Donnerstag, 12. Juni 2014

U3 statt ET

Heute ist der 12. Juni,  Zwees errechneter Geburtstermin. Tatsächlich ist sie nun schon 1 Monat + 1 Woche + 1 Tag alt. Kaum zu glauben,  dass ich jetzt noch schwanger sein könnte. Aber dazu bei Gelegenheit mal mehr.

Vorgestern war ich mit Zwee zur U3 bei der Kinderärztin. Auf Umwegen,  denn nachdem ich letzte Woche irgendwann zu BMs großer Belustigung an der Kreuzung Richtung Kita vorbeigefahren war und somit den längeren Weg an der Praxis vorbei nehmen musste, fand ich mich diesmal vor der Kita wieder bevor mir einfiel,  dass ich ja eigentlich zum Kinderarzt wollte. Stilldemenz galore.

Dort angekommen mussten wir recht lange warten. Zwee gefiel es nicht so richtig gut, so dass ich sie zweimal Kuschelstillen musste bevor wir dran kamen. Und das bei subtropischen Temperaturen. Zuerst wurde Zwee wie üblich vermessen: Die ist 50 cm groß, hat einen Kopfumfang von  35,5 cm und wiegt stolze 3.330 g. Da haben wir beide uns mit dem Stillen auch wirklich Mühe gegeben.

Im Sprechzimmer angekommen, wurde ich erstmal zur Geburt, der anschließenden Behandlung und Zwees Ernährung interviewt. Die folgende Untersuchung fand mein süßes Baby gar nicht schön. Sie meckerte schon beim Abhorchen und fing beim folgenden Abtasten und Reflexe testen an zu weinen. Die Ärztin brachte es also lieb und zügig über die Bühne,  so dass Zwee es schnell hinter sich hatte.

Das Fazit war: Zwee ist gut und altersgerecht entwickelt,  wobei ihre Frühgeburtlichkeit aber berücksichtigt wurde. Sie ist noch etwas muskelhypoton, hebt und bewegt ihr Köpfchen noch nicht allzu gut, weswegen wir sie nun öfter mal zum "Trainieren" der Nacken- und Schultermuskulatur auf den Bauch legen sollen. 

.... Aber natürlich nicht zum Schlafen. Ähm... Zum Bauchschlafen habe ich dann nichts gesagt, um mir den Vortrag zu ersparen. Wenn Zwee nicht gepuckt ist,  schläft sie nämlich wie ihre Schwester ganz gern auf dem Bauch. Meist findet sie das so gemütlich,  dass sie dann auch eher einschläft als zu "trainieren". Trotzdem habe ich sie gestern und heute dann mal wach und munter auf den Bauch gelegt, was sie nur mäßig toll fand.

Ich sprach Frau Doktor dann noch darauf an,  dass Zwee scheinbar am liebsten nach rechts guckt. Sie untersuchte dann Zwees Kopfbewegungen. Offenbar liegt keine Verspannung vor, Zwee kann das Köpfchen also ohne Schmerzen nach links drehen,  tut es nur nicht so gerne. Bislang gibt es auch keine Verformung am Kopf und somit auch keine Behandlungsdürftigkeit. Wir sollen das beobachten und sie immer mal bewusst auf die linke Seite lagern,  was wir schon tun,  da wir Zwee sowieso immer abwechselnd leicht seitlich hinlegen.

Ich erinnere mich noch daran,  dass damals mit BM bei Babymassage und Babyturnen auch gesagt wurde,  dass Babys manchmal noch nicht so recht wissen,  wo ihre Mitte ist,  weswegen ich ihr Köpfchen beim Wickeln nun immer bewusst in die Mitte drehe und beim Erzählen leicht festhalte.

Ich nahm mein aufgelösten Mädchen endlich wieder in den Arm,  wo sie sich gleich beruhigte.  Dann gab es noch die Impfaufklärung, es wurde besprochen,  dass wir weiterhin Eisentropfen geben sollen und wir sind von Vitamin-D-Fluoretten,  die es im Krankenhaus gab auf reines Vigantoletten ohne Fluor umgestiegen, nicht zuletzt weil Zwees Bäuchlein leicht gebläht war.

Und schwups waren wir wieder draußen. Wir hatten nichts anderes erwartet, weil unsere Zwee ganz offensichtlich gut gedeiht, dennoch war es schön  das auch offiziell mal wieder bestätigt zu bekommen.

Montag, 9. Juni 2014

Sonniges Pfingsten

Dieses Pfingstwochenende wartete mit Temperaturen über 30°C auf.  Wer uns kennt,  weiß,  dass R. und ich eher nicht die Hitzefreunde sind. Doch dieses lange Wochenende war richtig schön.

Am Freitag war BM wie üblich bei Oma und Opa im Wald,  und wir luden uns spontan Abends zum Grillen ein, um den Tag und die Strohwoche entspannt ausklingen zu lassen.

Den Samstag verbrachten wir drei im Garten. BM spielte stundenlang mit zunächst einer kleinen Schüssel Wasser und ihrem Spielzeuggrill und später in der mit Wasser gefüllten Muschel,  ich glaube v.a.  Sauna.  Zwee lag in ihrem Kinderwagen auf der Terrasse und genoss die warmen Temperaturen offensichtlich. Erstmals mussten wir sie auch nicht einmummeln oder pucken. Wir Eltern konnten den Großteil des Tages entspannt herum sitzen.  Nur den Spaziergang durch sengende Hitze zum Supermarkt hätten  wir uns sparen können,  denn die gewünschten Wassermelone waren natürlich längst ausverkauft.

Am Pfingstsonntag schliefen wir alle recht lang,  machten uns in Ruhe fertig und fuhren dann wieder in den Wald,  um den Tag dort zu verbringen. Zwee lag nummehr nur noch mit ejnem Body bekleidet im Kinderwagen,  strampelt und schaute neugierig umher.  BM war wieder bestens gelaunt und spielte den ganzen Tag als Nackidei größtenteils im und um das Planschbecken. Zwischendurch saß sie in Omas Strandkorb und ließ es sich dort mit Keksen gut gehen.

Am heutigen Pfingstmontag waren wir bei meinen Eltern, wo BM auch erst sehr schön mit Platz spielte.  Leider kippte die Stimmung sehr als BM dann einen einstündigen Bock hatte, weil sie partout keine Mittagsruhe halten wollte. Wir waren so genervt,  dass wir schon mit vorzeitiger Abreise drohten als BM gerade noch die Kurve kriegte und somit noch eine Stunde mit Gartenschlauch und diversen Gefäßen spielen und alle nass spritzen durfte. Zu Hause angekommen setzte sich erwartungsgemäß  das Drama vom Mittag mit viel Nöli-popöli fort,  so dass R. und ich jetzt sehr erleichtert sind,  dass sie endlich schläft.

Jetzt chille ich mit meiner frisch gebadeten Zwee auf dem Bauch in meiner Hängematte und möchte mich am liebsten gar nicht mehr vom Fleck bewegen.

Sonntag, 8. Juni 2014

Unterhaltung am Frühstückstisch

Frühstück auf der Terrasse, BM so:

Wenn ich groß bin und Zwee auch groß ist,  dann wollen wir beide mal ganz alleine in den Urlaub fliegen  ohne Mama und Papa.  Aber dann brauchen wir ein Handy damit wir euch jeden Abend anrufen können.
...
Dann müssen wir auch einen Koffer packen und alles schleppen,  aber dann kriegen wir die Tür nicht auf.  Dann müssen wir den kurz abstellen. Wir können den ja auch zusammen tragen.
...
Auf den Hinweis,  dass Kinder nicht alleine in den Urlaub fahren durfen: Aber wenn wir schon so groß sind und in die Klasse gehen, wenn keine Klasse mehr kommt,  dann dürfen wir das? (Alternativ: Wenn ich so groß bin,  dass ich keine Klasse mehr habe)
...
Wohin? Na an die Ostsee. Und was wollt ihr da machen? Wir wollen auf einen Spielplatz gehen. Und wir können doch auch eine Kleckerburg bauen.  Aber dann müssen wir ganz viel Wasser holen,  und wenn die Wellen kommen,  müssen wir ganz schnell wegrennen, (damit) wir nicht nass werden.

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Wir Eltern können uns also auf sturmfreie Bude in ca. 16 Jahren freuen.

Samstag, 7. Juni 2014

Schreistunde

Ich erinnere mich noch gut an BMs abendliche Schreistunden - ein Aspekt am Baby-haben,  den ich nicht vermisst habe.  Bislang hat Zwee Abends nur etwas mehr Unruhe gezeigt,  und Clustertrinken,  welches jedoch oft erst Nachts so richtig losgeht.

Heute nun eine erste abendliche Schreistunde. Brust doof,  keine Brust noch doofer, Nuckel am doofsten. Kuscheln ungemütlich,  Pupse ein Graus. Unsere kleine, zarte Zwee hat eine ganz und gar nicht zarte Stimme,  wenn sie empört und regelrecht verzweifelt brüllt als ginge es um ihr Leben. An der Brust angekommen drückt sie ihr kleines Gesichtchen an mich und klammert sich mit beiden Ärmchen an mir fest. Nur um kurz darauf festzustellen, dass die Brust gerade doch nicht hilft... bei was auch immer.

Nach einem wunderschönen Familientag im Garten mit zwei ganz ausgeglichenen Kindern,  wobei BM stundenlang mit ein bisschen Wasser spielte und uns mit immer neuen Weisheiten erheiterte,  traf Zwees erste Schreistunde dann auch noch auf einen BM-Bock erster Klasse.  Den ganzen Tag hatte BM liebe Dinge zu ihrer kleinen Schwester gesagt und sie bei jeder Gelegenheit geküsst.  Doch dass ich Zwee stillte als BM übermüdet-weil-ohne-Mittagsschlaf dringend meine Hand zum Einschlafen wollte,  führte zu riesigen Gebrüll an der Grenze zum Übergeben. 

Nur gut,  dass R.  wieder zu Hause ist und wir uns zwischen beiden Kindern abwechseln  konnten.  BM ist nun mit R.s Hilfe eingeschlafen,  Zwee kuschelt und schnuffelt noch an meiner Brust.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Tagebuchbloggen 5. Juni 2014

Schon ewig nehme ich mir vor, mal beim Tagebuch-Bloggen am 5. des Monats mit zu machen. Also, here goes:

R. ist seit Dienstag Abend bis Freitag früh auf Dienstreise, d.h. ich bin zum ersten Mal längere Zeit alleine mit beiden Kindern.

