Freitag, 14. März 2014

Krankenhaus

Ich bin im Krankenhaus. Heute früh ging ich auf die Toilette und stellte eine - aus meiner Sicht - ziemlich starke Blutung fest. BM stand neben mir und fragte gleich, warum ich Blut am Po habe. Also versuchte ich nicht in Panik zu geraten während ich ihr verklickerte, wo das Blut herkam und dass so etwas schon mal passieren könne, wenn man ein Baby im Bauch hat. Dann rief ich mit zittriger Stimme meinen Mann an, der sogleich auf Arbeit alles stehen und liegen ließ und nach Hause düste. Mangels besserer Ideen ging ich erstmal noch mal ins Bett und spielte im Liegen mit BM.

Als R. nach Hause kam fuhren wir BM schnell zu Oma und weiter in "unser" Krankenhaus. Dort hatte die Blutung dann bereits aufgehört, so dass ich erstmal total erleichtert war. CTG und Ultraschall von allen Seiten folgte. Dabei wurde neben der bereits bekannte Plazenta Praevia Partialis ein verdächtiges Gefäß direkt vorm Muttermund gesehen, welches der Nabelschnuransatz sein könnte, was sehr gefährlich wäre, weil dann bei jeder Blutung nicht ich sondern das Baby bluten würde.

Im gleichen Satz wurde dann gesagt, dass ich stationär aufgenommen werden müsse - und da unser Krankenhaus nicht die ganz klitzekleinen Frühchen versorgen kann, wurde ich in das nächste geeignetere Krankenhaus verlegt. Im Krankentransport, mit Tatütata, wohl aber eher nicht, weil es so sehr eilte, sondern um besser durch den Berufsverkehr zu kommen. Darüber war ich ganz froh, denn mit dicken Bauch auf dem Rücken liegend ohne richtig aus dem Fenster zu sehen, war die Fahrt auch so schon lang genug.

Hier dann wieder CTG (das immer wieder von Zappellieschen Zwee weggeboxt wurde), Ultraschall aus allen Richtungen.

Die gute Nachricht ist, dass dieses Gefäß vorm Muttermund nicht die Nabelschnur ist. Hier bleiben muss ich trotzdem erstmal. Allerdings sieht es jetzt zumindest nicht so aus, dass Zwee ganz bald auf die Welt kommen muss. Im besten Fall kann ich irgendwann noch mal nach Hause, um zumindest den Nestbau zu überwachen und viel Zeit mit meiner BM zu verbringen. Heute bin ich bei 27+1, bei 29+0 könnte ich zurück in das andere Krankenhaus verlegt werden, was nicht soooo weit weg von meiner Familie ist.

Ansonsten versuche ich jetzt mal alle negativen Gedanken zu verdrängen und demnächst zu schlafen während mein R. und meine BM zu Hause die Fahne hochhalten. Hakuna Matata und so.

Donnerstag, 13. März 2014

Gräten

BM spricht so super, dass wir nur noch selten in den Genuss von Wortblüten kommen. Dafür bringt sie jetzt immer wieder für uns lustige, aber irgendwie nachvollziehbar logische Zusammenhänge heraus.

Heute beim Mittagstisch - es gab übrigens Nudeln, Tomatensoße und mit "Denaat-ess-ich-nicht-gerne" gefüllte Putenrouladen:

"Iiiihhh. Ich hab eine Gräte." - "BM, das kann keine Gräte sein, du hast doch gar keinen Fisch auf dem Teller." - "Aber Fleisch kann doch auch mal in Wasser schwimmen."

.... Ich glaube, wir müssen wohl langsam mal etwas genauer erklären, was Fleisch eigentlich ist.

Neulich haben wir uns einen "gemütlichen Abend" auf der Couch gemacht. Wir drei aßen in Windeseile eine Tüte Popcorn und schauten die ersten 10 Minuten von Ice Age. Länger hielt es BM mal wieder nicht vorm Fernseher (was ja eigentlich gut ist).
Am nächsten Tag erklärte BM ihrem Opa: "Wir haben gefault." (gefaulenzt)

"Pippi Lamstrums ist das Mädchen, welches ein Pferd hochheben kann." - Allerdings verwechselt BM sie aus unerfindlichen Gründen häufig mit "Le Locksberg" (Bibi Blocksberg)

Aus der Rubrik Verschiedenes:

"Ich hab das zuerst gehattet."

Nottonee (Portemonnaie)

Mittwoch, 12. März 2014

Jazz in der Philharmonie

BM ging gestern mit meinen Eltern zum Kinderturnen - nachdem sie vorher schon durch's Wohnzimmer getobt war und mit Opa "Übungen" gemacht hatte. Also MIR hätte das als sportliche Betätigung schon ausgereicht. Danach bestritten meine Eltern auch das Abendprogramm, so dass R. und ich noch mal ein Date haben konnten.

Nachdem ich meinen tollen Ehemann bei der Arbeit abgeholt hatte, gingen wir lecker asiatisch essen und dann zum Jazz-Konzert in den Kammersaal der Berliner Philharmonie. Es hat uns gut gefallen, auch wenn nicht alles unseren Geschmack 100%ig traf. Ich fand besonders die Sängerin mit ihrer klaren und zugleich rauchigen Stimme richtig toll.

Konzerte im Sitzen mit ohne Tanzen können (für mich jedenfalls) eine ziemlich einschläfernde Sache sein. Diesmal habe ich es jedoch sehr genossen, dabei meinen Bauch festzuhalten und ganz bei unserem Baby zu sein. Zwee hat sich fast die ganze Zeit ein bisschen bewegt, aber nicht wild gestrampelt, was ich so interpretiere, dass die Musik sie zwar wach gehalten, aber nicht erschreckt hat.

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PS: Gestern morgen schon hatten BM und ich viel Spaß. Ich lag auf dem Rücken als plötzlich Zwees Po hochkam und eine ordentliche Beule machte. BM fand das auch sehr lustig. Ich glaube, bis dahin hatte sie nie wirklich gespürt oder gesehen wie ihre kleine Schwester im Bauch spielt. BM kuschelt zwar oft mit meinem Bauch, hält aber meist nicht so lange still, dass sie wirklich etwas merken könnte.

