Freitag, 6. Januar 2017
Ein ganz kleiner Urlaub
Montag, 2. Januar 2017
Zwischen den Jahren bei Familie Isndingwa
Nachdem vor Weihnachten alle krank waren, waren zu Heiligabend alle außer ich wieder einigermaßen gesund. Mit regelmäßigen Ibuprofen-Doping kam auch ich aber sehr gut über die Feiertage.
Seit Wochen bastelten die Kinder in der Schule Heimlichkeiten. Ende November schon erzählte BM, dass es da etwas heimliches gäbe: "Ich kann euch aber nicht sagen, was es ist. Es ist ein Geheimnis. Wollt ihr es wissen?" - Wir: "Nein!" - "Ich darf es euch wirklich nicht sagen..." Dann ruft sie ganz schnell: "Kalender!!!!! ... aber das müsst ihr gleich wieder vergessen!" Wir haben so gelacht! Den Kalender gab es dann am 1. Dezember.
Zwei Tage vor Weihnachten war BM plötzlich ganz doll traurig, weil ihr einfiel, dass sie die Weihnachtsheimlichkeiten noch in der Schule hatte, weil sie ja krank gewesen war. Und dann brachte unsere Nachbarin die Heimlichkeiten - die Erzieherin hatte noch eines zu Ende gebastelt und dann alles mitgegeben. Die Welt war wieder in Ordnung.
An Heiligabend waren wir dieses Jahr bei uns zu Hause zusammen mit meinen Eltern und meinem Bruder nebst Familie. Die Kinder waren auch schon ganz schön aufgeregt. Als unser Weihnachtsbesuch eintraf konnte BM nicht eine Minute länger warten und übergab uns ihre gebastelten Geschenke (wobei ich daran denken musste wie PL mal ihren Eltern vorgeworfen hatte, dass sie ihr noch nie etwas zu Weihnachten geschenkt hatte während sie ihnen immer so schöne Sachen bastelte). Noch mehr rührte mich aber, dass sie am Tag zuvor noch schnell ein lila Filly-Pferd in ein Taschentuch gewickelt und mit einem goldenen Band verschnürt hatte, weil "Zwee das so gut gefällt"... nachdem sie eigentlich mal richtig sauer gewesen war, weil Zwee das Pferd mit in die Kita genommen hatte.
Nach dem Kaffee gingen die Kinder dann nach oben. Sie wollten noch ein "Programm" üben. In letzter Sekunde bot sich dann der Nachbarsopa an, den Weihnachtsmann zu spielen. Da er ziemlich aufgeregt war und ich sowieso schon einen Brief geschrieben hatte, blieb er nur kurz und übergab nach einem Lied und ein paar Fotos einen Brief an die Kinder:
Liebe Kinder,
leider konnte ich wirklich nicht lange bleiben, denn draußen ist es viel zu warm, so dass ich mit meinem Schlitten nicht gut voran komme und mich ordentlich beeilen muss, damit ich es heute zu allen Kindern schaffe. Ich freue mich aber sehr, dass ihr alle so liebe Kinder seid und habe euch daher viele schöne Geschenke gebracht.
Liebe PL, seit wir uns im letzten Jahr trafen bist du ja eine große Schwester geworden. Meine Wichtel haben mir berichtet, wie lieb du dich um den kleinen Linus kümmerst. Wie in jedem Jahr bin ich begeistert, weil du so eine gute Schülerin bist. Und ich finde es klasse, wie du ganz alleine den Schulweg vom neuen Haus meisterst und alleine mit der Bahn fährst. Aber bestimmt wird es dir auch in der neuen Schule gut gefallen, dann ist auch der Weg nicht mehr so weit. Apropos neues Haus: Da könntest du nun vielleicht wirklich mal etwas mehr Ordnung in deinem Zimmer halten!
Liebe BM,du bist ja jetzt ein Schulkind! Ich freue mich, dass du so gut lernst! Das Rechnen klappt schon prima und jeden Tag kannst du ein bisschen besser lesen. Das macht doch Spaß, oder? Ich weiß, die Schule ist ganz schön anstrengend, aber trotzdem solltest du öfter auf deine Eltern hören, ohne dass sie immer erst schimpfen müssen. Anziehen, Zähne putzen, am Tisch sitzen bleiben bis alle Kinder fertig gegessen haben – das kannst du doch eigentlich längst. Dafür haben die Wichtel mir berichtet, dass fast immer ganz doll lieb zu deiner kleinen Schwester bist und ihr viel erklärst. Das gefällt mir wirklich gut!
