Montag, 7. November 2011

Nachtrag bzw. Es ging etwas um

Zum Glück halfen die Vomex-Zäpfchen am Donnerstag morgen sofort. Babymädchen hat sich danach nicht mehr übergeben müssen. Wie von F. geraten, achtete ich darauf, dass es in vielen, kleinen Etappen und jeweils nicht zu viel auf einmal trank. Allerdings verschmähte es mal wieder den süßen Tee und wollte nur Wasser. Wegen der Getränke wird das Babymädchen jedenfalls keine Probleme mit den Zahnteufelchen bekommen. Allerdings wollte es auch kein Zwieback, Brot oder Hühnersuppe essen. Nur zwei Kekse wurden zögerlich mehr zerbröselt als gegessen.

Das Babymädchen verbrachte den Tag nur durch kurze Spieleinheiten unterbrochen auf meinem Arm, dösend in der Manduca und bei einem langen Mittagsschlaf im Bettchen. Am späten Nachmittag war es dann schon wieder recht gut drauf und Abends aß es auch wieder etwas. 

Eine Nacht, ein Tag - und das Babymädchen war wieder einigermaßen fit. Am Freitag ging es dann wieder in die Kita, war allerdings Mittagskind und machte einen dreistündigen Mittagsschlaf bei Oma und Opa. Den für diesen Abend geplanten Laternenumzug der Kita verpassten wir somit leider. Doch wenn das Babymädchen morgen gut drauf ist, darf es seine "selbst gebastelte" Laterne morgen bei Prinzessin L.'s Kita-Laternenumzug ausführen. 

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Und ja, wie der Titel schon sagt: Das Ein-Tages-Virus-Ding ging um. In der Nacht zum Samstag musste ich mich mehrfach übergeben. Zum Glück bin ich schon groß und konnte mich dazu über die Toilette hängen, denn sonst hätten wir ein echtes Schlafanzug- und Bettzeugproblem bekommen, weil ein Großteil der Wäsche noch nass auf der Leine hing. 

R. und das Babymädchen machten sich einen schönen Tag. Es war der Geburtstag von R.'s Vati, also ein Grund zum Feiern. Schon morgens spazierten meine beiden Liebsten also zum Geburtstagskind, um die ersten Glückwünsche zu überbringen. Da hat er ganz schön große Augen gemacht, als es klingelte und ein klitzekleiner, niedlicher Gratulant vor seiner Tür stand. Nach dem Mittagsschlaf ging es dann gleich wieder weiter feiern.

Das alles verpasste ich (und auch das viele leckere Essen).... während ich den ganzen Tag auf der Couch abhing und viele Folgen AkteX schaute.

Wir hoffen nun, dass dieser doofe Virus sich nicht noch weiter bei Familie Isndingwa verbreitet....

Donnerstag, 3. November 2011

Schlecht

Das Babymädchen hat im Moment (haha) so eine Phase, wo es bis zu drei Flaschen Milch pro Nacht trinkt und dabei ca. alle 2 Stunden wach ist. Quasi fast wie damals als ich noch stillte, nur dass mir jetzt offenbar die notwendigen Hormone fehlen, um das einfach so wegzustecken. Kein Wunder, wenn Verwandtschaft und Kollegen mir sagen, dass ich müde aussehe. 

Aber darum geht es hier nicht, sondern um vergangene Nacht. Das Babymädchen schlief nach seiner Milchflasche ein und fast vier Stunden durch (von zwei Nucki-Such-Rufen mal abgesehen). Klar, fand ich das erstmal gut!

Doch dann wachte es hustend auf und fing an, sich zu erbrechen. Kinderbett, Schlafsack, Schlafanzüge (Babymädchens und meiner) voll gebrochen. Huch!! Das Babymädchen wurde flugs umgezogen und hatte Durst. Klaro, war ja auch vier Stunden her. Zu dem Zeitpunkt dachten wir noch an eine einmalige Brechaktion. Also bekam das Babymädchen die geforderte Milch, die es jedoch nur zur Hälfte austrank.

Weil das Kinderbett noch nicht wieder hergerichtet war, nahmen wir unser Mädchen gleich mit zu uns.... wo es nach etwa einer Stunde die Milch wieder ins Bett, auf meine Bettdecke, den eigenen Schlafsack und meinen Schlafanzug verteilte. Es wurde nun etwas eng, aber es fand sich dann doch noch ein Wechselschlafsack, ich bekam R.s Decke während er sich mit Kuscheldecken behalf. Während wir noch herumwuselten war das Babymädchen schon wieder total erschöpft eingeschlafen. 

Beim nächsten Mal gab es dann nur noch Wasser für das Babymädchen, doch auch das kam wieder raus. Anfänglich hatte ich gedacht, dass das leicht schnupfende Kind im Schlaf zuviel Schlodder geschluckt und sich deshalb erbrochen hätte. Aber so oft??

Heute morgen wirkte das kleine Mädchen dann erstmal recht fit und fröhlich. Doch kaum hatte es ein bisschen Wasser getrunken, erbrach es sich auch schon wieder - diesmal mit dicken Kullertränchen, denn es kam nur noch brennender Magensaft. Unser armes kleines krankes Hühnchen!! 

Es hat ganz offensichtlich Hunger und Durst, knabberte an einem Stück Brot und trank etwas Wasser - und erbrach sich weinend gleich wieder über Hochstuhl, eigene und meine Kleidung. 

Nun stehe ich hier - im leicht säuerlich riechenden Röckchen, weil ich noch  nicht geschafft habe, meine Arbeitsmontur wieder auszuziehen - und das Babymädchen hängt wie ein Schluck Wasser in der Manduca und schläft eng an mich gekuschelt. 

Nach meinem etwas panischen Anruf bei meiner liebsten F. brachte diese mir gerade ein paar Vomex-Zäpfchen und einige krankenschwesterliche Tipps, die hoffentlich helfen sollten. Jetzt lasse ich mein kleines Mädchen aber erstmal ausschlafen, denn Schlaf ist doch die beste Medizin? Sollte es ihr bis zum Mittag nicht besser gehen, werde ich mit ihr zum Arzt gehen.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Herbst

Ich liebe den Herbst mit den bunten Blätter an den Bäumen und unter den Füßen. Letztes Jahr konnte ich den Herbst bei meinen vielen Spaziergängen mit dem Babymädchen so richtig genießen, auch wenn es meist nicht im Kinderwagen liegen wollte und ich entweder im Stechschritt nach Hause eilen oder das Babymädchen im Tragegurt schleppen musste. 

Dieses Jahr hingegen hatte ich bislang das Gefühl, dass meine liebste Jahreszeit vollkommen unbemerkt an mir vorbeihuschen würde während ich im Dunkeln zur Arbeit fuhr und entweder Nachmittags mit dem Babymädchen im Stau stand bis es anfing zu dämmern oder gleich weiter arbeitete bis es wieder dunkel wurde. Ganz ehrlich, ich fühlte mich ein wenig betrogen!! 

