule ich. Es fällt mir schwer, den Stimmen zu lauschen, die sagen, dass das halb so wild ist.
Ich will nicht aufgeschnitten werden. Ich will nicht mit einem grünen Tuch vor der Latichte auf dem Rücken liegen, während an mir herum gewurschtelt wird. Ich fand damals schon die Ausschabung nach BMs Geburt schrecklich. Ich will mein Baby im Arm halten und lange, lange nicht mehr loslassen, wie ich es mit BM tat. Ich habe Angst, dass es Zwee nicht gut gehen könnte. Der absolute Supergau - ich wäre mit Tropf, Blasenkatheter und allgemeinem Aua ans Bett gefesselt, während sie ganz alleine in einem Brutkasten liegen muss. Mein Baby gehört zu mir auf die Brust. Ich habe auch Angst vor den Schmerzen danach. Auch wenn BMs Geburt streckenweise schrecklich war, kann ich mich heute überhaupt nicht an die Schmerzen unter der erinnern. Diese Amnesie erstreckt sich jedoch nicht auf die Schmerzen am Dammschnitt, die ich danach hatte, wie unmobil ich war. Wie viel schlimmer wird es sein, nachdem mein ganzer Bauch aufgeschnitten wurde? Ich bin eine Memme. Meine BM soll mich so nicht sehen. Was wird sie vom Baby halten, wenn ihre Mama nach der Geburt ein Wrack ist?
Und das alles, wenn es "gut" läuft. An echte Komplikationen wage ich nicht mal zu denken.
Ich bin sauer über die Umstände und möchte es an allen auslassen, obwohl doch keiner etwas dafür kann. Ich hoffe so sehr, dass die dämliche Plazenta noch aus dem Weg rutscht.

Montag, 17. Februar 2014

Nachtrag: Feindiagnostik, Beschäftigungsverbot und Statistik

Schon am 4. Februar, d.h. bei 21+5 SSW waren wir bei der Feindiagnostik. Zuallererst: Zwee ist definitiv ein Mädchen und es geht ihr prima. Sie hat die ganze Zeit gezappelt und gestänkert, was man ihr kaum verübeln kann, wo doch mit dem Ultraschallgerät so lange an ihrem sonst so kuscheligen Zuhause herumgewurschtelt wurde. (Übrigens auch für mich nicht, denn 1. wurde mir auf dem Rücken liegend wieder dezent schwindelig und 2. wurde dabei immer wieder mein bereits geploppter Bauchnabel überfahren).

Die Ärztin schaute sich alle ganz gründlich an, machte die Blutströme sichtbar, stellte fest, dass alle Organe zeitgerecht entwickelt sind, Blase gefüllt ist, Händchen und Füßchen vorhanden sind und auch die Plazenta schön durchblutet ist. Sie schaute auch noch einmal genau nach und bestätigte, dass Zwee eine kleine Schwester ist. Sie zeigte Plazenta und den Gebärmutterhals, sagte aber nichts weiter dazu. Irgendwie kam mir das da schon ein bisschen dicht bei einander vor, aber ich dachte mir noch nichts dabei.

Zuletzt kam noch der Chef, um abschließend noch einmal kurz zu schallen. Er warf einen Blick auf die Bildschirme und fragte dann die andere Ärztin, ob sie "schon etwas gesagt hatte". Da wurde mir gleich ganz anders zumute. Dann erläuterte er, dass die Plazenta in einer "geburtsunmöglichen Position" liegt - nämlich vorm Muttermund. Er war gar nicht unfreundlich, aber ein bisschen distanziert. Außerdem musste ich gleich erstmal ein bisschen weinen, so dass ich nicht alles verstanden habe. Jedenfalls sagte er, dass sich daran voraussichtlich nichts mehr tun würde, so dass Zwee der Ausgang versperrt ist und sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen müsse. Und dass in diesem Fall die Schwangerschaft in vielen Fällen vorzeitig zu Ende geht, wenn die Plazenta anfängt zu bluten, z.B. weil sich der Muttermund anfängt zu öffnen. So ca. vier Wochen früher. Ach ja, und ich solle deutlich kürzer treten und mich schonen. Was auch immer das heißt.

Von dieser Nachricht waren wir beide erstmal sehr geplättet. Ein Ultraschall ist eben kein Babykino, aber wir hatten eigentlich nicht wirklich erwartet, dass irgend etwas nicht stimmen könnte.

Letzte Woche Montag waren wir dann zur Vorsorge bei meiner eigentlichen Frauenärztin. Die schaute auch direkt noch einmal selber nach und erklärte auch etwas genauer, was da zu sehen war. Die Plazenta überlappt den Muttermund um etwa 1,5cm. Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich, dass sie durch das Wachstum der Gebärmutter noch weit genug davon weg rückt, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. (Trotzdem klammere ich mich jetzt noch an diesen Strohhalm und versuche erstmal noch nicht in Panik zu geraten, weil ich nie und nimmer einen Kaiserschnitt wollte.)

Zum Gebärmutterhals selbst hatte man bei der Feindiagnostik gar nichts gesagt, obwohl der mit 32mm wohl schon eher kurz für die 22. SSW ist. Meine Frauenärztin maß (von unten) sogar nur 26mm, was wohl wirklich zu kurz ist. Es wäre auch recht bedenklich, wenn er sich innerhalb einer Woche - in der ich mich ja auch schon geschont hatte - noch einmal so verkürzt hätte. Das kann jedoch zum Teil auch am unterschiedlichen Winkel liegen, so dass ich am Freitag noch einmal zum Nachmessen hingehe.