0 Uhr aufgewacht, weil schlecht geträumt. Erstmal runter nach BM sehen.

1 Uhr. Stillen. Mit großen Augen schaut Zwee mich an und macht eine beachtliche Ladung in die Windel. Also runter zum Wickeln. Zwee ist weiterhin wach, ackert herum und macht lustige Geräusche. Nochmal stillen. Ca. 2 Uhr schlafen wir wieder.

5 Uhr. Stillen.

7:10 Uhr. Ich werde wach. Zwee macht wieder Geräusche, schläft aber noch. Auch unten ist noch alles ruhig. Schnell alleine ins Bad ohne irgendein Kind im Arm. Schaffe es sogar, mir die Haare zu waschen und mich zu schminken. Hoch zum Anziehen. Zwee hat Sehschlitze, ist aber noch ganz zufrieden.

7:50 Uhr. BM wecken. Nein, sie schläft nicht immer so lange. Habe schon Angst, dass sie krank wird, aber kein Fieber oder so. Erst will sie nicht aufstehen, also erstmal noch ein bisschen auf meinem Schoß kuscheln. Ich locke sie ins Bad, indem ich erkläre, dass Zwee so Bummeli sein wird, wenn sie sich jetzt schnell fertig macht. Pullern, Zähne putzen, neues Kleid von Oma+Opa anziehen ohne Nölen. Wow! Als Zwee schon ein bisschen meckert darf ich BM sogar noch ohne Diskussion schnell einen Zopf machen.
Punktlandung. Zwee fängt an zu weinen als wir gerade die Treppe hochgehen. Muss erst noch BMs Guten-Morgen-Kuss über sich ergehen lassen bevor ich sie aus dem Babybay nehme. Sofort Ruhe als sie an meinem Hals kuschelt.

Während ich Zwee frisch mache und anziehe hält BM ihr Händchen und erzählt ihr wie alle Familienmitglieder heißen. Ich bin froh, dass sie es dabei bewenden lässt, denn letztes Mal erklärte sie ihrer kleinen Schwester, dass Mama eine große M.umu und Papa einen großen P.uller.mann hat. BM beschließt, dass sie heute so artig ist wie noch nie. Darum ist sie auch die Goldmarie. Zwee muss die Pechmarie sein, und ich bin Frau Holle, die gerade ein Baby bekommen hat und übrigens auch Goldmaries Mama ist.

BM frühstückt eine Nutellastulle und plappert unentwegt während ich Zwee stille. Es wird schon fast unheimlich als sie dann auch noch ohne Diskussion Hände und Mund waschen geht während ich heimlich eine Messerspitze voll Nutella nasche. Leider kommt BM mit einem komplett nassen Ärmel zurück. Da sie aber die Goldmarie ist, geht sie alleine hoch und holt ein neues T-Shirt. Dieses passt nun zwar nur noch bedingt zum Kleid, aber der Wille zählt.

BM zieht sich weiterhin anstandslos an, zieht Zwee noch ihre dicken Socken über und hilft mir beim Anschnallen.

In der Kita angekommen weiterhin alles prima, nur ihre kleine Schwester will sie nicht her zeigen als eine Rudel Mädchen uns umringt.

9:10 Uhr. Nochmal nach Hause, weil Leergut vergessen. Einkaufen. Feststellen, dass ich tatsächlich den PIN meiner EC-Karte vergessen habe. (War brandneu als ich zum ersten Mal ins KH kam und somit noch noch verinnerlicht. Danach ließ ich das Einkaufen ja erstmal 2 Monate ein.) Punkt für die To-Do-Liste.

Aufgeräumt. Termin mit Arbeit zum Babyvorstellen gemacht. Versucht mit Freundin F. zu telefonieren, sitzt aber beim Arzt. Frühstück. Ja, Nutella.

11 Uhr. Zwee schläft übrigens immer noch in der Autoschale. Eine Folge Dr. Who gucken.

11:40 Uhr. Stillen. Zwee schläft auf meiner Brust weiter und macht süße Schnarchgeräusche. Derweil mit dem Handy gedaddelt. Candycrush 245 immer noch nicht geschafft. Ersten Spieltag der WM in der Tipprunde getippt. Bei den Bonusfragen werde ich mich dann wohl mal wieder outen: Keine Ahnung, welche Länder im welcher Gruppe sind. Wahrscheinlich habe ich 4 Länder aus derselben Gruppe ins Halbfinale getippt.

12:30 Uhr. Hebamme kommt zum Wiegen. 3.200g zeigt die Waage. Davon müssen Windel und Wiegebeutel abgezogen werden. Leider weiß sie nicht wie viel das ausmacht, aber Zwee dürfte so zwischen 3.000g und 3.100g wiegen. Genau werden wir es nächste Woche bei der U3 erfahren. Jedenfalls ist Zwee wohl genährt, was man ihr ja auch ansieht. Das war erstmal der letzte Hebammenbesuch. Passt auch, wir haben eh kaum Fragen und auch keinen besonderen Draht zu ihr.

13:00 Uhr. Kurz zur Beruhigung stillen, weil Zwee es gar nicht toll fand, dass ich sie zum Wiegen weckte und auszog. Zwee hält meinen BH ganz fest. Ich nehme das als Zeichen, dass ich noch ein bisschen weiter chillen sollte. Na gut. Dr. Who-Folge The Empty Child ist verdammt gruselig.

Maniküre, Pediküre.

15:30 Uhr. Anruf von Vati: Er ist mit BM und PL 300m Luftlinie entfernt im Park. Blumen werden dort gepflückt und trotz Eis zum Vesper muss noch gesnackt werden. Mutti kommt von der Arbeit, wir trinken einen Kaffee und werten dies und das aus. Zwee liegt zwischen uns auf dem Sofa und muss aufpassen, dass Oma sie vor lauter Niedlichkeit nicht aufnascht. Dann geht sie in den Park, um noch ein bisschen Zeit mit den "Großen" zu verbringen. Ich räume derweil noch ein bisschen rum -  Hausfrauendings.

Eltern kommen mit den Mädels nach Hause. Diese sagen, dass sie Blumen gießen wollen und nehmen dazu eine Trinkflasche von BM. In Wirklichkeit machen sie sich aber mit dem Wasser eine Schlittschuhbahn auf der Terrasse. Blöde Idee, aber zum Glück keine Unfälle. Kurzer Zank auf dem Klettergerüst, wie immer. Verabschiedung.

Abendbrot verläuft einvernehmlich. Wir bringen noch die Mülltonne zur Straße, treffen eine Nachbarin, die ebenfalls Anfang Mai geboren ist. Der Zweijährige Bruder rennt los - bis über die Straße. BM und ich sind entsetzt.

Mit Zwee im Tragetuch BM zu Schlafanzug und Zähne putzen überredet. BM will Zwee ein Geheimnis zuflüstern, ich höre es dennoch: "Zwee, du bist meine Freundin und ich hab dich lieb."

Dann ist Zwee dran, verschläft aber den Größtenteil der Wickel- und Schlafanzug Aktion während BM ihre Hand hält. Dann fängt sie doch noch an zu schreien, muss sofort an die Brust. Wir drei gehen ins Schlafzimmer, BM spielt Farmfriends (sehr empfehlenswert!) auf dem Tablet, ich stille Zwee. Leider rechts, wo die Brustwarze etwas wund ist.

20:10 Uhr. Zwee im Bett. Mit BM in deren Bett kuschelnd das Jahreszeiten-Buch von Conni angucken und zweimal alle Monate mit den zugehörigen Geburtstagen durchsprechen. 3x zudecken, mindestens 5x Gute Nacht sagen.

20:50 Uhr. Nach unten gehen, heimlich ein Eis am Stiel naschen. BM ruft, dass sie Bauchschmerzen hat und auf Toilette muss. Gehe hoch und treffe sie auf Toilette ohne Hose an. Zurück ins Bett. Nochmal zudecken. BM wundert sich, dass mein Küsschen so kalt ist (Eis. Ähm, mein Kind ist ein Fuchs!) Igel suchen. Runter gehen. BM ruft, dass sie immer noch Bauchschmerzen hat und nicht schlafen kann (obwohl sie noch nicht eine Sekunde still gelegen hat).

Spuren vom Abendessen beseitigen. TV durchzappen, nichts Sehenswertes finden. Noch eine Folge Dr. Who. Dabei immer wieder diverse gerufene Informationen von BM erhalten.

21:40 Uhr. Ruhe im Kinderzimmer. Ich gehe hoch, flüsterte BM mein Sprüchlein ins Ohr uns gebe ihr einen Gute-Nacht-Kuss.

22:00 Uhr. Liege nun auch im Bett, schreibe Nachrichten an R., lese noch im Kindle (Mount Dragon, Preston & Child) bis ich einschlafe. Lege den Kindle mit letzter Kraft weg.

23:00 Uhr. Ich werde von verdächtigen Windel Geräuschen geweckt. Wickeln. Stillen. Gleiche Buchseite von vorher noch mal lesen. Schluckauf-geplagtes Baby schaut mich mit großen Augen an und kämpft mit weiteren Pupse. Wir kuscheln Gesicht an Gesicht bis Zwee um 0:20 Uhr endlich wieder schläft.

Mittwoch, 4. Juni 2014

1 Monat Zwee

Einen Monat ist unser kleinstes Familienmitglied nun schon alt. Seit dreieinhalb Wochen ist Zwee bei uns zu Hause.

Sehr viel hat sich verändert, Zwee ist längst nicht mehr das allzeit schläfrige Neugeborene, das - wenn überhaupt - nur zum Trinken freiwillig wach wurde. Sie ist immer noch ein sehr ruhiges Baby, schreit eigentlich nur, wenn die Milchbar mal nicht schnell genug in Andocknähe kommt oder wenn sie pullern muss. Beim großen Geschäft knötert und jammert sie, aber kurz vorm Pullern weint sie schrill - wahrscheinlich, weil die Blase drückt und sie noch nicht ganz dahinter gekommen ist, wie sie dem Abhilfe schaffen kann. Zwee pullern gern an der frischen Luft, d.h. wir konnten jetzt schon mehrfach beobachten wie sie erst ganz verzweifelt weint und dann in dem Moment, wo es endlich losgeht, gleich ganz selig und zufrieden schaut.

