Dienstag, 30. Juni 2015

Dienstreise-Ding

Ich sitze im Taxi auf dem Weg zum Flughafen und könnte heulen. Ich weiß, dass ich überreagiere, aber ich finde es einfach total doof über Nacht von meiner Familie getrennt zu sein.

Zwee hat es sowieso schwer im Moment. Sie spürt oft, wenn ich morgens aufstehen muss. Heute auch, obwohl sie gut gestillt und es noch wirklich sehr früh war. Sie weinte ganz bitterlich als ich das Bett verließ. Auch BM nimmt sich meine Abwesenheit tagsüber neuerdings sehr zu Herzen, zeigt zum ersten Mal auch richtige Eifersucht, "weil ich ja sowieso nur mit Zwee spiele". Ich bin stets bemüht, aber Zwee weicht wirklich nicht von meiner Seite, so dass es schwer ist, BM gerecht zu werden, d.h. eigentlich hat sie auch ein bisschen recht mit ihrem Vorwurf.

Außerdem sind beide Kinder und R. erkältet. Es ist es warm, Zwee trinkt eh schon nicht besonders viel, Nachts sind wir weit weg vom Abstillen, so dass ich mir ausmale, wie sie stundenlang vor Durst weint. So wird es sicherlich nicht sein, aber trotzdem fühle ich mich gerade sehr rabenmuttermäßig.

Montag, 22. Juni 2015

1 Jahr, 1 Monat, 2 Wochen & 4 Tage

Nachdem die Ereignisse uns in den letzten Wochen ziemlich überrollt haben, wird es nun aber höchste Zeit, mal wieder ein kleines Status-Update über unser kleinstes Familienmitglied zu schreiben. Schließlich hat sich auch in Zwees Leben so einiges Aufwühlendes getan.

Kurz ein paar Daten: Mit 13 Monaten wog sie beim Impfen glatte 9 kg. Gewachsen ist Zwee auf jeden Fall auch, denn Größe 80 passt nun wie angegossen und wird hier und da sogar schon etwas knapp.

Zwee ist immer noch ein Krabbelkind, steht nun aber sehr gerne und routiniert beim Spielen herum und läuft flink an Möbeln entlang. Sie lehnt sich aber immer noch sehr auf die Händchen. Wenn sie dann aus Versehen loslässt, plumpst sie auch gleich auf den Windelpo. Letzten Freitag überraschte sie uns, indem sie mir anderthalb Schritte in die Arme fiel, dass war aber wohl eher ein Zufall. Trotzdem wirkt Zwee nun schon ganz schön groß, wenn sie so dasteht und spielt.

Als wir auf Mallorca unser zweites Urlaubshäuschen bezogen, sah Zwee die Treppe und fing prompt an hochzuklettern. Wir waren ein bisschen entsetzt, sind nun aber ganz froh, dass sie das Treppenklettern danach wieder weitgehend eingestellt hat. Nun üben wir also mit ihr, dass sie nicht alleine hochklettern soll und hoffen ein bisschen, dass wir vielleicht darauf verzichten können, das ganze Haus wieder mit Treppengittern auszustatten.

Ich finde, Zwee ist schon ganz schön geschickt. Sie kann Stapelringe stapeln und schon ziemlich gut Formen in Kästen einsortieren. Sie untersucht gern Schrauben und allerhand kleine Futzelteile. Es ist zu süß, wenn Zwee versucht Essen (z.B. eine Erbse) auf einen Löffel zu legen, schafft es aber schon sehr gut, den Löffel in den Mund zu führen. Außerdem hält sie jetzt - zu meiner großen Begeisterung - ihr Söckchen ans Füßchen, wenn ich ihr sage, dass sie es mal wieder anziehen soll. Zwees liebster Körperteil ist die "Nanana"-Nase. Allerdings zeigt sie die nur bei uns, an Püppi oder Kuscheltieren, niemals jedoch an sich selbst.

Unser Mädchen ist ein richtiges Plappermäulchen. Mama und Papa sagt sie am liebsten. Triumphierend ruft sie "Baaa!", immer wenn sie einen Ball sieht. Ich glaube, ihre Begeisterung rührt zu gleichen Teilen daher, dass sie wirklich gerne mit Bällen spielt und dass sie sich so freut, dass Wort sagen zu können. Dazwischen plappert Zwee "dadadada" und allerhand andere, meist auf "aaa" endende Sätze. Wenn sie etwas haben möchte, zeigt sie darauf und wippt mit den Ärmchen wedelnd aufmunternd auf und ab bis wir ihrem Wunsch nachkommen. So nimmt sie ihre Tiere in die Hand und fordert uns wippend auf, die Tiergeräusche vorzumachen. "Meh" sagt bei ihr nicht nur das Schaf sondern auch die Kuh, und R. hat heute etwas "Wauwau"-ähnliches von Zwee gehört.

Macht man hingegen nicht, was Zwee möchte, weil sie zum Beispiel die Ketchupflasche nicht haben soll oder weil wir einfach nicht verstehen, was sie meint, macht Zwee sich schnell zum Flitzebogen und spannt die Ärmchen vor lauter Ärger an. Ich habe das Gefühl, dass wir hier ein ziemliches Trotzköpfchen bekommen werden, auch wenn Zwee in der Regel immer noch ein recht ruhiges Kind ist.

Nachdem Zwee sich bis kurz vor ihrem ersten Geburtstag auf Rasen, Sand und Steinen nicht allzu wohl fühlte ist sie nun mit viel Begeisterung draußen. Vor allem das Planschbecken hat es unserem kleinen Entchen sehr angetan. Überhaupt findet sie Wasser richtig toll. Und Bälle. Aber das sagte ich ja schon. Außerdem immer noch alles, was rasselt oder sonstwie Krach Musik macht.

Seit dem 4. Juni gehöre ich nun ja wieder zur arbeitenden Bevölkerung während R. nun hauptberuflich Papa ist. Die beiden kommen selbstverständlich und erwartungsgemäß prima miteinander aus. Ich finde, es tut R. so richtig gut, sich mal ganz auf die Kinder konzentrieren zu können. Diese Mischung aus geregeltem Tagesablauf und doch ständiger Flexibilität, weil eben doch alles anders kommt, ist für R. - der sonst seinen Tag immer minutiös plant und sich auch daran hält - wohl mal eine ganz neue Erfahrung. Gleichzeitig entwickelt er nun ein besseres Gefühl für manche Dinge, wo er sonst immer eher mich gefragt hätte.

Zwee hat auch richtig viel Spaß mit ihrem Papa. Die beiden machen ganz viel Quatsch zusammen, gehen zusammen joggen und spielen, spielen, spielen. Dennoch merkt man, dass ich ihr sehr fehle. Na klar, dass soll ja irgendwie auch so sein, aber trotzdem tut Zwee mir immer sehr leid, wenn sie vor Erleichterung darüber, dass ich doch wieder nach Hause gekommen bin, erstmal ein bisschen weinen muss.

Kurz vorm Urlaub hätte ich fast mal geschrieben, dass wir tagsüber abgestillt haben. An den Wochenenden stille ich dann aber doch oft noch einmal am Tag, weil wir beide das eben gern haben. Abends hat Zwee immer ganz großen Durst, obwohl sie mittlerweile endlich ganz gut Wasser aus der Trinklernflasche trinkt. Wir bieten ihr nun Abends auch immer Milch aus der Flasche an, aber die findet sie überhaupt nicht gut. Nein, Abends muss es immer noch die Brust sein. Nachts ist Zwee nun auch wieder unruhiger, vielleicht weil sie sichergehen will, dass ich noch da bin. Dann lässt sie sich von mir auch nur durch Stillen beruhigen, während sie bei R. manchmal auch mit etwas herumtragen wieder einschläft. Ich bin hin und her gerissen, denn einerseits finde ich knapp 14 Monate Stillzeit eigentlich lange genug, andererseits genießen wir beide die Zeit immer noch sehr. Zwee trinkt auch immer noch sehr entspannt und ohne zu zappeln oder gar mit ihren 6 Zähnchen zu beißen. Und dann macht sie jetzt oft ganz zärtlich ei-ei an meinem Gesicht, mein zauberhafter kleiner Mensch!

Nun muss ich allerdings nächste Woche über Nacht auf Dienstreise, so dass Zwee dann auf jeden Fall mal zwei Tage und vor allem eine Nacht ohne mich auskommen muss. Mal gucken, ob sich das mit dem Stillen dann nicht vielleicht recht schnell erledigt. Mein armes Baby und mein armer Mann haben da aber bestimmt eine sehr unruhige Nacht vor sich.

Grundsätzlich bin ich aber sehr froh, dass Zwee noch zu Hause bei R. ist. Es ist mir damals auch sehr schwer gefallen, BM in der Kita abzugeben, aber bei Zwee habe ich wirklich das Gefühl, dass sie noch nicht ganz bereit dafür wäre. Die zusätzlichen Monate zu Hause tun ihr sehr gut. Bei ihrem Papa ist Zwee bestens aufgehoben, so dass diese erste kleine Abnabelung von mir ihr so leicht wie möglich gemacht wird und sie sich schrittweise daran gewöhnen kann, ihr Vertrauen etwas breiter zu streuen.


Samstag, 20. Juni 2015

Schlaf gut, Onkel M.

Ich erinnere mich...