Liebe Zwee,ich habe gehört, dass dich jetzt schon fast ganz alleine ausziehen und anziehen kannst. Übe schön weiter, du machst das richtig prima! Deine Stullen kannst du nun auch schon alleine schmieren – das ist wirklich super, aber bitte benutze beim Essen auch Löffel oder Gabel und mantsche nicht mit den Fingern im Essen. Deine Windel hast du wohl auch nur noch zum Schlafen an? Super! Sage immer schön Bescheid, wenn du auf die Toilette musst, denn wie ich höre bekommst du auch so ein großes Bett wie BM, wenn du gar keine Windel mehr brauchst!
Lieber Krümel, wie gefällt dir dein erstes Weihnachten? Du bist wirklich ein toller kleiner Junge und kannst schon so schnell wie der Wind krabbeln. Ich weiß, die Zähnchen machen dir sehr zu schaffen, aber du brauchst doch welche, damit du im nächsten Jahr auch einen richtigen bunten Teller von mir bekommen kannst. Bleib weiter schön tapfer, bald hast du es überstanden! Übrigens: Alle Kinder müssen artig schlafen, damit sie am nächsten Morgen munter und ausgeruht sind. Da solltest du dir wirklich etwas mehr Mühe geben!
Ein bisschen schimpfen muss ich allerdings schon – mit euch und mit der Ärgermaus. Scheinbar lasst ihr euch alle ziemlich oft von ihr zwicken und meckert und nölt eure Familien dann an. Das muss doch nun wirklich nicht sein! Jeder hat mal schlechte Laune, aber wenn ihr das merkt, schickt doch einfach die gemeine Ärgermaus weg und seid gleich wieder etwas freundlicher zu euren Familien.
So, nun wünsche ich euch aber ganz viel Spaß bei eurem Weihnachtsfest. Ich hoffe, die ganze Familie verbringt eine schöne Zeit miteinander – und natürlich auch, dass euch die vielen Geschenke gefallen, die meine Wichtel und ich euch gebracht haben. Bis zum nächsten Jahr!
Euer Weihnachtsmann
"Kunstwerke" mit Glowpens... im Schlafanzug:
Zwees neuer "Bielbatz für Männen" (Männeken):
Und das Affenspiel (wie heißt das eigentlich richtig?), das beide Kinder gern spielen, wobei Zwee allerdings immer noch denkt, dass es super ist, wenn man ganz viele Affen bekommt.
Samstag, 31. Dezember 2016
Adventszeit 2016 bei Familie Isndingwa
Trotzdem hätte es auch ein paar sehr schöne Dinge zu berichten gegeben, wenn ich nicht immer wieder zu beschäftigt oder kaputt zum Bloggen gewesen wäre. Darum mal wieder nur ein ganz kurzer Abriss:
Mein Bruder und seine Familie haben ein Haus gekauft! Mit einem riesigen Hauruck und ganz viel Einsatz vor allem auch von meinen Eltern sind sie innerhalb weniger Wochen kurz vor Weihnachten eingezogen und haben nun ein gemütliches, geräumiges Zuhause. Wir freuen uns alle riesig mit ihnen.
Am ersten Advent waren die ganze Familie zum Adventskaffee bei meinen Eltern. Traditionsgemäß wurden auch die alten "Rollen" (Liedtexte) herausgeholt und einige Weihnachtslieder geschmettert. Auch wenn einige der größeren Kinder nun schon fast zu cool dafür sind, haben sie doch fleißig mitgesungen und konnten sich nur bei einigen sehr gläubigen Texten das Kichern nicht verkneifen. Die großen Kinder (ja, bis einschließlich BM) verbrachten einen Großteil der Zeit draußen im Garten mit Fange und Verstecken. Zwee und ihre "Krabbelcousins" spielten derweil fröhlich im Enkelkinderzimmer.
In der Adventszeit fielen die Morgen generell sehr gut gelaunt aus, was wir wohl der täglichen Vorfreude auf die Kalender zu verdanken haben. Mit einem Stück Schokolade und kurzem Spiel geht so ein Tag eben gleich viel besser los.
