Dienstag, 3. Oktober 2017
Deko
Sonntag, 1. Oktober 2017
Montag, 25. September 2017
Zwee-Spiel
In 2 Wochen kommen endlich Zwees Zwillinge zum ersten Mal zum Besuch. Zwee macht Pläne:
Dann können wir Verstecken spielen, Verkleiden, Quatsch matten und Kacka sagen.
Verstecken
BM ist gleich nach der Schule zu ihrer Freundin gegangen. So hatten Zwee und ich ein bisschen Zeit zu zweit. Unter anderem haben wir Verstecken gespielt. Erstmal mussten die Lieblingskuscheltiere der Woche Zwee suchen. Es ist ja immer wieder niedlich, wie so kleine Menschen sich verstecken. Sagen wir's mal so: Die Kuscheltiere und ich hatten es nicht besonders schwer.
Dann sollten die Kuscheltiere suchen während Zwee und ich uns versteckten. Ich versuchte ihr den Denkfehler zu erklären, aber Zwee meinte nur: "Troftsdem!"
Aber Probieren geht ja bekanntlich über Studieren. :-)
Samstag, 9. September 2017
Sieben - Party!
So fuhren wir erstmal in den nächstgelegenen Park, wo die Kinder ein wenig spielen konnten während ich das gewünschte Picknick vorbereitete. Wegen des Regens aßen die Kinder im Spielhäuschen statt auf Decken, aber ich glaube, das fanden sie sowieso viel cooler.
Nach ein bisschen spielen fragten alle schon ganz aufgeregt, woher denn die Schatzkarte kommen würde und wann es losgehen sollte. Es war wirklich lustig, wie die kleinen aufgeregten Hühner sich ständig auf die Räder schwangen und losdüsen wollten, obwohl sie doch noch gar nicht wussten, in welche Richtung es gehen sollte.
Wir lösten dann erstmal zwei Rätsel im Park bevor die Radtour endlich losging.
Die Schatzsuche war für Kinder von 7 - 10 Jahren ausgelegt, und ich war mir nicht sicher, ob sie die Rätsel wirklich lösen könnten. Sie haben das aber mit etwas Anleitung und manchmal Hilfe von PL richtig gut geschafft. Nur Kartenlesen hat noch keine von ihnen drauf, dafür deuteten sie aber alle Tipps für die Verstecke ohne Probleme. Der bunte, schnatternde Haufen bot schon ein lustiges Bild, wenn alle aufgeregt radelten und hektisch versteckte Rätsel suchten.
Total überraschend führte die Radtour zu uns nach Hause, wo für jedes Mädchen ein kleiner Schatz versteckt war. Nach einem schnellen Kuchenessen durfte BM endlich ihre Geschenke auspacken bevor die Mädels nach oben stürmten, um ein bisschen zu spielen. Als ich irgendwann nachsah, fand ich dass BMs Zimmer überraschenderweise gar nicht so wild aussah. Da hatte ich jedoch noch nicht in Zwees Zimmer geschaut, wo eine Million Spielzeuge auf das Bett gestapelt wurden.
Die Mädels führten noch eine kleine Show auf. Doch als es nur noch Lärm war, lockte ich sie für den Kindergeburtstagsklassiker - ein Schokoladenwettessen - nach unten. Ich fand das als Kind ja auch schon immer lustig, aber mit dieser Begeisterung und Aufregung hätte ich nicht gerechnet. Am Ende konnten alle nur noch kreischen und vielen irgendwann über die endlich ausgepackte Schokolade her. Im Vergleich dazu war die abschließende Disco quasi eine Ruhephase.
Um 16 Uhr kehrte Ruhe bei uns ein. Wir sollten Kindergeburtstage wirklich öfter schon am Vormittag starten, denn so hatten die Kinder danach noch reichlich Zeit, um etwas runter zu kommen und schön zu spielen, anstatt gleich ins Bett zu müssen.
Es war jedenfalls eine richtig tolle Party, an die BM und ihre Freunde sicher noch lange zurückdenken werden.
Donnerstag, 7. September 2017
Sieben!
An ihrem ersten Geburtstag als Schulkind mussten wir BM ganz früh wecken, damit sie noch vor der Schule den Geburtstagstisch ansehen konnte. Zwee ließ sich halbschlafend mit ins Zimmer ihrer großen Schwester tragen, wo R. und ich ein Geburtstagsständchen für unser großes Mädchen schmetterten. BM versuchte tapfer wach zu werden. Auch wenn die Äuglein erst gar nicht aufgehen wollten, versprühte sie schon gute Geburtstagslaune.