Den 24h-Stunden-Rhythmus hat Zwee noch nicht verinnerlicht. Die Tage und Nächte sind immer noch sehr unterschiedlich. Mal verschläft sie den ganzen Tag, einige Tage war sie aber nur durch kurze Schläfchen unterbrochen fast komplett wach. Die Nächte richten sich nicht immer nach den Wachstunden am Tag und sind somit auch häufig eine Überraschung. Von sechs Stunden durchschlafen bis stündlich stillen und dazwischen ningeln war alles schon dabei. Da ich immer noch nicht gelernt habe, wie man bequem im Liegen stillt, hatte ich so auch schon eine Handvoll sehr grauer Nächte. Hinzu kommen die typischen Neugeborenen-Quietsch-Knarz-Schlafgeräusche, die uns am Schlafen hindern, auch wenn Zwee schläft.  Grundsätzlich will Zwee bislang immer noch deutlich seltener trinken als ich es von BM gewohnt war. Die 3-Stunden-Abstände aus dem Krankenhaus sind immer noch die Regel.

Wenn Zwee wach ist, schaut sie schon recht aufmerksam. Auf dem Wickeltisch kann man schon richtig lange mit ihr "erzählen und spielen". Sie folgt unseren Gesichtern oder Gegenständen kurz mit den Augen, schafft es aber meistens noch nicht, den Kopf mitzudrehen. In der Bauchlage kann sie unter einigen Anstrengungen und Gemecker das Köpfchen von einer Seite zur anderen drehen. Das konnte sie allerdings schon fast von Anfang an.

Vorgestern hat Zwee mich ganz zaghaft angelächelt. Ich glaube nicht, dass das ein reines Engelslächeln war, weil sie richtig wach war und mich gespannt ansah.

Anfänglich haben wir Zwee fast die ganze Zeit gepuckt. Sie beruhigt sich so sehr gut und scheint sich wohlzufühlen. Außerdem werden die Händchen so nicht kalt. Seit ein paar Tagen pucken wir sie hauptsächlich Nachts, in der Hoffnung, dass ihr bewusst wird, dass Nachts nichts los ist und sie auch einfach schlafen kann. Seit einer Woche geht sie Abends vor uns ins Bett. Zuvor war sie Abends einfach bei ins im Wohnzimmer bis wir auch schlafen gingen. Jetzt wird sie ungefähr gleichzeitig mit BM bettfertig gemacht. Ich nehme sie mit nach oben, stille sie noch mal und pucke sie ein und lege sie ins Babybay. Manchmal ist sie dann noch ein Weilchen wach, manchmal schläft sie schon beim Stillen ein.

Immer wieder hören wir, dass Zwee ihrer großen Schwester BM sehr ähnlich sähe. Ich finde das zwar eigentlich gar nicht, aber es stecken ja schließlich die gleichen Gene in ihr. Jedenfalls sieht sie jetzt schon ganz anders aus, die Bäckchen füllen sich und sie sieht schon viel glatter und "fertiger" aus. Die Augen werden heller und ich vermute, dass sie blau wie die von R. und BM werden.

Größe 50 passt jetzt wie angegossen und das erste Erstlingsmützchen ist schon zu klein geworden. Die Beinchen füllen sich langsam mit Speck und sehen nicht mehr ganz so mager aus. Liegt Zwee auf der Seite, hängt das untere Bäckchen schon ein bisschen. Wir sind jetzt fast komplett weg von den Stillhütchen, letzte Nacht benutzte ich nur einmal eines, weil meine rechte Br.ustwarze ein bisschen wund ist.

For the record: Der Nabschnurrest ist am 29. Mai endlich abgefallen. Der Bauchnabel war dann erstmal noch sehr nach außen gewölbt, so dass die Hebamme einen Nabelbruch vermutete, aber jetzt hat er sich schon zur Hälfte mach innen gezogen, wo er hingehört, so dass das hoffentlich nicht der Fall ist.

BM habe ich ja erst ab dem vierten Lebensmonat richtig viel getragen, nachdem wir die Manduca gekauft hatten. Diesmal haben wir ein elastisches Tragetuch. Kurz umher laufen, dabei das Bienenlied und das Schaukellied singen und schon schläft Zwee friedlich und mittlerweile auch ziemlich ausdauernd im Tragetuch. Ich darf mich dann nur nicht zu bequem zurück lehnen.

Am Donnerstag kommt die Hebamme wahrscheinlich zum letzten Mal, um Zwee zu wiegen. Ich glaube, dass sie ihr Geburtsgewicht nun nicht nur wieder erlangt sondern um einiges überschritten hat. Gestern waren wir mit ihr beim Hüftultraschall, wobei erneut bestätigt wurde, dass ihre Hüfte absolut in Ordnung ist, nachdem der Ultraschall im Krankenhaus im Rahmen der U2 auch schon positiv verlaufen war.

So, man soll ja schlafen, wenn das Baby schläft. Da BM es nun auch geschafft hat einzuschlafen, werde ich mich jetzt mal ins Bett begeben.

Dienstag, 3. Juni 2014

Strohwitwe...

... bis Freitag früh allein mit beiden Kindern. Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass ich dem komplett gelassen entgegen sehe, aber - Tschakka! - es wird schon gut gehen.

Als Zwee gerade 5 Tage zu Hause war, überstand ich einen Tag allein mit beiden schließlich auch. BM hatte Ringelröteln. Es ging ihr gut und sie hätte sogar in die Kits gedurft. Allerdings benötigten wir dazu eine ärztliche Bescheinigung, die ich mir mit Zwee im Schlepptau aber nicht holen wollte.

Es ging auch fast gut... bis ich Zwee stillen wollte und BM einen Rieseneifersuchtsbock bekam, weil ich ja NIE mit ihr so im Arm kuscheln würde. Natürlich kompletter Humbug. Natürlich trotzdem total verständlich. Am Ende brüllten beide Kinder und mir standen Tränen in den Augen...

Wenig später kam meine Hebamme. Ich kann kaum so ausgesehen haben als hätte ich alles im Griff wie ich das so in der Tür stand mit verheultem Kleinkind an der Hand und unzufriedenem, weil nicht ganz sattem Säugling im Arm.

Aber wir sind ja jetzt schon knapp 3 Wochen weiter...

Freitag, 30. Mai 2014

Wieder stillen

Nachdem ich BM mit knapp 11 Monaten das letzte Mal gestillt hatte, war ich zwar kurz traurig, aber eigentlich sehr froh, meinen Körper wieder gänzlich für mich zu haben und endlich die Still-BHs in eine Kiste verbannen zu können.

Und doch war ich froh über die Kiste und das Wissen, dass wir noch ein zweites Kind wollten und ich das somit noch einmal erleben können würde.

Damals schrieb ich, dass ich nie vergessen würde wie meine BM an der Brust ausgesehen hat. Fast drei Jahre später ist dieses Bild vor meinen geistigen Auge so scharf wie eh und je.

Nun trinkt hier gerade meine Zwee und sieht dabei genauso wunderschön und doch komplett anders aus als ihre große Schwester. Es erscheint mir wieder wie ein Wunder, dass die Natur das so gut eingerichtet hat.

Mittlerweile sind wir auch fast komplett weg von den Stillhütchen. Ich glaube, letzte Nacht habe ich nur einmal mit Hut gestillt, weil Zwee zwar quengelte, aber ich ihren Durst falsch eingeschätzt hatte. Sie schlief daher die Brust direkt an. Da ich nun schon mal in Position saß, wollte ich es uns ein bisschen leichter machen... äh, und nicht 20 Minuten später mit echtem Durst erneut geweckt werden.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Sport frei!

... na ja, zumindest sollte ich wohl mal mit einem bisschen Beckenbodendingsda anfangen (s.u.).

Die Narbe ist äußerlich ganz gut verheilt, nur stellenweise noch ein bisschen gnubbelig. Innerlich merke ich schon noch, dass da an mir herum geschnippelt wurde. Husten und Niesen tun noch ein bisschen weh und es spannt irgendwie diagonal von oben rechts nach unten links. Oder so. Genau kann ich es eigentlich nicht orten. Ach ja, und die Haut um die Narbe herum und - seltsamerweise - an der linken Pobacke ist taub, fühlt sich aber gleichzeitig unangenehm wund an, wenn ich darüber streiche. Aber der Kaiserschnitt ist ja auch erst 24 Tage her. Ich nehme an, dass das demnächst noch besser wird.

Positiv ist, dass mein Beckenboden nicht ganz so mitgenommen scheint wie nach BMs Geburt. Keine Ahnung, ob das ist, weil mir noch 6 Wochen Schwangerschaft mit nach unten drückenden Babykopf fehlten oder aber weil Zwee einen anderen Ausgang genommen hat. Jedenfalls kann ich diesmal gleichzeitig laufen und lachen ohne Angst um meine Blase haben zu müssen.

So, ich geh dann mal meinen Beckenboden visualisieren.

Luxusmorgen

Im Allgemeinen sind wir seit einem halben Jahr schon sehr zufrieden mit BMs Schlaf. Sie schläft zwar immer noch recht spät ein - oft erst nach 21:30 Uhr - aber dafür in aller Regel alleine und ohne Theater (außer noch mal pullern, ordentlich zudecken lassen, lauthals singen, mit Kuscheltieren spielen... aber zumindest meistens ohne Nölen).

Morgens ruft sie dann meist nach mir, was immer wieder zu schiefen Haussegen führt, wenn dann R. statt ich ihrem Ruf folgt, zumal das in den letzten Monaten oft gar nicht anders ging. Wenn sie gut gelaunt ist, ruft sie nach uns beiden und nimmt, was sie kriegt. Ganz selten kommt sie auch mal alleine zu uns hoch.

Seit ewigen Zeiten sagen wie ihr nun schon, dass sie ja einfach aufstehen und spielen kann. Aus unerfindlichen Gründen sagt sie dann, dass sie das nicht macht, um keinen Ärger zu bekommen. Häh? Wir haben jedenfalls noch Ärger angedroht - im Gegenteil, wir wünschen uns das schließlich.

Heute morgen nun geschah ein weiteres Wunder in BMs epischer Schlafgeschichte. Sie wachte auf und rief nach oben, dass sie heute nun alles alleine machen wolle, was man Morgens so machen muss. Gesagt getan: BM war ohne Nölen (klar, sie würde sich ja nicht selbst anzicken) auf Toilette, putzte ihre Zähne, suchte sich ein Outfit aus (vielleicht einen Tick zu warm) und zog sich an. Als ich dann herunter kam, fragte sie ganz höflich, ob ich ihr mit dem Gürtel helfen könne.

Sie kann all das alleine und macht es auch oft genug, jedoch in der Regel nur nachdem wir sie x Mal aufgefordert haben und nicht selten unter Wuttränen, weil sie dazu eben keine Lust hat.