Das Adventsfest in der Kita verpassten wir leider krankheitsbedingt, aber dafür konnten R. und ich unsere BM bei der Weihnachtsshow der Schule bestaunen. Mit der Tanzgruppe führte sie einen Tanz zu "Tanze Schneemann" auf - ein Lied, dass hier nun rauf und runter gedudelt wird und von beiden Kindern sehr enthusiastisch betanzt wird. Dann führte BM mit der Klasse noch ein Geschichtengedicht auf - sie hatte ihren Text wirklich gut gelernt. Außerdem sangen sie Hänsel und Gretel bevor sie eine gute Stunde sitzen und warten mussten bis alle anderen Klassen dran waren. Eine ziemliche Zerreißprobe für die kleinen Erstklässler. Als großes Finale sangen alle Kinder "In der Weihnachtsbäckerei" - dabei stürmte BM gleich ganz nach vorn in die erste Reihe und sang aus vollem Herzen mit. Das hat sie wirklich prima gemacht.
Die Stiefel wurden ordnungsgemäß geputzt und der Nikolaus war auch sehr fleißig:
Wir schmückten beizeiten unseren Weihnachtsbaum. Diesmal durfte auch Zwee ein bisschen helfen. Leider fiel ihr gleich zu Anfang eine Kugel herunter und zersprang in 1000 Scherben. Das war nicht schlimm - seit ich mit BM schmücke gab es jedes Jahr etwas Schwund - aber danach hielt sie sich dann lieber an die Püppchen und das Holzspielzeug. BM war eifrig bei der Sache, ich musste sie dann aber beim Lametta etwas bremsen damit auch noch ein bisschen Baum sichtbar bleibt.
Die Mädels hatten in diesen Tagen ziemlich viel Spaß miteinander und auch mit ihren kleinen Cousins und ihrer großen Cousine. Alle haben sich sehr lieb und spielen richtig toll miteinander. Zwee kann immer mehr auch bei den Großen mithalten, aber gleichzeitig ist es schön zu sehen, dass für sie zwei kleine Spielkameraden "nachwachsen".
Wir waren in diesem Jahr auf dem Weihnachtsmarkt in der Baumschule. Dort trafen wir auch halbzufällig Kimmy, M. und BT. Ich wäre zwar ganz gern ausgiebiger an den Ständen vorbeigeschlendert, aber die Kinder hatten daran natürlich wenig Interesse. Leider gab es auch nur ein "Babykarussell". Zwee war davon total begeistert, aber zum ersten Mal war unsere BM dafür ganz klar zu groß. Sie wollte auch erst gar nicht mitfahren, sondern stattdessen lieber eine Runde auf einem Pony reiten. Letztendlich ist sie dann doch eine Runde mit Zwee mitgefahren, machte aber dabei einen so lässig-gelangweilten Eindruck, dass ich sie mir für einen Moment schon gut als Teenager vorstellen konnte. Dafür konnte Zwee die ganze Zeit gar nicht aufhören vor Freude zu grinsen.
Kurz vor Weihnachten war unsere Putzfrau im Urlaub, so dass ich eigenhändig das Haus weihnachtsfein machen musste. Oh, oh, das klingt irgendwie ziemlich abgehoben... Na, jedenfalls halfen mir beide Kinder fleißig dabei, räumten ihre Zimmer fast freiwillig auf, wischten und saugten Staub. Ich fürchte, dass ich den Kindern ein paar wichtige Life-Skills vorenthalte, aber ich bin trotzdem froh, dass ich nicht allzu oft selbst den Staubsauger schwingen muss.
So, und nun muss ich erstmal ins Bett. Hoffentlich schaffe ich es zeitnah, über die Weihnachtsfeiertage und die Zeit zwischen den Jahren zu berichten.
Sonntag, 13. November 2016
Ein hoßer Doom (großer Turm)
Mittwoch, 9. November 2016
BMs erstes Kreuzworträtsel
Alles alleine buchstabiert, geschrieben, Silben zusammen gezogen und gelesen. Ich bin ganz schön stolz auf mein großes Mädchen.