Heute jedoch holte ich mir eine gute Dosis Herbst bei Spaziergängen mit meinen beiden liebsten Menschen. Babymädchen ist ja nun schon groß und will nicht mehr wie ein Baby im Kinderwagen sitzen, sondern lieber alleine laufen. Entsprechend kurz waren die zurückgelegten Strecken, denn die Welt ist ein Abenteuerspielplatz!!

Nein, wir kamen nicht mal in die Nähe eines Buddelkastens, trotzdem weigerte sich das Babymädchen, ohne Buddeleimer und Sieb zu laufen oder gar im Kinderwagen zu sitzen.

Ich bekomme vom Babymädchen immer mal wieder ein bisschen Müll, ein Blatt, ein Steinchen oder auch angekautes Essen geschenkt. Heute jedoch bekam ich mein erstes Blümchen:

Freitag, 28. Oktober 2011

Saunaprinzessin

Es folgt ein Gastbeitrag von Babymädchens Oma M.:

Im Moment haben wir Ende Oktober, ich war Winterreifen aufziehen lassen und heute waren 16 Grad – plus wohlgemerkt. Der 100jährige Kalender hat Schneefall für die letzten Oktobertage angekündigt…


Wenigstens auf die Erkältungen ist Verlass. In der Schule wird gehustet und geschnupft und unsere kleine Süße hat auch schon so manchen Virus aus der Kita mitgebracht. Da hilft auf Dauer nur eins: Rein in die Sauna und abhärten.

Nach zweieinhalb Stunden Mittagsschlaf besuchten wir zum ersten Mal eine Sauna. Die Logistik war gewaltig. Eine große Tasche mit den wesentlichen Dingen wurde gepackt, für Verpflegung gesorgt und vorsichtshalber Spielzeug eingepackt.

Die nette Dame am Tresen tauschte Mitgliedskarte gegen Schlüssel und machte so die Kleine schon einmal glücklich. Schlüssel zu haben, ist sehr wichtig. Und nun machten wir uns n.ackig. Was für eine Freude! Windel ab und das wahre Leben kann beginnen. Die kleinen Füßchen tabbeln in den Ruheraum und gespannt wird die Tasche weiter ausgeräumt. Bademantel Oma, Bademantel Babymädchen. Trinken für Oma, Trinken für Babymädchen usw.

Dann ab unter die Dusche. Was für ein Spaß und alles so schön groß. Hier kann man spritzen und planschen… In der Saunakabine waren wir ganz alleine. Auf der unteren Etage richteten wir uns häuslich ein. Sehr gemütlich. Von den 60 Grad merkt man gar nicht so viel. Die Kleine schaut sich alles ganz genau an. Bei der Gelegenheit stellt sie fest, dass Oma auch eine B.rust hat und greift beherzt zu… Nach sieben Minuten schlage ich vor, raus zu gehen. Babymädchen übersieht die Glastür und läuft erst einmal gegen. Ein Beweis, dass die Sauna sehr gepflegt ist. Nun sind Babymädchens Spuren an der Tür und diese damit gut sichtbar…

Und schon wieder geht es in die Dusche. Was für ein Spaß! Jetzt ruhen wir uns aus. In einer Kuscheldecke wird das Saunakind im rosa Bademantel mit Krone gebettet und nun wird auch schon der erste Keks geordert. Zwischen dem dritten und vierten Keks kommt Besuch von den Angestellten, denn jeder möchte die Saunaanfängerin sehen. 


Mit Freude wird der Bademantel abgeworfen und es geht wieder in die Sauna. Dieses Mal haben wir das Lieblingsspielzeug mit. Eine Sprühflasche voller Wasser (eigentlich für Pflanzen). Der Saunaofen wird besprüht und es gibt spaßige Zischgeräusche. In den folgenden fünf Minuten wird alles nass gespritzt, was eine Sauna so hergibt. Auch Oma und Babymädchen selbst. Woher dabei der nasse Fleck auf dem Badetuch herkam, wissen wir auch nicht so genau. Vielleicht haben wir so doll geschwitzt. Das Badetuch wird erneuert und ab unter die Spaßdusche. Auf dem Ruhesessel, dass ist klar, muss ein neuer Keks her. Der Versuch, mit dem Stuhl zu schaukeln, war eine dumme Idee. Das machte einfach keinen Spaß. Babymädchen hat Angst. Wieder kam Besuch vom Tresen. Saunaprinzessin bestaunen.



Der dritte Saunagang dauerte nur drei Minuten, reichte aber, um das neue Badetuch auch mit einer kleinen Pfütze zu versehen. Raus mit den Flüssigkeiten aus dem Körper!!! Vielleicht nicht nur unten, sondern eher ganzkörpermäßig. Aber für das erste Mal ist es okay!

Nach erneutem Duschen sehen wir wie neu aus und Babymädchen trägt die riesige Duschbadflasche zur Tasche. Nach einer erneuten Kekspause wollen wir zum Opa nach Hause. Jetzt wird alles eingepackt: Bademäntel, Badelatschen, Kosmetik, Windeln, Spielsachen, noch mehr Spielsachen, Trinkflaschen, nur die Kekse sind alle!

Babymädchen ist schnell angezogen. Sie zieht die restlichen Sachen aus dem Spind, nimmt ihren Anorak und ist schon am Ausgang. Dumm nur, dass Oma noch ohne Hosen dasteht. Nach dem Tausch (unter Protest) Schlüssel gegen Karte geht es frohgelaunt nach Hause.
Es war soooo schön, dass wir uns nächsten Freitag gleich wieder n.ackig machen!  

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Wie macht die Kuh?

"Mmmmmmhhh"

Und die Ente? "(...te)" Die macht so etwas ähnliches wie ein geflüstertes "na na na".

Zwischendurch immer mal wieder "MAMA".

Das war unser morgendliches Wickeltischgespräch. Und dies hier ist der morgentliche Staupost.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Kitakind

Wir wollen uns nicht zu früh freuen, doch gestern machte mir Babymädchens Erzieherin eine Riesenfreude. Ich war extra-früh von Arbeit losgedüst, um mir einen schönen Nachmittag mit dem Babymädchen zu machen. Als ich gerade einparkte radelte die Erzieherin an mir vorbei in den Feierabend, drehte jedoch sofort um als sie mich sah. Wir treffen uns ja eigentlich nie, weil Babymädchen morgens immer eines der ersten Kinder ist, so dass D. noch nicht da ist. Wenn ich es dann Montags bis Mittwochs abhole ist es auch eines der letzten Kinder und D. schon wieder im Feierabend. 