Dienstag, 11. März 2014

Entwicklungsgespräch in der Kita

Letzten Freitag fand das jährliche Entwicklungsgespräch in der Kita statt. BM hatte es ein paar Monate nicht leicht dort. Nachdem ihre erste Lieblingserzieherin im Sommer in eine andere Kita gewechselt hat, traf es sie im Oktober gleich doppelt so hart als ich andere Lieblingserzieherin K. einen Schlaganfall erlitt und nun bis auf weiteres krank geschrieben ist. Es entstand ein buntes Erzieherkarussell, welches von einigen Kindern recht gleichgültig aufgenommen wurde. Unsere BM jedoch ist sehr personenbezogen und braucht auch in der Kita ihre Kuscheleinheiten. Aktuell leitet nun Erzieherin B. aus der Vorschulgruppe BMs Gruppe. Ich finde sie eigentlich ganz sympatisch, aber im Gespräch gab sie ganz offen zu, dass es sie einige Mühen gekostet hatte, zu BM durchzudringen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie scheint ein bisschen burschikoser zu sein und nicht auf jede Befindlichkeit der 2- und 3-jährigen Kinder einzugehen. Unterstützt wird sie von M., der noch in der Ausbildung ist und mit dem BM immer noch nicht richtig warm geworden ist. Sie sagt er tobt immer nur mit den Jungs. M. ist irgendwie ein ein "cooler" Typ, aber offenbar auch nicht der einfühlsamste. Außerdem gibt es noch Azubine S., die sehr lieb ist und nach Abschluss ihrer Ausbildung die Leitung der Gruppe übernehmen wird. BM freut sich jedenfalls immer, wenn sie S. sieht, und ich glaube, dass sie ihr auch gut tun wird. Unser Wirbelwind ist eben nicht nur Tobekind sondern auch recht sensibel. Hinzu kommt eventuell auch meine Schwangerschaft. Eigentlich spricht BM immer nur freudig von (und mit) dem Baby, aber wer weiß, ob das nicht doch ein paar Ängste in ihrem kleinen Herzchen ausgelöst hat.

Seit dem späten Herbst spricht BM im Zusammenhang mit ihrer Kita stets von ihrer Freundin C. - die kleine C., nicht die große C., die es ja auch noch in der Kita gibt. Zwei Jahre lang hatte BM C. eigentlich ignoriert bzw. nie von ihr erzählt. Im Entwicklungsgespräch erzählte B. dann, dass BM im Herbst ganz deutlich Anschluss gesucht hat, nachdem sie zuvor immer lieber mit den Jungs gespielt hatte. Die beiden sind die einzigen, etwa gleichaltrigen Mädels in der Gruppe, und es ist also ein ziemlicher Zufall und großes Glück, dass die beiden sich so gut verstehen.

Übrigens waren wir vor zwei Wochen auch endlich mal nach der Kita bei C. zu Hause zum Spielen. Das war das allererste von BM initiierte Spieledate - bislang musste sie ja immer mit den Kinder Vorlieb nehmen, mit deren Eltern wir uns verabredet hatten.

Jedenfalls sind die beiden richtige Quatschmäuse. Sie ziehen sich oft zum Spielen nach oben zu den Spatzen zurück und spielen dann stundenlang Verkleiden, Schule oder In-den-Urlaub-fahren. Da ist auch schon sehr gut Verlass auf sie - nur sehr selten gibt es mal richtigen Anlass zum Schimpfen. Eigentlich gab es nur ein Beispiel: Die beiden spielten wohl, dass sie sich verletzt hätten und ihre Stirn kühlen müssten. Dazu wurden ihre Handtücher komplett eingeweicht und in der Folge die Kinder von oben bis unten durchnässt. Für mich fällt das definitiv noch in die Kategorie "Quatsch". Also: BM ist ein liebes Kind und hat offenbar auch eine liebe Freundin.

BM bastelt sehr gern und kann sich dabei super konzentrieren. Das sehen wir auch zu Hause: Jeden Tag werden neue Kunstwerke gebastelt, geschnippelt, bemalt und beklebt, die sie sich selbst ausdenkt und immer geschickter umsetzt.

Sie hat sehr viel Energie und braucht viel Bewegung. Seit sie aber wieder zufriedener ist, schafft sie es auch wieder herunterzukommen und Mittags ohne viel Gewusel einzuschlafen. Sie ist sehr interessiert an allem, singt gern und liebt Mitmachgeschichten. Dabei ist sie schon sehr textsicher. BM ist sehr fürsorglich und kümmert sich gern um die kleineren Kinder - u.a. sahen wir ein Video, in dem sie einem jüngeren Mädchen unter viel Gekicher beim Anziehen half - soooo niedlich! Das lässt wirklich sehr hoffen, dass BM zu ihrer kleinen Schwester lieb sein wird.

Außerdem - und ich hatte nicht erwartet, diesen Begriff schon in der Kitazeit mal zu hören - hat sie schon ein sehr breites Allgemeinwissen für ihr Alter. Klar, sie fragt uns ja auch ständig Löcher in den Bauch, will alles verstehen und teilt das dann auch in einem ununterbrochenen Wortschwall jedem mit, der zwei Ohren hat. Sie erfasst Zusammenhänge, kennt sich an "ihren" Orten sehr gut aus (z.B. kennt sie nicht nur unsere Adresse sondern auch von Omas, Opas und PL) und weiß sehr oft, wo man langfahren muss, um dorthin zu kommen. Zurzeit übt sie gern die Wochentage ("Laurenzia") und auch die Monate, wobei sie sich schon gut merken kann, was in welchem Monat passiert.

Überhaupt muss sie in der Kita immer und immer wieder erzählen wie ihre Woche "strukturiert" ist - Oma-Opa-Tage, Kinderturnen, Tanzen, Highlights wie Familiengeburtstage oder PL von der Schule abholen....

Alles in allem geht es BM also in der Kita (mittlerweile wieder) sehr gut. Sie hat es gut weggesteckt, dass ich gar nicht mehr arbeiten gehe sondern zu Hause bin, und bettelt trotzdem nicht darum, zu Hause bleiben zu dürfen. Wir gehen alles jetzt ein wenig ruhiger an, frühstücken zu Hause und spielen dann auch oft noch, so dass sie erst gegen 9 Uhr in die Kita geht, wenn auch ihre Freundin kommt. Außerdem hole ich sie nun natürlich auch immer schon am frühen Nachmittag ab. In Verbindung mit den Oma-Opa-Tagen hat sie jetzt also meist recht kurze Kita-Tage, was ihr gut zu bekommen scheint. Jedenfalls erscheint sie im Moment (bis auf die üblichen Bockanfälle) ziemlich fröhlich und entspannt.

Sonntag, 9. März 2014

Sieben

Heute ist unsere Nichte PL 7 (sieben!) Jahre alt geworden. Unglaublich wie die Zeit vergeht - Ich kann mich recht gut daran erinnern, selbst 7 Jahre alt gewesen zu sein... Ganz zu schweigen von dem Moment als ich das kleine Mädchen zum ersten Mal im Inkubator sah... und etwas später wie mein Bruder und ich sie im "normalen" Bettchen aus der Neugeborenenstation in K.s Zimmer schoben und dann andächtig nebeneinander saßen und sie einfach nur anschauten.

Heute war BM nun mindestens genauso aufgeregt wie das Geburtstagskind selbst und konnte es kaum erwarten, endlich zur Party zu kommen. Für PL war der Familienkaffee schon Teil 2 der Feierlichkeiten, nachdem sie heute Vormittag mit ihren Freunden (inkl. DEM Jungen) Bowlen war.

