Montag, 30. April 2012

Buddeleimer-Gate

BM hat wie jedes Kleinkind dann und wann mal einen Bock. Heute jedoch erreichte sie ein völlig neues Trotzniveau. Stein des Anstoßes war ihr Buddeleimer, der von ihr gerade völlig ignoriert wurde, als R. ihn kurz brauchte, um Wasser hineinzufüllen, welches er gerade für das Betonfundament benötigte.

Und BM flippte total aus.

Nach kurzer Zeit ohrenbetäubenden Gebrülls nahm ich sie mit ins Haus, um der Ohren der Nachbarn zu schonen. BM brüllte weiter. Zwischendurch ließ sie sich immer mal wieder kurz ablenken und beruhigte sich kurz, steigerte sich aber immer wieder in ihr Leid hinein, wenn sie durch's Fenster in den Garten sah und wieder an ihren Buddeleimer erinnert wurde. Schlussendlich wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen, als sie in ihr Zimmer zu bringen und ein paar Minuten die Tür zuzumachen.

BM brüllte weiter.

Irgendwann schlug ihre Stimmung von Wut auf Traurigkeit und Erschöpfung um, also ging ich rein und nahm mein Madchen ganz fest in den Arm. Sie hörte auf zu weinen und hielt mich genauso fest. Ich dachte fast, dass sie eingeschlafen wäre, und fragte nur flüsternd, ob sie Mittag Essen möchte. Da strahlte sie mich an und war wieder mein Sonnenschein.

Während des Essens warf die über und über mit Tomatensoße beschmierte BM mir immer wieder Luftküsschen zu. Trotzdem war sie weiterhin nah am Wasser gebaut. Nach kurzem Einschlaftheater schlief BM dann vollkommen erschöpft ein. So ein Bock ist wohl ziemlich harte Arbeit für so einen kleinen Menschen. Aber auch für die aushaltende Mama. Darum mache ich mir jetzt auch eine ruhige, faule Mittagspause ohne irgendwelche Erledigungen.

Sonntag, 29. April 2012

Von perfekten Sonnentagen.... und unserem ersten Rettungsstellenbesuch

Das langersehnte lange Wochenende ist endlich da und während R. gestern mit seinen fleißigen Helfern A. aus B. und Ex-Nachbar J. das Fundament für unseren Schuppen vorbereitete machten BM und ich uns einen richtig schönen Tag.

Gestern Vormittag feierten wir den Geburtstag meines lieben Onkel L. mit einem Brunch. Schon am Vormittag wurde es richtig heiß, so dass es nicht lange dauerte bis die sechs Orgelpfeifen (alles Zopfliesen zwischen knapp 10 Jahren und 20 Monaten) sich vom großen Cousin L. mit dem Gartenschlauch jagen und jauchzend nassspritzen ließen. Auch BM ließ sich nicht lumpen, sondern lief immer wieder zu ihm hin, ließ sich die Beinchen bespritzen und rannte laut kreischend davon. Danach spielte sie quietschvergnügt mit den großen Mädchen. Vor allen unser erstes Familienbaby die Größte bespaßte sie sehr ausdauernd und lieb mit all ihrer Erfahrung als große Schwester. Danach rannte BM mit ihren kurzen Beinchen ewig lange hinter ihrer großen Cousine her, stibizte gemeinsam mit ihr Erdbeeren, bekleckerte sich von oben bis unten mit Obstsaft und quietschte dann wieder als bei der nächsten Runde Wasserspaß alles wieder abgewaschen wurde. 



Lange nach ihrer eigentlichen Mittagsschlafzeit stiegen wir ins Auto, um nach Hause zu fahren, und BM schlief schon nach kaum zwei Minuten ein, wobei ihr wegen der Hitze eine kleine Schweißperle die Stirn hinunterrann. Schlafen im Auto ist schon recht ungewöhnlich für BM, aber dann erstaunte sie mich so richtig, indem sie sich tatsächlich zum allerersten Mal schlafend aus dem Auto heben und ins Bett tragen ließ. Total ungläubig deckte ich mein nur mit Windel und T-Shirt bekleidetes schmuddelig-klebriges Kind mit einem Kissenbezug zu, und ohne sich einmal zu rühren schlief BM zwei Stunden lang.


Auch am Nachmittag hatten wir viel Spaß. BM fuhr wie der Wind und als hätte sie nie etwas anderes getan mit ihrem neuen Laufrad. Nach einigem Toben auf dem Spielplatz, zu dem sie mittlerweile übrigens ganz alleine hinfindet, und einem ausgiebigen Bad stand eigentlich nur noch das Einschlaftheater aus. 

Doch bevor es dazu kommen konnte, hatte BM ihren ersten ernsthafteren Unfall. Beim Gerangel um die Zahnbürste hielt sie gleichzeitig ihren Haarreifen in der Hand und stach sich mit der Spitze in das rechte Ohr. Gebrüll! Ich befürchtete erst, dass sie sich ins Auge gepiekst hätte und war ganz froh als sie "nur" auf das Ohr deutete. Nach einigem herzzerreißenden Geschluchze beruhigte sich BM allerdings recht schnell, nur um mir einen Riesenschock zu versetzen als auf dem Wickeltisch plötzlich Blut aus dem Öhrchen floss. Also wirklich floss. 

Kurz entschlossen und ziemlich flatterig beschlossen wir, sofort mit ihr in die örtliche Rettungsstelle zu fahren. Unterwegs spielte BM eigentlich recht fröhlich und konnte offenbar mit dem blutigen Ohr auch hören, so dass wir schon etwas ruhiger wurden, obwohl es wirklich viel Blut war. Wir mussten zum Glück auch nur 20 Minuten warten, die BM spielend und fast ein wenig tobend verbrachte. Der HNO-Arzt untersuchte BM, die erst auf meinem, dann auf R.'s Schoß saß und die Untersuchung natürlich gar nicht gut fand. Der Arzt gab uns dann einigermaßen Entwarnung. Er konnte es nicht genau erkennen, vermutete aber, dass nur der Gehörgang angeritzt wurde. Im schlimmsten Fall könnte das Trommelfell ein ganz kleines Loch haben, dass aber wahrscheinlich von alleine zuwachsen würde. Dennoch darf nun erstmal kein Wasser in BMs Ohr gelangen bis wir hoffentlich morgen oder spätestens am Mittwoch noch einmal zu einem HNO-Arzt kommen, um sie noch einmal untersuchen zu lassen. 

