Montag, 29. Januar 2018

London Calling

Seit einigen Monaten kamen die Kinder immer wieder darauf zu sprechen, dass sie mal wieder mit dem Flugzeug fliegen wollten, denn seit unserem Mallorca-Urlaub waren wir immer nur mit dem Auto im Urlaub gewesen. Zwee hat natürlich keine Erinnerung daran und BM wahrscheinlich auch nur recht wage. Nun ergab es sich, dass A aus B zurzeit zu Schulungszwecken in London ist. R. wollte ihn besuchen, um ihm die Zeit in der Fremde zu versüßen. Ein Wort ergab das andere und irgendwie entschlossen wir kurzerhand, dass wir alle vier einen Kurztrip nach London machen würden.

So kam es, dass am 2. Weihnachtsfeiertag BM beim Frühstück zum Weihnachtsbaum hinüber sah und entdeckte, dass da plötzlich noch ein kleines Geschenk hing.


Wie passend, dass wir "zufällig" zwischen den Jahren einen Termin zum Erneuern der Kinderreisepässe hatten. BM war sehr stolz, weil sie selbst auf ihren Pass unterschreiben durfte. Kurz vor dem geplanten Trip ergab es sich, dass AaB nun doch gar nicht in London sein würde. Er ließ sich aber nicht lumpen und kam auf eigene Kosten mit uns mit.

Am Freitag gleich nach dem Unterricht war es soweit. Wir sammelten die Kinder ein und fuhren zum Flughafen. Nach dem langen Schultag und Toben in der Kita drohte die Stimmung ob der diversen Warteschlangen zu kippen, konnte aber mit allerhand Snacks gerettet werden. Als wir endlich in den Flieger steigen konnten, waren die Kinder so stolz und konnten gar nicht aufhören mit dem Schnattern. Als wir saßen, fragten sie ständig, ob wir denn schon steigen. Dabei standen wir noch bzw. rollten gemächlich zur Startbahn. Als Zwee wieder fragte, ob es denn schon losgeht, führte direkt neben uns gerade die Flugbegleiterin die Sicherheitsshow durch. Also sagte ich Zwee, dass es losgeht, wenn die Frau mit ihrer Arbeit fertig ist und sich auch hinsetzt. Daraufhin fragte Zwee - sehr laut - "Ist das eine Frau?" Ich lachte Tränen und auch die hübsch geschminkte Flugbegleiterin im Kleid nahm es mit Humor und musste sehr lachen.

Von Conni mit der Schleife im Haar wusste Zwee, dass wir durch die Wolkendecke durchstoßen würden. Davor hatte sie angeblich ein bisschen Angst. Tatsächlich waren beide Kinder schon vorher anderweitig ganz vertieft und sahen kaum aus dem Fenster... obwohl sie doch so scharf aufs Fliegen gewesen waren:


Irgendwann meinte Zwee dann ganz unvermittelt: "Tutt mal, Mama, da is not ein Flutzeut." - Ich so: "Nein, das kann gar nicht sein" - Zwee: "Dott. Tutt mal da!" ... Sie meinte den Flügel unseres Flugzeugs. Aus ihrem Winkel konnte sie nicht sehen, dass der zu unserem Flugzeug gehört. Wieder musste ich ein paar Tränen lachen.


In Gatwick angekommen hatten wir noch eine ziemlich weite Zug-Zug-U-Bahn-Busreise bis zu unserem AirBnb vor uns. Die müden Kinder machten tapfer mit, aber wir waren alle froh als wir es endlich geschafft hatten.


Die Männer holten noch schnell einen riesigen Berg Fastfood von verschiedenen Take-aways und ich freute mich vor allem über die Chips mit Vinegar. Lecker! Danach machten sie sich auf den Weg zu etwas abendlichen Sightseeing und ins Pub während ich die müden Kinder ins Bett brachte.

Unsere Wohnung, im vierten Stock eines Brickstone-Hauses in einer Wohngegend. Irgendwie zwischen modern und kitschig eingerichtet - BM meinte gleich, dass hier ja kein Mann wohnen könne, weil überall Blumen und Rüschen dran waren. Aber immerhin gab es Mischbatterien.

Am nächsten Morgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg und stiegen in einen Hop-on-hop-off-Bus. Wir hoppten aber nicht off, denn wir wollten die Lauffreude unserer Kinder nicht übermäßig strapazieren. BM war total interessiert am Tower, Westminster Abbey (weil da die Prinzessinnen heiraten), Wachen auf Pferden etc. und kaute mir ein Ohr ab.



Die Mischung von modern und historisch hat sich seit meiner Zeit in England extrem verändert. Irgendwie beißt es sich, aber mir hat es trotzdem gefallen.

Von Big Ben war nichts zu sehen:


Mein alter Bus. :-)


Irgendwann stiegen die Leute aus der ersten Reihe aus, so dass wir endlich vorrücken konnten. Zwee chillte auf meinem Schoß und wurde irgendwann verdächtig schwer - mein kleines Mädchen ist doch tatsächlich eingeschlafen. Aber gut, denn so konnte sie noch etwas Kraft tanken.


Beim Buckingham Palace stiegen wir aus. Allerdings hatte keine so richtig einen Nerv, sich den genauer anzusehen, weil alle dringend auf die Toilette mussten. Nun gut, eine Wachablösung fand sowieso nicht statt, also eilten wir in den St. James's Park auf der Suche nach einer Toilette. Beim Spielplatz wurden wir fündig. Allerdings ließ der Attendant nur die Kinder und mich ein. Die Männer mussten weiter zur öffentlichen Toilette... während ich heimlich nach den Kindern die Minitoilette benutzte. Dann mussten die Kinder natürlich erstmal ausgiebig auf dem Spielplatz klettern. Dann schlenderten wir wir durch den Park, an Westminster Abbey und den Houses of Parliament vorbei.