Fazit war, dass Frau Doktor mich auf keinen Fall mehr arbeiten lassen wollte, obwohl ich ja im Büro arbeite. Ich habe keinen absoluten Liegebefehl erhalten, soll mich aber viel ausruhen. Ich war dann noch hektisch zwei Tage arbeiten, um wenigstens ein bisschen Übergabe ermöglichen zu können und etwas beruhigter ins Beschäftigungsverbot gehen zu können. Nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag (23+0) also zu Hause, schlonze viel auf der Couch herum und brüte meine Zwee, die hoffentlich noch ganz, ganz lange in meinem Bauch bleibt. Ob das dem Gebärmutterhals schon was gebracht hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber zumindest finden meine Symphyse und mein Becken meine Faulenzerei voll in Ordnung und verhalten sich derzeit recht versöhnlich.

So, nun noch schnell ein klitzekleines Bisschen Statistik. Zunächst der aktuellste Bauchbildervergleich:

Zum Vergleich hier mal mein Bauch in der 20. - 24. SSW in meiner Schwangerschaft mit BM:

Mein Bauchumfang betrug in der 23. SSW sowohl bei BM als auch jetzt bei Zwee 95cm - womit ich nun übrigens genau so breit bin wie BM hoch ist. Trotzdem sehe ich auf den alten Bildern nicht grundlos verhältnismäßig zierlicher aus: Die 6 kg, die ich diesmal an Ausgangsgewicht mehr hatte, habe ich bislang genauso mitgezogen. Ich hoffe nur sehr, dass sich das trotz Schonung irgendwann soweit verlangsamt, so dass ich meine 86 kg Maximalgewicht der ersten Schwangerschaft nicht auch noch um 6 weitere Kilos überschreite.

Sonntag, 16. Februar 2014

Hexe im Schrank

BM konnte sich bislang noch nie an Träume erinnern. Heute in den ganz frühen Morgenstunden rief sie nach uns, und R. verbrachte auch eine Stunde in ihrem Bett während sie weiter schlief.

Erst als sie dann heute Morgen noch bei uns im großen Bett kuschelnd in meinem Arm lag, fing sie an zu erzählen:

"Ist hier eine Hexe?"

Ich so: "Was meinst du? Hier bei uns zu Hause?... Nein, dass ist doch kein Hexenhäuschen. Hier wohnen nur wir..."

"Und wenn die die Tür aufschließt?"

"Die hat doch keinen Schlüssel. ... Wenn da mal eine Hexe ist, verjagen Papa und Mama die..."

"Aber da war eine Hexe in meinem Zimmer... In meinem großen Schrank."

(An der Stelle gruselte ich mich erstmal gehörig. Offene Schranktüren gehen bei mir seit Jahren gar nicht, seit ich Stephen Kings Kurzgeschichte "Das Schreckgespenst" las.)

Jedenfalls ist die Hexe dann wohl weg gegangen als Papa kam.

Ich versuchte es mit "Es gibt keine echten Hexen", was BM sofort entkräftete: "Die war aber wirklich da."

Wir einigten uns also, dass wir ihren großen Teddy vor den Schrank setzen werden, damit der die Hexe verscheucht, wenn die noch mal wieder kommt. Und wenn nicht, kann sie ja immer Mama und Papa rufen.

Damit war das Thema erst mal geklärt, und ich sollte das Märchen von Hänsel und Gretel erzählen. Allzu solle Angst scheint sie wohl nicht zu haben.

Mal gucken, ob sie heute Abend noch dran denkt und Teddy als Wachmann aufstellen will. Ich werde sie natürlich nicht daran erinnern.
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An der Stelle fällt mir ein, dass auch PL früher gehörig Düse vor Hexen hatte und immer sagte: "Ich will heute keine alte Frau sehen."

Samstag, 8. Februar 2014

Spielen mit beiden Kindern

Die große Schwester ging heute früh nach dem Frühstück alleine nach oben, suchte sich Sachen heraus und kam angezogen wieder herunter. Nun spielen wir schon seit geraumer Zeit auf der Couch. Still sitzend.

Die kleine Schwester tobt derweil im Bauch herum. Ob sie wohl schon BMs Stimme kennt?

Sonntag, 2. Februar 2014

Zeugnisnoten

BM kränkelt ein wenig, ehrlich gesagt waren die letzten drei Nächte fürchterlich. BM jammerte und weinte jede Stunde, wurde aber nicht richtig wach, um mal zu sagen, was eigentlich los ist. Ich glaube, ihre verstopfte Nase stört sie. Tatsächlich schnarcht sie so laut, dass man denkt im Kinderzimmer wird ein Baumstamm abgesägt. Mit einer stumpfen Säge. Leider verweigert sie Nasenspray, so dass wir ihr leider nicht wirklich helfen können. So wühlt sie sich also durch das Bett und wenn man nicht schnell genug hineilt, wenn sie gerade wieder jammert, stößt sie sich vor lauter Gewühle oft an der Bettumrandung, was dann wieder Tränen gibt.

Gestern war sie tagsüber auch immer wieder unleidlich, nicht krank genug zum ausruhen, aber eben auch nicht so richtig fit. Heute jedoch ließ sie sich jedoch kaum etwas anmerken und war fröhlich und aufgedreht. Schon gestern hatte sie beschlossen, dass sie mit Fingerfarben eine wunderschöne Klopapierrolle für ihre arme kranke Oma bemalen wollte, weil diese so krank ist, dass sie nicht in den Urlaub fahren kann (man stelle sich BMs weit aufgerissene Augen vor während sie davon berichtet).