6 Cousinen beim freien Spiel im Kinderzimmer, Walkie-Talkie-Konversationen, Verstecken und eine Discokugel im Bad ließen die Zeit sehr schnell vergehen. Zu guter Letzt trafen wir dann 4 Cousinen nebst Eltern beim gesunden Abendbrot (ähem... Burger King) noch mal wieder, was BM in helle Aufregung versetzte. Ist ja auch immer zu schön, wenn sie von so vielen großen Mädchen betüdelt wird.

Freitag, 7. März 2014

Heute auf Radio Teddy gehört


Die deutsche Gesellschaft für Ernährungsdingsda empfiehlt nunmehr, dass Babys im ersten Lebensjahr möglichst vielseitig und unterschiedliche Lebensmittel essen sollten, anstatt - wie noch vor einigen Jahren propagiert - nur langsam und allmählich an verschiedene Zutaten herangeführt zu werden.

Ich bin mal gespannt, was sich in den letzten 3,5 Jahren noch so geändert hat. Wahrscheinlich sollte ich doch noch mal das Internet durchlesen, um auf den aktuellsten Stand zu kommen. :-)

Hakuna Matata!

Letztes Wochenende lösten R. und ich das Hochzeitsgeschenk von kimmy und M. ein und fuhren nach Hamburg, um den "König der Löwen" zu sehen. Eigentlich wollten wir das ganze Wochenende bleiben, aber aus gegebenen Anlass verkürzten wir unseren Aufenthalt auf eine Nacht, da ich ja im Moment nicht so gut zu Fuß bin.

Am Freitag morgen machten wir noch ein aufgeregtes Marienkäferchen für den Kita-Fasching fertig bevor wir uns ins Auto setzten und nach Hamburg düsten. Dort angekommen machten wir einen kleinen Spaziergang durch die Speicherstadt - nur ganz kurz, aber trotzdem humpelte ich gegen Ende Ischias- und Symphysen-bedingt. Also fuhren wir dann erstmal ins Hotel, wo ich fix und alle auf's Bett darnieder sank. Dann machten wir wieder einen kleinen Spaziergang - diesmal zur Alster, wo ich einem Orgasmus nahe war, als ich mich auf eine Bank setzen konnte. Mann, Mann, Mann! Hamburg hat wirklich viel zu bieten, aber zu Fuß kamen wir wirklich nicht weit.

Am Abend gingen wir dann lecker essen und instruierten das Navi über unseren Zielort. Leider war es zeitlich schon etwas knapp, so dass unser Puls ordentlich nach oben ging, als Google Maps uns erklärte, dass wir an Landungsbrücke 1 einfach mal über das Wasser fahren sollten. Ähm, dort fuhr nicht mal eine Autofähre, die dies hätte erklären können. Ein waghalsiges Parkmanöver später und nach freundlicher Auskunft eines Taxifahrers hechteten wir dann zur Landungsbrücke 4, wo das letzte Shuttle zum Stage Theater wenige Minuten später ablegte. Rein ins Theater, Jacken abgegeben und dann saßen wir pünktlich mit dem Gong auf unseren Plätzen. Also im Nachhinein perfektes Timing.

Das Musical war wirklich toll. R. gefiel vor allem der Elefant bei der Konferenz der Tiere, und ich musste natürlich auch ein bisschen weinen, als Simba sang, dass sein Papa ihm doch schließlich versprochen hatte, immer für ihn da zu sein. Ähem, Hormone eben. Zwee gefiel das Musical offenbar auch gut. Sie zappelte ein bisschen und machte es sich dann aber bequem und schlief wieder ein - leider so, dass ich irgendwas hartes unterm rechten Rippenbogen hatte.

Abschließend machten R. und ich noch einen kleinen Spaziergang über die Reeperbahn... da ist er wieder - mein Ohrwurm - denn es war halb 1 als wir uns auf den Heimweg machten.

Am kommenden Morgen schliefen wir bis halb 10 Uhr! Sogar ich! Dann frühstückten wir gemütlich bis 11 Uhr und machten eine Stadtrundfahrt durch Hamburg, um noch ein bisschen Kultur mitzunehmen.

Einen richtig schönen Abschluss unseres Hamburgbesuchs machte dann ein Treffen mit der lieben S. aus HH. Mir kam es vor als könnten unmöglich über 2 Jahre seit unserem letzten Treffen vergangen sein! Wir schnackten einfach so weg und schwupp-di-wupp war es auch schon Zeit für die Heimfahrt.

Hamburg sollte auf jeden Fall irgendwann zukünftig noch mal auf unsere Agenda. Und für die unmittelbare Zukunft versuche ich mir mal das Motto "Hakuna Matata" hinter die Ohren zu schreiben.



Montag, 3. März 2014

Schwangerschaftsdemenz, die

Durch Schwangerschaft verursachte kognitive Beeinträchtigungen und Vergesslichkeit...

Mögliche Symptome:
...
...
.... mit einem Bein schon aus der Dusche heraus sein bevor man merkt, dass man das Shampoo noch nicht aus den Haaren gespült hat.
...
...

Freitag, 21. Februar 2014

Kommentator

R. und BM gucken Union gegen Frankfurt. Dabei kaut BM ihrem Papa mal wieder ununterbrochen ein Ohr ab. Es folgt ein KLEINER Auszug der Fragen, die für einen guten Nervfaktor meist noch mit "Papaaa?" eingeleitet wurden:

Warum ist da ein großer Kreis?
Warum müssen die ganz schnell rennen?
Darf ich auch mal ein Eisern Union Schal ummachen? Hat PL ein andern Schal umgehabt, die bei Eisern Union war? Und Opa U. hatte ein Eisern-Union-Schal?
Was ist der gelbe da? (Schiedsrichter)
Hat Opa U. eine Eisern-Union-Fahne? Warum hat der die nicht?
Welche sitzen da?
Wo ist Opa U.?
Onkel M. ist nicht da, weil der Spätschicht hat. (Jetzt haben wir auch was gelernt)
Welcher ist Drani? (Brandy)
Welcher ist Mattuschka?
Jetzt ist das gleich vorbei?
Ist Eisern Union auch in Handy?
Warum ist heut Eisern Union? Welcher Tag ist heute?
Wo ist Mattuschka?
Ich male jetzt Eisern Union.
Soll ich das auch noch raufschreiben? Eeeeiiiiseeern Uniiiioooon.
Papa, musst du immer Bitte-Bitte rufen?
Ist da Eisern Union an? Warum rufen die Eisern Union ganz laut? So laut: EISERN UNION! Ham die Fußballer das jetzt gehört?
Ich zieh jetzt ein Schlafanzug an und sagst Bescheid, wenn das noch weiter geht.
(R. schreit Tooooor!)
Ham die ein Tor geschossen? Welcher hat ein Tor geschossen? Hat einer ein Tor geworfen? Welcher?
EISERN UNIOOOON! (Etwas verspätet)
Welcher hat eine gelbe Karte? Man zwei gelbe Karten kriegt, dann darf man nicht man nicht mehr mitspielen? Warum? Weil das da auf die gelben Karten steht?
Warum hast du "Ach nö" gesagt?

