Dienstag, 26. August 2014

Gefunden

Heute haben sich Zwees rechtes Händchen und linkes Händchen gefunden. Tatsächlich haben sie sich eher zufällig an der Schnute getroffen. Zwee fand das so toll, dass sie beide gleichermaßen hingebungsvoll abgeschleckt hat. Sie war nur sichtlich enttäuscht, dass nicht beide gleichzeitig in den Mund passen. Sie wird es aber weiterhin versuchen.

16 Wochen ist Zwee jetzt schon bei uns und natürlich längst nicht mehr wegzudenken. Aus dem Neugeborenen ist schon eine richtige kleine Persönlichkeit geworden. Zwee ist immer noch ein sehr freundliches Baby. Sie hat das Mama-Anhimmeln so richtig gut drauf, schaut mich mit großen Augen an, lacht und feixt und erzählt mir gerne etwas von örre, erre und ongö.

An der Brust lässt sich Zwee nun leichter ablenken, sei es weil irgendwo ihre Schwester herumspringt, eine Lampe anzugucken ist oder sich ein Händchen an der Brust vorbei in den Mund schleicht. Wenn ich dann mit meinem kleinen Frechdachs "schimpfe" grient sie mich mit großen blauen Augen an und schiebt es es auf "örre". Da Zwee sowieso immer recht viel Luft mit ansaugt -  und nun aufgrund der Ablenkungen noch mehr -  hat sie auch wieder mehr mit Bäuerchen,  Hicks und Pupsen zu tun.

Zwee will nun immer öfter auch richtig beschäftigt werden. Oft ist sie über zwei Stunden am Stück wach. Der Renner sind weiterhin Klapperdinge, die über ihrem Kopf geschüttelt werden. Manchmal haut sie selbst dagegen, festhalten kann sie sie meist noch nicht. Das scheint sie aber gelassen zu sehen... Oder vielleicht weiß sie nur noch nicht, dass sie das auch selber machen kann.

Auf dem Bauch mag Zwee weiterhin nicht so gerne liegen. Darum ist auch das Köpfchen immer noch zu schwer für die Muckis im Nacken und in den Schultern, aber wir üben einfach weiter. Derweil ist Zwee auf dem Rücken oder noch lieber auf meinen Beinen liegend vollauf zufrieden.

Zwee fängt nun auch an, ein bisschen zu fremden. Nicht-die-Mamas, die auch nicht Papa oder BM sind, werden manchmal sehr kritisch beäugt, bekommen dann aber meist doch noch ein Lächeln. Allerdings haben beide Omas auch schon sehr lautstark zu hören bekommen, dass Zwee lieber bei Mama sein möchte.

Letzte Woche versuchten wir es m wieder mit einem Nuckel als Zwee im Auto bitterlich weinte. Immerhin wurde dieser interessiert abgeschleckt. Getröstet hat er aber nicht und dran saugen wollte Zwee auch nicht. Ich schätze, wir haben hier wirklich ein Nucki-freies Baby. Fragt sich nur, wer - wenn nicht die Nuckifee -  ihr irgendwann eine elektrische Zahnbürste bringen soll. 😉

Zwee, du kleines Wunderwesen, wir so glücklich, dass du zu uns gehörst und uns mit deinem Lächeln und deiner guten Laune jeden Tag auf's Neue verzauberst.

Montag, 25. August 2014

Mehr auf als ab

Am Donnerstag wachte BM wie ausgewechselt auf - eine Wohltat nach dem vorangegangenen Tag. Wir rissen uns beide am Riemen und kamen so gut durch den Morgen. An diesem Tag hatte mein Bruder Geburtstag, und meine Mutti hatte ihren beiden großen Enkelinnen versprochen, dass sie nach der Party mit ins Dorf kommen und da zusammen übernachten können. BM hatte sich das seit dem gemeinsamen Urlaub schon gewünscht. Weil sie aber am Vortag im Tierpark so ausgerastet war, waren wir gar nicht sicher, ob das so gut gehen würde. Jedenfalls rief BM dann auf meinen Vorschlag hin ihre Oma an, entschuldigte sich und fragte, ob sie bei ihr schlafen könne. Durfte sie natürlich. 

BM ging dann relativ bereitwillig in die Kita und hatte somit einen dringend benötigten geregelten Tag bis ich sie abholte, um mit den Kindern zur Nicht-Feier-aber-kommt-ruhig-vorbei zu fahren. In PLs Zimmer packten die beiden Mädels noch allerhand Dinge ein, die sie dringend für die Übernachtung brauchten. Dann ging es Abends ins Dorf. Zahlreiche Whatsapp-Fotos belegen, dass die Kinder dann noch einigen Spaß hatten bei einer Nachtwanderung, einem Indianertanz im Schlafanzug und bei einer Mitternachtsparty in dem mit den aus PLs Kinderzimmer mitgebrachten Dingen geschmückten Bett bevor sie dann um 22:30 Uhr einschliefen. 

Am Freitag Vormittag spannten die Mädels ihre Oma noch einmal ordentlich ein. Schon um 8:23 Uhr teilte meine Mutti per Whatsapp mit: "Nach Mau Mau, Friseur, Misthaufen, Frühstück wird jetzt schön geschmückt mit Bändern. Beide sind nur lieb und süß." 

Als wir wieder zu Hause waren, machten wir uns auf den Weg, um die Geburtstagseinladungen für BMs Geburtstag in der Nachbarschaft einzuwerfen bzw. abzugeben. Der Countdown läuft: In zwei Wochen wird unser großes Mädchen schon unglaubliche VIER Jahre alt! Beim Abgeben der Einladung nebenan wurde BM dann gleich einkassiert und blieb dort bis zum Abendbrot. 

Abends gab es dann wieder einen Bock, der Samstag Vormittag brachte uns dann ebenfalls an unsere Grenzen. Wir waren sehr einvernehmlich zum Supermarkt spaziert - BM auf dem Fahrrad, hatten ausgiebig unterwegs gespielt und uns bestens vertragen. Urplötzlich befand BM dann, dass sie einen anderen Weg (an der Straße entlang) zurück nehmen wollte als wir. Die Situation eskalierte wieder, BM heulte nur noch, wollte nicht mehr weiter fahren, nicht laufen, nicht irgendwas. 

Es stellte sich heraus, dass sie Hunger hatte. Meine Güte, sie ist fast vier Jahre alt. Warum kann sie nicht einfach sagen: "Hey, ich weiß wir haben gerade erst gefrühstückt, aber ich habe schon wieder Hunger und brauche dringend einen Snack sonst raste ich aus." Ebenso oft ist Müdigkeit ein Auslöser - Der Mittagsschlaf ist in den letzten Wochen weggefallen, nachdem wir eine zeitlang noch darum gekämpft hatten. Müdigkeit und Hunger - Beides Grundbedürfnisse. Und BM scheint zurzeit nichts davon einfach sagen zu können, vielleicht ist sie sich manchmal selbst gar nicht bewusst, was eigentlich das Problem ist. 

Jedenfalls gab es dann am Samstag einen Mittagsschlaf verordnet - statt "Conni" gucken und auf der Couch ausruhen - und überraschenderweise schlief sie tatsächlich ein. Seitdem (schnell auf Holz klopf) ist BMs Laune deutlich besser. 

Gestern waren wir dann beim Tierpark-Fest und BM nahm sogar relativ gelassen auf, dass sie laufen musste, weil eine verdammte Mistkackschraube aus dem Buggyboard verloren gegangen war (mittlerweile von R. wieder repariert). Im Tierpark trafen wir uns mit F und ihren drei Kindern sowie A aus B mit Frau und Töchterchen. Hauptattraktion war natürlich wieder der Spielplatz, auch wenn auf dem Weg dahin zumindest die aufgebauten "Spielstationen" abgearbeitet wurden und wir an zwei Bühnen halt machten. Tiere haben wir nicht gesehen. Leider wurde der Ausflug dann durch Regen abgekürzt. Vielleicht war das aber für BM ganz gut, denn so bekam sie ihre dringend benötigte Ruhepause, denn R. ging mal wieder mit ihr im "Babyjogger" laufen. 