Touristen, die wir nun mal waren, machten wir natürlich auch noch ein Familienfoto in einer roten Telefonzelle.



Dann trafen wir uns nahe dem London Eye mit den Ex-Berliner-Münchner-jetzt-Londonern und Sohnemann zum Lunch. Ich hatte auf gut Glück ein familienfreundliches Restaurant ausgewählt. Na ja, war es sicher auch, denn es gab Luftballons. Aber leider kein englisches Essen. Lecker war es aber trotzdem.

Während des Essens und der ganz schnellen Unterhaltung regnete es draußen, hörte aber sogleich auf als wir wieder raus kamen. Anschließend ging es für uns vier zum London Eye. BM und ich hatten uns die ganze Zeit schon darauf gefreut. Zwee hatte zuvor immer gesagt, dass sie Angst habe, aber die war dann zum Glück wie weggeblasen.

Wir mussten sicher eine dreiviertel Stunde warten, aber irgendwie war es kurzweilig, weil man ständig die Schlange wechselt, die Tickets vorzeigt oder auch ständig in Bewegung bleibt.


Als wir in unserer Gondel waren, dämmerte es schon, so dass überall die Lichter angingen und eine wundervolle Aussicht bescherten. Ich konnte mich gar nicht satt sehen!





Die Kinder hatten auch ihren Spaß und das ehemals angstvolle Kind machte uns Eltern ganz wuschig mit ihren Stunts an der Glaswand.


Anschließend spazierten wir zurück über die Westminster Bridge und fuhren noch mit dem Boot bis zur Tower Bridge, wo wir unseren Sightseeing-Tag mit einem kleinen Spaziergang beendeten.


Wir machten noch einen kleinen Abstecher zum Tesco's, wo ich leckere Mr Kiplings und Pickle kaufte bevor wir die völlig kaputten Kinder ins Bett brachten. AaB hatte sich irgendwie den Magen verdorben und lag schon auf der Couch. Als er und die Kinder schliefen, schlichen R. und ich aus dem Haus, spazierten noch ein wenig durch die Gegend - ich schaue mir ja zu gern anderer Leute Häuser an - und nahmen einen Drink in einem netten Pub. Keine vorzeigbaren Fotos aus dem Pub, aber nach einem Gin & Tonic hat das mich sehr amüsiert (Erwachsene dürfen wohl klettern? Haben wir aber natürlich nicht gemacht.)


Am Sonntag morgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück wieder auf den Weg zum Flughafen. Alles klappte prima und am Nachmittag waren wir schon wieder zu Hause.

Es war ein kurzer, intensiver Wochenendausflug, aber wir waren total stolz auf unsere großen Kinder und haben uns riesig gefreut, dass wir nun also solche coolen Städtetrips schon zu viert machen können.

Freitag, 26. Januar 2018

Meanwhile at home

Als Zwee hörte, dass BM übers Wochenende weg sein würde, war sie nicht wie erwartet traurig, sondern fragte gleich freudestrahlend, ob sie dann ganz alleine mit Mama und Papa sein würde. Tatsächlich genoss nicht nur sie sondern auch wir die Zeit als Ein-Kind-Familie auch mal sehr.

Wir machten einen Ausflug ins FEZ, wo Zwee alles bestimmen durfte...


Wir gingen mit Uroma essen...

Wir spielten, spielten, spielten...

Wir waren Puppenmuttis...

Like mother, like daughter...

Aber dann war am Sonntag Abend die Freude riesengroß als wir unsere BM am Bahnhof abholen konnten und endlich wieder zu viert waren.

Starlight Express

Die Omas und Opas machen ja immer tolle Sachen mit unseren Kindern. Letztes Wochenende gab es für BM und PL ein besonderes Highlight, denn meine Eltern fuhren mit ihnen mit dem ICE nach Bochum, um Starlight Express anzusehen.




Es ist ja nicht immer so, dass große Ereignisse oder teure Angelegenheiten von den Kindern gleichermaßen begeistert aufgenommen werden wie von den Erwachsenen. Aber diesmal hat BM richtig gesprudelt. Offenbar war sie während der Vorstellung wie gebannt und sogar ein wenig nah am Wasser, weil sie so überwältigt war.

Auch jetzt beschäftigt die tolle Show sie noch:


Donnerstag, 25. Januar 2018

Ohne Gitter

Unser Flur wurde gemalert, was wir zum Anlass nahmen, nun auch das letzte Treppengitter zu entfernen. Zuletzt war es eigentlich nur noch ständig im Weg und da nun auch Zwee sicher die Treppen nimmt, brauchen wir es endlich nicht mehr. Und ich freue mich jedes Mal über den leeren Anblick, wenn ich die Treppe hinauf komme. 

Freitag, 12. Januar 2018

Schulaufgabe

Eine von vielen Schulaufgaben für BM - ein Anlass zum Hachzen für die Mama. 


Mittwoch, 3. Januar 2018

Besucher zwischen den Jahren

Die Tage zwischen den Jahren vergingen mal wieder wie im Fluge mit allerhand Besuch. 