Mittwoch, 19. Februar 2014

Gedankenkarussell

Gestern Abend dachte ich mir, dass ich ja mal lesen könnte, wie so ein Kaiserschnitt eigentlich abläuft. Seitdem heule ich. Es fällt mir schwer, den Stimmen zu lauschen, die sagen, dass das halb so wild ist.
Ich will nicht aufgeschnitten werden. Ich will nicht mit einem grünen Tuch vor der Latichte auf dem Rücken liegen, während an mir herum gewurschtelt wird. Ich fand damals schon die Ausschabung nach BMs Geburt schrecklich. Ich will mein Baby im Arm halten und lange, lange nicht mehr loslassen, wie ich es mit BM tat. Ich habe Angst, dass es Zwee nicht gut gehen könnte. Der absolute Supergau - ich wäre mit Tropf, Blasenkatheter und allgemeinem Aua ans Bett gefesselt, während sie ganz alleine in einem Brutkasten liegen muss. Mein Baby gehört zu mir auf die Brust. Ich habe auch Angst vor den Schmerzen danach. Auch wenn BMs Geburt streckenweise schrecklich war, kann ich mich heute überhaupt nicht an die Schmerzen unter der erinnern. Diese Amnesie erstreckt sich jedoch nicht auf die Schmerzen am Dammschnitt, die ich danach hatte, wie unmobil ich war. Wie viel schlimmer wird es sein, nachdem mein ganzer Bauch aufgeschnitten wurde? Ich bin eine Memme. Meine BM soll mich so nicht sehen. Was wird sie vom Baby halten, wenn ihre Mama nach der Geburt ein Wrack ist?
Und das alles, wenn es "gut" läuft. An echte Komplikationen wage ich nicht mal zu denken.
Ich bin sauer über die Umstände und möchte es an allen auslassen, obwohl doch keiner etwas dafür kann. Ich hoffe so sehr, dass die dämliche Plazenta noch aus dem Weg rutscht.

Montag, 17. Februar 2014

Nachtrag: Feindiagnostik, Beschäftigungsverbot und Statistik

Schon am 4. Februar, d.h. bei 21+5 SSW waren wir bei der Feindiagnostik. Zuallererst: Zwee ist definitiv ein Mädchen und es geht ihr prima. Sie hat die ganze Zeit gezappelt und gestänkert, was man ihr kaum verübeln kann, wo doch mit dem Ultraschallgerät so lange an ihrem sonst so kuscheligen Zuhause herumgewurschtelt wurde. (Übrigens auch für mich nicht, denn 1. wurde mir auf dem Rücken liegend wieder dezent schwindelig und 2. wurde dabei immer wieder mein bereits geploppter Bauchnabel überfahren).

Die Ärztin schaute sich alle ganz gründlich an, machte die Blutströme sichtbar, stellte fest, dass alle Organe zeitgerecht entwickelt sind, Blase gefüllt ist, Händchen und Füßchen vorhanden sind und auch die Plazenta schön durchblutet ist. Sie schaute auch noch einmal genau nach und bestätigte, dass Zwee eine kleine Schwester ist. Sie zeigte Plazenta und den Gebärmutterhals, sagte aber nichts weiter dazu. Irgendwie kam mir das da schon ein bisschen dicht bei einander vor, aber ich dachte mir noch nichts dabei.

Zuletzt kam noch der Chef, um abschließend noch einmal kurz zu schallen. Er warf einen Blick auf die Bildschirme und fragte dann die andere Ärztin, ob sie "schon etwas gesagt hatte". Da wurde mir gleich ganz anders zumute. Dann erläuterte er, dass die Plazenta in einer "geburtsunmöglichen Position" liegt - nämlich vorm Muttermund. Er war gar nicht unfreundlich, aber ein bisschen distanziert. Außerdem musste ich gleich erstmal ein bisschen weinen, so dass ich nicht alles verstanden habe. Jedenfalls sagte er, dass sich daran voraussichtlich nichts mehr tun würde, so dass Zwee der Ausgang versperrt ist und sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen müsse. Und dass in diesem Fall die Schwangerschaft in vielen Fällen vorzeitig zu Ende geht, wenn die Plazenta anfängt zu bluten, z.B. weil sich der Muttermund anfängt zu öffnen. So ca. vier Wochen früher. Ach ja, und ich solle deutlich kürzer treten und mich schonen. Was auch immer das heißt.

Von dieser Nachricht waren wir beide erstmal sehr geplättet. Ein Ultraschall ist eben kein Babykino, aber wir hatten eigentlich nicht wirklich erwartet, dass irgend etwas nicht stimmen könnte.

Letzte Woche Montag waren wir dann zur Vorsorge bei meiner eigentlichen Frauenärztin. Die schaute auch direkt noch einmal selber nach und erklärte auch etwas genauer, was da zu sehen war. Die Plazenta überlappt den Muttermund um etwa 1,5cm. Es ist möglich, aber eher unwahrscheinlich, dass sie durch das Wachstum der Gebärmutter noch weit genug davon weg rückt, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. (Trotzdem klammere ich mich jetzt noch an diesen Strohhalm und versuche erstmal noch nicht in Panik zu geraten, weil ich nie und nimmer einen Kaiserschnitt wollte.)

Zum Gebärmutterhals selbst hatte man bei der Feindiagnostik gar nichts gesagt, obwohl der mit 32mm wohl schon eher kurz für die 22. SSW ist. Meine Frauenärztin maß (von unten) sogar nur 26mm, was wohl wirklich zu kurz ist. Es wäre auch recht bedenklich, wenn er sich innerhalb einer Woche - in der ich mich ja auch schon geschont hatte - noch einmal so verkürzt hätte. Das kann jedoch zum Teil auch am unterschiedlichen Winkel liegen, so dass ich am Freitag noch einmal zum Nachmessen hingehe.

Fazit war, dass Frau Doktor mich auf keinen Fall mehr arbeiten lassen wollte, obwohl ich ja im Büro arbeite. Ich habe keinen absoluten Liegebefehl erhalten, soll mich aber viel ausruhen. Ich war dann noch hektisch zwei Tage arbeiten, um wenigstens ein bisschen Übergabe ermöglichen zu können und etwas beruhigter ins Beschäftigungsverbot gehen zu können. Nun bin ich seit letzter Woche Donnerstag (23+0) also zu Hause, schlonze viel auf der Couch herum und brüte meine Zwee, die hoffentlich noch ganz, ganz lange in meinem Bauch bleibt. Ob das dem Gebärmutterhals schon was gebracht hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber zumindest finden meine Symphyse und mein Becken meine Faulenzerei voll in Ordnung und verhalten sich derzeit recht versöhnlich.

