Freitag, 3. Juni 2016

Tuja

Zwee spricht ja bekanntlich noch nicht allzu viel. Trotzdem habe ich heute auf Anhieb verstanden, was sie meinte als sie mit einer Spieluhren in der Hand zu mir kam und auffordernd "Tuja!"  sagte. Ich sollte "Happy Birthday"  singen. Das ist scheinbar Zwees aktuelles Lieblingslied -  kein Wunder nach dem Geburtstagsmarathon im Mai.

Sonntag, 29. Mai 2016

Urlaubsüberraschungen

Unser Urlaub am Fleesensee ist nun leider schon zu Ende und es gab einige Überraschungen:

Mitten im Urlaub feierte ich meinen Geburtstag. Das war an sich natürlich nicht überraschend, aber...

1) R. schenkte mir eine superdupertolle DSLR. Mal abgesehen davon, dass wir uns üblicherweise nicht SO große Geschenke machen, hatte er meine diesbezüglichen Vorstöße monatelang als nutzlos abgetan. Und nun habe ich eine und freue mich riesig darüber.

2) Als wir in den Speisesaal kamen war unser üblicher Tisch besetzt. Ich schaute um die Ecke, um nach einem anderen Tisch zu suchen - und da saßen am geburtstaglich geschmückten Tisch meine Eltern, die extra einen Urlaubstag genommen hatten, um mit mir zu feiern. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut und wir hatten einen sehr schönen Tag zusammen.

Weiterhin überraschte uns in diesem rundum geglücktem Urlaub:

3) In den letzten Urlauben hatte BM sich stets vor Wasserrutschen gesträubt. Nachdem R. ihr etwas unbedacht gezeigt hatte, wie schnell man die hiesige Wasserrutsche hinunter sausen konnte, sah es wieder so aus, als ob es mit dem Rutschen nichts wird. Dann zeigte ich ihr, wie langsam man da eigentlich "normal" runterrutscht. Im Sitzen und etwas mit den Händen bremsend rutschte ich gemächlich hinunter und landete vor BMs Augen im flachen Wasser ohne einen Spritzer Wasser im Gesicht. Danach traute sie sich dann, mit mir zusammen zu rutschen. Ganz langsam. Und sie fand es gleich so toll, dass sie sofort alleine nochmal rutschen wollte... Fortan war sie nicht mehr von der Rutsche wegzubekommen und schoß ohne Unterlass in allerlei Positionen hinab.

4) Als Zwee das sah, wollte sie auch gleich rutschen, obwohl sie ja eigentlich eher nicht so mutig ist. Ein oder zwei Böcke gab es, weil sie natürlich noch nicht alleine rutschen darf. Aber größtenteils hatte Zwee einfach riesigen Spaß beim Rutschen mit R. und mir und wollte immer noch "aaain mallll"! Und R. und ich hatten ein ordentliches Workout beim stetigen Treppenerklimmen mit Zwee auf der Hüfte. Die Kinder ließen uns kaum mal eine Minute Pause.

5) Eines Tages machte R. eine Fahrradtour um den See. Als ich mich nach dem Mittagsschlaf mit den Kindern auf den Weg zum Spielplatz machte, rief plötzlich jemand von hinten meinen Namen: Es war meine Zimmernachbarin B. aus dem Krankenhaus am anderen Ende der Stadt, mit der ich eine Woche gemeinsam am CTG hing. Sie war gerade mit ihrer Familie in das Ferienhaus gegenüber eingezogen. Wegen der Entfernung schaffen wir es nur ein oder zwei Mal im Jahr, uns gegenseitig zu besuchen, aber wir schnatterten gleich in altgewohnter Manier los. Die kleinen ehemaligen CTG-Kumpels ignorierten sich mehrheitlich, aber BM und E. spielten sofort zusammen drauf los und wir Erwachsenen hatten erstmals die Gelegenheit, einen Abend lang ohne Kinder zu quatschen.

Nun sind wir seit Freitag wieder zu Hause, und heute feierten wir mit unseren Familien bei strahlendem Sonnenschein unsere Geburstage nach und vor. Ab morgen hat uns der Alltag wieder. Da ich mir pünktlich zur Wiederaufnahme der Arbeit eine dicke Erkältung eingefangen habe, gehe ich nun gleich ins Bett.


Dienstag, 24. Mai 2016

Mama, malll!

So ein Urlaubstag ist nur dann erfolgreich, wenn Zwee mindestens eine Stunde in der Schaukel gesessen hat.

Samstag, 21. Mai 2016

Mai-Urlaub

Gestern begann unser letzter Urlaub außerhalb der Schulferien für die nächsten plusminus 15 Jahre. Wir haben ein schönes Appartement in einem familienfreundlichem Hotel in der Mecklenburger Seenplatte und bislang bestes Urlaubswetter.

Gestern Abend und heute früh schlugen wir uns am Buffet die Bäuche voll. Die Kinder machten ziemlich entspannt mit. Während R. und ich fast in Ruhe essen konnten ging BM schon mal ins Spielzimmer und Zwee hatte genug mit "Nanane" naschen und Leute-angucken zu tun.
Den ersten vollen Urlaubstag nutzen wir heute gut gelaunt voll aus. Am Vormittag machten wir eine kleine Radtour zum See, buddelten und spielten dort ein bisschen und radelten wieder zurück. Während der Mittagsruhe ging ich joggen und fühlte mich auch gleich sehr fleißig... Bis ich eben eine halbe Packung Kekse vernaschte...

Den Nachmittag verbrachten wir nach einer kurzen Stipvisite im Streichelzoo auf dem Spielplatz. Zwee saß glücklich eine Stunde in der Babyschaukel und forderte lauthals immer wieder "Mallll!" während BM waghalsigen wie ein Äffchen auf der Hängemattenschaukel schaukelte und an an einer Stange Schweinebaumel und Rollen übte (erfolgreich).

Dann manschten beide Kinder noch eine Stunde an der Wasserstrecke. BM baute dabei allerhand kreatives und quasselte gleich wieder mit fremden Kindern. Zwee panschte ruhig und konzentriert konzentriert mit ein paar Buddelförmchen im Wasser herum. Heute trug sie übrigens eine süße Dreivierteljeans und Minnie-Maus-T-Shirt, in denen sie mich sehr an BM erinnerte.

Beim Abendessen machten die Mädels dann noch allerhand Quatsch miteinander. Zwee sagte gackernd mehrmals BMs Namen, und ich hoffe, dass sie es diesmal nicht wieder verlernt.
Nun hoffe ich auf eine etwas bessere Nacht als die letzte. Nein, die Kinder waren nicht an meiner Schlaflosigkeit schuld, sondern die Betten hier sind hart wie Bretter.

Freitag, 13. Mai 2016

Doppeltes Einschlafdings

Gerade brüllen beide Kinder, weil sie nicht schlafen wollen.

Zwees Mobile musste ich abbauen, weil sie es beinahe abgerissen hätte. Ich ging aus dem Zimmer, weil sie eh durchs Bett turnte. Das fand sie erst überraschend okay, dann aber doch total doof.

BM ist sauer, weil sie nicht noch länger Wendy gucken durfte, verzögerte mit immer neuen Taktiken das Hochgehen und das gemeinsame Aus-dem-Fenster-sehen. Jetzt brüllt sie, weil mir der Faden riss, ich das Fenster unverrichteter Dinge schloss und auch ihr Zimmer verließ.

Ich wünsche mir gerade echt einfach nur meinen Feierabend. Selbst die Steuererklärung fände ich jetzt okay.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Zwees 2. Geburtstag (Baai!)

Unser kleinstes Mädchen ist jetzt zwei Jahre alt!

Erwartungsgemäß war Zwee an ihrem Geburtstag als erstes wach. R. hegte noch kurz die Hoffnung, dass sie um 6:15 Uhr noch mal einschlafen würde, aber Zwee wollte nicht mehr in ihrem Bett bleiben... und ich hatte Sehnsucht auch nach meinem Geburtstagskind. Also nahmen wir sie mit nach oben ins große Bett und kuschelten, erzählten und spielten uns langsam wach.

Wir machten uns dann schon mal langsam fertig während BM schlief und schlief. Zu guter Letzt musste R. sie wecken, damit wir langsam mal runter gehen konnten, denn das Geburtstagskind hatte Hunger. Zum Glück sind Naschereien auf so einem Geburtstagstisch ja Pflicht, so dass BM nur schnell beim Kerzenausblasen half und dann erstmal ein paar Gummitiere und Puffreiskörner gemampft werden konnten.

Zwee wäre damit auch schon zufrieden gewesen, aber BM war viel zu aufgeregt, um länger mit den Geschenke auspacken zu warten und überzeugte Zwee, dass es nun an der Zeit dazu sei. Ehrlich gesagt waren die beiden Bücher, der Fädelapfel und das Fotomemory in dem Moment nicht so spannend. Aber als dann das Dreirad ins Wohnzimmer gerollt wurde, hüppelte Zwee gleich ganz aufgeregt und ließ sich quietschend (huiii) umher schieben.

Leider war es am Vormittag noch ein bisschen trüb und regnerisch, so dass R. die Zeit nutzte und einen riesigen Frosch killte, indem er allerhand Bilder im Treppenhaus aufhing. Viereinhalb Jahre nach dem Einzug haben wir es nun also endlich geschafft, Fotos aufzuhängen wie wir es von Anfang an geplant hatten. Zwee fand die Bohrerei leider nicht so toll, ließ sich aber mit ein paar Folgen Tutitu ganz gut ablenken. Dann gingen beide Kinder ausgiebig in die Badewanne planschen. Vor allem Zwee hatte es nötig, da sie sich allerhand Marmelade in die Haare geschmiert hatte. Und so kann man schließlich nicht Geburtstag feiern.

In der Mittagsruhe trafen R. und ich dann noch die letzten Vorbereitungen und wurden tatsächlich ganz entspannt mit allem fertig bis Zwee aufwachte. Sie war erst noch ganz kuschelig und klein als ich sie aus ihrem Bettchen hob, diskutierte mit mir dann aber gleich über Kleiderwahl für die Party.

Als dann die Familie eintraf stöpselte Zwee erstmal wieder die Nabelschnur an, aber nach etwas Papageienkuchen taute sie auf und spielte schön. Zwischendurch packten wir immer mal wieder Geschenke aus, wobei sie vor allem ihr Frühstücksset für die Spielküche und die neue Biepi (Püppi) toll fand. Am meisten Spaß hatte unsere kleine Outdoor-Zwee dann aber als die Sonne doch noch ein bisschen raus kam und die Kinder im Garten spielen konnten.

