Donnerstag, 20. März 2014

Applaus, Applaus!

So blöd es auch ist, dass ich im Krankenhaus liege, und so sehr R. nun rotiert, um Haushalt, Zimmerumbauten, BM und regelmäßige Besuche bei mir unter einen Hut zu bekommen, habe ich doch das Gefühl, dass ihm das Dasein als quasi alleinerziehender Papa ganz gut bekommt.

Er und BM sind ein tolles Team und scheinen die Exklusivzeit miteinander auch sehr zu genießen, haben ihre eigenen kleinen Rituale und machen wahrscheinlich so einigen Quatsch miteinander. R. schafft es, dass BM guter Dinge ist, indem er weitgehend ihren Alltag aufrecht erhält und irgendwie noch schafft, dass sie mich hier am Ende der Welt fast täglich besucht. Wir telefonieren auch viel, wobei ich meine beiden Menschen fast immer entspannt und gelöst erlebe. Ich glaube, an der ein oder anderen Stelle ist R. nun auch etwas bewusster geworden, warum ich einige Dinge lieber nicht einfach bestimme sondern mit BM gemeinsam plane und entscheide - das macht den Alltag oft viel leichter. Nur einmal musste BM mit ihm schimpfen, weil er ihre Schlüppis einfach so in ihren Schrank geworfen hatte, ohne sie ordentlich zu falten wie Mama das macht.

Heute früh erklomm R. dann einen weiteren Gipfel des Mädchenpapa-Daseins und band ihr einen 1A-Pferdeschwanz inklusive Haarspangen. Wenn ich noch lange im Krankenhaus bleibe lernt er womöglich noch Zöpfe zu flechten.

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PS: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Schwiegermutti! Ich hoffe, ihr feiert schön, ... und verdränge mal schnell das Foto vom leckeren Partyschmaus, das R. mir gezeigt hat.

Kommentare:

  1. Wie macht R. das denn mit seiner Arbeit?

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    1. Er musste in der ersten Krankenhaus-Woche zum Glück nicht arbeiten. Die Folgewoche hatte er dann schon komplett durchorganisiert, an welchen Tagen er mit/ohne BM zu Besuch kommen würde und wer zwischenzeitlich BM betreut oder mir Gesellschaft leistet, wenn er mal nicht kommen kann, weil er immer Sorge hatte, dass ich einsam sein könnte. <3 Zum Glück durfte ich dann ja an dem Montag nach Hause, so dass die ganze Fahrerei nicht mehr nötig war.

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