So, nun noch schnell ein klitzekleines Bisschen Statistik. Zunächst der aktuellste Bauchbildervergleich:

Zum Vergleich hier mal mein Bauch in der 20. - 24. SSW in meiner Schwangerschaft mit BM:

Mein Bauchumfang betrug in der 23. SSW sowohl bei BM als auch jetzt bei Zwee 95cm - womit ich nun übrigens genau so breit bin wie BM hoch ist. Trotzdem sehe ich auf den alten Bildern nicht grundlos verhältnismäßig zierlicher aus: Die 6 kg, die ich diesmal an Ausgangsgewicht mehr hatte, habe ich bislang genauso mitgezogen. Ich hoffe nur sehr, dass sich das trotz Schonung irgendwann soweit verlangsamt, so dass ich meine 86 kg Maximalgewicht der ersten Schwangerschaft nicht auch noch um 6 weitere Kilos überschreite.

Sonntag, 16. Februar 2014

Hexe im Schrank

BM konnte sich bislang noch nie an Träume erinnern. Heute in den ganz frühen Morgenstunden rief sie nach uns, und R. verbrachte auch eine Stunde in ihrem Bett während sie weiter schlief.

Erst als sie dann heute Morgen noch bei uns im großen Bett kuschelnd in meinem Arm lag, fing sie an zu erzählen:

"Ist hier eine Hexe?"

Ich so: "Was meinst du? Hier bei uns zu Hause?... Nein, dass ist doch kein Hexenhäuschen. Hier wohnen nur wir..."

"Und wenn die die Tür aufschließt?"

"Die hat doch keinen Schlüssel. ... Wenn da mal eine Hexe ist, verjagen Papa und Mama die..."

"Aber da war eine Hexe in meinem Zimmer... In meinem großen Schrank."

(An der Stelle gruselte ich mich erstmal gehörig. Offene Schranktüren gehen bei mir seit Jahren gar nicht, seit ich Stephen Kings Kurzgeschichte "Das Schreckgespenst" las.)

Jedenfalls ist die Hexe dann wohl weg gegangen als Papa kam.

Ich versuchte es mit "Es gibt keine echten Hexen", was BM sofort entkräftete: "Die war aber wirklich da."

Wir einigten uns also, dass wir ihren großen Teddy vor den Schrank setzen werden, damit der die Hexe verscheucht, wenn die noch mal wieder kommt. Und wenn nicht, kann sie ja immer Mama und Papa rufen.

Damit war das Thema erst mal geklärt, und ich sollte das Märchen von Hänsel und Gretel erzählen. Allzu solle Angst scheint sie wohl nicht zu haben.

Mal gucken, ob sie heute Abend noch dran denkt und Teddy als Wachmann aufstellen will. Ich werde sie natürlich nicht daran erinnern.
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An der Stelle fällt mir ein, dass auch PL früher gehörig Düse vor Hexen hatte und immer sagte: "Ich will heute keine alte Frau sehen."

Samstag, 8. Februar 2014

Spielen mit beiden Kindern

Die große Schwester ging heute früh nach dem Frühstück alleine nach oben, suchte sich Sachen heraus und kam angezogen wieder herunter. Nun spielen wir schon seit geraumer Zeit auf der Couch. Still sitzend.

Die kleine Schwester tobt derweil im Bauch herum. Ob sie wohl schon BMs Stimme kennt?

Sonntag, 2. Februar 2014

Zeugnisnoten

BM kränkelt ein wenig, ehrlich gesagt waren die letzten drei Nächte fürchterlich. BM jammerte und weinte jede Stunde, wurde aber nicht richtig wach, um mal zu sagen, was eigentlich los ist. Ich glaube, ihre verstopfte Nase stört sie. Tatsächlich schnarcht sie so laut, dass man denkt im Kinderzimmer wird ein Baumstamm abgesägt. Mit einer stumpfen Säge. Leider verweigert sie Nasenspray, so dass wir ihr leider nicht wirklich helfen können. So wühlt sie sich also durch das Bett und wenn man nicht schnell genug hineilt, wenn sie gerade wieder jammert, stößt sie sich vor lauter Gewühle oft an der Bettumrandung, was dann wieder Tränen gibt.

Gestern war sie tagsüber auch immer wieder unleidlich, nicht krank genug zum ausruhen, aber eben auch nicht so richtig fit. Heute jedoch ließ sie sich jedoch kaum etwas anmerken und war fröhlich und aufgedreht. Schon gestern hatte sie beschlossen, dass sie mit Fingerfarben eine wunderschöne Klopapierrolle für ihre arme kranke Oma bemalen wollte, weil diese so krank ist, dass sie nicht in den Urlaub fahren kann (man stelle sich BMs weit aufgerissene Augen vor während sie davon berichtet).

Zu Omas Glück gab es dann doch noch ein paar mehr Kunstwerke außer der grünen Klopapierrolle. Ich wollte BM noch überzeugen, dass sie die Bilder doch auch noch an andere Familienmitglieder verteilen könne, aber alle waren ausschließlich für Oma gedacht. Ich bezweifle, dass die 5 Bilder plus ein Ausdruck von dem Werk, das BM heute früh an R.s "Juter" tippte, an Omas Kühlschrank passen.


Dafür hatten Oma und Opa auch eine Überraschung für BM. Weil BM am Freitag so artig der Zeugnisausgabe in Omas Klasse beigewohnt hatte und traurig war, dass sie selbst noch kein Schulkind ist und somit kein Zeugnis bekam, gab es heute verspätet ein Zeugnis von Oma und Opa. Die Noten sind natürlich recht subjektiv, wir Eltern hätten an der ein oder anderen Stelle wohl anders geurteilt. Aber schaut selbst:

Übrigens hat PL ja ihr erstes Schulzeugnis bekommen: Alles Einser, außer einer einzigen Zwei in Sport. Wir sind alle mächtig stolz auf unser Schulkind!

Und nun noch das Bauchbild. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es ausgerechnet zur Halbzeit kein Bauchbild gab. Das heißt aber nicht, dass diese ganz sang und klanglos vorüber gegangen wäre. R. und ich freuen uns sehr auf unser Baby, das nun immer öfter strampelt. Dafür bekommt es auch eine glatte Eins, weil es oft Momente abpasst, in denen ich mir gerade Sorgen mache, z.B. heute weil ich gefühlt ziemlich oft Übungswehen hatte. Abzug in den Kopfnoten gibt es dennoch, weil Zwee seit ein paar Tagen ständig meine Blase im Visier hat.



Mittwoch, 29. Januar 2014

Müde, müde

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich unglaublich erschöpft und müde fühle. Kennt ihr das, wenn man zufällig zugemachte Augen gar nicht mehr auf bekommt?

BM ist heute Abend wieder sehr ausdauernd die "Sörin". Wenn sie mir etwas grob motorisch den Pony über die Augen kämmt, ist es danach jedes Mal ein riesiger Kraftakt, die Lider wieder zu öffnen.

Wie gut, dass mein R. in einer Stunde nach zwei Strohwitwennächten Hause kommt. Dann schlafe ich bestimmt auch wieder besser.

Ich freue mich auch auf morgen: BM und ich sind zu Hause, weil die Kita zu hat. R. arbeitet vom Home Office. Am Vormittag kommt di Hebamme zum ersten Kennenlernen und Nachmittags treffen wir uns endlich mal wieder mit den Blümels.