... wie er früher -  als wir noch klein waren - immer erstmal in B.s Zimmer ging und sich dort eine Pistole mit Platzpatronen oder ähnliches zum Spielen holte

... wie er mich jahrelang aufzog, indem er immer wieder fragte, ob ich denn nun schon auf's Gymnasium gehe

... wie er nach der Trennung ein Jahr lang quasi bei uns wohnte

... dass er immer fürchterlich geschmatzt hat

... wie er sich bei unserer Einweihungsfeier in der Häuserreihe irrte, sich von hinten durch die noch unbezaunten, matschigen Nachnarsgrundstücke schlug und überraschend an der Terrassentür anklopfte

... an seinen großen Modellkran

... wie mutig er sich als erster und einziger in der Familie selbständig machte und sich in Papier- und Computerkram reinfuchste

... wie wirtschaftliche Probleme ihn als ersten und einzigen in der Familie bis zu Hartz IV und einem Minijob in M.s Laden führten

... wie schön die Liebe manchmal unerwartete Wege geht, was ihn zum Opa seiner Großnichten machte

... und wie er bei Olo's 65. Geburtstag sagte, dass er auch mal wieder arbeiten gehen möchte, als ich ihm von meinem baldigen Elternzeitende erzählte

... wie klein und dünn mein dicker Onkel bei dieser Party in seinem Rollstuhl aussah, und wie wunderbar, dass er da noch dabei war und niemand wusste, dass es ihn bald nicht mehr geben würde

... wie ich mal einen Anpfiff bekam, weil ich versucht hatte, in N.s Zimmer das Rollo herunterzuziehen...und es dabei vom Fenster riss

... wie er nur aus Liedern u.ä. erstaunlich viele englische Brocken sprechen konnte

... wie von seinen Auto-Suchaktionen berichtete, weil ihm entfallen war, in welcher Straße er sein Auto geparkt hatte, nachdem er tagelang nur mit dem Dienstwagen unterwegs gewesen war

... an seine Bücher, oft Non-Fiction über die Weltkriege

... an den roten Flitzer, den er sich in seiner Single-Zeit gönnte und in dem mir leider immer schlecht würde, weil er so stoßweise Gas gab

... ein Foto von mir als Baby, auf dem man kaum erkennt, ob er oder mein Vati da bei mir ist

... wie er mir bei meinem letzten Besuch im Krankenhaus sagte, dass er solche Angst habe und dass er uns lieb habe -  was früher gar nicht seine Art war

... wie da immer drei Brüder waren

... am meisten aber daran wie er auf einem Stuhl sitzt, den Arm auf der Lehne des Nachbarstuhls ausgestreckt irgendwann immer einschläft. Das familiare In-unpassenden-Momenten-Einschlaf-Gen war bei ihm sehr ausgeprägt.

Dienstag, 16. Juni 2015

Sommer-Date

Am Sonntag lösten R. und ich nach gut einem Jahr endlich einen Restaurant-Gutschein ein, denn wir letztes Jahr zu unseren Geburtstagen bekommen hatten. Nachdem ich heldenhaft 10 km ins Dorf gejoggt war und mich danach einigermaßen in einen Menschen verwandelt hatte, fuhren wir zum Italiener direkt an der Alten Spree. Dort saßen wir bei perfektem Wetter in der Sonne, unterhielten uns über dies und das und beobachteten die Spaziergänger. Das Essen war super-lecker, und weil ich ja schließlich schon gesportelt hatte, gab es auch noch einen großen Eisbecher für mich hinterher. Na gut, den hätte ich auch ohne Sport gegessen. Dazu gab es für mich zum ersten Mal seit 1 3/4 Jahren ein bisschen Alkohol in Form einer grünen Weißen. In Verbindung mit der Sonne und vielleicht ein bisschen dehydriert nach dem Laufen musste ich schon nach wenigen Schlucken ziemlich kichern und hätte umgehend drei Stunden Mittagsschlaf machen können. Stattdessen bummelten wir dann noch Hand in Hand durch die Altstadt.



Das war so ein schöner Ausflug! Ich meine, spätestens Abends haben R. und ich ja meistens Zeit für einander, aber so tagsüber in Ruhe zu essen und zu erzählen und dann noch ohne Kinderwagen spazieren zu gehen, kam mir vor wie purer Luxus. So klein ich mein Zwee-Mädchen auch noch empfinde, freue ich mich doch total darauf, dass nach und nach wieder mehr solcher zweisamen Unternehmungen möglich sein werden.

Die Kinder blieben derweil bei meinen Eltern. BM spielte alles mögliche mit meiner Mutti und Zwee wurde nach dem Spaghetti-Essen von meinem Vati im Kinderwagen herum kutschiert. Nach einem Zwischenstop auf einem Dadadada-Spielplatz und ein bisschen umhertragen schlief sie dann auch ganz zufrieden anderthalb Stunden im Kinderwagen.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Nebenher

Eigentlich gäbe es soviel zu erzählen. Vom weiteren Verlauf unseres wirklich tollen Urlaubs, zuerst noch zu dritt und dann mit A aus B und seiner Familie. Von unseren Geburtstagen im Urlaub. Von BM, die plötzlich so groß geworden ist und unglaublich viel weiß und gelernt hat, aber nur ganz langsam aus ihrer unzufriedenen, bockigen Phase heraus kommt, die schon seit 3 Monaten anhält und uns Eltern immer wieder an unsere Grenzen treibt. Immerhin haben wir nun ärztlich bestätigt, dass sie nicht schlecht sondern offenbar nur selektiv hört. Von Zwee, die nun 9 kg wiegt, super gern schaukelt, immer besser auch "Papa"  und "da" und "Ba(ll)" sagt, zwar immernoch fast ausschließlich krabbelt, aber nun öfter an Möbeln entlang läuft und seit dieser Woche immer mal einen Hocker oder Lauflernwagen durch die Gegend schiebt. Von R., der nun so richtig in der Elternzeit angekommen ist und das sehr genießt. Und von mir, weil ich seit dem 8. Juni wieder arbeiten gehe.

Das Leben geht weiter und ist voll gepackt, aber irgendwie scheint alles im Vergleich zu Onkel M.s Tod gerade doch zu belanglos, um richtig darüber zu berichten. Darum also nur diese paar Stichpunkte.

Donnerstag, 4. Juni 2015

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Ein ganzes Jahr hat mein Onkel M. tapfer gekämpft - und mit ihm seine Tochter, seine Frau, seine Brüder, seine ganze Familie. Heute hat sein armes, krankes Herz aufgehört zu schlagen.

Schaf gut, Onkel M., und grüße Oma und den prönen Schinzen von mir.

Freitag, 22. Mai 2015

Urlaub - Teil 1

Da wir vier nun schon  seit Sonntag auf Mallorca sind, ist es höchste Zeit für einen kleinen (weil WLAN-losen) Zwischenstand:

Beide Kinder haben den Flug super mitgemacht, BM mit Hilfe von "Elsa - Der ganze Film" und Zwee schlafend, nachdem ich sie gleich nach Abschalten der Anschnallzeichen in die Manduca genommen hatte. Das Warten auf's Mietauto stellte die Kinder dann noch einmal auf eine Geduldsprobe, aber dafür dauerte es danach gar nicht mehr lange bis wir unsere schöne Ferienwohnung in Alcudia bezogen. BM hat wieder ein großes Zimmer, in dem wir die Betten zusammen geschoben haben, so dass sie nicht  um Platz zum Spielen sondern auch einen sehr gemütlichen Schlafplatz hat. Zwee hat quasi auch ein eigenes Zimmer, dass sie aber zum Wickeln und für die erste Schlafeinheit aufsucht. Danach hole ich sie dann immer zu mir ins Schlafzimmer und R. schläft bei BM weiter, weil es mit ihr in der Mitte recht eng ist.

Das Wetter war bislang ein bisschen durchwachsen, aber wir hatten trotzdem schon anderthalb Strandtage, die vor allem BM richtig toll fand. Wir waren baden und haben stundenlang Kleckerburgen gebaut. Auch Zwee findet den Strand super und quietschte laut vor Vergnügen als ich sie mit den Füßchen durch das Wasser zog.

Wir lassen es ansonsten sehr ruhig angehen. BM braucht immer mal wieder Zeit, um in Ruhe in der Ferienwohnung zu spielen. Wir sind mal zu viert und mal mit jeweils einem Kind unterwegs. Erfreulicherweise findet Zwee den extra angeschafften kleinen Buggy gut und lässt sich gern von ihrem Papa umherschieben. Dabei schaut sie sich ganz gechillt und ausdauernd alles an. BM läuft mal mehr, mal weniger ausdauernd nebenher. Wir versuchen, uns Zeit zu lassen, so dass sie unterwegs Schätze suchen und Blumen pflücken kann. Sofern es unterwegs regelmäßig Spielplätze und gelegentlich einen Snack gibt, ist BM eigentlich auch guter Dinge. Dennoch trug ich mein großes Baby dann auch mal wieder in der Manduca. Vorne. Puh!

BM ist immer noch ganz schön auf Krawall gebürstet und hört eigentlich kaum auf uns. Es ist schon ein bisschen besser als in den Wochen vorm Urlaub und ich hoffe, dass wir demnächst mal wieder Tage ohne Donnerwetter haben. Heute Vormittag waren sie und ich allein unterwegs, sind mit der hiesigen Bimmelbahn gefahren und sie durfte noch auf's Bungeetrampolin. In letzter Zeit sagte sie einige Male, dass wir uns immer nur um Zwee kümmern. Ich kann schon verstehen, dass dieser Eindruck oft entsteht. Vielleicht hilft es ja, wenn wir jetzt im Urlaub mehr auf BM eingehen, denn nun haben wir ja reichlich Zeit.

For the record: Zwee ist am Flughafen die ersten Schritte an einer Bank entlang gelaufen und übt das nun immer mal am Couchtisch und an Klettergerüsten. Beinahe hätte ich vorm Urlaub gekostet, dass wir tagsüber abgestillt haben. Tatsächlich stillte ich drei Tage lang tagsüber gar nicht. Hier im Urlaub hat Zwee das Wassertrinken jedoch leider wieder weitestgehend eingestellt, so dass ich sie wieder ein bis zwei Mal stille. Und Nachts natürlich. Dafür isst sie aber immer besser unser Essen mit. Neulich feuerten R.  und BM sie mit "Schnitzel, Schnitzel"-Rufen an, welches sie auch eifrig aß.

Übrigens ist unsere Zwee eine richtige Partymaus. Gestern Abend war hier eine kleine Kinderparty mit Schminken, Hüpfburg und Musik. BM wurde als Hello Kitty angemalt, deren Schnauzhaare bislang noch nicht ganz abzuwaschen gingen und tobte über die Hüpfburg. Zwee setzte ich ebenfalls in die Burg. Sie krabbelte zwar nicht herum, wippte aber grinsend auf und ab. Vor allem wenn ein neues Lied begann, flippte sie vor Freude aus und tanze-tanzte auf und ab.

Soeben joggt R.  auf den örtlichen Berg und ich bin ziemlich stolz darauf, ebenfalls schon zweimal joggen gewesen zu sein. Seit ich Anfang des Jahres shreddete bin ich erstmals auch ein bisschen schneller als eine Schnecke. Es wäre übertrieben zu sagen, dass das Laufen so Spaß macht, aber es fühlt sich schon irgendwie ganz gut an. Auf die Weise bekommen wir auch etwas mehr von der Umgebung zu Gesicht, denn mit Kindern ist der Aktionsradius ja eher eingeschränkt.

Sonntag, 17. Mai 2015

And One

Soeben bin ich ins Bett gefallen nachdem ich mit meiner Nachbarin bei And One in der Columbiahalle war. Leider hat Zwee meine Abwesenheit heute nicht gut verkraftet und wohl sehr doll geweint bis sie letztendlich bei R. in der Manduca wieder eingeschlafen ist. Mein armes kleines Mädchen!