Der Geburtstagstisch war ein voller Erfolg. BM hatte ja eigentlich nur einen einzigen Wunsch geäußerten, diesen aber zwischenzeitlich immer mal wieder verworfen. Umso schöner war es, dass sie sich über das große Fillyschloss (das wir ganz preiswert gebraucht gekauft haben) sehr gefreut hat. Außerdem bekam sie u.a. eine schöne, leichte Armbanduhr und Rummikub.
Samstag, 2. September 2017
60 Jahre Mutti
Sonntag, 27. August 2017
Witzigkeiten
Zwee:
Wenn R. Nudeln abgießt beugt er sich zum Amusement der Kinder immer über den Dampf, so dass seine Brille beschlägt und tut dann erschrocken, weil er nichts sieht.
Neulich beim Abendessen beugte sich Zwee über ihre lauwarmen Nudeln, hob den Kopf, blinzelte und fragte: "Seht du mich?" - Da war weder Wasserdampf, noch trägt Zwee eine Brille die beschlagen könnte.
BM:
Sie ist so ein großes, selbständiges Mädchen geworden, aber heute zeigte sie, dass fast sieben eben docb noch ganz schön klein ist. Sie spielte mit R. ein Bibi Blocksberg-Spiel, so kamen sie aufs Zaubern. Sie nahm einen Spielstein und ließ ihn mit einem Zaunerspruch in R.s Hausschuh verschwinden. R. nahm ihn heimlich wieder raus, und BM wunderte sich, wo er sein könne. R. brachte sie auf die Idee, dass sie ihn vielleicht in einen falschen Schuh gezaubert hätte. Irgendwie kamen sie auf den Schuh der Königin von England. Doch dann meinte BM, dass das eigentlich nicht sein könne, weil gar nicht so weit bis in ein anderes Land zaubern könne, sondern nur hier in ihrem Zimmer.
Dann sprang sie auf und holte ein Bibi Blocksberg Buch, um einen Spruch zu finden, um das verlorene Ding zurück zu bringen... und glaubte ihrem Papa, als er erklärte, dass er daraus echte Zaubersprüche ablesen könne, und schwups ließ er den Spielstein doch noch aus seinem Schuh fallen.
Übrigens meinte sie noch, dass ihre Oma einen echten Zauberstab und eine echte Zauberkugel aus Glas habe, die sie jederzeit benutzen dürfe.
Wenn man fast sieben ist, ist die Welt wohl wirklich noch voller Magie.
Sonntag, 20. August 2017
5. Ferienetappe
Wir hatten ein Familienzimmer mit zwei Doppelbetten, so dass die Kinder wieder zusammen in einem Bett schlafen konnten. Ich habe das Gefühl, dass die viele gemeinsame Zeit sie noch einmal viel mehr zusammengeschweißt hat. Abends im Bett erzählten die beiden immer noch lange und kicherten über allerhand Albernheiten. Und dann fand man sie immer irgendwann in einander verknotet und friedlich schlafend.
Direkt vor der Ferienwohnung war ein kleiner Spielplatz mit zwei Trampolins. Abends kamen immer eine Handvoll Ferienkinder zusammen, "hingen auf dem Spielplatz ab" bzw. fuhren mit allerhand verfügbaren Gefährten über den Hof. BM traf einige gleichaltrige Kinder, aber auch unsere Zwee immer mittenmang und überhaupt nicht schüchtern.
Tagsüber machten wir mal gemeinsam und mal getrennt verschiedene Ausflüge. Die Gegend war einfach traumhaft. So schön grün und natürlich bergig, aber noch nicht so hoch dass ich bei jeder Autofahrt Nervenzusammenbrüche bekommen müsste. Mit den Kindern konnten wir natürlich noch nicht so richtig wandern, aber die Österreicher haben es echt drauf, Wanderwege mit Rätseln, Wasserspielen, Murmelbahnen und Spielplätzen auch für Kinder so spannend zu machen, dass auch die Kinder ihren Spaß hatten.
An einem Tag kletterten wir zur Burgenwelt Ehrenberg hinauf...
...wobei ich zugeben muss, dass ich mich nicht auf die Hängematte traute und trotz gekauftem Ticket unverrichteter Dinge umkehren musste. Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet, dass sie nur aus einem Gitter besteht, durch das man hindurchsehen kann... R., die Kinder trauten sich aber mit Oma und Opa ein gutes Stück auf dem wackeligen Ding entlang. Danach war ich noch mit BM im Museum, wo wir Ritterrüstungen anprobierten und BM sehr interessiert ganz viele Informationen über das Mittelalter aufsaugte.