Heute früh fuhr Familie Isndingwa dann (über Irrwege) nach Werder zum Baumblütenfest. Wir trafen uns dort mit A. mit A. sowie J. mit H. und Krümel aus der alten Schwangerschafts-meinVZ-Gruppe. Unglaublich, was für große Kinder aus unseren Babys schon geworden sind! Es war schön, euch wieder zu sehen, große und kleine Mädels!! Danach fuhren wir noch in den Wald zu R.s Eltern, wo BM ohne Unterlass umher rannte, spielte, tobte und wuselte. Zum ersten Mal ohne Mittagsschlaf!! Der Hitze und Toberei angemessen klebrig und schmuddelig schlief BM dann wie am Tag zuvor auf dem Heimweg im Auto ein. Ich hob sie aus dem Auto, sie fragte einmal nach ihrem Papa und als ich bestätigte, dass Papa auch da sei, schlief sie wie ein Baby in meinen Armen wieder ein. 

Der Knaller jedoch ist, dass ich sie nicht nur ins Bett legte, sondern sogar wickelte und in Schlafanzug und Schlafsack verpackte, ohne dass sie aufwachte!! Wie ein Neugeborenes!! Also nicht wie BM als Neugeborenes, denn das gab es bei ihr nie, sondern eher so wie andere Neugeborene, von denen man so hört. Sie wachte nach einer halben Stunde zwar nochmal auf, schlief dann aber nach einer Flasche Milch und etwas schläfrigem Herumgewusel wieder ein. 

Nun sind wir mal gespannt, ob aus dem frühen Schlafengehen (17:30 Uhr) ein ebenso früher Morgen wird. Früh um 4 Uhr oder so.

Donnerstag, 26. April 2012

NAL!!

Heute war so ein richtig stressiger Tag auf Arbeit mit so vielen doofen Anfragen, dass ich schon fast von Mutwilligkeit ausgehen muss. Um 16 Uhr brach ich hektisch alle Aktivitäten ab und eilte zur Kita. BM war heute früh nämlich ganz müde und kuschelig gewesen, so dass ich schon vermutete, dass sie wieder etwas ausbrütet. 

Total abgehetzt stürzte ich in den Kita-Garten, wo das kleine Mädchen gerade nicht weit von den Erzieherinnen eine Schaukel eindrehte und sich freute, weil die sich dann so lustig zurück drehte. BM sah mich, rannte sofort zu den Erzieherinnen, um zum Abschied die Hand zu geben, flitzte auf mich zu, gab mir ein sandiges Küsschen.... und rannte lauthals "Naaaal!!" rufend zurück zur Schaukel.
Also setzte ich sie drauf und schubste sie ein bisschen an. Dann musste BM noch einige Male rutschen bevor sie sich endlich etwas widerwillig abführen ließ.

Ich bin so stolz darauf wie schön und mutig BM schon auf dem Spielplatz spielt. Am vergangenen Samstag hatten wir einen Arbeitseinsatz in der Kita, um den Garten fit zu machen. Während R. Laub schippte und ich Blümchen einpflanzte rannte BM umher, spielte hier und dort, sauste mit einem Bobbycar den "Abhang" hinunter, rutschte, kletterte in das Boot und die Eisenbahn, wippte ein bisschen und schaute nur gelegentlich mal nach uns. Ich war so begeistert darüber wie gut sie sich im Garten auskennt, was sie schon alles alleine kann und wie offensichtlich sie sich heimisch und wohl in der Kita fühlt.

R. war allerdings ein bisschen besorgt, weil sie eigentlich gar nicht mit den anderen anwesenden Kindern spielte. Ich finde das aber eigentlich noch ganz altersgerecht. Außerdem war ich als Kind ja auch immer eher schüchtern und hätte mich auch nie ins Getümmel gestürzt.

Sonntag, 22. April 2012

Zuhause ist, wenn man...

.... Nachts von der Geburtstagsreinfeier des großen Cousins heim kommt und die beiden Lieblingsmenschen kreuz und quer im großen Bett vorfindet, wo sie beide auf dem Rücken und jeweils mit einem Arm über den Kopf gestreckt friedlich schlafen.
Stellt sich nur die Frage, an welcher Stelle ich mich jetzt ins Bett hineinfalten kann.

Dienstag, 17. April 2012

Großes Geschäft

BM ist sicherlich noch weit entfernt vom Trockenwerden. Dennoch gibt es hier zu Hause schon Töpfchen und Toilettenaufsätze, die BM auch gelegentlich spielerisch benutzt, d.h. sie will drauf, wir pellen sie komplett aus und setzen sie auf Topf oder Toilette, und sie will quasi sofort wieder runter. Gern auch mehrmals nacheinander.

Heute bei der Abendmilch, welche von BM immer noch wie ein Baby, d.h. in Stillposition eingenommen wird, fing sie an zu drücken. Sie bestätigte auf meine Nachfrage auch, dass sie nun stinke und eine frische Windel benötige. Also ab auf Wickeltisch und BM wieder in ein duftendes Blümchen verwandeln. Irgendwie hatte ich dann das Gefühl, dass sie noch nicht fertig sei und fragte, ob sie auf's Töpfchen wolle.

Lange Rede kurzer Sinn. Kaum draufgesetzt machte BM groß. Alle klatschen!!

Ehrlich gesagt war ich ein wenig überfordert mit der Po-abwisch-und-Töpfchen-Inhalt-Entsorgungssache zumal BM reges Interesse daran zeigte und somit gleichzeitig ferngehalten werden musste. Na ja, ich werde wohl zukünftig noch genug Gelegenheit bekommen, diese Handgriffe zu üben.

Mittwoch, 11. April 2012

Wäschespaß

Während ich Wäsche zusammen lege, hat sich BM nicht nur eine Mütze aufgesetzt sondern auch einen Schtring-Schlüppi von mir angezogen. An einen Fuß hat sie eine Socke von mir gewurschtelt und versucht nun ihren Hausschuh darüber zu ziehen während ich kichernd Fotos schieße.

Dienstag, 10. April 2012

7. Sinn?

Egal wie spät es ist, ob ich gleich schlafe oder noch lese, ob es schon ruhig im Haus ist oder nicht, ob BM bislang gut oder unruhig schlief....

Sobald ich eingeschlafen bin vergeht keine Viertelstunde bis BM weinend wach wird und nach mir ruft. Jeden Abend. Ich schaue immer auf die Uhr, wenn ich das Licht ausmache und wenn ich geweckt werde. Es ist IMMER so.

Wie macht sie das? Und warum?

So, ich trau mich mal und mach jetzt die Augen zu.

Schlodderkotze

Eigentlich wollte ich heute endlich mal über unsere Urlaubswoche und Ostern bloggen. Werd ich auch noch.