Jedenfalls berichtete sie mir freudestrahlend, voller Begeisterung und in gewohnt herzlicher Art, dass das Babymädchen einen richtig tollen Tag gehabt hatte. Es hatte morgens ein Zusatznickerchen gehalten und dann richtig aufgedreht und ganz gelöst gespielt. Bislang hatte es sich immer sehr viel an D. und S. festgeklammert und gejammert, wenn diese sich mal entfernten bzw. sich einem anderen Kind widmeten. Gestern jedoch ging das Babymädchen alleine in ein anderes Zimmer und ließ auch zu, dass die Erzieherinnen sich von ihm entfernten. 

Als ich es abholte war es tatsächlich auch sehr fröhlich und wirkte nicht so erschöpft wie sonst, was ich aber auch darauf zurückführte, dass ich es früher als sonst abholte. 

Heute war ich dann um 17:15 Uhr gemeinsam mit einer weiteren Mama mal wieder Bummelletzter. Dennoch war das Babymädchen bestens gelaunt, jauchzte mich und ihre Erzieherin S. an und hatte offenbar trotz der fortgeschrittenen Stunde noch richtig Spaß. S. bestätigte auch, dass der heutige Tag wieder richtig gut war. 

Ich hoffe so so sehr, dass das Babymädchen nun wirklich so richtig ankommt und sich an den Spaß noch ein bisschen gewöhnen kann bevor der nächste Infekt kommt und es vermutlich wieder ein bisschen zurückwirft.

Noch mal genauer: 22.10.2011, 09:46 Uhr

Am 29. August sagt das Babymädchen zum ersten Mal einige Male "Papa". Am 18. September dachte ich, dass es nur noch eine Winzigkeit vom Mama-Sagen entfernt wäre. Dann hörte das Babymädchen wieder auf mit dem Papa- und Fast-Mama-Sagen und beschränkte sich wieder mehr auf dadada u.ä. 

Immer wieder versuchten wir ihr die Bedeutung des Spiels "Sag mal xyz" beizubringen, doch daran hatte und hat das Babymädchen Null Interesse. Es macht sich im Moment ja auch bestens ohne Sprechen verständlich und sieht womöglich die Notwendigkeit nicht, auch wenn es vor allem Nachmittags nach der Kita immer Baby-quasselt wie ein Wasserfall.
 
Am Samstag, den 22. Oktober war das Babymädchen 13,5 Monate alt. Wir saßen zu dritt am Frühstückstisch, aßen gemütlich und hatten alle unseren Spaß. Das Babymädchen, weil es einfach gut drauf war, und wir, weil wir dem niedlichen kleinen Kaspar beim Essen und Spielen zusehen konnten. 

Und dann war es soweit. Das Babymädchen schaute auf, wandte sich mir zu, schaute mich direkt an und sagte - einfach so - "Mama". Das schönste Wort der Welt mit der wunderschönsten, zuckersüßen Stimme. Mein Mädchen!! Endlich, endlich, endlich!!

Natürlich stürzte ich mich gleich auf das Babymädchen küsste es gehörig ab und.... ja, ja, verdrückte auch einige Tränchen. Und das Beste ist, dass das Babymädchen das diesmal nicht gleich wieder verlernt hat sondern in schöner Regelmäßigkeit "Mama" sagt. Nur wie war das jetzt nochmal mit "Papa"?

Samstag, 22. Oktober 2011

22.10.2011 09:46

MAMA

Jetzt schon?

Seit 2 - 3 Wochen zeigt das Babymädchen kurz vorm großen Geschäft schon mal vorwarnend auf den Windelpo. Zu niedlich, wenn es dann anfängt grimassenschneidend und mit Gänsehaut zu drücken. Eigentlich wollten wir mit dem Töpfchen zwar erst im nächsten Sommer anfangen, doch nun hatten wir angedacht, es schon bald mal zu probieren. Allerdings erst nach dem Umzug, denn eigentlich finde ich Toilettenaufsätze besser als Töpfchen - aus purem Eigennutz, weil man dann einfach spülen kann. Vor meinem inneren Auge sehe Ich nämlich immer wieder mein kleines Herkules-Mädchen, das alles umher schleppen muss und sicherlich auch nicht vor einem gut gefüllten Töpfchen halt machen wird. Unsere aktuelle, klapprige Klobrille scheint für so einen Aufsatz jedenfalls nicht geeignet. Daher also der Aufschub auf nach dem Umzug.

Äh, ich schweife ab. Nun gibt es, ohne dass wir das wussten, schon ein Töpfchen bei den Schwiegereltern. Erzählungen zufolge sah Babymädchen dieses gestern, zottelte an seiner Hose herum und wollte ganz offensichtlich darauf.... und pullerte hinein. Zweimal.

Öhm, ja. Nachdem wir die Sache mit dem Essen und Abstillen hingekriegt hatten, dachte ich, nun noch etwas Zeit zu haben. Der Gedanke an die Trockenwerdgeschichte bereitet mit jedenfalls ähnliches Kopfzerbrechen.... obwohl es sich vermutlich genauso von alleine ergeben wird wie das Essen und Abstillen.

Offenbar hat sich das Babymädchen in der Kita bei den großen 2-jährigen was abgeguckt....

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Gelungen

Babymädchen und ich haben unseren unverhofften freien Tag so richtig gut genutzt. Wir waren beide den ganzen Tag bester Laune, haben viel gespielt, gekichert und geschmust. Es war ein bisschen wie "früher" als ich noch in Elternzeit war, nur eben jetzt mit einem Kleinkind. 

Sogar bei unserem Arztbesuch hatten wir Spaß (also bis auf die beiden fiesen Piekser). Babymädchen ließ sich danach gemütlich nach Hause kutschieren (nun endlich auch wieder in den vom Dachboden geholten warmen Fußsack gekuschelt). Wir spielten noch ein bisschen, d.h. Babymädchen räumte alle Schränke aus und unterstützte mich nebenbei dabei, ihren babymäßigen Laufstall abzubauen, eine Kiste 68er-Plünden für den großelterlichen Dachboden und eine Umzugskiste mit meinen Umstands- und Stillklamotten zu packen.

Da ich auf Mittagessen zu Hause nicht eingerichtet war, gab es für Babymädchen ein Gläschen, dass es mit gutem Appetit verschlang. Erst auf dem Wickeltisch wurde es ein wenig quengelig, fing an das Köpfchen nach hinten zu werfen und mit dem Mund nach allem zu schnappen. Ein untrügliches Zeichen für ein müdes, erschöpftes Babymädchen. Und tatsächlich: hingelegt, eingeschlafen und ohne jegliches Mucken anderthalb Stunden genickert, während ich eine Folge AkteX guckte. 

Nach dem Vesper ging es dann nochmal nach draußen. Babymädchen war noch etwas müde, wurde aber munter als wir zwei S-Bahnen und eine Regionalbahn von der Brücke beobachteten. Danach ging es auf den Spielplatz, wo das Babymädchen begeistert seinen Buddeleimer hin- und herschleppte. Wir trafen auch ein anderes kleines (unbekanntes) Mädchen, welches vor lauter Begeisterung über das Babymädchen seine ersten freien Schrittchen machte. Es passiert mir ja nicht oft, dass ich auf dem Spielplatz mit fremden Mamas spreche, aber heute war das echt angenehm. 

