…. und zwar genau vor 54 Tagen. Seit dem ist jeder Tag anders schön und jede Sekunde mit unserer Zuckersüßen eine Genuss!!
Heute dann endlich – später als gedacht – haben wir dann das besondere Geschenk der Uroma abgeholt. Dabei handelt es sich um einen handgefertigten Wanderstorch, der bei der nächsten Geburt eines Urenkelchens dann weitergegeben wird.
Dieser hat auch gleich einen Ehrenplatz im Kinderzimmer bekommen. Mal sehen wie das Babymädchen morgen darauf reagieren wird. Von der Wickelkommode hat sie die beste Sicht darauf….
Vielen lieben Dank an dir Uroma schon mal von den stolzen Eltern!!
Heute war ich mit dem Babymädchen bei der Kinderärztin, wo es seine erste Impfung gegen Rotaviren bekam. Zum Glück war es nur eine Schluckimpfung. Trotzdem hat mein Baby ein kleines bisschen geweint, aber dann doch tapfer den Impfstoff heruntergeschluckt. Gleich danach war sie aber wieder ein absolut goldiger Sonnenschein. Es kann nun jedoch sein, dass sie tatsächlich ein bisschen krank wird. Oh, hoffentlich, hoffentlich nicht!!!! Wir sollen ihre Temparatur im Auge behalten, und es könnte sein, dass sie mehr als üblich spuckt und der Stuhlgang sich grünlich färbt. Außerdem müssen wir dolle aufpassen, dass wir uns nicht beim Windelwechseln mit dem Rotavirus infizieren. D.h. noch öfter als sonst Hände waschen. Meine Hände sind deshalb nun seit Wochen schon total trocken und sehen aus als wäre ich 90 Jahre alt.
Seit zwei Tagen ist leider das linke Äuglein des Babymädchens rot und ein bisschen angeschwollen. Also Augenlider, nicht das Auge selbst. Die Ärztin hat sich das angeschaut, eine Bindehautentzündung oder so ist es offenbar nicht. Es scheint auch nicht weiter dramatisch zu sein. Dennoch haben wir homöopathische Augentropfen für sie bekommen. Die erste Dosis habe ich ihr heute Nachmittag ins Äuglein getröpfelt, und natürlich war die kleine Prinzessin nicht begeistert.
Die heutige Impfung war quasi nur eine kleine Aufwärmübung. Anfang November müssen wir wieder hin, dann bekommt unser kleines Mädchen ihre ersten 6-fach Impfungen. Zum Glück kann R. mit dabei sein, denn ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob das ohne Tränen meinerseits abgehen wird. Aber ein bisschen Gnadenfrist haben wir ja noch bis dahin....
So, wie gestern schon angedeutet gibt es heute mal einen Bericht über mich. Allerdings mit etwas anderem Inhalt als ich gestern noch dachte.
Heute war ich bei meiner Frauenärztin zur Nachuntersuchung. Es war schon irgendwie komisch nicht-schwanger dort zu sein. Schießlich hatte ich - in jenem anderen Leben - ja ziemlich viele Stunden dort verbracht. Meine Freundin F. war mit von der Partie und bespaßte mein Babymädchen während ich mal wieder ein Becherchen voll machte, Blutdruck und HB-Wert gemessen bekam und schlussendlich zur Ärztin durchgewunken wurde.
Die wunderte sich gleich ein wenig als ich sagte, dass der doofe Wochenfluss noch nicht vorbei sei und auch immer mal frisches Blut dabei sei. Vier Wochen nach der Geburt war das ja schon mal fast vorbei gewesen und dann schwallartig noch mal wieder gekommen. Die Einzelheiten lasse ich hier weg, nur soviel: Die Aktion hätte durchaus in einen Splatterfilm gepasst. R. hatte dann meine Hebamme angerufen, die aber sagte, dass das schon mal passieren könnte und solange ich keine Schmerzen hätte und die Blutung auch schnell wieder nachließe wäre das nicht weiter problematisch. Nun, ich hatte keine Schmerzen und die Blutung hat auch nachgelassen.... nur eben nie ganz aufgehört.
Zurück zum heutigen Tag: Die Frauenärztin machte also einen Ultraschall und dann ein besorgtes Gesicht. Offenbar ist da immer noch ein Stückchen Plazenta in der Gebärmutter verblieben bzw. weiter gewachsen. Und das muss raus.
Also machten R., das Baby und ich heute Nachmittag einen Ausflug zurück ins Krankenhaus. Dort verbrachten wir dann einige Zeit im Wartesaal der Rettungsstelle bevor ich zum nächsten Ultraschall musste. Der dauerte dann gleich so richtig lange und war auch recht unangenehm. Die Ärztin war sich nicht 100%ig sicher, ob es Plazenta ist, aber jedenfalls muss es trotzdem raus.
Dann ging es weiter zur nächsten Gynäkologin, die mich noch mal untersuchte und dann die weiteren Formalitäten mit mir klärte bevor es weiter ging zur Patientenaufnahme inkl. Anästhesieaufklärung. Drei Stunden später war ich ein wenig entnervt, aber auch beruhigt, weil alles auf einen absoluten Routineeingriff deutet. Nächsten Dienstag wird nun also die Ausschabung ambulant vorgenommen.
Meine allergrößte Sorge als meine Frauenärztin heute früh erstmalig von der Ausschabung sprach war, dass ich dann ja eventuell wegen der Narkose nicht stillen dürfte und wie ich denn wohl mein Baby ernähren sollte. Es ist nun so, dass ich gleich nach der Aufwachphase wieder stillen darf. Das heißt aber trotzdem, dass ich die kleine Prinzessin von ca. 6:45 Uhr bis 11:30 Uhr nicht stillen kann, und dieser Abstand wäre ihr definitiv zu lang.
Mit meiner Hebamme habe ich über's Abpumpen von Muttermilch gesprochen. Sie meinte aber, in Anbetracht dessen, dass ich das noch nie gemacht habe, wäre das sehr aufwändig. R. wird dem Babymädchen in meiner Abwesenheit also ausnahmsweise mal ein Fläschchen mit Pre-Milch geben. Ich hoffe, sie trinkt das dann auch zumindest ein bisschen. Klar, sie wird in der kurzen Zeit nicht verdursten, trotzdem finde ich die Vorstellung, dass mein Baby stundenlang vor Hunger und Durst weinen könnte total fürchterlich. :-(
So, nun zum eigentlich geplanten Inhalt für diesen Post. Es geht mir gut (haha). Nein, im Ernst:
Die linke Hand ist seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr taub. Nur die Finger der rechten Hand kribbeln noch ein bisschen. Meistens merke ich das aber gar nicht mehr.
Es ist toll, sich ohne Schmerzen am Schambein oder Becken umdrehen, aufstehen und überhaupt bewegen zu können.
Mein Gewicht sinkt langsam aber stetig, ohne dass ich allzu sehr darauf achten muss. Hoffentlich geht das so weiter. Und hoffentlich nehme ich dann nicht gleich nach dem Abstillen zu.
Der Bauch sieht schon viel flacher aus, auch wenn sich am Umfang seit einiger Zeit nix mehr so richtig tut. Wahrscheinlich wird das erst besser, wenn ich mit dem Rückbildungskurs anfange. Hoffentlich.
Der Bauchnabel ist schon ein bisschen weiter in den Bauch zurückgewandert, aber noch längst nicht da, wo er hingehört. Die Linea Negra ist auch noch unverändert rabenschwarz.
Die Schwangerschaftsstreifen... sind vorhanden. Zum Glück sind sie nicht lila sondern hell.
Die ersten beiden weiten Nicht-Umstandshosen passen nun wieder. Allerdings sieht es blöd aus, dass der Bauch immer noch über den Hosenbund quillt.
Die Haare fallen bislang nur dem Baby, aber noch nicht mir aus.
Meine Haut lässt einiges zu wünschen übrig. Ich habe nun die "Stillpille" von meiner Ärztin verschrieben bekommen, die dagegen kaum etwas ausrichten wird. Ich "freue" mich schon darauf, meine hautfreundliche Pille wieder zu nehmen, wenn ich irgendwann abgestillt habe.
Soviel also zu meinem aktuellen post-partalen Befinden. Und in alter Tradition gibt es nun mal wieder mein aktuelles, wahrscheinlich letztes Bauchbild:
49 Tage ist das Babymädchen erst alt. Erst - denn mir kommt es irgendwie schon viel länger vor! R. und ich sind beide total verliebt in unser kleines Wunder. Oft stehen wir einfach nur da und staunen das kleine Menschlein an. Am liebsten sind mir die kuscheligen Momente nach dem Stillen, wenn die Prinzessin zufrieden an meiner Brust kuschelt und ich ihre kleinen Patschehändchen auf der Haut spüre.
In der vergangenen Woche hat sich wieder einiges getan. Babymädchens aufregendstes neues Gadget ist "rechtes Fäustchen in Mündchen". Es sieht umwerfend niedlich aus, wenn sie mit ihrer Zuckerschnute rumsucht, während ihr Ärmchen sich wild wedelnd annähert. Leider ist die Freude oft nur von kurzer Dauer, denn das freche Fäustchen passt nicht in den Mund und büchst meist recht schnell auch wieder aus. Das linke Fäustchen wird zur Zeit noch eher stiefmütterlich behandelt und kaum beachtet.
Das Babymädchen reagiert nun generell eher mit tastendem Abschlecken als saugendem Andocken, wenn etwas ihren Mund berührt. Das Köpfchen konnte es ja sowieso von Anfang an heben. Außerdem kann es sich jetzt schon sehr gut mit den Händchen abstützen und die Schultern hochstemmen.
Zum ersten Mal gelächelt hat sie ja als sie genau einen Monat alt war(je einmal für Mama und für Papa). Zwischenzeitlich schien sie diese bezaubernde Errungenschaft immer mal wieder für ein paar Tage zu verlernen, um dann immerhin den Papa immer mal wieder mit einem Lächeln zu verzaubern. Sie ist offenbar ein Papa-Kind. In der letzten Woche hat sie nunn aber immer häufiger gelächelt und manchmal war sogar ein Lächeln für die Milchbar Mama drin. Omas und Opas kamen nun auch schon mal in den Genuss, und auch ihr Teddy-Mädchen auf der Wickelkommode wurde schon mal mit einem Lächeln begrüßt.
Das Babymädchen fängt nun auch an, ein bisschen zu "erzählen" und verschiedene Geräusche auszuprobieren. Sie weint immer noch selten - eigentlich nur, wenn ich die Brust nicht schnell genug raushole und zum Andocken bereit halte oder eben, wenn sie die Pupse plagen. Allerdings schien sie in den letzten 3 Tagen weniger Bauchweh zu haben. (Gleichzeitig hatte dafür ich Bauchschmerzen. ABER: Wenn das der Deal ist, behalte ich sie gerne, damit meine Prinzessin endlich ihre Ruhe davor hat.)