Im Moment hängt mir jedoch noch dieser gewisse saure Geruch in der Nase, der mir gerade gehörig die Laune verdirbt. BM Ost krank. Schlodderei mit Fieber. Schon seit über einer Woche, mal mehr mal weniger.  Gestern ging es ihr so schlecht, sie hatte Schüttelfrost, zitterte am ganzen Körper und war ganz schlapp. Mit viel kuscheln, schlafen, dösen brachten wir sie über den Tag. Ehrlich, so krank hatte ich sie noch nie erlebt.

Heute ging es schon etwas besser, so dass sie zu Oma und Opa in den Wald konnte und auch einen schönen Tag hatte. Heute Abend hatte sie zwar wieder Fieber, aber nach gestern war das ja zu erwarten. Nun müssen wir sie erstmal wieder aufpäppeln. 
Seit Tagen isst BM kaum etwas und ist somit von kürzlich gemessenen 10,3 kg wieder auf 9,3 kg "abgemagert". Zum Glück trinkt sie immer dann wieder gut, wenn ich mir gerade anfange Sorgen zu machen. Manchmal isst sie auch ein paar Happen. Gerne mal einen Keks o.ä., Hauptsache irgendwas. Doch das wiederum verträgt sich dann nicht mit dem Schlodder, den sie verschluckt, so dass sie über kurz oder lang - meist kurz nach dem Einschlafen - brechen muss. Natürlich weint sie und klammert sich an mir fest. Natürlich kriege ich dabei das meiste ab. Natürlich halte ich mein krankes Hühnchen fest, tröste und streichle es bis es wieder schlafen kann.

Und dann wische ich den Ort des Geschehens, beziehe Betten, ziehe mich komplett um, gehe duschen und wasche den nächsten Wäscheberg. Natürlich. Ich sollte nicht jammern, schließlich ist BM krank und nicht ich. Aber echt mal, mir reicht's langsam.

Meine Eltern können vermutlich ein Lied davon singen, denn ich kann mich gut an meine eigenen Kotzarien erinnern. Ein besonderer Supergau war es, wenn dabei Teddy getroffen und darum gewaschen werden musste....

Aber lassen wir das.... musste nur mal raus. :-D

Samstag, 7. April 2012

Verwechslungen II

Weil Ostern ist und unsere fiebrige BM heute den ganzen Tag appetitlos war, waren wir eigentlich ganz froh als sie dann auf meinem Schoß hängend zumindest ein kleines Stück Schokolade aß. Wie immer sabberte sie dabei so sehr, dass sie selber aussah wie ein kleiner Schokohase.

R. gab ihr also ein Taschentuch und bat sie, ihren Mund abzuwischen. Das tat sie auch und machte auch gleich weiter und begann, an meinem Hals zu rubbeln.... um meinen dortigen Leberfleck abzuwischen.

Mittwoch, 4. April 2012

BKG-Revival

Ich merke immer öfter, dass es mir im Moment sehr schwer fällt meine Kontakte zu pflegen. In der Woche scheine ich  mich nur zwischen Arbeit, Kita, Abendessen, Einschlafding, Haushalt und irgendwann Couch zu bewegen. Am Wochenende legen wir viel Wert darauf, mindestens einen Tag in Ruhe zu dritt zu verbringen. Den anderen Tag verbringen wir meist bei der einen oder anderen Familie. Erst war im Haus einiges zu tun, jetzt geht es langsam mit dem Garten los. Kurzum, es ist gar nicht so leicht sich noch anderweitig zu verabreden.

Am Wochenende hatten wir aber nun endlich Frühstücksbesuch von Frau Mama nebst Minimann und Frau Blümel mit dem kleinen Herrn Blümel und dem Blümelchen. Leider konnten Berliner Keks und Frau Kunterbunt nicht kommen, aber auch dreieinhalb Kinder erreichen schon einen angemessenen Lärmpegel. Zuerst spielten eigentlich nur die Jungs miteinander während BM in einigem Sicherheitsabstand kreiste und zwischendurch mal ihr Spielzeug verteidigte. 

Nach dem Frühstück pirschte ich mich dann mal an das Blümelchen heran und durfte dieses wundervolle kleine Menschlein auch ca. 8 Sekunden im Arm halten.... nämlich bis BM das bemerkte und sofort lauthals, stampfend und mit dicken Kullertränchen dagegen protestierte. Übertönt wurde ihr Protest erst als Frau Mama dann hinter Minimanns Rücken auch mal das Baby in den Arm nahm, was ebenfalls nur kurz unbemerkt blieb und sofort ausdauernd und vor allem LAUT angeprangert wurde. 

BM konnte sich erst später ein wenig für's Blümelchen erwärmen als es zuerst völlig ohne Übergang nach dem Wickeln in BM's Bett abgelegt wurde und dort einfach so einschlief. Einfach so!! BM fand's lustig. Später half sie mir dann auch dabei, das Blümelchen in der Autoschale ein wenig zu schaukeln während der große Bruder angezogen wurde. 

Ansonsten bleibt zu sagen, dass trotz anfänglicher Distanz der kleine Herr Blümel wieder einmal einen bleibenden Eindruck bei BM hinterlassen hat. Dafür bekam er auch ein Küsschen, welches von BM anscheinend als Eskimo-Küsschen geplant war, vom Blümel aber mit einem echten Schmatzer vollendet wurde. 

Und das hat unser eigentlich nicht allzu kletter-begeistertes Mädchen vom Blümel gelernt und ist da auch fürchterlich stolz drauf:

PS: Es ist unglaublich wie groß unsere "Babys" nun schon sind!! So groß, dass mit dem Blümelchen sogar schon die nächste Babygeneration nachgerückt ist. Es hat jedenfalls richtig Spaß gemacht, die Kinder zu beobachten wie sie nun schon richtig miteinander spielen anstatt nur nebeneinander her zu wuseln und Dinge anzuschlecken.

Typisch Mädchen?

Es ist kein Geheimnis, dass BM noch nicht mit allzu üppiger Haarpracht aufwarten kann. Nichtsdestotrotz besitzt sie schon einige Haarspangen. Wochenlang konnte ich morgens einigermaßen in Ruhe Zähne putzen und einen Menschen aus mir machen, wenn ich ihr nur zwischendurch immer mal eine Haarspange in die Fäden Haare klemmte, worauf hin sie schnurstracks zum Spiegel lief, um zu überprüfen, ob sie auch wirklich chic ist, ... und dabei sofort die Haarspange wieder herauszuziehen. 