Danach ging es schnell nach Hause zum Kacki-Windel wechseln und sofort wieder los. Wir fuhren zu meinem Bruder, K ohne H und Prinzessin L. Eigentlich wollten wir dort die Besuchshäschen angucken, aber Babymädchen fand die lange nicht so spannend wie Prinzessin L's Püppi und das viele Große-Mädchen-Spielzeug. Eine unerwartete, weil zweite Kacki-Ladung des Tages beendete beinahe unseren Besuch vorzeitig. Aber nur beinahe, denn zum Glück hatte Prinzessin L. noch ein paar echte Windeln für ihre Püppis, von denen Babymädchen eine abhaben durfte. Zwischen Babymädchen-Herumkommandierung-Bespaßung und Abendbrot verschwand L dann kurz und schminkte sich als Hornisse. Ja, als so richtig gruselige Hornisse. Genau wie zum Halloween in der Kita. Und ich muss zugeben, das sah wirklich ganz schön professionell und gruselig aus. 

Beim Abendessen saß Babymädchen dann auf meinem Schoß, schmadderte mich voll und aß ihrer Tante und ihrem Onkel die Haare vom Kopf. Wiener, Bratwurst, ein bisschen Stulle, sogar ein bisschen Knofi-Brot und zwei Fruchtzwerge verschwanden in dem kleinen, dicken Bäuchlein. Nach den Windelladungen des heutigen Tages muss da echt viel Platz drin gewesen sein. 

Als wir fertig waren, war es schon ziemlich spät für das Babymädchen, dass bereits eindeutige Ermüdungszeichen zeigte (s.o.). Zu Hause angekommen klammerte es sich nur noch an mir fest während ich das Spielzeugchaos beseitigte, es bettfertig machte und eine Milchflasche vorbereitete. Die Milch zischte es noch weg bevor ich es ins Bett legte. Wie schon beim Mittagsschlaf, wurschtelte es sich noch einmal zurecht und schlief dann sofort ein. Mmh, wenn es so schnell einschläft, habe ich gar keine Zeit meine Twitter-Timeline zu lesen. 

Und nun sitze ich auf der Couch und warte darauf, dass mein R. von seiner Dienstreise zurückkommt und mein viertägiges Strohwitwentum beendet. 

Keine Windpocken

Wir haben das Babymädchen ja immer regelmäßig entsprechend der Empfehlungen impfen lassen. Umso erstaunter war ich, als ich gestern Nachmittag mein Kind aus dem Sandkasten in der Kita pflückte und von der Erzieherin erzählt bekam, dass sie vermutet, das Babymädchen hätte Windpocken, weil es so verdächtige Pünktchen an den Beinen habe. 

Mmh, nun ja, es soll ja in seltenen Fällen möglich sein, dass trotz Impfung die Krankheit "leicht" ausbricht. Jedenfalls sollte ich das beim Arzt abklären und ggf. eine Bescheinigung mitbringen. Mit Windpocken darf ein Kind sogar in die Kita, solange es kein Fieber hat. Allerdings müssen dann das Gesundheitsamt und die anderen Eltern informiert werden. 

Zu Hause angekommen schaute ich mir die Pünktchen erstmal an. Ehrlich gesagt sahen die meisten genauso aus wie wie die Pünktchen, die das Babymädchen immer mal wieder hat und m.E. wahrscheinlich auf irgendein neues Essen o.ä. zurückzuführen sind. Zwei Punkte sahen allerdings tatsächlich ein bisschen wie Windpocken aus, wobei ich sie allerdings ohne den Hinweis der Erzieherin für Mückenstiche gehalten hätte. 

Leider hatte die Kinderärztin gestern Nachmittag schon zu, und heute morgen durften wir dann erst um 9:30 Uhr kommen. Sie warf einen kurzen Blick auf die Pünktchen und bestätigte meine "Diagnose", dass es sich um Insektenstiche bzw. um Reaktionen auf irgendwas handele. Alles klar. 

Weil nun schon mal da waren, zogen wir den für morgen geplanten Impftermin vor. Das Babymädchen war ganz doll tapfer und hat bei den beiden Spritzen nur jeweils ganz kurz, dafür aber dicke Kullertränchen geweint. BTW: Ich habe mich diese Woche gegen Grippe impfen lassen und musste dabei fast weinen, nicht weil ich es so fürchterlich fand, sondern weil ich wusste, dass das Babymädchen auch bald wieder gepiekst werden würde. Zum Glück war es danach aber gleich wieder ganz fröhlich und guter Dinge. 

Nach dem Arztbesuch war es dann endgültig zu spät, um noch in die Kita und zur Arbeit zu fahren. Also machen wir uns heute einen schönen Mama-Tochter-Tag und genießen die zusätzlichen gemeinsamen Stunden, die wir sonst nicht gehabt hätten.

Montag, 17. Oktober 2011

Einladung

Das Babymädchen wurde heute von meinen Eltern aus der Kita abgeholt. Im Kitarucksack fand ich dann die Einladung zur ersten Elternversammlung. Das schönste war, dass das Babymädchen diese eigenhändig verschönert hatte. BMs Oma wusste zu berichten, dass das eine Blume ist. Ich wusste gar nicht, dass Babymädchen schon malen kann!! Es wird wohl wirklich Zeit für ein paar Wachs- oder Buntstifte. Vielleicht denkt der Nikolaus ja dran. 

Überhaupt sind wir beide ein bisschen aufgeregt. Irgendwie ist diese erste Elternversammlung nochmal sowas wie ein Ritterschlag, der uns endgültig zu Eltern eines Kindergartenkinds macht. 


Vierer

Schon kurz vor BM's Geburtstag haben wir die nächtlichen P.ampers B.abyd.ry auf Größe 4 umgestellt, weil die beiden nächtlichen Milchflaschen die Kapazität der kleineren Windeln nun endgültig überschritten. Tagsüber hatten wir bislang jedoch noch die A.ctiveFit Größe 3. Beinahe unbemerkt wurde der Stapel mit den 3er Windeln immer kleiner und mir wurde erst bewusst, dass diese nun endgültig alle sind, als das Babymädchen mir für ihre Püppi eine frische Windel in Größe 4 aus der Wickelkommode brachte.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Liebe ist....

.... morgens als erster aufzuwachen und meine beiden allerliebsten Lieblingsmenschen beim Schlafen zu beobachten.

Das BM hat die Nacht nun doch bei uns verbracht und so richtig auf dem Posten ist es wohl nicht, weil....
.... es um halb 9 Uhr noch schläft,
.... es um 5 Uhr bitterlich weinte und erst wieder einschlief als eine erneute Dosis Nurofen endlich wirkte.

