Dienstag, 6. September 2011

Heute vor einem Jahr II

.... war ein Montag und R. musste zur Arbeit. Ich hatte wie schon in den Wochen zuvor sehr unruhig geschlafen, hatte meinen massigen Körper stündlich zur Toilette geschleppt und mich zwischendurch immer wieder selbst durch mein Schnarchen aufgeweckt. Wie so oft wachte ich endgültig auf als die Wohnungstür hinter R. ins Schloss fiel. 

Der Tag ist in meiner Erinnerung ziemlich verschwommen. Ich weiß nur noch, dass ich ziemlich k.o. war und nach dem Frühstück direkt auf die Couch zog und Blödsinn im Fernsehen schaute. Schließlich hatte ich mir vorgenommen, mich vor Babymädchens Geburt gehörig zu langweilen, weil ich dazu voraussichtlich lange keine Gelegenheit mehr haben würde. (Im Nachhinein kann ich bestätigen, dass ich bislang nicht einen langweiligen Moment hatte seit das Babymädchen da ist.) 

Ich denke, dass ich schon seit dem Aufstehen immer mal wieder ein leichtes Ziehen hatte, dass sich im Gegensatz zu den wenigen Übungswehen, die ich vorher hatte, sehr nach Regelschmerzen anfühlte und vor allem in den Oberschenkeln zog. So richtig wahrgenommen habe ich das aber zu dem Zeitpunkt noch nicht, sondern bloggte erstmal die ET-Zonks vom Vortag. Irgendwann bemerkte ich, dass ich unbewusst angefangen hatte, die Wehen zu veratmen. 

Aber das hier soll ja kein zweiter Geburtsbericht werden....

Ich erinnere mich auch gar nicht so richtig gut an die Details, sondern eigentlich nur daran, dass ich immer noch ziemlich ruhig und gelassen war. Auch als R. nach Hause kam, fand ich es noch ziemlich unwirklich, dass die Geburt nun tatsächlich kurz bevor stand. Ich dachte an mein Pünktchen, das zu diesem Zeitpunkt schon lange seinen richtigen Namen hatte, und fand es nur latent seltsam, dass ich es nun endlich im Arm halten würde. 

Der Abend, den R. und ich dann noch zu Hause verbrachten, war eigentlich noch ziemlich entspannt, vielleicht einen Zacken hysterisch-lustig. Ich veratmete meine Wehen erst in der Badewanne und dann auf der Couch. Im Fernsehen lief "Eis am Stiel" während ich mich bei jeder Wehe über die Sofakissen warf. Wir aßen Miracoli und ließen die Töpfe stehen, als ob wir am nächsten Tag nichts besseres vor hätten als die Küche aufzuräumen. 

Das war er nun also: Unser letzter Abend zu zweit. Als Paar. Noch nicht ganz Eltern. Irgendwie unspektakulär und trotzdem schön.

Kommentare:

  1. Happy Birthday Babymädchen :) wobei Baby Mädchen ? ;)

    AntwortenLöschen
  2. Herzlichen Glückwunsch und ich wünsche Dir noch ein tolles und aufregendes Leben!

    AntwortenLöschen