An einem Tag fuhren wir zu viert mit dem Sessellift auf einen Berg, trafen uns mit dem Rest der Familie, ackerten bis hinauf zum Berggipfel, saßen einen leckeren Kaiserschmarrn und fuhren dann mit der Seilbahn wieder nach unten. Also zumindest ein Großteil von uns, denn R. und M. sausten mit gemieteten Rollern herunter.
Ich konnte mich die ganze Zeit nicht satt sehen, weil jeder Schritt immer wieder eine neue schöne Aussicht brachte. Selbst im Freibad sah das so aus:
Zu guter Letzt machte ich noch ein Versprechen wahr, denn BM hatte sich gewünscht, endlich mal ein Schloss zu besichtigen. Also fuhren BM und ich mit M. zusammen nach Hohenschwangau. Dummerweise hatten wir uns so kurzfristig dafür entschieden, dass wir keine Tickets mehr für Neuschwanstein reservieren konnten. Als wir in dem völlig überlaufenden Städtchen ankamen, dass eigentlich eine einzige Anstehschlangen-Ansammlung darstellt, hatten wir keine Chance mehr, ein Ticket zu ergattern. Daher entschieden wir uns, stattdessen Schloss Hohenschwangau zu besichtigen. Wir fuhren mit der Kutsche nach oben und wurden dann durch die Führungsmaschinerie geschleust. Es war wirklich interessant und BM hatte tausend Fragen, aber leider sind die Führungen zu kurz getaktet, dass man gar nicht dazu kommt, sich alles genauer anzusehen oder einer siebenjährigen Fragen zu beantworten ehe man wieder weiter gescheucht wird. Danach erklommen wir noch den Berg, um Neuschwanstein von außen zu besichtigen. Da hatte BM aber dann wirklich keinen Spaß dran und sie jammerte zusammen mit den hunderten anderen Kindern, die von ihren Eltern die Berg hinauf getrieben wurden. Oh je, da tat sie mir schon ganz schön leid. Aber wir waren (mal wieder) da... und schauen uns beim nächsten geschichtlichen Interesse lieber mal ein unbekannteres Schloss an.
Nach den Ausflügen verbrachten wir gemütliche Abende in unserer Ferienwohnung, wo Uroma meist die Stellung hielt. Wenn die Kinder im Bett waren, spielten wir Monopoly (wie viele Jahre ist das eigentlich her?) oder pokerten in lustiger Runde.
Samstag, 12. August 2017
4. Ferienetappe
Sonntag, 6. August 2017
Samstag, 5. August 2017
3. Ferienetappe
Sonntag, 30. Juli 2017
2. Ferienetappe
1. Ferienetappe
So verbrachten wir ein paar schöne Tage zum Ferienauftakt. Tatsächlich verließen wir den kleinen Ferienort nicht einmal, sondern genossen es, in den Tag hinein zu leben. Wir spazierten und rollerten durch die Gegend, badeten im Bernsteinsee, buddelten am Strand, beobachteten die Wakeboarder, gingen reiten (also die Kinder, wir mussten/durften nebenher laufen) und spielten Verstecken in der Wohnung... denn das Wetter war sehr durchwachsen, so dass wir froh über unser Upgrade waren.
BM bekam von ihrer Oma ein Geschichtenheft für die Ferien geschenkt. Bislang hat sie noch nichts selbst eingeschrieben, diktierte aber ihrer Oma folgendes über die Tage am Bernsteinsee:
"Ich und meine kleine Schwester sind hier geritten. Mein Pferd hieß Tralala. Meine Schwester auf Püppi geritten. Mama und Papa, meine Schwester und ich sind dort im See baden gegangen. Jeden Tag waren wir in der Gaststätte essen und zum Frühstück gab es viele Leckereien. Mir hat es hier sehr gut gefallen. Wir hatten hier eine ganz große Wohnung."
Letztendlich verkürzten wir den Urlaub um einen Tag, denn am Samstag goss es wie aus Eimern und es war kein Ende in Sicht. Große Wohnung hin oder her, bei Unwetter fanden wir es zu Hause doch gemütlicher.
Sonntag, 23. Juli 2017
Leber Wurst
Heute beim Abendessen wollte Zwee Leberwurst auf ihre Stulle haben.
Dann fragte sie: "Wie heißt das notmal?"
Ich: "Leberwurst."
Zwee: "Häh? Wie heißt das?"
Ich wieder: "Leberwurst."
Daraufhin Zwee: "Und wie ist der Vorname?"
Überhaupt hatte Zwee heute offenbar Quatschlaune, denn daraufhin fütterte sie das kleine Abziehbild an ihrem Arm - einen kleinen Esel - mit ihrer Stulle und unterhielt sich angeregt mit ihm.
Donnerstag, 20. Juli 2017
Tschüss 1a! Hallo 2a!