Was hat sie nur? Irgendwie tippen wir auf ein fieses Zähnchen, obwohl die bisherigen 6 völlig problemlos kamen. Wenn das bis morgen nicht besser wird, gehe ich wohl mit BM zum Arzt.

Samstag, 15. Oktober 2011

Gut und nicht so gut

Gut ist:
Nachdem das Babymädchen gestern als Mittagskind von Oma und Opa abgeholt wurde, verbrachte es die Nacht bei ihnen im Wald. R. und ich nutzen den gestrigen Abend für ein Date im COA. Danach schlief ich tatsächlich 7,5 Stunden durch und dann noch einmal 1,5 Stunden. Ich weiß wirklich nicht, wann ich das letzte Mal so lange geschlafen habe. Und es war schön!! 
Heute waren wir dann in 6 Baumärkten und Möbelläden und erstanden insgesamt 7 Lampen und einen Briefkasten für das neue Haus. Das ganze lief ohne allzu große Zickereien ab. Den absoluten Härtetest einer Beziehung haben wir also bestanden, so dass wir eigentlich direkt weiter zum Standesamt hätten gehen können.  Als Bonus waren wir noch kurz in einem Schuhladen und kauften warme Winterstiefel für das Babymädchen. Die kleinste verfügbare Größe war allerdings die 21, d.h. noch 2 - 3 Nummern zu groß. Ein Testlauf zeigte zwar, dass es darin durchaus auch laufen kann, ich jedoch lachte Tränen, weil die riesigen Botten an den bestrumpfhosten Speckbeinchen so lustig aussahen. 

Nicht so gut:
Nachdem das Babymädchen nun genau vier Tage wieder in der Kita war (wo mal wieder bescheinigt wurde, dass es noch nicht "angekommen" sei), scheint es nun wieder an irgendetwas zu knabbern. Es war den ganzen Tag recht ruhig, anhänglich und ein wenig weinerlich. Irgendetwas scheint ihr Schmerzen zu bereiten, so dass wir am Nachmittag eine Dosis Nurofen gaben, was das Babymädchen auch kurzzeitig aufblühen und zum Kasper werden ließ. Seit es im Bett anstandslos einschlief, wimmert es nun immer wieder und weint im Schlaf dicke Kullertränen, ohne dabei aufzuwachen. Gerade habe ich dem kleinen Mädchen nun noch ein Zäpfchen gegeben, und wir hoffen sehr, dass es nun richtig zur Ruhe kommt und sich schön ausschläft. 

Sonntag, 9. Oktober 2011

Schnipselei

Ich komme zu nix, und schon gar nicht zum bloggen.

Aber das muss jetzt mal sein, wenn auch schon viiiiieeeeel zu spät:

Lieber Vati, alles Liebe und Gute noch einmal nachträglich zum Geburtstag!! Dein Geburtstag fing zwar auf Arbeit erstmal doof an, aber zum Glück konnte dich der Besuch unseres kleinen, kranken Glühwürmchens gleich aufmuntern, welches R. und 'A aus B ehemals B in VStA' zu Gratulationszwecken zu dir auf Arbeit kutschiert hatten. Abends hatten wir dann eine schöne Feier mit gewohnt leckerem Essen und lustigen Anekdoten über Umzüge, handwerkliche Tätigkeiten und Achterbahnfahrten.

Ansonsten stand die vergangene Woche ganz im Zeichen des kranken Babymädchens.... das übrigens 3-Tage-Fieber hatte.... das allerdings beim BM eine Woche andauerte.... und sich dann nach tagelangen 39°C+ doch endlich am Freitag durch plötzliche Fieberfreiheit und den typischen Ausschlag zu erkennen gab. 

Es war eine Woche voller Sorge und Mitleid für unser armes, weinerliches, schlappes Mädchen, dass mit sich selbst so überhaupt nichts anzufangen wusste und die Tage wimmernd auf Papas und Omas Arm verbrachte. Essen mochte es die ganze Zeit fast gar nichts. Vor allem aber bereitete es uns große Sorgen, dass es so gar nicht trinken wollte. Wir versuchten es mit Früchtetee und Saft, was aber noch weniger Erfolg brachte als normales Wasser. Immer wenn ich schon an den Lindenhof dachte, trank das Babymädchen dann doch eine halbe Flasche Milch, um uns ein wenig zu beruhigen. Klar, wenn ein Kind nur Milch trinkt, gibt es grün-flüssige Windelexplosionen, so dass das arme kranke Hühnchen mehrmals unter die Dusche musste.

Überhaupt verbrachte das Babymädchen die Tage mit soviel Schlaf wie wohl zuletzt als 3 - 4 Monate altes Baby. Schlafen, kuscheln, Kinderwagen.... Gestern morgen noch schlief es mir auf dem Wickeltisch fast wieder ein. Ehrlich gesagt, hätte das Wickeln dieses wehrlosen, friedlichen Kindes - sowie das meist blitzschnelle, theaterlose Einschlafen - fast Spaß gemacht, wenn es uns nicht so unglaublich leid getan hatte.

Ich selbst war bei der Arbeit fast ständig in Gedanken bei meinem Mädchen. Am liebsten wäre ich die ganze Zeit bei ihm geblieben und hätte es in der Manduca eng bei mir gehabt. Aber es war ja jeweils zwei Tage bei R. und bei meiner Mutti bestens aufgehoben, auf Arbeit war sehr viel zu tun und überhaupt war es wohl ein Zeichen guten Willens, dass nicht immer nur mein Arbeitgeber unter meiner Mutterschaft zu "leiden" hat.

Morgen nun wird das Babymädchen noch einen Tag frische Luft bei Oma und Opa im Wald tanken bevor es am Dienstag hoffentlich wieder in die Kita gehen kann. Es ist immer noch ganz schön schlapp, auch wenn es heute endlich wieder fröhlich gespielt hat. Kein Wunder nach einer Woche Fieber und kaum fester Nahrung (der erste essenstechnische Durchbruch kam am Freitag bei Oma in Form einer ganzen! Wiener). Babymädchen sieht immer noch ganz blass und schmal aus und hat die 9-Kilo-Marke sicherlich wieder unterschritten.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Kranke Hühner

Das Babymädchen ist krank. Was die Kinderärztin recht unspezifisch als Infekt bezeichnet bedeutet tatsächlich ein ganz schlappes, appetitloses, weinerliches Glühwürmchen, dass ausschließlich auf dem Arm sein möchte.

Nach einer sehr unruhigen Nacht in unserem Bett wimmerte und weinte das arme kleine Menschlein dicke Kullertränen sobald ich es mal kurz absetzte. Darum ging es heute auch nicht in die Kita, sondern zu meiner Mutti, die ihr kleines Enkelmädchen pflegte.