Zu Omas Glück gab es dann doch noch ein paar mehr Kunstwerke außer der grünen Klopapierrolle. Ich wollte BM noch überzeugen, dass sie die Bilder doch auch noch an andere Familienmitglieder verteilen könne, aber alle waren ausschließlich für Oma gedacht. Ich bezweifle, dass die 5 Bilder plus ein Ausdruck von dem Werk, das BM heute früh an R.s "Juter" tippte, an Omas Kühlschrank passen.


Dafür hatten Oma und Opa auch eine Überraschung für BM. Weil BM am Freitag so artig der Zeugnisausgabe in Omas Klasse beigewohnt hatte und traurig war, dass sie selbst noch kein Schulkind ist und somit kein Zeugnis bekam, gab es heute verspätet ein Zeugnis von Oma und Opa. Die Noten sind natürlich recht subjektiv, wir Eltern hätten an der ein oder anderen Stelle wohl anders geurteilt. Aber schaut selbst:

Übrigens hat PL ja ihr erstes Schulzeugnis bekommen: Alles Einser, außer einer einzigen Zwei in Sport. Wir sind alle mächtig stolz auf unser Schulkind!

Und nun noch das Bauchbild. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es ausgerechnet zur Halbzeit kein Bauchbild gab. Das heißt aber nicht, dass diese ganz sang und klanglos vorüber gegangen wäre. R. und ich freuen uns sehr auf unser Baby, das nun immer öfter strampelt. Dafür bekommt es auch eine glatte Eins, weil es oft Momente abpasst, in denen ich mir gerade Sorgen mache, z.B. heute weil ich gefühlt ziemlich oft Übungswehen hatte. Abzug in den Kopfnoten gibt es dennoch, weil Zwee seit ein paar Tagen ständig meine Blase im Visier hat.



Mittwoch, 29. Januar 2014

Müde, müde

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich unglaublich erschöpft und müde fühle. Kennt ihr das, wenn man zufällig zugemachte Augen gar nicht mehr auf bekommt?

BM ist heute Abend wieder sehr ausdauernd die "Sörin". Wenn sie mir etwas grob motorisch den Pony über die Augen kämmt, ist es danach jedes Mal ein riesiger Kraftakt, die Lider wieder zu öffnen.

Wie gut, dass mein R. in einer Stunde nach zwei Strohwitwennächten Hause kommt. Dann schlafe ich bestimmt auch wieder besser.

Ich freue mich auch auf morgen: BM und ich sind zu Hause, weil die Kita zu hat. R. arbeitet vom Home Office. Am Vormittag kommt di Hebamme zum ersten Kennenlernen und Nachmittags treffen wir uns endlich mal wieder mit den Blümels.

Montag, 27. Januar 2014

Was ist eigentlich ein Gittel?

Neulich verriet meine Mutti uns, dass laut der maßgeblichen Fachmeinung unserer Nichte PL die Fäden geschmolzenen Käses "Gittel" heißen. BM findet dieses Wort genauso lustig wie wir und bestand heute auf ganz viel Gittel. Zwischendurch behauptete sie zwar mal kurz, dass Gittel ihr gar nicht schmecken, weil PL die schließlich auch nicht lecker findet... aber soweit reichte PLs Einfluss dann doch nicht, als dass sie dauerhaft auf Gittel von Omas Teller verzichtet hätte.

Jetzt singt sie grade noch oben im Bett, nachdem sie sich gerade noch einmal wortreich vom Baby verabschiedete: "Mein kleines, freches Babyyyy. Wann kommst du geboren? ... Im Sommer kommst du geboren. Jetzt weißt du das. Gute Nacht und schlaf schön!"

Sonntag, 26. Januar 2014

Kleiner Bruder Namenlos

Nein, an Zwee's Wahrscheinlich-Outing hat sich noch nichts geändert. Dafür hat mein Bruder dieses Buch aus dem Keller hervor gekramt, weil ich es gern BM vorlesen wollte. Ich finde die Geschichte immer noch toll und BM will sie jetzt ganz oft als Bettgeschichte hören.

Nun wünsche ich meinem kleinen Bruder gute Besserung aus Gründen.

Montag, 20. Januar 2014

Royal Republic Accoustic Tour

... ermöglicht durch meine lieben Eltern, die BM bei uns zu Hause hüten, obwohl sie gleich wieder aufstehen müssen. :-*

Sonntag, 19. Januar 2014

Bauchbilder 15. - 20. Schwangerschaftswoche

Ich hätte sollte wollte eigentlich endlich mal wieder etwas ausführlicher bloggen, z.B. über mein aktuelles schwangerschaftliches Befinden. Da BM aber gerade wegen vermutlich-Halsschmerzen immer wieder weinend aufwacht und mich im Kinderzimmer braucht, halte ich mich kurz und veröffentliche wenigstens endlich mal wieder eine neue Bauchbildserie...

... und erwähne flink, dass ich nun wohl wirklich im schönen zweiten Trimester-Gefühl angekommen bin. Mir ist nur noch ganz selten am Abend übel. Nach neulich (in der 18. SSW) zwei Tagen schlimmster Symphysenschmerzen während derer ich eigentlich nur auf der Seite liegend mit einem Kissen zwischen den Beinen liegend überleben konnte, zwicken und zwacken Ischias und Symphyse derzeit nur gelegentlich. Ich hätte es auch wirklich unfair gefunden, wenn das jetzt bis zur Geburt so weiter gegangen wäre. Dafür waren am Freitag zum ersten Mal meine Fingerspitzen taub, die Ringe werden enger. Da hat sich also wohl das erste Wasser angesammelt... wenn ich doch nur alle Kilos darauf schieben könnte...


Samstag, 11. Januar 2014

Frieren...