Die Pickelchen im Gesicht sind nun fast weg. Nur an einigen Stellen ist die Haut noch ein bisschen rauh. Dafür hat sich nun Milchschorf auf dem Köpfchen gebildet, den wir gestern Abend erstmals nach Einweichen mit Öl entfernt haben. Das hat auch ganz gut geklappt, aber ich nehme an, dass wir das nun regelmäßig tun müssen, weil der Milchschorf bestimmt wieder kommt.
Heute habe ich ein ganz verschlafenes Babymädchen. Dadurch konnte ich endlich mal meinen Kleiderschrank aufräumen. Dazu aber (nach) morgen mehr. Ich gehe morgen zur Nachuntersuchung bei der Frauenärztin, und dann gibt's auch mal wieder ein Update zu meinem Befinden.
Es war wieder ein ereignisreiches Wochenende und unser Baby hat wieder so einiges erlebt.
Baby's Tante Kimmy hat sich offenbar ein wenig von ihrem Bruder R. anstecken lassen und nahm am Samstag an ihrer ersten offiziellen Laufverantstaltung - dem Festival of Lights Run - teil. Das nahmen wir dann zum Anlass für einen abendlichen Familienausflug. Die Beleuchtung der Berliner Sehenswürdigkeiten fanden wir zwar wie schon im letzten Jahr nicht so überwältigend, aber dafür fand ich es umso schöner, mit dem als Eisbär verkleideten Babymädchen im Tragegurt und Hand in Hand mit meinem R. durch die Stadt zu schlendern. Es war zum einen irgendwie romantisch und gleichzeitig fühlte ich mich total geborgen - ein bisschen wie auf einer eigenen kleinen Familieninsel.
R. und ich waren mit beschrifteten Schild, Rassel und Fotoapparat bewaffnet. Wir standen an der Wendeschleife beim Berliner Dom und versuchten auf der gegenüberliegenden Seite Kimmy und ihre Freundin zu erspähen, damit wir sie dann ordentlich bejubeln könnten, wenn sie auf unserer Seite vorbeikämen. In der Dunkelheit ist es uns leider nicht gelungen, die beiden frühzeitig zu entdecken. Tatsächlich sprach ich mit R. und merkte erst einige Sekunden später, dass er nicht mehr neben mir stand, weil Kimmy zwischenzeitlich vorbeigekommen und er ein Stückchen mit ihr mit gerannt war. Also kamen weder Schild, noch Rassel noch Fotoapparat zum Einsatz.
Trotzdem:HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an die beiden Läuferinnen!!
Am gestrigen Sonntag hatte dann meine Tante G. Geburtstag und lud zum Kaffeekränzchen ein. Das Babymädchen durfte also mal wieder ein Kleidchen anziehen.... welches sie von oben bis unten bespuckte bevor überhaupt alle Anwesenden begrüßt worden waren. Na ja, in Strumpfhose und Pulloverchen sah sie genauso niedlich aus. Die kleine Prinzessin ließ sich von allen bestaunen, staunte ihrerseits vor allem Tante G.'s zahlreiche Lampen an (spannend!), wurde von diversen Familienmitgliedern umhergetragen und bespaßt und ließ auch gutgelaunt eine Kacka-Windel-Beseitigungsaktion über sich ergehen, bei der 5 "große" Zopf-Liesen zwischen 3 und 8 Jahren sie gleichzeitig streichelten und laut gackerten.
Fazit: Das Baby ist also als Partygast und kleine Cousine absolut geeignet.
Tante G. ist zu Hause zwar gerade computerlos, trotzdem gibt es an dieser Stelle noch mal nachträglich einen
.... - nicht. Meistens jedenfalls. Der heutige Ausflug soll als Beispiel dienen. Das gut gestillte, mit Sabsimplex versorgte, vom Bäuerchen befreite, frisch gewickelte und etwas schläfrige Baby wurde heute Vormittag von mir in den Kinderwagen gelegt. Erstes Ziel war die Post, um einen Brief für Tante Kimmy abzuholen. Die Viertelstunde Weg dorthin guckte und schlummerte das Baby abwechselnd und wirkte dabei noch relativ zufrieden.
Bei der Post angelangt wartete eine Schlange bis draußen vor die Tür. Ich stellte mich trotzdem erstmal an. Wir waren noch nicht mal ganz bis hinein in die Post gelangt da fing das Babymädchen an zu weinen. Und zwar so laut, dass ich den Post-Besuch abbrach. Das hat sie wohl vom Papa, denn der hat auch öfter mal Querelen mit den Postangestellten. Na gut, nicht weiter schlimm, der Brief wird wohl auch Montag noch abzuholen sein.
Weiter ging's zum kleinen aber feinen Buchladen ein Geschenk für meine Tante kaufen. Hier wird man sogar noch persönlich beraten. Den kurzen Weg dorthin verschlief das Baby, während des folgenden Beratungsgespräches schaute sie sich mit großen Augen um. Das wiederum hat sie von mir - ich lese auch sehr gerne.
Kaum raus aus dem Buchladen schlief das Baby kurz wieder ein, um Kraft zu tanken für den folgenden Brüllalarm. Die nächsten 10 Minuten weinte das arme kleine Mädchen ganz bitterlich. Nucki reinstecken, ruckelig fahren, nicht so ruckelig fahren, beruhigend auf sie einreden, streicheln - nichts half. Ich habe sie dann testweise mal mehr auf die Seite als auf den Rücken gelegt, aber auch das war doof. 50 Meter vor der Haustür schlief die Prinzessin dann - wohl vor Erschöpfung ein.
Der ganze Ausflug hatte keine Stunde gedauert! Im Hausflur meldete die Prinzessin sich noch mal zu Wort, damit auch die Nachbarn was von ihr haben. Doch kaum im Kinderzimmer angelangt schlief sie wieder ein - 20 ganze Minuten lang sah das so aus:
Ich brauche für meine Spaziergänge immer Ziele. Ohne Ziel fällt es mir schwer, lange genug unterwegs zu sein, um überhaupt das Hochzotteln des Kinderwagens aus dem Keller zu rechtfertigen. Heute war dieses Ziel R.ossmann, wo ich zuerst ewig mit dem Fotoautomaten hantierte und dann nochmal warten musste bis die laaaaangsame Mitarbeiterin sich endlich bequemte, das Papier aufzufüllen.
Endlich wieder draußen an der frischen Luft wurde ich ein wenig übermütig, weil das Babymädchen nach einem meckerigen Vormittag nun selig schlummerte, obwohl es doch im Kinderwagen lag. Ich entschied mich also, mal einen neuen Weg zu erkunden. Aus der Privatstraße (Betreten auf eigene Gefahr) wurde bald eine Modderstraße. Hach, dachte ich, ich guck wenigstens mal, ob das da hinten noch um die Ecke geht oder der Weg aufhört. Es ging weiter, und aus dem Modderweg wurde ein Trampelpfad, der einen kleinen Hügel hinaufführte. Nun wollte ich auch noch sehen, was es da oben gab. Es gab ein stillgelegtes Bahngleis und Wald, durch den der Trampelpfad weiterführte. Ich war ja mitten Berlin, und verlaufen konnte man sich da auch nicht wirklich. Trotzdem wurde mir nach einiger Zeit etwas mulmig, weil es dort so einsam war. Außerdem wachte dann das Babymädchen auf und schrie "HUNGEEEER" (kein Witz, ihr Hunger-Schrei klingt wirklich so).
Da mittlerweile klar war, dass Umkehren weiter bzw. beschwerlicher sein würde, lief ich also weiter und war dann schon irgendwie froh, als ich endlich wieder in der Zivilisation an der Straße war.... Hier musste ich dann auch das Baby aus dem Wagen befreien und den Rest des Weges tragen.
Acht Kilometer teils rumpeligster Modderpfad und teils mit knapp fünf Kilo Baby im Tragegurt waren also heute mein sportlicher Beitrag zum Erreichen meines Pre-Schwangerschaftsgewichts. :-)
Ich komme leider gerade nicht sehr oft zum Bloggen. Schade, denn ich finde man vergisst vieles zu schnell, und vielleicht hat das Babymädchen ja später mal Spaß daran, hier zu lesen wie sie ihre Tage als Baby verbracht hat.
Nun also eine kurze Zusammenfassung. Das Wochenende war sehr schön und stand voll im Zeichen der Familie. Den Freitag verbrachten die Prinzessin bei meinen Eltern. Das schöne ist, dass das Baby dort den ganzen Tag bespielt, herumgetragen und spazieren gefahren wurde. Sogar das Wickeln wurde mir abgenommen, wobei ich nicht weiß, ob das bei einer Kacki-Ladung genauso gewesen wäre. Ich musste mich nur um die Nahrungsversorgung kümmern und konnte ansonsten auch Kind meiner Eltern sein. Abends hatten das Baby und ich sturmfreie Bude, denn R. war feiernd unterwegs. Das Baby war sehr artig und schlief, so dass ich in Ruhe einen Film gucken konnte.
Am Samstag ließen wir uns dann von R.'s Oma mit Frühstück verwöhnen, dass R. und ich auch tatsächlich gleichzeitig essen konnten, denn das Baby kuschelte erst bei ihrer Uroma und dann bei ihrer Tante Kimmy auf dem Arm.
Am Sonntag trafen wir uns mit meinen Eltern zu einem ausgedehnten Spaziergang und zum Zugucken beim Müggelseehalbmarathon. R. lief diesmal nicht mit, somit war das nicht allzu spannend. Ich glaube, bei dem herrlichen Herbstwetter hat er das ein bisschen bereut. Das Babymädchen wollte nicht im Kinderwagen liegen, also trug ich sie fast die ganze Zeit im Tragegurt. So machte ich wenigstens ein bisschen Sport. Kaum zu glauben, dass ich in der Schwangerschaft noch zusätzlich ca. 12 Kilos rumgeschleppt habe!!
Und das bringt mich dann auch gleich zu Babys 6. Lebenswoche:
Leider findet unser Baby es - anders als die meisten anderen - meistens doof im Kinderwagen. Gestern war ich mal wieder mit ihr im Tierpark und sie schrie und schlief immer abwechselnd 5 Minuten. Tragen konnte ich sie nicht, denn erstens hatte ich den Tragegurt vergessen und zweitens fand ich es trotz Teddyanzug auch zu kalt, um sie aus dem Wagen zu nehmen.
Frage an die erfahrenen Muttis: Was zieht ihr euren Kindern an, wenn ihr sie im Tragegurt umherschleppt?
Auch Autofahren ist immer noch nicht schön. Das liegt wahrscheinlich an der unbequemen Autoschale, aber unser Baby schreit immer erst mindestens 10 Minuten bevor sie wohl vor Erschöpfung einschläft oder sich durch das sanfte Ruckeln beruhigen lässt. Manno!!