Die kleine Schwester hingegen schlief heute wieder bis nach 9 Uhr, so dass ich in Ruhe BM zur Kita bringen konnte während R. des Babys Schlaf bewachte.

Sonntag, 25. Mai 2014

Wach

Zwee war gerade über anderthalb Stunden wach, hat während dessen drei Mal reichlich getrunken (davon einmal ohne Hütchen) und zwischendurch mal auf dem Arm, mal im Körbchen zufrieden umher geschaut. Die dritte Milchmahlzeit hat sie nun ausgeknockt - Sie schläft und engelslächelt dabei meine Brust an.

Da hatte wohl jemand heimlich einen Schub.

Zwee schläft weiterhin sehr viel und nicht selten über vier Stunden am Stück. Dann wecken wir sie manchmal, weil wir ja noch auf ihre Gewichtszunahme achten sollen. Zwischendurch ist sie aber jetzt immer richtig wach. Dann räkelt sie sich gerne auf dem Wickeltisch unter dem Heizstrahler. Recken und strecken und dabei immer mal in komische Positionen kugeln. Diese Neugeborenenbewegungen sind einfach zu süß anzusehen. 

Samstag, 24. Mai 2014

Naschi-Logik

BMs Lieblingsessen ist - nach eigener Aussage - zur Zeit Naschi. Davon sind wir natürlich wenig begeistert und erklären ihr dann immer, welche Sachen auf ihrem Teller Vitamine haben. Daraus ergeben sich immer wieder allerhand langatmige Geschichten und Erklärungen ihrerseits.

"Ich hab schon ein Stück Kakika gegessen. Da war auch ein Nemin drin, das hab ich gemerkt!"

Und heute anhand eines Tütchens mit Gummibärchen. (Sie soll immer nur eins nach dem anderen essen und nicht mehrere gleichzeitig verschlingen.)

"Ich ess auch immer nur eins. Aber wenn nur noch zwei da sind, ess ich die zusammen, damit nicht einer alleine ist."

Donnerstag, 22. Mai 2014

37+0 SSW

Wäre Zwee noch im Bauch, wäre sie heute rechnerisch kein Frühchen mehr gewesen. Tatsächlich hatte man uns nahe gelegt, heute einen geplanten Kaiserschnitt durchzuführen. Vielleicht läge Zwee dann jetzt bei uns im Familienzimmer auf meiner Brust. Hätte, könnte, wenn....

Tatsächlich ist unser kleinstes Familienmitglied schon 18 Tage alt. Auch wenn sie immer noch sehr viel schläft, so ist sie nun zwischendurch auch schon mal recht ausdauernd wach und schaut umher. Die Augen flackern und schielen auch nicht mehr ganz so wahllos umher wie bei ganz frischen Neugeborenen. Direkt um die Pupille herum sind Zwees Augen schon ein bisschen heller geworden, d.h. meine Gene haben sich wohl nur bei der Haarfarbe, aber nicht bei der Augenfarbe durchgesetzt. Mal sehen, ob Zwees Augen auch so blau wie die von R. und BM werden oder aber eine Mischfarbe annehmen.

Zwee ist auch schon ein klitzekleines Bisschen pummeliger geworden. Leider hat ja die Waage im Krankenhaus gesponnen, so dass wir kein richtiges Emtlassungsgewicht haben. Die Hebamme hat erst einige Male angezogen gewogen und dann mit Windel, wobei sie aber jedes Mal unterschiedlich viel dafür angezogen hat. Eigentlich wissen wir also nicht so genau, wieviel Zwee eigentlich wiegt, sie ist aber anscheinend gut auf dem Weg zum Geburtsgewicht. Größe 50 passt ihr jetzt sehr gut.

Generell ist Zwee ein richtiges Anfängerbaby (oder wir sind diesmal einfach viel gelassener als bei BM). Sie schläft viel, so dass ich mich zwischendurch schon mal etwas faul und nutzlos fühle, weil ich nichts für sie tun kann/muss. Am besten und mit den längsten Intervallen schläft sie ab ca. 4 Uhr morgens bis in den frühen Nachmittag. Am wachsten ist sie leider-leider so ab 23 Uhr. Das deckt sich übrigens auch mit ihren Zappelzeiten als sie noch in meinem Bauch war.

Vielleicht liegt es daran, dass sie noch ein bisschen Bauchruhe nachholt, bislang scheint sie jedoch ein ruhiges Gemüt zu haben (obgleich sie im Bauch nicht weniger aktiv war als ihre quirlige Schwester). Sie schreit eigentlich fast nie - nur wenn der Hunger-Hunger-Hunger sie plagt oder ein Pups nicht ganz so locker rauskommt. Mittlerweile zeigt sie auch, wenn sie Hunger hat, indem sie den typischen, suchenden Schiefmund macht. Sie trinkt weiterhin hauptsächlich mit Stillhütchen. Ohne geht es nur dann manchmal, wenn sie so richtig munter und hungrig ist.

Zwei Kinderwagenausflüge hat Zwee teils wach, teils schlafend sehr zufrieden mitgemacht. Und - für uns fast unglaublich - man kann sie wach ins Bettchen legen und sie schläft dann einfach irgendwann ein, wenn sie genug geguckt oder geackert hat.

Zwee, wir sind unendlich froh, dass du endlich so richtig bei uns bist und unsere kleine Familie komplett machst.

Samstag, 17. Mai 2014

Dieses...

... zarte "häh häh häh häh", wenn Zwee nach der Brust sucht, lässt mich stets auf's Neue dahin schmelzen.

Überhaupt hat sie noch ein ziemlich kleines Stimmchen. BM war im Vergleich zu anderen Babys auch eher leise und hat sowieso - mal abgesehen von der allabendlichen Schreistunde - selten wirklich geschrien. Mal sehen, ob sich das bei Zwee noch ändert, wenn sie ein bisschen größer ist. Jetzt ist sie ja e-i-g-e-n-t-l-i-c-h noch im Bauch und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen. Und wenn doch ist ihr Schreien eher so ein Quietsch-Fiepen. Jedenfalls ist ihr Ruf schon jetzt unverwechselbar.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Herausforderungen einer Zweifachmama - Teil 1

... von vermutlich Hunderten...

Wenn BM schon fast schläft, versuchen die knöternde Zwee zu beruhigen, weil die Pupse sie ärgern... Dann von oben das charakteristisch knallende Geräusch von kindlichem Körperteil auf dem Rausfallschutz des Bettes hören, augenblicklich gefolgt von Schmerzensgeschrei.

... Zwee im Stubenwagen abgelegt, hoch geflitzt, BMs Bein gepustet, Hand gehalten.

Und dann hört BM ihre kleine Schwester "jammern", ich erkläre, dass Zwee mal kackern muss, und werde großzügig von BM runter geschickt, um mich um Zwee kümmern zu können. Eigentlich sollte ich dann nochmal wieder kommen und ihre Hand halten. Tat ich auch, aber mein großes Mädchen schlief dann schon.

Es dauerte wohl doch etwas zu lange bis ich Zwees Bäuchlein massiert, den Po gesäubert, mir auf die Hand kackern gelassen  und zu guter Letzt noch die Wickelunterlage durchnässt bekommen hatte. Mädel, du brauchst mich gar nicht so unschuldig anschielen!

Regenschirmprinzip, das

Zwee wurde auf der Neo erst anderthalb Tage mit einer Magensonde ernährt. Diese wurschtelte sie sich dann in der zweiten Nacht halb heraus, so dass sie kurzerhand gezogen wurde. Von da an gaben wir ihr abgepumpte Muttermilch mit der Flasche. So richtig bekam sie den Dreh nicht heraus, was wohl zum Großteil daran lag, dass sie als Frühchen noch keinen richtigen Saugreflex hatte. Überhaupt meldete sie sich nicht und "suchte" auch kaum, so dass wie sie wecken und mit viel Geduld ein paar Tropfen einflößen mussten.

An ihrem 4. Abend um 23:30 Uhr versuchte ich es erstmals mit Stillen. Mit viel Geduld und Hilfe einer Säuglingsschwester der alten Schule trank sie eine halbe Brust und dann noch ihr Fläschchen leer. Bei der 4-Uhr-Runde schaffte sie dann beide Seiten - allerdings mit Stillhütchen. Ich bin sehr froh, dass ich die Hilfe hatte, denn die anderen Schwestern auf der Neo sind eher auf die Babys als auf die Mamas bzw. das Stillen spezialisiert, und BM war ja vom 2. Tag an ein Naturtalent an der Brust.

Danach hat BM kein Fläschchen mehr gesehen sondern wurde fortan nur noch gestillt.

Nun zum Regenschirmprinzip:

Sicherheitshalber organisierten wir von meiner F. noch eine Milchpumpe für Zuhause. Für den Fall der Fälle, dass Zwee doch mal zu schlappi zum Stillen ist oder nicht gut zunimmt. Bislang - toi toi toi - gab es jedoch keinen Bedarf.

Das Stillen mit Stillhütchen nervt mich ziemlich. Ständig läuft was an der Seite heraus. Ich kann damit nicht im Dunkeln stillen, weil ich mich immer erst ordentlich präparieren muss, damit wir nicht beide in Milch gebadet werden. Außerdem sind zwei vorhandene Stillhütchen für drei Etagen Haus eindeutig zu wenig. Es ist wie verhext: Nie liegt eins da, wo ich gerade stillen möchte.

Also bestellte ich noch ein Paar, welches der Postbote heute brachte. UND: Zwee hat gerade einwandfrei ohne Hütchen getrunken. Das hatten wir zwar vorgestern auch schon einmal, aber ich hoffe, dass wir es auch hier mit dem klassischen Regenschirmprinzip zu tun haben - hast du einen Schirm dabei, wird es nicht regnen und vice versa. Die neuen Stillhütchen wären jedenfalls ein Fehlkauf, den ich liebend gern getätigt hätte.

Sonntag, 11. Mai 2014

Optische Täuschung

Seit ich BM nach Zwees Geburt zum ersten Mal wieder sah, kommt sie mir riesig vor. Gesicht, Augen, Hände, einfach alles.  Dabei ist sie doch selber noch so klein!

Viele hatten mich vorgewarnt, aber so richtig konnte ich es mir nicht vorstellen. Ich hatte angenommen, dass Zwee winzig wirken würde. Tatsächlich kommt sie mir jetzt wie Standard-Kinder-Größe vor und BM wie eine "Riesin".