Leider wollte Zwee dieses Jahr ihre schöne Krone gar nicht aufsetzen. Wahrscheinlich schon aus Prinzip, weil wir alle auf sie eingeredet haben, dass sie sie doch mal aufsetzen solle.


Am Abend war Zwee ordentlich kaputt gespielt, wollte aber gar nicht ins Bett sondern erst noch ihren neuen Sitzsack (der den ollen Stillstuhl ersetzen soll) als Rutsche benutzen. Als sie dann endlich im Schlafanzug steckte mussten wir noch ganz schön lange singen, erzählen wer schon alles schläft und uns leider auch ein bisschen zanken bis das total kaputte Geburtstagskind einschlafen konnte.

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Und wie ist Zwee mit zwei so?

Ich vermute, dass sich seit der letzten Messung nicht viel getan hat und Zwee somit etwa 81 cm groß ist und etwas über 11 kg wiegt. Ihre dunkelblonden Haare sind schon richtig lang geworden und reichen bis unter die Schulterblätter. Meistens rupft sie Haargummis und Spangen recht schnell wieder aus den Haaren und stört sich überhaupt nicht daran, wenn die Haare ins Gesicht hängen. Ich hoffe, dass sich das jetzt, wo die klebrige Sonnencremezeit losgeht, bald ändert.

Zwee rennt, hopst (mit einem Bein auf der Erde) und klettert täglich mehr. Sie liebt Treppen und Klettergerüste, Rutschen und Schaukeln. Sie ist zwar ruhiger und wirkt vorsichtiger als ihre große Schwester, aber das täuscht manchmal darüber hinweg, dass sie eigentlich schon sehr sicher klettert. Helfende Hände schiebt sie dann empört weg (Neina! - Alleine!). Braucht sie dann doch mal Hilfe, macht sie lautstark auf sich aufmerksam. Eigentlich könnte man Zwee also einfach machen lassen, sie meldet sich schon, wenn was ist. Überhaupt spielt Zwee oft sehr zufrieden vor sich hin, trägt und sortiert Dinge umher. Sie spielt immer mehr mit (jetzt) ihrer Spielküche und ihrer Püppi, die immer friert und stinkert. Meistens trägt sie dabei ihren Teddy oder ein anderes Kuscheltier mit sich herum. Ich glaube, wir haben hier eine kleine Leseratte in the making. Zwee liebt Bücher! Sie schleppt sie unermüdlich an, klettert auf unseren Schoß und lässt sich eins nach dem anderen "vorlesen".

Am liebsten hat sie es, wenn wir Eltern ganz in ihrer Nähe sind, aber im und um unser Haus, aber auch bei den Omas und Opas und in der Kita - eben dort, wo sie sich gut auskennt - tappelt sie zielgerichtet umher und stört sich überhaupt nicht daran, wenn ihr mal gerade niemand in den kleinen Nacken atmet. Andere Kinder beobachtet sie meist aus einigem Abstand. Bei fremden Erwachsenen oder auch größeren Ansammlungen ihrer Familie zieht sich sich gern erstmal auf Mamas oder Papas Arm zurück bevor sie langsam auftaut.

Zwee ist zwar ein eher zurückhaltendes Kind, kann aber auch schönen Quatsch und Krach machen. Wenn sie lacht, zieht sie ihre kleine Nase kraus und wirft den Kopf in die Nacken. Sie spricht zwar noch nicht sehr viel Verständliches, aber es kommen jetzt täglich ein oder zwei (fast) verständliche Worte hinzu. Ganz neu sind:

Buu (Schuh)
Buuf (Fuß)
Du (zu)
auf
ab

Zwees will gern mitreden, wenn es um ihre Anziehsachen geht: Am liebsten trägt sie das grüne T-Shirt mit den Biep-biep (Vögeln) oder T-Shirts mit Biep (Minnie Maus). Strumpfhosen sind doof, Socken müssen selbst ausgesucht werden, sonst sind sie auch doof. Ganzkörperschlafanzüge sind für Babys, Zwee will nur noch die Schlafanzughose mit den Fröschen und einen Body anziehen.

Zwee isst gern und lässt sich dabei gern ausgiebig Zeit. Am liebsten mag sie Bananen und Nudeln, aber auch jegliches Obst, Stulle mit Marmelade oder Frischkäse, Kuchen und Eis. An manchen Tagen klappt es nun mit der Toilette schon ganz gut, einige Male hat sie auch schon rechtzeitig Bescheid gesagt. Wenn sie tatsächlich hinein pullert, hebt sie die Zeigefinger (horch!) und klatscht sich dann selbst Beifall.

Zwee ist ein richtiges Frischluftkind. Man muss aufpassen, was man sagt: Wenn man sich am Frühstückstisch übers Einkaufen oder Rausgehen unterhält, holt Zwee gleich nach dem Händewaschen ihre Schuhe - auch wenn sie noch im Schlafanzug ist - und wird dann sehr ungehalten, wenn es nicht gleich rausgeht oder sie nicht mitgehen darf. Draußen quietscht sie vor Freude, rennt los oder klopft gleich an die Schuppentür, und lässt sich Bobbycar, Puky und Puppenbuggy reichen. Zwee weiß schon gut Bescheid, wo alles ist, will am liebsten immer zum Spielplatz. Zum Glück ist sie nun aber schon ein bisschen einsichtiger geworden und versucht nicht mehr, bei jeder Gelegenheit auf die Straße zu flitzen.

Zwee hat nun schon manchmal sehr mit der Ungerechtigkeit der Welt zu kämpfen. Ist ja auch doof, dass man keine Haargummis essen, auf Tische klettern, Messer anfassen, ins Auto steigen soll, aus dem Auto steigen soll oder - am allerschlimmsten - von draußen ins Haus gehen soll. Noch sind es nur Böckchen, aber ich vermute, wir werden mit Zwee noch einige ausgewachsene Böcke erleben. Sie testet ihre und unsere Grenzen und schaut sich dabei auch gern mal im Spiegel an, wie die Krokodilstränen die Wangen herunterlaufen.

Meistens ist Zwee aber gut gelaunt und freut sich, bei allem mitzumachen und dabei zu sein. Sie versteht alles, was wir sagen, und ist gern bereit, erstmal Zähne putzen und anziehen zu gehen bevor ein Buch angeguckt wird. Auf die meisten unserer Vorschläge reagiert sie mit einem jubelnden "Ja, ja, jaaa!" und will dann "iiii" ("ich", auf ihre Brust tippend) auf jeden Fall dabei sein. Zwee drückt uns gern ganz fest an sich, gibt Küsschen und mach "ei".

Ich genieße es sehr, noch Zwees absoluter Lieblingsmensch zu sein, beobachte aber auch jeden Tag mit Stolz und Staunen wie Zwee ihre Welt entdeckt und immer mehr zu einem "richtigen Menschen" wird. Mein Baby wird groß, und das macht sie echt prima!

Montag, 2. Mai 2016

Gut gelaunt in den Mai

Inmitten all des Stresses, den R. und ich gerade bei der Arbeit haben, mit seit zwei Wochen schon wieder durchschnittlich zwei erkälteten Familienmitgliedern hatten wir gerade ein richtig tolles Wochenende. Das Wetter wurde endlich wieder frühlingshafter, und wir alle waren gut drauf.
Am Samstag Vormittag teilten wir uns schon suf: R.  machte mit der glücklichen Zwee und die Püppi im Anhänger eine schöne Radtour. Derweil übten BM und die Zwillinge den Schulweg, weil in der Schule ein Flohmarkt stattfand. Ganz stolz und wichtig ging BM den Weg und schaute schon ganz gut nach den Autos während während die Zwillingseltern und ich hinterher schlenderten.

Auf dem Flohmarkt machten wie reichlich Ausbeute bevor die Mädels noch eine Runde auf dem Schulhof spielen konnten. Nicht zum letzten Mal an diesem Wochenende staunte ich darüber wie groß BM nun schon wirkt. Auch auf dem Rückweg war die gut bei der Sache. Sicher werden wir sie noch eine ganze Zeit zur Schule bringen, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. In der Mittagspause spielten BM und ich das erbeutete "Wer ist es"-Spiel. So langsam machen BMs Spiele auch mir richtig Spaß!

Am Nachmittag musste R. arbeiten und ich fuhr mit den Kindern ins Dorf. Nach einem kleinen Ausflug mit Opa zum Fliederbusch spielten beide ganz lieb unterschiedliche Dinge nebeneinander her während ich in der Sonne sitzen und schwatzen konnte. Wir übten mal wieder Oma und Opa sagen mit Zwee mit dem Ergebnis, dass sie O-M-A nun buchstabieren kann, aber Oma (und Opa und BM) sagt sie weiterhin nicht. Wenn man sie dazu auffordert, schaut sie ganz verschmitzt und sagt "Mama".

Am nächsten Tag durfte ich bis viertel 10 ausschlafen. Das bräuchte ich auch nachdem ich nachts ein paar Stunden hustend wach gewesen war. Viel erstaunlicher war aber, dass BM genauso lange schlief. Wir beide hatten nicht mal bemerkt, dass R.  und Zwee schon beim Bäcker waren.
Wenn man so lange schläft, ist der Vormittag kurz. Darum gingen wir nur vor die Tür und unterhielten uns mit ein paar Nachbarn während BM mit dem Fahrrad kreiste und Zwee mit Bobbycar, Puky und Bebie im Puppenbuggy spielte. Dabei beäugte sie sich mit der kleinen H. von nebenan und (sorry, liebe Omas und Opas) sagte auch direkt verständlich ihren Namen. Kleiner Frechdachs!

BM durfte dann alleine in den Park fahren uns von dort aus zu winken und wieder zurück. Zu guter Letzt durfte sie sogar einmal im Kreis um unsere Häuser fahren, nur an der Straße ging ich ihr entgegen, um sicherzugehen, ob sie auch anhielt und mach Autos schaute. Tat sie.