Nun zu den Pupsen. Immer noch doof! Vor allem Nachmittags quält sich das kleine Mädchen sehr. Heute ist nun auch der vierte Tag an dem sie noch gar keinen Stuhlgang hatte. Bei Stillkindern ist das wohl normal. Mmh. Ich habe ihr jetzt schon ein paar Mal je ein halbes Kümmelzäpfchen gegeben. Ich hatte zwar gehört, dass das quasi abführend wirken kann, bei unserem Mädchen jedoch nicht. Allerdings ist sie danach immer sehr viel ruhiger und fühlt sich sichtlich wohler.
Jetzt habe ich schon ein bisschen Angst davor, wie die nächste Windelladung nach tagelanger Abstinenz wohl aussehen wird....
Bei Fräulein Pappnase gab es jüngst ein Foto von der Frisur ihrer kleinen Äpfelina, die so wie unser Baby ein Bauchschläfer ist. Das Köpfchen von unserem Babymädchen sieht sehr ähnlich aus. Vokuhila war ihr wohl nicht speziell genug. Jetzt bildet sich rundherum auch noch ein kahler Kranz. Im Mützchen und auf dem Strampler findet man derzeit immer viele kleine braune Haare. Und so sieht das aus.... :-)
Ansonsten ist die kleine Prinzessin nun noch wacher und neugieriger. Am liebsten mag sie umhergetragen werden und alles angucken. Besonders große Augen macht sie nach wie vor bei unserem Waldbild sowie bei "echten" Bäumen und Grünpflanzen. Aber auch für ihren Teddy und ihr klingendes Käferchen-oder-Bienchen kann man sie kurz begeistern.
Sie hat nun auch schon Mal einen kurzen Mittagsschlaf in ihrem "großen" Bettchen gemacht, während ich auf dem "Stillstuhl" daneben saß und gelesen habe. So hatte ich mir das immer vorgestellt!
Generell schläft das Baby aber tagsüber weiterhin am liebsten auf Papa oder Mama drauf. Meist bekommt sie auch ihren Willen, denn wir kuscheln ja auch so gerne mit ihr. Nachts ist sie auch mehrheitlich sehr lieb. Sie trinkt weiterhin all 2 - 3 Stunden, schläft danach aber meist sehr schnell wieder ein. Von anderen Mamis höre ich von Baby die durchschlafen oder zumindest auch mal 4 -5 Stunden aushalten.... Mmh, mache ich irgendwas falsch?
Und - last but not least (Vati: so schreibt man das) - war ich heute mit dem Baby zum Hüftultraschall im Rahmen der U3. Auf dem Weg dorthin schrie sie wie am Spieß, denn sie lag ja im Kinderwagen. Kaum waren wir angekommen und sie endlich wieder auf meinem Arm, war sie jedoch ganz lieb und hat sich in Ruhe den Warteraum angeguckt. Auch beim Ausziehen, Ultraschall und Anziehen war sie lieb und hat nur mit großen Augen umhergeschaut, während alle anderen Babys immer mal lautstark und im Kanon protestiert haben. Ach ja, und die Untersuchung verlief auch sehr positiv. Alles in Ordnung mit Babys Hüften, keine Lieblingsseite, gute Reflexe. Orthopädisch kerngesund, wie der Arzt sagte. Sehr schön!!
.... ist unser Haushalt nicht gerade. Ich habe eigentlich gar keinen richtigen Musikgeschmack, höre eigentlich alles mal, kann mir aber auch nie irgendwelche Titel, Interpreten oder gar Texte merken. Im Radio blende ich den Hörsinn immer genau dann aus, wenn verraten wird, von wem der gutklingende Song von eben war. Der Babypapa hört nicht nur, aber doch recht oft nicht ganz Baby-taugliche Musik.
Natürlich singe ich dem Babymädchen immer mal was vor. Kinderlieder eben. Die Texte stimmen wahrscheinlich meist nicht mit dem Original überein. Ich muss wirklich mal nachlesen und vor allem auch weitere Strophen lernen.
Morgens, wenn ich die Jalousie im Kinderzimmer hochgezogen und dem Babymädchen das heutige Wetter erklärt habe, lege ich sie auf den Wickeltisch und singe ihr das Küsschen-Lied vom Traumzauberbaum vor. Als Guten-Morgen-Lied sehr geeignet, finde ich, auch wenn es bei mir natürlich nicht so toll klingt.
Nun zu meinem Anliegen: Kann mir jemand ein schönes, aber wenn möglich auch einfaches Gute-Nacht-Lied empfehlen? Am Besten gleich mit Text oder Hörprobe, damit ich es nachsingen kann? Noten bringen mir natürlich nix. Da hab ich im Musikunterricht immer abgeschaltet. Im Moment denkt das Baby wahrscheinlich, dass "Hänschen Klein" ein Gute-Nacht-Lied ist....
Und, weil ich gestern mit meiner Freundin F. (die Abends gern "Kommt ein Vogel geflogen" vorsingt) darüber gesprochen habe: Wie geht eigentlich die 4. Strophe von "Hänschen Klein"??
Gestern habe ich mich endlich getraut, dem Babymädchen die Fingernägel zu schneiden, nachdem sie mir schon das ganze Dekolleté zerkratzt hatte und ich so aussah:
Auch sich selbst hat das Baby regelmäßig ganz doll gekratzt. Bislang hatte ich die Nägel immer abgepult oder auch mal abgeknabbert, aber so konnte es ja nicht weiter gehen. Da ich aber ziemlichen Bammel vor der Aktion hatte, habe ich das kleine Mädchen erstmal in den Tiefschlaf gestillt und geschaukelt. Dann habe ich sie so ungünstig auf der Couch abgelegt, dass ich mich ziemlich Twister-mäßig verrenken musste, um an die Fingerchen heranzukommen. Ich wollte sie aber nicht umbetten und dabei vielleicht wieder aufwecken. Die kleinen Fingernägel lagen dann nach der Aktion auf der ganzen Couch verstreut, aber ich war höchst zufrieden mit meiner Mama-Leistung.
Heute wird unser Sonnenschein schon fünf Wochen alt! Ich würde gern mal das Baby vom ersten Tag daneben legen und vergleichen, denn ich finde man vergisst ganz schnell wie es war als sie noch kleiner war als jetzt!
Leider wird sie weiterhin arg von Pupsen gebeutelt. Auch die entspannte Erleichterung nach ihren in der Regel Vormittags stattfindenen Windeltornados hält leider nie lange an. An den Abenden testet sie nun unsere Nerven und Herzen (nicht immer, aber oft) mit einer Schreistunde (wobei sie eigentlich nie sooo lange dauert). Es ist wirklich herzzerreißend wie das kleine Mädchen sich dann quält und schreit und Tränchen weint. Wir können dann kaum etwas tun als sie im Arm zu halten und leise liebe Dinge zu ihr sagen (die sie wahrscheinlich nicht nicht hört, weil sie zu laut schreit). Auch Stillen ist in diesen Momenten kaum möglich. Sie sucht zwar nach der Brust, schreit dann aber weiter, reißt ihr Mündchen immer wieder auf und scheint nicht zu merken, dass die rettende Milchbar quasi schon in ihren Mund hineinragt. Arme kleine Prinzessin!!
Vor einigen Tagen habe ich sie probeweise mal auf den Bauch gelegt als die Pupse sie wieder plagten. Was soll ich sagen? Ein wahres Pupskonzert hob an, das Babymädchen ackerte noch kurz rum bis sie sich entscheiden konnte auf welche Seite sie ihr Köpfchen bequemerweise betten sollte und schlief ein. Nun lege ich sie - ja, entgegen aller Empfehlungen - immer mal auf das Bäuchlein. Tagsüber, wenn ich dabei bin, aber auch manchmal Nachts, da uns das AngelCare ja über eventuelle Atemaussetzer alarmieren würde. Gerade zum Einschlafen hat sich diese Position nun echt bewährt.
Ich habe auch das Gefühl, dass sie meine Umdreh-Macke geerbt hat. Immer wenn ich Nachts kurz aufwache, kann ich nicht weiterschlafen ehe ich mich von einer Seite auf die andere gedreht habe. Auch dem Babymädchen scheint ein Positionswechsel zu helfen, wenn sie Nachts aufwacht und rumackert, aber noch keinen Hunger hat. Ich drehe sie dann mal auf die Seite oder eben auch mal auf den Bauch, und sie schläft noch ein bisschen weiter.
Morgens hole ich die kleine Prinzessin meist so gegen 6 Uhr in unser Bett und kuschele noch ein bisschen mit ihr. Manchmal schlafen wir dann auch beide noch mal ein. Heute Morgen hingegen schlief nur das Baby weiter, während ich schnell einen Menschen aus mir machte solange R. noch da war und dann ein bisschen durch die Wohnung wirbelte. Das sah dann so aus:
Jetzt ist es 15 Uhr und ich konnte gerade einen Happen zum Mittag essen, weil das Babymädchen ein bisschen schläft - und zwar in ihrem gestern aufgebauten Gitter-Dingsbums. Auf dem Bauch natürlich. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an N. und M., dass wir uns das Teil ausleihen können. So haben wir einen sicheren Ort im Wohnzimmer, wo sie spielen kann ohne auf dem Boden zu liegen. Und ich kann auch mal auf Toilette gehen, ohne sie in ihr Bettchen legen zu müssen.
Die letzen Tage verbrachten das Babymädchen und ich zu einem Großteil ohne R., weil er arbeiten bzw. in die Uni musste. Da stellte sich mir dann bald die Frage wie ich meinem Töchterlein den Tag versüßen soll. Ein Großteil der Zeit ging natürlich mit Kuscheln, Stillen, Wickeln und das ein oder andere Mal Spucki-bedingt Umziehen herum. Auch die Pupserei beschäftigte uns beide immer wieder: Sie, weil sie deswegen immer wieder Bauchweh hat, und mich, weil sie mir dann so unendlich leid tut und ich ihr unbedingt helfen möchte. Wahnsinn, wie eindringlich und herzzerreißend Babygeschrei sein kann!!
So langsam schaffen wir beide es auch, ein bisschen was im Haushalt zu machen. Meist sitzt das Babymädchen dann bei mir im Tragegurt und wir gehen z.B. gemeinsam in die Waschküche. Waschmaschine ein- und ausräumen und Wäsche aufhängen geht so ganz gut. Wäsche abnehmen ist nur in kleinen Etappen möglich, denn ich möchte das kleine Mädchen ja nicht unter Wäschebergen begraben.
Gestern haben wir auch zum ersten Mal zusammen gekocht: Kartoffelsuppe. Beim Kartoffelschälen musste ich nur zwischendurch immermal wieder pausieren und ein bisschen schuckeln, sonst wurde es dem Baby zu langweilig.