Für BM war es ein ziemlich anstrengendes Jahr. Die ersten Monate machte ihr vor allem das neue soziale Gefüge zu schaffen. Unsere Kinder gehen/gingen ja in eine recht kleine Kita, wo jeder jeden kennt und BM einen festen Platz hatte. Sie ist auch keineswegs besonders schüchtern, im Gegenteil, ich staune immer wieder, wie schnell sie Anschluss findet. In der Schule fiel ihr das aber wirklich schwer.
Monatelang war sie jeden Abend traurig, weil sie "von den anderen Kindern ausgeschlossen wurde". Egal, was man über den Schultag fragte, sie wollte eigentlich gar nicht erzählen, sondern sagte immer nur, dass sie wieder traurig gewesen sei. Viele Kinder hatten aber scheinbar feste Freunde mitgebracht bzw. hielten an ihren alten Kita-Freunden/Bekannten sehr fest. BM hingegen hatte einen solchen Anker leider nicht. Mit dem einzigen Mädchen, dass aus ihrer Kita mitgekommen war, war sie schon seit einem Jahr nicht nicht mehr richtig fest befreundet (obwohl die beiden früher total dicke waren).
Mein Mamaherz blutete, ich hatte irgendwie erwartet, dass BM richtig viel Spaß in der Schule haben würde und ganz schnell Freunde finden würde. Aber wenn oft so traurig ist, und außerdem noch eines der jüngsten Kinder mit einem riesigen Bewegungsdrang, macht die Schule wohl nicht besonders viel Spaß.
Sowohl BMs Lehrerin als auch ihre Erzieherin sind richtig toll und gehen super auf die Kinder ein. Wir führten mehrere Gespräche mit beiden, wodurch die Situation ein bisschen relativiert wurde: Tatsächlich hatten beide von Anfang an den Eindruck, dass BM immer mittendrin war. Sie machte bei allen Aktivitäten freudig mit und hatte schnell guten Anschluss an alle Kinder. Nur eben keine beste Freundin. BM ist sensibler als wir es vielleicht gedacht hätten: Sie nimmt es sich eben sehr zu Herzen, wenn sie beim Schuhe anziehen die letzte ist und dann alle anderen Kinder sich schon auf dem großen Hof verteilt haben. In der Kita hat sie gern den Ton angegeben (bis im letzten Schuljahr zwei zurückgestellte Mädels die Führung übernahmen), in der Schule ist sie einen Kopf kleiner als viele Mitschüler und musste sich plötzlich einen neuen Stand zwischen 23 anderen Kindern schaffen.
Die Erzieherin berichtete auch, dass wenn BM sich in den Kopf setzte, mit einem bestimmten Mädchen zu spielen, sie dann traurig war, wenn dieses nicht wollte, auch wenn gleichzeitig mehrere andere Kinder sich zum Spielen anboten. Da kam sie dann manchmal nicht aus ihrer Rolle heraus. Dennoch: Es machte mich unendlich traurig, wenn BM in der Schule oder Abends weinen musste. Wie auch immer die Situation von außen aussah - für sie war es eben wirklich schlimm.
Lehrerin und Erzieherin nahmen BMs Problem ernst und halfen ihr. Wenn sie traurig war, fragten sie in die Runde, wer denn mit BM spielen wolle - woraufhin immer viele Hände hochgingen. Sie sprachen oft mit der Klasse über Teamgeist und Kameradschaft und dass sie alle zusammen halten sollten.
Ob es diese Bemühungen waren oder die ersten Lernerfolge oder einfach die Zeit, vielleicht auch die Kombination: Irgendwann zwischen Winter- und Osterferien legte sich bei BM ein Schalter um.
Unser großes Mädchen ist nun viel ausgeglichener und fröhlicher. Sie erzählt zwar immer noch nicht allzu viel von der Schule, und wenn sie es sich aussuchen könnte, hätte sie wohl am liebsten immer Ferien, aber Schule scheint nun immerhin okay zu sein.
In diesem einen Schuljahr ist BM so selbständig und reif geworden. Ihr sowieso schon nie versiegender Redefluss hat einen völlig neuen Wortschatz aufgenommen. Bislang hauptsächlich "Lehrerformulierungen", aber neulich bekam sie ein Donnerwetter von mir, weil ich hörte wie sie zu ihrer kleinen Schwester "Halt doch die Schnauze" sagte. Wir werden das ja nicht verhindern können, aber bei uns zu Hause wird so jedenfalls nicht gesprochen.
Am Mittwoch gab es nun also die ersten Giftblätter. BM bettelte mich morgens noch an, dass ich ihr eine Zange mitgeben solle, weil sie meine Erzählungen von meinen Zeugnisausgaben so lustig fand. Ich überzeugte sie jedoch, dass ich die Zange auch erst viel später benutzt hatte und sie noch viel Jahre warten müsse, bis sie das auch tun könne.