Samstag, 16. Mai 2015

Familienzeit und Vatertag

Seit zwei Wochen ist R. nun zu Hause und das verantwortliche Elternteil, während ich nur noch Urlaub habe. Arbeiten ist schon okay, aber ich könnte mich echt daran gewöhnen, dass wir immer zusammen zu Hause sind. Die Tage ohne Wecker und allzu viele Verpflichtungen haben wirklich Spaß gemacht und uns gut getan.

Zum Auftakt hatte R. auch ein paar Tage "frei" an denen ich noch einmal die Krabbelcousins, die Babyturner und FrauMama traf und auch Abends mal ausgehen konnte. Im Gegenzug dazu konnte ich in Ruhe ein paar dringend notwendige Kleidungsstücke für den Arbeitsbeginn shoppen. Alles in allem waren Zeit für uns allein und Zeit zusammen einfach richtig gut ausgewogen.

Den Herrentag verbrachte R. dann von 12 bis 12 bei einigen Kaltgetränken mit anderen Herren - aber natürlich erst nachdem er von BM schön beschenkt worden war:


BM hat übrigens nicht vier Augen, sondern zwei Augen und zwei rote Wangen. Ihre Finger müssen so lang sein, damit sie mit Zwee Händchen halten kann.

Dienstag, 12. Mai 2015

Muttertagsgeschenke und Stillupdate

Als ich am Morgen des Muttertages mit Zwee aus dem Schlafzimmer kam, tuschelten R. und BM eifrig im Kinderzimmer und ich bekam gleich eine dicke Umarmung und viele Küsschen von meinem großen Mädchen, gefolgt von einem Familienkuscheln. BM war bei der Muttertagsbastelei in der Kita nicht anwesend, aber R. hatte vorgesorgt und ich bekam einen riesigen Kaffeepott mit einem Foto meiner drei Süßen, in den neben dem Kaffee auch ganz viel Milch hinein passt, genauso wie ich meinen Kaffee liebe.

Wir verbrachten dann einen schönen Tag zuerst im Dorf und dann bei R.s Familie. Zwischendurch joggte R. mit der mittlerweile eigentlich schon zu großen BM im Babyjogger aus dem Dorf nach Hause, um BM dort beim Kindergeburtstag abzugeben. R. hat nach einer langen Pause gerade erst wieder mit dem Laufen angefangen, und ich bin echt beeindruckt, dass er die Strecke mit Babyjogger und BM so gut geschafft hat.

Ich weiß nicht genau, ob trotz oder wegen des Muttertages, aber Zwee fand das abendliche Bad so anregend, dass sie ins Badewasser kackerte. Ich sah noch wie sie anfing zu drücken, aber da war es schon zu spät, sie irgendwo sinnvoll hinzubefördern, ohne Häufchen auf den Fußboden zu bekommen, so dass ich sie einfach gewähren lassen musste. Da der verantwortliche Elternzeitler zu der Zeit noch bei seiner Mutti war, oblag es mir, die Situation zu beheben. Muttertag eben. :-D

Dafür machte Zwee mir direkt im Anschluss eine sehr große Freude, indem sie beim Abendessen 10 ml Wasser aus ihrer Flasche trank. Ich war richtig baff, dass mein Stillkind nun doch langsam versteht, wie das mit dem Saugen und Schlucken aus der Nicht-Brust funktioniert. Ich will den Tag nicht vor dem Abend loben, aber anscheinend zahlt sich meine Stillgeduld nun doch aus und das Trinkproblem erübrigt sich ganz von allein in Zwees Tempo. So langsam bekam ich doch Angst, dass ich mein Baby tagsüber auf die harte Tour abstillen müsste, eben durch meine Abwesenheit, wenn ich ab Anfang Juni wieder arbeiten gehe.

In den letzten Tagen war Zwee tagsüber auch immer viel zu abgelenkt, um zu trinken. Es gibt einfach zu viele Lampen und Dinge zu zeigen, als dass sie sich auf das Trinken konzentrieren könnte. Wenn Zwee nicht trinken will, zwickt sie zum Spaß auch gern meine Brustwarzen mit den Zähnchen oder grabscht sie an, was ich überhaupt nicht lustig finde. Gestern klappte das Stillen tagsüber eigentlich überhaupt nicht, obwohl ich es ein paar Mal versuchte. Bei BM war diese Unruhe beim Stillen übrigens auch der Anfang vom Abstillen.

Heute zog ich dann ein Kleid an - teils, weil wir mit den Krabbelcousins verabredet waren und ich endlich mal wieder ein bisschen nett aussehen wollte, und teils, weil ich so nur im Notfall stillen würde, da ich mich dazu quasi ausziehen müsste. Was soll ich sagen, Zwee trank maximal 50 ml Wasser aus der Flasche, was natürlich noch längst nicht genug ist. Dafür spachtelte sie heute besonders viel Obstbrei weg. Jedenfalls schien ihr die Flüssigkeitsmenge zu reichen, denn sie kam zufrieden durch den Tag bis ich sie Abends nach 12 Stunden zum ersten Mal wieder stillte. Heute Nacht wird sie sich dann schon holen, was sie tagsüber versäumt hat.

BMs Kita-Entwicklungsgespräch 2015

Am Freitag - als BM längst schon mit Oma im Wald war - fand das alljährliche Entwicklungsgespräch statt. Diesmal mit BMs junger Erzieherin S. Wobei ich gerade bemerke, dass das Gespräch in jedem Jahr von einer anderen Erzieherin geführt wurde, was wirklich schade ist, obwohl wir Verständnis für die jeweiligen Umstände haben.

Jedenfalls hatten wir eine ziemlich müde Zwee dabei, was die Unterhaltung nicht ganz so einfach machte. S. hatte sich aber sehr gut vorbereitet und schilderte ihre Eindrücke über BM so, dass wir fast 100%ig gleicher Meinung waren.

BM ist ein tolles Kind, dass für ihr Alter schon sehr viel kann und stets sehr ehrgeizig ist, neues zu erlernen. Sie will einfach alles können und gut machen, was ihr meist auch gelingt. S. muss ihr "im Kitaalltag kaum etwas sagen". Tatsächlich spielt und beschäftigt sich BM sehr gut und ausgewogen, tobt herum, nimmt sich aber auch selbständig Pausen, in denen sie etwas ruhigeres spielt.

Mit "Niederlagen" kann BM noch nicht so gut umgehen - sei es bei einem verlorenen Spiel oder wenn sie z.B. irgendwo nicht mitspielen darf. Dann wütet sie jedoch nicht herum wie bei uns zu Hause, sondern zieht sich komplett zurück, z.B. hinter ihre Jacke in der Garderobe, und es ist dann für S. sehr schwer herauszufinden, was eigentlich passiert ist. Sie mag es sehr gerne, den Ton anzugeben und Spielführer zu sein. Wenn sie das jedoch nicht ist, wirkt sie sehr zappelig und unzufrieden mit der Situation.

BM erzählt den ganzen Tag lang, wie zu Hause eben auch. So richtig zur Ruhe kommt sie eigentlich nur beim Essen, wo sie sich alle Zeit der Welt nimmt - im Gegensatz zum Essen zu Hause, wo sie oft nur mit einer Pobacke auf dem Stuhl sitzt und schnell isst, während sie gedanklich schon auf dem Weg ins Bad zum Händewaschen ist. Tatsächlich ist sie auch immer noch ziemlich zappelig. Das merken wir auch. Vor der Elsa-Phase verbrachte BM fast jede freie Minute mit Basteln und Malen. Auch wenn sie das sehr ausdauernd tat, war ihr Körper dabei jedoch ständig in Bewegung. Der kleine Kinderstuhl am Couchtisch fiel alle paar Minuten um, weil sie irgendwie darauf herum kletterte. Am liebsten steht sie an jenem Tisch und legt dabei immer Mal ein Bein obendrauf. Ähnlich muss es auch in der Kita sein. Ein bisschen innere Ruhe fehlt BM also noch auf dem Weg zum Schulkind.

Auch in der Kita wird BM nun zunehmend frecher, kommt Aufforderungen einfach nicht nach oder stachelt sogar andere Kinder an a la: "Stimmt's C., wir machen das einfach nicht!" Sie wird allerdings in der Kita nicht bockig wie zu Hause und bislang ist es auch noch in einem ganz normalen Rahmen, BM testet eben Grenzen aus, was - nebenbei bemerkt - uns in den letzten Wochen oft an unsere nervlichen Grenzen brachte. Scheinbar will sie grundsätzlich nicht, was wir wollen oder erwarten, und kreischt oft ihren Frust heraus, was mich wiederum extrem auf die Palme bringt. Aber wie gesagt, so ist sie in der Kita nicht.

Zuletzt erzählte S. noch wie hilfsbereit BM sei. So bittet die Erzieherin BM manchmal den Kindern zu helfen, die sich z.B. noch nicht so gut alleine anziehen können. Ehrlich gesagt fand ich es erstaunlich, dass andere Vierjährige dazu noch Hilfe brauchen und im Gegensatz dazu unsere BM offenbar so versiert ist, dass sie diese auch erbringen kann. Zu Hause klappt das natürlich oft nicht so gut - sei es, weil BM mal wieder wie ein Baby angezogen werden möchte (also im Liegen) oder weil sie über die Jacken-und-Schuh-Entscheidung-anhand-des-Wetters in Rage gerät.

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Am Samstag fand der alljährliche Garteneinsatz in der Kita statt, bei dem R. tatkräftig half während BM mit einer Freundlin spielte und ich Zwee betreute, die alles sehr spannend fand und riesigen Spaß hatte beim Schaukeln, Wippen und Herumwühlen im schwarzen Sand. Es war mal wieder richtig schön, BM in der Kita beim Spielen zu beobachten. Wenn ich sie sonst Nachmittags abhole, hört sie meist recht schnell auf zu spielen, so dass ich kaum etwas mitbekomme. Die beiden Mädels unterhielten sich altklug darüber, wer welche Kompetenzen im Zaubern von Eis habe, bauten aus Allibertkisten einen Eispalast auf dem Klettergerüst während ein paar Jungs Schaufeln schwingend drumherum tobten und versuchten, das Schloss einzunehmen. Dann "retteten" sie eine kleine Raupe und eine kleine Spinne und machten es ihnen mit vielen Blättern auf kleinen Tellern gemütlich. Zwischendurch knuddelte BM immer mal wieder ihre kleine Schwester und erklärte wie cool es wird, wenn Zwee auch endlich ein Kitakind ist.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Stillen mit Aussicht


Nachtrag 12.05.2015: 

Das Bild wurde bei Schloss Diedersdorf aufgenommen. Wir vier machten mit Uroma einen Ausflug dorthin - sozusagen als Geschenk zum 85. Geburtstag. Wir machten einen schönen kleinen Spaziergang durch den Park, die Kinder hatten Spaß auf dem Spielplatz und nach dem Mittagsessen durfte BM dann auf einem Pony reiten, welches Pferdeflüsterer R. nach kurzer Einweisung erstaunlich gut führte. 