Am Nachmittag waren wir mit einer weiteren Familie bei der Zwillingsfamilie zum Grillen eingeladen. Dort wuselten dann 6 Mädels durch den sonnigen Garten. Die Papas spielten mit den großen Mädels Fangen und Fußball, und zwischendrin rannte gelegentlich Zwee mit einem Ball kichernd umher. Die meiste Zeit -  also wirklich stundenlang -  saß sie aber auf der Schaukel. "Mama, mallll" (mit lustig herausgestreckter Zunge) rief sie immer wieder, weil sie unbedingt immer wieder angeschubst werden wollte. Zwee strahlte, jauchzte und lachte und sah mit ihren fliegenden Haaren im Sonnenschein unendlich glücklich aus.

Nach diesem schönen Wochenende hielt die gute Laune auch heute noch an, so dass wir drei Großen nach dem Abendessen fast komplett einträchtig und in Ruhe Mensch-ärgere-dich-nicht spielen konnte während Zwee fröhlich Bälle im Wohnzimmer verteilte und lachend hin und her rannte.
So gefällt mir das! Nun müssen wir nur noch einen Tag arbeiten. Dann hat unsere Zwee Geburtstag -  zwei Jahre! -  und ich fange so langsam an, vor mich hin zu flashbacken.

Freitag, 29. April 2016

Ja

Zwee soll schlafen. Auf meinem Schoß einschlafen mag sie nicht mehr so recht. Im Bett spielt sie aber anstatt zu schlafen. Ja, das erinnert mich sehr an ein gewisses anderes Mädchen. Jedes Mal, wenn ich sage, dass sich hinlegen soll, antwortet Zwee zuckersüß "Ja.", legt sich aber nicht hin.

Und da fällt mir ein, dass sie noch bis vor ein paar Tagen immer mit wichtigem Gesicht "mmh"  statt "ja"  sagte. Sie wird uns sicher noch lange mit lustigen Wortschöpfungen erfreuen, aber ein bisschen traurig bin ich schon, dass sie das jetzt richtig sagt.

Nächste Woche wird mein Baby schon zwei Jahre alt. Wenn man sie fragt, ob sie eine Geburtstagsparty feiern will, freut sie sich und zeigt mit Daumen und Zeigefinger beider Händchen, das sie dann zwei Jahre alt sein wird.

Da wird es Zeit, dass ich mal wieder aufschreibe, es Zwee so sagt:

Da au -  Da auch

Die/Di-a -  Die/Der/Das

A-tie -  anziehen

Biep -  Piep, Vögel, Maus

Neina -  alleine

Meina -  meins

Ei/Eier -  Ei/Eier

Eis - Eis

Aja -  alle

Auwa - hallo

Djie -  Tschüss

Bebie  -  Baby, Püppi

Datta -  Wasser

Dietaa-Dietaa -  Tatü Tata

Malln -  Malen

Manchmal schaut Zwee mir tief in die Augen, umfässt mit ihren kleinen warmen Händchen mein Gesicht und sagt immer wieder "Mie Mama". Ich weiß nicht, ob "mie" wirklich "lieb" heißt, aber ich bin mir trotzdem sicher, dass diese Gesten und Worte bedeuten, dass sie mich lieb hat. Und ich könnte vor lauter Liebe platzen.

Freitag, 22. April 2016

Nervig oder was?

Seit Jahren liebt BM Conni. Ebenso lange finden den R. und ich nervig. Die Bücher gehen noch, auch wenn besonders der Vater immer dümmlich rüber kommt. Schlimmer sind die Filme und Hörspiele, v.a. in jüngeren Conni-Jahren, weil die Stimme einfach nervig ist. Und die Lieder erst!

Machen wir abends bei BM ihr Conni-Hörspiel an, müssen wir schnell aus dem Zimmer flitzen, um einen bösen Conni-Lied-Ohrwurm zu vermeiden.

Gestern kuschelte ich noch ein bisschen mit BM in deren Bett. Danach wollte BM die CD selbst anmachen und sprang noch mal aus dem Bett. Zu meiner Verwunderung spulte sie die CD sofort einen Track vor.

Ich glaubte an ein Versehen, doch als ich zurück spulen wollte, protestierte BM lautstark: "Nicht, Mama! Ich will das (Titel-)Lied nicht hören, das nervt mich immer so!"

Dienstag, 12. April 2016

Mutter, Vater, Kind

BM und Zwee spielen immer öfter miteinander, wobei ich zugeben muss, dass Zwee meist noch nicht so richtig versteht, was BM von ihr erwartet. Überhaupt ist sich Zwee meistens selbst genug und sucht nicht unbedingt die Nähe ihrer Schwester, während BM wirklich oft versucht, mit Zwee zu spielen. Dabei ist sie oft ziemlich übermütig, drückt und zerrt an Zwee, worauf diese dann lautstark protestiert.

Erst neulich erzählte mir eine Erzieherin, dass BM auch in der Kita oft versucht mit Zwee zu spielen, diese ihre große Schwester aber meistens ignoriert und weiter vor sich hin spielt.

Gestern Abend jedoch berichtete BM mir beim Tag-erzählen, dass Vormittags alle Mädels aus ihrer Gruppe im Haus spielen wollten und sie als einzige mit den Jungs raus gegangen sei. Im Garten habe sie Zwee getroffen und gemeinsam mit ihr an der Treppe gespielt (Zwee liebt es auf und ab zu klettern) und dann Kuchen gebacken a.k.a. gebuddelt (tatsächlich treffe ich Zwee im Kitagarten meistens im Buddelkasten an). Dann sei BL aus ihrer Gruppe hinzu gekommen und wollte mitspielen. Die beiden Großen haben dann scheinbar Mutter und Vater gespielt. Zwee war das Kind. Und irgendwie scheint das ganz gut funktioniert zu haben, obwohl ich bezweifle, dass Zwee verstand, welche Rolle sie spielen sollte, und wahrscheinlich einfach nur gebuddelt hat.

Jedenfalls habe ich mich sehr über diesen Bericht gefreut. Abends haben unsere Mädels dann auch noch mal zu echter Höchstform aufgedreht und am Abendbrotstisch lautstark kreischend Quatsch gemacht. Dabei sahen sie sich die ganze Zeit grinsend in die Augen. Trotz der unglaublichen Lautstärke hätte ich sie vor Liebe fressen können.

Heute Abend waren beide nach einem schönen Oma-Opa-Nachmittag mit meinen Eltern eigentlich schon total ausgepowert und trotzdem richtig gut gelaunt. Das ist ja leider nicht immer so, wenn ich so wie heute erst nach dem Abendessen nach Hause komme. Oft brechen beide Kinder dann unter heftigen Genöle in sich zusammen. Heute rannte Zwee (ja, sie kann mittlerweile richtig rennen) immer wieder ("wuiiii") von der Terrassentür in die Küche und zog dabei ein Springseil hinter sich her. Zwischendurch versuchte sie darüber zu hopsen, aber die Beinchen wollen noch nicht gleichzeitig in die Höhe. Oma oder Opa sagt Zwee immer noch nicht, dafür amüsierte sie uns heute indem sie meinen Vati (vermeintlich) "der da" nannte. Tatsächlich bin ich sicher, dass sie Oma und Opa sagen könnte. Fordert man sie dazu auf, sagt sie aber mit einem schelmischen Grinsen entschieden "Nein!". Kleiner Frechdachs!

Sonntag, 10. April 2016

Ei? Ei? Eier!

Eine vollgepackte Urlaubswoche und eine anstrengende Arbeitswoche lang habe ich heute schon wieder nicht gebloggt. Und dass, obwohl wir wirklich schöne Osterfeiertage mit unseren Familien hatten.

Die Wochen um Ostern herum waren für Zwee besonders toll, denn überall hingen Ostereier an Sträuchern, die sie mit großem Eifer ausspähte (Ei? Ei?) und begeistert zeigte (Eier!).

Karfreitag verbrachten wir im Wald, wo BM aufgeregt suchte und fand, Zwee jedoch nach all der Freude über Eier Geschenktüten nicht halb so spannend fand. Das Wetter war recht durchwachsen, aber trotzdem gab es viel frische Luft für alle. Mittags machte ich mit Zwee zusammen Mittagsschlaf -  seit Monaten mal wieder, denn ich bin kein Mittagsschläfer, weil die Arbeitswoche mich echt entschärft hatte. Es war so schön, mit dem kleinen warmen Mädchen zu kuscheln.

Ostersonntag waren wir im Dorf, wo in Windeseile allerhand Geschenke gefunden wurden. Dann spielten die großen Mädchen stundenlang lieb miteinander, Zwee spielte Weggehen (Djie!) und Wiederkommen (Aja!) am Gartentor und Krümel kuschelte sich einmal durch die ganze Familie. Ist der klein und niedlich!

In der Woche nach Ostern führen wir für drei Tage nach Perleberg. Wir hatten ein sehr schönes Ferienhaus, rundherum Wiese, null Autoverkehr, eine Minigolfbahn, die BM wild den Schläger schwingend ausprobierte und Zwee als Klettergerüst nutzte, Enten und Schafe und zwei kleine Spielplätze. Nicht viel los, aber genau das richtige für einen Kurzurlaub mit kleinen Kindern.

Wir hatten erstmals Halbpension, was ganz gut klappte, wenn man von dem großflächig um Zwees Hochstuhl verteilten Essen absah. BM war richtig groß. Ging mit großen stolzen Schritten allein auf Toilette und Hände waschen und schaute dann in der Kinderecke einen Trickfilm. Manchmal nahm sie auch Zwee mit, so dass wir fast in Ruhe essen oder den Kaffee austrinken konnten.

Die Kinder schliefen zum ersten Mal in einem Zimmer. Natürlich gingen sie nacheinander ins Bett (Zwee zur Zeit unter starkem Protest und mit allerhand Genöle), aber nachts störten sie sich überhaupt nicht. Eine Nacht mussten wir Eltern uns dann doch wieder auf die Kinder aufteilen, weil BM erkältet war,  im Schlaf wegen Kopfschmerzen jammerte und nicht zur Ruhe kam. In der letzten Nacht schliefen wir aber alle DURCH. Halb acht kam BM rüber und weckte uns mit den Worten, dass die Kinder schon lange wach seien. Na ja, lange bestimmt nicht, aber immerhin ganz ohne Gemecker. Wir waren jedenfalls rundum zufrieden.