Zuerst kam BMs Banknachbarin K. - an Schultagen kriegen wir das leider nur selten hin, aber so konnten die Kinder mal einen ganzen Tag zusammen spielen. Derweil genoss Zwee die Zeit mit uns Eltern. Wir mussten tuschen, kneten und puzzeln - alles, was ihr Spaß macht. 

Dann kamen mein Cousin, K und Klein-O - leider komplett ohne die großen Mädels, auf die BM sich so gefreut hatte. Zum Trost durften die Zwillinge rüber kommen und wir haben schnell einen Folgetermin gemacht, wo wir uns dann endlich alle mal wieder sehen. 

Tags darauf kamen Olo + drei. Leider wurde Zwee an dem Nachmittag ziemlich krank und schlief tatsächlich fiebrig auf der Couch ein während wir uns unterhielten. Selbst Kuschelkind Zwee macht das normalerweise nicht. Währenddessen spielte BM mit Krabbelcousin L. stundenlang Hänsel und Gretel nach. L. war Hänsel und BM abwechselnd Gretel und die Hexe. 

Zum Abschluss der Weihnachtsferien kamen mein Bruder und seine Familie uns am 1. Januar besuchen. Krümel benutzte alle Kleinkinderspielsachen, die es bei uns noch so gibt. Ich glaube, da muss ich doch mal wieder entrümpeln. Zwee spielte ein bisschen mit den Großen, war aber hauptsächlich kuschelig. PL blieb dann über Nacht bei uns - das hatte BM sich schon lange mal wieder gewünscht. 

Die beiden waren stundenlang im Bad zugange und stellten nach YouTube-Anleitungen Schleim her. Das ist PLs großes Hobby und sie scheint BM ein wenig angesteckt zu haben. Natürlich gab es zur Schlafenszeit noch allerhand Quatsch zu erledigen, wobei die beiden sicher waren, dass ich nichts davon merken würde... Ich sag's mal so, ich war trotzdem nicht allzu überrascht als ich am nächsten Morgen Schleimreste auf PLs Kopfkissen fand. 

 
Für den 2. Januar hatte meine Mutti den großen Mädels einen schönen Ferientag versprochen. Also mussten sie früh aufstehen und ich übergab sie am Bahnhof meiner Mutti. Sie waren in der Schokoladenwerkstatt und anschließend noch beim Schwarzlicht-Minigolf. Was für ein Programm! 

Montag, 1. Januar 2018

Silvester

Eigentlich hatten wir angedacht, dieses Jahr mal eine Silvesterparty zu schmeißen. Aber irgendwie war in den Wochen vor Weihnachten total die Luft raus. Wir hatten zu viel Arbeit und waren in wechselnder Besetzung immerzu krank. Da blieb keine Energie mehr, um überhaupt über Silvester nachzudenken. R. und ich hätten Silvester auch einfach vorm Fernseher verstreichen lassen, aber mittlerweile weiß BM ja, was Silvester ist und hätte das doof gefunden. 

Wir überlegten also wie man den Tag doch irgendwie besonders machen könne, auch wenn Zwee schon wieder nicht fit war und etwas Temperatur hatte. Kurzerhand fuhren wir in den Weihnachtszirkus am Olympiastadion. Eigentlich sind R. und ich keine Zirkusfans - vor allem wegen der Tiere und wegen der vielen Geldschneiderei. Aber die Kinder wollten schon lange mal (wieder) in einen Zirkus. Was soll ich sagen, die Vorstellung war wirklich schön. Es waren tolle Akrobaten dabei, die nicht nur die Kinder mit offenen Mündern bestaunten. Die fliegenden Trapezkünstler schwangen direkt über unseren Köpfen. Die Akrobobatinnen in glitzernden Kostümen haben es den Kindern besonders angetan. Natürlich gab es auch Tiere - Pferde, Giraffen, Elefanten, Tiger und ein gemächliches Flusspferd. Und allen Vorbehalten zum Trotz fand ich mich total in meine Kindheit zurückversetzt, denn ich habe sicher schon 30 Jahre keinen Zirkus mit Raubtiershow mehr gesehen. Zwee hatte seltsamerweise schon vor der Show verkündet, dass sie Angst vorm Clown hätte (obwohl sie Pennywise doch gar nicht kennt). Sie fragte immer wieder, ob der nur verkleidet wäre. Ja, was denn sonst... Dann fand sie ihn wie alle Kinder aber doch lustig. 

In der Pause gab es dann die übliche Tierschau. Natürlich Werbung dafür gemacht wurde, so dass alle Kinder hinwollten - 5 Euro für 15 Minuten Gedrängel hätten mir beinahe die Laune verdorben, aber dann war es doch sehr interessant, die Tiere so nah zu sehen. Ich habe zum ersten Mal im Leben einen Elefantenrüssel angefasst. Sicher ginge es den Tieren in Freiheit viel besser, aber zum Glück sahen sie alle deutlich besser aus als die ausgemergelten Tiere, die man in kleineren Zirkussen zu sehen bekommt. 


Einzig die ständigen Ausführungen des Zirkusdirektors zur Tierhaltung im Zoo fand ich sehr nervig. Werbung für die Erhaltung von Tieren in gut geführten Zirkussen kann ich nachvollziehen (auch wenn ich weiterhin nicht überzeugt bin), aber seine Ausführungen waren schon echt bösartig gegenüber Tierschutzorganisationen. Wenn man bedenkt, dass das Zelt voll mit Kindern war, waren seine politischen Reden über getötete Tiere echt überflüssig.

