Mittwoch, 13. April 2011

Hin und her

Seit ca. zwei Wochen bekommt das Babymädchen Mittags, Nachmittags und Abends Brei, wobei immer höchstens ein halbes Gläschen bzw. Abends ein paar Löffelchen angerührter Pampe ins Bäuchlein gelangen. Dennoch scheint das Babymädchen davon schon ein bisschen satt zu sein, denn nach den Mahlzeiten trinkt sie deutlich weniger an der Brust. 

Nun war das kleine Mädchen ja zwei Tage ein bisschen kränklich, so dass kaum ein Happen Brei den fest zusammengepressten Mund passieren durfte. (Gleichzeitig kneift sie dann beide Äuglein zu und schüttelt sich. Das macht das Füttern sehr frustierend, sieht aber sehr lustig aus.) Stattdessen stillte ich sie wieder fasst stündlich.

Heute nun aß das Babymädchen erstmals wieder etwas besser - zum Mittag sogar ein rekordverdächtiges halbes Gläschen - und prompt spielt die Milchbar wieder verrückt. Offenbar wurde während Babymädchens Kranktage sofort die Produktion angekurbelt, was mir dann heute arge Probleme bereitete. Meine rechte Brust platzte fast. Autsch!! Wenn ihr mich fragt: Silikonhupen können sich einfach nicht gut anfühlen!! Ich war dann wieder mal sehr froh, als das Babymädchen im Bett war, denn - darauf ist schließlich Verlass - sie wachte wie gewohnt nach einer Stunde auf und erlöste mich erstmal rechts und nach einer weiteren Stunde auch links.

So ist Stillen nach Bedarf eben. Es ist schon ein echtes Wunder der Natur wie schnell sich der Körper auf die Nachfrage einstellt!! Überhaupt ist wunderbar, zu wissen, dass ich so mein Kind ernähren kann.... auch wenn das nun langsam aber sicher ein Ende haben sollte.

Übrigens ist es sehr schön, dass wir mit den Breimahlzeiten nun tatsächlich tagsüber ungefähr einen 3-Stunden-Rhythmus haben, der auch für das Stillen danach gilt. Zwischendurch überbrücken wir nun mit Wasser aus einer Trinklerntasse, was auch schon ziemlich gut klappt. Es ist echt toll, nicht mehr ständig befürchten zu müssen, einen Ausflug oder eine Autofahrt nicht ohne Stillalarm zu schaffen. 

Nachts fahren wir nun - mit Unterbrechung während der zwei Kranknächte - eine neue Strategie, um unseren Schlafmangel an der Wurzel, d.h. am nächtlichen Hunger zu packen: Statt ihrer üblichen sechs Minuten lasse ich das Babymädchen nun immer nur drei Minuten trinken bevor ich sie wieder ins Bettchen lege. Drei Nächte lang funktionierte das nun ganz gut, auch wenn das Babymädchen dadurch noch unruhiger zu schlafen scheint während sie sonst nach jedem Stillen immer gleich in den Tiefschlaf gefallen ist. Sie beschwert sich aber nicht allzusehr sondern braucht nur kurz nach dem Stillen meist noch mal den Nucki und ein bisschen Händchen halten. Ähm, also stehe ich Nachts eigentlich noch öfter auf.... 

ABER: Es ist ein Plan, und es tut gut, endlich etwas zu unternehmen!!

Kommentare:

  1. Meinste jetzt den Nachsatz zum Abstillen ernst oder ironisch? Weil - so ganz versteh ich nicht was Du willst.

    Wenn du abstillen willst muss das Kind noch lange ne Flasche stattdessen kriegen. Nur von Brei bzw. normalem festen Essen kann sich das noch lange nicht ernähren. Milch ist die Hauptnahrung im gesamten ersten Lebensjahr und auch danach noch nötig.
    Falls zu lehrerhaft geschrieben bitte ignorieren ;-).

    Mich interessierts halt weil so - zwischen den Zeilen - versteh ichs nich!

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  2. Doch der Nachsatz ist schon ernst gemeint, auch wenn mir bewusst ist, dass das nicht von heute auf morgen geht, zumal ich das ja auch in keinster Weise forciere sondern eher abwarte und hoffe, dass sich die Stillerei langsam in meine Wunschrichtung entwickelt. Das Babymädchen ist ja auch noch weit davon entfernt, von dem bisschen Brei, den sie isst, satt zu werden.

    Trotzdem hoffe ich irgendwie, dass der Essensknoten bald platzt, und hoffe, dass ich irgendwann in absehbarer Zeit nur noch Nachts und Morgens stille. Wobei Nachts natürlich bittedanke weniger als die bisherigen 7 - 8 Mal sein sollte. 3x wäre okay, 2x wäre super und irgendwann 1x ein absoluter Traum.

    Einen Zeitplan gibt es nicht, toll wäre es, wenn wir diesen Stand bis Ende Mai hätten, spätestens im August muss es dann aber sowieso sein, weil dann die Eingewöhnung in der Kita losgeht.

    Die eigentliche Antwort auf deine Frage ist aber wohl: Ich will abstillen, weil ich das für MICH möchte. Ein bisschen Unabhängigkeit. Mein Körper wieder im Normalzustand.

    Ich will nichts überstürzen, aber es war für mich schon immer eine furchtbare Vorstellung, dass mein Kind irgendwann auf mich zugelaufen kommt und mein Shirt anhebt, um an die Brust zu kommen. Und Kuscheln geht auch ohne Brust.

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  3. Ich finde gut, dass du weisst was du willst. Das ist schon mal wichtig.

    Die KITA ist kein Grund - bis dahin wird sie sowieso genug essen, bzw. einfach in der KITA essen und trinken und zuhause stillen, wenn sie dann noch darf.

    Ich denke nur nicht dass das Stillen so schnell so viel weniger werden wird, wie du es dir vorstellst. Nicht von allein.
    Aber natürlich kannst du so lange du es noch ok findest einfach abwarten, ist ja eh das Beste.
    Vielleicht hab ich ja auch unrecht, die Kinder sind ja verschieden.

    Deine Maus hört sich nach ihrem Stillverhalten ähnlich an wie unsere. Jetzt ist unsere ein Jahr alt und stillt tagsüber vier bis drölfzigmal und nachts ein bis drölfzigmal. Drölfzigmal immer wenn sie so einen Quengeltag hat und die wenigen Male wenn sie besonders abgelenkt ist oder es was besonders tolles zum Essen gibt. Und an Abstillen ist noch lange nicht zu denken (das Geschrei würden meine Nerven nicht aushalten, außerdem finde ich das unser Stillen mit der Zeit immer einfacher wird und ja, auch langsam weniger, aber sehr langsam).

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