... wird Zwee sicherlich nicht müssen, hat sie doch schon jetzt einen Berg an Klamotten von PL, BM und F's Kindern. Heute war unsere liebste deutsch-amerikanische Familie nach 4-monatigen USA-Aufenthalt zu Besuch und brachten viele süße Mädchen-Sachen mit, aus denen die "tleine-tleine" A heraus gewachsen ist. Die ersten Babyklamotten, die ich in dieser Schwangerschaft sichten kann, da alle anderen noch bei meinen Eltern auf dem Dachboden ruhen.

Soooo klein wird unser vermutlich-Mädchen Zwee sein! Nicht zu fassen! *hach*

Schnipp-schnapp

Am Donnerstag waren wir alle drei beim Friseur. Also ich war nur die begleitende Ehefrau und Mutter, denn tatsächlich wurden nur R. und BMs Haare geschnitten. Für BM war es das erste Mal beim Friseur, jedenfalls auf dem Frisierstuhl, denn sie hatte R. schon ein paar Mal begleitet. Ehe ich mich dreimal ungesehen hatte, war sie daher schon in der Spielecke verschwunden und wartete dort spielend ab bis sie an der Reihe war.

Bisher hatte ich immer BMs Haare (in der Badewanne) geschnitten und imho zumindest den Pony auch ganz passabel hinbekommen. Hinten waren die Haare jedoch noch arg fusselig und dringend schnittbedürftig. Da BM jedoch - für mich - nie stillhält, hatte ich meine liebe Not als ich zuletzt vor 6 Monaten die Fusseln schneiden bringen wollte.

Daher also zum Friseur. Beim Haare waschen sah mein Mädchen unglaublich klein aus. Ich glaube, das war ihr ein bisschen unheimlich. Also hielt ich ihr Händchen und sie im Gegenzug gaaaanz still. Auf dem Frisierstuhl saß sie dann ganz stolz und fast ohne Zappeln unter einem bunten Umhang während die nette Friseurin die Fusseln in Form brachte. Gut gelungen, wie ich finde. Das hält jetzt auch sicher eine ganze Weile, denn eigentlich sollen BMs Haare ja bis zum Boden wachsen... oder wenigstens so lang werden wie die von PL.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Einseitiges Zwiegespräch

BM streichelt gern den Bauch, kuschelt mit dem Baby und schenkt ihm viele Küsschen auf den Bauch.

Heute Abend beim Gute-Nacht-Sagen durfte wie üblich auch das Baby nicht fehlen:

"Mein liiiiebes, freches Baby! Ich halte du lieb. (Bauch umarmend) Schlaf gut und träum was Schönes! Das Baby kann von Hunderkerzen, Deketen und Goldregen träumen. Und ich auch. ...

Mama, wenn das Baby geboren ist und du in Krankenhaus bist mit das Baby, dann musst du gleich ein Küsschen von mich für das Baby geben, und Papa auch. ...

(Viele Küsschen später, nochmal den Bauch umarmend) Oh, ich tuschel mit unseres Baby! Das ist ein Milientuscheln (Familienkuscheln). ...

(Das Baby anflüsternd) Und morgen früh creme ich wieder Mamas dicken, dicken Bauch ein und geb dich ein Küsschen. ..."

Dienstag, 7. Januar 2014

Bewegung, Bewegung, Bewegung

Ich glaube, ich hatte noch nicht mal aufgeschrieben, dass BM jetzt unter die Tanzmäuse gegangen ist. Schon seit November gehen wir jeden Mittwoch zur Tanzschule. Die 3- bis 5-jährigen Kinder tanzen und toben zu Bewegungsliedern - unter anderem auch immer BMs geliebtes "Knall, bumm, knall". Wir Eltern warten im angrenzenden 'Café' und können die Kinder durch eine Glasscheibe beobachten.

BM hat gleich von Anfang an immer schön mit gemacht, was sicher auch daran liegt, dass Nachbarsmädchen M. mit dabei ist. Die beiden gehören zu den Kleinsten in der Gruppe. Mittlerweile hängen sie mit dem Nachmachen der Bewegungen längst nicht mehr zurück sondern sind schon fast synchron mit dem jeweiligen Lied. Dabei spiegeln sich die beiden immer ganz genau: Sitzt eine im Schneidersitz, steht auf einem Bein oder rennt schnell eine Zusatzrunde durch den Tanzsaal, macht die andere es sofort nach. Wichtig ist dabei natürlich auch das richtige Outfit. Bislang trug BM einen Tanzbody von PL. Der Weihnachtsmann brachte aber einen neuen Body mit voluminösem Tüllröckchen, und BM kann es gar nicht erwarten diesen endlich auszuführen.

Tanzen war eigentlich gar nicht unsere erste Wahl. Eigentlich wollten wir mit BM zum Kinderturnen, bekamen jedoch leider keinen Platz. Seit heute sind wir nun doch mit dabei - Dienstags geht es jetzt in einer Grundschulturnhalle zum Turnen. BM hat heute die ganze Stunde trotz mit Sohn damit tags schlaf durchgetobt. Die "Trainerin" kommentierte gleich wie ungewöhnlich es sei, dass ein Kind gleich von Anfang an so enthusiastisch mitmacht. Während R. mit BM den Hindernisparqour ablief, konnte ich in aller Ruhe mein Mädchen anstaunen. Da ich selbst nie irgendeinen Sport mochte, war es besonders schön anzusehen wie mutig und sicher sie kletterte und sprang. Vor allem aber finde ich, dass sie rennen kann wie der Wind.