Der Tierpark in Perleberg ist definitiv einen Besuch wert. Er ist recht überschaubar und somit gut von kleinen Beinen zu erlaufen. Alles einheimische Tiere, die zum Teil auch gefüttert werden dürfen. Mit den Rehen hatten wir sehr viel Spaß, wobei wir ja alle eher ängstlichit Tieren sind und das Futter somit nicht aus der Hand fressen ließen. Ich fühlte mich sehr zurück versetzt in einen Wildpark im Frankenland, wo wir mit BM waren, als sie ziemlich genau so alt war wie Zwee jetzt.

Ach ja, und die Bären (Teddy!) waren richtig toll und konnten viel näher beobachtet werden als im Berliner Tierpark.

Wie der zu Hause angekommen war ich am Samstag fast fünf Stunden lang brunchen und quasseln mit den Ex-Arbeitgeber-Survivers anlässlich eines 40. Geburtstag. Am Sonntag lösten mein Bruder und ich einen Gutschein vom Osterhasen ein und ließen die Ferienit den großen Mädels im Kino ausklingen. BM konnte der Hanung zwar noch nicht so richtig folgen, aber PL und ich sorgten dafür, dass sie sich nicht allzu sehr gruselte.

Alles in allem war es ein richtig schöner Osterurlaub mit ganz viel Zeit zu viert.

Freitag, 8. April 2016

Zwees U7

Mit 1 Jahr, 11 Monaten und einer knappen Woche hatte Zwee ihre U7-Untersuchung. Leider hatte sie überhaupt keine Lust, bei den Spielchen mitzumachen, sondern klammerte sich die ganze Zeit ganz schüchtern an mich. Tatsächlich schmiegte sie sich so eng an mich, dass man meinen könnte, sie wolle wieder in meinen Bauch kriechen. Nun ja, Zwee ist eben recht zurückhalten Fremden gegenüber und ließ sich leider weder von der netten Sprechstundenhilfe noch von Frau Doktor aus der Reserve locken.

Sie wollte keinen Buntstift in die Hand nehmen, obwohl sie zu Hause fast jeden Tag voller Eifer malt (hauptsächlich Punkte, aber auch schon etwas großflächigeres Gekritzel). Auch die Bausteine wollte sie keinesfalls anfassen und baute somit keinen Turm. Es ist schon interessant, dass wir damals BM bei der U7 gar nicht zugetraut hatten, dass sie überhaupt Türme bauen kann, und total überrascht waren, dass sie das dann einfach so tat. Dahingegen kann Zwee das eigentlich schon recht gut - sie sortiert und stapelt sehr gerne - wollte das aber ganz und gar nicht demonstrieren.

Auch das Wiegen und Vermessen gestaltete sich schwierig. Zwee wollte nicht auf der Waage stehen, so dass wir sie schlussendlich auf die Babywaage setzten. Mit Body und Windel wog sie 11,18 kg. Die Länge konnte die Sprechstundenhilfe dann auch nur sehr flüchtig messen, dass BM partout nicht stehen bleiben wollte. Sie hat dann 79 cm aufgeschrieben. Ich glaube aber, dass Zwee ein paar Zentimeter größer ist. Wir müssen das demnächst mal in Ruhe zu Hause nachmessen. Just for the record.

Bei Frau Doktor angekommen wollte Zwee nicht einmal das Buch mit den Tieren angucken. Sie schaute halbherzig hin während sie gleichzeitig versuchte, auf meinem Schoss in mich hineinzukriechen und zeigte auf die Kuh als Frau Doktor nach dem Teddy fragte. Zwee liebt Teddys über alles! Tatsächlich fing sie erst an zu plappern und das Buch anzuschauen als Frau Doktor von ihr abließ und sich mit mir unterhielt. Ach, ich kann mein kleines Mädchen so gut verstehen. Ich war als Kind auch sehr schüchtern und oft auf den Mund gefallen, wenn es eigentlich gar nicht nötig war.

Zum Glück war Frau Doktor gelassen und ließ sich statt der Live-Demonstration einfach von mir erzählen, was Zwee schon kann und war damit auch absolut zufrieden. Zwee spricht ja noch nicht viele verständliche Wörter, allerdings kommen seit zwei Wochen täglich neue Wörter oder Fastwörter hinzu. Sie hat ein gutes Sprachverständnis (zwei Anweisungen hintereinander etc.) und plappert ununterbrochen auf Zweeisch, was sicherlich ganz bald verständliche Formen annehmen wird. Wir machen uns null Sorgen und Frau Doktor somit auch nicht.

Abhorchen, Hals und Ohren ansehen fand Zwee dann wie immer wieder so doof, dass sie weinen musste. Frau Doktor, die sonst immer sehr überschwänglich ist, erfasste die Lage aber und brachte das notwendige Übel ohne viel Brimborium über die Bühne. Dann musste sich Zwee noch auf die Liege legen und war plötzlich ganz entspannt und schien Frau Doktors "Bauchmassage" sogar zu genießen. Zu guter Letzt sollte sie mir noch in die Arme laufen, was sie auch zu Frau Doktors Zufriedenheit tat.

Dann gab es endlich die ersehnten Gummibärchen, die Zwee schon einige Zeit auf Frau Doktors Tisch beäugt hatte, und wir durften mit dem Prädikat "gut entwickelt" wieder gehen.

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Nachtrag: Ich habe 81 cm gemessen.

Montag, 21. März 2016

Frühlingsanfang

Das Wetter zierte sich zum Frühlingsanfangswochenende noch ein bisschen, BM war ziemlich erkältet, so dass ihr Schwimmkurs ausfallen musste und die Nächte durch ständigen Husten und gelegentlicher Schlodderk*tze unterbrochen waren. Am Samstag konnten wir es beiden Kindern irgendwie nicht recht machen. Abwechselnd oder gleichzeitig waren beide am Meckern und Mosern - BM, weil sie offenbar nicht fit war, und Zwee, weil sie fast zwei Jahre alt ist und die gemeine Welt gelegentlich ihre Pläne durchkreuzt.

Ein paar schöne und lustige Momente gab es aber doch, z.B. am Freitag Abend. R. war Fußball spielen und ich hatte BM versprochen, dass sie einen Film gucken dürfe während ich Zwee ins Bett bringe. Zwee hatte das wohl mitbekommen und schaute mich auf dem Wickeltisch mit großen Augen an und sagte immer wieder "Bw-bw". Ach, ich kann das nicht aufschreiben, aber es war ganz klar so ein Auto-Geräusch (aber nicht zu verwechseln mit "weo-weo"=Auto fahren), und ich wusste auch gleich, was sie meint: Tutitu. Darauf stand auch BM schon als sie noch klein war. Na gut, dachte ich, setzte Zwee zu BM auf die Couch, um noch ein bisschen aufräumen zu können. Als das kleine Raumschiffding erschien sprang Zwee auf und trampelte vor Freude. Derweil inhalierte BM und feuerte ihre kleine Schwester zwischendurch immer wieder an, so dass diese vor Spaß schier ausflippte. 

Am Samstag Morgen wurde BM beizeiten hustend wach, und wir beide nutzten die Zeit, um Ostereier zu basteln. Ich bin ja nicht so der Bastelexperte, und man darf auch nicht nach dem Chaos in BMs Zimmer urteilen, aber am Ende waren wir beide ziemlich stolz auf unser Werk.

Später kam die Sonne heraus und wir drehten eine Runde durch den Park, um Zweige für unseren Osterstrauß zu besorgen. Dabei "entdeckte" Zwee einen Trampelpfad, der den Berg hinauf führte und kletterte halb hinauf bevor ich sie zurück holte. Das gab dann erstmal einen ordentlichen Bock. Letztendlich kletterte ich mit den Mädels dann doch ganz hinauf und ging noch auf den Spielplatz, wo Zwee mich echt erstaunte, weil sie ganz mutig und auf das Klettergerüst ackerte und immer wieder über die wackelige Hängebrücke lief. Beim Herunterklettern gab es dann aber immer wieder Ärger, denn Zwee wollte sich in 2 Meter Höhe weder selbst festhalten noch festgehalten werden.

Am Nachmittag fuhr ich dann Krümel und seine Familie besuchen und bestaunte den kleinen Familienzuwachs, der eine gute Stunde in meinem Arm schlief. Es ist doch immer wieder ein Wunder wie klein und doch perfekt Babys sind. 

Am Sonntag waren die Mädels wie ausgewechselt und in bester Kasperlaune. Es war Frühlingsanfang und R.'s Mutti hatte Geburtstag und zum Brunch eingeladen. BM hatte dazu schon eine mit Opa U. gebastelte Jahreszeitenuhr, einen kreativ verpackten Schokotaler und eins unserer tollen Eier als Geschenk hergerichtet. Ich hatte eigentlich vorgehabt, dass Zwee noch ein Bild für ihre Oma malt bepunktet, aber BM kam mit verschiedenen Rollen Dekoband an, von denen Zwee dann mit Begeisterung Schnipsel auf ein Blatt klebte. Für die Geschenke war also gesorgt. Dann musste ich nur noch mit Zwee ausdiskutieren, welches Kleid sie anzieht. Echt jetzt! Meine Wahl war nicht zu ihrer Zufriedenheit, ein Wollkleid ließ ich sie temperaturbedingt wiederum nicht anziehen. Letztendlich "einigten" wir uns auf das Blumenkleid, dass BM zum 2. Geburtstag getragen hatte. 

Bei der Party waren beide Mädels (und auch der kleine Tiger) ganz lieb und spielten schön. Als am Ende alle anderen Gäste weg waren und wir ein bisschen an die frische Luft gingen, waren BM und Zwee nicht mehr zu halten und pesten mit Puppenwagen ausgerüstet schnurstracks zum Spielplatz. Nach dem Winter fällt mir immer besonders auf, was die Kinder klettermäßig so gelernt haben. BM war jedenfalls wie ein Äffchen in schwindelnder Höhe unterwegs und hat offensichtlich ein Update in Hangeln und Balancieren hinter sich. Zwee kletterte unermüdlich ("Mal! Wiu-wie!") immer wieder die Treppe zur Rutsche hinauf, blieb immer an der selben Stelle stehen, um Sand auf die Rutsche zu werfen (das muss wohl so) und rutschte dann erst ein paar mal mit BM, dann alleine und zuletzt mit Schwung von BM die Rutsche hinunter. 

Im Vergleich zu Wirbelwind BM wirkte Zwee lange Zeit viel gemächlicher. Davon ist so langsam gar nichts mehr zu spüren. Zwee rennt noch nicht ganz, kann sich aber schon sehr beeilen, und klettert mit Vorliebe Treppen hinauf oder in Kisten/Puppenbetten/Kartons hinein. Auf der Rutsche fand ich sie gestern jedenfalls ziemlich mutig. 