Abends hatten wir dann noch H. von nebenan zu Besuch. Sie blieb zum Essen und erzählte aus heiterem Himmel, dass BM ihre beste Freundin sei. Ohne mit der Wimper zu zucken erwiderte BM, dass ihre beste Freundin C. aus der Kita sei. - R. und ich fielen vor Lachen fast von den Stühlen während die Kinder ungerührt weiter aßen. 
Zu meiner großen Überraschung schlief BM dann zum ersten Mal seit Wochen wieder ohne Händchen halten ein. Das hatte sich irgendwie wieder eingeschlichen, und ich fand es eigentlich auch nicht schlimm, weil BM mangels Mittagsschlaf zuletzt immer recht schnell eingeschlafen war. Ich habe mich aber trotzdem gefreut, dass es ohne Theater geklappt hat. 

Heute morgen war BM dann ausgeschlafen und sehr gut gelaunt. Ich durfte Zwee wieder zu ihr ins Bett legen und halbwegs in Ruhe ins Bad gehen während BM und Zwee sich gegenseitig bespaßten. Pullern, Zähne putzen, Anziehen, sogar Zöpfe machen ohne Diskussion. Gemütliches Ohr abkauen beim Frühstück. So gefällt mir das!! 

Mittwoch, 20. August 2014

Auf und ab im Tierpark

Heute waren die Kinder und ich mit meiner Mutti und PL im Tierpark. Schon am Morgen hatten BM und ich uns wie schon so oft in den letzten Tagen in der Wolle. Tatsächlich war ich versucht, den Ausflug abzusagen, da wir uns gegenseitig schon wieder total hochschaukelten. Zum Glück sind wir dann aber doch noch losgefahren.

Wir haben zahlreiche Fotos von den Kindern geschossen, die belegen, dass die Tiere nicht die Hauptattraktion waren. Tatsächlich wurden die meisten Tiere nur im Vorbeigehen kurz angesehen - wenn überhaupt. Stattdessen saßen die Mädels größtenteils im Bollerwagen, erzählten sich gegenseitig Quatsch und ließen sich von ihrer Oma ziehen. Zur Abwechslung zog auch PL mal ihre kleine Cousine umher. Die größte Begeisterung riefen das Karussell, die "Autoscooter" und natürlich der Spielplatz hervor - immerhin dicht gefolgt von Schildkröten und Schlangen. Zwee interessierte das alles nicht die Bohne. Sie verbrachte den Großteil des Tages an mich gekuschelt im Tragetuch.

Als wir gerade den Tag beenden wollte, kam es dann doch noch zum Eklat. BM fiel ein, dass sie ja mal wieder auf dem Buggyboard mitfahren könnte,erinnerte sich aber plötzlich nicht mehr daran, dass sie mir morgens versprochen hatte, auch PL mal mitfahren zu lassen. PL fand nun aber auch, dass sie da mal drauf müsste. Als ich dann an einer Ecke entschied, dass PL jetzt an der Reihe ist, um bis zum Ausgang mitzufahren rastete BM total an. Brüllend versuchte sie den ganzen Weg, sich immer wieder auf das Board zu drängeln. Am Ausgang angekommen wollte sie sich dann weder von Oma  und PL verabschieden noch auf das vermaledeite Board steigen.Musste sie aber, denn mit dem tobenden Kind hätte ich mich sonst nicht über die Straße getraut. Im Auto brüllte die völlig erschöpfte BM weiter - erst, weil der Gurt angeblich zu locker war, dann weil er zu fest war. mitten im Geschrei schlief sie dann plötzlich ein.

Zu Hause weinte sie sich durch Abendessen, Zähne putzen und Schlafanzug anziehen. Als sie endlich im Bett lag, saß ich neben ihr auf dem Boden, die stillende Zwee in einem Arm, der andere Arm wurde langsam taub, weil er verdreht über der Bettumrandung hing damit ich BMs Hannd halten konnte. schluchzend schlief mein armes, durchgewrungenes Mädchen um 18:30 Uhr ein. Rekordzeit.

Ach, BM!

Eingeladen

Am Samstag war BM zum ersten Mal zu einem Kindergeburtstag eingeladen - Nachbarsfreundin M. feierte ihren 4. Geburtstag. BM hatte sich schon sehr darauf gefreut, und schon lange steht fest, dass M. auch zu BMs Geburtstag eingeladen werden soll. 

Das Geschenk und das mitzubringende Prinzessinnenkleid lagen bereit, BM war fertig umgezogen und ich wollte nur noch schnell die Haare schön machen bevor ich selbst mich mit Zwee zu einer Parallelfeier auf den Weg machen wollte. Als wir uns dann endlich auf eine Frisur geeinigt hatten und BM einigermaßen still auf ihrer Verkleidungskiste saß, teilte ich die erste Strähne ab... und sah zum zweiten Mal ein Zeckenbiest auf BMs Kopf. Ärgz! Das Ding war schon locker so groß wie ein Marienkäfer. Nur viel ekliger. Schlagartig verstand ich, dass BM in der vergangenen Nacht keine Kopfschmerzen gehabt hatte. Sie war jammernd aufgewacht und hatte gesagt, dass ihr Kopf weh tut, wenn sie auf der rechten Seite liegt. Ich dachte, dass es vielleicht eher Ohrenschmerzen sind und gab ihr Ibuprofen. Sie legte sich auf die linke Seite und schlief recht bald wieder ein. Tatsächlich hatte ihr aber wohl das Zeckenbiest weh getan.

... Während BM ganz tapfer ihren Kopf hinhielt, versuchten wir das Ungeziefer mit einer Zeckenpinzette zu entfernen, was leider nicht vollständig gelang - ein Teil vom Kopf blieb stecken. Sicherheitshalber fuhr R. dann mit ihr in die Rettungsstelle. War ja klar, dass sowas mal wieder am Wochenende passiert, wenn man nicht einfach zum Kinderarzt gehen kann. Dort wurde dann noch der Rest der Zecke entfernt. Wir sollen nun wieder auf eine eventuelle Wanderröte achten. Gegebenenfalls würde BM dann wieder ein Antibiotikum gegen mögliche Borrelien bekommen.

Mit reichlicher Verspätung kam BM dann doch noch zu der Geburtstagsfeier. Was genau dort geschah, ist leider unklar, da wir nicht dabei waren. BM sagte nur, dass Stuhltanz gespielt wurde und dass sie Spaß gehabt hatte. Kurz nach 19 Uhr kam sie dann mit einer Mitgebseltüte in der Hand nach Hause. - Manno, ich hatte gehofft, dass wir das in unseren Kreisen vermeiden können, aber so ist es ja fast schon Gruppenzwang.

Während BM bei der Party war klingelten noch nacheinander Nachbarsmädel L. und die Zwillinge, weil sie mit BM spielen wollten. R. und ich sind ganz schön stolz auf unsere BM, weil die Kinder offenbar gern mit ihr spielen und sie schon so gute Freunde hat. 

Sonntag, 17. August 2014

BMs U8

Am Freitag - als BM 3 Jahre, 11 Monate, 1 Woche und 2 Tage alt war - fand ihre U8 statt. Zum ersten Mal konnte ich nicht mit dabei sein, weil wir Zwee nicht unnötig in die Kinderarztpraxis mitnehmen wollten. Klar, kann R. das genauso gut, aber irgendwie finde ich es jetzt trotzdem doof, dass ich nicht alles ganz genau weiß...

Als Vorbereitung für den Termin sollte BM ein Bild mit einem Haus, einem Baum und einem Menschen malen. Ehrlich gesagt, dachten wir nicht, dass sie das kann, weil sie lieber bastelt und "schreibt" und weder Mensch noch Baum oder Haus jemals gemalt hatte. Tatsächlich machte sie das aber auf Anhieb ziemlich gut, obwohl sie vorher sagte, dass sie das noch gar nicht kann. Ich denke, sie war aber eher von der Komplexität abgeschreckt. Als ich sie dann schrittweise durchführte (erst den Kopf, wo müssen die Augen hin usw.) konnte sie das super umsetzen. Leider habe ich kein Foto davon gemacht.

Am Freitag um 8 Uhr war es soweit. Zunächst musste R. einen Fragebogen über BMs sprachliche und körperliche Entwicklung und das Sozialverhalten ausfüllen, wobei er alles positiv beantworten konnte. Dann sollte BM in ein Becherchen pullern, was daran scheiterte, dass wir sie gerade zu Hause noch auf Toilette gewesen war. Also half R. ihr schnell reichlich Wasser ein bis es dann klappte.

Im Vorzimmer wurden dann die Ohren getestet. Dazu hatte sie Kopfhörer auf. Es wurden Begriffe genannt und BM musste immer auf das jeweils Bild tippen. Auch der Sehtest lief sehr gut. Lustig ist, dass BM wie schon bei der U7a den Hund nicht so richtig erkannte sondern ihn wieder als "ein Tier"  bezeichnete.