Irgendwann letzte Woche jedoch beschloss sie offenbar, dauerhaft chic sein zu wollen, und bestand darauf, dass die Haarspange den ganzen Tag drin blieb. Nach ein paar Tagen heftiger Diskussionen konnte sie zumindest davon überzeugt werden, dass Haarspangen zum Schlafen abgemacht werden. Mädchen!!


Letzte Woche ging ich außerdem Schuhe mit BM kaufen, wobei BM sehr viel Spaß daran hatte, viel zu große Schuhe auszusuchen, die ich dann versuchte eben so schnell wieder in die Regale einzuräumen. Jedenfalls brauchte BM auch Gummistiefel und - das ist keine billige Ausrede - wie schon bei den Winterstiefeln gab es ihre Größe (mittlerweile 20) nur in knalligem Pink!! Also kaufte ich die. An den folgenden drei Tagen entspann sich dann morgens jeweils eine ausführliche Diskussion inkl. wütend auf den Boden werfen, weil es kein Gummistiefel-Wetter war und BM trotzdem UNBEDINGT die knallpinken Gummistiefel anziehen wollte. Und wenn es die nicht haben durfte, sollten es wenigstens die süßen von Prinzessin L. geerbten S.kechers-Sandalen sein. Am dritten Tag fuhr ich sie dann doch in Gummistiefeln in die Kita und tauschte sie dann noch heimlich aus als BM schon mit Hausschuhen (auch neu, mit Glitzer-Schmetterling-Aplikation) besohlt am Frühstückstisch saß. Mädchen!!

Aber: BM's neuestes und liebstes Wort, welches uns ständig ins Ohr gekreischt begeistert zugerufen wird ist: "GAGGER!!!!!!!". Soll heißen "Bagger". Zum Glück wird um uns herum noch reichlich gebaut, so dass wir u.a. auch von Kinderzimmer oft einen Bagger sehen können. Treten wir vor die Tür, wird auch sofort "GAGGER" gerufen und danach gesucht. Wenn dann der Nachbar noch eine Ladung Kies geliefert bekommt, ist BM's Welt in Ordnung, sie schaut mit offenem Mund zu und feuert zwischendurch immer wieder mit "GAGGER"-Rufen an. Also nicht nur typisch Mädchen.

Dienstag, 27. März 2012

Hand in Hand

Entwicklungsgespräch

Also erstmal: Wenn man BM morgens zur Kita fährt, ruft sie schon laut, wenn wir um die Ecke biegen und die Kita ins Blickfeld kommt. Dann klettert sie alleine die Treppe hinauf zu den Räumen der Spatzengruppe und tippt dabei jeden einzelnen Deko-Fisch im Treppenhaus an. Dann geht es in die Garderobe, wo BM zuerst mal die beiden rollbaren Hocker heran zottelt. Auf einen klettert sie selbst, der andere ist für mich. Die sind ja auch viel cooler als die Bank. Sie hilft beim Ausziehen, steckt bereitwillig ihren Nucki in die Seitentasche ihres Rucksack und gibt Anweisungen. Wichtig ist vor allem, dass die Hausschuhe schnell angezogen werden. Besonders schön ist es, wenn wir erst gegen 8 Uhr kommen, denn dann wird schon der Frühstückstisch gedeckt. BM flitzt den Flur entlang, zeigt mir im Vorbeigehen noch ein paar Fotos von ihren Kindern und schon geht es in den Gruppenraum. Wenn schon Frühstückszeit ist, muss ich sie zurückrufen, um ein Küsschen und noch ein Nasenküsschen zu bekommen, welche sie mir bereitwillig gibt, dann aber schnell an den Tisch eilt. Ist noch nicht Frühstückszeit, so kommt die Erzieherin meist mit BM ans Fenster, wo sie manchmal mir, manchmal aber auch dem Bagger auf der gegenüber liegenden Straßenseite winkt. 

Holt man BM am Nachmittag wieder ab, so ist sie nur noch ganz selten an eine Erzieherin geklettet. Meistens findet man sie irgendwo spielend oder auch einfach nur herum stehend und umher schauend. Ich schleiche mich gern an, um sie noch kurz zu beobachten. Doch als hätte sie einen siebten Sinn für ihre Mama, dauert es nie mehr als ein paar Sekunden bis sie sich umdreht und mich entdeckt, um sofort alles fallen zu lassen und die Arme weit aufgerissen auf mich zuzufliegen. Die letzten Schritte lässt sie gern aus und wirft sich mir einfach entgegen. Manchmal lässt sie mich dann gar nicht mehr los, manchmal will sie aber noch mal runter und etwas aufräumen. Es gab schon Tage, da wollte sie unbedingt noch was spielen - natürlich mit mir an ihrer Seite - meistens umklammert sie aber juchzend mit einem Arm meinen Hals während sie mit dem anderen heftig winkt und somit den Aufbruch befiehlt. 

Und weil BM so entspannt und fröhlich in die Kita geht, sahen wir dem jährlichen Entwicklungsgespräch mit Vorfreude entgegen. Erzieherin S. (deren Namen BM nun auch schon nuscheln kann) empfing uns mit einem Notebook bewaffnet. Sie hatte ein paar schöne Videos vorbereitet, die wir mit viel hachzen und lachen ansahen. Nebenbei erzählte sie uns ein wenig ihre Eindrücke von BM, welche wir teilweise absolut teilten. Andererseits waren auch ein paar echte Überraschungen dabei, weil BM zu Hause eigentlich ganz anders ist. 