Heute Nachmittag ging R. dann mit dem kranken Hühnchen zur Arztin, wo wieder über 39 Grad gemessen wurden. Ganz klar, Babymädchen ist krank. Darum wird sie diese Woche auch nicht mehr in die Kita gehen sondern mit R. zu hause bleiben.

Mal abgesehen davon, dass uns das Herz blutet, wenn unser Tobemädchen so schlapp und krank ist, haben wir damit auch diverse Premieren:
R. wird zum ersten Mal ganze Tage als alleinerziehender Papa verbringen.... und das auch noch mit einem kranken Klammeräffchen.
Zum ersten Mal kann ich mein appetitloses Mädchen nicht durch Kuschelstillen beruhigen und dafür sorgen, dass es ausreichend trinkt.
Und zum ersten Mal kann ich nicht bei meinem Mädchen sein, um es zu trösten, umherzutragen und gesund zu kuscheln. Und das macht mich grade sehr traurig, obwohl es doch bei seinem Papa in besten Händen ist.

Übrigens hat sich auch Prinzessin L. so ein Fieber zugelegt und den Tag schlappi auf der Couch verbracht. Gute Besserung wünschen wir unseren beiden kleinen Mädchen!!

Montag, 3. Oktober 2011

Küsschen

Gelegentlich, aber bei weitem nicht immer, hält das Babymädchen manchmal huldvoll sein Mündchen zum Küsschen-Empfang hin, wenn man es um ein Küsschen bittet. Heute Vormittag jedoch bekam ich Babymädchens allererstes unaufgefordertes Küsschen. 

Ich fläzte auf dem Boden herum während das Babymädchen spielte als es unvermittelt auf mich zu kam und mir ein Küsschen gab.*hach*

Überhaupt ist das Babymädchen heute sehr schmusig und anhänglich gewesen, was allerdings daran liegt, dass es schon wieder den nächsten Infekt aus der Kita mitgebracht hat und Fieber hat. Armes kleines Mädchen!!

Samstag, 1. Oktober 2011

Mitfahrer

Eigentlich passt das Babymädchen ja immer noch recht gut in die Babyschale. Und eigentlich dürfte es die 9 Kilo mittlerweile auch nur ganz knapp erreicht haben. Dennoch kramte mein Vati heute Prinzessin L.'s alte Autositze vom Dachboden - einen für unser Auto und eines für das meiner Eltern. Nach etwas ratlosem Herumgefummel gelang es ihm dann auch, den Gurt richtig einzustellen, d.h. im Falle des Babymädchens ihn so weit wie möglich zu kürzen.Den Sitz habe ich nun mit besten Vorsätzen auf der Rückbank anbringen lassen. Mal gucken, ob das Babymädchen auf Dauer damit einverstanden ist. 

Die erste Fahrt im "großen" Sitz auf der Rückbank verlief ganz gut. Da ich alleine mit dem Babymädchen unterwegs war und dementsprechend das Auto fuhr, konnte ich es natürlich nicht wie üblich bespaßen. Eine Weile lang zeigten meine Kontrollblicke ein höchst entspanntes Babymädchen, das interessiert umher schaute. Dann wurde es erwartungsgemäß unruhig und auch ein wenig knurrig. So schön vorwärts fahren auch ist, dieses doofe Anschnallen nervt echt. So kommt man kaum an die Füße ran, um die Schuhe auszuziehen. 

Mittwoch, 28. September 2011

Lange Tage

Irgendwann wollte ich auch mal darüber bloggen, dass ich nach gut zwei Wochen frühem Aufstehen, Arbeit, anschließender Babymädchenbespaßung, Einschlaftheater und danach noch dieser und jener Erledigungen nun wieder regelmäßig ca. 20:30 Uhr auf der Couch einschlafe. Kurzum ich bin dauermüde.

Schlimmer ist jedoch, dass die langen Tage in der Kita auch das Babymädchen sehr schlauchen. Die Tagesabläufe haben sich einfach noch nicht so richtig eingespielt. An guten Tagen schläft das Babymädchen schon mal gern bis 7:15 Uhr - an den allermeisten Tagen müssen wir allerdings das Haus spätestens um 7 Uhr, besser wäre 6:30 Uhr verlassen, d.h. wir müssen das Babymädchen wecken. Klar, ist es dann den ganzen Vormittag müde und knatschig. Dann gibt es Tage wie gestern und heute, da ist das Babymädchen die ganze Nacht unruhig und beendet die Nacht um kurz nach 5 Uhr. Klar, da ist es dann ebenso müde und knatschig, denn die Zeit bis zum Mittagsschlaf um 12 Uhr ist viel zu lang.

Hinzu kommt, dass unser kleines Tobemädchen immer in Action sein muss. Ruhiges Spielen geht gar nicht. Selbst Bücher-Angucken muss im Stehen passieren, das Buch muss umhergeschleppt und alle zwei Minuten gegen ein neues Buch ausgetauscht werden. "Ackern, ackern, ackern", heißt Babymädchens Devise. Ich weiß nicht, ob das bei allen Kindern so ist, aber Babymädchen kommt nur dann zur Ruhe, wenn es bei jemandem auf dem Arm sein kann oder im Kinderwagen sitzt. Da schläft es dann auch nicht immer ein, ruht sich aber zumindest mal aus. 

In der Kita nun kann es trotz gutem Betreuungsschlüssel (2:10) einfach nicht immer gewährleistet werden, dass mein armes, müdes, jammerndes Babymädchen seine dringend benötigten Ruhephasen auf dem Arm einer Erzieherin ausleben kann. 

Das wissen wir, und es tut uns auch unendlich leid, aber zumindest an den drei Tagen pro Woche, an denen ich das Babymädchen in die Kita bringe und abhole und dazwischen einen vollen Arbeitstag plus 1 Stunde Fahrt quetsche, sind die Tage wirklich sehr, sehr lang. Darauf sprach mich nun heute eine ihrer Erzieherinnen an und bat mich zu überdenken, ob wir es nicht irgendwie für ein paar Wochen einrichten könnten, das Babymädchen kürzer in die Kita zu geben. Sie hat das wirklich sehr nett rübergebracht, trotzdem hat es mich sehr traurig gemacht. Bislang war ich irgendwie davon ausgegangen, dass das ja ganz normal ist, doch nun macht es mir schon große Sorgen, weil es ja explizit angesprochen wurde. 

Ich denke immer noch, dass Babymädchen recht gern in die Kita geht. Jedenfalls ist es immer recht bereitwillig dort geblieben bzw. war gelegentlich sogar begeistert, gleich spielen zu dürfen. Geweint hat es bislang zum Glück erst zwei mal, beruhigte sich aber jedesmal gleich wieder. Wenn ich es Nachmittags / Abends abhole, ist es meist eines der letzten Kinder und oft auf dem Schoß einer Erzieherin, was dann ja kein Problem mehr ist, weil die meisten anderen Kinder schon weg sind. Müde, aber vergnügt, würde ich sagen. 