Ich konnte mich gar nicht entscheiden, ob BM auf dem Pferd besonders groß und "erwachsen" oder besonders klein und niedlich aussah. Jedenfalls wirkte sie mindestens genauso stolz wie ich es war. 

Bei Zwee fiel mir die Entscheidung leichter: Sie sah groß und niedlich aus wie sie da auf dem Spielplatz in einem Holzauto stand und sich einfach nur freute. 

Mittwoch, 6. Mai 2015

Zwees 1. Geburtstag

Nun ist es also soweit: Unsere Baby-Zwee ist kein Baby mehr!

Zuerst sah es so aus, als ob der erste Geburtstag gar kein Vergnügen werden würde, denn Zwee hustete, jammerte und wälzte sich in ihren Geburtstag hinein. In den ganz frühen Morgenstunden gab ich ihr dann sogar ein Zäpfchen, weil sie gar nicht zur Ruhe kam und sich warm anfühlte. Da BM seit Tagen über Halsschmerzen klagte, nahm ich an, dass Zwee ebenfalls Schmerzen haben könnte.

Am Morgen jedoch war unsere Zwee dann doch richtig fit und wachte recht gut gelaunt auf. R. und ich bekuschelten unser Geburtstagsmädchen eine zeitlang bis BM Wachwerdegeräusche machte, so dass R. sie schnell zu uns hoch holte, damit wir drei Zwee ein Geburtstagsständchen singen konnten. Sie fand das auch ganz toll, wie wir da so zu dritt für sie sangen und tanzte (wippte) gleich freudig mit. Es war so ein schöner Moment zu viert im großen Bett - eigentlich genauso so wie es vor einem Jahr hätte sein sollen.

Stellvertretend für Zwee war BM fürchterlich aufgeregt und wollte am liebsten sofort die Geschenke für Zwee auspacken. Da wir befürchteten, dass Zwee oder BMs Laune schlagartig wegen Frühstückshunger in den Keller sinken könnte, durfte BM ihrer kleinen Schwester erstmal nur mit einem Geschenk helfen - nämlich einem Activity-Stapelturm-Ding, das sie letztes Wochenende für Zwee auf einem Flohmarkt ausgesucht hatte. Da die Einzelteile rasseln und klappern, war Zwee gleich sehr begeistert. Dann gab es erstmal Frühstück und eine völlig erschöpfte Zwee musste gleich im Anschluss kuscheln und eine Stunde schlafen, so dass wir schon dachten, dass sie nun doch richtig krank wird. Wurde sie aber nicht, sondern war danach bestens gelaunt, so dass wir im Laufe des Vormittags unsere weiteren Geschenke - die erste Püppi, Buddelzeug und ein Knuddibu - zum Auspacken frei gaben, was BM mit großem Einsatz für Zwee erledigte. Zwee bespielte auch alles ein bisschen, fand aber auch die Luftballons und das Geschenkband erwartungsgemäß total klasse. Wir vier hatten einen sehr schönen, gemütlichen Vormittag - genauso wie wir uns das vorgestellt hatten.


Zum richtigen Mittagsschlaf musste R. unsere Zwee durch einen Manduca-Spaziergang überzeugen. Obwohl Zwee in den letzten Wochen immer eher unvorhersehbar geschlafen hatte, waren wir froh, dass das am Geburtstag sehr gut klappte. Tatsächlich war Zwee am Nachmittag in bester Partystimmung. Als die Geburtstagsgäste eintrafen ließ sie sich zum ersten Mal überhaupt nicht von der Menschenansammlung, Lautstärke und Geburtstagsküsschen aus der Ruhe bringen. Sie schaute sich zuerst zufrieden von meinem Schoß aus um und schleckte ein paar Geschenke an bevor sie sich dann ins Getümmel warf und neben den Babycousins spielte.

Nach dem Essen verlagerte sich die Party bei bestem Geburtstagswetter in den Garten, wo alle Kinder sehr viel Spaß mit Zwees neuem Krabbeltunnel hatten. Auch Zwee fand ihn sehr spannend, traute sich aber noch nicht hindurchzukrabbeln, was aber auch kaum verwunderlich war, da stets mindestens ein anderes Kind darin steckte. Dafür krabbelte Zwee zum ersten Mal ohne viel zu Zögern über den Rasen, stand am Klettergerüst herum und versuchte, Gras zu essen. Dabei sah sie zuckersüß aus in ihrem Kleidchen und der schicken Geburtstagskrone von Tante Kimmy, die sie geduldig die ganze Zeit trug. Derweil hatten wir Erwachsenen Zeit, ein bisschen auf der Terrasse zu sitzen und zu plaudern. Es war eine wirklich schöne, entspannte Feier.

Tatsächlich überdauerte Zwee ihre übliche Schlafenszeit recht locker und gut gelaunt. Als sie dann jedoch in ihrem Schlafanzug steckte, wurde sie sofort wieder zum Mini-Baby. Sie suchte die Brust, trank gierig nach der ganzen Feierei und schlief dabei mit kleinen Schweißperlen auf dem Näschen zufrieden ein. Mein Baby, meine Zwee!



Sei es nun Einbildung oder selbst-erfüllende Prophezeiung, aber tatsächlich wirkt Zwee pünktlich zu ihrem ersten Geburtstag plötzlich wie ein richtiges Kleinkind. Vielleicht liegt es daran, dass sie nun meistens im Stehen spielt. Sie stellt sich mittlerweile richtig schnell und sicher hin, hält sich oft nur mit einer Hand fest und schafft es auch problemlos, wieder herunter in die Knie zu gehen.

Außerdem plappert Zwee in einer Tour, was sich oft wie ganze Sätze anhört. Mammmaaa und Bappaaa sagt sie nun immer öfter und das klingt einfach wunderwunderschön! Sie hat so ein schönes Stimmchen!

Zwee zeigt nun außerdem ständig auf Dinge, die sie toll findet. Vor allem der Storch hat es ihr sehr angetan. Sie freut sich, wenn wir diese Dinge dann benennen, und kriegt sich gar nicht mehr ein, wenn sie diese dann auch anfassen darf. Schwierig ist das nur, wenn sie wie heute mal wieder Bäume, Markisen und Schornsteine interessant findet.

Bekommt Zwee nicht ihren Willen, hat sie nun ein sehr lautstarkes Kreischen entwickelt, um ihren Unmut kundzutun. Ich kann nur sagen, wir alle sind stets bemüht, dieses Kreischen durch gehorsames Befolgen ihrer Anweisungen im Keim zu ersticken. Nur leider, leider, verstehen wir wohl oft nicht, was genau sie möchte. Dies ist besonders oft beim Essen der Fall. Im Allgemeinen scheint sie das zu wollen, was auf unseren Tellern liegt. Bieten wir es ihr an, ist es dann aber trotzdem oft doof. Tatsächlich kaut Zwee auf allem eine Weile herum und lässt das meiste dann wieder aus dem Mund heraus fallen - so sieht es jedenfalls immer rund um ihren Hochstuhl herum aus.

Just for the record: Trinken klappt immer noch nicht. Ich versuche gelassen zu bleiben.

Immerhin klappt es nun meistens, dass sie nach dem abendlichen Stillen bei R. oder mir im Arm einschläft und dann erst wieder um 23 Uhr unbedingt gestillt werden muss. Dazwischen wacht sie leider oft auf, schläft aber meist schnell wieder ein, wenn man sie kurz auf den Arm nimmt. Wenn ich sie dann zum ersten Mal wieder gestillt habe, hole ich Zwee hoch ins Babybay - ja, sie passt da eigentlich noch ganz gut hinein. Allerdings wuselt sie seit ein paar Tagen sehr viel herum und dreht sich wie ein Brummkreisel, so dass ich abwechselnd ihr Köpfchen oder ihre Füßchen in meiner Seite habe. Ich habe jedoch das Gefühl, dass sie seitdem besser schläft. Zuvor war es irgendwie so als würde sie oft nur jammern / aufwachen, weil sie gern gewendet werden wollte, obwohl sie das theoretisch ja längst konnte. Nichtsdestotrotz wacht sie immer noch oft auf und ich stille sie Nachts meist alle ein bis zwei Stunden.

Für die Statistik habe ich Zwee heute kurz auf die Waage gesetzt, die 8,7 kg anzeigte bevor Zwee schnellstens wieder herunterkletterte damit sie das Display besser anschlecken konnte. Das Vermessen war etwas schwierig, da Zwee das Maßband so lustig fand, dass sie ganz doll zappeln musste. Ich denke, das sie so zwischen 72 und 73 cm groß sein dürfte, was sich auch damit deckt, dass die Größe 80 nach und nach Einkehr in ihren Kleiderschrank hält.

Kleine Zwee, wenn du Mammmaaa sagst, wenn ich erst das Tap-tap-tap deiner Krabbelhändchen höre und dann sehe wie du erwartungsvoll um die Ecke schaust und dich so sehr freust, weil du mich siehst, wenn du deine Äuglein zusammen kneifst und nasekräuselnd grienst, wenn du laut lachst, wenn du mir ein Babyküsschen schenkst, wenn du wie ein Baby zufrieden an meiner Brust trinkst, könnte ich vor Liebe platzen. Du bist nun schon ein richtiger kleiner Mensch geworden und ich freue mich unbändig auf die nächsten Jahre mit dir!

Freitag, 1. Mai 2015

Staffelstabübergabe in Raten

Es ist Mai. Zwees Geburtstagsmonat ist angebrochen. Ich flashbacke schon seit einiger Zeit wieder vermehrt herum, wobei ich merke, dass die schlimmen zwei Monate vor ihrer Geburt mir immer noch einen fiesen Knoten im Bauch bescheren, sobald ich daran denke, dass ich mich aber irgendwie kaum noch daran erinnern kann, was wir eigentlich gemacht haben - am 1. Mai zum Beispiel. Vielleicht liegt es daran, dass ich an die Couch gefesselt war und an keinerlei Unternehmungen mit R. und BM teilnehmen konnte. In der Woche vor Zwees Geburt hatte ich immer wieder Senk-Übungs-Wasweißich-Wehen, versuchte nicht all zuviel ans diabetesbedingte Nichtessen zu denken, horchte ständig in mich hinein und fürchtete mich vor jedem Toilettengang.