Hier mal ein paar lose Stichpunkte:
  • BM ist nun wirklich in der Kita angekommen und grundsätzlich entspannt, fröhlich und unkompliziert.
  • S. freut sich schon auf die kommende Zeit mit ihr und freut sich sie zu betreuen. Das klang so richtig ehrlich und es war sehr schön für mich zu hören, dass BM so gemocht wird.
  • BM ist motorisch sehr fit und sicher. Vor allem im Garten ist sie kaum zu halten. Außerdem geht sie allein die große Treppe hinauf und hinunter, was einige Zweijährige noch nicht machen.
  • Nachdem BM sich lange vor allem auf ihre Motorik konzentrierte, merkt man nun deutliche Fortschritte in der Sprache. Sie hat schon einen sehr großen passiven Wortschatz und versteht alles, was man ihr sagt. Obwohl sie noch nicht viel spricht, kann sie sich schon sehr gut ausdrücken, da sie vor allem eine sehr ausgeprägte Körpersprache und Mimik hat. 
  • S. vermutet sogar, dass Sprache bzw. Sprechen mal "so richtig BM's Ding wird", weil sie schon soviel versteht und jetzt richtig und offenbar mit Freude daran "arbeitet". 
  • Wenn man morgens sagt, wer BM abholt, wiederholt sie die Namen den ganzen Tag (Oma! Opa! BM-Wort für Prinzessin L.!).
  • BM isst gerne. Keine Überraschung.
  • Neuerdings muss BM morgens immer irgendwas von zu Hause mitnehmen. Kürzlich hat sie einen kleinen Sandmann mitgenommen, mit dem sie nun beim Mittagsschlaf kuschelt. Zu Hause kuschelt sie weiterhin nur mit Mamas oder Papas Hand. 
  • Der Mittagsschlaf beginnt nicht auf Ansage sondern individuell, wenn die Kinder Müdigkeit zeigen. Auch BM geht dann bereitwillig auf ihre Matraze, knetet noch etwa 10 Minuten die Hand einer Erzieherin und schläft dann ein. Nach genau einer Stunde wacht sie auf, checkt ob alle noch da sind und schläft noch mal ein. Genauso ist es zu Hause auch, wo der Mittagsschlaf seit einiger Zeit deutlich besser klappt als das abendliche Schlafengehen. Ein Verdienst der Kita-Routine, nehmen wir an. 
  • BM probiert gern neue Dinge und kann sich dabei toll konzentrieren. Ehrlich gesagt kommt sie uns zu Hause immer eher sprunghaft vor und scheint alle paar Sekunden etwas neues zu brauchen. 
  • Sie spielt gern mit Schlüsseln, die sie in alle möglichen Löcher hineinsteckt um irgendetwas aufzuschließen. Außerdem trägt sie gern Dinge umher oder erledigt kleine "Aufträge".
  • BM freut sich unheimlich, wenn ihr etwas gelingt. Am liebsten hat sie dabei auch ein paar Zuschauer. Generell löst sie sich mittlerweile zwar sehr gut von den Erzieherinnen, hat sie aber immer gern im Blickfeld und versichert sich immer wieder, dass sie da sind. Sie hat einen sehr guten Draht zu Erwachsenen und sucht deren Anerkennung.
  • Gegenüber den anderen Kindern ist sie eher zurückhaltend. Oft spielt sie mehr am Rande als sich in den großen Trubel zu stürzen. Gerät sie in den Trubel, ist das aber auch okay. Sie weiß sich zu behaupten und wird von den anderen Kindern auch wahrgenommen und anerkannt. Wie S. das beschrieb, fühlte ich mich ziemlich an mich selbst erinnert, was ehrlich gesagt bislang noch nicht oft vorgekommen ist, da ich immer den Eindruck habe, dass BM viel lebhafter und aufgeschlossener ist als ich. 
  • BM ist ein ganz typisches Kleinkind, wenn es um's Teilen geht, d.h. sie findet das nicht sonderlich toll. Es gab jedoch auch schon Situationen, in denen sie sehr schön, mit anderen Kindern gemeinsam gespielt hat, was wir auch sehr schön in einem der Videos sehen konnten. 
  • BM haut oder beißt nicht. Puh!! Tatsächlich bin ich fast gleichermaßen besorgt, dass BM gehauen werden könnte wie dass sie selbst Täterin sein könnte.
  • In der Kita zeigt BM noch kein Interesse an den Toiletten. Zu Hause bzw. vor allem bei ihren Großeltern ist sie phasenweise interessiert. Aktuell sagt sie zwar oft "Gacka", was auch immer irgendwie mit der Windel zu tun hat, kann aber je nach Situation alles von "p.upsen" und "muss p.ullern / k.ackern", "p.upsen" bis "habe gerade gep.ullert / gek.ackert" bedeuten.
 Ich habe bestimmt so einiges vergessen, was gesagt wurde. Wichtig ist uns jedoch vor allem, dass BM gern in die Kita geht und dort liebevoll betreut wird. Unser gutes Bauchgefühl wurde auf jeden Fall bestätigt.

Sonntag, 25. März 2012

Papa bbbwwwwwwww!!

.... sagt BM immer wieder ganz aufgeregt und meint damit, dass ihr Papa in ein großes fremdes Auto - genau genommen R.'s Stammtaxifahrer Ü's Großraumtaxi, denn unser "bbbwwww" steht immer noch vor der Tür - eingestiegen ist, um zum Flughafen zu fahren und dienstlich ans andere Ende der Republik zu fliegen ("hooooch").

Von Sonntag Abend bis Freitag Abend sind wir zwei Mädels nun also allein und vermissen unseren R. schon jetzt.

Sonntag, 18. März 2012

Mittagsschlaf

Seit 5 Wochen ist Familie Isndingwa mal mehr, mal weniger erkältet. Dieser doofe Rotz kommt einfach immer wieder. Gerade hat er auch BM wieder so richtig erwischt. Kein Wunder, das sie vor lauter Husten, verstopfter Nase und gelegentlichem Schlodder-Erbrechen kaum schlafen kann (und wir auch nicht).

Darum gibt es heute Mittagsschlaf mit Händchenhalten und unverzüglichem Rausgehusteten-Nucki-Wieder-Reinstecken.


Mittwoch, 14. März 2012

Dies und das

Im Moment bin ich eigentlich ständig müde und außerdem seit nunmehr drei Wochen immer noch etwas kränklich. Der doofe Husten geht einfach nicht endgültig weg und meine Mandeln sind auch schon wieder auf's Neue geschwollen. Außerdem hat BM derzeit wieder so eine bitte-nur-eine-Phase und hält uns regelmäßig ab halb fünf bis zum Weckerklingeln wach, indem sie sich umherwälzt, sich auf uns wirft und begrabbelt. Auf Arbeit haste ich von einem Meeting zum nächsten und sammle dort Aufgaben ein, für die ich keine Zeit habe, während ich immer noch nicht mein Email-Backlog von meinen Krankheitstagen aufgearbeitet habe. Na jedenfalls bin ich Abends meist zu müde, um noch mein Notebook einzuschalten und zu bloggen - obwohl es fast täglich Dinge gibt, die ich eigentlich gern aufschreiben würde. 

Dazu wird es jedoch auch heute nicht kommen, daher nur ein paar kurze Eindrücke der vergangenen Woche.

Am Freitag hatte unsere wunderbare kleine Nichte Prinzessin L. Geburtstag. Jetzt ist sie schon fünf Jahre alt, was eigentlich gar nicht sein kann, weil sie doch gefühlt erst gestern noch so klein und noch kleiner als BM jetzt war. Beim Geburtstagskaffee war BM sehr anhänglich und schon irgendwie erschöpft, so dass sie darauf bestand, dass ich mich nie mehr als eine Nabelschnurlänge von ihr entfernte. Sie spielte zwischendurch aber auch schön zwischen den großen Mädchen umher, die sich abwechselnd immer mal wieder um sie kümmerten.... bis sie die (echten) trockenen Nudeln, die die großen Mädels in einem Spielzeugtopf "kochten" in Prinzessin L.'s Kuschelecke unter dem Hochbett verteilte. Von uns bekam das Geburtstagsmädchen Rollschuhe geschenkt, die zunächst ignoriert wurden, jedoch laut meinem Bruder noch am gleichen Abend und auch am Sonntag getestet. Ich hoffe, dass ihr das Rollschuhfahren bald genauso viel Spaß macht wie mir als Kind. 