In der 3. Stunde war es soweit. R. und ich waren mit einigen anderen Eltern in die Schule gekommen, so dass wir bei der Zeugnisübergabe dabei sein konnten. Zuerst sangen die Kinder das Lied vom Gummibären - dann hatten wir also mal wieder ein paar Stunden lang diesen Ohrwurm. Es war aber toll zusehen, wie lieb alle dasaßen, mitsangen und an denselben Stellen schmunzeln mussten, obwohl sie das Lied sicher schon hundertmal gesungen haben. Die Lehrerin war toll wie immer. Nacheinander rief sie jeweils einen Jungen und ein Mädchen nach vorn und hatte für jedes Kind einige sehr persönliche Worte. Zum Zeugnis gab es dann von der Erzieherin noch jeweils ein kleines Tütchen mit einem Pixiebuch, Bleistift und Notizblock.
Als BM an der Reihe war, lobte die Lehrerin, dass sie das ganze Jahr so fleißig und lieb gewesen sei. Sie erwähnte noch, dass BM nach ihrer Polypen-OP ganz schnell wieder reingekommen ist und es kaum aufgefallen sei, dass sie zwischendurch weg war. BM war vorn ganz schön aufgeregt. Danach sagte sie noch, dass sie froh war, dass sie selbst nichts sagen musste. Ja, Dankesreden haben wohl auch noch etwas Zeit. Wie die meisten Kinder interessierte sich BM Null für das Zeugnis, sondern wollte erstmal das kleine Geschenk auspacken. Erst als wir ein paar Stunden später schon im Urlaub waren, wollte sie es sich kurz mit mir ansehen... aber wirklich nur kurz.
BM liest schon richtig gut, und ich glaube, es macht ihr richtig Spaß, die Welt um sie herum so zu erschließen. Sie liest so im Vorbeigehen lange Straßennamen und Begriffe, aber bei den Hausaufgaben muss ich sie noch oft daran erinnern, dass sie die Aufgabenstellung doch selbst lesen kann und mich nicht dazu braucht. Gelegentlich liest sie ihrer kleinen Schwester aus deren Bilderbüchern vor - mittlerweile auch schon so flüssig, dass Zwee sitzen bleibt und zuhört.
BM rechnet auch sehr gern und sicher bis 20. Zuletzt hat die Klasse mit Geld gerechnet, was ihr großen Spaß gemacht hat. Mein Eindruck ist, wenn sie sich noch etwas Zeit nehmen würde, neue Aufgaben richtig zu verstehen, könnte sie richtig gut in Mathe sein. So müssen wir oft einige Aufgaben im Matheheft noch einmal wegradieren und nacharbeiten, weil sie an der Aufgabe vorbei gerechnet hat.
Die beste Beurteilung bekam BM in Sachkunde. Seltsamerweise ein Fach, über das sie nie etwas zu Hause erzählt. Da gibt es auch nur selten Hausaufgaben auf, so dass ich kaum ein Gefühl dafür habe, was sie da eigentlich machen. Allerdings wundert es mich nicht, dass sie darin gut ist: Die Lehrer der Familie und auch ihre Kitaerzieherinnen haben immer gesagt, dass BM sehr vielseitig interessiert ist und ein richtig gutes Allgemeinwissen hat.
Direkt nach der Zeugnisgabe holten wir noch schnell Zwee aus der Kita ab und fuhren in einen kleinen Ferienauftakturlaub an den Bernsteinsee... aber nicht bevor BM auch von uns ein kleines Geschenk für das geschaffte Schuljahr und das schöne Zeugnis bekommen hatte:
Zur Zeit ist BM ja glühender My-little-Pony-Fan. Und niemand sagt so niedlich lispelnd "Prinzessin Twighlight Sparkle" wie mein zahnlückiges Mädchen. (Seit sie weiß wie süß ich das finde, kommt sie manchmal in einem Anflug von Liebe zu mir und flüstert es mir ins Ohr, um mir eine Freude zu machen. ) Darum hat sie eben diese nun auch zum Spielen bekommen. Auf dem Foto haben Twighlight und Apple Jack übrigens Taschentuchkleider an, weil sie heiraten.
Mein liebes großes Mädchen, ich wünsche dir wundervolle Ferien, damit du ordentlich Energie auftanken kannst bevor es im September weitergeht. Und wenn ich noch einen Wunsch offen habe, wünsche ich mir, dass die Schule dir bald so richtig Spaß macht. Das Schule-doof-finden hat wirklich noch ein paar Jahre Zeit!