Nach dem Zirkus fuhren wir nach Hause und gingen fast ganz spontan zu unseren Nachbarn rüber, wo es noch Reste vom Raclette-Essen gab und die Mädels die Zeit mit Spielen und einem Barbie-Film überbrückten. Zwee baute dann aber wieder ab, so dass ich sie irgendwann ins Bett brachte. Sie hatte wieder Temperatur bekommen und konnte erst schlafen als die "Erdbeermedizin" wirkte. So kuschelten wir also noch lange in ihrem Bett - aber damit kann man uns beiden ja immer eine Freude machen.

Pünktlich zum Jahreswechsel war ich aber wieder bei Nachbars. Wir quatschten noch ein bisschen, aßen schon vor Mitternacht Pfannkuchen und rutschten mit Sekt ins Jahr 2018. Danach schauten wir uns das Feuerwerk aus dem Fenster an. Es gab einiges zu sehen, aber die Kinder wollten nicht so richtig raus. Erst auf dem Weg in unser Haus zündeten wir noch schnell einen Goldregen an. Zu Hause angekommen kuschelte ich auch noch mein großes Mädchen in den Schlaf.


Dienstag, 26. Dezember 2017

Weihnachten away

Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal Weihnachten weder zu Hause noch bei unseren Eltern verbracht sondern waren vom 23.-25. Dezember mit R.s Familie in einem kleinen Weihnachtsurlaub. Wir waren gar nicht weit weg in einem Haus mit einem riesigen Wohn-/Party-/Gemeinschaftsraum und ausreichend Schlafzimmern oben drüber.

Ehrlich gesagt war ich ein bisschen skeptisch, aber die Tage waren wirklich sehr schön. Nach der Ankunft machten wir es uns gleich weihnachtlich und ließen die Kinder einen großen Weihnachtsbaum schmücken. Dabei gingen nur zwei Kugeln kaputt. Vorhersehbarer Kollateralschaden.



Nach einer stärkenden Bratwurst bauten Opa und BM unter vollem Körpereinsatz und trotz der kleinen Störfaktoren Zwee und Mini erfolgreich ein Papphaus auf. Die Kinder bemalten es ein bisschen und tobten dann wie verrückt im und ums Haus herum. Da der Raum so riesig war, konnten sie auch problemlos laut kreischend und scheinbar planlos umher rennen.


Als die Energie endlich (scheinbar) aufgebraucht war brachten wir die Mädels in ihr kuscheliges Matratzenlager, wo sie noch ewig lange quasselten und Quatsch machten während die Erwachsenen Feuerzangenbowle tranken und ein paar Runden mit BMs Rummikub-Spiel zockten.

Am Heiligabend waren die Kinder von früh an total aufgeregt. Unsere Mädels hatten extra Tanzkleidung mit und führten BMs Tanzkursweihnachtstanz auf. Mini fand die Röckchen so chic und war ganz begeistert, dass sich noch ein Zusatzrock fand. Daraufhin mussten die Kinder erstmal einige Zeit im Flur hin und her rennen und sich dabei schön finden. Mini war ein bisschen enttäuscht, dass er für den offiziellen Part am Heiligabend nicht sein Röckchen anziehen sollte.


Nach so viel Toberei waren die Kinder total gaga, so dass wir sie erstmal bei einem schönen Spaziergang lüften mussten.


Nach dem Kaffeetrinken wurde es ernst. Die Kinder durften noch ein wenig oben spielen während wir unten in Windeseile den Geschenkeberg drapierten.


Es ist ja schon witzig wie leicht man kindliche Fantasie anheizen kann. Irgendein Erwachsener fragte, ob da nicht gerade der Weihnachtsmann im Nachbarhaus verschwunden wäre. Sofort war BM sich ganz sicher, dass sie noch ein Stück vom Mantel und Sack gesehen habe.


Dann stellten wir fest, dass wir bei der Spielerei gar nicht gemerkt hatten, dass er derweil schon unten bei uns gewesen war. Er hatte wieder einen Brief hinterlassen, in dem für jedes Familienmitglied ein paar liebe und mahnende Worte standen. BM fing damit an, ihn vorzulesen und machte das so prima, dass mir vor Stolz sofort ein paar Weihnachtstränchen kullerten. Die Kinder hielten den ganzen langen Brief tapfer durch, doch dann war kein Halten mehr. Wir mussten ran an die Geschenke. BM freute sich besonders über ihre Lego-Elves-Bausätze und das Glitzer-Dings, mit dem sie uns allen Glitzertattoos verpasste . Zwee war so stolz auf ihre "echte Pullerpuppe Luise". Mini wollte gleich mit seiner Eisenbahn spielen und gar nicht unbedingt noch mehr auspacken. Und alle Kinder fanden Zwees Mikrofon richtig klasse.

Nach Würstchen und Kartoffelsalat und ganz viel Aufregung waren die Mädels irgendwann am Rande des Bocks, so dass R. und ich noch kurz mit ihnen rausgingen. Ich fand es im Dunkeln auf dem Spielplatz ja etwas gruselig, aber die Kinder hatten Spaß.

Als alle Kinder endlich im Bett waren (an Schlaf war bei den Mädels trotzdem noch lange nicht zu denken) begannen wir Erwachsenen in gemütlicher Runde unsere Bescherung. Ich sag's mal so: Es gab sehr schöne Geschenke, aber auch einiges zu Lachen.

Am 1. Weihnachtsfeiertag war BM schon früh munter, so dass ich mit ihr schon runterging. Mini war natürlich schon längst mit seinen Eltern dort. Wir verspielten einen gemütlichen Morgen bis auch R. und Zwee endlich wach wurden und fuhren dann nach dem Frühstück weiter zu meinen Eltern, um den Tag mit meiner Familie zu verbringen.