Am Sonntag hatten wir Besuch von meiner Cousine N. nebst Mann und dem kleineren Sohnemann. Wir haben schön einen weggeschnackt während die Kinder sehr lieb (neben einander her) spielten. Als BM dann Mittagsschlaf machte, konnte man zwischendurch fast vergessen, dass D. noch da war, denn er lag u.a. auf dem Boden und malte. Ob uns das mit BM auch mal passieren wird?

BM war an diesem Tag besonders kuschelig (wie eigentlich derzeit ständig) und verbrachte die letzte halbe Mittagsschlafstunde auf ihrem Papa bevor sie dann niedlich und warm und kuschelig zu mir auf die Couch kam und sich noch ein bisschen von mir bekuscheln ließ. Ich liebe diese Momente!

Und was ich unbedingt noch erwähnen wollte: Ich habe mal wieder etwas gewonnen, und zwar auf denkbar einfache Weise. Auf Mama Miez' Blog wurden Pampers BabyDry verlost. Die können wir natürlich immer gut gebrauchen, zumal wir von Anfang an überzeugte Pampers-Wickler sind. Alles, was man tun musste, war den Post zu kommentieren. Was ich tat. Und 502 (fünfhunderzwei!!!!) weitere Leser. Und yippie-yippie-yeah ich habe gewonnen. Heute brachte der Postbote das Paket, das BM nach der Kita auch gleich auspacken wollte musste  kreischend einforderte durfte. Somit waren bei unserem Gewinn dann auch gleich noch 10 Minuten BM-Bespaßung inklusive. Liebe Mama Miez, vielen Dank noch einmal für die Aktion!

Mittwoch, 7. März 2012

Kunst

Letzten Sonntag verbrachten wir alle mal wieder bei meinen Eltern. Nachdem dem Vati lecker gegrillt und wir gemütlich im beheizten Pavillon gegessen hatten verbrachten die meiste Zeit bei wunderbaren Sonnenschein draußen und vesperten tranken dort auch Kaffee. 

Am Nachmittag schien Prinzessin L. aber erst mal genug von der vielen frischen Luft zu haben und packte ihre extra mitgebrachten Tuschkästen aus, um ein bisschen zu tuschen. Und BM durfte mitmachen. Wir setzten sie in ihren Hochstuhl und zogen ihr Plastiklätzchen an, um größere Schäden zu vermeiden. 

Während Prinzessin L. mit einigem Ehrgeiz schöne Bilder malte, musste BM ziemlich überredet werden, doch mal Punkt-Punkt-Punkt ("Ph-ph-ph") auf dem Papier zu machen. Viel lieber wollte sie die ganze Zeit nur ihren Pinsel auswaschen.

Überhaupt hat Prinzessin L. sich wieder ganz lieb um ihre kleine Cousine gekümmert, auch wenn diese im Moment darauf besteht, die einzige sein, die jegliches Spielzeug anfassen darf und ziemlich grantig werden kann, wenn Prinzessin L. auch mal mit irgendetwas spielen will. Prinzessin L. blieb jedoch erstaunlich gleichmütig und lachte mit, wenn BM vor Freude kreischte während sie auf dem Roller ihrer großen Cousine umhergeschoben wurde.

Jedenfalls war es wieder ein richtig schöner Tag, an dem die beiden Mädels uns allen wieder so richtig viel Freude bereitet haben. Einfach zum Fressen! 



Sonntag, 4. März 2012

BM sagt....

.... ihren Namen. Natürlich noch nicht richtig, aber immerhin so dicht dran, dass ich ihre Version hier nicht veröffentlichen kann.
Jedenfalls sagt sie ihn nun seit einigen Tagen immer öfter, vor allem an Stelle von "meine" (also im Sinne von "BM's!"). Und ich habe tatsächlich schon den ganzen Abend einen Ohrwurm davon wie sie mit ihrem zuckersüßen Stimmchen langgezogen ihren Namen sagt.

Lirum Larum Löffelstiel

Fast 13 Monate nach den ersten Breifütterungsversuchen, die BM monatelang bei Versuchen bleiben ließ bevor sie sich zunehmend zur Fressraupe entwickelte, wurden wir gestern Zeugen des lang ersehnten Durchbruchs bei der Löffelbenutzung. Plötzlich und unvermittelt will und kann BM mit dem Löffel essen.
Die Technik ist zwar noch etwas ungewöhnlich und beinhaltet, dass der Löffel im Mund einmal rundherum gedreht werden muss, es geht auch einiges daneben, aber man kann nun definitiv sagen, dass BM mit dem Löffel isst.

Halleluja!!

Freitag, 2. März 2012

Fasching 2012

Etwas später als gewöhnlich fand diese Woche Mittwoch das Faschingsfest in der Kita statt. Ich hatte einige Zeit hin und her überlegt wie ich BM kleinkindgerecht verkleiden könnte. Alle Kostüme, die es zu kaufen gibt, sind entweder noch viel zu groß oder aus viel zu warmen Filzzeug.

Als BM dann kürzlich wieder einmal die Blumengirlanden aus meiner Kramschublade herauskramte kam mir dann doch noch eine Idee. BM ging also als.... äh.... Blumenmädchen (oder so) zum Fasching. Die angenähten Blümchen fand BM gleich ganz spannend und wurden von ihr immer wieder angeschnauft - was quasi für schnuppern und "Hatschi"-Rufen stehen soll. 

In der Kita angekommen fanden wir den Gruppenraum schon bunt geschmückt und Erzieherin D. als Pferd verkleidet vor. Für BM war es aber besonders toll, dass es kein ganz normales Frühstück gab sondern große Teller mit Würstchen, belegten Brötchen und geschnippeltem Gemüse. Da setzte sie sich auch gleich hin und schaufelte ein Käsebrötchen, eine kleine Wiener und eine Tomate (brrrrr) auf ihren Teller. 