Beim regenbedingten Abmarsch vom Spielplatz wuchsen Zwee dann wieder kleine Hörner, auch ins Auto wollte sie erst nicht rein. Dann winkte sie Oma und Opa aber doch eifrig ("Dji!" = Tschüss) Zu Hause angekommen, schüttelte Zwee den Kopf und wollte nicht aussteigen, sondern lieber noch ein bisschen weiter "weo-weo". Dann hatten wir vier aber noch richtig Spaß. BM sang irgendetwas Selbsterdachtes und übte Ballettschritte, und Zwee drehte sich dazu im Kreis. Irgendwann fingen R. und ich an, alte Balladen und Hits aus den 90ern abzuspielen, und wir tanzten alle durchs Wohnzimmer wie in so einem schmalzigen Familienfilm. War aber trotzdem sehr lustig! 

Abends auf meinem Schoß wandte sich Zwee mir zu und sah mir wieder tief in die Augen und wünschte sich "Bw-bw". Als es das nicht gab, erzählte sie mir allerhand Sätze auf zwee-isch und verlangte dann. "Nonna" - das Lied von der Sonne. "Mal!" und nochmal "Mal!"... Und dann noch "Dittie" - das Bummi-Lied. Und dann etwas Unaufschreibbares, wobei sie an meinen Arm griff - Kam ein Mann die Treppe rauf. Ja, so langsam wird das mit dem Sprechen. Nur BM, Oma und Opa will Zwee einfach nicht sagen. Wenn man sie dazu auffordert, antwortet sie entweder mit "Mama!" oder mit "Nein!". Freches Gör! :-)

Dienstag, 15. März 2016

Schulranzen

Irgendwie bin ich schon sehr aufgeregt, weil BM ein Schulkind wird. Ich habe fast so etwas wie Nestbaufieber, google Kinderschreibtische und überlege wie wir das Zimmer verändern werden. Und natürlich las ich allerhand über Schulranzen. Am Samstag durfte ich meiner Aufregung nun offiziell mal nachgeben. Wir brachten Zwee zu R.'s Eltern und fuhren mit BM zum Schulranzenfachgeschäft Ranzenfee &Koffertroll. Der weite Weg dorthin lohnte sich, denn wir wurden inmitten eines Gewusels von baldigen ABC-Schützen und ihrer Eltern freundlich und kompetent beraten. Letztendlich entschieden wir uns für einen Ergobag Cubo, den wir auch nach meiner ausgiebigen Internetrecherche schon ins Auge gefasst hatten. Wir waren nicht die einzigen - beim anschließenden "Ranzenführerscheintest" saßen da vier von vier Kindern mit dem gleichen Modell. Hoffentlich hält er, was er verspricht.


Wie alle anderen Kinder, galt BMs hauptsächliches Interesse in erster Linie den Kletties. Nun gut, der Ranzen soll ja nicht nur praktisch sondern auch chic sein. So ist es also ein lila Modell mit Feen-Kletties geworden. Zu BMs Leidwesen durfte sie ihn dann nur noch einmal kurz angucken bevor ich ihn verschwinden ließ bis wir ihn zur Einschulung wieder hervor holen. Sie fragte dann aber noch mehrmals nach, wo ich ihn den verstecken würde und kündigte an, ihn suchen zu wollen. Da muss ich mir wohl noch ein gutes Versteck einfallen lassen, denn im Moment steht er einfach in unserem Schrank.

Im Anschluss an den erfolgreichen Ranzenkauf gingen wir noch einen Burger essen. Als wir so Hand in Hand spazierten - BM in der Mitte zwischen uns beiden - konnte ich kaum fassen wie groß unser Mädchen geworden ist. Sie wirkt jetzt schon oft wie ein richtiges Schulkind. Wenn sie uns einerseits die Welt erklärt und dann doch wieder wie ein kleines Mädchen auf meinem Schoß sitzen will, wünsche ich mir manchmal, dass ich die Zeit anhalten könnte.

Am Nachmittag waren wir dann zu viert bei L. und K., wo BM sofort von den großen Mädchen mit nach oben genommen wurde. Auch Zwee und ihr Krabbelcousin O. wurden von den Großen betreut, so dass wir Eltern schon wieder in Ruhe Kaffee trinken und quatschen konnten. Irgendwann gingen die beiden kleineren großen Mädchen mit BM und den Krabbelkindern in den Garten, wo auf Schaukel und Rutsche allerhand Quatsch veranstaltet wurde. Nach einer Stunde kam eine durchgefrorene aber glücklich gelüftete Zwee zurück zu uns. Als die Kinder anfingen, im Stehen die Rutsche herunter zu rutschen, beschloss ich nicht mehr aus dem Fenster zu sehen, um mein Herz zu schonen. BM kam erst einige Zeit nach Einbruch der Dunkelheit wieder herein und war ganz durch den Wind wegen des vielen Quatschs, den sie mit den Großen gemacht hatte. Wenn man es genau bedenkt, gehört sie jetzt schon mehr zu den Großen als zu den Kleinen.

Mittwoch, 9. März 2016

Gefühlter Doppelgeburtstag

Nun ist unsere PL schon neun Jahre alt! Wie ist die Zeit nur verflogen! Vielleicht fühlt es sich nicht mehr ganz wie gestern an, aber ich kann mich noch sehr gut erinnern wie ich sie zum ersten Mal im Wärmebettchen auf der Neo sah, vor allem aber wie mein Bruder sie ein paar Tage später im Bettchen zu Besuch in K.'s Kämmerchen unterm Dach Zimmer schob, wie wir beide dann da auf dem Bett saßen und dieses winzige kleine Mädchen anstaunten. 

Nun ist sie also neun und längst kein kleines Mädchen mehr. Zurzeit kommt mir auch der Abstand zu BM total groß vor. Das wohl schönste Geschenk war der kleine Bruder, der an diesem Tag erfreulich plötzlich nach Hause durfte und mit einer Schleife um den Bauch im Bettchen lag, als seine große Schwester von der Schule nach Hause kam. Auch wir wussten nichts von diesem Glück und wurden von dem süßen kleinen Jungen schlafend erwartet als wir zur Geburtstagsparty eintrafen. 

Das Nach-Hause-kommen eines Babys ist wirklich eine ganz besondere, irgendwie auch seltsam unwirkliche Erfahrung. Hut ab vor B. und K., die diesen Tag mit allerhand Verwandtschaft und einer Geburtstagsparty für PL gemeistert haben. 

Zwischen Wunder-Bestaunen und ein paar Freudentränen hatten wir alle dann aber einen lustigen Nachmittag. PL und BM verkleideten sich und schminkten sich gegenseitig, wobei PL den etwas eigenwilligen Schminkstil ihrer kleinen Cousine gelassen hinnahm (Lipgloss auf die Augenbrauen und Lidschatten auf die Wangen). Zwee saß derweil zufrieden neben den beiden auf dem Teppich und probierte auch mal Lippenpomade aus, scheiterte aber zum Glück an der Verpackung von Glitzerkram und Lidschatten. 


Dienstag, 8. März 2016

BMs letztes Kita-Entwicklungsgespräch

BM ist genau fünfeinhalb Jahre alt.

Letzte Woche hatten wir auch BMs Entwicklungsgespräch mit Erzieherin S. - das letzte offizielle Gespräch in BMs Kitazeit!

BM fühlt sich in der Kita nach wie vor wohl und genießt es, zu den Großen zu gehören. Die vier Mädels in der Gruppe sind eingeschworenes Trüppchen. Mittlerweile gibt es auch weniger Zank und Eifersüchteleien. Alle vier, BM eingeschlossen, sind "freundlicher" geworden. Noch vor einem halben Jahr wurde je nach Tagesform eines der Mädels vom Spiel ausgeschlossen. Auch wenn BM zu Hause nur berichtete, wenn ihr das ungerechterweise widerfuhr, war sie tatsächlich oft daran beteiligt, eins der Mädels auszugrenzen. Das ist alles viel harmonischer geworden, auch wenn man immer noch merkt, dass H. scheinbar der Liebling aller Mädels ist und BM sich manchmal zurückgesetzt fühlt, weil H.s beste Freunden anscheinend P. ist.

Generell ist BM - wie schon seit Jahren - sehr selbständig. S. sagt, dass man BM nach dem Morgenkreis eigentlich kaum wahrnimmt, weil sie sich stets Beschäftigung sucht und schön spielt, ohne dabei Anleitung, Rückhalt oder Ermahnungen durch die Erzieherinnen zu benötigen. BM ist sehr ehrgeizig, an vielem interessiert, weiß und kann auch schon sehr viel. Die Vorschulthemen rund um Zahlen, Buchstaben, Wörter, aber auch Uhrzeit und Jahreszeiten interessieren BM und bereiten ihr keinerlei Probleme. Wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, übt sie auch ausdauernd bis sie es kann, z.B. Schnürsenkel binden. Auch Lieder und Gedichte kann BM sich sehr gut merken (Das ist etwas, das ich immer wieder erstaunlich finde, weil ich mir selbst nichts merken kann, ohne es irgendwo gelesen zu haben. Die Kinder lernen ja aber nur nach Gehör.)

Auch wenn BM immer noch einen sehr starken Bewegungsdrang hat, ist sie insgesamt weniger zappelig und aufgeregt. Sie sitzt zwar nicht unbedingt still, kann sich aber gut konzentrieren und wirkt insgesamt entspannter. Auch wenn sie ununterbrochen etwas zu erzählen hat, versucht sie nicht mehr, alles andere zu übertönen bzw. den Ton anzugeben und jedes Spiel zu steuern. Sie versucht auch nicht mehr, andere Kinder zu Unfug anzustiften.

Neben Malen und Basteln verbringt BM weiterhin gern viel Zeit im Verkleidungsraum. Oft geht sie auch nach oben zu den Kleinsten, wo sie immer sehr lieb zu Zwee ist, von dieser jedoch meist ignoriert wird. Dann kann man BM schon mal beobachten wie sie anderen Spatzen ein Buch "vorliest". Generell passt sie gut auf die Kleinen bzw. auf die Gesamtsituation auf und ruft zum Beispiel Erzieherinnen herbei, wenn sich ein Kind wehgetan hat oder Hilfe braucht.