Außerdem "erzählen" wir immer sehr viel. Also genau genommen ich. Was? Na ja, ich erzähle ihr eben, was ich grade so mache. Der Inhalt ist ihr im Moment ja auch noch sehr egal. Sie schaut auch ganz interessiert, wenn ich z.B. mit der Zunge schnalze oder andere lustige Geräusche mache. Das Lächeln hat sich leider noch nicht wiederholt, obwohl wir sie immer mit riesigem Grinsen anschauen. Na, das kommt schon noch.
Heute habe ich das Babymädchen dann erstmals auf die Babydecke unter einen kleinen Spielebogen gelegt. Nur mal so zum Testen. Sie hat mit großen Augen geguckt und sich ein paar Mal erschrocken, wenn die Figuren plötzlich Geräusche machten und zappelten, weil sie mit ihren fuchtelnden Ärmchen aus Versehen dagegen gehauen hatte. Ihr Interesse hielt ca. 8 Minuten an, 4 davon nutze ich um - zum ersten Mal - schnell duschen zu gehen, ohne dass R. da war, um auf die Prinzessin zu achten.
Da sie die Aktion wie gesagt nach 8 Minuten doof fand und erstmal wieder kuscheln und trinken musste, saß ich dann erstmal frierend eine halbe Stunde in Unterwäsche rum. Sie wollte aber nicht weg von mir, und da ich wegen der Duschaktion schon ein schlechtes Gewissen hatte, wollte ich sie nicht noch mal ablegen, NUR um mich anzuziehen. Junge Mutter, eben. :-)
Als R. heute aus der Uni kam begaben wir uns samt Baby (im Tragegurt bei ihrem Papa) in zwei verschiedene Spielzeuggeschäfte, um ein Mobile für ihr Bettchen zu kaufen. Es sollte was ganz einfaches, gerne auch ohne Musik sein. Gar nicht so einfach, aber letztendlich fanden wir ein schönes Mobile - nun doch mit Musik, aber die muss man ja nicht ständig einschalten.
Neben einigen Kleinigkeiten wollten wir noch eine Himmelstange für das Babybettchen kaufen. Leider ist uns das nicht gelungen. Doch, doch, es gab sie. Allerdings hatten wir nicht bedacht, dass das Bett direkt an der Wickelkommode steht - mit keinem Zentimeter Abstand. Mehr Platz ist leider nicht. Diese Stangen sind aber außen am Bett zu befestigen, und das geht so eben leider nicht. Ich war so traurig, dass ich mir beinahe ein Eis kaufen musste, war dann aber standhaft als R. mir versprach eine Lösung Marke Eigenbau zu finden. Ich hoffe sehr, das klappt, denn eine Prinzessin braucht doch einen Himmel über dem Prinzessinnenbettchen!!
Pünktlich zu ihrem 1-Monat-Geburtstag schenkte unser Babymädchen heute morgen ihrem Papa und ihrer Mama je ein zaghaftes erstes Lächeln!! Zumindest sind wir ziemlich sicher, dass die beiden Lächler gewollt war, denn sie hatte nicht wie sonst beim unbewussten Engelslächeln die Äuglein zu.
Wir waren ziemlich aufgeregt, auch wenn wir danach noch kein weiteres Lächeln herauskitzeln konnten. Klar, dass wir erst mal total dahingeschmolzen sind!!
Nach einem frühen Start in den Tag, ausgiebige Bespielung durch mich während heute mal R. länger schlafen durfte und einem schönen Spaziergang verschlief das Babymädchen den Rest ihres 1-Monat-Geburtstags. Ab ca. 13:30 Uhr schlief sie erst im Körbchen, dann auf mir, dann auf Onkel A. aus B. ehemals B. in VSvA, dann auf der Couch, dann im Kinderwagen, dann im Tragesitz und wieder im Körbchen bis es plötzlich 20:30 Uhr war. Also eigentlich beste Schlafengehzeit!!
Nach einer leckeren Milchmahlzeit eröffnete sie eine Kacki-Attacke und "beschoss" ihre Windel - erst so wie es sich gehört, dann beim Wickeln noch mal obendrauf.... dann die neue Windel.... dann den Wickeltisch als ich grade die nächste Windel unterschieben wollte.... und PATSCH landete erst ein Füßchen und dann nochmal ein Händchen in der orangen Pfütze. Mir fehlten mindestens zwei Hände als ich gleichzeitig versuchte, dass zappelnde Kind von den Gefahrenzonen fernzuhalten, dann das beschmutzte Händchen von ihrem Gesichtchen wegzuhalten und gleichzeitig ein sauberes Fleckchen auf der Wickelkommode freizuräumen, damit ich mit der Säuberungsaktion fortfahren konnte. Und alles ohne Gasmaske!! Ja, ja, ich weiß. Muttermilchstuhl riecht aromatisch. Aber eben trotzdem nicht nach Blümchen. :-)
Nach ein bisschen spielen und den üblichen abendlichen Bauchwehattacken liegt die Prinzessin nun friedlich in ihrem Körbchen und schläft schon wieder. Nach dem vielen Schlaf heute sehe ich allerdings meine Chance auf umfangreichen Nachtschlaf schwinden....
Bei Frau Ährenwort fand ich gerade den Hinweis auf den F.A.Z.-Stiltest. Hierbei wird ein Text analysiert und ein Vergleich zu bekannten Autoren angestellt. Ich habe als Beispiel diesen Text analysieren lassen.
Unser Babymädchen ist nur schon vier Wochen alt! Ich wiederhole mich wahrscheinlich, wenn ich jetzt rumwundere wie schnell doch die Zeit vergeht. Ist aber so!
Das Baby wird immer größer und runder. Eine Hose in Größe 50 habe ich schon aussortiert, und ihren super-niedlichen gelben Schlafanzug, den sie vorgestern vollgespuckert hat, werde ich wohl auch nach dem Waschen nicht mehr anziehen können. Schade, schade!!
Babys Wimpern sind ganz lang geworden. Die Haare scheinen immernoch heller zu sein als R.'s und meine. Vielleicht hat die Oma da ein Blond-Gen mitgeschickt und helleres Braun draus gemacht. Ihre Augen, die zuerst dunkelblau waren, sind heller geworden. Es sieht also so aus, als ob sich da wie bei den Ohren R. durchgesetzt hat. Jedenfalls glaube ich nicht, dass die Augen jetzt noch braun wie meine werden. Der Bauchnabel ist ganz toll verheilt, total niedlich und muss immer viel von mir abgeknutscht werden. So wie überhaupt das ganze Baby!!
Unser Waldbild ist zwar immer noch Favorit, aber die kleine Prinzessin guckt nun auch schon ganz konzentriert ihre Eltern an. Auch ihre kleine bunte Knisterblume findet sie recht spannend. Wenn ich mit der Zunge schnalze oder ihr Küsschen zuwerfe, verzieht sie nun manchmal schon ihre Schnute, um mich nachzumachen.
Nicht nur in meinem Gesicht sprießen hormonbedingte Pickel. Auch das kleine Gesichtchen des Babymädchens ist aktuell davon übersät. Zum Glück scheinen sie aber nicht wehzutun oder zu jucken.
Die Pupse sind echt fies. So haben wir gestern Abend eine ordentliche Schrei-Arie hinter uns, die zumindest mich schon ganz schön mitgenommen hat. Tragen, Singen, Streicheln, Stillen, Kirschkernkissen.... nix schien zu helfen, bis die dann gegen 21 Uhr wohl vor Erschöpfung einschlief. Um 23:30 Uhr war sie wieder wach und trank recht genüsslich ihre nächste Mahlzeit. Beim anschließenden Wickeln dann wieder Drama und Gebrüll. Arme kleine Prinzessin! Wie gerne würde ich ihr das abnehmen!!
Heute früh war die Nacht um kurz nach fünf vorbei. Als R. zur Arbeit gegangen war legte ich das meckernde Mädchen mal testweise und natürlich unter strenger Bewachung auf den Bauch. Wahnsinn wie die Pups dann losknatterten!!
Jetzt hält sie ein kleines Prinzessinnen-Schläfchen und dann wird sie ihr nigel-nagel-neues Kleidchen anziehen, da sie heute mal wieder Geburtstagsgast ist. Mein Vati hat heute nämlich Geburtstag!!
Lieber Vati, wir drei gratulieren dir recht herzlich zum Geburtstag und wünschen dir heute und für das ganze kommende Jahr viel Freude, Glück und Spaß!!
Der Ernst des Lebens hat R. nun wieder, d.h. das Babymädchen und ich müssen nun alleine für unsere Unterhaltung sorgen. Darum war ich heute bei tollem sonnigen Herbstwetter zum ersten Mal mit ihr im Tierpark. Für das erste Lebensjahr des Babys gibt es da einen Deal, mit dem Mama, Papa und Baby ein ganzes Jahr für 35 Euronen reinkommen. Das ist neu seit dem 1.10., denn bislang durften für 11 € Mama und Baby rein. Ist also etwas teurer geworden, aber dafür muss R. nun auch nicht extra Tagestickets kaufen, wenn wir mal gemeinsam hingehen.
Ich jedenfalls habe mich sehr gefreut, durch den Tierpark schlendern zu können. Der letzte Besuch liegt ja auch schon einige Jahre zurück. Das Babymädchen war erwartungsgemäß unbeeindruckt von Fauna und Flora und schlief nach kurzer Ningelei schnell ein und verpasste alles. Na ja, wir werden in den kommenden Jahren sicherlich noch den ein oder anderen Tag mit ihr dort verbringen.
Nee, das ist keine neuartige Vorsorgeuntersuchung im 70. Lebensjahr sondern mein heutiges Gewicht. Also "UNTER 70". HURRA!!
Das hatte ich zuletzt vor einer Million Jahren.... äh.... in einem anderen Leben.... äh.... am 24. April in der 21. Schwangerschaftswoche.
Ich freue mich jedenfalls, obwohl das anfängliche federleichte Gefühl (nachdem ich das Baby geboren und Wassereinlagerungen abgeworfen hatte) mittlerweile einem eher realistischerem Blick auf die verbliebenen schwabbeligen Pfunde gewichen ist. 8 bis 10 mühsam mit Schnitzel, Pizza und Eis angefutterte Kilos sollten bitte langsam aber sicher weggehen. Mal sehen, ob das Stillen wirklich dieses Wunder bewirken kann.
Beim heutigen Wohnungsputz musste ich schmunzelnd an die letze Putzaktion als Schwangere zurückdenken. Als ich "damals" die Flachstrecke im Wohnzimmer vom Staub befreite, konnte ich nicht mehr hocken und plumste auf den Allerwertesten. Da saß ich dann eingepfercht zwischen Couchtisch und Schrank und musste ganz schon Schwung holen, um mich dann nicht sehr elegant wieder hochstemmen zu können. Heute war das viel einfacher und hat beinahe Spaß gemacht.... bis ich dann mit dem Staubsauger eine Vase umgehauen und das Wohnzimmer unter Wasser gesetzt habe. Manno!!