Montag, 27. Januar 2014

Was ist eigentlich ein Gittel?

Neulich verriet meine Mutti uns, dass laut der maßgeblichen Fachmeinung unserer Nichte PL die Fäden geschmolzenen Käses "Gittel" heißen. BM findet dieses Wort genauso lustig wie wir und bestand heute auf ganz viel Gittel. Zwischendurch behauptete sie zwar mal kurz, dass Gittel ihr gar nicht schmecken, weil PL die schließlich auch nicht lecker findet... aber soweit reichte PLs Einfluss dann doch nicht, als dass sie dauerhaft auf Gittel von Omas Teller verzichtet hätte.

Jetzt singt sie grade noch oben im Bett, nachdem sie sich gerade noch einmal wortreich vom Baby verabschiedete: "Mein kleines, freches Babyyyy. Wann kommst du geboren? ... Im Sommer kommst du geboren. Jetzt weißt du das. Gute Nacht und schlaf schön!"

Sonntag, 26. Januar 2014

Kleiner Bruder Namenlos

Nein, an Zwee's Wahrscheinlich-Outing hat sich noch nichts geändert. Dafür hat mein Bruder dieses Buch aus dem Keller hervor gekramt, weil ich es gern BM vorlesen wollte. Ich finde die Geschichte immer noch toll und BM will sie jetzt ganz oft als Bettgeschichte hören.

Nun wünsche ich meinem kleinen Bruder gute Besserung aus Gründen.

Montag, 20. Januar 2014

Royal Republic Accoustic Tour

... ermöglicht durch meine lieben Eltern, die BM bei uns zu Hause hüten, obwohl sie gleich wieder aufstehen müssen. :-*

Sonntag, 19. Januar 2014

Bauchbilder 15. - 20. Schwangerschaftswoche

Ich hätte sollte wollte eigentlich endlich mal wieder etwas ausführlicher bloggen, z.B. über mein aktuelles schwangerschaftliches Befinden. Da BM aber gerade wegen vermutlich-Halsschmerzen immer wieder weinend aufwacht und mich im Kinderzimmer braucht, halte ich mich kurz und veröffentliche wenigstens endlich mal wieder eine neue Bauchbildserie...

... und erwähne flink, dass ich nun wohl wirklich im schönen zweiten Trimester-Gefühl angekommen bin. Mir ist nur noch ganz selten am Abend übel. Nach neulich (in der 18. SSW) zwei Tagen schlimmster Symphysenschmerzen während derer ich eigentlich nur auf der Seite liegend mit einem Kissen zwischen den Beinen liegend überleben konnte, zwicken und zwacken Ischias und Symphyse derzeit nur gelegentlich. Ich hätte es auch wirklich unfair gefunden, wenn das jetzt bis zur Geburt so weiter gegangen wäre. Dafür waren am Freitag zum ersten Mal meine Fingerspitzen taub, die Ringe werden enger. Da hat sich also wohl das erste Wasser angesammelt... wenn ich doch nur alle Kilos darauf schieben könnte...


Samstag, 11. Januar 2014

Frieren...

... wird Zwee sicherlich nicht müssen, hat sie doch schon jetzt einen Berg an Klamotten von PL, BM und F's Kindern. Heute war unsere liebste deutsch-amerikanische Familie nach 4-monatigen USA-Aufenthalt zu Besuch und brachten viele süße Mädchen-Sachen mit, aus denen die "tleine-tleine" A heraus gewachsen ist. Die ersten Babyklamotten, die ich in dieser Schwangerschaft sichten kann, da alle anderen noch bei meinen Eltern auf dem Dachboden ruhen.

Soooo klein wird unser vermutlich-Mädchen Zwee sein! Nicht zu fassen! *hach*

Schnipp-schnapp

Am Donnerstag waren wir alle drei beim Friseur. Also ich war nur die begleitende Ehefrau und Mutter, denn tatsächlich wurden nur R. und BMs Haare geschnitten. Für BM war es das erste Mal beim Friseur, jedenfalls auf dem Frisierstuhl, denn sie hatte R. schon ein paar Mal begleitet. Ehe ich mich dreimal ungesehen hatte, war sie daher schon in der Spielecke verschwunden und wartete dort spielend ab bis sie an der Reihe war.

Bisher hatte ich immer BMs Haare (in der Badewanne) geschnitten und imho zumindest den Pony auch ganz passabel hinbekommen. Hinten waren die Haare jedoch noch arg fusselig und dringend schnittbedürftig. Da BM jedoch - für mich - nie stillhält, hatte ich meine liebe Not als ich zuletzt vor 6 Monaten die Fusseln schneiden bringen wollte.

Daher also zum Friseur. Beim Haare waschen sah mein Mädchen unglaublich klein aus. Ich glaube, das war ihr ein bisschen unheimlich. Also hielt ich ihr Händchen und sie im Gegenzug gaaaanz still. Auf dem Frisierstuhl saß sie dann ganz stolz und fast ohne Zappeln unter einem bunten Umhang während die nette Friseurin die Fusseln in Form brachte. Gut gelungen, wie ich finde. Das hält jetzt auch sicher eine ganze Weile, denn eigentlich sollen BMs Haare ja bis zum Boden wachsen... oder wenigstens so lang werden wie die von PL.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Einseitiges Zwiegespräch

BM streichelt gern den Bauch, kuschelt mit dem Baby und schenkt ihm viele Küsschen auf den Bauch.

Heute Abend beim Gute-Nacht-Sagen durfte wie üblich auch das Baby nicht fehlen:

"Mein liiiiebes, freches Baby! Ich halte du lieb. (Bauch umarmend) Schlaf gut und träum was Schönes! Das Baby kann von Hunderkerzen, Deketen und Goldregen träumen. Und ich auch. ...

Mama, wenn das Baby geboren ist und du in Krankenhaus bist mit das Baby, dann musst du gleich ein Küsschen von mich für das Baby geben, und Papa auch. ...

(Viele Küsschen später, nochmal den Bauch umarmend) Oh, ich tuschel mit unseres Baby! Das ist ein Milientuscheln (Familienkuscheln). ...

(Das Baby anflüsternd) Und morgen früh creme ich wieder Mamas dicken, dicken Bauch ein und geb dich ein Küsschen. ..."

Dienstag, 7. Januar 2014

Bewegung, Bewegung, Bewegung

Ich glaube, ich hatte noch nicht mal aufgeschrieben, dass BM jetzt unter die Tanzmäuse gegangen ist. Schon seit November gehen wir jeden Mittwoch zur Tanzschule. Die 3- bis 5-jährigen Kinder tanzen und toben zu Bewegungsliedern - unter anderem auch immer BMs geliebtes "Knall, bumm, knall". Wir Eltern warten im angrenzenden 'Café' und können die Kinder durch eine Glasscheibe beobachten.