Samstag, 10. Mai 2014

Endlich zu viert

Heute durfte ich meinen Muttertag vorzeitig feiern. Wir durften unsere Zwee mit nach Hause nehmen, wo sie ganz lieb von ihrer stolzen großen Schwester begrüßt und abgeküsst wurde. 
Wir machten einen ersten kleinen Spaziergang mit BM auf dem Laufrad und Zwee im Kinderwagen. Dann ging BM immer wieder zu Zwees Stubenwagen, um sie noch einmal anzusehen. Außerdem wurde viel gelacht, weil BM ein paar tollen Blüten heraus haute:
"Weißt du was ich am süßesten finde? Das kleine, kleine Ohr. Und die kleine Nase. Und die Bäckchen."
+++++++++++
Beim Wickeln.
BM: "Ich will die Kacka weg machen."
Wir: "Aber Zwee hat doch gar nicht gekackert."
So ging das eine Weile hin und her bevor wir schnallten, das BM den Nabelschnurrest meinte.
+++++++++++++
R. aus dem Gespräch heraus zu mir: "Ich nehm dich mit auf eine Reise."
BM: "Und wer passt auf die Kinder auf?!?

Freitag, 9. Mai 2014

Geburtsbericht Zwee

R. ist gerade nach Hause gefahren, weil heute Abend Zwees Pinkelparty steigt. Ich sitze nun in meinem "Begleit-Mutti-Zimmer" und möchte langsam mal anfangen, die Erlebnisse der letzten 6 Tage aufzuschreiben - angefangen natürlich mit Zwees Geburt.

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Letzte Woche hatte ich ein paar Tage lang Übungs-/ Senkwehen. Der Bauch wurde ständig hart und gelegentlich war es sogar ein bisschen schmerzhaft. Ich fand es recht ermutigend, dass dabei erstmal keine weiteren Blutungen auftraten, und schonte mich ausgiebig. Am Samstag verlebten R., BM und ich einen schönen Familientag zu dritt, den R. und ich am Abend gemütlich zu zweit ausklingen ließen. In der Nacht drehte ich alle 1 - 2 Stunden meine üblichen Runden: Toilette, BM zudecken, wieder zurück ins Bett - zuletzt gegen 5 Uhr früh - ohne irgendwelchen Auffälligkeiten. 

Ich träumte dann, dass K mit H ihr Kind bekommt und ich aus irgendeinem Grund bei der Geburt dabei war. Als ich langsam wach wurde, spürte ich ein vertrautes Gefühl zwischen den Beinen. Ich hoffte, dass ich mich irrte, doch ein Blick zeigte Blut auf meinem Zwischen-die-Beine-klemm-Kissen. 

Um 6:23 Uhr (laut R.) weckte ich R. mit den Worten "Ich blute wieder!"

Erstmal war ich noch gar nicht allzu aufgeregt, ich wollte erstmal zur Toilette und mir die Bescherung ansehen. Da lief es mir schon die Beine hinab, die Schlafanzughose war gleich rot verfärbt und in die Toilette sprudelte es richtig. Nun wurde mir doch gleich ganz anders, so dass ich R. zurief, dass er doch gleich den Rettungswagen rufen müsse. Flink bastelte ich mir noch meine Kontaktlinsen in die Augen und legte mich auf die Couch. 

Diesmal mussten wir ein kleines Weilchen warten bis der Rettungswagen kam. Während dessen lief R. noch umher, holte meine Notfalltasche, die ich ein paar Tage zuvor endlich gepackt hatte, und noch ein paar weitere Kleinigkeiten. Endlich kam der Rettungswagen und wenig später auch der Wagen mit der Ärztin. Wie schon zuvor konnten sie nicht viel tun als mir einen Zugang zu legen, mich an einen Tropf mit Kochsalzlösung zu hängen und mitzunehmen. Vor allem hatten sie keinerlei Möglichkeit abzuhorchen, ob Zwees Herzchen schlägt. Diesmal war sie nämlich nicht so rücksichtsvoll, mich mit regelmäßigen Tritten zu beruhigen, sondern blieb fürchterlich still. BM war zwischenzeitlich aufgewacht und R. brachte sie herunter damit ich ihr ein Abschiedsküsschen geben konnte während wir gute Miene zu bösem Spiel machten. Es war mir sehr wichtig sie noch einmal zu sehen und mich ordentlich zu verabschieden, weil ich in dem Moment schon große Angst um Zwee und mich hatte. 

Nachdem wie beim letzten Mal das Navi nicht so recht funktionierte und es somit gefühlte Ewigkeiten dauerte bis der Rettungswagen endlich los fuhr, brausten wir mit Blaulicht davon. Da es weiterhin zwischen meinen Beinen sprudelte schaute die Notärztin noch einmal nach und meinte, dass es aussieht als ob nicht nur Blut sondern auch Fruchtwasser austritt und dass es deshalb soviel Flüssigkeit ist. Ich ließ mir dann mal das Datum verraten für den Fall, dass dies Zwees Geburtstag würde. 

Im Krankenhaus angekommen begrüßte mich die bereits vertraute Hebamme Kathrin. Endlich, endlich setzte sie das CTG an meinen Bauch und fand auch sogleich Zwees kräftig schlagendes Herz. Ich war so unendlich erleichtert! Nach einem kurzen Blick auf meine Hose befand sie auch gleich, dass das nicht nur Blut (laut Arztbericht war es tatsächlich wieder nur unterregelstarke Blutung) sondern vor allem Fruchtwasser heraus lief. Obwohl Zwee erst bei 34+3 SSW war beruhigte mich diese Aussage erstmal - zumindest waren wir beide nicht am verbluten. Das CTG zeigte wohl auch schon ordentliche Wehen an, die ich aber in der Aufregung kaum spürte. 

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Währenddessen rief R. bei meinen Eltern an, damit sie BM übernehmen und er ins Krankenhaus fahren konnte. Leider war mein Vati am Abend zuvor beim Boxen gewesen und erst um 5 Uhr (ähm... alkoholisiert) ins Bett gekommen. Als meine Mutti versuchte ihn zu wecken war sein einziger Kommentar: "Tatütata". Im Nachhinein sehr, sehr lustig. :-) Mutti kam also mit dem Taxi zu uns nach Hause, um auf BM aufzupassen. 

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Als ich R. anrief, um ihm die - für mich recht ermutigende - Neuigkeit vom Nicht-Blut-sondern-Fruchtwasser mitzuteilen, war er gerade auf halber Strecke ins Krankenhaus und fand die Nachricht eher aufregend. Vermutlich ist er danach wie ein Henker gefahren. 

Während ich noch mit ihm telefonierte trat der diensthabende Arzt ein - einer der wenigen, die ich bislang noch nicht kannte. Als ich aufgelegt hatte, eröffnete er mir, dass man Zwee nun recht zügig entbinden wolle. Ich wurde ein wenig panisch und erinnerte an unsere bisherige Geburtsplanung und dass wir ja eigentlich noch einmal nachsehen wollten, ob nicht doch eine spontane Geburt möglich wäre. Er war wirklich sehr freundlich und machte schnell einen Ultraschall, um sich den Muttermund anzusehen, sagte dann jedoch recht schnell, dass aus seiner Sicht die Plazenta weiterhin zu dicht und wulstig am Muttermund wäre und dass er die Risiken einer spontanen Geburt für zu hoch einschätzt. Er empfahl also eindringlich den Kaiserschnitt. Niemals würde ich mein Baby gefährden wollen, also stimmte ich zu - worauf hin er mir eröffnete, dass die Operation dann innerhalb der nächsten halben Stunde erfolgen würde! 

Ich weiß nicht, womit ich gerechnet hatte, aber das war ein ziemlicher Schock, so dass ich von da an eigentlich so ziemlich auf Automodus lief und kaum einen Gedanken fassen konnte. Zumindest war ich geistesgegenwärtig genug, um ihn zu bitten, ein gutes Wort bei den Anästhesisten für mich einzulegen und nochmal zu erklären, dass die Plazenta ja seitlich und nicht genau im Schnittbereich lag, damit ich zumindest nicht in Vollnarkose operiert werden müsste. Er versprach auch gleich, sich für mich einzusetzen. Ach ja, und natürlich stellte ich gleich klar, dass es gar nicht losgehen kann bevor R. nicht da ist. 

Ich glaube, kurz danach kam R. in den Kreißsaal gestürzt, und ich sagte ihm wenig schonend, dass unsere Tochter wohl in einer halben Stunde geboren wird. 

Die Reihenfolge bekomme ich jetzt nicht mehr ganz auf die Reihe. Ich glaube, als nächstes kam die Anästhesistin, die einer spinalen Betäubung zustimmte. Dann bekam ich einen Katheter gelegt. In dem Moment war ich weiterhin total baff und konnte gar nicht mehr darum bitten, dies doch erst nach Wirken der Betäubung zu tun. Es tat aber zum Glück kaum weh, brannte nur ein bisschen. Ich bekam noch ein OP-Hemd und Haarhaube angezogen sowie einen weiteren Zugang in die Armbeuge gelegt. Dann bekam ich einen Schnaps zur Bindung des Mageninhalts (?), weil ich Nachts noch etwas getrunken hatte und somit nicht komplett nüchtern war, und wurde dann in den Operationssaal geführt. 

Der Raum war viel kleiner als ich erwartet hatte, es wuselten viele grün gekleidete Gestalten herum. Ich musste mich auf den OP-Tisch setzen, OP-Schwester und Anästhesistin redeten auf mich ein. Zwischendurch kam dann ein anderer Anästhesist herein - ich bin nicht sicher, ob wegen Schichtübergabe oder weil man wegen der Placenta Praevia einen erfahreneren Arzt wollte. Mein Rücken wurde eingepinselt. Trotzdem diskutierten die beiden dann noch einmal kurz, ob man nicht doch eine Vollnarkose machen sollte, verließen sogar noch einmal den Raum, um sich von irgendwo (Oberarzt?) die Bestätigung zu holen, dass man wirklich eine Spinale machen dürfe. Durften sie zum Glück. 

Ich musste dann meinen Rücken ganz krumm machen, was immerhin viel leichter war als damals bei Zwees Geburt, denn immerhin musste ich dabei keine Wehen veratmen. Ich sollte nur sicher gehen, dass ich ihre Fragen zwar beantworte, aber bloß nicht mit dem Kopf schüttele oder nicke. Ich bekam eine örtliche Betäubung und kurz darauf die Spinale gespritzt, was ein bisschen unangenehm drückte aber nicht wirklich schlimm war. Ich sollte mich dann schnell hinlegen solange die Betäubung dies noch zuließ. Mein rechtes Bein konnte ich noch in die Beinstütze legen, über das linke Bein hatte ich dann schon keine rechte Kontrolle mehr. 