Gestern waren R. und ich mit unserem Babymädchen zum ersten mal bei der Kinderärztin. Die U3 stand an. Auch wenn ich mir ganz sicher war, dass es ihr gut geht und sie sich gut entwickelt, war ich schon ein bisschen aufgeregt. Das war aber gar nicht nötig.
Es war Babysprechstunde, d.h. es waren keine kranken Kinder in der Praxis sondern nur Babys für die Vorsorgeuntersuchungen. Im Wartezimmer befreiten wir das Baby erstmal von den warmen Sachen und zogen sie schon mal bis auf den Body aus.
Wir wurden von einer freundlichen Krankenschwester begrüßt, die erstmal einige Fragen bzgl. Geburt, Ernährung und familiärer Erkrankungen stellte. Dann wurde die Prinzessin ganz n.ackig gemacht, gewogen (stolze 4.370 g), in der Länge (unveränderte 52 cm) und im Kopfumfang ( (37 cm) vermessen. Propper und gut genährt. Bei meinen 80D-Dingern und Babys Zug beim Trinken aber auch echt kein Wunder. Unserem Baby hat das zwar nicht sonderlich gefallen. Sie ließ sich aber mit meinem kleinen Finger im Mund und gutem Zureden meinerseits gut beruhigen. Damit war dann auch gleich geklärt, dass sie altersgerecht auch auf die Stimme ihrer Mami reagiert. Mann, war ich stolz!
Dann kam die Ärztin ins Behandlungszimmer. Auch sie war sehr nett, beglückwünschte uns erst mal zu unserem Kind und sprach dann sehr lieb mit ihr. Dann horchte sie sie mit einem Stethoskop ab, schaute sie sich von der Fontanelle bis zu den klitzekleinen Füßen genau an und prüfte dann ihre Reflexe. Das fand unser Baby dann gar nicht mehr so witzig, und sie schrie die nette Ärztin kurz an, was das denn soll. Danach war sie aber gleich wieder ruhig und artig.
R. hat sie dann im Wartezimmer wieder angezogen, während ich mich noch bezüglich der anstehenden Impfungen belehren ließ und einiges an Lesestoff mitbekam. Die ersten Impfungen stehen dann im 3. Lebensmonat an, d.h. wir haben noch ein bisschen Zeit, um die bösen Spritzen erstmal zu verdrängen. Ich könnte jetzt schon heulen!!
Dann bekamen wir noch eine Überweisung zum Hüft-Ultraschall (findet erst Mitte Oktober statt) und schwups-di-wups waren wir wieder draußen.
Heute war unsere Hebamme zum letzten Mal da (vorausgesetzt, dass keine Fragen oder Probleme auftauchen) und hat uns sehr gelobt, weil wir wohl recht ruhig und cool wirken. Das ist natürlich nicht immer so, aber wir sind schon ein gutes Team.
Unser Baby ist nun also schon über drei Wochen alt! Kaum zu glauben wie die Zeit verrinnt! Ich kann mir ein Leben ohne die kleine Prinzessin schon gar nicht mehr vorstellen!! In der letzten Woche ist sie ordentlich gewachsen, wenn auch laut U3 nur in die Breite, nicht in die Länge. Dennoch werden ein paar niedliche Sachen in Größe 50 schon ein bisschen knapp. Ich muss sie schnell noch ein paar Mal anziehen bevor sie dann wieder in Kisten verschwinden, um auf das nächste Babymädchen zu warten.
Unser Baby wirkt nun auch schon viel konzentrierter, wenn sie in die Weltgeschichte guckt. Sie verfolgt Gesichter, Hände und Spielzeug mit dem Blick. Besonders spannend findet sie anscheinend das Wald-Bild über unserem Sofa, Lampen und helle Fenster. Da guckt sie auch lieber hin als z.B. ihren Eltern ins Gesicht. Mmh....
Leider plagt sie sich ganz schön mit den Pupsen rum. Nachdem sie zuerst ja immer jede Windel vollgekackert hat, gibt es nun täglich eine Riesenladung. Außer gestern. Dementsprechend ungehalten war sie letzte Nacht und heute Vormittag bis nach viel Massieren, Kirschkernkissen-Auflegen und "Fahrradfahren" endlich die erlösende Pupserei begann.
Ich stille sie nun ca. alle 2 Stunden, Nachts liegen auch mal 3 Stunden dazwischen. Leider schläft sie dann allerdings nicht gleich wieder ein sondern kämpft mit ihrem Bäuchlein. Letzte Nacht habe ich daher nach jedem Stillen fast eine Stunde damit gebracht, ihr armes Bäuchlein zu reiben. Heute Nacht werden wir mal versuchen, ein Kirschkernkissen im Schlafsack auf den Bauch zu legen. Mal gucken ob das hilft. Sie bekommt außerdem manchmal tagsüber und immer Abends beim letzten Stillen vorm Zubettgehen eine Portion Lefax, was anscheinend auch ganz gut hilft.
Ansonsten können wir nun Hunger-Geschrei und Bauchweh-Geschrei ganz gut auseinanderhalten. Alles andere wirft oft noch Rätsel auf. Gestern Abend z.B. habe ich Rabenmutter das Fenster im Schlafzimmer zu spät aufgemacht, d.h. es war noch recht warm im Zimmer als ich das in Schlafsack, Mützchen und Handschuhe eingepackte Kind noch mal versuchte zu stillen und damit nur lautes Gebrüll erntete. Es dauerte eine nervenzerreißende Viertelstunde (?) bis ich endlich mal gemerkt habe, wo das Problem lag. Mann, Mann, Mann, da muss ich echt noch besser werden....
R. wird in seinem Laufblog sicherlich einen detaillierten Bericht abliefern. Daher an dieser Stelle nur soviel: Er ist super gelaufen und kam nach 3 Stunden 34 Minuten ins Ziel!!
Auch wenn wir R. nicht an mehreren Punkten auf der Strecke bejubeln konnten, ließen das Babymädchen und ich es uns nicht nehmen, den tollsten Mann / Papa der Welt wenigstens einmal anzufeuern.
Für uns war das schon ein ziemlich spannender Ausflug, der einiges an Zeitmanagement forderte. Nachdem R. sich schon in aller früh auf den Weg zur Startlinie gemacht hatte, standen auch das Babymädchen und ich pünktlich auf und verwandelten uns in vorzeigbare Menschen. Das Baby bekam ganz ausführlich und beidseitig Frühstück, ich schob mir schnell einen Müsliriegel rein. Dann bewältigten wir in gutgelaunter Eintracht, dass warm anziehen und das reinwurschteln in die Autoschale. Das Baby wollte grade anfangen zu meckern, weil es unbequem wurde, da fuhren wir auch schon los und alles ruckelte so schön gemütlich, dass sie gleich noch mal kurz nickerte.
Ich fädelte mich dann in eine Mini-Parklücke ein, und weil es so regnete, wurde das Baby schon im Auto von der Autoschale in den Tragegurt umgebettet. Sie ist dabei nicht mal richtig aufgewacht. Ich schlängelte mich dann (bestimmt sehr elegant) samt Baby aus dem Auto heraus, spannte den Schirm auf und lief zur Marathonstrecke zwischen KM 12 und KM13. Dort wartete schon die Freundesfamilie vom Mount Everest - mittlerweile schon völlig durchnässt, aber immer noch guter Dinge und lautstark die Läufer anfeuernd.
Und dann kam auch schon sehr bald R. vorbeigelaufen. Er sah total fit und einfach toll aus. Na ja, kein Wunder, denn 12 km sind sonst ja auch eher eine kleine Trainingseinheit für ihn. Wir jubelten ihm kurz zu und - schwups - war auch auch schon wieder weg. Das Babymädchen hat die ganze Aktion verschlafen, und R. war in der Eile gar nicht aufgefallen, dass ich sie im Tragegurt zu sitzen hatte. Das habe ich ihm erst später erzählt. :-)
Mir tut es ja immer total leid, wenn er soweit laufen muss.... Blöd, schließlich wünscht er sich das ja selber und wird nicht gerade dazu gezwungen. Jedenfalls freue ich mich, dass ich ihn wenigstens kurz gesehen habe. .... und bin ein bisschen stolz, dass wir unseren Ausflug so gut überstanden haben.
Nach einer ausgiebigen morgentlichen Kuscheleinheit im Elternbett, beschlossen R. und ich heute früh, unser gut gelauntes Babymädchen zu baden. Ganz alleine, ohne Hebamme. Stattdessen war 'A aus B ehemals B in VSvA' als Zuschauer anwesend.
Wir wissen zwar nicht genau, woran es lag, aber der kleinen Prinzessin schien die heutige Wellnesseinheit sehr gut zu gefallen. Beim Baden war sie ganz artig und schonte somit die Nerven ihrer Eltern enorm. Das Föhnen und Einölen haben ihr wie zuvor schon sehr gut gefallen. Puh! Mal gucken, ob das jetzt so bleibt. Offenbar ist es wirklich wichtig, einen guten, satten Wohlfühlmoment abzupassen.
Heute hatte unser Baby dann zum ersten Mal ein Kleidchen an, denn wir waren zum 1. Geburtstag von ihrem Kumpel T. eingeladen. Kaum zu glauben, dass er vor einem Jahr auch so ein klitzekleines Wunder war wie unser Baby jetzt!!
Herzlichen Glückwunsch, kleiner Mann!! Onkel R., Tante S.b.k.v.S. und das Babymädchen wünschen dir ganz viel Spaß in deinem kommenden Jahr als Kleinkind bzw. Kindergartenkind!!
Zum Glück fand die Party im Clubkeller unseres Hauses statt, so dass es kein Problem war, dass das Babymädchenes erst nach einem ausgiebigen Nachmittagsschläfchen unter Aufsicht von R. eintraf. Auf Kuchen hatte es sowieso keinen Appetit. Ich dafür umso mehr, d.h. es war gut, dass zumindest ich pünktlich war. Unser Baby hielt dann auch nur eine recht kurze Audienz bevor wir wieder zum Stillen nach oben gingen. Danach kamen noch meine Eltern, die kleine Prinzessin L. und T.'s große Schwester C., um zuzugucken wie das Baby gewickelt und bettfertig gemacht wurde. Für die beiden "großen" Kindergartenkinder war das auf jeden Fall wieder ein Highlight.
Jetzt schläft Prinzessin Klitzeklein wieder seit 20 Uhr, und ich sitze allein auf der Couch, weil R. bei der 30. Geburtstagsfete von Kimmy und T. ist. Mal gucken, ob ich es schaffe, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Meine To-Do-Liste wird echt immer länger!!