In einem Buch sollte BM Farben und Formen erkennen und zählen, Gegenstände erkennen und benennen - Null Problemo. Dann musste BM einen Kreis, ein Viereck und ein Dreieck malen. Das Dreieck muss BM noch ein bisschen üben -  das konnte man schon am gemalten Haus sehen. Wichtiger ist, dass wir die richtige Stifthaltung üben müssen, weil BM da eine etwa seltsame Technik hat. Da werden wir wohl BMs Oma bitten, ein bisschen zu helfen. Als Grundschullehrerin ist sie dafür wohl bestens geeignet.

Hüpfen, auf einem Bein stehen, auf Hacken und Zehenspitzen und Rückwärts laufen waren ein Klacks. Das Werfen und Fangen eines Balles klappt bislang noch nicht so gut. Na ja, unser Quirl ist ja wirklich sehr sportlich, aber Radfahrer, Klettern und Rennen machen ihr eben sehr viel mehr Spaß. An Ballspielen hat sie bislang einfach kein Interesse.

Dann wurde BM vermessen:

Gewicht: 15,1 kg
Größe: 98,5 cm
Kopfumfang: 49,6 cm

Frau Doktor führte dann noch die körperliche Untersuchung durch und beriet R. dann noch zum Thema Knabbern und schlug ein Belohnungssystem mit Aufklebern vor. Das könnte BM dann auch bei Frau Doktor vorzeigen, wenn sie das nächste Mal da ist. Wir werden aber wohl bei unserem Nagellackspiel bleiben, um nicht zuviel auf einmal zu machen.

BM hatte in den letzten Monaten immer mal wieder (alle paar Wochen) Kopfschmerzen. Ich denke, tagsüber kommt das vielleicht manchmal von schlecht sitzenden Haargummis oder Spangen, zumal BM eigentlich immer gut trinkt. Vor allem Morgens finde ich das aber ungewöhnlich. Dazu erhielten wir ein Formular, um mal 6 Wochen aufzuschreiben, wann Kopfschmerzen auftreten. Gegebenenfalls sollen wir dann mal wieder zum Augenarzt, um abzuklären, dass wirklich kein Sehfehler vorliegt, und dann nochmal zur Kinderärztin. Diese nimmt jedoch an, dass BM vielleicht manchmal nur ungünstig im Bett liegt und darum Kopfschmerzen bekommt. Das kann schon sein, denn jede Nacht befreie ich BM aus irgendeiner verknoteten Lage, wenn sie z.b. mit dem Kopf an der Bettumrandung liegt.

Alles in allem, ist also alles in Ordnung - Die U8 ist "bestanden".

Donnerstag, 14. August 2014

Kuschelrunde

Gestern früh schon und heute wieder liegen BM und Zwee noch in Schlafanzügen zusammen in BMs Bett, kuscheln ein bisschen, erzählen sich was und halten Händchen. BM ist wirklich sehr lieb zu ihrer kleinen Schwester. Mittlerweile legt sie auch nicht mehr ihren Arm oder ihr Bei zum Kuscheln auf das Baby. Wenn Zwee unruhig wird, redet BM beruhigend auf sie ein, singsangt etwas vor (ähnlich wie ich: Mama ist doch daaaaa, alles ist guuuuut....) und macht die Spieluhr.

Ich weiß gar nicht, wen von beiden ich zuerst vor Niedlichkeit abschlecken soll.

Sonntag, 10. August 2014

Ngö

Wir haben für Zwee eine selbstschaukelnde und Musik machende Heitideiti-Babyschaukel geerbt. Eigentlich dachten wir nicht, dass wir sie was brauchen, aber tatsächlich hat die uns schon so manch ein ruhiges Essen zu dritt beschert, ohne dass ein Elternteil derweil Zwee umhertragen musste.

Zwee gefällt die Schaukel recht gut. Am allertollsten ist aber nicht das Spielzeug, das darüber ab einem Bogen hängt sondern die Aufhängung der Schaukel am Gestell. Beim heutigen Frühstück musste sie darüber auch immer wieder lachen und juchzen und "ngö" rufen, weil das wohl so toll aussieht.

Überhaupt ist heute ein sehr entspannter Morgen. BM ist guter Dinge. Wir beide haben vorhin für meinen Geschmack etwas zu früh, aber dafür sehr einträchtig in BMs Bett gekuschelt, erzählt und gespielt. Auch das Frühstück lief sehr fröhlich ab. BMs Spruch des Morgens war dabei:

"Wenn ich Hunger sage, müsst ihr mir was zu essen geben."...

Auf dem zweiten Platz landet: "Bist du immer noch meine Mama, wenn ich erwachsen bin?"... gefolgt von einer kleinen Genealogie-Diskussion,  bei der sowohl BM als auch R. spontan mir zwei Enkelkinder von Oma R. einfielen. Beide vergaßen Zwee. Ts, ts, ts.

Samstag, 9. August 2014

Igel-Alarm

Vor anderthalb Jahren hatten wir schon einmal ein großes Drama, weil BM's Igel nicht auffindbar war. Heute wäre uns das beinahe wieder passiert.

Nachdem BM nun zwei Tage Urlaub im Wald gemacht hatte fuhren wir heute Nachmittag hin, um dort gemütlich mit R.s Eltern, Kimmy und M. zu grillen und BM dann mit nach Hause zu nehmen. Da wir uns nun ja vorgenommen haben, unser Abendprogramm etwas strukturierter zu gestalten und Zwee so früh ins Bett zu bringen, dass noch etwas Exklusivzeit für BM bleibt, machten wir uns ausreichend zeitig auf den Weg.
Als wir schon fast zurück in Berlin waren klingelte das Telefon: Wir Schussel hatten BMs Köfferchen vergessen und waren somit ohne Igel und Kuscheltuch (welches BM seit dem Urlaub mit PL zum Schlafen braucht, weil diese eben auch ein Tuch hat).

Also drehten wir reichlich genervt um. Das war dann das Startzeichen für BM ihre Müdigkeit in einen Heulanfall münden zulassen. Sie wollte den Koffer auf dem Schoss haben, trat aber um sich als Opa ihn ihr geben wollte, so dass der Koffer im Kofferraum landete. Sie wollte eine Draisine sehen, sah sogar eine, aber nicht lange genug. Zwee sollte sie angucken, tat das aber nicht. Sie wollte Zwee anfassen, was wir aber nicht wollten, weil sie ja aus dem Wald kam und noch dazu gerade noch mit einem Käfer gespielt hatte. Der Gedanke, dass Zwee dann als nächstes das Fäustchen in den Mund steckt... Bäh. Dann wollte BM ein Taschentuch, um die Tränchen abzuwischen, jedoch nicht das frische, aber geknickt Taschentuch, das wir ihr anboten. Irgendwann weinte dann auch Zwee ein bisschen mit - kein Wunder bei dem Lärm. Wir Eltern wussten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten.
Selbst in der Badewanne, die sonst immer für gute Laune sorgt, beruhigte unser großes Mädchen sich nicht, jaulte immer weiter. Wollte, dass Zwee mit hinein kommt, für die es aber schon zu spät war. Konnte sich nicht entscheiden, ob und welches Schaumbad sie will. Und so weiter und so fort.

R. übergab mir dann das beschlafanzugte, müde kleine Mädchen und übernahm das müde große Mädchen. Zwee ackerte und schrie immer wieder schrill auf bis eine gewaltige Kackiladung Erleichterung schaffte. Nach weiteren Stilleinheiten ging ich dann zur erneut weinenden BM, sagte noch ein paar liebe Worte und hielt kurz ihr Händchen bis sie für ihre Verhältnisse sehr früh um kurz nach 20 Uhr die Segel strich. Wenig später hatte auch Zwee es mit R.s Hilfe endgültig geschafft.

Feierabend. Den haben wie uns jetzt aber auch echt verdient.

Zwee-Schlaf

Unsere Zwee ist nun schon drei Monate alt -  und ich finde, es ist an der Zeit, sie mal für Ihr Schlafverhalten zu loben. Bislang scheint sie unseren Wunsch nach einem "guten Schläfer"  gern nachzukommen.