Sonntag, 30. Oktober 2016
Zurück versetzt
Wir sind heute im Wald damit R. mit M. Holz hacken kann. Nach einer schönen Stunde mit den Kindern auf dem Waldspielplatz und leckerem Abgrillen machten Kimmy und ich mit den Kindern einen Spaziergang zum See. Zwee war schon ziemlich "miena" und wollte nicht alleine laufen, so dass ich sie in Minis Trage nahm. Nachdem sie gestern den ganzen ohne Mittagsschlaf aushielt entschärfte es das kleine Mädchen heute wie ein Baby.
Nun sitze ich hier im Wald in sicherem Abstand zum Holzgehacke und - gesäge und genieße bei goldenem Herbstwetter die Extrakuscheleinheit mit meinem gar nicht mehr so kleinen Baby auf dem Bauch.
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Late-Talkerchen Zwee
Samstag, 22. Oktober 2016
Gastbeitrag von Oma M.: Herbstferien an der Ostsee
Samstag, 15. Oktober 2016
Drama um die Zahnfee
Sonntag, 9. Oktober 2016
60. Jahre Vati
Am 5. Oktober feierte Vati erstmal mit zahlreichen Kollegen und Freunden seinen Geburtstag bei der Arbeit. Da gehört er nun schon zum Urgestein und es wurde nicht nur die ein oder andere Geschichte ausgegraben sondern auch eine ansehnlicher Haufen Geburtstagsgeld gesammelt, von dem er sich ein Fahrrad kaufen wird.
Abends gingen wir dann im kleinen Kreis noch mit Vati essen. Leider bekam Zwee im Laufe des Abends Fieber, so dass sie leider keinen Spaß hatte und beizeiten mit R. nach Hause fahren musste. Aber es war trotzdem gemütlich und ich denke für Vati ein schöner Ausklang an diesem Tag.
BM und Zwee schenkten ihrem Opa eine Fotocollage und Kunst. Von PL und Krümel gab es ein schönes Foto und einen Geburtstagsbrief von PL. Und von uns allen ein Familienwochenende am Scharmützelsee - leider erst im Januar, weil die Terminfindung sich schwierig gestaltete. Aber vielleicht war das jetzt auch erstmal genug Aufregung für das Geburtstagskind. :-)
Am Samstag stieg die große Party, vor der das Geburtstagskind sichtlich aufgeregt war und für die eigens eine große Partyvilla gemietet wurde. Zur Beruhigung kuschelte Vati erstmal ein bisschen mit seinem kleinsten Enkelkind, das alles daran setzte den Stuhl anzulecken, was der Opa aber geduldig immer wieder vereitelte. Dann kamen noch die großen Mädels zum Kuscheln (außer Zwee, die ob der ungewohnten Umgebung noch angekettet an meinem Hals hing).
In Opas Armen ist für alle Platz:
Als alle angekommen waren und Vati seine Begrüßungsrede gehalten hatte zeigten wir erstmal den Film, den ich in den vergangenen Wochen aus vielen Fotos zusammengestellt hatte. (Tatsächlich war es zwar eine Heidenarbeit, aber es hat mir auch Spaß gemacht, die Jahre Revue passieren zu lassen. Kaum zu glauben, wie jung wir alle mal waren...)
... unter anderem gab es es dieses Foto mit meinem Bruder und mir. So sehr viel hat sich also eigentlich in den Jahren gar nicht geändert:
Nach dem Essen zogen wir nach oben zur Bar, wo Zwee und ihr Großgroßcousin L. viel Spaß mit den Drehstühlen und allerhand Süßigkeiten hatten. BM trieb sich derweil mit den großen Mädels abwechselnd im Haus und im Garten herum. Sie war nur sauer als sie nicht mit an den See durfte, weil sie eben erst sechs ist und es längst dunkel war. Nachdem ich die völlig ausgepowerte Zwee trotz schallender Musik irgendwie ins Bett gebracht hatte ging das Fest so richtig los.
So eine Party haben wir lange nicht mehr gefeiert! Wir feierten, tanzten und sangen wie zu alten Zeiten. Die Kinder hielten uns augenscheinlich für ziemlich durchgedreht oder zumindest viel betrunkener als wir es eigentlich waren (also ich zumindest). Dann viel auch endlich die Anspannung vom Geburtstagskind so richtig ab und er rockte bis die Fetzen flogen.
Zwischendurch kam mein aufgeregtes großes Mädchen umringt von großen Mädels zu mir. T. hatte mal an ihrem Wackelzahn gewackelt... und dabei war er prompt herausgefallen. Wuah! BM war sichtlich angeschlagen und vor Aufregung ein bisschen zittrig, zeigte dann aber jedem stolz ihre Zahnlücke.