Sonntag, 16. Juli 2017
Kita-Sommerfest 2017
Dennoch waren R. und ich uns ziemlich sicher, dass sie im entscheidenden Augenblick nicht mitsingen würde. Und wir behielten recht. Zwee ging zwar bereitwillig vor und stand zwischen den größeren Kindern. Während des Liedes standen sie und ihre eine Zwillingsfreundin aber nebeneinander und schauten sich mit fest verschlossenen Mündchen tief in die Augen.
Beim anschließenden Theaterstück schaute sie aber interessiert zu und beim anschließenden Fest hatte sie dann richtig Spaß. Ich selbst hatte leider kaum die Möglichkeit mit anderen Eltern zu quatschen, denn eine fiese Erkältung plagte mich und hatte sich wie so oft auf die Stimmbänder gelegt, so dass ich kaum sprechen konnte.
Wie in den vorangegangenen Jahren war es aber für uns eine große Freude zu sehen wie selbstsicher und selbstverständlich unser Kind sich im Kitagarten und mit den anderen Kindern bewegte. Zwee machte ganz viel Quatsch mit den Zwillingen und war überhaupt nicht schüchtern, sondern machte allerhand Quatsch vor (Kopfüber über einer Bank hängen und mit den Beinen schwingen) und gab oft den Ton an ("Los, wir hennen weiter! Nicht da lang, du musst da hunter hennen!").
Oft stöpselt Zwee bei größeren (und kleineren) Menschenansammlungen erstmal eine virtuelle 80cm-Nabelschnur bei mir ein und weicht mir nicht von der Seite. Diesmal mussten wir oft nach ihr suchen, weil sie ständig unterwegs war.
Beim diesjährigen Fest wurden verschiedene "Berufe" vorgestellt. So bastelte Zwee mit BM Buttons (Schmuckmacher). Sie bediente sich mit ihrer Freundin beim Spangenvorrat der "Friseurin" während BM sich geduldig frisieren ließ. Dann ließ sie sich bei der "Maskenbildnerin" schminken, suchte im "Einkaufsladen" von den Kitakindern hergestellte Marmelade aus, baute kurz als "Maurer" an dem großen Eierschachtelhaus mit und naschte Brot, das von der "Bäckerin" im Holzofen gebacken wurde. Größtenteils war sie aber mit einer oder mehreren Freundinnen auf Achse und spielte einfach schön.
BM hatte auch ihren Spaß und freute sich, ihre ehemalige Kitafreundin H. wiederzutreffen, deren kleine Schwester auch noch in die Kita geht. Man merkt nun aber, dass sie kein Kitakind mehr ist. Ich schätze, es dauert nicht mehr lange bis die Kitaaktionen uninteressant für sie werden.
Dienstag, 11. Juli 2017
Randalekäfer
Als R. gestern Zwee aus der Kita abholen wollte, erwartete ihn ein kleines freches Mädchen in Wechselsachen.
Offenbar hatten Zwee, Zwilling T. und die kleine M. den Waschraum unter Wasser gesetzt. Wir wissen nicht genau, was genau sie da gespielt haben, jedenfalls schwamm der ganze Waschraum und die Kinder waren bis auf die Schlüppis nass. Im Windeleimer fand die Putzfrau noch einige Handtücher, vielleicht weil die Mädels versucht hatten, den Boden zu wischen.
Zwee war sehr, sehr reumütig. Sie wollte uns gar nicht erzählen, was da oben passiert war, und heute früh im Auto sagte sie, dass sie heute nicht noch mal mit T. oben spiele wolle.
Als wir dann morgens ihre Erzieherin trafen, kuschelte Zwee sich eng an mich. Sie hatte gestern bestimmt doll geschimpft, war aber heute sehr lieb zu Zwee und sagte, dass doch alles wieder gut sei. Normalerweise wäre sowas ganz und gar nicht von Zwee zu erwarten.
Ich glaube, so schnell wird Zwee auch keinen Blödsinn mehr machen. Das kenne ich von mir. Ich war ja auch immer eher lieb und schüchtern und es war mir auch immer sehr peinlich, wenn ich mal über die Stränge geschlagen habe.
Obwohl sie bestimmt riesigen Spaß bei dem Quatsch hatte... :-D
Mittwoch, 28. Juni 2017
Dritte Brust
Eigentlich wollte ich duschen gehen, uneigentlich musst Zwee (angeblich) noch mal dringend auf Toilette anstatt zu schlafen.
Als ich mich nackig vorbeugte, um ihren Puschitropfen abzurufen, griff Zwee an meinen Schwabbelbauch und fragte: "Ist das auch eine Brust?"
Ähm. Kein Kommentar.