Das war mal wieder einer dieser Tage, an denen ich zu gern Mäuschen in der Kita gespielt hätte. BM hatte wohl richtig viel Spaß. Es wurden u.a. Seifenblasen gemacht, die BM sowieso liebt, und es wurde mit richtigem Diskolicht getanzt. Tanzen findet BM auch richtig toll. Zu Hause dreht sie sich auch immer richtig schwungvoll, wenn das Radio angeschaltet werden soll, und greift uns dann bei den Händen, um mit uns zu tanzen. Ein Tag nach BMs Geschmack also. Entsprechend lang fiel dann wohl auch der Mittagsschlaf aus - alle Kinder schliefen zwei Stunden lang wie Steine - und auch das abendliche Einschlafmanöver war verhältnismäßig kurz.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Wie soll man da ernst bleiben

...., wenn BM mich beim Frühstück ernsthaft und doch mit einem kleinen schelmischen Funkeln anschaut.... und sich wie nebenbei einen kleinen Brotkrümel in die Nase schiebt?

Dienstag, 28. Februar 2012

Kuschel-kuschel und Lecker-Schmecker

BM praktiziert derzeit häufig Extrem-Kuschling mit so vielen Kuscheltieren wie sie mit ihren kleinen Ärmchen umschlingen kann. Mehrfach musste jetzt auch schon ihr Glühwürmchen mit in die Kita. Beim Einschlafen helfen die Dinger aber weiterhin nicht. 

Da BM wegen der Bindehautentzündung heute noch zu Hause war und es den ganzen Vormittag regnete, kamen wir endlich dazu mal die ober-leckeren Cookies aus dem Wichtelpaket von Tatti74 zu backen. Es hat richtig Spaß gemacht, zumal die Zubereitung ja wirklich sehr, sehr einfach war und die minimale Zubereitungsdauer perfekt BMs Aufmerksamkeitsspanne berücksichtigte. Kaum sah BM den Teig fing sie auch schon an zu schmatzen und wollte naschen. Durfte sie natürlich auch:

Das war bevor sie dann darauf bestand, rohe Zwiebelstückchen zu naschen, und schon bevor das Abendessen fertig war Hackfleisch aus dem Auflauf voressen durfte. Ganz klar mein Kind!!

Vor etwas über 30 Jahren sah das übrigens so aus:
(Von mir aus bräuchte Kuchen grundsätzlich gar nicht gebacken werden. Rohen Teig finde ich viel leckerer.)

Ungläubig

Schon vor Wochen wurde auf der Pinnwand der Spatzengruppe verkündet, dass alle Kinder nun erfolgreich aus dem Becher trinken. Kürzlich stand dann auch BMs Kita-Trinkflasche in ihrem Fach zum Mitnehmen. Und letzte Woche reagierte Erzieherin D. ganz ungläubig, als R. ihr erzählte, dass BM zu Hause noch aus (Trinklern-)Flaschen trinkt. 

Ich gebe zu, wir waren diesbezüglich sehr faul und irgendwie mit BMs Essenschlachten so ausgelastet, dass wir kaum Lust hatten, zusätzlich noch Überschwemmungen zu provozieren. Nun können wir diesen Meilenstein aber wohl kaum länger ignorieren, so dass BM auch bei uns aus einer Tasse trinken darf. Sie hat immer noch ihre Flaschen, die für den kurzen schwungvollen Schluck während des Spiels immer noch Mittel der Wahl sind, aber gerade zu den Mahlzeiten macht sie das tatsächlich schon echt super. 

Jetzt fehlt nur noch, dass sie endlich ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl für Löffel und Gabel entwickelt, denn bislang isst sie immer noch mehrheitlich mit den Händen.

Kita-Viren

BM geht jetzt seit einem halben Jahr in die Kita, und nun ist es soweit: Sie hat irgendsoein blödes Virus mit nach Hause gebracht, das uns nun seit zwei Wochen in wechselnder Besetzung flachlegt. 

Derzeit treibe ich den Krankenstand unserer Abteilung ganz schön nach oben. Bereits am vorletzten Wochenende fühlte ich mich das altbekannte Kratzen im Hals, das sich bis zum darauf folgenden Dienstag wunderbar auf meine Stimmbänder legte, so dass ich nur noch ein Krächzen herausbekam. Ich machte also bereits am Mittag Feierabend und fiel zu Hause direkt auf die Couch. "Nur ein Karenztag", dachte ich und blieb am Mittwoch zu Hause. Aus dem Krächzen war ein Flüstern geworden, so dass ich beschloss, den Rest der Woche zu Hause zu bleiben. Ich suchte mir also eine Allgemeinärztin im neuen Kiez und musste tatsächlich nur eine Stunde warten bis ich dran kam. Diese mit ihren abstehenden Loden recht schrullig wirkende Ärztin wollte mich gleich für anderthalb Wochen krank schreiben. Ich aber winkte ab und sagte, dass ich am Montag sicherlich wieder gehen könne. Pustekuchen. Ich huste mir (vor allem) immer noch die Seele aus dem Leib und werde daher doch noch diese Woche dran hängen. Dazu nahm ich heute BM mit in die Praxis (nicht ohne mich vorher mit Keksen und Büchern zu bewaffnen). Sie war auch sehr lieb und zuckersüß. Ich vermute, der Niedlichkeitsbonus führte dann auch dazu, dass ich schon nach 10 Minuten dran kam.

Ich weiß eigentlich nicht wieso, aber irgendwie ist es mir total unangenehm. Wenn ein Kollege krank ist, finde ich das auch verständlich und nicht weiter dramatisch. Wenn ich mich jedoch selber krank melde, habe ich dabei immer ein ungutes Gefühl. Und dann kam heute Nachmittag ein Panikanruf von den Kollegen wegen einer Sache, die bei mir schon ewig auf dem Stapel liegt, aber nie bearbeitet wurde, weil andere immer lauter schrien. War ja klar, dass das ausgerechnet jetzt aufploppt.

BM schloddert auch schon seit zwei Wochen herum, offensichtlich mit dem gleichen Kram wie ich. Allerdings lässt sie es sich kaum anmerken. Nur am Wochenende hatte sie mal einen Tag erhöhte Temperatur. Unglücklich ist nur, dass ihr die Schlodderei nicht nur ein bisschen in Bronchien und Ohren gezogen ist, sondern ihr auch noch eine Bindehautentzündung verpasste. Darum waren wir gestern auch erstmal bei der Kinderärztin, die u.a. Augentropfen verschrieben hat, die ich nun drei Mal am Tag mit vollem Körpereinsatz verabreichen muss. Was für ein Kampf! Wo hat dieses nicht mal 80cm große Dingelchen diese Kräfte her? Jedenfalls sehen die Augen heute schon viel besser aus, obwohl gestern noch laufend eitriges Zeug herausfloss. Der Einsatz hat sich also gelohnt.