Um halb 2 Uhr brachte R. die völlig kaputte BM ins Bett - während ich zwei Stockwerke tiefer versuchte die hellwache Zwee zu überzeugen, dass sie trotz der Partymusik jetzt nicht nochmal aufstehen könne, bis R. mich ablöste und ich noch ein bisschen feiern gehen konnte.
Um 3 Uhr saßen wir mit meinen Eltern und meinem Bruder zufrieden und glücklich auf der Couch bevor wir uns auf die Schlafzimmer verteilten. Es war eine rundum gelungene Party und ein wirklich würdiges Fest zum 60. Geburtstag, das wir sicher nie vergessen werden.
Sonntag, 18. September 2016
Tütata ein Uh-uh!
Als ich am Freitag Abend mit den Kindern nach Hause kamen, stürmten beide gleich durch zur Couch. Zwee - unser vermeintlich ruhigeres Kind - kletterte drauf und begann herum zu hopsen. Das darf sie natürlich nicht. Ich setzte gerade zum Schimpfen an, da lehnte sie sich - warum auch immer - vorwärts über die Lehne, rutschte ab und viel ungebremst herunter, wobei sie mit dem Kopf aufschlug und sich so überschlug, dass sie auf dem Rücken zum Liegen kam.
Ich war keine zwei Meter entfernt und auch R. war nicht weit weg, trotzdem konnten wir nichts mehr tun. Uns stockte der Atem, das Bild bekommen wir nicht aus dem Kopf.
Zwee rang einen Moment nach Luft und brüllte dann los. Ich nahm sie vorsichtig hoch, wobei ihr ein paar Tropfen Blut aus der Nase rannen. Das war uns so unheimlich, dass wir einen Krankenwagen riefen. Als er kam hatte sich Zwee schon beruhigt und saß sichtlich geschockt, aber zum Glück nicht bekommen auf meinem Schoß. Der Sanitäter gab gleich eine halbe Entwarnung, weil Zwees Pupillen gut reagierten und sie auch nicht bewusstlos geworden war.
Sicherheitshalber brachten sie Zwee und mich trotzdem in die Rettungsstelle. Im Krankenwagen saß Zwee ganz ruhig und etwas eingeschüchtert auf meinem Schoß. Der freundliche Sanitäter schenkte ihr einen kleinen Plüschaffen (uh-uh), den sie ganz fest hielt. Ein kleines bisschen freute Zwee sich als sie ein paar Mal die Sirene hörte.
Im Krankenhaus mussten wir nur etwa anderthalb Stunde warten. Zwees Kopf, Halswirbelsäule, Augen, Ohren und Reflexe wurden durchgecheckt und für prima befunden. Mittlerweile hatte sie ein ordentliches Horn an der Stirn, obwohl ihr eigentlich der Hinterkopf wehtut.
Alles in allem ist Zwee aber glimpflich davon gekommen, so dass wir wieder nach Hause durften. R. holte das gerade einschlafende Schulkind noch mal aus dem Bett und holte uns ab. Während wir vor der Rettungsstelle warteten und nach der Hitze des Wartezimmers die frische Abendluft genossen, kletterte und balancierte Zwee schon wieder an einem Zaun entlang und plapperte auf den neuen Uh-uh ein.
Donnerstag, 15. September 2016
Schulkind!
Wir machten uns alle chic und fanden uns kurz vor 10 Uhr auf dem Schulhof ein, wo bereits die Omas und Opas warteten. Es versprach wieder ein sehr heißer Tag zu werden und so war es nicht verwunderlich, dass es im Speisesaal brütend heiß war. Dort angekommen setzte BM sich zu ihrer Kitafreundin C. und den anderen Kinder der Klasse 1a ganz nach vorn. Obwohl wir noch einige Zeit warten mussten, war BM zu aufgeregt zum herumzappeln und staunte nur vor sich hin. Wir saßen etwas weiter hinten, wobei Zwee sich ob der großen Menschenmenge beide Arme um mich schlang und sich an mich kuschelte während ich vor Hitze zerfloss.