Natürlich gab es auch dort noch einmal Geschenke. BM und Zwee hatten auch fest damit gerechnet, obwohl der Weihnachtsmann das dieses Mal gar nicht in seinem Brief erwähnt hatte. Ich bin ja schon ein bisschen gespannt wie lange BM noch an den Weihnachtsmann glauben wird. Jedenfalls hatten wir einen sehr gemütlichen Tag und alle vier Kinder waren bester Laune.

Den 2. Weihnachtsfeiertag verbrachten wir vier zu Hause - tatsächlich zum ersten Mal allein. Wir schliefen lange, blieben bis zum frühen Nachmittag in den Schlafanzügen und die Kinder hatten richtig Zeit, mit ihren Geschenken zu spielen. Da am Vortag soviel Essen übrig geblieben war, mussten wir nicht einmal kochen. Es war ein wirklich gemütlicher und gut gelaunter Tag zu viert.



Montag, 11. Dezember 2017

Zeitgefühl

Nach einem echt langen Arbeitstag komme ich gerade noch rechtzeitig nach Hause, um die Kinder nacheinander ins Bett zu kuscheln. So liege ich neben Zwee und genieße ihre weiche Kuscheligkeit während sie mir ein langes Weihnachtslied vorsingt.
Dann erzählt sie mir irgendwas davon, dass sie auch irgendwann groß ist und dann ist sie auch eine Mama.
Ich sage, wenn du groß bist, bist du eine Frau. Nur wenn du möchtest, wirst du eine Mama. Nicht jede Frau wird eine Mama.
Zwee so: Man kann auch eine Oma werden.
Ich bin zu müde, um ihr zu erklären, dass man nur eine Oma werden kann, wenn man vorher eine Mama war. Aber Zwee hat noch mehr zu sagen.
Mama, wenn du alt bist, bist du eine Oma. (kicher) Und dann sterbst du.
Ähm. Ja.
Wann sterbst du?
Das weiß man nicht, aber es dauert bestimmt noch ganz lange.
Wenn du sterbst, bist du tot. Und wenn ich alt bin, sterb ich auch.
...
Alles in einem durchaus leichten Ton erzählt. Puh. Da nehme ich doch tausend mal lieber Fragen darüber, woher die Babys kommen.
...
Und noch ein O-Ton-Merker. Gestern früh auf dem Weg nach unten, wo der große Weihnachtskalender hängt, den die Mädels sich zusätzlich zu ihren eigenen Kalendern teilen:
Tomm, BM (immer noch mit V am Anfang)!
Wir wollen doch den droßen Satender aufmachen! Werjuter, Wohnzimmer Licht an!

Dienstag, 5. Dezember 2017

Zwee und die Schule

Heute beim Abendessen plapperte Zwee in einer Tour, unter anderem:

Wenn ich noch mal Debotstat habe, dann bin ich schon vier Jahre alt. Dann geh ich aber immer noch in die Kita. Nach den Blaumeisen, würd ich ein Rotteechen und dann ein Dünfint. Und dann ist Schluss. Dann tomm ich in die Schule.

  • Und was willst du da lernen?

Schreiben, tanzen und Sport.


  • Und was ist mit Lesen?
Otay, auch lesen. Dann tann ich mein Tonni-(Conni)-Buch alleine lesen.

Nikolausvorbereitungen

Heute stand wieder das alljährliche Stiefelputzen an. Die Kinder sind natürlich sehr aufgeregt, machten sich aber beide auch (sehr unterschiedliche) Gedanken.

Für Zwee wechselten sich Aufregung, Freude und Kummer immer wieder ab. Sie ist sehr aufgeregt und freut sich auf das Naschi, dass der Nikolaus ihr mutmaßlich in die Stiefel stecken muss. Gestern Abend erklärte sie: "Ich kenn gar nicht den Nikolaus. Was macht der?"
Beim Stiefelputzen war sie mit Feuereifer dabei, wurde dann aber so traurig, wie Dreijährige es eben werden können, wenn man ihnen nicht gestattet, die hellen Stiefel mit schwarzer Schuhcreme zu putzen. Als der Tag zu Ende ging und ich sie vorschriftsmäßig zugedeckt hatte ("1-2-3-großes-und-kleines-Träumchen-komm-herbei") sagte sie mir: "Den Nikolaus hab ich Annst! Dann muss ich Mama danz leise rufen, sonst hört der mich." So richtig konnte sie mir nicht erklären, warum das so ist, aber offenbar ist er ihr einfach nicht so ganz geheuer. Also erklärte ich ihr, dass der ja ein guter Mann sei und erst komme, wenn alle wirklich schlafen. "Sodar die Erwachsenen?", staunte sie, und schlief dann trotz der Aufregung schnell ein.

BM durfte heute erstmals mit Schuhcreme putzen, nachdem sie nach eigener Aussage, die Stiefel in der Schule extra doll dreckig gemacht hatte. Dabei war sie guter Dinge, obwohl sie nach Sportunterricht und einer Doppelstunde Tanzunterricht fix und alle war. Irgendwie kippte die Stimmung beim verhassten Schlafanzug-Zähneputz-Ding komplett, so dass ich eine weinende BM vorfand, als ich in ihr Zimmer kam, um sie zuzudecken und Gute Nacht zu wünschen. Nachdem sie sich einigermaßen wieder eingekriegt hatte, erzählte sie mir, dass sie in der Schule die wahre Geschichte vom Nikolaus gehört hätten. Der hat nämlich in einer Kirche gearbeitet. Da wurde er dann Chef, weil er an Gott geglaubt hat. Und der ist schon so lange tot. Also könne der ja gar nicht kommen und uns Dinge in die Stiefel stecken. Und wie der denn überhaupt ins Haus komme.