Es gab für keinerlei Überraschungen im Entwicklungsgespräch, es war einfach mal wieder schön unsere Eindrücke bestätigt zu sehen. Alles in allem deckt sich die Einschätzung der Erzieher absolut mit der Schuluntersuchung: BM ist bereit für die Schule.

Großes Mädchen, wir sind so unglaublich stolz auf dich!

Sonntag, 6. März 2016

Geerbt

Heute beim abendlichen Kuscheln - nachdem sie mir zuvor eine (Hoch)Steckfrisur für einen Ball frisiert und dabei ununterbrochen gequasselt hatte - sah BM mir in die Augen, legte ihre Hand an meine Wange wie ich es oft bei ihr tue und sagte:

"Schöne Mama, deine Augenfarbe und deine Haarfarbe passen richtig gut zu dir. Und deine Haut ist so schön weich.
Meine Augenfarbe habe ich von Papa gefärbt. Und Zwee hat ihre von mir gefärbt." (geerbt)

Übrigens scheinen R. und ich die Kinder "getauscht" zu haben. Im Moment sieht BM mir sehr ähnlich während Zwee sehr ihrem Papa in Kindertagen ähnelt.

Zwee-Zeit

Zwee ist 1 Jahr und 10 Monate alt.

In den letzten ein bis zwei Wochen hat Zwee einen richtigen Sprung gemacht. Sie war endlich mal etwas länger gesund (aber ja, heute hustet sie schon  wieder) und wirkte ausgelassen und gut gelaunt. Sie macht immer mehr Quatsch, weiß genau, was richtig und falsch ist und geht tagtäglich ihrer wichtigen Kleinkinddingen nach.

Gestern hatten wir den Morgen zu zweit, weil mit BM beim Schwimmen war. Während ich die Küche aufräumte, holte Zwee sich ihre Federtasche und setzte sich ordentlich an den Couchtisch, um zu malen. Dann "owaja!" bekam sie die Federtasche nicht auf, brachte sie zu mir und freute sich, als ich ihr zeigte wie es geht und sie tatsächlich den Reißverschluss aufbekam.  Dann eilte Zwee zurück - aber nicht ohne sich  in der Tür noch einmal umzudrehen, "data" (danke) zu sagen, mir zu winken und Küsschen zuzuwerfen - und bepunktete energisch ihr Blatt Papier.

Dann ging Zwee an BMs Spielzeugschrank und leerte in Windeseile "owaja owaja" drei Spiele mit zahlreichen Karten, Steinchen und Utensilien aus. Und weil das so "owaja" war bemühte sie sich minutenlang, alles wieder einzusortieren. Natürlich gelang das nicht, zeigte aber wieder einmal wie gern Zwee Kleinteile sortiert. Dann schauten wir 7946 Bücher an und weil dabei immer wieder Igel vorkamen, musste ich zwischendurch 432 mal das Igellied singen. Überhaupt findet Zwee Lieder, Tanzen und Fingerspiele echt toll.


Mit wenigen Worten und einigen Gesten drückt Zwee sich  immer besser aus. Die Nuancen können wahrscheinlich nur wir Eltern verstehen, weil die meisten Wörter noch recht ähnlich klingen und meist mit W anfangen:
Wawa -  hallo
Wauwauwau -  Hundegebell
W.... - BM
Auwa -  Aua
Wi-ju / whui -  Hui, also Auto, Bus, aber auch beim schnell um die Kurven fahren
wiu-wii - rutschen bzw. schaukeln
Die - die bzw. das (z.b. die Marmelade)
Nee, die! - Nein, die! (z.B. wenn wir die total falsche Windelsorte oder gar Stiefel statt Halbschuhe anziehen wollen)
Papa -  universal einsetzbar, gestern z.b. Papagei
Awaja -  ebenfalls sehr universal einsetzbar, z.b. wenn die Hände kleben, etwas nicht funktioniert, wenn sie die Treppe unerlaubt alleine hochklettert, wenn sie auf sie Fliesen pullert, wenn etwas herunterfällt etc.
Heiß/Heiiii -  heiß
Ei -  Ei
Ei/Eis -  Eis
Datta -  Wasser
Tetti / Dittiiie -  Teddy (alle Kuscheltiere)
Bah! -  eingekackert
Bah? - Ist das Müll (Fusseln, Krümel etc)? Dann wirft sie es in den Mülleimer.
Dji - Tschüss (mit Winken)

Zwee ist insgesamt ein eher zurückhaltendes Kind, aber beim Klettern wird sie zunehmend mutiger, so dass uns Eltern immer mal wieder der Atem stockt. Beim herunterkommen ist sie aber sehr vorsichtig und ängstlich. So steht sie beim Rausgehen immer an der kleinen Stufe vorm Haus und traut sich erst dann ganz vorsichtig herunter, wenn man ihre Hand nimmt.
Zunehmend wachsen Zwee nun auch zwei kleine Hörner, wenn ihr etwas gegen den Strich geht. Es ist herzzerreißend und gleichzeitig so niedlich, wenn sie sich ärgert, weil ihre Pläne nicht aufgehen oder von uns vereitelt werde.

Seit nunmehr drei Nächten habe ich Zwee nicht mehr gestillt. Ich glaube, diesmal schaffen wir es wirklich. Sie hat jedes Mal prima in ihrem Bett fast durchgeschlafen. Ein paar Mal weinte sie kurz, aber jedes mal, wenn einer von uns runterging, war sie schon wieder eingeschlafen. Einfach so! Wenn sie dann aufwacht und ich nicht da bin, klappt das Nichtstillen auch ganz prima. Vorletzte Nacht holte ich sie gegen 5 Uhr in unser Bett, wo sie dann sehr lange sehr traurig war, weil die Brust alle alle ist. Gestern Abend brachte R. Zwee uns Bett, wo sie bis kurz nach 6 Uhr schlief. Dann schlummerte sie noch ein bisschen in R.s Arm weiter, so dass ich sie erst später im Bad sah. Ich hatte mein Baby also tatsächlich eine ganze Nacht nicht gesehen, obwohl wir beide zu Hause waren! Murphy, du hast jetzt nichts gehört, klar!?

Am Mittwoch hatten  die Entwicklungsgespräche für beide Kinder in der Kita. Dort wird unser Eindruck von Zwee hundertprozentig bestätigt. Zwee geht es in der Kita richtig gut. Sie lässt sich morgens ohne zögern an die jeweilige diensthabende Erzieherin im Frühdienst übergeben und winkt uns am Fenster.

Zwee ist ein guter Esser, vor allem Süßspeisen haben es ihr angetan. So vergeht schon mal eine Stunde am Frühstückstisch. Mit dem Trinken hapert es etwas. Zwee kann  aus dem Becher trinken, trinkt dann aber viel zu wenig, so dass wir jetzt doch noch mal eine Flasche in die Kita gebracht haben.

Zwee ist schon ziemlich selbständig, weiß genau, wie die Abläufe sind, wo ihr Handtuch und ihre Bettrolle sind etc. Beim Mittagsschlaf liegt sie meist noch kurz wach, schläft dann aber recht verlässlich zwei Stunden lang tief und fest (wie zu Hause). Sie hält sich weiterhin gern aus Trubel heraus, beobachtet die anderen Kinder lieber aus sicherer Entfernung. Mehr und mehr setzt sie sich aber auch durch, wenn ihr jemand etwas wegnehmen will. Wir sahen auch ein Video, in dem sie einem Jungen einen Topf wegnimmt. Dabei schaut sie ihn aber immer wieder an, um seine Reaktion abzuwarten.

Zwee spielt am liebsten draußen. Das haben auch die Erzieher schon gemerkt, wenn  sie in der Umkleide ganz aufgeregt ist und sich dann an den größeren Kindern vorbei drängeln, um rauszukommen. Draußen spielt sie mit Vorliebe auf der Treppe im Garten: Klettert hoch, klatscht und lacht, weil sie es geschafft hat. Klettert runter und klatscht und lacht wieder laut.

Wenn man Zwee abholt, freut sie sich und kommt angerannt, bricht aber nicht mehr jedesmal vor Erleichterung weinend zusammen.

Es ist also alles gut in Zwees kleiner Welt, und wir lieben es, unseren kleinen Sonnenschein beim Großwerden zu begleiten.

Freitag, 4. März 2016

Einsatz für Krümel

Am Dienstag feierten wir Krümels Ankunft bei einer Pinkelparty, schließlich soll der kleine Junge ja gut pullern können. Als Tante kam ich meiner Pflicht natürlich gerne nach und nahm den Kater am folgenden Tag in Kauf. Tolles Datum bin oder her: Eine Pinkelparty Wochenende hätte besser gepasst.

Außerdem wurden unsere Vorabtipps ausgewertet und festgestellt, dass wir selbstverständlich alle richtig falsch gelegen hatten und somit allerhand Schotter in Krümels Sparschwein einzuzahlen hatten.

Derweil übt Krümel fleißig trinken, ist aber noch sehr schlappi zumal ihn  jetzt auch noch eine Neugeborenengelbsucht ereilt hat. Aber wenn die Bestrahlung erstmal rum ist, wird es bestimmt schnell bergauf gehen, so dass er nach Hause kann. Wir haben alle schon solche Sehnsucht nach dem kleinen Menschen und hoffen, ihn nun ganz bald endlich kennenzulernen.

Donnerstag, 3. März 2016

Kindermund 03.03.2016

Heute war Oma-Opa-Tag mit R.s Eltern. Zum ersten Mal dürfte Zwee mit in die Sauna und danach noch mit zum Schwimmen. Während BM als alter Hase ausgedehnte Saunagänge machte, fand Zwee die Sauna wohl etwas unheimlich. Auf Omas Arm und mit einem Bestechungsschokokeks ging es aber in Türnähe zwei mal ein paar Minuten. Ich habe eine Vorstellung davon, wie der Keks und mein Mind danach wohl aussahen... Die Dampfsauna gefiel beiden Kindern richtig gut. Beim anschließenden Baden schwamm BM wohl prima mit ihren Schwimmflügeln. Zwee planschte erst im Kleinkindbecken und wollte dann aber zu BM ins "tiefe"  Wasser. Das hat unserer kleinen Wasserratte ja schon im Urlaub sehr gut gefallen

Als R. und ich nach Hause kamen erwarteten uns zwei (anfänglich) gut gelaunte, leicht überdreht Kinder). Die Mädels und ich tanzten ein bisschen Ringelreihen, während beide abwechselnd wegen irgendwas untröstlich waren.
Das Abendessen verbesserte die Laune nochmal temporär. Zwee stand dann am Couchtisch und schaute sich das Buch "Die Eule mit der Beule an". Dabei sagte sie Wawa (hallo) zur Eule  dann "Aua"  auf jeder Seite. Sie pustete wie der Fuchs und zischte wie die Schlange. Ich finde es immer wieder toll, Zwee zu beobachten, wenn sie so vertieft in ein Buch ist.