Zu Beginn der Feierstunde zofften sich dann einige Eltern, weil einige stehende Eltern sich vor die Sitzenden gestellt hatten. Unglaublich, dass erwachsene Menschen sich 1. nicht mit gesundem Menschenverstand benehmen und 2. tatsächlich vor den Kindern streiten, so dass der Schuldirektor schlichtend eingreifen musste. Ich hoffe mal, dass lag alles nur an der Hitze - ansonsten grault es mich jetzt schon vor den Elternversammlungen.
Aber dann ging es endlich los. Die Feierstunde war sehr schön organisiert. Die Zweitklässler sangen, tanzten und erzählten kleine Geschichten. Alles sehr kurzweilig und richtig gut. Ich kann mir kaum vorstellen, dass unsere BM das in einem Jahr auch schon alles können wird.
Dann wurden die Kinder der Klasse 1a nacheinander auf die Bühne gerufen bis da 24 kleine ABC-Schützen standen, von denen unsere die kleinste war. Sie sah so aufgeregt und stolz, gleichzeitig groß und niedlich klein aus! Unglaublich, dass wir es nun schon soweit geschafft haben!
Dann ging BM mit ihrer Klasse, der Lehrerin und der Erzieherin in ihren Klassenraum, suchte sich mit C. eine Schulbank ganz hinten aus und erlebte eine erste kleine Unterrichtsstunde, in der aber "nur" etwas vorgelesen wurde. Dann folgten R., Zwee und ich mit den anderen Eltern in den Klassenraum, wo BM dann auch ihre Schultüte bekam. Mit dem leeren Ranzen und der vollen Schultüte hatte sie alle Hände voll zu tun!
Damit endete der offizielle Part des Tages. Draußen empfingen die stolzen Omas und Opas das Schulkind, dass nach all der Warterei, Hitze, Schlepperei und Anspannung nun ziemlich durch den Wind war.
Danach fuhren wir nach Hause. Als Zwee ihren Mittagsschlaf hielt durfte BM endlich ihre Schultüte auspacken - das war nur der Anfang der Geschenkeschlacht, die noch bis zum nächsten Tag andauern würde!
Um 16 Uhr trafen BMs Gäste ein. Insgesamt bekam sie 13 Schultüten unterschiedlicher Größen! Der ganze Esstisch war voll mit Geschenken, so dass BM irgendwann mit dem Auspacken aufhören musste, weil sie gar nichts mehr wahrnehmen konnte. Der sonnige Garten füllte sich mit 20 Erwachsenen und 11 Kindern. Während unsere Familien bei Kaffee und Kuchen plauderten wurden R. und ich ein wenig unruhig, weil unser Überraschungsgast - ein Seifenblasenkünstler - nicht zur vereinbarten Zeit eintraf und auch telefonisch nicht erreichbar war. Eine Stunde zu spät kam er dann zum Glück doch noch und bescherte uns allen (und unseren Nachbarn) ein tolles Highlight. Die Kinder (und ja, auch einige Erwachsene) hatten einen Riesenspaß und machten mit unterschiedlichsten Gerätschaften kleine bis riesige Seifenblasen. Alle Kinder waren danach klatschnass und die Straße gut eingeschäumt.
Danach ging es zum Abendessen und gemütlichen Beisammensein zurück in den Garten. Es war so schön, mit allen zu plaudern, denn so oft sehen wir uns leider im Alltag nicht. Nebenher wuselten die kleinsten Kinder um uns herum und sorgten für reichlich Amüsement. Die großen Kinder - und ja, da gehört nun wohl auch BM dazu - verschwanden einige Zeit im Park und kamen nur gelegentlich bei uns vorbei, um sich mit Proviant für ein Picknick einzudecken. Für BM war das wohl ein ziemliches Abenteuer. Auf meine Frage, was denn das beste an ihrer Einschulung gewesen sei, kam ihr "im Dunkeln im Park sein" noch vor der Seifenblasenmantscherei in den Sinn.
Als die völlig kaputt getobte Zwee im Bettchen lag und die Partygäste mit kleineren Kindern abgefahren waren, saßen wir noch mit unseren Eltern, meinem Bruder und meiner Cousine vom anderen Ende der Stadt gemütlich auf der Terrasse während die Kinder auf der Couch saßen und Ice Age schauten. Als um halb 12 Uhr die letzten Gäste gegangen waren kapitulierte unser Schulkind und war plötzlich wieder winzig klein, weil sie so müde war - was sie sonst ja nie nie nie zugeben würde. Ich trug sie nach oben und nach einem kurzen Abstecher ins Bad gleich weiter in ihr Bett, wo R. und ich sie im Liegen in den Schlafanzug friemeln mussten. Dann hielt ich meinem Mädchen die Hand und staunte es an während es innerhalb von wenigen Minuten tief und fest einschlief.