Wir versuchen, Zwee immer gleich nach unserem Abendessen ins Bett zu bringen. Da können wir noch etwas besser werden, bislang schwankte die Zeit noch ziemlich, nicht zuletzt weil wir im Uaub nicht immer pünktlich zu Hause waren oder selbst Besuch hatten.

Nach dem Waschen und Schlafanzug anziehen gehe ich mit Zwee ins Schlafzimmer, wo sie dann mal mehr, mal weniger rechts-links-rechts-links clustertrinken möchte. Dann dauert es meist einige Zeit bis alle Bäuerchen heraus geschuckelt sind. Manchmal muss Zwee auch noch die Gardine und die Lampe anschauen, etwas erzählen oder böse Pupse herausdrücken.

Manchmal schläft sie dann in meinem Arm ein, es klappt aber oft auch sehr gut, sie schläfrig in ihr Bettchen zu liegen. Dort guckt sie noch kurz, schleckt vielleicht ein Händchen an und schläft dann ganz lieb ein.

In den meisten Nächten muss ich sie dann nur zweimal stillen, wobei das zweite Stillen oft erst zwischen 5 und 6:30 Uhr ist und somit ja eigentlich gar nicht mehr zur Nacht gehört. Nach dem zweiten Trinken ist Zwee dann immer eine Weile wach, schläft dann aber noch mal ein Stündchen weiter.

Ein sagenhaften Mal schlief unser liebes Baby schon mal SIEBEN Stunden am Stück. Ich war dann fast froh als sie endlich trinken wollte und ein bisschen enttäuscht, dass sie schon an der ersten prallen Brust wieder einschlief und ich weitere drei Stunden auf Erleichterung an der anderen Seite warten musste.

Gestern hatten wir Besuch von K mit H und Baby O. Ich fürchte der kleine Schlingen hat Zwee Flausen ins Ohr gesetzt und erzählt wie lustig es ist, Nachts zu spielen. Jedenfalls tat sie es ihm in der vergangenen Nacht gleich und war ab 3:45 Uhr eine Stunde wach. Lieb wach, aber doch so, dass ich nicht schlafen konnte.

Am Morgen hat Zwee mich dann aber gleich wieder mit extremer Niedlichkeit versöhnt: Ich wurde um 7:30 Uhr von zarten Suchgeräuschen wach. Wie ein Neugeborenes suchte Zwee mit geschlossenen Augen und Schiefmund nach der Brust. Als sie ein Auge öffnete und mich sah, lächelte sie mich sogleich an und trank dann mit geschlossenen Äuglein ihr erstes Frühstück bevor sie direkt weiterschlief. Sie ist von der nächtlichen Spielaktion wohl auch etwas geschlaucht.

Generell wacht Zwee immer sehr gut gelaunt auf und strahlt ihre Menschen sofort an. Sogar wenn BM von Null auf Hundert mit ihr herumkuschelt, nimmt sie das gelassen in Kauf und freut sich meist gleich mit.

Offen ist nur die Frage, warum ich trotz der kurzen Nacht eigentlich nicht mehr schlafe. BM ist schließlich noch im Wald, Zwee und R. schlafen noch -  es gibt also keinen Grund, wach zu sein.

Freitag, 8. August 2014

Kitaferien

Heute ist der letzte Tag von BMs Kitaferien. Zeit für ein kleines Resümee.

Nach unserem Ostseeurlaub mit meinen Eltern war die Kita noch eine Woche offen bevor sie für zwei Wochen schloss. In der Woche war BMs beste Freundin schon im Urlaub, so dass BM etwas ungern in die Kita ging. Letztendlich war sie nur Montag und Dienstag dort, an denen sie mal mit ganz anderen Kindern als sonst spielte. Ihre Angst "keinen Freund zum spielen zu finden" bestätigte sich also ganz und gar nicht. Nichtsdestotrotz endete BMs Zeit in "Gruppe 1" dann so halb ungeplant schon am Dienstag und ihre Ferien begannen vorzeitig mit unserem Ausflug in den anderen Wald.

Danach verbrachte BM einen Tag in "unserem" Wald, wo sie von R.s frisch aus dem Urlaub zurück gekehrten Eltern schon sehnsüchtig erwartet wurde. Am nächsten Tag verbrachten wir den Nachmittag bei meinen Eltern, die im Urlaub soviel Enkelkindernähe getankt hatten, dass sie sogleich unter Entzugserscheinungen litten. An dem Abend kam dann R. von seiner Dienstreise zurück und wir starteten in eine gemütliche Urlaubswoche auf Terrassien.

Wir hatten keine besonderen Pläne, sondern genossen einfach die Zeit zu viert und lebten so in den Tag hinein. BM hatte viel Spaß mit diversen Nachbarskindern, deren Kitas zeitgleich geschlossen waren. Sie besuchten sich gegenseitig und tobten gemeinsam vorm Haus. Ich finde es richtig toll, BM mit ihren Freunden zu sehen, und bin immer wieder erstaunt und begeistert davon, wie diese kleinen Menschen sich miteinander unterhalten.

In diesem Urlaub ließen wir nun auch den Mittagsschlaf komplett wegfallen. Zuletzt war es immer wieder in heftige Machtkämpfe ausgeartet, BM überhaupt ins Bett - geschweige denn zum Schlafen - zu bewegen. Meistens konnte sie einfach nicht einschlafen. Wir sind also dazu übergegangen, dass sie sich nur ausruhen muss. In der Regel schaut sie nun ca. drei Folgen "Conni". Wir Eltern können die Geschichten um dieses nervige Kind kaum ertragen, aber BM findet sie toll... und sitzt dabei einigermaßen ruhig auf der Couch. Mittlerweile schafft BM es dann auch meistens durch den Rest des Tages, ohne allzu übel gelaunt zu werden. Die Tage werden dadurch nicht kürzer, allerdings schlief BM mehrheitlich ohne viel Gejammer kurz nach dem Zubettgehen ein. Halleluja!

Seit dieser Woche ist R. nun wieder arbeiten und ich war drei Tage mit den Kindern allein. Am Dienstag begleitete BM Zwee und mich zur Rückbildungsgymnastik. Dazu musste sie ihre Püppi in deren Autoschale sowie ihre Wickeltasche mitnehmen. Ich wette, wir haben ein lustiges Bild abgegeben wie wir unsere Sachen da so vom Auto zur Hebammenpraxis schleppten. BM war die ganze Zeit ganz ruhig und ungewohnt schüchtern. Tatsächlich klebte sie eine zeitlang an meinem Rücken, was die Übungen nicht leichter machte. Sie wollte auch gar nicht mit dem extra mitgebrachten Tablet oder der Püppi spielen, sondern nur zugucken. Dafür bespaßte mein großes Mädchen dann kurz Zwee als diese unruhig wurde, so dass ich noch schnell eine Übung machen konnte bevor sie endgültig die gute Laune verlor und todmüde vom vielen Strampeln und Gucken an meine Brust musste, um endlich zur Ruhe zu kommen.

Ich fürchte, an den ersten beiden Tagen zu dritt habe ich mich nicht gerade mit Muttiruhm bekleckert. Ich wurde zusehends ungeduldiger mit BM, die ihrerseits immer mehr Aufmerksamkeit forderte. Wir hatten einen Termin beim Bürgeramt, um Zwees Kinderreisepass zu beantragen, und danach regnete es, so dass wir nicht so richtig an die frische Luft kamen. Mir fehlte die Kuschelzeit mit Zwee und auch mal ein paar Minuten Nichtstun. Je mehr ich das wollte, desto mehr wollte BM, dass ich irgendetwas für sie oder mit ihr tue. Ich konnte sehen wie sie immer frustierter und bockiger wurde und kam dennoch ebenso wenig aus meiner Haut wie BM, sondern nölte ebenfalls immer mehr herum.

Am Dienstag fand endlich der langersehnte Spielbesuch von BMs bester Kitafreundin C. statt. Nachdem BM tags zuvor einen totalen Rappel hatte und unser Nachbarsmädchen zwar zum Spielen dahaben wollte, ihr dann aber alles Spielzeug aus der Hand riss, war ich etwas skeptisch. Doch der Nachmittag war ein voller Erfolg. Die Mädels freuten sich riesig, sich nach den Urlauben nun endlich wiederzusehen, machten ganz viel Quatsch und spielten toll miteinander.