Das Problem liegt m.E. also eher am Vormittag - und genau da können wir es nicht wirklich ändern. Ich werde versuchen, eine Weile Montags - Mittwochs noch später anzufangen, damit das Babymädchen etwas länger schlafen kann (was es dann laut Murphy's Gesetzt wohl kaum tun wird und was dann meinen "langen" Tagen Donnerstags und Freitags noch mehr Stunden bedeutet). Aber was sein muss, muss sein. Wenn wir erstmal umgezogen sind, kann das Babymädchen ja eine halbe Stunde länger schlafen, weil wir den weiten Weg nicht mehr haben. Und hoffentlich wird es sich einfach demnächst an den neuen Rhythmus gewöhnen.... auch wenn es diesen dann am Wochenende gern immer vergessen darf.

Ähm, ja. Das wollte ich mir einfach mal von der Seele schreiben. 21:13 Uhr, und ich bin noch wach....

Sonntag, 25. September 2011

Sehnsucht

Gestern Abend besuchte A., B. und den kleinen Baby-B. zu Hause. Baby-B. hat zwar einen großen Appetit - schließlich will er ja mindestens so groß wie sein Papa werden - hat aber die richtige Technik mit dem Stillen nicht so richtig raus. Nicht zuletzt deshalb war es sehr schön zu sehen, dass die drei nun trotz aller Widrigkeiten von 'H' wie HELLP bis 'S' wie STILLEN gut im gemeinsamen Familienleben angekommen sind. 

Der kleine B. ist ein ganz süßer kleiner Mann und versetzte mich mal wieder in Erstaunen darüber, dass auch das Babymädchen vor genau einem Jahr so winzig und federleicht war. Und natürlich riecht er wunderbar süß nach Baby. 

Womit wir dann beim Titel dieses Eintrags wären. Wenn ich früher, in meinem Leben vor dem Babymädchen, ein Baby auf den Arm nahm, löste dieser Babyduft immer unbändige Sehnsucht nach einem Baby aus. So war es auch gestern wieder, als ich den kleinen B. im Arm hielt und seine niedlichen Gesichtsausdrücke bestaunte. Aber nein, es war keine Sehnsucht nach einem neuen Baby, sondern nach meinem Babymädchen!!

Ich düste nach Hause und war froh, dass das Einschlafen noch nicht gelungen war, so dass ich mein Mädchen noch einmal in den Arm nehmen, fest an mich drücken, seinen ganz eigenen Babyduft einatmen konnte und es in den Schlaf begleiten konnte.

Spielplatzparty

Gestern Abend vor zwei Jahren räumte meine liebste F. noch schnell ihre nigelnagelneue Küche in der neuen Wohnung ein. Und heute früh vor zwei Jahren verabschiedeten wir sie vorm Haus als sie mit etwas zittrigen Knien und sicherlich einigen bangen Gedanken ins Auto stieg, um ins Krankenhaus zu fahren, wo wenig später Babymädchens Kumpel T. per geplantem Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickte. 

T. ist mit Abstand der gelassenste, ausgeglichenste und stets fröhliche kleine Junge, den ich kenne. Und heute ist er nun schon zwei Jahre alt geworden. 

Das wurde natürlich gebührend gefeiert - mit ganz vielen Verwandten, großen und kleinen Freunden, Kuchen und Geschenken. Weil das Wetter so schön war, fand die Party auf dem Spielplatz statt, so dass die Kinder (und einige Papas) genügend Platz zum Spielen und Toben hatten. Das war ein richtig toller Kindergeburtstag!

Samstag, 24. September 2011

Supermarkt-Treffen

Heute früh trafen wir Nachbarsfreund J. mit dem kleinen T. im Supermarkt, wo Babymädchen ihrem großen Kumpel gleich mal seine Wege-Schrippe wegschnappte. Zum Glück war noch mehr vorhanden, so dass die Kinder in Ruhe an ihren Schrippen nagen und sich gegenseitig ignorieren konnten, während wir ein kurzes Schwätzchen hielten. 

Sonntag, 18. September 2011

Sag mal

Unser Babymädchen hat es bekanntermaßen ja nicht so mit dem Sprechen, auch wenn es sich mit Äh's und Da's und zeigen ziemlich gut verständlich macht und schnell bekommt was es will. Versteht man nicht gleich, auf was genau das Babymädchen deutet, und rät dann ein wenig herum ("Die Flasche? Der Nucki? Das Buch?"), lacht es laut auf, wenn man das richtige Dingsbums erwischt. 
Vor einiger Zeit hatte das Babymädchen eine Phase, in der es recht oft "Mma" sagte, aber eigentlich nicht so richtig zu mir. Und irgendwann vergaß es wieder, dass es doch eigentlich an "Mama" üben wollte und lernte lieber laufen. Vor ein paar Wochen sagte das Babymädchen zum ersten Mal "Papa".

Beim heutigen Einschlaftheater drehte ich mich wie üblich vom Babymädchen weg, als es wieder eimmal aufsprang und herumrödelte, obwohl es händchenhaltend schon fast eingeschlafen war. Rausgehen bringe ich nicht über's Herz, bestehe dann aber immer darauf, dass das Babymädchen sich erst wieder hinlegt bevor ich es weiter streichle und Händchen halte. 

Heute also wieder. Ich drehte mich um. Und das Babymädchen sagte.... nee, noch nicht "Mama", aber "Hhhmmmma..... Ammmmaaaa". Und diesmal weiß ich ganz sicher, dass es nach mir rief. Ja, ja, ja!! Weiter so, mein Mädchen!! Klar durfte Babymädchen dann nochmal auf den Arm. Inkonsequentes Stück, ich.

Schuhkauf

Ich schrieb schon einmal darüber, dass wir uns nicht sicher sind, an welchem Tag, das Babymädchen denn nun tatsächlich Laufen lernte. Seit drei Wochen macht es regelmäßig mehr als die magische Grenze von zehn Schritten. Seitdem sieht das Laufen jeden Tag sicherer aus. Na klar, immer noch niedlich taumelig, aber trotzdem schon ziemlich sicher im Vergleich zu den Anfängen. Das Babymädchen kann die Richtung wechseln, unterwegs Dinge einsammeln und zuweilen recht schwere Sachen umherschleppen.

Ganz klar: Das Babymädchen kann laufen. 

Es war nun also an der Zeit, die babymäßigen Krabbelschuhe in die Kiste zu packen und stattdessen richtige Schuhe zu kaufen. Unser erster Weg führte uns schon letzte Woche in den von Frau Blümel empfohlenen Schuhladen, weil dort die Beratung wohl sehr gut ist. Leider kamen wir nur in Ansätzen in den Genuss dieser Beratung, denn schnell stand fest: Babymädchen braucht Größe 18, und die war grade leider nicht vorrätig. 