Und dann strampelt auch noch das Baby wie ein Weltmeister. Vorhin musste ich lachen, weil das so kitzelte. Ob wir doch noch so ein sportliches Mädchen bekommen. Eigentlich hätte ich nun doch mal damit gerechnet, dass meine Gene sich durchsetzen, und wir einen gemütlichen Schläfer mit Hang zu Büchern, Puzzlen und ruhigen Spielen bekommen...

Donnerstag, 2. Januar 2014

Vorsorgeuntersuchung mit Zwee

Um Weihnachten herum wurde ich wieder etwas unruhig, weil es schon wieder so lange her war, dass wir Zwee beim Ultraschall gesehen hatten. Klar, der Bauch wuchs, Symphyse und Ischias belästigen mich on-and-off schon seit der 14. SSW und etwas übel war mir vor allem Abends auch noch - und trotzdem machte ich mir ein bisschen Sorgen. Seit ein paar Tagen merke ich Zwee jedoch zuverlässig mehrfach am Tag und vor allem auch schon viel kräftiger als zu Anfang, so dass ich schon wieder etwas beruhigter war. 

Trotzdem war ich heute wieder ganz schön aufgeregt als R. und ich zur Vorsorgeuntersuchung gingen. Da heute erstmals nach dem Weihnachtsurlaub Schwangerensprechstunde war, mussten wir trotz Termin anderthalb Stunden warten. Da das Wartezimmer komplett belegt war, durften wir es uns im CTG-Zimmer gemütlich machen, so dass wir zumindest ungestört quatschen konnten. Die Waage lasse ich an dieser Stelle unerwähnt. Meine Gebärmutter ist bei 2 Finger-breit unter dem Nabel angekommen (welcher übrigens schon sehr schwanger aussieht und demnächst rausploppen wird). 

Als wir endlich bei Frau Doktor waren durfte ich auch gleich auf die Liege zum Ultraschall. Leider konnte sie nicht so richtig gute Bilder bekommen, da - sie drückte es sehr freundlich aus - meine Bauchdecke wohl nicht sehr durchlässig ist. Aber das wichtigste ist, dass alles, was sie sehen und messen konnte, in bester Ordnung ist. Zwee scheint immer noch ein paar Tage größer als die offizielle 17+0 SSW zu sein, das Herzchen pochte und ich konnte sehen und spüren wie es zappelte. Allerdings hielt es seine Beinchen größtenteils ungünstig gekreuzt. In Verbindung mit dem "schlechten" US-Bild gab es daher nur ein "vermutliches" Outing: 

Zwee ist wahrscheinlich-vielleicht ein Mädchen. Noch ein Mädchen. Wir freuen uns, genauso wie wir uns über einen Jungen gefreut hätten (oder werden, wenn die Feindiagnostik doch etwas anderes zeigt). Für mich ist Zwee damit - wie damals schon BM - viel greifbarer. 

Zwischen den Jahren

Nun sind die Feiertage schon wieder fast vorbei und ich bin nicht zum Bloggen gekommen, so dass es wieder nur einen kurzen Abriss gibt. Wir haben viel Zeit zu dritt, aber auch mit unseren Familien verbracht, und ich zumindest fühle mich jetzt ganz gut aufgetankt.

Heiligabend verbrachten wir diesmal bei R.s Familie. Nach dem Mittagsschlaf machten wir einen Spaziergang durch unseren Heimatkiez. Wie erhofft sahen wir unterwegs einen (Miet-)Weihnachtsmann, den BM mit einer Mischung aus Aufregung und Respekt von weitem betrachtete. Tatsächlich war während unseres Spaziergangs der Weihnachtsmann bei Oma und Opa gewesen und hatte einen riesigen Berg Geschenke abgeladen. Als BM ins Wohnzimmer kam, riss sie vor Staunen Augen und Mund weit auf und strahlte über das ganze Gesicht. Was für ein schöner Moment!

Dann durfte sie auch zuerst ihre vielen Päckchen aufmachen, entschleunigte sich jedoch zwischendurch immer wieder selbst, indem sie mit den neuen Sachen erstmal ein bisschen spielte: Püppi musste gleich ihre neue Strumpfhose und den Schneeanzug anziehen, sie musste gleich die (Ver)Käuferin an ihrer neuen Kasse sein und vor allem musste sie sofort erstmal in ihr neues "Mikifon" singen.

Nach dem Abendessen waren wir Erwachsenen dran und würfelten um unsere Geschenke. Es waren so viele, dass wir bis 21:30 Uhr nicht fertig waren, so dass R. und ich unsere letzten Geschenke ohne zu würfeln auspacken durften, damit wir unser müdes, glückliches Mädchen nach Hause bringen konnten. Mein Geschenk-Highlight war dieses Jahr eine totale Überraschung: Ein Kin.dle von R. - Von wegen wir schenken uns nur Kleinigkeiten! Jedenfalls habe ich ihn sofort eingeweiht und zwischen Weihnachten und Neujahr gleich mal die Panem-Trilogie darauf gelesen.

Am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir zusammen mit meinem Bruder und seiner Familie bei meinen Eltern. Da war natürlich gleich noch mal Weihnachten, und sogar Zwee bekam Geschenke. Die beiden Mädchen spielten schön zusammen mit ihren neuen "Haustieren" - einem Hund und einer Katze, die an der Leine laufen, und wir Großen ließen uns die leckere Ente schmecken.

Am 2. Weihnachtsfeiertag waren wir dann bei kimmy, um mit R.s Familie Klöße und Braten zu verspeisen. BM spielte dabei wieder schön mit kimmys anderer Nichte - vor allem rannten sie mal wieder außer Rand und Band im Kreis durch die Durchgangszimmer.