Nach Zähneputz-und-Schlafanzuganzieh-Theater unterhielten BM und ich uns an dem Abend im Bett. Ich sagte, dass ich ganz traurig bin, weil wir uns soviel zanken, und fragte, warum sie denn zurzeit sooft von der Ärgermaus gebissen wird. Sie sagte, weil wir nie machen, was sie möchte. Ich musste ganz schön schlucken, aber ehrlich gesagt hatte sie wohl recht. Ich versprach ihr darum, dass wir am Mittwoch alles machen und spielen, was sie möchte.

Und so wurde der Mittwoch ein sehr schöner Mädelstag. Wir liefen beide mit unseren Kinderwagen zum Supermarkt, snackten auf einer Bank im Park, spielten und malten zusammen. Eigentlich ein totaler Klassiker, aber mir wurde wieder einmal bewusst, wie viel BM doch schon kann und versteht, und dass sie z.B. immer rechtzeitig die Zähne putzt, wenn man nicht gleich meckert, weil sie vorher noch ein Spielzeug von A nach B tragen MUSS, sondern sie einfach mal machen lässt. Tatsächlich ist diese 30-Sekunden-Verzögerung ein Klacks gegen die ewige Diskussion darüber, ob sie das denn nun wirklich vor dem Zähneputzen noch erledigen muss (je nach Tagesform mit daraus resultiertendem Bock).

Seit gestern ist BM nun in einem "kleinen Urlaub" im Wald, spielt dort Verstecken mit dem Fahrrad (d.h. das Fahrrad muss mit versteckt werden), fährt mit Oma und Opa auf dem "Wassergetreter", geht Baden und lässt sich mit ganz viel Exklusivzeit verwöhnen. Morgen holen wir sie ab, und ich hoffe, dass wir dann noch ein schönes Restwochenende gemeinsam haben bevor sie ab Montag ein Gruppe-2-Kind in der Kita ist.

Dienstag, 5. August 2014

Kichererbse - Die Zweite

Vor gut dreieinhalb Jahren verzauberte BM uns mit ihrem ersten lautem Lachen als ich sie mit Giraffe Sophie anstupste.

Heute spielte ich mit meinen beiden Mädels ein ganz ähnliches Spiel. Zwee und BM lagen nebeneinander auf der Couch. BM war natürlich auch ein Baby. Ich nahm das Schmetterlingbienending, ließ es über die Köpfe der Kinder kreisen und hinab sausen, um ihnen damit abwechselnd Küsschen zu klauen. BM lachte fröhlich und BM kriegte sich vor lauter Grinsen gar nicht mehr ein.

... und dann lachte sie laut! Eigentlich nicht so direkt beim Küsschen-Klau. Ich glaube, es amüsierte sie noch mehr, dass nebenher BMs Füße durch die Luft flogen.

Unser artiges Baby wiederholte das süße Lachen sogar noch mehrmals, so dass ich gleich ihrem Papa ein Video schicken konnte. Ich weiß, R. war ein bisschen traurig, dass er nicht live dabei war. Aber bestimmt wird es bald noch ganz viel Gekicher von unserem fröhlichen Baby Zwee geben.

(Zwee ist 3 Monate und 1 Tag alt.)

Samstag, 2. August 2014

Fürsorglich

Heute hat unsere liebe Kimmy Geburtstag. Auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch dazu! Auf dass das kommende Jahr voller Glück, Zufriedenheit und erfüllter Wünsche ist!

Auf dem Weg zur Party knöterte Zwee ein wenig herum. Sie hatte am Vormittag kaum geschlafen und gerade als sie so richtig schön schlief mussten wir sie in die Autoschale verfrachten um loszufahren, so dass sie wieder wach wurde.

Zum Glück hat Zwee eine tolle große Schwester: BM erkannte die Situation sofort, nahm Zwees kleines Händchen in ihr etwas größeres Händchen und redete beruhigend auf Zwee ein. Ob das wirklich half, sei mal dahin gestellt, aber der Wille zählt.

Wie sie da so im Schneidersitz saß, schräg zu Zwee hinübergelehnt, fragte ich sie, ob das denn geht, weil das so unbequem aussieht. BMs Antwort:

"Für mich ist das nicht bequem, aber für unseres Zwee." (Also quasi genauso, wie wenn wir an BMs Bett sitzen und Händchen halten.)

Und später als Zwee eingeheiert war: "Das wackelt so doll hier, (dass) Zwees Köpfchen immer wackelt."

BM ist schon eine sehr fürsorgliche große Schwester. Klar, ist sie auch manchmal etwas überschwänglich, vor allem wenn Zwee gerade irgendwie im Mittelpunkt steht. Man merkt dann richtig, dass sie um Aufmerksamkeit buhlt. Wir sind bemüht, aber es gelingt ins leider oft nicht, gelassen zu bleiben. Mit ihrem Rumgewusel könnte sie dann leicht ungewollt ihre kleine Schwester verletzen. Am besten hilft es, wenn man BM dann mit etwas anderem ablenkt und ihr die gewünschte Aufmerksamkeit schenkt. Beim Stillen geht das aber nunmal nicht ohne weiteres, und manchmal will man ja eigentlich tatsächlich gerade das Baby bestünden und nicht zum 97sten Mal BMs Akrobatik am Klettergerüst beiwohnen.

Aber meistens sind wir total verzaubert und genießen es, unseren beiden Kindern zuzusehen, weil sich beide so sehr übereinander freuen.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Häh. Örre.

Zwee ist ein sehr freundliches Baby. Sie lächelt viel, besonders wenn man mit ihr spricht, aber auch wenn sie irgendetwas ganz spannend findet -  zum Beispiel die wehenden Gardinen im Schlafzimmer... leider jetzt gerade zur Schlafenszeit.
Außerdem gibt Zwee die süßesten Töne von sich und lässt immer öfter ein zartes "Häh. Häh. Örre." erklingen. Nebenher macht sie eifrig Blubberbläschen. Dabei schaut sie mich mit ihren immer heller werdenden blauen Augen neugierig und fröhlich an, fast als ob sie selber ein bisschen überrascht darüber ist, was da in ihrem Mund passiert. Na ja, vermutlich ist sie das sogar.
Zwee kuschelt gerne. Immer öfter möchte sie dabei aber bitte-danke schön aufrecht gehalten werden damit sie alles sehen kann. Trotz des Kuschelbedürfnisses überrascht Zwee uns immer wieder damit, dass sie allein herumliegt, sich etwas anguckt und ein bisschen ackert a.k.a. spielt. Manchmal schläft sie dann auch einfach so ein.
Apropos Babyschaukel. Wir haben da ja so ein selbstschaukelndes, musikmachendes Hightech-Teil geerbt. Heute haben wir seit geraumer Zeit wieder mal zu dritt essen können, ohne dass ein Elternteil dabei Zwee balancieren musste, denn diese ließ ganz zufrieden in der Schaukel schaukeln, guckte erst ihr Spielzeug an und wurde dann zusehends schläfrig bis endgültig die Äuglein zuklappten.
Vor dem Essen hatte BM sich ihren kleinen Stuhl geholt, sich zu Zwee an die Schaukel gesetzt und ihrer kleinen Schwester etwas "vorgelesen" während diese BM mit großen Augen anschaute. Das war so ein schöner Moment, unsere beiden Mädels dabei zu beobachten.

Dienstag, 29. Juli 2014

Aua, aua, aua

Gestern war Zwee 12 Wochen und einen Tag alt und wir waren bei der Kinderärztin. Als BM auf den Tag genauso alt war, hatten wir ihre U4, so dass wir mal einen genauen Gewichtsvergleich haben:

BM 5.320 g
Zwee 5.180 g

Da hat unser Frühchen in den letzten Wochen aber wirklich gut aufgeholt, wenn man bedenkt, dass Zwee bei der Geburt gut 900 g leichter war.

Zwees U4 machen wir erst in vier Wochen, gestern standen die ersten beiden Piekse an, nachdem unsere letzten beiden Termine wegen abwesender Ärztin ausfallen mussten. Im Wartezimmer war Zwee so goldig, grinste mich die ganze Zeit an und bearbeitete ihre Fäustchen. Ich hätte sie schon wieder fressen können. Da wir dann doch ein bisschen warten mussten, schlief sie mir am Ende ein.

Im Behandlungszimmer angekommen durfte sie dann langsam wach werden, während Frau Doktor mir Zwees Wachstumskurve zeigte und sich freute, dass es Zwee so gut geht. Wir können nun das Eisen absetzen und ein Blutbild wird auch nicht mehr nötig sein. Dann wurde Zwee noch kurz untersucht. Ich finde, Frau Doktor ist dabei immer sehr lieb. Sie sagte dann noch, dass Zwee sie nun gerne ordentlich anschreien dürfe, und dann ging es auch schon los.