Unsere kleine Prinzessin findet Baden nicht so toll. Manchmal muss das aber sein, damit sie weiter wie eine kleine Prinzessin duftet. Und heute hatte ich Premiere: Nachdem sie beim ersten Mal zu Hause von der Hebamme gebadet wurde, musste durfte ich heute ran, während die Hebamme noch ein paar Tipps gab.
Es ist echt gar nicht einfach, so ein kleines, zappelndes Baby zu baden, wenn es gleichzeitig so herzzerreißend weint, dass ich am liebsten wieder mitgemacht hätte. Zwei Hände reichen eigentlich auch nicht, um sie gleichzeitig festzuhalten und gründlich in den Speckfalten zu waschen. Mmh, ich denke, R. und ich werden das wohl zumindest in der nächsten Zukunft erst mal immer zu zweit machen. Das Trockenföhnen hat ihr dann wieder sehr gut gefallen und sie war sehr lieb.
Ich war jedenfalls erst mal schweißgebadet nach dem emotionalen Stress des Badens und dann noch Abtrocknen und Anziehen unter dem Heizlüfter plus Föhn. :-)
Ach ja, heute wurde das Baby auch wieder gewogen. Mit 16 Tagen bringt sie mittlerweile 4.050 g auf die Waage.
Ansonsten kämpft unser Baby seit gestern ganz schön dolle mit den Pupsen. Gestern und heute habe ich durch eine schöne Bauchmassage mit Fenchel-Kümmel-Öl jeweils Riesen-Windel-Ladungen aus dem klitzekleinen Baby herauslocken können. Trotzdem war sie ziemlich ningelig und wollte immer nur auf dem Arm sein.
Dennoch kann ich heute den vierten Tag in Folge verbuchen, an dem das Babymädchen seit 20 Uhr in ihren Körbchen im Schlafzimmer schläft. Heute sogar ohne 15 Mal den Nucki zurückzufordern, nachdem sie ihn zuvor auszuspuckt bzw. mit ihren kleinen fuchtelnden Händchen rauszuschlagen hatte, von denen sie ja nicht mal weiß, dass sie zu ihr gehören.
Jedenfalls genießen R. und ich die zwei - drei Stunden in Zweisamkeit sehr bevor wir auch ins Bett gehen.
Mal schauen wie diese Nacht wird. Gestern ging ihre erste Schlafeinheit bis Mitternacht - also ganze vier Stunden lang. Danach wollte sie alle anderthalb bis zwei Stunden gestillt werden. Zwischendurch ist sie dann auch immer erst nach einigem Hin und Her eingeschlafen. Dennoch war es eigentlich eine ganz gute Nacht zumal wir jetzt Nachts nicht mehr wickeln. Ich lüfte allerdings immer mal den Schlafsack und nehme eine Geruchsprobe, denn sie pupst auch Nachts recht viel und ich kann noch nicht ganz unterscheiden, wann es ein erfolgreicher Pups war. Dann würde ich so wohl trotzdem wickeln.
Ah, und dann waren heute mein großer Cousin L. und K mit 'h' zu Besuch. Während K. und ich einen entspannten Schwatz hielten und das Babymädchen schuckelten, haben R. und L. unseren alten, kaputten Geschirrspüler entsorgt und einen neuen besorgt. Kurz vor Ladenschluss musste R. dann zwar noch in den nächsten Baumarkt eilen, weil ein Verbindungsstück zum Wasseranschluss fehlte, aber jetzt läuft das neue Gerät gerade zum ersten Mal. HURRA!! Die Abwaschen-wie-früher-per-Hand-Zeiten sind endlich wieder vorbei!! Das alte Teil hätte sich ja auch echt einen anderen Zeitpunkt zum Kaputt-gehen aussuchen können, als den Tag an dem wir unser Baby mit nach Hause bringen!!
Am Anfang hat unser Baby es ja kaum mal eine ganze Stunde ohne Stillen ausgehalten. Seit dem Wochenende hat sich dann so langsam ein angenehmer 3-Stunden-Rhytmus entwickelt, der sich auch durch die Nacht zog. Ich musste zwar nach jedem Stillen ca. 15 Mal den Nucki wieder im Mündchen platzieren, weil die kleinen aufgeregten Händchen ihn immer wieder rausgeschlagen haben, aber damit kann ich leben.
Letzte Nacht war dann alles wieder ganz anders. Baby und ich sind mal abgesehen von einigen kurzen 10-Minuten-Schläfchen seit 2.30 Uhr wach. Nachts schaute sie mich immer wieder niedlich aus großen Augen an. Jetzt schläft sie zwar immer mal wieder ein, in verschiedensten Positionen, aber Hauptsache auf Mami drauf. Körbchen geht gar nicht. Trinken will sie auch wieder einmal pro Stunde. Offensichtlich hat ihr noch niemand erklärt, dass sie ein Neugeborenes ist und dementsprechend eigentlich die ganze Zeit "nur" schlafen sollte.
Immerhin war ich vorhin schnell duschen als R. noch zu Hause war, und gerade eben (kurz vor 11 Uhr) habe ich auch schnell mal ne Stulle reingeschoben und das Baby damit vollgekrümelt.
Also hänge ich auf der Couch und in der Küche türmt sich das Geschirr, weil wir noch keinen neuen Geschirrspüler haben. Ruhig bleiben ist da gar nicht so einfach!!
Heute Abend um 18:52 Uhr wird unser Töchterchen schon zwei Wochen auf der Welt sein. Wie schnell die Zeit vergeht!! Sie verändert sich jeden Tag.
Vor allem sieht man das an den zusätzlichen Babyspeckfalten und den süßen Bäckchen, die immer ein bisschen mitwackeln, wenn wir sie im Kinderwagen spazieren fahren. Der Nabelschnurrest ist ab. Die Händchen und Füßchen sind nicht mehr schrumpelig. Sie hebt das Köpfchen immer besser. Ihren Nucki findet sie ganz okay. Und auch wenn sie vom ersten Tag an immer schon große Augen gemacht hat, merkt man seit einigen Tagen, dass ihre Äuglein nicht mehr nur unkontrolliert und unabhängig von einander umherrollen, sondern sie auch schon mal konzentriert in eine Richtung guckt.... auch wenn man sich manchmal fragt, was da eigentlich so spannend ist. :-)
Auch bei mir hat sich einiges verändert, und auch wenn ich immer sehr stolz auf meinen Babybauch war, bin ich jetzt doch echt froh, nicht mehr schwanger zu sein. In den ersten Tagen nach der Geburt fühlte ich mich wie ein Alien. Käseweiß, aufgeschwemmt, schwindelig und am Verbluten.
Heute bin und fühle ich mich schon sehr viel leichter (- 15 kg) und beweglicher. Meine Füße, Hände und Gesicht sehen wunderbar schlank aus, auch wenn es immer noch 8 - 10 kg zu viel sind und ich der Bequemlichkeit halber weiterhin Umstandshosen trage. Ich will natürlich nicht diäten, aber jetzt wo das Wasser weg ist, gilt es herauszufinden wieviel ich wirklich essen darf, um langsam weiter abzunehmen. Laut Hebamme sagenhafte 3.500 kc!! Kaum vorstellbar. Gestern habe ich das aber locker geschafft, denn R. hatte mir Dominosteine gekauft. :-)
Der Bauch sieht angezogen schon wieder ganz okay aus. Nackig ist das schon was anderes.... Der Bauchnabel ist noch nicht wieder nach innen gewandert sondern hängt immer noch raus. Die Haut ist ganz schwabbelig. Die Risse sehen auch nicht besonders schön aus. Mmhpfh....
Die Narbe vom Dammschnitt tut seit zwei Tagen nicht mehr weh, und heute habe ich mich sogar endlich getraut mal mit einem Spiegel "nachzugucken". Es sieht sehr ordentlich aus. Keine weiteren Details, aber man sieht nur noch einen feinen hellen Strich. Puh!!
Wochenfluss... Eklig. Aber auch das wird langsam weniger.
Gestern habe ich ein bisschen "Sport" unter Anleitung meiner Hebamme gemacht. Die Übungen haben auch mehr Spaß gemacht als die Sachen, die mir im Krankenhaus für den Anfang gezeigt wurden. Ich darf jetzt ein klitzekleines bisschen Bauchmuckis trainieren anstatt immer nur den Beckenboden anzuspannen.
Die Hände prickeln zwar noch, aber ich habe schon wieder etwas Gefühl darin. Sie tun auch nicht mehr weh, so dass ich die Handschienen nachts nicht mehr brauche.
Ich schnarche nicht mehr. Oder zumindest nicht so dolle, dass ich wie gegen Ende der Schwangerschaft ständig selber davon aufwachen würde.
Leider fingen ziemlich gleich nach der Geburt wieder Pickel an zu sprießen. Als ich die Pille abgesetzt habe war das auch so. Mal sehen, ob meine Pillensorte stilltauglich ist und ob ich sie bald wieder nehmen darf.
Und noch ein erstes Mal. Da unser Baby gut an der Brust trinkt (am Freitag wog sie schon 3.930 g), haben wir grünes Licht von der Hebamme, es mal mit einem Nuckel zu versuchen. Gerade kamen R. und ich von einem Spaziergang zurück und das Babymädchen war so semi-unglücklich. Hunger war es wohl nicht, Windel ist auch noch sauber, Tragen war auch nicht der Bringer, Körbchen schon gar nicht. Kurz: irgendwas war uncool.
Da haben wir ihr grade mal testweise einen frisch sterilisierten Nuckel ins Mündchen geschoben, und siehe da, sie nuckelt zufrieden daran und liegt lieb in ihrem Körbchen.
Mal gucken wie lange das gut geht.... Und wenn es gut geht, werden wir uns wohl in zwei - drei Jahren noch darüber ärgern, wenn sie ihn nicht ablegen will. Na ja, JETZT GERADE ist es aber auch schön, mal kurz in Ruhe auf die Couch zu können.
Gestern war es soweit. Unser kleiner Schmutzfink wurde zum ersten mal gebadet - diesmal noch von unserer Hebamme. Das war auch gut so, denn es hat ihr ganz und gar nicht gefallen. Sie brüllte wie am Spieß, was aber wohl auch an dem etwas ungünstigen Zeitpunkt lag, denn wir mussten sie quasi dazu aufwecken. Dennoch war es nach 10 Tagen wirklich mal an der Zeit.
Hoffentlich merkt sie bald, das Baden doch was schönes ist, denn ich konnte mich mal wieder kaum zusammenreißen. Wären R. und ich alleine mit ihr gewesen, hätte ich bestimmt wieder mitgeweint, weil sie mir so leid tat.