Nach kurzer Schrecksekunde entschied ich mich erstmal noch gegen die Wahrheit und behauptete, dass ich das nicht so genau wisse, aber es müsse sich wohl um Magie handeln.

Wir diskutierten dann noch aus, ob der durch den Schornstein kommen könne. Wir haben keinen Kamin, d.h. unser Schornstein führt nur zur Gastherme. BM vermutete, dass der Nikolaus da trotzdem durchkomme. Dabei geht der wahrscheinlich kaputt, aber dann steckt er die Sachen in die Stiefel, geht durch den kaputten Schornstein zurück und repariert ihn dann mit Magie. Mmh, offenbar ist das logischer, als mit Magie einfach die Haustür zu öffnen.

Wenn das nicht stimmt, dann könne es ja vielleicht auch noch jemand aus der Familie sein, der die Stiefel befüllt. Nö, meinte ich. Bei mir habe es jedenfalls immer geklappt, dass mir der Nikolaus etwas in die Stiefel gesteckt habe. Dreiste Lüge, aber BM hakte nicht weiter nach.

Der echte Weihnachtsmann bringt übrigens auch gar nicht die Geschenke, sondern das sind eigentlich nur Helfer. Der echte Weihnachtsmann ist nämlich der Chef und kümmert sich um alles. Oder es verkleidet sich jemand aus der Familie. ... Ich wiegelte ab und brabbelte etwas Verneinendes vor mich hin.

Aber Oma habe doch ein Weihnachtsmannkostüm. Ja, meinte ich, dass ist bestimmt mal für eine Weihnachtsfeier gewesen. Oder so.

Irgendwie fände ich es schön, wenn BM dieses Jahr noch im vollen Glauben an den Weihnachtsmann bleibt. Wenn sie uns aber mal direkt fragt, werden wir ihr sicher die Wahrheit sagen.

Wir wollen ja nicht, dass sie wieder mit uns schimpft, weil wir sie angelogen haben.

Samstag, 18. November 2017

Einkaufsliste

Unser Haushalt ist mittlerweile ziemlich "smart", da R. großes Interesse und Talent für solcherlei Dinge hat. Mit dem Echo-Dot steuern wir Licht, Rollläden, Fernseher, Musik etc. - und neuerdings auch unsere Einkaufsliste. Doch manchmal versteht das Ding uns einfach nicht.

Nach dem Frühstück saßen wir noch eine Weile einträchtig zu viert am Tisch während R. versuchte, die Einkaufsliste mündlich zu befüllen. Ich musste Tränen lachen, denn:

  • aus "Margarine" wurde "Liebe (mager)", "Magarine", "Magerine";
  • in seiner Verzweiflung versuchte R. es mit "Butter", doch daraus wurde "Bulgur";
  • aus Süßstoff wurde "Stoff (süß)";
  • und ich habe wirklich keine Ahnung, an welcher Stelle das Gerät "Thea (bunt)" verstanden haben könnte. 



Urlaubsjahr 2017

Neulich kamen R. darauf zu sprechen, dass wir dieses Jahr echt viel Urlaub gemacht haben:

  1. Gleich am Jahresbeginn fuhren wir zu zehnt an den Scharmützelsee und hatten einen Winterkurzurlaub mit tollem Rodelspaß anlässlich Vatis 60. Geburtstags. 
  2. Im April waren wir vier in Plau am See. Meine Eltern und PL kamen ein paar Tage mit dazu - mit einigen amüsanten Lapsus. 
  3. Im Mai waren wir im Erzgebirge in einem Häuschen inmitten eines großen Pusteblumenfeldes. 
  4. Am Bernsteinsee verbrachten wir ein paar Tage zur Einstimmung auf die Sommerferien. 
  5. Nicht wir alle, aber zumindest das Ferienkind hatte dann eine Woche Urlaub bei Oma und Opa im Wald. 
  6. Wieder nicht wir alle, dafür aber beide Kinder waren eine Woche mit meinen Eltern und PL an der Ostsee.
  7. Dann war es auch für R. und mich endlich soweit, und wir fuhren zu viert nach Nürnberg in das lauteste Ferienhäuschen, dass die Welt je gesehen hat. Aber dafür auch mit Playmobilland, Radtour und Freibad. 
  8. Von dort aus ging es direkt weiter nach Österreich, wo wir eine Woche mit der Schwiegerfamilie verbrachten. 
  9. In den Herbstferien waren wir erst mit meiner Familie am Fleesensee im Haus mit Whirlpool. 
  10. Dann verbrachten wir eine weitere Woche in Meck-Pomm im Ferienpark Linstow, wo BM sich ihr Seepferdchen verdiente. 
  11. Zu guter Letzt und als wundervollen Abschluss für ein urlaubsreiches Jahr waren R. und ich zu zweit in Barcelona.
Nicht schlecht, oder? Mal gucken, ob wir das nächstes Jahr auch schaffen. :-)

Freitag, 17. November 2017

Barcelona

Dieses Jahr hatten wir wirklich viele schöne größere und kleinere Urlaube. Doch es ist mittlerweile 3,5 Jahre her, dass R. und ich mal zu zweit für ein Wochenende in Hamburg unterwegs waren.