Jedenfalls war mir damals schon ziemlich klar, dass Zwee wohl kein Juni-Kind werden würde, sondern dass wir uns über jeden Tag im Bauch glücklich schätzen könnten. Ich war froh, das Zwee und ich es nun schon mal bis in den Mai und gleichzeitig in die 35. SSW geschafft hatten. Jeder weitere Tag würde gut und wichtig, aber eben nicht mehr absolut überlebenskritisch sein. Mehr als alles andere hoffte ich, dass Zwee bis zur Geburt komplett fertig sein würde und somit sofort bei mir bleiben könnte. ... Und dann flashbacke ich wieder Zwees ersten fünf Lebenstage auf der Neo und werde das Gefühl nicht los, dass ihr richtiger Geburtstag eigentlich der 10. Mai war, an dem wir sie mit nach Hause nehmen konnten und ich endlich rund um die Uhr bei ihr sein konnte. 

Aber hey, darum sollte es in diesem Post überhaupt nicht gehen - sondern darum, dass gestern mein letzter Elternzeittag war, an dem ich den ganzen Tag allein für Zwee verantwortlich war. Wo ist die Zeit nur geblieben? Wir beide hatten einen ganz entspannten Tag ohne irgendwelche Termine mit ganz viel Spiel- und Kuschelzeit. Gleichzeitig war es R.s letzter Arbeitstag. Nun haben wir noch ein langes Feiertagswochenende, und ab Montag wird R. das Elternzeitelternteil sein, denn dann wird unsere Baby-Zwee schon ein Jahr alt.

Zum Glück habe ich dann noch einen Monat mit Urlaubstagen aus dem letzten Jahr frei, so dass wir erstmal zusammen zwei Wochen zu Hause haben und uns danach noch einen schönen Urlaub auf Mallorca machen bevor ich am 4. Juni meinen ersten Arbeitstag und R. seinen ersten alleinverantwortlichen Elternzeittag hat. 

Wir freuen uns beide total auf den Monat zusammen, aber auch auf die Zeit danach. So langsam bin ich wirklich wieder reif für die Arbeit. Elternzeit macht Spaß, aber irgendwie habe ich schon ein bisschen die Nase voll davon, für alle Kinderangelegenheiten hauptverantwortlich zu sein. Ich kann kaum beschreiben, was ich damit genau meine. Es sind alles Kleinigkeiten, die mich zurzeit oft nerven wie z.B. den x-ten Brei anzurühren, danach die Essensstätte danach großräumig zu reinigen, morgens zu entscheiden (und in BMs Fall möglichst durchsetzen), was die Kinder bei welchem Wetter anziehen sollten, irgendwie abschätzen, ob und wann Zwee Nickerchen halten sollte, um dann doch komplett überrascht zu werden etc. Gleichermaßen wird es für R. toll sein, täglich ganz viel Zeit mit Zwee und BM verbringen zu können. Er ist so ein toller Papa, hatte aber in den letzten Monaten oft viel zu wenig Zeit. Endlich wird er mal der erste sein, der ein Zähnchen oder ein neues Gadget bei Zwee entdeckt. Er wird mir sagen können, wenn Zwees Rhythmus oder Vorlieben sich mal wieder ändern, anstatt wie bislang so oft erst aus zweiter Hand davon zu erfahren. 

Ab Mitte August wird R. dann Zwee bei der Kitaeingewöhnung begleiten, um dann gegen Ende September wieder arbeiten zu gehen. Wenn alles gut läuft, hat er dann ja vielleicht sogar noch ein paar Tage ganz für sich allein. Da BM in den ersten Monaten in der Kita die Tage im emotionalen Sinne oft zu lang waren, werde ich ab September erstmal für ein halbes Jahr nur 30 Stunden pro Woche arbeiten. Das sollte es organisatorisch etwas leichter machen, wenn R. wieder arbeiten geht. In Verbindung mit unseren beiden Oma-Opa-Tagen, an denen ich lange arbeiten kann, sollte es dann möglich sein, die Kinder an den anderen drei Tagen nicht allzu spät abzuholen. 

Soweit der Plan. Ich finde es weder total toll noch besonders doof, dass ich wieder arbeiten gehen werde, bin eigentlich ganz gelassen. Vielmehr beschäftigt mich, dass meine Zwee in drei Tagen kein Baby mehr sein wird. Wie konnte dieses Jahr nur so schnell vergehen und aus unserem winzigen Neugeborenen diese kleine Persönlichkeit werden?


Wer hat in meinem Bettchen geschlafen?

Ich hatte gerade einen gehörigen Schock. Nachdem Zwee heute erst zwei Stunden später als gewöhnlich endlich eingeschlafen war und BM noch über die Notwendigkeit des Schlafes diskutieren wollte, stampfte ich recht entnervt ins Schlafzimmer, um das Babyphone zu holen... und fand dort die Nachbarskatze, die es sich auf meiner Bettdecke gemütlich gemacht hatte und mich anstarrte als hätte ICH dort nichts zu suchen.

Ich bin ja nicht so der Tierfreund. Ich meine, ich finde es toll, wenn Leute Tiere haben, ihnen ein schönes Leben ermöglichen und sich an ihnen erfreuen - solange sie MIR nur nicht zu nahe kommen!

Also lief ich rückwärts wieder aus dem Zimmer (im 2. Stock!) raus und schloss die Tür. BM schaute mich mit großen Augen an als ich ihr von der Katze erzählte während ich schon die Nummer der Nachbarin wählte. Zum Glück kam sie dann gleich, um das Vieh abzuholen und sich sehr wortreich zu entschuldigen.

Mein Puls war so schon auf 180. Nicht auszudenken, wie ich reagiert hätte, wenn die Katze sich im offenen Schrank versteckt hätte und erst heraus gekommen wäre, wenn ich kontaktlinsenlos im Bett gewesen wäre. Wuaaaahhh!!!!

Nun ist also erstmal eine Runde abendliches Bettenbeziehen angesagt.

Dienstag, 28. April 2015

Alte Bekannte

Schon ganz kleine Kinder haben Menschen, mit denen sie sich in kürzester Zeit gut verstehen, und solche bei denen eben nicht so richtig ein Draht entstehen will. Letzte Woche konnte ich dann feststellen, dass BMs Vorlieben sich in den letzten Jahren nicht geändert haben. 

Zum einen besuchten wir ihren kleinen Babymassage-Kumpel R. und seine Familie in ihrem tollen neuen Haus. Da Zwee immer sehr, sehr traurig wird, wenn wir nicht rechtzeitig zum Abendprogramm zu Hause sind, hatten wir nur etwa zwei Stunden Zeit, die BM und R. aber bestens ausnutzen und sehr einvernehmlich miteinander spielten. Sie kennen sich nicht wirklich, sahen sich nach ihrer Babyzeit nur etwa einmal im Jahr, aber irgendwie passte es jedes Mal gleich. 

Dann besuchte uns Frau Mama. Wir hatten uns in der Elternzeit gelegentlich mit Zwee und Frau Mamas Babymaus getroffen. Diesmal durften jedoch unsere beiden Großen - die ehemaligen BKG-Mitglieder BM und Minimann - einen kitafreien Tag machen und mit dabei sein. Die beiden klickten auch sofort und stellten im besten Einvernehmen ein bisschen Blödsinn an. Da wurde im Bad aus Wasser, Badefarbe und viel, viel Handseife Bier hergestellt. Irgendwie stifteten sie sich dann gegenseitig dazu an, im Ehebett Verstecken zu spielen, in unserem Kleiderschrank wohl auch beim Verstecken allerhand Sachen von den Bügeln zu zotteln und - warum auch immer - die Waschmaschine abzuschalten. Und das alles in der kurzen Zeit bis ich merkte, dass sie ganz oben im Haus waren, wo sonst eigentlich nicht gespielt werden soll. Dann radelten sie zum großen Spielplatz - BM ein bisschen stolz vorneweg, weil sie ja den Weg kannte, und spielten da ebenfalls sehr schön miteinander während wir Mamas die Babys umherschuckelten und davon abhielten, Blumen zu essen. Es ist wirklich schade, dass wir soweit entfernt voneinander wohnen und uns somit nicht einfach so für einen Nachmittag auf dem Spielplatz treffen können. 


Montag, 27. April 2015

Mutti-Freigang

Seit ein paar Wochen kam in mir immer wieder der Wunsch auf, endlich mal wieder auszugehen - nachdem ich nun seit über einem Jahr zuerst als Risiko-Schwangere im Krankenhaus und auf der Couch und danach ausschließlich in Mama-Funktion unterwegs war.

Ein Mal nahm ich schon vor ein paar Wochen Anlauf, sagte aber im letzten Moment ab, weil Zwee mich bzw. meine Brust Abends immer noch sehr unvorhersehbar braucht. Das ist nun eigentlich immer noch so, aber letzte Woche setzte sich ein egoistischer Anflug durch. Ich musste wirklich endlich mal wieder raus und ohne Baby unter Leute. Immerhin lässt Zwee sich nun anstandslos von R. ins Bett bringen, wenn ich sie zuvor gestillt habe. Danach schläft sie manchmal selten drei Stunden bevor sie wieder Zuwendung braucht. Meistens weint sie mindestens einmal pro Stunde, lässt sich dann aber auch oft ohne Milch beruhigen... bis sie dann spätestens 23 Uhr endgültig untröstlich ist und gestillt werden muss. Danach hole ich sie zu uns in Schlafzimmer und die Stillerei geht die ganze Nacht im ein bis zwei Stunden Rhythmus weiter. Aber ich schweife ab.

Jedenfalls habe ich mich im Nachhinein sehr über meinen Rückzieher geärgert bzw. hatte das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Letzte Woche trafen dann gleich mehrere Anlässe aufeinander, so dass ich gleich drei Mal Gelegenheit hatte "mal raus zu kommen".

Am Mittwoch gingen wir Mamas vom Babyturnen abends gemeinsam essen (und die meisten auch etwas trinken). Es war so toll, mal einfach drauflos schwatzen zu können, ohne das irgendjemand dabei ein Kind schaukeln, stillen oder bespaßen musste. Außerdem schafften wir es, uns zumindest einen Teil der Zeit über andere Themen als die Babys zu unterhalten. Nachdem wir uns monatelang wöchentlich getroffen hatten, war es erstaunlich wie wenig wir bislang außerhalb von Babythemen von einander wussten. Jedenfalls hatten wir viel zu lachen, und die Zeit verging wie im Fluge. Ich kam genau zur rechten Zeit nach Hause, um Zwee zu stillen und meine übliche Nachtschicht zu absolvieren.