Nachdem Zwee  heute Abend endlich schlief kletterte ich zu BM ins Bett. Dabei kniete ich mich versehentlich auf ihren unter der Decke versteckten Fuß. "Autsch, autsch!" rief BM, und dann -  statt dem erwarteten Gejammer: "Na wenigstens hab ich jetzt schon mal einen Ballettfuß im Liegen gemacht."

Montag, 29. Februar 2016

Krümel ist da!

Da ist er nun - unser zweiter kleiner Babyneffe!

Nachdem er erst so lange auf sich warten ließ hatte er es am Ende ganz eilig, sprengte seine Fruchtblase einen Monat vorm errechneten Termin und verschaffte sich somit einen ganz besonderen Geburtstag!

Auf den ersten Blick sieht Krümel meinem Bruder und PL ziemlich ähnlich. Leider liegt er noch auf der Neo, weil das coole Datum seinen Preis hatte. Eingepuckt und unter Mütze und Atemmaske versteckt sieht er genauso winzig aus wie unsere Zwee an ihrem ersten Lebenstag. Ich finde es traurig, dass er nicht bei seiner Mama sein kann, aber am wichtigsten ist ja, dass er gesund ist!

Kleiner Schaltjahrkrümel, herzlich willkommen auf der Welt! Wir sind so glücklich, dass du da bist, und freuen uns darauf, dich beim Aufwachsen zu begleiten und für dich da zu sein. Übe schön das Atmen, damit du ganz schnell zu Mama, Papa, PL und deiner ganzen Familie kannst!


Sonntag, 21. Februar 2016

Namen sagen

Seit dieser Woche sagt Zwee endlich BMs Namen.  Genau genommen sagt sie nicht wirklich den Namen, aber sie hat nun ein Wort, dass definitiv BM bedeutet. Sie fing mit "Diedie" an, mittlerweile ersetzt sie nur noch den ersten Buchstaben durch ein W oder B. Darauf haben BM und wir recht schon lange gewartet und wir freuen uns darum total über die neue Worterrungenschaft.

Zwee selbst heißt übrigens "Nanaa" oder einfach nur "die sich an die Brust tippt".

Davon abgesehen sind Zwees wichtigste Wörter "meinaaa!", "nain", "wawaija" (Oh weia) und "Tettiiie" (Teddy). Zwee ist eine richtige kleine Quasselstrippe geworden. Täglich spricht sie mehr, allerdings ist viel davon auch unverständliche Plapperei. Dafür zeigt sie immer mehr mit Mimik und Gestik, so dass man mittlerweile schon ziemlich gut versteht, was sie meint, wenn sie z.b. Hilfe braucht.

Samstag, 13. Februar 2016

Stündlich

Ein paar Krankheiten bei Zwee, ein paar bei mir, die mich einfach nur schlafen lassen wollten und ein paar Krankheiten bei R., so dass er Nachts seinen Schlaf brauchte. Vielleicht auch dass ich wieder mehr arbeite und Zwee mich vermisst. Nicht zu vergessen ein Sack Reis in China.

Jedenfalls will Zwee ab Mitternacht wieder stündlich an die Brust und schreit herzzerreißend bei jedem Versuch, sie nicht zu stillen. Diese Nächte vertragen sich nicht mit Arbeitengehen. Gestern übermannte mich in einem Meeting mehrfach der Sekundenschlaf.

Heute kurz vor halb 6 Uhr reichte es mir mit dem ständigen Genuckel. Zwee schrie so verzweifelt, aber ich bin es auch. Nach einer knappen Stunde Unglücklichsein schläft sie nun auf meinem Schoß. Ich sitze im Stillstuhl und schlafe dementsprechend nicht.

Wir müssen etwas ändern und es bricht mir das Herz mein kleines Mädchen so traurig zu sehen.

Montag, 8. Februar 2016

Ein Ferientag für BM und Mama

Weil BM in letzter Zeit wieder sehr verstärkt um Exklusivzeit mit mir buhlt, nahm ich am Freitag einen Gleittag. So konnten wir nach der Einschulungsuntersuchung noch ein paar schöne Stunden zu zweit verbringen. 

Zuvor hatte ich BM gefragt, was sie denn an dem Tag gern mit mir machen möchte. Sie wünschte sich zu lernen, wie man sich selbst die Fingernägel lackiert. Ähm. Na gut. Ich hatte an einen Ausflug ins Kino gedacht, aber das eine schloss das andere ja nicht aus. 

Erstmal gingen wir kurz einkaufen. BM war gut gelaunt und nach der Untersuchung ein bisschen aufgekratzt, so dass sie mir währenddessen in Windeseile beide Ohren abkaute. Ich hätte sie fressen können, weil sie so groß und toll und niedlich war. 

Zu Hause erfüllte ich nach einem zweiten Frühstück BMs Wunsch: Sie durfte sich die Nägel der linken Hand mit ihrem knallgelben Nagellack lackieren und machte das auch ganz gut. Ich übernahm die rechte Hand und malte mehr drüber als BM. 

Dann kuschelten wir uns auf die Couch und ich las ihr das soeben gekaufte Rapunzel-Buch vor und beantwortete noch zig Fragen dazu. Der Strom an Fragen brach auch nicht ab als wir im Auto saßen und ins Kino fuhren. Wir schauten uns alle Filmplakate an und erzählten allerhand Quatsch bevor wir zu einem der wichtigsten Punkte unserer Tagesordnung kamen: Nachos und Popcorn kaufen... und irgendwie unbeschadet ins Kino tragen während BM sich echauffierte, weil da ein Mann gewesen war, der großflächig Käsesauce auf dem Teppich verteilt hatte. 

Dann herrschte gefräßiges Schweigen während wir uns über unsere Snacks hermachten. Wir schauten "Heidi". BM war an einigen Stellen ganz schön traurig/verängstigt und hatte an allerhand Stellen zahlreiche Fragen, die ich ihr aber gut beantworten konnte, weil außer uns nur noch zwei weitere Besucher im Kino saßen. Als Heidi von Heimweh geplagt wurde, kuschelte BM sich eng an mich. Ich flüsterte ihr immer mal wieder zu, dass auf jeden Fall alles gut wird und verdrückte nebenher ein eigenes Tränchen als Heidi und der Alm-Öhi wieder vereint waren. 

Nach dem Kino holten wir Zwee aus der Kita ab (sie wusste ja nicht, dass sie etwas verpasst), und die beiden spielten schön miteinander bis wir auch schon wieder los mussten, weil ja Freitag nun immer BMs Ballettkurs ist. R. holte sie dann dort ab und berichtete, dass unsere kleine Ballerina gelobt wurde, weil sie alle Übungen so schön gemacht hat. 

Und als wäre der Tag nicht schon voll und schön gewesen gab es noch ein weiteres, langersehntes Highlight: BM hatte Übernachtungsbesuch. Zwillingsmädel H. kam zum Abendessen. Danach verschwanden die großen Mädels in BMs Zimmer, verkleideten sich, schminkten sich und spielten irgendwas, was ich nicht wissen sollte, während ich Zwee ins Bett brachte. 

Auf Wunsch der Mädels gab es dann noch eine Kinderdisco bei schummeriger Beleuchtung und ich ließ sie Prinzessinnen-Film-Lieder erraten. Zum Runterkommen las ich ihnen die Wiesengeschichten vor. Dann bereitete ich H.'s Schlafplatz auf einer Matratze vor BMs Bett vor. Die Mädels beschlossen aber, lieber gemeinsam in BMs Bett schlafen zu wollen. Ich ließ sie erstmal machen, denn es war ja klar, dass um 21 Uhr nicht geschlafen sondern noch allerhand Quatsch besprochen werden muss. 

Als es oben zu trubelig wurde und an einschlafen offenbar gar nicht zu denken war, sprach ich ein freundliches Machtwort. Wenig überraschen fand BM es zu eng mit H. in ihrem Bett. Diese wollte aber das Bett nicht verlassen. Kurzerhand zog BM kichernd auf die Matratze um. Gegen 22:30 Uhr schliefen die Mädels letztendlich ohne jegliches Theater ein. 

Es war ein richtig langer, total gelungener Tag!

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Der nächste Morgen verlief dann leider nicht ganz so schön. Es ist eigentlich nicht Zwees Art, aber ausgerechnet am Samstagmorgen war sie von 4 - 5 Uhr wach und teilweise lauthals unglücklich. Damit weckte sie die berüchtigte Leichtschläferin H. auf, die ab 4:30 Uhr nicht mehr schlafen konnte. Immerhin war sie ganz lieb und recht ruhig bis ihr um 5:30 Uhr so langweilig war, dass sie BM weckte. Diese wiederum hätte sicher noch locker 3 Stunden geschlafen, wenn man sie gelassen hätte, und war richtig mies drauf und nölig. H. beschloss irgendwann, dass sie gerne zu Hause frühstücken möchte, was ich absolut okay fand. Ich war ja schon froh, dass es am Abend keinerlei Heimweh gegeben hatte. 

BM nölte sich dann durch den Vormittag und machte seit langem mal wieder einen Mittagsschlaf - noch einmal auf der Matratze. Danach war sie wie ausgewechselt, so dass wir noch einen richtig schönen restlichen Samstag hatten. 

Freitag, 5. Februar 2016

BM's Einschulungsuntersuchung

Kurz bevor es mit der Einschulungsuntersuchung losging hatten wir noch 5 Minuten Zeit im Wartezimmer. Dort gab es allerhand Bücher für kleine Erstleser und während ich BM eines davon vorlas überlegte ich die ganze Zeit, wie lange es wohl noch dauert bis sie das selbst kann. Kaum wurde die Geschichte spannend waren wir jedoch schon dran.