BM hat gleich von Anfang an immer schön mit gemacht, was sicher auch daran liegt, dass Nachbarsmädchen M. mit dabei ist. Die beiden gehören zu den Kleinsten in der Gruppe. Mittlerweile hängen sie mit dem Nachmachen der Bewegungen längst nicht mehr zurück sondern sind schon fast synchron mit dem jeweiligen Lied. Dabei spiegeln sich die beiden immer ganz genau: Sitzt eine im Schneidersitz, steht auf einem Bein oder rennt schnell eine Zusatzrunde durch den Tanzsaal, macht die andere es sofort nach. Wichtig ist dabei natürlich auch das richtige Outfit. Bislang trug BM einen Tanzbody von PL. Der Weihnachtsmann brachte aber einen neuen Body mit voluminösem Tüllröckchen, und BM kann es gar nicht erwarten diesen endlich auszuführen.

Tanzen war eigentlich gar nicht unsere erste Wahl. Eigentlich wollten wir mit BM zum Kinderturnen, bekamen jedoch leider keinen Platz. Seit heute sind wir nun doch mit dabei - Dienstags geht es jetzt in einer Grundschulturnhalle zum Turnen. BM hat heute die ganze Stunde trotz mit Sohn damit tags schlaf durchgetobt. Die "Trainerin" kommentierte gleich wie ungewöhnlich es sei, dass ein Kind gleich von Anfang an so enthusiastisch mitmacht. Während R. mit BM den Hindernisparqour ablief, konnte ich in aller Ruhe mein Mädchen anstaunen. Da ich selbst nie irgendeinen Sport mochte, war es besonders schön anzusehen wie mutig und sicher sie kletterte und sprang. Vor allem aber finde ich, dass sie rennen kann wie der Wind.

Und dann strampelt auch noch das Baby wie ein Weltmeister. Vorhin musste ich lachen, weil das so kitzelte. Ob wir doch noch so ein sportliches Mädchen bekommen. Eigentlich hätte ich nun doch mal damit gerechnet, dass meine Gene sich durchsetzen, und wir einen gemütlichen Schläfer mit Hang zu Büchern, Puzzlen und ruhigen Spielen bekommen...

Donnerstag, 2. Januar 2014

Vorsorgeuntersuchung mit Zwee

Um Weihnachten herum wurde ich wieder etwas unruhig, weil es schon wieder so lange her war, dass wir Zwee beim Ultraschall gesehen hatten. Klar, der Bauch wuchs, Symphyse und Ischias belästigen mich on-and-off schon seit der 14. SSW und etwas übel war mir vor allem Abends auch noch - und trotzdem machte ich mir ein bisschen Sorgen. Seit ein paar Tagen merke ich Zwee jedoch zuverlässig mehrfach am Tag und vor allem auch schon viel kräftiger als zu Anfang, so dass ich schon wieder etwas beruhigter war. 

Trotzdem war ich heute wieder ganz schön aufgeregt als R. und ich zur Vorsorgeuntersuchung gingen. Da heute erstmals nach dem Weihnachtsurlaub Schwangerensprechstunde war, mussten wir trotz Termin anderthalb Stunden warten. Da das Wartezimmer komplett belegt war, durften wir es uns im CTG-Zimmer gemütlich machen, so dass wir zumindest ungestört quatschen konnten. Die Waage lasse ich an dieser Stelle unerwähnt. Meine Gebärmutter ist bei 2 Finger-breit unter dem Nabel angekommen (welcher übrigens schon sehr schwanger aussieht und demnächst rausploppen wird). 

Als wir endlich bei Frau Doktor waren durfte ich auch gleich auf die Liege zum Ultraschall. Leider konnte sie nicht so richtig gute Bilder bekommen, da - sie drückte es sehr freundlich aus - meine Bauchdecke wohl nicht sehr durchlässig ist. Aber das wichtigste ist, dass alles, was sie sehen und messen konnte, in bester Ordnung ist. Zwee scheint immer noch ein paar Tage größer als die offizielle 17+0 SSW zu sein, das Herzchen pochte und ich konnte sehen und spüren wie es zappelte. Allerdings hielt es seine Beinchen größtenteils ungünstig gekreuzt. In Verbindung mit dem "schlechten" US-Bild gab es daher nur ein "vermutliches" Outing: 

Zwee ist wahrscheinlich-vielleicht ein Mädchen. Noch ein Mädchen. Wir freuen uns, genauso wie wir uns über einen Jungen gefreut hätten (oder werden, wenn die Feindiagnostik doch etwas anderes zeigt). Für mich ist Zwee damit - wie damals schon BM - viel greifbarer. 

Zwischen den Jahren

Nun sind die Feiertage schon wieder fast vorbei und ich bin nicht zum Bloggen gekommen, so dass es wieder nur einen kurzen Abriss gibt. Wir haben viel Zeit zu dritt, aber auch mit unseren Familien verbracht, und ich zumindest fühle mich jetzt ganz gut aufgetankt.

Heiligabend verbrachten wir diesmal bei R.s Familie. Nach dem Mittagsschlaf machten wir einen Spaziergang durch unseren Heimatkiez. Wie erhofft sahen wir unterwegs einen (Miet-)Weihnachtsmann, den BM mit einer Mischung aus Aufregung und Respekt von weitem betrachtete. Tatsächlich war während unseres Spaziergangs der Weihnachtsmann bei Oma und Opa gewesen und hatte einen riesigen Berg Geschenke abgeladen. Als BM ins Wohnzimmer kam, riss sie vor Staunen Augen und Mund weit auf und strahlte über das ganze Gesicht. Was für ein schöner Moment!

Dann durfte sie auch zuerst ihre vielen Päckchen aufmachen, entschleunigte sich jedoch zwischendurch immer wieder selbst, indem sie mit den neuen Sachen erstmal ein bisschen spielte: Püppi musste gleich ihre neue Strumpfhose und den Schneeanzug anziehen, sie musste gleich die (Ver)Käuferin an ihrer neuen Kasse sein und vor allem musste sie sofort erstmal in ihr neues "Mikifon" singen.

Nach dem Abendessen waren wir Erwachsenen dran und würfelten um unsere Geschenke. Es waren so viele, dass wir bis 21:30 Uhr nicht fertig waren, so dass R. und ich unsere letzten Geschenke ohne zu würfeln auspacken durften, damit wir unser müdes, glückliches Mädchen nach Hause bringen konnten. Mein Geschenk-Highlight war dieses Jahr eine totale Überraschung: Ein Kin.dle von R. - Von wegen wir schenken uns nur Kleinigkeiten! Jedenfalls habe ich ihn sofort eingeweiht und zwischen Weihnachten und Neujahr gleich mal die Panem-Trilogie darauf gelesen.

Am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir zusammen mit meinem Bruder und seiner Familie bei meinen Eltern. Da war natürlich gleich noch mal Weihnachten, und sogar Zwee bekam Geschenke. Die beiden Mädchen spielten schön zusammen mit ihren neuen "Haustieren" - einem Hund und einer Katze, die an der Leine laufen, und wir Großen ließen uns die leckere Ente schmecken.