Am Freitag haben R. und ich einen Tag vorzeitig unseren Hochzeitstag mit einem Nachmittagsdate gefeiert während meine Eltern und PL Zwee für zwei Stündchen bespaßten, was wohl auch ganz gut klappte. Zwee fremdelt ja immer noch ziemlich doll und ist leider im Moment von ihrer Oma nicht so angetan - warum auch immer. Dafür ließ sie sich schön vom Opa umhertragen, der sich natürlich sehr darüber freute, Chefbetreuer vom kleinsten Enkelchen sein zu dürfen. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich endlich mal wieder ein bisschen für meinen Mann aufzubrezeln, so mit Schminke, richtigem BH und Hackenschuhen (in denen ich nicht mehr laufen kann). Leider musste ich mir das dann alles wieder ganz unromantisch vom Leibe reißen und gegen stilltaugliche Sachen eintauschen, sobald wir nach Hause kamen, aber es war trotzdem schön, mal wieder schön zu sein.

Am Samstag feierte Olo zu seiner großen Überraschung seinen 65. Geburtstag. Da es erst 19 Uhr losging, blieb R. mit den Kindern zu Hause und ich hatte allein Ausgang. Und was für eine Party das war! Olo wurde erst eine Stunde zuvor gesagt, dass er mal duschen gehen und den bereit gelegten Anzug anziehen solle. Dann wurde er mit verbundenen Augen zur Location gefahren und hineingeführt. Als das Tuch abgenommen wurde - ÜBERRASCHUNG - befand er sich in der Mixed Zone des Stadions an der Alten Försterei mit seiner Familie und seinen Freunden. Nach einer Stadionführung wurde in einem VIP-Bereich lecker gegessen, getanzt und gefeiert. Ja, auch ich habe nach werweißwielanger Zeit mal wieder getanzt. Um 22:30 Uhr wurde es dann leider Zeit für meinen frühzeitigen Cinderella-Abgang, so dass ich leider nicht um Mitternacht zum Geburtstag gratulieren konnte. Zu Hause hatte Zwee schon eine Stunde auf R.s Arm geschlafen und beide waren wohl ganz froh, dass ich wieder da war.

Ich muss zugeben, dass Zwee  meine Abwesenheit wohl nicht so leicht verdaut hat. Jedenfalls ist sie nun wieder noch anhänglicher geworden, will ganz viel kuscheln und stillen, folgt mir auf Schritt und Tritt und ist Nachts gefühlt noch öfter auf der Suche nach meiner Brust. Für mich war es aber höchste Eisenbahn, endlich mal wieder etwas für mich tun zu können. Jedenfalls konnte ich letzte Woche meinen Tank ein bisschen auffüllen und bin nun auch wieder besser gelaunt.


Montag, 20. April 2015

Neue Zwee-Gadgets

Unsere Zwee plappert zur Zeit ständig vor sich hin. Beim Essen tönt es daher nun immer in Stereo - links von der ununterbrochen erzählenden BM und rechts von Plappermäulchen Zwee.

R. und ich sind ein wenig uneins darüber, ob Zwee denn nun schon Mama sagen kann oder nicht. Sie übt es schon seit zwei/ drei Wochen. Na gut, ich gebe zu, dass ich es ihr auch ein paar Mal vorgesprochen habe. :-) Oft kommt statt Mama eher noch "Mammmma", "Amma" oder "Mamamama", aber ich höre am Klang, wenn sie mich meint und nicht nur Silben übt. Echt jetzt.

Letzte Woche beim Treffen der Krabbelcousins bei meiner Cousine krabbelte Zwee geschäftig umher, unter dem Tisch durch und im Kreis durch Küche, Flur und Wohnzimmer. Zwischendurch rief sie immer wieder nach mir und gab erst Ruhe, wenn ich z.B. meinen Kopf unter den Tisch steckte, damit sie mich von dort aus sehen konnte. Also ja, Zwee sagt definitiv Mama. In Variationen. Aber Hauptsache ist doch, dass ich mich im richtigen Moment angesprochen fühle.

Für die Annalen: Das war am Mittwoch, den 15. April, und Zwee war 11 Monate, 1 Woche und 2 Tage alt.

Da Zwee ihren Papa aber auch sehr lieb hat, übt sie auch "Baba" und "Babababa" und spätestens seit dem Wochenende meint sie auch eindeutig ihn damit. Mal sehen, wann sie sich nun an BMs Namen versucht.

Zwee weiß, wo ihre Nase und wo meine Nase ist. Tatsächlich ist meine Nase total zerkratzt, weil sie da so gern reingreift. Außerdem streckt sie mir die Füßchen hin, wenn ich danach frage. Meine Ohren kennt sie auch, ist sich aber scheinbar noch nicht darüber im klaren, dass sie auch welche hat.

Zwee macht Küsschen-Geräusche und schenkt mir dicke, feuchte Babyküsse, wobei sie mein Gesicht ganz doll festhält. Wir haben uns eben beide zum Fressen gern.

Und - Trommelwirbel!!! - gestern Abend stellte Zwee sich zum ersten Mal senkrecht hin. Während R. das Abendessen zubereitete spielten BM und ich ein paar Runden MauMau. Zwee schaute uns aus dem Laufgitter heraus zu und freute sich, wenn wir zwischendurch Quatsch mit ihr machten. Dann stellte sie sich einfach hin und blieb richtig lange stehen. Ganz kurz hielt sie sich sogar nur mit einer Hand fest, weil sie auf BM zeigen musste.

Damit hat sie mal wieder einen typischen "Zwee" gemacht, d.h. sie hat vorher überhaupt nicht geübt, sondern einfach irgendwann beschlossen, dass sie sich ja mal hinstellen könnte. Bislang hatte sie sich immer nur auf die Knie bzw. ein Knie und ein Bein gestellt, es aber augenscheinlich nicht mal versucht, noch höher hinaus zu kommen.

An- und Ausziehen findet Zwee total doof und wehrt sich mit Händen und strampelnden Beinchen. Trotzdem macht sie beim Ein- und Ausfädeln der Ärmchen mittlerweile schon ziemlich gut mit und schiebt sie in die richtige Richtung, so dass man nicht mehr mühevoll um jeden Zentimeter kämpfen muss, auch wenn sie dabei trotzdem lautstark meckern muss.

Zu guter Letzt noch ein kleines Zahn-Update. Über zwei Monate nachdem der erste Zahn an ungewöhnlicher Stelle heraus kam, ist nun dessen Zwilling oben rechts auch endlich draußen:


Freitag, 17. April 2015

Schwindelig

Schwindelig 1:

BM klagt in unregelmäßigen Abständen immer wieder über Kopfschmerzen. Daher ging ich gestern mal wieder mit ihr zum Augenarzt, nachdem wir vor zwei Jahren schon mal sicherheitshalber da gewesen waren, weil R. und ich beide kurzsichtig sind. Kurzum: Es ist alles in Ordnung.

Ich musste mich sehr zusammen reißen als BM schon wieder den Hund auf der Tafel nicht erkannt hat, sondern ihn erneut als Tier bzw. Tiger bezeichnete. Das war in den letzten Jahren auch bei den Us immer so. Dann bekam BM noch Augentropfen, damit die Augenärztin den Sehnerv gut ansehen kann. Da diese eine Weile einwirken mussten, gingen wir in der Zwischenzeit ein Schnitzel essen. Es sah zum Schreien komisch aus wie BM dabei ihren Teller anschielte, weil sie wegen der vergrößerten Pupillen in der Nähe nicht gut gucken konnte. Das blieb dann auch den ganzen Tag so und sah ehrlich gesagt ganz schön gruselig aus. Für BM war das ganz schön ermüdend und ihr wurde wohl auch ein bisschen schwindelig, so dass ich sie vom Augenarzt zum Auto und dann vom Parkplatz zum Haus tragen musste.


Schwindelig 2:

Ich glaube, jedes Kind findet das irgendwann toll. Jedenfalls liebt Zwee es im Moment, ihr Köpfchen hin und her zu schütteln bis ihr schwindelig wird. Besonders auf dem Hochstuhl macht ihr das irren Spaß, weil sie dann zusätzlich noch vor und zurück schaukeln kann. Der vermaledeite Hochstuhl kippelt minimal, was uns dann in Verbindung mit Zwees Freudenschreien ganz schön auf den Zünder geht.

Einhalt kann nur BM bieten. Die Kinder gucken und lachen sich dann an und zeigen mit den Fingern gegenseitig auf sich. Keine Ahnung, warum das so lustig ist, aber immerhin ist es dann etwas leiser am Esstisch.

Montag, 13. April 2015

145 Jahre

Vergangene Woche Donnerstag wurde R.s liebe Oma 85 Jahre alt. Dazu gratulieren wir auch an dieser Stelle noch einmal recht herzlich und wünschen vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und viel Spaß im neuen Lebensjahr. Im Dezember war zudem R.s Tante 60 Jahre alt geworden, was die beiden zum Anlass nahmen, an der Talsperre Pöhl ein Geburtstagswochenende mit der ganzen Familie zu veranstalten.

Am Freitag Morgen machten wir uns auf dem Weg und machten einem recht kurzfristigen Einfall zufolge unsere Rast in Dresden bei M. Wir kennen uns - nur online - seitdem wir mit unseren großen Mädels schwanger waren, also schon über fünf Jahre. Es war richtig schön, uns mal zwei Stunden in echt zu unterhalten. Die beiden Mädchen klickten sofort und spielten die ganze Zeit sehr einträchtig zusammen, auch wenn sie beide keine Lust hatten, gegenseitig ihre Namen zu verinnerlichen, sondern sich einfach "Mädchen" nannten.

Danach war es auch nicht mehr weit bis zu unserem Ziel, wo alle nach und nach eintrudelten und in der Nachmittagssonne im kleinen Biergarten saßen. BM rannte umher als hätte sie einen Tag im Auto gesessen und war bestens gelaunt, vor allem als dann auch noch ihre Cousins aus Bayern eintrafen. Für Zwee war alles ein bisschen viel und laut, so dass sie ganz viel kuscheln musste. Erst als wir mit ihr ins Hotelzimmer gehen wurde sie wieder mopsfidel und krabbelte und spielte eine Stunde lang zufrieden vor sich hin. Da Zwee ja ein... äh... eher unzuverlässiger Schläfer ist, trauten wir uns nicht, sie mit Babyphone-App im Zimmer schlafen zu lassen, sondern wechselten uns Abends beim Essen und geselligem Beisammensein ab. Derweil rannte unser Duracell-Häschen großes Kind stundenlang ohne Unterlass um die Tafel herum. Woher nimmt sie nur die Energie.