Dann wurde erstmal nur mein Nachthemd hochgehoben und als Sichtschutz über eine Stange gehängt. Meine Arme wurden festgebunden und der Anästhesist begann zu testen, ob die Betäubung schon wirkte. Logischerweise hatte ich ziemliche Angst, dass man anfangen könnte bevor sie richtig wirkt. Dazu sprühte er Wasser abwechselnd auf meinen Arm und zum Vergleich auf Beine und Bauch. Ich musste sagen, ob das Wasser sich noch kalt anfühlt. Ein bisschen. Dann begann man schon mal, meinen Bauch mit Jod einzupinseln. Während dessen konnte ich spüren wie sich dieses nach und nach überhaupt nicht mehr kalt anfühlt. Dann wurde der Operationsbereich abgedeckt und vorbereitet. Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich gemerkt hätte, dass man mich testweise gepiekst habe. Hatte ich nicht. Die Betäubung wirkte also. 

Dann kam mein R. - natürlich in Schutzkleidung - in den OP, setzte sich an meine linke Seite und redete von da an unaufhörlich liebe Dinge in mein Ohr. Mit dem anderen Ohr lauschte und fühlte ich auf die Geschehnisse hinter dem Tuch. Ich merkte wie an mir herum gewerkelt wurde, hörte ein schneidendes Geräusch, spürte irgendwie, dass man in meinen Bauch eindrang. Ein Drücken und Ruckeln und der Anästhesist an meiner rechten Seite sagte, dass das Köpfchen schon da wäre. Dann wurde ich mit einem Mal ganz leicht und unsere Zwee fing sofort an, ein wenig gurgelnd zu schreien. Es war 8:30 Uhr - zwei Stunden nachdem wir aufgewacht waren. 

Ich war so glücklich in diesem Moment! Sie schrie, also ging es ihr bestimmt ganz gut. Ich sah wie die Hebamme sie um R. herum trug. Ich glaube, R. hat das gar nicht richtig gemerkt. Ich versuchte ihm zu sagen, dass er mal rutschen müsse. Und dann war sie da. Ich konnte kaum etwas sehen außer, dass ihre Haut ziemlich grau aussah. Dann drückte die Hebamme mir mein Mädchen für einen kurzen Moment an die Wange. So ein wunder-wunder-schönes warmes Gefühl! Ich sagte "Mein Mädchen! Mama ist da!"... und Zwee hörte tatsächlich sofort kurz auf zu weinen. Dann wurde sie heraus getragen, um vom Kinderarzt untersucht zu werden. Laut Arztbericht waren ihre Agparwerte 9-8-8, d.h. sie hatte Anpassungsschwierigkeiten. 

Dennoch durfte R. dann zu ihr. Dabei warf er übrigens einen unfreiwilligen Blick in die falsche Richtung, was ihm zwei Nächte lang Albträume bescherte. Nachdem ich mich so sehr vor dem Kaiserschnitt gefürchtet hatte, scheint mein Mann nun mehr traumatisiert als ich zu sein. Ich weiß nicht genau wie dann der weitere Ablauf war. Aber jedenfalls zeigte sich, dass Zwee das Atmen doch recht schwer fiel, so dass sie eine Atemmaske zur Unterstützung bekam. Es wurden Elektroden zur Überwachung an ihr kleines Körperchen geklebt und sie wurde dann wohl in einem Inkubator in die Neonatalogie transportiert. Laut R. war das schon ein ziemlich unheimlicher Anblick. 

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Während dessen wurde ich wieder zusammen geflickt. Alle waren weiterhin total lieb zu mir und redeten mir gut zu, damit ich ruhiger atme. Irgendwie bekam ich zwischendurch einen kleinen Panikanfall - Aufregung, Zwee weg, R. weg, das Geruckel, die Geräusche, das klaustrophobische Gefühl wegen der festgebundenen Arme und des Tuches direkt vor einer Nase.... Mir wurde kotzübel und ein wenig schwarz vor Augen. Dagegen bekam ich schnell ein Mittel gespritzt, so dass ich mich letztendlich nicht übergeben musste. 

Als alles fertig war, wurden die Tücher entfernt. Mein Bauch war weg. (Das war natürlich eine optische Täuschung aufgrund der Rückenlage. Tatsächlich sehe ich auch heute noch so aus als wäre ich im 6 Monat schwanger.) Der Arzt stand zwischen meinen Beinen, ich war komplett nackig, weil das OP-Hemd blutig und nass geworden war. Er erklärte, dass alles gut verlaufen war, dass ich mich nicht wundern solle, weil er eine gekordelte Kompresse unter das Pflaster lege - das sei NICHT die Narbe, die da so dick ist, und dass er mir mal gleich noch ein Zäpfchen gegen die Schmerzen gibt. Ein sehr surreales Gefühl, ihn da stehen zu sehen, zu wissen, dass man ein Zäpfchen bekommt, aber nichts zu fühlen. Nun ja, die Schamgrenze war in diesem Moment zwar sehr niedrig, aber durchaus noch vorhanden. Dann war ich ein bisschen neugierig wie man mich wohl vom OP-Tisch auf das Bett bekommen würde: Mit einem Rollbrett. Nun weiß ich das also auch. 

Ich bekam ein frisches Nachthemd an, wurde zugedeckt und aus dem OP-Saal gefahren. Dort kam gleich mein R. auf mich zu gelaufen. Er zeigte mir ein Bild von meiner Zwee und versuchte mir schonend beizubringen, dass meine größte Befürchtung wahr geworden war und ich sie nicht im Arm halten konnte, weil sie schon auf dem Weg in die Frühchenstation war. Sie hatte verständliche Anpassungsschwierigkeiten, das war nicht überraschend und vor allem in Anbetracht der Schwangerschaftswoche verhältnismäßig nicht besonders schlimm. Dennoch fühlte ich Zwee und mich um unsere ersten Kennenlernmomente betrogen. Die Zeit im Kreißsaal nach BMs Geburt waren mit Abstand die schönste in meinem Leben gewesen und es fühlte sich komplett falsch an, Zwee nicht auf die gleiche Weise im Leben zu begrüßen. 

So, ich bin jetzt erstmal komplett aufgelöst und muss eine Pause machen bevor ich aufschreiben kann wie es weiterging.

Montag, 5. Mai 2014

Zwee ist da

Gestern um diese Zeit erwachte ich mit Blutungen. Eine Rettungswagenfahrt später stellte sich heraus, dass außerdem die Fruchtblase geplatzt war.

Und so kam Zwee am 4. Mai 2014 (34+3 SSW) um 8:30 Uhr unter ordentlichem Geschrei per Kaiserschnitt zur Welt. Sie ist wunderschön, wiegt 2.800g auf 49cm und liegt zur Zeit noch auf der Neugeborenenstation. 

Der wunderbare Papa und ich hoffen nun, dass wir sie recht bald zu uns ins Familienzimmer mitnehmen können. Heute Morgen darf ich sie hoffentlich zum ersten Mal in den Arm nehmen, nachdem wir heute Nacht schon von ihr ohne Sauerstoffmaske überrascht wurden.

Mittwoch, 30. April 2014

In der Schwebe

Mit etwas mulmigem Gefühl fuhren wir gestern zum Termin ins Krankenhaus. Die Oberärztin, die mich schon beim letzten Mal in der Sprechstunde und danach bei meinem stationären Aufenthalt behandelte, hatte Dienst und war wieder sehr freundlich und einfühlsam. Ich finde es immer wieder schön wie gut sie sich an mich/ meinen Fall erinnert (oder vorher gut die Akte liest), jedenfalls habe ich nie das Gefühl ihr alles von vorn erklären zu müssen.

Aber zum Termin: Diesmal machte sie selbst den Ultraschall und kämpfte dabei etwas mit dem Gerät. In den letzten 2 Monaten hatte ich ja wirklich oft Ultraschall, aber diesmal war es besonders schön, weil R. mal wieder dabei sein konnte. Zwee legte sich erstmal lustig hin und machte meinen Bauch schön schief. Zuerst wurde sie vermessen: Sie ist mit nunmehr bei 33+4 SSW geschätzten 2.460 g immer noch an der oberen Percentile, aber keineswegs bedenklich dick oder so, d.h. die Schwangerschaftsdiabetes hat wohl bislang keine Auswirkungen auf Zwee.

Dann warf Frau Doktor einen ersten kurzen Blick auf die Plazenta: Es ist immer noch eine Placenta Praevia mit dickem Rand, d.h. es ist leider nicht nur ein dünner Ausläufer, der da am Muttermund anliegt. Ich sah meine Felle davon schwimmen und fragte vorsichtig an, ob damit eine Spontangeburt nunmehr komplett auszuschließen ist.

... Ist sie nicht! Wenn Zwees Köpfchen tiefer ins Becken rutscht, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Plazenta fängt gleich wieder an zu bluten, wenn sie sich zwischen Muttermund und Köpfchen legt - dann ist der Kaiserschnitt quasi besiegelt. Das Köpfchen könnte jedoch auch die Plazenta zur Seite schieben bzw. soweit abdrücken, dass sie nicht doll bluten kann. Dann könnte, ganz eventuell, unter Umständen eine spontane Geburt möglich sein.

Somit wurden wie also nicht wie erwartet mit einem Kaiserschnitttermin sondern nur mit einem weiterem Kontrolltermin in 2 Wochen versehen. Ich versuche sehr, nicht allzu euphorisch zu sein und bin derzeit (also jedenfalls heute) eigentlich relativ gelassen. Sollte es in 2 Wochen doch nach einem Kaiserschnitt aussehen, werde ich dann zumindest nicht mehr lange Zeit haben, um Panik zu schieben.

Bezüglich der Schwangerschaftsdiabetes haben wir dann noch die abendlichen Einheiten erhöht, weil die Nüchternwerte wieder schleichend gestiegen waren. Somit bin ich jetzt bei 10 Einheiten angekommen, was wohl aber immer noch nicht besonders viel ist. Da das Langzeitinsulin nicht nur in der Nacht sondern auch noch etwas über den Tag verteilt wirkt, kann ich mir jetzt schon gelegentlich ein paar zusätzliche Kohlenhydrate leisten. Längst nicht soviel wie mich wirklich zufrieden machen würde, aber immerhin....