Leider wurden die Spritzen nicht parallel sondern nacheinander gesetzt. Mein armes kleines Mädchen wusste gar nicht wie Ihr geschah und brüllte völlig außer sich. Kaum hatte sie kurz Luft geholt gab es noch eine Spritze.

Danach schlief Zwee völlig erschöpft in der Autoschale ein. Nachmittags ließ sie sich eigentlich nicht allzu viel anmerken. Doch gegen Abend taten ihr die armen geschwollenen Schenkelchen ganz doll weh. R. war mit ihr spazieren als sie völlig untypisch im Kinderwagen anfing zu brüllen. Zu Hause war unsere kleine Zwee weiterhin ganz untröstlich, so dass wir ihr ein Zäpfchen gaben und sie schnell bettfertig machten.

Es dauerte dann noch eine gute Stunde im Schlafzimmer bis sie sich endgültig beruhigt hatte und tief und fest einschlief. Bis dahin wechselten sich Stillen und herzzerreißendes Weinen mit dicken Kullertränen ab.

Anschließend schlief Zwee dann über 9 Stunden bis ich sie weckte, weil meine Brüste zu platzen drohten. Dann schlief sie noch einmal ganz ruhig 3 Stunden weiter bis zu ihrer üblichen Morgendlichen Wachphase im Bett, die diesmal aber statt um 5 Uhr erst um 6 Uhr anfing. Da lächelte mein Mädchen mich schon wieder wie gewohnt freundlich an.

Ganz ehrlich, wenn mein Baby so schlimme Schmerzen hat schei*e auf dieses Durchschlafen... zumal es meinerseits sowieso nicht dazu kam, weil BM stundenlang immer wieder schlecht träumte und weinte.

Wenn die nächsten Piekse anstehen, werden wir jedenfalls gleich danach vorsichtshalber ein Zäpfchen geben. Soll doll soll unser Mädchen nicht noch einmal weinen müssen.

Samstag, 26. Juli 2014

Teufelskreis

Die Dramatik des Einschlaftheaters ist offenbar direkt proportional zum Grad meiner eigenen Erschöpfung. Wenn ich mal wirklich meinen Feierabend brauche, setzt BM scheinbar alles dagegen, so dass er letztendlich später wird als unter normalen Umständen. Noch eine Prise Gereiztheit meinerseits dazu und nichts geht mehr.

Heute ist offenbar einer dieser Abende: Eigentlich stehen alle Faktoren auf meiner Seite. BM ist erkältet mit erhöhter Temperatur und hat keinen Mittagsschlaf gemacht. Trotzdem ist die wie ein Flummi, nölt weil ihr Kuscheltuch nicht faltenfrei bleibt, wenn sie mit dem Kopf drauf liegt, jammert und ruft immer wieder, wenn ich versuche parallel Zwee ins Bett zu bringen...

Eigentlich weiß ich ja, dass sie gerade eine ruhige Mama braucht... aber manchmal wünsche ich mir den Zeitpunkt herbei, wenn BM versteht, wann ich mal eine Pause brauche, so dass wir uns nicht gegenseitig immer weiter hoch schaukeln müssen.
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Nun sitze ich also doch Händchen haltend neben BMs Bett während Zwee oben in ihrem Bett noch ein bisschen am Fäustchen lutscht. Ich wage es kaum zu hoffen, aber ich glaube, BM schafft es gleich ins Land der Träume. Der Feierabend rückt in greifbare Nähe.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Ausflug

Gestern machte ich mit dem Kindern einen Auszug zu meiner besten Freundin, die die Ferien mit den Kindern im Wochendendbungalow verbringt. Die anderthalbstündige Fahrt nutzte BM, um mir ausgiebig ein Ohr abzukauen und ein Loch den Bauch zu fragen.
Im dortigen Wald angekommen, kletterte BM gleich zu C. und T. in den Pool. Obwohl sie sich leider nicht so oft sehen, waren sich T. und BM gleich einig und spielten den ganzen Tag schön miteinander. Sie spielten in Zelten, streiften als Nackideis mit je einem Spaten durch den Wald, planschten im See, begossen sich ohne Zank gegenseitig mit Wasser, wurden so richtig schön schmuddelig und tobten auf dem Spielplatz.
Man merkt, dass C. jetzt teilweise schon zu groß für die Spiele der Kleinen ist, aber beim Baden und auf dem Spielplatz war sie auch mit von der Partie. Alle drei Kinder waren nach einer halben Stunde Toben um das Karusselldrehding schön mit Sand paniert.
Derweil nutzten F. und ich die Zeit ausgiebig zum Quatschen, da wir uns schon wieder viel zu lange nicht gesehen hatten.
Sehr lustig war, dass BM irgendwie einen Dreher bei den Namen hatte und den jüngsten Spross immer mit dem Namen seines Papas ansprach: "Wir müssen aufpassen, dass der E. nicht ins Wasser krabbelt. Darf E. schon Bratwurst essen? Hat E. eingekackert?... "
Auf dem Heimweg schlief BM sehr zu meiner Überraschung ein. Es war zwar ein anstrengender, mittagsschlafloser Tag gewesen, aber BM schläft nur sehr selten im Auto ein.
Als wir zu Hause ankamen, wurde sie nur so halb wach und weinte ganz bitterlich, weil sie total neben sich stand. An Duschen oder Zähne putzen war nicht zu denken. Also steckte ich sie in ihren Schlafanzug und brachte sie eich ins Bett. Dort weinte sie noch eine Weile weiter, war aber offenbar gar nicht richtig wach. Denn irgendwann schluchzte mein armes müdes Mädchen: "Mama, ich will zu unsers Zuhause!" Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie längst im eigenen Bett lag.
Ich rechnete mit einer unruhigen Nacht und tatsächlich träumte und wälzte BM sich erst lange umher, doch dann schlief sie überraschend bis halb Acht, obwohl sie - einschließlich der Zeit im Auto - locker zwei Stunden früher als sonst eingeschlafen war. Da hatte unser Wirbelwind sich wohl beim Spielen komplett verausgabt.

Von Wellness und guter Laune

Im Moment benutzen wir noch die Babywanne, die wir im Kinderzimmer auf den Boden stellen -  nicht besonders rückenfreundlich für mich, aber Zwee belohnt mich dafür jedes Mal wieder, indem sie sich schön entspannt und das Baden sichtlich genießt.

Heute hat sie beim Haare ausspülen immer wieder fröhlich gegrinst. Offensichtlich macht ihr das Haarewaschen Spaß, ich hoffe mal, das bleibt so.

Wie immer pullerte der kleine Frechdachs bei der anschließenden Massage auf das Handtuch. Also machte ich das frisch gebadete erneut sauber und drehte es dann auf den Bauch, um den süßen kleinen Rücken zu massieren. Beim Umdrehen landete Zwee auf den Händchen, und anstatt wie üblich platt auf dem Bauch zu liegen drückte sie die Ärmchen durch und blieb nach oben gestemmt.

Alleine kann sie sich natürlich noch nicht in diese Position stemmen. Soeben liegt sie auf dem Bauch neben mir auf der Couch, und schleckt genüsslich die Krabbeldecke an und mag das Köpfchen nicht einmal zur anderen Seite drehen.

Überhaupt entdeckt Zwee nun immer mehr ihre Leidenschaft für's Anschlecken. Mit den Fäustchen klappt das täglich besser. Wenn man ihr ihren Rasselring ins Händchen drückt, hält sie ihn schon kurz fest und versucht - genau - ihn anzuschlecken.

Ich finde, Zwee ist ein sehr freundliches Baby. Sie lächelt uns und auch Spielzeug oder Wasweißich schon sehr oft an bzw. freut sich sichtlich, wenn man mit ihr spricht oder wenn etwas Tolles in ihr Blickfeld gerät.

Wenn Zwee lächelt hat sie auf der linken Seite ein süßes kleines Grübchen. Keine Ahnung, von wem sie das geerbt hat. Jedenfalls möchte ich immer am liebsten sofort ihre zarte Wange abküssen, wenn Zwee lächelt.