Nach dem Baden haben wir sie dann auf der Wickelkommode trocken gefönt, was ihr schon deutlich besser gefiel. Dennoch war sie danach ganz fix und alle und hat auch an meiner Brust immer noch mal geschluchzt. Arme kleine Prinzessin!!
Ah, und außerdem ist gestern nach dem Baden der Nabelschnurrest abgefallen. Na ja, genau genommen mit etwas Nachhelfen durch die Hebamme "abgefallen worden". Das Ding sah schon ganz schön eklig aus und hat auch gar nicht Prinzessinnen-mäßig gerochen. Ich bin froh, dass es weg ist.
Dann war ich gestern ab 15 Uhr alleine mit dem Babymädchen, weil R. beim Fußball war. Sie war sehr anhänglich und wollte gar nicht ins Körbchen, sondern blieb die ganze Zeit auf meiner Brust während ich den Geburtsbericht tippte. Vor dem Schlafen gehen, habe ich sie dann das erste Mal ausgiebig eingeölt und massiert, weil nun ja auch endlich der doofe Nabelrest weg war. Das hat sie sehr genossen. Auch das Schlafen gehen klappte recht gut, auch wenn ich im absoluten Eiltempo zur Toilette gehen, Zähne putzen und kurze Katzenwäsche machen musste, weil sie unmöglich alleine sein wollte und dies lautstark kundtat. Dennoch schlief sie nach einigem Geschuckel auf meinem Arm dann über zwei Stunden in ihrem Körbchen.
Dann kam auch schon R. nach Hause. Leider schlief die Prinzessin dann nur noch mal zwei Stunden bevor die Nacht mehr oder weniger vorbei war und ich stundenlang stillte, Windel wechselte, schuckelte, stillte etc. Gegen sieben Uhr wurde es R. zu bunt und er stand auf, um mit dem Baby spazieren zu gehen und unterwegs Brötchen mitzubringen. Ich durfte während dessen noch ein Stündchen schlafen. Ich habe wohl wirklich den weltbesten Mann!!
Und noch ein erstes Mal: Wir waren heute im Dorf bei meinen Eltern. Die Eberswalder Verwandtschaft meiner Mutti war ebenfalls da. Prinzessin L. natürlich auch: sie beobachtete sehr interessiert wie Onkel R. das Baby wickelte und Tante S.b.k.v.S. es stillte. Berichten zufolge stillt sie nun auch manchmal ihr Kuschelschweinchen Trudi. :-)
Soweit noch nicht sehr aufregend, aber danach ist R. nach Hause gejoggt und ich bin gaaaanz alleine mit dem Babymädchen Auto gefahren. Das Hineinbasteln in die Autoschale sorgte wie immer für viel Geschrei, so dass der Aufbruch recht hektisch wurde. Aber ich war noch keine 50 Meter über die Holpersteine gefahren und schon beruhigte sie sich. 25 Minuten später waren wir zu Hause und ich rettete sie aus der doofen Autoschale. Liebe Mami! :-) .... Puh!! Hürde geschafft!! :-)
Ich liege gerade gemütlich auf der Couch während mein bezauberndes Babymädchen auf meiner Brust schlummert und leise schnarcht. Der perfekte Zeitpunkt, um endlich mal anzufangen, meinen Geburtsbericht zu schreiben. Das schon eine ziemliche Grenzerfahrung. Und auch wenn es ein wunderschönes Erlebnis bzw. Ergebnis war, treibt es mir dennoch immer noch regelmäßig Tränen in die Augen. Vielleicht hilft Aufschreiben ja.
Da ich bereits sehr früh jedes Zeitgefühl verloren habe, habe ich R. gebeten, noch einen Bericht aus seiner Sicht zu schreiben, zumal er wie zuvor vereinbart, während der vielen Stunden immer wieder einige Notizen gemacht hat.
In der letzten Woche vor der Geburt hatte ich vor allem Nachts immer mal wieder unregelmäßige Wehen gehabt. Natürlich habe ich immer wieder in mich hinein gelauscht und mich gefragt, ob es nun endlich losginge. Tatsächlich fing alles dann mit dem Schleimpropf an. Erfahrene Schwangere wissen was das heißt, ich gehe also nicht ins Detail. Jedenfalls verabschiedete sich ein Teil davon am Sonntag, den 5.9. um 10:40 Uhr.
Mann, war ich aufgeregt! R. war bereits joggenderweise unterwegs ins Dorf zu meinen Eltern, und ich fuhr dann mit dem Auto hin. Die ganze Zeit konnte ich nur daran denken, dass das wohl mein letzter Besuch dort ohne Baby sein würde. R. überraschte ich dann in der dortigen Küche mit der Nachricht vom Schleimpropf. Eigentlich wusste er nicht wirklich, wovon ich überhaupt sprach, wurde aber prompt von meiner Aufregung angesteckt. Nur gut, dass wir an dem Morgen noch den Autoschaleneinbau geübt und die Kliniktasche besprochen hatten. Dann gab es also lecker Schnitzel und irgendwie kam mir das vor wie eine Henkersmahlzeit. Im positiven Sinne, denn ich wollte ja, dass es endlich losgeht.
In der Nacht von Sonntag auf Montag war ich dann wie üblich jede Stunde wach, um auf Toilette zu gehen. Ein paar kleine Wehen trugen ihr übriges zur Schlaflosigkeit bei. Morgens bloggte ich dann erstmal noch mal einen Zonk, während ich schon die eine oder andere Wehe spürte. Alles noch nicht sehr schmerzhaft. Als ich die Pille absetzte, hatte ich jedenfalls schlimmere Periodenschmerzen als das. Ab 11 Uhr habe ich die Wehen mal spaßeshalber aufgeschrieben. Sie kamen noch relativ unregelmäßig zwischen 6 und 15 Minuten. Irgendwann um die Mittagszeit bemerkte ich, dass ich fast unbemerkt begonnen hatte, die Wehen mit einem noch recht leisen „Pffffff“ zu veratmen. Holla, dachte ich mir, da tut sich was.
Lustig war auch, als mein Vati anrief, während grad eine Wehe am Ausklingen war, und ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Ist mir auch gelungen. Er dachte, ich hätte eben grade geschlafen.
Als R. von der Arbeit nach Hause kam, ging ich dann mal in die Badewanne. Wenn die Wehen dann bleiben oder stärker werden, sollen es ja echte Wehen sein. Übungswehen gehen durch die Wärme weg. Ich rätselte ein paar Sudokus und veratmete zwischendurch einige Wehen, die mitnichten weggingen.
Ab 19 Uhr kamen die Wehen ca. alle 5 – 6 Minuten, und ich versuchte die beste Position zum Veratmen zu finden. Meist hing ich im Vierfüßlerstand mit den Armen auf mehrere Couchkissen gestützt auf der Couch, während wir noch ein bisschen fernsahen. R. fragte schon immer mal nach, ob wir nicht mal ins Krankenhaus fahren wollen, aber irgendwie kam mir das alles noch nicht doll genug vor. Im Gegenteil, ich schlug vor, dass wir mal versuchen sollten noch eine Mütze Schlaf zu bekommen. Also, Schlafanzug an, Zähne geputzt und ab ins Bett… und dort weiter fleißig Wehen veratmet. Im Liegen waren die irgendwie auch noch doller, so dass ich schnell wieder im Vierfüßlerstand war.
Nun wurde es R. zu bunt und er bestand darauf, dass wir ins Krankenhaus fahren. Ich willigte ein, obwohl ich sicher war, dass wir wieder nach Hause geschickt werden, was ich irgendwie total peinlich fand.
Ca. 23 Uhr parkten wir auf dem Storchenparkplatz des Krankenhauses. Da hing ich erst mal an R.‘s Hals und veratmete eine Wehe bevor ich flotten Fußes an den am Haupteingang versammelten Rauchern vorbeieilte.
Drinnen wurden wir sehr nett von einer Hebamme und einer Praktikantin empfangen. Im Aufnahmezimmer wurde ich dann auf eine Liege verfrachtet, und der Muttermund für klägliche 1 cm und der Gebärmutterhals als noch längst nicht verstrichen erklärt wurde. Manno!! Dann wurde ich ans CTG angeschlossen. Ich bekam noch ein paar Tipps zum Veratmen und ein Nasenspray, damit ich überhaupt durch die Nase einatmen konnte und dann lag ich da erst mal eine halbe Stunde oder so. R. atmete fleißig mit, während ich mich während der Wehen an den Griffen des Bettes festhielt und mich fragte, ob die wirklich dafür gedacht sind, denn irgendwie wackelten die ganz schön doll. Es gab einen Monitor, auf dem die CTGs aller Kreissäle angezeigt wurden, und R. versicherte mir, dass meine Wehen stärker ausschlugen als im Kreissaal, was mir etwas Hoffnung gab, dass wir doch nicht voreilig ins Krankenhaus gekommen waren.
Waren wir aber. Man schlug mir also vor, dass ich entweder noch mal nach Hause fahren könne oder im Krankenhaus übernachten könnte. Eigentlich wollte ich lieber wieder nach Hause bis man uns sagte, dass wir auch in ein Familienzimmer einziehen könnten, d.h. R. könnte bei mir bleiben. Also bekam ich eine Spritze in den Allerwertesten, die mir trotz Wehen ein bisschen Schlaf ermöglichen sollten.
Auf der Wochenbett-Station wurden wir von einer fröhlichen Nachtschwester empfangen, die uns allerhand Organisatorisches mitteilte, während ich an R. hing und mal wieder eine Wehe veratmete. Dann ging es also dort wieder ins Bett. Im Liegen konnte ich die Wehen gar nicht aushalten, also war ich bald wieder im Vierfüßlerstand. R. behauptet zwar, dass er auch nicht geschlafen hätte, aber ich denke, eine kleine Mütze Schlaf hat er noch bekommen. Zumal ich dann beim Toilettengang erst mal einige Wehen am Handtuchhalter hängend veratmete. Zum Glück hat der mein Kampfgewicht von 85,9 kg ausgehalten.
Lange hielten wir es in dem Zimmer nicht aus. Gegen 3 Uhr morgens begaben wir uns wieder Richtung Kreissaal. Wieder landete ich auf der Liege und war enttäuscht zu hören, dass der Muttermund nur zwei Zentimeter geöffnet war. Die Hebamme machte mir aber Mut und sagte, dass auch das Verstreichen des Gebärmutterhalses schon ordentlich Arbeit gewesen war. Es wurde wieder ein CTG geschrieben, das mittlerweile heftigere Wehen anzeigte, was nun auch genug für den Kreissaal war.
Ich kam noch in das Vergnügen eines Einlaufes. Ja, ja, da verabschiedete sich dann auch schon ein Großteil meines Schamgefühls. Ansonsten keine weiteren Details. Danach half mir R. bei Duschen und ich bekam ein tolles grünes Nachthemd, Netzschlüppi und Riesen-Binde für den Fall eines Blasensprungs. Zumindest war das Nachthemd nicht hinten offen, sondern ganz normal vorne zum Knöpfen.