Es war nicht so als hätten wir uns all die Jahre gegrämt, aber irgendwie war die Zeit gefühlt noch nicht reif, die Kinder für ein Wochenende zurück zu lassen. Ganz so war es dann übrigens sowieso nicht, weil meine Eltern die Zeit nutzten mit den drei Enkelinnen ebenfalls in einen kleinen Urlaub nach Templin zu fahren.

Aber zurück zu R. und mir: Am Freitag brachten wir ganz früh BM zu den Nachbarn und Zwee in die Kita, fuhren zum Flughafen und flogen nach Barcelona. Das Wochenende war einfach perfekt.

Wir hatten ein sehr schönes Hotel in einer Seitenstraße der La Rambla. Genaugenommen eine Seitengasse mit typischer Aussicht:

Blick vom Balkon nach links:
 

Blick vom Balkon nach rechts:


Blick vom Balkon geradeaus:


Wir hatten eine wundervolle Zeit zu zweit. Wir konnten uns ohne jegliche Verpflichtungen treiben lassen und Hand in Hand durch die Stadt schlendern und dabei mal plaudernd, mal schweigend die Eindrücke aufsaugen.





Rund um die La Rambla gab es hunderte kleiner Lokalitäten, so dass wir uns kaum entscheiden konnten. So kehrten wir hin und wieder ein, aßen leckere Tapas und tranken dann und wann einen Cocktail. R. ließ sich auch breitschlagen, ein bisschen shoppen zu gehen, auch wenn ich letztendlich nur einen Schal gekauft habe. Man munkelt, dass ich mich nach einem kurz zuvor getrunkenen Mojito nicht gut aufs Shoppen konzentrieren konnte.


Sightseeing gehörte natürlich auch dazu. Barcelona kann man eigentlich sehr gut zu Fuß erkunden. Wir machten aber auch zwei Stadtrundfahrten, wobei unsere dünnen Jacken dem Fahrtwind leider nicht gewachsen waren und wir am Ende ganz schön klapperten.

Außerdem hatten wir eine Führung für die Sagrada Familia gebucht. Ehrlich gesagt kam sie mir nicht besonders heilig vor - vielleicht lag das an den vielen Touristen. Trotzdem (oder gerade deswegen?) waren wir sehr beeindruckt, vor allem von dem Licht, dass durch die Buntglasfenster herein fällt.

So sah das an einem sehr bewölkten Tag aus:



Bevor es am Sonntag schon wieder nach Hause ging, machten wir noch einen Ausflug zum Park Güell. Vor allem mir hat es dort auch sehr gut gefallen, auch wenn man vor allem im inneren Bereich vor lauter Besuchern kaum treten konnte. Das Foto täuscht ein bisschen, denn rundherum standen viele Touristen wie wir mit ihren Kameras. :-)


Am Sonntag Nachmittag ging es dann schon wieder zurück zum Flughafen. Natürlich hätte der Urlaub ruhig länger sein können, aber ich fühlte mich wirklich erholt und aufgetankt nach zwei Tagen Zweisamkeit mit meinem R. Wir müssen das unbedingt wiederholen und überlegen schon, wo wir nächstes Jahr hinfliegen können.

Montag, 6. November 2017

Herbsturlaub in Linstow

Für mich ist der Herbst die schönste Jahreszeit. Man muss weder schwitzen noch frieren und vor allem liebe ich die bunten Blätter. Nun hatten wir auch noch einen schönen Herbsturlaub im Van der Valk Ferienpark Linstow. Da wollte ich schon immer mal hin, aber irgendwie sind uns bislang immer andere Urlaubsorte dazwischen gekommen. 

Kurzum, für einen Familienurlaub ist der Ferienpark auf jeden Fall eine Reise wert. Mit Schwimmbad, Indoor- und Outdoor-Spielplatz, Kinderdisco und Aktivitäten im Miniclub gibt es jeden Tag genug zu erleben, so dass kaum Zeit oder Notwendigkeit für weitere Ausflüge besteht. Unser Ferienhaus war okay, aber schon ziemlich in die Jahre gekommen und könnte mal eine Runderneuerung gebrauchen. Matratzen, die bei jeder Bewegung auseinander rutschen, schlechtes Licht und z.B. nur ein einzelner wackeliger Handtuchhaken im Bad ließen nicht so richtig Gemütlichkeit aufkommen. Das tat der Sache aber keinen Abbruch, denn wir hatten eine sehr schöne Zeit.

Das Wetter war novembermäßig durchwachsen:





Dafür konnten Zwee und R. prima den Drachen steigen lassen. Übrigens scheint es nicht möglich zu sein, dabei einfach herumzustehen. Zwee besteht darauf, dass sie mit dem Drachen rennen muss... auch wenn sie kurz vorher aufgrund eines kleinen Sturzes so furchtbare Knieschmerzen hatte, dass sie keineswegs auch nur einen Schritt tun konnte...


Für BM waren es ganz schön anstrengende Ferien, denn sie besuchte einen Schwimmkurs. Dazu musste sie 5 Tage lang früh aufstehen und schon am frühen Morgen ihre kleinen Muckis ziemlich verausgaben. Zu unserer großen Freude war sie eine von nur zwei Teilnehmern. Tatsächlich kam das andere Mädchen zufällig aus unserem Stadtteil und die beiden schlossen gleich Freundschaft.