Am nächsten Tag machten wir alle zusammen eine kleine Schiffstour auf dem Stausee bevor wir die Kinder auf den nahe gelegenen Spielplatz scheuchten. Da es dort auch eine kleine Rutsche gab, machte ich mein Versprechen wahr und ließ BM und Zwee zusammen rutschen, was beide total lustig fanden. Zwee bekam sich vor Lachen gar nicht mehr ein, wenn sie nur sah, wie BM erneut auf die Rutsche kletterte. Nach einer Runde Bungeetrampolin war BM dann reif für eine Mittagsruhe, die sie mit R. im Zimmer verbrachte, während ich Zwee einen Manduca-Mittagsschlaf bescherte und die Gegend ein bisschen erkundete.

Zur eigentlichen Feier am Nachmittag und Abend kam dann zu Omas besonderer Freude auch ihr Bruder mit seiner Familie aus Leipzig. Ich glaube, für Oma war es etwas ganz besonderes, ihre ganze Familie so um sich zu scharren. Eine Fotografin kam, um nicht nur ein großes Familienbild sondern auch einzelne Familienbilder in unterschiedlichen Zusammenstellungen zu schießen. Ich freue mich schon sehr auf die Ergebnisse. BM hatte dann zwar leider einen Weltklasse-Bock wegen nicht auf Familienfotos sein, wo sie nicht drauf gehört, wegen Klackerschuhe nur im Haus anziehen und Sack Reis in China, bekam sich dann aber zum Glück irgendwann wieder ein und spielte wieder schön mit ihrem Cousin. An diesem Abend wechselten R. und ich uns andersherum ab, so dass ich mit den anderen Gästen zusammen essen und etwas länger schnacken konnte bis wir dann wieder die Plätze tauschten.

Ich hätte mir gern noch etwas von der Gegend rund um den Stausee angesehen, aber das Wochenende war leider wie im Fluge zu Ende. Die Heimreise am Sonntag Vormittag verlief dafür erstaunlich friedfertig zumal Zwee einen Großteil der Fahrt verschlief und den letzten Rest zufrieden spielte.


Mittwoch, 8. April 2015

Einfall der wilden Horde

Im Rahmen des Kita-Projekts "Das bin ich" besuchen die Kinder in BMs Gruppe zur Zeit nacheinander das Zuhause aller Kinder. Heute früh machten sich die Kinder mit Erzieherin S. und Erzieher M. auf den Weg zu uns. Dafür hatten BM und ich Pizzabrötchen und Kirschkuchen gebacken. Daher skandierten die zehn Kinder laut: "Piz-za-bröt-chen! Kir-schen-ku-chen!" als ich ihnen kurz nach 10 Uhr die Tür öffnete. 

Davon wurde Zwee wach, so dass ich kurz nach oben eilte, während die Erzieher den Kindern in unserem Mini-Flur aus den Sachen halfen. Als ich mit Zwee unten ankam, brachen die Kinder aus und trampelten nach oben in BMs Zimmer, wo BM sich sofort in ihr Elsa-Kleid schmiss. Es war zwar echt laut, aber ich fand es eigentlich trotzdem ziemlich gesittet. Die Mädels verkleideten sich alle, die Jungs hatten vor allem mit dem Inhalt von BMs Krimskrams-Schublade Spaß, verkleideten sich aber auch als Wikinger, Feuerwehrmann und Hexe. Als alle ein bisschen Scheibe gespielt hatten gab es die ersehnten Snacks, wobei es m.E. sehr sittlich zuging. BM war verantwortlich für das Aufgeben des Kuchens und war dabei eine tolle Gastgeberin. Leider blieb das nicht so als ihre beste Freundin sich "heimtückisch" das Elsa-Kleid anzog während BM noch Hände waschen war. Fortan saß sie laut heulend hinter der Couch, was wiederum C. nicht besonders anhob. 

Auch Zwee war bis dahin schon total durch und hatte mehrfach doll weinen müssen, weil es ihr wohl einfach zu laut war. Es war ein bisschen schade, dass der Besuch somit sehr laut und etwas hektisch endete. Außerdem hatte ein Mädchen Bauchschmerzen und Durchfall bekommen, so dass es umgezogen und mit einem Kirschkernkissen auf einer Matratze gelegt werden musste.

BMs Laune besserte sich schlagartig als sich die Kinder zum Gehen bereit machten und somit das Elsa-Kleid wieder frei wurde. Auf dem Gruppenfoto vor unserem Haus ist sie daher auch nicht wie alle anderen in Jacke und Mütze sondern im Elsa-Kleid abgebildet. Ein bisschen Heimvorteil ist ja auch in Ordnung, finde ich. Außerdem durfte BM dann natürlich gleich zu Hause bleiben.

Da Zwee in ihrem Bettchen Mittagsschlaf hielt machten BM und ich uns dann eine gemütliche Mittagspause mit Kinder-Kniffel und Bibi-Blocksberg-Filmchen bevor am Nachmittag PL und mein Bruder zu Besuch kamen. Theoretisch wollten B. und ich an seinem Lebenslauf arbeiten während die großen Mädels sich verkleideten und lieb zusammen spielten, praktisch ist Zwee aber schon wieder stark erkältet (so wie die gesamte Familie Isndingwa) und war am Nachmittag plötzlich sehr, sehr unleidlich. Oh Mann, ich hoffe wirklich sehr, dass sie das diesmal schnell abschütteln kann. Und wir anderen natürlich auch. 

Ostern oder Disney-Aktien?

Der Osterhase brachte BM dieses Jahr u.a. ein Anna-Kleid, einen Eiskönigin-Schlafanzug, ein Elsa-T-Shirt, ein Puzzleset (Eiskönigin, klar), das Eiskönigin-Buch und das dazugehörige Hörspiel. Eine ziemliche Geschenkeflut, aber BM hat sich unglaublich über jedes einzelne Geschenk gefreut. Damit haben wir die Disney dieses Jahr wohl einiges an Umsatz beschert. 

Insgesamt ging mir die Sucherei dieses Jahr ein bisschen zu schnell. Nächstes Jahr müssen wir definitiv bessere Verstecke finden, damit es nicht wieder ein bloßes Einsammeln ist. 

Am Ostersonntag waren wir im Wald bei R.s Familie. Das Wetter war zum Glück etwas besser als in den Tagen davor. Zumindest gab es keinen Sturm, Regen oder Hagel, so dass wir draußen Ostereier suchen und einen schönen Spaziergang machen konnten. Zum Essen waren wir dann aber in der Hütte, was Klein-Zwee leider ziemlich mitnahm, weil es dort laut und ziemlich duster war. Als wir wieder zu Hause waren, holte sie die fehlende Spielzeit aber sofort nach und spielte sehr ausdauernd und juchzend mit ihren neuen Spielsachen während BM beschloss, dass sie im Anna-Kleid auch Eis zaubern könne, nicht nur Elsa. 

Am Ostermontag waren wir dann im Dorf bei meinen Eltern. Dort hatte der Osterhase schon von der Straße aus eine Naschi-Spur in den Garten gelegt. Natürlich gab es da auch noch allerhand zu finden. Unter anderem bekam BM ein Kinder-Kniffel geschenkt, das wir jetzt schon ein paar Mal gespielt haben. Ihr fehlt natürlich noch der Sinn für die Strategie, aber ich bin trotzdem erstaunt, wie gut sie die Regeln versteht und v.a. wie ausdauernd mein Zappelinchen das schon spielt. Na ja, sie muss beim Würfeln liegen-stehen-sitzen-oder-an-mir-hängen, aber trotzdem. 

Zum Mittag aß Zwee übrigens zum ersten Mal "Erwachsenen-Essen" - d.h. Kartoffeln, Bohnen, Blumenkohl und Soße - richtig mit. Bislang hatte sie das zwar oft gewollt, aber sich dann doch geschüttelt, weil ihr das Essen wohl zu intensiv gewürzt war. Aber Ehre, wem Ehre gebührt: Bei Oma hat es ihr sehr gut geschmeckt. 

Am Nachmittag wollten BM und PL ein Geheimversteck im Wald bauen. Tatsächlich besorgte Opa dann allerhand Äste und Zweige und baute mit meinem Bruder zusammen um zwei Bäume herum eine tolle Höhle. Mit Zwee in der Manduca konnte ich außer vielen nützlichen Tipps leider nicht viel beitragen. Die Mädchen kümmerten sich derweil um die "Beschmückung", d.h. sie besorgten getrocknete Gräser zum verzieren und legten die ganze Höhle mit Moos aus. Das hat richtig Spaß gemacht und erinnert mich sehr an eine ähnliche Behausung, die wir vor vielen Jahren als Kinder im Wald beim Garten meiner Freundin A. bauten. 

Samstag, 4. April 2015

Elf Monate Zwee

Mit elf Monaten ist unsere Zwee nun endlich wieder richtig gesund und sie selbst - nämlich ein absoluter Sonnenschein. Beim Spielen quietscht und kichert sie ständig vor sich hin. Wenn sie uns sieht, schenkt sie uns ihr zauberhaftes, breitestes Lächeln. Der süße Grinsemund, die runden Bäckchen, das kleine Grübchen an der linken Wange - ich könnte meine Zwee ständig nur abknutschen. Man merkt auch, dass Zwee dabei ist, ein "richtiger" kleiner Mensch zu werden, sie wirkt kaum noch wie ein Baby.

Zwee hat in den letzten Tagen einige Standardgadgets zu ihrem Können hinzugefügt. Sie kniet immer selbstverständlicher, stellt oft einen Fuß auf. Als R. heute neben ihr auf dem Boden lag, drückte sie sich an seinem Oberkörper zum ersten Mal hoch in einen wackeligen Stand. Kurz darauf tat sie dasselbe an der Treppe. Bislang hatte sie kein Interesse am Stehen gezeigt, war offenbar mit Krabbeln und Knien total zufrieden. Das passt wieder einmal in unsere Annahme, dass Zwee eine recht genügsame und gemütliche Art hat. Mal sehen, ob wir das in ein paar Monaten oder Jahren immer noch so sehen. Es ist übrigens sehr interessant, dass Zwee sich immer noch nur im größten Notfall im Liegen dreht. Ich habe sie testweise jetzt mal öfter auf den Rücken gelegt anstatt sie im Vierfüßlerstand auf den Boden zu setzen. So lag sie dann immer erstmal ein paar Minuten da und spielte im Liegen bevor sie sich bequemte sich umzudrehen und hinzusetzen.

