Samstag, 22. Januar 2011

Hatschi-Kanon

Wir haben ja einen Verdacht, woher wir das haben, werden das hier aber nicht weiter erörtern. Jedenfalls sind R., Babymädchen und ich erkältet. R. entschärfte es zuerst, so dass er am Freitag auch nicht arbeiten ging. Mein "bester" Tag ist heute - jedenfalls hoffe ich, dass ich morgen nicht mehr nach Atem ringend, mit tränenden Augen und verkleidet wie ein Zombie durch die Gegend schleichen werde. 

Am besten und völlig ohne Jammern hat das Babymädchen ihre erste leichte Erkältung. Sie hat tatsächlich auch nur gelegentlich gehustet und recht oft geniest. Ihre Temparatur war nicht einmal erhöht, so dass wir hier wahrscheinlich noch nicht wirklich von Babys "1. Krankheit" sprechen. Eigentlich hat man nur an ihrem Schlafverhalten gemerkt, dass sie nicht ganz auf dem Posten ist. Im Gegensatz zu ihrer Impfreaktion gab es jedoch (leider) keine fast durchgeschlafene Nacht, sondern genau das Gegenteil.

In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag trank sie wie immer ca. 6 Mal, weinte aber jedes Mal kurz (mir kam es nicht soooo kurz vor), wenn ich sie wieder ins Bett legte. Da war ich dann schon ziemlich knülle. Den Supergau hatten wir dann in der folgenden Nacht zum Freitag. Das arme kleine Babymädchen war nach jedem Stillen absolut untröstlich, krümmte sich und schrie wann immer man versuchte, sie wieder ins Bettchen zu legen. Auch auf dem Arm schlief sie nur nach einigem Schluchzen ein. 

Sowas kennen wir hier gar nicht! Also, ich stille zwar für mein Schlafbedürfnis viel zu oft, aber seit bestimmt 3 Monaten lässt sich das Babymädchen danach fast immer anstandslos ins wieder ins Bett legen, weil sie entweder schon schläft oder es mit kurzem Streicheln oder sogar alleine schafft, wieder in den Schlaf zu finden. 

Aber zurück DER Nacht. Irgendwann war ich so entnervt und todmüde, dass auch bei mir ein paar Tränchen mitkullerten. Hört R. nachts absolut nie etwas von meinen Ausflügen ins Kinderzimmer, so hat er doch ein bereits mehrfach unter Beweis gestelltes Gespür für "Notsituationen", in denen ich einfach nicht mehr kann. Es ist ja nicht so als hätte ich ihn durch lautes Schluchzen geweckt. Jedenfalls stand er irgendwann im Kinderzimmer und nahm mir (unter einigem irrationalen Protest meinerseits) die Babytröstung für eine Weile ab. Das bereitete mir wiederum ein so schlechtes Gewissen, dass ich sowieso nicht weiterschlafen konnte - zumal R. Schüttelfrost hatte und somit selbst ins Bett gehörte. Na ja, ich hatte mich mittlerweile ein wenig beruhigen können, so dass ich die restliche Nachtschicht übernehmen konnte. Das Babymädchen schlief dann eine Weile auf mir während ich im Stillstuhl fläzte und ließ sich dann irgendwann tatsächlich ins Bett legen. Morgens durfte ich noch 3 Stunden schlafen während R. das Babymädchen bespaßte, was meine Schlafenszeit dieser Nacht mindestens verdoppelte und somit erträglich machte. 

Letzte Nacht war dann schon wieder ein bisschen besser, und ich hoffe, dass wir nun wieder zurück zur Normalität kommen. Oder besser. Man soll ja nie aufhören zu hoffen. :-)

Übrigens hat das Babymädchen zwar entgegen ihrer Gewohnheit recht lange Nickerchen tagsüber gemacht. Ansonsten ließ sie sich aber nichts anmerken sondern nutzte die Tage, um ihre Technik des auf allen Vieren Schaukelns zu perfektionieren. Das sieht sooooo niedlich aus!!

Kommentare:

  1. Oh man, du/ihr arme/armen, ich kann euch echt nachfühlen. Erkältungen sind Megadoof und es geht wahnsinnig an die Substanz!
    Ich drücke euch alle meinen Daumen, dass es heute besser wird!

    (Ich bin übrigens gerade allein mit P. da D. eine WOCHE weg ist.)

    Gute, wirklich gute Nacht, Eve

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  2. Danke schön!

    Ich hoffe, ihr macht euch nen Bunten und seid nicht allzu einsam? Dem Babymädchen und mir stehen einige R.-lose Tage Ende Februar ins Haus, wenn R. im Skiurlaub ist....

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  3. Schon gemein, dass die MÄnner alle in den Winterurlaub fahren. Aber es wäre eh nicht möglich mitzufahren....weil P. stresst viel zu sehr.

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