Bei diesem 1:2 Training machte BM ganz schnell Fortschritte. Ihre Schwimmtechnik lässt noch ganz schön zu wünschen übrig, stattdessen schafft sie die 25 Meter eher mit Kraft. Das Heraufholen eines Tauchringes klappte ohne Probleme. Die größten Schwierigkeiten machte ihr jedoch der Sprung ins tiefe Wasser. Aber sie schaffte es und wurde am Ende mit dem Seepferdchen belohnt: 


Ich bin richtig stolz und sehr froh, dass sie das nun erreicht hat. Am besten aber war, dass sie nach Ende des Kurses ganz plötzlich das Springen und Tauchen für sich entdeckte. Daraufhin war sie dann stundenlang mit der Taucherbrille im Gesicht damit beschäftigt immer wieder ins Wasser zu springen und nach Dingen zu tauchen. So richtig schwimmen wollten sie dann irgendwie nicht mehr - mit der schweren Taucherbrille geht das auch schlecht. Aber trotzdem wirkt sie nun schon viel sicherer im Wasser und entwickelt offenbar ein gutes Gefühl dafür. Nun wollen wir versuchen, gelegentlich mal schwimmen zu gehen, damit sie es bis zum nächsten Sommer nicht verlernt. 

Unsere Zwee hatte im Schwimmbad übrigens auch einen Riesenspaß. Das Kinderbecken mit zwei Rutschen ist auch für Dreijährige schon super geeignet. Pausenlos eilte Zwee die Treppen hinauf, rutschte wie ein Sausewind durch die Röhrenrutsche, rappelte sich auf und eilte wieder von dannen. 

Leider wurde Zwee jedoch im Urlaub sehr krank und hatte hohes Fieber, so dass sie ein paar Tage ziemlich in den Seilen hing. 

Zum Glück hatte BM ja eine Freundin gefunden und konnte mit ihr dann auch die Halloween-Runde drehen. Dafür, dass es sich um eine Ferienanlage für Familien handelt waren erstaunlich wenige Familien darauf vorbereitet, aber die Ausbeute konnte sich trotzdem sehen lassen. Zumal einige offensichtlich ihr letztes bisschen Süßkram hergegeben hatten. 


Leider verpasste BM durch den Urlaub den Geburtstag ihrer Zwillingsfreunde. Weil sie aber ein großes Mädchen ist, hat sie ihnen ganz allein einen Geburtstagsbrief geschrieben. 


Eine absolute Empfehlung: Der Vogelpark Marlow! Die Tiere haben tolle Gehege, die man zum Großteil auch betreten kann. Wir alle sind ja Tieren gegenüber eher vorsichtig. Also sehr vorsichtig. Trotzdem trauten drei von uns sich an die Wellensittiche heran. Zwee hielt aber Abstand und klammerte sich abwechselnd an R. und mich während die Piepmätze um uns herumflatterten. 



Bei den Häschen war sie schon viel mutiger.


Diese Pelikane waren noch Jungtiere, aber schon ziemlich groß. Mit klappernden Schnäbeln spielten sie mit der Tierpflegerin. 


Doch was ist für Kinder das Wichtigste in einem Zoo? Die Spielplätze. Und was für Spielplätze es dort gibt! Sie sind alle richtig toll und gut durchdacht, aber dieser war sicher der coolste Spielplatz, den ich je gesehen (und mit den Kindern beklettert) habe. Es gab so viele versteckte Wege, Nischen und Herausforderungen, die wir fast allein erkunden konnten, weil kaum Besucher im Park waren. 


Am Ende der Woche kamen uns noch A aus B und Little A für zwei Tage besuchen. Mit einigen Mühen konnte ich die Männer überreden, ein großes Tretauto zu mieten und uns Mädels eine halbe Stunde herumzukutschieren. Nach anfänglicher Unlust hatten aber alle bei Off-Road-Abkürzungen und Abfahrten ihren Spaß. 

Die Kinder gingen eine Runde reiten, BM auf einem großen Pferd, Zwee und A auf Ponys. BM saß ja sowieso sehr cool auf ihrem Pferd, aber wann immer Zwees Pony stehen blieb und nicht auf mein Bitten hörte, drückte sie lässig mit ihren Füßen den Bauch des Ponys und es lief tatsächlich einfach weiter. 

 

Schwimmbad, Spielplatz, Action und die Kinder waren platt. BM wollte am letzten Abend nicht mal mehr bei der Minidisco tanzen. Das hätte uns zu denken geben sollen, tat es aber nicht. Darum waren wir überrascht als BM Nachts Fieber bekam - normalerweise neigt sie noch weniger als Zwee zu Fieber. 

Am Abreisetag hatte Opa V. Geburtstag, es war ein gemeinsamer Geburtstagsausflug in den Wildpark Schorfheide geplant. Im Auto hatte BM Schüttelfrost, aber mit etwas Medizin und Schlaf fing sie sich soweit, dass wir die geplante Kremserfahrt durch den Wildpark mitmachen konnten. Dann baute BM aber schnell wieder ab und fieberte wieder hoch. 

Darum konnte sie auch nach den Ferien zwei Tage nicht zur Schule gehen. R. und ich hatten auf Arbeit wichtige Termine, und das Gefühl, es weder meiner Familie noch der Arbeit gerecht zu werden, nagte schon wieder sehr an mir. Zu unserem großen Glück sprang aber mein Vati sofort bereitwillig ein, nahm einen Gleittag und kümmerte sich am Montag um das kranke Hühnchen. 

Trotz dieses fiesen Abschlusses für BM waren es aber sehr schöne Herbstferien.