Tja, und nun hat es auch R. so richtig erwischt. Er ging heute schon vor BM mit Schüttelfrost ins Bett. Ich hoffe so sehr, dass es ihm morgen besser geht und nicht völlig dahin rafft, da es auch bei ihm auf Arbeit gerade sehr stressig ist. 

Freitag, 24. Februar 2012

Zahn #12

Seit Wochen schaute ich täglich in BM's Mund in der Erwartung, das Zähnchen unten rechts vorzufinden. Täglich sah es so aus, als wäre es nur noch einen Hauch von der Oberfläche entfernt.... 

Am Freitag war es dann soweit: Das Zähnchen ist nun wirklich da und BM's Kauleiste wieder "symmetrisch". 

Mittwoch, 22. Februar 2012

Versteckspiel - Nachtrag

Da sitzen wir also auf dem Teppich vorm Fenster und beobachten wie BM mit ihrem Opa draußen spielt, immer wieder versucht, Opa auszutricksen und in die mit Wasser gefüllte Mulde zu rennen, sich von ihm die Vögel zeigen lässt, dafür aber als erstes das Flugzeug entdeckt.... und dabei die ganze Zeit ihr Glühwürmchen festhält, dafür aber zeitweise unter Bodenallergie leidet und somit getragen werden muss.

Versteckspiel

Im Moment kränkeln wir alle mehr oder weniger vor uns hin. BM lässt sich ihren Schnupfen jedoch kaum anmerken und ist daher auch in der Kita. Ich hingegen habe gestern schon vorm Mittag Feierabend gemacht und bin nach Hause auf die Couch. Heute früh fühlte auch R. sich angeschlagen, so dass er heute von zu Hause arbeitet. 

Nun sind wir beide ganz oben im großen Zimmer. Ich lümmele auf der Couch und kann nach draußen in den Park schauen während R. am Schreibtisch sitzt. Genau genommen verstecken wir uns hier. Vor BM. Denn heute ist Oma-und-Opa-Tag, d.h. BM wird von ihrem Opa aus der Kita abgeholt. Sie hat ihren Opa natürlich sehr, sehr lieb (zur Erinnerung: Das Opa-Lied). Dennoch ist er leider sehr schnell abgemeldet, wenn Papa oder Mama da sind. Darum verstecken wir uns also hier oben, um meinen Eltern "ihren" Nachmittag mit dem Enkelmädchen nicht zu verleiden. 

Jetzt sitze ich also hier oben, höre wie BM ihrem Opa ein Ohr abkaut und komme nun mal dazu ein bisschen zu bloggen. 

Schlaf-Dings:

Mal wieder ganz schlimm zur Zeit. Mit stundenlangem Wachsein in den frühen Morgenstunden. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, denn ich übe mich darin, unser nächtliches Leid am Tag zu verdrängen. 

Dafür hat BM jetzt ein Kopfkissen und scheint sich da auch ganz gern hineinzukuscheln. Wenn sie müde ist, legt sie sich auch mal für eine Nano-Sekunde auf ihren Spielteppich und guckt im Liegen ein Buch an. Im Liegen! Unser Kind, das schon als Winzigbaby immer nur darauf bedacht war, vorwärts zu kommen!! 
Überhaupt schmust sie derzeit viel mit diversen Kuscheltieren. So musste diese Woche schon zweimal ihr Glühwürmchen mit in die Kita. Am liebsten hat sie aber ihre Lotte, ein kleines... äh... nicht sehr schönes Stoffpüppchen, dessen Haare aus Jute sind und auch danach riechen. Dabei hat sie soviele wirklich niedliche, kuschlige Tierchen....

Bei aller Kuschligkeit, schlafen möchte BM weiterhin nicht. Aber wie gesagt, dazu sage ich jetzt nichts weiter. 


Gequassel

BM spricht jeden Tag mehr. Dabei beschränkt sie sich weiterhin auf wenige bewährte Silben, die jedoch durch unterschiedliche Betonung die jeweils gemeinte Bedeutung erhalten.

Soeben sagte sie mehrfach "aaauuuaaa" zu ihrem Opa, meinte damit aber nicht "aua" sondern "au weia", weil beide nämlich noch keine Hausschuhe anhatten. Und das geht ja gar nicht!!

"Aua" sagt BM natürlich auch, wenn sie sich tatsächlich wehgetan hat. Wir müssen dann auch pusten, wobei BM mitmacht - allerdings pustet sie immer noch durch die Nase. Wenn man sie dann fragt, wo sie sich wehgetan hat, zeigt sie aber nicht auf das entsprechende Körperteil, sondern auf das schuldige Möbelstück. 

Gestern Abend saß ich wie üblich im "Stillstuhl" während BM in meinem Arm lag und ihre Abendmilch trank. Erzählte ihr dann, wer alles schon schläft. Nämlich Papa, Oma, Opa, Tante K ohne H, Onkel B., Prinzessin L. und alle Kinder aus der Spatzengruppe. Als ich dann bei Erzieherin D. anlangte, sagte BM deutlich mehrfach deren Namen fast richtig ("Naaanaaa"). Nun muss sie sich aber wirklich ins Zeug legen, denn meine Mutter hat Prinzessin L. versprochen, dass BM ganz bestimmt zu deren fünften Geburtstag "Prinzessin L." sagen könne....

BM ist nun schon ein großes Mädchen, das nicht mehr auf dem Wickeltisch ausgezogen wird sondern dies mit etwas Hilfestellung alleine auf dem Teppich erledigen darf. Das sieht so niedlich aus wie sie sich aus Schlafsack und Schlafanzug schält oder Abends die Beinchen hebt, um die Strumpfhose abzustreifen. Danach macht sie sich einen Spaß daraus, im Zimmer umher zu rennen und zwischendurch uns zu imitieren, weil wir immer wieder sagen, dass der Fußboden doch kalt ist und sie auf den Teppich zurückkommen soll. Es ist mir unmöglich aufzuschreiben, was sie dann genau sagt (zumal sie Morgens meist noch oder Abends schon wieder den Nucki im Mund hat). Genaugenommen klingt es fast wie ihr "heiß", meint aber "kalt". 

Wenn BM "heiß" meint (z.B. Tee in der Spielzeug-Tasse), dann wird direkt danach auch gepustet. Durch die Nase. 

"Hoch" sagt BM jetzt richtig, meint damit entweder die Treppe oder auf den Arm. Hoch eben.

"Nein" ist nur noch selten "Na!", dafür immer öfter "Nee!". Kleene Berliner Göre, die!! Und der "Ba" ist mittlerweile ein "Ball" geworden.