Samstag, 24. Juni 2017
Abendrunde
Heute war irgendwie ein komischer Tag. Ich fühlte mich seltsam schwummig, vielleicht weil die Ohren noch vom gestrigen Flug zu waren. Nach einem Ausflug auf den Spielplatz mit den Zwillingen war ich froh wieder zu Hause zu sein und machte einen dreistündigen Mittagsschlaf. Dabei mache ich sonst nie Mittagsschlaf. Nun geht es mir aber besser - aber der Nachmittag war quasi vorbei.
Nach dem Abendessen beschlossen wir aber, noch etwas frische Luft zu schnappen und machten zu viert einen schönen Spaziergang. BM machte Kunststücke auf ihren Roller und Zwee sauste mit dem Laufrad nebenher. Mittlerweile hat die das echt gut drauf, nur Bremsen muss sie noch ein bisschen üben.
Am Ende der Runde kamen wir in den Park, wo BM ihrer kleinen Schwester zeigte, wie man den Hügel hinab rennen kann. Zwee ließ sich bereitwillig helfen und wurde immer mutiger. Zuletzt lief sie fröhlich übers Feld weg - die Nabelschnur war heute wirklich außerordentlich lang.
Zu Hause angekommen wollten die Kinder noch draußen bleiben und wir chillten auf der Bank vorm Haus. Nach einiger Zeit kam die Zwillingsfamilie. Die Kinder spielen also noch ein bisschen. Derweil kredenzte R. uns Frauen je einen Cocktail.
Nun bin ich wohl doch schon wieder bettreif. Lah-di-lah! :-D
Freitag, 23. Juni 2017
Polypen raus
sich nun vorher ziemliche Gedanken. Wir sprachen darüber, wobei ich ihr natürlich nicht verheimlicht habe, dass das auch ein bisschen weh tut. Als es dann soweit war, ließ sie sich aber ganz tapfer in das kleine Ärmchen stechen. Die Augen wurden ein klitzekleines Bisschen feucht und dann war es schon geschafft. Bei der Gelegenheit wurde BM
auch mal wieder gemessen und gewogen. Sie wiegt nun 20,4 kg und ist 1,12 m groß.
Dann mussten wir noch zu Aufklärungsgespräch beim HNO-Arzt, wobei ich aus organisatorischen Gründen beide Kinder mitnehmen musste, die beide nach langem Schul- und Kitatagen eher nicht so gut drauf waren. Im
Wartezimmer waren beide jammerig und ließen sich kaum durch Vorlesen beruhigen. Ist eben doof, wenn ich das Buch gefühlt immer zu weit bei der Schwester halte. Das eigentliche Arztgespräch war dann eine Sache
von fünf Minuten (während derer mich beide Kinder immer wieder von der Seite ansprachen, so dass ich schimpfen musste, damit ich überhaupt den Arzt verstehe).
Am Freitag fuhren BM und ich dann zwischen Schule und Ferienlager zum Aufklärungsgespräch beim Narkosearzt. Der war wirklich sehr nett zu BM, auch wenn der lange Weg die 10 Minuten Gespräch kaum wert war. Auf dem Weg ins Ferienlager sagte BM dann, dass sie nicht operiert werden
wolle. Mittlerweile war ihr die ganze Sache wohl doch ganz schön unheimlich. Ich erzählte ihr lang und breit wie mir als Kind die Polypen herausgenommen worden waren und dass sie ja schlafen und nichts spüren würde. Im Ferienlager sollte sie dann mal C. fragen, die
vor einiger Zeit dieselbe OP hatte. Deren Eltern meinten, dass es total easy verlaufen wäre. Leider erzählte C. aber BM, dass, sie dolle Schmerzen gehabt habe.
Am Tag der OP durfte BM zwar nach dem Aufstehen noch Wasser trinken, aber nichts mehr essen. Darum haben wir am Sonntag Abend noch ein zweites Abendbrot mit leckerem Käsetoast eingelegt, damit BM möglichst
nicht allzu hungrig ist, denn wir sollten erst um 10:30 Uhr im OP-Zentrum sein.
Dort angekommen mussten wir eine Weile warten und BM wurde schon langweilig und zappelig. Dann aber bekam sie ihren "Schnaps". Ich ging schnell noch einmal mit ihr zur Toilette. Dann setzte sie sich wieder hin und spielte mit meinem Handy, wobei man zusehen konnte, wie sich
die Augen verdrehten. R. nahm BM also auf den Schoß, wo sie schon sehr benebelt wirkte.