Montag, 21. Juli 2014

Kuscheltag

Heute wollte Zwee unbedingt den ganzen Tag an mir kleben. Hinzu kam, dass ich selbst heute etwas lethargisch war, so dass ich beizeiten beschloss, dass wir uns heute einen faulen Tag machen. Zuvor hatte ich mit BM gemütlich auf der Terrasse gefrühstückt, noch gespielt und so lange herum getrödelt, dass sie erst viertel 10 in der Kita war.

Nach einem kurzen Zwischenstopp zum Einkaufen machte Zwee und ich es uns auf der Couch bequem. Dort wechselte Zwee dann immer zwischen Stillen, auf meinem Bauch liegen, auf meiner Schulter liegen, auf meinen Beinen liegen hin und her. Dabei schäkerte sie mich immer wieder mit riesigem, zuckersüßem Grinsen an und amüsierte sich wie Bolle.

Zwischendurch schlief sie immer wieder mal ein, wachte aber immer wieder ganz traurig auf, wenn ich sie mal kurz abgelegt hatte.

Um 14 Uhr holten wir BM ab, die morgens noch mit mir gefeilscht hatte, weil sie unbedingt vorm Vesper abgeholt werden wollte. Als ich dort ankam, nölte sie erstmal, dass sie doch noch in der Kita vespern wollte. Wie man's macht...

Dann machten wir drei Mädels ins noch einen schönen Nachmittag im Garten, und BM half mir dabei, Babysachen in Größe 62 aus der Kiste zu holen, denn nach und nach wächst unsere Zwee nun schon aus einigen 56er Teilen heraus.

Trotz der Hitze kam Zwee dann noch zwei Stunden ins Tragetuch, weil sie partout nicht alleine irgendwo liegen wollte und BM gleichzeitig mit mir spielen wollte. So hatten wir drei Mädels heute eine sehr einvernehmliche Zeit, die bisher auch anhält. BM zog rasend schnell Ihren Schlafanzug an und putzte die Zähne bevor sie dann im Babyzimmer astreine Rollen auf dem Teppich machte während wir Eltern Zwee bespaßten.

Nun clusterstille ich Zwee während R. versucht, BM langsam auf Bettzeit herunterzufahren.

Sonntag, 20. Juli 2014

Über Nacht...

... oder zumindest über eine Woche ist Zwee aus dem Neugeboreneneinsatz der Autoschale herausgewachsen. Auf dem Weg in den Urlaub passte sie mit 2 cm Luft noch hinein. Als wir sie gestern für den Heimweg hineinlegten passte sie partout nicht mehr hinein.

Nun sind wir nach unserem tollen Ostsee-Urlaub wieder zu Hause. Wir haben uns vor allem Dank des unermüdlichen Einsatzes meiner Eltern bei der Enkelkinderbespaßung sehr gut erholt.

Ein bisschen fürchteten wir uns vor BMs Wiedereingliederung in normale Abläufe, zumal sie uns im Urlaub mit reichlich Böcken herausforderte. Doch *klopfaufholz* die Heimfahrt verlief sehr einvernehmlich nachdem sie und PL zum Auspowern erstmals auf ein Trampolin mit solchen Gummiseilen durften.

Zu Hause angekommen, musste BM erstmal ganz viel Spielen. So sieht das Haus auch aus, obwohl ich diesmal sehr eifrig die Koffer ausgepackt und Ordnung geschaffen habe. Jedenfalls scheint es BM nun zu Hause auch sehr gut zu gefallen und sie hat auch schon wieder Küsschen und Nettigkeiten ausgeteilt, die ich zuletzt im Urlaub gar nicht mehr bekommen hatte.

Zwee hat den Urlaub sehr gelassen verbracht und auch die Heimreise mit einer Stillunterbrechung gut verkraftet - teilweise mit Hilfe oder trotz Händchenhalten durch BM. Da sind die Grenzen wohl etwas fließend.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Es war einmal...

... eine ganz junge Frau ohne Winkearme...

Ganz gebannt lauschten die beiden Mädels heute Abend ihrer Oma als diese erzählte wie PLs Papa und BMs Mama geboren wurden... wie die Familie langsam immer größer wurde und wie sehr sie und der Opa sich über die Geburten ihrer drei Enkelmädchen gefreut hatten.

Danke,  Mutti! Das hast du sehr schön erzählt.

Dienstag, 15. Juli 2014

#FromWhereISit

Heute früh ließ ich mich ganz dekadent im hiesigen Wellnessbereich mit einem Aromabad, einer Rückenmassage und Gesichtskosmetik verwöhnen. Nun sitze ich mit Zwee an der Brust im Strandkorb. Das ist Urlaub! 

Wenn jetzt noch BM etwas bessere Laune hätte und nicht immer wieder wegen wasweißich nölen würde... 

Montag, 14. Juli 2014

Wir sind Weltmeister!

Wir sind völlig aus dem Häuschen in unserem Urlaubshäuschen!

BM hatte keine Sekunde des Spiels still gesessen, dafür aber u.a. mich frisiert, Püppi gefüttert, genascht und zahlreiche Fotos von uns geschossen. PL saß in Omas Arm und kommentierte ununterbrochen. Mein R. und mein Vati waren gelinde ausgedrückt "angespannt".

Fast am Ende der Verlängerung erlöste der "beautiful player" Götze uns mit seinem Toooor. Wir sind Weltmeister. In Zwees Geburtsjahr, was unser Baby heute aber erstmal nicht beeindruckte. Sie verschlief das Spiel, das Gebrüll und den Jubel.

Meine BM schlang ihre Ärmchen in der Aufregung fest um meinen Hals und erklärte wenig später, dass sie schon ganz müde sei. Nachdem sie den Pokal gesehen hatte schlief sie völlig erloschen in unserer Besucherritze ein. Da liege ich nun mit BM an meiner Seite und Zwee in ihrem Bettchen eine Armlänge von mir entfernt -  ein wunderbar friedliches Gefühl nach der ganzen Aufregung.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Ab in den Urlaub

Heute geht für BM der langersehnte Ostsee-Urlaub mit PL los. Darum blieb sie heute schon zu Hause und wir packten ganz in Ruhe ihre Tasche, suchten die Klamotten gemeinsam aus und überlegten, welches Spielzeug sie brauchen würde. Nebenher spielte BM dann etwas kontraproduktiv mit bereits heraus gelegten Sachen und ich musste u.a. zum Friseur gehen und als Tierärztin ihr Kätzchen verarzten. Hinzu kamen Stillen, Wickeln und Zwee Umhertragen, so dass wir fast den ganzen Vormittag beschäftigt waren.

Statt Mittagsschlaf kuschelten wir auf der Couch, schauten zwei Conni-Folgen, lasen ein Buch und spielten Baby -  also BM war das Baby, das grad geboren war.

Mein Bruder holte BM dann ab (und ließ noch die freudige Kunde von einem neuen Arbeitsvertrag da), bepackte das Auto und fuhr dann mit meiner BM los, um die große Cousine abzuholen und zur Ostsee zu fahren.

Nun hoffe ich, dass die drei trotz Unwetter gut ankommen und die Mädels meinem Bruder nicht komplett beide Ohren abkauen. Derweil vermisse ich mein großes Mädchen jetzt schon und muss darum umso mehr mit meinem kleinen Mädchen kuscheln. Ich freue mich schon auf Freitag, wenn wir hinterher fahren.

Montag, 7. Juli 2014

Flaum

Wie ich gerade noch einmal mit Zwee im Bett kuschelte fielen mir die vielen kleinen, braunen Haare im Babybay auf. Offenbar geht bei Zwee nun der Haarausfall los. Ich bin schon gespannt, welche Frisur sie sich rubbelt und wie die Haare dann nachwachsen.

Wiedersehen

Wir hatten wieder ein richtig tolles Wochenende, obwohl wir alle etwas erkältet sind -  zum Glück nur doofer Schnupfen und etwas Halsweh, wir fühlen uns nicht allzu krank. Beide Mädels waren fast durchgängig sehr zuckrig und machten es uns recht leicht. Nur mit dem Schlafen wollte es nicht so klappen wie wir uns das vorstellen.

Am Freitag Nachmittag fuhren R., Zwee und ich in den Wald, wo BM schon zwecks Oma-Opa-Tag seit dem Vormittag war. Sie begrüßte uns gleich ganz aufgeregt, weil Oma zwar das Bassin aufgebaut hatte, aber uns erst fragen wollte, ob BM mit ihrer Schnupfnase überhaupt hinein darf. Bei locker 30°C durfte sie und spielte zufrieden mitsamt Schwimmreifen und Schlauchboot im Wasser.