Übrigens hatte ich gestern und vor allem letzte Nacht ziemlich spürbare Übungswehen. Tatsächlich kommt es mir so vor als ob der Bauch sich schon etwas gesenkt hat. Mutti bemerkte das vorhin auch gleich. Bis auf die mittlerweile standardmäßigen SB gab es jedoch keine negativen Auswirkungen, was mich noch mal etwas mehr hoffen lässt, dass Wehen der Plazenta nichts anhaben werden. Aber nein, ich werde jetzt nicht den Tag vor dem Abend loben....

Sonntag, 27. April 2014

Interpretationssache

Wir bestehen darauf, dass BM zu Hause Hausschuhe trägt, v.a. wenn sie Treppe hoch oder runter läuft. In ihrem Sockenfach befindet sich jedoch auch ein geerbtes Paar Antirutschsocken, um das sie regelmäßig bettelt...

... weil das nämlich Rutschsocken sind und man damit ganz gut rutschen kann.

Offenbar erfüllen die Dinger ihren ursprünglichen Zweck nicht wirklich. Oder BM hat noch nicht gemerkt, dass man mit diesen Socken doch nicht schliddern kann. Die Treppe bleibt damit sicherheitshalber weiterhin tabu.

Freitag, 25. April 2014

Heute vor einem Jahr....

Kurz nach 14 Uhr werden R. und ich schon ein Jahr verheiratet sein. Da wir gestern noch sturmfrei hatten, haben wir schon mal ein bisschen vorgefeiert und das Jahr Revue passieren lassen.

Ich hätte nie gedacht, dass es einen Unterschied macht, ob man verheiratet ist oder eben nicht. Schließlich wussten wir auch vorher schon, dass wir uns lieben, für einander da sind und für immer zusammen bleiben wollen. - Dennoch ist ein ganz besonderes Gefühl, mit R. verheiratet zu sein, seinen Namen zu tragen, eben ganz offiziell SEINE Ehefrau zu sein.

Ein Jahr Frau Isndingwa, und ich bin überglücklich!

Montag, 21. April 2014

Ostern zu Hause

Gestern Mittag durfte ich das Krankenhaus blutungsfrei, dafür jedoch mit Insulin im Gepäck verlassen. Wir fuhren direkt zu meinen Eltern, wo am Morgen schon der Osterhase gewesen war und verlebten einen ruhigen, sonnigen Ostersonntag.

Da ich schon nicht dabei sein konnte, als BM im Wald und im Dorf ihre Ostereier suchte, hielt R. unsere Geschenke (Bastelkrimskrams) zurück, so dass BM heute also ein drittes Mal im eigenen Garten etwas Spaß am Suchen hatte.

Danach spielte sie dann in ihrem ebenfalls vom Osterhasen angebuckelten Spielzeit bis wenig später Nachbarsmädchen M. dazu stieß. Derweil saß ich auf einem Stuhl in der Nähe und lauschte den Gesprächen. Irgendwann schaute M. mal kurz zur Tür hinaus, sah wie ich guckte, erschreckte sich ein bisschen und fing an zu kreischen. Solidarisch machte BM erstmal mit.... bis sie irgendwann fragte: "M., wieso schreien wir?"

Donnerstag, 17. April 2014

Krankenhaus - Klappe, die Zweite

Am Dienstag waren R. und ich im Krankenhaus zur Anästhesie-Aufklärung. Die Ärztin überraschte uns mit der Botschaft, dass sie bei Plazenta Praevia auf Vollnarkose bestehen für den Fall, dass es zu verstärkten Blutungen inkl. notwendigen Blutkonserven kommt. Dahinter steckt wohl eine schon Jahre andauernde Diskussion zwischen den Anästhesisten und Gynäkologen. Jedenfalls hatte die Gynäkologin mir vor zwei Wochen noch gesagt, dass unser Baby gleich im OP auf meine Brust darf....

Ich will jetzt gar nicht darauf herum reiten wie sehr mich das ankotzt, jedenfalls war ich dann erstmals ziemlich aufgelöst ob der neuen Hiobsbotschaft. Ich merkte dann schon, dass mein Bauch die ganze Zeit immer wieder hart wurde - nicht schmerzhaft, aber deutlich spürbar.

Nachdem ich BM ins Bett gebracht hatte und mich aus dem Vorlesen heraus geredet hatte, indem ich zusagte, dass sie stattdessen ihrer Püppi ein Buch vorlesen könne, erwartete mich dann auf Toilette die böse Überraschung, die eigentlich nur eine Frage der Zeit war. Als ich aus dem Krankenhaus heraus kam hatten wir eigentlich gar nicht damit gerechnet, dass ich solange blutungsfrei bleiben würde. Nach nunmehr 3 Wochen hatte ich mich auch irgendwie schon in Sicherheit gewiegt.

R. rief schnell einen Krankenwagen, es kamen sogar gleich zwei, einer davon mit Arzt... der jedoch definitiv keine Schwangerschaftserfahrung hatte. So standen dann erstmal 6 Leute um mich herum und überlegten, wie schlimm es nun eigentlich ist. Dann wurde ich mit Tatütata ins Krankenhaus gefahren, auf unseren Wunsch nicht ins ganz nächstgelegene sondern in das, wo ich auch entbinden möchte. Kurz hatte ich Bedenken, ob das die richtige Entscheidung war und nicht vielleicht kostbare Minuten kostet. Doch mein artiges Baby strampelte die ganze Fahrt über fleißig im Bauch herum als wolle sie sagen "Passt schon, Mama. Mir geht's gut."

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich bin nun also wieder im Krankenhaus. Bis gestern gab es noch Wehenhemmer, denn die Miniwehen hatten die Blutung wohl ausgelöst, auch wenn sich am Gebärmutterhals nichts getan hat.

Heute wurden die Wehenhemmertabletten abgesetzt, um zu sehen, ob ich trotzdem weiterhin blututungsfrei bleibe. Ich soll auch spazieren gehen etc. Die Oberärztin war recht guter Dinge, dass ich gegen Ende der Woche wieder nach Hause darf.

Jedoch: 5 Ärzte, 10 Meinungen. Die Ärztin bei der heutigen Visite meinte, dass sie eigentlich Schwangere mit Plazenta Praevia vorsorglich ab der 32. Woche aufnehmen würden damit man im Notfall schnell reagieren kann. Ich bin heute bei 32+0.

Uff! Ich hatte davon zwar schon mal in meinen... ähm... ausführliche Internetrecherchen gelesen, aber ich finde es irgendwie doch arg früh. Wenn alles gut geht wäre ich dann ja ab jetzt 5 Wochen hier plus die Zeit nach dem Kaiserschnitt, also mindestens noch fünf Tage, und dass ist wahrscheinlich noch optimistisch geschätzt, wenn man mal bedenkt, dass Zwee dann bei 37+0 erst gerade so "fertig" ist und auch reife Kaiserschnittbabys oft Anpassungsschwierigkeiten haben.

Oh Mann, ich weiß gar nicht, ob ich heulen oder kotzen soll.... Ich hoffe mal, dass die Tendenz eher von Oberärztin Nr. 1 bestimmt wird. Gegen ärztliche Empfehlung würde ich wohl auch nicht auf Teufel komm raus nach Hause gehen.

Zwee, BM, R. und auch ich tun mir im Moment schon ziemlich leid....

Sonntag, 13. April 2014

Stimmt's, Papa?

"Du nehmt nicht gerne Nelettenpapier?"

"....?!?!?" Große Augen auf Seiten der Eltern beim Vespern.

"Du musst doch den P.uller.mann nur abschütteln!"

Freitag, 11. April 2014

Zertifizierte große Schwester und Bauchbilder

Am vergangenen Samstag war ich mit BM beim Geschwisterkurs in der örtlichen Hebammenpraxis. Gemeinsam mit sieben weiteren 3- bis 4-jährigen Kindern und einem etwas fehlplaziert wirkendem Schulkind lernte BM, was es heißt eine große Schwester zu sein. Wie wächst das Baby im Bauch und was macht es da den ganzen Tag? Was kann das Baby, wenn es geboren ist? Diese und ähnliche Fragen hatten wir im Laufe der letzten Monate sowieso immer mal mit BM besprochen, da sie ja sehr interessiert am Baby ist und immer viele Fragen stellt. Insofern war vielleicht nicht allzu viel Neues dabei. Dennoch hörte sie interessiert zu (bis auf kleine Zappeleinlagen, die aber alle Kinder immer mal wieder überkamen), beantwortete Fragen und zeigte stolz ihre mitgebrachten Fotos von sich selbst als Baby und von Zwee im Bauch. Dann wurde noch das Wickeln anhand der mitgebrachten Puppen und Stofftiere geübt. BM wollte zwar eigentlich lernen noch, wie man ein Baby eincremt - ich habe ihr jedoch versprochen, dass wir das dann nachholen, wenn ihre kleine Schwester geboren ist.

Etwas : Wie nimmt man ein Baby auf den Arm? - Gar nicht! Man setzt sich hin und fragt Mama oder Papa, ob sie das Baby in den Arm legen. Man trägt es nicht herum und legt es auch nicht alleine wieder ab, sondern bittet wieder Mama oder Papa um Hilfe. Eigentlich ganz logisch, aber wir hatten darüber eben noch nicht gesprochen, und so können wir uns dann später immer wieder darauf beziehen, was die "Lehrerin" gesagt hat. 

Zu guter Letzt bekam jedes Kind noch eine Urkunde und eine Feder, um zuerst der Mama und später dann dem Baby über den Bauch zu streicheln.

Ich freue mich sehr darüber, dass mein großes Mädchen so interessiert an Zwee ist. Jeden Tag spricht sie mit ihr, singt Lieder, streichelt den Bauch und verspricht, später ganz viel Quatsch mit ihr zu machen. Dass Zwee im Bauch oft herum hampelt und vor allem gern ihren Po herausstreckt, findet BM auch sehr lustig. Gestern wurde die "kleine, kleine Kaffeebohne" mit einem Plastikdingsda getätschelt. 

Die Ödeme sind da. Bislang kribbelt zum Glück noch nix, aber ich schätze, dass es meine guten Freunde die Karpaltunnel wohl demnächst aufgeben werden. Positiv kann ich vermerken, dass es diesmal - wohl wetterbedingt - deutlich später losgeht als bei BM. Damals waren in der 32. SSW schon längst die Hände taub und Nachts schmerzten die Arme bis zu den Schultern. Heute morgen sah meine Hand so aus (der Ring sitzt eigentlich relativ locker), zum Abend hin wird es wohl kaum besser werden.