Hatte ich schon mal über Zwees Winken berichtet? Sie macht das ja schon eine ganze Weile, aber besonders niedlich, denn sie winkt nicht mit dem Händchen sondern schwingt dabei den ganzen Arm soweit es geht hin und her. Sie winkt auch ungefragt gern ihren Menschen, vor allem aber, muss sie immer doll winken, wenn wir aus ihrem Fenster sehen. Keine Ahnung, wen sie damit grüßen will. Die große weite Welt vielleicht?

Ganz neu ist seit wenigen Tagen das Klatschen. Sie fand es schon lange toll, wenn ich in die Hände klatschte. Bei Backe-Backe-Kuchen griff sie immer meine Daumen und machte mit. Dinge schlug sie schon lange zusammen, nur selber klatschen wollte sie nicht... bis sie es dann ohne Fehlversuche einfach so tat. Jetzt klatscht sie besonders gern, wenn ihre große Schwester vorbei tobt.

Und ebenfalls diese Woche fing Zwee an zu "tanzen". Sie hat einen musikmachenden Autoschlüssel, den sie ganz toll findet. Sie drückt darauf herum, um ihn anzuschalten, und wippt dann (im Sitzen natürlich) mit. Das sieht so niedlich aus! Bald wird sie wohl mit BM zusammen "Vorstellungen" machen.

Das alles passierte innerhalb weniger Tage nachdem Zwee endlich gesund geworden war. Wahrscheinlich hatte das kleine Körperchen davor einfach zuviel mit sich selbst zu tun, so dass sie sich die neuen Eroberungen erstmal aufhob.

Zu all dem Kranksein kamen dann noch drei weitere Zähnchen, wobei ich nicht sagen kann, ob Zwee das gemerkt hat, denn sie war ja über zwei Wochen lang ziemlich krank und sowieso unleidlich. Sie findet die Zähne aber anscheinend ziemlich cool, denn sie knirscht damit, was das Zeug hält.


Mit den Zähnchen kam auch der Wunsch nach festerer Nahrung. Genau genommen hätte Zwee wohl gern immer das, was wir auf dem Teller haben. Dann wedelt sie mit den Ärmchen - das sieht aus als ob ein Küken mit den kleinen Flügel flattert - oder klatscht in die Hände. Bekommt sie das dann nicht, meckert und kreischt sie sehr eindringlich. Überhaupt ist es recht neu, dass sie ihrem Unmut so deutlich und laut Ausdruck gibt. Leider ist eben nicht alles für sie geeignet bzw. sie schafft es auch noch nicht, sich z.B. an Stulle satt zu essen. Nichtsdestotrotz "isst" (a.k.a. speichelt ein) sie alles, was kein Brei ist, mit großer Leidenschaft. Meist bekommt sie daher nun etwas zum kauen in die Hand und wird anschließend bzw. zwischenher mit Brei gefüttert, damit sie auch satt wird. Dabei müssen wir nun aber immer einen normalen Teelöffel zum Füttern nehmen, denn Plastiklöffel sind schließlich nur was für Babys und daher doof. Ich glaube, wir bekommen hier einen recht guten Esser, auch wenn Zwee zur Zeit nicht so sehr für das Mittagessen zu begeistern ist. Über den Reinigungsaufwand von Zwee, ihrer Klamotten, des Hochstuhls und des Bodens in einem 1-Meter-Radius um sie herum mag ich nichts schreiben. Eingespeichelte Stulle und so. Bäh!

Mit dem Trinken hapert es immer noch. Am besten klappt es zur Zeit mit einer Kindertasse mit Schnabelaufsatz (also ohne Ventil), weil das Wasser da eben einfach heraus läuft und nicht gesaugt werden muss. Nach ein paar einzelnen Schlucken lässt Zwee das Wasser dann aber leider ebenso einfach wieder aus dem Mund heraus laufen. Mittlerweile bin ich darüber schon ganz schön verzweifelt.

Somit wird Zwee also immer noch etwa drei Mal am Tag und recht viele Male in der Nacht gestillt. Ich will noch gar nicht abstillen, Zwee ist offenbar auch noch nicht soweit, aber langsam wünschte ich mir wirklich, dass sie für ihren Flüssigkeitshaushalt nicht mehr von mir abhängig wäre.

Nun stecken wir also in Zwees letztem Babymonat, und ich bin schon ein bisschen wehmütig, weil sie gar kein Minibaby mehr ist. Ich denke auch viel an die Zeit vor einem Jahr zurück. So doof das auch alles war (und so sehr ich auch immer noch daran knabbere), kann ich mir doch kaum noch vorstellen, dass Zwee jemals nicht bei uns war. Mein Sonnenschein, mein kleines, kuscheliges, lachendes Baby.

Donnerstag, 2. April 2015

BM im gar nicht so kleinen Urlaub

BM hatte - mal wieder - einen richtig tollen Urlaub mit Oma, Opa und PL. Für uns war es besonders schön, dass sie jeden Abend mit uns telefoniert und ganz viel vom Tag erzählt hat. Sie ist eben schon ein richtiges großes Mädchen. Beim Telefonieren lief hetzte sie hin und her - kein Wunder, denn wir machen das auch so. Irgendwann setzte sie sich dann immer auf das Fensterbrett in Schlafzimmer der Mädels, wohl um ein bisschen auszuruhen.

Jedenfalls hörten wir dann immer die Geschichten hinter den vielen Bildern, die meine Eltern den ganzen Tag über per WhatsApp geschickt hatten. Tatsächlich haben die Urlauber in vier Tagen soviel erlebt wie manche nicht in zwei Wochen. Ein besonderes Highlight war für BM, dass sie "boijen" waren und dass sie auch "mitboijen" durfte. Das hatte sie sich nun schon eine ganze Weile gewünscht. Sie sah zuckersüß mit den Boijen-Schuhen aus und hat (mit Omas Hilfe) mit den GANZ schweren Kugeln geboijt.


Das Wetter war ja leider mit Regen und Hagel eher winterlich. Trotzdem waren die Kinder reiten, wobei PLs Pferd wohl nicht so richtig auf Opa hören sondern lieber selbst die Laufwege bestimmen wollte. Außerdem waren sie noch im Kino (Shawn, das Schaf), diverse Male im Schwimmbad, draußen und drinnen auf Spielplätzen und zu guter Letzt noch auf dem Heimweg im Affenpark.



Als dann beide Kinder wieder zu Hause abgeliefert waren, kam zuletzt dann dieses Bild von meinen Eltern:

Sie haben ihren Enkelkindern wieder einmal einen sehr erlebnisreichen, tollen Urlaub beschert... und haben sich den Kaffee in Ruhe und Frieden redlich verdient.

Montag, 30. März 2015

Weil es mir gerade einfällt

Wenn wir Kuchen backen, muss BM jede Zutat kosten. Also rohes Ei lasse ich sie natürlich nicht, aber ansonsten eigentlich alles.

Und wie schmeckt Mehl? Nach nichts, oder? -  "Doch, das schmeckt zart."

Halbsturmfrei

Heute morgen trudelten meine Eltern und PL zu einem kurzen Boxenstop (a.k.a. Frühstück) bei uns ein bevor sie samt BM in den Urlaub fuhren. Nun haben R. und ich also so halb kindfrei, und ja, bislang scheint ein Kind wie kein Kind, denn Zwee schläft schon. Das heißt wir haben jetzt um 19:30 Uhr schon Feierabend!

Derweil hoffe ich, dass es meiner Mutti langsam besser geht, denn sie hat noch mit den Ausläufern eines Magen-Darm-Dings zu tun, was so einem Urlaub ja nicht gerade zuträglich ist. Heute Abend soll jedenfalls mit Opa eine Mitternachtsparty steigen... sobald Oma schläft.

Samstag, 28. März 2015

Wieso wir?

Wie andere Eltern Dinge tun sind ja schon oft eine Überlegung wert, sei es, weil man das ganz toll oder ganz doof findet. Selbst die, die ich doof finde, kann ich meist irgendwie nachvollziehen, wenn es nicht ganz offensichtlich das Kindeswohl gefährdet. Ein Beispiel war da neulich eine Mama in einer Facebookgruppe, die ihr 5 Monate altes Baby mit der Babyschale vorwärts anschnallte und sich dann über meine -  wie ich finde -  wirklich sachliche Antwort ärgerte.

Nun, meistens halte ich eben doch meinen Mund, weil ja doch alle irgendwie das Beste für ihre Kinder wollen und bestimmt auch nicht alle super finden, was wir so machen. Baby ständig rumschleppen und so. ;-)

Es gibt jedoch eine Sache, wo sich mir echt die Fußnägel hochkräuseln, so dass ich regelrecht weghören muss, um nicht auszurasten. Warum nur sagen soviele Mutter "wir", wenn sie von ihren Kindern sprechen. Ich meine: "Wir können jetzt krabbeln. Wir bekommen Zähnchen und müssen darum viel weinen. Wir wollen überhaupt nicht schlafen. Wir sind jetzt 10 Monate alt. usw... "

Ich finde, das ist eine echt fürchterliche Angewohnheit. Das Kind ist das Kind, die Mama ist die Mama. Dass mein Kind irgendwann krabbeln, sitzen, laufen kann, ist weder mein Verdienst noch habe ich es selbst zufällig gleichzeitig mit meinem Kind gerade erst gelernt. Na klar, bin ich auch stolz auf jeden Meilenstein, den meine Kinder erreichen, aber diese Wir-Ausdrucksweise geht mir echt gehörig auf den Senkel.

Dienstag, 24. März 2015

Große Sinen

Am Frühlingsanfang feierte meine Schwiegermutter ihren Geburtstag. Leider konnten Fieber-Zwee  nur aus der Ferne gratulieren... und waren so auch nicht dabei als das größte Geschenk offenbart wurde, auf das wir alle schon ziemlich ungeduldig gewartet haben.

Die liebe Kimmy ist schwanger!

Das kleine Herbst-Bambino wird irgendwann um den 29. Oktober zur Welt kommen. Wir freuen uns so sehr für Kimmy und M. und für uns natürlich auch, denn Onkel und Tante sein ist auch cool. BM war besonders begeistert als wir feststellten, dass sie und Zwee dann nicht mehr nur kleine (Cou)Sinen sondern auch große Sinen sein werden.

Größenunterschied

Zwee hat nun auch endlich eine Matschhose damit sie draußen krabbeln kann -  nachdem BMs erste Matschhose nicht mehr auffindbar war. Vermutlich war sie kommt zerschlissen.

BM trägt nun Größe 110, Zwee trägt die 74.