Auch sonst war jeder Tag mit schönen Erlebnissen gefüllt. Wie schon im vergangenen Jahr trafen wir uns mit den Nachbarn auf der Straße zum Glühwein- und Kinderpunschtrinken, wobei acht Kinder zwischen 2 und 5 Jahren laut kreischend die ansässigen Katzen hin und her jagten. Wir hatten Besuch von R.s Kindergartenkumpel F. und Sohnemann M. Nach einem stärkenden Frühstück verschwanden Männer und Kinder dann eine Stunde nach draußen während ich mich auf die Couch flätzte. Win-win für alle Beteiligten. Außerdem besuchten BM und ich ihren alten Babymassage-Kumpel R. Auf dem Weg musste ich ihr dann haarklein erzählen wie das damals bei der "Baby-Gamage" (wie Garage gesprochen) gewesen war. Also z.B. dass sie immer das einzige Baby war, dass nie still lag, um sich in Ruhe massieren zu lassen. Die beiden sehen sich nur etwa zweimal im Jahr, brauchten aber wieder nur 2 Minuten zum aufwärmen ehe sie hemmungslos durch die Wohnung tobten.

Neben all diesen schönen Erlebnissen waren wir - na ja, vor allem R. - auch sehr fleißig. Im Frühjahr wird es bei uns ein Räumchen-wechsel-dich geben, wenn wir unser Schlafzimmer ins Dachgeschoss verlegen, BM unser Zimmer bekommt und ihr Zimmer dafür wieder auf Baby-Status zurückgesetzt wird. Das DG-Zimmer ist nun ausgeräumt, Möbel verkauft bzw. versprochen, R.s Schreibtisch in die Waschküche verlegt, zig Kisten ausgemistet, eine Autoladung "Müll" entsorgt, neue Schlafzimmermöbel bestellt, Wand für begehbaren Schrank fast beauftragt, Pax für eben diesen gekauft und bereits geliefert.... Wir sind jedenfalls sehr zufrieden.

Nun ist unser Urlaub fast vorbei, das Haus bereits entweihnachtet und wir genießen noch die letzten freien Tage. Ein Anekdötchen noch: BM ist immer noch sehr begeistert von ihrem Mikifon. Sie sing jeden Tag hinein, verbeugt sich zwischendurch und erwartet Applaus. Besonders oft singt sie "O Tannenbaum". Dazu muss sie zwingend neben dem Weihnachtsbaum stehen und diesen tanzend ansingen. Wirklich ANSINGEN. Das sieht so niedlich aus! (Bis heute jedenfalls, denn der Baum ist nun schon auf dem Weg zu den Elefanten im Tierpark.)

Samstag, 28. Dezember 2013

Eine Busfahrt die ist lustig...

BM, Püppi und ich fahren heute mit dem Bus ins Dorf. Der Bus rumpel-pumpelt lustig, und BM versucht die Namen der Haltestellen nach zusprechen. Und fragt mich ein Loch in den dicken Bauch über alles, was sie sieht.


Zum Beispiel: "Guck mal, die Frauen haben beide Locken. Die passen gut zusammen." Ähem...

Montag, 23. Dezember 2013

Es war in den goldenen Zwanzigern....

Heute haben wir den versprochenen Ausflug zum Weihnachtssingen im "Dadjonn" gemacht. Beinahe hätten wir wegen der Menschenmassen vor scheinbar bereits geschlossenen Toren kehrt gemacht, doch dann sind wir doch noch über den Gästeblock reingerutscht, wo wir zufällig gleich kimmy und ihren M. antrafen.

BM staunte über die Menschenmassen und über die tausenden von Kerzen. Es war eine tolle Kulisse und neben Union-Gänsehaut für mich auch total weihnachtlich. Ich mag ja die traditionellen Weihnachtslieder und genoss die Zeit mit meinen beiden Lieblingsmenschen.

Später kämpften wir uns noch zum anderen Ende des Stadions durch, vor allem weil BM unbedingt noch zu PL wollte, die dRort mit ihren Eltern und Opa war. Ich lief ein paar Schritte hinter R., der BM auf den Schultern trug. Und so beobachtete ich wie BM schon von weitem ihre große Cousine sah und vor Freude schier ausflippte. Die beiden winkten sich über die Köpfe der Leute zu und freuten sich so sehr über einander. Dann hielten sie fortan (immer noch auf Schultern getragen) Händchen und erzählten sich, was sie alles sehen konnte. Nur PLs Erzählungen von Ritter Keule konnte BM nicht folgen: Wir müssen ihr wohl mal ein paar Bilder zeigen, damit sie das nächste Mal versteht, wer gemeint ist.

Es war ein rundum gelungener Ausflug zur Einstimmung auf das morgige Weihnachtsfest.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Magica

Heute haben wir in einem Anfall von Aktionismus unseren Abstellraum aufgeräumt. Dabei ist mir mein alter Magica Projektor mit den Märchenrollen in die Hände gefallen. Den musste ich unbedingt gleich mit BM ausprobieren, denn genau dafür hatte ich ihn schließlich mal aufgehoben - also um die Märchen mit meinen Kindern ansehen und vorlesen zu können.

BM hat es auch gut gefallen und sie hat völlig untypisch ausdauernd auf meinem Schoß gesessen und sich "Brüderchen und Schwesterchen" (ich wusste gar nicht mehr wie gruselig das ist) und Frau Holle zeigen lassen.

Nur hätte ich dabei mal lieber nicht im Schneidersitz auf dem Boden sitzen sollen. Meine Symphyse, das Miststück, lachte mich danach laut aus.

Samstag, 21. Dezember 2013

Eiserne Jooooohn!!