Der Kreissaal war schlicht ausgestattet, wirkte aber recht freundlich. Ich war dann eigentlich ganz froh, dass ich mich erst mal wieder zum CTG hinlegen durfte. Es folgten einige Stunden, in denen ich eigentlich noch recht guter Dinge war. Der Muttermund öffnete sich langsam aber stetig.
Zwischendurch war Schichtwechsel und Hebamme J. trat ihren Frühdienst an. Ich denke, wir hätten es nicht besser erwischen können, denn sie war verständnisvoll und kompetent und … äh … nett (im positiven Sinne). Irgendwann bekam ich dann wieder eine Spritze, womit ich in den Wehenpausen besser entspannen sollte. Das wirkte eigentlich auch ganz gut, ich schlief immer wieder ein und faselte zwischendurch zusammenhangsloses Zeug. Als die Wirkung nachließ, stand ich auf und verbrachte einige Zeit im Stehen bzw. auf Bett, Schrank oder R. aufgestützt, bevor ich wieder ins Bett plumpste.
Gegen Mittag schaute dann Tante K. zu uns rein, die im gleichen Krankenhaus als OP-Schwester arbeitet. Obwohl sie selbst fünf Kinder geboren hat, wirkte sie sehr mitleidig. Oh je, dachte ich, da habe ich wohl noch einiges vor mir.
Ich bin mir jetzt über die Reihenfolge nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, ich hatte die 10 cm Muttermund-Öffnung schon bzw. fast erreicht, als ich zuerst einen Tropf mit Zuckerlösung bekam, weil ich mittlerweile schon sehr müde und kraftlos war, und dann einen Dusselig-Macher-Tropf. Ich denke, der hat mir echt das Genick gebrochen. Er schien mir viel, viel stärker als die Spritze, die ich zuvor erhalten hatte, und ließ mich vollkommen wegtreten. Es kam mir vor wie der fürchterlichste, heftigste Alkoholrausch, und ich habe total die Kontrolle über mich verloren. So habe ich z.B. ca. 10-mal auf die Uhr im Kreissaal gesehen, und es jedes Mal immer noch 13 Uhr. Klar, offensichtlich hatte ich zwischendurch nur kurz die Augen geschlossen, es kam mir aber vor wie eine Ewigkeit.
Obwohl wir am Morgen allein auf der Geburtstation gewesen waren (bis auf eine gerade stattgefundene Geburt) hörten wir immer wieder wie Babys geboren wurden, nur unseres wollte einfach nicht kommen.
Endlich machte man mich mal von dem Tropf los und ich schwankte von R. gestützt zur Toilette. Dabei ist dann auch die Fruchtblase geplatzt. R. hat es mir zwar nicht gesagt, aber seiner Reaktion zufolge muss ein Teil davon wohl auch … äh … rausgehangen haben. Ich habe ehrlich gesagt gar nichts mehr geschnallt und war irgendwie in meinem eigenen Nebel verschollen.
Da der Muttermund dann 10 cm auf war, fragte ich, ob ich denn nun auch bald pressen müsste, aber J. sagte nur immer wieder, dass mein Baby noch nicht richtig ins Becken gerutscht sei und es noch einige Zeit dauern würde. Ich war echt total verzweifelt, weil ich immer nur dasselbe zu hören bekam. Ich hatte mittlerweile auch riesige Angst vor den Presswehen, weil ich mich so kraftlos und benebelt fühlte und mir sicher war, dass ich das niemals schaffen würde.
Irgendwann fand ich mich dann im Vierfüßlerstand über meinem Bett hängend wieder und bettelte nur noch nach einer PDA. Das hatte ich eigentlich immer vermeiden wollen, und dieser totale Kontrollverlust und das Rumgejammere macht mich auch jetzt im Nachhinein noch total fertig. So als hätte ich nicht alles gegeben.
R. stand mittlerweile auch ein wenig neben sich, weil er mir nicht helfen konnte, was mir wiederum so leid tat und ich mir nun nicht nur wie eine schlechte Mutter sondern auch noch wie eine miese Freundin vorkam. Er musste dann wegen der PDA irgendein Formular für mich ausfüllen, welches ich dann – wahrscheinlich mit drei Kreuzen – unterschrieben habe. Dann wurde er aus dem Kreissaal herausgeschickt und der Anästhesist kam mit einem Drachen von Krankenschwester herein, die mir befahl, mich zusammenzureißen. Sie war zwar echt unsympathisch, aber in dem Moment des Selbstmitleids wohl genau das, was ich brauchte. Ich musste mich ja zusammenreißen, um absolut still zu halten und vier bis fünf Wehen zu veratmen während die PDA gesetzt wurde.
Als die PDA wirkte, kam ich langsam auch wieder ein wenig zu mir. Ich bekam einen Wehentropf (von der nächsten Hebamme B., die Spätschicht hatte begonnen). Ich merkte die Wehen noch und musste sie auch veratmen (bzw. recht laut tönen), aber lange nicht mehr so schlimm wie vorher. Außerdem merkte ich, dass mein Baby immer mehr nach unten drückte.
Die Klamöttchen für unser Baby waren mittlerweile auf die Wickelkommode gelegt worden. Einige Stunden hat es dann aber immer noch gedauert, während derer ich gegen Ende der Wehen gerne schon mal ein bisschen mitdrücken sollte, aber keine Ahnung hatte wie. Zwischen den Wehen schlief ich immer wieder ein, aber ich war viel ruhiger und konnte mich manchmal sogar mit R. unterhalten, wenn auch meist zusammenhangsloses Zeug. Ich musste sogar ein bisschen lachen, weil ich so sehr zitterte. Eine Praktikantin war dann fast die ganze Zeit bei uns, und ich glaube, es half R. auch, sich mal ein bisschen zu unterhalten. Zuvor waren wir viele Stunden mehrheitlich alleine gewesen, und ich war froh, dass nun jemand vor Ort war.
Ich weiß nicht mehr wann, aber endlich kam Bewegung ins Spiel. Hebamme B. telefonierte (mit der Ärztin?) und sagte, dass es Zeit würde, dass das Baby mal geboren würde. Ich glaube, die Herztöne während der Wehen waren nicht mehr ganz so toll, weil meine Prinzessin ja schließlich auch schon viele Stunden mitgeackert hatte. Das Bett wurde verstellt, so dass ich fast saß, R. stand hinter mir, und ich durfte endlich drei Mal pressen. Dann musste ich jeweils auf der linken und auf der rechten Seite noch mal drei Wehen veratmen und leicht mitpressen, bevor ich wieder auf den Rücken gewälzt wurde.
Und endlich, endlich sollte ich pressen, was das Zeug hielt. Die Ärztin drückte von oben mit auf den Bauch, weil das Babymädchen zwischen den Wehen immer wieder hochrutschte. Obwohl ich anderen Geburtsberichten gelesen hatte, wie schrecklich das sei, fand ich es überhaupt nicht schlimm. Ein Tablett mit Scheren wurde herangebracht, der Damm mit einer Spritze betäubt und schnippschnapp. Das wiederum hat gar nicht weh getan. Mit der nächsten Presswehe kam das Köpfchen, ich musste kurz hecheln und dann in einer letzten Wehe wurde endlich um 18:52 Uhr unser bezauberndes Baby geboren!!
Sie lag zwischen meinen Beinen und schrie gleich kräftig. Die Nabelschnur war sehr kurz, was wahrscheinlich der Grund dafür war, dass sie solange nicht ins Becken gerutscht ist, und ich wollte sie nur noch im Arm halten. Das ging aber erst mal wegen der kurzen Nabelschnur nicht. Während R. diese dann durchschnitt, wurschelte ich mich mit Hilfe der Hebamme aus dem Nachthemd heraus, und dann bekam ich endlich mein Mädchen auf die Brust. Sie schrie noch kurz weiter bevor sie ganz ruhig wurde und mit großen, dunkelblauen Augen in die Welt schaute.
Von da an waren R., ich und unser Baby in unserer eigenen kleinen Welt. Alle Klischees wurden erfüllt: Die Nachgeburt wurde so nebenbei geboren und auch das anschließende Nähen habe ich kaum mitbekommen. Wir waren einfach nur hin und weg und verliebt in unser kleines, wunderschönes, perfektes Menschlein.
Was wir nicht wussten war, dass Tante K. immer wieder Infos aus dem Kreissaal an unsere Eltern durchgefunkt hatte. Diese hatten sich dann bereits am Nachmittag in der Nähe des Krankenhauses beim Italiener eingenistet und auf die baldige Geburt angestoßen. Es fehlte nur noch, dass sie zum Anfeuern ans Fenster unseres Kreissaals (im Erdgeschoss) gekommen wären.
Tante K. schaffte es dann, dass die stolzen Omas und Opas dann in den Kreissaal durften, um unser Baby zu begrüßen. Sie war die ganze Zeit hellwach, lag auf meiner Brust und staunte ihre Verwandtschaft an.
Das erste Stillen im Kreissaal klappte auch sehr gut. Danach mussten wir recht lange warten bis die lustige Nachtschwester von der vorherigen Nacht aus der Wochenstation kam, um uns abzuholen, weil die Hebammen zu viel zu tun hatten. Wir wurden wieder in unser Familienzimmer gebracht, um dort unsere erste Nacht als Familie zu verbringen.
Wir blieben noch drei Tage im Krankenhaus, was mir sehr gut getan hat. Ich brauchte die Zeit zur Erholung. Außerdem war es schön, im Bett liegend reichlich Besuch empfangen zu können, zu Hause wäre mir das echt zu viel gewesen.
FAZIT:
Trotz der bescheuerten Dusselig-Phase, war die Geburt ein ganz wunderbares Erlebnis, dass ich mit R. teilen konnte. Er war einfach SUPER!! Mein Traummann! Und Babys Traum-Papa!!
Alle Mühen haben sich natürlich gelohnt!
Es kann ein nächstes Mal geben (so in drei Jahren).
Nächstes Mal KEIN DUSSELIG-MACHER-TROPF. Entweder nix oder gleich eine PDA. Jedenfalls bei klarem Verstand.
Gerne wieder in diesem Krankenhaus. Die Hebammen und Krankenschwestern auf der Wochenstation waren toll und wir wurden sehr gut betreut.
Ach ja, und den richtigen Entbindungstermin 7. September hat Frau Eiskalt getippt! Jemand namens "Anno" hat zwar direkt am 7.9. auch noch richtig getippt, wir gehen aber von einem Schummler aus. :-)
So, das ist jetzt ein ziemlich langer Bericht geworden. Aber da dieser Blog auch eine Art Tagebuch für mich und das Babymädchen ist, veröffentliche ich ihn trotzdem.