Für das WM-Spiel gegen Frankreich war BM diesmal nicht zu begeistern, wollte auch ihr Fußball-Outfit nicht anziehen sondern rannte lieber als Nackidei zwischen uns und den Hüttennachbarn hin und her und kaute uns abwechselnd die Ohren ab.

Am Samstag Vormittag machten BM und R. einen Ausflug -  BM radelnder und R. joggender Weise. Ich habe mich darüber sehr gefreut, weil R. sich das schon ausmalte als ich ihn damals noch mit BM im dicken Babybauch auf dem Rad bei seiner Marathonvorbereitung begleitete. Vier Jahre später kann BM nun tatsächlich schon so gut Fahrrad fahren, dass sie ihn begleiten kann.

Am Nachmittag hatten wir Besuch von B., meiner Zimmernachnachbarin im Krankenhaus am anderen Ende der Stadt. Wir hatten uns damals richtig gut verstanden und jeden Tag stundenlang gequatscht. Ihr großer Sohn E. ist nur ein halbes Jahr jünger als BM, so dass die Kinder schon im Krankenhaus öfter zusammen spielten. Die beiden spielten und verwüsteten sehr einträchtig unseren Garten während wir gemütlich ein paar Stunden weg schnatterten. B's Babyjunge wurde am Tag nach meiner Entlassung geboren, d.h. er ist ca. anderthalb Monate älter als Zwee. Kaum zu glauben,  dass wir nach den endlosen gemeinschaftlichen CTGs nun beide unsere Babys gesund und munter im Arm halten. Jedenfalls hoffe ich, dass wir uns trotz der Distanz bald wiedersehen -  BM und E. haben auch gleich gefragt, wann wir denn mal einen Gegenbesuch machen.

Am Sonntag machten R. und BM mit den Nachbarskindern und deren Papa eine Radtour zum Spielplatz. Ich wollte eigentlich gleich mit Zwee im Kinderwagen nachkommen, blieb dann aber an der ersten Ecke bei einem Plausch über den Gartenzaun hängen bis die Sonne genug auf meinen Kopf geknallt hatte und ich mit Zwee unspaziert umkehrte.

Am Nachmittag fuhren wir kurzentschlossen in den Wald, um der Hitze zu entgehen. Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, meinen schwabbelig-faltigen Bauch dieses Jahr an die frische Luft zu lassen, aber dann hielt ich es doch nicht aus und ging mit meinem großen Mädchen im See baden.
Für mich war dieses Wochenende genau die richtige Mischung aus Geselligkeit und Zeit zu viert, aber auch jeweils einzeln mit R., BM und Zwee.

Samstag, 5. Juli 2014

Von wegen Nestschutz

Seit zwei Wochen ist hier immer einer krank. Erst hatten nacheinander BM und R. Fieber mit Kopfschmerzen, dann fing BM an zu niesen -  was uns dann zwei unruhige Nächte zu viert im Schlafzimmer einbrachte. Vorgestern merkte ich wie es auch in meinem Hals kribbelte, und schon ging das Niesen los.

Nun hat sich leider sogar unser kleinstes Familienmitglied angesteckt. Zwee hat Schnupfen. Sie hält sich ganz tapfer, ärgert sich aber immer wieder, weil sie nicht richtig atmen kann, wacht röchelnd auf und kann nicht ordentlich trinken. Nase putzen kann sie nicht, und der Nasensauger, mit dem ich versuche, ihr zu helfen, ist zum Schreien doof. Armes kleines, krankes Hühnchen. Zum Glück hat sie bislang kein Fieber, hoffentlich bleibt sie wenigstens davon verschont. Kinder sollten gar nicht krank sein, schon gar nicht, wenn sie erst neun Wochen alt sind.

Kann es sein, dass Zwee nicht genug Nestschutz mitbekommen hat, weil sie zu früh auf die Welt kam?

Freitag, 4. Juli 2014

Rasenmäher

Auf dem Weg zur Kita kamen wir an einem Garten vorbei, in dem ein Spielzeugrasenmäher stand. Daraufhin BM:

"So einen Rasenmäher wünsche ich mir zum Geburtstag... Ich wünsche mir ZWEI Rasenmäher, einen zu mich und einen zu Zwee."

So kann man Streit um Spielzeug wohl auch umgehen.

Mittwoch, 2. Juli 2014

BM-Logik

BM ist erkältet. Heute früh faste sie mit ihrer frisch behusteten Hand so schnell in die Cornflakesbüchse, dass ich sie nicht mehr aufhalten konnte. Zum Ausflippen. Sie weiß, dass sie da sowieso nicht hinein fassen soll.

Also erklärte ich ihr, dass jetzt ihr Husten und Schnupfen in der Büchse sind und kein anderer mehr daraus essen kann. Ihre Antwort darauf:

"Wieso? Dann nehmt die Cornflakes doch einfach aus dem anderen Loch! "

Dienstag, 1. Juli 2014

Schleckschleck

Vor einigen Tagen erkannte Zwee offenbar, dass ihre Händchen zu ihr gehören. Seitdem versucht sie immer wieder damit ein Spielzeug anzustupsen oder noch lieber ein Fäustchen in den Mund zu stecken. Sie wirkt dabei ziemlich gelassen,  "eeeht" nur ein bisschen herum. Wenn eine Hand am Mund ist, schleckt diese diese sehr genüsslich ab bevor sie wieder wegrutscht.

In meiner Erinnerung war BM da ziemlich "verbissen" und hektisch bei der Sache und ärgerte sich immer sehr, wenn sie den Mund nicht erwischte oder das Fäustchen wieder heraus rutschte.

Gestern suchte ich mal ein paar BM-Zwee-Vergleichsfotos heraus. Dabei ist mir aufgefallen, dass unsere Mädels sich doch ähnlicher sehen als ich dachte. Also für mich immer noch sehr unterschiedlich besonders im Still-Blickwinkel, aber man erkennt schon, dass sie Schwestern sind. Mund und Kinn sind sehr ähnlich. Bei den Augen bin ich noch unentschlossen, Zwee hat nicht so eindeutig meine Nase wie BM, Zwee hat meine Ohren, BM R.'s. BMs Köpfchen ist schmaler, mehr wie bei R. Viele Unterschiede, aber eben doch ziemlich ähnlich. Mal gucken, ob wir das später immer noch so sehen, wenn die Mädels größer sind.

Ansonsten sprießen bei Zwee und mir nun die Pickel -  etwas später als damals bei BM, so dass ich schon gehofft hatte, dass Zwee davon  verschont bleibt.

Und sonst so? Ich bin so unendlich verliebt in unsere Mädels, kann mich gar nicht satt sehen. BM erstaunt mich täglich, weil sie schon so groß ist, und Zwee könnte ich die ganze vor lauter Niedlichkeit anschlecken. Es ist so schön,  zwei Kinder zu haben!

Der Weg ist das Ziel

Da ich nun ja wieder voll beweglich und langsam auch wieder belastbarer bin, habe ich mir vorgenommen, jeden Tag mindestens eine Strecke zur Kita mit dem Kinderwagen zu machen. Wir haben ein Buggyboard, das von BM heiß und innig geliebt wird. Soll heißen, in Gegenwart des Boards macht sie nicht einen Schritt selbst. Nach der ersten Runde mit beiden Kindern hatte ich tatsächlich Muskelkater im Hintern. Das zeigt wohl wie ausgeprägt der Muskelschwund während meiner Schonzeit war.

Jedenfalls genießen wir diese Spaziergängen sehr. BM steht dann auf dem Board und kaut mir ununterbrochen ein Ohr ab. Man sieht natürlich viel mehr als im Auto, so dass ihr nie die Themen ausgehen. Heute war ich nur sehr froh, dass sie die schwergewichte Frau, an der wir vorbei zogen, erst 10 Meter weiter als ganz sicher schwanger bezeichnete. Wir machten heute auch einen kleinen Umweg, um ein Eis zu essen, was eigentlich Opa U. immer mit ihr macht. Danach hatten wir 5 Minuten Gesprächsstoff, weil heute ein Kellner da war, obwohl sonst immer eine Kellnerin dort ist. Diese könnte in der Küche arbeiten, im Urlaub sein... oder vielleicht musste sie gerade mal ganz nötig pullern... Schnatter, Schnatter in einer Tour.

Mir macht es jedenfalls viel Spaß und langsam bewegt sich die Waage nach wochenlangen Stillstand auch mal wieder etwas nach unten.