Während ich mich im Hintergrund hielt wurde BM von einer freundlichen Sprechstundenhilfe gemessen (109 cm) und gewogen (17,5 kg) und sollte dann: 
  • Farben benennen ("babyleicht")
  • bis 20 Zählen ("babyleicht")
  • rückwärts zählen von 5 oder gar von 10 (von 10 und am Ende nicht die Null vergessen, also auch "babyleicht")
  • "Zauberbilder" rot auf grün erkennen ("babyleicht, bis auf den Hasen, den sie irgendwie nicht erkannt hat")
  • Hörtest (linkes und rechtes Ohr verwechselt, aber kein Wunder, wenn man nebenher darüber referiert, wie unterschiedlich die Töne klingen)
  • Richtung der Balken des "E" erkennen ("babyleicht", als sie erstmal die Aufgabe verstanden hatte)
  • einen Menschen malen (Es wurde Zwee, erstmal ohne Hände, Haare und Ohren, dafür aber in einem wunderschönen Kleid.)
Danach ging es weiter zu Frau Doktor, die ebenfalls sehr nett und angenehm locker war. BM war natürlich ein bisschen aufgeregt, meisterte aber viele Aufgaben mühelos und sehr gut, u.a.:
  • Namen schreiben
  • Geburtsdatum sagen
  • Formen abmalen bzw. vervollständigen (Für mich sah das recht krumm aus, aber Frau Doktor prüfte mit einer Schablone und alle Striche waren im Rahmen der Toleranzen.)
  • Mengen vergleichen (mehr rote oder mehr blaue Punkte etc., ) ("babyleicht")
  • Längere Sätze nachsprechen ("babyleicht" als sie verstanden hatte, dass sie nicht paraphrasieren sondern genau nachsprechen soll...)
  • Mehrzahl von Dingen benennen ("babyleicht" als sie verstanden hatte, dass sie diese nicht zusammen rechnen soll sondern nur das Wort sagen soll, ich hätte beinahe laut losgelacht als sie mit Frau Doktor diskutierte, dass das 1 Apfel links + 2 Äpfel rechts doch schließlich drei sind und nicht zwei, ohne dabei jedoch das Wort "Äpfel" zu sagen)
  • Wörter mit verschiedenen "S"-Lauten sprechen (schon ziemlich gut, die Logopädie scheint schon etwas gebracht zu haben)
  • mit geschlossenen Beinen hin und her hopsen (Erst wurde sie hektisch und die Sprünge zu unsauber, aber sie hörte dann gut auf Frau Doktors erneute Anleitung und machte es beim 2. Versuch sehr gut.)
Mit den "Logik-Aufgaben" hatte BM ein paar Probleme. Sie sollte u.a. logische Reihen fortsetzen und komplexen Zeichnungen genaue Kopien zuordnen. Das klappte teilweise gut, teilweise lag sie aber auch auch falsch. Es war wohl eine Kombination daraus, dass sie die Lösung noch nicht auf einen Blick erkennt, sich dann aber auch nicht immer die Zeit nahm, die Lösung in Ruhe zu finden. 

Dann sprach Frau Doktor noch "Quatschwörter", die BM nachsprechen sollte, und Wörter, denen Buchstaben fehlten, wobei sagen sollte wie die Wörter richtig heißen. Diese Übungen gelangen ihr größtenteils, aber eben nicht bei jedem Wort. 

Alles in allem war Frau Doktor aber sehr zufrieden mit BM und erklärte sie für schultauglich. Die kleineren Probleme mit den Logik- und Wort-Aufgaben fand sie altersgemäß unproblematisch zumal BM ja eins der jüngsten Schulkinder werden wird. Wir sollen diese Dinge gelegentlich mal spielerisch mit ihr üben. Sie findet, dass BM sich sehr gut ausdrücken kann, grammatikalisch sehr gut spricht und schon ein gutes Zahlenverständnis hat. Körperlich ist BM zierlich, aber topfit. 

Ich sprach an, dass wir den Eindruck haben, dass es BM noch oft schwer fällt, still zu sitzen und mit Geduld bei einer Sache zu bleiben, die ihr vielleicht nicht soviel Spaß macht. Daraufhin meinte Frau Doktor, dass BM sich aber bei der Untersuchung sehr gut geschlagen und auch altersgemäß gut konzentriert habe. 

Nun steht es also fest: Im September wird unsere BM nun definitiv ein Schulkind!

Montag, 1. Februar 2016

Wozu man ein Töpfchen braucht



Und dann war da noch das rosa Toiletten-Töpfchen-Dings, welches Zwee echt toll findet. Da sie es aber leider besonders gern zum Draufklettern benutzte und versuchte darüber in die Badewanne zu gelangen, musste es aus dem Bad verschwinden.

KZH-Mädelstag

Zwee geht es schon viel besser. Bis auf eine laufende Nase merkt man ihr nichts mehr an. Trotzdem blieb ich heute sicherheitshalber noch einen Tag mit ihr zu Hause. Nachdem BM um halb 6 schon mit R. um ein Hörspiel gefeilscht hatte, war sie dann doch noch mal eingeschlafen. Kurz nach 8 Uhr musste ich sie letztendlich wecken, um es noch vorm Morgenkreis in die Kita zu schaffen. Dort fuhren wir dann aber doch nicht hin, weil BM über Halsschmerzen klagte. Erst sagte sie tapfer, dass es nach den Cornflakes vielleicht besser wird, aber dann schaute sie mich mit großen blauen Augen an und sagte, dass es ihr eigentlich immer noch nicht so gut ginge. Also behielt ich auch mein großes Mädchen zu Hause.

BM verschwand dann gleich erstmal einige Zeit in ihr Zimmer und spielte hinter verschlossener Tür mit "Kleinteilen", die Zwee nicht in die Hände bekommen darf. Irgendwann tauchte sie als Anna verkleidet wieder auf und fragte, ob sie sich mit ihrer Kinderschminke schminken dürfe. Durfte sie. Also schmierte sie u.a. Lipgloss auf ihre Augenbrauen. Wer weiß, vielleicht ist das ja Mode, wenn sie in 10 Jahren mit richtigem Schminken anfängt.

Derweil musste ich mit Zwee 987646520 Bücher angucken. Am lustigsten ist es, wenn ein Häschen in einem Buch oder Lied vorkommt. Dann muss Zwee sofort aufstehen, den Oberkörper nach vorn beugen und vor Freude quietschend hüpfen aus den Knien heraus wippen. Irgendwann kam sie zu mir, zeigte auf die Treppe und sagte "mjem-mjem-mjem". BM schloss sich direkt an und beide Mädels aßen nach dem labbrigen Cornflakes-Frühstück nun noch ein zweites kräftigeres Frühstück bevor es ein wenig an die frische Luft ging. Es wurde nur eine kurze Runde durch den Park während der BM mir ununterbrochen Dinge erzählte und Zwee fröhlich im Kreis rannte und den Hunden "wa-wa-wa-wa" zurief. Als es anfing zu regnen eilten wir wieder schnell wieder nach Hause.

Die Zeit bis zum Mittagsschlaf verlief sehr einvernehmlich mit Verstecken spielen und weiteren 976576 Büchern, wobei jedes Kind abwechselnd eines aussuchte und beide beim Vorlesen auf je einem meiner Beine Platz nahmen. Ich hätte platzen können vor lauter Kuscheligkeit und Liebe.

Beim Mittagessen machte Zwee diesmal den Kasper und stiftete ausnahmsweise ihre große Schwester zu Unsinn an. Es wurde geplappert, "Mit Fingerchen" gesungen und die Köpfe zum schwindelig werden hin und her geschwungen. Nach all dem Spaß schlief Zwee dann nach kurzem Faxenmachen auf meinem Schoß ein. BM ging ausnahmsweise auch ohne Murren ins Bett, doch leider konnte ich die Mittagsruhe nicht genießen sondern musste ein bisschen arbeiten bis Zwee aufwachte und in meinem Arm noch ein wenig weiter schlafen wollte.

Auch der Nachmittag verlief sehr schmusig und fröhlich. R. holte BM ab und ging mit ihr zur Logopädin. Da Zwee ihren Papa dadurch nur ganz kurz sah, war sie ganz schön traurig, so dass ich noch eine Runde mit ihr raus ging. Sie hatte aber irgendwie nicht mitbekommen, dass R. und BM mit dem Auto weggefahren waren. Somit verbrachte sie die ersten 10 Minuten draußen damit, den Puppenbuggy zielgerichtet in die Richtung zu schieben, in der sie ihren Papa vermutete und immer mal nach ihm zu rufen. Dann durfte Zwee noch aufs Laufrad und wir spielten Verstecken bis die Stimmung kippte, weil ich unbedingt BMs Fahrrad aus dem Schuppen holen sollte.

Doch die schlechte Laune hielt nicht lange an, weil kurz darauf BM und R. nach Hause kamen. Die Freude war groß und wir genossen eine schöne Stunde zu viert. R. und die Mädels machten Saft, R. zauberte einen Ball weg und wir machten allerhand Quatsch miteinander. So einen Feierabend hätte ich gern jeden Tag!

Zu guter Letzt brachte R. Zwee ins Bett während ich noch ein bisschen arbeitete und BM neben mir auf dem Boden saß und puzzelte bevor sie sich wieder ohne das übliche Murren bettfertig machte und mir dabei allerhand erstaunliche Dinge aus einem scheußlichen Barbie-Film erzählte.

Nun klopfe ich auf den Holztisch und gehe vorsichtig davon aus, dass morgen beide Kinder wieder in die Kita gehen können, nachdem sie sich heute noch mal schön ausgeruht haben.

Samstag, 30. Januar 2016

Barrieren

In den letzten Tagen mussten wir immer wieder Zwee von der Treppe pflücken. Manchmal klettert sie ein paar Stufen hoch und stellt sich dann frech grinsend hin. Immer wieder klettert sie aber direkt bis ganz nach oben.

Da Zwee jedoch noch weit davon entfernt ist, auch sicher wieder herunterzukommen, baute R. heute das Treppenschutzgitter im 1. Stock Richtung nach oben wieder an. Ich befürchte, im Erdgeschoss müssen wir das auch bald noch machen, da man nicht 10 Sekunden in der Küche sein kann, ohne dass Zwee ausbüchst.

Bislang nahm Zwee das Gitter recht gelassen hin, aber R. und ich sind jetzt schon davon  genervt. Ich vermute, dass ich in wenigen Stunden auf dem nächtlichen Weg ins Bad zum ersten Mal dagegen laufen werde und das Teil verfluchen werde bis wir es endlich wieder abbauen können.