In unserem Familien- und Freundeskreis ist man Unioner. Auch wenn BM bislang noch nicht ins Stadion durfte, hat sie schon gelegentlich mal auf R.s Schoß ein Spiel (kurz) im Fernsehen angeschaut. Dabei hat sie in kürzester Zeit den Schlachtruf "Eiserne Joooohn" (Eisern Union, unbedingt mit erhobenem Fäustchen) erlernt und nun singt sie auch noch das Torsten-Mattuschka-Lied an (Maaaaduuuuschdaaaa).

Heute fragte sie ihren Papa übrigens wie denn die Männer (also die Fußballer) da wieder raus (also vom Spielfeld weg) kommen. R. konnte sie dann überzeugen, dass es da auch einen Ausgang gibt. Und sie war begeistert als wir ihr erklärten, dass Opa U. und ihre Onkels und viele andere "ihrer" Menschen gerade im Stadion sind.

Mal gucken, ob am Montag alle Erkältungen soweit beseitigt sind, dass wir mit ihr zum Weihnachtssingen in die Alte Försterei gehen können.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Tipp-tipp-tipp

Heute hat Zwee zum ersten Mal angeklopft. Ganz zaghaft - viel zaghafter als ich es bei BM je in Erinnerung hatte. Kein Wunder wahrscheinlich, denn BM spürte ich erst einige Wochen später zum ersten Mal.

Das möchte ich zum Anlass nehmen nun endlich mal mit der Bauchbilder-Serie zu beginnen. Wie man sieht, sieht man schon einiges. Besonders das heutige Foto sieht eindeutig schwanger aus. Allerdings wurde es erst am Abend - nach reichlich Gulasch beim Schwiegeropa und einigen Naschereien - aufgenommen. 


Ach deshalb!

BM hält doch sonst nie auch nur 3 Minuten den Mund. Warum hat sie mir dann gestern nicht einfach gesagt, dass es ihr nicht gut geht? Das hätte mir sehr geholfen, empathischer zu sein. Wer weiß, vielleicht würde sogar die Gardinenstange noch hängen.

Nun ist jedenfalls alles klar - BM hat Fieber. Zur Strafe für mein fehlendes Gespür liege ich neben meinem wühlenden Kind in dessen Bett. Ich darf nicht aufstehen. Ich darf mich nicht zudecken, denn BM ist warm, also friere ich. Ich darf nicht bequem auf der Seite liegen, dann das passt nicht in BMs wechselnde Schlafpositionen. Mein Ischias findet das zum Schreien komisch.

Also nöle ich leise in meinen Blog und füge mich in mein nächtliches Schicksal.

Samstag, 14. Dezember 2013

Heuli-Popeuli - die BM-Edition

BM ist mindestens genauso urlaubsreif wie wir. Diese Woche sagte sie jeden Morgen, dass sie nicht in die Kita will sondern lieber mit Mama und Papa zu Hause bleiben möchte. Sie hat zwar morgens nicht geweint, sich aber immer sehr an uns geklammert. In der Kita sagte man auch schon, dass sie diese Woche recht weinerlich gewesen sei. Eine doofe Erkältung hat sie auch, was ihr alle paar Tage eine durchwühlte Nacht bescherte. Noch dazu immer wieder aufregende Ereignisse: Loch im Kopf. Nikolaus. Mehrmals Weihnachtsmarkt. Überall Weihnachtsmänner. Schokolade en masse. Nikolauszug. Weihnachtsfeier im Clubkeller. Heute Vormittag 3 Nachbarskinder bei uns zu Besuch. Immer ist was los.

Sie ist knülle. Und somit zwar verständlicherweise, aber dennoch nervtötend nölig.

Gerade habe ich knapp zwei Stunden Einschlaftheater hinter mir. Bevor einer fragt: Sie war definitiv müde. Und überdreht. Und stand wieder verbotener Weise auf ihrer Bettkante, um an der Jalousie vorbei nach draußen zu sehen. Dabei riss sie Gardine samt Gardinenstange ab. Mann, war ich sauer! So sauer, dass ich sie nicht mal trösten konnte, zumal sie nur vor Schreck brüllte. Zum Glück hatte sie sich nicht weh getan.

Das Genöle ging dann noch eine Stunde weiter. Meine Nerven!

Fazit für mich ist: Im Weihnachtsurlaub wird es (bis auf den Weihnachtstrubel an sich) ganz viele "normale" Tage zu dritt geben. Keine Menkenke. Keine Highlights. Nur spielen, raus gehen, normale Dinge tun. Zeit zum runter kommen eben.

Freitag, 13. Dezember 2013

Heuli-Popeuli

Heute zum ersten Mal in dieser Schwangerschaft erst Tränen gelacht und dann nahtlos weiter geheult. Also nicht mehr, weil es lustig war, sondern weil ich irgendwie traurig/erschöpft/weißdergeierwasnoch war.
Übrigens weiß ich jetzt nicht mehr, was eigentlich so lustig bzw. danach so furchtbar war.

Definitiv schwanger. Armer R.! Jetzt geht das wieder los.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Hach-Momente

Wenn BM sagt:

"Meine liiiiebe schöne Mama! Du bist meine liebste Freundin! Ich halte du GANZ doll fest.

Ich hab du lieb bis zum Mond und bis zu den Sternen und bis zu den Schneemännern (Lichterkette) und bis zu [allerhand Dinge im Kinderzimmer]... und zurück."

Daran denke ich gerade, während BM JETZT friedlich neben mir schläft, nachdem sie wegen Halsschmerzen und "Ich-kann-nicht-gut-Schnauben" (=verstopfte Nase) die ganze Nacht wie ein Berserker durch unser Bett gewütet ist. Ich sortiere dann jetzt mal meine Knochen und versuche aufzustehen.