Also fuhren wir gestern in einen von mir kürzlich entdeckten KINDERschuhladen in unserem zukünftigen Kiez. Dort stellte sich heraus, dass in Größe 18 nur die babymäßigen Krabbelschuhe vorrätig waren, die wir ja gerade abschaffen wollten. Eine ziemliche Enttäuschung, ich hatte mir von diesem Fachgeschäft jedenfalls mehr erwartet. 

Letztendlich landeten wir dann doch mit zig weiteren Familien in der Kinderschuhabteilung bei D.eichmann. Trotz des Gewusels fanden wir schnell zwei Paar Schuhe mit schön flexibler Sohle, in denen das Babymädchen sofort losflitzte. Testweise probierten wir noch eine Nummer größer, doch in denen sah das Babymädchen aus wie Pippi Langstrumpf und stolperte nur umher. Tja, was sein muss, muss sein, auch auf die Gefahr hin, dass Babymädchens Füße aus diesen ersten Schuhen wohl in Nullkommanix rauswachsen werden.

Freitag, 16. September 2011

Tragling

Als das kränkelnde Babymädchen nach kurzer Spieleinheit die herumliegende Manduca entdeckte, wackelte es sofort dorthin, zottelte sie krabbelnd und laufend zurück zu mir, kletterte auf meinen Schoß und zerrte die Manduca noch näher heran, um sie schlussendlich an sein Bäuchlein zu halten.

Sprechen lernen ist offenbar total überbewertet, wenn man sich das, was man will, doch einfach selber organisieren kann.

Trotzdem fiebere ich "Mama, Arm!" entgegen.... oder überhaupt erstmal "Mama".

Wäscheberge

Seit das Babymädchen in die Kita geht, hat sich das Wachstum unserer Wäscheberge noch einmal potenziert. Kein Wunder, wenn es jeden Tag in der Kita umgezogen werden muss und mindestens zwei Outfits benötigt.

Uns bleibt dann nur zu raten, was genau solche Flecken verursacht:

Kränkelei

Seit über einer Woche schnupfelt das Babymädchen so vor sich hin. Zwischendurch steckte es uns ebenfalls an, steckte die Erkältung aber selbst recht gut weg. Nur wenn Nachts das Näschen zu war und verhinderte, dass der Nucki dauerhaft angesaugt werden konnte, gab es mal Gemecker. 

Gestern wurde das Babymädchen von meiner Mutti aus der Kita abgeholt und verbrachte einen gutgelaunten Nachmittag mit ihr. Als R. sie dann Abends ins Bett brachte, schlief sie entgegen ihrer aktuellen Rödel-Acker-immer-wieder-aufstehen-und-neuerdings-wieder-ein-Abendfläschchen-trinken-Phase ohne Flasche recht schnell ein.... um dann nach kurzer Zeit lauthals und untröstlich weinend aufzuwachen. Sie beruhigte sich nicht einmal auf meinem Arm so richtig, trank dann doch noch die Abendflasche in einem Zug leer.... und weinte weiter. Wir vermuteten, dass sie irgendwie Schmerzen hatte (Zähnchen?), und da sie sich auch sehr warm anfühlte gaben wir ein Paracetamolzäpfchen, woraufhin das Babymädchen in unserem Bett erstmal drei Stunden am Stück schlief. Der Rest der Nacht wurde von häufigem Weinen immer wieder unterbrochen.

Heute Morgen zeigte das Thermometer 38°C, was natürlich nicht weiter tragisch ist, doch in die Kita kann das Babymädchen so nicht gehen. So bin ich also nach nur 6 Arbeitstagen heute erstmal zu Hause. Ein klitzekleines schlechtes Gewissen habe ich zwar, weil sich auf meinem Schreibtisch schon so einiges angesammelt hat und heute auch diverse Vorstellungsgespräche stattfinden sollten, aber schließlich war damit zu rechnen, dass das Babymädchen sich jetzt immer wieder Infekte aus der Kita abholt. 

Nach einer kurzen, aber gut gelaunten Spieleinheit wurde das Babymädchen wieder ganz müde und weinerlich, so dass ich es es kurzerhand in die Manduca nahm, wo es augenblicklich einschlief. Da hängt es nun friedlich, schnarcht leise vor sich hin und passt doll auf, dass ich nicht weggehe, indem es sich mit seiner kleinen, warmen Hand an meinem Arm festhält. 

Natürlich möchte ich nicht, dass mein Mädchen krank ist, aber ich muss zugeben, dass ich das hier gerade sehr genieße. Mein Baby und ich allein zu Haus!! Wie "früher".

Montag, 12. September 2011

Working Mum

Die Arbeit hat mich wieder, und das ist auch gut so. Irgendwie blieb es die ganze Zeit seltsam unwirklich, dass das Jahr Elternzeit nun tatsächlich rum ist. Selbst als ich das Babymädchen in die Kita gebracht hatte und im Auto saß, eigentlich sogar noch als ich durch die Tür ging, fühlte sich das irgendwie surreal an. Andererseits jedoch auch so, als wäre gar keine Zeit vergangen. Ich war auch nicht aufgeregt oder so

Komisch, vielleicht liegt das daran, dass Babymädchen nun mal meine Priorität Nr. 1 ist und ich kaum Gelegenheit hatte, darüber nachzudenken wie es sein würde, wenn ich wieder arbeiten gehe. 
Die Kollegen haben mich sehr lieb empfangen, sind aber gestresst und ein wenig jammerig wie eh und je. Mein Account funktioniert nach einigem Herumzicken nun auch wieder, meine Emails und Einstellungen haben die Pause gut überlebt. SAP wird es eventuell auch bald wieder für mich tun.

Heute haben wir dann endlich über die Neuaufteilung der Aufgaben gesprochen. Zuerst war ich ein wenig enttäuscht, weil ich das Personalcontrolling nun doch nicht zurück bekomme. Allerdings habe ich mich damit jetzt schon ganz gut arrangiert, zumal ich doch nicht ganz außen vor sein werde, gleichzeitig aber nicht an Abend-füllenden Terminen mit dem Controlling teilnehmen muss.... was über kurz über lang zu Spannungen geführt hätte. Die Fachbereiche sind auch in Ordnung, mein Lieblingsbereich ist wieder dabei, aber auch das Joint Venture, was definitiv ein ziemlicher Brocken ist. Ich denke aber, "meine" Führungskräfte freuen sich ehrlich, dass ich wieder da bin, was wiederum mich sehr freut. Und zu meinem großen Glück muss ich das Projekt mit meiner ungeliebten Kollegin aus Niedersachsen nicht zurücknehmen.

Also alles soweit schick. Jetzt muss ich "nur" noch meinen neuen Alltag zwischen Babymädchen, R. und Arbeit zur Routine werden lassen, und dass ist sicherlich die größte Herausforderung.