Als es losgehen sollte trug ich sie in den OP-Saal. 20 kg Kind sind gar nicht so leicht - vor allem, wenn dieses sich total spannungslos nach hinten lehnt, um die seltsamen Lampen anzusehen. Auf dem Weg in den OP zog ich mir noch schnell Kittel, Haube und Schuhüberzieher an,
dann trug ich die schläfrige BM in den OP-Saal. Dort legte ich sie hin und hielt ihr Händchen. Die Blutdruckmanschette und das Dings am Finger für Puls und Sauerstoffsättigung fand sie doof, hatte aber
schon nicht mehr die Koordination, um diese abzustreifen. Ein netter Narkosearzt hielt BM die Narkosemaske vor die Nase und ich wünschte ihr schöne Träume. Nach kurzer Zeit schlief BM tief und fest und ich ging kurz zu R. ins Wartezimmer.
Nach einer Viertelstunde war die OP bereits vorbei und wir konnten zu BM in den Aufwachraum. Da lag sie ganz friedlich auf der Seite und schlief noch genau die avisierte halbe Stunde. Als sie aufwachte zog sie sich unwillkürlich und genau wie geplant den Atemschlauch aus dem
Mund. Natürlich war sie sehr verwirrt, ließ sich aber gut beruhigen.
Nach kurzer Zeit kam der Arzt und schaute noch einmal in den Mund, dann durften wir auch schon gehen.
Ich dachte, BM wäre einfach nur noch müde als ich sie zum Auto trug, aber tatsächlich war sie wohl noch ziemlich weggetreten. Im Auto wollte sie unbedingt einen Film auf dem Tablet gucken, fiel immer wieder in Sekundenschlaf und jammerte, weil ihr Hals wehtat.
Zu Hause angekommen machten wir es ihr auf der Couch gemütlich. Ich fütterte sie mit winzigen Löffelchen Eis. Dabei versuchte sie den Löffel zu greifen, griff aber gut 20 cm daneben. Offenbar sah sie mehrere Löffel. Tatsächlich blieb das noch einige Stunden so. Ich kuschelte mit ihr und ließ mir immer mal wieder sagen, wie viele Nasen, Augen und Münder ich habe. Nach und nach wurden es immer
weniger, aber bis dahin sagte BM ein paar lustige Sachen, über die ich Rabenmutter ziemlich lachen musste, z.B. "Mama, als du gerade gelächelt hast, sind deine Augen runter gefallen."
Irgendwann versuchte sie sich aufzusetzen, plumpste aber immer wieder um. Ich musste ihr dann unbedingt helfen, sich auf der Couch um 90° zu drehen. Kurz darauf fragte sie, wo sie eigentlich sei. Ich sagte: "Im Wohnzimmer, auf der Couch", da fragte sie: "Aber wo ist denn den der
Fernseher?" - Sie lag abgewandt und blickte die Couchlehne an.
Nach und nach wirkte sie immer munterer und schaute dann diverse Filly-Folgen. Abends wollte sie schon etwas Herzhaftes essen und schaffte ein paar Pestonudeln.
Auch wenn sie da ganz normal wirkte, scheint sie aber einen Filmriss über den gesamten OP-Tag zu haben. Offenbar kann sie sich nicht mal mehr daran erinnern wie wir dorthin gefahren sind.
Am Dienstag war BM noch ein bisschen matt. Wir fuhren zur Kontrolle beim HNO-Arzt (alles gut) und chillten ansonsten viel auf der Couch.
Doch BM wäre nicht BM, wenn ich sie nicht schon am späten Nachmittag hätte daran erinnern müssen, dass sie nicht toben solle - da lag sie auf ihrem Stuhl und ließ Kopf und Beine baumeln. Seit Mittwoch geht es ihr an sich wieder ganz gut, aber der Hals tut noch weh, wo die
Instrumente den Rachen aufgeschürft haben.
Dafür hat sie schon gesagt, dass sie jetzt wie der besser hören könne. Ich hoffe, dass der Hörtest im September das bestätigt.
Nachdem BM vom vielen Fernsehen schon viereckige Augen hatte, machten wir ein paar Hausaufgaben und spielten dann Malefiz, das Hütchen Spiel und zum ersten Mal auch Galgenmännchen. So ein großes Kind ist schon
echt toll!
Und dann brauchte sie auch mal ein bisschen Zeit für sich allein, um mit ihren Filly-Pferden ihre "Lieblingsfolge" nachzuspielen.
Am Donnerstag arbeitete R. zu Hause, um auf BM aufzupassen, und abends fuhr sie mit zu Oma und Opa. Heute darf sie mit Oma in die Schule und sich noch ein bisschen ausruhen. Hoffentlich lassen dann auch übers Wochenende die Halsschmerzen nach, damit BM am Montag wieder in die eigene Schule gehen kann. 😉
