Freitag, 6. Dezember 2013

Noch mal schon wieder

Vor einem guten Jahr hatte BM ihr erstes Loch im Kopf. Heute war es wieder so weit: Erzieher M. rief bei R. an, denn BM war auf der Treppe neben eine Stufe getreten und hatte sich den Kopf angeschlagen.

Zum Glück arbeitete R. heute von zu Hause, so dass er ganz schnell bei unserem Mädchen war, das wohl noch ordentlich blutete. Er fuhr dann gleich zur Kinderärztin, die ihn nach einem Blick auf die Wunde ("bis auf den Knochen") weiter ins Krankenhaus zum Nähen schickte. So schlimm war es dann zum Glück doch nicht, so dass (übrigens an der gleichen Stelle wie letztes Jahr) geklebt werden konnte. Unser Mädchen war wieder total tapfer und ertrug alles mit nur ein paar ganz kleinen Tränchen.

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Davon abgesehen war es für BM ein ganz toller Nikolaustag. Sie war vorher schon ziemlich aufgeregt und fragte gleich  beim Aufwachen mit noch geschlossenen Augen, ob er denn wohl da gewesen sei. War er natürlich. Bei beinahe hätte BM in der Eile vergessen, ihren "Nender" (Kalender) auszumachen.

Der Nikolaus war auch in der Kita, wo morgens helle Aufregung herrschte als alle Kinder von ihren Nikolausüberraschungen erzählten und sich über kleine Säckchen in ihren Fächern freuten. Und bei allen Omas und Opas und Uroma war er natürlich auch gewesen und hatte allerlei Überraschungen für BM hinterlassen.

Ich fand es so schön, mein strahlendes und vor Aufregung hopsendes Mädchen zu sehen. Nikolaus fand ich in den letzten Jahren nie besonders wichtig, aber BM hat mich heute eines Besseren belehrt. Nun kann auch ich kaum abwarten, dass der Weihnachtsmann kommt und BM wieder so begeistert wie heute der Nikolaus.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Schon wieder

Es ist noch nicht mal ein Jahr her, dass ich durch BMs... äh... Mitwirkung eine Kontaktlinse ins Abwasserrohr spülte. Gestern Abend saßen wit gemeinsam im Wohnzimmer und schmetterten sehr einvernehmlich "Kling Glöckchen". BM saß mir zugewendet und - zugegebenermaßen - ausnahmsweise ganz ruhig und ohne Zappelei auf meinem Schoß.

Irgendwie wurschtelte sie dann doch mal kurz herum und fuhr mit der Hand über mein Gesicht.

Kontaktlinse raus. UND UNAUFFINDBAR. Auf Fliesenfußboden. Wie GEHT denn das?

Na, wenigstens war es diesmal die linke, so dass ich noch eine adequaten "olle" Ersatzlinse habe.

BM machte übrigens gleich ein schuldbewusstes Schippchen, dabei war das einfach nur Pech. Darum konnte ich mich auch gar nicht so doll ärgern, damit sie nicht noch trauriger wird. BM hat dann ganz lieb Abstand gehalten während ich meine Klamotten ausschüttelte und sich von mir abtasten gelassen. Irgendwann stieg sie dann in die Suche mit ein und kroch mit mir auf dem Boden herum. Das war dann schon wieder sie niedlich, dass mein Abend doch gerettet war.

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Nachtrag: Am Tag darauf war meine Mutti zu Besuch und suchte ausdauernd nach der Kontaktlinse, die ich längst abgeschrieben hatte.... und fand sie tatsächlich unversehrt mindestens 3 Meter von der Stelle entfernt, wo ich sie verloren hatte. Sie lag direkt vor der Treppe und es grenzt an ein Wunder, dass keiner von uns drauf getreten ist. Danke nochmal, Adlerauge Mutti!

Donnerstag, 28. November 2013

Jaaaa, geb mich die Fünf!!

... ruft BM zur Zeit, wenn sie etwas begeistert  - z.B. heute als sie auf dem abendlichen Heimweg aus dem Dorf die viele Weihnachtsbeleuchtungen entdeckte.

Und heute fühle ich mich auch genauso euphorisch. Nach vier langen Wochen Jammertal meinerseits - voller dauerhafter Übelkeit, regelmäßigem Würgen und Erbrechen und maßloser Erschöpfung, wurde ich heute schon ein großes Stück weit belohnt. R. und ich sahen heute zum ersten Mal gemeinsam unser Zwee. Erst wollte es sich durch die Bauchdecke nicht so recht zeigen, so dass ich doch noch mal auf den Stuhl musste. Und siehe da: Zwee war wach und machte seiner/ihrer zappeligen Schwester alle Ehre. Es sieht schon aus wie ein richtiger kleiner Mensch und strampelte mit den Beinchen, was das Zeug hielt. Das war soooo niedlich!

Heute war es der Größe nach sogar schon 2 Tage weiter als letzten gemessen, wir halten aber fürs erste am 12. Juni als ET fest. Zwee ist ganz vorbildliches Kind: puckerndes Herz, ein Gehirn, eine Wirbelsäule, Beinchen mit Füßen und Arme mit Händchen und ein Nasenbein; und die Nackenfalte war winzig klein und somit super.

Zu guter Letzt brachte ich es dann tatsächlich über mich, nach einem eingeschränkten Beschäftigungsverbot zu fragen und bekam es auch. Somit muss ich ab Montag nur noch 6 Stunden pro Tag arbeiten. Vielleicht bekomme ich dann auch endlich mal wieder etwas auf die Reihe anstatt nur (höchstens) zu warten bis BM schläft, um dann selbst sofort einzuschlafen.