Dafür, dass ich jetzt soooo viel Zeit habe, ist es ziemlich schändlich, dass wir trotzdem schon wieder ein Bauchbild ausgelassen haben. Daher diesmal ein 2-Wochen-Abstand, in dem sich ordentlich was getan hat. Wenn wir jetzt noch unser Maßband wiederfänden, würde ich glatt mal messen, wie der Bauchumfang jetzt ist...

Dafür gibt es mal ein Bonusbild mit Mama's und Papa's Händen auf Zwee's Bauchwohnung: 

Mittwoch, 9. April 2014

Eins ist sicher...

... Zwee wird wohl nicht frieren. Allerdings muss ich sie wohl dreimal täglich umziehen, damit sie alle Sachen auch mal angezogen hat bevor sie aus Größe 50/56 heraus gewachsen ist. So ist das eben, wenn man Sachen von mittlerweile vier "großen" Mädchen erbt... und Mama zumindest ein paar Kleinigkeiten NUR für das Baby gekauft hat. Schließlich ist sie das erste Sommermädchen im Trupp, d.h. die Frotteesachen werden wohl wetterbedingt kaum zum Einsatz kommen.

Ich vermute sehr stark, dass BM morgens ein Wörtchen mitreden wird, wenn es um das Outfit der kleinen Schwester geht. Oh je, als wären unsere morgendlichen Diskussionen darüber, welche Sachen witterungsgemäß geeignet sind UND (O-Ton BM) gut zusammen passen (also z.B. entweder Ton in Ton alles pink/lila/weiß/gelb oder aber alles mit Ringeln, d.h. im Testbild-Look) nicht schon mühselig genug wären.
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So sah der Schrank übrigens vor 3,5 Jahren aus: http://isndingwa.blogspot.de/2010/07/das-sollte-wohl-furs-erste-reichen.html?m=0

Radsportler

Zum 3. Geburtstag bekam BM von R.'s Eltern - a.k.a. Radoma und Radopa -  ein Fahrrad geschenkt. Dann wurde es ganz schnell Herbst und wir kamen nicht oft zum Üben bis es zu kalt wurde. Ehrlich gesagt waren wir Eltern auch aufgrund der rückenunfreundlichen Festhalteaufgabe nicht allzu sehr motiviert.

Jetzt im Frühling sollte es dann losgehen, zumal BMs Laufrad mittlerweile wirklich schon etwas zu klein geworden ist. Wir entschieden uns, es ohne Stützräder zu probieren, weil...

... das wohl mittlerweile so empfohlen wird,

... BM nach ihrem 2. Geburtstag direkt auf ihr damals neues Laufrad stieg und seither wie der Blitz damit fährt und u.a. auch immer wieder Schwung holt und die Füße hoch nimmt - Balanzgefühl hat sie also offensichtlich,

... BM letztes Jahr nach einigem Üben die Pedale des Dreirads gemeistert hat, d.h. sie hatte auch die Fußbewegung im Prinzip schon drauf.

Lange Rede, kurzer Sinn: Sie kann es. Bei der ersten Übungseinheit fuhr sie einfach los - und zwar ohne Festhalten unsere Straße entlang. Weitere kurze Übungseinheiten folgten, wobei R. und Opa U. ganz schön ins Schwitzen gerieten, denn BM will nicht langsam fahren.

Jetzt geht es daran, das Starten (klappt wohl schon recht gut) und vor allem das Bremsen zu üben.

Bislang bleibt es immer bei wenigen Minuten, weil das Fahrradfahren offenbar ganz schön anstrengend ist - laut BM tun ihr dann ganz schnell die Ärmchen weh. Gefühlt ist der Lenker wirklich ganz schön breit, außerdem ist BM sicherlich auch ganz schön angespannt, wenn sie auf ihrem Fahrrad sitzt. Im Anschluss will BM dann immer noch unbedingt mit ihrem Laufrad fahren - damit bewegt sie sich als wäre es am Pöppes fest gewachsen und kommt schneller voran und um alle Hindernisse herum.

Ich bin jedenfalls schon wieder unglaublich stolz auf mein sportliches Mädchen!

... und vielleicht auch ein ganz kleines Bisschen froh, dass mir das Nebenhergerenne erspart bleibt. Ärztlich verordnete Schonung kann also doch Vorteile haben.

Mittwoch, 2. April 2014

Der neueste Stand

Gestern hatte ich einen Termin in dem Krankenhaus, in dem unsere Zwee zur Welt kommen soll. Der liebe A aus B fuhr mich hin, weil ich nicht so sicher bin, ob Autofahren im Moment okay für mich ist, da man ja recht gerade vorm Lenker sitzt. Außerdem stört der Bauch mittlerweile auch ganz schön.

Jedenfalls hatte ich einen Termin vereinbart, um mich noch mal bezüglich der Schwangerschaftsdiabetes und der bescheuerten Plazenta Praevia beraten zu lassen. Zunächst gab es noch einmal einen Ultraschall: Zwee wiegt geschätzte 1.600g, ist damit so wie schon in den vergangenen Monaten eher am oberen Ende der Wachstumskurve - allerdings nicht so weit, dass man befürchten müsste, dass schon Auswirkungen des Diabetes sein könnten. Ich denke, dass es eher daran liegt, dass wir ja nicht genau wissen, wann Zwee gemacht wurde, und meine Frauenärztin im ersten Ultraschall zack-zack und blitzschnell den Embryo vermaß und den ET festlegte. Danach war Zwee dann immer etwas größer als der Durchschnitt, d.h. vielleicht sind wir doch schon etwas weiter als 29+6 SSW.

Zwee zappelte wieder ordentlich, trat mich auf der rechten Seite gleichzeitig mit einem Bein in die Rippen und mit dem anderen gegen den Beckenknochen, weil sie sich wohl durch die Stänkerei mit dem Ultraschall gestört fühlte. Als die Ärztin noch ein schönes Foto vom Gesichtchen machen wollte, nahm Zwee kurzerhand beide Händchen und einen Fuß vor das Gesicht und zog sich dann noch die Nabelschnur quer über das Näschen während sie sich mit dem Köpfchen in die Plazenta kuschelte. Eigentlich sollte es dann noch einen v.aginalen Ultraschall geben, um nach der Plazenta zu sehen, aber Frau Doktor sah auch von oben auf ersten Blick, dass diese immer noch vorm Muttermund liegt, so dass sie nicht noch mal genauer nachsehen musste.

Nun ja, es ist wohl noch nicht aller Tage Abend. Eine winzig kleine Restwahrscheinlichkeit besteht noch, dass der Muttermund doch noch geräumt wird. Die Oberärztin nahm die aktuelle Lage dennoch zum Anlass, mich schon mal über einen Kaiserschnitt aufzuklären - für den Fall, dass es doch irgendwann schon ungeplant losgehen muss. Sie war wirklich sehr freundlich und hat gleich gemerkt, dass mich das sehr traurig macht, und extra noch mal auf dem Aufklärungsblatt vermerkt, dass ein Kaiserschnitt nur gemacht werden soll, wenn er medizinisch absolut notwendig ist. Nach aktuellem Stand wäre eine Spinalanästesie möglich. Dann würde Zwee gleich im OP auf meine Brust gelegt werden. Sofern sie auf ersten Blick einen guten Eindruck macht, schreit und rosig ist, muss sie also nicht gleich raus zum Kinderarzt. Wenn das doch nötig sein sollte, könnte ihr Papa die ganze Zeit bei ihr bleiben, damit sie nicht ganz alleine ist. Sollte die doofe Plazenta, die aktuell seitlich/hinten und eben vorm Muttermund liegt jedoch weiter nach vorn wandern, würde man wohl eine Vollnarkose machen, weil das Risiko von Blutungen und Komplikationen dann erhöht wäre, da sie dann genau da läge, wo man eigentlich schneiden würde. Ich hoffe sehr, dass zumindest dieser Kelch an mir vorüber geht.

Wenn keine weiteren Blutungen auftreten, würde die Ärztin empfehlen, dass der Kaiserschnitt bei 37+0 durchgeführt wird. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Tage heraushandeln können, damit Zwee wirklich fertig ist. Außerdem wäre 37+0 genau der Tag vor meinem Geburtstag, was in den Folgejahren irgendwie blöd wäre. Wenn es gar nicht anders geht, ist es eben so - bei einer spontanen Geburt, hätten wir ja auch keinen Einfluss auf den Termin. Bis in den Juni hinein würde man aber wohl leider nicht abwarten.

Die Schwangerschaftsdiabetes ist bislang nur sehr leicht ausgeprägt. Dennoch soll ich nun ein paar Tage lang viermal täglich meinen Blutzucker messen, um sicher zu gehen, dass sich daran nichts geändert hat. Wenn die Werte im Rahmen bleiben, reicht es danach aus, zwei Tage pro Woche so durchzutesten. (Übrigens habe ich dann gestern gleich festgestellt, dass Reis mit Thaicurry gaaaaanz schlecht für den Blutzucker ist.) Immerhin ist die Lanzette wirklich viel besser als die im Krankenhaus, so dass es kaum weh tut.

Für Zwee bedeutet die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes, dass ihr Blutzuckerspiegel nach der Geburt genau beobachtet wird, um sicherzugehen, dass sie nicht unterzuckert, da ihre Bauchspeicheldrüse im Moment für mich mit arbeitet und dann eventuell nach der Geburt noch zuviel Insulin für das kleine Körperchen produziert. Also wird mein armes, kleines Mädchen auf jeden Fall gleich zu Anfang regelmäßig gepiekst werden bis man sicher sein kann, dass sich alles wieder reguliert hat.

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Ich sollte mich nicht beschweren - es könnte viel schlimmer sein, aber trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass ich es total Sch.eiße finde, meiner Sucht nach Eis und sonstigen Süßigkeiten nicht nachgeben zu dürfen. Ich kann nicht einfach EIN Stück Schokolade, EINE Kugel Eis oder EIN GANZ KLEINES Stück Kuchen essen, also muss ich es wohl ganz bleiben lassen. Und NEIN, ein Apfel ist kein würdiger Ersatz. Das macht mich mürrisch, denn auch wenn ich nicht hungern muss, ist es für mich eben gänzlich unbefriedigend, an einer Möhre zu nagen. Da hilft es auch nicht, dass ich ja schließlich Gemüse ohne Ende essen darf. *Mecker-nörgel-jammer-Modus aus*