Am 2. Weihnachtsfeiertag waren wir dann bei kimmy, um mit R.s Familie Klöße und Braten zu verspeisen. BM spielte dabei wieder schön mit kimmys anderer Nichte - vor allem rannten sie mal wieder außer Rand und Band im Kreis durch die Durchgangszimmer.

Auch sonst war jeder Tag mit schönen Erlebnissen gefüllt. Wie schon im vergangenen Jahr trafen wir uns mit den Nachbarn auf der Straße zum Glühwein- und Kinderpunschtrinken, wobei acht Kinder zwischen 2 und 5 Jahren laut kreischend die ansässigen Katzen hin und her jagten. Wir hatten Besuch von R.s Kindergartenkumpel F. und Sohnemann M. Nach einem stärkenden Frühstück verschwanden Männer und Kinder dann eine Stunde nach draußen während ich mich auf die Couch flätzte. Win-win für alle Beteiligten. Außerdem besuchten BM und ich ihren alten Babymassage-Kumpel R. Auf dem Weg musste ich ihr dann haarklein erzählen wie das damals bei der "Baby-Gamage" (wie Garage gesprochen) gewesen war. Also z.B. dass sie immer das einzige Baby war, dass nie still lag, um sich in Ruhe massieren zu lassen. Die beiden sehen sich nur etwa zweimal im Jahr, brauchten aber wieder nur 2 Minuten zum aufwärmen ehe sie hemmungslos durch die Wohnung tobten.

Neben all diesen schönen Erlebnissen waren wir - na ja, vor allem R. - auch sehr fleißig. Im Frühjahr wird es bei uns ein Räumchen-wechsel-dich geben, wenn wir unser Schlafzimmer ins Dachgeschoss verlegen, BM unser Zimmer bekommt und ihr Zimmer dafür wieder auf Baby-Status zurückgesetzt wird. Das DG-Zimmer ist nun ausgeräumt, Möbel verkauft bzw. versprochen, R.s Schreibtisch in die Waschküche verlegt, zig Kisten ausgemistet, eine Autoladung "Müll" entsorgt, neue Schlafzimmermöbel bestellt, Wand für begehbaren Schrank fast beauftragt, Pax für eben diesen gekauft und bereits geliefert.... Wir sind jedenfalls sehr zufrieden.

Nun ist unser Urlaub fast vorbei, das Haus bereits entweihnachtet und wir genießen noch die letzten freien Tage. Ein Anekdötchen noch: BM ist immer noch sehr begeistert von ihrem Mikifon. Sie sing jeden Tag hinein, verbeugt sich zwischendurch und erwartet Applaus. Besonders oft singt sie "O Tannenbaum". Dazu muss sie zwingend neben dem Weihnachtsbaum stehen und diesen tanzend ansingen. Wirklich ANSINGEN. Das sieht so niedlich aus! (Bis heute jedenfalls, denn der Baum ist nun schon auf dem Weg zu den Elefanten im Tierpark.)

Samstag, 28. Dezember 2013

Eine Busfahrt die ist lustig...

BM, Püppi und ich fahren heute mit dem Bus ins Dorf. Der Bus rumpel-pumpelt lustig, und BM versucht die Namen der Haltestellen nach zusprechen. Und fragt mich ein Loch in den dicken Bauch über alles, was sie sieht.


Zum Beispiel: "Guck mal, die Frauen haben beide Locken. Die passen gut zusammen." Ähem...

Montag, 23. Dezember 2013

Es war in den goldenen Zwanzigern....

Heute haben wir den versprochenen Ausflug zum Weihnachtssingen im "Dadjonn" gemacht. Beinahe hätten wir wegen der Menschenmassen vor scheinbar bereits geschlossenen Toren kehrt gemacht, doch dann sind wir doch noch über den Gästeblock reingerutscht, wo wir zufällig gleich kimmy und ihren M. antrafen.

BM staunte über die Menschenmassen und über die tausenden von Kerzen. Es war eine tolle Kulisse und neben Union-Gänsehaut für mich auch total weihnachtlich. Ich mag ja die traditionellen Weihnachtslieder und genoss die Zeit mit meinen beiden Lieblingsmenschen.

Später kämpften wir uns noch zum anderen Ende des Stadions durch, vor allem weil BM unbedingt noch zu PL wollte, die dRort mit ihren Eltern und Opa war. Ich lief ein paar Schritte hinter R., der BM auf den Schultern trug. Und so beobachtete ich wie BM schon von weitem ihre große Cousine sah und vor Freude schier ausflippte. Die beiden winkten sich über die Köpfe der Leute zu und freuten sich so sehr über einander. Dann hielten sie fortan (immer noch auf Schultern getragen) Händchen und erzählten sich, was sie alles sehen konnte. Nur PLs Erzählungen von Ritter Keule konnte BM nicht folgen: Wir müssen ihr wohl mal ein paar Bilder zeigen, damit sie das nächste Mal versteht, wer gemeint ist.

Es war ein rundum gelungener Ausflug zur Einstimmung auf das morgige Weihnachtsfest.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Magica

Heute haben wir in einem Anfall von Aktionismus unseren Abstellraum aufgeräumt. Dabei ist mir mein alter Magica Projektor mit den Märchenrollen in die Hände gefallen. Den musste ich unbedingt gleich mit BM ausprobieren, denn genau dafür hatte ich ihn schließlich mal aufgehoben - also um die Märchen mit meinen Kindern ansehen und vorlesen zu können.

BM hat es auch gut gefallen und sie hat völlig untypisch ausdauernd auf meinem Schoß gesessen und sich "Brüderchen und Schwesterchen" (ich wusste gar nicht mehr wie gruselig das ist) und Frau Holle zeigen lassen.

Nur hätte ich dabei mal lieber nicht im Schneidersitz auf dem Boden sitzen sollen. Meine Symphyse, das Miststück, lachte mich danach laut aus.

Samstag, 21. Dezember 2013

Eiserne Jooooohn!!

In unserem Familien- und Freundeskreis ist man Unioner. Auch wenn BM bislang noch nicht ins Stadion durfte, hat sie schon gelegentlich mal auf R.s Schoß ein Spiel (kurz) im Fernsehen angeschaut. Dabei hat sie in kürzester Zeit den Schlachtruf "Eiserne Joooohn" (Eisern Union, unbedingt mit erhobenem Fäustchen) erlernt und nun singt sie auch noch das Torsten-Mattuschka-Lied an (Maaaaduuuuschdaaaa).

Heute fragte sie ihren Papa übrigens wie denn die Männer (also die Fußballer) da wieder raus (also vom Spielfeld weg) kommen. R. konnte sie dann überzeugen, dass es da auch einen Ausgang gibt. Und sie war begeistert als wir ihr erklärten, dass Opa U. und ihre Onkels und viele andere "ihrer" Menschen gerade im Stadion sind.

Mal gucken, ob am Montag alle Erkältungen soweit beseitigt sind, dass wir mit ihr zum Weihnachtssingen in die Alte Försterei gehen können.