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Nachtrag:
O-Ton BM nach ihrem ersten Schultag am Montag: "Ich hab die Nerven schon voll! Wir haben gar nicht Lesen gelernt, sondern bloß gemalt!"
Mittwoch, 7. September 2016
BM ist sechs Jahre alt
Unser großes Geburtstagskind wachte von allein und etwas früher als erwartet auf, kurz nachdem wir Zwee nach oben zu uns geholt hatten. So konnten wir sie gar nicht wachsingen, sondern BM kam direkt zu uns ins Schlafzimmer. Dort kuschelten wir noch kurz schön bevor BM es vor Aufregung nicht mehr aushielt und wir nach einem kurzen Zwischenstop im Bad alle im Schlafanzug ins Wohnzimmer gingen, damit BM ihre Geschenke auspacken konnte. Als Hauptgeschenke gab es dieses Jahr einen supertollen Roller und das gewünschte
Dann ging Zwee in die Kita und wir nutzen zum letzten Mal die Möglichkeit, den Geburtstagsvormittag freizunehmen und zu dritt - BM, Mama, Papa - zu verbringen. Wir machten einen Ausflug mit dem Roller, wobei auch R. und ich unseren Spaß mit dem Gefährt hatten und die Zeit gleich nutzten, um heimlich Hinweise für die geplante Schatzsuche zu verstecken.
... nicht irgendeine Schatzsuche. Nein, dieses Jahr sollte es eine Radtour mit Schatzsuche geben - so ähnlich wie letztes Jahr, aber diesmal mit den Geburtstagsgästen! Alle Kinder brachten ihre Fahrräder mit und nach einer Stärkung mit Kuchen und dem Geschenkeauspacken ging es auf große Schatzsuche. Nach einem Pep-talk von Expeditionsleiter R. starteten acht unterschiedlich große Kinderfahrräder, ein Laufrad, R. mit Zwee im Anhänger und die beiden Opas als Begleitung in das Abenteuer. Die Kinder haben richtig gut mitgemacht und hatten viel Spaß! Am Ende stellte sich heraus, dass der Schatz fast bei uns zu Hause lag. So ein Zufall aber auch!
Da wir am Samstag BMs Einschulung feiern, haben wir dieses Jahr Familiengeburtstag und Kindergeburtstag zusammengelegt. So hatte die Familie zwar nicht so richtig viel von BM, aber die gackernde Rasselbande zu beobachten war bestimmt auch gute Unterhaltung. BM hat sich auch sehr gefreut, dass ihre große Cousine bei der Radtour und der "Kinderparty" mitgemacht hat. Ich glaube, PL hatte trotz der kleinen 6-sechsjährigen Partymeute auch ihren Spaß. Derweil erkundete der kleine Cousin F. unser Haus - so eine hervorragende Errungenschaft wie das Krabbeln muss schließlich ausgiebig genutzt werden. Der kleinste Cousin L. war auch guter Dinge, auch wenn er keinen Kuchen und keinen Nudelauflauf essen durfte. Er strampelte schön auf einer Decke herum, demonstrierte wie schön er sich schon drehen kann und vergaß am Ende alle seine Spielsachen bei uns.
BM und wir alle hatten einen richtig schönen Tag! Das war eine tolle Party!
Samstag, 27. August 2016
Harley
Im Wald bekam sie heute nach einer Kinderdisco und allerlei Schabernack auf dem Spielplatz mit den anderen ABC-Schützen eine Schultüte überreicht. Eine schöne Tradition, finde ich. Und nachdem jahrelang gejammert wurde, dass es kaum noch Kinder im Wald gäbe, standen da heute 8 von 12 Erstklässlern. Für den Nachwuchs ist also nun doch gesorgt. Auch wenn unsere Kinder dort "nur" als Enkelkinder dabei sind, sind sie trotzdem mittendrin.
























